[0001] Die Erfindung betrifft einen teilbaren Flaschenkasten gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Zum leichteren Transport von Getränkeflaschen ist es für Flaschenkästen bekannt,
diese teilbare zu gestalten, so dass der Kasten in zwei Kastenhälften getrennt werden
kann und diese dann separat getragen werden können. Nach der
EP 0 389 802 B1 ist ein solcher Flaschenkasten aus zwei Kastenhälften zusammengesetzt und in dieser
zusammengesetzten Stellung durch Verriegelungsmittel verriegelt. Die Verriegelungsmittel
sind über Traggriffe betätigbar, die jeweils in einer Kastenhälfte angeordnet und
Jeweils in Form eines U-förmigen Bügels mit zwei linearen Holmen vorliegen, über die
der Tragbügel verschieblich in entsprechenden Aufnahmebuchsen einer jeder Kastenhälfte
geführt ist. Durch Anheben beider Traggriffe erfolgt die Entriegelung beider Kastenhälften,
so dass jede Kastenhälfte separat über den entsprechenden Traggriff getragen werden
kann. Nachteilhaft bei diesen Kasten ist der Umstand, dass lediglich an der zur Teilungsebene
parallelen Längsseite maximierte Displayöffnungen vorgesehen werden können, nicht
jedoch an den Schmalseiten, durch die die Teilungsebene verläuft, da dort aus Versteifungsgründen
eine Anbindung des oberen mit dem unteren Kastenrand durch Verbindungsstreben oder
-holme erforderlich ist.
[0003] Um dieses Problem zu beheben, also an allen Seitenwänden die Displayöffnungen maximieren
zu können, um eine unbehinderte Sicht in das Innere des Kastenbehälters in seiner
zusammengeschlossenen Stellung zu ermöglichen, ist es im Zusammenhang mit teilbaren
Flaschenkästen bekannt (
DE 10 2012 000 504 A1,
DE-GBM 10 2012 006 321 A1) die vertikale Verbindungsstreben bzw. Verbindungsholme zwischen oberer Griffleiste
und Kastenboden durch konstruktive Maßnahmen nach innen zu versetzen, um darüber eine
größere Displayöffnung in der Seitenwand zu erreichen, die weitgehend von der stegartigen
Verbindungswand oder Holm frei ist. Dies führt aber nur zu einer bedingten Freisetzung
der Displayöffnung und hat zudem zusätzliche konstruktive Maßnahmen zur Folge. Ferner
ergeben sich in den Eckbereichen der Teilungsebene beider Kastenhälften freigesetzte
Eckbereiche, was aus optischen Gründen und von der Stabilität her unerwünscht ist.
[0004] Schließlich ist es für teilbare Flaschenkästen bekannt, anstelle U-förmiger Tragbügel
Traggriffe mit einem linearen Holm zu verwenden, was sich aus der
DE 10 2013 005 281 A1 ergibt. Auch dort erfolgt die Teilung des Flaschenkastens in zwei Kastenhälften in
derselben Art und Weise wie im Falle der vorstehend beschriebenen Druckschriften,
so dass auch bei diesem Kasten wiederum nur zwei von vier gegenüberliegend angeordneten
Seitenwänden mit maximierten Displayöffnungen ausgeführt werden können.
[0005] Weitere teilbare Flaschenkästen mit eben denselben Nachteilen der vorstehenden teilbaren
Flaschenkästen ergeben sich beispielsweise aus der
US-PS 5,273,175.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, einen teilbaren Flaschenkasten zu schaffen, der einerseits
das Trageverhalten verbessert, eine stabile und weitgehend spaltfreie Ausbildung eines
teilbaren Flaschenkastens im Bereich der Teilungsebene ermöglicht und andererseits
eine Maximierung von Displayöffnungen zulässt.
[0007] Diese Aufgabe wird nach Maßgabe der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des
Anspruches 1 enthaltenen Maßnahmen gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung
sind durch die in den Unteransprüchen enthaltenen Merkmale gekennzeichnet.
[0008] Nach Maßgabe der Erfindung wird in völliger Abkehr vom bisherigen Stand der Technik
teilbarer Flaschenkästen für den Transport von Getränkeflaschen und Gebinden von Getränkeflaschen
keine mittige Teilung bezüglich zweier gegenüberliegender Seitenwände vorgenommen,
vielmehr eine Teilung durch eine Ebene durch zwei gegenüberliegende Eckbereiche des
Flaschenkastens längs einer Diagonalen, derart, dass die beiden Kastenhälften nunmehr
jeweils einen dreieckförmigen Grundriss, im Falle von in Draufsicht quadratischen
Flaschenkästen einen Grundriss in Art eines gleichschenkligen Dreiecks aufweisen.
[0009] Durch diese Gestaltung eines teilbaren Flaschenkastens ergibt sich eine Reihe von
Vorteilen. Zum Einen bringt die Verlagerung der Teilungsebene in die Eckbereiche des
Flaschenkastens den Vorteil, dass alle äußeren Seitenwände von der Teilbarkeit des
Flaschenkastens sozusagen völlig unberührt sind und somit beliebig mit Hinsicht auf
eine Maximierung der Sichtfenster bzw. der Displayöffnungen gestalten werden können.
Das heißt, die gesamte Seitenwandfläche einer jeder äußeren Seitenwand ist frei für
die Displayfunktion, was für das Marketing von großem Vorteil ist. Zugleich ergibt
sich durch diese Gestaltung, dass schon beim Tragen einer Kastenhälfte die diagonale
Fläche der Kastenhälfte vergleichsweise nahe am Körper der die Kastenhälfte tragenden
Person befindet und damit der Tragegriff näher am Körper ist. Dadurch erhöht sich
der Tragekomfort, weil die Arme nicht mehr entsprechend weit vom Körper weggespreizt
werden müssen.
[0010] Ein weiterer Vorteil der diagonalen Teilung durch den Bereich zweier gegenüberliegender
Ecken ergibt sich dadurch, dass die Verriegelungsglieder in diese Eckbereiche verlagert
werden können, was konstruktiv vorteilhaft ist und auch dazu führt, dass beim Schließen
und Verriegeln beider Kastenhälften sich kein Spalt mehr zwischen den beiden Hälften
befindet. Zudem lassen sich die Verriegelungselemente in die Eckholme bzw. in die
Eckbereich des Flaschenkastens integrieren, was neben der Vermeidung der Spaltenbildung
zugleich eine Vergrößerung der Holmquerschnitte ermöglicht, ohne die Displayöffnungen
zu beeinträchtigen. Aus dieser größeren Auflagefläche resultiert auch eine bessere
Lastabtragung innerhalb eines Stapels von aufeinander gerichteten Flaschenkästen,
so dass größere Lasten aufgenommen werden können bzw. höher gestapelt werden kann.
[0011] Üblicherweise werden die mit Flaschen gefüllten Flaschenkästen durch LKW-Transport
zu den Verkaufsstellen geführt, wobei für den Transport die Flaschenkästen in Stapeln
übereinander auf einer Palette angeordnet werden, üblicherweise auf sogenannten Euro-Paletten,
also Standardpaletten mit einheitlichen Abmessungen. Hierbei werden in der Regel mindestens
zwei Paletten mit aufgeladenen Kästen übereinander transportiert. Derartige Paletten
weisen häufig unterhalb der Deckfläche der Palette sogenannte Palettenkufen auf, die
über Stützfüße mit der Unterseite der Deckfläche der Palette verbunden sind. Diese
Stützfüße sind an der Palettenecke und etwa mittig zwischen den Ecken am Palettenumfang
angeordnet. Aufgrund der nach Maßgabe der Erfindung vorgesehenen diagonalen Teilung
der Trennebene zwischen gegenüberliegenden Ecken eines Flaschenkastens ergibt sich
der Vorteil, dass hierbei die Teilungsecken der Flaschenkästen gegenüber der im Stapel
zweier Paletten obenliegenden Palette mit deren seitlichen Palettenkufen ausgerichtet
sind, was vorteilhaft für die Lasteinleitung ist. Bei den im Stand der Technik vorgesehenen
mittigen Teilungen ergibt sich hingegen eine einseitige seitliche Belastung mit der
Folge, dass die Kastenhälften der Flaschenkästen auseinandergedrückt werden und zwar
unter Ausbildung eines Spalts in der Trennebene. Dies ist natürlich sehr nachteilhaft
für die Stabilität der auf der unteren Palette aufgestapelten Flaschenkästen.
[0012] Diese Vorteile ergeben sich durch sehr einfache konstruktive Maßnahmen, die zugleich
auch den Tragekomfort für den Nutzer des Flaschenkastens erhöhen.
[0013] Zweckmäßigerweise ist für jede Kastenhälfte jeweils nur ein Traggriff vorgesehen,
der vorzugsweise jeweils als Mittelhandgriff ausgebildet ist. Hierbei ist es zweckmäßig,
den Traggriff nur mit einem linearen Holm auszustatten, wodurch sich das Aufnahmevolumen
einer jeden Kastenhälfte vergrößert. Hierbei kann der Griff am oberen Ende des linearen
Holms ringförmig oder T-förmig gestaltet sein, wobei jede beliebige Griffausbildung
geeignet ist. Es können aber auch konventionelle Griffelemente verwendet werden, wie
etwa U-förmige Tragbügel mit jeweils zwei Holmen.
[0014] Die Verriegelungsglieder in Art von an sich bekannten Riegelgliedern und Riegelbuchsen
können vorteilhaft in die Eckbereiche verlagert bzw. in diese integriert werden, was
zur Stabilität des Flaschenkastens beiträgt und ein exaktes spaltfreies Schließen
beider Kastenhälften zum Flaschenkasten ermöglicht.
[0015] Im Bereich der diagonalen Teilungsebene ist es zweckmäßig, diese mit einer Stirnwand
zumindest in der unteren Kastenhälfte zu schließen, wobei diese Stirnwand zweckmäßigerweise
von der einen Ecke bis zur gegenüberliegenden Ecke reicht. Bedarfsweise ist aber auch
eine Auflösung der Seitenwand in beabstandete nach oben vom Boden vorstehende Stege
möglich, die dann zweckmäßigerweise mit den Fachwänden ausgerichtet sind.
[0016] Als Verriegelungselement eignen sich die im Zusammenhang mit teilbaren Flaschenkasten
für sich bereits bekannten Verriegelungselemente, wozu auf den Eingangs genannten
Stand der Technik verwiesen wird.
[0017] Zum Zwecke der Stabilität ist der lineare Holm des Traggriffs zweckmäßigerweise als
geschäumtes Profil ausgebildet. Ferner ist es zum Zwecke der Materialeinsparung vorteilhaft,
alternativ den linearen Holm bezüglich seines Hohlprofils durch Gas- oder Flüssigkeitseinströmung
auszubilden.
[0018] Der Flaschenkasten selbst ist zweckmäßigerweise aus Kunststoff durch Spritzgießen
hergestellt, was an sich bekannt ist. Jede Kastenhälfte ist hierbei insbesondere einstückig
ausgebildet, was zweckmäßigerweise auch für die Traggriffe gilt, an denen die Riegelglieder
zweckmäßigerweise einstückig ausgebildet sind. Die damit zusammenwirkenden Riegelbuchsen
sind zweckmäßigerweise einstückig mit den Kastenhälften, insbesondere im Bereich einer
Seitenwand oder Verbindungsstreben im Bereich der Teilungsebene einer jeden Kastenhälfte
ausgebildet.
[0019] In Zusammenhang mit der Griffgestaltung ist es zweckmäßig, wenn der Grittbügel parallel
zur Teilungsebene angeordnet ist. Zweckmäßig kann es auch sein, in Abweichung hiervon
den Griffbügel quer, insbesondere senkrecht zur Teilungsebene auszubilden, wiederum
bevorzugt jeweils als Mittelhandgriff. Dadurch ergibt sich eine entsprechende Variabilität
für die Gestaltung der Flaschenaufnahmen einer jeder Kastenhälfte.
[0020] Als Verriegelungsmechanismen für das Zusammenschließen beider Kastenhälften können
die an sich bekannten geeigneten Verriegelungselemente verwendet werden.
[0021] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen
beschrieben. Darin zeigen in rein schematischer Darstellung
- Fig.1
- eine perspektivische Ansicht eines teilbaren Flaschenkastens in zusammengeschlossenem,
das heißt verriegeltem Zustand
- Fig.2
- eine perspektivische Ansicht zwei Kastenhälften des in Fig.1 dargestellten Flaschenkastens
in getrennter Stellung
- Fig.3
- eine Draufsicht auf den in Fig.1 dargestellten Flaschenkasten
- Fig.4
- eine Draufsicht auf diesen Flaschenkasten, jedoch bei voneinander getrennten Kastenhälften
- Fig.5
- eine perspektivische Ansicht des Flaschenkastens in getrennter Anordnung beider Kastenhälften
- Fig.6
- eine Draufsicht auf einen Flaschenkasten mit einer beispielhaften Gruppierung von
Flaschen in jeder Kastenhälfte
- Fig.7
- eine Ansicht entsprechend Fig.6 mit einer anderen Gruppierung von Flaschen sowie einer
anderen Ausrichtung der Traggriffe gegenüber der Darstellung von Fig.6, sowie
- Fig. 8
- eine Seitenansicht von auf eine Palette gestapelten Flaschenkästen mit einer am unteren
Kastenstapel oben aufgelagerten Palette.
[0022] Fig.1 zeigt einen Flaschenkasten, der in der dargestellten Ausführungsform als Kasten
mit quadratischem Grundriss, also gleichlangen Seitenwänden dargestellt ist. Dieser
Flaschenkasten ist aus vier umlaufend angeordneten Seitenwänden 1 bis 4 gebildet und
weist ferner vier Eckholme 5 bis 8 auf. Die Seitenwände 1 bis 4 einschließlich der
Eckholme stehen vertikal auf einem Boden 10 auf und weisen ferner im dargestellten
Ausführungsbeispiel an allen vier Seitenwänden Sichtöffnungen 12 als Displayöffnungen
auf, die sich im dargestellten Ausführungsbeispiel von knapp oberhalb des Kastenbodens
bis zu einer umlaufenden Griffleiste 14 am oberen Kastenrand erstrecken und damit
eine gute Sicht auf die im Flaschenkasten abgestellten Flaschen ermöglichen. Derart
große Displayfenster sind von den Getränkeherstellern erwünscht, die aber zu großen
Durchbrechungen des Kastens an sich führen, was sich letztendlich für die Stabilität
eines Flaschenkastens eher ungünstig bei einer Maximierung dieser Displayöffnungen
über weitgehend den wesentlichen Bereich der Seitenfläche auswirkt.
[0023] Wie Fig.1 andeutungsweise zeigt, ist hier völlig unterschiedlich zu den bis dato
bekannten teilbaren Flaschenkästen die Teilungsebene unterschiedlich vorgesehen, nämlich
diese erstreckt sich durch zwei gegenüberliegende Eckbereiche, hier die Ecken 5 und
7 des teilbaren Flaschenkastens. Diese Teilung hat zur Folge, dass nach Teilung des
Flaschenkastens zwei Kastenhälften 16 und 18 gebildet werden, die aufgrund separater
Handgriffe 20 einzeln getragen und gehandhabt werden können und gegenüber den bisherigen
Kastenhälften bei teilbaren Flaschenkästen einen dreieckförmigen Querschnitt, hier
im Falle der quadratischen Querschnittsabmessung des Flaschenkastens ein gleichschenkliges
Dreieck bilden.
[0024] Dadurch ergibt sich eine Reihe von Vorteilen. Insbesondere gibt es keinerlei Beeinträchtigungen
der Displayöffnungen, vielmehr sind diese völlig unberührt von der für den Teilungsmechanismus
erforderlichen Konstruktion, das heißt, diese können beliebig gestaltet und damit
insbesondere maximiert werden, da die Gestaltung der Displayöffnungen nunmehr völlig
unerheblich von der Teilbarkeit des Flaschenkastens und den im Bereich der Teilungsebene
vorhanden Verriegelungsmittel sind. Darüber hinaus erleichtert die durch diese Diagonalteilung
vorgenommene Separierung beider Kastenhälften das Handling bzw. das Trageverhalten
der Kastenhälften ganz wesentlich, weil zum Einen die diagonale Teilungsebene beim
Tragen näher am Körper des Trägers sich befindet und damit auch der Tragegriff. Folglich
befinden sich beim Tragen einer jeden Kastenhälfte die Arme näher am Körper, was sich
sehr vorteilhaft für den Tragekomfort, insbesondere bei Kastenhälften mit vollen Flaschen
auswirkt. Darüber hinaus lässt sich hierdurch, da sich die Teilungsebene in zwei gegenüberliegende
Ecken erstreckt, der Verriegelungsmechanismus in die Eckbereiche integrieren, was
wiederum mehrere Vorteile hat. Dies ermöglicht eine optimale Verbindung im äußeren
Bereich, da nunmehr alle Eckbereiche der Kastenhälften als durchgehend vertikale Holme
oder Streben gebildet werden können und ferner hierdurch jedwede Spaltenbildung beim
Schließen beider Kastenhälften vermieden wird. Zudem erlaubt die Verlagerung der Teilungsebene
in die Eckholme eine Vergrößerung der Holmquerschnitte und dies wiederum ohne Beeinträchtigung
der Displayöffnungen. Indirekt ergibt sich hierdurch wiederum im Bereich der gegenüberliegenden
Eckholme eine Vergrößerung des Querschnitts, was mit einer Stabilisierung des Kastens
insgesamt einhergeht, wobei diese Querschnittsvergrößerung sich wiederum positiv für
die Lastabtragung im Stapel derartiger Flaschenkästen auswirkt. Das heißt, es können
größere Lasten aufgenommen werden, das heißt es ist auch bei Vollflaschenfüllung eine
höhere Stapelung ohne jedwede Beeinträchtigung der Stabilität des Stapels bzw. der
Kästen unter der Last möglich.
[0025] Die Traggriffe 20 selbst ergeben sich am besten aus der Darstellung in Fig.2. Hierbei
ist jeder Kastenhälfte ein Traggriff 20 zugeordnet, der im dargestellten Ausführungsbeispiel
vorzugsweise durch einen linearen Holm 22 gebildet ist, an dessen oberen Ende ein
ringförmiger Griffbügel 24 ausgebildet ist, der die Grifföffnung 26 begrenzt. Hierbei
handelt es sich allerdings nur um eine bevorzugte und rein beispielhafte Ausführungsform.
Ebenso gut könnte jede andere Griffausbildung Einsatz finden, so sie geeignet ist,
insbesondere ein T-förmiger Griff, bei dem die T-förmigen und seitlich vom linearen
Holm 22 abkragenden T-Schenkel den Griffbügel bilden.
[0026] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind an jedem Traggriff entsprechende Verriegelungsmittel
aufgenommen. Hierzu eignen sich beliebige Verriegelungsmittel, wie sie für teilbare
Flaschenkästen bekannt sind, etwa gemäß
EP 0 389 802 B1 oder
DE 10 2013 005 281 A1, so dass ausdrücklich auf die dort beschriebenen Verriegelungsmechanismen zurückgegriffen
wird.
[0027] Wie sich insbesondere aus den Fig. 3 und 4 ergibt, weist jeder Tragarm 20 einen in
Richtung zur diagonalen Teilungsebene T sich erstreckenden bzw. vorspringenden Riegelarm
28 auf, an dessen freien Ende beidseits zwei Schenkel 30 und 32 hier im Wesentlichen
parallel zur Teilungsebene T abzweigen bzw. angeschlossen sind. Wie Fig. 2 zeigt,
bilden die beiden seitlich vom Riegelarm 28 abkragenden Schenkel 30 und 32 ein im
Wesentlichen stegartiges Bügelteil 34. Das Bügelteil 34 erstreckt sich hierbei vorzugsweise
über die gesamte Teilungsebene bis in die Eckbereiche 5 und 7 des teilbaren Flaschenkastens.
Dies ergibt sich am besten aus den Fig. 2 bis 4.
[0028] Ferner zeigt Fig. 2, dass sich zwischen den Ecken 5 und 7, durch die sich die Teilungsebene
T erstreckt, eine mit 36 bezeichnete Seitenwand vorgesehen ist, die sich von einer
Ecke zur anderen erstreckt und damit jede Kastenhälfte im dargestellten Ausführungsbeispiel
zumindest in der unteren Hälfte bzw. in den unteren zwei Dritteln der Kastenhöhe schließt.
Die Höhe dieser Seitenwand vom Boden aus abgemessen kann beliebig gestaltet sein,
jedoch sind, wie später noch ausgeführt wird, an der Seitenwand Verriegelungsbuchsen
als Riegelaufnahmen ausgebildet. Bedarfsweise kann die Seitenwand 36 auch nicht durchgehend
von einer Ecke zur anderen ausgebildet sein, vielmehr durch vertikal vom Boden nach
oben stehende vereinzelte Stege in vertikaler Ausrichtung. Schließlich ergibt sich
aus den Fig. 3 und 4, dass bedarfsweise im Bereich der Teilungsebene vorspringende
Zentriernasen 38 bzw. gegenüberliegend Zentrierausnehmungen 40 vorgesehen sind und
zwar vorzugsweise in jeder Trennwand 36 einer Kastenhälfte auf der linken Seite eine
Nase und auf der rechten eine Ausnehmung, sodass beim Zusammenschließen beider Kastenhälften
eine Zentrierung erfolgt, indem die Nase 38 der einen Kastenhälfte in eine Ausnehmung
40 der anderen Kastenhälfte eintaucht.
[0029] Insbesondere geht aus den Fig. 2 und 4 deutlich hervor, dass bevorzugt an den freien
Enden der Stegschenkel 30 und 32 Riegelglieder 42 und 44 ausgebildet sind, die vorzugsweise
als Zentrierschalen ausgebildet sind, d.h. mit einer kreiszylindrischen Ausbuchtung
nach innen, die sozusagen Riegelnasen für den Eingriff in entsprechende Riegelaufnahmen
auf der anderen Kastenhälfte bilden, die als Riegelbuchsen 46 und 48 ausgebildet sind.
[0030] Die Riegelnasen 42 und 44 sind höhenmäßig versetzt zueinander ausgebildet, wie am
Besten aus Fig. 2 hervorgeht. Diese Riegelnasen greifen in entsprechend höhenmäßig
versetzte Riegelbuchsen an der Kastenhälfte, die vorzugsweise an der Seitenwand 36
ausgebildet sind. Im Zusammenhang mit dieser Art von Verriegelungsmechanismen kann
insbesondere auf die
DE 10 2013 005 281 A1 bzw.
EP 0 389 802 B1 verwiesen werden, sodass eine nähere Beschreibung diesbezüglich entfallen kann, vielmehr
wird auf den Inhalt beider Druckschriften verwiesen.
[0031] Vorteilhaft bei der dargestellten Ausführungsform ist, dass sowohl die Riegelglieder
42 und 44 wie auch die Riegelbuchsen, von denen nur die Buchsen 44 und 46 dargestellt
sind, in den Bereich der Ecken 5 und 7 des Kastens verlagert werden können, insbesondere
in den Eckholmen integriert sind. Hierbei ist die Trennwand 36 mit dem übrigen Bereich
der Kastenhälfte zusammen mit den Riegelbuchsen einstückig ausgebildet. Ebenso vorteilhaft
einstückig ist auch der Traggriff mit Riegelarm und Bügelteil mit Riegelglieder ausgebildet.
[0032] Wie am Besten aus Fig. 2 hervorgeht, ist der lineare Holm 22 eines jeden Traggriffs
mit einer hier vorzugsweise kreuzartig ausgebildeten Verrippung bzw. Rippen 50 versehen,
wobei die Rippen nicht zwingend kreuzartig angeordnet sein müssen. Hierüber sind die
linearen Holme der Traggriffe 20 in entsprechenden buchsenartigen Aufnehmungen einer
jeden Kastenhälfte drehfest aufgenommen und vertikal verschieblich geführt.
[0033] Die Entriegelung des teilbaren Flaschenkastens zur Separierung beider Kastenhälften
erfolgt durch Hochziehen des Traggriffes 20, sodass die Riegelglieder außer Eingriff
mit den Riegelbuchsen gelangen. Zum Schließen werden die beiden Kastenhälften längs
ihrer diagonalen Teilungsebene T zusammengestellt und es wird schließlich ein jeder
Traggriff nach unten geschoben, wodurch die Riegelglieder 42 und 44 mit den entsprechenden
Riegelbuchsen 46 bis 48 in Eingriff gelangen und eine weitgehend spaltfreie Verriegelung
beider Kastenhälften erfolgt.
[0034] Fig. 5 zeigt schließlich auch noch die zueinander höhenversetzten Riegelbuchsen für
den Eingriff der Riegelglieder sowie die Traggriffe in angehobener Position, d.h.
in Entriegelungsstellung.
[0035] Fig. 6 und 7 zeigen noch einmal deutlich die diagonale Unterteilung des teilbaren
Flaschenkastens längs der Teilungsebene T, die sich in gegenüberliegende Eckbereiche
5 und 7 erstreckt. Nach Fig. 6 ist der Griffbügel 24 eines jeden Traggriffs quer,
und zwar hier senkrecht zur Teilungsebene T gerichtet. Dabei ist jede Kastenhälfte
für die Aufnahme von sechs Flaschen ausgelegt, wobei jedoch auch eine unterschiedliche
Gruppierung ohne Weiteres möglich ist, wie beispielsweise die Fig. 7 für die Aufnahme
von jeweils sieben Flaschen je Kastenhälfte zeigt. Bei der Ausführungsform nach Fig.
7 sind die Griffbügel 24 parallel zur Teilungsebene angeordnet. Beide Ausführungsbeispiele,
d.h. beide Figuren 6 und 7 zeigen eine im Wesentlichen mittige Anordnung der Traggriffe
20 in jeder Kastenhälfte. Aus den Fig. 6 und 7 geht auch sehr deutlich die Verlagerung
der Verriegelungsmechanismen, d.h. der Riegelnasen als Zentrierschalen und der Riegelaufnahmen
als Riegelbuchsen in die Eckholme hervor, was insgesamt für die Stabilität des Kastens
sehr vorteilhaft ist. Zugleich wird jedwede Beeinträchtigung der Displayöffnungen
verhindert.
[0036] Fig. 8 zeigt eine Abbildung von auf einer Palette gestapelten Flaschenkästen mit
einer weiteren oberhalb der Kästen angeordneten Palette für die Aufstapelung einer
zweiten oder dritten Kastenstapelung. Nach Fig. 8 sind jeweils drei Kästen übereinander
in einem Stapel angeordnet und je nach den entsprechenden Grundabmessungen der Palette
entsprechend viele Stapel aus übereinander angeordneten Flaschenkästen nebeneinander
auf einer Palette angeordnet sind. Bei der nur beispielshalber dargestellten oben
angeordneten Palette 50 handelt es sich um eine Palette mit Palettenkufen, die in
an sich bekannter Weise am Rand einer Palette und bedarfsweise auch in Palettenmitte
angeordnet sein können. Die Kufen sind mit 52 bezeichnet und über Stützfüße 54 mit
dem Oberdeck 56 der Palette 50 verbunden. Die Stützfüße 54 sind jeweils im Eckenbereich
der Paletten und je nach Größe der Palette, also entsprechend der Länge und/oder Breite
ist eine Stützkufe auch etwa im mittleren Bereich zwischen dem im Eckbereich angeordneten
Stützfüßen vorgesehen, wie deutlich aus Fig. 8 hervorgeht.
[0037] Die geteilte Anordnung längs einer Trennebene, die gegenüberliegende Ecken schneidet,
bringt hierbei in Stapelanordnung der Flaschen unter Last den Vorteil, dass in Folge
der Abstützung der in der Trennebene liegenden Eckbereiche der Kästen über die Stützkufen
52 eine einwandfreie Lasteinleitung von oben nach unten erfolgt, insbesondere über
die beiden im Kasteneckbereich angeordneten Holme, und damit insbesondere eine Spaltbildung
der Flaschenkästen im Bereich der Trennebene insbesondere unter Last vermieden wird.
Dadurch ergibt sich ein stabiler Stapelverbund von in mehreren Stapeln auf einer Palette
angeordneten Flaschenkästen gegenüber den bis dato mittig mit einer Trenn- bzw. Teilungsebene
versehenen Flaschenkästen, bei denen es zur Spaltbildung kommen kann. Dies ist ebenfalls
ein gewichtiger Vorteil der erfindungsgemäßen Maßnahmen.
[0038] Sämtliche vorstehend offenbarte Merkmale, selbst wenn sie vorstehend in Zusammenhang
mit anderen Merkmalen angegeben und erläutert sind, werden ausdrücklich jeweils für
sich als zweckmäßige Ausgestaltung und damit für sich erfindungswesentlich beansprucht,
sodass auch ein einzelnes Herausgreifen dieses Merkmals aus dem beschriebenen Sachzusammenhang
beansprucht wird, unabhängig davon, dass dieses Merkmal ggf. nur in einem sachgerechten
Zusammenhang mit weiteren Merkmalen hierin beschrieben ist.
1. Teilbarer Flaschenkasten zur Aufnahme von Getränkelaschen oder Flaschengebinden, der
in mindestens, jedoch bevorzugt zwei Kastenhälften (16, 18) teilbar ist, die durch
lösbare Verriegelungselemente (42-48) im Bereich der Teilungsebene (T) miteinander
zu einem Flaschenkasten verbindbar sind, wobei jede Kastenhälfte (16, 18) einen Traggriff
(20) aufweist und mindestens ein Teil der Seitenwände Displayfenster (14) als Sichtöffnungen
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Teilungsebene (T) diagonal durch den Flaschenkasten gelegt ist und sich durch
zwei gegenüberliegende Ecken (5, 7) erstreckt.
2. Flaschenkasten nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Flaschenkasten einen rechteckförmigen, vorzugsweise quadratischen Grundriss, insbesondere
Seitenabmessungen von 400 mm aufweist.
3. Flaschenkasten nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
in jeder Kastenhälfte (16, 18) jeweils nur ein Traggriff (20) vorgesehen ist, vorzugsweise
als Mittelhandgriff.
4. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Traggriff (20) mit nur einem linearen Holm (22) ausgebildet ist, der vorzugsweise
durch ein geschäumtes Profil oder durch ein durch Gas- oder Flüssigkeitseinblasung
bzw. -einströmung erzeugtes Hohlprofil gebildet ist.
5. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Traggriff (20) am oberen Ende mit einem Griffbügel (24) versehen ist, der vorzugsweise
ringförmig mit mittiger Grifföffnung (26) oder als T-förmiger Griffbügel ausgebildet
ist, und dass vorzugsweise die Griffbügel (24) parallel zur Teilungsebene (T) oder
quer, insbesondere senkrecht zur Teilungsebene (T) ausgerichtet sind.
6. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verriegelung und Entriegelung der Kastenhälften (16, 18) über die vertikal beweglich
in der entsprechenden Kastenhälfte gelagerten Traggriffe (20) erfolgt, die jeweils
linear verschieblich geführt sind.
7. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verriegelungselemente durch Riegelglieder (42, 44) und durch Riegelaufnahmen (46,
48) für den Eingriff der Riegelglieder gebildet sind, die wechselweise jeweils am
Traggriff (20) einer Kastenhälfte und an der gegenüberliegenden Kastenhälfte, vorzugsweise
im Bereich der Teilungsebene (T), angeordnet sind, wobei vorzugsweise die Riegelglieder
(42, 44) als hakenartige Riegelnasen und die Riegelaufnahmen als Riegelbuchsen (46,
48) insbesondere in Form von Zentrierschalen mit halbzylindrischer Kontur ausgebildet
sind.
8. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Traggriff (20) mit einem zur Teilungsebene (T) vorkragenden Riegelarm (28) versehen
ist, der jeweils mindestens ein Riegelglied, vorzugsweise zwei beabstandete und vorzugsweise
höhenmäßig versetzte Riegelglieder (42, 44) aufweist, wobei vorzugsweise die Riegelaufnahmen
(46, 48) in einer Seitenwand (36) der Teilungsebene (T) einer jeden Kastenhälfte (16,
18) angeordnet sind, wobei Riegelglieder und Riegelaufnahmen vorzugsweise zueinander
entsprechend höhenmäßig zum Zwecke des Verriegelungseingriffs versetzt sind.
9. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
am freien Ende eines jeden Riegelarms (28) zwei seitlich vorstehende Schenkel (30,
32) vorgesehen sind, von denen jeder Schenkel (30, 32) ein Riegelglied (42, 44) trägt,
wobei die beiden Schenkel miteinander einen stegartigen Bügel (34) bilden, wobei vorzugsweise
die Riegelglieder an den Enden der beiden Schenkel (30, 32) im Bereich der Eckholme
(5, 7) des Flaschenkastens angeordnet sind.
10. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Riegelarm (28) mit den beiden seitwärts abstehenden Schenkeln in Draufsicht im
Wesentlichen eine T-Form aufweist.
11. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jedes Riegelglied (42, 44) schalenförmig ausgebildet ist, vorzugsweise als Teil-,
insbesondere als Halbzylinder in Anpassung an die Innenkontur der Riegelaufnahmen
(46, 48).
12. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeder Holm (22) der Traggriffe (20) in einer an einem Kreuzungspunkt von Fachwänden
angeordneten Buchse einsteckbar und vorzugsweise durch einen Anschlag, insbesondere
in Form einer Rast-Schnapp-Verbindung gegen ein Herausziehen gesichert ist, wobei
die Buchse vorzugsweise einen Längsschlitz zur Führung des Riegelarms (28) aufweist
und dass die Aufnahmebuchse für den Holm vorzugsweise im Querschnitt ein kreuzförmiges
Hohlprofil mit vorstehenden Rippen (50) aufweist.
13. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede Kastenhälfte (16, 18) im Bereich der Teilungsebene (T) des Flaschenkastens eine
Stirnwand (36) aufweist, die sich vorzugsweise von einem Eckholm zum in der Teilungsebene
(T) gegenüberliegenden Eckholm erstreckt.
14. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Riegelglieder und Riegelaufnahmen in den gegenüberliegenden Eckbereichen (5, 7)
des Flaschenkastens an der Teilungsebene (T) angeordnet sind, insbesondere in den
als Eckholmprofile ausgebildeten Eckbereichen (5, 7) des Flaschenkastens.
15. Flaschenkasten nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede Kastenhälfte (16, 18) für die Aufnahme von jeweils vier bis acht Flaschen ausgelegt
ist.
16. Transporteinheit aus in Stapeln auf einer Palette angeordneten Flaschenkästen, bei
welchem die Palette (50) an Palettenrändern Kufen (52) aufweist und mit Flaschenkästen
gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Flaschenkästen derart auf der Palette (50) angeordnet sind, dass die Teilungsebene
(T) jeweils auf die Kufen (52) einer oben auf dem Flaschenkastenstapel angeordneten
Palette (50) ausgerichtet ist.