[0001] Die Erfindung betrifft eine Fadenzuführvorrichtung zur Bereitstellung von Fäden zu
einer Arbeitsstation einer Person, insbesondere einer Webstation, mit
- einer Basis,
- zumindest einem an der Basis befestigten Armhalter,
- wenigstens einem, an dem Armhalter angeordneten Zuführarm zur griffgerechten Bereitstellung
von Arbeitsfäden, insbesondere Webfäden, und
- mit zumindest einer, ein aufgewickeltes Fadenreservoir tragende und um eine Drehachse
drehbare Fadenspule, von der ein Faden durch eine an dem Zuführarm angeordnete Fadenführung
in einer Abzugsrichtung durch Zug an dem Faden und das dadurch bedingte Abwickeln
der Fadenspule, abziehbar ist.
[0002] Die gattungsgemäßen Fadenzuführvorrichtungen werden insbesondere am Arbeitsplatz
eines Webers verwendet, um diesen die einzelnen Webfäden abzugs- und griffgerecht
bereitzustellen. Eine typische Anwendung ist zum Beispiel das Weben von Haarteilen,
bei dem beispielsweise drei oder mehr Fäden manuell von Spulen abgezogen und miteinander
verwebt werden. Die Fadenzuführvorrichtungen weisen pro abzuspulenden Faden ein Spannmittel
auf, über das der Faden jeweils in eine zur Abzugsrichtung entgegengesetzte Richtung
mit geringer Kraft vorgespannt ist. Derartige Fadenzuführvorrichtungen werden insbesondere
von manuell arbeitenden Personen, beispielsweise beim Weben der Basis von Haarteilen
verwendet. Sie weisen meist mehrere Fadenspulen auf, so dass der Benutzer mit mehreren
Fäden arbeiten kann. Vorteilhaft ist dabei der Einsatz der Spannmittel, da diese während
der Arbeit das Herunterhängen und Verheddern der Fäden vermeiden.
[0003] Eine solche Fadenzuführvorrichtung zur parallelen Bereitstellung von drei Webfäden
ist aus der
DE 10 2009 041 867 A1 bekannt. Diese Fadenzuführvorrichtung weist drei Zuführarme auf, an denen außen drei
von unterschiedlichen Fadenspulen abzuspulende Fäden durch Führungsösen geführt sind.
Die Spannmittel werden von Gewichten gebildet, die jeweils zwischen zwei Führungsösen
an dem Faden hängen.
[0004] Ein Nachteil der bekannten Fadenzuführvorrichtung besteht darin, dass die herunterhängenden
Gewichte und die damit herunterhängende Schlaufe des Fadens ein gewisses Risiko des
Verhedderns nicht ausschließen können und optisch nicht sehr lukrativ erschienen.
Darüber hinaus muss des Gewicht so gewählt sein, dass einerseits in der Lage ist,
den Faden straff zu halten, zum anderen aber auch nicht so groß ist, dass es auf den
Untergrund herunterfällt und selbsttätig die Spule zumindest soweit abwickelt, bis
es auf dem Untergrund aufliegt. Schließlich wird die offene Fadenführung oft als wenig
attraktiv empfunden.
[0005] Aus der
US 4 903 574 A ist eine motorisch angetriebene Fadenzuführvorrichtung für Webmaschinen bekannt,
die eine Federrückstellung für den Faden bei Wegfall der Antriebskraft aufweist, um
den Faden auf Spannung zu halten. Bei dieser Ausgestaltung ist die Feder in die Spulenlagerung
integriert. Weitere Kabel- oder Fadenzuführungen sind aus der
GB 1 442 261 A1, der
US 5 000 397 A1 und der
US 2002/0113159 A1 bekannt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Fadenzuführvorrichtung zu schaffen, die
bei leichter Bedienbarkeit eine sichere Funktion gewährleistet und in der optischen
Erscheinung möglichst attraktiv ist.
[0007] Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch eine Fadenzuführvorrichtung nach Anspruch
1 gelöst. Die Fadenspule ist an einem an dem Zuführarm angeordneten Spulenhalter gelagert,
wobei zur Bildung des Spannmittels zumindest eine in ihrer Auslenkmöglichkeit durch
einen ersten Anschlag begrenzte Fadenrückzugsfeder vorgesehen ist, die derart angeordnet
ist, dass sie bei einer für das Abziehen des Fadens hinreichenden auf den Faden wirkenden
Zugkraft ausgelenkt ist, und die Fadenspule derart gelagert ist, dass eine dem Abwickeln
entgegen gerichtete Bremskraft vorliegt, die größer als die Federkraft der Fadenrückzugsfeder
ist.
[0008] Der Erfindung liegen verschiedene Verbesserungen zugrunde. Zum einen soll die Rückstellspannung,
die auf den Faden wirkt, möglichst benutzerfreundlich gestaltet werden. Dies wird
durch die oben genannten Merkmale erreicht, dass nämlich die Fadenspule in Abzugsrichtung
beweglich gelagert ist, wobei die Fadenrückzugsfeder die Fadenspule entgegen der Abzugsrichtung
drückt. Die Fadenspule muss natürlich so ausgebildet sein, dass eine dem Abwickeln
entgegen gerichtete Bremskraft vorliegt, so dass bei einer Zugkraft am Faden zunächst
die Fadenrückzugsfeder vorgespannt wird und sich erst dann der Faden abwickelt. An
einer Stelle zwischen dem vorderen Ende des Zuführarms und der Fadenrückzugsfeder
kann eine Klemme vorgesehen sein, über die der Faden bei Nichtgebrauch festgeklemmt
werden kann, so dass vermieden ist, dass der Faden unbeabsichtigt in den Zuführarm
zurückgezogen wird.
[0009] Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Fadenführung.
[0010] Zur Fadenführung ist der Zuführarm so ausgebildet, dass durch einen hohlzylindrischen
Bereich der Faden hindurchgeführt werden kann.
[0011] Eine besonders komfortable Kombination der beiden Aspekte der Erfindung weist Zuführarme
auf, an deren einen Ende die Fadenspule angeordnet ist. Von dort ist der Faden in
den hohlzylindrischen Zuführarm eingelegt und tritt am vorderen freien Ende des Zuführarms
wieder aus. Zum Einlegen des Fadens kann der Zuführarm beispielsweise eine schlitzartige
Fadenaufnahme aufweisen. Alternativ kann der Faden auch initial mit einem Hilfsmittel,
beispielsweise einer Schubstange durch den Zuführarm hindurch gesteckt werden. Diese
verdeckte Fadenführung wird von vielen Anwendern als besonders attraktiv empfunden.
[0012] Weitere vorteilhafte Merkmale von speziellen Ausgestaltungen der Fadenzuführvorrichtung
umfassen einen modularen Aufbau, sodass der Benutzer individuell die Anzahl an zur
Verfügung stehen Arbeitsfäden einstellen kann. So kann der Armhalter aus zusammensteckbaren
Einzelmodulen bestehen, an denen jeweils ein Zuführarm befestigt ist oder befestigt
werden kann. An diesem Zuführarms ist dann die Fadenspule mit der federnden Lagerung
des Fadens vorgesehen.
[0013] Ein weiterer Aspekt kann eine Höhenverstellung der Fadenführung sein. Hierzu kann
entweder Anteil des Armhalters oder der ganze Armhalter als Teleskopstange ausgebildet
sein oder der Armhalter so ausgebildet sein, dass er über die Verwendung unterschiedlicher
Distanzstücke in der Höhe variabel ist. Auch die Zuführarme können verlängerbar sein,
dies kann ebenfalls durch die Verwendung von Teleskopstangen realisiert werden oder
durch Ansatzstücke, die zum Beispiel vorne auf die hohlzylindrischen Zuführarme aufgesteckt
werden können.
[0014] Schließlich ist auch sowohl für den Armhalter als auch für die Zuführarme eine flexible
Lösung möglich, die es erlaubt, den Armhalter oder bzw. und den Zuführarm derart elastisch
zu verbiegen, dass er seine Form behält.
[0015] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der
Zeichnungen.
[0016] In den Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine erste Ausgestaltung einer nicht beanspruchten Fadenzuführvorrichtung,
- Fig. 2
- den Zuführarm der in Figur 1 dargestellten Fadenzuführvorrichtung,
- Fig. 3
- die Fadenspule des in Figur 2 dargestellten Zuführarms,
- Fig. 4
- eine Alternative Ausgestaltung einer nicht beanspruchten Fadenspule mit seitlicher
Fadenrückzugsfeder,
- Fig. 5
- den Spulenhalter des in Figur 2 dargestellten Zuführarms in einer vergrößerten Darstellung,
- Fig. 6
- eine weitere Ausgestaltung eines nicht beanspruchten Spulenhalters,
- Fig. 7
- einen Schnitt durch die in Figur 3 gezeigte Fadenspule,
- Fig. 8
- die Fadenrückzugsfeder der in Figur 3 dargestellten Fadenspule,
- Fig. 9
- die Einzelheit "Z" aus Figur 2 mit der Fadenaufnahme in einer Detailansicht,
- Fig. 10
- ein Schnitt durch einen Zuführarm
- Fig. 11
- eine weitere Ausgestaltung einer nicht beanspruchten Fadenzuführvorrichtung,
- Fig. 12
- ein Fadenmagazin mit seiner Lagerung im Armhalter der Fadenzuführvorrichtung gemäß
Figur 11,
- Fig. 13
- einen Schnitt durch eine Ausführung eines nicht beanspruchten Armhalters mit angeklickten
Zuführarmen,
- Fig. 14
- einen nicht beanspruchten Armhaltering für einen Zuführarm der Ausgestaltung nach
Figur 13,
- Fig. 15
- ein Ausführungsbeispiel für eine nicht beanspruchte modulare Fadenzuführvorrichtung
und
- Fig. 16
- ein Beispiel eines nicht beanspruchten Fadenrollenmagazins, das auf den Armhalter
aufsteckbar ist.
- Fig. 17
- eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Fadenzuführvorrichtung.
[0017] In Figur 1 ist eine Fadenzuführvorrichtung dargestellt. Wie auch die bekannten Fadenzuführvorrichtungen
weist sie eine Basis 1, einen daran angeordneten Armhalter 2 sowie wiederum am Armhalter
2 angeordnete Zuführarme 3 auf. An den Zuführarmen 3 ist im rechten Bereich jeweils
ein Spulenhalter 6 angeordnet, der hier ein Lager für die Fadenspule 4 bildet. Von
dieser Fadenspule 4 ist, wie im Folgenden noch im Detail beschrieben werden wird,
ein Faden 5 durch den Zuführarm 3 hin durchgeführt und kann zum Weben, insbesondere
von Basen von Haarteilen, abgezogen werden.
[0018] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Armhalter 2 höhenverstellbar. Hierzu ist
er im unteren Bereich nach der Art einer Teleskopstange ausziehbar. Zum Fixieren der
Höheneinstellung können entweder Stifte vorgesehen sein, die in entsprechende Öffnungen
im doppelwandigen Bereich des Armhalters 2 eingesteckt werden. Alternativ kann auch
eine Reibungskraft vorhanden sein, so dass ein explizites Fixieren entbehrlich ist.
[0019] Die Zuführarme 3 sind an einzelnen oberen Segmenten des Armhalters 2 befestigt. Diese
Segmente sind bevorzugt relativ zueinander und relativ zum Armhalter 2 drehbar. Auch
dieses Merkmal ist optional, der erfindungsgemäße Nutzen würde auch ohne Drehbarkeit
der Zuführarme 2 eintreten. Die Zuführarme 3 können ebenfalls in der Länge veränderlich
sein, insbesondere ausziehbar gestaltet sein. Hierzu weisen sie einen hinteren hohlzylindrischen
Bereich und eine darin eingesteckte vordere Einschubstange auf. Im oberen Bereich
sind die Zuführarme 3 mit einer schlitzartigen Fadenaufnahme 10 versehen.
[0020] Nach Montage der Fadenspule 4 kann der Benutzer den Faden 5 von der Fadenspule 4
Abwickeln und von oben in den Schlitz der Fadenaufnahme 10 einlegen. Da der Faden
5 üblicherweise nach unten abgezogen wird, sind zusätzliche Sicherungsmaßnahmen gegen
ungewolltes Herausrutschen des Fadens 5 aus dem Zuführarm 3 meist entbehrlich. Sollte
eine solche Sicherung jedoch gewünscht sein, kann dies entweder die weiter unten noch
beschriebene klappenartige Sicherung sein oder es kann besonders einfach durch Verdrehen
der Einschubstange relativ zur hinteren Trägerstange im Verbindungsbereich der beiden
Stangen der Schlitz geschlossen werden. Rastmittel können dabei das Auffinden der
geschlossenen und der geöffneten Position erleichtern.
[0021] Erfindungsgemäß ist eine Rückhaltekraft für den Faden 5 vorgesehen. Diese ist bei
der hier gezeigten nicht beanspruchten Ausgestaltung von einer in die Fadenspule 4
integrierten Fadenrückzugsfeder 13 (hier nicht sichtbar) gebildet. Die Fadenrückzugsfeder
13 spannt den Faden 5, so dass dieser während der Arbeit nicht herunter hängt und
ein Verheddern der Fäden 5 weitgehend vermieden ist.
[0022] Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, besteht hier die Fadenspule 4 aus einer Fadentrommel
11, die auf einen Trommelhalter 12 aufgesteckt ist. Die Fadentrommel 11 und der Trommelhalter
12 sind zueinander gegen die Kraft der Fadenrückzugsfeder 13 um einen definierten
Winkelbereich drehbar. Dies bedeutet, dass der Benutzer zunächst durch Zug an dem
Faden 5 die Fadentrommel 11 relativ zum Trommelhalter 12 verdreht, bis diese Relativbewegung
durch einen Anschlag begrenzt wird. Bei weiterem Zug an dem Faden 5 wird die gesamte
Baugruppe gedreht und der Faden 5 von der Fadentrommel 4 abgewickelt. Gleichzeitig
wirkt jedoch die Rückstellkraft der Fadenrückzugsfeder 13 auf den Faden 5, so dass
bei Entfall der Zugkraft durch Loslassen des Fadens 5 die Fadentrommel 4 automatisch
wieder um den Winkelbereich zurückgestellt wird. Zur Begrenzung dieses Winkelbereichs
sind ein erster Anschlag 7 und ein zweiter Anschlag 8 vorgesehen, wie aus Figur 7
und Figur 8 ersichtlich ist.
[0023] Allerdings ist es nicht notwendig, explizite Anschläge vorzusehen, vielmehr kann
der gleiche Effekt auch über das Kräfteverhältnis von Abzugskraft und Federkraft der
Fadenrückzugsfeder 13 erzielt werden. Damit sich die oben beschriebene Rückzugsfunktion
über die Fadenrückzugsfeder 13 ergibt, muss der Faden 5 so gelagert sein, dass er
nur gegen Überwindung einer Abzugskraft abgewickelt werden kann. Dies geschieht am
einfachsten über die Lagerung der Fadentrommel 11. Hier kann eine Reibungskraft vorgesehen
sein, die größer sein muss als die Kraft der Fadenrückzugsfeder 13. Erst dadurch wird
es möglich, die Fadenrückzugsfeder 13 zu Beginn des Abziehens des Fadens 5 zu spannen.
[0024] Natürlich kann alternativ auch die Tatsache genutzt werden, dass üblicherweise die
Kraft der Fadenrückzugsfeder 13 mit zunehmender Auslenkung ansteigt, so dass irgendwann
der Moment erreicht wird, an dem diese Kraft die Reibungskraft der Lagerung der Fadentrommel
11 übersteigt, wobei zu diesem Zeitpunkt der Faden 5 abgewickelt wird. Auf den Anschlag
kann dann verzichtet werden.
[0025] In den Figuren 7 und 8 ist eine erste Möglichkeit einer nicht beanspruchten Ausgestaltung
der Fadentrommel 4 dargestellt. Im Inneren ist der Trommelhalter 12 zu erkennen. Zur
Umsetzung des ersten Anschlags 7 und des zweiten Anschlags 8 ist ein von den Trommelhalter
12 seitlichen hervorspringender Drehwinkelbegrenzer 9 vorgesehen. Dieser besteht im
Wesentlichen aus einer Radiusvergrößerung in diesem Bereich. Die Innenseite der Fadentrommel
11 ist hieran angepasst und weist über einen größeren Winkelbereich eine Lauffläche
für diesen Drehwinkelbegrenzer 9 auf. Die Enden der Lauffläche, die als Nut oder runde
Ausnehmung in der inneren Mantelfläche des Trommelhalters 12 ausgebildet ist, stellen
die Anschläge 7 und 8 dar. Der Trommelhalter 12 und die Fadentrommel 11 sind über
die Fadenrückzugsfeder 13, die jeweils mit einem Ende an einem der beiden Bauteile
befestigt ist, miteinander verbunden, so dass eine Relativbewegung zwischen Trommelhalter
12 und Fadentrommel 11 die Fadenrückzugsfeder 13 spannt.
[0026] Auf der Außenseite der Fadentrommel 11 ist ein Fadenvorrat (hier schwarz dargestellt)
auf gewickelt. Der Trommelhalter 12 ist drehbar im Spulenhalter 6 gelagert, wobei
diese Lagerung so ausgebildet ist, dass der Drehung des Trommelhalters 12 eine Gegenkraft
entgegengesetzt ist, die größer als die Federkraft der Fadenrückzugsfeder 13 ist.
Auf diese Weise werden zunächst Trommelhalter 12 und Fadentrommel 11 relativ zueinander
verdreht, im weiteren Verlauf wird dann erst der Trommelhalter 12 und damit die ganze
Fadenspule 4 gedreht und abgewickelt. Die Fadenrückzugsfeder 13 ist als Zugfeder ausgebildet.
Alternativ können wir natürlich auch Drehfedern oder andere Federmittel verwendet
werden.
[0027] Figuren 4 und 6 zeigen mögliche nicht beanspruchte Alternativen der Lagerung der
Fadenspule 4. In Figur 4 ist statt einer Zugfeder eine mit Torsion belastete Federlösung
dargestellt. Hier ist die Fadentrommel 12 sehr viel dünner gehalten. Dies kann hilfreich
sein, wenn Fadentrommeln 11 verwendet werden müssen, die im Handel erhältlich sind
und einen vom Handel vorgegebenen Innendurchmesser aufweisen. Die Fadenrückzugsfeder
13 wird hier von zwei ober- und unterhalb der Fadentrommel 4 angeordneten Torsionsfedern
gebildet. Die gezeigten Schraubenfedern sind nur als Beispiel zu verstehen, hier können
zum Beispiel auch Gummifedern verwendet werden.
[0028] Zum Abwickeln der Fadenspule 4 kann der Trommelhalter 12 reibungsbehaftet entweder
in der Fadentrommel 11 oder an den Federn der Fadenrückzugsfeder 13 gelagert sein.
Ist hier auch nicht notwendig, zwei Federn zu verwenden, alternativ kann auch eine
einzelne Feder verwendet werden, wobei dann auf der gegenüberliegenden Seite entweder
keine Lagerung oder eine frei drehbare Lagerung vorgesehen ist. Eine weitere Möglichkeit
schließlich besteht in der drehbaren und reibungsbehafteten Lagerung der Federn, so
dass die ganze, in Figur 4 dargestellte Baugruppe gegen die Gegenkraft vertretbar
ist.
[0029] Figur 5 ist eine Darstellung des rechten Bereiches der Lagerung der Fadenspule 4
am Spulenhalter 6 in vergrößerter Darstellung. Hier ist zu erkennen, dass der Faden
5 durch ein Fadenauge 20 in den Zuführarm 3 geführt ist. Im oberen Bereich ist die
Fadenaufnahme 10 als Schlitz zu erkennen. Der Zuführarm 3 ist im Wesentlichen eine
hohlzylindrische Stange, die im oberen Bereich zur Bildung der Fadenaufnahme 10 geschlitzt
ist. Der Spulenhalter 6 ist hier als rechteckiger Rahmen ausgebildet, der einerseits
an dem Zuführarm 3 und andererseits an der Fadenspule 4 befestigt ist. Dies ist ein
weiterer Vorteil der Erfindung, dass die Fadenspule 4 unmittelbar am Zuführarm 3 angeordnet
und befestigt ist, während sie beim Stand der Technik über separate Bauelemente am
Armhalter 2 gehalten ist.
[0030] In Figur 6 ist eine nicht beanspruchte Alternative dargestellt. Bei dieser Alternative
wird die Fadenrückzugsfeder 13 ebenfalls von zwei Federn gebildet, die hier beispielhaft
als Schraubenfeder dargestellt sind. Diese werden durch die Abzugskraft bei Zug an
dem Faden 4 zusammengedrückt. Auch hier verläuft der Faden 5 durch das Fadenauge 20,
das am vorderen Teil des Spulenhalters 6 befestigt ist. Bei dieser Ausgestaltung wird
also die gesamte Fadenspule 4 an den Zuführarm 3 herangezogen.
[0031] Alternativ wäre natürlich auch denkbar, dass die Fadenspule 4 fest einem Zuführarm
3 gelagert ist und dass der Zuführarm 3 seinerseits über eine Federkraft am Armhalter
2 gehalten ist.
[0032] Letztlich kommt es für die Umsetzung des erfindungsgemäßen Grundgedankens darauf
an, dass eine Federkraft die Fadenspule 4 mittelbar hält und so gerichtet ist, dass
die Abzugskraft, die an dem Faden 5 anliegt, eine Verlagerung der Fadenspule 4 unter
Berücksichtigung des oben genannten Kräftegleichgewichts bewirkt. Dabei ist das Federmittel
nicht auf eine oder zwei Federn beschränkt, wenn in dieser Beschreibung von Fadenrückzugsfeder
13 gesprochen wird, ist hiermit auch ein Paket von hintereinander und/oder in Reihe
geschalteten Federn gemeint.
[0033] Figur 9 zeigt nochmals die Einzelheit "Z" aus Figur 2. Hier ist der Übergang des
äußeren Teils des Zuführarms 3 zu dem in ihn hineingesteckten Einschubrohr dargestellt.
Zu erkennen ist hier auch die schlitzartige Fadenaufnahme 10.
[0034] Figur 10 ist eine Schnittansicht des in Figur 9 gezeigten Zuführarms 3. Dieser Zuführarm
3 weist beispielhaft eine schlitzartige Fadenaufnahme 10 auf, die durch eine Fadensicherung
21 verschlossen ist. Fadensicherung 21 ist hier von einer Klappe gebildet. Diese Klappe
kann durchgängig längs der gesamten Länge des Zuführarms 3 ausgebildet sein, alternativ
kann auch nur eine kleinere Klappe vorgesehen sein oder es können mehrere Klappen
an einigen Positionen verwendet werden.
[0035] Anstelle der Klappen können als Fadensicherung 21 natürlich auch alle anderen Rückhaltemittel
verwendet werden, insbesondere ist hierbei zu berücksichtigen, dass nur der unbeabsichtigte
Durchtritt des entspannten Fadens 5 verhindert werden muss, sodass auch Borsten oder
ähnliche Mittel ausreichend sind.
[0036] Eine weitere nicht beanspruchte Weiterbildung zeigt Figur 11. Bei dieser Ausgestaltung
sind die Fadenspulen 4 auf einer gemeinsamen Einheit angeordnet, die im Armhalter
2 integriert ist. Die Zuführarme 3 sind auch hier als hohlzylindrische Stangen ausgebildet
und weisen den Schlitz als Fadenaufnahme 10 auf. Die Zuführarme 3 sind um eine Drehachse
D relativ zum Armhalter 2 verdrehbar, der hier, wie auch bei der in Figur 1 dargestellten
Ausführungsform, als Hohlzylinder ausgebildet ist. Die Drehachse D ist konzentrisch
zur Mittelachse des zylindrischen Armhalters 2.
[0037] Details zur Ausbildung der die Fadenspulen 4 tragenden Einheit und deren Lagerung
im Armhalter 2 sind in Figur 12 dargestellt. Zu erkennen ist, dass die Fadenspulen
4 auf einem gemeinsamen Fadenspuleneinsatz 15 angeordnet sind. Dieser besteht im Wesentlichen
aus einer Welle, die in den Armhalter 2 von oben eingeschoben ist und unten mit einer
Einschubbegrenzung auf einem nach innenhervorspringenden Rand des Armhalters 2 aufliegt.
Im oberen Bereich ist der Fadenspuleneinsatz 15 über einen Arretierstift 23 gesichert.
Auf dem Fadenspuleneinsatz 15 sind hier drei Fadenspulen 4 aufgesetzt, die drehbar
relativ zum Fadenspuleneinsatz 15 auf diesem gelagert sind, wobei die hier nicht dargestellte
Fadenrückzugsfeder 13 gegen die Verdrehung der Fadenspulen 4 relativ zum Fadenspuleneinsatz
15 wirkt.
[0038] Damit der Faden 5 aus dem Armhalter 2 herausgeführt werden kann, sind Armhalteringe
14 vorgesehen, die auf Seiten der Zuführarme 3 ein Austrittsfenster als Fadendurchlass
19 aufweisen. An den Armhalteringen 14 sind die Zuführarme 3 befestigt. Der Zuführarm
3 und der Armhaltering 14 können auch von einem gemeinsamen Bauteil gebildet oder
fest miteinander verbunden sein. Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind allerdings
die Zuführarme 3 mit seitlichen Klemmbacken versehen, über die sie an den Armhaltering
14 befestigt werden können. Dies wird in Verbindung mit den Figuren 13 und 14 später
im Detail beschrieben.
[0039] Die Armhalteringe 14 sind längst der Drehachse D verschiebbar am Armhalter 2 gelagert
und werden durch eine Rückstellfeder 16 in einer oberen Betriebsposition gehalten.
Dies hat seinen Grund darin, dass nach Einsatz des Fadenspuleneinsatzes 15 in den
Armhalter 2 die Armhalteringe 14 mit einer Hand heruntergezogen werden können, so
dass sich der Fadendurchlass 19 soweit vergrößert, dass der Benutzer mit zwei Fingern
in das so gebildete Fenster hinein greifen kann und das freie Ende des Fadens 5 aus
dem Armhalter 2 herausziehen kann. Da der Zuführarm 3 zusammen mit dem Armhaltering
14 heruntergezogen wird, zieht der Benutzer auf diese Weise den Faden 5 über den Zuführarm
3 und kann einfach den Faden in den oberen Schlitz der Fadenaufnahme 10 einlegen.
Nachdem der Armhaltering 14 wieder in die Ausgangsposition zurückgekehrt ist, ist
der Faden 5 dann durch den Fadendurchlass 19 durchgeführt, so dass dieser Fadendurchlass
19 das Fadenauge 20 ersetzen kann.
[0040] Der Arretierstift 23 dient nicht nur zur Sicherung gegen Herausziehen nach oben,
sondern auch als Drehsperre. Dies verhindert, dass die Zugkraft auf den Faden 5 oder
die von der Fadenrückstellfeder 13 aufgebrachte Kraft den Fadenspuleneinsatz 15 im
Armhalter 2 verdreht.
[0041] Die in Figur 12 dargestellte nicht beanspruchte Ausführungsform hat den besonderen
Vorteil, dass zum einen der gesamte Fadenvorrat verdeckt im Armhalter 2 vorgesehen
ist und zum anderen die Fadenspulen 4 als Austauscheinheit angeboten werden können.
Dies setzt natürlich einen gleichmäßigen Verbrauch der jeweiligen Fäden 5 voraus.
[0042] In den Figuren 13 und 14 ist die Halterung der Zuführarme 3 im Detail dargestellt.
Zu erkennen ist hier, dass der Armhaltering 14 seitlich hervorspringende Rasthilfen
18 aufweist (vergleiche Figur 14). Ferner ist der Fadendurchlass 19 in Figur 14 gut
zu erkennen. Das den Armhalter 2 bildende Rohr weist natürlich korrespondierende Ausnehmung
auf, so dass der Fadendurchlass 19 durchgängig ist.
[0043] Der Zuführarm 3 weist, wie in Figur 13 dargestellt ist, seitliche Klemmbacken auf,
die auf ihrer Innenseite Taschen in Form von Einsenkungen besitzen. Nachdem die Klemmbacken
beim Aufstecken auf den Armhaltering 14 zunächst aufgeweitet werden, federn sie anschließend
wieder zurück, wobei die Rasthilfen 18 in die Taschen eingreifen und so den Zuführarm
3 formschlüssig am Armhalter 2 festlegen. Dies hat den Vorteil, dass die Verbindung
zwischen Armhaltering 14 und Zuführarm 3 mit einem größeren Moment belastet werden
kann, ohne dass der Zuführarm 3 herunterfallen würde.
[0044] In Figur 15 ist eine modulare Ausgestaltung der Fadenzuführvorrichtung dargestellt.
Hier ist zu erkennen, dass die einzelnen Halterungen der Zuführarme 3 an Rohrabschnitten
befestigt sind, die wiederum auf ein unteres Rohrstück des Armhalters 2 aufgesteckt
werden können. Dieses untere Rohrstück ist gleichzeitig zur Realisierung einer Höhenverstellung
als Teleskopstange ausgebildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind drei Segmente
vorgesehen, so dass hier drei Zuführarme 3 umgesetzt sind. Durch die modulare Bauweise
kann der Benutzer individuell die Anzahl der ihm zugeführten Fäden 5 bestimmen.
[0045] Der obere Abschluss wird von einem Stopfen gebildet, der auf das oberste Segment
aufgesteckt werden kann. Als Alternative kann dieser Stopfen auch als hohles Rohrstück
ausgebildet sein, dass als ein Fadenrollenmagazin 24 eine oder mehrere Fadenspulen
4 bevorraten kann, wobei dieses ein Fadenrollenmagazin 24 zwei gegenüberliegende,
seitliche Schlitze aufweisen kann, die so groß sind, dass der Benutzer mit 2 Fingern
jeweils die oberste Fadenspule 4 greifen kann und eine Verbraucherfadenspule 4 am
Spulenhalter 6 hierdurch ersetzen kann. Eine solche Ausgestaltung zeigt Figur 16.
[0046] Die Längenverstellbarkeit der Zuführarme 3 und des Armhalters 2 ist in den genannten
Beispielen jeweils als zusätzliche Option zu verstehen, die die Fadenzuführvorrichtung
noch besser an die individuellen Bedürfnisse anpasst. Zur Umsetzung des Grundgedankens
der Erfindung sind diese Merkmale jedoch nicht notwendig. Gleiches gilt für das Fadenrollenmagazin
24. Die Komponenten "verdeckte Fadenführung" und "federnde Positionierung" der Fadenspulen
4 bzw. federnde Lagerung der Fadentrommel sind auch unabhängig voneinander geeignet,
die gattungsgemäßen Fadenzuführvorrichtungen in erfinderischer Weise weiterzubilden.
[0047] In Figur 17 ist schließlich eine erfindungsgemäße Variante der Fadenzuführvorrichtung
dargestellt. Bei dieser Variante besteht der Armhalter 2 aus 2 Komponenten, zum einen
einem hohlzylindrischen Fuß, der hier über eine Schweißverbindung mit der Basis 1
verbunden ist. In diesen hohlzylindrischen Fuß ist die obere Komponente eingesteckt,
die von einem massiven Stab oder ebenfalls einem hohlen Zylinder gebildet sein kann.
Diese obere Komponente trägt dann die Zuführarme 3 in ihrem oberen Bereich.
[0048] Im Bereich des Einschubbereichs der unteren und der oberen Komponente des Armhalters
2 ist eine Säulenarretierung 25 vorgesehen, die hier von einer fest an dem hohlzylindrischen,
unteren Teil angeordneten Mutter mit einer dahinter angeordneten Ausnehmung in der
Wandung des hohlzylindrischen Teils gebildet ist, in die eine Spannschraube eingeschraubt
ist. Über diese Spannschraube kann zum einen die Höhenposition fixiert werden, andererseits
auch der Drehwinkel um die Drehachse D nach dessen Einstellung festgelegt werden.
[0049] Die Zuführarme 3 können fest oder drehbar mit der oberen Komponente des Armhalters
2 verbunden sein. Im rechten Bereich tragen sie den Spulenhalter 6, an dem wiederum
die Fadenspule 4 mit der Fadentrommel 11 gehalten ist.
[0050] In der Darstellung sind vier verschiedene Schnittebenen dargestellt. Die erste Schnittebene
verdeutlicht den Aufbau des Armhalters 2. Die zweite Schnittebene, die den unteren
der drei Zuführarme 3 zeigt, schneidet den Zuführarm 3 mittig. Zu erkennen ist hier,
dass der Zuführarm 3 von einer an dem Armhalter 2 befestigten Hülse gebildet ist,
in die ein Kolben eingesteckt ist. Der Kolben ist im linken Bereich im Durchmesser
reduziert, so dass sich eine Abstufung ergibt, die Raum für die Anordnung der Fadenrückzugsfeder
13 ermöglicht. Diese ist um den abgestuften, im Durchmesser reduzierten Bereich herum
gewunden, wie sich am besten aus der dritten Schnittebene, die den mittleren Zuführarm
3 zeigt, erkennen lässt.
[0051] Die Hülse wiederum weist im vorderen Bereich eine Durchstecköffnung auf, die nur
geringfügig größer ist als der Durchmesser des abgestuften, vorderen Bereichs des
Kolbens. Hierdurch kann zum einen der Kolben durch diese Durchstecköffnung hindurch
treten, andererseits sich aber die Fadenrückzugsfeder 13 an dem inneren Absatz der
Hülse abstützen. Auf diese Weise drückt die Fadenrückzugsfeder 13 den Kolben innerhalb
der Hülse nach hinten in Richtung der Fadenspule 4. Auch hier ist die Fadenspule 4
nur gegen eine Kraft abwickelbar, die größer ist als die Federkraft der Fadenrückzugsfeder
13, sodass bei einem Zug an dem Faden 5 zunächst die Fadenrückzugsfeder 13 zusammengedrückt
wird, bis sich ein Kräftegleichgewicht einstellt und nachfolgend bei Steigerung der
Zugkraft an dem Faden 5 die Fadentrommel 4 abgewickelt werden kann.
[0052] Auch bei dieser Ausführungsform kann entweder der Zuführarm 3 drehbar am Armhalter
2 gelagert sein oder der Armhalter 2 zumindest mit seinem oberen Teil in sich drehbar
um eine Drehachse D ausgebildet sein. Hierzu kann zum Beispiel die obere Komponente
des Armhalters 2 ein Gelenk aufweisen, das die Drehbarkeit realisiert.
[0053] Alternativ kann auch die Verbindung zwischen der oberen Komponente und der unteren
Komponente des Armhalters 2 als Gelenk genutzt werden. Damit dennoch eine Festlegung
in der Höhe möglich ist, kann die Säulenarretierung 25 so ausgebildet sein, dass in
verschiedenen Höhen die obere Komponente umlaufende Nuten aufweist. Die Spannschraube
der Säulenarretierung 25 greift dann in diesen Nuten ein, ohne jedoch den Nutgrund
zu berühren. So kann eine Höhenfixierung bei gleichzeitigem Erhalt der Drehbarkeit
realisiert werden. Damit die Nuten bei Verstellung der Höhe jeweils hinter der Durchgangsöffnung
zum Einschreiben der Spannschraube angeordnet sind, können Rastmittel vorgesehen sein,
sodass die entsprechende Position einfach aufgefunden werden kann. Ferner kann die
Spannschraube im vorderen Bereich angespitzt sein, so dass sich nach einer groben
Einstellung der Höhe die Paarung zwischen Spannschraube und Nut von selbst findet.
[0054] Bei einer anderen Ausgestaltung kann natürlich das Gelenk auch in der unteren, hülsenartigen
Komponente des Armhalters 2 vorgesehen sein. Hier kann zum Beispiel anstelle der dargestellten
Schweißverbindung die untere Hülse des Armhalters 2 in einer weiteren Hülse drehbar
gehalten sein. Auch dieses Gelenk kann mit einem Feststellmittel versehen sein.
[0055] In einer vierten Schnittebene ist der obere Zuführarm 3 ungeschnitten dargestellt.
Hier ist zu erkennen, dass sich die Fadenaufnahme 10 in Form eines Schlitzes sowohl
durch die Hülse als auch durch den Kolben erstreckt. Da der Kolben von der Schraubenfeder
umwickelt ist, ist eine geschlitzte Hülse nicht unbedingt notwendig, da zum Wechseln
der Fadenspule 4 bei dieser Ausgestaltung der Kolben aus der Hülse herausgezogen wird,
anschließend dann der Faden 5 in den Kolben eingelegt wird und bevorzugt in einer
vorderen, vorübergehenden Halterung festgeklemmt wird. Dann kann der Kolben, an dessen
hinteren Ende der Spulenhalter 6 mit der Fadentrommel 4 befestigt ist, in die Hülse
eingeschoben werden, so dass gleichzeitig der Faden 5 durch die Hülse hindurch gefehlt
wird. Anschließend kann der Benutzer den Faden 5 aus der vorübergehenden Arretierung
herausnehmen und nach vorne abziehen.
[0056] Wenn auch ohne Demontage des Kolbens der Faden 5 wechselbar sein soll, kann statt
der um den abgestuften Bereich des Kolbens herumgewickelten Fadenrückzugsfeder 13
auch eine oder mehrere kleinere Fadenrückzugsfedern 13 verwendet werden, die seitlich
neben dem abgestuften Bereich angeordnet sind. In diesem Fall ist durch die schlitzartige
Fadenaufnahme 10 der Faden 5 auch im montierten Zustand einlegbar.
[0057] Die vorübergehende Arretierung kann dann gleichzeitig auch als Feststellmittel genutzt
werden, um den Faden 5 nach Gebrauch dort wieder zu arretieren, damit die Fadenrückzugsfeder
13 den Faden 5 nicht vollständig wieder einzieht, wenn das aus dem Zuführarm 3 herausragende
Ende des Fadens 5 zu kurz sein sollte. Üblicherweise wird eine vordere Arretierung
des Fadens aber nicht notwendig sein, da der Federweg der Fadenrückzugsfeder 13 begrenzt
ist und in aller Regel deutlich kürzer ist als das Stück des Fadens 5, das aus dem
vorderen Ende des Zuführarms 3 heraushängt.
Bezugszeichenliste:
[0058]
- 1
- Basis
- 2
- Armhalter
- 3
- Zuführarm
- 4
- Fadenspule
- 5
- Faden
- 6
- Spulenhalter
- 7
- Erster Anschlag der inneren Spulenbeweglichkeit
- 8
- Zweiter Anschlag der inneren Spulenbeweglichkeit
- 9
- Drehwinkelbegrenzer
- 10
- Fadenaufnahme
- 11
- Fadentrommel
- 12
- Trommelhalter
- 13
- Fadenrückzugsfeder
- 14
- Armhaltering
- 15
- Fadenspuleneinsatz
- 16
- Rückstellfeder
- 17
- Einschubbegrenzung
- 18
- Rasthilfe
- 19
- Fadendurchlass
- 20
- Fadenauge
- 21
- Fadensicherung
- 22
- Drehgelenk
- 23
- Arretierstift
- 24
- Fadenrollenmagazin
- 25
- Säulenarretierung
- D
- Drehachse des Armhalters
1. Fadenzuführvorrichtung zur Bereitstellung von Fäden (5) an einer Webstation mit
• einer Basis (1),
• zumindest einem an der Basis (1) befestigten Armhalter (2),
• wenigstens einem, an dem Armhalter (2) angeordneten Zuführarm (3) zur griffgerechten
Bereitstellung der Fäden (5) und mit
• zumindest einer, ein aufgewickeltes Fadenreservoir tragenden und um eine Drehachse
(D) drehbaren Fadenspule (4), wobei
• der Faden (5) durch Zug an dem Faden (5) und das dadurch bedingte Abwickeln der
Fadenspule (4) von der Fadenspule (4) durch eine an dem Zuführarm (3) angeordnete
Fadenführung hindurch in eine Abzugsrichtung abziehbar ist und wobei
• ein Spannmittel vorgesehen ist, das den Faden (5) in eine zur Abzugsrichtung entgegengesetzte
Richtung zu spannen vermag,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Fadenspule (4) an einem, an dem Zuführarm (3) angeordneten Spulenhalter (6) gelagert
ist, wobei zur Bildung des Spannmittels zumindest eine in ihrer Auslenkmöglichkeit
durch einen ersten Anschlag begrenzte Fadenrückzugsfeder (13) vorgesehen ist, die
derart angeordnet ist, dass sie bei einer für das Abziehen des Fadens (5) hinreichenden,
auf den Faden (5) wirkenden Zugkraft ausgelenkt ist, und die Fadenspule (4) derart
gelagert ist, dass eine dem Abwickeln entgegen gerichtete Bremskraft vorliegt, die
größer als die Federkraft der Fadenrückzugsfeder (13) ist, wobei die Zuführarme (3)
aus zumindest zwei zusammensteckbaren Segmenten bestehen, von denen ein erstes Segment
mit dem Armhalter (2) verbunden und wenigstens ein weiteres Segment zur individuellen
Verlängerung längs des erstens Segments zwischen zwei Anschlägen verschiebbar im ersten
Segment gelagert ist und die Fadenrückzugsfeder (13) derart angeordnet ist, dass sie
wenigstens zwei der Segmente des Zuführarms (3) auseinanderdrückt.
2. Fadenzuführvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die als Schraubenfeder ausgebildete Fadenrückzugsfeder (13), das innere, erste Segment
umwindend, zwischen dem ersten Segment und einem zweiten Segment der Zuführarme (3)
in einem Bereich angeordnet ist, in dem das ersten Segment und das zweite Segment
ineinander gesteckt sind, wobei sich die Fadenrückzugsfeder (13) mit einem ersten
Ende an dem ersten Segment und mit einem zweiten Ende an dem zweiten Segment abstützt.
3. Fadenzuführvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Armhalter (2) einen unteren, drehfest mit der Basis (1) verbundenen Bereich und
einen oberen, den oder die Zuführarme (3) tragenden Bereich aufweist, wobei der untere
Bereich und der obere Bereich dreh- und/oder schwenkbar miteinander verbunden sind.
4. Fadenzuführvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Armhalter (2) in seiner Länge verstellbar ist, insbesondere als Teleskopstange
ausgebildet ist.
5. Fadenzuführvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden (5) durch die hohl ausgebildeten Zuführarme (3) hindurchgeführt ist und
aus einem vorderen Austritt auch diesen herausgeführt ist.
6. Fadenzuführvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführarme (3) im vorderen Bereich eine Klemmvorrichtung zur klemmenden Aufnahme
des Fadens (5) bei Nichtgebrauch aufweisen.
7. Fadenzuführvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführarme (3) einen längs ihrer Mantelfläche von hinten nach vorne verlaufenden
Schlitz als Fadenaufnahme (10) aufweisen, durch den der Faden (5) in die Zuführarme
(3) einlegbar ist.
8. Fadenzuführvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführarme (3) als hohle Teleskopstangen ausgebildet sind.
1. Thread supply device for providing threads (5) to a weaving station, with
• a base (1),
• at least one arm holder (2) affixed to the base (1),
• not less than one supply arm (3) arranged on the arm holder (2) for the user-friendly
provision of the threads (5), and with
• at least one thread bobbin (4) carrying a thread reservoir wound onto the same and
rotatable around an axis of rotation (D), wherein
• the thread (5) can be pulled off by pulling on the thread (5) and the unwinding
of the thread bobbin (4) realised by this can be pulled from the thread bobbin (4)
through a thread guide arranged on the supply arm (3) in the extraction direction,
and wherein
• a tensioning means is envisaged, which can tension the thread (5) in a direction
that opposed the extraction direction,
characterised in that
the thread bobbin (4) is mounted on a bobbin holder (6) arranged on the supply arm
(3), wherein at least one thread retraction spring (13) limited in its deflectability
by a first stop is envisaged for forming the tensioning means, which is arranged in
such a way that it is deflected by a traction force acting on the thread (5) that
suffices for extracting the thread (5), and the thread bobbin (4) is mounted in such
a way that a braking force counteracting the unwinding exists, which is greater than
the spring force of the thread retraction spring (13), wherein the supply arms (3)
consist of at least two intermateable segments, of which a first segment is connected
with the arm holder (2) and no less than one further segment is displaceably mounted
in the first segment for the individual extension along the first segment between
two stops, and the thread retraction spring (13) is designed in such a way that it
pressed no less than two of the segments of the supply arm (3) apart.
2. Thread supply device according to claim 1, characterised in that the thread retraction spring (13) designed as a helical spring is arranged between
the first segment and a second segment of the supply arms (3), wound around the inner,
first segment, in an area in which the first segment and the second segment are plugged
into each other, wherein the thread retraction spring (13) supports itself on the
first segment with a first end and on the second segment with a second end.
3. Thread supply device according to one of the preceding claims, characterised in that the arm holder (2) comprises a lower area connected with the base (1) in a torque-proof
way, and an upper area comprising the supply arm (3) or arms, wherein the lower area
and the upper area are connected with each other in a rotatable and/or pivotable way.
4. Thread supply device according to one of the preceding claims, characterised in that the arm holder (2) is adjustable in its length, in particular as a telescopic rod.
5. Thread supply device according to one of the preceding claims, characterised in that the thread (5) is guided through the hollow-shaped supply arms (3) and is guided
out of the same at a front outlet.
6. Thread supply device according to one of the preceding claims, characterised in that the supply arms (3) have a clamping device for clamping and receiving the thread
(5) in the front area when not in use.
7. Thread supply device according to one of the preceding claims, characterised in that the supply arms (3) have a slot extending along their sleeve surface from back to
front as a thread take-up (10), through which the thread (5) can be inserted into
the supply arms (3).
8. Thread supply device according to one of the preceding claims, characterised in that the supply arms (3) are designed as hollow telescopic rods.
1. Dispositif d'alimentation en fil pour la mise à disposition de fils (5) sur un métier
à tisser présentant
• une base (1),
• au moins un support de bras (2) fixé sur la base (1),
• au moins un bras d'alimentation (3) disposé sur le support de bras (2) pour la mise
à disposition des fils (5) à portée de main et présentant
• au moins une bobine de fil (4) portant un réservoir de fil enroulé et tournant autour
d'un axe de rotation (D),
• le fil (5) étant retiré dans un sens de retrait par traction sur le fil (5) et par
le déroulement de la bobine de fil (4) depuis la bobine (4) qui en découle au travers
d'un guide-fil agencé sur le bras d'alimentation (3) et
• un moyen de serrage étant prévu qui peut serrer le fil (5) dans un sens opposé au
sens de retrait,
caractérisé en ce que
la bobine de fil (4) est montée sur un porte-bobine (6) disposé sur le bras d'alimentation
(3), au moins un ressort de retrait de fil (13) limité dans sa possibilité de déviation
par une première butée étant prévue pour former le moyen de serrage, ce ressort étant
disposé de façon à être dévié lors d'une force de traction suffisante pour le retrait
du fil (5) et agissant sur le fil (5), la bobine de fil (4) étant montée de telle
sorte qu'une force de freinage dirigée à l'encontre du déroulement est présente, supérieure
à la force du ressort de retrait de fil (13), les bras d'alimentation (3) étant composés
du moins de deux segments enfichables dont un premier segment est relié au support
de bras (2) et au moins un autre segment est monté de façon mobile dans le premier
segment pour assurer le prolongement individuel le long du premier segment entre deux
butées, le ressort de retrait de fil (13) étant disposé de façon à écarter au moins
deux des segments du bras d'alimentation (3).
2. Dispositif d'alimentation en fil selon la revendication 1, caractérisé en ce que le ressort de retrait de fil (13) formé comme un ressort hélicoïdal, entourant le
premier segment intérieur, est disposé entre le premier segment et un deuxième segment
des bras d'alimentation (3) dans une partie où le premier segment et le deuxième segment
sont insérés l'un dans l'autre, le ressort de retrait de fil (13) s'appuyant avec
une première extrémité sur le premier segment et avec une deuxième extrémité sur le
deuxième segment.
3. Dispositif d'alimentation en fil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le support de bras (2) présente une partie inférieure reliée solidairement en rotation
avec la base (1) et une partie supérieure portant le ou les bras d'alimentation (3),
la partie inférieure et la partie supérieure étant reliées entre elles de manière
rotative et/ou pivotante.
4. Dispositif d'alimentation en fil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le support de bras (2) est réglable en longueur et notamment est formé comme une
barre télescopique.
5. Dispositif d'alimentation en fil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le fil (5) est guidé à travers les bras d'alimentation (3) creux et sort aussi de
ces bras par une sortie avant.
6. Dispositif d'alimentation en fil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les bras d'alimentation (3) dans la partie avant présentent un dispositif de serrage
pour le logement par serrage du fil (5) en cas de non-utilisation.
7. Dispositif d'alimentation en fil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les bras d'alimentation (3) présentent comme logement de fil (10) une fente s'étendant
le long de leur surface enveloppante de l'arrière vers l'avant par laquelle le fil
(5) peut être inséré dans les bras d'alimentation (3).
8. Dispositif d'alimentation en fil selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les bras d'alimentation (3) sont formés comme des barres télescopiques creuses.