[0001] Die Erfindung betrifft ein öffenbares Fensterelement umfassend einen Flügelrahmen,
ein Glaselement mit zumindest zwei Glasscheiben, und einen Blendrahmen, wobei der
Flügelrahmen am Glaselement angeordnet ist, und wobei der Flügelrahmen aus mehreren
miteinander verbundenen Flügelrahmenprofilen gebildet ist und jedes der Flügelrahmenprofile
zumindest ein Profilelement aufweist.
[0002] Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Fensterelementes
umfassend einen Flügelrahmen, ein Glaselement mit zumindest zwei Glasscheiben, und
einen Blendrahmen, wobei zur Herstellung des Flügelrahmens mehrere Flügelrahmenprofile
miteinander verbunden werden, wobei die Flügelrahmenprofile jeweils aus mehreren Profilelementen
zusammengesetzt werden.
[0003] Zudem betrifft die Erfindung die Verwendung eines Profils für ein Fensterelement.
[0004] Fenster werden heute - sofern es sich nicht um Fixverglasungen handelt - üblicherweise
mit einem Flügelrahmen hergestellt, der einen Glaseinstand aufweist. Vor dem Einsetzen
des Glaselementes ist der Glaseinstand einsichtig offen. Nach dem Einsetzen des Glaselementes
wird an der offenen Seite des Glaseinstandes die so genannte Glasleiste angebracht.
Das Glaselement, üblicherweise ein Isolierglaselement mit zumindest zwei Glasscheiben,
wird von diesem Flügelrahmen getragen. Um dabei die Gewichtslast des Glaselementes
aufnehmen zu können, sind die Flügelrahmenprofile normalerweise versteift, wenn es
sich um Kunststoffprofile handelt. Die Versteifungsprofile bestehen normalerweise
aus Stahl.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Fensterelement mit eine
alternativen Flügelrahmenkonzept zu schaffen.
[0006] Diese Aufgabe der Erfindung wird bei dem eingangs genannten Fensterelement dadurch
gelöst, dass das zumindest eine Profilelement ein Kernelement bildet, das eine Biegesteifigkeit
von maximal 150 kN/mm
2 aufweist und frei von Versteifungselementen ist, und das an einer der Stirnseiten
des Glaselementes angeordnet und mit diesem verbunden ist.
[0007] Von Vorteil ist dabei, dass das Kernelement des Flügelprofilrahmens im Wesentlichen
keine tragende Aufgabe mehr hat, sondern nur mehr als "Kraftübertragungsleiste" fungiert,
d.h. dass die vom Glaselement ausgeübte Gewichtskraft über das Kernelement direkt
in die Beschläge eingeleitet wird. Damit kann dieses Kernelement wesentlich einfacher
ausgeführt werden, da trotz der geringen Biegesteifigkeit keine Versteifungsprofile
erforderlich sind. Es wird damit auch möglich, das Flügelrahmenprofil in einem hohen
Grade zu modularisieren, da das Kernelement für eine große Anzahl an unterschiedlichsten
Fenstertypen bzw. Fensterausgestaltungen unverändert eingesetzt werden kann. Mit anderen
Worten ausgedrückt kann der Flügelrahmen auf einem gleichbleibenden Kernelement aufgebaut
werden. Die Individualisierung des Flügelrahmens kann bei Bedarf aufbauend auf dem
Kernelement erfolgen. Da der Flügelrahmen somit modulartig mit nur einem Kernelement
für unterschiedlichste Ausführungen des Fensterelementes zusammengesetzt werden kann
ist ein höherer Grad an Gleichteilen im Flügelrahmen erzielbar, wodurch die Herstellung
von Fensterelementen vereinfacht werden kann. Darüber hinaus ist es durch den Einsatz
dieses Kernelementes auch möglich, kostengünstigere Werkstoffe oder Profile mit relativ
kleinem Profilquerschnitt und relativ dünnen Wänden einzusetzen, da wie voranstehend
erwähnt, dass das Kernelement, und damit der Flügelrahmen selbst, im Wesentlichen
keine tragende Funktion mehr hat, sondern nur mehr als Montagemöglichkeit für die
Beschläge dient. In der Folge ist damit auch eine entsprechende Kostenreduktion in
der Fensterelementfertigung erreichbar.
[0008] In dieser Standardisierung des Flügelrahmenprofils und durch diese bedingt ist ein
weiterer Aspekt der Erfindung zu sehen, nämlich die Verwendung des Kernelementes des
Flügelrahmenprofils als Transportsicherung, d.h. als Kantenschutz, des Glaselementes
mit zumindest zwei Glasscheiben. Nachdem die Kernelemente immer gleich sind, ist es
möglich, dass diese bereits vom Hersteller des Glaselementes an diesem befestigt werden
und die Individualisierung des jeweiligen Fensterelementes beim Fensterelementhersteller
erfolgt. Es ist damit möglich einerseits Rohstoffe für Verpackungsmaterialien einzusparen.
Andererseits kann damit die Bruchgefahr der Glaselemente während des Transportes deutlich
reduziert werden, da die Kernelemente mechanisch stabiler sind, als z.B. normale Transportsicherung
als Karton. Zudem kann durch die Art der Verwendung des Kernelementes des Flügelrahmenprofils
die Durchlaufzeit beim Hersteller der Fensterelemente deutlich reduziert werden.
[0009] Die Individualisierung des Fensterelements kann dadurch erhöht werden, dass an zumindest
einer Oberfläche des Kernelementes ein erstes Verkleidungselement angeordnet ist,
das diese Oberfläche zur Gänze abdeckt. Es ist dadurch das Kernelement von der Seite
des ersten Verkleidungselementes in der Einbausituation normalerweise nicht sichtbar,
wodurch die mögliche Materialauswahl für das Kernelement weiter erhöht werden kann.
Auch das Material des Verkleidungselementes kann in weiten Bereichen frei gewählt
werden, wobei hier zumindest hinsichtlich der sichtbaren Oberfläche auf Kundenwünsche
besser eingegangen werden kann.
[0010] Das erste Verkleidungselement kann durch ein zweites Profilelement des Flügelrahmenprofils
gebildet sein. Es kann damit die Modularisierung des Fensterelementes erhöht werden,
indem mit nur einem gleich bleibenden Kernelement unterschiedlichste Formen und Designs
hinsichtlich des Flügelrahmens durch entsprechende Auswahl des Verkleidungselementes
möglich werden.
[0011] Um diese Effekte noch zu verstärken, kann vorgesehen sein, dass ein weiteres Profilelement
des Flügelrahmenprofils ein zweites Verkleidungselement bildet, wobei das Kernelement
zwischen dem ersten und dem zweiten Verkleidungselement angeordnet ist, sodass einander
gegenüberliegende Oberflächen des Kernelementes zur Gänze von den Verkleidungselementen
abgedeckt sind. Mit dieser Ausführungsvariante ist es auf einfache Weise bei einem
gleichzeitig hohen Standardisierungsgrad das Fensterelement besser auf Kundenwünsche
anzupassen. So ist es problemlos möglich, am Fensterelement innen und außen unterschiedliche
Designs des Flügelrahmens zu wählen. Zudem kann damit, wie bei der voranstehend beschriebenen
Ausführungsvariante des ersten Verkleidungselementes, jederzeit problemlos das Design
gewechselt werden, beispielsweise um die Form und/oder die Oberflächengestaltung des
Flügelrahmens an eine neue Inneneinrichtung, insbesondere neue Möbel, oder die Außenseite
des Flügelrahmens an eine neue Fassadenfarbe anzupassen. Da Fensterelemente üblicherweise
erst nach einem sehr langen Zeitraum getauscht werden, kann mit diesen beiden Ausführungsvarianten
somit in das System Fensterelement eine höhere Flexibilität und Anpassbarkeit gebracht
werden.
[0012] Zur Vereinfachung des Aufbaus des Fensterelementes kann vorgesehen sein, dass das
oder die Verkleidungselement(e) einen Anschlag des Flügelrahmenprofils an dem diesem
zugeordneten Blendrahmenprofil bildet oder bilden. Es sind für die dichtende Anlage
des Flügelrahmens am Blendrahmen also weniger Bauelemente erforderlich als dies der
Fall wäre, wenn für diese dichtende Anlage noch Zwischenprofile zwischen dem oder
den Verkleidungselement(en) und dem Kernelement verwendet werden.
[0013] Zur einfacheren Austauschbarkeit des oder der Verkleidungselement(e) kann vorgesehen
sein, dass dieses oder diese lösbar mit dem Kernelement verbunden ist oder sind. Die
Lösbarkeit des oder der Verkleidungselement(e) ermöglicht auch eine bessere Zugänglichkeit
des Kernelementes, beispielsweise für Wartungsarbeiten, sollte dies erforderlich sein.
[0014] Wie bereits voranstehend ausgeführt ist es von Vorteil, wenn das Kernelement mit
zumindest einem der beiden Verkleidungselement modular zusammenbaubar ausgebildet
sind, da damit auf einfache Weise unterschiedlichste Kombinationen an Verkleidungselementen
mit dem Kernelement realisiert werden können.
[0015] Gemäß einer weiteren besonderen Ausführungsvariante des Fensterelementes kann vorgesehen
sein, dass das erste Verkleidungselement durch eine Glasscheibe des Glaselementes
gebildet ist. Es ist damit nicht nur eine Reduzierung der Bauteile des Fensterelementes
realisierbar, sondern kann damit auch eine Ganzglasfront des Flügels des Fensterelementes
oder des Fensterelementes an sich erreicht werden. Darüber hinaus wird die Schlagregendichtheit
des Fensterelementes verbessert, da im Bereich des Flügelrahmens das Kernelement von
der Glasscheibe abgedeckt ist und somit gegebenenfalls keine Dichtungen zwischen Flügelrahmen
und Glaselement erforderlich sind, da Glas eine sehr glatte Oberfläche aufweist, und
daher bereits eine entsprechend hohe Dichtwirkung durch die Anlage der Glasscheibe
an das Kernelement bewirkt wird.
[0016] Es ist dabei weiter möglich, dass eine weitere Glasscheibe des Glaselementes ein
zweites Verkleidungselement bildet und das Kernelement zwischen dem ersten und dem
zweiten Verkleidungselement angeordnet ist. Es ist damit, insbesondere in Verbindung
mit der soeben beschriebenen Ausführungsvariante des Fensterelementes, eine Reduzierung
der Bauteile des Fensterelementes realisierbar, wobei auch im Innenbereich eine möglichst
große Reduzierung der Ansicht auf einen Rahmen des Fensterelementes erreicht werden
kann. Dabei ist ebenso wie bei der voranstehend beschriebenen Ausführungsvariante
eines Verkleidungselementes aus der Glasscheibe auch von Vorteil, dass das Fensterelemente
im Innenbereich und/oder im Außenbereich eine ebene Fläche aufweist, insbesondere
wenn sich der Flügelrahmen zur Gänze auf das Kernelemente zwischen den Glasscheiben
reduziert, und damit die Reinigung des Fensterelementes einfacher ist.
[0017] In der bevorzugten Ausführungsvariante des Fensterelementes ist das Kernelement über
seine gesamte Länge mit den Stirnflächen, insbesondere ausschließlich mit den Stirnflächen,
der Glasscheiben verklebt. Es kann damit die Biegesteifigkeit des Kernelementes weitere
reduziert werden, wodurch das Kernelement hinsichtlich seiner Wandstärken dünner und
damit auch leichter ausgeführt werden kann.
[0018] Das Kernelement kann eine Breite aufweisen, die um maximal 10 % oder um maximal 25
mm größer ist als eine Breite des Glaselementes in gleicher Richtung. Bevorzugt ist
die Breite des Kernelementes maximal so groß, wie die Breite des Glaselementes in
gleicher Richtung. Die Dimensionierung des Kernelementes kann also so weit reduziert
werden, wie dies für die Aufnahme der Beschläge erforderlich ist. Durch diese Reduktion
der Breite des Kernelementes ist das Anbringen des Verkleidungselementes oder der
Verkleidungselemente einfacher, da dieses damit ohne besondere Profilierung an der
oder den Glasscheibe(n) zur Anlage gebracht werden kann. Darüber hinaus wird damit
bei der Ausführungsvariante des Fensterelementes mit zumindest einer Glasscheibe für
das zumindest eine Verkleidungselement erreicht, dass die Breite des Flügelrahmens
gegenüber herkömmlichen System deutlich reduziert ist, wodurch das Fensterelement
an sich eine geringere Bautiefe aufweisen kann. Insbesondere kann bei diesen Ausführungsvarianten
auch erreicht werden, dass die Wärmedurchlässigkeit trotz der verringerten Bautiefe
des Flügelrahmens infolge der Vermeidung von Versteifungselementen, wenn das Kernelement
aus Kunststoff besteht, nicht gegenüber herkömmlichen Fensterelementen verschlechtert
wird.
[0019] Zur Reduktion des Gewichts des Flügelrahmens und zur Vereinfachung der Anordnung
der Beschläge ist das Kernelement vorzugsweise als Hohlkammerprofil mit zumindest
einer Hohlkammer ausgebildet.
[0020] Es kann weiter vorgesehen sein, dass das Kernelement an der dem Blendrahmen zugewandten
Seite eine glatte, ebene Oberfläche aufweist. Durch die Vermeidung einer Profilierung
kann die Höhe des Falzluftbereichs zwischen dem Flügelrahmen und dem Blendrahmen reduziert
werden. Durch diese Reduktion wiederum wird der Vorteil erreicht, dass die Wärmedurchlässigkeit
des Fensterelementes ebenfalls reduziert werden kann.
[0021] Vorzugsweise ist das erste Verkleidungselement oder das zweite Verkleidungselement
oder sind das erste und das zweite Verkleidungselement ausschließlich mit dem Kernelement
verbunden. Einerseits kann damit der Zusammenbau des Flügelrahmens und der mögliche
spätere Austausch zumindest eines der Verkleidungselemente vereinfacht werden. Andererseits
kann damit die Anzahl der Verbindungsstellen und daraus möglicherweise resultierende
Fehlerstellen reduziert werden.
[0022] Es ist weiter möglich, dass das erste Verkleidungselement Teil des Blendrahmens ist,
sodass das Kernelement also direkt an dem Blendrahmen in der Geschlossenstellung des
Fensterelementes anschlägt. Wiederum kann damit die Anzahl der Einzelbauteile des
Fensterelementes reduziert werden, wodurch nicht nur der Montageaufwand für das Fensterelement
verringert werden kann, sondern damit auch die Lagerhaltung einfacher wird.
[0023] Die Aufgabe der Erfindung wird auch durch das eingangs genannte Verfahren gelöst,
bei dem vorgesehen ist, dass die Flügelrahmenprofile jeweils aus einem Kernelement
und zumindest einem ersten und einem zweiten Verkleidungselement modulartig zusammengesetzt
werden und das erste und das zweite Verkleidungselement auf einander gegenüberliegenden
Oberflächen des Kernelementes angeordnet werden, wobei die Kernelemente vor dem Anbringen
der Verkleidungselemente mit Stirnflächen des Glaselementes verbunden werden. Es sind
damit die voranstehend genannten Vorteile und Effekte zumindest teilweise erreichbar,
sodass zu den Ausführungen an den entsprechenden Stellen verwiesen sei.
