| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 008 232 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
27.09.2017 Patentblatt 2017/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 05.06.2014 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2014/061699 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2014/198631 (18.12.2014 Gazette 2014/51) |
|
| (54) |
TEXTURIERMASCHINE
TEXTURING MACHINE
MACHINE À TEXTURER
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
11.06.2013 DE 102013009719
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
20.04.2016 Patentblatt 2016/16 |
| (73) |
Patentinhaber: Oerlikon Textile GmbH & Co. KG |
|
42897 Remscheid (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- FISCHER, Martin
42657 Solingen (DE)
- CWIEKALA, Tim
44265 Dortmund (DE)
- WACKER, Christoph
42697 Solingen (DE)
- SCHIPPEL, Jörg
42855 Remscheid (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Neumann, Ditmar |
|
KNH Patentanwälte Kahlhöfer Neumann
Rößler Heine PartG mbB
Postfach 10 33 63 40024 Düsseldorf 40024 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 419 815 WO-A1-2011/098368 DE-A1-102004 025 680
|
EP-A2- 0 641 877 DE-A1- 19 744 157
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Texturiermaschine mit einer Vielzahl von Bearbeitungsstellen
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Bei der Herstellung von synthetischen Fasern werden die in einem Schmelzspinnprozess
hergestellten Fäden insbesondere für textile Anwendungen in einem Nachfolgeprozess
gekräuselt. Dieser Vorgang ist in der Fachwelt unter dem Begriff Texturieren bekannt,
wobei die synthetischen Fäden in dem Texturierprozess gleichzeitig verstreckt werden.
Derartige Texturierprozesse werden mit Hilfe von Texturiermaschinen ausgeführt, die
eine Vielzahl von Bearbeitungsstellen aufweisen. In jeder Bearbeitungsstelle wird
zumindest ein Faden durch ein Texturieraggregat behandelt. Im Wesentlichen wird dabei
der Faden in einer Texturierzone verstreckt und texturiert und nach dem Texturieren
zu einer Spule aufgewickelt. Die Prozessaggregate wie beispielsweise Texturieraggregate,
Lieferwerke, Heizeinrichtungen, Kühleinrichtungen, Aufspulaggregate sind auf die Bearbeitungsstellen
verteilt und in einem mehrteiligen Maschinengestell angeordnet, so dass sich ein vorbestimmter
Fadenlauf in den Bearbeitungsstellen einstellt. Eine derartige Texturiermaschine ist
beispielsweise aus der
EP 0 641 877 A1 bekannt.
[0003] Bei der bekannten Texturiermaschine sind die Vielzahl der Bearbeitungsstellen auf
zwei Maschinenhälften verteilt angeordnet. Die Maschinenhälften sind spiegelsymmetrisch
angeordnet und stehen sich in einer Symmetrieebene gegenüber. Jede der Maschinenhälfte
weist mehrere Gestellteile zur Aufnahme der Prozessaggregate auf. So ist ein Prozessgestell
pro Maschinenhälfte zur Aufnahme der Texturieraggregate und ein Wickelgestell pro
Maschinenhälfte zur Aufnahme der Aufspulaggregate vorgesehen. Darüber hinaus sind
an den Maschinenlängsseiten beider Maschinenhälften Gattergestelle angeordnet, die
mehrere Vorlagespulen zur Bereitstellung der Fäden halten. Zur Bedienung der Texturieraggregate
insbesondere beim Erstanlegen eines Fadens in einer Bearbeitungsstelle ist in jeder
Maschinenhälfte ein Bedienungsgang den Prozessgestellen zugeordnet. Darüber hinaus
ist den Wickelgestellen ein Doffgang zugeordnet, um die gewickelten Vollspulen aus
den Aufspulaggregaten aufnehmen und abtransportieren zu können. Hierbei ist der Doffgang
in einer Symmetrieebene zwischen den sich gegenüberliegenden Gattergestellen beider
Maschinenhälften ausgebildet.
[0004] Bei der bekannten Texturiermaschine lässt sich zwar erreichen, dass der Abtransport
der gewickelten Vollspulen an beiden Maschinenhälften aus einem Doffgang heraus erfolgen
kann. Dabei sind die zur Bestückung der Gatter notwendigen Servicearbeiten an den
äußeren Maschinenlängsseiten auszuführen. Da die Tätigkeiten zum Abtransport der Vollspulen
und zur Anlieferung der neuen Vorlagespulen häufig von einer oder mehreren Bedienpersonen
ausgeführt werden, sind zusätzliche Wegstrecken unvermeidlich.
[0005] Bei der Suche nach ökonomischen und kompakten Maschinenanordnungen lassen sich auch
andere Konzepte einer Texturiermaschine finden. So ist beispielsweise aus der
DE 39 31 878 A1 eine Texturiermaschine bekannt, bei welcher zwischen zwei Wickelgestellen ein Doffgang
gebildet ist. Die Wickelgestelle sind über einen Querträger miteinander verbunden,
der im Wesentlichen zur Aufnahme der Prozessaggregate dient. Insoweit lässt sich durch
zusätzliche Steigmittel der Doffgang auch zur Bedienung der Prozessaggregate nutzen.
Insoweit müssen sowohl der Spulenabtransport als auch die Bedienung aus einem gemeinsam
Doffgang heraus ausgeführt werden, was der Vielzahl von Bearbeitungsstellen entlang
einer Maschinenlängsseite häufig zu Behinderungen und Kollisionen führt.
[0006] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, eine Texturiermaschine der gattungsgemäßen Art
zu schaffen, bei welcher die Bedienung der Maschine sowie der Spulentransport an der
Maschine möglichst effizient ausführbar sind.
[0007] Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt darin, eine möglichst kompakte Anordnung der
Prozessaggregate in den beiden Maschinenhälften zu realisieren.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Prozessgestelle der Maschinenhälften
mit Abstand zu einer Spiegelsymmetrieebene gegenüberliegend angeordnet sind und zwischen
sich den Bedienungsgang bilden.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Merkmale und Merkmalskombinationen
der Unteransprüche definiert.
[0010] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass sämtliche Bedienungsvorgänge zum Prozessstart
oder über einem Fadenbruch an den Bearbeitungsstellen beider Maschinenhälften aus
einem Bedienungsgang heraus ausführbar sind. Neben den Texturieraggregaten lassen
sich somit auch die für den Prozess erforderlichen Prozessaggregate vorteilhaft dem
Bedienungsgang zuordnen. Für die Bedienperson sind somit alle für den Texturierprozess
besonders wichtigen Prozessaggregate beider Maschinenhälften unmittelbar zugänglich.
[0011] Für den Spulenabtransport ist die Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, bei welcher
die Wickelgestelle zur Aufnahme der Spulaggregate auf der zum Bedienungsgang abgewandten
Seite der Prozessgestelle angeordnet sind und bei welcher den Wickelgestellen zu beiden
Maschinenlängsseiten ein Doffgang zugeordnet ist. Damit lassen sich die Maschinenbedienung
und der Spulentransport unabhängig voneinander ohne gegenseitige Störeinflüsse ausführen.
[0012] Je nach Räumlichkeiten und Raumangeboten lässt sich auch vorteilhaft die Weiterbildung
der Texturiermaschine nutzen, bei welcher die Prozessgestelle der beiden Maschinenhälften
an einer Plattform ausgebildet sind, die oberhalb der Wickelgestelle der beiden Maschinenhälften
angeordnet sind und bei welcher den Wickelstellen zu beiden Maschinenlängsseiten ein
Doffgang zugeordnet ist. Damit sind insbesondere der schmale Maschinenquerschnitte
realisierbar.
[0013] Unabhängig davon, ob die Prozessgestelle und die Wickelgestelle nebeneinander oder
etagenförmig übereinander angeordnet sind, lässt sich gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung die Gattergestelle mit Abstand zu den Wickelgestellen entlang der Doffgänge
anordnen. So können der Abtransport der Spulen und die Anlieferung der Vorlagespulen
vorteilhaft über die Doffgänge zu beiden Maschinenlängsseiten realisiert werden. Um
eine für die Bedienung der Prozessaggregate vorteilhafte niedrige Bauweise zu erhalten,
ist die Weiterbildung der Erfindung besonders vorteilhaft, bei welcher den Texturieraggregaten
pro Maschinenhälfte eine Mehrzahl von Heizeinrichtungen zum Erwärmen der Fäden vorgeordnet
sind und bei welcher die Heizeinrichtungen in der betreffenden Maschinenhälfte mit
einer Neigung in Maschinenlängsrichtung gemeinsam in einer Ebene angeordnet sind.
Durch die mit einer Neigung nebeneinander angeordneten Heizeinrichtungen lassen sich
auch bei kompakter Anordnung mit geringer Bauhöhe relativ lange Heizstrecken zur Temperierung
der Fäden realisieren. Zudem können die Heizeinrichtungen in eng nebeneinander liegender
Anordnung gehalten werden, so dass die Wärmeverluste minimiert werden können.
[0014] Um in den Maschinenhälften die Anordnung der Prozessaggregate der Bearbeitungsstellen
spiegelsymmetrisch zu gestalten, ist die Weiterbildung der Erfindung vorteilhaft,
bei welcher die in den Maschinenhälften gegenüberliegenden Heizeinrichtungen spiegelsymmetrisch
zueinander angeordnet sind.
[0015] Bei Verzicht auf eine Spiegelsymmetrie in den Bearbeitungsstellen lassen sich die
in den Maschinenhälften gegenüberliegenden Heizeinrichtungen auch parallel zueinander
anordnen. Damit können vorteilhaft in beiden Maschinenhälften identische Heizeinrichtungen
verwendet werden.
[0016] Je nach Ausbildung und Neigung der Ebene, in welcher die geneigten Heizeinrichtungen
gehalten sind, ist eine Integration sowohl an dem Prozessgestell als auch an einem
Querträger möglich, der die Prozessgestelle miteinander verbindet.
[0017] Um möglichst wenig Fadenreibungen in den Bearbeitungsstellen insbesondere in den
Texturierzonen der Bearbeitungsstellen zu erhalten, ist gemäß einer Weiterbildung
der Erfindung vorgesehen, den Heizeinrichtungen zumindest einer der Maschinenhälften
auf eine Auslassseite mehrere Kühleinrichtungen zuzuordnen, wobei die Kühleinrichtungen
und die Heizeinrichtungen in der Ebene zwischen sich jeweils einen geraden Fadenlauf
pro Bearbeitungsstelle bilden.
[0018] Für den Fall, dass ein Fadenmaterial texturiert wird, welches eine Nachbehandlung
erfordert, ist die Weiterbildung der Erfindung besonders geeignet, bei welcher den
Texturieraggregaten pro Maschinenhälfte eine Mehrzahl von Nachheizeinrichtungen zum
Erwärmen der Fäden nachgeordnet sind und bei welcher die Nachheizeinrichtungen in
der betreffenden Maschinenhälfte mit einer Neigung in Maschinenlängsrichtung gemeinsam
in einer Ebene angeordnet sind. Insoweit lassen sich die Vorteile bei der Anordnung
der Heizeinrichtungen ebenfalls bei der Anordnung der Nachheizeinrichtungen nutzen.
Durch die Wahl der Größe und der Richtung der Neigung der Nachheizeinrichtungen lassen
sich zudem die Positionen der Aufspulaggregate dem Fadenlauf in der Texturierzone
angleichen.
[0019] Die Nachheizeinrichtungen der Maschinenhälften sind vorzugsweise in einem unteren
Bereich der Prozessgestelle gehalten. Somit lässt sich das Einfädeln der Fäden in
die Nachheizeinrichtungen vorteilhaft aus dem Bedienungsgang heraus ausführen.
[0020] Die in den Bearbeitungsstellen vorgesehenen Lieferwerke werden ebenfalls gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung bevorzugt den Texturieraggregaten derart zugeordnet, dass
die Lieferwerke aus dem Bedienungsgang heraus bedienbar sind. Als Lieferwerke können
hierbei einzeln angetriebene Galetten oder auch Wellensysteme mit Druckrollen verwendet
werden.
[0021] Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass alle für den Texturierprozess relevanten
Prozessaggregate vorteilhaft um einen Bedienungsgang herum konzentriert angeordnet
sind und für beide Maschinenhälften zentral bedienbar. Sowohl das Erstanlegen bei
Prozessbeginn als auch das Anlegen nach Fadenbrüchen kann von einer Bedienperson schnell
und zügig ausgeführt werden.
[0022] Die erfindungsgemäße Texturiermaschine ist grundsätzlich unabhängig von dem jeweiligen
Automatisierungsgrad der Aufspulaggregate. So ist die erfindungsgemäße Texturiermaschine
mit Aufspulaggregaten bestückbar, bei denen die Spulen automatisch oder manuell gewechselt
werden.
[0023] Zur weiteren Erläuterung der Erfindung werden unter Bezug auf die beigefügten Figuren
nachfolgend einige Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Texturiermaschine näher
beschrieben.
[0024] Es stellen dar:
- Fig. 1
- schematisch eine Querschnittsansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Texturiermaschine
- Fig. 2
- schematisch ein Ausschnitt einer Seitenansicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1
- Fig. 3
- schematisch ein Ausschnitt einer Draufsicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 1
- Fig. 4
- schematisch eine Querschnittsansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Texturiermaschine
- Fig. 5
- schematisch ein Ausschnitt einer Seitenansicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 4
- Fig. 6
- schematisch ein Ausschnitt einer Draufsicht des Ausführungsbeispiels aus Fig. 4
[0025] In den Fig. 1 bis 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Texturiermaschine
zum Texturieren einer Vielzahl von Fäden in verschiedenen Ansichten dargestellt. In
Fig. 1 ist das Ausführungsbeispiel in einer Querschnittsansicht und in den Fig. 2
und 3 jeweils in einem Ausschnitt einer Seitenansicht und einer Draufsicht dargestellt.
Insoweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht ist, gilt die nachfolgende
Beschreibung für alle Figuren.
[0026] Das Ausführungsbeispiel der Texturiermaschine weist eine Vielzahl von Bearbeitungsstellen
auf, die in zwei Maschinenhälften 1.1 und 1.2 jeweils zu einer Mehrzahl nebeneinander
angeordnet sind. So lassen sich in den Maschinenhälften 1.1 und 1.2 beispielsweise
mehr als 100 Bearbeitungsstellen pro Maschinenhälfte nebeneinander anordnen.
[0027] Die Maschinenhälften 1.1 und 1.2 stehen sich in einer Spiegelsymmetrieebene 23 gegenüber
und sind im Aufbau und Anordnung der Gestelle und der Prozessaggregate spiegelsymmetrisch
ausgeführt.
[0028] Wie aus der Darstellung in Fig. 1 hervorgeht, ist jeder der Maschinenhälften 1.1
und 1.2 aus einem Prozessgestell 2.1 bzw. 2.2, einem Wickelgestell 3.1 bzw. 3.2 und
einem Gattergestell 5.1 bzw. 5.2 gebildet.
[0029] Die Prozessgestelle 2.1 und 2.2 der beiden Maschinenhälften sind jeweils mit Abstand
zu der Spiegelsymmetrieebene 23 gegenüberliegend angeordnet und bilden einen Bedienungsgang
6. In dem Bedienungsgang 6 stehen sich die Bearbeitungsstellen beider Maschinenhälften
gegenüber. So ist in Fig. 1 die Bearbeitungsstelle der Maschinenhälfte 1.1 mit dem
Bezugszeichen 24.1 und die Bearbeitungsstelle in der Maschinenhälfte 1.2 mit dem Bezugszeichen
24.2 gezeigt.
[0030] Die gegenüberliegenden Prozessgestelle 2.1 und 2.2 sind durch einen Querträger 4
miteinander verbunden, der sich oberhalb des Bedienungsganges 6 erstreckt. An dem
Prozessgestell 2.1 und dem Querträger 4 sind mehrere der Bearbeitungsstelle 24.1 zugeordnete
Prozessaggregate gehalten. An dem gegenüberliegenden Prozessgestell 2.2 sind die Prozessaggregate
der Bearbeitungsstelle 24.2 angeordnet.
[0031] Da der Aufbau der Bearbeitungsstellen 24.1 und 24.2 identisch ist und sich nur durch
eine spiegelsymmetrische Anordnung der Prozessaggregate unterscheidet, werden die
Prozessaggregate nachfolgend anhand eines Fadenlaufs in der Bearbeitungsstelle 24.1
unter Bezugnahme auf die Darstellung in Fig. 1 näher beschrieben.
[0032] In der Bearbeitungsstelle 24.1 wird zunächst ein Faden 18.1 durch ein erstes Lieferwerk
8.1 von einer Vorlagespule 16.1 abgezogen. Die Vorlagespule 16.1 ist in dem Gattergestell
5.1 gehalten. Das Lieferwerk 8.1 ist oberhalb des Bedienungsganges 6 an dem Querträger
4 angeordnet.
[0033] Das erste Lieferwerk 8.1 bildet mit einem nachgeordneten zweiten Lieferwerk 25.1
eine sogenannte Texturierzone, in welcher der Faden 18.1 verstreckt und texturiert
wird. Das zweite Lieferwerk 25.1 ist hierzu im mittleren Bereich des Prozessgestells
2.1 gehalten. Innerhalb der durch die Lieferwerke 8.1 und 25.1 gebildete Texturierzone
sind in Fadenlaufrichtung nacheinander eine Heizeinrichtung 9.1, eine Kühleinrichtung
10.1 und ein Texturieraggregat 11.1 angeordnet. Das Texturieraggregat 11.1 ist unmittelbar
oberhalb des zweiten Lieferwerkes 25.1 an dem Prozessgestell 2.1 angeordnet.
[0034] Zur Einhaltung einer maximalen Bedienungshöhe sowie zur Realisierung langer Texturierzonen
sind die Heizeinrichtung 9.1 und die Kühleinrichtung 10.1 mit einer Neigung in Maschinenlängsrichtung
an dem Prozessgestell 2.1 und dem Querträger 4 gehalten. Zur Erläuterung der Anordnung
der Heizeinrichtungen und Kühleinrichtungen in der Maschinenhälfte 1.1 wird zusätzlich
zu den Figuren 2 und 3 Bezug genommen. In Fig. 2 ist ein Ausschnitt der Seitenansicht
des Prozessgestells 2.1 gezeigt. Die Fig. 3 zeigt eine Draufsicht des Bedienungsganges
6.
