[0001] Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät zum Trocknen von Wäsche, aufweisend wenigstens
ein Kondensatauffangbecken, wenigstens einen Temperatursensor, der zumindest teilweise
unterhalb einer vorgegebenen Füllhöhe des Kondensatauffangbeckens angeordnet ist,
und wenigstens eine kommunikationstechnisch mit dem Temperatursensor verbundene elektronische
Steuer- und/oder Regeleinheit, wobei die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit
eingerichtet ist, aus den Temperatursignalen des Temperatursensors zu ermitteln, ob
ein momentaner Flüssigkeitsfüllstand in dem Kondensatauffangbecken die vorgegebene
Füllhöhe erreichen wird oder erreicht hat.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Überwachen eines Flüssigkeitsfüllstands
in einem Kondensatauffangbecken eines Haushaltsgeräts zum Trocknen von Wäsche mittels
wenigstens eines Temperatursensors, der zumindest teilweise unterhalb einer vorgegebenen
Füllhöhe des Kondensatauffangbeckens angeordnet ist, wobei aus den Temperatursignalen
des Temperatursensors ermittelt wird, ob ein momentaner Flüssigkeitsfüllstand in dem
Kondensatauffangbecken die vorgegebene Füllhöhe erreichen wird oder erreicht hat.
[0003] Ein solches Haushaltsgerät und ein solches Verfahren gehen hervor aus dem Dokument
EP 2 415 927 A2.
[0004] Mit einem Kondensationswäschetrockner wird Wäsche unter Verwendung von Kondensationstrocknung
getrocknet. Hierbei nimmt eine aufgeheizte Prozessluft, die durch eine die zu trocknende
Wäsche enthaltende Kammer, beispielsweise eine Wäschetrommel, geleitet wird, Feuchtigkeit
auf. Diese Feuchtigkeit wird anschließend an einem Wärmetauscher des Wäschetrockners
aus der zum Trocknen der Wäsche verwendeten Prozessluft auskondensiert. Das hierdurch
aus der zum Trocknen der Wäsche verwendeten Prozessluft auskondensierte Wasser wird
in einem Kondensatauffangbecken des Wäschetrockners aufgefangen.
[0005] Der Flüssigkeitsfüllstand innerhalb des Kondensatauffangbeckens muss überwacht werden,
um ein Überlaufen des Kondensatauffangbeckens, beispielsweise bei Vorliegen einer
Verstopfung eines Ablaufs des Kondensatauffangbeckens, verhindern zu können. Hierzu
kann ein Elektrodenpaar an dem Kondensatauffangbecken angeordnet werden, dass ab einem
vorgegebenen Flüssigkeitsfüllstand in dem Kondensatauffangbecken mit dem in dem Kondensatauffangbecken
enthaltenen Wasser in Kontakt kommt. Hierdurch wird über das Elektrodenpaar ein elektrischer
Kurzschluss erzeugt, der von einer Elektronik des Wäschetrockners ausgewertet werden
kann. Alternativ kann zur Überwachung des Flüssigkeitsfüllstands in dem Kondensatauffangbecken
ein Schwimmerschalter eingesetzt werden, der beispielsweise Reed-Kontakte aufweisen
kann, die über einen im Schwimmerschalter befindlichen Magneten geschlossen werden
können, wodurch ebenfalls ein von der Elektronik des Wäschetrockners auswertbarer
elektrischer Kurzschluss darstellbar ist.
[0006] In einem konventionellen Wäschetrockner kann die Temperatur der zum Trocknen der
Wäsche verwendeten Prozessluft überwacht werden, um Regelgrößen des Betriebs des konventionellen
Wäschetrockners, wie beispielsweise dessen regelbare Heizleistung, optimieren zu können.
Zur Überwachung der Temperatur der zum Trocknen von Wäsche verwendeten Prozessluft
kann ein Temperatursensor in einem Luftweg angeordnet werden, der an einem Lagerschild
des konventionellen Wäschetrockners vorhanden ist. Die Überwachung der Temperatur
der zum Trocknen verwendeten Prozessluft ist abhängig vom Verflusungszustand des Temperatursensors,
da im Betrieb des Wäschetrockners auftretende feuchte Flusenablagerungen an dem Temperatursensor
zu einer fehlerhaften Temperaturmessung führen können.
[0007] Die
EP 2 415 927 A2 betrifft einen Wäschetrockner mit einer Wärmepumpe, einem unterhalb eines Verdampfers
der Wärmepumpe angeordneten Kondensatauffangbecken und einer Temperaturmesseinheit,
die unterhalb einer vorgegebenen Füllhöhe des Kondensatauffangbeckens angeordnet ist,
ab deren Erreichen das Kondensatauffangbecken überlaufen würde. Mit der Temperaturmesseinheit
wird eine Temperatur eines von einem Kompressor der Wärmepumpe ausgehenden Kältemittels
überwacht, wobei diese Temperatur die maximale Temperatur des Kältemittels innerhalb
der Wärmepumpe ist und gewöhnlich zwischen 80°C und 100 °C liegt. Befindet sich Wasser
in dem Kondensatauffangbecken, welches normalerweise eine Temperatur um 20°C hat,
wird dadurch die von der Temperaturmesseinheit gemessene Temperatur deutlich verringert.
Fällt die von der Temperaturmesseinheit gemessene Temperatur unter einen vorgegebenen
Temperaturgrenzwert, wird hieraus auf das Vorliegen eines maximalen Flüssigkeitsfüllstands
in dem Kondensatauffangbecken geschlossen und ein entsprechendes Signal erzeugt.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Überwachung der Temperatur einer zum Trocknen
von Wäsche in einem Haushaltsgerät zum Trocknen von Wäsche verwendeten Prozessluft
und eine Überwachung des Flüssigkeitsfüllstands innerhalb eines Kondensatauffangbeckens
des Haushaltsgeräts zuverlässig und kostengünstig zu ermöglichen.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind insbesondere in den abhängigen Patentansprüchen
wiedergegeben, welche jeweils für sich genommen oder in verschiedenen Kombinationen
miteinander Aspekte und Weiterbildungen der Erfindung darstellen können.
[0010] Das erfindungsgemäße Haushaltsgerät zum Trocknen von Wäsche, aufweisend wenigstens
ein Kondensatauffangbecken, wenigstens einen Temperatursensor, der zumindest teilweise
unterhalb einer vorgegebenen Füllhöhe des Kondensatauffangbeckens angeordnet ist,
und wenigstens eine kommunikationstechnisch mit dem Temperatursensor verbundene elektronische
Steuer- und/oder Regeleinheit, wobei die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit
eingerichtet ist, aus den Temperatursignalen des Temperatursensors zu ermitteln, ob
ein momentaner Flüssigkeitsfüllstand in dem Kondensatauffangbecken die vorgegebene
Füllhöhe erreichen wird oder erreicht hat, zeichnet sich insbesondere dadurch aus,
dass der Temperatursensor eingerichtet und angeordnet ist, eine Temperatur einer zum
Trocknen der Wäsche verwendeten Prozessluft zu erfassen und entsprechende Temperatursignale
zu erzeugen.
[0011] Erfindungsgemäß kann ein einziger Temperatursensor sowohl zum Überwachen der Temperatur
der zum Trocknen von Wäsche in dem Haushaltsgerät verwendeten Prozessluft als auch
zum Überwachen des Flüssigkeitsfüllstands innerhalb des Kondensatauffangbeckens des
Haushaltsgeräts verwendet werden. Dies ist gegenüber einer Verwendung von jeweils
einem Temperatursensor zum Überwachen der Temperatur einer zum Trocknen von Wäsche
in einem Wäschetrockner verwendeten Prozessluft einerseits und zum Überwachen eines
Flüssigkeitsfüllstands innerhalb eines Kondensatauffangbeckens des Wäschetrockners
andererseits mit einer Bauteileinsparung und daraus hervorgehenden Kostenvorteilen
verbunden. Die genannten Überwachungen können im Rahmen der Erfindung kontinuierlich
oder in zeitlich beabstandeten Überwachungsschritten erfolgen.
[0012] Die mit
EP 2 415 927 A2 vorgeschlagene Lehre ist gegenüber der vorliegenden Erfindung allein bei Kondensationstrocknern
mit Wärmepumpen einsetzbar. Es erfolgt eine reguläre Überwachung einer besonders hohen
Temperatur in der Wärmepumpe, nämlich der Temperatur des den Kompressor verlassenden
Kältemittels, welche dessen maximale Temperatur ist. Demgegenüber ist die vorliegende
Erfindung vielseitiger einsetzbar, insbesondere auch bei einem Kondensationstrockner
ohne Wärmepumpe. Dazu geht die Erfindung aus von der Erkenntnis, dass auch die Temperaturen
der Prozessluft und des aus dieser abgeschiedenen Kondensats ausreichend verschieden
voneinander sind, um eine doppelte Verwendung des Temperatursensors im Sinne der Erfindung
zu ermöglichen.
[0013] Befindet sich kein oder wenig Kondensat in dem Kondensatauffangbecken bzw. kommt
der Temperatursensor nicht in Kontakt mit dem in dem Kondensatauffangbecken aufgefangenen
Kondensat, kann der Temperatursensor die Temperatur der zum Trocknen der Wäsche verwendeten
Prozessluft erfassen und entsprechende Temperatursignale erzeugen, die über eine kabellose
oder kabelgebundene Kommunikationsverbindung an die elektronische Steuer- und/oder
Regeleinheit weitergeleitet werden, welche die Überwachung des Flüssigkeitsfüllstands
in dem Kondensatauffangbecken durchführt. Steigt der Flüssigkeitsfüllstand in dem
Kondensatauffangbecken derart an, dass der Temperatursensor teilweise oder vollständig
in das in dem Kondensatauffangbecken vorhandene Kondensat eintaucht, ist mittels des
Temperatursensors ein Temperaturabfall erfassbar, da die Temperatur des in dem Kondensatauffangbecken
aufgefangenen Kondensats niedriger ist als die Temperatur der zum Trocknen der Wäsche
verwendeten Prozessluft. Aus diesem Einfluss des Kontakts des Temperatursensors mit
dem in dem Kondensatauffangbecken enthaltenen Kondensats kann die elektronische Steuer-
und/oder Regeleinrichtung darauf rückschließen, ob ein momentaner Flüssigkeitsfüllstand
in dem Kondensatauffangbecken die vorgegebene Füllhöhe erreichen wird oder erreicht
hat. Wird bzw. ist die vorgegebene Füllhöhe erreicht, kann die elektronische Steuer-
und/oder Regeleinheit ein entsprechendes elektrisches Warnsignal erzeugen und ausgeben.
Das elektrische Warnsignal kann zur weiteren Steuerung des Haushaltsgeräts verwendet
werden. Beispielsweise kann das Haushaltsgerät bei Vorliegen des elektrischen Warnsignals
gestoppt bzw. abgeschaltet werden. Alternativ oder additiv kann das elektrische Warnsignal
für einen Nutzer des Haushaltsgeräts akustisch und/oder optisch erfassbar gemacht
werden.
[0014] Bei der vorgegebenen Füllhöhe kann es sich um eine maximale Füllhöhe des Kondensatauffangbeckens
handeln, ab deren Erreichen das Kondensatauffangbecken überlaufen würde. Alternativ
kann die vorgegebene Füllhöhe unterhalb der maximalen Füllhöhe liegen, um eine Auffangreserve
zur Verfügung zu stellen, bevor das Kondensatauffangbecken überläuft.
[0015] Die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit kann einen Mikrocontroller und eine
geeignete Auswertungssoftware aufweisen. Die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit
kann in eine übliche Elektronik des Haushaltegeräts integriert oder separat von der
üblichen Elektronik angeordnet und kommunikationstechnisch mit der üblichen Elektronik
verbunden sein.
[0016] Durch den Kontakt des Temperatursensors mit dem in dem Kondensatauffangbecken aufgefangenen
Kondensat kann der Temperatursensor vorteilhaft von Verschmutzungen, insbesondere
Flusen, befreit werden, um dauerhaft eine möglichst genaue Erfassung der Temperatur
der zum Trocknen der Wäsche verwendeten Prozessluft zu gewährleisten. Dies macht eine
optimale Regelung von Regelgrößen des Betriebs des Haushaltsgeräts möglich.
[0017] Das Haushaltsgerät kann ein konventioneller Kondensationswäschetrockner ohne Wärmepumpe
sein, bei dem die erfasste Temperatur der zum Trocknen der Wäsche verwendeten Prozessluft
zum Regeln der Heizleistung eines Heizaggregats des Wäschetrockners verwendet wird.
Alternativ kann das Haushaltsgerät ein Wäschetrockner mit einer ungeregelten Wärmepumpe
sein, bei dem die erfasste Temperatur der zum Trocknen der Wäsche verwendeten Prozessluft
zum Regeln eines erforderlichen Zusatzlüfters des Wäschetrockners verwendet wird.
Weiter alternativ kann das Haushalts gerät ein Wäschetrockner mit einer regelbaren
Wärmepumpe sein, bei dem die erfasste Temperatur der zum Trocknen der Wäsche verwendeten
Prozessluft zur Regelung der Drehzahl des Kompressors der Wärmepumpe verwendet wird.
Des Weiteren kann das Haushaltsgerät ein Waschtrockner oder dergleichen sein.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit
eingerichtet, aus den Temperatursignalen des Temperatursensors ein Ausmaß einer Temperaturänderung
zu ermitteln, das jeweilig ermittelte Ausmaß der Temperaturänderung mit einem vorgegebenen
Änderungsgrenzwert zu vergleichen und ein Warnsignal zu erzeugen und auszugeben, wenn
das jeweilig ermittelte Ausmaß der Temperaturänderung den vorgegebenen Änderungsgrenzwert
erreicht. Hiernach werden zur Ermittlung, ob ein momentaner Flüssigkeitsfüllstand
in dem Kondensatauffangbecken die vorgegebene Füllhöhe erreichen wird oder erreicht
hat, nicht aus den Temperatursignalen folgende Absolutwerte berücksichtigt, sondern
das Ausmaß der jeweilig erfassten Temperaturänderung ΔT/Δt, wobei T die Temperatur
und t die Zeit ist. Der Änderungsgrenzwert ist derart vorgegeben, dass es bei seinem
Erreichen eindeutig ist, dass der Temperatursensor in Kontakt mit in dem Kondensatauffangbecken
aufgefangenem Kondensat steht bzw. dass der Flüssigkeitsfüllstand in dem Kondensatauffangbecken
die vorgegebene Füllhöhe erreichen wird oder erreicht hat. Das Warnsignal kann wie
oben beschrieben weiterverarbeitet werden.
[0019] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die elektronische Steuer- und/oder
Regeleinheit eingerichtet, zu einem vorgegebenen Zeitpunkt das momentane Temperatursignal
des Temperatursensors mit einem vorgegebenen Temperaturgrenzwert zu vergleichen und
ein Warnsignal zu erzeugen und auszugeben, wenn das momentane Temperatursignal den
vorgegebenen Temperaturgrenzwert unterschreitet. Hiernach werden zur Ermittlung, ob
ein momentaner Flüssigkeitsfüllstand in dem Kondensatauffangbecken die vorgegebene
Füllhöhe erreichen wird oder erreicht hat, aus den Temperatursignalen folgende Absolutwerte
berücksichtigt. Dies kann alternativ oder additiv zu der zuletzt genannten Ausgestaltung
vorgesehen sein. Der Temperaturgrenzwert ist derart vorgegeben, dass es bei seinem
Unterschreiten eindeutig ist, dass der Temperatursensor in Kontakt mit in dem Kondensatauffangbecken
aufgefangenem Kondensat steht bzw. dass der Flüssigkeitsfüllstand in dem Kondensatauffangbecken
die vorgegebene Füllhöhe erreichen wird oder erreicht hat. Das Warnsignal kann wie
oben beschrieben weiterverarbeitet werden. Der vorgegebene Zeitpunkt kann derart gewählt
werden, dass der Vergleich des momentanen Temperatursignals des Temperatursensors
mit dem vorgegebenen Temperaturgrenzwert erst nach einem bestimmten Zeitraum nach
Beginn eines Arbeitsvorgangs, beispielsweise eines Trocknungsvorgangs oder eines Selbstreinigungsvorgangs,
erfolgt.
[0020] Nach noch einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
der Temperatursensor eingerichtet und angeordnet ist, eine Temperatur einer zum Trocknen
der Wäsche verwendeten Prozessluft zu erfassen, welche einer Wäschetrommel, in welcher
sich die Wäsche befindet, entströmt. Solche Prozessluft hat eine gegenüber der Temperatur,
mit welcher sie in die Wäschetrommel eintritt, deutlich reduzierte Temperatur. Sie
gelangt alsbald in eine Wärmesenke, wo sie weiter abgekühlt wird, damit sich die aus
der Wäsche aufgenommene Feuchtigkeit durch Kondensation aus ihr ausscheidet und in
dem Kondensatauffangbecken gesammelt wird. Die sich dabei ergebende Temperaturdifferenz
zwischen der Prozessluft und dem ausgefallenen Kondensat reicht erfindungsgemäß aus,
um die gewünschte Doppelfunktion des Temperatursensors zu nutzen. Es kommt hinzu,
dass sich in diesem Zusammenhang eine räumliche Nähe zwischen dem Temperatursensor
und dem Kondensatauffangbecken quasi von selbst ergibt, welche für eine Platzierung
des Temperatursensors in dem Kondensatauffangbecken günstig ist.
[0021] Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Überwachen eines Flüssigkeitsfüllstands
in einem Kondensatauffangbecken eines Haushaltsgeräts zum Trocknen von Wäsche mittels
wenigstens eines Temperatursensors, der zumindest teilweise unterhalb einer vorgegebenen
Füllhöhe des Kondensatauffangbeckens angeordnet ist, wobei aus den Temperatursignalen
des Temperatursensors ermittelt wird, ob ein momentaner Flüssigkeitsfüllstand in dem
Kondensatauffangbecken die vorgegebene Füllhöhe erreichen wird oder erreicht hat,
wird der Temperatursensor zudem zum Erfassen einer Temperatur einer zum Trocknen der
Wäsche verwendeten Prozessluft verwendet.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren ist mit den oben mit Bezug auf das Haushaltsgerät
genannten Vorteilen entsprechend verbunden. Insbesondere kann das erfindungsgemäße
Verfahren unter Verwendung eines einzigen Temperatursensors durchgeführt werden, was
mit einer Kostenersparnis gegenüber einer Verwendung mehrerer Temperatursensoren verbunden
ist.
[0023] Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass ein Ausmaß einer Temperaturänderung
aus Temperatursignalen des Temperatursensors ermittelt wird, das jeweilig ermittelte
Ausmaß der Temperaturänderung mit einem vorgegebenen Änderungsgrenzwert verglichen
wird und ein Warnsignal erzeugt und ausgegeben wird, wenn das jeweilig ermittelte
Ausmaß der Temperaturänderung den vorgegebenen Änderungsgrenzwert erreicht. Mit dieser
Ausgestaltung des Verfahrens sind die oben mit Bezug auf die entsprechende Ausgestaltung
des Haushaltsgeräts verbundenen Vorteile entsprechend verbunden.
[0024] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zu einem vorgegebenen
Zeitpunkt ein momentanes Temperatursignal des Temperatursensors mit einem vorgegebenen
Temperaturgrenzwert verglichen wird und ein Warnsignal erzeugt und ausgegeben wird,
wenn das momentane Temperatursignal den vorgegebenen Temperaturgrenzwert unterschreitet.
Mit dieser Ausgestaltung des Verfahrens sind die oben mit Bezug auf die entsprechende
Ausgestaltung des Haushaltsgeräts verbundenen Vorteile entsprechend verbunden.
[0025] Die Erfindung ist nicht auf die angegebene Kombination der Merkmale der unabhängigen
Patentansprüche und der abhängigen Patentansprüche beschränkt. Es ergeben sich darüber
hinaus weitere Möglichkeiten, einzelne Merkmale, insbesondere dann, wenn sie sich
aus den Patentansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele
oder unmittelbar aus den Figuren ergeben, miteinander zu kombinieren. Außerdem soll
die Bezugnahme der Patentansprüche auf die Figuren durch die Verwendung von Bezugszeichen
den Schutzumfang der Patentansprüche auf keinen Fall auf die dargestellten Ausführungsbeispiele
beschränken.
[0026] Im Folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Figuren anhand
von bevorzugten Ausführungsbeispielen beispielhaft erläutert, wobei die nachfolgend
dargestellten Merkmale sowohl jeweils für sich genommen als auch in unterschiedlicher
Kombination miteinander einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Es zeigen
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein Haushaltsgerät und
- Fig. 2
- ein Diagramm eines beispielhaften Temperaturverlaufs bei Kontakt des Temperatursensors
mit im Kondensatauffangbecken aufgefangenem Kondensat.
[0027] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für ein Haushaltsgerät
1 zum Trocknen von Wäsche. Das Haushaltsgerät 1 umfasst eine Wäschetrommel 2, die
Teil eines Fluidkreislaufs 3 des Haushaltsgeräts 1 ist. In dem Fluidkreislauf 3 ist
des Weiteren eine Wärmepumpe mit einem Evaporator 4 und einem diesem nachgeschalteten
Kondensator 5 angeordnet. Unterhalb der Wärmepumpe, insbesondere deren Evaporator
4, ist ein Kondensatauffangbecken 6 angeordnet. In dem Fluidkreislauf 3 ist ferner
ein Gebläse 7 angeordnet, mit dem eine in dem Fluidkreislauf 3 enthaltene Prozessluft
entsprechend den Pfeilen 8 innerhalb des Fluidkreislaufs 3 zirkuliert werden kann.
[0028] Das Haushaltsgerät 1 umfasst des Weiteren einen in dem Fluidkreislauf 3 angeordneten
Temperatursensor 9 zum Erfassen einer Temperatur der zum Trocknen der Wäsche verwendeten,
aus der Wäschetrommel 8 austretenden Prozessluft und zum Erzeugen von entsprechenden
Temperatursignalen. Der Temperatursensor 9 ist zumindest teilweise unterhalb einer
vorgegebenen Füllhöhe 10 des Kondensatauffangbeckens 6 angeordnet.
[0029] Das Haushaltsgerät 1 umfasst ferner eine kommunikationstechnisch über eine unidirektionale
Kommunikationsverbindung 11 mit dem Temperatursensor 9 verbundene elektronischen Steuer-
und/oder Regeleinheit 12. Die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit 12 ist eingerichtet,
aus den Temperatursignalen des Temperatursensors 9 zu ermitteln, ob ein momentaner
Flüssigkeitsfüllstand in dem Kondensatauffangbecken 6 die vorgegebene Füllhöhe 10
erreichen wird oder erreicht hat. Hierzu kann die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit
12 eingerichtet sein, aus den Temperatursignalen des Temperatursensors 9 ein Ausmaß
einer Temperaturänderung zu ermitteln, das jeweilig ermittelte Ausmaß der Temperaturänderung
mit einem vorgegebenen Änderungsgrenzwert zu vergleichen und ein Warnsignal zu erzeugen
und auszugeben, wenn das jeweilig ermittelte Ausmaß der Temperaturänderung den vorgegebenen
Änderungsgrenzwert erreicht.
[0030] Alternativ oder additiv kann die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit 12 eingerichtet
sein, zu einem vorgegebenen Zeitpunkt das momentane Temperatursignal des Temperatursensors
9 mit einem vorgegebenen Temperaturgrenzwert zu vergleichen und ein Warnsignal zu
erzeugen und auszugeben, wenn das momentane Temperatursignal den vorgegebenen Temperaturgrenzwert
unterschreitet.
[0031] Fig. 2 zeigt ein Diagramm eines beispielhaften Temperaturverlaufs bei Kontakt eines
Temperatursensors mit im Kondensatauffangbecken aufgefangenem Kondensat. Es ist die
von dem Temperatursensor erfasste Temperatur T gegen die Zeit t aufgetragen. Zu Beginn
ist der Temperatursensor nicht in Kontakt mit in dem Kondensatauffangbecken enthaltenem
Kondensat, so dass von dem Temperatursensor allein die Temperatur T
P der zum Trocknen der Wäsche verwendeten, aus der Wäschetrommel austretenden Prozessluft
erfasst wird. Ab dem Zeitpunkt t
K kommt der Temperatursensor in Kontakt mit in dem Kondensatauffangbecken steigendem
Kondensat, wodurch der Temperatursensor abgekühlt wird. Hierdurch beginnt die von
dem Temperatursensor erfasste Temperatur zu fallen, bis die von dem Temperatursensor
erfasste Temperatur der Temperatur T
K des in dem Kondensatauffangbecken enthaltenen Kondensats entspricht.
[0032] Die durch die Gerade G angedeutete negative Steigung der Temperaturkurve bzw. das
Ausmaß der Temperaturänderung ΔT/Δt nach dem Kontakt zwischen dem Temperatursensor
und dem in dem Kondensatauffangbecken vorhandenen Kondensat wird von der elektronischen
Steuer- und/oder Regeleinheit ermittelt und mit einem vorgegebenen Änderungsgrenzwert
vergleichen. Die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit kann ein Warnsignal dann
erzeugen und ausgeben, wenn das jeweilig ermittelte Ausmaß der Temperaturänderung
den vorgegebenen Änderungsgrenzwert erreicht.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 1
- Haushaltsgerät
- 2
- Wäschetrommel
- 3
- Fluidkreislauf
- 4
- Evaporator
- 5
- Kondensator
- 6
- Kondensatauffangbecken
- 7
- Gebläse
- 8
- Pfeil
- 9
- Temperatursensor
- 10
- vorgegebene Füllhöhe
- 11
- Kommunikationsverbindung
- 12
- Steuer- und/oder Regeleinheit
- TP
- Prozesslufttemperatur
- TK
- Kondensattemperatur
- tK
- Kontaktzeitpunkt
- G
- Gerade
1. Haushaltsgerät (1) zum Trocknen von Wäsche, aufweisend
- wenigstens ein Kondensatauffangbecken (6),
- wenigstens einen Temperatursensor (9), der zumindest teilweise unterhalb einer vorgegebenen
Füllhöhe (10) des Kondensatauffangbeckens (6) angeordnet ist, und
- wenigstens eine kommunikationstechnisch mit dem Temperatursensor (9) verbundene
elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit (12),
- wobei die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit (12) eingerichtet ist, aus
den Temperatursignalen des Temperatursensors (9) zu ermitteln, ob ein momentaner Flüssigkeitsfüllstand
in dem Kondensatauffangbecken (6) die vorgegebene Füllhöhe (10) erreichen wird oder
erreicht hat,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Temperatursensor (9) eingerichtet und angeordnet ist, eine Temperatur (TP) einer zum Trocknen der Wäsche verwendeten Prozessluft zu erfassen und entsprechende
Temperatursignale zu erzeugen.
2. Haushaltsgerät (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit (12) eingerichtet ist,
- aus den Temperatursignalen des Temperatursensors (9) ein Ausmaß einer Temperaturänderung
zu ermitteln,
- das jeweilig ermittelte Ausmaß der Temperaturänderung mit einem vorgegebenen Änderungsgrenzwert
zu vergleichen und
- ein Warnsignal zu erzeugen und auszugeben, wenn das jeweilig ermittelte Ausmaß der
Temperaturänderung den vorgegebenen Änderungsgrenzwert erreicht.
3. Haushaltsgerät (1) nach einem der Ansprüche 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Steuer- und/oder Regeleinheit (12) eingerichtet ist,
- zu einem vorgegebenen Zeitpunkt das momentane Temperatursignal des Temperatursensors
(9) mit einem vorgegebenen Temperaturgrenzwert zu vergleichen und
- ein Warnsignal zu erzeugen und auszugeben, wenn das momentane Temperatursignal den
vorgegebenen Temperaturgrenzwert unterschreitet.
4. Haushaltsgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (9) eingerichtet und angeordnet ist, eine Temperatur (TP) einer zum Trocknen der Wäsche verwendeten Prozessluft zu erfassen, welche einer
Wäschetrommel (2), in welcher sich die Wäsche befindet, entströmt.
5. Verfahren zum Überwachen eines Flüssigkeitsfüllstands in einem Kondensatauffangbecken
(6) eines Haushaltsgeräts (1) zum Trocknen von Wäsche
- mittels wenigstens eines Temperatursensors (9), der zumindest teilweise unterhalb
einer vorgegebenen Füllhöhe (10) des Kondensatauffangbeckens (6) angeordnet ist,
- wobei aus den Temperatursignalen des Temperatursensors (9) ermittelt wird, ob ein
momentaner Flüssigkeitsfüllstand in dem Kondensatauffangbecken (6) die vorgegebene
Füllhöhe (10) erreichen wird oder erreicht hat,
dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatursensor (9) zudem zum Erfassen einer Temperatur (T
P) einer zum Trocknen der Wäsche verwendeten Prozessluft verwendet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Ausmaß einer Temperaturänderung aus Temperatursignalen des Temperatursensors
(9) ermittelt wird,
- das jeweilig ermittelte Ausmaß der Temperaturänderung mit einem vorgegebenen Änderungsgrenzwert
verglichen wird und
- ein Warnsignal erzeugt und ausgegeben wird, wenn das jeweilig ermittelte Ausmaß
der Temperaturänderung den vorgegebenen Änderungsgrenzwert erreicht.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
- zu einem vorgegebenen Zeitpunkt ein momentanes Temperatursignal des Temperatursensors
(9) mit einem vorgegebenen Temperaturgrenzwert verglichen wird und
- ein Warnsignal erzeugt und ausgegeben wird, wenn das momentane Temperatursignal
den vorgegebenen Temperaturgrenzwert unterschreitet.