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EP 3 012 453 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.02.2022 Patentblatt 2022/07 |
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Anmeldetag: 02.10.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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HYDRAULIKANTRIEB FÜR EINEN DRUCKÜBERSETZER
HYDRAULIC DRIVE FOR A PRESSURE TRANSDUCER
ENTRAINEMENT HYDRAULIQUE POUR UN MULTIPLICATEUR DE PRESSION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
20.10.2014 AT 507462014
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.04.2016 Patentblatt 2016/17 |
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Patentinhaber: BFT GmbH |
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8682 Hönigsberg (AT) |
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Erfinder: |
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- Trieb, Franz
8605 Kapfenberg (AT)
- Stühlinger, Rene
8600 Oberaich (AT)
- Moderer, Rene
8612 Tragöß (AT)
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Vertreter: Wildhack & Jellinek |
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Patentanwälte OG
Landstraßer Hauptstraße 50 1030 Wien 1030 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
AT-A1- 512 322 US-A- 4 484 443
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AT-B- 400 941 US-A- 5 879 137
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen hydraulischen Druckübersetzer mit zwei Plungerkolben
in einer Fluid- Hochdruckeinrichtung insbesondere für eine Anlage zum Wasserstrahlschneiden,
welcher Drückübersetzer einen Hydraulikantrieb mit einer Hydraulikpumpe, welche je
Umdrehung ein konstantes Volumen fördert, angetrieben von einem elektrischen Servoantrieb,
wirkverbunden mit einer durch Messsignale regelbaren elektrischen Versorgung sowie
Mittel zur Einstellung der Temperatur des Arbeitsfluids und Mittel zur Einspeisung
von Arbeitsfluid umfasst.
[0002] Hydaulikantriebe für Druckübersetzer, die mit einem regelbaren Servoantrieb angetrieben
werden, sind Stand der Technik.
[0003] In der
AT 512 322 B1 ist beispielsweise ein Hydraulikantrieb offenbart, welcher eine Konstant-Förderstrom-Pumpe
mit einem steuerbaren Servoantrieb, umfasst, durch welche Konstant-Förderstrom-Pumpe
mittels eines Schaltblockes ein zwei Plungerkolben aufweisender Druckübersetzer mit
Arbeitsfluid beaufschlagbar ist.
[0004] Eine Umschaltung einer Beaufschlagung der jeweiligen Arbeitskolbenflächen mit einem
Arbeitsfluid, welches in der Regel mit einem Druck von etwa 300 bar von der Pumpe
bereitgestellt wird, erfolgt, wie oben dargelegt, mittels eines Schaltblockes bzw.
Umschaltblockes.
[0005] Ein Schaltblock zur abwechselnden Beaufschlagung der Arbeitskolbenflächen des Druckübersetzers
stellt einerseits einen hohen bautechnischen Aufwand dar und kann andererseits insbesondere
bei einer Umschaltung des unter Druck stehenden Arbeitsfluids Stöße in das hydraulische
Hochdrucksystem einbringen, welche dadurch zusätzlich zur statischen Grundbelastung
eine überlagerte mechanische Spitzenbeanspruchung der Teile bewirkt.
[0006] Es ist nun Aufgabe der Erfindung, einen hydraulischen Druckübersetzer einer Fluid-Hochdruckeinrichtung
der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher zu geringen Druckschwankungen im Hochdrucksystem
führt, derart die Spitzen der Materialbelastungen verringert und höhere Sicherheit
gewährleistet, sowie die Anlagenkonzeption vereinfacht und wirtschaftliche Vorteile
aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird durch Anspruch 1 dadurch gelöst, dass die Hydraulikpumpe bidirektional,
also reversierbar, von einem Motor im Servobetrieb antreibbar ist, wobei die Regelung
der elektrischen Versorgung des Motors im Servobetrieb mit Signalen von zumindest
einer der Messeinrichtungen für Druck im Arbeitsfluid, für Druck im Hochdruckfluid
und für eine Position des Plungerkolbens im Druckübersetzer steuerbar ist.
[0008] Die mit der Erfindung erreichten Vorteile sind insbesondere dadurch gegeben, dass
eine alternative Beaufschlagung der jeweiligen Arbeitskolbenfläche eines Druckübersetzers
mit Arbeitsfluid direkt von einer Hydraulikpumpe mit Konstant-Volumenförderung je
Umdrehung, bidirektional angetrieben von einem Servoantrieb, erfolgt.
[0009] Eine Umschaltung eines unter Druck stehenden Arbeitsfluids mittels eines Schaltblockes
gemäß dem Stand der Technik, welche naturgemäß Schläge verursachen kann, wird somit
umgangen und erfindungsgemäß jeweils ein schonender Druckaufbau im Arbeitsfluid beim
Anlauf eines Servoantriebs im Millisekunden oder geringen Zeitspannen bewerkstelligt.
[0010] Als weiterer Vorteil wird die Einfachheit der mechanischen Konzeption, die hohe Betriebssicherheit
und Wirtschaftlichkeit derartiger Hochdruckeinrichtungen gesehen. Eine besonders vorteilhafte
Ausführungsform des Druckübersetzer beziehungsweise des erfindungsgemäßen Antriebes
für einen Druckübersetzer wird erreicht, wenn im Bereich der Leitung des Arbeitsfluids
zwischen Hydraulikpumpe und Druckübersetzer und/oder im Bereich einer Bereitstellung
in einem Gefäß mindestens ein Wärmetauscher im Leitmittel und/oder im Gefäß zur Einstellung
der Temperatur des Arbeitsfluids positioniert ist.
[0011] Derart können für einen schweren Betrieb eines Druckübersetzers gewünschte bzw. optimale
Temperaturen des Arbeitsfluids eingeregelt werden.
[0012] Wenn gemäß der Erfindung die Leitmittel bzw. Leitungen zwischen Hydraulikpumpe und
Druckübersetzer jeweils Mittel zur Einspeisung von Arbeitsfluid in das System des
Hydraulikantriebes aufweisen, kann jeweils bei einer Rückführung von Arbeitsfluid
vom Druckübersetzer zur Hydraulikpumpe in diesem ein gegenüber der Umgebung geringer
Überdruck eingestellt werden. Dadurch sind jeweils für die Druckseite des Hydraulikantriebes
bzw. der Pumpe optimale Ausgangsbedingungen einstellbar. Geringe Überdruckwerte von
0 bis etwa 5 bar haben sich, gegebenenfalls zur Verhinderung einer Gasbildung, bewährt.
[0013] Beispiele der Erfindung, welche lediglich einen Ausführungsweg derselben darstellen
sind in den Zeichnungen gezeigt und werden nachfolgend beschrieben.
[0014] Es zeigen
Fig. 1 einen Hydraulikantrieb eines Druckübersetzers mit Mittel zur Einspeisung von
Arbeitsfluid in das System
Fig. 2 einen Hydraulikantrieb für einen Druckübersetzer mit Wärmetauscher
[0015] Zur leichteren Zuordnung der Teile und Komponenten in den Darstellungen soll die
nachfolgende Bezugszeichenliste dienen.
- 1
- Hydraulikantrieb
- 10
- Arbeitsfluid
- 11
- Pumpe
- 12
- elektrischer Servoantrieb
- 13
- Niederdruck-Messwertgeber
- 14
- Hochdruck-Messwertgeber
- 15
- Elektrische Anspeisung und Steuerung
- 16
- Plungerkolbenwegermittler
- 2
- Druckübersetzer
- 21
- Versorgungseinrichtung für Hochdruckfluid
- 3
- Hochdruckleitung
- 31
- Pulsationsdämpfer
- 32
- Druckentlastungsventil
- 4
- Einspeiseanlage von Arbeitsfluid
- 40
- Antriebsmotor der Einspeisepumpe
- 41
- Einspeisemittel mit Rückschlagventil
- 42
- Einspeisemittel mit Rückschlagventil
- 5
- Wärmetauscher in der Einspeiseanlage
- 51
- Wärmetauscher im Bereitstellungsgefäß
- 52
- Wärmetauscher im Leitmittel
- 53
- Wärmetauscher im Leitmittel
[0016] Fig. 1 zeigt eine Fluid-Hochdruckeinrichtung mit einem Hydraulikantrieb 1 für einen
Druckübersetzer 2.
[0017] Eine Konstant-Förderstrom-Pumpe 11 ist von einem Servoantrieb 12 antreibbar. Eine
gesteuerte Anspeisung 15 des Servomotors 12 regelt dessen Rotationsparameter und dessen
Stillsetzung.
[0018] Unter Verwendung von Niederdruck-Messwertgeber 13 und/oder Hochdruck-Messwertgeber
14 und/oder Kolbenwegermittler 16 vom Druckübersetzer 2 wird der Motorbetrieb und
derart die Förderung von Arbeitsfluid der Pumpe 11 und somit eine Beaufschlagung der
jeweiligen Arbeitskolbenfläche des Druckübersetzers 2 programmgesteuert.
[0019] Eine Einspeiseanlage 4 für Arbeitsfluid weist beispielsweise eine Einspeisepumpe
mit einem Antriebsmotor 40 auf, welche über Rückschlagventile 41, 42 mit den jeweiligen
Leitmitteln zwischen der Hydraulikpumpe 11 und Druckübersetzer 2 verbunden ist.
[0020] Eine derartige Einspeiseanlage kann auch einen Wärmetauscher 5 aufweisen, mittels
welchen die Temperatur des Arbeitsfluids im Bereitstellungsgefäß einregelbar ist.
[0021] Fig. 2 zeigt im Wesentlichen Teile eines Hydraulikantriebes 1 für einen Druckübersetzer
2 nach Fig. 1
[0022] Allerdings ist für eine erfindungsgemäße Kühlung des Arbeitsfluids eine unterschiedliche
Ausführungsform dargestellt.
[0023] Ein Wärmetauscher 51 für das Arbeitsfluid kann im Bereich eines Bereitstellungsgefäßes
10 angeordnet sein und/oder die Leitmittel von der Hydraulikpumpe 11 zum Druckübersetzer
2 weisen jeweils einen Wärmetauscher 52, 53 auf.
1. Hydraulischer Druckübersetzer (2) mit zwei Plungerkolben, welcher Druckübersetzer
(2) einen Hydraulikantrieb (1) mit einer Hydraulikpumpe (11), welche je Umdrehung
ein konstantes Volumen fördert, angetrieben von einem elektrischen Servoantrieb (12),
wirkverbunden mit einer durch Messsignale regelbaren elektrischen Versorgung (15)
sowie Mittel zur Einstellung der Temperatur des Arbeitsfluids und Mittel zur Einspeisung
von Arbeitsfluid umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydraulikpumpe (11) bidirektional, also reversibel von einem Motor (12) im Servoantrieb
antreibbar ist, wobei die Steuerung der Regelung der elektrischen Versorgung (15)
des Motors (12) im Servoantrieb mit Signalen von zumindest einer der Messeinrichtungen
für Druck im Arbeitsfluid (13), für Druck im Hochdruckfluid (14) und für Position
des Plungerkolbens im Druckübersetzer steuerbar ist.
2. Hydraulischer Druckübersetzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Leitung des Arbeitsfluids zwischen Hydraulikpumpe (11) und Druckübersetzer
(2) und/oder im Bereich einer Bereitstellung desselben Arbeitssfluids in einem Gefäß
(10) mindestens ein Wärmetauscher (W) (51,52,53) im Leitmittel und/oder im Gefäß (10)
zur Einstellung der Temperatur des Arbeitsfluids positioniert ist.
3. Hydraulischer Druckübersetzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Leitmittel von Arbeitsfluid zwischen Hydraulikpumpe (11) und Druckübersetzer
(2) jeweils Mittel (41,42) zur Einspeisung von Arbeitsfluid in das System des Hydraulikantriebes
(1) aufweisen.
4. Verwendung eines hydraulischen Druckübersetzers (2) nach einem der Ansprüche 1 bis
3 für eine Anlage zum Wasserstrahlschneiden.
1. Hydraulic pressure intensifier (2) with two plungers, which pressure intensifier (2)
comprises a hydraulic drive (1) with a hydraulic pump (11), which conveys a constant
volume per revolution, driven by an electric servo drive (12), operatively connected
to an electrical supply (15), which can be controlled by measuring signals, as well
as to means for adjusting the temperature of the working fluid and to means for feeding
the working fluid, characterised in that the hydraulic pump (11) can be bidirectionally driven, i.e. reversibly driven by
a motor (12) within the servo drive, wherein the controller for regulating the electrical
supply (15) for the motor (12) within the servo drive can be controlled by means of
signals from at least one of the measuring devices for pressure within the working
fluid (13), for pressure within the high pressure fluid (14), and for the position
of the plunger within the pressure intensifier.
2. Hydraulic pressure intensifier according to claim 1, characterised in that at least one heat exchanger (W) (51,52,53) is positioned in the guide means and/or
in the vessel (10) for adjusting the temperature of the working fluid in the region
of the working fluid line between the hydraulic pump (11) and the pressure intensifier
(2) and/or in the region of a feed for the same working fluid in a vessel (10).
3. Hydraulic pressure intensifier according to claim 1 or 2, characterised in that the guide means for working fluid between the hydraulic pump (11) and the pressure
intensifier (2) each have means (41,42) for feeding working fluid into the hydraulic
drive (1) system.
4. Use of a hydraulic pressure intensifier (2) according to any of claims 1 to 3 for
a water jet cutting system.
1. Multiplicateur de pression hydraulique (2) avec deux pistons plongeurs, lequel multiplicateur
de pression (2) comprend un entraînement hydraulique (1) avec une pompe hydraulique
(11), laquelle refoule un volume constant par tour, entraînée par une servocommande
électrique (12), en liaison active avec une alimentation électrique (15) réglable
par signaux de mesure, ainsi que des moyens de réglage de la température du fluide
de travail et des moyens d'alimentation du fluide de travail, caractérisé en ce que la pompe hydraulique (11) peut être entraînée de manière bidirectionnelle, donc réversible,
par un moteur (12) dans la servocommande, dans lequel la commande de la régulation
de l'alimentation électrique (15) du moteur (12) dans la servocommande peut être commandée
avec des signaux provenant d'au moins un des dispositifs de mesure pour la pression
dans le fluide de travail (13), pour la pression dans le fluide haute pression (14)
et pour la position du piston plongeur dans le multiplicateur de pression.
2. Multiplicateur de pression hydraulique selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au niveau de la conduite du fluide de travail entre la pompe hydraulique (11) et le
multiplicateur de pression (2) et/ou au niveau d'une mise à disposition du fluide
de travail dans un récipient (10), au moins un échangeur de chaleur (W) (51, 52, 53)
est positionné dans le moyen de guidage et/ou dans le récipient (10) pour le réglage
de la température du fluide de travail.
3. Multiplicateur de pression hydraulique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens de guidage du fluide de travail entre la pompe hydraulique (11) et le
multiplicateur de pression (2) présentent respectivement des moyens (41, 42) pour
l'injection de fluide de travail dans le système de l'entraînement hydraulique (1).
4. Utilisation d'un multiplicateur de pression hydraulique (2) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 3 pour une installation pour la découpe au jet d'eau.


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