[0001] Die Erfindung betrifft einen Sicherheitsschalter mit Überwachungsfunktion.
[0002] Derartige Sicherheitsschalter sind in vielfältigen Ausführungsformen, auch unter
der Bezeichnung Befehls- und/oder Meldegeräte bekannt. Sie werden bei Schaltpulten,
Aufzügen, Maschinen usw. zur Betätigung elektrischer Steuerungen verwendet. In potentiell
gefährlichen Situationen dient die Betätigung des Sicherheitsschalters zum Öffnen
oder Schließen relevanter Stromkreise. Als bekannte Beispiele kann auf die Schriften
DE 199 60 695 A1 und
DE 41 01 493 C2 verwiesen werden.
[0003] Ein solcher Sicherheitsschalter umfasst einen Schalterkopf mit Stößel (als Betätigungsmittel),
welcher in einer Gehäusewand in einer Aufnahmeöffnung montiert ist. Die Längsachse
des Sicherheitsschalters liegt senkrecht zur Ebene der Gehäusewand. Der Sicherheitsschalter
ist von der Innenseite der Gehäusewand her mit einem Schraubring montiert. Der Stößel
des Sicherheitsschalters ist so eingerichtet und eingebaut, dass er bei seiner Betätigung
(von der Ruhestellung) in die Schaltstellung mit einem Betätigungshub Kontakte eines
Schaltermoduls beaufschlägt. Die wesentliche Funktion des Sicherheitsschalters besteht
darin, dass er bei Betätigung (Eindrücken, Einpressen) die Kontakte des Schaltermoduls
derart beeinflusst, dass eine AUS-Schaltfunktion und/oder Warnfunktion auftritt. Am
häufigsten wird der Sicherheitsschalter für eine Not-Aus-Funktion eingesetzt, weswegen
der Sicherheitsschalter auch mit NOT-AUS-Taster bezeichnet wird. Die Betätigung des
Sicherheitsschalters kann in der AUS-Schaltstellung (insbesondere in einer NOT-AUS-Schaltung)
mit einer Verrastung verbunden sein.
[0004] Aus der
EP 252378 A1 ist ein Sicherheitsschalter bekannt, dessen Gehäuse so gestaltet ist, dass es Verschlussmittel
aufweist, die nur durch einen unzulässigen Zugriff (mit mechanischer Gewalt) geöffnet
oder entfernt werden können. Der unzulässige Zugriff auf das Gehäuse ist somit unmittelbar
erkennbar.
[0005] Bei druckbetätigbaren Sicherheitsschaltern liegt das Problem vor, dass ein fehlerhafter
Zusammenbau von Schalterkopf und Schaltermodul oder eine unzulässige Trennung von
Schalterkopf und Schaltermodul von außen nicht erkennbar ist. Eine solche Trennung
kann durch Zerstörung des Zusammenbaus oder durch unzulässigen Eingriff (tampering)
in den Zusammenbau geschehen. In solchen Situationen würde die Betätigung des Schalterkopfs
keine Wirkung zeigen. Das damit erwünschte Überwachungssignal der Sicherungsfunktion
bliebe aus.
[0006] Aus der
EP 01906418 A1 ein Sicherheitsschalter mit Kontrollfunktion bekannt. Auch bei diesem Sicherheitsschalter
werden (wie bekannt) bei der Betätigung des Betätigungsmittels (Stößel) mit einem
Betätigungshub Kontakte eines Schaltermoduls betätigt, wobei ein Schaltblock des Schaltermoduls
als Meldeschaltblock ausgelegt ist. Bei ordnungsgemäß montiertem Sicherheitsschalter
wird der als Meldeschaltblock ausgelegte Schaltblock mittels eines Betätigungsstifts
dauerhaft betätigt. Über diese mit dem Meldeschaltblock realisierte Kontrollfunktion
ist ein Fehlerfall überwachbar, bei dem der Meldeschaltblock von der Gehäusewand mit
dem darin montierten Betätigungsmittel losgelöst wird. Ab einer bestimmten Entfernung
ändert der Meldeschaltblock seinen Schaltzustand, wodurch ein Fehlersignal ausgegeben
wird.
[0007] Wie erwähnt, wird bei diesem Sicherheitsschalter einer der Schaltblöcke mit einer
Kontrollfunktion belegt, so dass der mit der Kontrollfunktion belegte Schaltblock
für andere Schaltfunktionen ausscheidet.
[0008] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung eines Sicherheitsschalters anzugeben,
bei dem ein Meldeschaltblock ausgebildet ist, der allein zum Zweck einer Kontrollfunktion
vorhanden ist.
[0009] Die Lösung der Aufgabe findet sich in den Merkmalen des Hauptanspruchs. Weitergehende
bevorzugte Ausführungsformen sind in Unteransprüchen formuliert.
[0010] Der Kern der Erfindung liegt darin, dass das Schaltermodul um einen in einem Meldestrompfad
liegenden mit Kontaktelementen versehenen Meldeschaltblock erweitert ist. Ein Überwachungssignal
ist ausgebbar, wenn auf den Sicherheitsschalter und/oder sein Gehäuse ein unzulässiger
Zugriff erfolgt ist und dadurch der Zusammenbau von Schalterkopf (Betätigungsmittel)
und Schaltermodul verändert ist, oder wenn ein fehlerhafter Zusammenbau vorliegt.
[0011] Die Kontaktelemente werden im Zusammenbauzustand des Sicherheitsschalters von einem
Betätigungsstift beaufschlagt. Der Meldeschaltblock liegt seitlich versetzt neben
dem mehrere Schaltblöcke umfassenden Schaltermodul, hierbei ist der Meldekontakt einem
(starr angeordneten) Betätigungsstift zugeordnet. Das Betätigungselement des Meldekontakts
und der Betätigungsstift liegen außerhalb des Betätigungsbereichs des Betätigungsmittels
(Stößel) des Sicherheitsschalters.
[0012] Bei Trennung von Schalterkopf und Schaltermodul (Lösung des Zusammenbaus) oder beim
fehlerhaftem Zusammenbau hat der Betätigungsstift keinen Eingriff auf den Meldekontakt.
Die Sicherungs- und Überwachungsfunktion besteht darin, dass bei offenem Meldestrompfad
das Melde- oder Überwachungssignal ausgegeben und/oder ein Stromkreis geöffnet wird,
in dem eine oder mehrere sicherheitsrelevante Maschinen betrieben werden und die betriebenen
Maschinen (automatisch) abgeschaltet werden.
[0013] Im folgenden werden bevorzugte Merkmale der Erfindung wiedergegeben, wobei diese
einzeln oder in Kombination miteinander (soweit zutreffend) ausgebildet sein können.
[0014] Der Betätigungsstift kann an einer Stifthalteplatte ausgebildet sein, die gemeinsam
von dem Befestigungsmittel mit dem Schalterkopf von der Innenseite der Gehäusewand
an der Montageöffnung gehalten und befestigt ist, wobei der Betätigungsstift senkrecht
von der Stifthalteplatte absteht und damit auch parallel zur Achse des Sicherheitsschalters
liegt.
[0015] Die Stifthalteplatte kann mit einem Verdrehschutz für die Einbaulage an der Montageöffnung
ausgebildet sein.
[0016] Mindestens ein Betätigungsstift kann an einer Innenseite der Gehäusewand, vorzugsweise
einstückig mit der Gehäusewand ausgebildet sein, wobei der mindestens eine Betätigungsstift
von der Gehäusewand senkrecht absteht. Bei dieser bevorzugten erfindungsgemäßen Alternative,
kann die Gehäusewand als Oberfläche einer Haube oder als Oberfläche eines Gehäusedeckels
ausgebildet sein.
[0017] Im Meldestrompfad liegt eine elektrische Schaltung, die bei Öffnen des Meldestrompfads
ein Warnsignal ausgibt und/oder sicherheitsrelevante elektrische Einrichtungen außer
Betrieb setzt.
[0018] Der Betätigungsstift kann am freien Vorderende mit einer Öffnung versehen sein, welche
zum Einführen eines Distanzstücks ausgebildet ist.
[0019] Die Öffnung kann als Stecköffnung oder als Gewindebohrung ausgebildet sein, wobei
das Distanzstück als Steckstift oder als Stellschraube ausgebildet ist.
[0020] Die Erfindung kann in verschiedenen Einbausituationen des Sicherheitsschalters eingesetzt
sein. Zwei wesentliche Alternativen bestehen darin, dass das Schaltermodul am Schalterkopf
(Kopfbefestigung) oder dass das Schaltermodul auf der der Gehäusewand gegenüberliegenden
Bodenplatte (Bodenbefestigung) befestigt ist.
[0021] In der Kopfbefestigungsalternative ist das Schaltermodul von einem Montageadapter
gehalten, so dass das Schaltermodul an den Befestigungsmitteln festgelegt werden kann.
Bei der Bodenbefestigung besteht kein baulicher Zusammenhang zwischen Schaltermodul
und dem Schalterkopf. Der Schalterkopf sitzt in einem Abstand vom Schaltermodul, der
dem Betätigungshub des Betätigungsmittels (Stößel) entspricht. Auf jeden Fall wird
bei der Bodenbefestigung und bei korrektem Zusammenbau der Meldekontakt des Meldeschaltblocks
vom Betätigungsstift beaufschlagt, so dass der Meldekontakt in Schließstellung liegt.
[0022] Die Erfindung ist in mehreren Figuren dargestellt, wobei diese im Einzelnen zeigen:
Fig. 1: einen Sicherheitsschalter mit Schalterkopf, Schaltermodul und Meldeschaltblock,
Fig. 2: Stifthalteplatte mit Steckstift und Distanzstück,
Fig. 3: frontale Ansicht des Sicherheitsschalters in Explosionsdarstellung,
Fig. 4: eine erste Haube (Gehäusedeckel) mit Stifthalteplatte und Schraubring und
Fig. 5: eine zweite Haube (Gehäusedeckel) mit integrierten Betätigungsstiften.
[0023] Die Fig. 1 zeigt den Sicherheitsschalter 10, der einen Schalterkopf 14 mit Betätigungsmittel
umfasst. Die Figur stellt die sogenannte Kopfbefestigungsalternative eines Schalterkopfs
dar. Der Stößel (Betätigungsmittel 12) ist in Fig. 4 von seiner Unterseite her erkennbar.
[0024] In der gezeigten Kopfbefestigung wird der Montageadapter 36 an der Stößelaustrittsseite
an den Schalterkopf geklipst. Der Montageadapter 36 ist auf die Kontaktseite der Einzelschaltblöcke
des Schaltermoduls gerichtet und fasst die Einzelschaltblöcke 22.1, 22.2, 22.3 zusammen.
Die Einzelschaltblöcke - einschließlich der Meldeschaltblock - werden in den Montageadapter
36 eingeführt und ebenfalls verklipst. Damit ist das Schaltermodul mit Meldeschaltblock
am Schalterkopf festgelegt.
[0025] Der Schalterkopf 14 ist von der Innenseite der Gehäusewand 31 her mit einem Schraubring
34 in einer runden Montageöffnung 33 montiert. Die Montage kann auch in der Oberseite
beispielsweise eines deckelförmigen Gehäuses (30', 30") erfolgen. In den Fig. 4 und
5 sind zwei Alternativen eines deckelförmigen Gehäuses dargestellt.
[0026] Die Längsachse des Sicherheitsschalters liegt senkrecht zur Ebene der Gehäusewand
31, oder senkrecht zur Oberseite des Gehäuses. Der Sicherheitsschalter ist so eingerichtet
und eingebaut, dass der Stößel bei seiner Betätigung (aus der Ruhestellung in die
Schaltstellung) die Kontaktelemente des Schaltermoduls 18 betätigt. Die wesentliche
Funktion des Sicherheitsschalters 10 besteht darin, dass er bei Betätigung (Eindrücken,
Einpressen) die Kontaktelemente des Schaltermoduls 18 derart beeinflusst, dass eine
AUS-Schaltfunktion und/oder Warnfunktion auftritt. Am häufigsten wird der Sicherheitsschalter
für eine Not-Aus-Funktion eingesetzt, weswegen der Sicherheitsschalter auch mit NOT-AUS-Taster
bezeichnet wird. Die Betätigung des Sicherheitsschalters kann in der Schaltstellung
mit einer Verrastung verbunden sein.
[0027] Die vorliegende Anordnung ist erfindungsgemäß mit einer Überwachungsfunktion ausgestattet.
Diese Funktion wird wirksam, wenn eine Trennung des Schaltermoduls vom Sicherheitsschalter
insbesondere eine Trennung von Schalterkopf vom Schaltermodul stattfindet. Ebenfalls
soll die Überwachungsfunktion in Aktion treten, wenn Einzelschaltblöcke des Schaltermoduls
abgetrennt sind oder unvollständig eingebaut sind. Die Trennung kann durch Zerstörung
des Ausbaus oder durch unzulässigen Eingriff (tampering) oder durch fehlerhaften Zusammenbau
geschehen.
[0028] Das Schaltermodul 18 umfasst in Fig. 1 zwei Einzelschaltblöcke (22.1, 22.2). Die
Eingangsklemmen 25 der Einzelschaltblöcke liegen vorn (sichtbar) und die Ausgangsklemmen
der Einzelschaltblöcke unsichtbar auf der Rückseite. Das Schaltermodul 18 ist mit
einem Meldeschaltblock 20 derart ergänzt, dass parallel zu den Einzelschaltblöcken
22.1, 22.2 und in derselben Ausrichtung wie die Einzelschaltblöcke der Meldeschaltblock
angeordnet ist. Der Meldeschaltblock 20 liegt seitlich versetzt neben den Einzelschaltblöcken,
so dass der Meldekontakt 42 dem (starr angeordneten) Betätigungsstift 46 zugeordnet
ist. Das Betätigungselement des Meldekontakts liegt außerhalb des Betätigungsbereichs
100 des Stößels.
[0029] Der starre Betätigungsstift 46 befindet sich an einer Stifthalteplatte 44. Die Stifthalteplatte
44 wird gemeinsam vom Schraubring 34 mit dem Schalterkopf an der Montageöffnung von
innen gehalten und befestigt. Der Betätigungsstift 46 steht senkrecht ab von der Stifthalteplatte,
welche der Gehäusewand 31 (Deckel 30') anliegt. Damit liegt der Betätigungsstift 46
parallel zur Stößelachse.
[0030] Im ordnungsgemäßen Zusammenbau von Schaltermodul und Schalterkopf beaufschlagt der
Betätigungsstift 46 den Meldekontakt des Meldeschaltblocks 20, so dass der Meldekontakt
in Schließstellung gelangt. Sowohl in Ruhestellung als auch in Schaltstellung des
Sicherheitsschalters ist der Meldekontakt geschlossen, der Meldestrompfad ist geschlossen.
[0031] Eine bevorzugte spezielle Ausführungsform, wie sie in Fig. 1 gezeigt ist, kann darin
bestehen, dass der Meldeschaltblock 20 als Doppelschaltblock ausgebildet ist. Der
Doppelschaltblock hat zwei räumlich parallel liegende Kontaktelemente, die auf der
Rückseite des Doppelschaltblocks gebrückt sind. Somit befinden sich die beiden Kontaktelemente
des Doppelschaltblocks (20, 22.1) in Reihenschaltung. Die Schaltbetätiger des Meldeschaltblocks
20 liegen auf der Oberseite des Doppelschaltblocks. Der in der Fig. 1 links liegenden
Meldeschaltblock 20 wird von dem Betätigungsstift 46 beaufschlagt. Die in der Fig.
1 rechts liegenden Einzelschaltblöcke werden vom Stößel 12 des Schalterkopfs in der
Schaltstellung betätigt. In der Ruhestellung des Schalterkopfs und bei ordnungsgemäßem
Zusammenbau ist der Meldekontakt geschlossen. Die Meldekontakte 42 des Meldestrompfads
sind schematisch als Aufdruck auf den Meldeschaltblock 20 sichtbar.
[0032] In der Fig. 2 wird die Stifthalteplatte 44 mit Betätigungsstift 46 als Einzeldarstellung
gezeigt.
[0033] Eine weitere Alternative einer Ausbildung mindestens eines Betätigungsstifts 46'
wird in der Fig. 4 weiter unten beschrieben.
[0034] In Fig. 2 ist weiterhin der Betätigungsstift 46 mit einem Distanzstück 48 dargestellt.
Die Länge des Betätigungsstifts 46 ist so gewählt, dass im Zusammenbauzustand der
Meldekontakt 42 betätigt ist. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der
Betätigungsstift am freien Vorderende mit einer Öffnung versehen sein. Die Öffnung
47 kann als Stecköffnung oder als Gewindebohrung ausgebildet sein, worin ein Distanzstück
48 einführbar ist. Das Distanzstück kann entweder als Steckstift 48 oder als Stellschraube
ausgebildet sein. Mit dem Distanzstück 48 kommt es zur Längenanpassung des Betätigungsstifts
46, so dass je nach Zusammenbau-Varianten unterschiedliche Abstände zum Schaltermodul
und zum Meldekontaktblock hin überbrückbar sind. Unterschiedliche Abstände sind vorhanden,
wenn der Sicherheitsschalter in Gehäusen eingebaut werden, die verschieden dicke Gehäusewände
(31) aufweisen. An der Stifthalteplatte 44 sind parallel zum Betätigungsstift 46 zwei
Begrenzungszapfen 49 vorhanden, wodurch sich die Lage des (weiter unter beschriebenen)
Montageadapters 36 einfach positionieren lässt.
[0035] In Fig. 3 ist eine frontale Ansicht des Sicherheitsschalters mit Schalterkopf, Schaltermodul
und Meldeschaltblock in Explosionsdarstellung gezeigt. Wie in Fig. 1 sind mit denselben
Bezugszeichen zu erkennen: Schalterkopf 14 in Kopfbefestigungsalternative; Gehäusewand
31; Stifthalteplatte 44 mit Betätigungsstift 46; Schraubring 34; Montageadapter 36;
Einzelschaltblöcke 22.1, 22.2, 22.3; Meldeschaltblock 20.
[0036] Besonders herausgestellt ist der Betätigungsbereich 100 des Stößels des Sicherheitsschalters.
Der Stößel betätigt nur die Kontaktelemente des Schaltermoduls 18, bzw. die Kontaktelemente
der Einzelschaltblöcke 22.1, 22.2 und 22.3.
[0037] Der Meldeschaltblock 20 (und dessen Meldekontakte 42) liegen seitlich außerhalb des
Betätigungsbereichs 100 und sind dem (starr angeordneten) Betätigungsstift 46 zugeordnet.
[0038] Nicht dargestellt ist, das eine bevorzugte spezielle Ausführungsform darin bestehen
kann, dass das Schaltermodul nur aus Einzelschaltblöcken aufgebaut ist. Das heißt,
dass auch der Meldeschaltblock als Einzelschaltblock in einer entsprechend vergrößerten
Montageadapter 36 eingebracht ist.
[0039] Wenn es zu einer Trennung des Schaltermoduls vom Sicherheitsschalter kommt, gerät
der Betätigungsstift 46 außer Eingriff mit dem Meldekontakt des Meldeschaltblocks.
Der Meldestrompfad wird geöffnet, so dass darüber ein Warn- oder Meldesignal ausgebbar
ist. In der Schaltstellung des Schalterkopfs und bei ordnungsgemäßem Zusammenbau wird
der zweite Schaltbetätiger des Meldeschaltblocks gemeinsam mit den Einzelschaltblöcken
betätigt. In der dem Sicherheitsschalter zugeordneten elektrischen Schaltung kann
der hierbei sich öffnende Meldestrompfad 'ignoriert' werden, da mit der Betätigung
des Sicherheitsschalters ansich schon die Sicherungsfunktion ausgelöst wird.
[0040] Die Fig. 4 zeigt eine erste Haube 30' (Gehäusedeckel), bei der ein Schalterkopf 14
in die Montageöffnung eingesetzt ist. Die Fig. 4 zeigt die Situation als Explosionszeichnung
im Zusammenhang mit der Stifthalteplatte 44.
[0041] Die Fig. 5 zeigt eine zweite Haube 30" (Gehäusedeckel) zur Aufnahme des Schalterkopfs
14. Diese Figur zeigt auch die Montageöffnung 33 in der Haube 30". Auf der Innenseite
der Haube 30" sind zwei starre Betätigungsstifte 46' einstückig mit der Haube ausgebildet.
Es handelt sich hier um eine Variante mit zwei Betätigungsstiften 46'. Die Betätigungsstifte
sind an der Montageöffnung 33 sich gegenüberliegend ausgebildet. Es macht also keinen
Unterschied, welche Lage die Haube 30" in der Zusammenbausituation in Bezug auf einen
Schaltermodul einnimmt. In jeder Lage der Haube gelangt einer der Betätigungsstifte
in korrekte Position in Beziehung zum Meldeschaltblock. Gegenüber der Ausführung der
Stifthalteplatte 44 in Fig. 2, wird kein weiteres Einzelteil benötigt, an welchem
ein Betätigungsstift ausgebildet ist. Die Betätigungsstifte 46' in der Haube 30" können
gleichfalls mit Öffnungen (47) und mit Distanzstücken (48) wie in Fig. 2 ausgebildet
sein.
[0042] Die Erfindung lässt sich zusammenfassend wie folgt beschreiben:
Es wird ein Sicherheitsschalter vorgeschlagen, welcher einen Schalterkopf (umfassend
Betätigungsmittel und Tastenkopf) aufweist, wobei der Sicherheitsschalter in einer
Gehäusewand in einer Montageöffnung mit Befestigungsmitteln (Schraubring) montiert
ist. Das Betätigungsmittel (Stößel) ist so eingerichtet und eingebaut, dass es bei
Betätigung in die Schaltstellung Kontaktelemente eines Schaltermoduls 18 betätigt.
Bei Sicherheitsschaltern ist das Problem bekannt, dass ein fehlerhafter Zusammenbau
von Schalterkopf und Schaltermodul oder eine unzulässige Trennung von Schalterkopf
und Schaltermodul von außen nicht erkennbar ist und die gewünschte Sicherheitsabschaltung
nicht funktioniert. Es ist daher vorgesehen, dass das Schaltermodul 18 um einen in
einem Meldestrompfad liegenden Kontaktelemente enthaltenen Meldeschaltblock 20 erweitert
ist, wobei im Zusammenbauzustand des Sicherheitsschalters der Meldeschaltblock von
einem ihm starr angeordneten Betätigungsstift 46 beaufschlagt ist, so dass bei Lösung
oder Änderung des Zusammenbauzustands der Betätigungsstift außer Eingriff mit dem
Meldeschaltblock 20 kommt und der Meldestrompfad öffnet. Das Betätigungselement des
Meldekontakts und der Meldeschaltblock liegen außerhalb des Betätigungsbereichs des
Betätigungsmittels (Stößel) des Sicherheitsschalters.
Bezugszeichen
[0043]
- 10
- druckbetätigbarer Sicherheitsschalter
- 12
- Stößel (Fig. 4)
- 14
- Schalterkopf (Taste)
- 18
- Schaltermodul umfassend mindestens einen Einzelschaltblock
- 20
- Meldeschaltblock
- 22.1, 22.2, 22.3
- Einzelschaltblöcke
- 25
- Eingangs- (Ausgangsklemme)
- 30' 30"
- zwei Hauben
- 31
- Gehäusewand
- 33
- Montageöffnung in 30', 31
- 34
- Befestigungsmittel (Schraubring)
- 36
- Montageadapter
- 42
- Überwachungs- oder Meldekontakte
- 44
- Stifthalteplatte
- 46, 46'
- Betätigungsstifte
- 47
- Öffnung (Stecköffnung oder Gewindebohrung
- 48
- Distanzstück als Steckstift oder Stellschraube
- 49
- Begrenzungszapfen
1. Sicherheitsschalter, welcher ein Betätigungsmittel (12) mit Tastenkopf (14) umfasst,
wobei der Sicherheitsschalter in einer Gehäusewand (31) in einer Montageöffnung (33)
in Zusammenbauzustand mit seiner Längsachse senkrecht zur Ebene der Gehäusewand (31)
mit Befestigungsmitteln (34) montiert ist, wobei das Betätigungsmittel (12) des Sicherheitsschalters
so eingerichtet und eingebaut ist, dass es bei Betätigung in die Schaltstellung mindestens
einen Schaltblock (22.1, 22.2, 22.3) eines Schaltermoduls (18) betätigt, und wobei
weiter einer der Schaltblöcke als in einem Meldestrompfad (42) liegender Meldeschaltblock
(20) ausgebildet ist, und im ordnungsmäßigem Zusammenbauzustand des Sicherheitsschalters
(10) der Meldeschaltblock (20) von einem Betätigungsstift (46) beaufschlagt ist, so
dass bei Lösung des Zusammenbauzustands der Betätigungsstift (46) außer Eingriff mit
dem Meldeschaltblock (40) kommt, dadurch gekennzeichnet, dass der Meldeschaltblock (20) und der Betätigungsstift (46) außerhalb des Betätigungsbereichs
(100) des Betätigungsmittels (12) liegen.
2. Sicherheitsschalter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsstift (46) an einer Stifthalteplatte (44) ausgebildet ist, die gemeinsam
von dem Befestigungsmittel (34) mit dem Tastenkopf von der Innenseite der Gehäusewand
(31) an der Montageöffnung gehalten und befestigt ist, wobei der Betätigungsstift
(46) senkrecht von der Stifthalteplatte (44) absteht.
3. Sicherheitsschalter (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stifthalteplatte (44) mit Verdrehschutz für die Einbaulage an der Montageöffnung
(33) ausgebildet ist.
4. Sicherheitsschalter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Betätigungsstift (46') an einer Innenseite der Gehäusewand (31) ausgebildet
ist, und der Betätigungsstift (46') senkrecht von der Gehäusewand (31) absteht.
5. Sicherheitsschalter (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Betätigungsstifte (46') an einer Innenseite der Gehäusewand (31) und an der
Montageöffnung (33) sich gegenüberliegend ausgebildet sind.
6. Sicherheitsschalter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Meldestrompfad eine elektrische Schaltung liegt, die bei Öffnen des Meldestrompfads
ein Warnsignal ausgibt und/oder sicherheitsrelevante elektrische Einrichtungen außer
Betrieb setzt.
7. Sicherheitsschalter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Betätigungsstift (46, 46') am freien Vorderende mit einer Öffnung (47) versehen
ist, welche zum Einführen eines Distanzstücks (48) ausgebildet ist.
8. Sicherheitsschalter (10) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung als Stecköffnung (47) oder als Gewindebohrung ausgebildet ist, und das
Distanzstück (48) als Steckstift (46) oder als Stellschraube ausgebildet ist.
9. Sicherheitsschalter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltermodul (18) von einem Montageadapter (36) gehalten ist, so dass das Schaltermodul
(18) an den Befestigungsmitteln (34) festgelegt ist.
1. Safety switch, comprising an actuator (12) with a button top (14), wherein the safety
switch is mounted, using fastening means (34), in a housing wall (31) in a mounting
opening (33), in an assembled state having its longitudinal axis perpendicular to
the plane of the housing wall (31), wherein the actuator (12) of the safety switch
is designed and installed such that, upon actuation into the switch position, at least
one switch block (22.1, 22.2, 22.3) of a switch module (18) is actuated, and wherein
further one of the switch blocks is designed as a signalling switch block (20) located
in a signalling current path (42), and in a correct assembled state of the safety
switch (10) the signalling switch block (20) is acted upon by an actuation pin (46),
such that, when the assembled state is released, the actuation pin (46) comes out
of engagement with the signalling switch block (40), characterised in that the signalling switch block (20) and the actuation pin (46) are located outside the
actuation range (100) of the actuator (12).
2. Safety switch (10) according to claim 1, characterised in that the actuation pin (46) is formed on a pin-retaining panel (44), which is retained
and fastened on the mounting opening by the fastening means (34) together with the
button top from the inner side of the housing wall (31), wherein the actuation pin
(46) protrudes perpendicularly from the pin-retaining panel (44).
3. Safety switch (10) according to claim 2, characterised in that the pin-retaining panel (44) is designed to have anti-rotation protection for the
installation position on the mounting opening (33).
4. Safety switch (10) according to claim 1, characterised in that at least one actuation pin (46') is formed on an inner side of the housing wall (31),
and the actuation pin (46') protrudes perpendicularly from the housing wall (31).
5. Safety switch (10) according to claim 4, characterised in that two actuation pins (46') are formed so as to be opposite on an inner side of the
housing wall (31) and on the mounting opening (33).
6. Safety switch (10) according to any of the preceding claims, characterised in that an electrical circuit is located in the signalling current path which emits a warning
signal and/or switches off safety-relevant electrical devices when the signalling
current path is opened.
7. Safety switch (10) according to any of the preceding claims, characterised in that the actuation pin (46, 46') has an opening (47) on a free front end which is designed
for inserting a spacer (48).
8. Safety switch (10) according to claim 7, characterised in that the opening is an insertion opening (47) or a threaded hole, and the spacer (48)
is a pin (46) or an adjusting screw.
9. Safety switch (10) according to any of the preceding claims, characterised in that the switch module (18) is retained by a mounting adapter (36), so as to fix the switch
module (18) to the fastening means (34).
1. Commutateur de sécurité, qui comprend un moyen de commande (12) avec un bouton poussoir
(14), dans lequel le commutateur de sécurité est monté dans une paroi de boîtier (31)
dans une ouverture de montage (33) à l'état assemblé avec son axe longitudinal perpendiculaire
au plan de la paroi de boîtier (31) avec des moyens de fixation (34), dans lequel
le moyen de commande (12) du commutateur de sécurité est installé et incorporé en
sorte que, lors de la commande en position de commutation, il commande au moins un
bloc de commutation (22.1, 22.2, 22.3) d'un module de commutateur (18) et dans lequel
un des blocs de commutation se présente en outre sous la forme d'un bloc de commutation
d'alarme (20) se trouvant dans un trajet de courant d'alarme (42) et est sollicité
à l'état assemblé normal du commutateur de sécurité (10) du bloc de commutation d'alarme
(20) par une broche de commande (46) en sorte que, lors de la libération de l'état
assemblé, la broche de commande (46) se dégage du bloc de commutation d'alarme (40),
caractérisé en ce que le bloc de commutation d'alarme (20) et la broche de commande (46) se trouvent en
dehors de la zone de commande (100) du moyen de commande (12).
2. Commutateur de sécurité (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la broche de commande (46) est formée sur une plaque porte-broche (44) qui est maintenue
et fixée sur l'ouverture de montage conjointement par le moyen de fixation (34) avec
le bouton poussoir du côté intérieur de la paroi de boîtier (31), dans lequel la broche
de commande (46) s'écarte perpendiculairement de la plaque porte-broche (44).
3. Commutateur de sécurité (10) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la plaque porte-broche (44) est conçue avec une protection anti-torsion pour la position
d'incorporation sur l'ouverture de montage (33).
4. Commutateur de sécurité (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une broche de commande (46') est formée d'un côté interne de la paroi de
boîtier (31) et la broche de commande (46') s'écarte perpendiculairement de la paroi
de boîtier (31).
5. Commutateur de sécurité (10) selon la revendication 4, caractérisé en ce que deux broches de commande (46') sont formées en regard l'une de l'autre d'un côté
interne de la paroi de boîtier (31) et sur l'ouverture de montage (33).
6. Commutateur de sécurité (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il y a dans le trajet de courant d'alarme une commutation électrique qui, lors de
l'ouverture du trajet de courant d'alarme, délivre un signal d'avertissement et/ou
met hors service les appareils électriques à protéger.
7. Commutateur de sécurité (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la broche de commande (46, 46') est pourvue à l'extrémité avant libre d'une ouverture
(47) qui est conçue pour mettre en place une pièce d'écartement (48).
8. Commutateur de sécurité (10) selon la revendication 7, caractérisé en ce que l'ouverture se présente sous la forme d'une ouverture d'enfichage (47) ou d'un alésage
taraudé et la pièce d'écartement (48) se présente sous la forme d'une broche d'enfichage
(46) ou d'une vis de réglage.
9. Commutateur de sécurité (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le module de commutateur (18) est maintenu par un adaptateur de montage (36) en sorte
que le module de commutateur (18) soit fixé sur les moyens de fixation (34).