[0024] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0025] Es zeigen jeweils in vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- ein Fensterelement in Ansicht von Innen;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch einen Flügelrahmenprofil einer ersten Ausführungsvariante
des Fensterelementes in Explosionsdarstellung;
- Fig. 3
- einen Ausschnitt einer zweiten Ausführungsvariante des Fensterelementes im Querschnitt;
- Fig. 4
- einen Ausschnitt einer dritten Ausführungsvariante des Fensterelementes im Querschnitt;
- Fig. 5
- einen Ausschnitt einer vierten Ausführungsvariante des Fensterelementes im Querschnitt;
- Fig. 6
- einen Ausschnitt einer fünften Ausführungsvariante des Fensterelementes im Querschnitt;
- Fig. 7
- einen Ausschnitt einer sechsten Ausführungsvariante des Fensterelementes im Querschnitt;
- Fig. 8
- einen Ausschnitt einer siebenten Ausführungsvariante des Fensterelementes im Querschnitt.
[0026] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0027] In Fig. 1 ist exemplarisch ein öffenbares Fensterelement 1 gezeigt.
[0028] Ein Fensterelement 1 im Sinne der Erfindung kann sowohl ein herkömmliches Fenster
als auch eine Tür mit einer Verglasung, wie insbesondere eine Balkontür oder einer
Terrassentür, sein.
[0029] Öffenbar im Sinne der Erfindung bedeutet, dass der Fensterflügel geöffnet werden
kann, also beispielsweise um eine Schwenkachse verschwenkt oder gekippt werden kann.
Dementsprechend kann das Fensterelement 1 je nach Ausführung der Beschläge ein Schiebe-,
Schwingflügel-, Dreh-, Dreh/Kipp- oder Kipp-Fensterelement sein. Das Fensterelement
1 ist keine Fixverglasung.
[0030] Das Fensterelement 1 umfasst einen Flügelrahmen 2 und einen Blendrahmen 3. Der Flügelrahmen
2 liegt dabei in der Geschlossenstellung des Fensterelementes 1 dichtend an dem Blendrahmen
3 an.
[0031] Weiter umfasst das Fensterelement 1 ein Glaselement 4, an dem der Flügelrahmen 3
im Bereich seines äußeren Umfanges angeordnet ist.
[0032] Zudem weist das Fensterelement 1 diverse Beschläge 5, wie z.B. eine Fenstergriff
oder Drehbeschläge, etc. auf.
[0033] Der Flügelrahmen 2 besteht aus mehreren miteinander verbundenen Flügelrahmenprofilen
6 bis 9, nämlich zwei vertikale Flügelrahmenprofile 6, 8 und zwei horizontale Flügelrahmenprofile
7, 9. Zur Verbindung der Flügelrahmenprofile 6 bis 9 können jeweils zwei der Flügelrahmenprofile
6 bis 9 in den Eckbereichen miteinander verklebt oder insbesondere miteinander verschweißt
sein. Insbesondere sind die Eckbereich auf Gehrung geschnitten, können aber auch im
rechten Winkel aneinander anliegend ausgebildet sein.
[0034] Ebenso kann der Blendrahmen 3 aus mehreren miteinander verbundenen Blendrahmenprofilen
10 bis 13 bestehen. Zur Verbindung der Blendrahmenprofile 10 bis 13 können jeweils
zwei der Blendrahmenprofile 10 bis 13 in den Eckbereichen miteinander verklebt oder
insbesondere miteinander verschweißt sein. Insbesondere sind die Eckbereich auf Gehrung
geschnitten, können aber auch im rechten Winkel aneinander anliegend ausgebildet sein.
[0035] Da derartige Ausführungen von Fensterelementen 1 aus dem Stand der Technik bekannt
ist, sei zur Vermeidung von Wiederholungen bzgl. Einzelheiten auf den einschlägigen
Stand der Technik verwiesen.
[0036] In Fig. 2 ist eine erste Ausführungsvariante des Flügelrahmens 2 im Querschnitt und
in Explosionsdarstellung gezeigt.
[0037] Im Folgenden wird zur Vereinfachung der Beschreibung nur mehr auf das Flügelrahmenprofil
6 eingegangen. Sämtliche Ausführungen dazu sind aber auch auf die weiteren Flügelrahmenprofile
7 bis 9 übertragbar.
[0038] Das Flügelrahmenprofil 6 besteht aus mehreren Profilelementen, nämlich einem Kernelement
14, einem ersten Verkleidungselement 15 und einem zweiten Verkleidungselement 16.
Es sei bereits an dieser Stelle erwähnt, dass diese spezielle Anzahl von drei Profilelementen,
aus denen das Flügelrahmenprofil 6 zusammengesetzt ist, nicht beschränkend zu verstehen
ist.
[0039] Das Kernelement 14 ist bevorzugt aus einem Kunststoff aus einem organischen Polymer
bzw. aus einem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff mit einem organischen Polymer (WPC:
wood plastic composite) gebildet. Beispielsweise kann das Kernelement aus PVC, PE,
PP, PU, etc. bestehen.
[0040] Weiter weist das Kernelement 14 eine Biegesteifigkeit von maximal 150 kN/mm
2, insbesondere von maximal 100 kN/mm
2, vorzugsweise maximal 50 kN/mm
2, auf und ist frei von Versteifungselementen, wie z.B. U-Profilen. Derartige Versteifungsprofile,
insbesondere aus Stahl werden bekanntlich im Stand der Technik zur Versteifung von
Kunststoffprofilen eingesetzt, damit diese die Gewichtslast der Verglasung aufnehmen
können, ohne sich dabei zu verwinden bzw. zu verbiegen. Ein aus dem Stand der Technik
bekanntes, verstärktes Flügelrahmenprofil weist zum Vergleich dazu eine Biegefestigkeit
zwischen 1.500 kN/mm
2 bis 2.000 kN/mm
2 auf.
[0041] Die Biegefestigkeit wird als 3-Punkt-Biegefestigkeit gemäß EN ISO 178:2010 bestimmt.
[0042] Mit anderen Worten ausgedrückt ist das Kernelement 14 nicht dazu geeignet, die mechanische
Belastung, die durch das Glaselement 4 (Fig. 1) auf das Kernelement 14 ausgeübt wird,
aufzunehmen. Vielmehr dient das Kernelement 14 des Fensterelementes nur zur Übertragung
der mechanischen Belastungen, die von dem Glaselement 4 ausgehen, auf die jeweiligen
im Fensterelement 1 hierfür vorgesehenen Beschläge 5, die diese Belastungen in der
Folge in den Blendrahmen 3 einleiten. Das Kernelement 14 kann daher auch als "Kraftübertragungsleiste"
bezeichnet werden.
[0043] Weiter ist eine dem Glaselement 4 (Fig. 1) zuwendbare bzw. zugewandten Oberfläche
17 des Kernelementes 14 ohne Glaseinstand ausgeführt, d.h. dass diese Oberfläche 17
zumindest annähernd zur Gänze, insbesondere vollständig, frei von Nuten ist, die der
Aufnahme des Glaselementes 4 dienen.
[0044] Das Kernelement 14 kann ein Vollprofil sein. In der bevorzugten Ausführungsvariante
des Fensterelementes 1 ist das Kernelement 14 aber durch ein Hohlkammerprofil 18 mit
zumindest einer Hohlkammer 19 gebildet. In der Regel weist das Kernelement 18 mehrere
Hohlkammern 19 auf, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Die einzelnen Hohlkammern 19 sind
dabei über Trennstege 20 voneinander getrennt.
[0045] Weiter weist das Hohlkammerprofil 18 Außenwände 21 auf. Die Außenwände 21 können
eine Wandstärke 22 im Bereich von 1 mm bis 3 mm aufweisen. Die Trennstege 20 können
hingegen eine Wandstärke 23 im Bereich von 0,5 mm bis 2 mm aufweisen. Normalerweise
sind die Trennstege 20 dabei dünner als die Außenwände 21, zumindest ein Teil der
Trennstege 20 kann aber auch eine Wandstärke 23 aufweisen, die zumindest annähernd
gleiche groß ist, wie die Wandstärke 22 der Außenwände 21.
[0046] Zudem kann im Hohlkammerprofil 18 ein Aufnahmebereich 24 zur Aufnahme von Beschlägen
5 vorgesehen sein. In diesem Aufnahmebereich 24 können zumindest zwei Stege 25 vorgesehen
sein, an die ein Beschlag 5 zur Anlage gebracht werden kann und die bei Bedarf teilweise
abgefräst werden, falls diese Stege 25 zu lange sind bzw. kann mit diesen Stegen 25
ein Toleranzausgleich durch Befräsung geschaffen werden. Diese Stege 25 können also
zur Nivellierung eines Beschlages 5 verwendet werden.
[0047] Es ist weiter möglich, dass in zumindest einer weiteren Hohlkammer 19 zwei weitere
Stege 26 angeordnet sind, die als so genannte Schraubnasen dienen, um die Ausreißfestigkeit
der Verschraubung von Beschlägen 5 zu erhöhen.
[0048] Sowohl die Stege 25 als auch die Stege 26 erstrecken sich nicht über die gesamte
Höhe der jeweiligen Hohlkammer 19, trennen also die jeweilige Hohlkammer 19 nicht
in zwei oder mehr Hohlkammern 19. Mit anderen Worten sind die Stege 25 und 26 keinen
Trennstege 20, wie diese voranstehend beschrieben wurden.
[0049] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante des Fensterelementes 1 kann vorgesehen sein,
dass das Kernelement 14 an einer dem Blendrahmen 3 zugewandten bzw. zuwendbaren Seite
eine glatte Oberfläche 27 aufweist.
[0050] Weiter ist bevorzugt an Seitenflächen 28, 29, die den Verkleidungselementen 15, 16
zugewandt sind, je zumindest ein Aufnahmebereich 30, 31 ausgebildet, in denen Verbindungselemente
32, 33 der Verkleidungselemente 15 bzw. 16 zur Verbindung dieser mit dem Kernelement
14 aufgenommen werden können. Diese Verbindungselemente 32, 33 sind in der dargestellten
Ausführungsvariante hakenförmig ausgebildet, wobei in den Aufnahmebereichen 30, 31
Hinterschneidungen zur rastenden Verbindung der Verbindungselemente 32, 33 mit dem
Kernelemente 14 vorgesehen sind.
[0051] Wie aus Fig. 2 anhand der Seitenfläche 29 ersichtlich ist, kann auch mehr als ein
Aufnahmebereich 31 zur Aufnahme eines Verbindungselementes 33, das in diesem Fall
ebenfalls hakenförmig ausgebildet ist, an dem Kernelement 14 vorgesehen sein.
[0052] Gegebenenfalls kann aber auch zumindest ein derartiger Aufnahmebereich 30, 31 anstelle
oder zusätzlich zu den Aufnahmebereichen in den Seitenflächen 28, 29 des Kernelementes
14 an der dem Glaselement 4 zugewandten bzw. zuwendbaren Oberfläche 17 und/oder an
der dem Blendrahmen 3 zugewandten bzw. zuwendbaren Oberfläche 27 des Kernelementes
14 vorgesehen sein, sodass also zumindest eines der Verkleidungselemente 15, 16 das
Kernelemente 14 in diesem Bereich(en) umgreift.
[0053] Anstelle der voranstehend beschriebenen Verbindungselemente 32, 33 oder zusätzlich
dazu kann die Verbindung des zumindest einen Verkleidungselementes 15, 16 mit dem
Kernelement 14 aber auch anders erfolgen, beispielsweise durch Verkleben, etc.. Bevorzugt
erfolgt die Verbindung des Verkleidungselementes 15 oder 16 oder der Verkleidungselemente
15, 16 mit dem Kernelement 14 allerdings lösbar, wie dies z.B. bei der Ausbildung
mit den hakenförmigen Verbindungselementen 32, 33 der Fall ist.
[0054] Es ist weiter möglich, dass das zumindest eine bzw. beide Verkleidungselement(e)
15, 16 mit dem Glaselement 4 verklebt ist bzw. sind. Es kann damit eine bessere Abdichtung
gegen eindringenden Schmutz im Bereich des Anschlusses des oder der Verkleidungselement(e)
15, 16 an das Glaselement 4 erreicht werden.
[0055] Durch diesen Aufbau der Flügelrahmenprofile 6 wird es auf einfache Weise möglich,
dieses in hohem Ausmaß für den Fensterbauer zu standardisieren. Andererseits wird
damit für die Käufer ein hoher Grad der Individualisierung erreicht, da über die Verkleidungselemente
15, 16 der Flügelrahmen hinsichtlich seiner Oberfläche und/oder hinsichtlich des Werkstoffes
hierfür unterschiedlichste Kombinationen hergestellt werden können. So ist es beispielsweise
möglich, relativ einfach dem Fensterelement 1 innen und außen eine unterschiedliche
Farbe zu geben oder dieses innen und außen mit unterschiedlichen Holzmaserungen zu
versehen. Es sind aber auch Werkstoffkombinationen einfach realisierbar, indem beispielsweise
außen ein metallisches Verkleidungselement 16 und innen ein Verkleidungselement 15
auf Holzbasis verwendet wird, wobei das Kernelement 14 immer aus einem polymeren Werkstoff
hergestellt sein kann. Darüber hinaus kann auch die Querschnittsform des Flügelrahmenprofils
6 einfach an Kundenwünsche angepasst werden, indem entsprechend unterschiedliche Querschnitte
für das innere und/oder äußere Verkleidungselement 15, 16 verwendet werden, wobei
auch in diesem Fall der Querschnitt des Kernelementes 14 bei allen Ausführungsvarianten
unverändert beibehalten werden kann.
[0056] In den folgenden Fig. 3 bis 8 sind weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige
Ausschnitte von Ausführungsformen des Fensterelementes 1 bzw. des Flügelrahmenprofils
6 im Querschnitt gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw.
Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 und 2 verwendet werden. Um
unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung zu den
Fig. 1 und 2 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0057] Insbesondere soll mit den Fig. 3 bis 7 die Variabilität bzw. Modularität des Fensterelementes
1 gezeigt werden, wobei darauf hingewiesen sein, dass die dargestellten Ausführungsvarianten
Beispiele für mögliche Ausführungsvarianten sind, es darüber hinaus noch weitere unterschiedlichste
Kombinationsmöglichkeit gibt, deren Darstellung den Rahmen dieser Beschreibung jedoch
sprengen würde.
[0058] Den Ausführungsvarianten des Fensterelementes 1 nach den Fig. 3 bis 7 ist gemein,
dass in diesen ein gleichbleibendes Kernelement 14, d.h. ein Kernelement 14 mit gleichbleibendem
Profilquerschnitt und gleichbleibender Größe des Profilquerschnittes und gleichbleibenden
Werkstoff, eingesetzt ist. Das Kernelement entspricht dem der Ausführungsvariante
des Fensterelementes nach Fig. 2. Das erste, äußere Verkleidungselement 15 und/oder
das zweite, innere Verkleidungselement 16 sind hingegen unterschiedlich ausgeführt.
[0059] Die Begriffe "innen" und "außen" beziehen sich dabei auf die Ansichtsseite des Fensterelementes
1 in normaler Einbaulage in einer Mauer. Dementsprechend ist das zweite, innere Verkleidungselement
16 dem Raum eines Gebäudes hinter dem Fensterelement 1 zugewandt, während das erste,
äußere Verkleidungselement 15 die Außenansicht des Fensterelementes 1 bildet.
[0060] Bei der Ausführungsvariante des zweiten, inneren Verkleidungselementes 16 nach Fig.
3 ist dieses als Hohlkammerprofil mit zumindest einer Hohlkammer ausgebildet. Gemäß
Fig. 2 ist dieses zweite Verkleidungselement ein Vollprofil.
[0061] Das Hohlkammerprofil des zweiten, inneren Verkleidungselementes 16 kann insbesondere
aus einem Kunststoff aus einem organischen Polymer oder einem Verbundwerkstoff (WPC)
gebildet sein, wie dies voranstehend für das Kernelement 14 ausgeführt wurde.
[0062] Weiter ist das zweite, innere Verkleidungselement 16 breiter als jenes nach Fig.
2 und wirkt insgesamt kantiger.
[0063] Das erste, äußere Verkleidungselement 16 ist hingegen nicht nur mit einer nach oben
verlaufenden (schmalen) Leiste 34 ausgebildet, wie dies bei der Ausführungsvariante
des Fensterelementes nach Fig. 2 der Fall ist, sondern weist diese Leiste 34 eine
Vorsprung 35 auf, der sich zumindest annähernd senkrecht von dem Glaselement 4 weg
in Richtung nach außen erstreckt. Vorzugsweise ist der Überstand dieses Vorsprunges
35 über die Leiste 34 so groß, dass eine äußere Stirnfläche 36 zumindest annähernd
mit einer Stirnfläche 37 des Blendrahmenprofils 11 fluchtend angeordnet ist.
[0064] Der Vorsprung 35 kann wiederum durch ein Vollprofil oder ein Hohlkammerprofil mit
zumindest einer Hohlkammer aus den voranstehend genannten Werkstoffen für das Kernelement
gebildet sein.
[0065] Es sei darauf hingewiesen, dass generell das erste, äußere Verkleidungselement 15
auch ein Hohlkammerprofil mit zumindest einer Hohlkammer sein kann.
[0066] Zwischen dem ersten und/oder dem zweiten Verkleidungselement 15, 16 und dem Glaselemente
4 können entsprechende Dichtelemente 38, 39 vorgesehen sein, um den Eintritt von Feuchtigkeit
in diesen Bereichen zu Vermeiden. Diese Dichtelemente 38, 39 können z.B. aus einem
Silikon hergestellt sein.
[0067] Aus Fig. 3 ist weiter eine Ausführungsvariante des Glaselementes 4 ersichtlich. Dieses
ist als herkömmliches, aus dem Stand der Technik bekanntes Isolierglaselement mit
drei Glasscheiben 40 bis 42, wie bei sämtlichen dargestellten Ausführungsvarianten
des Fensterelementes 1, ausgeführt, wobei jeweils zwei der Glasscheiben 40 bis 42
über Abstandhalter 43, 44 beabstandet zueinander angeordnet sind. Die Verbindung der
Glasscheiben 40 bis 42 miteinander erfolgt über den an sich bekannten Randverbund.
Da dies aus dem Stand der Technik bekannt ist, sei zur Vermeidung von Wiederholungen
bzgl. weitere Einzelheiten dazu auf den einschlägigen Stand der Technik verwiesen.
Es sei jedoch angemerkt, dass das Glaselement 4 auch lediglich zwei oder mehr als
drei, beispielsweise vier, Glasscheiben 40 bis 42 aufweisen kann.
[0068] Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist das Kernelement 14 an einer Stirnseite 45 des
Glaselementes 4 angeordnet und mit diesem verbunden. Die Verbindung zwischen dem Kernelement
14 und dem Glaselement 4 erfolgt bevorzugt über einen Kleber. Der Kleber kann dabei
vollflächig auf die dem Glaselement 4 zugewandte Oberfläche 17 des Kernelementes 14
aufgetragen werden. Es ist aber auch möglich, dass der Kleber nur in diskreten Bereichen
zwischen Stirnflächen 46 bis 48 der Glasscheiben 40 bis 42 und dem Kernelement 14
unter Ausbildung von Klebebereichen 49 bis 51 aufgetragen wird, wie dies aus Fig.
3 ersichtlich ist, wobei in Fig. 3 der Klebebereich 49 zwischen dem ersten, äußeren
Verkleidungselement 15 und der Glasscheibe 40 und der Klebebereich 51 zwischen dem
zweiten, inneren Verkleidungselement 16 und der Glasscheibe 42 ausgebildet sind. Es
können also alle Klebebereiche 49 bis 51 zwischen dem Kernelement 14 und den Glasscheiben
40 bis 42 oder einzelne der Klebebereiche 49 bis 51 auch zwischen zumindest einem
der Verkleidungselemente 15, 16 und dem Glaselement 4 und der Rest der Klebebereiche
49 bis 51 zwischen dem Kernelement 14 und dem Glaselement 4 ausgebildet sein. Sollte
die Verklebung des Kernelementes 14 vollflächig mit dem Glaselement 4 erfolgen, kann
der dazu ausgebildete Klebebereich auch gleichzeitig zumindest einen Teil des Randverbundes
oder den Randverbund des Glaselementes 4 bilden.
[0069] Diese letzten Ausführungen betreffend die Anordnung des Kernelementes 14 am Glaselement
4 und dessen Verbindung mit dem Glaselement 4 sind auf sämtliche Ausführungsvarianten
des Fensterelementes 1 zutreffend.
[0070] Weiter trifft auf alle Ausführungsvarianten des Fensterelementes zu, dass sich das
Kernelement 14 und die Verkleidungselemente 15, 16 über die gesamte Länge der jeweiligen
Stirnseite 45 des Glaselementes erstrecken, bevorzugt durchgehend und ununterbrochen.
[0071] Bei den Ausführungsvarianten des Fensterelementes 1 nach den Fig. 2, 3, 4 und 6 ist
das erste, äußere Verkleidungselement 15 durch ein zweites Profilelement des Flügelrahmenprofils
6 gebildet (ein erstes Profilelement des Flügelrahmenprofils 6 bildet das Kernelement
14, wie dies voranstehend bereits ausgeführt wurde). Ebenso wird bei den Ausführungsvarianten
des Fensterelementes 1 nach den Fig. 2, 3, 4 und 5 das zweite, innere Verkleidungselement
16 durch ein weiteres Profilelement des Flügelrahmenprofils 6 gebildet. Das Kernelement
14 befindet sich dabei bei den Ausführungsvarianten des Fensterelementes 1 nach den
Fig. 2, 3 und 4 zwischen diesen beiden Verkleidungselementen 15, 16 des Flügelrahmenprofils
6, wobei bevorzugt bei sämtliche Ausführungsvarianten des Fensterelementes 1 das Kernelement
14 zwischen den Verkleidungselementen 15, 16 angeordnet ist.
[0072] Es ist weiter bei sämtlichen Ausführungsvarianten der Erfindung bevorzugt, wenn das
erste Verkleidungselement 15 und/oder das zweite Verkleidungselement 16 diejenige
Seitenfläche, an denen es angeordnet ist oder an denen sie angeordnet sind, zur Gänze
abdeckt. So werden bei den Ausführungsvarianten des Fensterelementes nach den Fig.
2, 3 und 4 die Seitenflächen 28, 29 zur Gänze von den Verkleidungselementen 15, 16
abgedeckt.
[0073] Wie aus Fig. 3 weiter ersichtlich ist, besteht die Möglichkeit, dass der Blendrahmen
3 mit einer Vorsatzschale 51, insbesondere aus Aluminium, versehen wird. Ebenso kann
zumindest eines der Verkleidungselemente 15, 16, insbesondere das erste, äußere Verkleidungselement
15, mit einer derartigen Vorsatzschale versehen werden.
[0074] Zum dichtenden Anschlag des Flügelrahmens 2 an den Blendrahmen 3 sind, wie an sich
bekannt, ein oder mehrere Dichtelemente 53 vorgesehen, die am Blendrahmen 3 und/oder
am Flügelrahmen 2 befestigt sind, wie dies beispielsweise aus Fig. 3 ersichtlich ist.
[0075] Dabei ist bevorzugt, wenn das Kernelement 14 eine Absetzung 54 aufweist, woraus ein
gestufter Profilquerschnitt ergibt. Diese Absetzung ist bevorzugt im Bereich der nach
Außen gerichteten Seitenfläche 28 des Kernelementes 14 ausgebildet, sodass also diese
Seitenfläche 28 kleiner ist als die gegenüberliegende, innere Seitenfläche 29 des
Kernelementes 14. Dadurch kann auch das erste Verkleidungselement 15 kleiner ausgeführt
werden, um die gesamte Seitenfläche 28 des Kernelementes 14 abzudecken.
[0076] Durch diese Absetzung 54 wird eine höhere Dichtheit des Falzluftbereichs erreicht,
da an dieser Absetzung 54 eine dritte Dichtebene vorgesehen werden kann. Das Blendrahmenprofil
11 weist dazu eine höckerartige Erhebung 55 auf, an der das Kernelement 14 mit dem
Dichtelement 53 anschlägt, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist.
[0077] Alternativ oder zusätzlich dazu kann auch zumindest eines der Verkleidungselemente
15, 16 einen Anschlag des Flügelrahmens 2 an den Blendrahmen 3 bilden. So ist in Fig.
3 beispielsweise dargestellt, dass das erste äußere Verkleidungselement 15 in der
Geschlossenstellung des Fensterelementes 1 über das Dichtelement 53, das in einer
Nut im Blendrahmenprofil 11 angeordnet ist, an dem Blendrahmenprofil 11 anschlägt.
[0078] Bei der Ausführungsvariante des Fensterelementes 1 nach Fig. 4 ist einerseits das
zweite, innere Verkleidungselement 16 im Vergleich zu jenem nach Fig. 3 runder, d.h.
mit so genannten Softkanten, ausgeführt. Andererseits ist das Blendrahmenprofil 11
an der Außenseite über das erste, äußere Verkleidungselement 15, das jenem der Ausführungsvariante
des Fensterelements 1 nach Fig. 2 entspricht und sehr schlank gehalten ist, hochgezogen
und liegt über das Dichtelement 53, das wiederum in einer Nut im Blendrahmenprofil
11 gehalten ist, an dem Glaselement 4 in der Geschlossenstellung des Fensterelementes
1 an.
[0079] Es wird schon aus diesen wenigen beschriebenen Ausführungsvarianten des Fensterelementes
1 die Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten des Flügelrahmenprofils 6 mit nur einem
gleichbleibenden Kernelement 14 klar. Dazu ist bevorzugt das Kernelement 14 mit dem
oder den Verkleidungselement(en) 15, 16 modular zusammenbaubar bzw. zusammensetzbar.
[0080] Die Ausführungsvarianten des Fensterelementes 1 nach den Fig. 5 bis 7 haben eine
Gemeinsamkeit, dass nämlich zumindest ein Verkleidungselement 15, 16 des durch eine
der Glasscheiben 40, 42 des Glaselementes 4 gebildet ist. So bildet bei der Ausführungsvariante
des Fensterelementes 1 nach Fig. 5 die äußere Glasscheibe 40 das erste, äußere Verkleidungselement
15, bei der Ausführungsvariante nach Fig. 6 bildet die innere Glasscheibe 42 das zweite,
innere Verkleidungselement 16 und bei der Ausführungsvariante nach Fig. 7 werden des
erste, äußere Verkleidungselement 15 durch die äußere Glasscheibe 40 und das zweite,
innere Verkleidungselement 16 durch die innere Glasscheibe 42 gebildet. Wiederum werden
dabei bevorzugt die jeweiligen Seitenflächen 28, 29 des Kernelementes 14 bevorzugt
zur Gänze von dem jeweiligen Verkleidungselement 15, 16, also auch von der jeweiligen
Glasscheibe 40, 42 abgedeckt und liegen die jeweiligen Glasscheiben 40 und/oder 42
über die Dichtelemente 53 dichtend am Blendrahmenprofil 11 an.
[0081] Bei der speziellen Ausführungsvariante des Fensterelementes 1 nach Fig. 7 reduziert
sich somit das Flügelrahmenprofil 6 auf das Kernelement 14.
[0082] Sofern zumindest eine der Glasscheiben 40, 42 das oder die Verkleidungselement(e)
15, 16 bildet, ist diese Glasscheibe bevorzugt dicker ausgeführt, wie dies aus den
Fig. 5 bis 7 ersichtlich ist. Es wird damit die Bruchgefahr deutlich reduziert.
[0083] Obwohl die einstückigen Ausführungsvarianten der Fig. 5 bis 7, also die einstückige
Ausführung der jeweilige Glasscheibe 40, 42 mit dem jeweiligen Verkleidungselement
15, 16, bevorzugt ist, besteht aber auch die Möglichkeit, dass zumindest eines der
Verkleidungselemente 15, 16 zwar aus Glas besteht, diese(s) aber ein gesondertes Bauteil
bilden bzw. bildet. In diesem Fall ist das jeweilige Verkleidungselement 15, 16 aus
Glas bevorzugt in der Flucht der jeweiligen Glasscheibe 40, 42 angeordnet und am Kernelement
14 befestigt, beispielsweise mit diesem verklebt.
[0084] Das Glaselement 4 ist auch bei diesen Ausführungsvarianten nach den Fig. 5 bis 7
mit dem Kernelement 14 verbunden, insbesondere verklebt, wobei die Verklebung über
die Glasscheibe(n) 40 bis 42 erfolgen, die auf der Oberfläche 17 des Kernelementes
14 aufliegen. Die Verklebung kann wie voranstehend beschrieben, ausgeführt sein. Gegebenenfalls
kann die jeweilige, ein Verkleidungselement 15, 16 bildende Glasscheibe 40, 42 auch
mit der jeweiligen Seitenfläche 28, 29 verklebt sein.
[0085] Um bei diesen Ausführungsvarianten des Fensterelementes 1 die frei Durchsicht auf
das Kernelement 14 zu vermeiden, kann vorgesehen sein, dass der Randbereich der jeweiligen,
das zumindest eine Verkleidungselement 15, 16 bildende Glasscheibe 40 und/oder 42
nicht oder vermindert durchsehbar ausgeführt ist. Dazu kann der jeweilige Randbereich
beispielsweise emailliert sein oder mit einer Folie abgedeckt sein oder geätzt sein,
etc.
[0086] Obwohl das Kernelement 14 frei von jeglichen Versteifungselementen (die Beschläge
5 (Fig. 1) sind zwar aus Metall, dienen aber nicht der Versteifung des Kernelementes
14, da sie nur in diskreten Bereichen angeordnet sind) und bevorzugt auch frei von
zusätzlichen Wärmedämmelementen, z.B. aus einem Kunststoffschaumstoff, ist, besteht
die Möglichkeit, dass zumindest eines der Blendrahmenprofile 10 bis 13 (Fig. 1) zumindest
ein derartiges Versteifungselement 56 aufweist. Dieses zumindest eine Versteifungselement
56 kann beispielsweise durch ein Metallprofil gebildet sein, beispielsweise eine U-Schiene.
Bevorzugt ist das zumindest eine Versteifungselemente 56 aber drahtförmig bzw. in
Form eines Rundstabes ausgeführt, wie dies in den Fig. 5 bis 7 dargestellt ist. In
diesem Fall sind mehrere, beispielsweise vier, dieser Versteifungselemente 56 angeordnet,
wobei jeweils ein Versteifungselement 56 in einer Nut in der den Umfang (im Querschnitt
betrachtet) des Blendrahmenprofils 10 bis 13 definierenden Oberfläche angeordnet,
insbesondere in einer Ausnehmung in der Nut, die eine dem Querschnitt des darin aufgenommenen
Versteifungselementes 56 angepassten bzw. entsprechenden Querschnitt aufweist. Diese
Versteifungselemente 56 sind dabei bevorzugt stoffschlüssig über einen Kleber mit
der jeweiligen Nut bzw. Ausnehmung verbunden, wobei besonders bevorzugt ist, wenn
die Versteifungselemente 56 zur Gänze in den Kleber eingebettet sind, also auch ein
äußere Oberfläche der Verstärkungselemente 56 mit einer Kleberschicht bedeckt ist.
[0087] Bei der Ausführungsvariante des Fensterelementes 1 nach Fig. 8 ist das erste, äußere
Verkleidungselement 15 wiederum durch die äußere Glasscheibe 40 des Glaselementes
4 gebildet. Das zweite, innere Verkleidungselement 16 besteht hingegen lediglich aus
einer Leiste.
[0088] Wie bereits voranstehend zu Fig. 4 beschrieben erstreckt sich das jeweilige Blendrahmenprofil
10 bis 13 (in Fig. 8 ist nur das Blendrahmenprofil 10 dargestellt) bis auf die Höhe
des Glaselementes 4, sodass dieses an dem jeweiligen Blendrahmenprofil 10 bis 13 über
ein nicht dargestelltes Dichtelement 53 (Fig. 4) anliegt. Bei derartigen Ausführungsvarianten
des Fensterelementes 1, bei denen sich das jeweilige Blendrahmenprofil 10 bis 13 bis
auf die Höhe des Kernelementes 14 oder dieses überdeckend erstreckt besteht auch die
Möglichkeit, dass das jeweilige Blendrahmenprofil 10 bis 13 das erste, äußere Verkleidungselement
15 bildet. Dabei erstreckt sich die Glasscheibe 40 nicht wie in Fig. 8 dargestellt
bis auf die Höhe des Kernelementes 14, sondern beispielsweise nur bis zu einer strichlierten
Linie, die in Fig. 8 dargestellt ist. Die Glasscheibe 40 kann also flächenmäßig die
gleiche Größe aufweisen, wie die Glasscheibe 41 bzw. die Glasscheibe 42.
[0089] Weiter können die Blendrahmenprofile 10 bis 13, sofern diese als Hohlkammerprofile
mit zumindest einer Hohlkammer ausgebildet sind, in zumindest einer dieser Hohlkammern
ein Wärmedämmelement 57, insbesondere aus einem Kunststoffschaumstoff, aufweisen.
[0090] Weiter ist aus Fig. 8 die Anordnung von einem der Beschläge 5, der in diesem Fall
als Verriegelungsbeschlag ausgebildet ist, in dem Kernelement 14 dargestellt. Wie
ersichtlich, füllt dieser Beschlag 5, anders als bei herkömmlichen Fensterelementen
beinahe den gesamten Querschnitt des Kernelementes 14 aus. Mit anderen Worten ausgedrückt
ist also das Kernelement 14 relativ klein dimensioniert, da eine größere Dimensionierung
wegen der nicht beabsichtigten Tragfähigkeit des Kernelementes 14 nicht erforderlich
ist.
[0091] Aus Fig. 8 kann zudem ersehen werden, dass in der Oberfläche 17 des Kernelementes
14 zumindest eine Nut 58 ausgebildet sei kann. Über diese zumindest eine Nut 58 kann
gegebenenfalls eine bessere Verankerung des Klebers, mit dem das Kernelement 14 mit
dem Glaselement 4 verklebt ist, erreicht werden.
[0092] Es besteht in diesem Zusammenhang weiter die Möglichkeit, wie dies in Fig. 8 strichliert
dargestellt ist, dass in der dem Glaselement 4 zugewandten Oberfläche 17 zumindest
eine Nut 58 ausgebildet ist, in die eine der Glasscheiben 40 bis 42 hineinragt und
bevorzugt in dieser Nut 58 mit dem Kernelement 14 verklebt ist. Es können auch mehrere
oder für alle Glasscheiben 40 bis 42 derartige Nuten 58 vorgesehen sein, wobei jeweils
eine Glasscheibe 40 bis 42 in eine dieser Nuten 58 hineinragt.
[0093] Aus den voranstehenden Ausführungen wird klar, dass mit einem Profilquerschnitt des
Kernelementes 14 sehr viele unterschiedliche Ausführungsvarianten des Fensterelementes
1 durch die modulare Bauweise mit dem zumindest einen Verkleidungselement 15, 16 ermöglicht
werden.
[0094] Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass der in den Figuren dargestellte Querschnitt
des Kernelementes 14 nur beispielhaften Charakter hat. Es sind auch andere Querschnittsformen
möglich, wobei auch in diesem Fall ein Querschnitt die Basis für eine größere Anzahl
an unterschiedlichsten Ausbildungen des Fensterelementes 1 bildet.
[0095] Bevorzugt ist bei sämtlichen Ausführungsvarianten des Fensterelements das Kernelement
14 über seine gesamte Länge mit dem Glaselement 3, insbesondere mit zumindest einer
der Stirnflächen 46 bis 48 der Glasscheiben 40 bis 42, vorzugsweise ausschließlich,
mit zumindest einer dieser Stirnflächen 46 bis 48, entsprechend voranstehenden Ausführungen
verklebt. Dazu wird insbesondere ein Kleber verwendet, mit dem einerseits die auftretenden
Spannungen übertragen werden können und der andererseits nicht zu spröd ist, um Spannungsspitzen
aufnehmen zu können.
[0096] Die Verklebung erfolgt bevorzugt in einer Ebene, insbesondere ausschließlich in einer
Ebene, wobei vorzugsweise zumindest zwei Klebebereich 50 bis 51 (Fig. 3) ausgebildet
sind.
[0097] Bei sämtlichen Ausführungsvarianten des Fensterelementes 1 weist das Kernelement
14 bevorzugt eine Breite 59 (Fig. 2) auf, die um maximal 10 %, insbesondere zwischen
1 % und 5 %, oder um maximal 25 mm, insbesondere um 1 mm bis 25 mm, größer ist als
eine maximale Breite 60 (Fig. 8) des Glaselementes 4 in gleicher Richtung. Besonders
bevorzugt ist, wie dies aus den Fig. ersichtlich ist, wenn die Breite 59 des Kernelementes
14 maximal der maximalen Breite 60 des Glaselementes 4 in gleicher Richtung entspricht,
insbesondere kleiner ist, als die maximale Breite 60 des Glaselementes 4.
[0098] Sofern das das oder die Verkleidungselement(e) 15, 16 nicht durch eine der Glasscheiben
40, 42 gebildet wird, ist oder sind bevorzugt das erste Verkleidungselement 15 oder
das zweite Verkleidungselement 16 oder das erste und das zweite Verkleidungselement
16, 16 ausschließlich mit dem Kernelement 14 verbunden.
[0099] Zur Herstellung des Fensterelementes 1 können nach Fertigstellung des Glaselementes
4 die Kernelemente 14 der Flügelrahmenprofile 6 bis 9 an den Stirnseiten 45 des Glaselements
4 befestigt werden, insbesondere mit diesen verklebt werden. Gegebenenfalls werden
die Endbereiche der entsprechend abgelängten Kernelemente 14 vorher auf Gehrung geschnitten.
[0100] Hierbei erweist es sich als Vorteil, dass diese Verfahrensschritte auch der Glasproduzent
ausführen kann, und damit die Kernelemente als Transportschutz für das Glaselemente
4 während seines Transports zum Fensterhersteller verwendet werden kann.
[0101] Der Fensterhersteller bringt in der Folge gegebenenfalls nur mehr die Verkleidungselemente
15, 16 an um die entsprechende Individualisierung des Fensterelementes 1 vorzunehmen
und dem Fensterelement 1 sein letztendliches Aussehen zu geben. Die Verkleidungselemente
15, 16 können daher auch als Designelemente bezeichnet werden. Die Verkleidungselemente
15, 16 können dabei gegebenenfalls nach deren Ablängung auch auf Gehrung geschnitten
werden.
[0102] Zudem befestigt der Fensterbauer auch noch die Beschläge 5 an den Kernelementen 14.
[0103] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Fensterelementes
1, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass auch diverse Kombinationen der einzelnen
Ausführungsvarianten untereinander möglich sind.
[0104] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Fensterelementes 1 dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
| 1 |
Fensterelement |
31 |
Aufnahmebereich |
| 2 |
Flügelrahmen |
32 |
Verbindungselement |
| 3 |
Blendrahmen |
33 |
Verbindungselement |
| 4 |
Glaselement |
34 |
Leiste |
| 5 |
Beschlag |
35 |
Vorsprung |
| 6 |
Flügelrahmenprofil |
36 |
Stirnfläche |
| 7 |
Flügelrahmenprofil |
37 |
Stirnfläche |
| 8 |
Flügelrahmenprofil |
38 |
Dichtelement |
| 9 |
Flügelrahmenprofil |
39 |
Dichtelement |
| 10 |
Blendrahmenprofil |
40 |
Glasscheibe |
| 11 |
Blendrahmenprofil |
41 |
Glasscheibe |
| 12 |
Blendrahmenprofil |
42 |
Glasscheibe |
| 13 |
Blendrahmenprofil |
43 |
Abstandhalter |
| 14 |
Kernelement |
44 |
Abstandhalter |
| 15 |
Verkleidungselement |
45 |
Stirnseite |
| 16 |
Verkleidungselement |
46 |
Stirnfläche |
| 17 |
Oberfläche |
47 |
Stirnfläche |
| 18 |
Hohlkammerprofil |
48 |
Stirnfläche |
| 19 |
Hohlkammer |
49 |
Klebebereich |
| 20 |
Trennsteg |
50 |
Klebebereich |
| 21 |
Außenwand |
51 |
Klebebereich |
| 22 |
Wandstärke |
52 |
Vorsatzschale |
| 23 |
Wandstärke |
53 |
Dichtelement |
| 24 |
Aufnahmebereich |
54 |
Absetzung |
| 25 |
Steg |
55 |
Erhebung |
| 26 |
Steg |
56 |
Versteifungselement |
| 27 |
Oberfläche |
57 |
Wärmedämmelement |
| 28 |
Seitenfläche |
58 |
Nut |
| 29 |
Seitenfläche |
59 |
Breite |
| 30 |
Aufnahmebereich |
60 |
Breite |
1. Öffenbares Fensterelement (1) umfassend einen Flügelrahmen (2), ein Glaselement (4)
mit zumindest zwei Glasscheiben (40 bis 42), und einen Blendrahmen (3), wobei der
Flügelrahmen (2) am Glaselement (4) angeordnet ist, und wobei der Flügelrahmen (2)
aus mehreren miteinander verbundenen Flügelrahmenprofilen (6 bis 9) gebildet ist und
jedes der Flügelrahmenprofile (6 bis 9) zumindest ein Profilelement aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Profilelement ein Kernelement (14) bildet, das eine Biegesteifigkeit
von maximal 150 kN/mm2 aufweist und frei von Versteifungselementen ist, und das an einer der Stirnseiten
(45) des Glaselementes (4) angeordnet und mit dieser verbunden ist.
2. Fensterelement (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einer Oberfläche des Kernelementes (14) ein erstes Verkleidungselement
(15) angeordnet ist, das diese Oberfläche zur Gänze abdeckt.
3. Fensterelement (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verkleidungselement (15) durch ein zweites Profilelement des Flügelrahmenprofils
(6 bis 9) gebildet ist.
4. Fensterelement (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiteres Profilelement des Flügelrahmenprofils (6 bis 9) ein zweites Verkleidungselement
(16) bildet, wobei das Kernelement (14) zwischen dem ersten und dem zweiten Verkleidungselement
(15, 16) angeordnet ist, sodass einander gegenüberliegende Oberflächen des Kernelementes
(14) zur Gänze von den Verkleidungselementen (15, 16) abgedeckt sind.
5. Fensterelement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Verkleidungselement(e) (15, 16) einen Anschlag des Flügelrahmenprofils
(6 bis 9) an einem diesem zugeordneten Blendrahmenprofil (10 bis 13) bildet oder bilden.
6. Fensterelement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Verkleidungselemente (15, 16) lösbar mit dem Kernelement (14)
verbunden ist.
7. Fensterelement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernelement (14) mit zumindest einem der beiden Verkleidungselement (15, 16)
modular zusammenbaubar ausgebildet sind.
8. Fensterelement (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verkleidungselement (15) durch eine Glasscheibe (40) des Glaselementes
(4) gebildet ist.
9. Fensterelement (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Glasscheibe (42) des Glaselementes (4) das zweite Verkleidungselement
(16) bildet und das Kernelement (14) zwischen dem ersten und dem zweiten Verkleidungselement
(14, 16) angeordnet ist.
10. Fensterelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernelement (14) über seine gesamte Länge mit Stirnflächen (46 bis 48) der Glasscheiben
(40 bis 42) verklebt ist.
11. Fensterelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernelement (14) eine Breite (58) aufweist, die um maximal 10 % oder um maximal
25 mm größer ist als eine Breite (60) des Glaselementes (4) in gleicher Richtung.
12. Fensterelement (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite (59) des Kernelementes (14) maximal der Breite (60) des Glaselementes
(4) in gleicher Richtung entspricht.
13. Fensterelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernelement (14) als Hohlkammerprofil (18) mit zumindest einer Hohlkammer (19)
ausgebildet ist.
14. Fensterelement (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Kernelement (14) an der dem Blendrahmen (3) zugewandten Seite eine glatte Oberfläche
(27) aufweist.
15. Fensterelement (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7 oder 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verkleidungselement (15) oder das zweite Verkleidungselement (16) oder
das erste und das zweite Verkleidungselement (15, 16) ausschließlich mit dem Kernelement
(14) verbunden ist oder sind.
16. Fensterelement (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Verkleidungselement (15) Teil des Blendrahmens (3) ist.
17. Verfahren zur Herstellung eines Fensterelementes (1) umfassend einen Flügelrahmen
(2), ein Glaselement (4) mit zumindest zwei Glasscheiben (40 bis 42), und einen Blendrahmen
(3), wobei zur Herstellung des Flügelrahmens (2) mehrere Flügelrahmenprofile (6 bis
9) miteinander verbunden werden, wobei die Flügelrahmenprofile (6 bis 9) jeweils aus
mehreren Profilelementen zusammengesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügelrahmenprofile (6 bis 9) jeweils aus einem Kernelement (14) und zumindest
einem ersten und einem zweiten Verkleidungselement (15, 16) modulartig zusammengesetzt
werden und das erste und das zweite Verkleidungselement (15, 16) auf einander gegenüberliegenden
Oberflächen des Kernelementes (14) angeordnet werden, wobei die Kernelemente (14)
vor dem Anbringen der Verkleidungselemente (15, 16) mit Stirnflächen (46 bis 48) des
Glaselementes (4) verbunden werden.
18. Verwendung eines Kernelementes (14) für ein Flügelrahmenprofil (6 bis 9) eines Fensterelementes
(1) als Transportsicherung eines Glaselementes (4) mit zumindest zwei Glasscheiben
(40 bis 42).