[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Prüfung von Wertdokumenten,
insbesondere Banknoten, sowie ein Wertdokumentbearbeitungssystem.
[0002] In Banknotenbearbeitungssystemen werden Eigenschaften von Banknoten, wie z.B. Druckbild,
Stückelung, Echtheit und Zustand, ermittelt, indem physikalische Eigenschaften der
Banknoten mittels Sensoren erfasst und die hierbei erzeugten Sensordaten ausgewertet
werden.
[0003] Bei der Prüfung des Zustands, der sog. Fitness, einer Banknote wird geprüft, ob diese
bestimmte Kriterien erfüllt, um wieder in den Umlauf gegeben werden zu können bzw.
aus dem Umlauf entfernt werden zu müssen. Neben dem Verschmutzungs- und Abnutzungsgrad
stellt hierbei auch das Vorhandensein unerwünschter Fremdobjekte, meist in Form von
Klebestreifen oder sonstigen Aufklebern, auf der Banknote ein wichtiges Kriterium
dar.
[0004] Die Prüfung des Vorhandenseins von Klebestreifen erfolgt meist anhand einer Messung
der Dicke der zu prüfenden Banknote mittels mechanischer oder Ultraschall-Dickensensoren.
[0005] Aus
DE 10 2010 021 803 A1 ist ferner bekannt, Klebestreifen anhand eines Dunkelfeld-Transmissionsbildes der
Banknote zu erkennen. Dort wird ausgenutzt, dass Klebestreifen, die über den Rand
der Banknote hinausgehen, in dem Transmissionsbild hell erscheinen, aufgrund von Lichtstreuung
an dem Klebestreifen. Steht ein Klebestreifen über den Rand der Banknote über, so
weicht der in Transmission beobachtete Wertdokumentrand von dem üblicherweise geraden
Kantenverlauf ab. Die Klebestreifen-Erkennung allein anhand des Transmissionsbilds
der Banknote ist jedoch nachteilig, da es vorkommen kann, dass Verzerrungen oder Verformungen
der Banknote, die z.B. beim maschinellen Banknotentransport und/oder aufgrund eines
nicht ganz geraden Schnittrandes auftreten können, fälschlicherweise für Klebestreifen
gehalten werden, da auch bei diesen ein vom geraden Kantenverlauf abweichender Banknotenrand
beobachtet wird. Eine derart verzerrte oder verformte Banknote wird dann wegen Klebestreifen-Verdacht
unnötigerweise aussortiert und ggf. vernichtet, obwohl diese erneut in den Umlauf
hätte gegeben werden können.
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung, ein Verfahren sowie
ein Wertdokumentbearbeitungssystem anzugeben, welche bzw. welches eine möglichst zuverlässige
Erkennung von Fremdobjekten, insbesondere Klebestreifen oder sonstigen Aufklebern,
auf der Banknote ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Vorrichtung, das Verfahren sowie das Wertdokumentbearbeitungssystem
gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Prüfung von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten,
weist auf: mindestens einen Sensor zur Erfassung einer von einem Wertdokument transmittierten
elektromagnetischen Strahlung und Erzeugung von entsprechenden ersten Sensorsignalen
und zur Erfassung einer vom Wertdokument remittierten elektromagnetischen Strahlung
und Erzeugung von entsprechenden zweiten Sensorsignalen sowie eine Auswertungseinrichtung
zur Prüfung, ob das Wertdokument ein Fremdobjekt, insbesondere einen Klebestreifen,
aufweist, unter Berücksichtigung von ersten und zweiten Sensorsignalen, welche der
jeweils im Bereich des Randes des Wertdokuments transmittierten bzw. remittierten
elektromagnetischen Strahlung entsprechen.
[0009] Die Erfindung basiert auf dem Gedanken, sowohl die Transmissionseigenschaften als
auch die Remissionseigenschaften im Bereich des Randes des Wertdokuments bei der Prüfung,
ob ein Fremdobjekt, insbesondere ein Klebestreifen oder ein sonstiger Aufkleber, auf
dem Wertdokument vorhanden ist, heranzuziehen. Dabei wird anhand von etwaigen Unterschieden
zwischen dem aus dem Transmissionsbild ermittelten Randverlauf und dem aus dem Remissionsbild
ermittelten Randverlauf des Wertdokuments, auf das Vorhandensein eines Fremdobjekts
geschlossen.
[0010] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Prüfung von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten,
weist folgende Schritte auf: Erfassung einer von einem Wertdokument transmittierten
elektromagnetischen Strahlung und Erzeugung von entsprechenden ersten Sensorsignalen,
Erfassung einer vom Wertdokument remittierten elektromagnetischen Strahlung und Erzeugung
von entsprechenden zweiten Sensorsignalen sowie Prüfung, ob das Wertdokument ein Fremdobjekt,
insbesondere einen Klebestreifen, aufweist, unter Berücksichtigung von ersten und
zweiten Sensorsignalen, welche der jeweils im Bereich des Randes des Wertdokuments
transmittierten bzw. remittierten elektromagnetischen Strahlung entsprechen, wobei
anhand von etwaigen Unterschieden zwischen dem aus dem Transmissionsbild ermittelten
Randverlauf und dem aus dem Remissionsbild ermittelten Randverlauf des Wertdokuments,
auf das Vorhandensein eines Fremdobjekts geschlossen wird.
[0011] Das erfindungsgemäße Wertdokumentbearbeitungssystem weist mindestens eine Vorrichtung
zum Bearbeiten, insbesondere zum Befördern und/oder Zählen und/oder Sortieren, von
Wertdokumenten, insbesondere Banknoten, auf und zeichnet sich durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung zur Prüfung von Wertdokumenten aus.
[0012] Der erfindungsgemäße Ansatz ist besonders geeignet, um auf Wertdokumenten befindliche
Klebestreifen oder sonstige Aufkleber zu erkennen, die beispielsweise zu Reparaturzwecken
auf das Wertdokument aufgeklebt werden, um üblicherweise im Randbereich des Wertdokuments
auftretende Defekte, insbesondere Risse, zu beheben. Insbesondere können dadurch solche
Klebestreifen erkannt werden, die bis zur Schnittkante des Wertdokuments oder gegebenenfalls
sogar geringfügig darüber hinausragen.
[0013] Wie Versuche ergeben haben, sind solche Klebeobjekte im Bereich des Randes des aufgenommenen
Transmissionsbildes in Form einer gegenüber dem Hintergrund erhöhten Helligkeit erkennbar,
wohingegen das Remissionsbild im entsprechenden Randbereich keinen veränderten Helligkeitsverlauf
zeigt. Dieses Verhalten kann dadurch erklärt werden, dass bei der Erfassung des Transmissionsbildes,
insbesondere eines Dunkelfeld-Transmissionsbildes, das auf das Klebeobjekt auftreffende
Licht über die Schnittkante des Wertdokuments hinaus gestreut wird und bei der Transmissionsmessung
erfasst wird. Alternativ oder zusätzlich zur Streuung des Lichts es auch möglich,
dass das auftreffende Licht vom Klebeobjekt zur Schnittkante des Klebeobjekts hin
geleitet wird und dort diffus austritt, was im Ergebnis ebenfalls die Aussendung von
Licht im entsprechenden Randbereich des Wertdokuments zur Folge hat. Im Remissionsbild
liefert das Klebeobjekt hingegen keine erhöhte Helligkeit, so dass dort der tatsächliche
Rand der jeweiligen Banknote beobachtet wird.
[0014] Der erfindungsgemäße Ansatz zur Erkennung von Fremdobjekten auf dem Wertdokument
eignet sich besonders bei Objekten, die elektromagnetische Strahlung im sichtbaren
und/oder infraroten und/oder ultravioletten Spektralbereich streuen, brechen und/oder
leiten. Erkannt werden können sowohl klar erscheinende Klebestreifen als auch für
Klebestreifen, welche matt erscheinen und auf der Banknote nahezu unsichtbar sind.
Grundsätzlich gilt dies aber auch für im sichtbaren Spektralbereich im Wesentlichen
opake Klebestreifen, wie z.B. sog. Isolierbänder, die elektromagnetische Strahlung
in anderen Spektralbereichen, insbesondere im ultravioletten und/oder infraroten Spektralbereich,
streuen können.
[0015] Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Ansatzes, bei der Klebestreifenerkennung
nicht nur die Transmissionseigenschaften, sondern auch die Remissionseigenschaften
des Wertdokuments entlang des Randes zu berücksichtigen, liegt darin, dass sich der
Verlauf des Randes im Transmissionsbild vom Verlauf des Randes im Remissionsbild im
Bereich eines auf dem Wertdokument befindlichen Klebestreifens deutlich unterscheidet.
Dagegen sind die Verläufe im Transmissions- und Remissionsbild bei am Rand des Wertdokuments
auftretenden Verzerrungen oder Verformungen identisch. Solche Verzerrungen oder Verformungen
der Banknote können z.B. beim maschinellen Banknotentransport und/oder aufgrund eines
nicht ganz geraden Schnittrandes auftreten. Sofern die Abweichungen von der Rechtecksform
nicht zu groß sind, werden Banknoten mit solchen Verzerrungen oder Ausbuchtungen bei
der Zustandsprüfung der Banknote nicht aussortiert. Banknoten, die einen Klebestreifen
aufweisen, werden durch das Vergleichen der beiden Randverläufe zuverlässig von solchen
Banknoten unterschieden, die lediglich eine Verformung oder Ausbuchtung zeigen. Dadurch
wird verhindert, dass Letztere fälschlicherweise aus dem Umlauf genommen und ggf.
einer Vernichtung zugeführt werden.
[0016] Die Erfindung erlaubt damit eine zuverlässig Erkennung von Fremdobjekten, insbesondere
Klebestreifen oder sonstigen Aufklebern, auf Wertdokumenten.
[0017] Der mindestens eine Sensor ist zur ortsaufgelösten Erfassung der vom Wertdokument
transmittierten bzw. remittierten elektromagnetischen Strahlung und zur Erzeugung
entsprechender erster bzw. zweiter Sensorsignale ausgebildet. Dadurch kann bei der
Prüfung, ob das Wertdokument einen Klebestreifen aufweist, der im Bereich des Randes,
insbesondere entlang des Randes, des Wertdokumentes erhaltene räumliche Verlauf sowohl
des ortsaufgelösten ersten Sensorsignals als auch des ortsaufgelösten zweiten Sensorsignals
berücksichtigt werden, was eine zuverlässige Unterscheidung von Wertdokumenten mit
und ohne Klebestreifen ermöglicht.
[0018] Der mindestens eine Sensor ist zur Erzeugung eines aus ersten Sensorsignalen zusammengesetzten
Transmissionsbildes, insbesondere eines Dunkelfeld-Transmissionsbildes, und eines
aus zweiten Sensorsignalen zusammengesetzten Remissionsbildes ausgebildet. Bei einem
Dunkelfeld-Transmissionsbild hebt sich das Transmissionsbild der Wertdokuments von
einem dunklen Bildhintergrund ab, wobei selbst bei geringen Kontrasten im Wertdokument
dennoch gut aufgelöste, kontrastreiche Transmissionsbilder erhalten werden. Das Wertdokument
wird hierzu derart mit elektromagnetischer Strahlung beaufschlagt, dass direkte Strahlen
am Sensor vorbeigehen und nur solche zum Sensor gelangen können, die im Wertdokument
abgelenkt, insbesondere gebrochen und/oder gestreut, werden. Bei einem Remissionsbild
handelt es sich um eine ortsaufgelöste Aufnahme der vom Wertdokument diffus oder gerichtet
reflektierten elektromagnetischen Strahlung. Auch diese Ausführung erlaubt es, bei
der Prüfung des Wertdokuments den jeweils im Bereich des Randes, insbesondere entlang
des Randes, des Wertdokumentes erhaltenen räumlichen Verlauf des ersten Sensorsignals
und zweiten Sensorsignals zu berücksichtigen, um eine besonders zuverlässige Unterscheidung
von Wertdokumenten mit und ohne Klebestreifen zu gewährleisten.
[0019] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Auswertungseinrichtung
dazu ausgebildet, bei der Prüfung, ob das Wertdokument ein Fremdobjekt, insbesondere
einen Klebestreifen, aufweist, diejenigen ersten und zweiten Sensorsignale, die der
jeweils im Bereich des Randes des Wertdokuments transmittierten bzw. remittierten
elektromagnetischen Strahlung entsprechen, miteinander zu vergleichen. Ergibt dieser
Vergleich, dass die im Bereich des Randes, insbesondere entlang des Randes, des Wertdokuments
erhaltenen ersten und zweiten Sensorsignale einen im Wesentlichen gleichen räumlichen
Verlauf aufweisen, so kann hieraus geschlossen werden, dass sich kein Klebestreifen
auf dem Wertdokument befindet. Weicht dagegen in einem Abschnitt entlang des Randes
des Wertdokuments der räumliche Verlauf der ersten Sensorsignale vom räumlichen Verlauf
der zweiten Sensorsignale voneinander ab, so kann daraus auf das Vorhandensein eines
Klebestreifens geschlossen werden. Hierdurch können Wertdokumente mit Klebestreifen
zuverlässig und auf einfache Weise von solchen ohne Klebestreifen unterschieden werden.
[0020] Insbesondere werden die Positionen der Randpunkte, die das Transmissionsbild liefert,
mit den Positionen der entsprechenden Randpunkten, die das Remissionsbild liefert,
verglichen. Und zur Klebestreifen-Erkennung wird der Abstand zwischen jeweils einem
Randpunkt des Transmissionsbilds und dem diesem entsprechenden Randpunkt des Remissionsbilds
bestimmt und ausgewertet. Normalerweise (ohne Klebestreifen) sind die beiden Randverläufe,
die in Transmission und in Remission beobachtet werden, etwa deckungsgleich, d.h.
die zueinander korrespondierenden Remissions- und die Transmissions-Randpunkte haben
jeweils einen sehr geringen Abstand voneinander, der unter einem vorgegebenen Abstandsvergleichswert
liegt. Im Fall eines Klebestreifens sind diese Randverläufe jedoch nicht deckungsgleich,
sondern es wird ein erhöhter Abstand festgestellt, der einen vorgegebenen Abstandsvergleichswert
überschreitet, z.B. über mehrere benachbarte Randpunktpaare hinweg. Da die geometrischen
Verzerrungen bzw. Ausbuchtungen der Banknote im Remissionsbild genauso sichtbar sind
wie im Transmissionsbild, ergibt sich auch im Fall von geometrischen Verzerrungen
bzw. Ausbuchtungen der Banknote ein sehr geringer Abstand zwischen den Remissions-Randpunkten
und den Transmissions-Randpunkten, der unter dem Abstandsvergleichswert liegt. Durch
die Erfindung können daher geometrische Verzerrungen bzw. Ausbuchtungen von Klebestreifen
unterschieden werden. So wird vermieden, dass geometrische Verzerrungen bzw. Ausbuchtungen
der Banknote irrtümlich für einen Klebestreifen ("false tape") gehalten werden und
die betreffende Banknote unnötigerweise aussortiert wird.
[0021] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Auswertungseinrichtung
dazu ausgebildet, anhand der ersten Sensorsignale einen oder mehrere erste Randpunkte
zu ermitteln, welche Punkten im Bereich des Randes des Wertdokuments entsprechen,
und anhand der zweiten Sensorsignale einen oder mehrere zweite Randpunkte zu ermitteln,
welche Punkten im Bereich des Randes des Wertdokuments entsprechen, und zumindest
die Position eines der ersten Randpunkte mit der Position zumindest eines der zweiten
Randpunkte zu vergleichen. Der erste und der zweite Randpunkt, deren Positionen miteinander
verglichen werden, liegen - entlang des um das Wertdokument umlaufenden Wertdokumentrands
betrachtet - an derselben Stelle des Wertdokumentrands. Anhand des räumlichen Abstands
zwischen dem ersten und zweiten Randpunkt wird geprüft, ob im Bereich des Randes des
Wertdokuments ein Fremdobjekt, insbesondere ein Klebestreifen, vorhanden ist. Vorzugsweise
werden für mehrere Paare eines ersten und eines zweiten Randpunkts, die entlang des
Rands des Wertdokuments einander benachbarte Randpunktpaare sind, jeweils die Position
des ersten Randpunkts und die Position des diesem entsprechenden zweiten Randpunkts
verglichen. Damit können Klebestreifen besonders zuverlässig erkannt werden. Insbesondere
werden die Positionen aller entlang des Randes des Wertdokuments erhaltenen ersten
und zweiten Randpunkte miteinander verglichen.
[0022] Vorzugsweise ist die Auswertungseinrichtung dazu ausgebildet, die ersten und/oder
zweiten Randpunkte durch einen Vergleich der ersten bzw. zweiten Sensorsignale mit
mindestens einem Schwellenwert zu ermitteln. So wird beispielsweise im Transmissionsbild
die Höhe der ersten Sensorsignale mit einem ersten Schwellenwert verglichen, wobei
Sensorsignale, die größer sind als der erste Schwellenwert, dem Transmissionsbild
des Wertdokuments zugeordnet werden, wohingegen Sensorsignale, die kleiner sind als
der erste Schwellenwert, dem das Wertdokument umgebenden Hintergrund zugeordnet werden.
Daraus kann dann mittels Kantendetektions-Algorithmen eine Randerkennung erfolgen,
bei welcher ein aus einer Vielzahl von ersten Randpunkten zusammengesetzte Randverlauf
des Transmissionsbildes des Wertdokuments ermittelt wird. Im Remissionsbild wird die
Höhe der zweiten Sensorsignale mit einem zweiten Schwellenwert verglichen; im Übrigen
gelten die Ausführungen zum Transmissionsbild entsprechend. Mittels Schwellenwertvergleich
und Kantendetektion werden die ersten und zweiten Randpunkte besonders genau ermittelt,
was die Zuverlässigkeit bei der Klebestreifenerkennung weiter erhöht.
[0023] Es ist ferner bevorzugt, dass die Auswertungseinrichtung dazu ausgebildet ist, mindestens
einen Abstandswert zu ermitteln, welcher ein Maß für den räumlichen Abstand eines
der ersten Randpunkte von einem der zweiten Randpunkte darstellt, und insbesondere
den mindestens einen Abstandswert mit mindestens einem vorgegebenen Abstandsvergleichswert
zu vergleichen.
[0024] Darüber hinaus ist bevorzugt, dass der mindestens eine Abstandsvergleichswert einem
anhand von mindestens einem Wertdokument, auf dem sich kein Fremdobjekt, insbesondere
kein Klebestreifen, befindet, vorab ermittelten Abstandswert entspricht. Der Abstandsvergleichswert
kann für alle vier Kanten des Wertdokuments identisch sein, kann aber auch für einzelne
Kanten oder jede der Kanten separat bestimmt werden.
[0025] Beispielsweise entspricht der mindestens eine Abstandswert dem euklidischen Abstand
zwischen jeweils einem ersten und einem zweiten Randpunkt. Alternativ ist es aber
auch möglich, als Abstandswert beispielsweise nur die Differenz derjenigen Koordinate,
z.B. die x-Koordinate, der ersten und zweiten Randpunkte zu bestimmen, die senkrecht
zur jeweiligen Kante, d.h. entlang der y-Richtung, des Wertdokuments verläuft.
[0026] Alternativ oder zusätzlich zur Bestimmung des Abstands kann auch die Größe einer
durch die Randpunkte definierten Fläche bestimmt werden, die der aus dem Transmissionsbild
erhaltene Randverlauf mit dem aus dem Remissionsbild erhaltenen Randverlauf einschließt,
z.B. durch Integration oder durch Aufsummieren der jeweiligen Abstandswerte, und geprüft
werden, ob diese einen vorgegebenen Flächenvergleichswert F überschreitet. Im Fall
des Überschreitens des Flächenvergleichswert wird das Vorhandensein eines Fremdobjekts
bejaht, andernfalls verneint.
[0027] Zusätzlich oder alternativ können anhand einer statistischen Auswertung der Helligkeiten,
also der Höhen der ersten bzw. zweiten Sensorsignale, an den ersten bzw. zweiten Randpunkten
Aussagen über das Vorhandensein eines Klebestreifens auf dem Wertdokument abgeleitet
werden. Hierzu können z.B. Mittelwerte und/oder Varianzwerte der Helligkeiten bestimmt
werden.
[0028] Durch eine oder mehrere der vorstehend genannten Maßnahmen können Wertdokumente mit
und ohne Klebestreifen mit besonders hoher Zuverlässigkeit unterschieden werden.
[0029] Der jeweilige erste und zweite Randpunkt, aus welchen jeweils ein Abstandswert ermittelt
wird, sind einander entsprechende Punkte entlang des Wertdokumentrands, z.B. Punkte
mit derselben Pixelnummer, wenn man den Remissions- und den Transmissions-Randverlauf
pixelweise von derselben Wertdokumentecke aus durchläuft. Falls Transmissionsbild
und Remissionsbild relativ zueinander verschoben sind, können diese derart in ein
gemeinsames Koordinatensystem transformiert werden, dass die vier Eckpunkte des Transmissionsbildes
mit den vier Eckpunkten des Remissionsbildes übereinstimmen, wobei einer der Eckpunkte
als Koordinatenursprung dienen kann. Eine Transformation des Transmissions-bzw. Remissionsbildes
kann durch Translation und/oder Drehung der jeweiligen Koordinaten erfolgen. Das Vorhandensein
eines Klebestreifens auf dem Wertdokument kann hierdurch besonders sicher bejaht bzw.
ausgeschlossen werden.
[0030] Beispielsweise wird für mehrere Paare eines ersten und eines zweiten Randpunkts,
die bevorzugt entlang des Rands des Wertdokuments einander benachbarte Randpunktpaare
sind, jeweils der Abstandswert ermittelt, und geprüft, ob eine vorgegebene Mindestanzahl
N von (benachbarten) Paaren von Randpunkten den Abstandsvergleichswert A überschreitet.
In dem Fall, wenn der Abstandsvergleichswert A für mindestens eine vorgegebene Mindestanzahl
N (benachbarter) Paare von Randpunkten überschritten wird, wird das Vorliegen eines
Fremdobjekts, insbesondere eines Klebestreifens, bejaht und andernfalls verneint.
[0031] Beispielsweise ist die Auswertungseinrichtung dazu ausgebildet, eine Anzahl n von
Abstandswerten, welche größer sind als der Abstandsvergleichswert, zu ermitteln und
insbesondere die Prüfung, ob das Wertdokument ein Fremdobjekt, insbesondere einen
Klebestreifen, aufweist, anhand eines Vergleichs der ermittelten Anzahl n von Abstandswerten,
welche größer sind als der Abstandsvergleichswert, mit einer vorgegebenen Anzahl N
von Abstandswerten vorzunehmen. Durch die vorgegebene Anzahl N kann auf einfache Weise
festgelegt werden, in wie vielen, vorzugsweise aufeinander folgenden, Randpunkten
sich der Randverlauf der ersten und zweiten Sensorsignale unterscheiden muss, um sicher
auf das Vorhandensein eines Klebestreifens zu schließen.
[0032] Beispielsweise beträgt wird die Mindestanzahl N>2, bevorzugt N>4. Zusätzlich kann
für die Anzahl an Randpunktpaaren, die den Abstandsvergleichswert überschreiten, eine
Obergrenze vorgegeben werden, die in Abhängigkeit der maximalen Breite der zu erkennenden
Klebeobjekte gewählt wird, und das Vorliegen eines Klebestreifens nur bejaht werden,
wenn auch die Obergrenze unterschritten wird. Die Unterscheidung zwischen Wertdokumenten
mit und ohne Klebestreifen wird dadurch noch zuverlässiger.
[0033] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Zusammenhang mit den Figuren. Es
zeigen:
- Fig. 1
- ein Beispiel eines schematischen Aufbaus eines Wertdokumentbearbeitungssystems;
- Fig. 2
- ein Beispiel für ein Wertdokument in Form einer Banknote;
- Fig. 3
- ein Beispiel für ein Transmissionsbild der in Fig. 2 gezeigten Banknote;
- Fig. 4
- ein Beispiel für ein Remissionsbild der in Fig. 2 gezeigten Banknote;
- Fig. 5
- ein Beispiel für den Verlauf des Randes des Transmissionsbildes;
- Fig. 6
- ein Beispiel für den Verlauf des Randes des Remissionsbildes;
- Fig. 7
- eine Überlagerung der in den Fig. 5 und 6 gezeigten Verläufe;
- Fig. 8
- ein erstes Beispiel für den Verlauf von aus ersten und zweiten Randpunkten ermittelten
Abstandswerten; und
- Fig. 9
- ein zweites Beispiel für den Verlauf von aus ersten und zweiten Randpunkten ermittelten
Abstandswerten.
[0034] Fig. 1 zeigt ein Beispiel eines schematischen Aufbaus eines Wertdokumentbearbeitungssystems
1 mit einem Eingabefach 2, in welchem ein Stapel von zu bearbeitenden Wertdokumenten,
insbesondere Banknoten 3, bereitgestellt wird, und einem Vereinzeler 8, von welchem
die jeweils unterste Banknote des eingegebenen Stapels erfasst und an eine - in der
gewählten Darstellung nur schematisch wiedergegebene - Transporteinrichtung 10 übergeben
wird, welche die Banknote in Transportrichtung T zu einer Sensoreinrichtung 20 befördert.
[0035] Die Sensoreinrichtung 20 umfasst im dargestellten Beispiel einen ersten, zweiten
und dritten Sensor 21, 22 bzw. 23, welcher jeweils vorzugsweise als sog. Zeilenkamera
ausgebildet ist und von der Banknote ausgehendes Licht, insbesondere im sichtbaren
und/oder infraroten und/oder ultravioletten Spektralbereich, mittels entlang einer
Zeile angeordneter Sensorelemente erfasst und in entsprechende Sensorsignale umwandelt.
[0036] Im dargestellten Beispiel erfassen der erste und zweite Sensor 21 bzw. 22 von der
Vorderseite bzw. Rückseite der Banknote remittiertes, d.h. diffus und/oder gerichtet
reflektiertes, Licht, und wandeln dieses in entsprechende erste Sensorsignale um.
Der im Bereich der Vorderseite der Banknote befindliche dritte Sensor 23 dagegen erfasst
das durch die Banknote transmittierte Licht, das von einer Lichtquelle 24 abgegeben
wird, schräg auf die Banknote trifft und durch diese hindurchtritt, und wandelt dieses
in entsprechende zweite Sensorsignale um. Aufgrund des schräg auf die Banknote treffenden
Lichts aus der Lichtquelle 24 wird durch den dritten Sensor ein sog. Dunkelfeld-Transmissionsbild
erfasst, in welchem die Banknote hell und deren Umgebung bzw. Hintergrund dunkel erscheint.
Der erste und zweite Sensor 21 bzw. 22 werden auch als Remissionskameras und der dritte
Sensor 23 wird auch als Transmissionskamera bezeichnet.
[0037] Vorzugsweise verläuft die Zeile mit den Sensorelementen des jeweiligen Sensors 21,
22 bzw. 23 im Wesentlichen senkrecht zur Transportrichtung T der Banknoten, so dass
bei jedem Auslesevorgang der Sensorzeile des jeweiligen Sensors 21, 22 bzw. 23 ein
Sensorsignalverlauf entlang der Sensorzeile erhalten wird, welcher einem Intensitätsverlauf
des Lichts entspricht, das in einer senkrecht zur Transportrichtung T verlaufenden
Richtung von der Banknote transmittiert bzw. remittiert wird.
[0038] Die von den Sensoren 21 bis 23 der Sensoreinrichtung 20 erzeugten ersten und zweiten
Sensorsignale, insbesondere die entsprechenden ersten bzw. zweiten Sensorsignalverläufe,
werden an eine Steuerungseinrichtung 50 sowie eine Auswertungseinrichtung 51 weitergeleitet.
Die Auswertungseinrichtung 51 kann in der Steuerungseinrichtung 50 enthalten sein
oder aber auch eine von der Steuerungseinrichtung 50 separate Einheit bilden.
[0039] In der Auswertungseinrichtung 51 werden die Sensorsignale nach einer etwaigen Vorverarbeitung
zur Prüfung der Banknote herangezogen, wobei aus den jeweiligen Sensorsignalen Aussagen
über verschiedene Eigenschaften der jeweiligen Banknote abgeleitet werden, wie z.
B. Echtheit oder Zustand der Banknote, insbesondere Verschmutzungsgrad, Abnutzung,
Defekte und das Vorhandensein von Fremdobjekten, wie z.B. Klebestreifen und sonstige
Aufkleber, aber auch Büro- und Heftklammern. Verschmutzung, Abnutzung und Defekte
lassen sich mit Hilfe bekannter Auswerteverfahren aus dem Remissions- und/oder Transmissionsbild
erkennen, das Vorhandensein von Fremdobjekten mit Hilfe der erfindungsgemäßen Auswertung.
[0040] Abhängig von den in der Auswertungseinrichtung 51 ermittelten Eigenschaften der jeweiligen
Banknote werden die Transporteinrichtung 10 sowie die Weichen 11 und 12 entlang der
Transportstrecke durch die Steuerungseinrichtung 50 derart gesteuert, dass die Banknote
einem von mehreren Ausgabefächern 30 und 31 zugeführt und dort abgelegt wird. Beispielsweise
werden in einem ersten Ausgabefach 30 Banknoten abgelegt, die einen guten Zustand,
insbesondere keine Fremdobjekte wie Klebestreifen, aufweisen, während Banknoten mit
schlechtem Zustand, z.B. Banknoten mit Klebestreifen, in einem zweiten Ausgabefach
31 abgelegt werden. Fälschungsverdächtige Banknoten werden in ein weiteres Fach abgelegt
(nicht gezeigt).
[0041] Durch die Bezugsziffer 13 am Ende der dargestellten Transportstrecke soll angedeutet
werden, dass weitere Ausgabefächer und/oder andere Einrichtungen, beispielsweise zur
Aufbewahrung oder Zerstörung von Banknoten, vorgesehen sein können. Falls beispielsweise
die Prüfung einer Banknote ergibt, dass diese bestimmte Zustandskriterien hinsichtlich
Verschmutzung, Abnutzung, Defekten oder vorhandenen Fremdobjekten nicht erfüllt, so
kann diese direkt einem Schredder zur Vernichtung zugeführt werden.
[0042] Die Wertdokumentbearbeitungssystem 1 umfasst im dargestellten Beispiel ferner eine
Ein-/ Ausgabeeinrichtung 40 zur Eingabe von Daten und/oder Steuerungsbefehlen durch
eine Bedienperson, beispielsweise mittels einer Tastatur oder eines Touchscreens,
und Ausgabe oder Anzeige von Daten und/ oder Informationen zum Bearbeitungsprozess,
insbesondere zu den jeweils bearbeiteten Banknoten.
[0043] Das beispielhaft gezeigte Wertdokumentbearbeitungssystem 1 ist besonders dazu geeignet,
Wertdokumente auf das Vorhandensein von Fremdobjekten, wie z.B. Klebestreifen und
sonstige Aufkleber, zu prüfen, was im Folgenden näher erläutert wird.
[0044] Fig. 2 zeigt ein Beispiel für ein Wertdokument in Form einer - im vorliegenden Fall
nur stark schematisiert dargestellten - Banknote 3, welche mit einem Klebestreifen
4 beklebt ist, welcher im dargestellten Beispiel geringfügig über den Rand der Banknote
3 hinausragt. Aus Anschaulichkeitsgründen überragt der Klebestreifen 4 den Rand der
Banknote 3 in deutlich sichtbarer Weise. Die nachfolgenden Erläuterungen gelten jedoch
auch entsprechend für Klebestreifen oder andere vergleichbare Fremdobjekte auf der
Banknote 3, die mit dem Rand der Banknote 3 bündig abschließen.
[0045] Bei dem Klebestreifen 4 kann es sich grundsätzlich um jede Art von Klebestreifen
handeln, wie z.B. transparente und/oder klare und/oder matte und/ oder nur im geprüften
Spektralbereich lichtdurchlässige Klebestreifen.
[0046] Die dargestellte Banknote 3 weist im Bereich ihrer unteren rechten Ecke eine Verformung
5 auf, die im vorliegenden Beispiel ebenfalls aus Anschaulichkeitsgründen vergrößert
dargestellt wurde und unterschiedliche Ursachen haben kann, wie z. B. einen herstellungsbedingt
nicht perfekten Schnittrand der Banknote 3 oder eine durch den Transport der Banknote
3 in einem Banknotenbearbeitungssystem verursachte Verzerrung. Im dargestellten Beispiel
ist die Verformung 5 als Vorsprung gegenüber dem übrigen Verlauf der unteren Schnittkante
der Banknote 3 dargestellt. Die nachfolgenden Erläuterungen gelten aber auch entsprechend
für alle anderen Arten von Abweichungen der äußeren Form der Banknote 3 von der an
sich üblichen rechteckigen Banknotenform.
[0047] Fig. 3 zeigt ein Beispiel für ein Transmissionsbild 3' der in Fig. 2 gezeigten Banknote
3. Bei dem hier dargestellten Transmissionsbild 3' handelt es sich vorzugsweise um
ein sogenanntes Dunkelfeld-Transmissionsbild, welches erhalten wird, indem Licht aus
der Lichtquelle 24 (siehe Fig, 1) schräg, d.h. in einem von 90° deutlich verschiedenen
Winkel, bezüglich der Fläche der Transmissionskamera 23 abgestrahlt wird und auf die
Banknote 3 trifft. Das durch die Banknote 3 hindurchtretende Licht wird von der Transmissionskamera
23 erfasst und in entsprechende erste Sensorsignale umgewandelt, welche zusammengesetzt
das Transmissionsbild 3' ergeben. Das an der Banknote 3 sowie an der Transmissionskamera
23 vorbeilaufende Licht führt dazu, dass bei der hier gezeigten Transmissionsaufnahme
das Transmissionsbild 3' der Banknote 3 vor einem im Wesentlichen vollständig dunklen
Hintergrund 6 erscheint.
[0048] Das Transmissionsbild 3' der Banknote 3 zeigt einen Bereich 4' mit einer gegenüber
dem dunklen Hintergrund 6 erhöhten Helligkeit, was darauf zurückzuführen ist, dass
das auf die Banknote 3 treffende Licht durch den Klebestreifen 4 in Richtung der Transmissionskamera
23 gestreut und/ oder gebrochen wird und - anders als das an der Transmissionskamera
23 vorbeilaufende Beleuchtungslicht - von der Transmissionskamera 23 erfasst wird.
Im Transmissionsbild 3' der Banknote 3 ist ferner ein der Verformung 5 entsprechender
Bereich 5' zu erkennen.
[0049] Fig. 4 zeigt ein Beispiel für ein Remissionsbild 3", der in Fig. 2 gezeigten Banknote
3, welches mit einer der beiden Remissionskameras 21 bzw. 22 (siehe Fig. 1) aufgenommen
wurde, indem das von der Banknote 3 remittierte, d.h. gerichtet oder diffus reflektierte,
Licht erfasst und in entsprechende zweite Sensorsignale umgewandelt wird, welche zusammengefasst
das Remissionsbild 3" bilden. Mangels Reflexion bzw. Streuung des an der Banknote
3 vorbeilaufenden Beleuchtungslichts erscheint auch das Remissionsbild 3" der Banknote
3 vor einem im Wesentlichen dunklen Hintergrund 7.
[0050] Im Remissionsbild 3" ist ebenfalls ein der Verformung 5 der Banknote 3 entsprechender
Bereich 5" zu erkennen. Anders als im Transmissionsbild 3', an dessen oberem Rand
ein der Lage des Klebestreifens 4 entsprechender heller Bereich 4' zu erkennen ist
(siehe Fig. 3), tritt ein entsprechender Bereich im Remissionsbild 3" jedoch nicht
auf. Dies lässt sich damit erklären, dass der Klebestreifen 4 nur eine geringe Rückstreuung
des auftreffenden Lichts verursacht, wodurch der den Rand der Banknote 3 überragende
Teil des Klebestreifens 4 im Remissionsbild 3" nicht von dem im Wesentlichen gleichmäßig
dunklen Hintergrund 7 unterschieden werden kann.
[0051] Nach der Aufnahme des Transmissionsbildes 3' sowie des Remissionsbildes 3" der Banknote
3 wird sowohl aus dem Transmissionsbild 3'als auch aus dem Remissionsbild 3" der Verlauf
des Randes des jeweiligen Bildes 3' bzw. 3" ermittelt, z.B. indem die ersten bzw.
zweiten Signalwerte, die Signalwerte im Bereich sowohl des Bildes 3' bzw. 3" als auch
des Hintergrunds 6 bzw. 7 enthalten, mit jeweils einem Schwellenwert verglichen werden.
Sensorsignale, deren Höhe den vorgegebenen Schwellenwert überschreitet, werden hierbei
dem Transmissionsbild 3' bzw. Remissionsbild 3" zugeordnet, während Sensorsignale,
die den vorgegebenen Schwellenwert unterschreiten, dem Hintergrund 6 bzw. 7 zugeordnet
werden.
[0052] Anschließend wird an der Transmissions- und Remissionsaufnahme eine Kantendetektion
durchgeführt, bei welcher jeweils ein aus einer Vielzahl von Randpunkten T(x, y) bzw.
R(x, y) zusammengesetzter Verlauf VT bzw. VR des Randes des Transmissionsbildes 3'
bzw. Remissionsbildes 3" der Banknote 3 ermittelt wird, welcher beispielhaft in den
Figuren 5 bzw. 6 dargestellt ist.
[0053] Wie bereits im Zusammenhang mit den Figuren 3 und 4 erläutert, zeigt der dargestellte
Randverlauf VT des Transmissionsbildes 3' als auch der Randverlauf VR des Remissionsbildes
3" einen der Verformung 5 am Rand der Banknote 3 entsprechenden Bereich 5' bzw. 5",
wohingegen ein der Lage des Klebestreifens 4 entsprechender Bereich 4' lediglich im
Randverlauf VT des Transmissionsbildes 3'auftritt.
[0054] In einem weiteren Schritt werden die ersten und zweiten Randpunkte T(x, y) bzw. R(x,
y) derart transformiert, insbesondere durch Drehung und/oder Translation, dass die
vier Ecken des Randverlaufs VT des Transmissionsbildes 3' mit den vier Ecken des Randverlaufs
VR des Remissionsbildes 3" zusammenfallen. Die Koordinaten x und y der Randpunkte
T(x, y) und R(x, y) sind dann auf einen gemeinsamen Koordinatenursprung bezogen, welcher
vorzugsweise - wie in Fig. 7 gezeigt - mit einer der vier Ecken der Randverläufe VT
und VR zusammenfällt.
[0055] Fig. 7 zeigt, dass die Randverläufe VT und VR in den der Verformung 5 der Banknote
3 entsprechenden Bereichen 5' und 5" nicht voneinander zu unterscheiden sind, wohingegen
der erste Randverlauf VT des Transmissionsbildes im Bereich 4' des Klebebandes 4 auf
der Banknote 3 signifikant vom zweiten Randverlauf VR des Remissionsbildes abweicht.
[0056] Ausgehend von den weitestgehend in Übereinstimmung gebrachten Randverläufen VT und
VR wird sodann für ein oder mehrere Paare von Randpunkten T(x, y) des Transmissionsbildes
und Randpunkten R(x, y) des Remissionsbildes jeweils ein Abstandswert D berechnet,
welcher ein Maß für den Abstand zwischen den ersten Randpunkten T(x, y) von den entsprechenden
zweiten Randpunkten R (x, y) darstellt. Beispielsweise wird als Abstandswert D der
sogenannte euklidische Abstand zwischen den jeweiligen beiden Punkten T(x, y) und
R(x, y) wie folgt berechnet:

[0057] Wobei x
T und y
T die Koordinaten des ersten Randpunktes T(x, y) und x
R und y
R die Koordinaten des zweiten Randpunktes R(x, y) darstellen.
[0058] Grundsätzlich ist es möglich, einen oder mehrere Abstandswerte D nur in bestimmten
Abschnitten der beiden Randverläufe VT bzw. VR zu berechnen. Es ist jedoch bevorzugt,
die Abstandswerte D für viele oder alle Paare von ersten und zweiten Randpunkten T(x,
y) bzw. R(x, y) entlang der Randverläufe VT und VR zu bestimmen, um etwaige Klebestreifen
auf der Banknote mit besonders hoher Zuverlässigkeit erkennen zu können.
[0059] Fig. 8 zeigt ein erstes Beispiel für den Verlauf von aus ersten und zweiten Randpunkten
T(x, y) und R(x, y) ermittelten Abstandswerten D entlang der y-Richtung des oberen
Randes des erhaltenen Transmissions- bzw. Remissionsbildes. Zusätzlich zeigt die Figur
8 den Abstandsvergleichswert A, welcher vorab anhand von Banknoten, die keine Klebestreifen
oder ähnliche Fremdobjekte aufweisen, ermittelt wurde. Der Abstandsvergleichswert
A kann in Abhängigkeit der Messgenauigkeit der Bildaufnahme gewählt werden. Zum Beispiel
kann als Abstandsvergleichswert A eine Länge von 1, 2 oder 3 Pixelgrößen des Remissions-
bzw. Transmissionsbilds verwendet werden. Wie der Figur zu entnehmen ist, überschreiten
die Abstandswerte D in einem Bereich entlang der y-Richtung den Abstandsvergleichswert
A, woraus auf eine signifikante Abweichung des Randverlaufs VT des Transmissionsbildes
im Vergleich zum Randverlauf VR des Remissionsbildes und damit auf den auf der Banknote
3 befindlichen Klebestreifen 4 geschlossen werden kann.
[0060] Im Vergleich dazu zeigt Fig. 9 ein zweites Beispiel für den Verlauf von aus ersten
und zweiten Randpunkten T(x, y) und R(x, y) ermittelten Abstandswerten D entlang der
y-Richtung am unteren Rand des Randverlaufs VT bzw. VR. Anders als im Bereich des
auf der Banknote 3 befindlichen Klebestreifens 4 überschreiten die im Bereich der
Verformung 5 der Banknote 3 ermittelten Abstandswerte D den zugehörigen Abstandsvergleichswert
A nicht, woraus geschlossen werden kann, dass sich an dieser Stelle der Banknote 3
kein Klebestreifen befindet.
[0061] Mit Hilfe des vorstehend beschriebenen Verfahrens bzw. anhand der entsprechenden
Vorrichtung kann somit auf einfache und zuverlässige Weise unterschieden werden, ob
die mittels Bildsensoren erfassten Abweichungen vom Kantenverlauf der Banknote durch
Verformungen, insbesondere Verzerrungen oder Ausbuchtungen, der Banknote selbst oder
etwa einen auf der Banknote befindlichen Klebestreifen verursacht werden. Im Ergebnis
wird dadurch zuverlässig verhindert, dass eine Banknote, welche lediglich derartige
Verformungen, jedoch keine Klebestreifen aufweist, fälschlicherweise aus dem Umlauf
genommen und gegebenenfalls einer Vernichtung zugeführt wird.
1. Vorrichtung zur Prüfung von Wertdokumenten (3), insbesondere Banknoten, mit
- mindestens einem Sensor (21 - 23) zur Erfassung einer von einem Wertdokument (3)
transmittierten elektromagnetischen Strahlung und Erzeugung von entsprechenden ersten
Sensorsignalen (3'), die der jeweils im Bereich des Randes des Wertdokuments (3) transmittierten
elektromagnetischen Strahlung entsprechen, und zur Erfassung einer vom Wertdokument
(3) remittierten elektromagnetischen Strahlung und Erzeugung von entsprechenden zweiten
Sensorsignalen (3"), die der jeweils im Bereich des Randes des Wertdokuments (3) remittierten
elektromagnetischen Strahlung entsprechen, wobei der mindestens eine Sensor zur Erzeugung
eines aus ersten Sensorsignalen zusammengesetzten Transmissionsbildes und eines aus
zweiten Sensorsignalen zusammengesetzten Remissionsbildes des Wertdokuments ausgebildet
ist, und
- einer Auswertungseinrichtung (51) zur Prüfung, ob das Wertdokument (3) ein Fremdobjekt
(4), insbesondere einen Klebestreifen, aufweist, unter Berücksichtigung der ersten
Sensorsignale (3') und unter Berücksichtigung der zweiten Sensorsignale (3"), wobei
anhand von etwaigen Unterschieden zwischen einem aus dem Transmissionsbild des Wertdokuments
ermittelten Randverlauf des Wertdokuments und einem aus dem Remissionsbilds des Wertdokuments
ermittelten Randverlauf des Wertdokuments auf das Vorhandensein eines Fremdobjekts
geschlossen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Auswertungseinrichtung (51) dazu ausgebildet
ist, bei der Prüfung, ob das Wertdokument (3) ein Fremdobjekt (4), insbesondere einen
Klebestreifen, aufweist, die ersten Sensorsignale (3'), die der jeweils im Bereich
des Randes des Wertdokuments (3) transmittierten elektromagnetischen Strahlung entsprechen,
und die zweiten Sensorsignalen (3"), die der jeweils im Bereich des Randes des Wertdokuments
(3) remittierten elektromagnetischen Strahlung entsprechen, miteinander zu vergleichen.
3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Auswertungseinrichtung
(51) dazu ausgebildet ist,
- anhand der ersten Sensorsignale (3') einen oder mehrere erste Randpunkte (T(x, y))
zu ermitteln, welche dem Rand des Wertdokuments (3) entsprechen,
- anhand der zweiten Sensorsignale (3") einen oder mehrere zweite Randpunkte (R(x,
y)) zu ermitteln, welche dem Rand des Wertdokuments (3) entsprechen, und
- die Position zumindest eines der ersten Randpunkte (T(x, y)) mit der Position zumindest
eines der zweiten Randpunkte (R(x, y)) zu vergleichen, um einen räumlichen Abstand
zwischen den jeweiligen ersten und den zweiten Randpunkt und/oder eine Fläche zwischen
den ersten und den zweiten Randpunkten zu ermitteln, wobei die Positionen derjenigen
ersten und zweiten Randpunkte (T(x, y), R(x, y)) miteinander verglichen werden, die
einander entsprechende Punkte entlang des Randes des Wertdokuments (3) sind, und
- anhand des räumlichen Abstands und/oder der Fläche zu prüfen, ob im Bereich des
Randes des Wertdokuments ein Fremdobjekt, insbesondere ein Klebestreifen, vorhanden
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Auswertungseinrichtung (51) dazu ausgebildet
ist, den räumlichen Abstand mit mindestens einem vorgegebenen Abstandsvergleichswert
(A) und/oder die Fläche mit mindestens einem vorgegebenen Flächenvergleichswert (F)
zu vergleichen und in dem Fall, wenn der Abstand den Abstandsvergleichswert (A) und/oder
die Fläche mit den Flächenvergleichswert (F) überschreitet, das Vorliegen eines Fremdobjekts
(4), insbesondere eines Klebestreifens, zu bejahen und andernfalls das Vorliegen eines
Fremdobjekts (4), insbesondere eines Klebestreifens, zu verneinen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei der mindestens eine Abstandsvergleichswert (A)
/Flächenvergleichswert (F) einem anhand mindestens eines Wertdokuments, auf dem sich
kein Fremdobjekt, insbesondere kein Klebestreifen, befindet, ermittelten Abstandswert/Flächenwert
entspricht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, wobei die Auswertungseinrichtung (51)
dazu ausgebildet ist, die Position des mindestens einen ersten /zweiten Randpunkts
(T(x, y) bzw. R (x, y)) durch Vergleichen der ersten / zweiten Sensorsignale (3' bzw.
3") mit mindestens einem Schwellenwert zu ermitteln.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei aus den ersten Sensorsignalen
(3') mittels Kantendetektion der Verlauf des Wertdokumentrands in Transmission ermittelt
wird und daraus die Positionen einer Vielzahl von ersten Randpunkten ermittelt werden,
und wobei aus den zweiten Sensorsignalen (3') mittels Kantendetektion der Randverlauf
des Wertdokuments in Remission und daraus die Positionen einer Vielzahl von zweiten
Randpunkten ermittelt werden.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, wobei die Auswertungseinrichtung (51)
dazu ausgebildet ist, für den räumlichen Abstand zwischen dem jeweiligen ersten Randpunkt
und dem jeweiligen zweiten Randpunkt, der entlang des Randes des Wertdokuments (3)
dem jeweiligen ersten Randpunkt entspricht, einen Abstandswert (D) zu ermitteln, welcher
ein Maß für den räumlichen Abstand des jeweiligen ersten Randpunkts (T(x, y)) von
dem jeweiligen zweiten Randpunkt (R(x, y)) darstellt.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, wobei die Auswertungseinrichtung (51)
dazu ausgebildet ist,
- für mehrere Paare eines ersten und eines zweiten Randpunkts jeweils einen Abstandswert
(D) zu ermitteln, und zu prüfen, ob eine vorgegebene Mindestanzahl (N) der Paare von
Randpunkten den Abstandsvergleichswert (A) überschreitet, und
- in dem Fall, wenn der Abstandswert (D) den Abstandsvergleichswert (A) bei mindestens
eine vorgegebener Mindestanzahl (N) der Paare von Randpunkten überschreitet, das Vorliegen
eines Fremdobjekts (4), insbesondere eines Klebestreifens, zu bejahen und andernfalls
das Vorliegen eines Fremdobjekts (4), insbesondere eines Klebestreifens, zu verneinen.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, wobei die Auswertungseinrichtung (51)
dazu ausgebildet ist, eine Anzahl (n) von Abstandswerten (D), welche größer sind als
der Abstandsvergleichswert (A), zu ermitteln, und die Prüfung, ob das Wertdokument
(3) ein Fremdobjekt (4), insbesondere einen Klebestreifen, aufweist, anhand eines
Vergleichs der ermittelten Anzahl (n) von Abstandswerten (D), welche größer sind als
der Abstandsvergleichswert (A), mit einer vorgegebenen Mindestanzahl (N) von Abstandswerten
durchzuführen.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei der mindestens eine Abstandswert
(D) der euklidische Abstand zwischen jeweils einem ersten und einem zweiten Randpunkt
(T(x, y), R(x, y)) ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine Sensor
(21 - 23) zur ortsaufgelösten Erfassung der vom Wertdokument (3) transmittierten und
der von dem Wertdokument remittierten elektromagnetischen Strahlung und zur Erzeugung
entsprechender erster und zweiter Sensorsignale (3' bzw. 3") ausgebildet ist.
13. Wertdokumentbearbeitungssystem (1) mit mindestens einer Vorrichtung (2, 8, 10 - 13,
30, 31, 50) zum Bearbeiten, insbesondere zum Befördern und/oder Zählen und/oder Sortieren,
von Wertdokumenten (3), insbesondere Banknoten, und mit einer Vorrichtung (21 - 23,
51) zur Prüfung von Wertdokumenten (3) nach einem der vorangehenden Ansprüche.
14. Verfahren zur Prüfung von Wertdokumenten (3), insbesondere Banknoten, mit folgenden
Schritten:
- Erfassung einer von einem Wertdokument (3) transmittierten elektromagnetischen Strahlung
und Erzeugung von entsprechenden ersten Sensorsignalen (3') und eines aus ersten Sensorsignalen
zusammengesetztes Transmissionsbildsdes Wertdokuments,
- Erfassung einer vom Wertdokument (3) remittierten elektromagnetischen Strahlung
und Erzeugung von entsprechenden zweiten Sensorsignalen (3") und eines aus zweiten
Sensorsignalen zusammengesetztes Remissionsbilds des Wertdokuments, und
- Prüfung, ob das Wertdokument (3) ein Fremdobjekt (4), insbesondere einen Klebestreifen,
aufweist, unter Berücksichtigung der ersten und zweiten Sensorsignalen (3', 3"), die
der jeweils im Bereich des Randes des Wertdokuments (3) transmittierten bzw. remittierten
elektromagnetischen Strahlung entsprechen, wobei anhand von etwaigen Unterschieden
zwischen einem aus dem Transmissionsbild des Wertdokuments ermittelten Randverlauf
des Wertdokuments und einem aus dem Remissionsbilds des Wertdokuments ermittelten
Randverlauf des Wertdokuments auf das Vorhandensein eines Fremdobjekts geschlossen
wird.
1. An apparatus for checking value documents (3), in particular banknotes, having
- at least one sensor (21 - 23) for capturing an electromagnetic radiation transmitted
by a value document (3) and generating corresponding first sensor signals (3') that
correspond to the electromagnetic radiation respectively transmitted in the region
of the edge of the value document (3), and for capturing an electromagnetic radiation
remitted by the value document (3) and generating corresponding second sensor signals
(3") that correspond to the electromagnetic radiation respectively remitted in the
region of the edge of the value document (3), wherein the at least one sensor is configured
for generating a transmission image composed of first sensor signals and a remission
image of the value document composed of second sensor signals, and
- an evaluation device (51) for checking whether the value document (3) has a foreign
object (4), in particular adhesive tape, taking into account the first sensor signals
(3') and taking into account the second sensor signals (3"), wherein on the basis
of possible differences between an edge course of the value document ascertained from
the transmission image of the value document and an edge course of the value document
ascertained from the remission image of the value document a conclusion is drawn as
to the presence of a foreign object.
2. The apparatus according to claim 1, wherein the evaluation device (51) is configured
such that, upon the check of whether the value document (3) has a foreign object (4),
in particular adhesive tape, it compares with each other the first sensor signals
(3') that correspond to the electromagnetic radiation respectively transmitted in
the region of the edge of the value document (3), and the second sensor signals (3")
that correspond to the electromagnetic radiation respectively remitted in the region
of the edge of the value document (3).
3. The apparatus according to either of the preceding claims, wherein the evaluation
device (51) is configured for
- ascertaining on the basis of the first sensor signals (3') one or more first edge
points (T(x, y)) that correspond to the edge of the value document (3),
- ascertaining on the basis of the second sensor signals (3") one or more second edge
points (R(x, y)) that correspond to the edge of the value document (3), and
- comparing the position of at least one of the first edge points (T(x, y)) with the
position of at least one of the second edge points (R(x, y)) in order to ascertain
a spatial distance between the respective first and the second edge point and/or an
area between the first and the second edge points, wherein the positions of those
first and second edge points (T(x, y), R(x, y)) are compared with each other that
are mutually corresponding points along the edge of the value document (3), and
- checking on the basis of the spatial distance and/or the area whether a foreign
object, in particular adhesive tape, is present in the region of the edge of the value
document.
4. The apparatus according to claim 3, wherein the evaluation device (51) is configured
for comparing the spatial distance with at least one pre-specified distance comparison
value (A), and/or the area with at least one pre-specified area comparison value (F),
and, if the distance exceeds the distance comparison value (A) and/or the area the
area comparison value (F), for affirming the presence of a foreign object (4), in
particular adhesive tape, and otherwise negating the presence of a foreign object
(4), in particular adhesive tape.
5. The apparatus according to claim 4, wherein the at least one distance comparison value
(A)/area comparison value (F) corresponds to a distance value/area value ascertained
on the basis of at least one value document on which no foreign object, in particular
no adhesive tape, is located.
6. The apparatus according to any of claims 3 to 5, wherein the evaluation device (51)
is configured for ascertaining the position of the at least one first/second edge
point (T(x, y), R(x, y)) by comparing the first/ second sensor signals (3' and 3")
with at least one threshold value.
7. The apparatus according to any of claims 3 to 6, wherein the course of the value-document
edge is ascertained in transmission from the first sensor signals (3') by means of
edge detection and the positions of a multiplicity of first edge points are ascertained
therefrom, and wherein the edge course of the value document is ascertained in remission
from the second sensor signals (3') by means of edge detection and the positions of
a multiplicity of second edge points therefrom.
8. The apparatus according to any of claims 3 to 7, wherein the evaluation device (51)
is configured for ascertaining a distance value (D) for the spatial distance between
the respective first edge point and the respective second edge point that corresponds
to the respective first edge point along the edge of the value document (3), said
value representing a measure of the spatial distance of the respective first edge
point (T(x, y)) from the respective second edge point (R(x, y)).
9. The apparatus according to any of claims 3 to 8, wherein the evaluation device (51)
is configured for
- respectively ascertaining a distance value (D) for a plurality of pairs of a first
and a second edge point, and checking whether a pre-specified minimum number (N) of
pairs of edge points exceeds the distance comparison value (A), and
- if the distance value (D) exceeds the distance comparison value (A) for at least
a pre-specified minimum number (N) of pairs of edge points, affirming the presence
of a foreign object (4), in particular adhesive tape, and otherwise negating the presence
of a foreign object (4), in particular adhesive tape.
10. The apparatus according to any of claims 3 to 9, wherein the evaluation device (51)
is configured for ascertaining a number (n) of distance values (D) that are greater
than the distance comparison value (A), and for carrying out the check of whether
the value document (3) has a foreign object (4), in particular adhesive tape, on the
basis of a comparison of the ascertained number (n) of distance values (D) that are
greater than the distance comparison value (A) with a pre-specified minimum number
(N) of distance values.
11. The apparatus according to any of claims 8 to 10, wherein the at least one distance
value (D) is the Euclidean distance between a first and a second edge point (T(x,
y), R(x, y)) in each case.
12. The apparatus according to any of the preceding claims, wherein the at least one sensor
(21 - 23) is configured for the spatially resolved capture of the electromagnetic
radiation transmitted by the value document (3) and the electromagnetic radiation
remitted by the value document and for generating corresponding first and second sensor
signals (3' and 3").
13. A value-document processing system (1) having at least one apparatus (2, 8, 10 - 13,
30, 31, 50) for processing, in particular conveying and/or counting and/or sorting,
value documents (3), in particular bank notes, and having an apparatus (21 - 23, 51)
for checking value documents (3) according to any of the preceding claims.
14. A method for checking value documents (3), in particular banknotes, having the following
steps of:
- capturing an electromagnetic radiation transmitted by a value document (3) and generating
corresponding first sensor signals (3') and a transmission image of the value document
composed of first sensor signals,
- capturing an electromagnetic radiation remitted by the value document (3) and generating
corresponding second sensor signals (3") and a remission image of the value document
composed of second sensor signals, and
- checking whether the value document (3) has a foreign object (4), in particular
adhesive tape, taking into account the first and second sensor signals (3', 3") that
correspond to the electromagnetic radiation respectively transmitted or remitted in
the region of the edge of the value document (3), wherein on the basis of possible
differences between an edge course of the value document ascertained from the transmission
image of the value document and an edge course of the value document ascertained from
the remission image of the value document a conclusion is drawn as to the presence
of a foreign object.
1. Dispositif de vérification de documents de valeur (3), en particulier de billets de
banque, comprenant
- au moins un capteur (21 - 23) destiné à la saisie d'un rayonnement électromagnétique
transmis par un document de valeur (3) et à la génération de premiers signaux de capteur
(3') correspondants qui correspondent au rayonnement électromagnétique transmis respectivement
dans la zone du bord du document de valeur (3), et destiné à la saisie d'un rayonnement
électromagnétique réémis par le document de valeur (3) et à la génération de deuxièmes
signaux de capteur (3") correspondants qui correspondent au rayonnement électromagnétique
réémis respectivement dans la zone du bord du document de valeur (3), cependant que
le au moins un capteur est conçu pour la génération d'une image de transmission composée
de premiers signaux de capteur et d'une image de réémission du document de valeur
composée de deuxièmes signaux de capteur, et
- un dispositif d'évaluation (51) destiné à vérifier si le document de valeur (3)
comporte un objet étranger (4), en particulier un ruban adhésif, en tenant compte
des premiers signaux de capteur (3') et en tenant compte des deuxièmes signaux de
capteur (3"), cependant que, à l'aide de différences éventuelles entre un tracé du
bord du document de valeur déterminé à partir de l'image de transmission du document
de valeur et un tracé du bord du document de valeur déterminé à partir de l'image
de réémission du document de valeur, la présence d'un objet étranger est déduite.
2. Dispositif selon la revendication 1, cependant que le dispositif d'évaluation (51)
est conçu pour, lorsqu'il est vérifié si le document de valeur (3) comporte un objet
étranger (4), en particulier un ruban adhésif, comparer entre eux les premiers signaux
de capteur (3') qui correspondent au rayonnement électromagnétique transmis respectivement
dans la zone du bord du document de valeur (3) avec les deuxièmes signaux de capteur
(3") qui correspondent au rayonnement électromagnétique réémis respectivement dans
la zone du bord du document de valeur (3).
3. Dispositif selon une des revendications précédentes, le dispositif d'évaluation (51)
étant conçu pour
- à l'aide des premiers signaux de capteur (3'), déterminer un ou plusieurs premiers
points de bord (T(x,y)) qui correspondent au bord du document de valeur (3),
- à l'aide des deuxièmes signaux de capteur (3"), déterminer un ou plusieurs deuxièmes
points de bord (R(x,y)) qui correspondent au bord du document de valeur (3),
- comparer la position d'au moins un des premiers points de bord (T(x,y)) avec la
position d'au moins un des deuxièmes points de bord (R(x,y)) afin de déterminer un
distance spatiale entre les respectivement premiers et les deuxièmes points de bord
et/ou une surface entre les premiers et les deuxièmes points de bord, cependant que
les premiers et deuxièmes points de bord (T(x,y), R(x,y)) dont les positions sont
comparées entre elles sont des points correspondant entre eux le long du bord du document
de valeur (3), et
- vérifier à l'aide de la distance spatiale et/ou de la surface si, dans la zone du
bord du document de valeur, il y a un objet étranger, en particulier un ruban adhésif.
4. Dispositif selon la revendication 3, cependant que le dispositif d'évaluation (51)
est conçu pour comparer la distance spatiale avec au moins une valeur de distance
de comparaison (A) prédéterminée et/ou la surface avec au moins une valeur de surface
de comparaison (F) prédéterminée, et pour, dans le cas où la distance dépasse la valeur
de distance de comparaison (A) ou que la surface dépasse la valeur de surface de comparaison
(F), affirmer la présence d'un objet étranger (4), en particulier d'un ruban adhésif,
et pour, sinon, nier la présence d'un objet étranger (4), en particulier d'un ruban
adhésif.
5. Dispositif selon la revendication 4, cependant que la au moins une valeur de distance
de comparaison (A) / valeur de surface de comparaison (F) correspond à une valeur
de distance / valeur de surface déterminée à l'aide d'au moins un document de valeur
sur lequel il n'y a pas d'objet étranger, en particulier pas de ruban adhésif.
6. Dispositif selon une des revendications de 3 à 5, cependant que le dispositif d'évaluation
(51) est conçu pour déterminer la position du au moins un premier / deuxième point
de bord (T(x,y) ou R(x,y)) par comparaison des premiers / deuxièmes signaux de capteur
(3' ou 3") avec au moins une valeur seuil.
7. Dispositif selon une des revendications de 3 à 6, cependant que, à partir des premiers
signaux de capteur (3'), par détection de bords, le tracé du bord du document de valeur
est déterminé en transmission, et que, à partir de cela, les positions d'une pluralité
de premiers points de bord sont déterminées, et cependant que, à partir des deuxièmes
signaux de capteur (3'), par détection de bords, le tracé du bord du document de valeur
en réémission et, à partir de cela, les positions d'une pluralité de deuxièmes points
de bord sont déterminées.
8. Dispositif selon une des revendications de 3 à 7, cependant que le dispositif d'évaluation
(51) est conçu pour déterminer une valeur de distance (D) pour la distance spatiale
entre le premier point de bord respectif et le deuxième point de bord respectif qui,
le long du bord du document de valeur (3), correspond au premier point de bord respectif,
lequel représente une mesure pour la distance spatiale entre le premier point de bord
respectif (T(x,y)) et le deuxième point de bord respectif (R(x,y)).
9. Dispositif selon une des revendications de 3 à 8, cependant que le dispositif d'évaluation
(51) est conçu pour
- pour plusieurs paires d'un premier et d'un deuxième point de bord, déterminer respectivement
une valeur de distance (D) afin de vérifier si un nombre minimum (N) prédéterminé
des paires de points de bord dépasse la valeur de distance de comparaison (A), et
- dans le cas où la valeur de distance (D) dépasse la valeur de distance de comparaison
(A) pour au moins un nombre minimum (N) prédéterminé des paires de points de bord,
la présence d'un objet étranger (4), en particulier d'un ruban adhésif, doit être
affirmée, alors que, sinon, la présence d'un objet étranger (4), en particulier d'un
ruban adhésif, doit être niée.
10. Dispositif selon une des revendications de 3 à 9, cependant que le dispositif d'évaluation
(51) est conçu pour déterminer un nombre (n) de valeurs de distance (D) plus élevées
que la valeur de distance de comparaison (A), et pour vérifier si le document de valeur
(3) comporte un objet étranger 4), en particulier un ruban adhésif, à l'aide d'une
comparaison entre le nombre (n) déterminé de valeurs de distance (D) plus élevées
que la valeur de distance de comparaison (A) et un nombre minimum (N) prédéterminé
de valeurs de distance.
11. Dispositif selon une des revendications de 8 à 10, cependant que la au moins une valeur
de distance (D) est la distance euclidienne entre respectivement un premier et un
deuxième point de bord (T(x,y), R(x,y)).
12. Dispositif selon une des revendications précédentes, cependant que le au moins un
capteur (21 - 23) est conçu pour la saisie à résolution locale du rayonnement électromagnétique
transmis par le document de valeur (3) et du rayonnement électromagnétique réémis
par le document de valeur (3), et pour la génération de premiers et deuxièmes signaux
de capteur (3' ou 3") correspondants.
13. Système de traitement de documents de valeur (1) comprenant au moins un dispositif
(2, 8, 10 - 13, 30, 31, 50) de traitement, en particulier pour le convoyage et/ou
le comptage et/ou le triage de documents de valeur (3), en particulier de billets
de banque, et comprenant un dispositif (21 - 23, 51) de vérification de documents
de valeur (3) selon une des revendications précédentes.
14. Procédé de vérification de documents de valeur (3), en particulier de billets de banque,
comprenant les étapes :
- saisir un rayonnement électromagnétique transmis par un document de valeur (3) et
générer des premiers signaux de capteur (3') correspondants et une image de transmission
du document de valeur composée de premiers signaux de capteur,
- saisir un rayonnement électromagnétique réémis par le document de valeur (3) et
générer des deuxièmes signaux de capteur (3") correspondants et générer une image
de réémission du document de valeur composée de deuxièmes signaux de capteur, et
- vérifier si le document de valeur (3) comporte un objet étranger 4), en particulier
un ruban adhésif, en tenant compte des premiers et deuxièmes signaux de capteur (3',
3") qui correspondent au rayonnement électromagnétique transmis ou réémis respectivement
dans la zone du bord du document de valeur (3), cependant que, à l'aide de différences
éventuelles entre un tracé du bord du document de valeur déterminé à partir de l'image
de transmission du document de valeur et à partir d'un tracé du bord du document de
valeur déterminé à partir de l'image de réémission du document de valeur, la présence
d'un objet étranger est déduite.