[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung für ein Kraftfahrzeug nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 100 26 487 A1 ist ein Scheinwerfer für Kraftfahrzeuge bekannt. Um eine Strömung der durch einen
Lufteinlass in das Gehäuse eintretenden Luft entlang einer Innenseite einer Abdeckscheibe
zu ermöglichen, weist ein Abdeckelement in seinem Rand im Bereich eines Lufteinlasses
eine Öffnung auf.
[0003] Mithin ist es Aufgabe der Erfindung, eine Beleuchtungseinrichtung hinsichtlich ihrer
Lüftungsverbindung zu verbessern.
[0004] Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe wird nach dem Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Für die Erfindung wichtige
Merkmale finden sich ferner in der nachfolgenden Beschreibung und in den Zeichnungen,
wobei die Merkmale sowohl in Alleinstellung als auch in unterschiedlichen Kombinationen
für die Erfindung wichtig sein können, ohne dass hierauf nochmals explizit hingewiesen
wird.
[0005] Dadurch, dass eine Öffnung der Lüftungsverbindung sich an einen Rand einer Abdeckscheibe
anschließt, und dass sich die Öffnung im Wesentlichen schlitzförmig entlang des Randes
erstreckt, wird der Staudruck vor dem Fahrzeug während einer Fahrt genutzt, um einen
Querstrom zu einer Enttauung der Beleuchtungseinrichtung zu erzeugen. Dies ist insbesondere
vorteilhaft, da sich im Fahrzeug- bzw. Motorrauminneren durch die verstärkte Verschließung
von Fugen im Bereich der Fahrzeugfront geringere Druckdifferenzen ausbilden, die zur
Erzeugung eines Querstroms innerhalb eines Kraftfahrzeugscheinwerfers genutzt werden
können. Auch bei der Ausbildung der Beleuchtungseinrichtung als Heckleuchte lassen
sich die Druckunterschiede zwischen Fahrzeuginnerem und Fahrzeugäußerem während einer
Fahrt vorteilhaft nutzen. Durch den so erhöhten Querstrom findet eine entsprechend
bessere Enttauung der Beleuchtungseinrichtung statt, was zu weniger Reklamationen
durch den Endkunden führt, der einen dünnen Wasserfilm an einer Innenseite eines Scheinwerfers
als Defekt des Scheinwerfers einstufen kann.
[0006] Durch die schlitzförmige Ausbildung der Öffnung können auch Randbedingungen bezüglich
der Optik und des Designs des Fahrzeugs und der Beleuchtungseinrichtung besser eingehalten
werden. Zum anderen lässt sich ein Schmutz- und Wassereintrag durch die schlitzförmige
Ausbildung reduzieren. Darüber hinaus müssen keine Öffnungen mehr im Sichtbereich
beziehungsweise im transparenten Bereich der Abdeckscheibe vorgenommen werden. Durch
die schlitzförmige Ausbildung wird darüber hinaus eine genügend große Eintritts- beziehungsweise
Angriffsfläche für den Außendruck geschaffen, die gleichzeitig von der sichtbaren
Fläche beziehungsweise sichtbaren Abdeckscheibe der Beleuchtungseinrichtung optisch
getrennt ist.
[0007] In einer vorteilhaften Ausführungsform öffnet sich die Öffnung im Querschnitt nach
außen hin trichterförmig. Die trichterförmige Ausbildung hat vorteilhaft zur Folge,
dass sich durch den verjüngenden Querschnitt der Öffnung eine erhöhte Luftvolumengeschwindigkeit
ergibt, die die Geschwindigkeit des Querstroms innerhalb des Kraftfahrzeugscheinwerfers
erhöht und damit eine Enttauung der Beleuchtungseinrichtung gewährleistet und beschleunigt.
[0008] Vorteilhaft ist die Lüftungsverbindung als Teil eines Gehäuses der Beleuchtungseinrichtung
ausgebildet und beispielsweise an das Gehäuse angespritzt. Damit muss bei der Montage
der Beleuchtungseinrichtung kein zusätzliches Teil vorgehalten werden.
[0009] Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in
den Figuren der Zeichnung dargestellt sind. Hierbei bilden alle beschriebenen und
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der
Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Patentansprüchen oder deren
Rückbeziehung sowie unabhängig von ihrer Formulierung beziehungsweise Darstellung
in der Beschreibung beziehungsweise in der Zeichnung. Für funktionsäquivalente Größen
und Merkmale werden in allen Figuren auch bei unterschiedlichen Ausführungsformen
die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0010] Nachfolgend werden beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- einen schematischen Querschnitt einer Beleuchtungseinrichtung;
- Figur 2
- die Beleuchtungseinrichtung aus Figur 1 in an einem Verbauort in einem Kraftfahrzeug;
- Figur 3
- einen Ausschnitt aus Figur 2; und
- Figur 4
- eine schematische perspektivische Darstellung der Beleuchtungseinrichtung.
[0011] Figur 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine Beleuchtungseinrichtung
2 für ein Kraftfahrzeug. Die Beleuchtungseinrichtung 2 umfasst ein Gehäuse 4, eine
Abdeckscheibe 6 und zumindest ein Lichtmodul 8. Das Lichtmodul 8 ist dazu ausgebildet,
um eine Licht 10 durch die Abdeckscheibe 6 hindurch in Richtung eines Äußeren des
Kraftfahrzeugs zu senden und eine Lichtverteilung außerhalb des Kraftfahrzeugs zu
erzeugen. Ein Innenraum 12 der Beleuchtungseinrichtung 2 steht über eine erste Lüftungsverbindung
14 und eine zweite Lüftungsverbindung 16 mit einem Außenraum der Beleuchtungseinrichtung
2 zu einem Luftaustausch in Kontakt.
[0012] Die in Figur 1 gezeigte Beleuchtungseinrichtung 2 ist beispielhaft als Frontscheinwerfer
ausgebildet. So findet ein Lufteintritt über die Lüftungsverbindung 14 statt. Über
die Lüftungsverbindung 14 tritt an einem Lüftungseingang 18 Luft in den Innenraum
12 ein. An einem Lüftungsausgang tritt Luft aus dem Innenraum 12 aus und in die Lüftungsverbindung
16 ein.
[0013] Selbstverständlich kann die Beleuchtungseinrichtung 2 in nicht gezeigter Form auch
als Heckleuchte beziehungsweise Heckscheinwerfer ausgebildet sein, wobei die Lüftungsverbindung
14 auch zu einem Luftaustritt ausgebildet sein kann.
[0014] Figur 2 zeigt die Beleuchtungseinrichtung 2 an ihrem Verbauort im Kraftfahrzeug.
Im Querschnitt ist die Beleuchtungseinrichtung 2 zwischen einer Motorhaube 22 und
einem Stoßfänger 24 der Außenkarosserie des Kraftfahrzeugs angeordnet. Je nach Ausbildung
der Außenkarosserie des Kraftfahrzeugs kann sich die Beleuchtungseinrichtung 2 auch
zwischen zwei anderen Komponenten der Außenkarosserie befinden beziehungsweise in
einer anderen Komponente der Außenkarosserie des Kraftfahrzeugs angeordnet sein. Ein
Staudruck 40 baut sich während der Fahrt des Kraftfahrzeugs auf und wirkt auf die
Front des Kraftfahrzeugs. Zwischen einem oberen Rand 26 der Beleuchtungseinrichtung
2 und einem unteren Rand 28 der Motorhaube 22 ist eine Fuge 30 ausgebildet. Zwischen
einem unteren Rand 32 der Abdeckscheibe 6 und einem oberen Rand 34 des Stoßfängers
24 ist eine Fuge 36 ausgebildet, auf die der Staudruck 40, der sich während einer
Fahrt des Kraftfahrzeugs vor der Fahrzeugfront aufbaut, wirkt. Durch die Lüftungsverbindung
14 wird der Staudruck 40 dazu genutzt, um innerhalb der Beleuchtungseinrichtung 2
einen Querstrom 41 von Luft zwischen den Öffnungen 18 und 20 zu erzeugen.
[0015] Figur 3 zeigt einen Ausschnitt 42 aus der Figur 2. Eine Öffnung 50 der Lüftungsverbindung
14 ist im Bereich der Fuge 36 zwischen dem Rand 32 der Abdeckscheibe 6 und dem Rand
34 der Außenkarosserie des Kraftfahrzeugs angeordnet. Somit schließt sich die Öffnung
50 an den Rand 32 an. Des Weiteren schließt sich die Öffnung 50 an den Rand 34 an.
[0016] Die Öffnung 50 verläuft quer beziehungsweise orthogonal zur Zeichenebene schlitzförmig.
Diese schlitzförmige Ausbildung der Öffnung 50 erstreckt sich zumindest abschnittsweise
entlang des Randes 32. Selbstverständlich kann die schlitzförmige Ausprägung der Öffnung
50 auch an Seitenrändern oder aber entlang des Randes 26 auch nur abschnittsweise
verlaufen. Die Öffnung 50 ist im Querschnitt trichterförmig ausgebildet, was bedeutet,
dass sich in Lufteinlassrichtung zu dem Lüftungseingang 18 sich der Innendurchmesser
der Lüftungsverbindung 14 verjüngt.
[0017] In einer anderen Ausführungsform befindet sich der Lüftungseingang 18 zwischen dem
Gehäuse und der Kante 32 in einem entsprechenden Bereich der Abdeckscheibe 6. Die
Kante 34 kann beispielhaft eine Kante des Stoßfängers 24, eine Kante eines Kühlergrills
oder eine Kante der Motorhaube 22 sein.
[0018] Die Lüftungsverbindung 14 weist in nicht gezeigter Form im Verlauf von der Öffnung
50 bis zum Lüftungseingang 18 eine Entwässerungsöffnung auf, durch die beispielsweise
in die Öffnung 50 eintretendes Wasser und/oder Schmutz abgeführt werden kann. Diese
Entwässerungsöffnung zur Abführung von Wasser und/oder Schmutz kann vorteilhaft das
Wasser abführen, wobei der Staudruck noch ausreicht, um genügend Luft dem Lüftungseingang
18 zuzuführen.
[0019] In Figur 4 ist die Beleuchtungseinrichtung 2 mit zwei Lichtmodulen 8a, 8b in einer
perspektivischen Darstellung gezeigt. Die schlitzförmige Öffnung 50 verläuft in einem
unteren Bereich der Beleuchtungseinrichtung 2, der zu einer Anordnung benachbart zu
einer Außenverkleidung in Form des Stoßfängers 24 vorgesehen ist. Selbstverständlich
kann sich die schlitzförmige Öffnung 50 der Lüftungsverbindung 14 zumindest abschnittsweise
zusätzlich oder alternativ zu dem Rand 32 an den Rand 26 oder einen Seitenrand 52
der Abdeckscheibe 6 anschließen.
1. Eine Beleuchtungseinrichtung (2) für ein Kraftfahrzeug mit einer Abdeckscheibe (6)
und einer Lüftungsverbindung (14), die in einen Innenraum (12) der Beleuchtungseinrichtung
(2) führt, dadurch gekennzeichnet, dass eine Öffnung (50) der Lüftungsverbindung (14) sich an einen Rand (32; 24) der Abdeckscheibe
(6) anschließt, und dass sich die Öffnung (50) im Wesentlichen schlitzförmig entlang
des Randes (32; 24) erstreckt.
2. Die Beleuchtungseinrichtung (2) nach Anspruch 1, wobei die Öffnung (50) zur Anordnung
zwischen dem Rand (32; 24) der Abdeckscheibe (6) und einer Außenkarosserie (24; 22)
des Kraftfahrzeugs ausgebildet ist.
3. Die Beleuchtungseinrichtung (2) nach Anspruch 2, wobei die Öffnung (50) zumindest
abschnittsweise zur Anordnung zwischen dem Rand (32; 24) der Abdeckscheibe (6) und
einem Stoßfänger (24) des Kraftfahrzeugs ausgebildet ist.
4. Die Beleuchtungseinrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich
die Öffnung (50) im Querschnitt nach außen hin trichterförmig öffnet.
5. Die Beleuchtungsvorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich
ein Querschnitt der Öffnung (50) quer zum schlitzförmigen Verlauf nach außen hin vergrößert.
6. Die Beleuchtungsvorrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei sich
ein Querschnitt der Öffnung (50) längs des schlitzförmigen Verlaufs nach außen hin
vergrößert.
7. Die Beleuchtungseinrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Lüftungsverbindung
(14) als Teil eines Gehäuses (4) der Beleuchtungseinrichtung (2) ausgebildet ist.
8. Die Beleuchtungseinrichtung (2) nach dem vorstehenden Anspruch, wobei die Lüftungsverbindung
(14) an das Gehäuse (4) angespritzt ist.
9. Die Beleuchtungseinrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, die als Frontscheinwerfer
ausgebildet ist.
10. Die Beleuchtungseinrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, die als Heckleuchte
ausgebildet ist.
11. Die Beleuchtungseinrichtung (2) nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Rand
(32; 24) der Abdeckscheibe (6) einen von außen sichtbaren Bereich der Abdeckscheibe
(6) von einem von außen nicht sichtbaren Bereich der Abdeckscheibe (6) trennt.
12. Ein Kraftfahrzeug umfassend die Beleuchtungseinrichtung (2) nach einem der vorstehenden
Ansprüche.
13. Das Kraftfahrzeug nach dem vorstehenden Anspruch, wobei die Öffnung (50) zwischen
dem Rand (32; 24) der Abdeckscheibe (6) und einer Fahrzeugaußenkomponente angeordnet
ist.