[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Herstellen von Gebinden, wobei
eine Unterlage unter dieselben gelegt wird, und wobei bspw. eine Faltstation überstehende
Ränder in Richtung zum Gebinde faltet.
[0002] Die Gebinde weisen Behälter auf, wobei Behälter im Sinne der Erfindung beispielsweise
Flaschen, Dosen, Tuben, Pouches sind, jeweils aus Metall, Glas und/oder Kunststoff,
also zum Beispiel auch PET-Flaschen, aber auch andere Packmittel, insbesondere solche,
die zum Abfüllen von flüssigen oder viskosen Produkten bare auch zur Aufnahme von
Lebensmitteln geeignet sind, aber auch bereits zu Gruppen (Mehrfachpack, Gebinde)
zusammen gefasste Behälter. Behälterbehandlungsanlagen sind zum Beispiel Rinser, Füller,
Verschließer aber auch Etikettiermaschinen. Diese können umlaufender Bauart oder linearer
Bauart sein. Behälterbehandlungsanlagen umlaufender Bauart weisen einen Transportstern
auf, an welchem die Behälter einer Kreisbahn folgend beispielsweise an Etikettiervorrichtungen
vorbeigeführt werden. Vor dem Etikettieren können die Behälter nach Erkennungsmerkmalen
ausgerichtet sein, so dass jedes Etikett gleich orientiert auf den Behälter aufbringbar
ist.
[0003] Nachdem die Behälter in der Behälterbehandlungsanlage behandelt wurden, können diese
einer Verpackungsmaschine zugeführt werden. Im Detail erfolgt die Herstellung der
Gebinde z.B. in einer so genannten Verpackungsmaschine in der Weise, dass die Behälter
auf einer Transportebene eines Transporteurs aufstehend und mit ihrer Behälterachse
in vertikaler Richtung oder im Wesentlichen vertikaler Richtung orientiert in einem
Massentransport bzw. in einem breiten Behälterstrom zugeführt werden, in dem die Behälter
hinsichtlich markanter Behälter und/oder Ausstattungsmerkmale eine willkürliche Orientierung
aufweisen können, da die vormalige Orientierung, also Ausrichtung verloren geht. Dieser
breite Behälterstrom wird dann durch Gasseneinteilung in mehrere einspurige Behälterströme
umgewandelt. In weiteren Verfahrensschritten erfolgt das Abteilen der die späteren
Gebinde bzw. deren Behältergruppen bildenden Behälter aus den einspurigen Behälterströmen,
das Zusammenführen der notwendigen Anzahl von Behältern jeweils zu einer verdichteten
Behältergruppe, in der die Behälter mit mehreren Mantel- oder Umfangsflächen, also
mit den Kontakt- oder Berührflächen gegeneinander anliegen, und dass Verbinden der
Behälter jeder Behältergruppe zu dem kompakten und festen bzw. stabilen Gebinde.
[0004] Möglich ist, die einzelnen Behälter des Gebindes miteinander zu verbinden, wobei
z.B. eine Umschlingung z.B. mit einem Halteband oder einem anderen umfassenden Element
denkbar ist. Ein solches umfassendes Element kann zum Beispiel ein Kartonzuschnitt
oder ein Folienabschnitt sein, welcher um das betreffliche Gebinde gelegt und entsprechend
befestigt wird. Die Kartonenden können miteinander verklebt werden. In einem Schrumpftunnel
können die zunächst anliegenden Folien aufgeschrumpft werden. Denkbar ist auch, dass
die Gebinde eine stabilisierende Unterlage bekommen, welche z.B. als Kartonzuschnitt
ausgeführt ist, auf welcher die Behälter aufstehen. Eine solche Unterlage ist sinnvoll,
wenn das spätere Gebinde z.B. aus mehreren Lagen von Teilgebinden gebildet werden
soll. Dabei kann an der Unterlage angegriffen werden, so dass das eine Teilgebinde
auf das andere gesetzt wird.
[0005] Anschließend kann ein umfassendes Element vorgesehen werden, um die gestapelten Gebinde
zu umfassen. Die Kartonzuschnitte werden als solche bevorzugt im entfalteten Zustand
aus einem Magazin entnommen und können vor oder nach Zuführung zu dem späteren Gebinde
gefaltet werden, wobei eine entsprechend ausgeführte Faltstation Einsatz findet. Zur
Bildung der Folienabschnitte wird eine Folienrolle zu einer Folienbahn entrollt, wobei
die betrefflichen Folienabschnitte von der Folienbahn abgeschnitten werden. Hierzu
ist eine Folienschneidstation sinnvoll einsetzbar, so dass der jeweilige Folienabschnitt
die geforderten Dimensionen des jeweils zu verpackenden Gebindes hat. In einer weiteren
Ausführung kann zwischen den Behältern der späteren Gebinde ein Abstandselement, also
das Trennelement angeordnet werden, welches z.B. als Steg oder beispielsweise als
Gefache ausgeführt ist. Dieses Gefache ist zumeist aus einem Karton oder aus Pappe
gebildet, und wird vor dem Einsetzen in das spätere Gebinde aufgefacht, wobei eine
Einsetzstation, welche beispielhaft als Stegeinsetzer oder Gefacheeinsetzer bezeichnet
werden kann, Verwendung findet. Möglich ist aber auch, eine Mehrzahl an Behältern
in Aufnahmekartons einzusetzen, wobei die Trennelemente, also die Stege oder Gefache
quasi Waben innerhalb des Kartons bilden, in welchen die Behälter angeordnet sind.
[0006] Es ist bekannt, mehrere Artikel jeweils zu einer Artikelgruppe zusammen zu fassen
oder zu formieren und aus den Artikelgruppen unter Verwendung von Schrumpffolien (z.B.
US 7 726 464 A1) feste bzw. transportfähige Lager- und Transporteinheiten oder Gebinde herzustellen.
Nachteilig ist hierbei unter anderem, dass die dabei verwendeten Folien sowie insbesondere
das Aufschrumpfen der Folien durch Wärme- oder Energieeintrag nicht unerhebliche Kosten
verursacht.
[0007] Vorgeschlagen wurde auch bereits, transportfähige Gebinde dadurch herzustellen, dass
die jeweils zu einer Behältergruppe formierten Behälter durch eine die Behältergruppe
schlaufenartig umgreifende Umreifung (
DE 10 2009 025 824 A1,
DE 10 2009 044 271 A1,
DE 41 26 212 A1) verpackt, d.h. miteinander zu einem Gebinde verbunden werden, was eine besonders
kostengünstige und einfache Möglichkeit zur Herstellung von Gebinden bzw. Transport-
und Lagereinheiten darstellt. Die Umreifung kann auch mit den Behältern verklebt werden.
Nachteilig bei der Umreifung ist allerdings, dass beim ersten Entnehmen eines Behälters
aus einem solchen Gebinde die in dem Gebinde verbliebenen Behälter durch die Umreifung
nicht mehr zusammengehalten werden. Dies gilt nicht nur dann, wenn die Umreifung getrennt
oder zerschnitten wird, sondern auch dann, wenn es möglich ist, ohne Durchtrennen
der Umreifung einen Behälter aus dem Gebinde zu entnehmen.
[0008] Weiterhin besteht beim Transport derartiger Gebinde auf einem Bandfördermittel immer
die Gefahr, dass sich zylindrische oder weitgehend zylindrische Artikel, wie Dosen,
Flaschen oder Behälter durch Vibration, Stöße etc. eine nestende Position einnehmen,
also in die Lücke der Nachbarreihe rutschen. Um dies zu verhindern muss bei bekannten
Gebinden eine sehr große Spannung auf die Umreifung gebracht werden.
[0009] Die
DE 10 2006 037 105 A1 dagegen befasst sich mit einem Verfahren zum Zusammenstellen von Flaschenpaketen,
bei welchem auf beiden Seiten einer Bahn ein Drehstern vorgesehen wird, welcher Flaschenhälse
in Klammern an Flachträgern hineindrückt. Das Flaschenpaket wird noch mit einem Band
oder einer Umhüllung (Folie) umfasst.
[0010] Gemäß der
DE 23 31 193 wird an Behälter ein Klebemittel in schmalen Flächen oder Reihen angebracht, wobei
jeweils benachbarte Flächen, welche nicht mit Klebemittel versehen sind, ein Greifen
der Packung zum Zwecke des Tragens ermöglichen soll. An den Klebestellen kleben die
Behälter aneinander. Die
EP 2 096 039 A1 offenbart ebenfalls Behälter mit einem Klebemittel zu versehen, wobei aber zudem
noch eine Schrumpffolie um das Flaschenpaket angeordnet wird.
[0011] Aus der
EP 2 500 296 A1 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Gruppieren von Stückgut entlang einer
Förderstrecke. Mittels in den Förderstrom eingreifenden Einteilerelementen werden
Lücken zwischen einander folgenden Stückgütern ausgebildet. Die Einteilerelemente
sind in ihrer Vorschubbewegung und/oder -geschwindigkeit wegen der verwendeten getriebelosen
Direktantriebe entlang der Bewegungsbahn individuell steuerbar. Die Einteilerelemente
tauchen von unterhalb der Bewegungsbahn auf, teilen ein Anzahl an Behältern von dem
Behälterstrom ab, halten den Behälterstrom zunächst auf, so dass zu den abgetrennten
Behältern eine Lücke entsteht: Die Einteilerelemente beschleunigen dann und tauchen
wieder unter das Niveau der Bewegungsbahn. Insofern kombiniert die
EP 2 500 296 A1 eigentlich nur die vor deren Anmelde- bzw. Prioritätstag bekannte Einteiltechnik
mit Einteilfingern, die auf umlaufenden Balken angeordnet sind, mit einem Antriebssystem,
welches durch getriebelose Direktantriebe gebildet ist.
[0012] Die
DE 10 2011 081 705 A1 beschäftigt sich ebenfalls mit einem Verfahren und einer Vorrichtung zum Gruppieren
von Behältern. Dabei weist die Vorrichtung zwei Fördereinrichtungen mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten auf. Die zweite Fördereinrichtung ist schneller, als die erste Fördereinrichtung.
So werden die, die zweite Fördereinrichtung erreichenden Behälter schnellere bewegt
als die Behälter auf der zweiten Fördereinrichtung. So entsteht zwischen den Behältern
auf der zweiten Fördereinrichtung eine Lücke. Mittels einer Schiebe- oder Rückhalteeinrichtung
werden die Behälter auf der zweiten Fördereinrichtung beschleunigt, verzögert und/oder
gegeneinander verschoben, so dass die ursprüngliche Lücke verändert ist. Dabei wird
z.B. der nacheilende Behälter auf den voreilenden Behälter geschoben. Die entsprechende
Beschleunigung wird mittels linearmotorischer Antriebe erreicht, wobei die einzelnen
Elemente der Schiebe- oder Rückhalteeinrichtung individuell steuerbar sind.
[0013] Dokument
US5765336A offenbart eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0014] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art anzugeben,
bei welcher ein Transport von Unterlagen zu dem Gebinde und zudem ein Umfalten des
Tray-Randes vereinfacht ist.
[0015] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1.
[0016] Weiterbildungen, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben sich
auch aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen. Dabei sind alle
beschriebenen Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination grundsätzlich Gegenstand
der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Auch wird der Inhalt der Ansprüche zu einem Bestandteil der Beschreibung gemacht.
[0017] Es wird eine Vorrichtung zur Herstellung von Gebinden angegeben, wobei aus einem
breiten Behälterstrom mittels Gassenteilung Behälter in mehrere einspurige Behälterströme
umgewandelt werden, und mit mindestens einer Abteil und/oder Verdichtereinheit zum
Abteilen und Verdichten einer vorbestimmten Anzahl an Behältern, verdichtete oder
formierte Behältergruppen und/oder Teilgebinde gebildet und nachfolgend jeweils zu
einem späteren Gebinde zusammengefasst werden, wobei zumindest eine Unterlagen- oder
Zuschnittzuführung vorgesehen ist, welche Unterlagen oder Aufstandszuschnitte von
unterhalb einer Transportebene in Richtung zur Transportebene fördert, so dass die
Gebinde mit den Behältern auf den Zuschnitten aufstehen. Erfindungsgemäß weist zumindest
die Unterlagen- oder Zuschnittzuführung einen Lineartransporteur auf, welcher an Bewegungselementen
angeordnet Greifmittel aufweist, welche den Aufstandszuschnitt greifen und auf die
Transportebene fördern.
[0018] Vorteilhafterweise werden die Unterlagen oder Aufstandszuschnitte mittels der an
den Bewegungselementen (Mover, Schlitten oder Wagen) angeordneten Greifelemente gegriffen.
und werden an diesen gehalten von unterhalb der Transportebene, auf welcher die Gebinde
aufstehen, bis zur Behältergruppierung also zu dem Gebinde transportiert.
[0019] Zweckmäßig ist wenn die Greifmittel relativ zum Bewegungselement beweglich an diesem
gelagert sind. Dies hat den Vorteil, dass die Greifelemente die Aufstandszuschnitte
mit einer bestimmten Spannkraft belasten können, was die Lagestabilität bei dem Transport
weiter erhöht. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass ein Abstand zu einem
folgenden oder zu einem benachbarten Aufstandszuschnitt erzeugbar ist, worauf aber
noch weiter eingegangen wird. Die Greifmittel können dazu separat ansteuerbar sein,
und mit einer zentralen Steuereinheit in Verbindung stehen. Die Greifmittel können
quer- und/oder längsbeweglich an dem Bewegungselement gelagert sein.
[0020] In weiter günstiger Ausgestaltung kann das jeweilige Bewegungselement Greifmittel
aufweisen, welche zum einen jeweils seitlich und zum anderen zusätzlich zu den an
der ersten vorderen Seite angreifenden Greifmitteln noch an der dazu gegenüber liegenden
zweiten, hinteren Seite des Aufstandszuschnittes angreifen. So ist der Aufstandszuschnitt
beispielsweise an vier Ecken oder Eckbereichen lagesicher gehalten. Bevorzugt ist
jedoch, wenn der Aufstandszuschnitt entweder an dem in Transportrichtung gesehenen
vorderen Ende oder an dessen hinterem Ende von den Greifmitteln gehalten wird. Dies
ist möglich, da der Aufstandszuschnitt, grundsätzlich in sich eine gewisse Stabilität
hat.
[0021] Die Greifelemente können mechanisch betätigt sein. Möglich ist auch, dass ein oder
mehrere Vakuumgreifer an dem Bewegungselement angeordnet sind. Die Vakuumgreifer können
den Aufstandszuschnitt ansaugen, was grundsätzlich vorteilhaft ist.
[0022] Sind Gebinde zu Umhüllen, welche nebeneinander angeordnet sind, kann es zweckmäßig
sein, auch zwei Lineartransporteure vorzusehen. Dabei können die Greifmittel an den
Bewegungselementen jeweils den Aufstandszuschnitt der betreffenden Bahn transportieren.
Denkbar ist aber, wenn die benachbarten Bewegungselemente mit ihren Greifmitteln zusammenwirken.
[0023] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Faltstation als Lineartransporteur mit einer
geschlossenen Bewegungsbahn ausgeführt ist, an welcher Schlitten in einer gemeinsamen
Richtung umlaufen, wobei an dem jeweiligen Schlitten zumindest ein Faltkopf angeordnet
ist. An den Schlitten können mehre Faltköpfe angeordnet sein, welche unabhängig voneinander
steuerbar sein können.
[0024] Dass die Schlitten im Wesentlichen in einer gemeinsamen Richtung umlaufen, bedeutet
im Sinne der Erfindung, dass die Schlitten gegebenenfalls vereinzelt und kurzzeitig
in eine andere Richtung als die gemeinsame, eigentlich vorgegebene Umlaufrichtung
bewegt werden können, wenn dies nach den gegebenen Umständen beispielsweise zum Verändern
eines Abstandes zum folgenden oder vorlaufenden Schlitten sinnvoll erscheint. Hier
liegt aber auch ein weiterer Vorteil der Erfindung, indem die Schlitten unabhängig
voneinander an der Bewegungsbahn in ihrer jeweiligen Bewegung ansteuerbar sind.
[0025] Der Lineartransporteur weist idealerweise eine geschlossene Bewegungsbahn auf, an
welcher die einzelnen Schlitten angeordnet sind, welche umlaufen. Die Schlitten können
auch als Mover bezeichnet werden. Die Bewegungsbahn weist linear ausgerichtete Bewegungsbahnabschnitte
und dazwischen angeordnete Umlenkbereich auf, so dass eine geschlossene Bewegungsbahn
gebildet ist. Die linear ausgerichteten Bewegungsbahnabschnitte, die auch als Hintrum
und als Rücktrum bezeichnet werden, können gebogene oder schräg orientierte Teilabschnitte
aufweisen, um z.B. einen Höhenunterschied auszugleichen, oder um zum Beispiel eine
Richtungsänderung in horizontaler Richtung auszubilden.
[0026] Die Schlitten sind individuell ansteuerbar, so dass jeder Schlitten eine jeweilige
Geschwindigkeit haben kann. So sind die Schlitten unabhängig voneinander so steuerbar,
dass der jeweilige Schlitten an dem jeweiligen Bewegungsbahnabschnitt in seiner Geschwindigkeit
gleich zu anderen an den betreffenden Bewegungsbahnabschnitt befindlichen Schlitten
ist, wobei dieser betreffliche Schlitten relativ zu anderen an derselben Bewegungsbahn
respektive an demselben Bewegungsbahnabschnitt befindlichen Schlitten aber auch beschleunigt,
verzögert oder gar in seiner Bewegungsrichtung kurzeitig umgekehrt werden kann. Dies
ist vorteilhaft, da so eine sehr geringe Anzahl an Schlitten vorgesehen werden kann,
da die sich entlang des Rücktrums bewegenden Schlitten die sich entlang des Hintrums
bewegenden Schlitten überholen können. Die Bewegungsbahn kann selbstverständlich eine
Schleuse zum Ausschleusen nicht benötigter oder zu überprüfender Schlitten aufweisen.
Die Schleuse kann selbstverständlich auch zum Einschleusen genutzt werden. Die jeweiligen
Schlitten können z.B. so angesteuert werden, dass diese bei einer Übernahme der Trennelemente
mit angepasster Geschwindigkeit bewegt werden, oder gar abgebremst werden und nachfolgend
einen Geschwindigkeitsaufbau erfahren, so dass quasi eine sanfte Übernahme der Trennelemente
erfolgt, welche entlang z.B. eines Beschleunigungsabschnittes der Bewegungsbahn zu
den nachfolgenden beabstandet werden.
[0027] Der Lineartransporteur ist in der Art einer elektromagnetischen Bahn ausgeführt,
wobei die Schlitten getriebelos an dieser direkt ansteuerbar umlaufen. Dazu ist eine
Schnittstelle der Bewegungsbahn mit einer Steuereinheit verbindbar. Der Lineartransporteur
kann demnach ein elektromagnetischer Direktantrieb sein. Dabei erfolgt der eigentliche
Antrieb durch ein dynamisch steuerbares elektromagnetisches Feld entlang der Schiene
oder Bahn, wodurch der auf dem schlittenartigen Bewegungselement (nachfolgend "Schlitten"
genannt), der auch als Mover bezeichnet werden kann angeordnete Permanentmagnet/-packung
durch die magnetische Kraft bzw. das Magnetfeld gesteuert bewegt wird. Die Bezeichnung
als Schlitten schließt allerdings auch eine Rad- oder Rollenführung mit ein.
[0028] Die an den Schlitten angeordneten Faltköpfe können bezogen auf den Lineartransporteur
aber auch bezogen auf den Schlitten selbst jede Bewegung ausführen sind also entsprechend
in ihren Freiheitgraden ansteuerbar. Ein Ansteuern erfolgt in idealer Ausführung über
eine zentrale Einheit, welche auch die Steuerung der Schlitten bewirken kann.
[0029] Zweckmäßig ist, wenn die Bewegungsbahn des Lineartransporteurs zu einem Magazin geführt
ist, so dass die an den Schlitten angeordneten Faltköpfe die betreffende Unterlage
aus dem Magazin entnehmen können. Dabei können die Schlitten zur Übernahme der Unterlage
kurzzeitig gestoppt werden, so dass eine sichere Übernahme gewährleistet ist. Die
Unterlagen können sodann mittels der Faltköpfe an den Schlitten gehalten in Richtung
zum Gebinde transportiert werden, und dort gegebenenfalls wieder abgebremst, oder
gar kurzfristig gestoppt werden. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestalten ist
eine Entnahmevorrichtung stationär an dem Unterlagenmagazin vorgesehen, in Form eines
schwenkenden oder rotierend, umlaufenden Sauggreifers, welcher die Unterlagen an die
Greifer der Schlitten übergibt. Hierzu werden idealerweise die Geschwindigkeiten von
Schlitten bzw. dessen Greifer und der Entnahmevorrichtung synchronisiert.
[0030] Die Unterlagen befinden sich üblicher Weise in flachem, ungefaltetem Zustand in dem
Magazin. Mittels der an den Schlitten angeordneten Faltköpfe können die Unterlagen
aus dem Magazin entnommen werden. Sinnvoll ist, wenn mehrere Faltköpfe an dem Schlitten
angeordnet sind, wobei die Faltköpfe relativ zueinander bewegbar sind. Zum Entnehmen
aus dem Magazin kann auch vorgesehen sein, dass die betreffende Unterlage zunächst
angesaugt wird, weshalb an den Schlitten auch Elemente mit einer Saugfunktion angeordnet
sein können, wobei natürlich auch die Faltköpfe selbst eine Saugfunktion aufweisen
können. Zudem können die Faltköpfe mechanische Haltefunktionen ausführen. Die jeweilige
Medium Versorgung stellt dabei kein Problem dar. Denn zum einen kann die Medium Versorgung
an der Bewegungsbahn angeordnet sein, wobei das Medium abgegriffen wird, oder der
Schlitten trägt eine entsprechende Medium Versorgung als Speicher bei sich. Der Speicher
müsste natürlich beizeiten aufgefüllt werden, weswegen die optionale Schleuse vorgesehen
sein kann. Der Speicher kann als Energiespeicher oder dergleichen ausgeführt sein,
so dass die an dem Schlitten angeordneten Funktionseinheiten mit der notwendigen Energie
versorgt sein können.
[0031] Mittels der Schlitten, die an der Bewegungsbahn umlaufen, welche wie oben bereits
erwähnt als Schiene ausgeführt ist, können die Unterlagen nun an den Faltköpfen gehalten
transportiert werden, ohne dass die Unterlagen entlang einer Gleitbahn gleiten müssen.
Die bisher übliche Gleitbahn kann sogar entfallen, wenn die Unterlagen an den Faltköpfen
gehalten quasi schwebend transportiert werden.
[0032] Ein besonderer Vorteil besteht darin, dass die ergriffenen Unterlagen auf dem Transportweg
zum Übergaben an die Gebinde nicht unmittelbar nach der Entnahme aus dem Magazin flach
auf das Förderband gelegt werden müssen, sondern in dichter, ggf. gefächerter Formation
verbleiben können, so dass die Zuführstrecke des Transportweges als eine Art Stau-
oder Zwischenpufferstrecke fungiert. Ein ggf. nötige Beabstandung kann der stromaufwärts
letzte Mover (Schlitten mit Greifer) dann durch entsprechende Beschleunigung bewerkstelligen.
[0033] Die Unterlagen werden sodann in der notwendigen Position unter die Gebinde gelegt
bzw. den Behältergruppen untergeschoben. Ist die Unterlage unter die Gebinde gelegt,
übernehmen die Faltköpfe nunmehr das Hochfalten der überstehenden Ränder. Insofern
haben die Schlitten nicht nur die Funktion des Herantransportierens der Unterlagen.
Vielmehr begleiten die Schlitten die Gebinde noch, um die überstehenden Ränder hoch
zu falten. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Schlitten in ihrer Geschwindigkeit
verringert werden. Möglich ist auch, wenn die Schlitten die gleiche Geschwindigkeit
haben wie die Gebinde, welche auf der Unterlage aufstehend auf einem Gebinde Transporteur
beispielsweise zu einer Folieneinschlagstation transportiert werden.
[0034] Die Faltköpfe können bezüglich ihrer Faltaufgabe als aktive oder passive Faltköpfe
ausgeführt sein.
[0035] Nach dem die überstehenden Ränder in Richtung zu den das Gebinde bildenden Behältern
gefaltet ist, weisen die Gebinde einen größeren Abstand auf, welcher um die Dimension
der hochgefalteten Ränder erhöht ist. Das heißt, dass das Gebinde um die hochgefalteten
Tray-Rands kleiner wird.
[0036] Möglich ist, dass der Lineartransporteur gemäß der Erfindung auch den Weitertransport
zu der optionalen Folieneinschlagstation übernimmt. Dazu müsste die Bewegungsbahn
entsprechend verlängert werden, was aber aufgrund der individuellen Anpassbarkeit
kein Problem darstellt. Möglich wäre dann aber, den oben genannten Abstand zu verringern,
indem die Schlitten entsprechend angesteuert werden.
[0037] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der in den Figuren gezeigten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine Vorrichtung zum Vereinzeln und Falten von Unterlagen.
- Fig. 2
- Die Vorrichtung zum Vereinzeln von Unterlagen.
- Fig. 3
- Die Vorrichtung aus Fig. 2 in einer Variante für die Vereinzelung.
- Fig. 4
- Die Vorrichtung zum Falten von Unterlagen in prinzipieller Ansicht.
- Fig.5
- Ein formschlüssiges Faltvorrichtung mit Führungsrolle in translatorischer Bewegung.
- Fig. 6
- Ein formschlüssiges Faltvorrichtung in rotatorischer Bewegung.
- Fig. 7
- Ein kraftschlüssiges Faltvorrichtung in rotatorischer Bewegung.
- Fig. 8
- Eine Anordnung der Faltvorrichtung in prinzipieller Ansicht.
- Fig. 9
- Eine Vorrichtung zur Zufuhr eines Mediums in prinzipieller Ansicht.
[0038] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, weswegen diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0039] Figur 1 zeigt einen Teilausschnitt einer Vorrichtung als Bestandteil einer Verpackungsmaschine
1 zur Herstellung von Gebinden 2. Beispielhaft, aber nicht zwingend nötig, werden
hierbei aus einem breitem Behälterstrom mittels Gassenteilung Behälter 3 in mehrere
einspurige Behälterströme umgewandelt werden, und mit mindestens einer Abteil- und/oder
Verdichtereinheit zum Abteilen und Verdichten einer vorbestimmten Anzahl an Behältern
3, verdichtete oder formierte Behältergruppen bzw. Teilgebinde gebildet und nachfolgend
jeweils zu einem späteren Gebinde 2 zusammengefasst werden, wobei eine Unterlagenzuführeinrichtung
4 sowie zumindest eine Faltstation 5 vorgesehen sind.
[0040] Die Unterlagenzuführeinrichtung 4, besteht aus einem Unterlagenmagazin 12 und einer
Unterlagenvereinzelung 10. Die Unterlagenzuführeinrichtung 4 und die Faltstation 5
sind über einen Lineartransporteur 6 verbunden und arbeiten mit diesem zusammen, welcher
an Schlitten 7 angeordnete Führungs-, Halte- und/oder Faltvorrichtungen aufweist.
Diese halten eine Unterlage 9 und/oder falten diese. Die Unterlagen 9 sind nur skizzenhaft
dargestellt und hinsichtlich der tatsächlichen Länge nicht maßstäblich dargestellt.
[0041] Die Unterlage 9 wird durch eine geeignete Unterlagenvereinzelung 10 aus einem unterhalb
der Transportebene 11 angeordneten Unterlagenmagazin 12 entnommen und an ein oder
mehrere ebenfalls unterhalb der Transportebene 11 bereitstehendes Halte- und Faltvorrichtung
8 übergeben und durch diese so transportiert, dass die Unterlage 9 von unterhalb der
Transportebene 11 in einer geeigneten Bahn durch die Transportebene 11 und auf diese
gefördert wird. Vorteilhaft ist es dabei, wenn beispielweise durch einen geeigneten
Radius 13 zwischen dem aufsteigenden Abschnitt des Linearförderers 6 in Transportrichtung
B unterhalb der Transportebene 11 und dem fast tangentialen Anschluss an den horizontalen
Abschnitt auf Transportebene 11 erreicht werden.
[0042] Im bestimmungsgemäßen Betrieb trifft die Vorderkante des Gebindes 2 mit der Vorderkante
der Bodenfläche der Unterlage 9 so zusammen, das das Gebinde 2 nach dem vollständigen
Auftauchen der Unterlage 9 auf der Bodenfläche 9.1 positioniert ist. Im Anschluss
daran findet im Bereich der Faltstation 5 als ein Abschnitt auf der Transportebene
11 der Faltvorgang der Unterlage 9 um das Gebinde mittels der die Halte- und Faltvorrichtung
8 statt, die nach Abschluss des Faltvorganges wieder unterhalb der Transportebene
11 zurückgeführt werden.
[0043] Der elektromagnetische Lineartransporteur 6 weist eine geschlossene Bewegungsbahn
14 auf, an welcher die einzelnen Schlitten 7 (Mover) umlaufen. Die Schlitten 7 sind
individuell ansteuerbar, so dass jedes Schlitten7 mit einer eigenen, unabhängigen
Geschwindigkeit angetrieben werden kann. An einem Hintrum 15 der Bewegungsbahn 14
ist die Geschwindigkeit der dort befindlichen Schlitten 7 abhängig von dem gewünschten
Transportverhalten der Gebinde zueinander gleich oder es kann bereits eine Verdichtung
erfolgen auf dem Hintrum 15 im Bereich der Faltstation 5 erfolgen. Dies kann sinnvoll
sein, da für die flache Unterlage 9 anfänglich ein sehr großer Abstand zu einem benachbarten
Gebinde oder Unterlage 9 erforderlich ist, der mit dem Aufstellen eines oder beider
Seitenteile 9.2 geschlossen oder zumindest stark verringert werden kann. Damit wird
eine höhere Dichte und Vorbereitung auf die nachfolgenden Behandlungsschritte der
Gebinde erreicht. Entlang des Rücktrums 16 können die Schlitten 7 wiederum eine ganz
andere Geschwindigkeit haben und insb. kurz vor der Unterlagenzuführeinrichtung 4
in einer sehr dichten Bereitstellungsposition sein. Die Bewegungsbahn 14 kann selbstverständlich
eine Schleuse zum Ausschleusen nicht benötigter oder zu überprüfender Schlitten 7
aufweisen.
[0044] Der Hintrum 15 der Bewegungsbahn 14 ist im Sinne der Erfindung der Abschnitt der
Bewegungsbahn 14, an welchem die Unterlagen 9 von unterhalb der Transportebene 11
zu dieser transportiert werden. Der Rücktrum 16 ist dann der Abschnitt, an welchem
die Schlitten 7 ohne daran gehaltene und/oder mitbewegte Unterlagen 9 bewegt werden.
Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind an dem Hintrum 15 die Unterlagenzuführung
4 und Faltstation 5 angeordnet. Der Hintrum 15 weist in Förderrichtung (Pfeil A) gesehen
im Bereich der Unterlagenvereinzelung 10 und -zuführung 4 einen in Richtung zur Transportebene
11 ansteigenden Bewegungsabschnitt auf, so dass die Unterlagen 9 durch einen Spalt
auf die Transportebene 11 gefördert werden können. In der Faltstation 5 dann wird
die Unterlage 9 um das Gebinde 2 gefaltet.
[0045] Der Lineartransporteur 6 ist in der Art einer elektromagnetischen Bahn ausgeführt,
wobei die Schlitten 7 getriebelos an dieser direkt ansteuerbar umlaufen, wobei die
jeweils gewünschte Geschwindigkeit des jeweiligen Schlittens 7 individuell ansteuerbar
ist. Dazu ist eine Schnittstelle der Bewegungsbahn 14 mit einer Steuereinheit verbindbar.
Der Lineartransporteur 6 kann demnach ein elektromagnetischer Direktantrieb sein.
Ersichtlich ist der Vorteil, dass die Schlitten 7 entlang des Rücktrums 16 sehr schnell
in Richtung zum Hintrum 15 geführt werden können, so dass die Gesamtzahl der Schlitten
7 im Vergleich zu einem Transporteur mit unveränderlicher Teilung reduziert werden;
denn die entlang des Hintrums 15 erforderliche Teilung kann entlang des Rücktrums
16 aufgehoben werden, was in Figur 1 anhand der gruppierten Schlitten 7 entlang des
Rücktrums 16 erkennbar ist.
[0046] Bei der in Figur 2 gezeigten Ausgestaltung der Unterlagenvereinzelung 10 ist das
Unterlagenmagazin 12 unterhalb der Transportebene 11 im Bereich des ansteigenden Bahnabschnittes
so zur Bewegungsbahn 14 angeordnet, das die Unterlagen 9 annähernd parallel und beabstandet
zur Bewegungsbahn 14 verlaufen. Die Unterlagenvereinzelung 10 kann, wie dargestellt,
durch eine an einem Hebel 17 fixierte und über eine geeignete Steuerung angetriebene
Absaugung 18 derart vereinzelt werden, dass die vereinzelte Unterlage 9 in ein bereitstehendes
Halte- und Faltvorrichtung 8 (nicht dargestellt) übergeben wird. Zweckmäßigerweise
ist der Abstand zwischen dem Unterlagenmagazin 12 und Schlitten 7 respektive Halte-
und Faltvorrichtung 8 so gewählt, dass keine Kollision untereinander auftreten kann.
Nicht dargestellt sind weitere Schlitten 7, die für die Bewegung und für die Bearbeitung
der Unterlage 9 notwendig sein können.
[0047] Eine Alternative zur gezeigten Absaugung stellt die Verwendung eines Linearantriebes
dar, wie zum Beispiel ein Pneumatikzylinder, der senkrecht zur Bewegungsbahn 14 mit
einem am Ende des Zylinders befindlichen Saugers in Richtung Unterlagenmagazin 12
zeigt. Auch hier wird durch die Hin- und Herbewegung des Zylinders die Unterlage 9
vereinzelt und an das bereitstehende Schlitten7 gebracht.
[0048] Figur 3 ist im Grundaufbau vergleichbar mit dem in Figur 2. Bei dieser Variante tritt
anstelle der Hebelabsaugung eine sogenannte rotierende Absaugung 19 zur Vereinzelung
der Unterlagen. Das Unterlagenmagazin 12 wird in geeigneter Weise in Abhängigkeit
vom Bewegungsablauf der Sauger an der Absaugung so angeordnet, dass eine sichere Vereinzelung
und anschließendes Übergeben der Unterlage 9 an das bereitstehende Halte- und Faltvorrichtung
8 eines Schlittens 7 gewährleistet ist. Vorteilhafterweise ist bei dieser Art der
Vereinzelung keine Wartezeit im Arbeitszyklus zu berücksichtigen, da nach Ablage der
Unterlage 9 durch einen Sauger der folgende Sauger mit der Vereinzelung beginnen kann.
[0049] Im Gegensatz dazu muss der Sauger nach Figur 2 nach der Vereinzelung einer Unterlage
9 erst in einer Warteposition verweilen, bis die Unterlage 9 durch das Halte- und
Faltvorrichtung 8 eines Schlittens 7 so in Förderrichtung (Pfeil A) bewegt wurde,
dass der Sauger sich wieder in Richtung Unterlagenmagazin 12 bewegen kann.
[0050] In Figur 4 sind in prinzipieller Ansicht die möglichen Positionen der Schlitten 7.1,
7.2 und 7.3 in Abhängigkeit der gewählten Funktion und Ausführungsform der zugehörigen
Faltvorrichtungen vor und nach dem Falten dargestellt und damit auch bei parallelem
Transport die relative Bewegung der Schlitten zueinander. Haben die drei Schlitten
7.1, 7.2 und 7.3 anfangs nach Übernahme der Unterlage die selbe Geschwindigkeit, holt
der hintere Schlitten 7.2 relativ zum Schlitten 7.2 auf, wird also zeitweise relativ
zu 7.1 beschleunigt und der vordere Schlitten 7.3 wird ebenfalls dem Schlitten 7.1
angenähert, wozu dieser Schlitten 7.3 relativ zu 7.1 und 7.2 zumindest zeitweise verlangsamt
wird. Dabei kann der selbe Effekt auch dadurch erreicht werden, dass die 7.1 und 7.2
relativ zu dem Schlitten 7.3 beschleunigt werden, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Nach dem finalen Aufstellen der Laschen 9.2 haben die drei Schlitten 7.1, 7.2 und
7.3 zeitweise wieder dieselbe Geschwindigkeit bzw. weisen keine Relativgeschwindigkeit
zueinander auf. Alternativ und analog zum Vorgenannten, können auch die Schlitten
7.1 und 7.3 relativ zu 7.2 verlangsamt werden.
[0051] Beispielhaft für die Annahme, dass die Faltvorrichtung 22 des Schlittens 7.1 unterhalb
der Unterlage 9 während des Faltvorganges keine Relativbewegung zur Unterlage 9 ausführt,
können sich die vorlaufende und rückwärtige Mitnahme- und Faltvorrichtungen 29 der
Schlitten 7.2 und 7.3 relativ zueinander bewegen, das heißt, der Abstand a zwischen
dem mittleren Schlitten 7.1 zum Vorlaufenden und der Abstand a zwischen dem mittleren
Schlitten 7.1 zum Rückwärtigen wird während des Faltvorganges kleiner (b). Das bedeutet
weiterhin, dass auch der Abstand der mit der Unterlage 9 umhüllten Gebinde 2 zueinander
nach dem Falten kleiner werden kann als der Abstand der Gebinde 2 mit der ungefalteten
Unterlage 9 zueinander. Damit einher besteht die Möglichkeit, gegenüber einer Faltstation
mit einer unveränderlichen Teilung, hier die Gebinde nach dem Falten mit einer kleineren
Teilung zu transportieren.
[0052] Figuren 5a und 5b zeigen beispielhaft zwei verschiedene Arbeitspositionen der Faltvorrichtung
22 entlang der Steuerkurve 20. Die Transportrichtung ist hier senkrecht zur Bildebene.
In der Figur 5a hat die Faltvorrichtung 22 eines Schlittens 7 den ansteigenden Abschnitt
erreicht und befindet sich in dieser Position noch unterhalb der Transportebene 11,
in der Darstellung nach Figur 5b hat die Faltvorrichtung 22 die oberste Position der
Steuerkurve 20 erreicht und der Faltkopf 27 befindet sich nun oberhalb der Transportebene
11 und hat eine oder mehrere der beweglichen Laschen 9.2 der Unterlage 9 nach oben
gefaltet.
Wie in Figur 5 erkennbar, sind Teilkomponenten der Faltvorrichtung 22 beweglich relativ
zu dem tragenden Schlitten 7. Beispielhaft weist die Faltvorrichtung 22 ein Schubgelenk
23 auf, welches an dem Schlitten 7 gelagert ist. Das Schubgelenk 23 trägt ein relativ
zu diesem bewegliches Tragelement 24, welches bevorzugt als Winkelelement ausgeführt
ist. Es weist weiterhin einen zur Transportebene 11 parallel verlaufenden Verbindungsschenkel
25 und einen senkrecht dazu verlaufenden Rollenschenkel 26 auf. An dem am Trägerelement
21 ist der Faltkopf 27 in der Ausgestaltung eines Viertelrundprofiles angeordnet.
An dem Rollenschenkel 26 ist das Führungselement 28 in der Ausgestaltung als Rolle
angeordnet. Der Rollenschenkel 26 steht zudem mit dem Schubgelenk 23 in Verbindung.
[0053] Die vorzugsweise Verwendung eines Viertelkreises als Faltvorrichtungsprofil führt
beim Auftauchen zu einem nahezu tangentialen Anlegen der Lasche 9.2 an das Profil.
Mit dem weiteren Auftauchen bis zum Erreichen der obersten Position liegt die bewegliche
Lasche 9.2 ebenfalls tangential an dem Faltkopf 27. Hierbei ist der Abstand der Faltvorrichtung
22 zur Faltlinie der Lasche in geeigneter Weise so zu wählen, das nach Abschluss des
Faltvorganges die Lasche 9.2 in einem Winkel von annähernd 90 Grad aufgerichtet ist.
[0054] Figur 6 zeigt eine zur Faltvorrichtung 22 alternative Ausführung. Diese Mitnahme-
und Faltvorrichtung 29 gem. Figur 6 in der linken Darstellung zeigt das Segment in
der Funktion des Mitnehmens. Dabei ist das Segment rückwärtig mit dem Mitnehmerelement
an die ungefaltete Unterlage 9 angelehnt und treibt die Unterlage 9 durch die am Schlitten
7 drehbar gelagerte Mitnahme- und Faltvorrichtung 29 in Förderrichtung (Pfeil A) an.
[0055] In der rechten Darstellung ist die Endposition des Mitnahme- und Faltkopfes 29 zu
erkennen. Hierzu wird das Segment über eine nicht dargestellte Anordnung aus Anlenkhebel
und Steuerkurve gegenüber dem Schlitten 7 so angelenkt, dass eine Drehung der Mitnahme-
und Faltvorrichtung 29 von ungefähr 90 Grad im Uhrzeigersinn erreicht werden kann.
Gleichzeitig wird das Mitnahme- und Faltvorrichtung 29 in Förderrichtung (Pfeil A)
derart positiv angetrieben, dass mit der Drehung die ungefaltete Lasche 9.2 der Unterlage
9 um 90 Grad nach oben gefaltet wird. Die Anlagefläche der Faltvorrichtung 29 wirkt
dabei nach der ausgeführten Funktion Falten wieder als Mitnehmer für die jetzt teilweise
gefaltete Unterlage 9. Gemäß der dargestellten Förderrichtung (Pfeil A) ist in dem
Beispiel das rückwärtige Mitnahme- und Faltvorrichtung 29 zu erkennen. Es ist daher
vorstellbar, ein solches Segment auch an der Vorderkante der ungefalteten Unterlage
9 zu verwenden. Dabei würde zur Einleitung des Faltvorganges allerdings das vorlaufende
Schlitten 7 sich nicht positiv, also schneller als die Unterlage 9 in Förderrichtung
(Pfeil A) bewegen, sondern sich verzögert gegenüber der Unterlage 9 bewegen, so dass
am Ende des Bewegungsablaufes auch hier die Anlagefläche der Mitnahme- und Faltvorrichtung
29 an der gefalteten Lasche 9.2 anliegt.
[0056] Auch Figur 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Halte- und Faltvorrichtung
8. In der linken Darstellung ist das Segment in seiner Ausgangsposition als Haltesegment
zu erkennen. Der Sauger 30 ist dabei drehbar an einem nicht dargestellten Schlitten
7 angeordnet und lässt sich ebenfalls über eine nicht dargestellte Anordnung aus Anlenkhebel
und Steuerkurve derart anlenken, um eine Drehung des Saugers 30 um annähernd 90 Grad
gegen den Uhrzeigersinn zu erzielen. Vorzugsweise ist dabei der Drehpunkt des Saugers
30 deckungsgleich mit der Faltlinie der beweglichen Lasche 9.2. Auf diese Weise lässt
sich, wie in der rechten Darstellung zu erkennen, ein Falten der Lasche 9.2 erreichen.
[0057] Gegenüber den Ausführungen in den Figuren 5 und 6, bei denen sich eine formschlüssige
Verbindung zwischen dem Faltwerkzeug und der Lasche 9.2 ergibt, wird in diesem Ausführungsbeispiel
eine kraftschlüssige Verbindung hergestellt. Das verwendete Medium kann zum Beispiel
durch die Drehverbindung zwischen Halte- und Faltvorrichtung 8 und Schlitten 7 geführt
werden. Auch hier ist vorstellbar, das rückwärtig dargestellte Halte- und Faltvorrichtung
8 entsprechend für die vordere Lasche der Unterlage 9 zu verwenden.
[0058] Figur 8 gibt in einer Draufsicht die Anordnung der Mitnahme- und Faltvorrichtungen
gegenüber einer ungefalteten und einer gefalteten Unterlage 9 in prinzipieller Ansicht
wieder. Die in den Figuren 5, 6, und 7 gezeigten Ausführungsbeispiele sind hier in
geeigneter Form im Bereich der beweglichen Laschen 9.2 der Unterlage 9 angeordnet.
So ist die Faltvorrichtung 22 nach Figur 5 zum Falten der Seitenlaschen vorzugsweise
zu verwenden, die Faltvorrichtungen 8, 29 nach Figur 6 und 7 sind für das Falten der
vorderen und hinteren Lasche 9.2 bevorzugt zu verwenden. Die bereits in Figur 1 beschriebene
Position der Schlitten 7 zeigt sich auch in der Draufsicht: in der Annahme, dass keine
Relativbewegung in Förderrichtung (Pfeil A) zwischen dem seitlichen Faltvorrichtung
22 und der Unterlage 9 während des Transportes der Unterlage 9 in der Faltstation
5 stattfindet, es also ortsfest gegenüber der Unterlage 9 ist, verändern sich die
Abstände der Schlitten 7 für die Faltvorrichtung 29 nach Figur 6 der hinteren und
der vorderen Lasche 9.2 zu dem ortsfesten Element.
[0059] Für ein Halte- und Faltvorrichtung 8 nach Figur 7 hingegen würde sich unter der beschriebenen
Annahme für die seitliche Faltvorrichtung 22 keine Veränderung der Position der Schlitten
7 zueinander einstellen.
[0060] Figur 9 zeigt eine Vorrichtung zur Zufuhr eines Mediums, wie beispielsweise einer
elektrischen Leitung oder einer Gaszu- oder ableitung (Eintritt 31 a, Austritt 31b)
in prinzipieller Ansicht und repräsentiert den Stand der Technik. Zur Versorgung der
Faltvorrichtung 8 bzw. des Saugers 30 nach Figur 7 kann das Medium 31a vorteilhafterweise
durch eine zentrale, ortsfeste Drehdurchführung 32, an dem sich ein drehbar gelagerter
Schlepphebel 33 anschließt und über eine sogenannte Energiekette 34 mit dem Schlitten
7 verbunden ist, in Richtung Sauger 30 gefördert werden. Durch einen entsprechend
kaskadierten Aufbau lassen sich weitere Schlitten 7 und damit Faltvorrichtung 8 (nicht
dargestellt) in geeigneter Weise mit einem Medium versorgen.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 1
- Verpackungsmaschine
- 2
- Gebinde
- 3
- Behälter
- 4
- Unterlagenzuführeinrichtung
- 5
- Faltstation
- 6
- Lineartransporteur
- 7
- Schlitten
- 8
- Halte- und Faltvorrichtung
- 9
- Unterlage
- 9.1
- Boden der Unterlage
- 9.2
- Lasche der Unterlage
- 10
- Unterlagenvereinzelung
- 11
- Transportebene
- 11.1
- Durchtrittsöffnung
- 12
- Unterlagenmagazin
- 13
- Radius
- 14
- Bewegungsbahn
- 15
- Hintrum
- 16
- Rücktrum
- 17
- Hebel
- 18
- Absaugung
- 19
- rotierende Absaugung
- 20
- Steuerkurve
- 21
- Trägerelement
- 22
- Faltvorrichtung
- 23
- Schubgelenk
- 24
- Tragelement
- 25
- Verbindungsschenkel
- 26
- Rollenschenkel
- 27
- Faltkopf
- 28
- Führungselement
- 29
- Mitnahme- und Faltvorrichtung
- 30
- Sauger
- 31a
- Mediumeintritt
- 31b
- Mediumaustritt
- 32
- Drehdurchführung
- 33
- Schlepphebel
- 34
- Energiekette
- A
- Transportrichtung der Gebinde
- B
- Transportrichtung der Schlitten
1. Vorrichtung zum Herstellern von Gebinden (2), wobei eine Unterlage (9) unter dieselben
gelegt wird, und wobei eine Faltstation (5) überstehende Ränder der Unterlage in Richtung
zum Gebinde faltet, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Faltstation (5) als Lineartransporteur (6) mit einer geschlossenen
Bewegungsbahn (14) ausgeführt ist, an welcher Bewegungselemente in Form von Schtitten
(7) oder Wagen in einer gemeinsamen Richtung umlaufen, wobei an dem jeweiligen Bewegungselement
zumindest ein Faltkopf (27) angeordnet ist, wobei der Lineartransporteur (6) als elektromagnetischer
Direktabtrieb ausgeführt ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lineartransporteur (6) eine geschlossene Bewegungsbahn aufweist, die einen Hintrum
(15) und einen Rücktrum (16) aufweiset, zwischen denen Kurvenbereiche angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Schlitten (7) angeordneten Faltköpfe (27) bezogen auf den Lineartransporteur
(6) aber auch bezogen auf den Schlitten (7) frei beweglich sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem jeweiligen Schlitten (7) mehrere Faltköpfe (27) angeordnet sind, welche unabhängig
voneinander steuerbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitten (7) entlang der Bewegungsbahn (14) individuell ansteuerbar sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterlagen (9) mit den an den Schlitten (7) angeordneten Faltköpfen aus einem
Magazin entnommen werden.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltkopf (27) ausgeführt ist, die jeweilige Unterlage entlang ihres Transportweges
zu dem Gebinde (2) zu halten, und die überstehenden Ränder hoch zu falten.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Lineartransporteur zu einem Magazin geführt ist, aus dem die jeweilige Unterlage
(9) entnommen wird, wobei der Lineartransporteur einen Abschnitt aufweist an welchem
die Unterlagen unter die Gebinde (2) gelegt werden, und wobei der Lineartransporteur
mit seiner Bewegungsbahn (14) so weitergeführt ist, dass die Gebinde in Richtung zu
einer folgenden Komponente transportierbar sind.
1. Apparatus for producing packages (2), wherein a base (9) is placed thereunder, and
wherein a folding station (5) folds protruding edges of the base in the direction
towards the packaging unit, characterised in that at least the folding station (5) is configured as a linear conveyor (6) with a closed
moving track (14), on which movement elements in the form of carriages (7) or trolleys
circulate in a common direction, wherein at least one folding head (27) is arranged
on each respective movement element, wherein the linear conveyor (6) is configured
as an electromagnetic direct power takeoff.
2. Apparatus according to claim 1, characterised in that the linear conveyor (6) comprises a closed moving track, which comprises an outgoing
strand (15) and a return strand (16), between which curve regions are arranged.
3. Apparatus according to any one of the preceding claims 1 or 2, characterised in that the folding heads (27) arranged at the carriages (7) are freely movable in relation
to the linear conveyor (6), but also in relation to the carriages (7).
4. Apparatus according to any one of the preceding claims 1 to 3, characterised in that a plurality of folding heads (27) are arranged at each respective carriage (7), which
can be controlled independently of one another.
5. Apparatus according to any one of the preceding claims 1 to 4, characterised in that the carriages (7) can be individually activated along the moving track (14).
6. Apparatus according to any one of the preceding claims 1 to 5, characterised in that the bases (9) are taken out of a magazine with the folding heads arranged on the
carriages (7).
7. Apparatus according to any one of the preceding claims 1 to 6, characterised in that the folding head (27) is configured such as to hold the respective base along its
transport path to the package (2), and to fold the protruding edges upwards.
8. Apparatus according to any one of the preceding claims 1 to 7, characterised in that the linear conveyor is conveyed to a magazine, from which the respective base (9)
is taken, wherein the linear conveyor comprises a section on which the bases are laid
beneath the packages (2), and wherein the linear conveyor with its moving track (14)
is conveyed further, such that the package can be conveyed in the direction towards
a following component.
1. Dispositif pour produire des emballages (2), dans lequel un support (9) est posé sous
ceux-ci, et dans lequel une station de pliage (5) plie des bords en saillie du support
en direction de l'emballage, caractérisé en ce qu'au moins la station de pliage (5) est réalisée sous forme de transporteur linéaire
(6) avec une trajectoire fermée (14), au niveau de laquelle des éléments de déplacement
sous forme de coulisseaux (7) ou de chariots circulent dans une direction commune,
dans lequel au moins une tête de pliage (27) est agencée au niveau dudit élément de
déplacement, dans lequel le transporteur linéaire (6) est réalisé sous forme d'entraînement
direct électromagnétique.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le transporteur linéaire (6) présente une trajectoire fermée, qui présente un brin
aller (15) et un brin retour (16), entre lesquels des zones courbes sont agencées.
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 ou 2, caractérisé en ce que les têtes de pliage (27) agencées au niveau des coulisseaux (7) sont librement mobiles
par rapport au transporteur linéaire (6) mais aussi par rapport au coulisseau (7).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 3, caractérisé en ce que plusieurs têtes de pliage (27) sont agencées au niveau dudit coulisseau (7), lesquelles
peuvent être commandées indépendamment l'une de l'autre.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 4, caractérisé en ce que les coulisseaux (7) peuvent être commandés individuellement le long de la trajectoire
(14).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 5, caractérisé en ce que les supports (9) sont prélevés d'un magasin avec les têtes de pliage agencées au
niveau des coulisseaux (7).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 6, caractérisé en ce que la tête de pliage (27) est réalisée pour maintenir ledit support le long de son chemin
de transport vers l'emballage (2), et de relever les bords en saillie.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 7, caractérisé en ce que le transporteur linéaire est guidé vers un magasin, duquel ledit support (9) est
prélevé, dans lequel le transporteur linéaire présente une section au niveau de laquelle
les supports sont posés sous les emballages (2), et dans lequel le transporteur linéaire
se prolonge avec sa trajectoire (14) de façon à ce que les emballages puissent être
transportés en direction d'un composant suivant.