[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Packmaschine und ein Verfahren zum Füllen
von staubenden Produkten wie Schüttgütern in Offensäcke. Derartigen Packmaschinen
können vorgefertigte offene Säcke zugeführt werden oder es werden die Offensäcke in
der Packmaschine selbst oder in einer vorgelagerten Einrichtung kontinuierlich oder
diskontinuierlich hergestellt. Packmaschinen, bei denen Offensäcke aus Schlauchfolien
gebildet werden, werden auch Form-Fill-Seal-Anlagen (FFS-Anlagen) genannt.
[0002] Generell wird bei Packmaschinen zum Füllen von Schüttgütern in Offensäcken das abzufüllende
Schüttgut einem Produktvorrat entnommen und durch einen Füllstutzen in den zum Füllen
angehängten Offensack eingeleitet. Bei dem Füllvorgang entweicht Luft aus dem zu füllenden
Offensack, wobei auch staubendes Produkt mitgerissen wird. Um eine Verschmutzung der
Umgebung zu vermeiden, erfolgt deshalb eine Absaugung, wobei die abgesaugte Luft einem
Staubfilter zugeführt wird. Solche Staubfilter bestehen meist aus Tiefenfiltern, bei
denen häufig mehrlagig Faserfilter übereinander angeordnet sind. Wird bei solchen
Packmaschinen das abzufüllende Schüttgut gewechselt, so sammelt sich in dem Tiefenfilter
unterschiedliches Material an, sodass bei einer Abreinigung des Staubfilters kein
sortenreines Material zurückgewonnen wird, sondern ein vermischtes Produkt, welches
verworfen werden muss.
[0003] Um bei Packmaschinen den abgesaugten Schüttgutanteil wenigstens teilweise wieder
verwenden zu können, ist mit der
EP 1 368 231 B1 eine Absackanlage zur Abfüllung von staubförmigen Schüttgütern in aus Schlauchfolie
gebildeten Säcken bekannt geworden, bei der aus der Umgebung des Fülltrichters abgesaugte
Luft zunächst durch eine Saugleitung transportiert und einem Abscheider zugeführt
wird. Der Abscheider weist einen Zyklon auf. Das mit dem Abscheider abgeschiedene
Produkt wird wieder dem Produktbehälter zugeführt. Die abgesaugte Luft wird dem Staubfilter
zugeführt. Die Belastung des Staubfilters wird reduziert und der Materialverbrauch
gesenkt.
[0004] Nachteilig an einer derartigen Vorrichtung ist aber, dass ständig große Mengen an
Umgebungsluft aus der Umgebung des Fülltrichters abgesaugt werden müssen. Dadurch
wird ein hoher Energiebedarf benötigt. Außerdem ist der apparative Aufwand groß, da
große Mengen an Abluft verarbeitet werden müssen.
[0005] Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine effiziente Packmaschine
und ein effizientes Verfahren zum Füllen von staubenden Produkten in Offensäcke zur
Verfügung zu stellen, wobei ein geringerer Aufwand erforderlich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 18. Bevorzugte Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere Vorteile und Merkmale der
vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der allgemeinen Beschreibung und der Beschreibung
der Ausführungsbeispiele.
[0007] Die erfindungsgemäße Packmaschine dient zum Füllen von staubenden Produkten wie Schüttgütern
in Offensäcke mittels wenigstens eines Füllvorgangs. Die Packmaschine umfasst eine
Steuereinrichtung und eine Wägeeinrichtung zur gewichtsabhängigen Steuerung des Füllvorgangs.
Es ist ein Produktvorrat und wenigstens ein Dosierorgan z. B. zum Fördern des Produkts
vorgesehen. Das Produkt gelangt durch einen Füllstutzen in den für den Füllvorgang
vorbereiteten bzw. angehängten Offensack. Dabei ist der Füllstutzen mit einem Sammelbehälter
über wenigstens eine derartige Strömungsverbindung verbunden, dass ein bei einem Füllvorgang
auftretender Druckstoß zur Überleitung von wenigstens einem Teil einer in den Offensack
eingebrachten und staubendes Produkt umfassenden Verdrängungsluft in den Sammelbehälter
genutzt wird, um in dem Sammelbehälter bei einem Füllvorgang aus dem Offensack verdrängte
und das staubende Produkt enthaltene Verdrängungsluft aufzunehmen und zu beruhigen
und einen Staubanteil der Verdrängungsluft wenigstens teilweise in den Sammelbehälter
als abgelagertes Produkt abzulagern. Die erfindungsgemäße Packmaschine hat viele Vorteile.
Ein erheblicher Vorteil der erfindungsgemäßen Packmaschine besteht darin, dass der
apparative Aufwand verringert werden kann. Gegebenenfalls ist gar keine Entstaubung
nötig, da die aus dem Offensack bei dem Füllvorgang verdrängte Luft in einen Sammelbehälter
strömt, wo sich die Verdrängungsluft beruhigen kann, sodass sich der Staubanteil bzw.
das staubförmig mitgerissene Produkt in dem Sammelbehälter ablagern kann. Dadurch
wird auf einfache Art und Weise ohne besonderen apparativen Aufwand eine Rückgewinnung
des mitgerissenen staubenden Produkts ermöglicht. Der Sammelbehälter kann bei Bedarf
entleert werden, um eine Rückgewinnung des staubenden Produkts zu ermöglichen.
[0008] Die Verdrängungsluft gelangt insbesondere passiv und vorzugsweise im Wesentlichen
ohne und besonders bevorzugt ohne jeglichen weiteren Energieeinsatz in den Sammelbehälter,
wo sich ein wesentlicher Teil des Staubanteils in der Verdrängungsluft beruhigt und
ablagert. Die Verdrängungsluft wird dabei über den bei dem Füllvorgang entstehenden
Druckstoß transportiert. Dadurch, dass das Schüttgut bzw. das Produkt mit hoher Geschwindigkeit
in den Offensack eingebracht wird, entsteht dort ein Überdruck in Form eines Druckstoßes,
der die in dem Offensack schon gegebenenfalls vorhandene Luft zusammen mit eingebrachter
Luft und einem gewissen Staubanteil relativ schnell und gegebenenfalls sogar schlagartig
verdrängt. Die entweichende Verdrängungsluft wird durch den lokalen Überdruck bedingt
passiv in den Sammelraum hinein gefördert, wo sich der Staubanteil absetzen kann.
[0009] Vorzugsweise weist der Sammelbehälter eine Strömungsöffnung oder einen Kanal zur
Umgebung auf. Dadurch kann die aus dem Offensack in den Sammelbehälter eintretende
Verdrängungsluft die dort vorhandene Luft nach außen verdrängen. Um evtl. vorhandene
Staubpartikel zurück zu halten, kann an der Strömungsöffnung zur Umgebung hin ein
Staubfilter oder dergleichen vorgesehen sein.
[0010] In einer einfachen Ausgestaltung könnte der Sammelbehälter durch wenigstens ein sich
nach oben erstreckendes Rohr gebildet werden. Das Rohr könnte mit einem steuerbaren
Verschluss versehen werden, welcher wahlweise bei geringerer Maschinenleistung das
abgesetzte Produkt direkt dem zu füllenden Offensack zuführt oder aber z. B. dem nächsten
zu füllenden Offensack. Möglich ist es auch, dass sich der Sammelbehälter ringförmig
um insbesondere den oberen Teil des Füllstutzens ganz oder teilweise herum erstreckt.
[0011] Besonders bevorzugt ist der Sammelbehälter mit einem nachgeschalteten Produktförderer
verbunden, um das in dem Sammelbehälter abgelagerte Produkt mittels des nachgeschalteten
Produktförderers abzuführen. Insbesondere ist der Sammelbehälter mit dem nachgeschalteten
Produktförderer über wenigstens eine Leitung verbunden. Vorzugsweise ist der Sammelbehälter
zwischen dem Füllstutzen und einem Produktförderer angeordnet.
[0012] In bevorzugten Weiterbildungen ist ein Zwischenbehälter vorgesehen. Vorzugsweise
fördert das Dosierorgan das Produkt aus dem Produktvorrat in den Zwischenbehälter.
Der Zwischenbehälter ist vorzugsweise mit einer steuerbaren Verschlusseinheit ausgerüstet.
Vorzugsweise ist dem Zwischenbehälter ein Füllstutzen nachgeordnet.
[0013] Durch Öffnen der Verschlusseinheit kann das in dem Zwischenbehälter aufgenommene
Produkt insbesondere gesteuert dem Füllstutzen zugeleitet werden.
[0014] Der oder wenigstens ein Produktförderer ist vorzugsweise vorgesehen, um intermittierend
einen Teil des abgelagerten Produkts aus dem Sammelbehälter abzuführen und insbesondere
dem Zwischenbehälter wieder zuzuführen. Der Betrieb des Produktförderers kann intermittierend
erfolgen. Möglich ist es auch, dass der Produktförderer nur wahlweise oder bei Bedarf
betrieben wird. Bevorzugt ist es, dass der Produktförderer periodisch betrieben wird.
Beispielsweise kann der Produktförderer nach jedem Füllvorgang oder nach jedem zweiten,
dritten oder vierten Füllvorgang oder einer sonstigen Anzahl an Füllvorgängen betrieben
werden, um das zwischenzeitlich sich in dem Sammelbehälter abgelagerte Produkt dem
Zwischenbehälter oder beispielsweise auch dem Produktvorrat zurückzuführen. Möglich
ist es auch, dass die Abstände zwischen dem Betrieb des Produktförderers unregelmäßig
sind. Möglich ist es auch, den Produktförderer kontinuierlich oder getaktet während
einer Füllung zu betreiben.
[0015] Insbesondere wird mit dem Produktförderer das sich in dem Sammelbehälter abgelagerte
Produkt dem Zwischenbehälter zugeführt.
[0016] In bevorzugten Weiterbildungen ist an dem Produktförderer und/oder dem Sammelbehälter
wenigstens ein Sensor vorgesehen, welcher Sensor ein Maß für die Menge des abgelagerten
Produkts erfasst. Dieser Sensor kann ein beliebiger Sensor sein. Beispielsweise ist
es möglich, dass an dem Sammelbehälter ein separater Gewichtssensor oder Füllstandsensor
vorgesehen ist, der wenigstens dann ein Signal ausgibt, wenn die dort abgelagerte
Produktmenge ein vorbestimmtes Maß erreicht oder überschreitet. Möglich ist es aber
auch, dass die Wägeeinrichtung zur Ermittlung eines Maßes für die Menge des abgelagerten
Produktes herangezogen wird. Das ist beispielsweise möglich, wenn der Sammelbehälter
von der Wägeeinrichtung mitgewogen wird, sodass nach beendetem Füllvorgang ein neues
Taragewicht ermittelt wird, aus dem auch auf die abgelagerte Menge zurückgeschlossen
werden kann.
[0017] Der Produktförderer ist vorzugsweise mit dem Zwischenbehälter verbunden, um das abgelagerte
Produkt dem Zwischenbehälter zuzuführen.
[0018] Der Sammelbehälter kann insbesondere unmittelbar mit dem Füllstutzen verbunden sein,
sodass die Strömungsverbindung überwiegend oder vollständig durch eine Übertrittsöffnung
zwischen dem Füllstutzen und dem Sammelbehälter gebildet wird. Die Übertrittsöffnung
ist jedenfalls vorzugsweise so groß dimensioniert, dass der beim Füllvorgang auftretende
Druckstoß für einen ausreichenden Übertritt der Verdrängungsluft sorgt.
[0019] Die Strömungsverbindung kann auch einen Strömungskanal umfassen oder im Wesentlichen
daraus gebildet werden. Vorzugsweise weist ein Strömungskanal ein Verhältnis aus einem
freien und insbesondere maximalen freien Durchmesser des Strömungskanals zu einer
Länge des Strömungskanals von größer als 1:20 auf. Insbesondere ist dieses Verhältnis
größer als 1:10 und vorzugsweise größer als 1:5. Wenn ein Strömungskanal mehrere Teilkanäle
umfasst, so wird unter einem freien Durchmesser des Strömungskanals ein strömungstechnisch
äquivalenter Durchmesser verstanden. Der strömungstechnisch äquivalente Durchmesser
wird aus der Summe aller Teilkanäle berechnet und nicht nur aus dem Durchmesser eines
Teilkanals.
[0020] Wenn die Strömungsverbindung durch einen Strömungskanal gebildet wird, ist ein Verhältnis
eines freien Querschnitts des Strömungskanals zu einem freien Querschnitt des Füllstutzens
insbesondere größer als 1:8 und vorzugsweise größer als 1:6 und besonders bevorzugt
größer als 1:4. Wenn ein Strömungskanal mehrere Teilkanäle umfasst, so wird unter
einem freien Querschnitt des Strömungskanals ein strömungstechnisch äquivalenter Querschnitt
verstanden. Ein strömungstechnisch äquivalenter Querschnitt wird aus der Summe aller
Teilkanäle gebildet bzw. berechnet und nicht nur aus dem Querschnitt eines Teilkanals.
[0021] Der Sammelbehälter weist ein Beruhigungsvolumen auf. Besonders bevorzugt ist das
Verhältnis eines Volumens eines zu füllenden Offensacks zu dem Beruhigungsvolumen
kleiner als 20:1 und vorzugsweise kleiner als 10:1 und besonders bevorzugt kleiner
als 5:1. Das Beruhigungsvolumen des Sammelbehälters kann größenveränderbar sein.
[0022] In allen Ausgestaltungen ist vorzugsweise eine Entstaubungseinrichtung vorgesehen.
Die Entstaubungseinrichtung ist vorzugsweise zur Entstaubung in dem Außenbereich des
Füllstutzens vorgesehen, um an der Außenseite des an dem Füllstutzen hängenden Offensacks
die Umgebungsluft zu entstauben. Dadurch kann durch Undichtigkeiten austretender Staub
abgesaugt werden, um die erforderlichen oder gewünschten Umweltbelastungen einzuhalten.
Beispielsweise ist der Füllstutzen vorzugsweise teleskopierbar ausgeführt, sodass
an der Verbindungsstelle Undichtigkeiten auftreten können. Jedenfalls kann die Entstaubungseinrichtung
erheblich schwächer ausgeführt werden als im Stand der Technik, da nur ein viel geringerer
Luftanteil entstaubt werden muss, da sich der Druckstoß im Sammelbehälter abbauen
kann. Die Entlüftungsleistung der Entstaubungseinrichtung kann ohne Einbußen bei der
Sauberkeit durch die Erfindung insbesondere halbiert, geviertelt oder sogar auf 1/8
oder mehr reduziert werden.
[0023] In bevorzugten Weiterbildungen weist der Füllstutzen eine zentrale Produktzufuhr
und wenigstens eine insbesondere seitliche Luftableitung auf. Durch eine solche Ausgestaltung
wird auf einfache Art und Weise der Füllstutzen sowohl zur Zuleitung des Produkts
als auch zur Ableitung der enthaltenen Luft verwendet. Dabei wird der Füllstutzen
einerseits mit dem zuzuführenden Produkt und andererseits mit dem Sammelbehälter verbunden.
[0024] In besonders bevorzugten Weiterbildungen der Erfindung ist der Sammelbehälter über
wenigstens eine Rohreinrichtung oder einen Verdrängungsbehälter mit der Umgebung verbunden.
Insbesondere erstreckt sich die insbesondere als Rohr oder Schlauch ausgeführte Rohreinrichtung
aufrecht. Das Rohr kann senkrecht stehen, kann aber auch geneigt zur Senkrechten vorgesehen
sein. Das Rohr kann linear ausgebildet sein, kann aber auch Biegungen und/oder Wendungen
aufweisen. Das Rohr begrenzt ein Verdrängungsvolumen. Vorzugsweise beträgt das Verdrängungsvolumen
wenigstens ein Zehntel und insbesondere wenigstens ein Viertel des Volumens des Sammelbehälters,
wobei grundsätzlich gilt: je größer je besser. Es ist möglich, dass das Rohr ein Verdrängungsvolumen
aufweist, das im Wesentlichen dem Volumen eines zu füllenden Offensacks entspricht.
Am Abschluss zur Umgebung des Rohrs ist ein geeigneter Verschluss und insbesondere
ein Filter und vorzugsweise ein einfacher Filter vorgesehen. Ein solcher Filter vermeidet
auch, dass aus der Umgebung Fremdkörper, Staub oder sonstiger Materialien in das Innere
des Sammelbehälters gelangen. Ein solcher Filter kann auch als Drahtgewebe oder Drahtgeflecht
oder dergleichen vorgesehen sein.
[0025] Ein sich von dem Sammelbehälter aufrecht erstreckendes Rohr bietet den Vorteil, dass
es ein Verdrängungsvolumen zur Verfügung stellt. Gelangt während des Füllvorgangs
staubhaltige Luft in den Sammelbehälter, so verdrängt diese staubhaltige Luft die
vorhandene Luft in dem Verdrängungsvolumen in dem sich aufrecht erstreckenden Rohr
nach außen. Diese Luft weist aber kein staubhaltiges Produkt oder wenigstens nahezu
kein staubhaltiges Produkt auf, sodass die Umgebung weitestgehend sauber bleibt. Reststaubanteile
werden durch das erwähnte Filter zurückgehalten. In der Zwischenzeit zwischen zwei
Füllvorgängen kann sich die in dem aufrecht vorgesehenen Rohr sowie im Sammelbehälter
befindende staubhaltige Luft beruhigen, sodass sich der enthaltene Staubanteil nach
unten absetzt. Durch die aufrechte Ausrichtung des Rohrs fällt der Staubanteil nach
unten und/oder gleitet an dem Rohr nach unten hinab. Der Durchströmwiderstand des
Filters kann durch eine aktive Ableitung der Luft verringert werden, um einen Druckaufbau
und ein Entweichen der Luft über das Füllsystem zu vermeiden.
[0026] In allen Ausgestaltungen ist die Steuereinrichtung insbesondere dazu eingerichtet
und ausgebildet, das Dosierorgan in Abhängigkeit von den Signalen der Wägeeinrichtung
zu steuern. Je nach Ausgestaltung ist es möglich, den Füllvorgang als Bruttowiegeverfahren
oder als Nettowiegeverfahren zu führen. In beiden Fällen ist es möglich, dass das
Dosierorgan zunächst zeitgesteuert oder volumetrisch betrieben wird und erst anschließend
gewichtsgesteuert arbeitet, beispielsweise im Feinstrom.
[0027] Vorzugsweise ist die Wägeeinrichtung dazu eingerichtet, ein Füllsystem zu wiegen.
Das Füllsystem umfasst dabei wenigstens den Füllstutzen, sodass ein daran angehängter
Sack mitgewogen wird, um einen Füllvorgang im Bruttoverfahren zu führen. Eine solche
Ausgestaltung bietet erhebliche Vorteile, da direkt das in den Offensack gefüllte
Produkt gewogen wird, sodass eine genaue Gewichtssteuerung ermöglicht wird. Dabei
ist es möglich, dass das Füllsystem auch den Sammelbehälter umfasst, sodass der Sammelbehälter
mit gewogen wird. Bei einer solchen Ausgestaltung führt der erste Füllvorgang dazu,
dass sich während des Füllvorgangs und nach Ende des Füllvorgangs in dem Sammelbehälter
staubhaltiges Produkt absetzt, welches mit gewogen wird. Daraufhin kann für den zweiten
Füllvorgang ein neues Taragewicht ermittelt und verwendet werden, sodass ab dem zweiten
Füllvorgang die Gewichtsgenauigkeit erheblich gesteigert werden kann. Für den ersten
Füllvorgang kann ein Erfahrungswert zur Korrektur der abgefüllten Menge verwendet
werden.
[0028] In bevorzugten Ausgestaltungen ist der Sammelbehälter von dem Füllstutzen entkoppelt
aufgenommen. Beispielsweise kann zwischen dem Sammelbehälter und dem Füllstutzen ein
flexibler Schlauch oder dergleichen vorgesehen sein, der zu einer Gewichtsentkopplung
des Sammelbehälters von dem Füllstutzen führt. Möglich ist auch eine Teleskopverbindung,
bei der zwei teleskopartige Teile ineinander aufgenommen sind und den Luftstrom führen.
Bei einer solchen Ausgestaltung wird bei jedem Füllvorgang im Bruttoverfahren das
Gewicht exakt ermittelt. Aus dem Offensack verdrängte und das Produkt enthaltende
Luft führt zu keinerlei Gewichtsbeeinträchtigung, da der Produktanteil in dem Sammelbehälter
separat aufgenommen und nicht mitgewogen wird.
[0029] In bevorzugten Weiterbildungen ist die Steuereinrichtung dazu eingerichtet und ausgelegt,
das Dosierorgan zeit- oder volumengesteuert zu betreiben. Dadurch kann ein erheblicher
Teil des bei einem Füllvorgang abzufüllenden Produkts zunächst in dem Zwischenbehälter
gesammelt werden. Durch Öffnen einer steuerbaren Verschlusseinheit an dem Zwischenbehälter
kann der Inhalt des Zwischenbehälters durch den Füllstutzen entleert werden. Solange
die steuerbare Verschlusseinheit verschlossen ist, kann auch beispielsweise schon
vor dem Anhängen eines neuen Offensacks Produkt in den Zwischenbehälter gefördert
werden, sodass der Füllvorgang insgesamt beschleunigt werden kann. Beispielsweise
können 80 % oder 90 % der vorgesehenen Gesamtmenge in dem Zwischenbehälter gesammelt
werden, sodass nach dem Öffnen der steuerbaren Verschlusseinheit nur noch ein Feinstrom
in den Offensack geleitet werden muss.
[0030] Dazu muss das exakte Gewicht des in den Zwischenbehälter vorab eingefüllten Produkts
nicht bekannt sein, da auf Erfahrungswerte der Dichte zurückgeschlossen werden kann.
[0031] In allen Ausgestaltungen ist es möglich und bevorzugt, dass der Zwischenbehälter
fest mit dem Produktvorrat verbunden ist. Der Zwischenbehälter ist vorzugsweise nur
zur Aufnahme eines Teils der Menge des während eines Füllvorgangs abzufüllenden Produkts
ausgebildet. Beispielsweise kann der Produktvorrat nur 80 %, 90 % oder auch 50 % des
Volumens aufweisen, welches ein fertig gefüllter Offensack einnimmt. Insbesondere
ist der Zwischenbehälter nicht Teil des gewogenen Systems bzw. des Füllsystems.
[0032] Es ist aber auch möglich und bevorzugt, dass die Wägeeinrichtung dazu eingerichtet
ist, den Zwischenbehälter zu wiegen, um insbesondere einen Füllvorgang im Nettoverfahren
durchzuführen. Bei dieser Ausgestaltung kann das gewogene System bzw. das Füllsystem
praktisch nur aus dem Zwischenbehälter bestehen. Bei einer solchen Ausgestaltung wird
zunächst die komplette vorgesehene Menge des Produkts in den Zwischenbehälter gefördert.
Anschließend wird nach Öffnung der steuerbaren Verschlusseinheit der Inhalt des Zwischenbehälters
durch den Füllstutzen in den angehängten Offensack entleert.
[0033] Bei einer solchen Ausgestaltung wird nach dem Ende des Füllgangs das abgelagerte
Produkt insgesamt oder ein Teil des abgelagerten Produkts aus dem Sammelbehälter in
den Zwischenbehälter gefördert. Diese Menge wird durch die Wägeeinrichtung registriert,
sodass beim nächsten Wiegevorgang wieder eine exakte Menge abgewogen wird. Bei dem
Wiegevorgang nach dem Nettoverfahren kann auch jeweils die sich absetzende Produktmenge
in dem Zwischenbehälter berücksichtigt werden. Bei einem ersten Füllvorgang kann auf
Erfahrungswerte und bei weiteren Füllvorgängen auf den jeweils vorangegangenen Gewichtswert
oder einen Durchschnittswert zurückgegriffen werden.
[0034] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass wenigstens eine Blaseinrichtung vorgesehen
ist, um den Offensack zu Beginn des Füllvorgangs aufzublasen. Obwohl mit solch einer
Blaseinrichtung zunächst Luft in den Offensack eingebracht wird, die später wieder
herausgeholt werden muss, bietet ein solches Verfahren erhebliche Vorteile, da beispielsweise
Faltenwurf an der Sackwandung vermieden werden kann. Ein solcher Faltenwurf kann dazu
führen, dass bei leichteren Materialien diese den Sack nicht vollständig entfalten
und so insgesamt nur weniger staubendes Produkt in den Offensack eingefüllt werden
kann, sodass die Gefahr besteht, dass der Offensack oben überläuft oder nicht die
gesamte Produktmenge aufnehmen kann. Ein Aufblasen des Offensacks vor Beginn des Füllvorgangs
hilft, solche Probleme zu vermeiden.
[0035] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass der Füllstutzen teleskopierbar vorgesehen
ist und in eine ausgefahrene Füllstellung und eine eingefahrene Abnahmestellung bringbar
ist. Durch einen teleskopierbaren Füllstutzen ist es möglich, dass der Füllstutzen
zur Abnahme des gefüllten Offensacks beispielsweise eingefahren wird, sodass bei der
Abnahme des gefüllten Sacks keine staubhaltige Luft entweicht. Umgekehrt kann zum
Anhängen eines Offensacks der Füllstutzen ausgefahren werden.
[0036] Zwischen den teleskopierbaren Teilen eines teleskopierbaren Füllstutzens ist naturgemäß
ein kleiner Spalt vorgesehen, durch den staubhaltige Luft nach außen austreten kann.
Um einer Verschmutzung der Umgebung zu verhindern oder zu verringern, ist vorzugsweise
in solchen Ausgestaltungen eine Entstaubungseinrichtung an dem Füllstutzen vorgesehen.
Die Kapazität einer solcher Entstaubungseinrichtung kann aber erheblich kleiner als
in konventionellen Anlagen sein, da nur ein relativ geringer Luftstrom mit einer geringen
Staubbelastung entstaubt werden muss. Der hier enthaltene Staubanteil kann verworfen
werden, da es sich nur um einen geringen Massenanteil handelt. Denkbar ist auch, dass
dort eine Nachbehandlung des abgeführten Luftstroms erfolgt. Grundsätzlich lohnt sich
in der Regel eine solche Nachbehandlung aber nur, wenn für mehrere Füllstutzen gleichzeitig
eine Aufbereitung stattfindet.
[0037] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass wenigstens eine Verdichtungseinrichtung
vorgesehen ist. Eine solche Verdichtungseinrichtung kann während des Füllvorgangs
und/oder nach Ende des Füllvorgangs auf den Offensack einwirken, um das darin vorhandene
abgefüllte Produkt zu verdichten. Beispielsweise ist es möglich, dass eine Verdichtungseinrichtung
als Bodenrüttler ausgeführt ist, welcher von unten an den Offensack heranführbar ist.
Der Bodenrüttler kann zeitweise von unten während eines Füllvorgangs an den Offensack
herangeführt werden, um das dort schon abgefüllte Material zu verdichten. Möglich
ist es auch, dass der Bodenrüttler nur nach dem Ende des Füllvorgangs oder während
des gesamten Füllvorgangs an den Offensack herangeführt wird, beispielsweise bei der
Abfüllung im Nettoverfahren.
[0038] Vorzugsweise ist es ebenfalls möglich, dass eine Vakuumlanze oder Rüttelflasche oder
dergleichen von oben durch den Füllstutzen in einen anhängenden Offensack eintaucht,
um das dort vorhandene Produkt zu verdichten.
[0039] Auch ist es möglich, dass ein Seitenrüttler bzw. ein Seitenklopfer verwendet wird,
welcher z. B. seitlich an den Sack geschwenkt wird.
[0040] Das erfindungsgemäße Verfahren dient zum Füllen von staubenden und insbesondere von
leicht staubenden Produkten wie Schüttgütern in Offensäcke. Beispielsweise können
damit Maltodextrin und andere zum Stauben neigende Lebensmittel oder andere Produkte
abgefüllt werden, bei denen Produktreinheit gewünscht wird. Das Abfüllen erfolgt mittels
eines Füllvorgangs an einer Packmaschine. Der Füllvorgang wird mit einer Steuereinrichtung
und einer Wägeeinrichtung gewichtsabhängig gesteuert. Mit wenigstens einem Dosierorgan
wird aus einem Produktvorrat Produkt gesteuert dosiert und z. B. gefördert. Das Produkt
gelangt durch einen Füllstutzen in den angehängten Offensack. Der bei einem Füllvorgang
auftretende Druckstoß wird dazu genutzt, in dem Offensack enthaltene und staubendes
Produkt umfassende Verdrängungsluft über eine Strömungsverbindung von dem Füllstutzen
in einen Sammelbehälter über zu leiten und zu beruhigen, sodass sich der Staubanteil
der Verdrängungsluft wenigstens teilweise in dem Sammelbehälter als abgelagertes Produkt
absetzt. Das erfindungsgemäße Verfahren hat ebenfalls viele Vorteile, da es auf einfache
Art und Weise eine effektive Abfüllung und Wiederverwendung des sich abgelagerten
Produkts erlaubt. Vorzugsweise wird das abgelagerte Produkt intermittierend abgeführt.
Der Füllvorgang kann je nach Ausgestaltung der Packmaschine nach dem Bruttoverfahren
oder dem Nettoverfahren erfolgen. In allen Ausgestaltungen könnte zunächst ein Teil
der abzufüllenden Menge in einen Zwischenbehälter gefüllt werden.
[0041] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Ausführungsbeispielen,
welche mit Bezug auf die beiliegenden Figuren im Folgenden erläutert werden:
[0042] In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine stark schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäße Packmaschine;
- Fig. 2
- einen stark schematischen Querschnitt durch einen Füllstutzen der Packmaschine nach
Fig. 1;
- Fig. 3
- den Füllstutzen nach Fig. 2 um 90° gedreht;
- Fig. 4
- einen stark schematischen Querschnitt durch einen weiteren Füllstutzen für eine erfindungsgemäße
Packmaschine; und
- Fig. 5
- eine Gesamtansicht der Packmaschine nach Fig. 1.
[0043] In Figur 1 ist in einer stark schematischen Seitenansicht eine erfindungsgemäße Packmaschine
1 dargestellt, die über ein Gestell 40 verfügt. Die Packmaschine 1 dient zum Füllen
von oben offenen Offensäcken 3 mit staubenden Produkten 2 bzw. einem staubenden Schüttgut.
[0044] Der Packmaschine 1 können vorgefertigte Offensäcke 3 zugeführt werden. Es ist auch
möglich und bevorzugt, dass die Packmaschine 1 als sogenannte FFS-Anlage ausgeführt
ist und in einer integrierten oder vorgelagerten Einrichtung Offensäcke 3 aus einer
kontinuierlichen Folienschlauchbahn oder aus einer flachen Folienbahn erzeugt. Die
direkte Fertigung der Offensäcke 3 an der Packmaschine 1 bietet den Vorteil, dass
jeweils eine optimale Länge der Offensäcke 3 erzeugt werden kann, die sogar im laufenden
Betrieb angepasst werden kann.
[0045] Ein zu füllender Offensack 3 wird an den Füllstutzen 11 der Packmaschine 1 angehangen,
bevor der Füllvorgang startet. Eine Steuereinrichtung 4 dient zur Steuerung des Füllvorgangs
und des Betriebs der Packmaschine 1.
[0046] Oberhalb des Gestells 40 der Packmaschine 1 ist ein Produktvorrat 5 bzw. ein Silo
vorgesehen, welches hier eine größere Menge an abzufüllendem Produkt 2 bevorratet.
Die Produktmenge in dem Produktvorrat 5 reicht hier für die Füllung einer Mehrzahl
an Offensäcken 3. Dem Produktvorrat 5 nachgeschaltet ist wenigstens ein Dosierorgan
6, welches Produkt 2 aus dem Produktvorrat 5 wegfördert und hier zu dem Zwischenbehälter
7 fördert.
[0047] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Dosierorgane 6 vorgesehen,
die hier beide jeweils als Schneckenförderer ausgebildet sind. Eines der Dosierorgane
6 wird für den Grobstrom verwendet, während das Andere und hier in der Zeichnung dahinter
liegende und deshalb nicht sichtbare zweite Dosierorgan 6 zur Förderung des Feinstroms
eingesetzt wird. Durch die Aufteilung des Produktstroms in einen Grobstrom und in
einen Feinstrom wird eine bessere und genauere Gewichtserreichung erzielt. Denkbar
ist auch nur eine Schnecke, die mit unterschiedlichen Drehzahlen arbeitet.
[0048] Es ist aber auch möglich, andere Dosierorgane einzusetzen. Beispielsweise können
auch Zellenradschleusen, Förderturbinen, Luftförderer oder sonstige Dosierorgane und
Dosiereinrichtungen zur Dosierung und zum Transport des Produktes 2 eingesetzt werden.
[0049] Dem Dosierorgan 6 bzw. den Dosierorganen 6 ist hier der Zwischenbehälter 7 nachgeschaltet,
der hier zur Aufnahme eines Teils 9 der abzufüllenden Menge 10 dient. Hier ist das
Volumen des Zwischenbehälters 7 bzw. das genutzte Volumen des Zwischenbehälters 7
so bemessen, dass es kleiner ist als das Volumen einer in einen Offensack 3 abgefüllten
Menge 10. In den Zwischenbehälter wird hier z. B. der Grobstromanteil gefördert.
[0050] Der Zwischenbehälter 7 weist am unteren Ende eine Verschlusseinheit 8 auf, die durch
die Steuereinrichtung 4 steuerbar ist. Beispielsweise kann dort eine Verschlussklappe
eingesetzt werden.
[0051] Möglich ist es aber auch, eine Verschlussblende, ein Quetschventil oder eine sonstige
Verschlusseinheit einzusetzen.
[0052] Dem Zwischenbehälter 7 ist der Füllstutzen 11 nachgeordnet, der hier teleskopierbar
ist, um ein Absenken in die Füllstellung und ein Anheben in die Abnahmestellung zu
ermöglichen.
[0053] Der Füllstutzen 11 ist Teil des gewogenen Systems bzw. des Füllsystems 13, sodass
der an den Füllstutzen 11 angehängte Offensack 3 bei einem Wiegevorgang mit der Wägeeinrichtung
12 mitgewogen wird. Dadurch wird ein Füllvorgang nach dem Bruttoverfahren ermöglicht,
bei dem nach Abzug der bekannten Gewichte des Füllstutzens und der weiteren Komponenten
des Füllsystems das bisher abgefüllte Gewicht des Produkts 2 in dem Offensack 3 als
Messergebnis verbleibt. Dadurch wird eine genaue Steuerung des abgefüllten Gewichts
ermöglicht.
[0054] In Figur 1 ist der Füllstutzen 11 in der Füllstellung 20 dargestellt, in der der
Füllstutzen 11 von oben in den geöffneten Offensack 3 eintaucht.
[0055] Vor Beginn des Füllvorgangs wird mit der Blaseinrichtung 24 Luft von oben in den
Offensack 3 eingeblasen, um den Sack vollständig und im Wesentlichen faltenfrei aufzublasen.
Dadurch steht das maximale Volumen für das einzufüllende Produkt 2 zur Verfügung.
[0056] Der Füllstutzen 11 leitet das von oben herangeführte Produkt 2 nach unten in den
Offensack 3 hinein. Außerdem weist der Füllstutzen 11 neben der zentralen Produktzufuhr
seitliche Luftableitungen 19 auf, durch die die während des Füllvorgangs aus dem Offensack
3 über die Strömungsverbindung 21 verdrängte Luft bzw. Verdrängungsluft in das Beruhigungsvolumen
15 und das Verdrängungsvolumen 27 abgeleitet wird. Der Sammelbehälter 14 ist hier
über einen flexiblen Schlauch als Strömungskanal 33 gewichtsentkoppelt von dem Füllstutzen
11 positioniert.
[0057] Die Strömungsverbindung 21 mit dem Strömungskanal 33 ist dabei derart dimensioniert,
dass die Verdrängungsluft aus dem Sack 3 durch den beim Füllvorgang auftretenden Druckstoß
passiv und selbsttätig in den Sammelbehälter 14 überführt wird. Das bedeutet, dass
der Strömungswiderstand so gering ist, dass eine passive Weiterleitung und Überführung
der Verdrängungsluft in den Sammelbehälter 14 gewährleistet wird. Die Abmessungen
der Strömungsverbindung 21 sind so gewählt, dass der Strömungswiderstand passiv durch
den beim Einfüllen des Produktes in den Offensack auftretenden Druckstoß überwunden
wird. Eine aktive Förderung ist nicht nötig. Dadurch wird viel Energie eingespart.
[0058] Der Querschnitt des Strömungskanals 33 ist vorzugsweise größer als 1/4 und insbesondere
größer als die Hälfte des Querschnitts des Füllstutzens 11. Der Querschnitt des Strömungskanals
33 ist besonders bevorzugt etwa so groß wie ein Querschnitt des Füllstutzens und kann
auch größer sein. Vorzugsweise ist eine Breite 21a der Strömungsverbindung etwa so
groß wie eine Breite 11a des Füllstutzens. Die Breite 21a ist vorzugsweise größer
als 1/4 der Breite 11a des Füllstutzens.
[0059] Insbesondere liegt die Breite 21a der Strömungsverbindung zwischen etwa 1/2 der Breite
der zentralen Produktzufuhr 18a bzw. der Breite 11a des Füllstutzens und der 2-fachen
Breite der zentralen Produktzufuhr 18a oder der Breite 11a des Füllstutzens.
[0060] Vorzugsweise wird der Strömungskanal 33 so kurz wie möglich ausgestaltet, um Strömungsverluste
zu minimieren.
[0061] Durch die angegebenen Dimensionierung wird eine zuverlässige und passive Förderung
der Verdrängungsluft in den Sammelbehälter gewährleistet. Dadurch kann ein Großteil
des bei der Verdrängung mitgerissenen Schüttgutes sortenrein wiedergewonnen und weiter
verwendet werden. Außerdem sinkt der Energiebedarf für die Entstaubung.
[0062] Der Strömungskanal 33 fällt vorzugsweise von der Trennöffnung steil in Richtung des
Sammelbehälters 14 ab, um die Ansammlung von Produkt im Strömungskanal zu verringern,
bzw. in den Sammelbehälter 14 abzuleiten.
[0063] Wenn die Packmaschine 1 für das Füllen nach einem Nettoverfahren vorgesehen ist,
wird der Zwischenbehälter 7 separat gewogen. Dann kann für die Strömungsverbindung
21 als Strömungskanal 33 ein starres Rohr oder auch ein flexibler Schlauch eingesetzt
werden, da eine Gewichtsentkopplung an dieser Stelle nicht mehr erforderlich ist.
[0064] Der Sammelbehälter 14 ist von seiner Größe her hier nur schematisch eingezeichnet
und weist ein Beruhigungsvolumen 15 für das aus dem zu füllenden Offensack 3 verdrängte
Luftvolumen auf.
[0065] Bei der Abfüllung von staubenden Produkten 2 gelangt mit der aus dem Offensack 3
verdrängten Luft aber auch ein erheblicher Staubanteil mit in den Sammelbehälter 14
hinein. Dort beruhigt sich die verdrängte Luft, sodass sich das in der Luft enthaltende
Produkt in den Sammelbehälter 14 absetzen kann.
[0066] Es ist möglich, dass der Sammelbehälter 14 am unteren Ende einen steuerbaren Verschluss
23 aufweist, der bei Bedarf automatisch oder aber auch manuell geöffnet werden kann.
Möglich ist es aber auch, dass der Sammelbehälter 14 nach unten offen ausgebildet
ist, sodass der Sammelbehälter 14 ohne weiteren Verschluss in die Leitung 34 mündet.
[0067] Am unteren Ende des Sammelbehälters 14 sammelt sich das abgelagerte Produkt. Das
abgelagerte Produkt 16 kann bei Bedarf oder in regelmäßigen Abständen aus dem Sammelbehälter
14 abgeleitet werden. Hier dient zum Ableiten des abgelagerten Produkts 16 ein Produktförderer
17. Der Produktförderer 17 kann grundsätzlich beliebig gestaltet sein. Beispielsweise
ist es möglich, dass in der Leitung 34 eine beispielsweise flexible Schnecke angeordnet
ist, die das abgelagerte Produkt 16 durch die Leitung 34 hier nach oben und schließlich
zurück in den Zwischenbehälter 7 leitet. Möglich ist aber auch jede andere Art von
Produktförderer. Der Produktförderer 17 wird nicht durchgängig betrieben, sondern
vorzugsweise in periodischen oder unregelmäßigen Abständen. Beispielweise kann in
oder an dem Sammelbehälter 14 ein Sensor vorgesehen sein, der ein Maß für die Menge
des abgelagerten Produktes erfasst und bei Überschreiten eines vorbestimmten Wertes
der Steuereinrichtung 4 ein Signal gibt, sodass die Steuereinrichtung 4 dafür sorgt,
dass ein Teil oder das gesamte abgelagerte Produkt 16 weggefördert wird.
[0068] Der Sammelbehälter 14 steht über ein Rohr 25 mit der Umgebung 26 in Verbindung. Innerhalb
des Rohres 25 ist ein Verdrängungsvolumen 27 vorhanden. Das Verdrängungsvolumen 27
wird aus dem Rohr 25 nach außen in die Umgebung verdrängt, wenn die aus dem Offensack
3 verdrängte Luft in den Sammelbehälter 14 gelangt. Da die Luft in dem Verdrängungsvolumen
27 Zeit zur Beruhigung hat, setzt sich dort das staubende Produkt ab und wird auf
dem Boden des Sammelbehälters 14 gesammelt.
[0069] Das Beruhigungsvolumen 15 und/oder das Verdrängungsvolumen 27 können in Abhängigkeit
von der abzufüllenden Sackvolumina und/oder dem Schwebverhalten des staubenden Produktes
größenveränderbar ausgeführt werden.
[0070] Um den Eintritt von Fremdstoffen von außen zu verhindern und gegebenenfalls noch
eventuell vorhandenen Staubanteil in der Verdrängungsluft nicht nach außen gelangen
zu lassen, kann ein Filter 28 am Abschluss des Rohres 25 vorgesehen sein.
[0071] An dem Zwischenbehälter 7 kann ein Sensor 37 für den Füllstand des dort eingefüllten
Produktes 2 vorhanden sein. Das ermöglicht eine volumengesteuerte Vorfüllung des Zwischenbehälters
7 für den Grobstrom.
[0072] Da hier aus dem Produktvorrat 5 zunächst in den Zwischenbehälter 7 und erst anschließend
in den Offensack 3 gefördert wird, ist die jeweilige Produktfallhöhe relativ gering,
sodass nur wenig Luft dem Produkt 2 zugesetzt wird. Das sorgt für einen schnelleren
Füllvorgang.
[0073] In periodischen Abständen während des Füllvorgangs oder nach dem Ende des Füllvorgangs
kann die Verdichtungseinrichtung 30, die hier als Bodenrüttler 31 ausgeführt ist,
von unten an den Sackboden herangeführt werden, um das dort in dem Offensack 3 vorhandene
Produkt 2 zu verdichten.
[0074] Figur 2 zeigt einen schematischen Querschnitt des Füllstutzens, der beispielsweise
in der Packmaschine 1 nach Figur 1 eingesetzt wird. An dem Füllstutzen 11 ist hier
schematisch ein Offensack 3 angehängt dargestellt. Von oben gelangt der Produktstrom
36 nach unten in den Offensack 3 hinein. Die Einleitung des Produktstroms 36 erfolgt
in einem zentralen Abschnitt bzw. entlang der zentralen Produktzufuhr 18. An seitlichen
Bereichen sind seitlich hier Luftableitungen 19 vorgesehen, durch welche die aus dem
Offensack nach oben verdrängte Luft abgeleitet wird.
[0075] In allen Fällen ist ein Offensack mit seinem oben offenen Ende dicht an dem Füllstutzen
11 aufgenommen, um den Austritt von staubhaltiger Luft nach außen zu vermeiden.
[0076] Die abgeleitete staubenthaltende Luft wird in den seitlichen Luftableitungen 19 geführt
und in den Sammelbehälter 14 eingeleitet. Aus dem Offensack 3 austretende Luft 35
ist über einen Pfeil eingezeichnet.
[0077] Am unteren Ende des Füllstutzens 11 sind Verschlussklappen 29 eingezeichnet, die
wenigstens einen rieseldichten Verschluss des Füllstutzens 11 ermöglichen, um nach
dem Ende des Füllvorgangs einen Sackwechsel ohne Verunreinigung der Packmaschine durch
Rieselgut zu gewährleisten.
[0078] In Fig. 2 sind die Abmessungen 11a, 18a und 21a in dieser bevorzugten Ausführungsform
relativ zueinander abgebildet. Die Breite 21a der Strömungsverbindung ist hier etwas
größer als die Breite 11a des Füllstutzens, die größer ist als die Breite 18a. Durch
die großzügige Dimensionierung der Abmessungen und Querschnitte wird eine effiziente
passive Förderung der Verdrängungsluft erzielt.
[0079] Figur 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel eines Querschnitts des Füllstutzens
11 für die Packmaschine 1 gemäß Figur 1.
[0080] Der Füllstutzen 11 ist hier fest mit dem Sammelbehälter 14 verbunden, sodass neben
dem Füllstutzen 11 auch der Sammelbehälter 14 Teil des Füllsystems 13 bzw. des gewogenen
Systems ist. Das bedeutet, dass bei einem Füllvorgang sich an dem Sammelbehälter 14
absetzendes Produkt 16 in Bruttowiegeverfahren mit gewogen wird. Diese sich absetzende
Produktmenge 16 kann grundsätzlich zu einem systematischen Messfehler bzw. Gewichtsfehler
der abgefüllten Offensäcke führen, wenn es nicht zuvor berücksichtigt wird. Deshalb
wird bei einem ersten Füllvorgang ein Erfahrungswert für die erwartete sich absetzende
Produktmenge 16 angesetzt und bei folgenden Füllvorgängen wird auf die Messwerte zurückgegriffen,
die sich nach der Abnahme eines gefüllten Offensackes 3 ergeben. Das abgelagerte Produkt
16 kann ermittelt werden und im folgenden Füllvorgang wird nach Nulltarierung eine
entsprechende Menge mehr in den Offensack 3 eingefüllt.
[0081] In Figur 3 ist der teleskopierbare Füllstutzen 11 erkennbar. Zwischen den teleskopierbaren
Teilen des Füllstutzens ist ein Spalt 39 erkennbar, der hier stark vereinfacht dargestellt
ist. Um dort eventuell austretenden Staub nicht in die Umgebung einzuleiten, ist dort
eine Entstaubung 22 vorgesehen. Für die Entstaubung wird nur relativ wenig Luft abgesaugt,
sodass die Entstaubung erheblich kleiner ausgeführt werden kann als im Stand der Technik.
[0082] Die aus dem Offensack 3 bei der Füllung verdrängte und mit Staub versetzte Luft wird
über die seitlichen Luftableitungen 19 entlang des Luftstroms 35 über die Strömungsverbindung
21 in den Sammelbehälter 14 eingeleitet. Der Sammelbehälter 14 ist über ein Rohr 25
und einen Filter 28 am Ende des Rohrs 25 mit der Umgebung 26 verbunden.
[0083] Die Breite 21a der Strömungsverbindung entspricht vorzugsweise der Kontaktfläche
zwischen dem Füllstutzen 11 und dem Sammelbehälter 14. Hier weist der Füllstutzen
11 eine Breite 11a auf, die größer ist als die Breite 18a, die wiederum größer ist
als die Breite 21a der Strömungsverbindung. Die Breite 21a der Strömungsverbindung
ist hier aber größer als 1/4 oder sogar als 1/2 der Breite des Füllstutzens 11a. Entsprechendes
gilt für die Strömungsquerschnitte, sodass der Strömungsquerschnitt der Strömungsverbindung
größer als 1/5 und vorzugsweise größer als 1/3 oder 1/2 des Strömungsquerschnitt des
Füllstutzens 11 ist.
[0084] In dem Sammelbehälter 14 ist ein Beruhigungsvolumen 15 vorhanden. Die dort eingeleitete
Luft beruhigt sich und der enthaltende Produktanteil sammelt sich als abgesetztes
Produkt 16 an dem Boden des Sammelbehälters 14. Das abgesetzte Produkt 16 kann durch
eine angeschlossene Leitung abgeführt werden. Bei Bedarf ist ein steuerbarer Verschluss
23 an dem Boden des Sammelbehälters 14 vorgesehen.
[0085] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführung eines Füllstutzens 11 für eine Packmaschine
nach Figur 1. Hier wird der Füllstutzen zusammen mit einem angehängten Sack 3 in Bruttoverfahren
gewogen. Während der Füllstutzen 11 über eine Wägeeinrichtung 12 gewogen wird, ist
auch an dem Sammelbehälter 14 eine Wägeeinrichtung als Sensor 38 vorgesehen. Der Gewichtssensor
38 erfasst das Gewicht des Sammelbehälters 14, sodass die Menge des abgelagerten Produkts
16 erfassbar ist. Um den Sammelbehälter 14 gewichtsmäßig von dem Füllstutzen 11 zu
entkoppeln, ist zwischen dem Füllstutzen 11 und dem Sammelbehälter 14 ein flexibler
Schlauch als Strömungskanal 33 vorgesehen. Der flexible Schlauch kann sich über die
gesamte Strecke oder nur einen Teil erstrecken. Auch hier gelten die erwähnten Verhältnisse
für die Abmessungen und Strömungsquerschnitte.
[0086] An dem Sammelbehälter 14 kann wiederum ein Rohr 25 mit einem Verdrängungsvolumen
27 vorgesehen sein. Das Ende ist wiederum mit einem Filter 28 versehen. Wird der Sammelbehälter
14 groß genug bemessen, kann gegebenenfalls auf das Rohr 25 verzichtet werden.
[0087] Zusätzlich ist eine Vakuumlanze 32 als Verdichtungseinrichtung 30 eingezeichnet,
die während des Füllvorgangs oder nach dem Ende des Füllvorgangs von oben in den Offensack
3 eintauchen kann, um das Innere des Offensackes 3 zu entlüften.
[0088] Figur 5 zeigt eine etwa maßstabsgetreue Seitenansicht einer Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Packmaschine 1, bei welcher oberhalb des Gestells 40 ein Produktvorrat
5 vorgesehen ist, dem ein Dosierorgan 6 nachgeschaltet ist. Das Dosierorgan 6 fördert
das Produkt in einen Zwischenbehälter 7, aus dem das Produkt 2 durch den Füllstutzen
11 in einem angehängten Sack 3 weiter geleitet wird.
[0089] Ein Sammelbehälter 14 dient zur Beruhigung der aus dem Sack 3 während des Füllvorgangs
verdrängten Luft, die über die Strömungsverbindung 21 in den Sammelbehälter 14 übertritt.
In dem Sammelbehälter 14 setzt sich das enthaltende Produkt am Boden des Sammelbehälters
ab.
[0090] Das Volumen des Sammelbehälters 14 inklusive des Volumens des Strömungskanals und
des Verdrängungsvolumens ist vorzugsweise größer als 1/10 und insbesondere größer
als 1/6 oder 1/4 des Volumens 3a des Offensacks 3. Das Verhältnis kann auch 1:2 oder
größer betragen. Insbesondere kann das Volumen auch größer sein als das Volumen 3a
des Offensacks.
[0091] Über einen flexiblen Schlauch 41 als Leitung 34 wird das abgesetzte Produkt 16 bei
Bedarf durch den Produktförderer 17 gefördert und hier dem Sammelbehälter 7 wieder
zugeführt.
[0092] Hier ist es möglich, dass der Zwischenbehälter 7 separat mit einer Wägeeinrichtung
12' gewogen wird, sodass eine Abfüllung im Nettoverfahren ermöglicht wird. Dabei wird
bei der Abfüllung die abzufüllende Menge 10 gewichtsgenau zunächst in dem Zwischenbehälter
7 gesammelt und anschließend in den Offensack 3 eingeleitet.
[0093] Möglich ist es auch, dass nur ein Teil der abzufüllenden Menge 10 in dem Zwischenbehälter
7 zwischengelagert wird und der Füllstutzen 11 über eine Wägeeinrichtung 12 gewogen
wird, sodass eine Abfüllung im Bruttoverfahren erfolgt.
[0094] In allen Ausgestaltungen nach einem Bruttoverfahren ist es auch möglich, auf einen
Zwischenbehälter 7 zu verzichten. Dann wird beispielsweise durch das Dosierorgan 6
direkt in einen offenen Sack 3 abgefüllt.
[0095] Insgesamt hat die Erfindung erhebliche Vorteile. Dadurch, dass die aus dem Offensack
3 während der Füllung verdrängte Luft in einen Sammelbehälter 14 geleitet wird, der
ein Beruhigungsvolumen 15 aufweist und vorzugsweise über ein Rohr 25 mit einem Verdrängungsvolumen
27 mit der Umgebung 26 in Verbindung steht, kann der wesentlichste Teil des in der
abgeführten Luft enthaltenen Produkts sortenrein zurückgewonnen werden. In dem Sammelbehälter
14 steht genügend Zeit zur Verfügung, sodass sich der in der Luft enthaltene Staubanteil
absetzt und als abgesetztes Produkt 16 abgeleitet werden kann. Je nach Größe des Sammelbehälters
14 und nach der Aufnahmekapazität an abgesetztem Produkt 16 kann die Entleerung bzw.
der Abtransport des abgesetzten Produkts 16 nach jedem Füllvorgang oder in bestimmten
Zeitabständen oder dergleichen erfolgen. Bevorzugt ist eine Produktrückführung nach
jedem Füllvorgang, wenn es auf eine homogene Korngrößenverteilung in den Säcken ankommt.
[0096] Durch die Erfindung wird eine großbauende Entstaubungsanlage nicht benötigt, die
die gesamte aus dem Offensack 3 verdrängte Luft verarbeiten muss. Gegebenenfalls kann
auch eine Entstaubungsanlage mit erheblich kleinerer Kapazität eingesetzt werden,
um beispielsweise den Spalt an einem teleskopierbaren Füllstutzen zu entstauben. Dadurch
wird aber in der Regel weniger als die Hälfte oder sogar weniger als ein Viertel der
Entstaubungskapazität konventioneller Packmaschinen benötigt.
[0097] Das in dem Sammelbehälter abgesetzte Produkt 16 kann sortenrein wiederverwendet und
wird hier bei dem nächsten Füllvorgang wieder abgefüllt. Das bedeutet, dass auch bei
einem Produktwechsel nur relativ geringe Reinigungsarbeiten nötig sind.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Packmaschine |
21 |
Strömungsverbindung |
| 2 |
Produkt, Schüttgut |
21a |
Breite |
| 3 |
Offensack |
22 |
Entstaubungseinrichtung |
| 3a |
Volumen |
23 |
Verschluss |
| 4 |
Steuereinrichtung |
24 |
Blaseinrichtung |
| 5 |
Produktvorrat, Silo |
25 |
Rohr |
| 6 |
Dosierorgan |
26 |
Umgebung |
| 7 |
Zwischenbehälter |
27 |
Verdrängungsvolumen |
| 8 |
Verschlusseinheit |
28 |
Filter |
| 9 |
Teil der Produktmenge |
29 |
Verschlussklappe |
| 10 |
abzufüllende Menge |
30 |
Verdichtungseinrichtung |
| 11 |
Füllstutzen |
31 |
Bodenrüttler |
| 11a |
Breite |
32 |
Vakuumlanze |
| 12 |
Wägeeinrichtung |
33 |
Strömungskanal |
| 13 |
Füllsystem |
34 |
Leitung |
| 14 |
Sammelbehälter |
35 |
Luftstrom |
| 15 |
Beruhigungsvolumen |
36 |
Produktstrom |
| 16 |
abgelagertes Produkt |
37 |
Sensor |
| 17 |
Produktförderer |
38 |
Sensor |
| 18 |
zentrale Produktzufuhr |
39 |
Spalt |
| 18a |
Breite |
40 |
Gestell |
| 19 |
seitliche Luftableitung |
41 |
flexibler Schlauch |
| 20 |
Füllstellung |
|
|
1. Packmaschine (1) zum Füllen von staubenden Produkten wie Schüttgütern (2) in Offensäcke
(3) mittels eines Füllvorgangs, mit einer Steuereinrichtung (4) und einer Wägeeinrichtung
(12, 12') zur gewichtsabhängigen Steuerung des Füllvorgangs, sowie mit einem Produktvorrat
(5) und wenigstens einem Dosierorgan (6) und mit einem Füllstutzen (11), über den
bei dem Füllvorgang das Produkt einem vorbereiteten Offensack (3) zuführbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Füllstutzen (11) mit einem Sammelbehälter (14) über eine derartige Strömungsverbindung
(21) verbunden ist,
dass ein bei einem Füllvorgang auftretender Druckstoß zur Überleitung der in dem Offensack
(3) enthaltenen und staubendes Produkt (2) umfassenden Verdrängungsluft in den Sammelbehälter
genutzt wird,
um in dem Sammelbehälter (14) die Verdrängungsluft aufzunehmen und zu beruhigen und
einen Staubanteil der Verdrängungsluft wenigstens teilweise in dem Sammelbehälter
(14) als abgelagertes Produkt (16) abzulagern.
2. Packmaschine (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Sammelbehälter (14) mit
einem nachgeschaltetem Produktförderer (17) verbunden ist, um das in dem Sammelbehälter
(14) abgelagerte Produkt (16) mittels des nachgeschalteten Produktförderers (17) abzuführen
und wobei insbesondere der Produktförderer (17) vorgesehen ist, um intermittierend
wenigstens einen Teil des abgelagerten Produkts (16) abzuführen.
3. Packmaschine (1) nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei ein mit einer
steuerbaren Verschlusseinheit (8) versehener Zwischenbehälter (7) vorgesehen ist,
welchem mittels des Dosierorgans (6) aus dem Produktvorrat (5) Produkt (2) zuführbar
ist, und wobei der Produktförderer (17) mit dem Zwischenbehälter (7) verbunden ist,
um das abgelagerte Produkt (16) dem Zwischenbehälter (7) zurückzuführen.
4. Packmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sammelbehälter
(14) unmittelbar mit dem Füllstutzen verbunden ist, sodass die Strömungsverbindung
(21) wenigstens zum Teil durch eine Übertrittsöffnung zwischen dem Füllstutzen und
dem Sammelbehälter (14) gebildet wird.
5. Packmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Strömungsverbindung
(21) durch einen Strömungskanal (33) gebildet wird, wobei ein Verhältnis aus einem
freien Durchmesser des Strömungskanals zu einer Länge des Strömungskanals größer als
1:10 ist und/oder wobei die Strömungsverbindung (21) durch einen Strömungskanal (33)
gebildet wird, wobei ein Verhältnis eines Querschnitts des Strömungskanals zu einem
freien Querschnitt des Füllstutzens größer als 1:4 ist.
6. Packmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Beruhigungsvolumen
des Sammelbehälters (14) größenveränderbar ist.
7. Packmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Sammelbehälter
(14) über ein sich aufrecht erstreckendes Rohr (25) mit der Umgebung (26) verbunden
ist.
8. Packmaschine (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Rohr (25) ein größenveränderbares
Verdrängungsvolumen (27) aufweist.
9. Packmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Wägeeinrichtung
(12) dazu eingerichtet ist, ein Füllsystem (13) zu wiegen, wobei das Füllsystem (13)
wenigstens den Füllstutzen (11) umfasst, sodass ein daran angehängter Offensack (3)
mitgewogen wird, um einen Füllvorgang im Bruttoverfahren durchzuführen.
10. Packmaschine (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Füllsystem (13) auch
den Sammelbehälter (14) umfasst oder wobei der Sammelbehälter (14) von dem Füllsystem
(13) entkoppelt aufgenommen ist.
11. Packmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuereinrichtung
(4) dazu eingerichtet und ausgebildet ist, das Dosierorgan (6) zeit- und/oder volumengesteuert
zu betreiben, um einen erheblichen Teil des bei einem Füllvorgang abzufüllenden Produkts
(2) in dem Zwischenbehälter (7) zu sammeln und durch öffnen der steuerbaren Verschlusseinheit
(8) durch den Füllstutzen (11) in den Offensack (3) zu entleeren.
12. Packmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, wobei die Wägeeinrichtung
(12) dazu eingerichtet ist, den Zwischenbehälter zu wiegen, um einen Füllvorgang im
Nettoverfahren durchzuführen.
13. Packmaschine (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Füllstutzen (11)
eine zentrale Produktzufuhr (18) und wenigstens eine seitliche Luftableitung (19)
aufweist.
14. Verfahren zum Füllen von staubenden Produkten wie Schüttgütern (2) in Offensäcke (3)
mittels eines Füllvorgangs an einer Packmaschine (1), wobei der Füllvorgang mit einer
Steuereinrichtung (4) und einer Wägeeinrichtung (12, 12') gewichtsabhängig gesteuert
wird, wobei mit wenigstens einem Dosierorgan (6) aus einem Produktvorrat (5) Produkt
(2) gesteuert dosiert wird und durch einen Füllstutzen (11) in einen für den Füllvorgang
vorbereiteten Offensack (3) eingefüllt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein bei einem Füllvorgang auftretender Druckstoß zur Überleitung der in dem Offensack
(3) enthaltenen und staubendes Produkt (2) umfassenden Verdrängungsluft über eine
Strömungsverbindung (21) des Füllstutzen (11) mit einem Sammelbehälter (14) genutzt
wird, um die in dem Offensack (3) enthaltene und das staubende Produkt (2) enthaltende
Verdrängungsluft in den mit dem Füllstutzen (11) verbundenen Sammelbehälter (14) zu
leiten und zu beruhigen, sodass sich der Staubanteil der Verdrängungsluft wenigstens
teilweise in dem Sammelbehälter (14) als abgelagertes Produkt (16) absetzt.
15. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das abgelagerte Produkt (16) intermittierend
abgeführt wird.
1. Packaging machine (1) for filling dusting product such as bulk material (2) into open-mouth
bags (3) by way of a filling process, having a control device (4) and a weighing device
(12, 12') for weight-dependent control of the filling process, and having a product
supply (5) and at least one batching element (6) and with a filling spout (11) through
which the product can be delivered to a prepared open-mouth bag (3) during the filling
process, characterized in that the filling spout (11) is connected with a collecting tank (14) through a flow connection
(21) such that a pressure surge occurring during a filling process is utilized for
transferring into the collecting tank the displacing air contained in the open-mouth
bag (3) and comprising dusting product (2) so as to receive and settle the displacing
air in the collecting tank (14) and to deposit at least part of a dust content of
the displacing air in the collecting tank (14) as deposited product (16).
2. The packaging machine (1) according to the preceding claim wherein the collecting
tank (14) is connected with a downstream product conveyor (17) for removing the product
(16) deposited in the collecting tank (14) by means of the downstream product conveyor
(17) and wherein the product conveyor (17) is in particular provided to intermittently
remove at least part of the deposited product (16).
3. The packaging machine (1) according to any of the two preceding claims wherein an
intermediate container (7) equipped with a controlled shut-off unit (8) is provided
to which the batching element (6) can deliver product (2) from the product supply
(5) and wherein the product conveyor (17) is connected with the intermediate container
(7) for returning the deposited product (16) to the intermediate container (7).
4. The packaging machine (1) according to any of the preceding claims wherein the collecting
tank (14) is immediately connected with the filling spout so that the flow connection
(21) is at least in part formed by a passage opening between the filling spout and
the collecting tank (14).
5. The packaging machine (1) according to any of the preceding claims wherein the flow
connection (21) is formed by a flow duct (33) wherein the ratio of a clear diameter
of the flow duct to the length of the flow duct is higher than 1:10 and/or wherein
the flow connection (21) is formed by a flow duct (33) wherein the ratio of a cross
section of the flow duct to a clear cross section of the filling spout is higher than
1:4.
6. The packaging machine (1) according to any of the preceding claims wherein the size
of the settling volume of the collecting tank (14) is variable.
7. The packaging machine (1) according to any of the preceding claims wherein the collecting
tank (14) is connected with the ambience (26) through a pipe (25) extending upright.
8. The packaging machine (1) according to the preceding claim wherein the size of the
displacement volume (27) of the pipe (25) is variable.
9. The packaging machine (1) according to any of the preceding claims wherein the weighing
device (12) is set up to weigh a filling system (13) wherein the filling system (13)
comprises at least the filling spout (11) so that an appended open-mouth bag (3) is
also weighed for performing a filling process by the gross method.
10. The packaging machine (1) according to the preceding claim wherein the filling system
(13) also comprises the collecting tank (14) or wherein the collecting tank (14) is
accommodated decoupled from the filling system (13).
11. The packaging machine (1) according to any of the preceding claims wherein the control
device (4) is set up and configured to operate the batching element (6) on a time
cycle or by volume control so as to collect in the intermediate container (7) a considerable
portion of the product (2) intended for bagging during a filling process and to empty
it through the filling spout (11) into the open-mouth bag (3) by opening the controlled
shut-off unit (8).
12. The packaging machine (1) according to any of the preceding claims 1 to 8 wherein
the weighing device (12) is set up to weigh the intermediate container for performing
a filling process by the net method.
13. The packaging machine (1) according to any of the preceding claims wherein the filling
spout (11) comprises a central product feeder (18) and at least one lateral air outlet
(19).
14. Method for filling dusting product such as bulk material (2) into open-mouth bags
(3) by way of a filling process on a packaging machine (1) wherein weight-dependent
control of the filling process is provided by means of a control device (4) and a
weighing device (12, 12') wherein at least one batching element (6) controls the dosing
of product (2) from a product supply (5) and fills it through a filling spout (11)
into an open-mouth bag (3) that is prepared for the filling process, characterized in that a pressure surge occurring in a filling process is utilized for transferring the
displacing air contained in the open-mouth bag (3) and containing dusting product
(2) through a flow connection (21) of the filling spout (11) with a collecting tank
(14) to convey the displacing air contained in the open-mouth bag (3) and containing
the dusting product (2) into the collecting tank (14) connected with the filling spout
(11) and to settle it so that the dust content of the displacing air settles at least
partially in the collecting tank (14) as deposited product (16).
15. The method according to the preceding claim wherein the deposited product (16) is
intermittently removed.
1. Machine d'emballage (1) destinée à remplir des sacs ouverts (3), au moyen d'une opération
de remplissage, de produits donnant de la poussière, tels que produits en vrac (2),
comprenant un dispositif de commande (4) et un dispositif de pesage (12, 12') pour
commander l'opération de remplissage en fonction du poids, ainsi qu'une réserve de
produit (5) et au moins un organe de dosage (6) et une tubulure de remplissage (11)
par l'intermédiaire de laquelle le produit peut être amené, lors de l'opération de
remplissage, à un sac ouvert (3) préparé,
caractérisé par le fait que la tubulure de remplissage (11) est reliée à un récipient collecteur (14) via une
liaison fluidique (21) telle que l'on utilise un coup de pression apparaissant lors
d'une opération de remplissage pour transférer, dans ledit récipient collecteur, l'air
de déplacement contenu dans le sac ouvert (3) et comprenant du produit (2) donnant
de la poussière, afin de recevoir et calmer l'air de déplacement dans le récipient
collecteur (14) et de déposer une part de poussière de l'air de déplacement, en tant
que produit déposé (16), au moins en partie dans le récipient collecteur (14).
2. Machine d'emballage (1) selon la revendication précédente, dans laquelle ledit récipient
collecteur (14) est relié à un convoyeur de produit (17) monté en aval afin d'évacuer
le produit (16) déposé dans le récipient collecteur (14) au moyen du convoyeur de
produit (17) monté en aval, et dans laquelle ledit convoyeur de produit (17) est prévu
en particulier pour évacuer de façon intermittente au moins une partie du produit
(16) déposé.
3. Machine d'emballage (1) selon l'une quelconque des deux revendications précédentes,
dans laquelle un récipient intermédiaire (7) pourvu d'une unité de fermeture (8) commandable
est prévu qui peut être alimenté en produit (2) à partir de la réserve de produit
(5) par l'intermédiaire de l'organe de dosage (6), et dans laquelle ledit convoyeur
de produit (17) est relié au récipient intermédiaire (17) afin de ramener le produit
(16) déposé au récipient intermédiaire (7).
4. Machine d'emballage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle ledit récipient collecteur (14) est relié directement à la tubulure de remplissage
de sorte que la liaison fluidique (21) est formée au moins en partie par une ouverture
de passage entre la tubulure de remplissage et le récipient collecteur (14).
5. Machine d'emballage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle la liaison fluidique (21) est formée par un canal d'écoulement (33), où un
rapport d'un diamètre libre du canal d'écoulement à une longueur du canal d'écoulement
est supérieur à 1 : 10, et/ou dans laquelle la liaison fluidique (21) est formée par
un canal d'écoulement (33), où un rapport d'une section transversale du canal d'écoulement
à une section transversale libre de la tubulure de remplissage est supérieur à 1 :
4.
6. Machine d'emballage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle un volume de tranquillisation du récipient collecteur (14) est modifiable
en taille.
7. Machine d'emballage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle le récipient collecteur (14) est relié à l'environnement (26) via un tuyau
(25) s'étendant debout.
8. Machine d'emballage (1) selon la revendication précédente, dans laquelle ledit tuyau
(25) présente un volume de déplacement (27) modifiable en taille.
9. Machine d'emballage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle ledit dispositif de pesage (12) est configuré pour peser un système de remplissage
(13), dans laquelle ledit système de remplissage (13) comprend au moins la tubulure
de remplissage (11) de sorte qu'un sac ouvert (3) y accroché est pesé en même temps
afin de mettre en oeuvre une opération de remplissage selon la méthode brute.
10. Machine d'emballage (1) selon la revendication précédente, dans laquelle le système
de remplissage (13) comprend également le récipient collecteur (14) ou dans laquelle
le récipient collecteur (14) est reçu tout en étant découplé du système de remplissage
(13).
11. Machine d'emballage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle ledit dispositif de commande (4) est configuré et réalisé pour faire fonctionner
ledit organe de dosage (6) d'une manière commandée en temps et/ou en volume afin de
recueillir, dans le récipient intermédiaire (7), une partie importante du produit
(2) à ensacher lors d'une opération de remplissage et de l'évacuer à travers la tubulure
de remplissage (11) dans le sac ouvert (3) en ouvrant l'unité de fermeture (8) commandable.
12. Machine d'emballage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à
8, dans laquelle ledit dispositif de pesage (12) est configuré pour peser le récipient
intermédiaire afin de mettre en oeuvre une opération de remplissage selon la méthode
nette.
13. Machine d'emballage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle la tubulure de remplissage (11) présente une amenée de produit (18) centrale
et au moins une évacuation d'air (19) latérale.
14. Procédé destiné à remplir des sacs ouverts (3), au moyen d'une opération de remplissage,
de produits donnant de la poussière, tels que produits en vrac (2), sur une machine
d'emballage (1), dans lequel l'opération de remplissage est commandée en fonction
du poids au moyen d'un dispositif de commande (4) et d'un dispositif de pesage (12,
12'), dans lequel du produit (2) est dosé de manière commandée, à partir d'une réserve
de produit (5), au moyen d'au moins un organe de dosage (6) et est versé à travers
une tubulure de remplissage (11) dans un sac ouvert (3) préparé pour l'opération de
remplissage,
caractérisé par le fait que l'on utilise un coup de pression apparaissant lors d'une opération de remplissage
pour transférer l'air de déplacement contenu dans le sac ouvert (3) et comprenant
du produit (2) donnant de la poussière, via une liaison fluidique (21) de la tubulure
de remplissage (11) avec un récipient collecteur (14), afin de faire passer, dans
le récipient collecteur (14) relié à la tubulure de remplissage (11), l'air de déplacement
contenu dans le sac ouvert (3) et comprenant le produit (2) donnant de la poussière
et de calmer celui-ci de sorte que la part de poussière de l'air de déplacement se
dépose, en tant que produit déposé (16), au moins en partie dans le récipient collecteur
(14).
15. Procédé selon la revendication précédente, dans lequel le produit (16) déposé est
évacué de façon intermittente.