[0035] Wie aus den Darstellungen in Fig. 2 und 3 hervorgeht, bilden die Heizeinrichtung
9.1 und die Kühleinrichtung 10.1 eine gemeinsame Fadenlaufebene, wobei der Faden zwischen
dem ersten Lieferwerk 8.1 und einer dem Texturieraggregat 11.1 zugeordnete Führungsrolle
13.1 im geraden Lauf geführt wird. In Abhängigkeit von dem Neigungswinkel der Heizeinrichtung
9.1 und der Kühleinrichtung 10.1 stellt sich ein Versatz in der Bearbeitungsstelle
24.1 zwischen dem ersten Lieferwerk 8.1 und dem zweiten Lieferwerk 25.1 ein. Die Lieferwerke
8.1 und 25.1 sind in unterschiedlichen Querschnittsebenen der Maschinenhälfte 1.1
angeordnet.
[0036] Wie aus der Darstellung in Fig. 1 hervorgeht, wird im weiteren Verlauf der Faden
18.1 zu einem Verwirbelungsaggregat 15.1 geführt und anschließend zwischen einem dritten
Lieferwerk 26.1 und einem vierten Lieferwerk 27.1 durch eine Nachheizeinrichtung 14.1
geleitet. Die Nachheizeinrichtung 14.1 bildet eine Nachbehandlungszone, um bei geringer
Fadenspannung, die zwischen den Lieferwerken 26.1 und 27.1 einstellbar ist, eine Relaxationsbehandlung
an dem Faden 18.1 durchzuführen.
[0037] Die Nachheizeinrichtung 14.1 und das dritte Lieferwerk 26.1 sind optional nur für
den Fall einer Nachbehandlung des Fadens. Für den Fall, dass das Fadenmaterial keine
Nachbehandlung erhalten muss, wird die Bearbeitungsstelle 24.1 ohne Nachheizeinrichtung
14.1 und ohne drittes Lieferwerk 26.1 ausgeführt.
[0038] Wie aus der Darstellung in Fig. 2 hervorgeht, ist die Nachheizeinrichtung 14.1 ebenfalls
mit einer Neigung in Maschinenlängsrichtung an dem Prozessgestell 2.1 gehalten. Die
Nachheizeinrichtung 14.1 ist vorzugsweise mit gleichem Neigungswinkel zu der oberen
Heizeinrichtung 9.1 ausgerichtet. Der Neigungswinkel zur Ausrichtung der Heizeinrichtung
9.1 und der Nachheizeinrichtung 14.1 liegt üblicherweise in einem Bereich von 30°
bis max. 60°. Grundsätzlich können jedoch auch unterschiedliche Neigungswinkel für
die Heizeinrichtung 9.1 und die Nachheizeinrichtung 14.1 gewählt werden. So lässt
sich die Nachheizeinrichtung 14.1 je nach Ausführung der Heizeinrichtung auch mit
einem Neigungswinkel im Bereich von 0 bis 45° anordnen.
[0039] Aus der Darstellung in Fig. 3 geht insbesondere die spiegelsymmetrische Anordnung
der in den beiden Maschinenhälften 1.1 und 1.2 gegenüberliegend angeordneten Heizeinrichtungen
9.1 und 9.2 hervor. Der Neigungswinkel der Heizeinrichtungen 9.1 und der Neigungswinkel
der Heizeinrichtung 9.2 ist vom Betrag her gleich groß ausgeführt. Damit lassen sich
in den im Bedienungsgang 6 gegenüberliegenden Bearbeitungsstellen 24.1 und 24.2 eine
spiegelsymmetrisch Anordnung der Prozessaggregate zur Spiegelsymmetrieebene 23 realisier.
So sind die ersten Lieferwerke 8.1 und 8.2 sowie die Texturieraggregate 11.1 und 11.2
der gegenüberliegenden Bearbeitungsstellen 24.1 und 24.2 in jeweils einer Maschinenquerschnittsebene
angeordnet.
[0040] Wie aus der Darstellung aus Fig. 1 hervorgeht, ist am Ende der Bearbeitungsstelle
24.1 ein Aufspulaggregat 12.1 vorgesehen, durch welche der Faden 18.1 zu einer Spule
19.1 gewickelt wird. Das Aufspulaggregat 12.1 der Bearbeitungsstelle 24.1 könnte hierzu
beispielsweise unmittelbar im oberen Bereich des Wickelgestells 3.1 angeordnet sein.
[0041] Die Wickelgestelle 3.1 und 3.2 sind zur Aufnahme der Aufspulaggregate 12.1 und 12.2
der Bearbeitungsstellen 24.1 und 24.2 unmittelbar den Prozessgestellen 2.1 und 2.2
auf einer zum Bedienungsgang 6 gegenüberliegenden Seite zugeordnet. Die Wickelgestelle
3.1 und 3.2 bilden somit jeweils eine äußere Maschinenlängsseite, in denen jeweils
ein Doffgang 7.1 und 7.2 zum Abtransportieren der Spulen zugeordnet sind. Die Doffgänge
7.1 und 7.2 werden dabei nach außen hin durch die Gattergestelle 5.1 und 5.2 begrenzt.
Somit lassen sich die Doffgänge 7.1 und 7.2 auch zur Anlieferung neuer Vorlagespulen
nutzen, die in dem Gattergestell 5.1 und 5.2 gehalten sind.
[0042] Wie aus der Darstellung in Fig. 1 hervorgeht, sind in den Wickelgestellen 3.1 und
3.2 mehrere Aufspulaggregate etagenförmig übereinander angeordnet. So ist es üblich,
mehrere Aufspulaggregate mehrerer benachbarter Bearbeitungsstellen der Maschinenhälften
1.1 oder 1.2 etagenförmig übereinander anzuordnen. Da die Aufspulaggregate in den
Wickelstellen 3.1 und 3.2 gegenüber den Prozessaggregaten an den Prozessgestellen
2.1 und 2.2 eine wesentlich größere Breite aufweisen, lässt sich durch die etagenförmige
Anordnung eine kompakte Bauweise der Maschinenhälften 1.1 und 1.2 realisieren.
[0043] Die in der Fig. 1 dargestellte Aufspulaggregate 12.1 und 12.2 der Bearbeitungsstellen
24.1 und 24.2 sowie die benachbarten Auspulaggregate der benachbarten Bearbeitungsstellen
sind identisch aufgebaut und hier beispielhaft als automatische Aufspulaggregate ausgeführt.
Jedes der Aufspulaggregate 12.1 oder 12.2 weist jeweils eine Spulstelle 28.1 bzw.
