(19)
(11) EP 2 995 227 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
04.10.2017  Patentblatt  2017/40

(21) Anmeldenummer: 15181126.2

(22) Anmeldetag:  14.08.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47H 15/04(2006.01)
A47H 5/02(2006.01)

(54)

AUFHÄNGESYSTEM ZUM AUFHÄNGEN EINER GARDINE

SUSPENSION SYSTEM FOR SUSPENDING A CURTAIN

SYSTEME DE SUSPENSION POUR VOILAGE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 12.09.2014 DE 202014007287 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.03.2016  Patentblatt  2016/11

(73) Patentinhaber: Fritz Wolf GmbH
72664 Kohlberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Wolf, Andreas
    72661 Grafenberg (DE)

(74) Vertreter: DREISS Patentanwälte PartG mbB 
Friedrichstrasse 6
70174 Stuttgart
70174 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 2 612 576
DE-T2- 69 712 619
DE-A1- 2 107 224
US-A- 4 473 102
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Aufhängesystem zum Aufhängen einer Gardine an einer Schiene mit einer auf einer Seite offenen Längsnut, mit mindestens zwei über ein Zugmittel verbundenen Gardinengleitern zur Befestigung der Gardine mit wellenförmiger Ausrichtung.

    [0002] Derartige Aufhängesysteme mit über Zugmittel verbundenen Gardinengleitern sind aus dem Stand der Technik bekannt. Diese Aufhängesysteme dienen in erster Linie dem Zweck, dass Gardinen gleichmäßig aufgehängt sind und sich somit eine gleichmäßige Wellenform, beispielsweise in Form eines mäanderförmigen Wellenbildes ergibt. Solche Aufhängesysteme bestehen aus einem Zugmittel und an dem Zugmittel in regelmäßigen Abständen befestigten ringförmigen Elementen. Daran werden Gardinengleiter zum Halten einer Gardine befestigt, beispielsweise durch Einklipsen. Das so zusammengesetzte Aufhängesystem kann dann über eine - bezogen auf die Längsnut der Schiene - im Querschnitt erweiterte Einführöffnung in die Schiene eingefädelt werden und somit die Gardine an der Schiene befestigt werden.

    [0003] Mit den bekannten Aufhängesystemen lassen sich Gardinen zuverlässig an einer Schiene befestigen. Allerdings ist dabei problematisch, dass sowohl Herstellung und Montage auf Grund der Vielzahl an handzuhabenden Komponenten aufwändig sind.

    [0004] EP 2 612 576 A2 und DE 697 12 619 T2 zeigen einen Vorhanggleiter und ein Vorhangsystem mit Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

    [0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine einfache Herstellung und eine einfache Montage eines Aufhängesystems zu ermöglichen.

    [0006] Die voranstehende Aufgabe wird durch ein Aufhängesystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Das Aufhängesystem der eingangs genannten Art ist derart ausgestaltet und weitergebildet, dass die Gardinengleiter jeweils stoffschlüssig mit dem Zugmittel verbunden sind, dass die Gardinengleiter jeweils mit einem Kopfabschnitt durch die Längsnut in die Schiene einsetzbar sind und am Kopfabschnitt ausgebildete Halteflügel im eingesetzten Zustand des Gardinengleiters die Ränder der Längsnut hintergreifen.

    [0007] Es kann ein einfach herzustellendes und ebenfalls einfach zu montierendes Aufhängesystem bereitgestellt werden, wenn die Gardinengleiter stoffschlüssig mit dem Zugmittel verbunden sind. Diese Verbindung erfolgt durch eine Herstellung mittels Spritzguß, wobei das Zugmittel mit dem Gardinengleiter umspritzt wird. Somit ist nur ein Werkzeug zur Herstellung des Aufhängesystems erforderlich. Der manuelle Vorgang eines Zusammensetzens des Aufhängesystems entfällt. Eine Vormontage entfällt und die Montagedauer ist verkürzt.

