[0001] Die vorliegende Patentanmeldung nimmt die Priorität der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2014 221 311.8 in Anspruch, deren Inhalt durch Bezugnahme hierin aufgenommen wird.
[0002] Die Erfindung betrifft eine Atemschutzmaske mit einem Maskenfilterelement, mit einem
in das Maskenfilterelement einsetzbaren oder eingesetzten Ausatemventil sowie mit
mindestens einem an dem Maskenfilterelement angebrachten Kopfbefestigungsband.
[0003] Eine derartige Atemschutzmaske ist beispielsweise in der
DE 20 2013 011 420 U1 beschrieben. Bei einer solchen Atemschutzmaske, die insbesondere eine Partikel filtrierende
Einweg-Halbmaske sein kann, gestaltet sich die Dichtsitzprüfung schwierig und zeit-
sowie kostenaufwändig. Zur qualitativen Dichtsitzprüfung zieht der Maskenträger eine
zusätzliche Haube auf, um dann mittels in die Haube eingespeisten Geschmacks- oder
Geruchstoffen zu prüfen, ob die Atemschutzmaske richtig sitzt. Eine quantitative Dichtsitzprüfung
ist noch aufwändiger. Hierzu wird eine Prüfsonde zur Probennahme in die aufgesetzte
Atemschutzmaske gelegt. Die so innerhalb der Atemschutzmaske erfasste Partikelanzahl
wird mit einem außen in der Umgebungsluft erfassten Referenzwert verglichen. Eine
solche aufwändige Dichtsitzprüfung lässt sich oft nicht von dem Endnutzer der Atemschutzmaske
selbst durchführen.
[0004] In der
DE 88 14 803 U1 wird eine Atemschutzmaske in Form einer Halbmaske beschrieben, deren spezieller Aufbau
eine Dichtsitzprüfung durch den Maskenträger selbst ermöglicht. Die schalenförmige
filtrierende Wandung dieser Halbmaske ist innen mit einer undurchlässigen Innenlage,
z.B. mit einer Folie, ausgekleidet. Die Innenlage ist zur Wandung beabstandet angeordnet,
so dass der Zwischenraum einen Strömungsraum für gefilterte Luft bildet, der über
ein Einatemrückschlagventil mit dem Maskeninnenraum verbunden ist. Das Einatemrückschlagventil
ist in der Nähe des üblichen Ausatemventils angeordnet. Die Dichtsitzprüfung erfolgt
durch Verschließen des Ausatemventils von Hand und Prüfung, ob beim Ausatmen Atemluft
den Maskeninnenraum verlässt. Letzteres wäre - bei korrekter sperrender Funktion des
Einatemrückschlagventils - nur dann der Fall, wenn die Halbmaske nicht richtig am
Gesicht des Maskenträgers sitzt. Der Aufbau dieser Halbmaske ist u. a. aufgrund der
Verwendung zweier Ventile aufwändig. Außerdem kann die undurchlässige Innenlage das
Einatmen erschweren.
[0005] In der
US 5 529 056 A wird ein Prüf-Umschlag beschrieben, mittels dessen ein Masken-Träger einer Filterhalbmaske
selber testen kann, ob die Maske eine dichte Dichtlinie am Gesicht ausbildet. Dazu
ist der luftdichte Prüf-Umschlag zum einen mit Klebestreifen versehen, um am Dichtrand
der Maske angeklebt werden zu können, und zum anderen mit einem Schlitz versehen,
der vom Masken-Träger durch zusammendrücken verschlossen werden kann. Wenn der Masken-Träger
den Schließdruck mit der Hand aufbringt und zugleich einatmet, entsteht in der Maske
der gewünschte Unterdruck, sofern die Dichtlinie zum Gesicht sowie der Prüf-Umschlag
am Dichtrand dicht sind.
[0006] Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Atemschutzmaske der eingangs bezeichneten
Art anzugeben, die eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Dichtsitzprüfung
ermöglicht.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Atemschutzmaske entsprechend den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 angegeben. Bei der erfindungsgemäßen Atemschutzmaske handelt es
sich um eine solche, bei der das Maskenfilterelement an seiner Außenseite mit einer
luftundurchlässigen Schicht bedeckt ist, und die luftundurchlässige Schicht so mit
dem Maskenfilterelement verbunden ist, dass zumindest ein Teil der luftundurchlässigen
Schicht entfernbar ist.
[0008] Es wurde erkannt, dass sich die Funktionalität einer Atemschutzmaske sowohl im Hinblick
auf eine anfänglich durchzuführende Dichtsitzprüfung als auch im Hinblick auf den
nach erfolgreicher Dichtsitzprüfung späteren bestimmungsgemäßen Gebrauch durch das
Anbringen einer entfernbaren luftundurchlässige Schicht an der Außenseite des Maskenfilterelements,
d.h. insbesondere an der vom Gesicht des Maskenträgers abgewandten Seite des Maskenfilterelements,
erheblich verbessern lässt. Das Maskenfilterelement besteht insbesondere aus einem
gegebenenfalls auch mehrlagigen Filtermaterial oder umfasst zumindest ein derartiges
Filtermaterial. Letzteres bewirkt dabei die gewünschte Filterung der Einatemluft.
Weiterhin kann das Maskenfilterelement insbesondere zumindest eine gewisse Eigenstabilität
und/oder eine Schalen- oder Körbchenform aufweisen.
[0009] Die Verbindung zwischen dem Maskenfilterelement und der luftundurchlässigen Schicht,
die ein zumindest teilweises Entfernen der luftundurchlässigen Schicht ermöglicht,
ist vorteilhafterweise luftundurchlässig, jedenfalls zumindest im Wesentlichen. Insbesondere
kann es sich bei dieser luftundurchlässigen Verbindung um eine dauerhaft feste, vorzugsweise
linienförmige Verbindung handeln, wobei in der luftundurchlässigen Schicht zusätzlich
eine Sollbruchlinie, wie z.B. eine Perforierung oder eine andere Materialschwächung,
vorhanden ist. Dabei ist die Sollbruchlinie bevorzugt benachbart zu der eigentlichen
dauerhaft festen (also unlösbaren) Verbindung angeordnet. Die Sollbruchlinie ist bevorzugt
als Bestandteil dieser ein zumindest teilweises Entfernen der luftundurchlässigen
Schicht ermöglichenden Verbindung zu verstehen. Alternativ kann es sich bei der luftundurchlässigen
Verbindung insbesondere auch um eine feste, aber lösbare sowie vorzugsweise wiederum
linienförmige Verbindung handeln, beispielsweise um eine lösbare stoffschlüssige Verbindungslinie,
wie z.B. um eine lösbare Schweißnaht, oder um eine lösbare Klemmverbindung. Die vorstehend
erwähnten verschiedenen Verbindungstypen können insbesondere auch miteinander kombiniert
werden. So ist es z.B. denkbar, dass zwischen dem Maskenfilterelement und der luftundurchlässigen
Schicht in einem ersten Bereich eine dauerhaft feste Verbindung mit zusätzlicher Sollbruchlinie
und in einem zweiten Bereich eine lösbare Klemmverbindung vorhanden ist. Andere Kombinationen
sind ebenfalls möglich.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Atemschutzmaske kann es sich insbesondere um eine Partikel
filtrierende Halbmaske und/oder um eine Einwegmaske handeln.
[0011] Während der anfänglichen Dichtsitzprüfung verhindert die außen auf dem Maskenfilterelement
angeordnete luftundurchlässige Schicht, dass Luft durch das Maskenfilterelement aus
dem Maskeninnenraum entweicht oder in den Maskeninnenraum gelangt. Wird beim Einatmen,
während dessen das Ausatemventil gesperrt ist, festgestellt, dass Luft in den Maskeninnenraum
gelangt, ist dies ein Hinweis auf einen schlecht am Gesicht sitzenden Maskenrand.
Dann kann der Maskensitz solange korrigiert werden, bis beim Einatmen keine nennenswerte
Luftmenge mehr in den Maskeninnenraum gelangt und sich dort stattdessen ein Unterdruck
aufbaut. Ggf. kann sich bei diesem Test insbesondere auch herausstellen, dass der
Maskenträger vorteilhafterweise eine andere Atemschutzmaske mit einer anderen Maskengröße
und/oder einer anderen Maskenrandform verwenden sollte.
[0012] Nach erfolgreicher Dichtsitzprüfung wird die äußere luftundurchlässige Schicht entfernt
und das Maskenfilterelement freigelegt, so dass die Einatemluft während des eigentlichen
Maskengebrauchs wie üblich durch das Maskenfilterelement gefiltert wird und in den
Maskeninnenraum gelangt.
[0013] Diese Dichtsitzprüfung lässt sich bei der erfindungsgemäßen Atemschutzmaske also
in einfacher Weise und insbesondere auch vom Maskenträger selbst durchführen. Andererseits
ist die Funktionalität der Atemschutzmaske während des eigentlichen Maskengebrauchs
nicht durch irgendwelche für die Dichtsitzprüfung benötigten Elemente beeinträchtigt.
Insbesondere erhöht sich der Einatemwiderstand der erfindungsgemäßen Atemschutzmaske
trotz der Möglichkeit zur einfachen selbsttätigen Dichtsitzprüfung nicht. Weiterhin
hat die erfindungsgemäße Atemschutzmaske einen vergleichsweise einfachen Aufbau. Sie
hat insbesondere nur ein einziges Ventil, nämlich das übliche Ausatemventil.
[0014] Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Atemschutzmaske ergeben sich aus
den Merkmalen der von Anspruch 1 abhängigen Ansprüche.
[0015] Günstig ist eine Ausgestaltung, bei der die luftundurchlässige Schicht zumindest
in einem Randbereich des Maskenfilterelements mittels einer lösbaren Schweißnaht,
insbesondere einer lösbaren Schweißnaht, vorzugsweise einer lösbaren Ultraschallschweißnaht,
mit dem Maskenfilterelement verbunden ist. So kann auf einfacher Weise eine für die
Zwecke der Dichtsitzprüfung ausreichend feste und luftdichte, aber dennoch lösbare
Anbringung der luftundurchlässigen Schicht an dem Maskenfilterelement erreicht werden.
Bei dieser Ausgestaltung ist die luftundurchlässige Schicht nach Abschluss der Dichtsitzprüfung
vorzugsweise komplett entfernbar. Wenn das Maskenfilterelement einen mehrlagigen Aufbau
hat, ist außerdem oftmals im Randbereich des Maskenfilterelements ohnehin eine Schweißnaht
vorgesehen, um die Filterelementlagen miteinander zu verbinden. In diesem Fall ist
für die Anbringung der luftundurchlässigen Schicht keine gesonderte Schweißnaht erforderlich.
[0016] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung weist die luftundurchlässige Schicht
mindestens eine aufreißbare Perforierung auf. Die Perforierung stellt insbesondere
eine Sollbruchstelle dar, längs der die luftundurchlässige Schicht aufgerissen werden
kann. Sie gestattet ein weitgehendes Entfernen der luftundurchlässigen Schicht nach
Abschluss der Dichtsitzprüfung.
[0017] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung ist die luftundurchlässige Schicht eine
Folie, insbesondere aus einem Kunststoff, vorzugsweise aus Polypropylen (PP) oder
Polyethylen (PE). Derartige Folien sind weit verbreitet und günstig in der Anschaffung.
Außerdem verfügen sie über die für die Dichtsitzprüfung benötigte Eigenschaft der
Luftundurchlässigkeit.
[0018] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung umfasst die Atemschutzmaske eine insbesondere
gesonderte Dichtsitzprüfeinheit, die anstelle des Ausatemventils in eine Ventilausnehmung,
die das Maskenfilterelement zur Aufnahme des Ausatemventils aufweist, insbesondere
zeitweise und/oder bei Bedarf einsetzbar und dort insbesondere montierbar ist. Die
Dichtsitzprüfeinheit ermöglicht eine genauere Dichtsitzprüfung. Da die Dichtsitzprüfeinheit
in der ohnehin für das Ausatemventil im Maskenfilterelement vorhandenen Ventilausnehmung
eingesetzt und/oder montiert wird, ist insofern keine Umkonstmktion der Atemschutzmaske
notwendig.
[0019] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung umfasst die Dichtsitzprüfeinheit einen
Prüfeinheitssockel und eine eigentliche Messkomponente, wobei die Messkomponente und
der Prüfeinheitssockel zusammensetzbar sind und ein die Ventilausnehmung umgebender
Ausnehmungsrand des Maskenfilterelements zusammen mit der luftundurchlässigen Schicht
im montierten und zusammengesetzten Zustand der Dichtsitzeinheit zwischen einem Montageadapter
der Messkomponente und dem Prüfeinheitssockel eingeklemmt ist. Diese Dichtsitzprüfeinheit
hat einen einfachen Aufbau. Sie lässt sich ohne großen Aufwand im Maskenfilterelement
montieren und gewährleistet außerdem aufgrund der Klemmung insbesondere einen im Wesentlichen
luftdichten Übergang zu der luftundurchlässigen Schicht. Die Klemmung des Maskenfilterelements
und der luftundurchlässigen Schicht zwischen dem Montageadapter und dem Prüfeinheitssockel
ist insbesondere eine luftundurchlässige und lösbare Verbindung, so dass nach einem
Lösen des Montageadapters von dem Prüfeinheitssockel die luftundurchlässige Schicht
im Bereich des Ausnehmungsrands einfach von dem Maskenfilterelement abgehoben oder
abgezogen werden kann.
[0020] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung sind der Montageadapter der Messkomponente
und der Prüfeinheitssockel miteinander verschraubbar. Dies erleichtert die Montage.
Außerdem kann so die Kraft, mittels derer die Messkomponente und der Prüfeinheitssockel
zusammengehalten sowie insbesondere das Maskenfilterelement und die luftundurchlässige
Schicht am Ausnehmungsrand eingeklemmt werden, gezielt und stufenlos eingestellt werden.
[0021] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung umfasst die Messkomponente ein Messrohr
mit einem im Innenraum beweglich angeordneten insbesondere kugelförmigen Anzeigeelement.
Dies ist ein einfacher Aufbau, der eine quantifizierte und/oder vergleichbare Aussage
bezüglich des während der Dichtsitzprüfung im Maskeninnenraum herrschenden Unterdrucks
ermöglicht.
[0022] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung umfasst die Messkomponente eine zumindest
teilweise durchsichtige und insbesondere den Blick auf die Anzeigekugel freigebende
Messkomponentenwand. Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung ist die Messkomponente
mit einer Messskala versehen. Beide Maßnahmen erleichtern die Handhabung, insbesondere
die Ablesbarkeit, der Dichtsitzprüfeinheit.
[0023] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung umfasst die Messkomponente ein Messrohr,
dessen eines Ende sich im Querschnitt verjüngt und in eine Luftöffnung mündet. Die
Verjüngung hält insbesondere ein im Messrohr befindliches Anzeigelement zurück. Das
so ausgestaltete Messrohr hat einen einfachen und zugleich funktionsgerechten Aufbau.
[0024] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein gegenüber dem Stand der Technik
verbessertes Verfahren zur Dichtsitzprüfung einer Atemschutzmaske anzugeben.
[0025] Zur Lösung der das Verfahren betreffenden Aufgabe wird ein Verfahren zur Dichtsitzprüfung
einer erfindungsgemäßen Atemschutzmaske entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 12
angegeben. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Atemschutzmaske zunächst aufgesetzt,
indem das Maskenfilterelement am Gesicht eines Maskenträgers platziert und mittels
des Kopfbefestigungsbands am Kopf des Maskenträgers fixiert wird. Dann wird beim Einatmen
des Maskenträgers geprüft, ob in einem zwischen dem Gesicht des Maskenträgers und
dem Maskenfilterelement gebildeten Maskeninnenraum ein Unterdruck gebildet wird. Wenn
bei der Prüfung ein insbesondere ausreichender Unterdruck im Maskeninnenraum festgestellt
worden ist, wird die luftundurchlässige Schicht zumindest teilweise entfernt.
[0026] Das erfindungsgemäße Verfahren und seine Ausgestaltungen bieten Vorteile, die zumindest
zum Teil bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Atemschutzmaske und deren
Ausgestaltungen beschrieben worden sind. So ermöglicht die am Maskenfilterelement
der Atemschutzmaske angebrachte luftundurchlässige Schicht während der Dichtsitzprüfung
die Ausbildung eines Unterdrucks im Maskeninnenraum, anhand dessen erkannt wird, ob
die Atemschutzmaske dicht sitzt. Das Entfernen der luftundurchlässigen Schicht am
Ende einer erfolgreichen Dichtsitzprüfung ermöglicht eine beeinträchtigungsfreie bestimmungsgemäße
Verwendung der Atemschutzmaske zum Filtern der Einatemluft des Maskenträgers.
[0027] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens ergeben sich aus den
Merkmalen der von Anspruch 12 abhängigen Ansprüche.
[0028] Günstig ist eine Ausgestaltung, bei der der sich im Maskeninnenraum bildende Unterdruck
bei in das Maskenfilterelement eingesetztem Ausatemventil und anhand eines Einfallens
des Maskenfilterelements ermittelt wird. Dann ist die Dichtsitzprüfung besonders einfach.
Sie kann insbesondere ohne Zuhilfenahme weiterer Hilfsmittel durchgeführt werden.
[0029] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung wird der sich im Maskeninnenraum bildende
Unterdruck bei in das Maskenfilterelement eingesetzter Dichtsitzprüfeinheit und mittels
einer an der Dichtsitzprüfeinheit ablesbaren Anzeige ermittelt. Dadurch kann die Dichtsitzprüfung
sehr genau durchgeführt werden.
[0030] Gemäß einer weiteren günstigen Ausgestaltung wird nach der Ermittlung des Unterdrucks
im Maskeninnenraum die Dichtsitzprüfeinheit wieder entfernt und stattdessen das Ausatemventil
in das Maskenfilterelement eingesetzt. Damit ist die Atemschutzmaske (wieder) in betriebsbereitem
Zustand.
[0031] Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Ausfühmngsbeispiel einer Atemschutzmaske mit einem außen mittels einer luftundurchlässigen
Kunststofffolie bedeckten Maskenfilterelement sowie mit teilmontiertem Ausatemventil
in einer Draufsicht von außen,
- Fig. 2
- ein weiteres Ausfühmngsbeispiel einer Atemschutzmaske mit einem außen mittels einer
luftundurchlässigen Kunststofffolie bedeckten Maskenfilterelement sowie mit teilmontiertem
Ausatemventil in einer Querschnittsdarstellung,
- Fig. 3
- ein Ausfühmngsbeispiel einer Dichtsitzprüfeinheit zur Prüfung des Sitzes einer der
Atemschutzmasken gemäß Fig. 1 und 2 und
- Fig. 4
- die Atemschutzmaske gemäß Fig. 2 mit teilmontierter Dichtsitzprüfeinheit gemäß Fig.
3.
[0032] Einander entsprechende Teile sind in den Fig. 1 bis 4 mit denselben Bezugszeichen
versehen. Auch Einzelheiten der im Folgenden näher erläuterten Ausfühningsbeispiele
können für sich genommen eine Erfindung darstellen oder Teil eines Erfindungsgegenstands
sein.
[0033] In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer Atemschutzmaske 1 mit einem Maskenfilterelement
2 sowie vier Halterungen 3, 4, 5 und 6 für zwei Kopfbefestigungsbänder 7 und 8 zur
Befestigung der Atemschutzmaske 1 am Kopf eines Maskenträgers gezeigt. Das Maskenfilterelement
2 ist im Zentrum mit einem Ausatemventil 9 versehen. Im Nasenbereich 10 ist ein Nasenclip
11 aus einem Metallwerkstoff vorgesehen, der zu Anpassung des Nasenbereichs 10 an
die Nasenpartie des Maskenträgers bestimmt ist.
[0034] Die Halterungen 3 bis 6 sind jeweils als einstückige Kunststoffbauteile ausgestaltet.
Sie bestehen bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel z.B. aus Polypropylen (PP), Polyethylen
(PE), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), oder einem anderen geeigneten Kunststoffmaterial.
Sie sind fest an dem Filtermaterial des Maskenfilterelements 2 angebracht, beim gezeigten
Ausführungsbeispiel angeschweißt. Die Atemschutzmaske 1 ist im Wesentlichen spiegelsymmetrisch
bezüglich einer Mittelebene 12 aufgebaut. Die Halterungen 3 bis 6 sind an den von
dieser Mittelebene 12 abgewandten beiden seitlichen Rändern der Atemschutzmaske 1
angebracht. Hierzu sind am Maskenfilterelement 2 jeweils zwei seitliche Befestigungsvorsprünge
13 und 14 vorgesehen, an denen die Halterungen 3 bis 6 angeschweißt sind.
[0035] Jeweils zwei der Halterungen 3 bis 6 dienen zur Aufnahme und fixierenden Klemmung
eines der beiden Kopfbefestigungsbänder 7 und 8. Die Halterungen 3 und 4 nehmen das
Kopfbefestigungsband 7 auf, die Halterungen 5 und 6 das Kopfbefestigungsband 8. Die
beiden Kopfbefestigungsbändern 7 und 8 sind als elastische Bänder mit abgeschnittenen
und insbesondere nicht weiter behandelten Bandenden 15 ausgebildet.
[0036] Das Maskenfilterelement 2 hat eine Körbchenform und besteht zumindest zu wesentlichen
Teilen aus einem gegebenenfalls auch mehrlagigen Filtermaterial. Auf der von dem Gesicht
des Maskenträgers abgewandten Außenseite des Maskenfilterelements 2 ist eine luftundurchlässige
Schicht in Gestalt einer Kunststofffolie 16, die bei dem Ausfühningsbeispiel aus Polypropylen
besteht, auf dem eigentlichen Maskenfilterelement 2 angebracht. Die Kunststofffolie
16 ist dazu an einem Außenumfangsrand 17 des Maskenfilterelements 2 sowie an einem
Ausnehmungsrand 18 einer im Maskenfilterelement 2 vorhandenen zentralen Ventilausnehmung
19, in die das Ausatemventil 9 eingesetzt ist, mit dem Filtermaterial des Maskenfilterelements
2 luftundurchlässig und dauerhaft fest verbunden, insbesondere verschweißt. Von dem
Ausatemventil 9 ist in der Darstellung gemäß Fig. 1 nur ein Bestandteil, nämlich der
vom Maskeninnenraum aus eingesetzte Ventilsockel 20, ersichtlich. Dagegen fehlen in
Fig. 1 die weiteren Bestandteile des Ausatemventils 9, nämlich die im weiteren Ausfühningsbeispiel
gemäß Fig. 2 mit abgebildeten Ventilmembran 21 und der Ventildeckel 22.
[0037] Die Kunststofffolie 16 ist mit einer benachbart zur Schweißnaht am Außenumfangsrand
17 verlaufenden Perforierung 23, mit einer benachbart zur Schweißnaht am Ausnehmungsrand
18 verlaufenden Perforierung 24 und mit einer den Nasenclip 11 umgebenden Perforierung
25 versehen. Die Perforierung 23, 24, 25 sind dabei insbesondere so fein, dass sie
keinen nennenswerten Luftaustausch oder -durchtritt gestatten. Die Perforierungen
23, 24, 25 sind Sollbruchstellen bzw. Sollbruchlinien, längs derer die Kunststofffolie
16 auf- oder abgerissen werden kann.
[0038] Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausfühningsbeispiel ist der Nasenclip 11 von außen auf
die Kunststofffolie 16 aufgesetzt. Bei einem nicht gezeigten alternativen Ausfühningsbeispiel
kann die Kunststofffolie 16 den dann direkt auf das Filtermaterial des Maskenfilterelements
2 aufgesetzten Nasenclip 11 außen überspannen. Bei diesem alternativen Ausfühningsbeispiel
entfällt die Perforierung 25.
[0039] Im Folgenden wird die Funktionsweise der Atemschutzmaske 1 und insbesondere die der
luftundurchlässigen Kunststofffolie 16 beschrieben.
[0040] Die luftundurchlässige Kunststofffolie 16 dient zur vom Maskenträger selbst und ohne
weitere Hilfsmittel in einfacher Weise durchführbaren Dichtsitzprüfung. Dazu setzt
der Maskenträger die Atemschutzmaske 1 (mit vollständig montiertem Ausatemventil 9)
auf. Der Maskenträger prüft dann, ob sich beim Einatmen ein Unterdruck innerhalb des
Maskeninnenraums aufbaut, so dass die mit einer gewissen mechanischen Flexibilität
ausgestattete Körbchenwand des Maskenfilterelements 2 einfällt. Ist dies nicht der
Fall, kann der Maskenträger den Sitz der Atemschutzmaske 1, z.B. durch Nachjustieren
der Kopfbefestigungsbänder 7, 8, verbessern oder eine andere im Wesentlichen baugleiche,
aber eine andere Maskengröße und/oder Maskenpassform aufweisende Atemschutzmaske aufsetzen,
um danach die Dichtsitzprüfung zu wiederholen.
[0041] Sobald die Atemschutzmaske 1 ordnungsgemäß sitzt, kann beim Einatmen weder über das
mit der luftundurchlässigen Kunststofffolie 16 abgedeckte Maskenfilterelement 2, noch
über das beim Einatmen gesperrte Ausatemventil 9, noch über den dann dicht am Gesicht
des Maskenträgers anliegenden Außenumfangsrand 17 Umgebungsluft von außen in den Maskeninnenraum
gelangen, so dass sich dort ein Unterdruck einstellt und das Maskenfilterelement 2
einfällt.
[0042] Danach wird die luftundurchlässige Kunststofffolie 16 nicht mehr benötigt. Sie wird
größten Teils durch Abreißen längs der Perforierungen 23, 24, 25 entfernt, um die
gemäß der vorher durchgeführten Prüfung dicht sitzende Atemschutzmaske 1 dann beeinträchtigungsfrei
entsprechend ihrem eigentlichen Bestimmungszweck, nämlich zum Filtern der Einatemluft
mittels des Maskenfilterelements 2, verwenden zu können.
[0043] Die beschriebene Dichtsitzprüfung kann entweder für jede einzelne Atemschutzmaske
1 gesondert und vor deren bestimmungsgemäßer Verwendung durchgeführt werden oder aber
nur ab und zu, z.B. einmal pro Packungsgebinde, das eine Vielzahl gleicher Atemschutzmasken
1 enthält.
[0044] In Fig. 2 ist ein anderes Ausführungsbeispiel einer Atemschutzmaske 26 mit einem
ebenfalls an seiner Außenseite durch eine luftundurchlässige Schicht in Gestalt einer
Kunststofffolie 27 aus Polyethylen abgedeckten Maskenfilterelement 28 gezeigt.
[0045] Die Abbildung gemäß Fig. 2 entspricht dem Querschnitt II - II gemäß Fig. 1, wobei
zu berücksichtigen ist, dass sich die Atemschutzmaske 26 in einigen Details von der
Atemschutzmaske 1 unterscheidet. So hat die Atemschutzmaske 26 keinen Nasenclip 11.
Außerdem hat das Maskenfilterelement 28 einen dreilagigen Aufbau mit einer ersten
(= inneren) formgebenden Lage 29 aus einem Nadelvlies, einer zweiten (= mittleren)
filtrierenden Lage 30 aus einem schmelzgeblasenem Spinnvlies und einer dritten (=
äußeren) ebenfalls formgebenden Lage 31 aus einem Nadelvlies. Die Kunststofffolie
27 ist außen auf der dritten Lage 31 angeordnet.
[0046] Ein weiterer Unterschied zur Atemschutzmaske 1 besteht in der Verbindung des Maskenfilterelements
28 mit der Kunststofffolie 27. Anstelle der bei der Atemschutzmaske 1 hierzu vorgesehenen
dauerhaft festen Schweißnähte umfasst die Atemschutzmaske 26 feste, aber lösbare Verbindungen.
So ist am Außenumfangsrand 17 eine lösbare Schweißnaht 32 als luftundurchlässige Verbindung
zwischen dem Maskenfilterelement 28 und der Kunststofffolie 27 vorhanden. Am Ausnehmungsrand
18 der zentralen Ventilausnehmung 19 ist eine nachfolgend im Zusammenhang mit Fig.
4 noch näher beschriebene luftundurchlässige Klemmverbindung vorhanden. Da diese Verbindungstypen
also jeweils lösbar ausgeführt sind, hat die Kunststofffolie 27 keine Perforierungen,
die bei der Atemschutzmaske 1 das weitgehende Entfernen der Kunststofffolie 16 ermöglichen.
Die Kunststofffolie 27 lässt sich nach erfolgreicher Dichtsitzprüfung der Atemschutzmaske
26 komplett entfernen.
[0047] An der dem Maskeninnenraum zugewandten bzw. an der am Gesicht des Maskenträgers anliegenden
Seite des Außenumfangsrands 17 hat die Atemschutzmaske 26 eine Dichtlippe 33. Eine
derartige Dichtlippe ist günstig, aber trotzdem nicht zwingend erforderlich. Sie verbessert
den dichten Sitz der Atemschutzmaske 26 am Gesicht des Maskenträgers.
[0048] Die Dichtsitzprüfung der Atemschutzmaske 26 kann grundsätzlich genauso, wie im Zusammenhang
mit der Atemschutzmaske 1 beschrieben, erfolgen. Es ist aber auch die im Folgenden
beschriebene weitere Methode zur Dichtsitzprüfung möglich.
[0049] Während bei der vorstehend beschriebenen Methode kein zusätzliches Hilfsmittel benötigt
wird, kommt bei der weiteren, hier beispielhaft anhand der Atemschutzmaske 26 erläuterten
Methode eine zusätzliche Dichtsitzprüfeinheit 34 zum Einsatz. Diese in Fig. 3 und
4 dargestellte Dichtsitzprüfeinheit 34 kann als gesonderter/s Bestand- oder Zubehörteil
der betreffenden Atemschutzmaske, hier der Atemschutzmaske 26, verstanden werden.
Die Dichtsitzprüfeinheit 34 ist zum Zwecke der Dichtsitzprüfung temporär anstelle
des Ausatemventils 9 in die zentrale Ventilausnehmung 19 des Maskenfilterelements
28 montierbar.
[0050] Wie aus der Abbildung gemäß Fig. 3 ersichtlich, umfasst die Dichtsitzprüfeinheit
34 ein Messrohr 35, das mittels eines Montageadapters 36 auf einen Prüfeinheitssockel
37 aufschraubbar ist. Der Montageadapter 36 und der Prüfeinheitssockel 37 sind dazu
mit entsprechenden zueinander korrespondierenden Schraubgewinden ausgestattet. Das
Messrohr 35 und der Montageadapter 36 sind einstückig miteinander verbunden und als
ein gemeinsames Bauteil ausgeführt, das die eigentliche Messkomponente darstellt.
Deren Messkomponentenwand ist im Bereich des Messrohrs 35 teilweise durchsichtig ausgestaltet.
Das Messrohr 35 hat in diesem Bereich ein Sichtfenster 38, das den Blick auf eine
im Inneren des Messrohrs 35 befindliche und ein Anzeigeelement bildende Kugel 39 freigibt.
Die Kugel 39 ist innerhalb des Messrohrs 35 beweglich. Längs des Randes des Sichtfensters
38 ist die Außenseite des Messrohrs 35 mit einer Messskala 40 versehen. Der von dem
Montageadapter 36 abgewandte Endbereich des Messrohrs 35 umfasst eine die Kugel 39
zurückhaltende Querschnittsverjüngung 41 und mündet in eine Luftöffnung 42. Die Komponenten
der Dichtsitzeinheit 34 sind insbesondere jeweils aus einem Kunststoff hergestellt.
[0051] Um mit der Atemschutzmaske 26 eine Dichtsitzprüfung durchzuführen, wird zunächst
die Dichtsitzprüfeinheit 34 an dem Maskenfilterelement 28 montiert. Ggf. wird dazu
vorher das Ausatemventil 9 demontiert. Zur Montage der Dichtsitzprüfeinheit 34 wird
der Prüfeinheitssockel 37 von innen in die Ventilausnehmung 19 gesetzt und mit seinem
Gewindegang durch die Ventilausnehmung 19 hindurchgeführt. Dieser teilmontierte Zustand
ist in Fig. 4 gezeigt. Anschließend wird von außen die eigentliche Messkomponente
mittels ihres Montageadapters 36 auf den Prüfeinheitssockel 37 aufgeschraubt. Dabei
werden im Bereich des Ausnehmungsrands 18 das Maskenfilterelement 28 und die Kunststofffolie
27 miteinander verklemmt. Die Klemmkraft kann durch den Grad der Verschraubung des
Montageadapters 36 mit dem Prüfeinheitssockel 37 eingestellt werden. Insgesamt ergibt
sich am Ausnehmungsrand 18 so die bereits angesprochene lösbare luftundurchlässige
Verbindung zwischen dem Maskenfilterelement 28 und der Kunststofffolie 27.
[0052] Nach der Montage der Dichtsitzprüfeinheit 34 erfolgt die Dichtsitzprüfung ähnlich
wie im Zusammenhang mit der Atemschutzmaske 1 beschrieben. Als Maß für einen ordnungsgemäßen
Sitz der Atemschutzmaske 26 dient allerdings nicht das Einfallen des Maskenfilterelements
28. Stattdessen kann dank der Messskala 40 der Dichtsitzprüfeinheit 34 ein quantitatives
Maß für den Sitz der Atemschutzmaske 26 ermittelt werden. Bildet sich beim Einatmen
im Maskeninnenraum ein Unterdruck, wird die Kugel 39 im Messrohr 35 angehoben. Erreicht
die Kugel 39 eine bestimmte vorgebbare und an der Messskala 40 ablesbare Höhe, sitzt
die Atemschutzmaske 26 dicht. Wenn ein derartiger Zustand gegeben und erkannt worden
ist, wird die Dichtsitzeinheit 34 wieder demontiert, die luftundurchlässige Kunststofffolie
27 durch einfaches Abziehen entfernt, und das Ausatemventil 9 in der zentralen Ventilausnehmung
19 des Maskenfilterelements 28 montiert. Die Atemschutzmaske 28 kann danach zum Filtern
der Einatemluft verwendet werden.
[0053] Die anhand der Atemschutzmaske 26 gemäß Fig. 2 erläuterte Methode zur Dichtsitzprüfung
mittels der gesonderten Dichtsitzprüfeinheit 34 kann grundsätzlich auch bei der Atemschutzmaske
1 gemäß Fig. 1 angewendet werden.
[0054] Jedenfalls ermöglichen die Atemschutzmasken 1 und 26 in einfacher und trotzdem sehr
zuverlässiger Weise eine vom Maskenträger selbst durchzuführende Dichtsitzprüfung.
Dies erhöht die Sicherheit für den Maskenträger. Zugleich haben die Atemschutzmasken
1 und 26 einen einfachen und damit kostengünstigen Aufbau. Aufgrund der Entfernbarkeit
der für die Dichtsitzprüfungen benötigten luftundurchlässigen Kunststofffolien 16
und 27 resultiert im Normalbetrieb der Atemschutzmasken 1 und 26, also beim Filtern
der Einatemluft, keine Beeinträchtigung. Insbesondere kommt es zu keiner unerwünschten
Erhöhung des Einatemwiderstands.
1. Atemschutzmaske mit einem Maskenfilterelement (2; 28), mit einem in das Maskenfilterelement
(2; 28) einsetzbaren oder eingesetzten Ausatemventil (9) sowie mit mindestens einem
an dem Maskenfilterelement (2; 28) angebrachten Kopfbefestigungsband (7, 8), wobei
a) das Maskenfilterelement (2; 28) an seiner Außenseite mit einer luftundurchlässigen
Schicht (16; 27) bedeckt ist, und
b) die luftundurchlässige Schicht (16; 27) so mit dem Maskenfilterelement (2; 28)
verbunden ist, dass zumindest ein Teil der luftundurchlässigen Schicht (16; 27) entfernbar
ist.
2. Atemschutzmaske nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die luftundurchlässige Schicht (27) zumindest in einem Randbereich (17) des Maskenfilterelements
(28) mittels einer lösbaren Schweißnaht (32) mit dem Maskenfilterelement (28) verbunden
ist.
3. Atemschutzmaske nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die luftundurchlässige Schicht (16) mindestens eine aufreißbare Perforierung (23,
24, 25) aufweist.
4. Atemschutzmaske nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die luftundurchlässige Schicht eine Folie (16; 27), insbesondere aus einem Kunststoff,
ist.
5. Atemschutzmaske nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Atemschutzmaske eine Dichtsitzprufeinheit (34) umfasst, die anstelle des Ausatemventils
(9) in eine Ventilausnehmung (19), die das Maskenfilterelement (2; 28) zur Aufnahme
des Ausatemventils (9) aufweist, einsetzbar ist.
6. Atemschutzmaske nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtsitzprüfeinheit (34) einen Prüfeinheitssockel (37) und eine eigentliche
Messkomponente umfasst, wobei die Messkomponente und der Prüfeinheitssockel (37) zusammensetzbar
sind und ein die Ventilausnehmung (19) umgebender Ausnehmungsrand (18) des Maskenfilterelements
(2; 28) zusammen mit der luftundurchlässigen Schicht (16; 27) im montierten und zusammengesetzten
Zustand der Dichtsitzeinheit (34) zwischen einem Montageadapter (36) der Messkomponente
und dem Prüfeinheitssockel (37) eingeklemmt ist.
7. Atemschutzmaske nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Montageadapter (36) der Messkomponente und der Prüfeinheitssockel (37) miteinander
verschraubbar sind.
8. Atemschutzmaske nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messkomponente ein Messrohr (35) mit einem im Innenraum beweglich angeordneten
insbesondere kugelförmigen Anzeigeelement (39) umfasst.
9. Atemschutzmaske nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Messkomponente eine zumindest teilweise durchsichtige Messkomponentenwand (38)
umfasst.
10. Atemschutzmaske nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Messkomponente mit einer Messskala (40) versehen ist.
11. Atemschutzmaske nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Messkomponente ein Messrohr (35) umfasst, dessen eines Ende sich im Querschnitt
verjüngt und in eine Luftöffnung (42) mündet.
12. Verfahren zur Dichtsitzprüfung einer Atemschutzmaske (1; 26) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei
a) die Atemschutzmaske (1; 26) aufgesetzt wird, indem das Maskenfilterelement (2;
28) am Gesicht eines Maskenträgers platziert und mittels des Kopfbefestigungsbands
(7, 8) am Kopf des Maskenträgers fixiert wird,
b) beim Einatmen des Maskenträgers geprüft wird, ob in einem zwischen dem Gesicht
des Maskenträgers und dem Maskenfilterelement (2; 28) gebildeten Maskeninnenraum ein
Unterdruck gebildet wird, und
c) die luftundurchlässige Schicht (16; 27) zumindest teilweise entfernt wird, wenn
bei der Prüfung ein Unterdruck im Maskeninnenraum festgestellt worden ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der sich im Maskeninnenraum bildende Unterdruck bei in das Maskenfilterelement (2;
28) eingesetztem Ausatemventil (9) und anhand eines Einfallens des Maskenfilterelements
(2; 28) ermittelt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der sich im Maskeninnenraum bildende Unterdruck bei in das Maskenfilterelement (2;
28) eingesetzter Dichtsitzprüfeinheit (34) und mittels einer an der Dichtsitzprüfeinheit
(34) ablesbaren Anzeige ermittelt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Ermittlung des Unterdrucks im Maskeninnenraum die Dichtsitzprüfeinheit (34)
wieder entfernt und stattdessen das Ausatemventil (9) in das Maskenfilterelement (2
;28) eingesetzt wird.