[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Speisereinsatz zur Verwendung beim Gießen
von Metallen in vertikal teilbaren Gießformen, mit einem ersten Formelement und einem
zweiten Formelement, welche einen Speiser-Hohlraum zur Aufnahme flüssigen Metalls
begrenzen, wobei das erste Formelement eine Durchtrittsöffnung für das flüssige Metall
aufweist und zum Ansetzen an ein Formmodell oder eine schwenkbare Formplatte eingerichtet
ist.
[0002] Speisereinsätze, auch als Speiser bezeichnet, werden vorrangig beim Herstellungsprozess
des Gießens von Metallen in Gießformen eingesetzt. Die Speisereinsätze bilden üblicherweise
einen Hohlraum aus, wobei der Speisereinsatz von einem zum Herstellen der Gießform
verwendeten Formmaterial umgeben ist. Der zur Aufnahme des flüssigen Metalls vorgesehene
Gussraum innerhalb der Gießform weist einen Durchlass zum Speiser-Hohlraum auf, in
welchen dann während des Gießprozesses eine Teilmenge des in die Gießform eingefüllten
flüssigen Metalls eintritt. Das so in den Speiser gelangte flüssige Metall soll beim
Erstarrungsvorgang (der mit einer Kontraktion des Gussmetalls verbunden ist) in die
Gießform zurückströmen können, um dort die Schrumpfung des Gussteiles bis zur Solidustemperatur
auszugleichen bzw. zu kompensieren.
[0003] Um ein Zurückströmen des im Speiser befindlichen Metalls zu gewährleisten, ist sicherzustellen,
dass das Metall im Speisereinsatz noch flüssig ist, während das Metall im Inneren
der Gießform bereits erstarrt oder bereits teilweise zum Gussteil erstarrt ist. Zu
diesem Zweck besteht wenigstens ein Teil des Speisereinsatzes üblicherweise aus einem
isolierenden und/oder exothermen Material, wobei ein exothermes Material beim Eintritt
von flüssigem Metall in den Speisereinsatz, aufgrund der herrschenden Temperaturen,
gezündet wird. Ab diesem Moment läuft dann innerhalb des Materials des Speisereinsatzes
selbsttätig eine exotherme Reaktion ab, durch die dem im Speiser befindlichen Metall
über eine bestimmte Zeitdauer Wärmeenergie zugeführt und das Metall im Speiser-Hohlraum
und im Übergangsbereich zum Gussraum der Gießform im flüssigen Zustand gehalten wird.
[0004] Aufgrund von auch im Bereich des Gießens deutlich gestiegenen Produktivitätsanforderungen
wurde nach Möglichkeiten gesucht, um die Formherstellung zu automatisieren und damit
das Herstellen von Gießformen für Gussteile in großer Stückzahl zu ermöglichen. Zu
diesem Zweck wurden beispielsweise automatisierte, vertikale Grünsand-Formanlagen
(beispielsweise Disamatic-Formmaschinen von der Firma DISA Industries A/S) entwickelt,
bei denen zum Beispiel eine erste Modellhälfte auf einen ausschließlich linear verstellbaren
Presskolben montiert ist. Eine zugeordnete zweite Modellhälfte ist üblicherweise auf
einer schwenkbaren Formplatte montiert, die zwischen einer waagerechten Ausrichtung,
in der diese beispielsweise mit einem Speiser bestückt wird, und einer vertikalen
Ausrichtung hin und her bewegt wird. In ihrer vertikalen Arbeitsposition ist die schwenkbare
Formplatte häufig zudem ebenfalls, vorzugsweise parallel zur ersten Modellhälfte,
verschiebbar. Bei vertikal geteilten Gießformen, mit denen relativ dünnwandige Gussteile
hergestellt werden, besteht beispielsweise das Problem, das Nachspeisen von beispielsweise
isolierten, schweren Gussteilabschnitten zu gewährleisten. Um das Nachspeisen solch
isolierter Bereiche sicherzustellen, werden Speisereinsätze verwendet, deren Speiser-Längsachse
etwa senkrecht zur schwenkbaren Formplatte ausgerichtet sind, so dass die Speiser-Längsachse
eines derartig angeordneten Speisereinsatzes während des Gießvorgangs in etwa waagerecht
verläuft. Ein solcher Speisereinsatz weist ein mit einem Formmodell oder einer schwenkbaren
Formplatte in Kontakt zu bringendes Formelement auf, welches mit einer Durchtrittsöffnung
für das flüssige Metall ausgerüstet ist.
[0005] Aus der Veröffentlichung
DE 202011103718 U1 ist ein Speisereinsatz zur Verwendung beim Gießen von Metallen in vertikal teilbaren
Gießformen bekannt, der ein erstes Formelement und ein zweites Formelement aufweist,
welche den Speiser-Hohlraum zur Aufnahme des flüssigen Metalls begrenzen. Das erste
Formelement weist einen Ansetzbereich zum Ansetzen an ein Formmodell oder eine schwenkbare
Formplatte auf. Der Ansetzbereich ist mit einer Durchtrittsöffnung für das flüssige
Metall versehen, wobei die Mittenachse der Durchtrittsöffnung versetzt zum Mittenbereich
des ersten Formelementes angeordnet ist. Durch die außermittig angeordnete Durchtrittsöffnung
tritt das flüssige Metall während des Gießvorgangs in einem unteren Bereich des Speisers
ein und steigt im Gebrauch des Speisereinsatzes etwa vertikal zur Speiser-Längsachse
innerhalb des Speisereinsatzes auf. Dadurch soll ein verbessertes Nachspeisen des
Metalls beim Schrumpfungsvorgang erreicht werden. Um die auf den Speisereinsatz einwirkenden
Kräfte beim Verdichten des die Gießform ausbildenden Formmaterials besser aufnehmen
zu können, weist der aus der
DE 202011103718 U1 bekannte Speisereinsatz an seinem ersten Formelement einen stauchbaren Ansetzbereich
aus, der sich beim Verdichten des Formmaterials irreversibel verformt. In Abhängigkeit
vom Verformungsgrad kann nach dem Verdichten des Formmaterials die den Ansetzbereich
auf die Formplatte drückende Kraft relativ gering sein, so dass es unter Umständen
zum Eindringen von Formmaterial in den Bereich zwischen Ansetzbereich und Formmodell
kommen kann. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass es beim Stauchen des Ansetzbereiches
am ersten Formelement und der damit verbundenen Abstandverringerung zwischen dem ersten
Formelement und dem Formmodell oder der schwenkbaren Formplatte zu einem übermäßig
hohen auf den Speisereinsatz einwirkenden Verdichtungsdruck kommt, was zu einem Bruch
des zweiten, häufig aus einem exothermen Material bestehenden zweiten Formelement
führen kann.
[0006] Aus der
DE 34 23 220 A1 und der auf denselben Anmelder zurückgehenden
DE 84 18 911 U1 ist ein Speisereinsatz zur Verwendung beim Gießen von Metallen in horizontal teilbaren
Gießformen bekannt, der ein erstes Formelement und ein zweites Formelement umfasst.
Das erste Formelement bildet einen seitlich an ein Formmodell anzusetzenden Speiserfuß
aus, wobei das erste Formelement unterhalb der Trennebene zwischen der oberen Formhälfte
und der unteren Formhälfte im Formmaterial der unteren Formhälfte aufgenommen ist.
Dabei besitzt das erste Formelement eine Umhüllung aus einem isolierenden und/oder
exothermen Speisermaterial. Das zweite Formelement ist in der oberen Formhälfte der
Gießform angeordnet und wird beim Zusammensetzen von oberer und unterer Formhälfte
zu einer Gießform mit dem den Speiserfuß ausbildenden ersten Formelement in Kontakt
gebracht. Mit dem oberhalb auf das erste Formelement aufgesetzten zweiten Formelement
ist ein Speiser-Hohlraum ausgebildet, dessen überwiegender Volumenanteil oberhalb
zu der waagerecht verlaufenden Durchtrittsöffnung des ersten Formelementes angeordnet
ist. Das Verdichten des Formmaterials erfolgt grundsätzlich jeweils separat beim Herstellen
der einzelnen Formhälften im Unter- und Oberkasten. sätzlich jeweils separat beim
Herstellen der einzelnen Formhälften im Unter- und Oberkasten.
[0007] Aus der Veröffentlichung
DE 87 02 296 U1 ist ebenfalls ein Speisereinsatz zur Verwendung beim Gießen von Metallen in horizontal
teilbaren Gießformen bekannt. Der Speisereinsatz weist wiederum ein als Speiserunterteil
ausgebildetes erstes Formelement und ein als Speiseroberteil ausgebildetes zweites
Formelement auf. Die Trennung zwischen erstem und zweitem Formelement ist insbesondere
im Bereich der Trennebene zwischen oberer und unterer Formhälfte vorgesehen. Die Durchtrittsöffnung
zum Gussteil wird dabei zumindest durch einen Bereich des zweiten, oberen Formelementes
ausgebildet. Im zweiten Formelement ist oberhalb der insbesondere im Gebrauch waagerecht
verlaufenden Durchtrittsöffnung ein Schmelzereservoir zur Versorgung mit flüssigem
Metall während des Erstarrungsvorganges des Gussteiles vorgesehen.
[0008] Ausgehend von der vorstehend angeführten Problematik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen Speisereinsatz anzugeben, der beim Herstellen der Gießform in einer
vertikal teilbaren Gießform hohen Verdichtungsdrücken standhält und bei dessen Verwendung
das Risiko des Eindringens von Formmaterial zwischen Ansetzbereich und Formmodell
verringert ist.
[0009] Zur Lösung der o.g. Aufgabe wird durch die Erfindung ein Speisereinsatz gemäß Anspruch
1 sowie außerdem eine Verwendung nach Anspruch 13 und ein Verfahren zum Gießen von
Metall gemäß Anspruch 14 angegeben. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind
in den Unteransprüchen angegeben.
[0010] Die Erfindung löst die ihr zugrunde liegende Aufgabe bei einem Speisereinsatz der
eingangs genannten Art dadurch, dass das erste Formelement und das zweite Formelement
teleskopartig zueinander verschiebbar sind und zur Positionierung mittels eines entlang
einer Zentrierachse positionierbaren Zentrierdorns eingerichtet sind, wobei der vom
ersten und zweiten Formelement begrenzte Speiser-Hohlraum so ausgestaltet ist, dass
bei horizontaler Anordnung der Zentrierachse ein überwiegender Volumenanteil des Speiser-Hohlraums
oberhalb der Zentrierachse positionierbar ist.
[0011] Die Erfindung betrifft somit einen Speisereinsatz, der geeignet ist zur Verwendung
beim Gießen von Metallen in vertikal teilbaren Gießformen, die mit vertikalen Formanlagen
wie z.B. Disamatic-Formmaschinen der DISA Industries A/S, hergestellt werden. Der
Speisereinsatz umfasst zumindest ein erstes Formelement und ein zweites Formelement,
welche den Speiser-Hohlraum zur Aufnahme von flüssigem Metall begrenzen. Das erste
Formelement weist eine Durchtrittsöffnung für das flüssige Metall auf, die üblicherweise
zum Ansetzen an ein Formmodell oder eine schwenkbare Formplatte dient. Über die Durchtrittsöffnung
tritt beim Einfüllen des Metalls in die Gießform das flüssige Metall in den Speisereinsatz
ein; es fließt dann während des Schrumpfungsvorganges (bis zum vollständigen Erstarren
des Gussteiles) durch die Durchtrittsöffnung hindurch wieder vom Speiser-Hohlraum
in die Gussform zurück. Die Zentrierachse des Speisereinsatzes, welche typischerweise
mit der Mittenachse der Durchtrittsöffnung zusammenfällt, ist insbesondere bei Gebrauch
des Speisereinsatzes in einer vertikalen Formanlage (also dann, wenn die Zentrierachse
eine horizontale Lage eingenommen hat) nach unten versetzt zum Mittenbereich des ersten
Formelementes angeordnet. Damit ist dann die das Metall führende Verbindung zwischen
der Gießform und dem Speiser-Hohlraum in einem unteren Bereich des Speisereinsatzes
angeordnet, so dass der überwiegende Volumenanteil des Speiser-Hohlraums oberhalb
der Zentrierachse (und somit typischerweise gleichzeitig oberhalb der Mittenachse
der Durchtrittsöffnung) positioniert ist. Das erste Formelement und das zweite Formelement
eines erfindungsgemäßen Speisereinsatzes sind abschnittsweise teleskopartig zueinander
verschiebbar ausgebildet, sodass eines der Formelemente, bevorzugt das zweite Formelement,
beim Verdichten des den Speisereinsatz schließlich nahezu vollständig umgebenden bzw.
einschließenden Formmaterials, dem vornehmlich auf das zweite Formelement einwirkenden
Druck ausweichen kann. Beim teleskopartigen zueinander Verschieben erfolgt eine Relativbewegung
zwischen erstem Formelement und zweitem Formelement, wobei das zweite Formelement
bevorzugt abschnittsweise über das regelmäßig nicht verformbare erste Formelement
in Richtung der Zentrierachse geschoben wird, wobei das erste Formelement mit seinem
Ansetzbereich und der darin ausgebildeten Durchtrittsöffnung am Formmodell oder der
schwenkbaren Formplatte anliegt bzw. sich daran abstützt.
[0012] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit einem teleskopierbaren Speisereinsatz,
dessen erstes und zweites Formelement teleskopartig zumindest über einen Abschnitt
relativ zueinander verschoben werden, durch die Reibkraft zwischen den Formelementen
eine ausreichend große Anpresskraft zwischen dem Ansetzbereich des ersten Formelementes
und (beispielsweise) dem Formmodell erzeugt werden kann, mit der eine sichere Anlage
des ersten Formelementes am Formmodell beim Verdichten des Formmaterials gewährleistet
ist. Durch die Verschiebbarkeit des zweiten Formelementes zum ersten Formelement ist
darüber hinaus sichergestellt, dass im Unterschied zu einem Speisereinsatz mit stauchbarem
Ansetzbereich am ersten Formelement, das zweite Formelement bei einem übermäßig auf
den Speisereinsatz einwirkenden Verdichtungsdruck problemlos in Richtung des Formmodells
ausweichen kann. Eine ebenso hohe Verdichtung des Formmaterials zwischen dem ersten
Formelement und zum Beispiel dem Formmodell, wie es im Stand der Technik durch das
sich auf das Formmodell zu bewegende erste Formelement gegeben ist, so dass ein relativ
hoher Druck von allen Seiten auf den Speisereinsatz einwirkt, ist damit auf vorteilhafte
Weise vermieden. Durch das zum Formmodell feststehende erste Formelement ist gleichzeitig
das Risiko des Zerbrechens des Speisereinsatzes während des Verdichtens deutlich verringert.
Somit werden die Wandstärken des ersten und des zweiten Formelementes gewählt, dass
sie die notwendige Isolierung bzw. Wärmeleistung für das Flüssighalten des Metalls
im Speiser-Hohlraum gewährleisten können. Darüber hinaus ist durch die bevorzugte
Ausgestaltung des Speiser-Hohlraumes mit seinem im Gebrauch des Speisereinsatzes oberhalb
der Zentrierachse positionierten Volumenanteil zur Aufnahme des flüssigen Metalls
sichergestellt, dass beim Erstarrungsvorgang und dem damit verbundenen Schrumpfungsprozess
des herzustellenden Gussteiles eine ausreichende Menge an flüssigem Metall innerhalb
des Speiser-Hohlraumes vorhanden ist, die in Richtung der Gießform strömen kann.
[0013] Beschrieben wird auch ein Formelement zur Verwendung als erstes oder zweites Formelement
eines erfindungsgemäßen Speisereinsatzes (wie vorstehend oder nachfolgend definiert).
Mit einem solchen Formelement, das als erstes oder zweites Formelement eines erfindungsgemäßen
Speisereinsatzes eingesetzt wird, ist während der Formmaterial-Verdichtung eine sichere
Abdichtung zwischen dem Ansetzbereich des ersten Formelements und beispielsweise dem
Formmodell oder auch der schwenkbaren Formplatte gewährleistet, wobei der Speisereinsatz
problemlos hohen Verdichtungsdrücken standhält und somit ein hohes Maß an Qualität
beim Gießen gesichert werden kann. Gleichzeitig ist mit dem oberhalb der Zentrierachse
ausgebildeten Volumenanteil ein relativ großes Reservoir für das flüssig zu haltende
Metall ausgebildet.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist alternativ oder zusätzlich zu der teleskopierbaren
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Formelemente vorgesehen, am ersten Formelement
(als Bauteil eines erfindungsgemäßen Speisereinsatzes) wenigstens eine Entlüftungsöffnung
zum Entlüften des von dem ersten und dem zweiten Formelement begrenzten Speiser-Hohlraumes
anzuordnen. Die Entlüftungsöffnung soll bei horizontaler Anordnung der Zentrierachse
oberhalb der Zentrierachse im ersten Formelement angeordnet bzw. positioniert sein,
wodurch der Gießprozess mit entsprechend hoher Geschwindigkeit durchgeführt werden
kann, ohne das Risiko, dass der Speiser aufgrund sich in seinem Inneren aufstauender
Luft, unzureichend mit flüssigem Metall gefüllt ist.
[0015] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Kit zur Herstellung eines erfindungsgemäßen
Speisereinsatzes (wie vorstehend oder nachfolgend definiert), umfassend ein erstes
Formelement und ein zweites Formelement. Ein derartiges Kit umfasst somit ein erstes
Formelement und ein zweites Formelement, die zu einem erfindungsgemäßen Speisereinsatz
zusammengebaut werden können. Dabei ist ein gegebenes erstes Formelement mit unterschiedlich
gestalteten zweiten Formelementen kombinierbar und ein gegebenes zweites Formelement
ist mit unterschiedlich gestalteten ersten Formelementen kombinierbar.
[0016] Am erfindungsgemäßen Speisereinsatz sind am zweiten Formelement zum Positionieren
des Zentrierdorns ein konisch verlaufender Wandungsabschnitt und/oder eine zylindrische
oder nicht zylindrische Ausnehmung für die Dornspitze vorgesehen. Mithilfe der am
zweiten Formelement ausgebildeten Wandungsabschnitte und der (vorzugsweise zylindrischen)
Ausnehmung für die Dornspitze des Zentrierdorns wird ein vereinfachtes Aufsetzen auf
den Zentrierdorn bzw. Ansetzen des Speisereinsatzes am Formmodell erreicht. Es ist
bevorzugt vorgesehen, dass der zumindest eine konisch verlaufende Wandungsabschnitt
und die Ausnehmung an der Innenkontur des zweiten Formelementes ausgebildet sind.
Vorzugsweise ist eine zylindrische Ausnehmung konzentrisch zur Zentrierachse angeordnet,
wodurch eine exakte Ausrichtung des auf den Zentrierdorn aufgesetzten Speisereinsatzes
zum Formmodell oder der schwenkbaren Formplatte, welche bevorzugt in Verbindung mit
vertikal teilbaren Gießformen eingesetzt werden, gewährleistet ist. Die Ausnehmung
korrespondiert bevorzugt formschlüssig mit der Außenkontur einer in die Ausnehmung
einsetzbaren Zentrierdornspitze; ein entsprechender Zentrierdorn ist vorzugsweise
Bestandteil eines erfindungsgemäßen Kits.
[0017] Vorzugsweise ist am ersten Formelement zusätzlich eine Entlüftungsöffnung zum Entlüften
des Speiser-Hohlraums angeordnet, die bei horizontaler Anordnung der Zentrierachse
oberhalb der Zentrierachse positionierbar ist. Über die Entlüftungsöffnung ist im
Gebrauch des Speisereinsatzes auf vorteilhafte Weise sichergestellt, dass sich im
Speiser-Hohlraum, insbesondere in dem sich oberhalb der Zentrierachse positionierbaren
Volumenanteil beim Einfüllen des flüssigen Metalls in die Gießform und beim Ein- bzw.
Übertritt in den Speisereinsatz nicht ein Luftpolster bildet, welches das flüssige
Metall am Aufsteigen innerhalb des Speiser-Hohlraumes hindern könnte. Damit ist im
Speiser-Hohlraum eine ausreichende Menge an flüssigem Metall enthalten, die während
des Schrumpfungsvorganges des erstarrenden Gussteiles in die Gießform zurücklaufen
kann. Die Entlüftungsöffnung ist vorzugsweise am ersten Formelement des Speisereinsatzes
angeordnet, welches seine Position zum Formmodell oder der schwenkbaren Formplatte
während des Verdichtens des Formmaterials nicht ändert. Die Entlüftungsöffnung ist
beispielsweise in einem den Speiser-Hohlraum im Gebrauch (d.h. während des Gießens)
nach oben begrenzenden Wandungsabschnitt angeordnet bzw. ausgebildet, wobei die Entlüftungsöffnung
eine Mittenachse aufweist, die dann bevorzugt in einem Winkel zwischen 0° und 90°
zur Zentrierachse des Speisereinsatzes verläuft. Dabei ist die erläuterte Ausbildung
einer Entlüftungsöffnung am ersten Formelement eines Speisereinsatzes ein eigenständiger
erfinderischer Aspekt, der auch unabhängig von der teleskopartigen Verschiebbarkeit
von erstem und zweitem Formelement zueinander zu betrachten ist. Ein weiterer unabhängiger
Aspekt der Erfindung betrifft somit einen Speisereinsatz zur Verwendung beim Gießen
von Metallen in vertikal teilbaren Gießformen, mit einem ersten Formelement und einem
zweiten Formelement, welche einen Speiser-Hohlraum zur Aufnahme flüssigen Metalls
begrenzen und zur Positionierung mittels eines entlang einer Zentrierachse positionierbaren
Zentrierdorns eingerichtet sind, wobei das erste Formelement eine Durchtrittsöffnung
für das flüssige Metall aufweist (deren Mittenachse bevorzugt mit der Zentrierachse
zusammenfällt) und das erste Formelement zusätzlich eine Entlüftungsöffnung zum Entlüften
des Speiser-Hohlraumes aufweist; bei horizontaler Anordnung der Zentrierachse ist
die Entlüftungsöffnung vorzugsweise oberhalb der Zentrierachse positionierbar, und
der Speiser-Hohlraum ist bevorzugt so ausgestaltet, dass bei horizontaler Anordnung
der Zentrierachse ein überwiegender Volumenanteil des Speiser-Hohlraumes oberhalb
der Zentrierachse positionierbar ist. Dieser unabhängige Aspekt der Erfindung ist
mit den weiteren Aspekten der vorliegenden Erfindung kombinierbar; hinsichtlich bevorzugter
Kombinationen gilt das an den entsprechenden Textstellen gesagte jeweils entsprechend.
Alternativ oder zusätzlich ist eine Entlüftungsöffnung am zweiten Formelement des
Speisereinsatzes angeordnet.
[0018] Bevorzugt ist die Entlüftungsöffnung als Entlüftungskanal ausgebildet, wobei der
Entlüftungskanal vorzugsweise abschnittsweise oder über seine gesamt Länge parallel
zur Zentrierachse verläuft. Über einen im Gebrauch des Speisereinsatzes in einer vertikalen
Formanlage zumindest abschnittsweise waagerecht verlaufenden Entlüftungskanal ist
eine einfache zusätzliche Koppelung mit einem an der Formplatte angeordneten Struktur-
oder Ansetzteil möglich. Vorzugsweise wird ein solches Struktur- oder Ansetzteil an
der schwenkbaren Formplatte angeordnet und bildet ein sich entlang eines Abschnittes
der Formplatte erstreckendes Formteil aus, woraus im Gießbetrieb ein bevorzugt vertikal
verlaufender Entlüftungskanal an der schwenkbaren Formplatte resultiert. Mittels des
Ansetzteiles ist somit ein Formteil für den innerhalb der zu erzeugenden Gießform
bevorzugt vertikal verlaufenden Entlüftungskanal ausgebildet und gleichzeitig eine
mechanische Kopplung zur Formplatte geschaffen ist, mit der eine zusätzliche Lagesicherung
des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes zum Formmodell und der Formplatte bewirkt ist.
Zudem stellt die Ausgestaltung der Entlüftungsöffnung als Kanal ein schnelles Entweichen
der im Speisereinsatz befindlichen Luft während des Gießprozesses sicher.
[0019] Ein erfindungsgemäßer Speisereinsatz ist bevorzugt, wobei das zweite Formelement
aus einem exothermen Speisermaterial gebildet ist oder zumindest abschnittsweise exothermes
Speisermaterial umfasst und/oder das erste Formelement aus exothermem Speisermaterial
gebildet ist oder zumindest abschnittsweise exothermes Speisermaterial umfasst. Mit
dem Einsatz von exothermem Speisermaterial ist eine hohe Wirtschaftlichkeit und insbesondere
eine gute Dichtspeisung während des Gießprozesses erreicht, da über das exotherme
Speisermaterial das im Speisereinsatz befindliche Metall über einen vergleichsweise
langen Zeitraum in flüssigem Zustand gehalten werden kann. Bereiche z.B. des zweiten
Formelements, welche außen über das erste Formelement geschoben werden, können anstatt
aus einem exothermen auch aus einem isolierenden Speisermaterial ausgebildet werden,
das die Wärmeabgabe aus dem Speisereinsatz auf vorteilhafte Weise verringert. Als
Speisermaterial kann aber auch einfach ein mit Bindemittel gebundener Formsand, insbesondere
Quarzsand, verwendet werden. Häufig wird aber bevorzugt ein exothermes Material zur
Ausbildung von zumindest Teilen der Formelemente verwendet. Bestimmte Bereiche des
Speisereinsatzes können aus unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften
(exotherm oder isolierend) gebildet sein. Alternativ können die Formelemente jeweils
aus einem homogenen Materialgemisch mit exothermen bzw. isolierenden Bestandteilen
gebildet sein.
[0020] Für bestimmte Zwecke ist ein erfindungsgemäßer Speisereinsatz vorteilhaft, bei dem
das erste Formelement aus isolierendem Speisermaterial gebildet ist oder zumindest
abschnittsweise isolierendes Speisermaterial umfasst und/oder das zweite Formelement
aus einem isolierenden Speisermaterial gebildet ist oder zumindest abschnittsweise
isolierendes Speisermaterial umfasst. Bei einer alternativen Ausführungsform des Speisereinsatzes
ist bevorzugt vorgesehen, dass das zweite Formelement aus einem exothermen Speisermaterial
gebildet ist oder zumindest abschnittsweise exothermes Speisermaterial umfasst und/oder
das erste Formelement kein exothermes Speisermaterial umfasst und vorzugsweise aus
isolierendem Speisermaterial gebildet ist oder zumindest abschnittsweise isolierendes
Speisermaterial umfasst oder aus einem Material gebildet ist oder ein Material enthält,
das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Metalle, Kunststoffe, Pappen, deren
Mischungen und deren Kompositmaterialien. Bei einer weiteren alternativen Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes ist das zweite Formelement aus isolierendem
Speisermaterial gebildet oder umfasst zumindest abschnittsweise isolierendes Speisermaterial
und/oder das erste Formelement ist aus exothermem Speisermaterial gebildet oder umfasst
zumindest abschnittsweise exothermes Speisermaterial oder ist aus einem Material gebildet
oder enthält ein Material, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Metalle,
Kunststoffe, Pappen, deren Mischungen und deren Kompositmaterialien.
[0021] Anstelle handelsüblicher Speisermaterialien kann das erste Formelement eines erfindungsgemäßen
Speisereinsatzes auch aus anderen Materialien bestehen, die vorzugsweise ausgewählt
sind aus der Gruppe bestehend aus Metalle, Kunststoffe, Pappen, deren Mischungen und
deren Kompositmaterialien.
[0022] Bei einer weiteren alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes
ist das zweite Formelement aus einem exothermen oder isolierendem Speisermaterial
gebildet oder umfasst zumindest abschnittsweise exothermes oder isolierendes Speisermaterial
und/oder das erste Formelement ist aus einem Material gebildet oder enthält ein Material,
das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Metalle, Kunststoffe, Pappen deren
Mischungen und deren Kompositmaterialien. Als Material für das erste Formelement können
somit wahlweise exotherme oder isolierende Materialien sowie Metalle, Kunststoffe
oder Pappen oder Mischungen bzw. Kompositmaterialien aus Metallen, Kunststoffen und/oder
Pappen eingesetzt werden.
[0023] Zur Ausbildung des zweiten Formelementes werden bevorzugt exotherme und isolierende
Speisermaterialien verwendet. Die Materialauswahl für das erste und zweite Formelement
wird in der Praxis individuell und unter Berücksichtigung der jeweils zu erfüllenden
Aufgabenstellung vorgenommen. Die Auswahl des Materials für das erste Formelement
kann unabhängig von der Wahl des Materials für das zweite Formelement erfolgen, soweit
der spezifische Einsatzzweck des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes keine Abstimmung
erforderlich macht.
[0024] Bei einer alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes bildet
das erste Formteil bevorzugt einen Brechkern aus. Die Verwendung eines Brechkerns
ist insbesondere vorteilhaft in Verbindung mit der Ausbildung des ersten Formteiles
oder eines Teilelementes des ersten Formelementes aus einem Material, welches Metall
ist oder ein Metall enthält.
[0025] Eine bevorzugte Ausgestaltung des Speisereinsatzes sieht vor, dass das erste Formelement
einstückig ausgebildet ist oder aus zwei zusammengesetzten Teilelementen besteht,
die relativ zueinander lagestabil oder teleskopierbar sind, wobei das erste Teilelement
die Stellfläche des Speisereinsatzes umfasst und das zweite Teilelement zum Verbinden
mit dem zweiten Formelement eingerichtet ist. Bei einem einstückig ausgebildeten Formelement
ist der Ansetzbereich zum Ansetzen an das Formmodell bzw. die Formplatte und das mit
dem zweiten Formelement korrespondierende Verbindungsteil aus einem einzigen Strukturteil
ausgebildet. Bei einer zweiteiligen Ausgestaltung des ersten Formelementes wird der
Verbindungsbereich aus einem Teilelement ausgebildet und der Ansetzbereich des Speisereinsatzes
aus vorzugsweise einer metallischen Hülse (als weiterem Teilelement) gebildet. Wie
in der
EP 2 097 193 A beschrieben, auf die hiermit Bezug genommen wird, ist in einer ersten Ausführungsform
das erste Teilelement ein rohrartiges Element, das im Lieferzustand in das zweite
Teilelement unterschiedlich weit eingeschoben ist. In manchen Fällen ist es von Vorteil,
wenn das rohrartige erste Teilelement in das zweite Teilelement im Lieferzustand nicht
maximal weit eingeschoben ist, sodass es zu einem späteren Zeitpunkt, beispielsweise
nach Anordnung eines entsprechenden Speisereinsatzes an einem Formmodell oder einer
schwenkbaren Formplatte und während des Verdichtens des den Speisereinsatz schließlich
nahezu vollständig umschließenden Formmaterials, weiter in das zweite Teilelement
eingeschoben wird. Eine alternative Ausführungsform sieht eine lagefeste Verbindung
zwischen dem rohrartigen, ersten Teilelement und dem zweiten Teilelement des ersten
Formelementes vor. Ein Verschieben der beiden Teilelemente ist dann nicht möglich
bzw. nicht vorgesehen. Diese vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist jeweils
mit den unabhängigen Aspekten der vorliegenden Erfindung kombinierbar. Hinsichtlich
bevorzugter Kombinationen gilt das an den entsprechenden Textstellen gesagte jeweils
entsprechend.
[0026] Das erste Formelement weist eine dem Formmodell oder der schwenkbaren Formplatte
zugewandte Fläche auf, die vorzugsweise parallel oder geneigt zur schwenkbaren Formplatte
verläuft. Der Abstand der vorzugsweise geneigt verlaufenden Fläche zum Formmodell
oder zur Formplatte vergrößert sich vorzugsweise ausgehend vom Ansetzbereich bzw.
der Zentrierachse des Speisereinsatzes zumindest abschnittsweise.
[0027] Vorzugsweise sind am ersten Formelement und/oder am zweiten Formelement Halteelemente
angeordnet, mittels derer das erste Formelement und das zweite Formelement in einer
Ausgangsposition gehalten werden, wobei die Halteelemente dazu eingerichtet sind,
beim teleskopartigen Verschieben (während das erste und das zweiten Formelement teleskopartig
zueinander verschoben werden) abgetrennt oder deformiert zu werden. Mittels Halteelementen
werden das erste und das zweite Formelement während des Aufsetzens auf ein Formmodell
bzw. eine Formplatte oder beim Aufschieben auf einen am Formmodell oder der Formplatte
angeordneten Zentrierdorn, in einer vorgegebenen Anordnung zueinander gehalten. Wie
in
EP 1 184 104 A offenbart, sind die Halteelemente vorzugsweise integraler Bestandteil des jeweiligen
Formelementes, wobei die Halteelemente bei der Herstellung des jeweiligen Formelementes
ohne Zusatzschritte an dieses angeformt werden. Die Halteelemente, bei denen es sich
z.B. um Vorsprünge, umlaufende Standringe oder senkrecht an der Innen- oder Außenkontur
abstehende Stifte handelt, besitzen üblicherweise jeweils nur kleine Verbindungsflächen
zum Rest des jeweils zugehörigen Formelements.
[0028] Vorzugsweise umfasst das erste Formelement Außenflächenabschnitte, die an Innenflächenabschnitten
des zweiten Formelementes angrenzen oder anliegen und die beim teleskopartigen Verschieben
der Formelemente ineinander bzw. zueinander ein seitliches Verkippen des ersten Formelementes
relativ zum zweiten Formelement verhindern oder behindern. An den Außenflächen-Abschnitten
bzw. der Außenkontur des ersten Formelementes und/oder den Innenflächen-Abschnitten
bzw. der Innenkontur des zweiten Formelementes sind vorzugsweise Führungsflächen ausgebildet,
mit denen die beiden Formelemente auf vorteilhafte Weise relativ zueinander geführt
werden und unmittelbar aufeinander abgleiten. Die Führungsflächen sind vorzugsweise
dazu eingerichtet, eine gleichmäßige Relativbewegung zwischen dem ersten und dem zweiten
Formteil zu gewährleisten, so dass vorzugsweise während des Verdichtens des Formmaterials
und beim dadurch bewirkten Verschieben des zweiten Formelementes über wenigstens einen
Abschnitt des ersten Formelementes ein Verkanten des zweiten Formelementes vermieden
ist. Zu diesem Zweck weisen das erste und das zweite Formelement vorzugsweise ausreichend
hohe bzw. in ausreichendem Maße einander überdeckende Führungsflächen auf. Mit dem
Ausbilden der Führungsflächen auf beispielsweise Flächenbereichen der Außen- und Innenkontur
der zueinander beweglich gehaltenen Formelemente ist eine konstruktiv einfache Ausgestaltung
der Führungsflächen an den jeweiligen Bauteilen erreicht. Bei Ausbildung der Führungsflächen
an Flächenbereichen der Innenkontur des zweiten Formelementes wird das zweite Formelement
über das erste Formelement des Speisereinsatzes geschoben, wodurch dann ein Abschnitt
des ersten Formelements im zweiten Formelement aufgenommen ist. Das Ausmaß der Verschiebung
von beiden Formelementen zueinander ist dabei insbesondere abhängig von den während
des Verdichtens mit den vertikalen Formanlagen auf das Formmaterial wirkenden Verdichtungsdrücken.
Anstelle von direkt aufeinander abgleitenden Innen- und Außenkontur kann das erste
Formelement und/oder das zweite Formelement mit an der Innenkontur nach außen vorstehenden
bzw. an der Außenkontur nach innen vorstehenden Führungsstegen ausgestattet sein,
so dass eine Gleitführung erreicht wird.
[0029] Ein erfindungsgemäßer Speisereinsatz ist bevorzugt, wobei das erste Formelement als
Mittel zum Erreichen und/oder Bewahren einer vorbestimmten Ausrichtung des Speisereinsatzes
relativ zu einer Formplatte eine Durchtrittsöffnung mit einem Querschnitt aufweist,
der nicht kreisförmig ist und vorzugsweise ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus oval, unrund, abgeflachter Kreis, abgeflachtes Oval, dreieckig, viereckig oder
mehreckig und/oder eine oder mehrere zusätzliche Ausnehmungen oder Öffnungen besitzt
zur Aufnahme eines zweiten Zentrierdorns, wobei die eine oder mehrere Ausnehmungen
oder Öffnungen vorzugsweise parallel zur Zentrierachse verlaufen und/oder einen oder
mehrere Abstandshalter auf der der Formplatte zugewandten Seite besitzt. Eine Durchtrittsöffnung,
welche einen beispielsweise asymmetrisch oder unrund ausgebildeten Querschnitt hat,
ermöglicht die Ausbildung einer vorteilhaft wirkenden Verdrehsicherung des Speisereinsatzes
relativ zum Formmodell oder der schwenkbaren Formplatte. Die bevorzugt nicht zylindrisch
ausgebildete Durchtrittsöffnung korrespondiert vorzugsweise vollumfänglich mit einer
Außenfläche eines Zentrierdornes, der am Formmodell oder der Formplatte angeordnet
ist und auf den der Speisereinsatz aufgesteckt oder aufgeschoben wird. Gleichzeitig
besitzt das erste Formelement vorzugsweise eine einseitig abgeflachte Durchtrittsöffnung,
so dass der Speisereinsatz bevorzugt nur eine einzige Aufsteckposition oder -ausrichtung
beim Aufsetzen auf das Formmodell oder die Formplatte einnehmen kann (Schlüssel-Schloss-Prinzip).
Dadurch ist vermieden, dass der Speisereinsatz eine unbeabsichtigt falsche Ausrichtung
innerhalb einer zu erzeugenden vertikal teilbaren Gießform einnimmt, und es wird erreicht,
dass tatsächlich der überwiegende Volumenanteil des Speiser-Hohlraumes im Gebrauch
des Speisereinsatzes vorzugsweise oberhalb der (dann horizontal verlaufenden) Zentrierachse
positioniert ist. Diese vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist jeweils mit den
unabhängigen Aspekten der vorliegenden Erfindung kombinierbar; hinsichtlich bevorzugter
Kombinationen gilt das an den entsprechenden Textstellen gesagte jeweils entsprechend.
[0030] Bevorzugt weist der erfindungsgemäße Speisereinsatz als Mittel zum Erreichen und/oder
Bewahren einer vorbestimmten Ausrichtung des Speisereinsatzes relativ zu einer Formplatte
eine oder mehrere zusätzliche Ausnehmungen oder Öffnungen zur Aufnahme eines zweiten
Zentrierdorns auf, wobei die eine oder mehreren Ausnehmungen oder Öffnungen vorzugsweise
parallel zur Zentrierachse verlaufen. Durch das Ausbilden von wenigstens einer oder
mehreren zusätzlichen Ausnehmungen oder Öffnungen am ersten Formelement sind Aufnahmen
für wenigstens einen zweiten Zentrierdorn geschaffen, wodurch die Lagestabilität bzw.
Ausrichtung des Speisereinsatzes relativ zur Zentrierachse und dem Formmodell bzw.
der schwenkbaren Formplatte auf vorteilhafte Weise verbessert ist. Die zusätzliche
Ausnehmung oder Öffnung am ersten Formelement ist insbesondere dem Formmodell bzw.
der schwenkbaren Formplatte zugewandt und weist beispielsweise eine konische Form
auf. Sie verläuft vorzugsweise parallel zur Zentrierachse. Ausnehmungen bzw. Öffnungen,
die sich von der Außenseite des ersten Formelementes bis in den Speiser-Hohlraum erstrecken,
sind bevorzugt. Damit ist ein vorteilhaft einfaches Aufsetzen des Speisereinsatzes
auf einen Zentrierdorn erreicht, welcher Teil eines ebenfalls die Erfindung betreffenden
Kits aus erfindungsgemäßem Speisereinsatz und einem Zentrierdorn zur formschlüssigen
Aufnahme des Speisereinsatzes ist. Vorzugsweise übernimmt eine bevorzugt parallel
zur Zentrierachse verlaufende zusätzliche Ausnehmung oder Öffnung, nach dem Verdichten
des Formmaterials und dem anschließenden Entfernen des Zentrierdorns aus der Öffnung,
gleichzeitig die Funktion der Entlüftung aus dem Speiser-Hohlraum. Zu diesem Zweck
ist die zusätzliche Ausnehmung oder Öffnung zur Aufnahme des wenigstens einen weiteren
Zentrierdorns im Gebrauch des Speisereinsatzes in einer vertikalen Formanlage bzw.
bei horizontaler Ausrichtung der Zentrierachse des Speisereinsatzes oberhalb der Zentrierachse,
bevorzugt an der höchstmöglichen Position am ersten Formelement auszubilden.
[0031] In bevorzugten Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes sind ein oder
mehrere Abstandshalter auf der der Modellplatte zugewandten Seite des ersten Formelementes
vorgesehen, welche z. B. als zylindrische Nocken oder Zapfen ausgestaltet sind. Die
Abstandshalter haben die Aufgabe, eine Lagesicherung während des Verdichtens des Formmateriales
zwischen Formplatte bzw. Formmodell und dem ersten am Formmodell bzw. der Modellplatte
anzusetzenden Formelement sicherzustellen. Sobald das erste Formelement lagegesichert
ist, ergibt sich für das zweite Formelement ebenfalls eine Lagesicherung, und zwar
beispielsweise durch die vorzugsweise miteinander in Kontakt stehenden korrespondierenden
Führungsflächen von erstem und zweitem Formelement. Alternativ oder zusätzlich zu
einem oder mehreren Abstandshaltern auf der der Formplatte zugewandten Seite des ersten
Formelementes kann das erste Formelement innenseitig eine Anlagefläche aufweisen,
die sich über z. B. mindestens die halbe Höhe des ersten Formelementes vorzugsweise
parallel zur Zentrierachse erstreckt und dazu eingerichtet und vorgesehen ist, mit
einer Abstützfläche eines an der Modellplatte oder dem Formmodell anordbaren Zentrierdorns
in Kontakt gebracht zu werden. Vorzugsweise ist die innenseitige Anlagefläche fluchtend
bzw. in einer Ebene mit einem Flächenbereich einer die Durchtrittsöffnung begrenzenden
Laibungsfläche ausgebildet. Damit stützt sich das erste Formelement alternativ oder
zusätzlich mit seiner innenseitigen Anlagefläche an einem (üblicherweise senkrecht
am Formmodell oder der Formplatte abstehenden) Zentrierdorn ab. Sämtliche der oben
genannten Mittel zum Erreichen und/oder Bewahren einer vorgegebenen Ausrichtung des
Speisereinsatzes relativ zur Formplatte können jeweils einzeln oder in Kombination
miteinander an einem erfindungsgemäßen Speisereinsatz vorgesehen sein. Demzufolge
kann der erfindungsgemäße Speisereinsatz eines, zwei oder auch alle der angegebenen
Mittel aufweisen. Diese vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist jeweils mit den
unabhängigen Aspekten der vorliegenden Erfindung kombinierbar; hinsichtlich bevorzugter
Kombinationen gilt das an den entsprechenden Textstellen gesagte jeweils entsprechend.
[0032] Es ist bevorzugt, dass das zweite Formelement innenseitig an seinem der Durchtrittsöffnung
gegenüberliegenden (die Dornspitze aufnehmenden) Ende einen oder mehrere angeformte
Stege oder Wandungsabschnitte besitzt, welche den Speiser-Hohlraum kammerartig unterteilen.
Mit Hilfe eines innenseitig vorstehenden Steges oder Wandungsabschnittes, z. B. ausgestaltet
als sogenannte Willamsleiste oder Williamskeil, wird einer vorzeitigen Bildung einer
Gusshaut an der Oberfläche des flüssigen Metalls im Bereich oberhalb der Zentrierachse
des Speisereinsatzes entgegengewirkt, wodurch dessen Wirkung, nämlich das Flüssighalten
des darin befindlichen flüssigen Metalls, verbessert ist. Bevorzugt ist am ersten
und zweiten Formelement jeweils wenigstens ein in den Speiser-Hohlraum vorstehender
Steg vorgesehen. Die Stege sind bei horizontaler Anordnung der Zentrierachse an einem
oberhalb der Zentrierachse angeordneten inneren Wandabschnitt von erstem und zweitem
Formelement angeordnet und erstrecken sich vorzugsweise in einer Ebene, welche parallel
zur, bevorzugt durch die Zentrierachse verläuft. Die auch unter dem Begriff als Williamsleiste
oder Williamskeil bekannten Stege kommen bei entsprechender Kompression des Formmaterials
und dem damit verbundenen Zusammenschieben der beiden Formelemente des Speisereinsatzes
vorzugsweise deckungsgleich auf- bzw. übereinander zum Liegen. Der oder die Stege
können entweder ein separat ausgebildetes Einfügeteil sein, das in den Speiser-Hohlraum
des SpeiserEinsatzes einzusetzen ist, oder als ein an die Innenkontur von erstem und
zweitem Formelement angeformtes Teil ausgebildet sein. Ein angeformter Steg wird während
des Formens der erfindungsgemäßen Formelemente hergestellt, und umfasst beispielsweise
eine Prismenform, wobei der Steg an der inneren Oberfläche des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes
angeordnet ist, derart, dass dieser beim Gebrauch (also im Gießbetrieb) am oberen
Ende des Speiser-Hohlraums angeordnet ist.
[0033] Vorzugsweise umfasst ein erfindungsgemäßes Kit neben einem ersten Formelement und
einem zweiten Formelement einen Zentrierdorn zur formschlüssigen Aufnahme durch den
Speisereinsatz. Vorzugsweise ist der Speisereinsatz (der wiederum aus erstem und zweitem
Formelement gebildet wird) über den Zentrierdorn schiebbar bzw. auf den Zentrierdorn
aufsteckbar. Der Zentrierdorn zur Aufnahme bzw. zum Halten des Speisereinsatzes weist
einen Zentrierdornfuß mit einer insbesondere an die Laibungsfläche der Durchtrittsöffnung
im ersten Formelement angepassten Formgebung auf. Der Querschnitt des Zentrierdornfußes
ist entsprechend der Durchtrittsöffnung vorzugsweise nicht zylindrisch ausgebildet,
sondern vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus oval, unrund, abgeflachter
Kreis, abgeflachtes Oval, dreieckig, viereckig oder mehreckig. Hierdurch wird eine
Verdrehsicherung zwischen Zentrierdorn und Speisereinsatz erzeugt, darüber hinaus
sind der Zentrierdorn und die Formelemente vorzugsweise so gestaltet, dass der Speisereinsatz
und der Zentrierdorn nur eine einzige Position zueinander einnehmen können, in der
das erste und das mit dem ersten korrespondierende zweite Formelement auf den Zentrierdorn
geschoben werden können (Schlüssel-Schloss-Prinzip). So wird eine bevorzugte Ausrichtung
des Speisereinsatzes auf der Modellplatte sichergestellt und eine fehlerhafte Handhabung
auf vorteilhafte Weise vermieden. Zusätzlich zu dem in der Formgebung an die Durchtrittsöffnung
angepassten Zentrierfuß weist der Zentrierdorn eine Zentrierspitze auf, deren Form
mit der Innenkontur einer Ausnehmung am zweiten Formelement korrespondiert, welche
zum Aufnehmen der Dornspitze vorgesehen ist.
[0034] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gießen
von Metall in einer Anlage mit schwenkbarer Formplatte, mit folgenden Schritten: Aufsetzen
eines erfindungsgemäßen Speisereinsatzes (wie vorstehend oder nachfolgend definiert)
auf einem Formmodell mit Zentrierdorn, welches auf einer schwenkbaren Formplatte angeordnet
ist, oder unmittelbar auf einer schwenkbaren Formplatte mit Zentrierdorn; Verschwenken
der Formplatte mit dem darauf aufgesetzten Speisereinsatz so dass die Zentrierachse
des Speisereinsatzes in die Horizontale gelangt und dann ein überwiegender Volumenanteil
des Speiser-Hohlraums oberhalb der Zentrierachse positioniert ist. Vorzugsweise werden
solche schwenkbaren Formplatten bei der Herstellung von Gussteilen in vertikal teilbaren
Gießformen verwendet. Der Erfindung liegt unter anderem die Erkenntnis zugrunde, dass
bei einem solchen Verfahren die Zentrierachse horizontal ausgerichtet wird und das
flüssige Metall dann in den überwiegend oberhalb der Zentrierachse liegenden Volumenanteil
des Speiser-Hohlraums aufsteigen kann. Dieser im Gießbetrieb höher als die Durchtrittsöffnung
gelegene Volumenteil des Speisereinsatzes bildet somit während des Erstarrungsvorganges
des herzustellenden Gussteiles ein Versorgungsreservoir, aus dem flüssig gehaltenes
Metall in die Gussform nachlaufen kann. Mit der bevorzugt im ersten Formelement vorgesehenen
Entlüftungsöffnung ist während des Gießvorganges eine optimale Entlüftung der Gießform
sowie des Speisereinsatzes gewährleistet, so dass das Einfüllen des flüssigen Metalls
in die Gießform in relativ kurzer Zeit erfolgen kann. Nachteilig auf das Speisungsvolumen
innerhalb des Speisereinsatzes einwirkende Lufteinschlüsse lassen sich über die Entlüftungsöffnung
auf vorteilhafte Weise vermeiden. Um eine Entlüftung im Gießbetrieb sicherzustellen,
ist an den schwenkbaren Formplatten beispielsweise ein Abstandshalter mit einem senkrecht
durch die wenigstens eine Entlüftungsöffnung am ersten Formelement hineinragenden
Zentrierdorn und mit Struktur- oder Ansetzteilen vorgesehen, die mit dem Abstandshalter
gekoppelt sind. Die Struktur- oder Ansetzteile verlaufen bevorzugt in ebenfalls vertikaler
Ausrichtung (bei horizontaler Ausrichtung der Zentrierachse) und sind dort an der
Formplatte angeordnet, wo im Gießbetrieb später ein Entlüftungskanal zum Abführen
der Luft aus dem Speisereinsatz positioniert ist.
[0035] Das vorstehend beschriebene Verfahren kennzeichnet einen Teil eines Gießverfahrens,
das bevorzugt als weitere Schritte umfasst: Bereitstellen eines erfindungsgemäßen
Speisereinsatzes, Einfüllen von Formmaterial in die Formmaschine, so dass die Außenwandung
des Speisereinsatzes mit dem Formmaterial in Kontakt gebracht ist, Verdichten des
Formmaterials, wobei der zweite Formelement relativ zum ersten Formelement verschoben
wird, wobei während der Bewegung des zweiten Formelements relativ zu wenigstens einem
Teilstück des ersten Formelements die Lage des ersten Formelementes zur Formplatte
oder zum Formmodell gesichert wird. Bevorzugt wird der erfindungsgemäße Speisereinsatz
von Hand oder maschinell auf dem Formmodell und/oder der Formplatte aufgesetzt.
[0036] Im Folgenden wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele, aus denen sich
weitere erfinderische Merkmale ergeben, unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren
näher beschrieben. Hierbei zeigen:
Figuren 1a und 1b: Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Speisereinsatzes im Schnitt;
Figuren 2a und 2b: Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Speisereinsatzes, angeordnet an einem Formmodell;
Figuren 3a bis 3c: Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Speisereinsatzes im Längsschnitt;
Figur 4: Eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Speisereinsatzes mit verkleinertem Ansetzbereich
am ersten Formelement;
Figur 5: Eine Ansicht mehrerer Speisereinsätze nach Figur 2 im Längsschnitt angeordnet
an voneinander beabstandeten Bereichen eines Formmodells;
Figuren 6a und 6b: Eine Vorderansicht im Schnitt und eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels
eines ersten Formelementes;
Figuren 7a und 7b: Eine Vorderansicht im Schnitt und eine Seitenansicht des ersten
Formelementes gemäß den Figuren 1a und 1b;
Figuren 8a und 8b: Eine Vorderansicht im Schnitt und eine Seitenansicht eines ersten
Formelementes gemäß den Figuren 3a und 3b;
Figuren 9a und 9b: Eine Vorderansicht im Schnitt und eine Seitenansicht eines weiteren
Ausführungsbeispiels eines ersten Formelementes;
Figuren 10a und 10b: Ansichten eines erfindungsgemäßen zweiten Formelementes im Schnitt
und von der Seite;
Figuren 11a und 11b: Ansichten eines mit dem erfindungsgemäßen Speisereinsatz korrespondierenden
Zentrierdorns in einer Vorder- und einer Draufsicht;
Figuren 12a, 12b und 12c: Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Zentrierdorns in einer Vorder- und Seitenansicht und einer Draufsicht, und
Figuren 13a bis 15, welche als Schnittdarstellungen schematisch die Herstellung einer
Gussform vom Aufsetzen eines erfindungsgemäßen Speisereinsatzes auf eine schwenkbare
Formplatte bis zum Zusammensetzen der erzeugten Formhälften zu einer Gießform zeigen.
[0037] In Figur 1a ist ein erfindungsgemäßer Speisereinsatz 2 in seiner Ausgangsanordnung
an einem Abschnitt eines Formmodells 4 dargestellt, wobei der Abschnitt des Formmodelles
4 für das herzustellende Gussteil auf einer in horizontaler Ausrichtung angeordneten
Formplatte 6 aufgesetzt bzw. daran angeordnet ist. Der Speisereinsatz 2 umfasst ein
erstes Formelement 8 und ein zweites Formelement 10, die teleskopartig zueinander
verschiebbar ausgebildet sind. Um ein sicheres Verschieben von erstem Formelement
10 und zweitem Formelement zueinander zu gewährleisten, weisen die Formelemente 8,
10 unmittelbar miteinander in Anlage bringbare Führungsflächen 12, 14 auf. Die Führungsflächen
12 des ersten Formelementes 8 sind durch dessen Außenkontur und die Führungsflächen
14 des zweiten Formelementes 10 sind durch dessen Innenkontur ausgebildet. Damit das
erste und zweite Formelement 8, 10 zunächst in ihrer Ausgangsanordnung verbleiben,
sind am ersten Formelement Halteelemente 16, 16' angeordnet, die ein vorzeitiges Ineinander-
bzw. Übereinanderschieben der Formelemente behindern. Der Speisereinsatz 2 ist mithilfe
eines Zentrierdorns 20 auf dem Abschnitt des Formmodells 4 positioniert. Der Zentrierdorn
20 ist fest am Formmodell 4 angeordnet. Das erste Formelement 8 weist des Weiteren
einen Ansetzbereich 17 zum Ansetzen an das Formmodell 4 mit einer Durchtrittsöffnung
18 auf, welche mit einem Zentrierdornfuß 22 des Zentrierdorns 20 formschlüssig korrespondiert.
Der Zentrierdorn 20 weist zudem eine Zentrierdornspitze 24 auf, über die eine Ausnehmung
26 des zweiten Formelementes 10 aufschiebbar ist, so dass das zweite Formelement nach
dem Aufschieben in Position gehalten wird. Die Durchtrittsöffnung 18 sowie die Ausnehmung
26 weisen koaxial zueinander verlaufende Mittenachsen auf, wobei der Speisereinsatz
2 zur Positionierung entlang einer durch den Zentrierdorn 20 ausgebildeten Zentrierachse
28 eingerichtet ist.
[0038] Gemäß Figur 1b ist die schwenkbar ausgebildete Formplatte 6 in eine vertikale Anordnung
überführt, so dass die Zentrierachse 28 eine horizontale Ausrichtung aufweist. Mittels
erstem und zweitem Formelement 8, 10 des Speisereinsatzes ist ein Speiser-Hohlraum
30 ausgebildet, wobei bei horizontaler Anordnung der Zentrierachse (wie in Fig. 1b
gezeigt) ein überwiegender Volumenanteil des Speiser-Hohlraumes 30 oberhalb der Zentrierachse
28 angeordnet ist. Damit ist der überwiegende Anteil des Speiser-Hohlraumes 30 gleichzeitig
oberhalb der Durchtrittsöffnung 18 angeordnet, so dass während des Gießprozesses,
insbesondere während des Erstarrungsvorganges, eine sichere Versorgung der Gießform
mit noch flüssigem Metall aus dem Speisereinsatz gewährleistet ist. Um beim Verdichten
des Formmateriales um den Speisereinsatzes herum eine lagesichere Ausrichtung des
Speisereinsatzes 2 zum Formmodell 4 bzw. der Formplatte 6 zu bewahren, weist das erste
Formelement 8 zusätzlich eine Anlagefläche 60 (Fig. 6) auf, die sich an einer Abstützfläche
62 des Mittelteils 74 des Zentrierdorns 20 (Fig. 10) abstützt.
[0039] Die Figuren 2a und 2b zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel eines Speisereinsatzes
2' mit einem ersten Formelement 8' und dem zweiten Formelement 10, die in gleicher
Weise mit Hilfe des Zentrierdorns 20 an einem Abschnitt des Formmodells 4 angeordnet
sind. Um die Positionierung des Speisereinsatzes 2' relativ zum Formmodell 4 bzw.
zur Formplatte 6 zu verbessern, weist das erste Formelement 8' beabstandet zu seiner
Durchtrittsöffnung 18 auf seiner der Formplatte 6 zugewandten Seite eine zusätzliche
Zentrierausnehmung 32 auf, die mit einer Spitze eines zweiten Zentrierdorns 34 in
Anlage bringbar ist. Damit ist eine Verdrehsicherung am Speisereinsatz um die Zentrierachse
28 ausgebildet. Die Zentrierausnehmung 32 ist an einem in Richtung der Formplatte
vorstehenden Nocken bzw. Zapfen 36 ausgebildet bzw. angeordnet. Figur 2b zeigt den
Speisereinsatz 2' mit horizontal verlaufender Zentrierachse in seiner Anordnung an
der vertikal verlaufenden Formplatte 6. Der Einsatz von wenigstens einem zweiten Zentrierdorn
34, welcher auch die Funktion eines Abstandshalters erfüllt, hat zudem den Vorteil,
dass während des hier nicht näher dargestellten Verdichtens das erste Formelement
8' nunmehr über wenigstens zwei Auflagerpunkte in Richtung der Formplatte 6 abgestützt
ist. Damit ist auf vorteilhafte Weise eine lagestabile Ausrichtung des Speisereinsatzes
auch während des Verdichtungsvorganges sichergestellt.
[0040] Figur 3a zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Speisereinsatzes.
Der Speisereinsatz 2" umfasst ein erstes Formelement 8" und ein zweites Formelement
10, welche teleskopartig zueinander verschiebbar sind. Beide Formelemente 8", 10 bilden
oder begrenzen den Speiser-Hohlraum 30 zur Aufnahme flüssigen Metalls und sind zur
Positionierung an einem eine Zentrierachse 28 definierenden Zentrierdorn 20 eingerichtet.
Das erste Formelement 8" und das zweite Formelement 10 werden in der in Fig. 3a gezeigten
Ausgangsanordnung ebenso wie die beiden zuvor diskutierten Ausführungsbeispiele über
die Halteelemente 16, 16' fixiert. Das erste Formelement 8", das mit seinem Ansetzbereich
17 am Formmodell 4 angesetzt ist, weist beabstandet zur Durchtrittsöffnung 18 eine
zweite Öffnung, eine Entlüftungsöffnung 38 für eine Entlüftung aus dem Speiser-Hohlraum
30 auf, die von der Außenseite bis auf die Innenseite des ersten Formelementes 8"
reicht, so dass ein Kanal 40 ausgebildet ist. Der Kanal 40 dient, wie aus Fig. 3a
ersichtlich, als Zentrieraufnahme für einen Zentrierdorn 42, der gleichzeitig Teil
eines das erste Formelement 8" zur Formplatte in Position haltenden Abstandshalters
44 ist. Am Abstandshalter 44, der mit einem Ende unmittelbar an der Formplatte 6 angeordnet
ist und mit seinem anderen Ende mit einem Nocken oder Zapfen 36' des ersten Formelementes
8" in Anlage steht, ist eine Verdreh- und Lagesicherung für den Speisereinsatz 2"
ausgebildet. Dementsprechend ist der Speisereinsatz 2" während des Verschwenkens der
Formplatte 6 in die Vertikale, was Fig. 3b verdeutlicht, relativ zum Abschnitt des
Formmodells 4 bzw. zur Formplatte 6 fixiert. Der Speisereinsatz 2" befindet sich gemäß
Fig. 3b immer noch in seiner Ausgangsanordnung relativ zur Formplatte 6, wobei der
Speiser-Hohlraum 30 bereits so ausgerichtet ist, dass bei horizontaler Anordnung der
Zentrierachse ein überwiegender Volumenanteil des Speiser-Hohlraums oberhalb der Zentrierachse
angeordnet ist. Der Bereich oberhalb der Zentrierachse 28 bildet somit ein ausreichend
großes Reservoir an flüssigem Metall, das beim Erstarren des Gussteils in Richtung
der Durchtrittsöffnung nachlaufen kann. Am Abstandshalter 44 ist parallel zur Formplatte
verlaufend und sich in vertikaler Richtung erstreckend ein Ansetzteil 46 vorgesehen.
Gemeinsam mit dem Abstandshalter 44 definiert das Ansetzteil 46 innerhalb des den
Speisereinsatz 2" umgebenden Formmaterials einen Raum, über den nach dem Entfernen
der Formplatte und des Abstandhalters und nach dem Zusammensetzen der vertikal geteilten
Gießform ein Hohlraum für eine Entlüftungsfunktion ausgebildet ist. Der sich parallel
zur Zentrierachse 28 erstreckende Kanal 40 am ersten Formelement 8", bildet nach dem
Entfernen des in den Kanal 40 vorstehenden Zentrierdornes 42 einen zugehörigen weiteren
Abschnitt des zu erzeugenden Entlüftungskanals aus.
[0041] Fig. 3c zeigt den erfindungsgemäßen Speisereinsatz 8" nach dem Verdichten des Formmaterials,
wobei das zweite Formelement 10 mit seiner Führungsfläche 14 teleskopartig entlang
einem Abschnitt der Führungsfläche 12 des ersten Formelements 8" geschoben ist. Die
in Fig. 3b noch gezeigten Halteelemente 16, 16' sind gemäß Fig. 3c nicht mehr am ersten
Formelement angeordnet. Die in Fig. 3b noch gezeigten Halteelemente 16, 16' sind vielmehr
dazu eingerichtet, oberhalb einer vorbestimmten, auf diese einwirkenden Druckkraft
abgetrennt oder derart deformiert zu werden, dass eine Relativbewegung zwischen erstem
und zweitem Formelement 8", 10 möglich ist. Durch die parallel zur Zentrierachse 28
und in Richtung der Formplatte wirkenden Verdichtungskraft (Pfeil 45) erfolgt das
teleskopartige Verschieben des zweiten Formelementes 10 über das erste Formelement
8", wobei sich gleichzeitig das Volumens des Speiser-Hohlraumes 30 verringert. Weil
das erste Formelement 8" über den Abstandshalter 44 lagestabil zum Abschnitt des Formmodells
4 oder der Formplatte 6 fixiert ist, kann das zweite Formelement 10 stets problemlos
dem einwirkenden Verdichtungsdruck in Richtung der Formplatte 6 ausweichen, wobei
die Halteelemente abgetrennt oder deformiert werden. Das Risiko des Zerbrechens des
Speisereinsatzes 2" sowie der zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele, dessen erstes
und zweites Formelement bevorzugt aus exothermem Speisermaterial gebildet sind oder
zumindest abschnittsweise exothermes Speisermaterial umfassen, ist damit auf vorteilhafte
Weise vermindert.
[0042] In Fig. 4 ist ein Speisereinsatz 2''' dargestellt, dessen erstes Formelement 8'''
in erfindungsgemäßer Art eine außermittig angeordnete Durchtrittsöffnung 18 aufweist,
so dass bei horizontaler Ausrichtung der Zentrierachse 28 der überwiegende Volumenanteil
des Speiser-Hohlraumes 30 oberhalb der Zentrierachse und damit über der Durchtrittsöffnung
18 angeordnet ist. Gleichzeitig ist das erste Formelement zweiteilig ausgebildet;
das erste Formelement 8''' ist nämlich mit einem Rohrstück als erstes Teilelement
48 zur Ausbildung eines Ansetzbereiches 50 an das Formmodell 4 mit verkleinerter Kontaktfläche
zum Formmodell ausgerüstet. Das Rohrstück 48 ist, wie in Fig. 4 dargestellt fest oder
in einer nicht gezeigten, alternativen Ausgestaltung des ersten Formelementes 8'''
in Richtung der Zentrierachse 28 verschieblich zu einem zweiten Teilelement 49 des
ersten Formelements 8''' ausgebildet. Dabei bildet das Rohrstück als erstes Teilelement
48 des ersten Formelements 8''' die Stellfläche des Speisereinsatzes (2, 2', 2", 2''')
aus, welche die Grenzfläche zum Formmodell darstellt, und das zweite Teilelement 49
ist zum Verbinden des Rohrstückes mit dem zweiten Formelement (10) eingerichtet.
[0043] Bei einer alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes bildet
insbesondere das erste Teilelement des ersten Formelementes bevorzugt einen Brechkern
aus. Diese Ausgestaltung ist vorteilhaft, wenn das Material für das erste Teilelement
aus einem Metall besteht oder ein metallisches Bauteil enthält.
[0044] Fig. 5 zeigt den Einsatz von mehreren Speisereinsätzen an einem Formmodell 4, wobei
die schwenkbare Formplatte 6 bereits in ihrer vertikalen Ausrichtung dargestellt ist.
Jedoch stehen die Speisereinsätze 2', 2" noch in ihrer jeweiligen Ausgangsposition
vor dem Verdichten des Formmaterials. Mit Hilfe des zweiten Speisereinsatzes kann
eine optimale Versorgung von zumindest zwei Bereichen der Gussform gewährleistet werden,
um das Schrumpfen des Gussmaterials beim Erstarren in diesen Bereichen auszugleichen.
Jeder der Speisereinsätze 2', 2" ist über seine Durchtrittsöffnung 18 auf einen Zentrierdorn
20 aufgeschoben und gleichzeitig erfolgt eine Aufnahme eines Abschnittes des ersten
Formelementes 8' über den zweiten Zentrierdorn 34, 42'. Der den am Mittenbereich 52
des Formmodells 4 angeordneten Speisereinsatz 2' abstützende Zentrierdorn 34' stützt
sich mit einem Ende am Formmodell ab und steht mit seinem anderen Ende mit der Zentrierausnehmung
32 an einem in Richtung der Formplatte vorstehenden Nocken bzw. Zapfen 36 in Kontakt.
Der Zentrierdorn 42' ist Teil eines das erste Formelement 8" zur Formplatte in Position
haltenden Abstandshalters 44', der in die als Kanal 40 ausgebildete Entlüftungsöffnung
38 hineinragt. Am Abstandshalter 44' ist parallel zur Formplatte verlaufend und sich
in vertikaler Richtung erstreckend ein Ansetzteil 46 vorgesehen. Gemeinsam mit dem
Abstandshalter 44' definiert das Ansetzteil 46 innerhalb des den Speisereinsatz 2"
umgebenden Formmaterials einen Raum, über den nach dem Entfernen der Formplatte und
des Abstandhalters und nach dem Zusammensetzen der Formhälften der vertikal geteilten
Gießform ein Hohlraum für eine Entlüftungsfunktion ausgebildet ist. Während des Gießvorganges
werden beide Speisereinsätze gefüllt und versorgen dadurch unabhängig voneinander
die im Abstand zueinander angeordneten Bereiche des Gussteiles während des Erstarrungsvorgangs
mit flüssigem Metall. Dadurch ist eine individuelle Formgebung der herzustellenden
Gussteile möglich.
[0045] Als Material für die in den Figuren 1a bis 5 abgebildeten ersten Formelemente 8,
8', 8", 8''' kann bevorzugt ein exothermes Speisermaterial verwendet werden. Alternativ
kann zur Ausbildung des ersten Formelementes 8, 8', 8", 8''' ein isolierendes Speisermaterial
oder ein anderes Material eingesetzt werden, das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Metalle, Kunststoffe, Pappen, deren Mischungen und deren Kompositmaterialien.
Zur Ausbildung des zweiten Formelementes 10 werden exotherme oder isolierende Speisermaterialien
verwendet oder das zweite Formelement 10 umfasst zumindest abschnittsweise ein exothermes
oder isolierendes Speisermaterial.
[0046] Die Fig. 6a und 6b zeigen ein erstes Formelement 8''', das ebenso wie die zuvor beschriebenen
ersten Formelemente einen Ansetzbereich 17 mit einer Durchtrittsöffnung 18 für das
flüssige Metall aufweist, die als Aufnahme für einen Zentrierdorn dient, auf den das
erste Formelement 8''' zusammen mit einem zugeordneten hier nicht dargestellten zweiten
Formelement aufgeschoben wird. Die Durchtrittsöffnung 18, wie Fig. 6b verdeutlicht,
weist einen Querschnitt auf, der einem einseitig abgeflachten Oval entspricht. Alternative
Ausführungsbeispiele der Durchtrittsöffnungen sind oval oder unrund oder weisen die
Form eines abgeflachten Kreises bzw. eines abgeflachten Ovals auf oder sind dreieckig,
viereckig oder mehreckig. Der mit der Durchtrittsöffnung 18 korrespondierende Zentrierdorn,
insbesondere dessen Zentrierdornfuß weist eine vorzugsweise mit dem Querschnitt der
Durchtrittsöffnung 18 vollumfänglich korrespondierende Formgebung auf, so dass bereits
mittels des Zentrierdorns eine Verdrehsicherung des ersten Formelementes um die Zentrierachse
28 gegeben ist, welche der Mittelachse der Durchtrittsöffnung entspricht. Die Durchtrittsöffnung
weist zudem einen bevorzugt eben verlaufenden Flächenabschnitt 54 auf. An die Durchtrittsöffnung
18 schließt sich ein sich bereichsweise trichterförmig erweiternder Eintrittsbereich
56 für das flüssige Metall an. Das erste Formelement 8''' weist im Gebrauch einen
sich vertikal von der oberen Wandung 57 in Richtung der Zentrierachse 28 erstreckenden
Steg 58 auf, auch als "Williamsleiste" bezeichnet, mit dessen Hilfe das Bilden einer
Haut auf der Oberfläche des flüssigen Metalls im Speiser-Hohlraum behindert wird.
An der Außenkontur des ersten Formelementes 8''' sind die Halteelemente 16, 16' angeordnet,
über die das erste und das zweite Formelement zunächst in ihrer Ausgangsposition zueinander
gehalten werden. Das erste Formelement 8''' ist zudem in einem Bereich, der in der
Darstellung gemäß Fig. 6a oberhalb der Zentrierachse angeordnet ist, mit zwei in vertikaler
Richtung vorstehenden, zylindrisch ausgebildeten Nocken bzw. Zapfen 36" ausgerüstet,
worüber das erste Formelement 8''' in Bezug auf das nicht dargestellte Formmodell
oder die Formplatte in seiner Lage gesichert werden kann. Dazu wird ein nicht dargestellter
Abstandshalter eingesetzt, der eine Verbindung zwischen einem Abschnitt des Formmodells
oder der Formplatte und dem Zapfen bzw. Nocken 36" herstellt. Der ebene Flächenabschnitt
54 der Durchtrittsöffnung 18 ist dabei fluchtend zur Anlagefläche 60 des ersten Formelementes
8''' angeordnet, die zur Anlage an einer damit korrespondierenden Abstützfläche 62
des Mittelteils 74 (Fig. 10) des Zentrierdornes 20 bestimmt ist. Die Anlagefläche
60 des bildet dabei im Gebrauch des ersten Formelementes, also bei horizontaler Ausrichtung
der Zentrierachse 28, die untere Wandung 64''' des Formelementes aus.
[0047] Fig. 7a und 7b zeigen das in den Fig. 1a und 1b gezeigte, erste Formelement 8 in
einer Detailansicht, um dessen Ausgestaltung zu verdeutlichen. Das erste Formelement
8 ist ähnlich dem in Fig. 6 gezeigten Formelement 8''' ausgebildet, unterscheidet
sich jedoch dahingehend, dass die im Gebrauch des ersten Formelementes 8 untere Wandung
64 nicht fluchtend mit der Anlagefläche 60 der Formelementes 8 ausgebildet ist. Von
der Wandung 64 aus erstreckt sich ein etwa halbkreisförmiger Steg 66, der sich in
Richtung der Zentrierachse 28 nahezu über die gesamte Höhe des ersten Formelementes
8 erstreckt. Ein Abschnitt des halbkreisförmigen Steges 66 bildet dabei eine fluchtend
mit dem ebenen Flächenabschnitt 54 der Durchtrittsöffnung 18 verlaufende Anlagefläche
60 zum Abstützen am Zentrierdorn 20. Das in den Fig. 7a und 7b gezeigte Ausführungsbeispiel
des ersten Formelementes 8 weist einen sich trichterförmig erweiternden Eintrittsbereich
56, einen den Speiser-Hohlraum kammerartig unterteilenden Steg 58, der von der oberen
Wandung 57 in Richtung der Zentrierachse 28 verläuft, sowie einen an der Außenseite
in Richtung der Formplatte abstehenden Zapfen bzw. Nocken 36" zur Lagesicherung in
Kooperation mit einem korrespondierenden Abstandshalter an der Formplatte oder dem
Formmodell auf.
[0048] Die Fig. 8a und 8b zeigen in einer Detailansicht das in den Fig. 3a bis 3c gezeigte
Ausführungsbeispiel des ersten Formelementes 8", das anstelle der mit der Abstützfläche
62 des Zentrierdorns korrespondierenden Anlagefläche zwei etwa zylindrisch ausgebildete
Zapfen oder Nocken 36' an seiner Außenseite aufweist, die in Richtung Formmodell 4
oder Formplatte 6 (Fig. 3b) weisen. Zudem ist das erste Formelement 8" mit zwei Entlüftungsöffnungen
38 ausgerüstet, die als waagerecht zur Zentrierachse 28 verlaufende Kanäle 40 ausgebildet
sind, welche zur Aufnahme der in Fig. 3 gezeigten Zentrierdorne 34' vorgesehen sind.
Die Kanäle 40 weisen einen sich von der Innenseite des Formelementes in Richtung zur
Außenseite des Formelementes vorzugsweise konisch verjüngenden Querschnitt auf. Die
Kanäle 40, welche die Funktion von Entlüftungskanälen haben, sind im Gießbetrieb bei
horizontaler Ausrichtung der Zentrierachse 28 im Nahbereich der oberen Wandung am
ersten Formelement 8" ausgebildet. Die im Gebrauch des ersten Formelementes untere
Wandung 64" ist vollständig eben ausgebildet und verläuft parallel zu dem ebenen Flächenabschnitt
54 der im Ansetzbereich 17 ausgebildeten Durchtrittsöffnung 18.
[0049] Ein weiteres alternatives Ausführungsbeispiel eines ersten erfindungsgemäßen Formelementes
8
IV ist in den Figuren 9a und 9b gezeigt. Das Formelement 8
IV weist anstelle von zwei Zapfen oder Nocken der zuvor gezeigten Ausführungsbeispiele
nur einen einzigen Nocken oder Zapfen 36''' auf. Der Nocken oder Zapfen 36''' ist
an der Seite des ersten Formelementes 8
IV angeordnet, die in Richtung des Formmodelles 4 oder der schwenkbaren Formplatte 6
(Figur 13a) weist. Der Nocken 36''' weist einen ovalen Querschnitt auf und ist wie
Figur 9b verdeutlicht etwa im gleichen Abstand zu den beiden seitlichen Führungsflächen
12, 12' des ersten Formelementes 8
IV angeordnet. Zudem ist am Nocken oder Zapfen 36''' eine Entlüftungsöffnung 38' vorgesehen,
die als parallel zur Zentrierachse 28 verlaufender Kanal 40' ausgebildet ist. Der
Kanal 40 zur Entlüftung aus dem Speiser-Hohlraum weist zudem einen sich von der Innenseite
des Formelementes 8
IV in Richtung zur Außenseite des Formelementes konisch verjüngenden Querschnitt auf.
Im Gegensatz zu den zuvor gezeigten Ausführungsbeispielen weist das erste Formelement
8
IV keinen den Speiser-Hohlraum kammerartig unterteilenden Steg auf. Auf der dem Formmodell
4 oder der schwenkbaren Formplatte zugewandten Seite ist zwischen dem Ansetzbereich
17 und dem Nocken bzw. Zapfen 36''' eine Fläche 55 ausgebildet, die eine Neigung aufweist
bzw. geneigt ausgebildet ist. Dabei wird der Abstand zwischen Formmodell oder Formplatte
und der geneigten Fläche 55 des ersten Formelements 8
IV von der Zentrierachse 28 aus in Richtung der Entlüftungsöffnung 38' gleichmäßig größer.
Das erste Formelement 8
IV weist wie die zuvor gezeigten Ausführungsbeispiele des ersten Formelementes ebenfalls
einen sich nach der Durchtrittsöffnung 18 trichterförmig erweiternden Eintrittsbereich
56 auf.
[0050] Zur Ausbildung der in den Figuren 6a bis 9b abgebildeten ersten Formelemente 8",
8''',8
IV wird als Material vorzugsweise ein exothermes Speisermaterial verwendet. Bei einer
alternativen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes wird zur Ausbildung
des ersten Formelementes 8", 8''',8
IV ein isolierendes Speisermaterial oder ein anderes Material eingesetzt, das vorzugsweise
ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Metalle, Kunststoffe, Pappen, deren Mischungen
und deren Kompositmaterialien.
[0051] In den Fig. 10a und 10b ist ein zweites Formelement 10 zur Ausbildung des erfindungsgemäßen
Speisereinsatzes dargestellt, wobei die Innenkontur des zweiten Formelementes ausbildenden
inneren Wandflächen 68, 68' abschnittsweise parallel zueinander und parallel zur Zentrierachse
28 verlaufen. Das zweite Formelement 10 weist zudem an einem Innenwandbereich einen
konisch verlaufenden Wandungsabschnitt 70 und eine sich insbesondere an den konisch
verlaufenden Wandungsabschnitt 70 anschließende zylindrische (alternativ: nicht-zylindrische)
Ausnehmung 26 auf. Die Ausnehmung 26 ist in ihren Abmessungen insbesondere auf die
Außenabmaße einer mit der Ausnehmung korrespondierenden Zentrierdornspitze 24 (Fig.
10) abgestimmt. Das zweite Formelement 10 weist ebenfalls einen im Gebrauch des Formelementes
sich vertikal von der oberen Wandung 71 des Formelementes in Richtung der Zentrierachse
28 erstreckenden Steg 58' auf, der den Innenraum des zweiten Formelementes ebenfalls
kammerartig unterteilt. Der Steg 58' hat ebenfalls die Funktion einer Williamsleiste.
Zur Ausbildung des in den Figuren 10a und 10b gezeigten zweiten Formelementes werden
exotherme oder isolierende Speisermaterialien verwendet oder das zweite Formelement
10 umfasst zumindest abschnittsweise ein exothermes oder isolierendes Speisermaterial.
[0052] Die Fig. 11a und 11b zeigen Ansichten eines Zentrierdornes 20, welcher Teil eines
erfindungsgemäßen Kits aus erfindungsgemäß ausgebildetem Speisereinsatz und dem mit
dem Speisereinsatz korrespondierenden Zentrierdorn ist. Der Zentrierdorn 20 weist
einen Zentrierdornfuß 22 und eine Zentrierdornspitze 24 auf, wobei die Zentrierdornspitze
zylindrisch ausgebildet ist und am Ende halbkugelförmig ausläuft. Der Zentrierdornfuß
22 weist eine ovale Grundform auf, wobei der Zentrierdornfuß bezogen auf seine quer
zur Mittenachse verlaufenden Hauptachsen einen Durchmesser hat, der zum Durchmesser
der Zentrierdornspitzes ein Verhältnis im Bereich zwischen 1,5 und 2,5 aufweist. Der
Zentrierdornfuß 22 ist zudem auf einer Seite abgeflacht und weist eine ebene Fläche
72 auf, die mit dem ebenen Flächenabschnitt 54 der ersten Formelemente 8 bis 8'''
korrespondiert (Fig.1 bis 8). Durch die ebene Fläche 72 ist eine bevorzugte Aufsteckrichtung
des jeweils verwendeten Speisereinsatzes auf den Zentrierdorn 20 vorgegeben, wodurch
ein fehlerhaftes Aufsetzen des Speisereinsatzes auf den Zentrierdorn vermieden ist.
Zentrierdornspitze 24 und Zentrierdornfuß 22 sind über ein etwa konisch verlaufenden
Mittelteil 74 gekoppelt, das einen allmählichen Übergang vom Zentrierdornfuß 22 zur
Zentrierdornspitze 24 vorsieht. Die einseitig ausgebildete, ebene Fläche 72 im Bereich
des Zentrierdornfußes 22 bildet zusammen mit einer ebenen Fläche entlang des Mittelteiles
74 des Zentrierdorns 20 die Abstützfläche 62 aus. Die Abstützfläche 62 gelangt zumindest
abschnittsweise mit der Anlagefläche 60 der ersten Formelementes 8, 8', 8''' in unmittelbaren
Kontakt, womit eine optimale Lagesicherung der auf den Zentrierdorn 20 aufgeschobenen
Speisereinsätze 2, 2', 2''' während des Verdichtens des Formmaterials gewährleistet
ist. Das erste Formelement und/oder das zweite Formelement weisen jeweils eine Breite
auf, die sich parallel zu einer im Gebrauch des Speisereinsatzes senkrecht verlaufenden
Mittenachse erstreckt, und jeweils eine sich quer dazu erstre-ckende Tiefe auf, wobei
die Breite der beiden Formelemente zur Tiefe der beiden Formelemente jeweils ein Verhältnis
im Bereich von 1,7 bis 2,3 hat.
[0053] In den Figuren 12a bis 12c ist eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Zentrierdorns 20' dargestellt, der alternativ Teil eines erfindungsgemäßen Kits aus
einem erfindungsgemäßen ausgebildeten Speisereinsatz und dem mit dem Speisereinsatz
korrespondierenden Zentrierdorn ist. Der Zentrierdorn 20' weist einen Zentrierdornfuß
22', eine Zentrierdornspitze 24' und ein im Wesentlichen konisch verlaufendes Mittelteil
74' auf. Der Zentrierdorn 20' weist an einer Seite im Bereich des Zentrierdornfußes
22 eine ebene Fläche 72' auf, die sich in diesem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel
vom Zentrierdornfuß 22' bis über die Hälfte des Mittelteiles 74' erstreckt. Diese
insbesondere im rechten Winkel zur Aufstandsfläche des Zentrierdorns am Formmodell
oder der schwenkbaren Formplatte verlaufende ebene Fläche 72' ist eine Abstützfläche
62', mit der die Anlagefläche 60 des ersten Formelementes 8, 8', 8''' in unmittelbare
Anlage bringbar ist.
[0054] Beim Aufsetzen des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes 2, 2', 2", 2''' auf das Formmodell
4 oder die sich in horizontaler Ausrichtung befindende Modellplatte 6 (Figuren 1a,
2a, 3a, 4), wobei der Speisereinsatz 2, 2', 2", 2''' mit seinem ersten Formelement
8, 8', 8", 8''' und dem zweiten Formelement 10 auf den Zentrierdorn 20 aufgeschoben
wird, wird das erste Formelement 8, 8', 8", 8''' derart in Anlage mit dem Formmodell
4 gebracht, dass die Durchtrittsöffnung 18 im ersten Formelement 8, 8', 8", 8''' vollständig
durch Bereiche des Formmodells 4 abgedeckt ist. Nicht dargestellt ist die alternative
Ausführung, dass die Durchtrittsöffnung 18 durch Flächenbereiche der schwenkbaren
Formplatte 6 verdeckt wird. Anschließend erfolgt das Verschwenken der Formplatte 6
mit dem Formmodell 4 und dem daran angeordneten Speisereinsatz 2, 2', 2", 2''' um
einen Winkel von etwa 90°, so dass die Formplatte 6 eine vertikale Ausrichtung aufweist
(Figuren 1b, 2b, 3b, 5). Durch das erfindungsgemäß ausgebildete Formelemente 8, 8',
8", 8''' und den damit korrespondierenden Zentrierdorn 20 ist eine verdrehsichere
Ausrichtung zum Formmodell gewährleitet. In der vertikalen Ausrichtung erfolgt dann
das nicht näher gezeigte Einfüllen von Formmaterial auf zumindest der Seite der Formplatte,
auf welcher der Speisereinsatz 2, 2', 2", 2''' angeordnet ist, so dass das erste Formelement
8, 8', 8", 8''' und das zweite Formelement 10 des Speisereinsatzes 2, 2', 2", 2'''
nahezu vollständig vom Formmaterial umhüllt ist. Das den Speisereinsatz 2, 2', 2",
2''' umgebende Formmaterial wird verdichtet, und beim Verdichten wirkt vornehmlich
eine Druckkraft (Pfeil 45, Fig.3c) auf den Speisereinsatz 2, 2', 2", 2''' in Richtung
der Zentrierachse 28. Erreicht die Druckkraft einen ausreichenden Wert, so werden
die Halteelemente 16, 16' am ersten Formelement 8, 8', 8", 8''' abgetrennt oder derart
verformt, dass die Formelemente teleskopartig zueinander verschoben werden, wobei
das zweite Formelement 10 abschnittsweise über das erste Formelement 8, 8', 8", 8'''
geschoben wird und sich gleichzeitig das Volumen des Speiser-Hohlraums 30 verringert.
Während des Verschiebevorgangs verändert das erste Formelement 8, 8', 8", 8''' seine
Lage zum Formmodell 4 oder der Formplatte 6 nicht. Nach dem Verdichten wird die erzeugte
Formhälfte von der Formplatte 6, dem Formmodell 4 und dem Zentrierdorn 20 getrennt,
so dass ein oder mehrere Speisereinsätze 2, 2', 2", 2''' in der erzeugten Formhälfte
verbleiben. Weist der Speisereinsatz 2" eine Entlüftungsöffnung 38 zum Entlüften des
Speisereinsatzes 2" auf und sind an der Formplatte mit dem Abstandshalter 44 verbundene
Ansetzteile 46 vorgesehen, so ist nach dem Entfernen der schwenkbaren Formplatte 6
ein Entlüftungskanal innerhalb der Formhälfte erzeugt, über den beim Gießvorgang Luft
aus dem Speiser-Hohlraum entweichen kann.
[0055] Die Figuren 13a bis 15 zeigen eine alternative Ausführungsform eines Verfahrens zur
Herstellung eines Gussteiles, wobei ein erfindungsgemäß ausgebildeter Speisereinsatz
2
IV mit seiner Durchtrittsöffnung 18 und der Entlüftungsöffnung 38' im ersten Formelement
8
IV auf zwei Zentrierdorne 20, 42' aufgeschoben bzw. aufgesetzt wird, die an einer ersten
Formplatte 6' angeordnet sind. Dabei gelangt der Speisereinsatz 2
IV mit seinem Ansetzbereich 17 und dem Nocken oder Zapfen 36''' unmittelbar in Anlage
mit der ersten Formplatte 6', die zu diesem Zeitpunkt eine waagerechte Ausrichtung
aufweist. Das erste Formelement 8
IV und das zweite Formelement 10 werden mittels der Halteelemente 16, 16' in ihrer Ausgangsposition
zueinander fixiert. Anschließend erfolgt das Verschwenken der ersten Formplatte 6'
in die Vertikale (Figur 13b), sodass die Zentrierachse 28 des Speisereinsatzes 2
IV in die Horizontale gelangt und die erste Formplatte 6' parallel zu einer zweiten
Formplatte 6" ausgerichtet ist. An der ersten Formplatte 6' ist in diesem Ausführungsbeispiel
nur der Speisereinsatz 2
IV angesetzt. Das Formmodell 4' sowie ein zur Ausbildung eines Entlüftungskanales vorgesehenes
Ansetzteil 46' sind an der zweiten Formplatte 6" angeordnet. Wie aus der Figur 14
ersichtlich, werden, nachdem die beiden Formplatten 6' und 6" parallel zueinander
ausgerichtet sind, Kammern 76, 76' um die Formplatten herum erzeugt, in die dann ein
Formmaterial 78 eingefüllt wird. Nach dem Befüllen der Kammern 76, 76' erfolgt dann
ein Verpressen und damit eine Verdichtung des Formmateriales 78 in den Kammern. Beim
Verdichten des Formmaterials wird das zweite Formelement 10 teleskopartig über das
erste Formelement 8
IV geschoben, sodass sich die Gesamthöhe des Speisereinsatzes 2
IV im Vergleich zur Gesamthöhe in der Ausgangsposition (Figur 13a) deutlich reduziert.
Durch eine zur ersten Formplatte 6' geneigt ausgebildete Fläche 55 des ersten Formelementes
8
IV (Fig. 13b) ist sichergestellt, dass der Bereich zwischen der Oberfläche der ersten
Formplatte 6' und dem ersten Formelement 8
IV während der Formmaterialbefüllung der Kammern 76, 76' ausreichend mit Formmaterial
gefüllt und beim Verdichten die gewünschte Formmaterialverdichtung um den Ansetzbereich
17 herum erzielt wird. Mit dem Verdichten des Formmaterials 78 werden in den Kammern
jeweils feste Formhälften 80, 80' für die Gussform erzeugt, die nach dem Entfernen
der ersten und zweiten Formplatte 6', 6" und damit gleichzeitig des Formmodells 4'
und des Ansetzteils 46' zu einer Gussform 82 zusammengesetzt werden, vgl. Figur 15.
Die erzeugte Gussform 82 weist einen Hohlraum 84 für das in die Gussform einzufüllende
flüssige Metall auf, der im Wesentlichen der Form des herzustellenden Gussteils entspricht.
Der Hohlraum 84 weist einen Übergang 86 zum Speisereinsatz 2
IV in der ersten Formhälfte 80 auf. Ein mit der Entlüftungsöffnung 38' im ersten Formelement
8
IV des erfindungsgemäßen Speisereinsatzes korrespondierender Entlüftungskanal 88 ist
in der Gussform 82 ausgebildet, mittels dem auf vorteilhaft einfache Weise sichergestellt
werden kann, dass der Speisereinsatz 2
IV im Gießbetrieb nahezu vollständig mit flüssigem Metall gefüllt ist, sodass während
des Schrumpfvorganges des Metalls im Hohlraum der Gussform 82 die Versorgung mit flüssigem
Metall sichergestellt werden kann. Der Entlüftungskanal 88 (Fig. 15) ist dort angeordnet,
wo zuvor das Ansetzteil 46' angeordnet war (vgl. Fig. 13b, 14).
[0056] In den beigefügten Figuren sind identische Bauteile mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
1. Speisereinsatz (2, 2', 2", 2‴, 2
IV) zur Verwendung beim Gießen von Metallen in Gießformen, mit einem ersten Formelement
(8, 8', 8", 8‴, 8
IV) und einem zweiten Formelement (10), welche
(i) teleskopartig zueinander verschiebbar sind,
(ii) einen Speiser-Hohlraum (30) zur Aufnahme flüssigen Metalls begrenzen und
(iii) zur Positionierung mittels eines entlang einer Zentrierachse (28) positionierbaren
Zentrierdorns (20, 22') eingerichtet sind,
wobei das erste Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV) eine Durchtrittsöffnung (18) für das flüssige Metall aufweist, und
dadurch gekennzeichnet, dass die Gießform vertikal teilbar ist, und
wobei der Speiser-Hohlraum (30) so ausgestaltet ist, dass bei horizontaler Anordnung
der Zentrierachse (28) ein überwiegender Volumenanteil des Speiser-Hohlraums (30)
oberhalb der Zentrierachse positionierbar ist.
2. Speisereinsatz nach Anspruch 1,
wobei am zweiten Formelement (10) zum Positionieren des Zentrierdorns (20, 20') ein
konisch verlaufender Wandungsabschnitt (70)
und/oder
eine zylindrische oder nicht-zylindrische Ausnehmung (26) für die Dornspitze (24)
vorgesehen sind.
3. Speisereinsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei am ersten Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV) zusätzlich eine Entlüftungsöffnung (38) zum Entlüften des Speiser-Hohlraums (30)
angeordnet ist, die bei horizontaler Anordnung der Zentrierachse (28) oberhalb der
Zentrierachse positionierbar ist.
4. Speisereinsatz nach Anspruch 3,
wobei die Entlüftungsöffnung (38) als Entlüftungskanal (40) ausgebildet ist, wobei
der Entlüftungskanal (40) vorzugsweise abschnittsweise oder über seine gesamte Länge
parallel zur Zentrierachse (28) verläuft.
5. Speisereinsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
(i) das zweite Formelement (10) aus exothermem Speisermaterial gebildet ist oder zumindest
abschnittsweise exothermes Speisermaterial umfasst
und/oder
das erste Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV) aus exothermem Speisermaterial gebildet ist oder zumindest abschnittsweise exothermes
Speisermaterial umfasst,
oder
(ii) das zweite Formelement (10) aus isolierendem Speisermaterial gebildet ist oder
zumindest abschnittsweise isolierendes Speisermaterial umfasst
und/oder
das erste Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV) aus isolierendem Speisermaterial gebildet ist oder zumindest abschnittsweise isolieredes
Speisermaterial umfasst
oder
(iii) das zweite Formelement (10) aus exothermem Speisermaterial gebildet ist oder
zumindest abschnittsweise exothermes Speisermaterial umfasst
und/oder
das erste Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV) kein exothermes Speisermaterial umfasst und aus isolierendem Speisermaterial gebildet
ist oder zumindest abschnittsweise isolierendes Speisermaterial umfasst oder aus einem
Material gebildet ist oder ein Material enthält, das ausgewählt ist aus der Gruppe
bestehend aus Metalle, Kunststoffe, Pappen, deren Mischungen und deren Kompositmaterialien,
oder
(iv) das zweite Formelement (10) aus isolierendem Speisermaterial gebildet ist oder
zumindest abschnittsweise isolierendes Speisermaterial umfasst
und/oder
das erste Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV) aus exothermem Speisermaterial gebildet ist oder zumindest abschnittsweise exothermes
Speisermaterial umfasst oder aus einem Material gebildet ist oder ein Material enthält,
das ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Metalle, Kunststoffe, Pappen, deren
Mischungen und deren Kompositmaterialien.
6. Speisereinsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei das erste Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV)
einstückig ausgebildet ist
oder
aus zwei zusammengesetzten Teilelementen (48, 49) besteht, die relativ zueinander
lagestabil oder teleskopierbar sind, wobei das erste Teilelement (48) die Stellfläche
des Speisereinsatzes (2, 2', 2", 2‴) umfasst und das zweite Teilelement (49) zum Verbinden
mit dem zweiten Formelement (10) eingerichtet ist.
7. Speisereinsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei am ersten Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV) und/oder am zweiten Formelement (10) Haltelemente (16, 16`) angeordnet sind, mittels
derer das erste Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV) und das zweite Formelement (10) in einer Ausgangsposition gehalten werden, wobei
die Halteelemente (16, 16') dazu eingerichtet sind, beim teleskopartigen ineinander
Verschieben abgetrennt oder deformiert zu werden.
8. Speisereinsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei das erste Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV) Außenflächenabschnitte umfasst, die an Innflächenabschnitten des zweiten Formelements
(10) angrenzen oder anliegen und die beim teleskopartigen Verschieben der Formelemente
(8, 8', 8", 8‴, 8IV, 10) ineinander ein seitliches Verkippen des ersten Formelements relativ zum zweiten
Formelement verhindern oder behindern.
9. Speisereinsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei das erste Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8
IV) als Mittel zum Erreichen und/oder Bewahren einer vorbestimmten Ausrichtung des Speisereinsatzes
(2, 2', 2", 2‴, 2
IV) relativ zu einer Formplatte (6)
- eine Durchtrittsöffnung (18) mit einem Querschnitt aufweist, der nicht kreisförmig
ist und vorzugsweise ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus oval, unrund, abgeflachter
Kreis, abgeflachtes Oval, dreieckig, viereckig oder mehreckig
und/oder
- eine oder mehrere zusätzliche Ausnehmungen (26) oder Öffnungen (38) besitzt zur
Aufnahme eines zweiten Zentrierdorns (34, 42, 42'), wobei die eine oder mehreren Ausnehmungen
oder Öffnungen vorzugsweise parallel zur Zentrierachse (28) verlaufen
und/oder
- einen oder mehrere Abstandshalter (44, 44') auf der der Formplatte (6) zugewandten
Seite besitzt.
10. Speisereinsatz nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei das zweite Formelement (10) innenseitig an seinem der Durchtrittsöffnung (18)
gegenüberliegenden Ende einen oder mehrere angeformte Stege (58') oder Wandungsabschnitte
besitzt, welche den Speiserhohlraum (30) kammerartig unterteilen.
11. Kit zur Herstellung eines Speisereinsatzes (2, 2', 2", 2‴, 2IV) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, umfassend ein erstes Formelement (8, 8', 8",
8‴, 8IV) und ein zweites Formelement (10) wie in einem der Ansprüche 1 bis 10 definiert.
12. Kit umfassend
- ein Kit nach Anspruch 11
sowie
- einen Zentrierdorn (20, 20') zur formschlüssigen Aufnahme durch den Speisereinsatz
(2, 2', 2", 2‴, 2IV).
13. Verwendung eines Formelements als erstes Formelement (8, 8', 8", 8‴, 8IV) oder zweites Formelement (10) eines Speisereinsatzes (2, 2', 2", 2‴, 2IV) nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
14. Verfahren zum Gießen von Metall in einer Anlage mit schwenkbarer Formplatte, mit folgenden
Schritten:
Aufsetzen eines Speisereinsatzes (2, 2', 2", 2‴, 2IV) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 auf einem Formmodell (4) mit Zentrierdorn (20,
20'), welches auf einer schwenkbaren Formplatte (6) angeordnet ist, oder unmittelbar
auf einer schwenkbaren Formplatte (6, 6') mit Zentrierdorn (20, 20');
Verschwenken der Formplatte (6, 6') mit dem darauf aufgesetzten Speisereinsatz (2,
2', 2", 2‴, 2IV), so dass die Zentrierachse (28) des Speisereinsatzes (2, 2', 2", 2‴, 2IV) in die Horizontale gelangt und dann ein überwiegender Volumenanteil des Speiser-Hohlraums
(30) oberhalb der Zentrierachse (28) positioniert ist.
1. Feeder insert (2, 2', 2", 2‴, 2
IV) for use for the casting of metals in casting moulds, having a first shaped element
(8, 8', 8", 8‴, 8
IV) and a second shaped element (10) which
(i) are displaceable telescopically relative to one another,
(ii) delimit a feeder cavity (30) for receiving liquid metal, and
(iii) are designed for being positioned by means of a centring pin (20, 22') that
can be positioned along a centring axis (28),
wherein the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV) has a passage opening (18) for the liquid metal, and
characterized in that the casting mould is vertically separable, and
wherein the feeder cavity (30) is designed such that, in the case of horizontal arrangement
of the centring axis (28), a predominant volume fraction of the feeder cavity (30)
can be positioned above the centring axis.
2. Feeder insert according to Claim 1,
wherein, for the positioning of the centring pin (20, 20'), there is provided on the
second shaped element (10)
a conically running wall section (70)
and/or
a cylindrical or non-cylindrical recess (26) for the pin tip (24).
3. Feeder insert according to one of the preceding claims,
wherein a ventilation opening (38) for ventilating the feeder cavity (30) is additionally
provided on the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV), which ventilation opening, in the case of a horizontal arrangement of the centring
axis (28), can be positioned above the centring axis.
4. Feeder insert according to Claim 3,
wherein the ventilation opening (38) is in the form of a ventilation duct (40), wherein
the ventilation duct (40) preferably, in sections or over its entire length, runs
parallel to the centring axis (28).
5. Feeder insert according to one of the preceding claims, wherein
(i) the second shaped element (10) is formed from exothermic feeder material or comprises
exothermic feeder material at least in sections, and/or
the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV) is formed from exothermic feeder material or comprises exothermic feeder material
at least in sections,
or
(ii) the second shaped element (10) is formed from insulating feeder material or comprises
insulating feeder material at least in sections,
and/or
the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV) is formed from insulating feeder material or comprises insulating feeder material
at least in sections,
or
(iii) the second shaped element (10) is formed from exothermic feeder material or
comprises exothermic feeder material at least in sections,
and/or
the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV) does not comprise an exothermic feeder material and is formed from insulating feeder
material or comprises insulating feeder material at least in sections or is formed
from or comprises a material selected from the group comprising metals, plastics,
cardboards, the mixtures thereof and the composite materials thereof,
or
(iv) the second shaped element (10) is formed from insulating feeder material or comprises
insulating feeder material at least in sections,
and/or
the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV) is formed from exothermic feeder material or comprises exothermic feeder material
at least in sections or is formed from or comprises a material selected from the group
comprising metals, plastics, cardboards, the mixtures thereof and the composite materials
thereof.
6. Feeder insert according to one of the preceding claims,
wherein the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV) is of unipartite form
or
is composed of two assembled sub-elements (48, 49) which are positionally stable relative
to one another or movable telescopically relative to one another, wherein the first
sub-element (48) comprises the footprint surface of the feeder insert (2, 2', 2",
2‴) and the second sub-element (49) is designed for connecting to the second shaped
element (10).
7. Feeder insert according to one of the preceding claims,
wherein, on the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV) and/or on the second shaped element (10), there are arranged holding elements (16,
16') by means of which the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV) and the second shaped element (10) are held in an initial position, wherein the
holding elements (16, 16') are designed so as to be severed or deformed during the
telescopic displacement one inside the other.
8. Feeder insert according to one of the preceding claims,
wherein the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV) comprises external surface sections which adjoin or bear against internal surface
sections of the second shaped element (10) and which, during the telescopic displacement
of the shaped elements (8, 8', 8", 8‴, 8IV, 10) one inside the other, prevent or impede lateral tilting of the first shaped
element relative to the second shaped element.
9. Feeder insert according to one of the preceding claims,
wherein the first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8
IV) has, as means for achieving and/or maintaining a predetermined orientation of the
feeder insert (2, 2', 2", 2‴, 2
IV) relative to a mould plate (6),
- a passage opening (18) with a non-circular cross section preferably selected from
the group composed of oval, unround, flattened circle, flattened oval, triangular,
tetragonal or polygonal,
and/or
- one or more additional recesses (26) or openings (38) for receiving a second centring
pin (34, 42, 42'), wherein the one or more recesses or openings preferably run parallel
to the centring axis (28),
and/or
- one or more spacers (44, 44') on the side facing toward the mould plate (6).
10. Feeder insert according to one of the preceding claims,
wherein the second shaped element (10) has, on the inside at its end situated opposite
the passage opening (18), one or more integrally formed webs (58') or wall sections
which divide up the feeder cavity (30) into chambers.
11. Kit for producing a feeder insert (2, 2', 2", 2‴, 2IV) according to one of Claims 1 to 10, comprising a first shaped element (8, 8', 8",
8‴, 8IV) and a second shaped element (10) as defined in one of Claims 1 to 10.
12. Kit comprising
- a kit according to Claim 11
and
- a centring pin (20, 20') for being received in positively locking fashion by the
feeder insert (2, 2', 2", 2‴, 2IV).
13. Use of a shaped element as a first shaped element (8, 8', 8", 8‴, 8IV) or second shaped element (10) of a feeder insert (2, 2', 2", 2‴, 2IV) according to one of Claims 1 to 10.
14. Method for casting metal in an installation with pivotable mould plate, having the
following steps:
placing a feeder insert (2, 2', 2", 2‴, 2IV) according to one of Claims 1 to 10 on a mould pattern (4) with centring pin (20,
20'), which mould pattern is arranged on a pivotable mould plate (6), or directly
on a pivotable mould plate (6, 6') with centring pin (20, 20');
pivoting the mould plate (6, 6') with the feeder insert (2, 2', 2", 2‴, 2IV) placed thereon such that the centring axis (28) of the feeder insert (2, 2', 2",
2‴, 2IV) passes into a horizontal orientation and then a predominant volume fraction of the
feeder cavity (30) is positioned above the centring axis (28).
1. Insert de masselotte (2, 2
I, 2
II, 2
III, 2
IV) destiné à être utilisé pour couler des métaux dans des moules, avec un premier élément
de formage (8,8
I,8
II,8
III,8
IV) et un second élément de formage (10), lesquels
(i) peuvent se déplacer l'un en direction de l'autre de manière télescopique,
(ii) délimitent une cavité de masselotte (30) destinée à recevoir le métal liquide
et
(iii) sont aptes à être positionnés au moyen d'une broche de centrage (20, 22I) positionnable
le long d'un axe de centrage (28),
le premier élément de formage (8,8I,8II,8III,8IV) comportant un orifice (18) de passage pour le métal liquide et
caractérisé en ce que le moule est séparable verticalement, et la cavité de masselotte (30) est conformée
de telle sorte que lorsque l'axe de centrage (28) est disposé à l'horizontale, la
majeure partie du volume de la cavité de masselotte (30) peut être positionnée au-dessus
de l'axe de centrage.
2. Insert de masselotte suivant la revendication 1,
en ce que sur le second élément de formage (10) étant prévue une section de paroi
(70) qui s'étend de manière conique et/ou un évidement cylindrique ou non cylindrique
(26) pour la pointe de la broche (24).
3. Insert de masselotte suivant une des revendications précédentes,
en ce que sur le premier élément de formage (8,8I,8II,8III,8IV) étant disposée en plus une ouverture (38) de purge d'air qui est destinée à purger
l'air de la cavité de masselotte (30) et peut être positionnée au-dessus de l'axe
de centrage (28) lorsque celui-ci est disposé à l'horizontale.
4. Insert de masselotte suivant la revendication 3,
en ce que l'ouverture (38) de purge d'air étant conformée comme un canal de purge
d'air (40), le canal de purge d'air (40) s'étendant de préférence par sections ou
sur toute sa longueur, parallèlement à l'axe de centrage (28).
5. Insert de masselotte suivant une des revendications précédentes en ce que
(i) le second élément de formage (10) étant réalisé en un matériau de masselotte isotherme
ou comprenant au moins par sections un matériau de masselotte isotherme, et/ou le
premier élément de formage (8,8I,8II,8III,8IV)) étant réalisé en un matériau de masselotte isotherme ou comprenant au moins par
sections un matériau de masselotte isotherme, ou
(ii) le second élément de formage (10) étant réalisé en un matériau de masselotte
isolant ou comprenant au moins par sections un matériau de masselotte isotherme et/ou
le premier élément de formage (8,8I,8II,8III,8IV) étant réalisé en un matériau de masselotte isolant ou comprenant au moins par sections
un matériau de masselotte isolant, ou
(iii) le second élément de formage (10) étant réalisé en un matériau de masselotte
isotherme ou comprenant au moins par sections un matériau de masselotte isotherme
et/ou le premier élément de formage (8,8I,8II,8III,8IV) ne comprenant pas de matériau de masselotte isotherme, et étant réalisé en un matériau
de masselotte isolant ou comprenant au moins par sections un matériau de masselotte
isolant ou étant réalisé en un matériau ou comprenant un matériau qui est sélectionné
parmi le groupe composé de métaux, matières artificielles, cartons, les mélanges de
ceux-ci et les matériaux composites de ceux-ci, ou
(iv) le second élément de formage (10) est réalisé en un matériau de masselotte isolant
ou comprend au moins par sections un matériau de masselotte isolant et/ou
le premier élément de formage (8,8
I,8
II,8
III,8
IV) est réalisé en un matériau de masselotte isotherme ou comprend au moins un matériau
de masselotte isotherme ou est réalisé en un matériau ou comprend un matériau sélectionné
parmi le groupe composé de métaux, matières artificielles, cartons, les mélanges de
ceux-ci et les matériaux composites de ceux-ci.
6. Insert de masselotte suivant une des revendications précédentes,
en ce que le premier élément de formage étant réalisé en une seule pièce
ou
constitué de deux éléments partiels assemblés (48, 49), qui sont stables ou télescopiques
l'un par rapport à l'autre, le premier élément partiel (48) comprenant l'espace au
sol de l'insert de masselotte (2, 2I, 2II, 2III) et le second élément partiel (49) étant agencé pour être relié au second élément
de formage (10).
7. Insert de masselotte suivant une des revendications précédentes,
en ce que des éléments de maintien (16, 16') étant disposés sur le premier élément
de formage (8,8I,8II,8III,8IV) et/ou sur le second élément de formage (10), au moyen desquels le premier élément
de formage (8,8I,8II,8III,8IV) et le second élément de formage (10) sont maintenus dans une position de départ,
les éléments de maintien (16, 16) étant agencés de manière à être détachés ou déformés
lorsque le premier élément de formage (8,8I,8II,8III,8IV) et le second élément de formage se déplacent l'un en direction de l'autre de manière
télescopique.
8. Insert de masselotte suivant une des revendications précédentes,
en ce que le premier élément de formage (8,8I,8II,8III,8IV) comportant des parties de surface externe qui sont adjacentes ou contiguës à des
parties de surface interne et empêchent ou gênent un basculement latéral du premier
élément de formage par rapport au second élément de formage lorsque ceux-ci se déplacent
l'un en direction de l'autre de manière télescopique.
9. Insert de masselotte suivant une des revendications précédentes,
en ce que le premier élément de formage (8,8
I,8
II,8
III,8
IV) présentant comme moyen pour obtenir et/ou conserver une orientation prédéterminée
de l'insert de masselotte (2, 2
I, 2
II, 2
III, 2
IV) par rapport à une plaque de moulage (6)
- un orifice de passage (18) avec une section transversale qui n'est pas circulaire
et qui est de préférence sélectionnée parmi le groupe composé de formes ovale, non
circulaire, de cercle aplati, d'ovale aplati, triangulaire, rectangulaire ou polygonale
et/ou
- présentant un ou plusieurs évidements supplémentaires (26) ou ouvertures (38) destinés
à recevoir une seconde broche de centrage (34, 42, 42'), l'évidement ou l'ouverture
ou la pluralité d'évidements ou d'ouvertures s'étendant de préférence parallèlement
à l'axe de centrage (28) et/ou
- possédant un ou plusieurs espaceurs (44, 44") sur le côté tourné vers la plaque
de moulage (6).
10. Insert de masselotte suivant une des revendications précédentes,
en ce que le second élément de formage (10) possédant, côté interne, à son extrémité
opposée à l'orifice de passage (18), une ou plusieurs passerelles formées qui divisent
la cavité de masselotte (30) en chambres.
11. Kit de fabrication d'un insert de masselotte (2, 2I, 2II, 2III, 2IV) suivant une des revendications 1 à 10, comprenant un premier élément de formage
(8,8I,8II,8III,8IV) et un second élément de formage (10) comme défini par une des revendications 1 à
10.
12. Kit comprenant
- un kit suivant la revendication 11
ainsi qu'
- une broche de centrage (20, 20') destinée à être reçue par correspondance des formes
dans l'insert de masselotte (2, 2I, 2II, 2III, 2IV).
13. Utilisation d'un élément de formage comme premier élément de formage (8,8I,8II,8III,8IV) ou second élément de formage (10) d'un insert de masselotte (2, 2I, 2II, 2III, 2IV) suivant une des revendications 1 à 10.
14. Procédé de coulée de métal dans une installation avec une plaque de moulage pivotable
avec les étapes suivantes:
placement d'un insert de masselotte (2, 2I, 2II, 2III, 2IV) suivant une des revendications 1 à 10 sur un modèle (4) avec broche de centrage
(20, 20') qui est disposé sur une plaque de moulage pivotable (6) ou directement sur
une plaque de moulage pivotable (6, 6') avec broche de centrage (20, 20I),
pivotement de la plaque de moulage (6, 6') avec l'insert de masselotte (2, 2I, 2II, 2III, 2IV) placé sur celle-ci, de telle sorte que l'axe de centrage (28) de l'insert de masselotte
(2, 2I, 2II, 2III, 2IV) se met à l'horizontale, après quoi la majeure partie du volume de la cavité de masselotte
(30) est positionnée au-dessus de l'axe de centrage (28).