    [0008] Die Handhabung ist zudem dadurch vereinfacht, dass die Gardinengleiter auf einfache Weise an einer beliebigen Stelle der Schienenlängsnut in die Schiene eingesetzt werden können, und zwar durch Einklipsen. So kann der Gardinengleiter mit einem Kopfabschnitt in die Längsnut eingeführt werden, wobei am Kopfabschnitt ausgebildete Halteflügel die Ränder der Längsnut im eingesetzten Zustand des Gardinengleiters in der Längsnut hintergreifen. Durch die Flexibilität der Halteflügel und/oder der Art ihrer Befestigung am Kopfabschnitt des Gardinengleiters ist ein Einklipsen des Gardinengleiters in die Längsnut ermöglicht. Die Halteflügel bilden im eingesetzten Zustand ein Widerlager. Der Gardinengleiter ist entlang der Längsnut verlagerbar.

    [0009] Wenngleich im Folgenden überwiegend der Begriff "Gardine" verwendet wird, schließt dieser auch einen Vorhang mit ein.

    [0010] Weiter erfindungsgemäß umschließen die Gardinengleiter das Zugmittel im Verbindungsbereich, insbesondere einem Verbindungsabschnitt des Kopfabschnitts, zumindest abschnittsweise. Somit ist eine stabile stoffschlüssige Verbindung geschaffen, wobei das Zugmittel durch den Gardinengleiter, insbesondere einen Verbindungsabschnitt des Kopfabschnitts des Gardinengleiters, regelrecht eingehüllt ist. Dabei kann die Einhüllung des Zugmittels - in Längsrichtung des Gardinengleiters gesehen - zumindest abschnittsweise hülsenförmig ausgefüllt sein.

    [0011] Im Konkreten kann das Zugmittel als Kordel ausgebildet sein. Damit lässt sich ein flexibles und zugleich stabiles Zugmittel bereitstellen. Bei einem Kontakt der Kordel mit der Längsnut und/oder mit Gardinengleitern entstehen praktisch keinerlei Geräusche. Ein geräuscharmer Betrieb ist realisiert.

    [0012] Die Gardinengleiter können jeweils eine Aufhängereinrichtung für die Gardine aufweisen. Somit kann die Gardine oder der Vorhang auf einfache Weise am Gardinengleiter befestigt, nämlich daran aufgehängt werden.

    [0013] Die Aufhängeeinrichtung kann als Öse ausgeführt sein. Somit lassen sich verschiedene Befestigungselemente am Gardinengleiter anbringen, bspw. Haken, in die ein Vorhang eingehängt werden kann. Für die Fertigung und aus Gründen der Stabilität ist es günstig, wenn die Öse einstückig mit dem Gardinengleiter ausgebildet ist. In diesen Zusammenhang ist ebenfalls denkbar, dass der Gardinengleiter an eine Schiene angepasst ist. Derartige Schienen weisen eine Längsnut mit einer bestimmten Breite auf. Insoweit kann es sich hier um einen Gardinengleiter für diese bestimmten Breiten handeln.

    [0014] Die Aufhängeeinrichtung kann einen Aufnahmebereich zur Kopplung mit einem zumindest abschnittsweise stiftförmigen Gardinenaufhänger aufweisen. Somit lässt sich ein Gardinengleiter mit einem gewünschten Gardinenaufhänger koppeln, bspw. einem Gardinenaufhänger für Wellengardinen. Aus Fertigungs- und Stabilitätsgründen ist es günstig, wenn der Aufnahmebereich einstückig mit dem Gardinengleiter ausgebildet ist. Der Gardinenaufhänger kann einen Bestandteil der Aufhängeeinrichtung darstellen.

    [0015] Der Aufnahmebereich kann eine Ausnehmung, insbesondere einen Durchgang, mit einer seitlichen Öffnung aufweisen.

    [0016] Somit ist ein Einsetzen eines stiftförmigen Gardinenaufhängers am Gardinengleiter auch dann möglich, wenn das Aufhängesystem bereits in der Längsnut montiert ist. Dadurch kann auf einfache Weise ein Auf- und Abhängen einer Gardine erfolgen, bspw. zu Reinigungszwecken. Durch die Öffnung ist ein Herausnehmen oder Einsetzen des Gardinenaufhängers möglich. Die seitliche Orientierung der Öffnung erlaubt eine stabile Ausgestaltung des Aufnahmebereichs.

    [0017] Im Bereich der Öffnung kann mindestens ein den Öffnungsquerschnitt verjüngender Vorsprung zum Herstellen einer Rastverbindung mit dem Gardinenaufhänger ausgebildet sein. Somit ist die Befestigung des Gardinenaufhängers am Gardinengleiter abermals optimiert, da der Gardinenaufhänger zum Befestigen am oder zum Lösen von dem Gardinengleiter über einen definierten Druckpunkt geführt werden muss.

    [0018] Die Ausnehmung kann einen ersten Bereich zur Aufnahme eines zylinderförmigen Abschnitts des Gardinenhängers aufweisen. Somit ist im eingesetzten Zustand eine Rotation des Gardinenaufhängers relativ zum Gardinengleiter ermöglicht.

    [0019] Die Ausnehmung kann einen weiteren - zweiten - Bereich zur Aufnahme eines abgerundeten oder halbkugelförmigen Kopfabschnitts des Gardinenaufhängers aufweisen. So ist auch bei auf den Gardinenaufhänger wirkenden Momenten eine definierte Ausrichtung des Gardinenaufhängers relativ zum Gardinengleiter gewährleistet, da der Kopfabschnitt des Gardinenaufhängers mit einem hierzu komplementär ausgebildeten, insbesondere kuppelartigen, Bereich ausgebildet ist. Hierdurch ist die Befestigung des Gardinenaufhängers am Gardinengleiter abermals optimiert.

    [0020] Die Halteflügel können schwenkbar am Kopfabschnitt, insbesondere an einem Verbindungsabschnitt des Kopfabschnitts, befestigt sein. So ist eine konstruktive günstige und zugleich stabile Ausgestaltung der Halteflügel geschaffen.

    [0021] Im Konkreten können die Halteflügel mittels eines Folienscharniers oder mittels Materialreduktion schwenkbar am Kopfabschnitt, insbesondere an einem Verbindungsabschnitt des Kopfabschnitts, befestigt sein. Somit lassen sich die Halteflügel auf konstruktiv bewährte Weise in einem Schritt mit dem Gardinengleiter und dem Aufhängesystem insgesamt ausbilden.

    [0022] Weiterhin ist denkbar, dass die Halteflügel im in die Schiene eingesetzten Zustand des Gardinengleiters derart mit dem Kopfabschnitt, insbesondere mit einem Verbindungsabschnitt des Kopfabschnitts, in Anlage bringbar sind, dass ein Herausziehen des Gardinengleiters durch die Längsnut verhindert ist. Mit anderen Worten bilden die Halteflüge im in Anlage gebrachten Zustand ein Widerlager, welches ein Herausziehen des Gardinengleiters verhindert und ggf. nur unter Zerstörung des Gardinengleiters ermöglicht. Somit ist eine sichere Zuordnung des Gardinengleiters in der Längsnut verwirklicht.

    [0023] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläuert.

    [0024] Es zeigen:

    Figur 1 in einer perspektivischen Ansicht eine erste Ausführungsform des Aufhängesystems;

    Figur 2 in mehreren Ansichten ein Gardinengleiter des Aufhängesystems aus Figur 1;

    Figur 3 in einer perspektivischen Ansicht eine weitere Ausführungsform des Aufhängesystems und

    Figur 4 in mehreren, teilweise geschnittenen Ansichten ein Gardinengleiter des Aufhängesystems aus Figur 3.



    [0025] Figur 1 zeigt ein Aufhängesystem 10 zum Aufhängen einer Gardine an einer Schiene mit einer an einer Seite offenen Längsnut (nicht dargestellt). Das Aufhängesystem 10 weist zwei Gardinengleiter 12 zur Befestigung der Gardine auf. Die Gardinengleiter 12 sind über ein Zugmittel 14 miteinander verbunden. Das Zugmittel 14 wird im Folgenden als Kordel 16 bezeichnet.
    Die Gardinengleiter 12 sind stoffschlüssig mit der Kordel 16 verbunden, wobei die Gardinengleiter 12 die Kordel 16 abschnittsweise umschließen, insbesondere über die Länge des Gardinengleiters 12 hinweg.

    [0026] Die Gardinengleiter 12 weisen jeweils einen Kopfabschnitt 18 auf, mit dem der Gardinengleiter 12 durch die Längsnut in die Schiene einsetzbar ist. Am Kopfabschnitt 18 sind Halteflügel 20 ausgebildet, die in eingesetztem Zustand des Gardinengleiters 12 die Ränder der Längsnut hintergreifen. Die Halteflügel 20 sind schwenkbar am Kopfabschnitt 18, insbesondere an einem Verbindungsabschnitt 22 des Kopfabschnitts 18, befestigt. Die Kordel 16 wird im Verbindungsbereich vom Verbindungsabschnitt 22 des Kopfabschnitts 18 umgeben.

    [0027] Die Gardinengleiter 12 weisen jeweils eine Aufhängeeinrichtung 24 in Form einer einstückig mit dem Gardinengleiter 12 ausgebildeten Öse 26 auf. An der Öse 26 lässt sich eine Gardine oder ein Vorhang befestigen, bspw. mittels eines Hakens, der in die Öse 26 eingehängt werden kann (nicht gezeigt).

    [0028] In Figur 2 ist der Gardinengleiter 12 in mehreren Ansichten genauer dargestellt. Der Gardinengleiter 12 weist einen plattenförmigen Abschnitt 28 auf, an dem die Öse 26 ausgebildet ist. Der plattenförmige Abschnitt 28 begrenzt eine Einführbewegung beim Einsetzen des Gardinengleiters 12 in die Schiene. Am plattenförmigen Abschnitt 28 ist ein Stegabschnitt 30 ausgebildet, der am vom plattenförmigen Abschnitt 28 abgewandten Ende den Verbindungsabschnitt 22 aufweist.

    [0029] Die Halteflügel 20 sind am Kopfabschnitt 18, genauer am Verbindungsabschnitt 22 schwenkbar befestigt, und zwar mittels Materialreduzierung 32 oder Folienscharnier 34. Die Halteflügel 20 sind in Richtung des plattenförmigen Abschnitts 28 verschwenkbar. Beim Verschwenken der Halteflügel 20 in Richtung Verbindungsabschnitt 22 gelangen die Halteflügel 20 mit dem Verbindungsabschnitt 22 in Anlage, so dass eine weitere Schwenkbewegung verhindert ist. Ein Herausziehen des Gardinengleiters 12 aus der Vorhangschiene ist somit durch ein Widerlager, das durch Halteflügel 20 und Verbindungsabschnitt 22 gebildet ist, verhindert.

    [0030] Bei der vorliegenden Ausführungsform kann es sich um sogenannte 6-mm-Gleiter für Schienen handeln, deren Längsnut eine Breite von 6mm aufweist. Der Stegabschnitt 30 kann somit für ein sicheres Gleiten in der Längsnut eine geringere Breite als 6mm aufweisen, bspw. eine Breite zwischen 5,0 und 5,7 mm.

    [0031] Figur 3 weist ein Aufhängesystem 40 zum Aufhängen einer Gardine an einer Schiene mit einer an einer Seite offenen Längsnut auf (nicht dargestellt).

    [0032] Das Aufhängesystem 40 gemäß der vorliegenden Ausführungsform entspricht zu weiten Teilen dem Aufhängesystem 10 der ersten Ausführungsform. Insoweit wird zur Vermeidung von Wiederholungen zunächst auf die dortigen Ausführungen verwiesen, wobei gleiche oder funktional gleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen sind.

    [0033] Abweichend von der ersten Ausführungsform weist das Aufhängesystem 40 gemäß der vorliegende Ausführungsform eine Aufhängeeinrichtung 24 auf, die einen Aufnahmebereich 42 zur Kopplung mit einem Gardinenaufhänger 44 aufweist.

    [0034] Der Gardinenaufhänger 44 ist zumindest abschnittsweise zylinderförmig und weist am gardinenseitigen Ende eine hakenartige Öffnung 46 zur Aufnahme einer Gardine oder eines Gardinenbandes auf. An der Innenseite der hakenartigen Öffnung 46 ist ein insbesondere zackenförmiges Raster 47 zur Sicherung der Gardine oder des Gardinenbandes vorgesehen. Das Raster 47 soll ein unerwünschtes Lösen aus der hakenartigen Öffnung 46 verhindern.

    [0035] An dem am Gardinengleiter 41 zugewandten Ende weist der Gardinenaufhänger 44 einen zylinderförmigen Abschnitt 48 auf. Ein umlaufender Bund 49 begrenzt den zylinderförmigen Abschnitt 48 in Richtung der hakenartigen Öffnung 46. Der Gardinenaufhänger 44 weist einen abgerundeten oder halbkugelförmigen Kopfabschnitt 50 mit einem Vorsprung oder Absatz 51 auf.

    [0036] In Figur 4 ist die konkrete Ausgestaltung des Aufnahmebereichs 42 in mehreren, teilweise geschnittenen Ansichten zu erkennen. Der Kopfabschnitt 18 des Gardinengleiters 41 entspricht dem Kopfabschnitt 18 des Gardinengleiters 12 der ersten Ausführungsform, so dass zu Vermeidung von Wiederholungen auf die dortigen Ausführungen verwiesen wird.

    [0037] Der Aufnahmebereich 42 weist eine Ausnehmung 52 oder einen Durchgang 53 mit einer seitlichen Öffnung 54 auf. Durch die seitliche Öffnung 54 kann der Gardinenaufhänger 44 in die Ausnehmung 52 oder den Durchgang 53 eingebracht werden. Auf diese Weise lässt sich der Gardinenhänger 44 auch dann auf einfache Weise montieren, wenn das Aufhängesystem 40 bereits in eine Längsnut einer Schiene, nämlich einer Vorhangschiene, eingesetzt ist.

    [0038] Im Bereich der seitlichen Öffnung 54 sind Vorsprünge 56 ausgebildet, die den Öffnungsquerschnitt verjüngen. Mittels der Vorsprünge 56 kann eine Rastverbindung mit dem Gardinenaufhänger 44 hergestellt werden. Auf diese Weise ist eine sichere Befestigung des Gardinenaufhängers 44 im Durchgang 52 verwirklicht, da der Gardinenaufhänger 44 zum Einsetzen im oder zum Herausnehmen aus der Ausnehmung 52 oder dem Durchgang 53 über einen definierten Druckpunkt gebracht werden muss. Dieser Druckpunkt ist durch die Vorsprünge 56 realisiert.

    [0039] Die Ausnehmung 52 weist einen ersten Bereich 58 zur Aufnahme eines zylinderförmigen Abschnitts 48 des Gardinenaufhängers 44 auf. Die Ausnehmung 52 weist einen weiteren Bereich 60 zur Aufnahme eines abgerundeten oder halbkugelförmigen Kopfabschnitts 50 des Gardinenaufhängers 44 auf. Der weitere Bereich 60 kann kuppelartig ausgebildet sein. Dabei ist denkbar, dass der weitere Bereich komplementär zum abgerundeten oder halbkugelförmigen Kopfabschnitt 50 ausgebildet ist.

    [0040] Zwischen dem ersten Bereich 58 und dem weiteren Bereich 60 befindet sich eine Stufe 62, die mit dem Absatz oder Vorsprung 51 am abgerundeten oder halbkugelförmigen Kopfabschnitt 50 in Kontakt ist, wenn der Gardinenaufhänger 44 in der Ausnehmung 52 angeordnet ist. Durch diese Ausgestaltung ist der Gardinenaufhänger 44 relativ zum Gardinengleiter 51 in der Ausnehmung 52 verdrehbar. Bei auf den Gardinenaufhänger 44 wirkenden Kräften und Momenten ist der Gardinenaufhänger 44 sicher mit dem Gardinengleiter 41 gekoppelt. Durch Anlage des abgerundeten oder halbkugelförmigen Kopfabschnitts 50 im weiteren Bereich 60 können auf den Gardinenaufhänger 44 wirkende Kräfte und Momente auf sichere Weise durch den Gardinengleiter 41 aufgenommen werden.

    [0041] Bei der hier gezeigten Ausführungsform kann es sich um sogenannte 4-mm-Gleiter für Schienen handeln, deren Längsnut eine Breite von 4mm aufweist. Der Stegabschnitt 30 kann somit für ein sicheres Gleiten in der Längsnut eine geringere Breite als 4mm aufweisen, bspw. eine Breite zwischen 3,5 und 3,7 mm.


    Ansprüche

    1. Aufhängesystem (10; 40) zum Aufhängen einer Gardine an einer Schiene mit einer auf einer Seite offenen Längsnut, mit mindestens zwei über ein Zugmittel (14) verbundenen Gardinengleitern (12; 41) zur Befestigung der Gardine mit wellenförmiger Ausrichtung, wobei die Gardinengleiter (12; 41) jeweils mit einem Kopfabschnitt (18) durch die Längsnut in die Schiene einsetzbar sind und am Kopfabschnitt (18) ausgebildete Halteflügel (20) im eingesetzten Zustand des Gardinengleiters (12; 41) die Ränder der Längsnut hintergreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gardinengleiter (12; 41) jeweils stoffschlüssig mit dem Zugmittel (14) verbunden sind, wobei das Zugmittel (14) jeweils mit dem Gardinengleiter (12; 41) umspritzt ist, so dass die Gardinengleiter (12; 41) das Zugmittel (14) im Verbindungsbereich zumindest abschnittsweise umschließen.
     
    2. Aufhängesystem (10; 40) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel (14) als Kordel (16) ausgebildet ist.
     
    3. Aufhängesystem (10; 40) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gardinengleiter (12; 41) jeweils eine Aufhängeeinrichtung (24) für die Gardine aufweisen.
     
    4. Aufhängesystem (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängeeinrichtung (24) als eine, vorzugsweise einstückig mit dem Gardinengleiter (12) ausgebildete, Öse (26) ausgeführt ist.
     
    5. Aufhängesystem (40) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängeeinrichtung (24) einen, vorzugsweise einstückig mit dem Gardinengleiter (41) ausgebildeten, Aufnahmebereich (42) zur Kopplung mit einem zumindest abschnittsweise stiftförmigen Gardinenaufhänger (44) aufweist.
     
    6. Aufhängesystem (40) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich (42) eine Ausnehmung (52), insbesondere einen Durchgang (53), mit einer seitlichen Öffnung (54) aufweist.
     
    7. Aufhängesystem (40) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Öffnung (54) mindestens ein den Öffnungsquerschnitt verjüngender Vorsprung (56) zum Herstellen einer Rastverbindung mit dem Gardinenaufhänger (44) ausgebildet ist.
     
