[0001] Die Erfindung betrifft einen Beschlagskörper für einen Beschlag. Der Beschlag dient
für eine Gebäudetür. Der Beschlagskörper weist eine Vorderseite, eine Rückseite und
Seitenflächen auf, wobei die Rückseite zur Anordnung an die Gebäudetür dient. Ferner
weist der Beschlagskörper einen Träger und eine Blende zur Abdeckung des Trägers zumindest
auf der Vorderseite auf, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Weiterhin betrifft
die Erfindung einen Beschlag mit einem Beschlagskörper und mit einer Handhabe gemäß
dem Patentanspruch 14. Ebenso betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Demontage eines
Beschlags gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 15.
[0002] Die Druckschrift
EP 1 580 354 B1 offenbart einen Beschlag mit einer wannenförmigen Blende. Bei einer Beschädigung
muss die gesamte Blende ausgetauscht werden. Ferner muss für verschiedene Anforderungen,
wie z. B. unterschiedliche Ländergegebenheiten oder verschiedene Gebäudetürvoraussetzungen,
insbesondere bei unterschiedlichen Bemaßungen, wie z. B. unterschiedliche Abstände
der Handhabe von einem Schließzylinder, jeweils die gesamte Blende vorgehalten und
angepasst werden. Ebenfalls muss bei einer Demontage des Beschlags die gesamte Blende
abmontiert werden. Hierzu muss zunächst der Türdrücker gelöst werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Beschlagskörper, einen Beschlag und
ein Verfahren bereitzustellen, die einen der vorgenannten Nachteile beseitigt, insbesondere
bei der eine Blende zumindest teilweise material- und/oder zeitsparend ausgetauscht
oder angepasst werden kann.
[0004] Die Aufgabe wird gelöst durch den unabhängigen Anspruch 1. Vorteilhafte Weiterbildungen
des Beschlagskörpers sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und in den
Figuren angegeben. Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch einen Beschlag mit einem
erfindungsgemäßen Beschlagskörper gelöst. Der Beschlag weist insbesondere neben dem
Beschlagskörper eine Handhabe auf. Die Handhabe ist vorzugsweise als Türdrücker ausgestaltet.
Ferner kann der Beschlag optional ein Übertragungselement und/oder ein Befestigungselement
zur Befestigung des Beschlags an einer Gebäudetür aufweisen. Alternativ kann der Beschlag
mit dem Übertragungselement und/oder dem Befestigungselement verbindbar sein. Das
Übertragungselement dient dazu, ein Drehmoment von der Handhabe auf ein Schloss zu
übertragen. Hierzu kann das Übertragungselement von der Rückseite des Beschlagskörpers
hervorragen. Ferner wird die Erfindung auch durch die Merkmale des unabhängigen Verfahrensanspruchs
gemäß dem Anspruch 15 gelöst. Merkmale und Details, die in Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Beschlagskörper und dem erfindungsgemäßen Beschlag beschrieben sind, gelten dabei
auch in Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und umgekehrt. Dabei können
die in der Beschreibung und in den Ansprüchen erwähnten Merkmale jeweils einzeln für
sich oder in Kombination erfindungswesentlich sein. Insbesondere werden ein Beschlagskörper
und ein Beschlag unter Schutz gestellt, mit dem das erfindungsgemäße Verfahren ausführbar
ist, wie auch ein Verfahren, das mit dem erfindungsgemäßen Beschlag und/oder Beschlagskörper
ausgeführt werden kann.
[0005] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Blende in mindestens ein erstes Blendenelement
und ein zweites Blendenelement unterteilt ist, wobei mindestens ein Blendenelement
über einen Form- und/oder Kraftschluss an dem Träger befestigt ist. Das erste und
das zweite Blendenelemente sind dabei insbesondere separat zueinander ausgebildet.
Das über einen Form- und/oder Kraftschluss an dem Träger befestigte Blendenelement
ist reversibel lösbar. Durch die Unterteilung der Blende in mindestens zwei separate
Blendenelemente und das zumindest eine reversibel lösbare Blendenelement ist es möglich,
bei einer Beschädigung oder einer Anpassung an eine Gebäudetür nur ein Blendenelement
auszutauschen. Das andere Blendenelement oder die anderen Blendenelemente können weiterverwendet
werden. Somit kann Material eingespart werden.
[0006] Die Begriffe "vor", "hinter", "oberhalb" "unterhalb" etc. werden im Folgenden derart
gebraucht, wie es einem Beschlag in einem in einer Gebäudetür eingebauten Zustand
aus Sicht eines Betrachters entspricht.
[0007] Es ist denkbar, dass Blendenelemente der Blende untereinander nicht befestigt sind.
Beispielsweise können das erste und/oder das zweite Blendenelement nur durch den Form-
und/oder Kraftschluss an dem Träger befestigt sein.
[0008] Das zweite Blendenelement kann unterhalb des ersten Blendenelementes auf der Vorderseite
angeordnet sein. Es ist denkbar, dass eine für die Handhabe vorgesehene Anlagefläche
zwischen dem ersten und dem zweiten Blendenelement angeordnet ist.
[0009] Der Beschlagskörper dient zur Anordnung an eine Gebäudetür. Ebenso kann der Beschlagskörper
an anderen Türen mit planaren Außenflächen wie Innentüren von Schiffen oder Zügen
anordbar sein. Der Beschlagskörper ist insbesondere geeignet, mit der Rückseite an
einer Außenfläche der Gebäudetür anzuliegen oder alternativ ganz oder teilweise in
die Gebäudetür eingelassen zu sein. Der Beschlagskörper ist außerhalb eines Schlosskastens
eines Schlosses anordbar. Der Beschlagskörper kann insbesondere als Türschild oder
als Rosette ausgebildet sein. Der Beschlagskörper kann als Blindschild, d. h. ohne
Aufnahmeöffnung für einen Schließzylinder, oder mit einer Aufnahmeöffnung für einen
Schließzylinder ausgestaltet sein.
[0010] Der Beschlagskörper kann zur Lagerung der Handhabe dienen. Zusätzlich oder alternativ
kann der Beschlagskörper mindestens eine Türbefestigungsaufnahme zur Aufnahme eines
Befestigungselementes, das zur Befestigung an der Gebäudetür dient, aufweisen.
[0011] Es ist denkbar, dass das über einen Form- und/oder Kraftschluss an dem Träger befestigte
Blendenelement innerhalb des Beschlagskörpers befestigt ist. Hierdurch kann auf eine
im eingebauten Zustand des Beschlags sichtbare Madenschraube verzichtet werden. So
kann das Blendenelement als eine ebene Platte oder nur an einem Ende gebogene Platte
ausgeführt ist, von der rückwärtig zumindest ein Form- und/oder Kraftschlussmittel
abragt. Die Form-und/oder Kraftschlussmittel sind bevorzugt von einer Frontseite des
Trägers in den Träger einführbar.
[0012] Das Blendenelement, insbesondere das reversibel lösbare Blendenelement, kann mit
einer Dicke in einem Bereich zwischen 1,0 mm und 3,0 mm, bevorzugt in einem Bereich
zwischen 1,5 mm und 2,5 mm, besonders bevorzugt in einem Bereich zwischen 1,8 mm und
2,2 mm ausgeführt sein. Hierdurch kann eine besonders gute Stabilität des Blendenelementes
bei verschiedenen Materialien erreicht werden. Das erste und das zweite Blendenelemente
können im Wesentlichen die gleiche Dicke aufweisen. So können die Dicken des ersten
und des zweiten Blendenelementes sich beispielsweise nur zwischen 0-10%, bevorzugt
zwischen 0-5%, besonders bevorzugt zwischen 0-2% unterscheiden. Hierdurch ist eine
ebene, leicht zu säubernde Oberfläche bei einem Träger mit einer konstanten Tiefe
möglich.
[0013] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Vorderseite, soweit die Vorderseite von der
Blende gebildet ist, vorsprungsfrei ausgebildet ist. Eine Ausnahme kann eine für die
Handhabe vorgesehene Anlagefläche bilden.
[0014] Das reversibel lösbare Blendenelement ist bevorzugt frei von einer Durchgangsöffnung
für die Handhabe ausgebildet. Vorzugsweise umschließt das über einen Form- und/oder
Kraftschluss an dem Träger befestigte Blendenelement die für die Handhabe vorgesehene
Anlagefläche des Beschlagskörpers höchstens hälftig. Insbesondere kann das über einen
Form-und/oder Kraftschluss an dem Träger befestigte Blendenelement montierbar und/oder
demontierbar sein, ohne die Handhabe zu lösen. Daher kann vorgesehen sein, dass eine
Aussparung in dem Blendenelement sich nach außen verbreiternd ausgebildet sein.
[0015] Es kann vorgesehen sein, dass das erste und das zweite Blendenelement über einen
Form- und/oder Kraftschluss an dem Träger befestigt sind. Hierdurch kann der materialsparende
Austausch für beide Blendenelemente vorgenommen werden.
[0016] Das über einen Form- und/oder Kraftschluss an dem Träger befestigte Blendenelement
kann mindestens eine Türbefestigungsaufnahme des Beschlagskörpers, insbesondere des
Trägers, zur Aufnahme des Befestigungselementes zur Befestigung an die Gebäudetür
und/oder eine Schließzylinderaufnahme des Beschlagskörpers, insbesondere des Trägers,
zur Aufnahme eines Schließzylinders abdecken. Dieses ist insbesondere für das zweite
Blendenelement denkbar. Die Türbefestigungsbefestigungsaufnahme und/oder die Schließzylinderaufnahme
sind insbesondere derart ausgestaltet, dass das Befestigungselement bzw. der Schließzylinder
variabel in der Türbefestigungsaufnahme bzw. der Schließzylinderaufnahme platzierbar
ist. Beispielsweise kann die Schließzylinderaufnahme einen größeren Umfang als der
einzusetzende Schließzylinder aufweisen. Die Türbefestigungsaufnahme kann beispielsweise
als ein Langloch ausgestaltet sein. Alternativ oder zusätzlich kann eine Türbefestigungsaufnahme
als eine Lochgruppe ausgebildet sein. Durch die variable Platzierbarkeit des Schließzylinders
und/oder des Befestigungselementes kann der Beschlag bei verschiedenen Bemaßungen
der Gebäudetür eingesetzt werden.
[0017] Das erste und/oder das zweite Blendenelement weist vorzugsweise eine ebene, durchgängige,
die Vorderseite bildende Oberfläche auf. Insbesondere ist die Oberfläche tastenfeldfrei
ausgebildet. Diese Ausgestaltung trägt zum leichten Säubern der Blende bei. Alternativ
kann das zweite Blendenelement, das zur Abdeckung der Schließzylinderaufnahme dient,
eine der Größe des Schließzylinders angepasste Öffnung aufweisen. Aufgrund verschiedener
Abstände zwischen Handhabe und Schließzylinder kann es bei der Produktion und dem
Verkauf notwendig sein, zweite Blendenelemente mit auf verschiedenen Höhen angeordneten
Schließzylinderöffnungen vorzuhalten. Bevorzugt reicht es jedoch aus, nur die zweiten
Blendenelemente mit einer der Größe des Schließzylinders angepasste Öffnung vorzuhalten.
Das weitere Blendenelement oder die weiteren Blendenelemente müssen nicht an die Schließzylinderöffnung
angepasst werden. Hierdurch kann Material für die Blende und/oder Lagerraum gespart
werden. Bevorzugt ist durch die groß ausgestaltete Schließzylinderaufnahme keine Anpassung
des Trägers an die verschiedenen Abstände zwischen Handhabe und Schließzylinder nötig.
Vorzugsweise weist der erfindungsgemäße Beschlag, insbesondere der erfindungsgemäße
Beschlagskörper, eine Sende- und/oder Empfangseinheit auf, mit der ein Authentifizierungscode
kabellos empfangen werden kann. Die Sende-und/oder Empfangseinheit kann eine Antenne
aufweisen. Der Authentifizierungscode kann aus einem externen tragbaren Authentifizierungs-Geber
an die Sende- und/oder Empfangseinheit übertragen werden. Der Authentifizierungs-Geber
kann passiv, d. h. ohne eigene Energieversorgung, oder aktiv, d. h. mit einer eigenen
Energieversorgung, ausgestaltet sein. So kann der Authentifizierungs-Geber als ein
passiver oder als ein aktiver Transponder ausgebildet sein.
[0018] Der Beschlag kann als ein elektro-mechanischer Beschlag ausgebildet sein. Bevorzugt
weist der Beschlag, insbesondere der Beschlagskörper, ein Kupplungselement auf, das
durch einen elektrischen Antrieb bewegt wird. Durch das Kupplungselement kann eine
mechanische Kupplung der Handhabe mit dem Übertragungselement stattfinden, so dass
ein Drehmoment von der Handhabe auf das Schloss übertragbar ist. Hierzu bewegt der
Antrieb das Kupplungselement in eine eingekuppelte Position. Zusätzlich kann durch
den elektrischen Antrieb auch eine Entkupplung der Handhabe von dem Übertragungselement
stattfinden. Hierzu bewegt der Antrieb das Kupplungselement in eine ausgekuppelte
Position. Der Beschlag kann der Zutrittskontrolle dienen. Hierbei findet insbesondere
eine Kupplung nur nach einer Authentifizierung eines berechtigten Benutzers statt.
Die Authentifizierung kann insbesondere nach dem Empfang des Authentifizierungscodes
stattfinden.
[0019] Die Handhabe ist insbesondere sowohl, wenn sich das Kupplungselement in der ausgekuppelten
Position, als auch, wenn sich das Kupplungselement in der eingekuppelten Position
befindet, betätigbar. Das Kupplungselement kann mit der Handhabe zumindest mittelbar
verbunden sein. Das Kupplungselement kann sich insbesondere bei einer Drehung der
Handhabe mitdrehen. In der ausgekuppelten Position kann die Handhabe mit dem Kupplungselement
außer Wirkverbindung mit einem Gegenkupplungselement stehen. In der eingekuppelten
Position steht insbesondere das Kupplungselement mit dem Gegenkupplungselement in
Wirkverbindung oder ist durch eine Bewegung der Handhabe in Wirkverbindung mit dem
Gegenkupplungselement bringbar. Das Letztere gilt beispielsweise, wenn zwischen dem
Kupplungselement und dem Gegenkupplungselement ein Spiel vorgesehen ist. Das Gegenkupplungselement
kann mit dem Übertragungselement derart, z. B. form- und/oder kraftschlüssig, verbunden
sein, dass sich das Übertragungselement mit dem Gegenkupplungselement mitdreht. In
Wirkverbindung sind das Kupplungselement und das Gegenkupplungselement insbesondere
formschlüssig miteinander verbunden.
[0020] Das erste Blendenelement kann zur Abdeckung einer Kontrolleinheit dienen. Die Kontrolleinheit
kann für eine Zugangsberechtigungskontrolle und/oder zur Steuerung und/oder Regelung
des Antriebs dienen. Das erste Blendenelement kann derart form- und/oder kraftschlüssig
an dem Träger befestigt sein, dass das erste Blendenelement nur von der Rückseite
her lösbar ist. Hierdurch kann ein Manipulationsschutz erreicht werden. Insbesondere
kann das erste Blendenelement über eine Clipsverbindung an dem Träger befestigt sein.
[0021] Ein drittes Blendenelement kann zwischen dem ersten und dem zweiten Blendenelement
angeordnet sein. Das dritte Blendenelement kann das erste und das zweite Blendenelement
voneinander trennen. Das dritte Blendenelement kann eine Durchgangsöffnung zur Lagerung
der Handhabe aufweisen. Das dritte Blendenelement kann durch die Handhabe, das erste
Blendenelement und/oder das zweite Blendenelement befestigt sein. Bevorzugt kann das
dritte Blendenelement als ein Lichtleiter ausgebildet sein. Somit kann das dritte
Blendenelement zur Anzeige der Position des Kupplungselementes, einer Benutzerberechtigung,
eines Ladezustands des Energiespeichers und/oder eines Betriebszustands dienen.
[0022] Es kann vorgesehen sein, dass ein Form- und/oder Kraftschluss, mit dem das zweite
Blendenelement an dem Träger befestigt ist, durch Verschieben lösbar ist. Insbesondere
kann das Blendenelement über eine Klemmverbindung mit dem Träger befestigt sein. Die
Klemmverbindung kann insbesondere durch ein vertikales Verschieben des Blendenelementes
herstellbar oder lösbar sein. Das vertikale Verschieben kann insbesondere nach unten
erfolgen, um die Klemmverbindung zu lösen. Bevorzugt weist das untere Blendenelement
mindestens einen Stift auf, der in eine Federscheibe des Beschlagskörpers einführbar
ist. Die Federscheibe ist bevorzugt am Träger angeordnet. Der Stift wird durch eine
Verdickung, insbesondere einen Pilzkopf, an der Federscheibe gehalten.
[0023] Um einen Manipulationsschutz zu erreichen, kann das zweite Blendenelement dazu vorgesehen
ist, im montierten Zustand von der Vorderseite und den Seitenflächen her unlösbar
angeordnet zu sein. Hierdurch soll insbesondere ein Zugriff auf die Befestigungselemente
verhindert werden, damit der Beschlagskörper nicht von der Gebäudetür entfernt werden
kann.
[0024] Damit das zweite Blendenelement im montierten Zustand unlösbar ist, kann das zweite
Blendenelement die Schließzylinderöffnung aufweisen, die für den Schließzylinder durchragbar
ist. Im eingebauten Zustand des Beschlags durchragt der Schließzylinder das zweite
Blendenelement und kann somit ein Abziehen des zweiten Blendenelementes durch Verschieben
verhindern. Alternativ oder zusätzlich kann mindestens ein in dem Beschlagskörper
angeordnetes Sicherungselement ein Lösen des zweiten Blendenelementes von der Vorderseite
her verhindern. Das Sicherungselement kann das zweite Blendenelement insbesondere
formschlüssig sichern. Beispielsweise kann das Sicherungselement unter dem Stift vertikal
unverschiebbar angeordnet sein und so ein vertikales Verschieben des zweiten Blendenelementes
verhindern.
[0025] Alternativ kann das zweite Blendenelement von der Vorderseite oder den Seitenflächen
her lösbar angeordnet ist. So kann das zweite Blendenelement nur durch Verschieben
abnehmbar sein. Hierdurch ist beispielsweise ein Zugang zu einem hinter dem zweiten
Blendenelement angeordneten Notfallschließzylinder und/oder zu den Befestigungselementen
möglich. Diese Alternative ist insbesondere für eine Gebäudetürinnenseite oder bei
von vorne unlösbaren oder nur mit einem Spezialwerkzeug lösbaren Befestigungselementen
vorteilhaft. In diesem Fall weist das zweite Blendenelement vorteilhafter Weise eine
durchgehende Oberfläche auf.
[0026] Der Träger kann im Bereich der Antenne zu einer Vorderseite und zu einer Rückseite
des Beschlagskörpers hin offen ausgestaltet sein. Das Blendenelement, das den Träger
zur Vorderseite hin zumindest im Bereich der Antenne abdeckt, und/oder ein Abdeckelement,
das den Träger zur Rückseite hin zumindest im Bereich der Antenne abdeckt, können
aus elektrisch nicht leitendem Material, insbesondere Kunststoff, ausgebildet ist.
Hierdurch wird eine Dämpfung des durch die Antenne zu empfangenen Signals verringert.
Das Abdeckelement dient zum Schutz der Antenne und/oder der im Bereich der Antenne
ebenfalls angeordneten Kontrolleinheit. Der Träger kann aus elektrisch leitendem Material
ausgestaltet sein. Insbesondere ist mindestens ein Spalt im Träger vorgesehen. Hierdurch
wird eine Dämpfung des durch die Antenne zu empfangenen Signals verringert.
[0027] In einer Alternative kann der Beschlagskörper Türbefestigungsaufnahmen nur unterhalb
der Antenne aufweisen. Hierdurch kann nach Lösen des zweiten Blendenelementes der
Beschlagskörper demontierbar sein. In einer weiteren Alternative weist der Beschlagskörper
zumindest eine Türbefestigungsaufnahme oberhalb der Antenne auf. Hierdurch ist es
möglich, auch langgestreckte Beschlagskörper sicher an der Gebäudetür zu befestigen.
Die Türbefestigungsaufnahme oberhalb der Antenne ist bevorzugt elektrisch isoliert
von dem Träger ausgebildet. Hierdurch wird eine Dämpfung des durch die Antenne zu
empfangenen Signals verringert.
[0028] Zusätzlich oder alternativ zu dem Abdeckelement im Bereich der Antenne kann der Beschlagskörper
auf der Rückseite ein weiteres Abdeckelement zur Lagerung und/oder Befestigung eines
Elementes aufweisen. Beispielsweise kann das Abdeckelement eine Feder zum Bewegen
der Handhabe lagern, zur Lagerung für das Übertragungselement und/oder zur Befestigung
des Gegenkupplungselements ausgebildet sein. Das Abdeckelement kann zur axialen und/oder
radialen Lagerung des Übertragungselementes ausgebildet sein. Beispielsweise kann
das Abdeckelement einen rundumlaufenden Kragen zur Lagerung des Übertragungselements
aufweisen, wobei insbesondere der Kragen einen zylindermantelförmigen Abschnitt und
einen sich daran anschließenden verjüngenden Abschnitt aufweist. Hierdurch kann das
Übertragungselement kugelgelenkartig in das Abdeckelement aufgenommen werden. Der
Kragen und/oder das in dem Beschlagskörper gelagerten Ende des Übertragungselementes
können rotationssymmetrisch ausgestaltet sein. Besonders bevorzugt ist das Abdeckelement,
das zur Lagerung und/oder zur Befestigung der genannten Elemente dient, reversibel
lösbar befestigt. Hierdurch sind z. B. die Feder und/oder das Übertragungselement
austauschbar.
[0029] Der Träger kann einstückig und/oder materialeinheitlich, insbesondere monolithisch,
ausgebildet sein. Alternativ kann der Träger aus mindestens zwei verschiedenen Materialien
hergestellt sein, um verschiedenen Belastungen zu genügen. Bevorzugt erstreckt sich
der Träger zwischen zwei gegenüberliegenden Seitenflächen des Beschlagskörpers. Der
Träger kann an mindestens einer Seitenfläche des Beschlagskörpers sichtbar sein.
[0030] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch einen Beschlag mit einem erfindungsgemäßen
Beschlagskörper gelöst. Das optional in dem Beschlag vorgesehene Übertragungselement
kann mit einem ersten Teil, der zum Einstecken in das Schloss dient, an das Schloss
angepasst sein. Das Übertragungselement kann z. B. in das Schloss, insbesondere in
eine Nuss des Schlosses, einsteckbar sein. Der erste Teil des Übertragungselements
kann als Mehrkant, insbesondere als Vierkant ausgebildet sein. Alternativ kann der
erste Teil z. B. als Blechstück ausgebildet sein. Durch die Übertragung Drehmomentes
ist es insbesondere möglich, eine Falle und/oder einen Riegel des Schlosses zu betätigen.
Ferner ist es optional möglich, dass das Übertragungselement zu einer Verbindung mit
einer Handhabe auf einer gegenüberliegenden Seite der Gebäudetür dient.
[0031] Es ist denkbar, dass eine Handhabe an dem Beschlagskörper ohne eine im eingebauten
Zustand des Beschlags von außen zugängliche Madenschraube befestigt ist. So können
die Handhabe ein erstes Verbindungselement und der Beschlagskörper ein zweites Verbindungselement
aufweisen, über die die Handhabe an dem Beschlagskörper gelagert ist. Bevorzugt ist
das erste Verbindungselement an einer Innenseite der hohlen Handhabe angeordnet. Ein
Lagerelement, an dem das zweite Verbindungselement angeordnet ist, kann abragend von
einem Trägerkörper des Trägers ausgebildet sein. Hierdurch kann eine Verbindung, insbesondere
eine abziehfeste, drehbare Verbindung, zwischen der Handhabe und dem Beschlagskörper
innerhalb der Handhabe realisiert werden. Somit kann die Handhabe am Beschlagskörper
enden. Ein erstes Ende der Handhabe kann an der Vorderseite des Beschlagskörpers anliegen.
Bevorzugt kann der Beschlag frei von außen sichtbaren Madenschrauben ausgeführt sein.
Zum einen können das erste und das zweite Beschlagselement innerhalb des Beschlagskörpers
befestigt sein. Zum anderen kann die Handhabe mit dem Beschlagskörper durch das erste
und das zweite Verbindungselement verbunden sein.
[0032] Ebenfalls wird die Aufgabe der Erfindung durch ein Blendenelement mit den beschriebenen
Merkmalen gelöst. So wird insbesondere ein Blendenelement, das als eine ebene Platte
oder nur an einem Ende gebogene Platte ausgeführt ist, von der rückwärtig ein Form-
und/oder Kraftschlusselement abragt, eigenständig unter Schutz gestellt.
[0033] Ebenfalls wird eine Beschlagsgarnitur mit erfindungsgemäßen Beschlägen unter Schutz
gestellt, wobei die Beschläge zur Anordnung an gegenüberliegende Gebäudetürseiten
dienen. Hierbei kann insbesondere das im eingebauten Zustand von außen reversibel
zu lösende Blendenelement, das über einer Türbefestigungsaufnahme angeordnet ist,
bei nur bei einem Beschlag, der für eine Gebäudetürinnenseite vorgesehen ist, vorgesehen
sein.
[0034] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch ein Verfahren zur Demontage eines Beschlags
gelöst. Das erfindungsgemäße Verfahren weist die folgenden Schritte auf:
- a. Bewegen, insbesondere Verschieben, eines Blendenelementes, so dass das bewegte
Blendenelement abnehmbar wird,
- b. Abnehmen des bewegten Blendenelements von dem Beschlagskörper, wobei eine Handhabe,
insbesondere ein Türdrücker, und/oder ein weiteres Blendenelement an einem Beschlagskörper
verbleibt,
- c. Lösen mindestens eines Befestigungselementes, das zur Befestigung an die Gebäudetür
dient.
[0035] Durch das Verbleiben des weiteren Blendenelementes und/oder der Handhabe am Beschlag
kann der Beschlag zeitsparend demontiert werden. Dieses gilt insbesondere für den
Fall, indem nur durch ein Verschieben und Abnehmen des Blendenelementes das zu lösende
Befestigungselement zugänglich wird. Hierbei muss keine Madenschraube entfernt werden.
[0036] Der Schritt a. wird insbesondere vor dem Schritt b. ausgeführt. Der Schritt b. wird
insbesondere vor dem Schritt c. ausgeführt. Das in Schritt c. zu lösende Befestigungselement
ist bevorzugt hinter dem in Schritt b. abgenommenen Blendenelement angeordnet.
[0037] Es ist denkbar, dass vor Schritt a. ein Schließzylinder entfernt wird, wodurch das
in Schritt a. zu bewegende Blendenelement erst bewegbar wird.
[0038] Weitere die Erfindung verbessernde Maßnahmen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
zu Ausführungsbeispielen der Erfindung, welche in den Figuren schematisch dargestellt
sind. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder den Zeichnungen hervorgehenden
Merkmalen und/oder Vorteilen, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher
Anordnung oder Verfahrensschritte, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten
Kombinationen erfindungswesentlich sein. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Beschlags mit einem erfindungsgemäßen
Beschlagskörper,
- Figur 2
- eine perspektivische Rückansicht des Beschlags aus Figur 1,
- Figuren 3 bis 5
- verschiedene Positionen eines Türdrückers des Beschlags aus Figur 1,
- Figur 6
- eine Explosionsansicht von Teilen des Beschlagskörpers aus Figur 1
- Figur 7
- Ein Längsschnitt entlang A-A aus Figur 4 durch einen Teil des Beschlags mit einem
Kupplungselement in einer eingekuppelten Position,
- Figur 8
- Der Ausschnitt aus Figur 7 mit dem Kupplungselement in einer ausgekuppelten Position,
- Figur 9
- einen Ausschnitt eines Querschnitts durch den Beschlag aus Figur 1 in einer Ruheposition,
wobei die Lage des Querschnitts aus Figur 7 gemäß B-B ersichtlich ist,
- Figur 10
- der Schnitt aus Figur 9 in einer Betätigungsposition,
- Figur 11
- einen Ausschnitt einer Rückansicht eines teilweise geöffneten Beschlags in einer Ruheposition
gemäß Fig. 3
- Figur 12
- Die Ansicht aus Fig. 11 in einer Betätigungsposition,
- Figur 13
- Eine der Figur 11 entsprechende Rückansicht eines teilweise geöffneten Beschlags in
einer Ruheposition gemäß Figur 4
- Figur 14
- Die Ansicht aus Fig. 13 in einer Betätigungsposition
- Figur 15
- Die Ansicht aus Figur 1 mit einem abgenommenen ersten Blendenelement, mit einer abgenommenen
Handhabe und mit einem modifizierten zweiten Blendenelement
- Figur 16
- Eine Rückansicht des Beschlags aus Figur 1 mit einem abgenommenen ersten Abdeckelement
- Figur 17
- Längsschnitt entlang G-G durch den Beschlag aus Figur 4, wobei Schnittflächen unschraffiert
sind,
- Figur 18
- einen Querschnitt durch ein Kupplungselement, ein Gegenkupplungselement und ein Übertragungselement
des Beschlags aus Figur 1, wobei die Lage des Schnitts aus Figur 7 gemäß C-C ersichtlich
ist,
- Figur 19
- eine Explosionsansicht eines Gegenkupplungselements, eines Übertragungselements und
eines Abdeckelements
- Figur 20
- einen Ausschnitt eines Querschnitts des Beschlags aus Figur 5 in der Montageposition,
wobei die Lage des Querschnitts aus Figur 7 gemäß D-D ersichtlich ist,
- Figur 21
- einen Ausschnitt aus einem Längsschnitt des Beschlags aus Figur 4, entlang der Linie
E-E, wobei ein Verbindungsstück dargestellt ist,
- Figur 22
- eine Einzeldarstellung eines Verbindungsstück und eines Einbauelements des Beschlags
aus Figur 1 ohne angepasste Größenverhältnisse,
- Figur 23
- die Ansicht aus Figur 1, bei der ein Inneres des Beschlags 1 teilweise dargestellt
ist,
- Figur 24
- ein Längsschnitt durch ein Griffstück des Beschlags aus Figur 1 entlang F-F,
- Figur 25
- eine Rückansicht eines Trägers des Beschlags aus Figur 1,
- Figur 26
- eine perspektivische Ansicht des Trägers aus Figur 25 von unten,
- Figur 27
- ein Ausschnitt aus einer perspektivischen Rückansicht eines weiteres Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Beschlags, teilweise geöffnet dargestellt.
- Figur 28
- eine Explosionsansicht von oberen Teilen des Beschlags aus Figur 27 mit einem abgenommenen
ersten Blendenelement und
- Figur 29
- ein erfindungsgemäßes Verfahren
[0039] In den Figuren 1 und 2 ist ein erfindungsgemäßer Beschlag 1 dargestellt. Der Beschlag
1 weist einen erfindungsgemäßen Beschlagskörper 2, eine Handhabe 30, ein Übertragungselement
26 und Befestigungselemente 60 auf. Die Handhabe 30 ist als ein Türdrücker ausgestaltet.
Die Handhabe 30 weist ein Verbindungsstück 32 zur Anlage an einen Beschlagskörper
2 und ein von dem Verbindungsstück 32 abgewinkeltes Griffstück 31 auf.
[0040] Das Übertragungselement 26 dient dazu, in eine Nuss eines Schlosses eingeführt zu
werden und ein Drehmoment der Handhabe 30 auf das Schloss zu übertragen und damit
eine Falle und/oder einen Riegel zu betätigen. Hierzu ist ein Ende 90 des Übertragungselementes
der Nuss angepasst. Die Befestigungselemente 60 dienen zur Befestigung des Beschlags
1 an einer Gebäudetür.
[0041] Wie in den Figuren 3 bis 5 dargestellt, kann die Handhabe 30 verschiedene Positionen
einnehmen. Die Handhabe 30 kann eine erste nach links gerichtete Ausrichtung V einnehmen,
wie in Figur 3 dargestellt. Die Handhabe 30 kann von der ersten Ausrichtung V zu einer
zweiten nach rechts gerichteten Ausrichtung VI, die in Figur 4 dargestellt ist, wechseln.
Hierzu muss jedoch der Beschlag 1 zumindest teilweise demontiert werden. In einem
montierten betriebsfertigen Zustand des Beschlags 1 kann die Handhabe 30 jeweils nur
zwischen einer Ruheposition I, wie in Figur 3 für die erste Ausrichtung und in Figur
4 für die zweite Ausrichtung mit durchgezogenen Linien dargestellt, und einer Betätigungsposition
II, wie in Figur 3 für die erste Ausrichtung und in Figur 4 für die zweite Ausrichtung
mit gestrichelten Linien dargestellt, bewegt werden. Die im montierten betriebsfertigen
Zustand einnehmbaren Positionen der Handhabe 30 werden als Betriebspositionen bezeichnet.
Ein Betriebswinkel BW ist als der Winkel zwischen der Ruheposition der Handhabe und
der Betätigungsposition der Handhabe definiert. Beispielsweise kann der Betriebswinkel
45° betragen. In der Figur 5 ist eine Montageposition III der Handhabe 30 dargestellt,
die in einem montierten Zustand des Beschlags 1 nicht einnehmbar ist. Die Montageposition
III wird sowohl während einer ersten Montage des Beschlags 1 als auch während eines
Wechsels der Ausrichtung der Handhabe 30 eingenommen.
[0042] In Figur 6 sind Teile eines erfindungsgemäßen Beschlagskörper 2 in einer Explosionsansicht
dargestellt. Der Beschlagskörper 2 ist mit einer Vorderseite 101, einer Rückseite
102 und Seitenflächen 103, 104, 105, 106 ausgebildet, wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt.
Der Beschlagskörper 2 weist einen Träger 10 auf. Der Trägerkörper ist mit einer Frontseite
111, einer Hinterseite 112 und Seiten 113, 114, 115, 116 ausgebildet. Der Träger 10
ist monolithisch aus einem Metall ausgebildet. Der Träger 10 weist einen Trägerkörper
19 und ein Lagerelement 11 auf. Das Lagerelement 11 ragt nach vorne von dem Trägerkörper
19 ab. Das Lagerelement 11 dient zur Lagerung der Handhabe 30. Hierbei ist das Lagerelement
in der Handhabe 30 aufgenommen. Zwischen dem Lagerelement 11 und der Handhabe 30 ist
eine Lagerhülse 33 vorgesehen, die zur haptisch angenehmen Betätigung der Handhabe
30 und zur Verschleißreduzierung der Handhabe 30 und des Lagerelementes 11 dient.
[0043] Auf der Frontseite 111 ist der Trägerkörper 19 von einer Blende 9 abgedeckt. Die
Blende 9 setzt sich aus Blendenelementen 3, 4, 5 und einem weiteren, in Figur 1 dargestellten
Blendenelement 49, das im Blendenelement 5 eingesetzt ist, zusammen. Auf der Hinterseite
112 schließen sich an den Träger Abdeckelemente 6, 7 an. Die Blendenelemente 3, 4,
5, 49 und die Abdeckelemente 6, 7 sind jeweils separat voneinander ausgebildet.
[0044] Wie in Figur 1 und 2 dargestellt, bilden zumindest die Blendenelement 3, 4 eine ebene,
vorsprungsfreie Oberfläche. Nur um die Handhabe 30 herum kann die Blende 9 eine leichte
Erhebung aufweisen, wie in Figur 7 dargestellt.
[0045] Der Beschlag 1 ist als ein elektromechanischer Beschlag 1 ausgeführt. Hierzu weist
der Beschlag 1 einen Antrieb 22, der als ein elektrischer Motor ausgebildet ist, auf.
Über eine Spindel 23 bewegt der Antrieb 22 ein Kupplungselement 24, das in einem Einbauelement
20 geführt ist, wie in den Figuren 7 und 8 dargestellt. Das Kupplungselement 24 kann
in eine eingekuppelte Position X, die in Figur 7 dargestellt ist, bewegt werden. In
der eingekuppelten Position X greift das Kupplungselement 24 in eine Öffnung 73 eines
Gegenkupplungselements 25 des Beschlagskörpers 2 ein. Hierbei umgibt das Gegenkupplungselement
25 umfänglich das Kupplungselement 24.
[0046] Das Einbauelement 20 und die Handhabe 30 sind drehfest miteinander verbunden, insbesondere
verzahnt, wie in den Figuren 9 und 10 dargestellt. Dadurch dass das Kupplungselement
24 in dem Einbauelement 20 geführt ist, bewegt sich das Kupplungselement 24 bei einer
Drehung der Handhabe 30 von einer Ruheposition I in eine Betätigungsposition II mit
der Handhabe 30 mit. Somit überträgt sich ein Drehmoment von der Handhabe 30 auf das
Kupplungselement 24. Greift das Kupplungselement 24 in das Gegenkupplungselement 25
ein, so kann das Drehmoment auf das Gegenkupplungselement 25 und auf das mit dem Gegenkupplungselement
25 drehfest verbundenen Übertragungselement 26 übertragen werden. Somit kann bei einer
Betätigung der Handhabe 30 das Drehmoment auf das Schloss wirken.
[0047] Wie in Figur 18 dargestellt, ist ein Spiel zwischen dem Kupplungselement 24 und dem
Gegenkupplungselement 25 vorgesehen. Daher kann es sein, dass der Benutzer zunächst
die Handhabe 30 bewegen muss, bevor in der eingekuppelten Position X das Kupplungselement
24 ein Drehmoment auf das Gegenkupplungselement 25 überträgt.
[0048] In einer ausgekuppelten Position XI, die in Figur 8 dargestellt ist, befindet sich
das Kupplungselement 24 außer Eingriff mit dem Gegenkupplungselement 25. Auch in der
ausgekuppelten Position XI kann die Handhabe 30 betätigt werden. Das Kupplungselement
24 dreht sich auch in der ausgekuppelten Position XI mit der Handhabe 30 mit. Allerdings
kann ein Drehmoment in der ausgekuppelten Position XI nicht auf das Gegenkupplungselement
25 übertragen werden. Somit bleibt eine Bewegung der Handhabe 30 wirkungslos auf das
Schloss.
[0049] In der Figur 8 gestrichelt ist eine Zwischenposition XII des Kupplungselements 24
dargestellt, in der sich das Kupplungselement 24 befindet, wenn der Antrieb 22 versucht,
das Kupplungselement 24 in die eingekuppelte Position X zu bewegen, jedoch auf aufgrund
einer bereits erfolgten Drehung des Kupplungselementes 24 nicht in das Gegenkupplungselement
25 eingreifen kann, sondern an das Gegenkupplungselement 25 stößt.
[0050] Damit der Beschlagskörper 2 möglichst flach ausgeführt ist, sind der Antrieb 22 und
ein in Figur 23 dargestelltes Batteriefach 34 in der Handhabe 30 aufgenommen. Das
Batteriefach 34 dient dazu, in einem betriebsfertigen Zustand des Beschlags 1 Energiespeicher
57, insbesondere Batterien oder Akkumulatoren, aufzunehmen, mit dessen Hilfe dem Antrieb
22 elektrische Leistung zugeführt werden kann. Ebenfalls befindet sich das Kupplungselement
24 zumindest teilweise in der Handhabe 30, wie in den Figuren 7 und 8 dargestellt.
Die Handhabe 30 ist hierzu hohl ausgeführt. Insbesondere befinden sich das Kupplungselement
24, das Gegenkupplungselement 25, das Übertragungselement 26 und die Handhabe 30 auf
einer gemeinsamen Achse 120.
[0051] Der Antrieb 22, eine Motortasche 21 für den Antrieb 22 und das Kupplungselement 24
sind in dem Einbauelement 20 aufgenommen, wie in den Figuren 7 bis 10 dargestellt.
Das Einbauelement 20 ist in dem hohlen Lagerelement 11 drehbar gelagert. Hierbei überragt
das Einbauelement 20 das Lagerelement 11 nach vorne, wie in Figur 15 dargestellt,
so dass Formschlussmittel 96 des Einbauelementes 20 einen Formschluss mit Formschlussmitteln
58 der Handhabe 30 eingehen können, wie in den Figuren 9 und 10 dargestellt. Das Einbauelement
20 ist hierbei ebenfalls teilweise in der hohlen Handhabe 30 angeordnet. Ebenfalls
weist das Einbauelement selber eine Durchgangsöffnung 118 zur Lagerung der Motortasche
21 mit dem Antrieb 22 und zur Führung des Kupplungselementes 24 auf, wie in den Figuren
7, 11 und 22 dargestellt. Dabei ist die Durchgangsöffnung 118 jeweils abschnittsweise
der Motortasche 21 bzw. dem Kupplungselement 24 angepasst.
[0052] Das Gegenkupplungselement 25 ist unmittelbar in einer Gegenkupplungselementaufnahme
63 des Trägers 10 für das Gegenkupplungselement 25 aufgenommen.
[0053] Damit der Antrieb 22 das Kupplungselement 24 in die eingekuppelte Position X bewegt,
muss zuvor ein berechtigter Benutzer authentifiziert worden sein. Hierzu weist der
Beschlag 1 eine Sende- und Empfangseinheit auf, mit der ein Authentifizierungscode
kabellos empfangen werden kann. Die Sende- und Empfangseinheit kann eine Antenne 51,
die in Figur 23 schematisch dargestellt ist, aufweisen. Der Authentifizierungscode
kann aus einem externen tragbaren Authentifizierungs-Geber an die Sende- und Empfangseinheit
übertragen werden. Eine Kontrolleinheit 56, die auf einer Leiterkarte 50 angeordnet
ist, überprüft den Authentifizierungs-Code und vergleicht diesen mit einem Vergleichscode
oder einer Vorgabe. Die Kontrolleinheit 56 ist in Figur 23 von der Platine 68 verdeckt
und daher nur gestrichelt dargestellt. Stimmen der Authentifizierungs-Code und der
Vergleichscode überein oder entspricht der Authentifizierungs-Code der Vorgabe, so
lässt die Kontrolleinheit 56 den Antrieb 22 das Kupplungselement 24 in Richtung der
eingekuppelten Position X bewegen. Die Kontrolleinheit steuert und/oder regelt den
Antrieb 22.
[0054] Die Antenne 51 ist auf einer Platine 68 angeordnet. Wie in den Figuren 15 und 17
dargestellt, ist die Platine mit der Antenne 51 innerhalb des Trägers 10 angeordnet.
Hierdurch kann ebenfalls ein besonders flacher Beschlag 1 erreicht werden.
[0055] Wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt, ist der der Träger 10 an drei Seitenflächen
103, 104, 105 sichtbar. Somit kann Material für die Blende 9 eingespart werden. Insbesondere
sind drei Seiten 113, 114, 115 des Trägers 10 vollständig sichtbar. Der Träger 10
schließt sich an den sichtbaren Seitenflächen 103, 104, 105 unmittelbar an die Blende
9 an. Die Blende 9 schließt an den sichtbaren Seiten 113, 114, 115 bündig mit dem
Träger 10 ab. Somit ist der Träger 10 an der Vorderseite 101 unsichtbar und muss an
der Frontseite 111 nicht aus ästhetischen Gründen oberflächenbehandelt werden.
[0056] An einer unteren Seitenfläche 106 ist die untere Seite 116 des Trägers 10 vollständig
bedeckt. Die untere Seitenfläche 106 ist gerundet ausgeführt.
[0057] Ein oberes erstes Blendenelement 3 und ein unteres zweites Blendenelement 4 sind
über einen Form- und/oder Kraftschluss an dem Träger 10 befestigt. Hierbei erfolgt
der Form- und/oder Kraftschluss innerhalb des Trägers 10. Hierdurch kann auf im eingebauten
Zustand des Beschlags 1 sichtbare Madenschrauben zur Befestigung der Blendenelemente
3, 4 verzichtet werden.
[0058] Das erste Blendenelement 3 ist als eine ebene Platte, von der Form- und/oder Kraftschlussmittel
8 rückwärtig abragen, ausgebildet, wie in den Figuren 6 und 16 dargestellt. Das zweite
Blendenelement 4 ist als eine nur in an einem Ende gebogenen Platte ausgeführt, von
dem Form- und/oder Kraftschlussmittel 8 rückwärtig abragen, ausgeführt.
[0059] Das zweite Blendenelement 4 ist aus Metall ausgeführt. Bei der Herstellung muss das
zweite Blendenelement 4 nur gebogen und nicht tiefgezogen werden. Danach können die
Form- und/oder Kraftschlussmittel 8 aufgeschweißt werden. Hierdurch ist eine besonders
preisgünstige Herstellung möglich.
[0060] Das erste Blendenelement 3 überdeckt die Antenne 51. Damit Signale die Antenne 51
gut erreichen können, ist das erste Blendenelement 3 aus einem Kunststoff hergestellt.
Das erste Blendenelement 3 wird in den Träger 10 eingeclipst. Hierzu weist der Träger
10 entsprechende Aufnahmen 97, wie in Figur 16 dargestellt, auf. Die Verbindung zwischen
dem ersten Blendenelement 3 und dem Träger 10 ist nur von der Hinterseite 112 des
Trägers 10 lösbar. Hierdurch kann das erste Blendenelement 3 nicht von einem unberechtigten
Benutzer entfernt werden.
[0061] Ebenfalls zur Reduktion einer elektromagnetischen Dämpfung ist das erste Abdeckelement
6, das die Antenne 51 überdeckt, aus Kunststoff hergestellt. Das erste Abdeckelement
6, ist auf die Hinterseite 112 aufgeklebt. Das erste Abdeckelement 6 überragt die
Hinterseite 112 des Trägers 10. Hierdurch kann eine elektrisch leitende Verbindung
zwischen dem Träger 10 und einer metallischen Gebäudetür im Bereich der Antenne 51
vermieden werden.
[0062] Damit im Träger 10 keine elektrisch leitenden Strecken um die Antenne 51 vorhanden
sind, weist der Träger 10 im Bereich der Antenne 51 eine als eine Durchgangsöffnung
ausgestaltete Elektronikaufnahme 13 auf. Die Elektronikaufnahme 13 dient als Aufnahme
für die Platine 68 und die Leiterkarte 50. Zudem weist der Träger 10 einen Spalt 84
auf, durch den eine elektrische leitende Verbindung um die Antenne 51 unterbrochen
ist, wie in den Figuren 6, 15 und 16 dargestellt.
[0063] Die Platine 68 mit der Antenne 51 ist elektrisch isoliert von dem Träger 10 ausgebildet.
Die Antenne 51 ist nur über die Leiterkarte 50 an dem Träger 10 befestigt, wie in
den Figur 15 und 17 dargestellt. Die Leiterkarte 50 und die Antenne 51 sind über elektrisch
leitende Verbindungen miteinander verbunden.
[0064] Neben der Antenne 51 zum Empfang des Authentifizierungs-Codes weist die Platine 68
ein nicht dargestelltes Antennenelement zum Empfang des Vergleichcodes oder der Vorgabe
auf. Über das Antennenelement werden Signale mit einer höheren Frequenz als mit der
Antenne 51 empfangen.
[0065] Das zweite Abdeckelement 7 ist reversibel lösbar an dem Träger 10 befestigt, insbesondere
verschraubt. Hierdurch ist ein zerstörungsfreier Zugang zu den hinter dem zweiten
Abdeckelement 7 liegenden Elementen 40, 41, 42, 20, 25, 43 möglich. Es können dafür
Ausnehmungen an dem Abdeckelement 7 und dem Träger 10 vorgesehen sein, welche Befestigungsmittel
wie Schrauben zur lösbaren Anbringung des Abdeckelementes 7 an dem Träger 10 aufnehmen
können.
[0066] Das erste und das zweite Blendenelement 3, 4 umschließen die Handhabe 30 weniger
als hälftig, so dass das erste und das zweite Blendenelement 3, 4 von dem Beschlagskörper
2 entfernt werden können, ohne dass die Handhabe 30 demontiert werden muss.
[0067] Das zweite Blendenelement 4 ist über einen Form- und Kraftschluss an dem Träger 10
befestigt, der durch vertikales, nach unten gerichtetes Verschieben lösbar ist. Hierzu
sind in Aufnahmen 99 des Trägers 10, die in den Figuren 6 und 25 dargestellt sind,
Federscheiben 27, die in den Figuren 6 und 16 dargestellt sind, eingelegt, in die
die Form- und/oder Kraftschlussmittel 8 des zweiten Blendenelementes 4 eingreifen
können. Hierzu sind die Form- und/oder Kraftschlussmittel 8 des zweiten Blendenelementes
4 als mit einem Pilzkopf versehene Stifte ausgebildet. Die Federscheiben 27 sind in
einem unteren Bereich für die Pilzköpfe passierbar. In einem oberen Bereich der Federscheiben
27 sind die Pilzköpfe nach vorne formschlüssig gehalten, während die Federscheiben
27 die Pilzköpfe derart klemmen, dass das zweite Blendenelement 4 gehalten ist. Wird
die Klemmkraft durch einen Benutzer überwunden, so kann der Benutzer das zweite Blendenelement
4 nach unten verschieben und danach abnehmen.
[0068] Der Träger 10 weist im Bereich des zweiten Blendenelementes 4 Türbefestigungsaufnahmen
14, 15, wie in Figur 25 dargestellt, auf. Somit sind nach einer Demontage des zweiten
Blendenelementes 4 die Befestigungselemente 60 zugänglich. So kann es für eine einfache
Montage oder Demontage wünschenswert sein, dass die Befestigungselemente 60 nur durch
Verschieben und Abnehmen des zweiten Blendenelementes 4 erreichbar sind. Dieses gilt
z. B. für an Innenseiten von Gebäudetüren angeordnete Beschläge. Ebenfalls kann dieses
für an Außenseiten von Gebäudetüren angeordnete Beschläge 1 gelten, sofern die Befestigungselemente
60 nicht von der Vorderseite 111 im eingebauten Zustand lösbar sind. Beispielsweise
können die Befestigungselemente 60 nur von der Hinterseite 112 des Trägers 10 lösbar
sein. So ist es auch denkbar, einen Notschließzylinder (nicht dargestellt) hinter
dem zweiten Blendenelement 4 vorzusehen.
[0069] Alternativ soll aus Manipulationsschutzgründen genau der einfache Zugang zu den Befestigungselementen
60 verhindert werden. Hierzu kann ein Sicherungselement (nicht dargestellt) unter
den Form- und/oder Kraftschlussmitteln 8 des zweiten Blendenelementes 4 angeordnet
sein und ein Verschieben des zweiten Blendenelementes 4 durch einen Formschluss verhindern.
Alternativ oder zusätzlich kann in dem zweiten Blendenelement 4 eine Öffnung 98 für
einen Schließzylinder ausgebildet sein, wie in Figur 15 dargestellt. Der Schließzylinder
(nicht dargestellt) kann in einem eingebauten Zustand des Beschlags 1 durch die Öffnung
ragen und ein Verschieben des zweiten Blendenelementes 4 nach unten verhindern.
[0070] Abgesehen von einer möglichen Öffnung 98 für den Schließzylinder weisen das erste
und das zweite Blendenelement 3, 4 eine durchgehende Oberfläche auf. Der Träger 10
weist eine Schließzylinderaufnahme 12 auf, wie in den Figuren 6 und 25 dargestellt.
Die als Durchgangsöffnung ausgestaltete Schließzylinderaufnahme 12 ist derart dimensioniert,
dass ein Schließzylinder in verschiedenen Abständen zu der Handhabe 30 durchgesteckt
werden können. Der Notschließzylinder kann vollständig hinter dem zweiten Blendenelement
4 verborgen sein. Andernfalls kann der Schließzylinder durch das zweite Blendenelement
4 ragen, wobei die Öffnung 98 des zweiten Blendenelementes 4 der Größe des Schließzylinders
angepasst ist. Für verschiedenen Abständen von Schließzylindern zur Handhabe 30 müssen
zweite Blendenelemente 4 mit entsprechenden Öffnungen 98 vorgehalten werden. Der übrigen
Beschlag 1 muss jedoch nicht an die verschiedenen Abstände eines Schließzylinders
zur Handhabe 30 angepasst sein.
[0071] Sind verschiedene Abstände der Befestigungselemente 60 untereinander oder/und zur
Handhabe 30 denkbar, so kann die entsprechende Türbefestigungsaufnahme 14, 15 derart
ausgestaltet sein, dass die Befestigungselemente 60 variabel platzierbar sind. So
sind die Türbefestigungsaufnahmen 14 als jeweils ein Langloch ausgestaltet, wie in
Figur 25 dargestellt.
[0072] Das erste Blendenelement 3 und das erste Abdeckelement 6 bilden ein schützendes nach
unten offenes Gehäuse um die Platine 68. Wie in Figur 25 dargestellt, ist das Gehäuse
nach unten offen, so dass eine Luftzirkulation erreicht wird. Wie in Figur 6 und 16
dargestellt, weist das erste Blendenelement 3 ein abgewinkeltes Schutzmittel 74 auf,
das in dem Spalt 84 angeordnet ist. Der Spalt 84 ist von außen nach innen ansteigend
ausgebildet.
[0073] In Figur 23 sind elektrische Leiter 37, 38, 91, 92 dargestellt. Die ersten elektrischen
Leiter 37, 38 sind in der Handhabe 30 angeordnet und dazu ausgebildet, elektrischen
Strom von zwei Polen des Energiespeichers 57 zu transportieren. Die ersten elektrischen
Leiter 37, 38 führen durch die Handhabe 30 von dem Batteriefach 34 zu der Leiterkarte
50. Weiter führen von der Leiterkarte 50 zweite elektrische Leiter 91, 92 zu dem Antrieb
22. Die ersten elektrischen Leiter 37, 38 versorgen die Leiterkarte 50 mit elektrischen
Strom. Über die ersten und zweiten elektrischen Leiter 37, 38, 91, 92 wird der Antrieb
22 mit elektrischem Strom versorgt. Hierbei erhält der Antrieb 22 elektrischen Strom
nur über die Leiterkarte 50. Sämtliche beschriebenen elektrischen Leiter 37, 38, 91,
92 sind innerhalb der Handhabe 30 und innerhalb des Beschlagskörpers 2 angeordnet.
[0074] Die ersten und zweiten elektrischen Leiter 37, 38, 91, 92 sind innerhalb des Verbindungsstücks
32 miteinander mechanisch verbunden, wobei die elektrischen Leiter 37, 38, 91, 92
voneinander isoliert sind. Dieses gilt insbesondere für den Bereich, in dem auch das
Einbauelement 20 angeordnet ist.
[0075] Das Einbauelement 20 lagert die ersten und zweiten elektrischen Leiter 37, 38, 91,
92. Hierzu weist das Einbauelement 20 einen Begrenzungsbereich 95 auf. Der Begrenzungsbereich
95 ist als ein glatter Abschnitt einer Zylindermantelfläche ausgeführt. Der Begrenzungsbereich
95 ist derart ausgebildet, dass die elektrischen Leiter 37, 38, 91, 92 in jeder Betriebsposition
der Handhabe an dem Begrenzungsbereich 95 anliegen, wie in den Figuren 9 und 10 dargestellt.
Dieses gilt sowohl für die erste als auch für die zweite Ausrichtung V, VI.
[0076] Um den Begrenzungsbereich 95 teilweise auszubilden, sind die Formschlussmittel 96
nicht um den gesamten Umfang des Einbauelements 20 ausgebildet, wie in den Figuren
9, 10 und 22 dargestellt. Ebenfalls sind die Formschlussmittel 58 unterbrochen, wie
in den Figuren 9, 10 und 22 dargestellt, um einen Bereich zur Führung der elektrischen
Leiter 37, 38, 91, 92 zu bilden. Die Formschlussmittel 58 sind zweifach unterbrochen,
so dass sowohl für die erste als auch für die zweite Ausrichtung V, VI der Handhabe
30 ein Bereich zur Führung der elektrischen Leiter 37, 38, 91, 92 ergibt.
[0077] In dem Bereich des Lagerelements 11 sind die elektrischen Leiter 37, 38, 91, 92 verdrehfest
angeordnet. Hierzu ist eine Führung 93 vorgesehen, die seitlich aus einem Durchlass
94 des Lagerelements gebildet ist, der in den Figuren 9, 10 und 26 dargestellt ist.
Oben ist die Führung 93 durch die Lagerhülse 33 begrenzt. Nach unten schließt der
Begrenzungsbereich 95 die Führung 93 ab, wie in den Figuren 9 und 10 dargestellt.
[0078] Das Batteriefach 34 ist in dem Griffstück 31 angeordnet. Hierbei können die Energiespeicher
57 durch Entfernen eines Deckels 25 ausgetauscht werden. Der Deckel 35 kann nur über
ein Spezialwerkzeug öffenbar sein. Das Batteriefach 34 endet vor dem Deckel 35. Das
Batteriefach 34 ist derart dimensioniert, dass der Energiespeicher 57 über das Batteriefach
34 hinaus in den Deckel 35 ragt. Dabei ist der Deckel 35 zur elektrischen Leitung
des elektrischen Stroms von zumindest einem Energiespeicher 57 vorgesehen.
[0079] Der Deckel 35 ist dem Umfang des Energiespeichers 57 derart angepasst, so dass ein
sicherer Halt des Energiespeichers 57 und eine sichere elektrische Kontaktierung an
dem Deckel 35 möglich sind. Hierbei sind ein flächiger Vorsprung in dem Deckel 35
und ein Umfang des Deckels 35 derart aneinander angepasst, dass der Energiespeicher
57 auch bei einer zu einer Achse des Griffstücks 31 radialen Bewegung des Energiespeichers
57, einen Pol des Energiespeichers 57 kontaktiert. Somit kann der Energiespeicher
57 auch bei einer Rüttelbewegung an einem flächigen Vorsprung des Deckels 35 anliegen.
Insbesondere ist der Deckel 35 mit dem Minuspol des Energiespeichers 57 elektrisch
verbunden.
[0080] Innerhalb der Handhabe 30 ist ein elektrischer Leiter 36, insbesondere ein Metallstreifen
36 vorgesehen. Dieser ist im Inneren des Griffstücks 31 der Handhabe 30 angeordnet,
und leitet den elektrischen Strom von dem Deckel 35 an dem Batteriefach 34 vorbei.
Um eine stabile Kontaktierung zu dem Deckel 35 zu gewährleisten, ist der elektrische
Leiter 36 federbelastet ausgeführt und liegt insbesondere federnd an dem Deckel 35
an. Dabei ist der elektrische Leiter 36, insbesondere der Metallstreifen 36, derart
ausgebildet, dass bei einem Einführen des Deckels 35 in das Griffstück 31 der elektrische
Leiter 36 sich zunehmend elastisch verbiegt.
[0081] Ferner ist ein Federelement 59 in dem Batteriefach 34 angeordnet, welches eine mechanische
Kraft zur Fixierung auf den Energiespeicher 57 ausübt und den Energiespeicher 57 insbesondere
gegen den Deckel 35 drückt. Hierbei ist ein Absatz in dem Griffstück 31 vorgesehen,
gegen den das Batteriefach 34 anliegt. In den Figuren 11 bis 14 sind Rückansichten
des Beschlags 1 aus den Figuren 3 und 4 dargestellt, wobei die Figuren 11 und 12 einer
ersten Ausrichtung V der Handhabe 30 und die Figuren 13 und 14 einer zweiten Ausrichtung
VI der Handhabe 30 entsprechen. Hierbei sind jeweils das Übertragungselement 26, das
Gegenkupplungselement 25 und das Abdeckelement 7 nicht dargestellt, so dass der Beschlags
1 teilweise geöffnet dargestellt ist.
[0082] Wie in den Figuren 11 bis 14 dargestellt, weist der Beschlagskörper 2 eine Feder
40 auf. Die Feder 40 dient dazu, die Handhabe 30 in die Ruheposition I zu bewegen.
Die Feder 40 ist über einen Hebel 42 mittelbar mit der Handhabe 30 verbunden. Hierdurch
kann ein genügend hohes Drehmoment auf die Handhabe 30 aufgebracht werden. Die Feder
40 ist als Druckfeder ausgestaltet. Der Hebel 42 ist über einen Fortsatz mit der Handhabe
30 verbunden. Hierbei entspricht der Fortsatz einem Anschlagelement 43. Das Anschlagelement
43 ist Teil des monolithisch ausgebildeten Einbauelements 20 und somit drehfest und
reversibel lösbar mit der Handhabe 30 verbunden.
[0083] Der Hebel 42 ist in dem Anschlagelement 43 eingelegt und damit drehbar gelagert.
Hierbei ist der Hebel 42 bei der ersten Ausrichtung V der Handhabe 30 in einer ersten
Lagerstelle 64 des Anschlagelements 43 und bei der zweiten Ausrichtung VI der Handhabe
30 in einer zweiten Lagerstelle 65 des Anschlagelements 43 gelagert, wie in den Figuren
11 bis 14 dargestellt.
[0084] Ein anderes Ende des Hebels 42 ist über einen Federschlitten 41 mit der Feder 40
verbunden, insbesondere eingeclipst. Der Hebel 42 ist hierbei in dem Federschlitten
41 drehbar gelagert.
[0085] Die Feder 40 ist in einer ersten Federaufnahme 82 bei der ersten Ausrichtung V der
Handhabe 30 gelagert, wie in den Figuren 11 und 12 dargestellt. Entsprechend ist die
Feder 40 in einer zweiten Federaufnahme 83 bei der zweiten Ausrichtung der Handhabe
30 gelagert, wie in den Figuren 13 und 14 dargestellt.
[0086] Durch einen Durchmesser d der Feder 40 ist die Dicke des Beschlagkörpers 2 vorgegeben.
Somit entspricht die Dicke die Federaufnahme 82, 83 und die Dicke der Blende 9 der
Dicke des Beschlagkörpers 2, wie in Figur 17 dargestellt.
[0087] Die jeweilige Federaufnahme 82, 83 umgibt die Feder 40. Die Federaufnahme 82, 83
wirkt des Weiteren zur Führung des Federschlittens 41. Während einer Kompression oder
einer Dekompression der Feder 40 wird der Hebel 42 über den Federschlitten 41 an der
Federaufnahme 82, 83 geführt, wobei der Federschlitten 41 an der Federaufnahme 82,
83 entlanggleitet. Hierdurch wird eine Bewegung des Hebels 42 vorgegeben.
[0088] Der Hebel 41 ist derart mit der Feder 40 und dem Anschlagelement 43 verbunden, dass
während einer Bewegung von der Betätigungsposition II in die Ruheposition I ein Winkel
HF zwischen der Feder 40 und dem Hebel 41 und ein Winkel HA zwischen dem Hebel 41
und dem Anschlagelement 43 sich derart verringern, dass das durch die Feder 40, den
Hebel 41 und das Anschlagelement 43 auf die Handhabe 30 wirkende Drehmoment in der
Ruheposition I größer ist als in der Betätigungsposition II. Hierdurch kann die Handhabe
30 besonders wirkungsvoll in Ruheposition I gehalten sein. Ferner wird hierdurch die
während der Bewegung der Handhabe 30 von der Betätigungsposition II in die Ruheposition
I sich verringernde Federkraft der Feder 40 überkompensiert.
[0089] Bevorzugt liegen die sich verringernden Winkel HF und HA während einer Bewegung von
der Betätigungsposition II in die Ruheposition I zwischen 180° und 90°. Der Winkel
HA wird während einer Bewegung von der Betätigungsposition II in die Ruheposition
I auf weniger als 90° verringert. Hierdurch ergibt sich ein wellenförmiger Momentenverlauf
für das durch die Feder 40, den Hebel 41 und das Anschlagelement 43 auf die Handhabe
30 wirkende Drehmoment.
[0090] Ein erster Teil 48 der Federaufnahmen 82, 83 in dem Träger 10 ausgebildet. Im montierten
Zustand des Beschlags 1 ist der erste Teil 48 der Federaufnahme 82, 83 durch das Abdeckelement
7 abgedeckt, wodurch das Abdeckelement 7 einen zweiten Teil 62 der jeweiligen Federaufnahme
82, 83 bildet. Die Federaufnahmen 82, 83 sind durch eine Längsteilung geteilt. Hierdurch
ist der erste Teil 48 der Federaufnahmen 82, 83 derart offen ausgestaltet, dass die
Feder 40 einfach montiert, demontiert oder von einer Federaufnahme 82, 83 in die andere
Federaufnahme 82, 83 umgelagert werden kann.
[0091] Der Träger weist einen ersten Anschlag 46 und einen zweiten Anschlag 47 auf. Die
Anschläge 46, 47 dienen zur Begrenzung einer Bewegung der Handhabe 30 im montierten
Zustand. Bei der ersten Ausrichtung V der Handhabe 30 liegt das Anschlagelement 43
in der Ruheposition I an dem zweiten Anschlag 47 und in der Betätigungsposition II
an dem ersten Anschlag 46 an, wie in den Figuren 11 und 12 dargestellt. Bei der zweiten
Ausrichtung VI der Handhabe 30 liegt das Anschlagelement 43 in der Ruheposition I
an dem ersten Anschlag 46 und in der Betätigungsposition II an dem zweiten Anschlag
47 an, wie in den Figuren 13 und 14 dargestellt. Somit begrenzen dieselben Anschläge
46, 47 die Bewegung der Feder 40 sowohl in der ersten als auch in der zweiten Ausrichtung
V, VI der Handhabe 30. Die Anschläge 46, 47 sind symmetrisch zu einer Längsebene LE
des Beschlags 1.
[0092] Ein Anschlagwinkel AW ist durch die Lage des Anschlagelementes 43 in der Ruheposition
I bei der ersten Ausrichtung V und durch die Lage des Anschlagelementes 43 in der
Ruheposition I bei der zweiten Ausrichtung VI, wie in Figur 11 dargestellt, gegeben.
Der Anschlagwinkel AW entspricht dem Betriebswinkel BW.
[0093] Die Handhabe 30 ist mit dem Anschlagelement 43 reversibel lösbar verbunden. Hierzu
weist das Einbauelement 20 auf dem Außenumfang des Einbauelements 20 eine Verzahnung
auf, die in eine Verzahnung auf einer Innenseite 81 der Handhabe 30 eingreift, wie
in den Figuren 9 und 10 dargestellt.
[0094] Bezüglich des Trägers 10 ist das Anschlagelement 43 in der Ruhelage I bei der ersten
Ausrichtung V um den Anschlagwinkel AW versetzt gegenüber der Ruhelage I bei der zweiten
Ausrichtung VI angeordnet. Dadurch, dass sich die Handhabe 30 bei einem Wechsel von
einer Ausrichtung V, VI zu der anderen Ausrichtung V, VI um 180° dreht, ergibt sich
ein Versatzwinkel VW von 180°-AW, mit dem das Anschlagelement 43 bezüglich der Handhabe
30 bei einem Wechsel von der ersten Ausrichtung V zu der zweiten Ausrichtung VI neu
anzuordnen ist. Damit ein derartiger Versatz möglich ist, ist ein Winkel zwischen
den Zähnen der Verzahnung ZW mit einem ganzzahligen Teiler des Versatzwinkels VW gewählt
worden, wie in den Figuren 9 und 10 dargestellt. Hierbei beträgt der Teiler beispielhaft
6.
[0095] Dadurch, dass das mit dem Anschlagelement 43 ausgeführte Einbauelement 20 das Kupplungselement
24 führt, ist dieses bei einer ersten Ausrichtung V der Handhabe 30 gegenüber einer
zweiten Ausrichtung VI der Handhabe 30 in der Ruheposition I ebenfalls um den Anschlagwinkel
AW versetzt, wie sich durch einen Vergleich der Figuren 11 und 13 ergibt. Entsprechend
ist das Gegenkupplungselement 25 bei der ersten Ausrichtung V der Handhabe 30 gegenüber
der zweiten Ausrichtung VI der Handhabe 30 ebenfalls um den Anschlagwinkel AW versetzt,
in den Träger 10 eingesetzt. Die Gegenkupplungsaufnahme 63 ist im Träger 10 beispielhaft
derart ausgestaltet, dass das Gegenkupplungselement 25 frei drehbar ist.
[0096] Das Übertragungselement 26 ist mit dem Gegenkupplungselement 25 reversibel lösbar
verbunden. Das Übertragungselement 26 behält sowohl bei der ersten Ausrichtung V als
auch bei der zweiten Ausrichtung VI der Handhabe 30 seine Ausrichtung, so dass das
Übertragungselement 26 in die Nuss des Schlosses eingeführt werden kann. Das Gegenkupplungselement
25 ist in das Übertragungselement 26 in mindestens zwei Positionen einsetzbar, so
dass das Gegenkupplungselement 25 bei einem Wechsel der Ausrichtung V, VI verdrehbar
ist, das Übertragungselement 26 hingegen seine Ausrichtung behält. Hierzu ist das
Gegenkupplungselement 25 um den Anschlagwinkel AW versetzt in das Übertragungselement
26 einsetzbar.
[0097] Wie in Figur 18 dargestellt, sind das Gegenkupplungselement 25 und das Übertragungselement
26 miteinander verzahnt. Hierbei ist als Winkel zwischen zwei Zähnen der Verzahnung
ÜZ ein ganzzahliger Teiler des Anschlagwinkels AW gewählt worden. Hierbei beträgt
der Teiler beispielhaft 2.
[0098] Das Anschlagelement 43 ist zwischen der Hinterseite 112 des Trägers 10 und dem zweiten
Abdeckelement 7 angeordnet. Damit ist das Anschlagelement 43 in einem eingebauten
Zustand des Beschlags 1 für einen unberechtigten Benutzer unzugänglich angeordnet.
Vielmehr muss zunächst der Beschlag 1 von der Gebäudetür demontiert werden, bevor
das Anschlagelement 43 zugänglich ist. Dadurch, dass das Anschlagelement 43 eine Bewegung
der Handhabe 30 durch Anliegen an den Anschlägen 46, 47 auf die Betriebspositionen
begrenzt, kann im eingebauten Zustand des Beschlags 1 die Handhabe 30 nicht in die
Montageposition III überführt werden. Erst wenn der Beschlag 1 von der Gebäudetür
demontiert und das zweite Abdeckelement 7 von dem Träger 10 gelöst ist, ist das Anschlagelement
43 zugänglich.
[0099] Das Anschlagelement 43 wird entfernt, indem das Einbauelement 20 aus dem Träger 10
herausgezogen wird. Danach kann die Handhabe 30 die Montageposition III einnehmen.
[0100] In der Montageposition III ist die Handhabe 30 axial entlang dem Lagerelement 11
beweglich. Somit kann die Handhabe 30 von dem Beschlagskörper 2 demontiert werden.
In den Betriebspositionen hingegen ist die Handhabe 30 an dem Lagerelement 11 abziehfest-drehbar
gehalten. Somit ist eine Demontage der Handhabe 30 in den Betriebspositionen verhindert.
Hierzu weist die Handhabe 30 ein erstes Verbindungselement 39 und das Lagerelement
11 ein zweites Verbindungselement 18 auf. In den Figuren 20 und 21 sind die Verbindungselemente
18, 39 dargestellt, wobei in Figur 21 eine Ruheposition I als eine Betriebsposition
und in Figur 20 die Montageposition III dargestellt ist.
[0101] Die Verbindungselemente 18, 39 sind jeweils als Vorsprünge ausgeführt. Wie in Figur
21 dargestellt, liegt in den Betriebspositionen das erste Verbindungselement 39 durch
die Lagerhülse 33 getrennt hinter dem zweiten Verbindungselement 18, so dass das erste
Verbindungselement 39 durch einen Formschluss mit dem zweiten Verbindungselement 18
verhindert, dass die Handhabe 30 von dem Lagerelement 11 abgezogen werden kann.
[0102] In der Montageposition III hingegen sind die Verbindungselement 18, 39 überlappungsfrei
versetzt, wie in Figur 20 dargestellt. Hierdurch wird ein Abziehen der Handhabe 30
ermöglicht.
[0103] Das erste Verbindungselement 39 ist auf der Innenseite 81 der Handhabe 30 ausgebildet,
wie in den Figuren 20 bis 22 dargestellt. Das zweite Verbindungselement 18 ist auf
der Außenseite des Lagerelementes 11 ausgebildet, wie in den Figuren 6, 21 und 26
dargestellt. Somit findet die abziehfeste-drehbare Verbindung der Handhabe 30 mit
dem Lagerelement 11 innerhalb der Handhabe 30 statt. Dadurch, dass die Handhabe 30
sowohl über das Einbauelement 20 mit dem Kupplungselement 24 drehfest als auch an
dem Lagerelement 11 abziehfest-drehbar innerhalb der Handhabe 30 verbunden ist, ist
es möglich auf von außen sichtbare Madenschrauben im Bereich der Handhabe 30 zu verzichten.
Dadurch, dass auch die Blende 9 frei von Madenschrauben fixiert ist, ist es möglich,
den Beschlag 1 frei von im eingebauten Zustand sichtbaren Madenschrauben zu gestalten.
[0104] Ein erstes Ende 80 der Handhabe 30 endet vor dem Trägerkörper 19, wie in Figur 7
und 8 dargestellt. Der Träger 10 führt die Handhabe 30 nur über das Lagerelement 11.
[0105] Im Bereich der zweiten Verbindungselemente 18 ist eine Mantelfläche 17 des zylindrischen
Lagerelements 11 durchgangsöffnungsfrei ausgestaltet. Durch die durchgängige Ausgestaltung
des Lagerelementes 11 ist das Lagerelement 11 ausreichend stabil, um Kräfte der Handhabe
30 aufnehmen zu können.
[0106] Das erste und das zweite Verbindungselement 18, 39 sind derart hintereinander angeordnet,
dass eine 360° Rotation der Handhabe 30 um das Lagerelement 11 denkbar ist. Die 360°
Rotation ist aufgrund der elektrischen Leitern 37, 38, 91, 92 unerwünscht. Um eine
360° Rotation zu verhindern, ist ein Drehstopp vorgesehen. Der Drehstopp umfasst einen
Anschlag 66 des Lagerelements 11 (s. Figur 26) und einen Anschlag 67 der Handhabe
30, wie in Figur 22 dargestellt. Die Anschläge 66, 67 sind hinter den Verbindungselementen
18, 39 angeordnet. Die Anschläge 66, 67 verhindern eine 360° Rotation der Handhabe
30, indem die Anschläge 66, 67 bei einer Rotation gegenseitig zur Anlage kommen, wenn
das Anschlagelement 43 demontiert ist.
[0107] Das zweite Verbindungselement 18 durchragt die Lagerhülse 33. Jedoch bedeckt die
Lagerhülse 33 eine Anlagefläche des zweiten Verbindungselementes 18, an dem das erste
Verbindungselement 39 sich anschließt. Zur einfachen Montage der Lagerhülse 33 und
um eine Unebenheit des Lagerelementes 11 auszugleichen, weist die Lagerhülse 33 einen
durchgängigen Schlitz 79 auf, wie in den Figuren 9 und 20 dargestellt.
[0108] Das erste und das zweite Verbindungselement 18, 39 sind jeweils als zwei Vorsprünge
ausgeführt. Das zweite Verbindungselement 18 ist symmetrisch zu der Längsebene LE
des Beschlags 1 ausgeführt, wie in den Figuren 20 und 26 dargestellt. Wie in Figur
20 dargestellt, bedecken das erste und das zweite Verbindungselement 18, 39 in der
Montageposition III zusammen mehr als 75% des Umfangs des Lagerelementes 11. Durch
die großflächige Ausgestaltung der Verbindungselemente 18, 39 kann eine gute Führung
der Handhabe 30 an dem Lagerelement 11 erreicht werden. Die Verbindungselemente 18,
39 sind derart angeordnet, dass sowohl bei der ersten Ausrichtung V als auch bei der
zweiten Ausrichtung VI der Handhabe 30 die Handhabe 30 in den Betriebspositionen abziehfest-drehbar
gehalten ist.
[0109] Das drittes Blendenelement 5 ist zwischen dem ersten und dem zweiten Blendenelement
3, 4 angeordnet. Das dritte Blendenelement 5 dient als Lichtleiter. Hierzu lässt es
Licht von mehreren Leuchtmitteln 52, die als Tricolor-LEDs ausgebildet sind, passieren.
Die Leuchtmittel 52 sind auf der Leiterkarte 50 angeordnet, wie in Figur 23 dargestellt.
Durch die verschiedenen Farben der Leuchtmittel 52 können verschiedene Zustände des
Beschlags 1 signalisiert werden. Die verschiedenen Farben dienen zur Anzeige der Benutzerberechtigung,
eines Ladezustands des Energiespeichers und/oder eines Betriebszustands des Beschlags
1. Das dritte Blendenelement 5 ist durch die Handhabe 30 und die Blendenelemente 3,
4 am Beschlag 1 fixiert.
[0110] In der eingekuppelten Position X des Kupplungselementes 24 ist das Kupplungselement
24 beabstandet von dem hinter dem Kupplungselement 24 liegenden Übertragungselement
26 angeordnet. In der ausgekuppelten Position XI ist das Kupplungselement 24 beanstandet
von dem vor dem Kupplungselement 24 liegenden Antrieb 22 angeordnet. Hierdurch kann
ein Festfahren des Kupplungselementes 24 vermieden werden.
[0111] Das Gegenkupplungselement 25 ist hierzu offen ausgeführt, so dass das Kupplungselement
24 tief in das Gegenkupplungselement 25 eingreifen kann, ohne dass das Gegenkupplungselement
25 in Bewegungsrichtung gegen das Gegenkupplungselement 25 stößt.
[0112] Ferner ist eine Verzahnung des Gegenkupplungselements 25 mit dem Übertragungselement
26 radial bzgl. der Achse 120 ausgebildet. Die Verzahnung des Gegenkupplungselementes
25 ist um den Umfang des Gegenkupplungselements 25 ausgebildet ist, welche in eine
Vertiefung des Übertragungselementes 26 eingreift. Hierdurch kann ein Abstand des
Kupplungselements 24 in der eingekuppelten Position X zu dem dahinterliegenden Übertragungselement
26 groß ausgebildet werden.
[0113] Das Gegenkupplungselement 25 und das Übertragungselement 26 sind separat zueinander
ausgeführt. Das Gegenkupplungselement 25 ist zwischen dem Träger 10 und dem Abdeckelement
7 axial befestigt, wie in den Figuren 7 und 8 dargestellt.
[0114] Das Übertragungselement 26 und das Gegenkupplungselement 25 weisen ein Spiel zueinander
auf, wie in Figur 18 dargestellt. Das Übertragungselement 26 ist axial und radial
bzgl. der Achse 120 in dem zweiten Abdeckelement 7 gelagert. Somit ist es für das
Übertragungselement 26 möglich, sich der Lage eines Schlosses anzupassen, ohne dass
das Gegenkupplungselement 25 in der Ausrichtung zum Kupplungselement 24 variiert.
Hierbei ist ein dem Gegenkupplungselement 25 abgewandtes Ende des Übertragungselement
26 in mehrere Raumrichtungen beweglich.
[0115] Das Übertragungselement 26 ist an einem Ende 89 verbreitert, wodurch eine Haltung
in dem Beschlagskörper 2 bzw. dem Abdeckelement 7 möglich ist. Weiter weist das Abdeckelement
7 einen rundumlaufenden Kragen 86 zur Lagerung auf, wie in den Figuren 6, 16 und 19
dargestellt. Insbesondere weist der Kragen 86 einen zylindermantelförmigen Abschnitt
87 und einen sich daran anschließenden verjüngenden Abschnitt 88 aufweist. In dem
Kragen 86 ist das Übertragungselement 26 kugelgelenkartig gelagert. Durch die Lagerung
kann das Übertragungselement 26 mit einem in Figur 17 dargestellten maximalen Auslenkwinkel
LW aus einer senkrechten Auslenkung ausgelenkt werden. Der maximale Auslenkwinkel
LW kann derart in verschiedene Raumrichtungen eingenommen werden, so dass sich ein
gerader Kreiskegel, wie in Figur 19 dargestellt, ergibt.
[0116] Zur zuverlässigen und effizienten Kraftübertragung weist das Gegenkupplungselement
25 und das Übertragungselement 26 eine geschwungene Verzahnung auf, wie in den Figuren
18 und 19 zu sehen ist. Beispielsweise weist die Verzahnung auf dem Gegenkupplungselement
25 acht Zähne auf. Damit das Gegenkupplungselement 25 nicht ein Lagerspiel zur Lagerung
des Übertragungselementes 26 durch das Abdeckelement 7 beeinträchtigt, ist der Durchmesser
der Erhebung mit der Verzahnung des Gegenkupplungselementes 25 geringer als der Durchmesser
der Vertiefung mit Verzahnung des Übertragungselementes 26. Somit kommt die Verzahnung
des Gegenkupplungselementes 25 ggf. nur abschnittsweise in Kontakt mit der Verzahnung
des Übertragungselementes 26. Durch die geschwungene Ausführung der Verzahnung liegen
das Übertragungselement 26 und das Gegenkupplungselement 25 bei einer Drehmomentübertragung
dennoch flächig aneinander an.
[0117] In dem in den Figuren 1 bis 26 dargestellten Beschlag 1 weist der Beschlag 1 Türbefestigungsaufnahmen
14, 15 nur unterhalb der Antenne 51 auf. In diesem Fall kann das erste Abdeckelement
6 eine ebene, durchgängige Oberfläche aufweisen.
[0118] In den Figuren 27 und 28 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen erfindungsgemäßen
Beschlag 1 dargestellt, wobei jeweils nur ein Ausschnitt dargestellt ist. Soweit im
Folgenden nicht beschrieben, entspricht der in den Figuren 27 und 28 dargestellte
Beschlag dem in den Figuren 1 bis 26 beschriebene Beschlag 1. Der in den Figuren 27
und 28 dargestellte Beschlag 1 weist eine Türbefestigungsaufnahme 76 oberhalb der
Antenne 51 auf. Die Türbefestigungsaufnahme 76 oberhalb der Antenne 51 ist als eine
Lochgruppe zur variablen Platzierung eines Befestigungselementes 60 ausgeführt. Die
Türbefestigungsaufnahme 76 ist elektrisch isoliert von dem Träger 10 ausgebildet.
Hierzu sind Isolationselemente 77 zwischen dem Träger 10 und der Türbefestigungsaufnahme
76 vorgesehen. Der Träger 10 weist einen als Durchgangsöffnung ausgestaltete Aufnahme
16 zur Anordnung der Türbefestigungsaufnahme 76 auf. Am Rand der Aufnahme 16 sind
Befestigungsmittel 61 in dem Träger 10 vorgesehen, an denen die Türbefestigungsaufnahme
76 befestigt werden kann.
[0119] Neben dem Spalt 84 ist noch ein weiterer Spalt 85 in dem Beschlag 1 zur Reduktion
von elektrischen Strömen vorgesehen. Der Spalt 85 liegt im Inneren des Trägers 10,
wie in Figur 28 dargestellt.
[0120] Wie in Figur 27 dargestellt, weist das erste Abdeckelement 6 Öffnungen 78 zur Durchführung
des Befestigungselementes 60 auf. Um die Leiterkarte 50 und die Platine 68 zu schützen,
sind die Öffnungen 78 im verkaufsfertigen Zustand nur vorgestanzt (nicht dargestellt),
so dass bei einer Montage an eine Gebäudetür die für das Befestigungselement 60 notwendige
Öffnung 78 geöffnet wird.
[0121] In Figur 29 ist ein erfindungsgemäßes Verfahren 400 zur Demontage eines Beschlags
1 dargestellt.
[0122] In einem ersten Verfahrensschritt 401 wird ein Schließzylinder, der ein Blendenelement
4, das die Befestigungselemente 60 verdeckt, durchragt, aus dem Beschlag 1 entfernt.
Hierdurch wird das Blendenelement 4 nach unten verschiebbar.
[0123] In einem zweiten Verfahrensschritt 402 wird das Blendenelement 4 nach unten verschoben.
Hierbei wird eine Klemmkraft, die das Blendenelement 4 in einem Beschlagskörpers 2
des Beschlags 1 gehalten hat, überwunden. Form- und/oder Kraftschlussmittel 8 des
Blendenelements 4 lassen nun auch eine Bewegung des Blendenelements 4 nach vorne zu.
Der Verfahrensschritt 402 entspricht einem Ausführungsbeispiel des Schritts a.
[0124] In einem weiteren Verfahrensschritt 403 wird das Blendenelement 4 von dem Beschlagskörper
2 abgenommen. Die weiteren Blendenelemente 3, 5, 49 verbleiben an dem Beschlagskörper
2. Ebenso verbleibt die Handhabe 30 an dem Beschlagskörper 2. Der Verfahrensschritt
403 entspricht einem Ausführungsbeispiel des Schritts b. Nun sind die Befestigungselemente
60 für den Benutzer zugänglich.
[0125] In einem weiteren Verfahrensschritt 404 werden die Befestigungselemente 60 gelöst.
Der Verfahrensschritt 404 entspricht einem Ausführungsbeispiel des Schritts c.
[0126] In einem weiteren Verfahrensschritt 405 wird der Beschlag 1 von der Gebäudetür entfernt.
[0127] Die Verfahrensschritte 404 und 405 können auch gleichzeitig ausgeführt werden. Der
Verfahrensschritt 401 ist optional. Alternativ ist kein das Blendenelement 4 durchragender
Schließzylinder vorhanden, so dass direkt mit dem Verfahrensschritt 402 begonnen werden
kann.
1. Beschlagskörper (2) für einen Beschlag (1) für eine Gebäudetür,
mit einer Vorderseite (101), einer Rückseite (102) und Seitenflächen (103, 104, 105,
106), wobei die Rückseite (102) zur Anordnung an die Gebäudetür dient,
wobei der Beschlagskörper (2) einen Träger (10) und eine Blende (3, 4, 5) zur Abdeckung
des Trägers (10) zumindest auf der Vorderseite (101) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Blende (3, 4, 5) in mindestens ein erstes Blendenelement (3) und ein zweites
Blendenelement (4) unterteilt ist, wobei mindestens ein Blendenelement (3, 4) über
einen Form- und/oder Kraftschluss an dem Träger (10) befestigt ist.
2. Beschlagskörper (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (3, 4) innerhalb des Beschlagskörpers (2) befestigt ist.
3. Beschlagskörper (2) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (3, 4) einen für eine Handhabe (30) vorgesehene Anlagefläche des
Beschlagskörpers (2) höchstens hälftig umschließt.
4. Beschlagskörper (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Blendenelement (3, 4) über einen Form- und/oder Kraftschluss
an dem Träger (10) befestigt sind.
5. Beschlagskörper (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (3, 4) mindestens eine Türbefestigungsaufnahme (14, 15, 16) des
Beschlagskörpers (2) zur Aufnahme eines Befestigungselementes (60) zur Befestigung
an die Gebäudetür und/oder eine Schließzylinderaufnahme (12) des Beschlagskörpers
(2) zur Aufnahme eines Schließzylinders abdeckt, wobei insbesondere die Türbefestigungsbefestigungsaufnahme
(14, 15, 16) und/oder die Schließzylinderaufnahme (12) derart ausgestaltet ist, dass
das Befestigungselement (60) bzw. der Schließzylinder variabel in der Türbefestigungsaufnahme
(14, 15, 16) bzw. der Schließzylinderaufnahme (12) platzierbar ist.
6. Beschlagskörper (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Blendenelemente (3, 4) eine ebene, durchgängige, die Vorderseite (101) bildende
Oberfläche aufweisen.
7. Beschlagskörper (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Blendenelement (4), das zur Abdeckung der Schließzylinderaufnahme (12)
dient, eine der Größe des Schließzylinders angepasste Schließzylinderöffnung (98)
aufweist.
8. Beschlagskörper (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Blendenelement (3), das insbesondere zur Abdeckung einer Kontrolleinheit
für eine Zugangsberechtigungskontrolle dient, derart form- und/oder kraftschlüssig
an dem Träger (10) befestigt ist, dass das erste Blendenelement (3) nur von der Rückseite
(102) her lösbar ist.
9. Beschlagskörper (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Blendenelement (4) dazu vorgesehen ist, im montierten Zustand von der
Vorderseite (101) und den Seitenflächen (103, 104, 105, 106) her unlösbar angeordnet
zu sein, wobei insbesondere die Schließzylinderöffnung (98) für den Schließzylinder
durchragbar ist und/oder mindestens ein in dem Beschlagskörper (2) angeordnetes Sicherungselement
ein Lösen des zweiten Blendenelementes (4) verhindert.
10. Beschlagskörper (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Blendenelement von der Vorderseite (101) oder den Seitenflächen (103,
104, 105, 106) her lösbar angeordnet ist.
11. Beschlagskörper (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Form- und/oder Kraftschluss, mit dem das Blendenelement (3, 4) an dem Träger
(10) befestigt ist, durch Verschieben lösbar ist, wobei insbesondere das Blendenelement
(3, 4) über eine Klemmverbindung mit dem Träger (10) befestigt ist.
12. Beschlagskörper (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (3, 4) als eine ebene Platte oder nur an einem Ende gebogene Platte
ausgeführt ist, von der rückwärtig ein Form- und/oder Kraftschlusselement abragt.
13. Beschlagskörper (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Blendenelement (3, 4) mit einer Dicke in einem Bereich zwischen 1,0mm und 3,0
mm, bevorzugt in einem Bereich zwischen 1,5 mm und 2,5 mm, besonders bevorzugt in
einem Bereich zwischen 1,8 mm und 2,2 mm ausgeführt ist.
14. Beschlag (1) mit einem Beschlagskörper (2) und mit einer Handhabe (30) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.
15. Verfahren zur Demontage eines Beschlags (1) aufweisend die folgenden Schritte:
a. Bewegen, insbesondere Verschieben, eines Blendenelementes (3, 4) , so dass das
bewegte Blendenelement (3, 4) abnehmbar wird,
b. Abnehmen des bewegten Blendenelements (3, 4) von dem Beschlagskörper (2), wobei
eine Handhabe (30), insbesondere ein Türdrücker, und/oder ein weiteres Blendenelement
(3, 4) an einem Beschlagskörper (2) verbleibt,
c. Lösen mindestens eines Befestigungselementes, das zur Befestigung an die Gebäudetür
dient.