28.2, eine Spulablage 20.1 bzw. 20.2 und ein Hülsenmagazin 21.1 bzw. 21.2 auf. Die
zu einem automatisierten Spulenwechsel vorgesehenen Hilfseinrichtungen sind hier nicht
gezeigt. Derartige automatische Aufspulaggregate sind im Stand der Technik allgemein
bekannt und beispielsweise in der
US 6,189,826 B1 beschrieben. Insoweit wird an dieser Stelle keine weitere Erläuterung gegeben und
zu der zitierten Druckschrift Bezug genommen.
[0044] Die in den Aufspulaggregaten 12.1 und 12.2 erzeugten Spulen 19.1 und 19.2 werden
an den betreffenden Maschinenlängsseiten der Maschinenhälften 1.1 und 1.2 abgenommen
und über die Doffgänge 7.1 und 7.2 abgeführt. Wie aus der Darstellung in Fig. 1 hervorgeht,
lassen sich alle Bedienungsvorgänge zum Erstanlegen eines Fadens oder bei einem Fadenbruch
in den Prozessaggregaten durch eine Bedienperson aus dem Bedienungsgang 6 heraus ausführen.
So können die Bearbeitungsstellen in den Maschinenhälften 1.1 und 1.2 jeweils aus
dem zentralen Bedienungsgang 6 heraus überwacht und bedient werden.
[0045] Zur Förderung und Verstreckung sind die in den Bearbeitungsstellen vorgesehenen Lieferwerke
teilweise als sogenannte Klemmlieferwerke oder als Umschlingungslieferwerke ausgebildet.
Bei den Klemmlieferwerken wird die Förderung durch eine Klemmung des Fadens übertragen.
Bei den Umschlingungslieferwerken werden die erforderlichen Förderkräfte durch eine
Mehrfachumschlingung des Fadens bewirkt. Es hat sich herausgestellt, dass insbesondere
die den Aufspulaggregaten vorgelagerten Lieferwerke bevorzugt als Klemmlieferwerke
ausgeführt werden. So ist das vierte Lieferwerk 27.1 in der Bearbeitungsstelle 24.1
als Klemmlieferwerk dargestellt. Die der Texturierzone zugeordneten Lieferwerke sind
als Umschlingungslieferwerke ausgeführt, die beispielsweise aus einer angetriebenen
Galette und einer beigeordneten Überlaufrolle gebildet sind. Insoweit sind die Lieferwerke
8.1, 25.1 und 26.1 der Bearbeitungsstelle 24.1 als Umschlingungslieferwerke ausgeführt.
[0046] An dieser Stelle sei jedoch ausdrücklich erwähnt, dass die Anordnung und Ausbildung
der Fadenführungselemente und Prozessaggregate in den gezeigten Ausführungsbeispielen
nach Fig. 1 bis 3 beispielhaft sind. So können die Lieferwerke in beliebiger Kombination
zwischen Umschlingungslieferwerken und Klemmlieferwerken variiert werden. Ebenso sind
Fadenführungen ohne Umlenkung insbesondere zwischen der Kühleinrichtung und dem Texturieraggregat
ausführbar.
[0047] Die zentrale Anordnung der Prozessaggregate zu einem Bedienungsgang lässt sich vorteilhaft
auch in anderen Maschinenkonzepten nutzen. So ist beispielsweise aus den Fig. 4, 5
und 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Texturiermaschine bekannt.
In der Fig. 4 ist das Ausführungsbeispiel der Texturiermaschine in einer schematischen
Querschnittsansicht, in Fig. 5 in einem Ausschnitt einer Seitenansicht und in Fig.
6 in einem Ausschnitt einer Draufsicht dargestellt.
[0048] Insoweit kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren genommen ist, gilt die nachfolgende
Beschreibung für alle Figuren.
[0049] Bei dem in den Fig. 4, 5 und 6 gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Prozessgestelle
2.1 und 2.2 an einer Plattform 22 spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet und schließen
einen mittleren Bediengang 6 zu beiden Maschinenlängsseiten ein. Die Plattform 22
stützt sich an den Wickelgestellen 3.1 und 3.2 ab, die zwischen sich einen Treppenaufgang
29 einschließen. Insoweit ergibt sich eine mehretagige Anordnung der Prozessgestelle
2.1 und 2.2 und der Wickelgestelle 3.1 und 3.2. Auf der unteren Etage sind den Wickelgestellen
3.1 und 3.2 die Gattergestelle 5.1 und 5.2 zugeordnet, wobei sie zwischen dem Wickelgestell
3.1 und dem Gattergestell 5.1 ein Doffgang 7.1 und zwischen dem Wickelgestell 3.2
und dem Gattergestell 5.2 ein Doffgang 7.2 gebildet.
[0050] In der oberen Etage oberhalb der Wickelgestelle 3.1 und 3.2 ist die Plattform 22
mit den Prozessgestellen 2.1 und 2.2 angeordnet, wobei die Prozessgestelle 2.1 und
2.2 durch den Querträger 4 miteinander gekoppelt sind. Die Plattform 22 bildet somit
den Bedienungsgang 6, um die an den Prozessgestellen 2.1 und 2.2 gehaltenen Prozessaggregaten
bedienen zu können.
[0051] Die in den Fig. 4, 5 und 6 dargestellten Bearbeitungsstellen 24.1 und 24.2 der Maschinenhälften
1.1 und 1.2 sind im Wesentlichen identisch zu dem vorgenannten Ausführungsbeispiel,
so dass an dieser Stelle nur die Unterschiede erläutert werden und ansonsten Bezug
zu der vorgenannten Beschreibung genommen wird.
[0052] Wie aus den Darstellungen der Fig. 5 und 6 hervorgehen, sind die Prozessaggregate
der gegenüberliegenden Bearbeitungsstellen 24.1 und 24.2 nicht spiegelsymmetrisch
zu der Spiegelsymmetrieebene 23 angeordnet. Die Heizeinrichtungen 9.1 in der Maschinenhälfte
1.1 und die Heizeinrichtungen 9.2 in der Maschinenhälfte sind parallel zueinander
mit einer Neigung in Maschinenlänsgsrichtung angeordnet. Der Neigungswinkel ist bei
beiden Anordnungen identisch ausgeführt, so dass die Heizeinrichtungen 9.1 und die
Heizeinrichtungen 9.2 im Aufbau identisch ausgebildet sein könnten. Aufgrund der parallel
Anordnung der Heizeinrichtungen 9.1 und 9.2 sowie der nachgeordneten Kühleinrichtungen
10.1 und 10.2 sind die ersten Lieferwerke 8.1 und 8.2 der gegenüberliegenden Bearbeitungsstellen
24.1 und 24.2 in versetzten Maschinenquerschnitten gehalten.
[0053] Der Stellenaufbau der Bearbeitungsstellen 24.1 und 24.2 ist ansonsten identisch,
wobei die am Prozessgestell 2.1 gehaltenen Prozessaggregate dem Aufbau gemäß Fig.
3 des vorherigen Ausführungsbeispiels entsprechen. Die Proessaggregate der Bearbeitungsstelle
24.2 geht insbesondere aus der Darstellung in Fig. 5 hervor.
[0054] In jeder der Bearbeitungsstelle 24.1 und 24.2 ist in Fadenlaufrichtung gesehen das
erste Lieferwerk 8.1 und 8.2, die Heizeinrichtung 9.1 und 9.2, die Kühleinrichtung
10.1 und 10.2, das Texturieraggregat 11.1 und 11.2, ein zweites Lieferwerk 25.1 und
25.2, eine Verwirbelungseinrichtung 15.1 und 15.2, ein drittes Lieferwerk 26.1 und
26.2, eine Nacherhitzungseinrichtung 14.1 und 14.2 und ein viertes Lieferwerk 27.1
und 27.2. Durch die parallele Ausrichtung der Neigungen der Heizeinrichtungen 9.1
und 9.2 und der Nachheizeinrichtungen 14.1 und 14.2 ist ein Versatz zwischen der Bearbeitungsstellen
24.1 und 24.2 ausgebildet. Diese Anordnung besitzt den Vorteil, dass an den spiegelsymmetrisch
angeordneten Prozessgestellen 2.1 und 2.2 identische Prozessaggregate verwendet werden
können. So sind die Heizeinrichtungen 9.1 und 9.2 und die Nachheizeinrichtung 14.1
und 14. 2 baugleich und gegenseitig austauschbar ausgeführt.
[0055] Die Neigungswinkel, der am Beispiel der Heizeinrichtung 9.1 in der Figur 6 mit dem
Bezugszeichen α gekennzeichnet ist, sind identisch ausgeführt.
[0056] Bei den in Fig. 4 dargestellten Bearbeitungsstellen sind die Aufspulaggregate 12.1
und 12.2 der Bearbeitungsstellen 24.1 und 24.2 durch nicht automatisierte Spulstellen
gebildet. In diesem Fällen werden die Spulenwechsel manuell durch eine Bedienperson
ausgeführt. Die Bedienung der Aufspulaggregate 12.1 und 12.2 erfolgt aus den Doffgängen
7.1 und 7.2 heraus.
[0057] Demgegenüber werden die Service-Arbeiten an den Prozessaggregaten durch eine Bedienperson
in dem oberen Bedienungsgang 6 ausgeführt. Grundsätzlich sei jedoch noch erwähnt,
dass die Heizeinrichtungen 9.1 und 9.2 sowie die Nachheizeinrichtungen 14.1 und 14.2
in den vorgenannten Ausführungsbeispielen auch ohne eine Schräglage mit Neigung in
Maschinenlängsrichtung angeordnet werden könnten. So lassen sich auch die Heizeinrichtungen
und Kühleinrichtungen in einem Oberbau oberhalb der Prozessgestelle und Wickelgestelle
anordnen. Wesentlich hierbei ist, dass die Bedienung aller Prozessaggregate zentral
aus dem zwischen den Prozessgestellen gebildeten Bedienungsgang möglich ist.
Bezugszeichenliste
[0058]
- 1.1, 1.2
- Maschinenhälfte
- 2.1, 2.2
- Prozessgestell
- 3.1, 3.2
- Wickelgestell
- 4
- Querträger
- 5.1, 5.2
- Gattergestell
- 6
- Bedienungsgang
- 7.1, 7.2
- Doffgang
- 8.1, 8.2
- erste Lieferwerke
- 9.1, 9.2
- Heizeinrichtung
- 10.1, 10.2
- Kühleinrichtung
- 11.1, 11.2
- Texturieraggregat
- 12.1, 12.2
- Aufspulaggregat
- 13.1, 13.2
- Führungsrollen
- 14.1, 14.2
- Nachheizeinrichtung
- 15.1, 15.2
- Verwirbelungseinrichtung
- 16.1, 16.2
- Vorlagespule
- 17.1, 17.2
- Reservespule
- 18.1, 18.2
- Faden
- 19.1, 19.2
- Spule
- 20.1, 20.2
- Spulenablage
- 21.1, 21.2
- Hülsenmagazin
- 22
- Plattform
- 23
- Spiegelsymmetrieebene
- 24.1, 24.2
- Bearbeitungsstelle
- 25.1, 25.2
- zweites Lieferwerk
- 26.1, 26.3
- drittes Lieferwerk
- 27.1, 27.2
- viertes Lieferwerk
- 28.1, 28.2
- Spulstelle
- 29
- Treppenaufgang
1. Texturiermaschine mit einer Vielzahl von Bearbeitungsstellen (24.1, 24.2), die in
zwei spiegelsymmetrisch angeordneten Maschinenhälften (1.1, 1.2) entlang gegenüberliegender
Maschinenlängsseiten verteilt angeordnet sind, wobei jede der Maschinenhälften (1.1,
1.2) zur Aufnahme mehrerer Texturieraggregaten (12.1, 12.2) jeweils ein Prozessgestell
(2.1, 2.2), zur Aufnahme mehrerer Aufspulaggregate (12.1, 12.2) jeweils ein Wickelgestell
(3.1, 3.2) und zur Aufnahme mehreren Vorlagespulen (16.1, 16.2) ein Gattergestell
(5.1, 5.2) aufweist und wobei den Texturieraggregaten (11.1, 11.2) der Maschinenhälften
(1.1, 1.2) zumindest ein Bedienungsgang (6) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessgestelle (2.1, 2.2) der Maschinenhälften (1.1, 1.2) mit Abstand zu einer
Spiegelsymmetrieebene (23) gegenüberliegend angeordnet sind und zwischen sich den
Bedienungsgang (6) bilden.
2. Texturiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickelgestelle (3.1, 3.2) auf der zum Bedienungsgang (6) abgewandten Seite der
Prozessgestelle (2.1, 2.2) angeordnet sind und dass den Wickelgestellen (3.1, 3.2)
zu beiden Maschinenlängsseiten ein Doffgang (7.1, 7.2) zugeordnet ist.
3. Texturiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prozessgestelle (2.1, 2.2) der beiden Maschinenhälften (1.1, 1.2) an einer Plattform
(22) ausgebildet sind, die oberhalb der Wickelgestelle (3.1, 3.2) der beiden Maschinenhälften
(1.1, 1.2) angeordnet sind und dass den Wickelgestellen (3.1, 3.2) zu beiden Maschinenlängsseiten
ein Doffgang (7.1, 7.2) zugeordnet ist.
4. Texturiermaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gattergestelle (5.1, 5.2) mit Abstand zu den Wickelgestellen (3.1, 3.2) entlang
der Doffgänge (7.1, 7.2) angeordnet sind.
5. Texturiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass den Texturieraggregaten (11.1, 11.2) pro Maschinenhälfte (1.1, 1.2) eine Mehrzahl
von Heizeinrichtungen (9.1, 9.2) zum Erwärmen der Fäden vorgeordnet sind und dass
die Heizeinrichtungen (9.1, 9.2) in der betreffenden Maschinenhälfte (1.1, 1.2) schräg
mit einer Neigung in Maschinenlängsrichtung liegend gemeinsam in einer Ebene angeordnet
sind.
6. Texturiermaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Maschinenhälften (1.1, 1.2) gegenüberliegenden Heizeinrichtungen (9.1,9.2)
parallel zueinander oder spiegelsymmetrisch zueinander angeordnet sind.
7. Texturiermaschine nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass den Heizeinrichtungen (9.1, 9.2) der Maschinenhälften (1.1, 1.2) oberhalb des Bedienungsganges
(6) an einem die Prozessgestelle (2.1, 2.2) verbindenden Querträger (4) gehalten sind.
8. Texturiermaschine nach einem der Ansprüch 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass den Heizeinrichtungen (9.1, 9.2) zumindest einer der Maschinenhälften (1.1, 1.2)
auf einer Auslassseite mehrere Kühleinrichtungen (10.1, 10.2) zugeordnet sind und
dass die Kühleinrichtungen (10.1, 10.2) und die Heizeinrichtungen (9.1, 9.2) in der
Ebene zwischen sich jeweils einen geraden Fadenlauf pro Bearbeitungsstelle (24.1,
24.2) bilden.
9. Texturiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass den Texturieraggregaten (11.1, 11.2) pro Maschinenhälfte (1.1, 1.2) eine Mehrzahl
von Nachheizeinrichtungen (14.1, 14.2) zum Erwärmen der Fäden nachgeordnet sind und
dass die Nachheizeinrichtungen (14.1, 14.2) in der betreffenden Maschinenhälfte (1.1,
1.2) schräg mit einer Neigung in Maschinenlängsrichtung liegend gemeinsam in einer
Ebene angeordnet sind.
10. Texturiermaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachheizeinrichtungen (14.1, 14.2) der Maschinenhälften (1.1, 1.2) in einem unteren
Bereich der Prozessgestelle (2.1, 2.2) gehalten sind.
11. Texturiermaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass den Texturieraggregaten (11.1, 11.2) zur Förderung und Verstreckung der Fäden pro
Bearbeitungsstelle (24.1, 24.2) mehrere Lieferwerke (8.1, 8.2, 25.1, 25.2) derart
zugeordnet sind, dass die Lieferwerke (8.1, 8.2, 25.1, 25.2) aus dem Bedienungsgang
(6) heraus bedienbar sind.
1. Texturing machine having a multiplicity of processing positions (24.1, 24.2) which
are disposed so as to be distributed in two machine halves (1.1, 1.2), which are disposed
so as to be mirror-symmetrical, along mutually opposite longitudinal machine sides,
wherein each of the machine halves (1.1, 1.2) for receiving a plurality of texturing
assemblies (12.1, 12.2) has in each case one process frame (2.1, 2.2), for receiving
a plurality of winding assemblies (12.1, 12.2) has in each case a winding frame (3.1,
3.2), and for receiving a plurality of supply packages (16.1, 16.2) has a creel frame
(5.1, 5.2), and wherein the texturing assemblies (11.1, 11.2) of the machine halves
(1.1, 1.2) are assigned at least one operator aisle (6), characterized in that the process frames (2.1, 2.2) of the machine halves (1.1, 1.2) are disposed opposite
one another so as to be spaced apart from a plane of mirror symmetry (23) and between
them form the operator aisle (6).
2. Texturing machine as claimed in claim 1, characterized in that the winding frames (3.1, 3.2) are disposed on that side of the process frames (2.1,
2.2) that faces away from the operator aisle (6), and in that the winding frames (3.1, 3.2) on both longitudinal machine sides are assigned a doffing
aisle (7.1,7.2).
3. Texturing machine as claimed in claim 1, characterized in that the process frames (2.1, 2.2) of the two machine halves (1.1, 1.2) are configured
on a platform (22) which is disposed above the winding frames (3.1, 3.2) of the two
machine halves (1.1, 1.2), and in that the winding frames (3.1, 3.2) on both longitudinal machine sides are assigned a doffing
aisle (7.1, 7.2).
4. Texturing machine as claimed in claim 2 or 3, characterized in that the creel frames (5.1, 5.2) are disposed, spaced apart from the winding frames (3.1,
3.2), along the doffing aisles (7.1, 7.2).
5. Texturing machine as claimed in one of claims 1 to 4, characterized in that, per machine half (1.1, 1.2), a plurality of heating installations (9.1, 9.2) for
heating the yarns are disposed upstream of the texturing assemblies (11.1, 11.2),
and in that the heating installations (9.1, 9.2) in the respective machine half (1.1, 1.2) are
disposed so as to be oblique, lying with an incline in the longitudinal machine direction,
together in a plane.
6. Texturing machine as claimed in claim 5, characterized in that the heating installations (9.1, 9.2) which lie opposite one another in the machine
halves (1.1, 1.2) are disposed so as to be mutually parallel or mutually mirror-symmetrical.
7. Texturing machine as claimed in claim 5 or 6, characterized in that the heating installations (9.1, 9.2) of the machine halves (1.1, 1.2) are held above
the operator aisle (6) on a transverse support (4) which interconnects the process
frames (2.1, 2.2).
8. Texturing machine as claimed in one of claims 5 to 7, characterized in that the heating installations (9.1, 9.2) of at least one of the machine halves (1.1,
1.2) on an outlet side are assigned a plurality of cooling installations (10.1, 10.2),
and in that the cooling installations (10.1, 10.2) and the heating installations (9.1, 9.2) in
the interdisposed plane in each case form a straight yarn run per processing position
(24.1, 24.2).
9. Texturing machine as claimed in one of claims 1 to 8, characterized in that, per machine half (1.1, 1.2), a plurality of post-heating installations (14.1, 14.2)
for heating the yarns are disposed downstream of the texturing assemblies (11.1, 11.2),
and in that the post-heating installations (14.1, 14.2) in the respective machine half (1.1,
1.2) are disposed so as to be oblique, lying with an incline in the longitudinal machine
direction, together in a plane.
10. Texturing machine as claimed in claim 9, characterized in that the post-heating installations (14.1, 14.2) of the machine halves (1.1, 1.2) are
held in a lower region of the process frames (2.1, 2.2).
11. Texturing machine as claimed in one of claims 1 to 10, characterized in that for conveying and orienting the yarns the texturing assemblies (11.1, 11.2) per processing
position (24.1, 24.2) are assigned a plurality of delivery units (8.1, 8.2, 25.1,
25.2) in such a manner that the delivery units (8.1, 8.2, 25.1, 25.2) are operable
from the operator aisle (6).
1. Machine à texturer avec une multiplicité de postes de traitement (24.1, 24.2), qui
sont agencés de façon partagée dans deux moitiés de machine (1.1, 1.2) disposées de
façon symétrique le long de longs côtés opposés de la machine, dans laquelle chacune
des moitiés de machine (1.1, 1.2) présente pour la réception de plusieurs unités de
texturation (12.1, 12.2) chaque fois un bâti de traitement (2.1, 2.2), pour la réception
de plusieurs unités de bobinage (12.1, 12.2) chaque fois un bâti de bobinage (3.1,
3.2) et pour la réception de plusieurs bobines d'alimentation (16.1, 16.2) un bâti
de cantre (5.1, 5.2) et dans laquelle au moins un couloir de commande (6) est associé
aux unités de texturation (11.1, 11.2) des moitiés de machine (1.1, 1.2), caractérisée en ce que les bâtis de traitement (2.1, 2.2) des moitiés de machine (1.1, 1.2) sont disposés
en opposition à distance d'un plan de symétrie (23) et forment entre eux le couloir
de commande (6).
2. Machine à texturer selon la revendication 1, caractérisée en ce que les bâtis de bobinage (3.1, 3.2) sont disposés sur le côté des bâtis de traitement
(2.1, 2.2) situé à l'opposé du couloir de commande (6) et en ce qu'un couloir de retrait (7.1, 7.2) est associé aux bâtis de bobinage (3.1, 3.2) sur
les deux longs côtés de la machine.
3. Machine à texturer selon la revendication 1, caractérisée en ce que les bâtis de traitement (2.1, 2.2) des deux moitiés de machine (1.1, 1.2) sont formés
sur une plate-forme (22), qui est disposée au-dessus des bâtis de bobinage (3.1, 3.2)
des deux moitiés de machine (1.1, 1.2) et en ce qu'un couloir de retrait (7.1, 7.2) est associé aux bâtis de bobinage (3.1, 3.2) sur
les deux longs côtés de la machine.
4. Machine à texturer selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que les bâtis de cantre (5.1, 5.2) sont disposés à distance des bâtis de bobinage (3.1,
3.2) le long des couloirs de retrait (7.1, 7.2).
5. Machine à texturer selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce qu'une multiplicité de dispositifs de chauffage (9.1, 9.2) destinés au chauffage des
fils sont disposés avant les unités de texturation (11.1, 11.2) par moitié de machine
(1.1, 1.2) et en ce que les dispositifs de chauffage (9.1, 9.2) sont disposés dans la moitié de machine concernée
(1.1, 1.2) en oblique avec une inclinaison dans la direction longitudinale de la machine
en étant situés ensemble dans un plan.
6. Machine à texturer selon la revendication 5, caractérisée en ce que les dispositifs de chauffage (9.1, 9.2) opposés dans les moitiés de machine (1.1,
1.2) sont disposés parallèlement les uns aux autres ou en position symétrique les
uns par rapport aux autres.
7. Machine à texturer selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que les dispositifs de chauffage (9.1, 9.2) des moitiés de machine (1.1, 1.2) sont maintenus
au-dessus du couloir de commande (6) à une poutre transversale (4) reliant les bâtis
de traitement (2.1, 2.2).
8. Machine à texturer selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisée en ce que plusieurs dispositifs de refroidissement (10.1, 10.2) sont associés aux dispositifs
de chauffage (9.1, 9.2) d'au moins une des moitiés de machine (1.1, 1.2) sur un côté
de sortie et en ce que les dispositifs de refroidissement (10.1, 10.2) et les dispositifs de chauffage (9.1,
9.2) forment dans le plan entre eux chaque fois un trajet de fil rectiligne par poste
de traitement (24.1, 24.2).
9. Machine à texturer selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce qu'une multiplicité de dispositifs de réchauffage (14.1, 14.2) destinés à chauffer les
fils sont disposés après les unités de texturation (11.1, 11.2) par moitié de machine
(1.1, 1.2) et en ce que les dispositifs de réchauffage (14.1, 14.2) sont disposés dans la moitié de machine
concernée (1.1, 1.2) en oblique avec une inclinaison dans la direction longitudinale
de la machine en étant situés ensemble dans un plan.
10. Machine à texturer selon la revendication 9, caractérisée en ce que les dispositifs de réchauffage (14.1, 14.2) des moitiés de machine (1.1, 1.2) sont
maintenus dans une région inférieure des bâtis de traitement (2.1, 2.2).
11. Machine à texturer selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que plusieurs systèmes de fourniture (8.1, 8.2, 25.1, 25.2) sont associés aux unités
de texturation (11.1, 11.2) pour le transport et l'étirage des fils par poste de traitement
(24.1, 24.2), de telle manière que les systèmes de fourniture (8.1, 8.2, 25.1, 25.2)
puissent être commandés à partir du couloir de commande (6).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente