[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schneiden eines Prozessguts, insbesondere
von Nahrungsmitteln, wie Fleisch, Käse, Gemüse, Brot oder Teigwaren, unter Anwendung
von Ultraschallenergie sowie eine nach diesem Verfahren arbeitende Schneidevorrichtung,
die eine Klinge aufweist, welche mit Ultraschallenergie beaufschlagt wird.
[0002] In zahlreichen industriellen Anwendungen, insbesondere in der Nahrungsmittelindustrie,
sind Produkte mit vorgesehenen Abmessungen bereitzustellen. Oft werden Brot, Fleischwaren,
insbesondere Wurstwaren, oder Käse in Tranchen aufgeteilt und verpackt. Für diesen
Zweck werden in der Praxis verschiedene Schneidevorrichtungen eingesetzt.
[0003] Aus [1],
DE102005006506A1, ist eine Schneidevorrichtung bekannt, bei der ein vertikal vibrierendes Sägeblatt
zum Schneiden verwendet wird. Der Schwingungsweg und die Schwingungsfrequenz des Sägeblattes
sind innerhalb bestimmter Grenzen variabel einstellbar. Angetrieben wird das Sägeblatt
von einem, im Gehäuse integriertem Schwingungsmotor. Durch den Schwingungsmotor wird
das Sägeblatt so angetrieben, dass es eine stete Bewegung auf und ab vollführt. Der
Weg, den das Sägeblatt zurücklegt ist dabei zwischen einem 1/10mm und 5mm einstellbar.
Mit einer solchen Schneidevorrichtung kann ein Prozessgut normalerweise nicht mit
der gewünschten Qualität geschnitten werden. Ferner ist bei der Einwirkung eines Schwingungsmotors
mit einer hohen Belastung der Klinge zu rechnen.
[0004] Vorteilhafte kann das Prozessgut mit einer Schneidevorrichtung bearbeitet werden,
bei der ein Messer mit Ultraschallenergie beaufschlagt wird. Eine Vorrichtung dieser
Art ist aus der [2],
EP2551077A1, bekannt. Die von einem Ultraschallwandler abgegebene Ultraschallenergie wird dem
Messer über wenigstens ein bogenförmiges, vorzugsweise U-förmiges Kopplungselement
zugeführt, welches einerseits mit dem Klingenrücken der Klinge verschweisst und andererseits
beispielsweise über eine Gewindebohrung und eine Kopplungsschraube mit dem Ultraschallwandler
verbunden ist. Die beschriebene Schneidevorrichtung erlaubt im Vergleich zu konventionellen
Anlagen, ein Prozessgut schneller und präziser zu bearbeiten.
[0005] Der Anwender legt bei dieser Schneidevorrichtung die Betriebsparameter fest, die
bei der Verwendung des Messers angewendet werden. Diese Betriebsparameter hängen insbesondere
vom Prozessgut ab, welches zu bearbeiten bzw. in Stücke zu schneiden ist. Insbesondere
werden die Taktzyklen festgelegt, mittels denen das Messer zyklisch bewegt wird. Innerhalb
eines Arbeitszyklus wird das Messer entweder einmal rotiert oder vor und zurück bewegt.
Die Taktzyklen können dabei nur innerhalb des Bereichs erhöht werden, innerhalb dem
die Qualität der ausgeführten Schnitte gewährleistet bleibt. Sobald beim Prozessgut
Deformationen oder Risse auftreten, muss die Schneidegeschwindigkeit wiederum reduziert
werden.
[0006] Falls sich die Konsistenz des Prozessguts während eines kontinuierlich ablaufenden
Schneideprozesses ändert, können Qualitätsmängel auftreten. Sofern der Anwender die
Schneideprozesse auf ein Prozessgut abgestimmt hat und eine erste Charge bearbeitet
wurde, können bei der Bearbeitung einer weiteren Charge Qualitätsmängel auftreten,
falls diese zweite andere Eigenschaften aufweist.
[0007] Die aus [2] bekannte Schneidevorrichtung kann mit einem langen Messer bestückt werden,
das beidseitig gehalten und senkrecht zu seiner Ausrichtung nach oben und nach unten
gefahren wird, um ein oberhalb und ein unterhalb des Messers zugeführtes Prozessgut
abwechslungweise zu schneiden. Derartige Messer sind aufwändig in der Herstellung
und entsprechend teuer. Hingegen können diese Messer bei optimalem Einsatz über lange
Zeit genutzt werden. Sofern hingegen Betriebsparameter für ein vorliegendes Prozessgut
falsch gewählt werden, kann an diesem Messer ein erhöhter Verschleiss auftreten. Vorrichtungsteile
können sich erwärmen und Defekte können auftreten.
[0008] Aus [3],
DE102009045945A1, ist eine Werkzeugmaschine bekannt, die eine Antriebseinheit zur Ultraschallanregung
eines Werkzeugs aufweist, wobei eine Vorrichtung zur Ausgabe eines Informationssignals
vorgesehen ist, dessen Frequenz und/oder Amplitude in Abhängigkeit der Betriebsparameter
der Elektrowerkzeugmaschine variiert wird. Während des Betriebs der Elektrowerkzeugmaschine
kann ein für den Anwender fühlbares leichtes Vibrieren des Griffteils mit geringer
Amplitude erfolgen, um den aktuellen Betriebszustand, ohne die Handhabung der Elektrowerkzeugmaschine
zu beeinträchtigen. Für vollautomatisch betriebene Produktionsapparate ist diese Lösung
hingegen nicht verwertbar.
[0009] Innerhalb eines Scans oder Sweeps wird die hinsichtlich der Leistung optimale Frequenz
daher nur einmal generiert, während ausserhalb dieses Frequenzpunktes zahlreiche weniger
geeignete Frequenzen generiert werden. Die Eigenschaften der Schneidvorrichtung und
der Schneideeigenschaften der Klinge ändern daher während des Frequenzdurchlaufs.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren
zum Schneiden eines Prozessguts unter Anwendung von Ultraschallenergie sowie eine
verbesserte Schneidevorrichtung mit einer Klinge anzugeben, die nach diesem Verfahren
arbeitet.
[0011] Anhand des erfindungsgemässen Verfahrens soll die Klinge möglichst konstant in einem
optimalen Arbeitspunkt betrieben werden. Die Klinge soll zudem möglichst schonend
betrieben werden, damit Belastungen und eine Abnutzung vermieden werden.
[0012] Die Schneidevorrichtung soll mit höherer Effizienz, insbesondere mit höheren Taktzyklen,
betrieben werden können.
[0013] Das Prozessgut soll mit hoher Präzision, hohen Taktraten und konstant hoher Schneidequalität
geschnitten werden können. Die geschnittenen Produkte, insbesondere Nahrungsmittelscheiben
sollen ebene Schnittflächen und gleichmässige Dicken aufweisen. Die Präzision soll
dabei auch dann erhalten bleiben, wenn die Festigkeitseigenschaften des zugeführten
Nahrungsmittels oder parallel zugeführter Nahrungsmitteleinheiten ändern.
[0014] Bei Änderungen der Eigenschaften des Prozessguts, insbesondere bei der Bearbeitung
unterschiedlicher Chargen eines Prozessguts, sollen keine Qualitätsmängel und auch
keine höheren Belastungen der Klinge oder weiterer Vorrichtungsteile auftreten.
[0015] Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren zum Schneiden eines Prozessguts unter Anwendung
von Ultraschallenergie sowie einer nach diesem Verfahren arbeitenden Schneidevorrichtung
gelöst, welche die in Anspruch 1 bzw. 13 angegebenen Merkmale aufweist. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0016] Das Verfahren dient dem Betrieb einer Schneidevorrichtung, die zum Bearbeiten, insbesondere
zum Schneiden eines Prozessguts vorgesehen ist und die wenigstens eine Klinge aufweist,
die mit einer Antriebsvorrichtung angetrieben wird und der über wenigstens einen Energiewandler
und ein Kopplungselement Ultraschallenergie von einer Ultraschalleinheit zugeführt
wird.
[0017] Erfindungsgemäss ist eine Steuereinheit vorgesehen, welche die Ultraschalleinheit
derart steuert, dass die Frequenz der über vorzugsweise nur ein Kopplungselement der
Klinge zugeführten Ultraschallenergie zwischen wenigstens einer ersten und einer zweiten
Arbeitsfrequenz umgetastet wird oder dass die Ultraschallenergie der Klinge über ein
erstes Kopplungselement mit einer ersten Arbeitsfrequenz und vorzugsweise über ein
zweites Kopplungselement mit einer zweiten Arbeitsfrequenz zugeführt wird, die fest
sind oder je zwischen wenigstens zwei Frequenzwerten bzw. Arbeitsfrequenzen umgetastet
werden.
[0018] Die erfindungsgemässe Einkopplung der Ultraschallenergie erlaubt es der Klinge, das
Prozessgut mit geringem Energieaufwand und praktisch ohne Kraftaufwand zu schneiden.
Die auf der Klinge auftretenden Oberflächenwellen trennen die Struktur des Prozessguts
auf, bevor die Klinge tiefer gegen das Prozessgut geführt wird. Dies erlaubt ein rasches
Eindringen der Klinge, ohne dass Deformationen beim Prozessgut auftreten.
[0019] Aufgrund der Umtastung der Arbeitsfrequenzen oder der Einkopplung von zwei unterschiedlichen
Arbeitsfrequenzen erfolgt eine gleichmässige Verteilung der Ultraschallenergie entlang
der Schneidekante der Klinge. Wellenknoten stehender Wellen, die bei der ersten Frequenz
auftreten, werden durch Wellenbäuche überlagert oder abgelöst, die bei der zweiten
Frequenz auftreten. Die Schneidekante schwingt somit lückenlos, weshalb eine optimale
Wirkung beim Eindringen der Klinge in das Prozessgut erzielt wird. Stationäre Wellenknoten,
an denen die Ultraschallenergie nicht einwirken kann, werden vermieden.
[0020] Durch die Umtastung zwischen wenigstens zwei vorteilhaften Arbeitsfrequenzen, bei
denen eine gute oder optimale Einkopplung der Ultraschallenergie in die Klinge erfolgt,
wird gewährleistet, dass die Klinge stets optimal betrieben wird. Ein Scan oder Sweep
der Ultraschallfrequenz wird vermieden, so dass ungünstige Ultraschallfrequenzbereiche
nicht durchlaufen werden. Erfindungsgemäss wird daher stets eine optimale Arbeitsfrequenz
eingestellt, während bei einem Scan oder Sweep schrittweise eine grosse Zahl verschiedener
Frequenzen eingestellt wird, von denen nur wenige optimale Resultate liefern.
[0021] Die Klinge kann vor und zurück bewegt oder auch in einer Ebene rotiert werden, die
senkrecht zur Antriebsachse steht. Ferner sind auch kombinierte Schneidebewegungen
realisierbar. Beispielsweise wird die Klinge nach vorne geführt und dann seitlich
bewegt. Bei der Rotation der Klinge muss diese nicht abgebremst und wieder beschleunigt
werden, sondern kann ohne Energieverluste kontinuierlich in dieselbe Richtung rotiert
werden. Die Steuerung der Arbeitszyklen des Messers kann durch Steuerung eines Antriebsmotors
somit in einfacher Weise erfolgen. Die maximale Arbeitsfrequenz wird dabei nicht durch
die Leistungsfähigkeit der Antriebsvorrichtung, sondern durch die maximale Schneidegeschwindigkeit
bestimmt, mit der die Klinge durch das Prozessgut hindurchgeführt werden kann. Da
diese maximale Schneidegeschwindigkeit bei der erfindungsgemässen Anwendung von Ultraschallenergie
sehr hoch ist, können sehr hohe Taktzyklen erreicht werden.
[0022] Mit der Schneidevorrichtung kann beliebiges Prozessgut bearbeitet bzw. geschnitten
werden. Insbesondere Nahrungsmittel, z.B. Fleisch, Brot, Teigwaren, Milchprodukte,
Papier, Karton, Kunststoff, Metall, Edelmetalle, z.B. Gold und Silber, lassen sich
mit dieser Schneidevorrichtung vorteilhaft bearbeiten.
[0023] Die Anwendung von Ultraschallenergie beispielsweise mit Arbeitsfrequenzen im Bereich
von z.B. 30-40 kHz verleiht dem erfindungsgemäss ausgestalteten Messer besonders vorteilhafte
Eigenschaften. Die Ultraschallenergie wird vorzugsweise über die grossen Seitenflächen
des Klingenrückens quer zur Schnittrichtung des Messers in die Klinge eingekoppelt.
Ein der Klinge zugewandtes Endstück des Kopplungselements verläuft dabei vorzugsweise
senkrecht zur Klinge. Bei der Einwirkung der Ultraschallenergie resultieren elastische
Wellen innerhalb und/oder auf der Oberfläche der Klinge, die sich zur Schneide hin
intensivieren. Besonders vorteilhafte Wellen resultieren bei gekrümmter oder gebogener
Ausgestaltung des Kopplungselements, welches vorzugsweise U-förmig ausgestaltet ist.
[0024] Die Klinge kann nur auf einer Seite oder auch auf einander gegenüberliegenden Seiten
mit einer Schneidekante versehen werden. Die Schneidevorrichtung ist dabei derart
ausgestaltet, dass die Klinge in beide Richtungen bewegt oder rotiert und gegen ein
Prozessgut geführt werden kann.
[0025] Bei einer rotierenden Klinge ist die Antriebswelle auf wenigstens einem Lagerelement
gelagert und mit der Antriebswelle verbunden, die direkt oder indirekt über Antriebselemente,
wie Zahnräder und Zahnriemen, mit einer Antriebseinheit, beispielsweise einem Elektromotor,
verbunden ist. Die Antriebswelle trägt ferner den Energiewandler oder den Energiewandler
und die Ultraschalleinheit. Grundsätzlich ist nur erforderlich, dass der mit dem Kopplungselement
verbundene Energiewandler, beispielsweise ein Piezoelement, zusammen mit der Antriebswelle
gedreht wird. Lediglich in vorzugsweisen Ausgestaltungen wird die Ultraschalleinheit
ebenfalls mit der Antriebswelle verbunden und drehbar gehalten.
[0026] Energie und/oder Steuersignale sind dem Energiewandler und/oder der Ultraschallgenerator
bzw. einer damit verbundenen und ebenfalls drehbar gehalten Steuereinheit über eine
elektrische Kopplungseinheit zuführbar. Steuersignale können auch über eine Funkschnittstelle,
beispielsweise nach dem Bluetooth-Verfahren, übertragen werden. Möglich ist auch die
optische Übertragung von Steuersignalen.
[0027] Bei einer rotierenden Klinge erfolgt die Übertragung der Ultraschallenergie über
ein Kopplungselement oder über zwei koaxial zueinander ausgerichtete Kopplungselemente,
die senkrecht zur Klinge ausgerichtet sind. Bei einer Klinge, die vor und zurück bewegt
wird, kann die Einkopplung von Ultraschallenergie über ein Kopplungselement oder über
mehrere Kopplungselemente erfolgen. Vorzugsweise wird auf beiden Seiten der Klinge
je ein Kopplungselement vorgesehen. Über die beiden voneinander getrennten Kopplungselemente
kann vorteilhaft Ultraschallenergie mit einer ersten und einer zweiten Frequenz in
die Klinge eingekoppelt werden.
[0028] Erfindungsgemäss werden die Arbeitsfrequenzen unter Berücksichtigung der Maximalwerte
der Amplituden, gegebenenfalls der Resonanzfrequenzen gewählt, die beim Eindringen
der Klinge in das Prozessgut auftreten.
[0029] Dazu ist vorzugsweise ein Energiewandler oder Sensor vorgesehen, der auf der Klinge
auftretende mechanische Ultraschallwellen erfasst und in dazu korrespondierende elektrische
Signale umwandelt, die beispielsweise in einem Signalprozessor ausgewertet werden.
[0030] Die Maximalwerte oder die Resonanzfrequenzen werden vorzugsweise ermittelt, während
das Prozessgut geschnitten wird. Anhand der ermittelten Maximalwerte oder Resonanzfrequenzen
können die Arbeitsfrequenzen vorteilhaft festgelegt werden. Sofern zwei oder mehrere
Maximalwerte oder Resonanzfrequenzen, d.h. das globale Maximum und ein lokales Maximum
der gemessenen Amplituden auftreten, können die Arbeitsfrequenzen zwischen diesen
beiden Resonanzfrequenzen bzw. Maxima umgetastet werden. In diesem Fall arbeitet die
Klinge immer bei Resonanz oder bei Maximalwerten. Sofern nur ein Maximum im gesamten
Frequenzgang der Klinge und im Arbeitsbereich auftritt, so kann eine erste Arbeitsfrequenz
auf die Resonanzfrequenz und eine zweite Arbeitsfrequenz derart in den Nachbarbereich
der Resonanzfrequenz gelegt werden, dass auch in der zweiten Arbeitsfrequenz nur minimale
Verluste auftreten. Alternativ werden Arbeitsfrequenzen gewählt, von denen eine auf
der unteren und die andere auf der oberen Seite der Resonanzfrequenz liegen. Die Abstände
von der Resonanzfrequenz werden dabei derart, vorzugsweise gleich oder unterschiedlich,
gewählt, dass möglichst geringe Verluste auftreten und gleichzeitig die erforderliche
Verschiebung der stehenden Wellen bzw. der Wellenknoten erzielt wird. Beispielsweise
werden Frequenzabstände zwischen den Arbeitsfrequenzen in einem Bereich von vorzugsweise
5 Hz bis 10 kHz gewählt.
[0031] Die Umtastung zwischen der ersten und der zweiten Arbeitsfrequenz kann zeitlich symmetrisch
oder asymmetrisch erfolgen. Beispielsweise wird während eines längeren ersten Zeitintervalls
die bevorzugte Arbeitsfrequenz und während eines kürzeren zweiten Zeitintervalls die
Arbeitsfrequenz gewählt, die von der Resonanzfrequenz abweicht oder bei der grössere
Verluste auftreten.
[0032] Die Umtastung zwischen den Arbeitsfrequenzen erfolgt mit einer Umtastfrequenz, die
vorzugsweise in einem Bereich von 2 Hz bis 500 Hz liegt. Alle Parameter, insbesondere
die Umtastfrequenz werden vorzugsweise in Abhängigkeit der Konsistenz des Prozessguts
und/oder der molekularen Struktur des Prozessguts und/oder der Schneidegeschwindigkeit
gewählt. Auch bei hoher Schneidegeschwindigkeit kann daher gewährleistet werden, dass
durch die Interferenzen von zwei stationären Arbeitsfrequenzen oder durch die Umtastung
von Arbeitsfrequenzen der Schnitt korrekt erfolgt, ohne dass im Schnittbereich störende
Schwingungsknoten auftreten, an denen das Material gestaucht und nur mit Verzögerung
aufgetrennt wird. Bei weichem Prozessgut wird normalerweise eine höhere Umtastfrequenz
gewählt. Hingegen wird auch bei kristallinem Prozessgut vorzugsweise eine höhere Umtastfrequenz
gewählt.
[0033] Zur Optimierung der Schneidequalität werden vor und/oder vorzugsweise während des
Schneideprozesses Messungen durchgeführt. Anhand dieser Messungen wird das Schwingungsverhalten
der Klinge festgestellt werden, welches bei der Einkopplung von Ultraschallenergie
mit einer bestimmten Frequenz resultiert. Von besonderem Interesse ist das Verhalten
der Klinge währenddem die Klinge durch das Prozessgut geführt wird.
[0034] In vorzugsweisen Ausgestaltungen ist die Klinge direkt oder über eines der Kopplungselemente
mit einem Sensor, vorzugsweise einem Wandlerelement verbunden, mittels dessen Schwingungen
der Klinge erfasst, gewandelt und als elektrische Signale zur Steuereinheit übertragen
und dort ausgewertet werden. Auf diese Weise kann das Schwingungsverhalten der Klinge
über den gesamten Frequenzbereich bzw. Arbeitsbereich ermittelt werden.
[0035] Mittels des Sensors werden die Schwingungsamplitude der Klinge und/oder die Phasenlage
der Schwingungen der Klinge bezüglich eines Referenzsignals und/oder das normalerweise
exponentiell verlaufende Abklingen der Schwingungen der Klinge ermittelt. Als Referenzsignal
dienen beispielsweise die vom Ultraschallwandler abgegebenen Ultraschallwellen. Daten
werden insbesondere für neue oder bereits ermittelte Resonanzfrequenzen, Arbeitsfrequenzen
und/oder für neue Testfrequenzen ermittelt.
[0036] In einer vorzugsweisen Ausgestaltung wird als Testsignal ein breitbandiger Impuls
an die Klinge abgegeben, wonach die resultierenden Schwingungen gemessen werden. Beispielsweise
wird ein Signal mit mehreren Frequenzen an die Klinge angelegt, von denen vorzugsweise
wenigstens eine die Arbeitsfrequenz ist. In der Folge können die resultierenden Schwingungen,
die schneller oder langsamer abklingen, beispielsweise anhand einer Fourier-Transformation
ausgewertet werden, um Resonanzfrequenzen sowie deren Amplituden und Zerfallsgeschwindigkeiten
zu ermitteln.
[0037] Alternativ kann der Frequenzgang eines Frequency Sweep gemessen werden, indem mit
einem Ultraschallsignal der relevante Frequenzbereich durchlaufen wird und die resultierenden
Schwingungen erfasst werden.
[0038] Nach Ermittlung der Frequenzen, bei denen die Klinge ein gutes oder optimales Schwingungsverhalten
aufweist, werden die Arbeitsfrequenzen auf diese Frequenzwerte gesetzt bzw. in Bereiche
verschoben, für die höhere bzw. maximale Amplituden und/oder eine geringere Phasenverschiebung
und/oder ein langsamerer Zerfall der Schwingungen ermittelt wurden.
[0039] Messungen werden kontinuierlich oder in zeitlichen Abständen durchgeführt, wobei
die Arbeitsfrequenzen vorzugsweise optimiert werden, während die Klinge durch das
Prozessgut geführt wird.
[0040] Der Empfang von Ultraschallenergie von der Klinge erfolgt vorzugsweise während Intervallen,
in denen keine Ultraschallenergie an die Klinge abgegeben wird, oder in denen die
an die Klinge abgegebenen Ultraschallschwingungen einen Nulldurchgang aufweisen.
[0041] Alternativ wird Ultraschallenergie kontinuierlich an die Klinge abgegeben, wonach
ein entsprechender Anteil der abgegebenen Ultraschallenergie von der empfangenen Ultraschallenergie
subtrahiert wird, um die Eigenschwingung der Klinge zu ermitteln.
[0042] In vorzugsweisen Ausgestaltungen ist die Steuereinheit derart ausgestaltet, dass
die Amplitude der an die Klinge abgegebenen Ultraschallwellen gesteuert oder geregelt
werden kann, um eine gewünschte Leistung in die Klinge einkoppeln zu können.
[0043] In vorzugsweisen Ausgestaltungen wird zuerst die Optimierung der Arbeitsfrequenzen
durchgeführt. Anschliessend erfolgt die Nachregelung der Schwingungsamplituden auf
die gewünschten Werte. Diese Nachregelung bzw. die resultierende Schwingungsamplitude
kann wiederum durch Messung des Schwingungsverhaltens der Klinge überprüft werden.
[0044] In vorzugsweisen Ausgestaltungen ist zudem wenigstens ein Temperatursensor, beispielsweise
ein Infrarotsensor, vorgesehen, mittels dessen die Temperatur der Sonotrode bzw. der
Klinge oder der Kopplungselemente vorzugsweise kontaktlos gemessen wird. Insbesondere
im Bereich der Stellen, an denen Übergänge vorliegen und Ultraschallenergie von einem
ersten in ein zweites Medium eingekoppelt wird, wird vorzugsweise die Temperatur gemessen.
Während des Betriebs der Schneidevorrichtung, insbesondere während der Regelung der
Amplitude der Ultraschallschwingungen, wird die Temperatur vorzugsweise überwacht,
um Fehlanpassungen oder weitere Mängel zu detektieren. Sobald ein auffälliger Temperaturanstieg
bzw. ein hoher Leistungskonsum der Klinge detektiert wird, kann ein Alarm ausgelöst
und die Schneidevorrichtung abgeschaltet werden. Alternativ wird bei Überschreiten
einer Maximaltemperatur die zugeführte Ultraschall-Leistung reduziert. In der Folge
werden die Schneidevorrichtung, das Prozessgut und/oder die Prozessparameter geprüft,
um allfällige Fehlerursachen festzustellen.
[0045] Das erfindungsgemässe Verfahren kann besonders vorteilhaft bei Schneidevorrichtungen
angewendet werden, bei denen Klingen eingesetzt werden, um eine Prozessgut zu zerschneiden.
Hingegen kann das erfindungsgemässe Verfahren auch vorteilhaft bei Vorrichtungen eingesetzt
werden, die beliebige Sonotroden verwenden, mittels denen Prozessgüter, wie Nahrungsmittel
oder pharmazeutische Produkte bearbeitet werden. Beispielsweise kann das erfindungsgemässe
Verfahren bei Vorrichtungen vorteilhaft eingesetzt werden, welche eine Klinge als
Sonotrode aufweisen, die jedoch nicht dem Schneiden, sondern dem Zerstäuben oder dem
Transport eines Prozessguts dient. Beispielsweise kann das erfindungsgemässe Verfahren
auch bei Vorrichtungen eingesetzt werden, die ein Sieb als Sonotrode aufweisen, mittels
dessen z.B. ein Nahrungsmittel oder eine pharmazeutische Substanz gesiebt wird. Dabei
wird vermieden, dass Schwingungsknoten im Bereich einzelner Poren der Sonotrode bzw.
des Siebs verharren können.
[0046] Die erfindungsgemässe Schneidevorrichtung kann mit beliebigen weiteren Vorrichtungen
gekoppelt werden, um ein Prozessgut zu schneiden. Beispielsweise wird die Schneidevorrichtung
am Ende einer Förderkette angeordnet, an der ein Prozessgut in Einzelteile zu schneiden
ist. Besonders vorteilhaft kann die erfindungsgemässe Schneidevorrichtung auch am
Ausgang eines Extruders angeordnet werden, so dass das extrudierte Material wahlweise
in kürzere oder längere Elemente aufgeteilt werden kann. Eine einzige Schneidevorrichtung
kann dabei mehrere Extruder oder Fördervorrichtungen bedienen. Eine erfindungsgemässe
Vorrichtung kann daher mit einer Sonotrode ausgerüstet werden, welche verschiedene
Aufgaben, wie zum Beispiel Schneiden, Filtern, Sieben, Zerstäuben, Transportieren
und Fluidisieren, z.B. Fluidisieren eines Schüttguts, erfüllen kann.
[0047] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Schneiden eines Prozessguts 8A, 8B, welches
unterhalb und oberhalb einer Klinge 11 zugeführt wird, die von einer Antriebsvorrichtung
12 gehalten wird und der über zwei Ultraschallwandler 13 Ultraschallenergie von einer
Ultraschalleinheit 4 zuführbar ist, die zudem zum Empfang von Ultraschallsignalen
geeignet ist, die von der Klinge 11 wieder entnommen wurden;
- Fig. 2
- eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Schneiden eines Prozessguts 8, umfassend eine
Schneidevorrichtung 1 mit vier Klingen 11A, ..., 11D, mittels denen ein Prozessgut
8, welches in Form von Stangen 8A, ..., 8L auf einem Fördertisch 93 zugeführt wird,
in Scheiben 89 geschnitten wird;
- Fig. 3
- die Schneidevorrichtung 1 von Fig. 2, mit zwei Antriebseinheiten 12A, 12B mittels
denen die Klingen 11A, ..., 11D nach unten und wieder nach oben verschiebbar sind;
- Fig. 4a
- ein eine Klinge 11 mit einem Kopplungselement 15, auf dem ein erster Energiewandler
131 angeordnet ist, dem Ultraschallenergie zugeführt wird, und auf dem ein zweiter
Energiewandler 132 angeordnet ist, welcher auf der Klinge 11 auftretende Ultraschallwellen
erfasst und in elektrische Signale wandelt, die von der Steuereinheit 6 ausgewertet
werden;
- Fig. 4b
- ein Spektrogramm mit einem Ultraschall-Impuls TP mit Schwingungen mehrerer Frequenzen
f1, f2 und f3, welche an die Klinge 11 abgegeben werden sowie dem Verlauf der Schwingungen,
der anschliessend gemessen und ausgewertet wird;
- Fig. 5
- die Klinge 11 von Fig. 4a mit zwei Kopplungselementen 15A, 15B, an die Ultraschallwandler
13A, 13B angeschlossen sind;
- Fig. 6
- die mehrkanalige Ultraschalleinheit 4 und die Steuereinheit 6 in einer vorzugsweisen
Ausgestaltung;
- Fig. 7a
- die Klinge 11 von Fig. 5 mit den Ultraschallwandlern 13A, 13B, die mit einer Ultraschalleinheit
4 verbunden sind, die Ultraschallsignale abgibt und empfängt;
- Fig. 7b
- ein Frequenzdiagramm mit Frequenzen f1, 11a, f1b; f2, f2a, f2b, die durch Überprüfung
des Schwingungsverhaltens der Klinge 11 bzw. anhand des Frequenzgangs V der Klinge
11 optimiert werden; und
- Fig. 7c
- an der Klinge 11 auftretende stehende Wellen sw1, die Schwingungsknoten swk und Schwingungsbäuche
swb aufweisen.
[0048] Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Schneiden eines Prozessguts 8A, 8B, welches unterhalb
und oberhalb eines Schneidewerkzeugs bzw. einer Klinge 11 zugeführt wird, die von
einer Antriebsvorrichtung 12 gehalten wird. Es ist gezeigt, dass die Antriebsvorrichtung
12 die Klinge 11 auf beiden Seiten mit Haltearmen 121 hält, die synchron vertikal
nach unten und nach oben verschoben werden können. Die Haltearme 121 können mit Halteelementen
verbunden werden, die an der Klinge 11 befestigt sind. Vorteilhaft können die Haltearme
121 mit den Kopplungselementen 15A, 15B verbunden werden, über die die Ultraschallenergie
in die Klinge 11 ein gekoppelt wird (siehe Fig. 5).
[0049] Mittels der Antriebsvorrichtung 12 kann die Klinge 11 nach unten und nach oben geführt
werden, um in jeder Bewegungsrichtung einen ersten bzw. einen zweiten Anteil des zugeführten
Prozessguts 8A, 8B zu schneiden. Die Klinge 11 weist dazu eine obere Schneidekante
101 und eine untere Schneidekante 102 auf.
[0050] Für die Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens weist die Schneidevorrichtung
1 eine entsprechend ausgestaltete Steuereinheit 6, eine entsprechend ausgestaltete
Ultraschalleinheit 4 und entsprechend ausgestaltete Ultraschallwandler 13a, 13b auf.
Die Ultraschallwandler 13a, 13b sind mittels Kopplungselementen 15A, 15B mit der Klinge
11 verbunden, vorzugsweise verschweisst. Grundsätzlich ist jede beliebige Ankopplung
bzw. jede beliebige Ausgestaltung der Kopplungselemente 15A, 15B zur Realisierung
des erfindungsgemässen Verfahrens einsetzbar.
[0051] Die Ultraschalleinheit 4, die mit der Steuereinheit 6 kommuniziert und von dieser
gesteuert wird, weist wenigstens einen Sendekanal 41 und vorzugsweise wenigstens einen
Empfangskanal 42 auf. Ein Sendekanal 41 weist beispielsweise einen festen oder variablen
Oszillator, beispielsweise einen spannungsgesteuerten Oszillator VCO oder einen Synthesizer
auf. Mittels des vorzugsweise steuerbaren Oszillators oder Synthesizers werden Frequenzen
wahlweise im Ultraschallbereich erzeugt und einem vorzugsweise steuerbaren Ausgangsverstärker
zugeführt, wie dies nachstehend mit Bezug auf Fig. 6 näher beschrieben wird.
[0052] Ein Sendekanal 41 der Ultraschalleinheit 4 kann mit mehreren Ultraschallwandlern
13A, 13B bzw. Energiewandlern 131 (siehe Fig. 6) verbunden sein, welche die elektrischen
Ultraschallschwingungen in mechanische Ultraschallschwingungen umwandeln und über
die Kopplungselemente 15A, 15B der Klinge 11 zuführen. Den Ultraschallwandlern 13A,
13B können identische Ultraschallsignale zugeführt werden. Alternativ können den Ultraschallwandlern
13A, 13B über Schalter Ultraschallsignale mit unterschiedlichen Frequenzen im Time
Sharing Verfahren zugeführt werden. Weiterhin kann für jeden Ultraschallwandler 13A
bzw. 13B ein gesonderter Sendekanal 41 vorgesehen werden.
[0053] Mittels der Steuereinheit 6 ist die Ultraschalleinheit 4 derart steuerbar, dass die
Frequenz der Ultraschallwellen, die der Klinge 11 zugeführt werden, zwischen wenigstens
einer ersten und einer zweiten Arbeitsfrequenz f1a, f1b umgetastet werden kann. An
beiden Ultraschallwandlern 13A, 13B können dieselben Frequenzen anliegen, die vorzugsweise
innerhalb weniger Millisekunden umgetastet werden. Vorzugsweise wird die Ultraschallenergie
der Klinge 11 hingegen über ein erstes Kopplungselement mit einer ersten Arbeitsfrequenz
f1 und über ein zweites Kopplungselement mit einer zweiten Arbeitsfrequenz f2 zugeführt,
die fest sind oder zwischen wenigstens zwei Arbeitsfrequenzen f1, f2 bzw. f1a, f1b;
f2a, f2b umgetastet werden (siehe das Frequenzdiagramm in Fig. 7b). Den beiden Ultraschallwandlern
13A, 13B werden vorzugsweise unterschiedliche Frequenzen zugeführt, so dass auf der
Klinge 11 ein Frequenzgemisch resultiert und Schwingungsknoten nicht oder nur sehr
kurzfristig in Erscheinung treten.
[0054] Sofern nur ein Kopplungselement vorgesehen ist, so werden die Frequenzen f1, f2 bzw.
f1a, f1b; f2a, f2b im Time Sharing Verfahren umgetastet. Alternativ können zwei oder
mehrere Frequenzen einander überlagert und in die Klinge 11 eingekoppelt werden.
[0055] In Fig. 1 ist ferner gezeigt, dass in einer vorzugsweisen Ausgestaltung Ultraschallenergie
von der Klinge 11 ausgekoppelt und über einen oder mehrere in der Ultraschalleinheit
4 vorgesehene Empfangskanäle 42 zur Steuereinheit 6 übertragen werden kann. Wie dies
nachstehend beschrieben wird, werden die an der Klinge 11 abgetasteten Ultraschallschwingungen
ausgewertet, um das Schwingungsverhalten der Klinge 11 bei den gewählten Prozessparametern
zu ermitteln.
[0056] In Fig. 1 ist illustriert, dass Messungen während eines Schneidevorganges vorzugsweise
mehrfach durchgeführt werden. Währenddem die Klinge 11 das Prozessgut 8A durchläuft,
werden Signale sk1, ..., sk5 von der Klinge 11 in kurzen zeitlichen Abständen ausgekoppelt
und über die Empfangskanäle 42 zur Steuereinheit 6 übertragen. Sofern ein optimales
Schwingungsverhalten der Klinge 11 festgestellt wird, so werden die Prozessparameter
nicht verändert. Sofern hingegen ein unvorteilhaftes Schwingungsverhalten festgestellt
wird, so werden die Prozessparameter derart geändert, dass das Schwingungsverhalten
schrittweise verbessert wird. Die Prozessparameter werden vorzugsweise nach jeder
Abtastung von Schwingungen an der Klinge 11 und deren Auswertung nachjustiert. Während
die Klinge 11 durch das Prozessgut 8 geführt wird, können somit kontinuierlich Verbesserungen
und Anpassungen des Schneideprozesses vorgenommen werden. Die Schneideprozesse werden
daher nicht nur in den Fällen optimiert, in denen sich vorangehendes und nachfolgendes
Prozessgut unterscheiden. Korrekturen sind auch wirksam für Prozessgut, welches entlang
dem Querschnitt bzw. der Schnittfläche unterschiedliche Eigenschaften aufweist.
[0057] Durch Optimierungen und Anpassungen wird nicht nur stets die beste Schneidequalität,
sondern auch eine minimale Belastung der Schneidevorrichtung erzielt. Einerseits werden
partielle Blockaden bei der Durchführung des Schnittes verhindert. Anderseits werden
Energieverluste und eine entsprechende Erwärmung der Klinge 11 vermieden.
[0058] Ein optimales Schwingungsverhalten der Klinge 11 tritt im Bereich der Resonanzfrequenz
der Klinge 11 auf. Als Ausgangspunkt für die Wahl der Prozessparameter kann daher
die vom Hersteller angegebene Resonanzfrequenz der Klinge 11 gewählt werden. Je nach
der Art des Prozessguts 8, welches von der Klinge 11 zu bearbeiten ist, wird sich
die Resonanzfrequenz und somit das Schwingungsverhalten der Klinge 11 ändern, so dass
mittels der in Fig. 1 illustrierten Messungen der Signale sk1, ..., sk5 eine stetige
Optimierung durch Ermittlung der Resonanzfrequenz angestrebt wird, die bei der Bearbeitung
des Prozessgut aktuell auftritt.
[0059] Insbesondere wird das globale Maximum innerhalb des Frequenzgangs der Klinge 11 ermittelt.
Vorteilhaft können auch lokale Maxima ermittelt werden, die innerhalb des Frequenzgangs
auftreten. In der Folge wird vorzugsweise eine Frequenzumtastung zwischen den ermittelten
Maxima vorgenommen. Insbesondere wird darauf geachtet, dass die Arbeitsfrequenzen
f1a, f1b bzw. f1, f2 derart gewählt und umgetastet werden, dass sich resultierende
Schwingungsknoten swk nicht überlagern.
[0060] Die Arbeitsfrequenzen werden vorzugsweise derart gewählt, dass die erste und die
zweite Arbeitsfrequenz f1a, f1b vorzugsweise in gleichem Frequenzabstand unterhalb
und oberhalb der ermittelten Resonanzfrequenz f1 liegen, oder dass eine der Arbeitsfrequenzen
f1a präzise bei der Resonanzfrequenz f1 und die zweite Arbeitsfrequenz f1b in einem
Bereich liegt, in dem nur eine minimale Dämpfung auftritt.
[0061] Bei der Verwendung nur einer Resonanzfrequenz oder nur eines Maximums wird der Abstand
zwischen der ersten Arbeitsfrequenz, die bei Resonanz oder bei einem Maximum auftritt,
und der wenigstens einen zweiten Arbeitsfrequenz vorzugsweise so gering wie möglich
und so gross wie erforderlich gehalten, so dass stationäre Wellenknoten vermieden
werden und die Ultraschallenergie über die gesamte Schneide der Klinge auf das Prozessgut
einwirken kann. Beispielsweise wird in diesem Fall ein Frequenzabstand im Bereich
von 5 Hz bis 500 HZ gewählt. Vorteilhaft kann ein asymmetrisches Umschalten vorgesehen
werden mit einer grösseren Verweildauer im Bereich der Frequenz, bei der höhere Amplituden
auftreten.
[0062] Der Abstand zwischen den Arbeitsfrequenzen f1a und f1b liegt vorzugsweise in einem
Bereich von 5 Hz bis 10 kHz. Je nach Frequenzgang der Klinge 11 werden kleinere oder
höhere Frequenzabstände gewählt.
[0063] Die Umtastung der ersten und der zweiten Arbeitsfrequenz f1a, f1b bzw. f1, f2 erfolgt
mit einer Umtastfrequenz, die vorzugsweise in einem Bereich von 2 Hz bis 500 Hz liegt.
Die Umtastung erfolgt zeitlich symmetrisch oder asymmetrisch. Beispielsweise wird
während eines längeren ersten Zeitintervalls die Resonanzfrequenz an die Klinge 11
angelegt, während für ein kürzeres zweites Zeitintervall eine davon abweichende Arbeitsfrequenz
an die Klinge 11 angelegt wird. In diesem Fall soll mittels der Klinge 11 während
des ersten Zeitintervalls eine optimale Einwirkung auf das Prozessgut 8 und während
des zweiten Zeitintervalls eine Beseitigung von Hindernissen erzielt werden, die nach
dem ersten Zeitintervall verbleiben.
[0064] Wie erwähnt kann das erfindungsgemässe Verfahren bei unterschiedlichen Schneidevorrichtungen
oder auch bei weiteren Vorrichtungen mit anderen Ultraschall-Sonotroden eingesetzt
werden.
[0065] Fig. 2 zeigt eine Schneidevorrichtung 1 mit vier Schneidewerkzeugen 11A, ..., 11D,
einer Schubeinheit 95 mit einem Schubwerkzeug 94, zwei Antriebsvorrichtungen 12A,
12B für den Antrieb der Schneidewerkzeuge 11A, ..., 11D, und einen Fördertisch 3,
auf dem das Prozessgut 8 abgelegt und mittels des Schubwerkzeugs 94 hin zu den Schneidewerkzeugen
11A, ..., 11D gestossen werden kann. Die Schneidevorrichtung 1 wird von einer Montagestruktur
5 gehalten.
[0066] Das Prozessgut 8 wird den vier Schneidewerkzeugen 11A, ..., 11D in zwölf zylinderförmigen
oder stangenförmigen Einheiten 8A, ..., 8L parallel zugeführt, so dass jeweils drei
der Prozessguteinheiten 8A, ..., 8L von einem der Schneidewerkzeuge 11A; ...; 11D
gleichzeitig geschnitten werden. Frontseitig sind die parallel zugeführten Prozessguteinheiten
8A, ..., 8L von einem Niederhalter in einer gewünschten Position gehalten, während
der Schnitt ausgeführt wird.
[0067] Die Schneideeinheit 1 umfasst die vier Schneidewerkzeuge 11A; ...; 11D, die je mit
einem Ultraschallwandler 13 verbunden sind und von den Antriebsvorrichtungen 12A,
12B vertikal abgesenkt und wieder angehoben werden können, um Scheiben 89 von den
Prozessguteinheiten 8 abzuschneiden. Die Scheiben 89 fallen auf ein Förderband 92
eines Aufnahmeförderers 9, welcher einen Antriebsmotor 91 aufweist.
[0068] Ferner ist eine Steuereinheit 6 vorgesehen, welche die Schneidevorrichtung 1, die
Fördervorrichtungen und die Ultraschalleinheit 4 steuern kann. Die Steuereinheit 6
ist über eine erste Steuerleitung 61 mit der Antriebsvorrichtungen 12A, 12B, eine
zweite Steuerleitung 62 mit den Fördervorrichtungen, eine dritte Steuerleitung 63
mit der Ultraschalleinheit 4 und eine vierte Steuerleitung 69 mit dem Abnahmeförderer
9 verbunden. Der Steuereinheit 6 sind über eine Tastatur und von Messgeräten 71, 72,
wie Messungsformern und Sensoren, Informationen zuführbar, mittels denen der Schneideprozess
und der Förderprozess gesteuert werden können.
[0069] Fig. 3 zeigt die demontierte Schneidevorrichtung 1 von Fig. 1, die zwei identisch
aufgebaute Schneidemodule umfasst, die von einer Montageplatte gehalten sind, die
Teil der Montagestruktur 5 der Vorrichtung ist. Jedes der Schneidemodule umfasst eine
Antriebseinheit 12A; 12B und eine mit der Montagestruktur 5 verbundene Lagervorrichtung
128A; 128B, welche es erlaubt, einen zugehörigen ersten bzw. zweiten Lagerblock 129A,
129B vertikal abzusenken und wieder anzuheben. An jedem Lagerblock 129A; 129B sind
je zwei Ultraschallwandler 13A, 13B bzw. 13C, 13D angeordnet, welche je über ein Kopplungselement
15 mit einem Schneidewerkzeug 11A, 11B, 11C oder 11D verbunden sind.
[0070] Die Schneidewerkzeuge 11A, ..., 11D umfassen je eine Klinge 11, an deren Rücken die
in einem Bogen verlaufenden Kopplungselemente 15 angeschweisst sind, wodurch die Ultraschallenergie
in die Klingen 11 eingekoppelt werden kann.
[0071] Fig. 4a zeigt, dass das Kopplungselement 15 mit einem Balken 130 verbunden, beispielsweise
verschraubt ist, auf dem ein erster Energiewandler 131 angeordnet ist, dem Ultraschallenergie
zugeführt wird, und auf dem ein zweiter Energiewandler 132 angeordnet ist, welcher
auf der Klinge 11 auftretende Ultraschallwellen erfasst und in elektrische Signale
wandelt, die zur Steuereinheit 6 übertragen werden. Der Balken 130, der zusammen mit
den Energiewandlern 131, 132 einen Ultraschallwandler 13 bildet, weist beispielsweise
frontseitig eine Schraube auf, die in eine Gewindebohrung in Kopplungsteil 15 eingedreht
ist. Die Ultraschalleinheit 4 weist mehrere Sendekanäle 41 und mehrere Empfangskanäle
42 auf, so dass mehrere Ultraschallwandler 13 bedient werden können.
[0072] Die Energiewandler 131, 132 umfassen vorzugsweise je ein Piezoelement, welches zwischen
zwei Elektroden, beispielsweise Metallplatten, eingeschlossen ist, von denen eine
am Balken 130 anliegt und die andere mit einer elektrischen Anschlussleitung 401,
402 verbunden ist. Dem ersten Energiewandler 131 werden von einem Sendekanal 41 der
Ultraschalleinheit 4 über die Anschlussleitung 401 elektrische Ultraschallsignale
zugeführt. Der zweite Energiewandler 131 bzw. der Sensor 71 erfasst mechanische Ultraschallwellen
von der Klinge 11 und wandelt diese in elektrische Ultraschallwellen um, die von der
zweiten Anschlussleitung 402 einem Empfangskanal 42 der Ultraschalleinheit 4 zugeführt
werden. Die empfangenen Ultraschallwellen werden gegebenenfalls verstärkt, gefiltert
und gewandelt und einem Auswertemodul 600 in der Steuereinheit 6 zugeführt. Das Auswertemodul
600 ermittelt das aktuelle Schwingungsverhalten der Klinge 11 und vergleicht dieses
mit Sollwerten, wonach Korrekturmassnahmen festgelegt werden. Beispielsweise wird
festgestellt, dass wenigstens eine der Arbeitsfrequenzen zu verschieben ist, oder
dass die Signalamplitude wenigstens einer der Arbeitsfrequenzen erhöht oder reduziert
werden soll. Entsprechende Informationen werden vom Auswertemodul 600 an ein Steuermodul
60 abgegeben, welches die Arbeitsfrequenzen, die Umtastfrequenzen, die Umtastintervalle
und die Signalamplitude bestimmt und entsprechende Steuersignale bereitstellt. Zur
Steuerung des Auswertemoduls 600 und des Steuermoduls 60 ist ein Betriebsprogramm
vorgesehen, welches den Programmablauf steuert und über Schnittstellen mit dem Anwender
und externen Rechnern oder elektronischen Einheiten kommunizieren kann.
[0073] Die Prozessoptimierung kann auf verschiedene Weise erfolgen. Wie erwähnt kann das
Schwingungsverhalten der Sonotrode bzw. der Klinge 11 kontinuierlich überwacht und
optimiert werden. Die Steuereinheit 6 kann jedoch auch selbsttätig versuchen, die
Prozessparameter zu optimieren. Dazu kann die Steuereinheit 6 während des Arbeitsprozesses
oder während Testphasen Testsignale TP an die Klinge 11 abgegeben und die Echosignale
f1, f2, f3 auswerten. Die Auswertung der Testsignale und der Arbeitssignale bzw. Arbeitsfrequenzen,
die während des Prozessverlaufs erfasst werden, kann in gleicher Weise erfolgen.
[0074] Fig. 4b zeigt exemplarisch ein Spektrogramm mit einem Ultraschallimpuls TP, der Schwingungen
mit mehreren Frequenzen f1, f2 und f3 umfasst. Nachdem der Ultraschallimpuls an die
Klinge 11 angelegt wurde, wird das Schwingungsverhalten der Klinge 11 bzw. der weitere
Verlauf der Schwingungen f1, f2 und f3 untersucht. Es wird geprüft mit welchen Amplituden
die einzelnen Schwingungen f1, f2 und f3 auftreten und wie rasch sie abklingen. Die
Kurven df1, df2 und df3 zeigen die Verläufe des Abklingens der Schwingungen f1, f2
und f3. Nachdem das Auswertemodul 600 diejenigen Frequenzen festgestellt hat, an denen
eine maximale Schwingungsamplitude und eine minimale Dämpfung auftreten, so werden
die entsprechenden Informationen an das Steuermodul 60 übergeben.
[0075] Sofern die Frequenz f2 die Arbeitsfrequenz ist, so werden dem Testimpuls TP beispielsweise
zwei Frequenzen f1, f3 hinzugefügt, welche unterhalb und oberhalb der Arbeitsfrequenz
f2 liegen. Durch die Auswertung der Echosignale dieser drei Frequenzen f1, f2, und
f3 kann in der Folge festgestellt werden, dass bei der Frequenz f1 eine höhere Amplitude
und eine geringer Dämpfung auftreten. Das Auswertemodul 600 wird daher die Information
an das Steuermodul 60 abgeben, wonach mit der Frequenz f1 als neuer Arbeitsfrequenz
ein besseres Schwingungsverhalten der Klinge 11 erzielt werden kann. Das Steuermodul
60 kann die Frequenz f1 unmittelbar als neue Arbeitsfrequenz übernehmen oder die Informationen
in den weiteren Evaluationsprozess einbeziehen. Vorzugsweise werden auch Parameter
in die Evaluation einbezogen, welche die Eigenschaften oder erwartete Änderungen des
Prozessguts 8 betreffen.
[0076] Fig. 5 zeigt Klinge 11 von Fig. 4a mit zwei Kopplungselementen 15A, 15B, an die Ultraschallwandler
13A, 13B angeschlossen sind. In die Ultraschallwandler 13A, 13B können grundsätzlich
auch die Ultraschalleinheiten 4 teilweise oder vollständig integriert sein. Es ist
gezeigt, dass die Klinge 11 von den Kopplungselementen 15A, 15B gehalten wird, die
mit der Klinge 11 verschweisst sind. Die Kopplungselemente 15A, 15B ihrerseits sind
von symbolisch gezeigten Haltearmen 121 gehalten, wie dies mit Bezug auf Fig. 1 beschrieben
wurde.
[0077] Fig. 6 zeigt exemplarisch die mehrkanalige Ultraschalleinheit 4, die über ein Bussystem
63 mit der Steuereinheit 6 verbunden ist, um Daten auszutauschen. Die Ultraschalleinheit
4 weist zwei Sendekanäle 41 und zwei Empfangskanäle 42 auf.
[0078] Jeder Sendekanal 41 umfasst einen D/A Wandler 411, welcher die digitalen Kommandos
der Steuereinheit 6 in analoge Steuersignale wandelt, die einem steuerbaren Oszillator
412 zuführbar sind. Stattdessen kann auch ein Synthesizer verwendet werden, welcher
von der Steuereinheit 6 direkt steuerbar ist und gleichzeitig mehrere Arbeitsfrequenzen
abgeben kann. Die von den steuerbaren Oszillatoren 412 abgegebenen Schwingungen werden
je einem steuerbaren Verstärker 413 zugeführt, welche die Schwingungen mit wahlweiser
Amplitude an den Energiewandler 131 abgibt. Die Steuerung der Verstärker 413 erfolgt
wiederum durch die Steuereinheit 6 bzw. das Steuermodul 60. gleichzeitig können daher
mehrere Ultraschallsignale mit ausgewählter Frequenz und ausgewählter Amplitude an
die vorgesehenen Energiewandler 131 bzw. Ultraschallwandler 13 abgegeben werden.
[0079] Jeder Empfangskanal 42 umfasst vorzugsweise einen Eingangsverstärker 421, vorzugsweise
eine daran anschliessende Filterstufe 422, die nur die interessierenden Frequenzen
passieren lässt, sowie einen A/D Wandler, welcher die analogen Signale in digitale
Daten wandelt. Die digitalen Daten werden dem Auswertemodul 600 übergeben, welches
beispielsweise einen Signalprozessor umfasst und vorzugsweise zur Durchführung der
Fourier-Transformation geeignet ist.
[0080] Fig. 7a zeigt die Klinge 11 von Fig. 5 mit den Ultraschallwandlern 13A, 13B, die
über Leitungssysteme 40A, 40B mit einer Ultraschalleinheit 4 verbunden sind, die Ultraschallsignale
abgibt und empfängt, wie dies mit Bezug auf die Figuren 4a, 4b und 6 beschrieben wurde.
[0081] Es ist gezeigt, dass die Schneidevorrichtung 1 in Betrieb ist und an der Schneidekante
der Klinge 11 zwei stehende Wellen sw1, sw2 auftreten, die sich gegenseitig überlagern,
so dass Wellenknoten swk der einen stehenden Welle sw1 innerhalb von Wellenbäuchen
swb der anderen stehenden Welle liegen. Die beiden Wellen sw1, sw2 können einander
überlagert oder alternierend zugeschaltet werden, so dass jeweils innerhalb wenigen
Millisekunden, gegebenenfalls innerhalb eines Bruchteils einer Millisekunde jede Zone
des zu schneidenden Prozessguts der maximalen Intensität der Ultraschallenergie ausgesetzt
wird und ein optimaler Schnittverlauf gewährleistet wird. In Fig. 7c ist die erste
stehende Welle sw1 mit Wellenknoten swk und Wellenbäuchen swb illustriert.
[0082] In Fig. 7a sind ferner Temperatursensoren 72, 73, vorzugsweise Infrarotsensoren,
gezeigt mittels denen die Temperatur der Klinge 11 oder der Kopplungselemente 15A,
15B, insbesondere der Verbindungsstellen, überwacht werden kann. Sofern ein kritischer
Temperaturanstieg festgestellt wird, kann die an die Klinge 11 abgegebene Leistung
reduziert werden. Ferner kann ein Prüfverfahren durchgeführt werden, um fehlerhafte
Prozessparameter festzustellen. Beispielsweise wird der Frequenzgang der Klinge 11
aufgenommen, um Verschiebungen der Resonanzfrequenzen festzustellen. Auf diese Weise
kann rechtzeitig verhindert werden, dass die Klinge 11 beschädigt wird.
[0083] Fig. 7b zeigt ein Frequenzdiagramm mit Frequenzen f1, f1a, f1b, f2, f2a, f2b, die
vom Steuermodul 60 einstellbar sind. Zur Ermittlung der Arbeitsfrequenzen wird vorzugsweise
der Frequenzgang V der Klinge 11 aufgenommen, der in Fig. 7b exemplarisch gezeigt
ist. Es ist ersichtlich, dass der Frequenzgang V vier Maxima aufweist, die oberhalb
eines festgelegten Schwellwerts s liegen.
[0084] Die Maxima M1, ..., M4 liegen an den Stellen an denen die Ultraschallenergie optimal
in die Klinge 11 eindringt und diese in Schwingung versetzen kann. Die mechanischen
Schwingungen werden beispielsweise durch piezoelektrische Elemente in elektrische
Signale gewandelt, deren Spannungsverlauf bzw. Amplituden in Fig. 7b eingezeichnet
sind.
[0085] Die Frequenzen der oberhalb dieses Schwellwerts s liegenden Maxima sind als Arbeitsfrequenzen
geeignet. M3 ist das globale Maximum, während M1, M2 und M4 lokale maximal sind. Die
Arbeitsfrequenzen werden nun derart gewählt, dass sich die Wellenknoten und die Wellenbäuche
der resultierenden stehenden Wellen überlagern. Im vorliegenden Beispiel wurden die
Arbeitsfrequenzen f1 und f2 an den Stellen des globalen Maximums M3 und des lokalen
Maximum des M2 gewählt. Alternativ könnten auch weiterhin Kombinationen der Frequenzen
der genannten Maxima, z.B. M3 und M4 bzw. M1, M2 und M4, bzw. M1 und M4, gewählt werden.
Alternativ wird eine Resonanzfrequenz f1 ermittelt, wonach beidseits der Resonanzfrequenz
f1 Arbeitsfrequenzen f1a, f1b festgelegt werden, die nur einem oder beiden Ultraschallwandlern
13A, 13B zugeführt werden. Es ist gezeigt, dass die Maxima beispielsweise aufgrund
der Änderung der Konsistenz des Prozessguts 8 wandern und die Arbeitsfrequenzen f1,
f2 bzw. f1a, f1b entsprechend nachgeführt und nach dem erfindungsgemässen Verfahren
stetig optimiert werden.
[0086] Vorzugsweise werden mehrere Rezepturen vorgesehen, mit denen bestimmte Prozessparameter
für eine Klinge 11 und vorzugsweise ein bestimmtes Prozessgut 8 festgelegt sind. Prozessparameter
sind beispielsweise die Arbeitsfrequenzen, die Schwingungsamplituden vorzugsweise
für jede der Arbeitsfrequenzen, die Umtastfrequenz, die minimale und maximale Leistung,
sowie die maximale Temperatur der Klinge 11. Rezepturen können dabei permanent eingestellt
oder sequenziell oder zufällig ausgewählt und eingestellt werden. Durch Messung des
Schwingungsverhaltens der Klinge 11 bei jeder Rezeptur können unverzüglich die optimalen
Rezepturen ausgewählt und angewendet werden. In vorzugsweisen Ausgestaltungen erfolgt
daher nicht nur eine Umschaltung eines einzelnen Prozessparameters, sondern einer
Gruppe von Prozessparametern, gegebenenfalls einer gesamten Rezeptur. Vorzugsweise
werden die Rezepturen anhand der erfindungsgemässen Messverfahren laufend optimiert
und wieder gespeichert. Sofern Änderungen des Prozessguts 8 auftreten können daher
unverzüglich geeignete Rezepturen angewendet werden.
1. Verfahren zum Betrieb einer Schneidevorrichtung (1), die zum Schneiden eines Prozessguts,
insbesondere eines Nahrungsmittels (8), vorgesehen ist und die wenigstens ein Schneidewerkzeug
in Form einer Klinge (11) aufweist, die mit einer Antriebsvorrichtung (12) angetrieben
wird und der über wenigstens einen Energiewandler (13) und ein Kopplungselement (15)
Ultraschallenergie von einer Ultraschalleinheit (4) zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (6) vorgesehen ist, welche die Ultraschalleinheit (4) während
des Schneidens des Prozessguts derart steuert, dass die Frequenz der über wenigstens
ein Kopplungselement (15) der Klinge (11) zugeführten Ultraschallenergie zwischen
wenigstens einer ersten und einer zweiten Arbeitsfrequenz (fla, f1b) umgetastet wird
oder dass die Ultraschallenergie der Klinge (11) über ein erstes Kopplungselement
(15A) mit einer ersten Arbeitsfrequenz (f1) und über ein zweites Kopplungselement
(15B) mit einer zweiten Arbeitsfrequenz (f2) zugeführt wird, wobei die Arbeitsfrequenzen
(f1, f2) fest sind oder zwischen wenigstens zwei Frequenzwerten (fla, f1b; f2a, f2b)
umgetastet werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingungsamplituden der Klinge (11) vor oder während der Bearbeitung des Prozessguts
(8) für mehrere Testfrequenzen oder Arbeitsfrequenzen gemessen werden und eine oder
mehrere Frequenzen ermittelt werden, bei denen ein absoluter oder relativer Maximalwert
der Schwingungsamplitude auftritt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsfrequenzen (fla, f1b bzw. f1, f2) derart gewählt und umgetastet werden,
dass sich resultierende Schwingungsknoten (swk) nicht überlagern.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die erste und die zweite Arbeitsfrequenz (fla, f1b bzw. f1, f2) vorzugsweise in gleichem
Frequenzabstand unterhalb und oberhalb der ermittelten Frequenz liegen, bei der ein
Maximalwert der Schwingungsamplitude auftritt, oder
b) dass eine der Arbeitsfrequenzen (fla) bei der Frequenz liegt, bei der ein Maximalwert
der Schwingungsamplitude auftritt,
c) wobei der Abstand zwischen den Arbeitsfrequenzen (fla, f1b bzw. f1, f2) in einem
Bereich von vorzugsweise 5 Hz bis 10 kHz gewählt wird.
5. Verfahren einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Umtastung zwischen der ersten und der zweiten Arbeitsfrequenz (fla, f1b bzw.
f1, f2) mit einer Umtastfrequenz erfolgt, die vorzugsweise in einem Bereich von 2
Hz bis 500 Hz liegt und/oder dass die Umtastung zwischen der ersten und der zweiten
Arbeitsfrequenz (fla, f1b bzw. f1, f2) für zeitlich symmetrisch oder asymmetrisch
erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (11) direkt oder über eines der Kopplungselemente (15A, 15B) mit einem
Sensor (71), vorzugsweise einem Wandlerelement (132) verbunden ist, mittels dessen
Schwingungen der Klinge (11) erfasst, gewandelt und als elektrische Signale zur Steuereinheit
(6) übertragen und dort ausgewertet werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klinge (11) während eines Intervalls mit Testsignalen einer oder mehreren Testfrequenzen
(f1, f2, f3) beaufschlagt wird, wonach die resultierenden Schwingungen erfasst, gewandelt,
gegebenenfalls anhand einer Fourier-Transformation bearbeitet und ausgewertet werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Empfang von Ultraschallenergie von der Klinge (11) während Intervallen erfolgt,
in denen keine Ultraschallschwingung an die Klinge (11) abgegeben wird.
9. Verfahren nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Amplitude oder die Dauer des Abklingens der Schwingungen der Testfrequenzen ermittelt
wird, wonach diejenigen Testfrequenzen als Arbeitsfrequenzen (fla, f1b bzw. f1, f2)
verwendet werden, für die höhere Amplituden oder ein langsameres Abklingen der Schwingungen
ermittelt wurde.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6-9, dadurch gekennzeichnet, dass kontinuierlich oder in zeitlichen Abständen Messungen durchgeführt und die Arbeitsfrequenzen
(f1, f2 bzw. f1a, f1b; f2a, f2b) optimiert werden, während die Klinge (11) durch das
Prozessgut (8) geführt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass Ultraschallenergie kontinuierlich an die Klinge (11) abgegeben wird und dass ein
entsprechender Anteil der abgegebenen Ultraschallenergie von der empfangenen Ultraschallenergie
subtrahiert wird, um die Eigenschwingung der Klinge (11) zu ermitteln.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass Sensoren (72, 73) vorgesehen sind, mittels denen die Temperatur der Klinge (11) oder
der Kopplungselemente (15A, 15B) gemessen wird und das bei Überschreiten einer festgelegten
Maximaltemperatur die zugeführte Ultraschall-Leistung reduziert wird.
13. Schneidevorrichtung (1) geeignet zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche
1-13 mit wenigstens einem Schneidewerkzeug in Form einer verschiebbaren oder rotierbaren
Klinge (11), die mit einer Antriebsvorrichtung (12) verbunden ist und der über wenigstens
einen Energiewandler (13) und ein Kopplungselement (15) Ultraschallenergie von einer
Ultraschalleinheit (4) zuführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (6) vorgesehen ist, mittels der die Ultraschalleinheit (4) während
des Schneidens des Prozessguts derart steuerbar ist, dass die Frequenz der über nur
ein Kopplungselement (15) zugeführten Ultraschallenergie zwischen wenigstens einer
ersten und einer zweiten Arbeitsfrequenz (fla, f1b) umtastbar ist oder dass die Ultraschallenergie
der Klinge (11) über ein erstes Kopplungselement (15A) mit einer ersten Arbeitsfrequenz
(f1) und über ein zweites Kopplungselement (15B) mit einer zweiten Arbeitsfrequenz
(f2) zuführbar ist, die fest sind oder zwischen wenigstens zwei Arbeitsfrequenzen
(f1, f2 bzw. f1a, f1b; f2a, f2b) umtastbar ist.
14. Schneidevorrichtung (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Sensor (71, 72) und ein Wandler (41) vorgesehen sind, mittels denen
Ultraschallenergie an der Klinge (11) abtastbar, wandelbar und zur Steuereinheit (6)
übertragbar sind, in der ein Signalverarbeitungsmodul (60) vorgesehen ist, mittels
dessen die von der Klinge (11) stammenden Signale auswertbar und entsprechende Messresultate
bildbar sind und dass ein Steuermodul (600) vorgesehen ist, mittels dessen die Ultraschalleinheit
(4) entsprechend den gewonnenen Messeresultaten steuerbar ist, um diese zu optimieren.
15. Schneidevorrichtung (1) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Temperatursensor (72, 73) vorgesehen ist, der direkt oder indirekt
mit der Klinge (11) mechanisch gekoppelt ist und der mit der Steuereinheit (6) gekoppelt
ist, welche zur Überwachung der Temperatur der Klinge (11) oder des Kopplungselements
(15A, 15B) sowie zur Steuerung der Ultraschalleinheit (4) geeignet ist, so dass bei
erhöhten Temperaturen die Ultraschallleistung reduziert und/oder ein Alarmsignal abgegeben
werden kann.
1. Method for operating a cutting device (1), which is designed for cutting a process
material, particularly foodstuff (8) and which comprises at least one cutting tool
in the embodiment of a blade (11), which is driven by a drive device (12) and to which
ultrasonic energy is supplied from an ultrasound unit (4) via at least one energy
converter (13) and a coupling element (15), characterised in that a control unit (6) is provided, which controls the ultrasound unit (4) during cutting
of the process material in such a way, that the frequency of the ultrasonic energy,
which is supplied to the blade (11) via only one coupling element (15), is keyed between
at least a first and a second operating frequency (fla, f1b) or that the ultrasonic
energy is supplied to the blade (11) via a first coupling element (15A) with a first
operating frequency (f1) and via a second coupling element (15B) with a second operating
frequency (f2), which first and second frequencies are fixed or keyed between at least
two operating frequencies (f1, f2 or f1a, f1b; f2a, f2b).
2. Method according to claim 1, characterised in that the oscillation amplitudes of the blade (11) are measured before or during processing
the process material (8) for a plurality of test frequencies or operating frequencies
and that one or a plurality of frequencies are determined, at which an absolute or
relative maximum value of the oscillation amplitude occurs.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the operating frequencies (fla, f1b or f1, f2) are selected and keyed in such a way,
that the resulting nodes (swk) do not overlap.
4. Method according to claim 1, 2 or 3,
characterised in
a) that the first and the second operating frequency (fla, f1b or f1, f2) are located preferably
in an equal frequency distance below and above a determined frequency, at which the
maximum value of the oscillation amplitude occurs, or
b) that one of the operating frequencies (fla) is located at the frequency, at which a maximum
value of the oscillation amplitude occurs,
c) wherein the distance between the operating frequencies (fla, f1b or f1, f2) is
selected in a range of preferably 5 Hz to 10 kHz.
5. Method according to one of the claims 1 - 4, characterised in that keying between the first and the second operating frequency (fla, f1b or f1, f2)
is done with a keying frequency that is located preferably in a range of 2 Hz to 500
Hz and/or that keying between the first and the second operating frequency (fla, f1b
or f1, f2) is done symmetrically or asymmetrically in time.
6. Method according to one of the claims 1 - 5, characterised in that the blade (11) is connected directly or via one of the coupling elements (15A, 15B)
to a sensor (71), preferably a converter element (132), with which oscillations of
the blade (11) are sensed, converted and forwarded as electrical signals to the control
unit (6) and are evaluated there.
7. Method according to claim 6, characterised in that during an interval one or a plurality of test frequencies (f1, f2, f3) are applied
to the blade (11), whereafter the resulting oscillations are sensed, converted, optionally
processed by applying a Fourier-transformation and are evaluated.
8. Method according to claim 7, characterised in that the receipt of ultrasonic energy from the blade (11) is done during intervals, in
which no ultrasound oscillation is applied to the blade (11).
9. Method according to claim 6, 7 or 8, characterised in that the amplitude or the duration of the decay of the oscillations of the test frequencies
is determined, whereafter the test frequencies are used as operating frequencies (fla,
f1b or f1, f2), for which the higher amplitudes or a slower decay of the oscillations
had been registered.
10. Method according to one of the claims 6-9, characterised in that measurements are made continuously or in time distances and the operating frequencies
(f1, f2 or f1a, f1b; f2a, f2b) are optimised, while the blade (11) is guided through
the process material (8).
11. Method according to claim 8 or 9, characterised in that ultrasonic energy is supplied continuously to the blade (11) and that a corresponding
share of the supplied ultrasonic energy is subtracted from the received ultrasonic
energy, in order to determine the self-oscillation of the blade (11).
12. Method according to one of the claims 9 - 11, characterised in that sensors (72, 73) are provided, with which the temperature of the blade (11) or of
the coupling elements (15A, 15B) is measured and that the supplied ultrasonic energy
is reduced when a predetermined maximum temperature is exceeded.
13. Cutting device (1) designed for the application of the method according to one of
the claims 1-12 with at least one cutting tool in the embodiment of a movable or rotatable
blade (11) that is connected with a drive device (12) and to which ultrasonic energy
can be supplied from a ultrasound unit (4) via at least one energy converter (13)
and a coupling element (15), characterised in that a control unit (6) is provided, with which the ultrasound unit (4) is controllable
during cutting of the process material in such a way, that the frequency of the ultrasonic
energy, which is supplied to the blade (11) via only one coupling element (15), can
be keyed between at least a first and a second operating frequency (fla, f1b) or that
the ultrasonic energy is supplied to the blade (11) via a first coupling element (15A)
with a first operating frequency (f1) and via a second coupling element (15B) with
a second operating frequency (f2), which first and second frequencies are fixed or
keyed between at least two operating frequencies (f1, f2 or f1a, f1b; f2a, f2b).
14. Cutting device (1) according to claim 13, characterised in that at least one sensor (71, 72) and one converter (41) are provided, with which ultrasonic
energy can be sensed at the blade (11), can be converted and transferred to the control
unit (6), in which a signal processing module (60) is provided, with which signals
derived from the blade (11) can be evaluated and corresponding measurement results
can be gathered and that a control module (600) is provided, with which the ultrasound
unit (4) is controllable according to the gathered measurement results, in order to
further optimise the measurement results.
15. Cutting device (1) according to claim 13 or 14, characterised in that at least one temperature sensor (72, 73) is provided, which is mechanically coupled,
directly or indirectly, with the blade (11) and that is connected to the control unit
(6), which is designed for observing the temperature of the blade (11) or of the coupling
element (15A, 15B) as well as for controlling the ultrasound unit (4), so that at
high temperatures the ultrasound power is reduced and/or or an alarm signal is provided.
1. Procédé pour faire fonctionner un dispositif de coupe (1), prévu pour couper un produit
traité, en particulier un produit alimentaire (8), et qui présente au moins un outil
de coupe en forme de lame (11), qui est entraîné par un dispositif d'entraînement
(12) et à qui est fourni de l'énergie à ultrasons d'une unité à ultrasons (4) par
au moins un convertisseur d'énergie (13) et un élément d'accouplement (15), caractérisé en ce qu'une unité de contrôle (6) est prévue, qui contrôle l'unité à ultrasons (4) pendant
le coupage du produit traité de manière à ce que la fréquence de l'énergie à ultrasons
fournie par l'au moins un élément d'accouplement (15) à la lame (11) est changée entre
au moins une première et une deuxième fréquence de travail (f1a, f1b) ou que l'énergie
à ultrasons est fournie à la lame (11) par un premier élément d'accouplement (15A)
avec une première fréquence de travail (f1) et par un deuxième élément d'accouplement
(15B) à une deuxième fréquence de travail (f2), les fréquences de travail (f1, f2)
étant fixées ou changeables entre au moins deux fréquences de travail (f1a, f1b; f2a,
f2b).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les amplitudes d'oscillations de la lame (11) avant et pendant le traitement du produit
traité (8) sont mesurées pour plusieurs fréquences de test ou fréquences de travail
et une ou plusieurs fréquences sont déterminées, auxquelles une valeur maximale absolue
ou relative de l'amplitude oscillation se produit.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les fréquences de travail (f1a, f1b resp. f1, f2) sont choisies et changées de manière
à ce que les noeuds d'oscillations (swk) résultants ne se superposent pas.
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que
a) la première et la deuxième fréquence de travail (f1a, f1b resp. f1, f2) ont de
préférence la même distance de fréquence en bas et en haut de la fréquence déterminée,
à laquelle une valeur maximale de l'amplitude d'oscillation se produit, ou
b) la fréquence de travail (f1a) est localisée à la fréquence, à laquelle une valeur
maximale de l'amplitude d'oscillation se produit,
c) la distance entre les fréquence de travail (f1a, f1b resp. f1, f2) étant de préférence
choisie dans une intervalle de 5 Hz à 10 kHz.
5. Procédé selon une des revendications 1 - 4, caractérisé en ce que le changement entre la première et la deuxième fréquence de travail (f1a, f1b resp.
f1, f2) se fait à une fréquence de changement, qui est de préférence dans une intervalle
entre 2 Hz et 500 Hz, et/ou que le changement entre la première et la deuxième fréquence
de travail (f1a, f1b resp. f1, f2) est faite de manière symétrique ou asymétrique
par rapport au temps.
6. Procédé selon une des revendications 1 - 5, caractérisé en ce que la lame (11) est connecté directement ou par un des éléments d'accouplement (15A,
15B) à un capteur (71), de préférence un transducteur (132), à travers lequel les
oscillations de la lame (11) sont captées, transformées et transmises en forme de
signaux électriques à l'unité de contrôle (6) et évaluées par celle-ci.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que des signaux de test d'une ou plusieurs fréquences de test (f1, f2, f3) sont appliquées
à la lame (11) pendant une intervalle, après quoi l'oscillation résultante est déterminée,
transformée et éventuellement traitée par une transformation de Fourier et analysée.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la réception d'énergie à ultrasons par la lame (11) se produit en intervalles, pendant
lesquels aucune oscillation à ultrason est transmis à la lame (11).
9. Procédé selon la revendication 6, 7 ou 8, caractérisé en ce que l'amplitude et le temps d'amortissement de l'oscillation à la fréquence de test est
déterminé, après quoi les fréquences de test, pour lesquels des amplitudes plus hautes
ou un amortissement plus lent des oscillations ont été déterminé, sont utilisées comme
fréquences de travail (f1a, f1b resp. f1, f2).
10. Procédé selon une des revendications 6-9, caractérisé en ce que la fréquence de travail (f1, f2 resp. f1a, f1b; f2a, f2b) est optimisé par des mesures
continues ou espacées, pendant que la lame (11) traverse le produit traité (8).
11. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que de l'énergie à ultrasons est fourni de manière continue à la lame (11) et qu'une
partie de l'énergie à ultrasons transmise correspondante est soustraite de l'énergie
à ultrasons reçue pour déterminer la fréquence de résonance de la lame (11).
12. Procédé selon une des revendications 9 - 11, caractérisé en ce que des capteurs (72, 73) sont prévus, par lesquels la température de la lame (11) ou
des éléments d'accouplement (15A, 15B) est mesurée et que la puissance à ultrasons
fournie est réduite lors du dépassement d'une température maximale prédéfinie.
13. Dispositif de coupe (1) adapté à la mise en oeuvre du procédé selon une des revendications
1-13 avec au moins un outil de coupe en forme d'une lame (11) rotative ou coulissable,
qui est connecté à un dispositif d'entraînement (12) et à qui de l'énergie à ultrasons
d'une unité à ultrasons (4) est transmissible par au moins un convertisseur d'énergie
(13) et un élément d'accouplement, caractérisé en ce que une unité de contrôle (6) est prévue, par laquelle l'unité à ultrasons (4) est contrôlable
pendant le coupage du produit traité de manière à ce que la die la fréquence de l'énergie
à ultrasons fournie par l'au moins un élément d'accouplement (15) à la lame (11) est
changée entre au moins une première et une deuxième fréquence de travail (f1a, f1b)
ou que l'énergie à ultrasons est fournie à la lame (11) par un premier élément d'accouplement
(15A) avec une première fréquence de travail (f1) et par un deuxième élément d'accouplement
(15B) à une deuxième fréquence de travail (f2), les fréquences de travail (f1, f2)
étant fixées ou changeables entre au moins deux fréquences de travail (f1a, f1b; f2a,
f2b).
14. Dispositif de coupe (1) selon la revendication 13, caractérisé en ce qu'au moins un capteur (71, 72) et un transducteur (41) sont prévus, par lesquels l'énergie
à ultrasons à la lame (11) est détectable, transformable et transmissible à l'unité
de contrôle (6), dans laquelle un module de traitement du signal (60) est prévu, par
lequel les signaux venant de la lame (11) peuvent être analysé et des résultats correspondants
être affiché et qu'un module de contrôle (600) est prévu, par lequel l'unité à ultrasons
(4) est contrôlable correspondant aux résultats de mesure déterminés pour optimiser
ceux-ci.
15. Dispositif de coupe (1) selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce qu'au moins un capteur de température (72, 73) est prévu, qui est couplé mécaniquement
de manière directe ou indirecte à la lame (11) et qui est couplé à l'unité de contrôle
(6), qui est adapté à surveiller la température de la lame (11) ou de l'élément d'accouplement
(15A, 15B) ainsi qu'au contrôle de l'unité à ultrasons (4), tel que lors de températures
surélevés la puissance à ultrasons peut être réduite et/ou un signal d'alarme est
donné.