    8. Aufhängesystem (40) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (52) einen ersten Bereich (58) zur Aufnahme eines zylinderförmigen Abschnitts (48) des Gardinenaufhängers (44) aufweist.
     
    9. Aufhängesystem (40) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (52) einen weiteren Bereich (60) zur Aufnahme eines abgerundeten oder halbkugelförmigen Kopfabschnitts des Gardinenaufhängers (44) aufweist.
     
    10. Aufhängesystem (10; 40) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteflügel (20) schwenkbar am Kopfabschnitt (18), insbesondere an einem Verbindungsabschnitt (22) des Kopfabschnitts (18), befestigt sind.
     
    11. Aufhängesystem (10; 40) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteflügel (20) mittels eines Folienscharniers (34) oder mittels Materialreduktion (32) schwenkbar am Kopfabschnitt (18), insbesondere an einem Verbindungsabschnitt (22) des Kopfabschnitts (18), befestigt sind.
     
    12. Aufhängesystem (10; 40) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteflügel (20) im in die Schiene eingesetzten Zustand des Gardinengleiters (12; 41) derart mit dem Kopfabschnitt (18), insbesondere mit einem Verbindungsabschnitt (22) des Kopfabschnitts (18), in Anlage bringbar sind, dass ein Herausziehen des Gardinengleiters (12; 41) durch die Längsnut verhindert ist.
     


    Claims

    1. A hanging system (10; 40) for hanging a curtain on a track having a longitudinal slot open on one side, having at least two curtain track gliders (12; 41) connected via a pull means (14) that are for securing the curtain with an wavelike orientation, the curtain track gliders (12; 41) each being insertable by a head portion (18) through the longitudinal slot into the track, and retainer tabs (20) embodied on the head portion (18), in the inserted state of the curtain track glider (12; 41), engage the edges of the longitudinal slot from behind, characterized in that the curtain track gliders (12; 41) are each connected by material engagement to the pull means (14), and each pull means (14) is insert molded together with the curtain track glider (12; 41), so that at least in some portions the curtain track gliders (12; 41) enclose the pull means (14) in the connection region.
     
    2. The hanging system (10; 40) of claim 1, characterized in that the pull means (14) is embodied as a drawstring (16).
     
    3. The hanging system (10; 40) of one of the foregoing claims, characterized in that the curtain track gliders (12; 41) each have a hanging device (24) for the curtain.
     
    4. The hanging system (10) of claim 3, characterized in that the hanging device (24) is embodied as an eyelet (26) embodied preferably integrally with the curtain track glider (12).
     
    5. The hanging system (40) of claim 3 or 4, characterized in that the hanging device (24) has a socket region (42), preferably embodied integrally with the curtain track glider (41), for coupling to a curtain hanger (44) that is pinlike in at least in some portions.
     
    6. The hanging system (40) of claim 5, characterized in that the socket region (42) has a recess (52), in particular a passage (53), that has a lateral opening (54).
     
    7. The hanging system (40) of claim 6, characterized in that in the vicinity of the opening (54), at least one protrusion (56) that narrows the opening cross section is embodied for producing a detent connection with the curtain hanger (44).
     
    8. The hanging system (40) of claim 6 or 7, characterized in that the recess (52) has a first region (58) for receiving a cylindrical portion (48) of the curtain hanger (44).
     
    9. The hanging system (40) of one of claims 6 through 8, characterized in that the recess (52) has a further region (60) for receiving a rounded or hemispherical head portion of the curtain hanger (44).
     
    10. The hanging system (10; 40) of one of the foregoing claims, characterized in that the retainer tabs (20) are secured pivotably to the head portion (18), in particular to a connecting portion (22) of the head portion (18).
     
    11. The hanging system (10; 40) of one of the foregoing claims, characterized in that the retainer tabs (20) are secured pivotably on the head portion (18), in particular at a connecting portion (22) of the head portion (18), by means of a film hinge (34) or by means of material reduction (32).
     
    12. The hanging system (10; 40) of one of the foregoing claims, characterized in that the retainer tabs (20), in the state in which the curtain track glider (12; 41) has been inserted into the track, can be brought into contact with the head portion (18), in particular a connecting portion (22) of the head portion (18), in such a way as to prevent the curtain track glider (12; 41) from being pulled out through the longitudinal slot.
     


    Revendications

    1. Système de suspension (10; 40) pour suspendre un rideau à un rail comportant une rainure longitudinale ouverte sur un côté, au moins deux glisseurs (12, 41) reliés à l'aide d'un moyen de traction (14) pour fixer le rideau avec une orientation en forme de vagues, les glisseurs (12; 41) pouvant être introduits dans le rail avec un segment de tête (18) par la rainure longitudinale et des ailettes de retenue (20), aménagées sur le tronçon de tête (18) saisissant les bords de la rainure longitudinale par l'arrière lorsque le glisseur (12; 41) est en place, caractérisé en ce que les glisseurs (12; 41) sont chacun reliés par liaison de matière au moyen de traction (14), le moyen de traction (14) étant gainé avec le glisseur (12; 41), de sorte que les glisseurs (12; 41) entourent, du moins par endroits, le moyen de traction (14) dans la zone de liaison.
     
    2. Système de suspension (10; 40) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le moyen de traction (14) est en forme de cordon (16).
     
    3. Système de suspension (10; 40) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les glisseurs (12; 41) présentent chacun un système de suspension (24) du rideau.
     
    4. Système de suspension (10) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le système de suspension (24) est réalisé sous la forme d'un oeillet (26) formant, de préférence, une seule pièce avec le glisseur (12).
     
    5. Système de suspension (40) selon la revendication 3 ou la revendication 4, caractérisé en ce que le système de suspension (24) présente une zone de réception (42) formant, de préférence, une seule pièce avec le glisseur (41) pour l'accouplement avec un crochet de rideau (44) en forme de goupille du moins par endroits.
     
    6. Système de suspension (40) selon la revendication 5, caractérisé en ce que la zone de réception (42) présente un évidement (52), en particulier un passage (53), avec un orifice latéral (54).
     
    7. Système de suspension (40) selon la revendication 6, caractérisé en ce que, au niveau de l'orifice (54), au moins une avancée (56), amincissant la section de l'orifice, est aménagée pour établir une liaison par encliquetage avec le crochet de rideau (44).
     
    8. Système de suspension (40) selon la revendication 6 ou la revendication 7, caractérisé en ce que l'évidement (52) présente une première zone (58) pour recevoir un tronçon (48), en forme de cylindre, du crochet de rideau (44).
     
    9. Système de suspension (40) selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que l'évidement (52) présente une autre zone (60) prévue pour recevoir un tronçon de tête arrondi ou de forme semi-sphérique du crochet de rideau (44).
     
    10. Système de suspension (10; 40) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les ailettes de maintien (20) sont fixées de manière pivotante sur le tronçon de tête (18), en particulier sur un tronçon de liaison (22) du tronçon de tête (18).
     
    11. Système de suspension (10; 40) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les ailettes de maintien (20) sont fixées de manière pivotante sur le tronçon de tête (18), en particulier sur un tronçon de liaison (22) du tronçon de tête (18), au moyen d'une charnière-film (34) ou au moyen d'une réduction matérielle (32).
     
    12. Système de suspension (10; 40) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les ailettes de maintien (20), lorsque le glisseur (12; 41) est en place dans le rail, peuvent être mises en contact avec un tronçon de tête (18), en particulier avec un tronçon de liaison (22) du tronçon de tête (18) de manière à empêcher que le glisseur (12; 41) ne sorte de la rainure longitudinale.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente