[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine motorisch betätigbare Überdachung gemäß dem
Oberbegriff von Patentanspruch 1. Eine gattungsgemäße Überdachung ist aus der
DE 20 2013 009 331 U1 bekannt.
[0002] Derartige Überdachungen, die üblicherweise aus mehreren, in sich verfahrbaren Elementen
bestehen, dienen beispielsweise im Freien dazu, um im ausgefahrenen Zustand ("Überdachung
geschlossen") Schwimmbecken oder Freisitze vor negativen Witterungseinflüssen zu schützen.
Will man so geschützte Schwimmbecken oder Freisitze jedoch benutzen, so lassen sich
die Elemente derart ineinander verfahren, d. h., schieben, dass das Schwimmbecken
bzw. der Freisitz zumindest zum überwiegenden Teil nicht mehr überdacht ist ("Überdachung
geöffnet").
[0003] Beim Betätigen einer solchen Überdachung, d. h., beim Öffnen und Schließen, besteht
jedoch die Gefahr, dass die einzelnen Elemente miteinander verkanten und/oder sich
nicht entlang einer gemeinsamen Linie bewegen (z. B. seitlich ausbrechen, von oben
betrachtet) und so das Betätigen der Überdachung erschweren oder gar verhindern. Deshalb
wird eine solche Überdachung herkömmlich mittels externer Führungsschienen geführt,
so dass solche Nachteile nicht mehr auftreten können. Allerdings haben derartige Führungsschienen
ebenfalls gravierende Nachteile: sie sind Stolperfallen, in denen man z. B. mit Schuhen,
insbesondere solchen mit kleinen Absätzen, oder aber auch mit den Zehen beim barfuss
Gehen hängen bleiben kann, was bekanntlich zu Stürzen mit z. T. gravierenden Folgen
führen kann. Um diese Gefahr zu bannen, könnte man natürlich die freien Räume innerhalb
der Führungsschienen bei Nichtgebrauch mit Füllmaterial wie z. B. Leisten oder Sand
ausfüllen und so diese Stolperfallen entschärfen. Allerdings muss man dann vor jedem
Gebrauch der Überdachung das Füllmaterial wieder entfernen, was zumindest lästig ist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine motorisch betätigbare Überdachung
zu schaffen, die möglichst wenig Nachteile aufweist und die insbesondere die vorgenannten
Nachteile vermeidet.
[0005] Die vorstehend genannte
DE 20 2013 009 331 U1 offenbart bereits eine Lösung ohne Führungsschienen. Mit der vorliegenden Erfindung
soll eine weitere Lösung bereitgestellt werden.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Überdachung mit den kennzeichnenden
Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen sind
in Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0007] Nachstehend wird die Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Die Fig. 1 und 2 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Überdachung in Seitenansicht;
je 1mal in auseinandergezogenem, d. h., in geschlossenem Zustand und in zusammengeschobenem,
d. h., in geöffnetem Zustand,
die Fig. 3 das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 in Draufsicht, jedoch in
halb geöffnetem Zustand,
die Fig. 4 das letzte Element der erfindungsgemäßen Überdachung in Frontansicht,
die Fig. ein Diagramm mit verschiedenen zurückgelegten Wegstrecken, und
die Fig. 6 und 7 Details der erfindungsgemäßen Überdachung.
[0008] Figur 1 zeigt, wie bereits angegeben, ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
motorisch betätigbare Überdachung in Seitenansicht. Die Überdachung ist bei diesem
Ausführungsbeispiel auf einem Untergrund angeordnet, der symbolisch mit dem Bezugszeichen
"U" angedeutet ist. Dieser Untergrund U mag z. B. ein Schwimmbecken oder einen Freisitz
aufweisen (der Übersichtlichkeit halber und da nicht Bestandteil der Erfindung: nicht
dargestellt oder angedeutet). Die Überdachung ist in voll ausgefahrenem Zustand gezeigt.
Sie weist mehrere Elemente auf, nämlich ein erstes Element E1, ein letztes Element
EL sowie zwischen diesen Elementen E1, EL angeordnete weitere Elemente E2 und E3.
Das erste Element E1 ist ortsfest auf dem Untergrund U angeordnet, kann aber in einer
besonderen Ausführungsform, wie noch gezeigt werden wird, verschoben werden. Das letzte
Element EL und die weiteren Elemente E2, E3 sind gegen das erste Element E1 entlang
einer geraden Linie (in Fig. 2 mit beidseitigen Pfeilen dargestellt und mit dem Bezugszeichen
"L" bezeichnet) auf das erste Element E1 hin (und auch wieder zurück) frei verfahrbar,
z. B. zumindest größtenteils in das erste Element E1 hinein. Dieser Zustand ist in
Fig. 2 dargestellt, die die erfindungsgemäße Überdachung ebenfalls in Seitenansicht
zeigt.
[0009] Das Verfahren der weiteren Elemente E2, E3 und des letzten Elements EL, d. h., das
Öffnen und Schließen der erfindungsgemäßen Überdachung, erfolgt mittels Elektromotoren.
Zu diesem Zweck weist das letzte Element EL wenigstens zwei Motoreinheiten M1, M2
auf, von denen eine jede mindestens einen der Elektromotoren beinhaltet. Jede der
Motoreinheiten M1, M2 ist an einem eigenen Montagebereich MB1, MB2 des letzten Elements
EL angeordnet. Die Montagebereiche MB1, MB2 sind dabei am letzten Element EL einander
seitlich gegenüberliegend angeordnet. Die Elektromotoren der Motoreinheiten M1, M2
bewirken im Betrieb mittels in Fig. 4 gezeigter Radeinheiten R1, R2 ein Verfahren
des letzten Elements EL und, daraus resultierend, ein Verfahren sämtlicher weiterer
Elemente E2, E3 auf das erste Element E1 zu (und in dieses hinein, zumindest zum größten
Teil; ein Verfahren in diese Richtung wird im Hinblick auf ein unterhalb der Überdachung
ggf. befindliches Schwimmbecken nachfolgend als "Öffnen" bezeichnet) und auch wieder
von dem ersten Element E1 weg (Verfahren der Elemente in die Gegenrichtung, was nachfolgend
entsprechend auch als "Schließen" bezeichnet wird). Die Montagebereiche MB1, MB2 samt
zugehöriger Motoreinheiten M1, M2 sind in Fig. 4 etwas näher gezeigt, einschließlich
der vorstehend bereits erwähnten Radeinheiten R1, R2.
[0010] Das Verfahren des letzten Elements EL und der weiteren Elemente E2, E3 erfolgt von
einer Anfangsposition P1 des letzten Elements EL bis zu einer Endposition P2 desselben
bzw. wieder zurück. Die beiden Positionen P1, P2 sind aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich.
Dabei ist es vorteilhaft, das letzte Element EL so auszugestalten, dass es in der
Anfangsposition P1 und/oder in der Endposition P2 ortsfest fixierbar ist, beispielsweise
gegenüber dem Untergrund U.
[0011] Wie in den Fig. 1 und 3 gezeigt, weist die erfindungsgemäße Überdachung weiterhin
eine Steuereinheit CTRL auf, die einem Steuern der beiden Motoreinheiten M1, M2 dient
und somit einem Verfahren des letzten Elements EL und der weiteren Elemente E2, E3
derart, dass im Betrieb in der einen Verfahrensrichtung das letzte Element EL von
der Anfangsposition P1 bis zur Endposition P2 verfahrbar ist und in der Gegenrichtung
entsprechend umgekehrt. Jede dieser beiden Positionen P1, P2 kann dabei naturgemäß
als Startposition für das Verfahren dienen.
[0012] Erfindungsgemäß ist die Steuereinrichtung CTRL weiterhin so ausgelegt, dass sie die
Drehzahlen u1, u2 der beiden Motoreinheiten M1, M2 unabhängig voneinander beeinflussen
kann. Sie ist weiterhin so ausgelegt, dass sie während eines Verfahrensvorgangs regelmäßig
die von der jeweiligen Startposition P1 bzw. P2 aus zurückgelegten Wegstrecken s1,
s2 der beiden Radeinheiten R1, R2 zeitgleich erfassen, miteinander vergleichen und
bei Auftreten von Differenzen zwischen zwei zu einem selben Zeitpunkt erfassten Wegstrecken
s1, s2 die Motoreinheiten M1, M2 drehzahlmäßig dahingehend beeinflussen kann, dass
bei nachfolgenden Erfassungen jeweils gleichzeitig zurückgelegter Wegstrecken s1,
s2 auftretende Differenzen zumindest in Summe möglichst minimiert werden. Dabei wird
auch ein "Überschwingen" der Differenzen in Kauf genommen, d. h., ein gelegentliches
Auftreten von negativen Differenzen und von positiven Differenzen zwischen den Wegstrecken
s1, einerseits, und s2, andererseits. Damit ist erreichbar, dass sich das letzte Element
EL (und auch die weiteren Elemente E2, E3) im Resultat letztendlich sehr genau entlang
der geraden Linie L bewegt. Je geringer diese auftretenden Differenzen, deren Ursache
beispielsweise in Technologietoleranzen der Motoreinheiten M1, M2 und/oder in äußeren
Einflüssen wie z. B. Seitenwind während des Verfahrens und/oder leicht grober zu befahrender
Untergrund U liegen kann, desto genauer erfolgt das Verfahren entlang der gedachten
Linie L.
[0013] Zu verschiedenen Zeitpunkten zurückgelegte Wegstrecken s1, s2 sind beispielhaft im
Diagramm von Fig. 5 dargestellt. Dabei stellen die Bezeichnungen t1, t2, t3 und t4
die verschiedenen Zeitpunkte dar, zu denen die bis dahin zurückgelegten Wegstrecken
(jeweils mit s1 und s2 bezeichnet) erfasst worden sind. Die Unterschiede zwischen
den dargestellten Längen der Wegstrecken s1, s2 je Zeitpunkt t1, t2, t3 und t4 sind
dabei die Unterschiede zwischen den jeweils zurückgelegten Wegstrecken s1, s2.
[0014] Die Fig. 4 zeigt, von vorne betrachtet, aus Gründen der Übersichtlichkeit lediglich
einen Teil der erfindungsgemäßen Überdachung, nämlich das letzte Element EL samt den
Montagebereichen MB1, MB2, den Motoreinheiten M1, M2 und den Radeinheiten R1, R2,
angeordnet auf dem bereits erwähnten Untergrund U. Weiterhin ist noch, symbolisch,
die Steuereinheit CTRL dargestellt.
[0015] Um die erfindungsgemäße Überdachung beispielsweise vor gröberen Witterungseinflüssen
wie z. B. plötzlich auftretenden Sturmböen schützen zu können, ist es vorteilhaft,
wenn das letzte Element EL an seiner Anfangsposition P1 und/oder End-position P2 ortsfest
fixierbar ist.
[0016] In einer vorteilhaften Ausführungsform enthält die Steuereinheit CTRL einen Speicherbereich
MEM. In diesem sind die Werte beispielsweise der zu verschiedenen Zeitpunkten während
eines erstmaligen Verfahrensvorgangs erfassten Wegstrecken s1, s2, die zugehörigen
Drehzahlen u1, u2 der Motoreinheiten M1, M2 sowie die Radumfänge der Radeinheiten
R1, R2 speicherbar und für weitere Verwendungen wieder bereitstellbar, beispielsweise
bei später stattfindenden Verfahrensvorgängen sowie für sog. Korrekturfahrten. Korrekturfahrten
sind solche Fahrten, die nach Auftreten großer seitlicher Abweichungen von der gedachten
Linie L durchgeführt werden. Solche Abweichungen können beispielsweise durch Seitenwind
verursacht werden. Dazu ist die Steuereinheit CTRL vorteilhafterweise so ausgelegt,
dass sie die Differenz zwischen den erfassten Wegstrecken s1, s2 laufend erfasst und
bei Überschreiten eines gegebenen Grenzwerts eine solche Korrekturfahrt einleitet
mit Drehzahlen u1, u2 der Motoreinheiten M1, M2, die von denjenigen Drehzahlen u1,
u2 verschieden sind, bei denen die Korrekturfahrt, also das bisherige Verfahren der
Elemente, ausgelöst worden ist. Diese vom bisherigen Verfahren verschiedenen Drehzahlen
u, u2 sind durch die Steuereinheit CTRL aus den Differenzen zwischen den erfassten
Wegstrecken s1, s2 des bisherigen Verfahrens, den erfassten Wegstrecken s1, s2 selbst
sowie aus den entsprechenden, im Speicherbereich MEM gespeicherten Werten des ursprünglichen,
erstmaligen Verfahrens der Elemente ermittelbar.
[0017] Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn jede der Motoreinheiten M1, M2 einen Drehgeber
Imp1 bzw. Imp2 aufweist. Die Steuereinheit CTRL ist so eingerichtet, dass sie je Radeinheit
R1, R2 laufend die jeweilige seit Beginn des Vorgangs des Verfahrens der Elemente
zurückgelegte Wegstrecke s1 bzw. s2 aus der Anzahl der jeweils abgegebenen Impulse
und dem Laufflächenumfang der jeweiligen Radeinheit R1, R2 ermitteln kann. Dabei ist
es auch günstig, wenn jede Radeinheit R1, R2 mehr als einen Drehgeber aufweist, vorzugsweise
2, 5 oder 10 bis 20. Dadurch wird die Auflösung vergrößert, d. h., der Weg, den das
letzte Element EL zwischen zwei aufeinander folgenden Impulsen zurücklegt, wird noch
kürzer; er lässt sich somit noch feiner erfassen als bei Vorhandensein nur eines einzigen
Drehgebers. Beispielsweise kann sich bei einer Verwendung von zwei Drehgebern je Motoreinheit
M1, M2, gegebenen Drehzahlen von Motor- und Radeinheiten M1, M2; R1, R2 sowie gegebener
Laufflächenumfänge der Radeinheiten R1, R2 eine Auflösung von 2,4 mm ergeben, während
sich bei einer Verwendung von 16 Drehgebern unter ansonsten unveränderten Bedingungen
eine Auflösung von 0,000044 mm ergibt. Bei einer höheren Auflösung wiederum kann die
Steuereinheit CTRL notwendige Korrekturen aufgrund kleiner werdender Differenzen zwischen
den Wegstrekken s1, s2 beim Verfahren der Elemente noch feinfühliger durchführen.
[0018] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das letzte Element EL vorzugsweise im Umfeld einer
jeden Motoreinheit M1, M2 ein Befestigungselement B1, B2 aufweist zum Eingreifen in
ein jeweiliges ortsfestes Aufnahmeelement A1, A2, wenn das letzte Element EL seine
Endposition P2 erreicht hat. Dies ist in Fig. 4 symbolisch dargestellt. Es ist günstig,
die Befestigungselemente B1, B2 und die Aufnahmeelemente A1, A2 als ineinander greifbare
Schließzungen und Schließschlösser nach Art von Sicherheitsgurten und -schlössern
bei Kraftfahrzeugen zu gestalten, die vorzugsweise elektromagnetisch verriegelbar
und/oder lösbar sind.
[0019] Die Fig. 6 und 7 zeigen eine weitere vorteilhafte Einzelheit der vorliegenden Erfindung.
Dabei ist im Bereich der Endposition P2 des letzten Elements EL je Motoreinheit M1,
M2 eine Endemarkierung EM1, EM2 vorgesehen, vorzugsweise auf dem oder im Untergrund
U. Das letzte Element EL weist je Motoreinheit M1, M2 zwei einander benachbarte Näherungssensoren
SE11, SE12 und SE21, SE22 auf, die paarweise quer zur gedachten Linie L angeordnet
sind. Über diese Näherungssensoren SE11, SE12 und SE21, SE22 sind bei Erreichen der
Endposition P2 Signale an die Steuereinheit CTRL abgebbar, die angeben, ob die Endposition
P2 exakt erreicht worden ist oder ob beim Verfahren der Elemente entlang der gedachten
Linie L auch eine (unerwünschte) seitliche Verschiebung stattgefunden hat. In Fig.
6 ist derjenige Fall dargestellt, in dem die Endposition P2 exakt erreicht worden
ist. In diesem Fall geben die Näherungssensoren SE12 und SE21 ein Signal an die Steuereinheit
CTRL ab, das dieser mitteilt, dass die Endposition P2 exakt erreicht worden ist, worauf
diese das Verfahren der Elemente beendet.
[0020] Hat jedoch während des Verfahrens der Elemente auch eine seitliche Verschiebung,
d. h. eine seitliche Abweichung von der gedachten Linie L, stattgefunden (dargestellt
in Fig. 7), dann geben weder der Näherungssensor SE12 noch der Näherungssensor SE
21 das vorgenannte Signal ab. Vielmehr gibt derjenige der Näherungssensoren SE11,
SE22 ein Signal an die Steuereinheit CTRL ab, der einer der Endemarkierungen EM1,
EM2 am nächsten ist. Bei der in Fig. 7 dargestellten Situation ist das der Näherungssensor
SE11. Die Steuereinheit CTRL entscheidet daraufhin je nach ursprünglich vorgenommenem
Programierungszustand, ob sie sofort eine Korrekturfahrt entsprechend der vorstehend
bereits beschriebenen Korrekturfahrt einleitet oder ob beim nächsten Verfahren der
Elemente, d. h. also, bei einem Verfahren "zurück" in Richtung der Anfangsposition
P1, die aufgetretene seitliche Abweichung (die sich ja aus den aufgetretenen Differenzen
der Wegstrecken s1, s2 ergibt) durch geeignetes Anpassen der Drehzahlen u1, u2 der
Motoreinheiten M1, M2 berücksichtigt wird.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der motorisch betätigbaren Überdachung
ist die Steuereinheit CTRL so ausgestaltet, dass die Überdachung im geöffneten Zustand,
also in dem in Fig. 2 dargestellten Zustand, insgesamt mittels der Motoreinheiten
M1, M2 auf dieselbe Art wie vorstehend beschrieben in eine Richtung verfahrbar ist,
die entgegengesetzt ist zu der Richtung, in die das letzte Element EL verfahren wird
auf seinem Weg von der Anfangsposition P1 zur Endposition P2. Die Überdachung lässt
sich so als Ganzes in eine Parkstellung bringen, in der ein auf dem Untergrund U eingelassenes
Schwimmbecken im Benutzungsfall nach oben hin völlig frei von der Überdachung ist.
[0022] Insgesamt hat die erfindungsgemäße Überdachung den Vorteil, dass die Vorgänge des
Verfahrens der Elemente völlig automatisch ablaufen können. Das Einleiten eines Verfahrensvorgangs
kann dabei auf vielerlei Art erfolgen wie z. B. mittels eines einfachen elektrischen
Tasters oder drahtlos über eine Netzwerkanbindung (z. B. WLAN), eine Bluetoothverbindung
oder eine drahtlose Telefonverbindung (Handy).
1. Motorisch betätigbare Überdachung
- mit einem ersten (E1) und einem letzten Element (EL),
- - bei der das erste Element (E1) ortsfest anordenbar ist, und
- - bei der das letzte Element(EL) gegenüber dem ersten Element (E1) entlang einer
vorgegebenen Linie (L) frei von irgend einer Fremdführung verfahrbar ausgestaltet
ist, wobei das letzte Element (EL) wenigstens eine erste (M1) und eine zweite Motoreinheit
(M2) mit einer jeweiligen Radeinheit (R1, R2) aufweist, wobei die Motoreinheiten (M1,
M2) an einem jeweiligen ersten (MB1) bzw. zweiten Montagebereich (MB2) des letzten
Elements (EL) angeordnet sind, und wobei mittels der Motor- und Radeinheiten (M1,
M2; R1, R2) das letzte Element (EL) gegenüber dem ersten Element (E1) verfahrbar ist
derart, dass das letzte Element (EL) zwischen einer Anfangsposition (P1) und einer
Endposition (P2) verfahrbar ist, und
- mit einer Steuereinheit (CTRL) zur Steuerung der beiden Motoreinheiten (M1, M2)
derart,
- - dass die beiden Motoreinheiten (M1, M2) im Betrieb das Verfahren des letzten Elements
(EL) von der Anfangsposition (P1) bis zur Endposition (P2) und umgekehrt bewirken,
wobei sowohl die Anfangsposition (P1) als auch die Endposition (P2) Startposition
(PS) für das Verfahren sein kann,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Steuereinheit (CTRL) weiterhin ausgelegt ist, um die Drehzahlen (u1, u2) der
beiden Motoreinheiten (M1, M2) unabhängig voneinander zu beeinflussen, und
- um während des Verfahrens die von den Radeinheiten (R1, R2) zurückgelegten Wegstrecken
(s1, s2) regelmäßig zu erfassen, miteinander zu vergleichen und bei Auftreten von
Differenzen zwischen den erfassten Wegstrecken (s1, s2) die Motoreinheiten (M1, M2)
drehzahlmäßig dahingehend zu beeinflussen, dass Differenzen zwischen nachfolgenden,
zu erfassenden Wegstrecken (s1, s2) minimiert werden.
2. Motorisch betätigbare Überdachung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem ersten Element (E1) und dem letzten Element (EL) noch wenigstens ein
weiteres Element (E2, E3) derart angeordnet ist, dass ein Verfahren des letzten Elements
(EL) ein Verfahren des wenigstens einen weiteren Elements (E2, E3) bewirkt.
3. Motorisch betätigbare Überdachung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das letzte Element (EL) an seiner Anfangsposition (P1) und/oder an seiner Endposition
(P2) ortsfest fixierbar ist.
4. Motorisch betätigbare Überdachung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinheit (CTRL) einen Speicherbereich (MEM) aufweist, in dem die Werte von
Wegstrecken (s1, s2) und Drehzahlen (u1, u2) der beiden Motoreinheiten (M1, M2) eines
ursprünglichen, erstmaligen Verfahrensvorgangs gespeichert sind.
5. Motorisch betätigbare Überdachung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinheit (CTRL) weiterhin so ausgelegt ist, dass das letzte Element (EL)
in einem Fall, in dem die Differenz zwischen den erfassten Wegstrecken (s1, s2) einen
gegebenen Grenzwert überschreitet, auf die jeweilige Startposition (P1; P2) verfahrbar
ist und ein erneutes Verfahren mit gegenüber dem bisherigen Verfahren verschiedenen
Drehzahlen (u1, u2) der beiden Motoreinheiten (M1, M2) durchführbar ist, wobei die
Werte der gegenüber dem bisherigen Verfahren verschiedenen Drehzahlen (u1, u2) aus
den Werten der Differenzen zwischen den erfassten Wegstrecken (s1, s2) des bisherigen
Verfahrens und den erfassten Wegstrecken (s1, s2) des bisherigen Verfahrens sowie
entsprechenden im Speicherbereich (MEM) gespeicherten Werten des ursprünglichen, erstmaligen
Verfahrens ermittelbar sind.
6. Motorisch betätigbare Überdachung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass jede der Motoreinheiten (M1, M2) wenigstens einen Drehgeber (Imp1, Imp2) zur Abgabe
von Impulsen aufweist, vorzugsweise wenigstens zwei bis zwanzig Drehgeber.
7. Motorisch betätigbare Überdachung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass je Radeinheit (R1; R2) die jeweilige Wegstrecke (s1; s2) aus den zum Zeitpunkt des
Ermittelns seit Beginn des Verfahrens abgegebenen Impulsen des jeweiligen Drehgebers
(Imp1; Imp2) und dem Laufflächenumfang der jeweiligen Radeinheit (R1; R2) ermittelbar
ist.
8. Motorisch betätigbare Überdachung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das letzte Element (EL) je Motoreinheit (M1, M2) ein Befestigungselement (B1, B2)
aufweist zum Eingreifen in ein ortsfestes jeweiliges Aufnahmeelement (A1, A2) bei
Erreichen der Endposition (P2).
9. Motorisch betätigbare Überdachung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Befestigungselemente (B1, B2) und die Aufnahmeelemente (A1, A2) als ineinander
eingreifbare Schließzungen und Schließschlösser ausgeführt sind.
10. Motorisch betätigbare Überdachung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Eingreifen der Befestigungselemente (B1, B2) in die Aufnahmeelemente (A1, A2)
elektromagnetisch betätigbar ist.
11. Motorisch betätigbare Überdachung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Endposition (P2) des letzten Elements (EL) je Motoreinheit (M1, M2)
eine Endemarkierung (EM1, EM2) vorgesehen ist und dass das letzte Element (EL) je
Motoreinheit (M1, M2) zwei einander benachbarte Näherungssensoren (SE11, SE12, SE21,
SE22) aufweist, über die bei Erreichen der Endposition (P2) in Zusammenwirken mit
der jeweiligen Endemarkierung (EM1, EM2) Signale ausgebbar sind, die angeben, dass
und wie genau die Endposition (P2) erreicht worden ist.
12. Motorisch betätigbare Überdachung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerung (CTRL) in Verbindung mit den Näherungssensoren (SE1, SE2) so ausgelegt
ist, dass sie bei Erkennen, dass die Endposition (P2) nur ungenau erreicht ist, ein
Zurückfahren des letzten Elements (EL) auf die Anfangsposition (P1) und ein daran
anschließendes erneutes Verfahren gemäß den kennzeichnenden Merkmalen von Patentanspruch
5 auslösbar ist.