[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydraulisch angetriebene Membranpumpe. Solche
Membranpumpen besitzen einen Förderraum, sowohl einen Sauganschluss als auch einen
Druckanschluss, welche beide mit dem Förderraum verbunden sind, einen Arbeitsraum,
welcher mit einem Hydraulikfluid befüllt ist, eine Einrichtung zum Beaufschlagen des
Hydraulikfluids mit einem oszillierenden Druck p
1, eine Membran, welche den Förderraum und den Arbeitsraum voneinander trennt und zwischen
einer Druckhubposition und einer Saughubposition hin- und herbewegbar ist, wobei das
Volumen des Förderraums in der Druckhubposition der Membran kleiner ist als in der
Saughubposition der Membran, einen Vorratsraum zur Aufnahme des Hydraulikfluids mit
dem Druck p
2, wobei Vorratsraum und Arbeitsraum über ein Ventil mit einem Verschlussteil miteinander
verbunden sind.
[0002] Im Betrieb sind Sauganschluss und Druckanschluss jeweils über Rückschlagventile mit
einer Saugleitung bzw. einer Druckleitung verbunden.
[0003] Die Membran kann federnd in Richtung der Saughubposition vorgespannt sein. Die Membran
wird eine Position einnehmen, in der die auf die Membran wirkenden Kräfte, d.h. die
von dem Fluiddruck im Förderraum und gegebenenfalls durch die federnde Vorspannung
in Richtung Saughubposition aufgebrachte Kraft einerseits und die von dem Fluiddruck
im Arbeitsraum in Richtung Druckhubposition aufgebrachte Kraft andererseits, sich
gegenseitig aufheben.
[0004] Wird daher der Fluiddruck im Arbeitsraum reduziert und wird dadurch kleiner als der
Druck im Förderraum, führt dies zu einer Bewegung der Membran in Richtung Saughubposition.
Durch die damit verbundene Vergrößerung des Förderraumvolumens nimmt auch der Druck
im Förderraum ab. Unterschreitet der Fluiddruck im Förderraum einen durch den Druck
in der Saugleitung (meist Umgebungsdruck) und dem Rückschlagventil vorgegebenen Wert,
öffnet das Rückschlagventil an der Saugleitung und Förderfluid wird aus der Saugleitung
über den Sauganschluss in den Förderraum gesaugt.
[0005] Erhöht sich andererseits der Druck im Arbeitsraum, so wird die Membran von der Saughubposition
in Richtung der Druckhubposition bewegt, wodurch der Druck im Förderraum erhöht wird
und das im Förderraum befindliche Förderfluid wird über den Druckanschluss in die
Druckleitung gepresst. Die Beaufschlagung des Hydraulikfluids mit einem oszillierenden
Druck führt somit zu einer oszillierenden Bewegung der Membran und damit verbunden
zu einem oszillierenden Pumpvorgang des Förderfluids aus der Saugleitung in die Druckleitung.
[0006] Solche hydraulisch angetriebenen Membranpumpen kommen insbesondere bei der Förderung
von Förderfluid unter sehr hohen Drücken zum Einsatz, da durch das Hydraulikfluid
die Membran gleichmäßig belastet wird und eine höhere Lebensdauer aufweist.
[0007] Die Beaufschlagung des Hydraulikfluids mit einem oszillierenden Druck erfolgt in
der Regel mit Hilfe eines sich bewegenden Kolbens. Selbst bei bester Verarbeitung
der einzelnen beweglichen Teilen kann es dennoch zu einem Umströmen des Kolbens mit
Hydraulikfluid kommen, sodass die Fluidmenge im Arbeitsraum von der optimalen Menge
abweicht, was bedeutet, dass die Membran entweder über die Druckhubposition hinausbewegt
wird, was zu einer Perforierung bzw. Zerstörung der Membran führen kann, oder die
Membran die Druckhubposition nicht mehr erreicht, wodurch das Fördervolumen pro Hub
reduziert wird. Beides ist unerwünscht.
[0008] In der
EP 0 547 404 ist eine hydraulisch angetriebene Membranpumpe beschrieben. Bei dieser Pumpe ist
der Arbeitsraum über ein Leckergänzungsventil mit dem Vorratsraum verbunden. Wenn
der Druck im Arbeitsraum unter einen vorgegebenen Hydraulikdruck fällt, öffnet sich
das Leckergänzungsventil und Hydraulikfluid kann aus dem Arbeitsraum in den Vorratsraum
nachströmen. Darüber hinaus ist die Membran bei der
EP 0 547 404 mit einem Steuerschieber verbunden, der für den Fall, dass sich die Membran über
die Druckhubposition hinaus weg von der Saughubposition bewegt, mit einem Ventilglied
verbunden ist, welches die hydraulische Verbindung von dem Teil des Arbeitsraumes,
in dem der den oszillierende Druck erzeugende Kolben angeordnet ist, und dem Teil
des Arbeitsraumes, in dem die Membran angeordnet ist, unterbricht.
[0009] Dieser Aufbau ist jedoch relativ kompliziert und ist zudem fehleranfällig, wenn aufgrund
der Ausbildung des Ventilelementes eine hydraulikdichte Abtrennung des Kolbens vom
Membranarbeitsraum nicht sichergestellt ist. Zudem muss im dem Teil des Arbeitsraumes,
in dem der Kolben angeordnet ist, ein zusätzliches Überdruckventil vorgesehen werden,
das ein Entweichen des Hydraulikfluids im Falle des Verschließens der Verbindung zum
Membranarbeitsraum mit dem Ventilglied ermöglicht.
[0010] Eine Membranpumpe mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 ist aus Dokument
JP H03 149371 A bekannt.
[0011] Ausgehend von dem beschriebenen Stand der Technik ist es daher Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Membranpumpe der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen,
die einfach aufgebaut ist und zuverlässig dafür sorgt, dass sich die Membran nicht
zu weit über die Druckhubposition hinaus bewegen kann.
[0012] Erfindungsgemäß wird dies dadurch gelöst, dass die Membran mit dem Verschlussteil
derart gekoppelt ist, dass bei einer Bewegung der Membran von der Druckhubposition
in eine Position, die weiter von der Saughubposition entfernt ist, das Ventil geöffnet
wird.
[0013] Sollte daher, weil beispielsweise zu viel Hydraulikfluid im Arbeitsraum ist, sich
die Membran über die Druckhubposition hinaus bewegen, so führt die Kopplung der Membran
mit dem Verschlusselement zu einer Ventilöffnung und Hydraulikfluid kann aus dem Arbeitsraum
in den Vorratsraum entweichen, was zu einer deutlichen Reduzierung des Druckes im
Arbeitsraum führt und daher eine weitere Bewegung der Membran über die Druckhubposition
verhindert. Stattdessen wird aufgrund des Absinkens des Druckes im Arbeitsraum die
Membran sich wieder in Richtung der Druckhubposition zurückbewegen, wodurch aufgrund
der Kopplung der Membran mit dem Verschlussteil das Ventil wieder geschlossen wird.
[0014] Durch diese Maßnahme ist sichergestellt, dass eine Bewegung der Membran deutlich
über die Druckhubposition hinaus in eine Position, die weiter von der Saughubposition
entfernt ist, zuverlässig verhindert wird.
[0015] Beispielsweise kann eine Zugstange, welche an der Membran befestigt ist, vorgesehen
sein, wobei das Verschlussteil mit der Zugstange verbunden ist.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Verschlussteil beweglich
mit der Zugstange befestigt ist, sodass das Verschlussteil relativ zur Zugstange zwischen
zwei Positionen hin- und herbewegt werden kann, die derart ausgelegt sind, dass in
der Druckhubposition der Membran, wenn das Verschlussteil in der ersten Position ist,
das Ventil geschlossen ist und, wenn das Verschlussteil in der zweiten Position ist,
das Ventil geöffnet ist.
[0017] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Verschlussteil federnd in die
erste Position vorgespannt.
[0018] Durch diese Maßnahme kann somit die Membran eine gewisse Bewegung durchführen, ohne
dass das Verschlussteil das Ventil öffnet. Erst wenn die Membran in eine Position
gerät, die weiter von der Saughubposition entfernt ist als die Druckhubposition, wird
das Verschlussteil aufgrund der mechanischen Verbindung mit der Membran aus dem Ventilsitz
herausbewegt, so dass das Ventil geöffnet wird.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die federnde Vorspannung des Verschlussteiles
derart dimensioniert, dass, wenn für die Druckdifferenz zwischen dem Druck im Vorratsraum
und dem Druck im Arbeitsraum gilt:
p2 - p1 >
a, wobei a ein vorbestimmter Druck ist, das Verschlussteil von der ersten Position
in Richtung der zweiten Position bewegt wird und das Ventil geöffnet wird. Dabei wird
a durch die Wahl der Federkonstanten der federnden Vorspannung bestimmt.
[0020] Durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass bei Fluidverlust im Arbeitsraum Fluid
aus dem Vorratsraum nachgefüllt werden kann, sobald der Druck im Arbeitsraum unter
einen vorbestimmten Wert fällt.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Membran in Richtung des Saughubes
federnd vorgespannt, wobei dies vorzugsweise durch eine federnd vorgespannte Zugstange
bewirkt ist.
[0022] Durch diese Maßnahme ist die Rückbewegung der Membran von der Druckhubposition in
die Saughubposition auch dann gewährleistet, wenn in dem Förderraum kein oder ein
zu geringer Förderfluiddruck anliegt. In den meisten Anwendungsfällen muss die Pumpe
am Sauganschluss Förderfluid ansaugen, so dass dann der Förderfluiddruck im Förderraum
abfällt und die Vorspannung benötigt wird, um die Membran in Richtung Saughub zu bewegen.
[0023] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Arbeitsraum
in einem Gehäuse angeordnet ist, wobei das Gehäuse ein Wandelement mit einem Durchgang
zum Vorratsraum und einen Ventilsitz aufweist, wobei vorzugsweise das Wandelement
in einer Öffnung des Gehäuses beweglich angeordnet ist.
[0024] Mit anderen Worten kann das Ventil auch ohne Bewegung des Verschlussteils geöffnet
werden in dem das Wandelement und damit der Ventilsitz relativ zum Verschlussteil
bewegt wird.
[0025] Durch die bewegliche Anordnung des Wandelementes und damit des Ventilsitzes kann
das zusätzliche Vorsehen eines Überdruckventils vermieden werden. Sollte der Druck
im Arbeitsraum zu stark ansteigen, wird dies zu einer Bewegung des Wandelementes und
damit des Ventilsitzes in der Öffnung führen, was zur Folge hat, dass das Verschlussteil
aus dem Ventilsitz bewegt wird und damit das Ventil geöffnet wird, sodass sich der
Druck im Arbeitsraum durch die Verbindung zum Vorratsraum wieder erniedrigt.
[0026] Vorzugsweise ist das Wandelement federnd in Richtung der Gehäuseöffnung vorgespannt,
wobei vorzugsweise in der Öffnung ein Anschlagselement angeordnet ist, gegen welches
das Wandelement federnd vorgespannt ist.
[0027] Dabei ist die federnde Vorspannung des Wandelementes mit Vorteil derart dimensioniert,
dass, wenn für die Druckdifferenz zwischen dem Druck im Arbeitsraum und dem Druck
im Vorratsraum gilt:
p1 - p2 >
b, wobei b ein vorbestimmter Druck ist, das Wandelement sich von dem Verschlussteil
wegbewegt und sich dadurch das Ventil öffnet.
[0028] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
werden deutlich anhand der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform.
Es zeigen:
Figur 1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Ausführungsposition
einer Membranpumpe in der Druckhubposition,
Figur 2 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Ausführungsposition
einer Membranpumpe in der Saughubposition,
Figur 3 eine schematische Darstellung für den Fall, dass zu viel Hydraulikfluid im
Arbeitsraum ist,
Figur 4 eine schematische Darstellung für den Fall, dass zu wenig Hydraulikfluid im
Arbeitsraum ist, und
Figur 5 eine schematische Darstellung zur Verdeutlichung der Überdruckfunktion.
[0029] In Figur 1 ist eine schematische Darstellung eines Teils einer Membranpumpe gezeigt.
Die erfindungsgemäße Membranpumpe weist einen Förderraum (nicht gezeigt), einen mit
dem Förderraum verbundenen Sauganschluss (nicht gezeigt) und einem Druckanschluss
(nicht gezeigt) auf. Ein Arbeitsraum 7 ist mit einem Hydraulikfluid befüllt. Das Hydraulikfluid
kann über den Kanal 12 mit einem oszillierenden Druck p
1 beaufschlagt werden.
[0030] Des Weiteren ist eine Membran (nicht gezeigt) vorgesehen, welche den Förderraum und
den Arbeitsraum 7 voneinander trennt. Die Membran ist zwischen dem Förderraumgehäuse
(nicht gezeigt) und dem Bauteil 3 eingeklemmt. Diese Membran wird mittels des Kopfes
2 einer Zugstange 1 in ihrer Position gehalten. Der Förderraum befindet sich dann
in der Figur 1 links von dem Kopf 2 der Zugstange 1.
[0031] In Figur 1 ist die Zugstange 1 in ihrer Druckhubposition gezeigt, d.h., dass dies
die Position ist, welche die Zugstange 1 und damit die Membran am Ende des Druckhubes
einnehmen sollte. Diese Position wird normalerweise erreicht, indem der Druck p
1 im Arbeitsraum 7 erhöht wird, sodass das unter Druck stehende Fluid über die Kanäle
18 Druck auf die mit dem Kopf 2 der Zugstange 1 verbundenen Membran ausübt und diese
in Richtung des Förderraumes, d.h. nach links in Figur 1, drückt.
[0032] Die Zugstange 1 und damit die über den Kopf 2 mit der Zugstange 1 verbundene Membran
ist mit Hilfe der Feder 4, welche sich einerseits am Bauteil 3 und andererseits an
einer kragenförmigen Erweiterung der Zugstange 1 abstützt, federnd in Richtung des
Saughubes, d.h. in der Figur 1 nach rechts, vorgespannt. Sinkt daher der Druck p
1 im Arbeitsraum 7 ab, so sorgt die Feder 4 dafür, dass die Zugstange 1 und damit die
Membran in Richtung Saughub bewegt wird, wodurch das Volumen im Förderraum vergrößert
wird. Die entsprechende Saughubposition ist in Figur 2 dargestellt. In dieser Position
liegt die Membran (nicht gezeigt) an den konischen Flächen des Bauteils 3 an.
[0033] Durch den oszillierenden Druck, der über den Kanal 12 an den Arbeitsraum 7 weitergegeben
wird, bewegt sich die Zugstange 2 abwechselnd entgegen der Federkraft der Feder 4
in Richtung der Druckhubposition (in Figur 1 dargestellt) und aufgrund der Federkraft
der Feder 4 in Richtung der Saughubposition (in Figur 2 dargestellt).
[0034] Eine optimale Funktion der Membranpumpe ist nur dann gewährleistet, wenn die richtige
Menge an Hydraulikfluid im Arbeitsraum 7 vorhanden ist, da nur dann die Membran und
damit die Zugstange 2 die gewünschte Bewegung vollständig durchführen.
[0035] Die Zugstange 2 ist mit einem Verschlussteil 5 verbunden, welches mit einem in dem
Wandelement 9 eingebrachten Ventilsitz zusammenarbeitet. Das Wandelement 9 weist eine
Verbindung 17 auf, über welche der Arbeitsraum 7 mit einem Vorratsraum 8, in dem Hydraulikfluid
mit dem Druck p
2 (dies ist im Wesentlichen der Umgebungsdruck) befüllt ist.
[0036] In der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Druckhubposition und Saughubposition ist
während des ordnungsgemäßen Betriebes der Pumpe das Verschlusselement 5 im Ventilsitz
des Wandelementes 9 positioniert, sodass die Verbindung 17 zwischen Arbeitsraum 7
und Vorratsraum 8 verschlossen ist. Um dies zu gewährleisten ist das Verschlusselement
6 beweglich innerhalb der Zugstange 1 angeordnet. Die Zugstange weist dafür entsprechende
Langlöcher 15 auf, in die ein Zapfen 14, welcher am Verschlusselement 6 befestigt
ist, eingreift. Durch diese Konstruktion kann das Verschlusselement 6 relativ zur
Zugstange 1 in Längsrichtung zwischen zwei Positionen hin- und herbewegt werden. Diese
Positionen sind so ausgewählt, dass bei einer Bewegung zwischen Druckhub und Saughub,
d.h. bei einer Bewegung zwischen den beiden in den Figuren 1 und 2 gezeigten üblichen
Extrempositionen, das Verschlusselement 5 die Verbindung 17 zwischen Arbeitsraum 7
und Vorratsraum 8 geschlossen halten kann. Um dies sicher zu gewährleisten, ist zusätzlich
eine Feder 6 vorgesehen, welche das Verschlusselement in Richtung des Wandelementes
9, d.h. in Richtung Ventilsitz drückt. Die Feder 6 stützt sich hierzu an der Zugstange
1 ab.
[0037] Aufgrund immer vorhandener Lecks kann es jedoch passieren, dass sich zu viel Hydraulikfluid
im Arbeitsraum 7 befindet. Dies hat zur Folge, dass sich die Membran über die in Figur
1 gezeigte Druckhubposition weiter von der in Figur 2 gezeigten Saughubposition wegbewegt.
Dies ist nicht gewünscht, da es zu einer Beschädigung oder sogar Zerstörung der Membran
führen kann.
[0038] Bei der gezeigten Ausführungsform führt eine Bewegung der Membran über die Druckhubposition
hinaus zu der in Figur 3 gezeigten Situation. Da sich die Membran und damit die Zugstange
1 zu weit nach links bewegt hat, führt die gezeigte Konstruktion dazu, dass der mit
dem Verschlusselement verbundene Zapfen 14 im Langloch 15 an einer Seite an den Anschlag
kommt und aufgrund der Bewegung der Membran nach links das Verschlusselement 5 aus
dem Ventilsitz im Wandelement 9 gehoben wird. Durch diese Maßnahme wird die Verbindung
17 zwischen dem Arbeitsraum 7 und dem Vorratsraum 8 geöffnet und es kann Fluid aus
dem Arbeitsraum 7 in den Vorratsraum 8 austreten. Dies geschieht so lange, bis der
Druck p
1 wieder abgesunken ist, d.h. bis die überschüssige Fluidmenge über die Verbindung
17 in den Vorratsraum abgeflossen ist, sodass die Feder 4 wieder in der Lage ist,
die Membran zurück in die Druckhubposition zu bewegen.
[0039] Grundsätzlich kann auch der Fall auftreten, dass zu wenig Hydraulikfluid im Arbeitsraum
7 enthalten ist. Dies führt dann dazu, dass die Pumpe die in Figur 1 gezeigte Druckhubposition
nicht mehr erreichen kann und daher je Pumphub nicht mehr die vorgesehene Menge befördert
werden kann. Zu wenig Hydraulikfluid im Arbeitsraum 7 führt überdies dazu, dass zumindest
am Ende des Saughubes, d.h. im Wesentlichen in der in Figur 2 gezeigten Saughubposition
der Druck p
1 im Arbeitsraum stark abfällt. Ein solcher Druckabfall hat zwar keine negativen Auswirkungen
auf den Pumpbetrieb kann aber verwendet werden, um für eine Leckergänzung zu sorgen.
[0040] Wie in Figur 4 zu erkennen ist, führt ein Absinken des Druckes p
1 unter einen vorbestimmten Wert jedoch dazu, dass der im Vorratsraum 8 herrschende
Fluiddruck p
2 in der Lage ist, das Schließelement 5 gegen die Kraft der Feder 6 aus dem Ventilsitz
zu heben, sodass auch in dieser Situation die Verbindung 17 zwischen Arbeitsraum 7
und Vorratsraum 8 geöffnet wird und so lange Fluid aus dem Vorratsraum 8 in den Arbeitsraum
7 strömt, bis dort der Druck wieder ansteigt und die Feder 6 dafür sorgt, dass das
Schließelement 5 die Verbindung 17 wieder versperrt.
[0041] Schließlich kann es bei den beschriebenen Membranpumpen passieren, dass aus irgendeinem
Grund der Druck auf der Druckleitung stark zunimmt, sodass es nicht mehr gelingt,
mit dem oszillierenden Druck p
1 im Arbeitsraum 7 die Membran bis zur in Figur 1 gezeigten Druckhubposition zu bewegen.
Stattdessen steigt der Druck p
1 im Arbeitsraum 7 stark an, was ebenfalls zu einer Beschädigung der Membran führen
kann. Aus diesem Grund ist in der gezeigten Ausführungsform vorgesehen, dass das Wandelement
9, in dem der Durchgang 17 samt Ventilsitz eingearbeitet sind, in einer Öffnung im
Gehäuse 11 des Arbeitsraums 7 bewegt werden kann. Eine Feder 10, welche sich einerseits
am Vorratsraumgehäuse 13 und andererseits an dem Wandelement 9 abstützt, sorgt dafür,
dass das Wandelement 9 in die Öffnung des Arbeitsraumgehäuses 11 hinein in Richtung
eines Anschlages 16 gedrückt wird. Wird nun jedoch eine Situation erreicht, in der
der Druck p
1 im Arbeitsraum 7 einen vorbestimmten Wert überschreitet, obgleich die Druckhubposition
noch gar nicht erreicht worden ist, so führt dies dazu, dass das Wandelement 9 entgegen
der Kraft der Feder 10 von dem Anschlag 16 wegbewegt wird und dadurch das Verschlusselement
5 außer Eingriff mit dem Ventilsitz gerät und die Verbindung 17 zwischen Arbeitsraum
7 und Vorratsraum 8 geöffnet wird, wodurch der Überdruck p
1 im Arbeitsraum entlastet werden kann. Dadurch bewegt sich die Membran in ihre in
Figur 2 gezeigte Saughubposition. Da die Membran in dieser Position an den konischen
Flächen des Elementes 3 anliegt, ist die Membran geschützt.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Zugstange
- 2
- Kopf
- 3
- Bauteil
- 4
- Feder
- 5
- Verschlusselement
- 6
- Feder
- 7
- Arbeitsraum
- 8
- Vorratsraum
- 9
- Wandelement
- 10
- Feder
- 11
- Gehäuse
- 12
- Kanal
- 13
- Vorratsraumgehäuse
- 14
- Zapfen
- 15
- Langloch
- 16
- Anschlag
- 17
- Verbindung
- 18
- Kanäle
1. Membranpumpe mit
einem Förderraum,
einem Sauganschluss und einem Druckanschluss, welche beide mit dem Förderraum verbunden
sind,
einem Arbeitsraum (7), welcher mit einem Hydraulikfluid befüllt ist,
einer Einrichtung zum Beaufschlagen des Hydraulikfluids mit einem oszillierendem Druck
p1,
einer Membran, welche den Förderraum und den Arbeitsraum (7) voneinander trennt und
zwischen einer Druckhubposition und einer Saughubposition hin- und her bewegbar ist,
wobei das Volumen des Förderraums in der Druckhubposition der Membran kleiner ist
als in der Saughubposition der Membran,
einem Vorratsraum (8) zur Aufnahme von Hydraulikfluid mit dem Druck p2,
wobei Vorratsraum (8) und Arbeitsraum (7) über ein Ventil mit einem Verschlussteil
(5) miteinander verbunden sind,
wobei die Membran mit dem Verschlussteil (5) in der Art gekoppelt ist, dass bei einer
Bewegung der Membran von der Druckhubposition in eine Position, die weiter von der
Saughubposition entfernt ist, das Ventil geöffnet wird, wobei eine Zugstang (1), welche
an der Membran befestigt ist, vorgesehen ist, wobei das Verschlussteil (5) mit der
Zugstange (1) verbunden ist, wobei das Verschlussteil (5) beweglich mit der Zugstang
(1) befestigt ist, so dass das Verschlussteil (5) relativ zur Zugstange (1) zwischen
zwei Positionen hin- und herbewegt werden kann, die derart ausgelegt sind, dass in
der Druckhubposition der Membran,
wenn das Verschlussteil in der ersten Position ist, das Ventil geschlossen ist und
in der zweiten Position des Verschlussteil (5) das Ventil geöffnet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass das Verschlussteil (5) federnd in die erste Position vorgespannt ist, und die federnde
Vorspannung des Verschlussteiles derart dimensioniert ist, dass, wenn für die Druckdifferenz
zwischen dem Druck im Vorratsraum (8) und dem Druck im Arbeitsraum (7) gilt p2 - p1 > a, wobei a ein vorbestimmter Druck ist, das Verschlussteil von der ersten Position
in Richtung der zweiten Position bewegt wird und das Ventil geöffnet wird.
2. Membranpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran in Richtung des Saughubes federnd vorgespannt ist, wobei dies vorzugsweise
durch eine federnd vorgespannte Zugstange (1) bewirkt ist.
3. Membranpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis2, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsraum (7) in einem Gehäus (11) angeordnet ist, wobei das Gehäuse (11) ein
Wandelemen (9) mit einem Ventilsitz aufweist, wobei vorzugsweise das Wandelement (9)
in einer Öffnung des Gehäuses (11) beweglich angeordnet ist.
4. Membranpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Wandelement (9) federnd in Richtung der Gehäuseöffnung vorgespannt ist, wobei
vorzugsweise in der Öffnung ein Anschlagselement (16) angeordnet ist, gegen welchen
das Wandelement (9) federnd vorgespannt ist.
5. Membranpumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Vorspannung des Wandelementes (9) derart dimensioniert ist, dass wenn
für die Druckdifferenz zwischen dem Druck im Arbeitsraum (7) und dem Druck im Vorratsraum
(8) gilt p1 - p2 > b wobei b ein vorbestimmter Druck ist, das Wandelement (9) sich von dem Verschlussteil
(5) wegbewegt und sich dadurch das Ventil öffnet.
1. A diaphragm pump comprising
a conveyor chamber,
a suction connection and a pressure connection which are both connected to the conveyor
chamber,
a working chamber (7) which is filled with a hydraulic fluid,
a device for applying an oscillating pressure p1 to the hydraulic fluid,
a diaphragm which separates the conveyor chamber and the working chamber (7) from
each other and which is reciprocable between a pressure stroke position and a suction
stroke position, wherein the volume of the conveyor chamber in the pressure stroke
position of the diaphragm is smaller than in the suction stroke position of the diaphragm,
a storage chamber (8) for accommodating hydraulic fluid at the pressure p2,
wherein the storage chamber (8) and the working chamber (7) are connected together
by way of a valve having a closing portion (5),
wherein the diaphragm is coupled to the closing portion (5) in such a way that upon
a movement of the diaphragm from the pressure stroke position into a position which
is further away from the suction stroke position the valve is opened, wherein a tie
rod (1) fixed to the diaphragm is provided, wherein the closing portion (5) is connected
to the tie rod (1), wherein the closing portion (5) is moveably fixed to the tie rod
(1) so that the closing portion (5) can be reciprocated relative to the tie rod (1)
between two positions which are such that in the pressure stroke position of the diaphragm
when the closing portion is in the first position the valve is closed and in the second
position of the closing portion (5) the valve is opened, characterised in that the closing portion (5) is resiliently biased into the first position, and the resilient
biasing of the closing portion is of such a magnitude that, when p2 - p1 > a applies for the pressure difference between the pressure in the storage chamber
(8) and the pressure in the working chamber (7), wherein a is a predetermined pressure,
the closing portion is moved from the first position in the direction of the second
position and the valve is opened.
2. A diaphragm pump as set forth in claim 1 characterised in that the diaphragm is resiliently biased in the direction of the suction stroke, wherein
that is preferably caused by a resiliently biased tie rod (1).
3. A diaphragm pump as set forth in one of claims 1 through 2 characterised in that the working chamber (7) is arranged in a housing (11), wherein the housing (11) has
a wall element (9) with a valve seat, wherein preferably the wall element (9) is arranged
moveably in an opening in the housing (11).
4. A diaphragm pump as set forth in claim 3 characterised in that the wall element (9) is resiliently biased in the direction of the housing opening,
wherein preferably arranged in the opening is an abutment element (16) towards which
the wall element (9) is resiliently biased.
5. A diaphragm pump as set forth in claim 4 characterised in that the resilient biasing of the wall element (9) is of such a magnitude that, when p1 -p2 > b applies for the pressure difference between the pressure in the working chamber
(7) and the pressure in the storage chamber (8), wherein b is a predetermined pressure,
the wall element (9) moves away from the closing portion (5) and as a result the valve
opens.
1. Pompe à membrane avec
une chambre de pompage,
un raccord d'aspiration et un raccord de pression qui sont tous les deux reliés à
la chambre de pompage,
une chambre de travail (7) qui est remplie d'un fluide hydraulique, un dispositif
destiné à appliquer au fluide hydraulique une pression oscillante p1,
une membrane qui sépare la chambre de pompage et la chambre de travail l'une de l'autre
et qui est apte à être déplacée dans les deux sens entre une position de course de
refoulement et une position de course d'aspiration,
dans la position de course de refoulement de la membrane, le volume de la chambre
de pompage étant plus petit que dans la position de course d'aspiration de la membrane,
une chambre de stockage (8) destinée à recevoir du fluide hydraulique ayant une pression
p2,
la chambre de stockage (8) et la chambre de travail (7) étant reliées l'une à l'autre
par une valve comprenant un élément de fermeture (5),
la membrane étant accouplée à l'élément de fermeture (5) de façon que, lors d'un mouvement
de la membrane de la position de course de refoulement vers une position qui est plus
éloignée de la position de course d'aspiration, la valve est ouverte, une tige de
traction (1) étant prévue qui est fixée sur la membrane, l'élément de fermeture (5)
étant attaché à la tige de traction (1), l'élément de fermeture (5) étant attaché
à la tige de traction (1) de manière mobile, si bien que l'élément de fermeture (5)
puisse être déplacé par rapport à la tige de traction (1) dans les deux sens entre
deux positions qui sont agencées de manière telle que, dans la position de course
de refoulement de la membrane, lorsque l'élément de fermeture est dans la première
position, la valve est fermée et que la valve est ouverte dans la deuxième position
de l'élément de fermeture (5),
caractérisée en ce que l'élément de fermeture (5) est précontraint de manière résiliente dans la première
position et que la précontrainte résiliente est dimensionnée de façon telle que, lorsque
la différence de pression entre la pression dans la chambre de stockage (8) et la
pression dans la chambre de travail (7) est p2 - p1 > a, a étant une pression prédéterminée, l'élément de fermeture soit déplacé de la
première position en direction de la deuxième position et que la valve soit ouverte.
2. Pompe à membrane selon la revendication 1, caractérisée en ce que la membrane est précontrainte de manière résiliente dans la direction de la course
d'aspiration, ceci étant réalisé de préférence par une tige de traction (1) précontrainte
de manière résiliente.
3. Pompe à membrane selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisée en ce que la chambre de travail (7) est disposée dans un boîtier (11), le boîtier (11) comprenant
un élément de paroi (9) avec un siège de valve, l'élément de paroi (9) étant disposé
de préférence de manière mobile dans une ouverture du boîtier (11).
4. Pompe à membrane selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'élément de paroi (9) est précontraint de manière résiliente dans la direction de
l'ouverture du boîtier, de préférence dans l'ouverture, un élément de butée (16) étant
disposé contre lequel l'élément de paroi (9) est précontraint.
5. Pompe à membrane selon la revendication 4, caractérisée en ce que la précontrainte résiliente de l'élément de paroi (9) est dimensionnée de façon telle
que, lorsque la différence de pression entre la pression dans la chambre de travail
(7) et la pression dans la chambre de stockage (8) est p1 - p2 > b, b étant une pression prédéterminée, l'élément de paroi (9) soit déplacé en éloignement
de l'élément de fermeture (5) et que la valve soit ouverte par cela.