(19)
(11) EP 3 000 156 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
17.10.2018  Patentblatt  2018/42

(21) Anmeldenummer: 14725193.8

(22) Anmeldetag:  21.05.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 13/74(2006.01)
H01R 13/52(2006.01)
H01R 12/70(2011.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2014/060418
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2014/187851 (27.11.2014 Gazette  2014/48)

(54)

KONTAKTVORRICHTUNG ZUM HERSTELLEN EINES ELEKTRISCHEN KONTAKTES ZWISCHEN EINER LEITERPLATINE UND EINEM ELEKTROMOTOR

CONTACT DEVICE FOR ESTABLISHING AN ELECTRIC CONTACT BETWEEN A PRINTED CIRCUIT BOARD AND AN ELECTROMOTOR

DISPOSITIF SERVANT À ÉTABLIR UN CONTACT ÉLECTRIQUE ENTRE UN CIRCUIT IMPRIMÉ ET UN MOTEUR ÉLECTRIQUE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 21.05.2013 DE 102013209367

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.03.2016  Patentblatt  2016/13

(73) Patentinhaber: Continental Automotive GmbH
30165 Hannover (DE)

(72) Erfinder:
  • BERMEL, Andreas
    60433 Frankfurt am Main (DE)
  • SCHNEIDER, Roland
    65779 Kelkheim/Ts. (DE)
  • STRACK, Matthias
    65830 Kriftel (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 161 790
US-A- 4 973 268
US-A1- 2009 098 779
EP-A1- 2 597 730
US-A- 5 888 101
US-A1- 2010 254 091
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Herstellen eines elektrischen Kontaktes zwischen zwei elektrischen Einheiten, insbesondere zwischen einer Leiterplatine und einem Elektromotor, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie ein Steuergerät für eine Lenkvorrichtung eines Kraftfahrzeugs mit einer Leiterplatine und einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.

    [0002] US 4 973 268 A offenbart eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. In heutigen Kraftfahrzeugen werden eine Vielzahl von Leiterplatinen verbaut, die mittels eines Gehäuses von äußeren Einflüssen geschützt werden müssen. Um den elektrischen Kontakt zwischen den Leiterplatinen und elektrischen Maschinen oder dergl. herzustellen, bedarf es zusätzlicher Kontaktvorrichtungen, die einerseits den elektrischen Kontakt zwischen den zwei Einheiten durch das Gehäuse hindurch herstellen und zum anderen das Gehäuse weiterhin vor äußeren Einflüssen abdichten.

    [0003] Im vorliegenden Fall einer Leiterplatine für eine Servolenkungseinheit bestand darüber hinaus das Problem, dass die Leiterplatinen zwei unterschiedlich positionierte Kontakte aufwies und die Leiterplatinen daher in der Montage sehr präzise positioniert werden mussten, damit beide Kontakte korrekt in den Gegenkontakt eingreifen. Darüber hinaus ergaben sich Probleme beim Verschrauben des Gehäuses der Leiterplatine an die Lenkvorrichtung durch nicht exakt fluchtende Bohrungen.

    [0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine elektrische Kontaktvorrichtung aufzuzeigen, die eine genaue Positionierung der Leiterplatine ermöglicht.

    [0005] Die Aufgabe wird gelöst gemäß einer Vorrichtung der eingangs genannten Art, wobei der Steckkörper mehrere Positionierungsglieder zum Ausrichten des Steckkörpers zu einer Ausnehmung in einem Aufnahmekörper aufweist, insbesondere in Bezug auf einen in einer senkrecht zur Längsachse der Ausnehmung angeordneten Ebene liegenden Drehwinkel des Stützkörpers zur Ausnehmung.

    [0006] Der Erfindung liegt der Grundgedanke zu Grunde den Steckkörper mit zusätzlichen Positionierungsgliedern auszustatten, so dass der Steckkörper sich automatisch zur Ausnehmung in einem Aufnahmekörper ausrichtet, während es in dieser Ausnehmung eingeführt wird.

    [0007] Unter elektrischen Einheiten sind im Sinne der Erfindung für sich abgeschlossene elektrische Baueinheiten zu verstehen. Darunter fallen elektronische Steuereinheiten, insbesondere Leiterplatinen, Elektromotoren oder sonstige elektrische Antriebsvorrichtungen, die in Kraftfahrzeugen verwendet werden.

    [0008] Vorteilhafter Weise ist die erfindungsgemäße Vorrichtung mit der einem der elektrischen Einheiten verbunden, bspw. der Leiterplatine. Die Leiterplatine kann auf einfache Weise korrekt zur zweiten Einheit, z. B. dem Elektromotor, ausgerichtet bzw. positioniert werden, sobald der Steckkörper in die hierfür vorgesehene Ausnehmung eingeführt wird. Die Positionierungsglieder ermöglichen den Steckkörper bzw. die Leiterplatine in einem vorgesehenen Drehwinkel zum Aufnahmekörper bzw. Gegenkontakt auszurichten, so dass die Leiterplatine automatisch in die richtige Drehwinkelposition ausgerichtet wird und unterschiedliche elektrische Kontakte auf der Leiterplatine präzise zu den jeweiligen Gegenkontakten positioniert sind. Das gleiche ist auch im Falle eines Steuergerätes mit einer Leiterplatine und einem Gehäuse anwendbar, bei der die Bohrungen für die Schraubverbindungen am Gehäuse fluchtend zu den Bohrungen am Gegenkörper ausgerichtet sein müssen, um die Schrauben durchzuführen.

    [0009] Erfindungsgemäß ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch ausgezeichnet, dass der Steckkörper eine erste Kontaktfläche aufweist, auf welcher der Leiter angeordnet ist, wobei die Positionierungsglieder auf der ersten Kontaktfläche angeordnet sind. Die Kontaktfläche stellt diejenige Fläche dar, die zuerst in die Ausnehmung eingeführt wird und auf der daher der elektrische Leiter für den Gegenkontakt angeordnet ist. Mit der Anordnung der Positionierungsglieder auf der Kontaktfläche wird sichergestellt, dass die Positionierungsglieder mit der Ausnehmung zuerst in Kontakt kommen und die Ausrichtung des Steckkörpers vornehmen.

    [0010] Erfindungsgemäß ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch ausgezeichnet, dass die Positionierungsglieder rotationssymmetrisch um die senkrecht durch den Mittelpunkt der Kontaktfläche verlaufende Achse angeordnet sind.

    [0011] Vorteilhafterweise wird die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch weitergebildet, dass die Positionierungsglieder auf der Kontaktflache jeweils paarweise diametral gegenüberliegend angeordnet sind. Mittels der vorgenannten Ausführungsformen kann eine richtige Ausrichtung des Steckkörpers hinsichtlich des Drehwinkels in der Ebene besonders einfach und wirksam erreicht werden.

    [0012] Ferner wird die erfindungsgemäße Vorrichtung weitergebildet durch vier Positionierungsglieder, die jeweils auf einer der Mittelachsen der Kontaktfläche und am äußeren Rand der Kontaktfläche angeordnet sind. Mit dieser Anzahl an Positionierungsgliedern ist eine Ausrichtung des Steckkörpers besonders wirksam erreichbar.

    [0013] Des Weiteren ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch ausgezeichnet, dass die Positionierungsglieder rippenförmig ausgebildet sind.

    [0014] Ferner ist die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch ausgezeichnet, dass die Positionierungsglieder eine zum Rand der Kontaktfläche hin sich verjüngende Grundform aufweisen. Vorteilhafterweise weisen die Positionierungsglieder eine im Wesentlichen dreieckige oder halbkreisförmige Grundform auf. Ferner ist es bevorzugt, dass die Spitzen der Grundform abgerundet ausgebildet sind. Auf diese Weise ist eine Verdrehung des Steckkörpers zur Ausnehmung um den Mittelpunkt der Kontaktfläche im kleinen Umfang weiterhin möglich, so dass in der Montage eine geringfügige Anpassung der Drehposition des Steckkörpers bzw. der Leiterplatinen vorgenommen werden kann. Vorteilhafterweise wird die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch weitergebildet, dass der Steckkörper zylinderförmig ausgebildet ist und eine ovale, rechteckige Grundform aufweist. Mittels dieser Ausführungsform ist eine besonders kompakte Ausführung des Steckkörpers realisierbar.

    [0015] Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Dichtungslippe, die um die Mantelfläche des Steckkörpers angeordnet ist. Die Dichtungslippe dichtet den Zwischenraum zwischen dem Steckkörper und der Ausnehmung ab und verhindert das durchdringen von Flüssigkeiten durch die Ausnehmung.

    [0016] Vorteilhafterweise wird die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch weitergebildet, dass die Positionierungsglieder im Wesentlichen bündig zur Außenfläche der Dichtungslippe angeordnet sind. Die Dichtungslippe ist derart bemessen, dass sie im nicht verbauten Zustand leicht über die Positionierungsglieder übersteht. Im verbauten Zustand wird die Dichtungslippe verformt und liegt bündig im Bereich von ± 0,1 mm zu den Positionierungsgliedern an.

    [0017] Darüber hinaus ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorteilhaft, bei dem der Steckkörper aus einem Grundkörper und einem auf dem Grundkörper aufsteckbaren zweiten Körper ausgebildet ist, wobei die Positionierungsglieder auf dem zweiten Körper angeordnet sind. Gemäß dieser Ausführungsform wird der Steckkörper modular aus zwei Teilen bzw. Körpern aufgebaut. Auf diese Weise ist eine besonders leichte Montage der Dichtungslippe auf den Grundkörper möglich. Der Grundkörper kann nach dieser Ausführungsform in einer einfacheren Geometrie gestaltet werden, so dass die hierzu notwendigen Spritzgusswerkzeuge kostengünstiger herstellbar sind.

    [0018] Vorteilhafterweise wird die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch weitergebildet, dass der Steckkörper mit einem Rahmen zum Anbringen des Steckkörpers auf einer Leiterplatine einstückig ausgebildet ist.

    [0019] Darüber hinaus wird die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch weitergebildet, dass der Rahmen Leiterbahnen aufweist.

    [0020] In besonders vorteilhafter Weise wird die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch weitergebildet, dass die Positionierungsglieder mit einem Spiel von 0,01 bis 0,13mm zur Ausnehmung gefertigt sind. Mittels dieser Toleranzen konnte in der Serienmontage eine besonders präzise Positionierung des Steckkörpers bzw. der Steuervorrichtung realisiert werden.

    [0021] Die Erfindung umfasst des Weiteren ein Steuergerät für eine Lenkvorrichtung eines Kraftfahrzeugs mit einer Leiterplatine und einer Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ausführungsformen. Weitere bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an Hand von Figuren.

    [0022] Es zeigen

    Fig. 1 eine Explosionsdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung,

    Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung,

    Fig. 3 eine Draufsicht auf das erste Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und

    Fig. 4 eine perspektivische Ansicht eines Steuergeräts für eine Servolenkungsvorrichtung mit dem ersten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung.



    [0023] Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 1 zum Herstellen eines elektrischen Kontaktes zwischen zwei elektrischen Einheiten, nämlich zwischen einer Leiterplatine 2 und einem Elektromotor (nicht in den Figuren gezeigt), mit mehreren elektrischen Leitern 3 und einem Steckkörper 4 zum Aufnehmen des Leiters 3. Der Steckkörper 4 weist mehrere Positionierungsglieder 5 zum Ausrichten des Steckkörpers 4 zu einer Ausnehmung 111 in einem Aufnahmekörper 110 auf.

    [0024] Der Steckkörper 4 ist in diesem Ausführungsbeispiel aus einem Grundkörper 40 und einem auf dem Grundkörper 40 aufsteckbaren zweiten Körper 50 ausgebildet. Es ist aber auch denkbar den Steckkörper 4 einstückig auszubilden. Der Grundkörper 40 des Steckkörpers 4 ist zylinderförmig ausgebildet und weist eine ovale Grundform auf. Alternativ könnte die Grundform rechteckig oder kreisförmig geformt sein. Der Grundkörper 40 weist mehrere vertikal entlang der Längsachse des Grundkörpers 40 verlaufende Durchgänge 41 auf, durch welche die Leiter 3 durchsteckbar sind. Auf einer Stirnfläche 43 des Grundkörpers 40 befinden sich 4 kreisförmige Ausnehmungen, die mit Einsteckpins 51 am zweiten Körper 50 korrespondieren. Der zweite Körper 50 wird mittels der Einsteckpins 51 auf dem Grundkörper 40 befestigt.

    [0025] Darüber hinaus ist ein Abschnitt 42 des Grundkörpers 40 verjüngt ausgebildet und dient dazu eine Dichtungslippe 60 aufzunehmen. Die Dichtungslippe 60 ist an der Mantelfläche des verjüngten Abschnitts 44 des Grundkörpers 40 angeordnet und dient dazu die Ausnehmung 111 zum Aufnahmekörper 110 und zur Mantelfläche des verjüngten Abschnitts 44 hin abzudichten. Die Dichtungslippe 60 kann direkt an den Grundkörper 40 angespritzt werden oder als einzelnes Bauteil auf den Grundkörper 40 montiert werden. Die Dichtungslippe 60 ist ein optionales Element und kann auch weggelassen werden. In einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ohne Dichtungslippe würde der verjüngte Abschnitt 42 wegfallen.

    [0026] Am nicht verjüngten Abschnitt 44 des Grundkörpers 40 befinden sich Teile eines Rahmens 45 zum Anbringen des Steckkörpers 4 auf einer Leiterplatine 2, s. Figur 4. Der Grundkörper 40 ist einstückig mit dem Rahmen 45 ausgebildet. Der Rahmen 45 ist mit Leiterbahnen 46 ausgestattet, wobei die Leiterbahnen 46 mit den Leitern 3 elektrisch verbunden sind. Hierzu weist der Grundkörper 40 horizontal verlaufende Ausnehmungen auf (nicht in den Figuren gezeigt) durch welche die Leiterbahnen 46 durchführbar sind und abschnittsweise in die Durchgänge 41 hineinragen, um mit den Leitern 3 einen elektrischen Kontakt aufzubauen.

    [0027] Ferner weist der Steckkörper 4 eine Abdeckung 47 auf, womit das untere Ende des Grundkörpers 40 abdeckbar ist und welches die elektrischen Leiter 3 abstützt. Die Abdeckung 47 kann derart gestaltet werden, dass sie auf dem Grundkörper 40 aufsteckbar ist.

    [0028] Der zweite Körper 50 ist plattenförmig ausgebildet und weist an den Randbereichen mehrere Positionierungsglieder 5 zum Ausrichten des Steckkörpers 4 zur Ausnehmung 111 auf.
    Der zweite Körper 50 weist eine Kontaktfläche 52 auf, auf welcher die Kontaktabschnitte der Leiter 3 angeordnet ist, wobei die Positionierungsglieder 5 auf der ersten Kontaktfläche 52 angeordnet sind. Die Positionierungsglieder 5 sind rotationssymmetrisch um die senkrecht durch den Mittelpunkt (M) der Kontaktfläche (52) verlaufende Achse angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel entspricht der Mittelpunkt M dem Schnittpunkt der Mittelachsen A1, A2 der Kontaktfläche 52, vgl. Figur 3. Die vier Positionierungsglieder 5 sind jeweils auf einer der Mittelachsen A1, A2 am äußeren Rand der Kontaktfläche 52 und paarweise diametral gegenüberliegend angeordnet. Ferner sind die Positionierungsglieder 5 so angeordnet, dass sie im eingebauten Zustand im Wesentlichen bündig zur Außenfläche der Dichtungslippe 60 abschließen, wie in Figur 3 zu dargestellt.

    [0029] Die Positionierungsglieder 5 sind rippenförmig ausgebildet und weisen eine zum Rand der Kontaktfläche 52 hin sich verjüngende Grundfläche auf, die im Wesentlichen dreieckförmlich geformt ist. Auf diese Weise ergibt sich ein abgerundeter Kontaktbereich55 zwischen den Positionierungsgliedern 5 und der Innenwand der Ausnehmung 111, um eine leichte Verdrehung des Steckkörpers 4 innerhalb der Ausnehmung 111 zu ermöglichen. Ferner ist der Kontaktbereich 53, wie in Figur 2 zu sehen, zur freien Stirnfläche der Positionierungsglieder 5 leicht verjüngt ausgebildet, um das Einführen des Steckkörpers 4 in die Ausnehmung 111 zu vereinfachen. Hierfür ist weiterhin vorgesehen, dass die Positionierungsglieder 5 mit einem Spiel von 0,01 bis 0,13mm zur Ausnehmung 111 gefertigt sind. Die Höhe der Positionierungsglieder 5 entspricht in etwa der doppelten Dicke des zweiten Körpers 50.

    [0030] Auf der Kontaktfläche 52 des zweiten Körpers 50 finden sich des Weiteren Stützwände 54, um die Stifte 30 des Leiters 3 abzustützen, wenn zwischen den Stiften 30 der Gegenkontakt eingeführt wird und damit die Stifte 30 auseinander spreizt. Die an den kürzeren Seiten angeordneten Positionierungsglieder 5 gehen dabei bündig in die jeweils benachbarten Stützwände 54 über.

    [0031] Der Steckkörper 4 bzw. der Grundkörper 40 und der zweite Körper 50 sind aus einem thermoplastischen Material gefertigt. Besonders bevorzugt ist Polybutylenterephthalat.

    [0032] Figur 4 zeigt ein Steuergerät 100 für eine Servolenkungsvorrichtung einer Lenkvorrichtung eines Kraftfahrzeugs mit einer Leiterplatine 2 und der Vorrichtung 1 zum Herstellen des elektrischen Kontaktes zwischen der Leiterplatine 2 und dem Elektromotor-

    [0033] Die Leiterplatine 2 weist eine Trägerplatine 20 auf, auf der eine Vielzahl von elektronischen Bausteinen 21 und elektrischen Bauteile 22 aufgebracht sind. Diese umfassen unter anderem Chipbausteine, Kondensatoren, Spulen, usw. Die Vorrichtung 1 ist auf einer Hälfte der Trägerplatine 102 angeordnet. Die Vorrichtung 1 über den Rahmen 45 mit der Trägerplatine 102 verbunden. Beabstandet dazu befinden sich am anderen Ende der Trägerplatine 20 weitere elektrische Kontakte 23, über welche u. a. die Drehwinkelsignale des Elektromotors an die Leiterplatinen 2 übermittelt werden.

    [0034] Die Leiterplatine 2 ist innerhalb eines Metallgehäuses 101 angeordnet. Das Gehäuse weist mehrere Bohrungen 102 auf, um das Gehäuse 101 auf ein hier nicht gezeigtes Lenkgetriebegehäuse aufzuschrauben. Die Kontaktfläche 103 des Gehäuses 101 zum Lenkgetriebegehäuse ist mit einer Dichtungslippe 107 versehen, um das Gehäuse 103 wasserdicht abzudichten. Des Weiteren weist das Gehäuse 103 an seiner Stirnfläche mehrere Anschlüsse 104 auf, über die die Leiterplatine 2 beispielsweise mit einer Batterie verbunden werden kann.

    [0035] Bei der Montage der Lenkvorrichtung wird das Steuergerät 100 an das Lenkgetriebegehäuse herangefahren und anschließend auf das Lenkgetriebegehäuse abgesetzt, so dass die Vorrichtung 1 in die Ausnehmung 111 (siehe Figur 2) des Lenkgetriebegehäuses eingeführt wird und die Leiterplatine in die vorgesehene Position, insbesondere Drehwinkelposition, zum Lenkgetriebegehäuse bringt. Es handelt sich hierbei um die Drehung in der zur Längsachse der Ausdehnung 111 senkrecht stehenden Ebene um den Mittelpunkt M. Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 ermöglicht eine korrekte Positionierung des Steuergerätes 100 zum Lenkgetriebegehäuse, auch wenn das Steuergerät 100 mit einem Drehwinkelversatz von wenigen Graden zur vorgesehenen Drehwinkelposition herangefahren wird. Hierzu weist die Vorrichtung 1 mehrere Positionierungsglieder 5 auf, die mit der Ausnehmung 111 derart zusammenwirken, so dass das Steuergerät 100 in die vorgesehene Position ausgerichtet wird. Dadurch ergeben sich auch keine Probleme bei der Herstellung des elektrischen Kontaktes zwischen den elektrischen Kontakten 23 und den dazu korrespondierenden Gegenkontakten.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung (1) zum Herstellen eines elektrischen Kontaktes zwischen zwei elektrischen Einheiten, insbesondere zwischen einer Leiterplatine (2) und einem Elektromotor, mit mindestens einem elektrischen Leiter (3) und einem Steckkörper (4) zum aufnehmen des Leiters (3), wobei der Steckkörper (4) mehrere Positionierungsglieder (5) zum Ausrichten des Steckkörpers (4) zu einer Ausnehmung (111) in einem Aufnahmekörper (110) aufweist, wobei der Steckkörper (4) eine Kontaktfläche (52) aufweist, auf welcher der Leiter (3) angeordnet ist, wobei die Positionierungsglieder (5) auf der Kontaktfläche (52) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungsglieder (5) rotationssymmetrisch um die senkrecht durch den Mittelpunkt (M) der Kontaktfläche (52) verlaufende Achse angeordnet sind, wobei die Positionierungsglieder (5) rippenförmig ausgebildet sind und eine zum Rand der Kontaktfläche (52) hin sich verjüngende Grundform aufweisen.
     
    2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungsglieder (5) auf der Kontaktfläche (52) jeweils paarweise diametral gegenüberliegend angeordnet sind.
     
    3. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche gekennzeichnet durch vier Positionierungsglieder (5), die jeweils auf einer der Mittelachsen (A1, A2) der Kontaktfläche (52) und am äußeren Rand der Kontaktfläche (52) angeordnet sind.
     
    4. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, der Steckkörper (4) zylinderförmig ausgebildet ist und eine ovale oder rechteckige Grundform aufweist.
     
    5. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche gekennzeichnet durch eine Dichtungslippe (60), die um die Mantelfläche des Steckkörpers (4) angeordnet ist.
     
    6. Vorrichtung (1) nach dem vorstehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionierungsglieder (5) im Wesentlichen bündig zur Außenfläche der Dichtungslippe (60) angeordnet sind.
     
    7. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckkörper (4) aus einem Grundkörper (40) und einem auf dem Grundkörper (40) aufsteckbaren zweiten Körper (50) ausgebildet ist, wobei die Positionierungsglieder (5) auf dem zweiten Körper (5) angeordnet sind.
     
    8. Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckkörper (4) mit einem Rahmen (45) zum Anbringen des Steckkörpers (4) auf einer Leiterplatine (2) einstückig ausgebildet ist.
     
    9. Vorrichtung (1) nach dem vorstehend Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (45) Leiterbahnen (46) aufweist.
     
    10. Steuergerät (100) für eine Lenkvorrichtung eines Kraftfahrzeugs mit einer Leiterplatine (2) und einer Vorrichtung (1) nach einem der vorstehenden Ansprüche.
     


    Claims

    1. Device (1) for establishing electrical contact between two electric units, in particular between a printed circuit board (2) and an electric motor, having at least one electrical conductor (3) and a plug-in body (4) for receiving the conductor (3), wherein the plug-in body (4) has a plurality of positioning elements (5) for aligning the plug-in body (4) with a recess (111) in a receiving body (110), wherein the plug-in body (4) has a contact face (52) on which the conductor (3) is arranged, wherein the positioning elements (5) are arranged on the contact face (52), characterized in that the positioning elements (5) are arranged in a rotationally symmetrical fashion about the axis which runs perpendicularly through the center point (M) of the contact face (52), wherein the positioning elements (5) are embodied in the form of fins and have a base shape which tapers toward the edge of the contact face (52).
     
    2. Device (1) according to Claim 1, characterized in that the positioning elements (5) are each arranged in pairs diametrically opposite one another on the contact face (52).
     
    3. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized by four positioning elements (5) which are each arranged on one of the center axes (A1, A2) of the contact face (52) and at the outer edge of the contact face (52).
     
    4. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the plug-in body (4) is embodied in the form of a cylinder and has an oval or rectangular base shape.
     
    5. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized by a sealing lip (60) which is arranged around the lateral face of the plug-in body (4) .
     
    6. Device (1) according to the preceding claim, characterized in that the positioning elements (5) are arranged essentially flush with the outer face of the sealing lip (60).
     
    7. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the plug-in body (4) is formed from a base body (40) and a second body (50) which can be plugged onto the base body (40), wherein the positioning elements (5) are arranged on the second body (5).
     
    8. Device (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the plug-in body (4) is embodied in one piece with a frame (45) for attaching the plug-in body (4) to a printed circuit board (2).
     
    9. Device (1) according to the preceding claim, characterized in that the frame (45) has conduct or tracks (46).
     
    10. Control unit (100) for a steering device of a motor vehicle having a printed circuit board (2) and a device (1) according to one of the preceding claims.
     


    Revendications

    1. Dispositif (1) servant à établir un contact électrique entre deux unités électriques, en particulier entre une carte à circuits imprimés (2) et un moteur électrique, comprenant au moins un conducteur électrique (3) et un corps d'enfichage (4) pour recevoir le conducteur (3), le corps d'enfichage (4) présentant plusieurs organes de positionnement (5) pour orienter le corps d'enfichage (4) par rapport à un évidement (111) dans un corps de réception (110), le corps d'enfichage (4) présentant une surface de contact (52) sur laquelle est disposé le conducteur (3), les organes de positionnement (5) étant disposés sur la surface de contact (52), caractérisé en ce que les organes de positionnement (5) sont disposés avec une symétrie de révolution autour de l'axe s'étendant perpendiculairement à travers le centre (M) de la surface de contact (52), les organes de positionnement (5) étant réalisés en forme de nervures et présentant une forme de base se rétrécissant vers le bord de la surface de contact (52).
     
    2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que les organes de positionnement (5) sont disposés de manière diamétralement opposée à chaque fois par paires sur la surface de contact (52).
     
    3. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par quatre organes de positionnement (5) qui sont à chaque fois disposés sur l'un des axes médians (A1, A2) de la surface de contact (52) et au niveau du bord extérieur de la surface de contact (52).
     
    4. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps d'enfichage (4) est réalisé sous forme cylindrique et présente une forme de base ovale ou rectangulaire.
     
    5. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par une lèvre d'étanchéité (60) qui est disposée autour de la surface d'enveloppe du corps d'enfichage (4).
     
    6. Dispositif (1) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que les organes de positionnement (5) sont disposés essentiellement en affleurement avec la surface extérieure de la lèvre d'étanchéité (60).
     
    7. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps d'enfichage (4) est réalisé à partir d'un corps de base (40) et d'un deuxième corps (50) pouvant être enfiché sur le corps de base (40), les organes de positionnement (5) étant disposés sur le deuxième corps (5).
     
    8. Dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps d'enfichage (4) est réalisé d'une seule pièce avec un cadre (45) pour le montage du corps d'enfichage (4) sur une carte à circuits imprimés (2) .
     
    9. Dispositif (1) selon la revendication précédente, caractérisé en ce que le cadre (45) présente des pistes conductrices (46).
     
    10. Appareil de commande (100) pour un dispositif de direction d'un véhicule automobile comprenant une carte à circuits imprimés (2) et un dispositif (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente