[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchte, in die wenigstens eine Lampe austauschbar
einsetzbar ist. Die Erfindung betrifft außerdem Lampentauschset für eine derartige
Leuchte.
[0002] Insbesondere bei industriellen und gewerblichen Anwendungen können in derartigen
Leuchten als Lampen sogenannte Stablampen zum Einsatz kommen. Im vorliegenden Zusammenhang
wird der Begriff "Stablampe" als stabförmige Lampe verstanden, wobei die Stablampe
bevorzugt geradlinig und länglich ausgestaltet ist. Grundsätzlich sind jedoch auch
gekrümmte, insbesondere kreisbogenförmig oder kreisförmig gekrümmte, Stablampen denkbar.
Typische Stablampen sind als Leuchtstoffröhren ausgestaltet, bei denen ein in der
Regel gasförmiger Leuchtstoff zum Leuchten angeregt wird. Moderne Stablampen können
als LED-Lampen ausgestaltet sein, die als Leuchtelemente eine Vielzahl von LEDs aufweisen,
wobei LED für Licht emittierende Diode steht. Obwohl die nachfolgende Beschreibung
häufig auf Stablampen Bezug nimmt, gilt grundsätzlich entsprechendes auch für andere,
nicht stabförmige Lampen, insbesondere für Energiesparlampen und vorzugsweise für
LED-Lampen.
[0003] Eine Leuchte, in die wenigstens eine vorzugsweise als Stablampe ausgestaltete Lampe
einsetzbar ist, umfasst zweckmäßig ein Steuergerät zum Betreiben der jeweils eingesetzten
Lampe bzw. Stablampe. Moderne Leuchten können dabei zum Einsetzen unterschiedlicher
Stablampen ausgestaltet sein, wobei sich die unterschiedlichen Stablampen durch einen
unterschiedlichen Strombedarf und/oder Spannungsbedarf voneinander unterscheiden können.
Damit das jeweilige Steuergerät für die jeweils eingesetzte Stablampe eine passende
Stromversorgung ermöglicht, kann ein einstellbares Steuergerät verwendet werden, an
dem der Anwender beim Austauschen einer Stablampe die für die neu eingesetzte Stablampe
passende Stromversorgung am Steuergerät manuell einstellen kann.
[0004] Problematisch dabei ist, dass der Anwender beim Einsetzen einer Stablampe, die eine
andere Stromversorgung benötigt, daran denken muss, dass Steuergerät entsprechend
zu betätigen. Andernfalls kann dies leicht zu einer Beschädigung der Stablampe bzw.
des Steuergeräts führen.
[0005] Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Leuchte eine
verbesserte Ausführungsform anzugeben, die bei einem Lampenwechsel, der eine Anpassung
der Stromversorgung am Steuergerät erfordert, die Gefahr reduziert, dass die jeweils
eingesetzte Lampe mit einer unpassenden Stromversorgung betrieben wird.
[0006] Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Information über eine für
die jeweilige Lampe geeignete Stromversorgung hinsichtlich Spannung und/oder Strom
in einer Codierung zu hinterlegen, so dass diese Codierung mit der erforderlichen
bzw. passenden Stromversorgung korreliert. Außerdem wird vorgeschlagen, die Leuchte
mit einer Codierungserkennung auszustatten, die mit der jeweiligen Codierung gekoppelt
werden kann und die mit dem Steuergerät zusammenwirkt, sodass beim Einsetzen der Codierung
in die Leuchte automatisch über die Codierung am Steuergerät eine Auswahl der in der
Codierung hinterlegten und somit passenden Stromversorgung ausgelöst wird. Auf diese
Weise muss ein Anwender beim Lampentausch nicht selbst die richtige Stromversorgung
ermitteln und am Steuergerät einstellen. Er muss lediglich die zur Lampe zugehörige
Codierung in die Leuchte einsetzen. Die Gefahr von Verwechslungen ist dadurch erheblich
reduziert. Die Vorteile liegen auf der Hand.
[0008] Eine erfindungsgemäße Leuchte ist somit mit einer Codierung für die Stromversorgung
der jeweiligen Lampe ausgestattet, die, wenn die Codierung in die Leuchte eingesetzt
ist, mit der Codierungserkennung der Leuchte zusammenwirkt. Die Codierungserkennung
identifiziert bzw. erkennt die Codierung und kann abhängig davon das Steuergerät so
ansteuern, dass es die jeweilige Lampe mit der in der Codierung hinterlegten Stromversorgung
betreibt. Hierzu kann das Steuergerät so ausgestaltet sein, dass es für die jeweilige
Lampe eine passende Spannung und/oder einen passenden Strom bereitstellt. Die zugehörige
Leuchte umfasst somit eine derartige Codierungserkennung, die austauschbar mit der
jeweiligen Codierung gekoppelt werden kann, sowie ein damit gekoppeltes Steuergerät,
das eine variable Stromversorgung ermöglicht und insbesondere hinsichtlich des Stroms
und/oder der Spannung einstellbar ist, mit dem bzw. mit der die jeweilige Lampe betrieben
werden soll. Diese Codierungserkennung kann dabei zumindest teilweise in das Steuergerät
softwaremäßig implementiert und/oder hardwaremäßig integriert sein.
[0009] Zusätzlich oder alternativ kann die erfindungsgemäße Leuchte, die jedenfalls mit
einem Steuergerät zum Betreiben der jeweils eingesetzten Lampe ausgestattet ist, außerdem
für jede darin einsetzbare Lampe zumindest eine Fassung zum Halten der eingesetzten
Lampe aufweisen, wobei zumindest eine solche Fassung als Stromanschlussfassung ausgestaltet
ist, die mit dem Steuergerät elektrisch verbunden ist und zur Stromversorgung der
eingesetzten Lampe dient. Ferner kann die Leuchte bzw. deren Codierungserkennung zumindest
eine Codierungsfassung zum Koppeln mit einer austauschbaren Codierung aufweisen, die
mit einer elektrischen Spannung und/oder mit einem elektrischen Strom zum Betreiben
der jeweiligen Lampe korreliert, wobei die Codierungsfassung mit dem Steuergerät elektrisch
verbunden ist und zum Erzeugen und/oder Übertragen eines von der Codierung abhängigen
Codierungssignals an das Steuergerät dient, wobei das Steuergerät so ausgestaltet
und/oder programmiert ist, dass es abhängig vom Codierungssignal eine hinsichtlich
Strom und/oder Spannung von der Codierung vorgegebene Stromversorgung zum Betreiben
der jeweiligen Lampe auswählt und durchführt. Somit ist die Information über die passende
Stromversorgung in das Codierungssignal integriert, das mithilfe der Codierung dem
Steuergerät übertragen werden kann. Bei dieser Ausführungsform ist die Codierungserkennung
durch die jeweilige Codierungsfassung und durch einen Bestandteil des Steuergeräts
gebildet. Beispielsweise kann das Steuergerät zu diesem Zweck eine mit der jeweiligen
Codierungsfassung gekoppelte Auswerteeinheit enthalten, die das Codierungssignal auswertet
und in dessen Abhängigkeit eine mit der jeweiligen Stromanschlussfassung gekoppelte
Leistungselektronik des Steuergeräts ansteuert.
[0010] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform kann das Steuergerät eine Codierungsleitung
aufweist, die zumindest einen ersten Leiter und mindestens einen zweiten Leiter aufweist.
Außerdem kann die jeweilige Codierungsfassung einen mit dem ersten Leiter der Codierungsleitung
elektrisch verbundenen ersten Fassungskontakt und einen mit dem zweiten Leiter der
Codierungsleitung elektrisch verbundenen zweiten Fassungskontakt aufweisen. Schließlich
kann die Codierungsfassung so ausgestaltet sein, dass die Fassungskontakte erst bei
mit der Codierungsfassung gekoppelter Codierung elektrisch miteinander verbunden sind.
Bei fehlender Codierung kann das Steuergerät somit leicht einen Fehler feststellen
und z.B. eine Bestromung der Lampe verhindern, was sofort auffällt.
[0011] Gemäß einer anderen Ausführungsform kann die Codierung einen Codierungssockel aufweisen,
der komplementär zur Codierungsfassung ausgestaltet ist, so dass er zum Koppeln mit
der Codierungsfassung darin einsetzbar ist, wobei der in die Codierungsfassung eingesetzte
Codierungssockel mit der Codierungsfassung zum Erzeugen und/oder Übertragen des Codierungssignals
an das Steuergerät zusammenwirkt. Ein derartiger Codierungssockel lässt sich besonders
einfach so gestalten, dass er leicht ist und leicht handhabbar ist, was die ordnungsgemäße
Montage der Codierung vereinfacht.
[0012] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Leuchte kann der Codierungssockel wenigstens
ein Codierungselement aufweisen, das mit elektrischen Sockelkontakten des Codierungssockels
elektrisch verbunden ist, die bei in die Codierungsfassung eingesetztem Codierungssockel
elektrisch mit elektrischen Fassungskontakten der Codierungsfassung verbunden sind,
wobei das Codierungselement das erzeugbare und/oder übertragbare Codierungssignal
bestimmt. Beim Codierungselement kann es sich dabei um ein elektrisches und/oder elektronisches
Bauteil handeln, wodurch einerseits die Erzeugung eines elektrischen Codierungssignals
vereinfacht ist, während andererseits eine hohe Zuverlässigkeit realisierbar ist.
Insbesondere kann es sich beim Codierungselement um einen ohmschen Widerstand handeln.
[0013] Bei einer anderen Weiterbildung der Leuchte kann vorgesehen sein, dass bei in die
Codierungsfassung eingesetztem Codierungssockel die Fassungskontakte der Codierungsfassung
über die Sockelkontakte des Codierungssockels durch das Codierungselement hindurch
elektrisch miteinander verbunden sind. Mit anderen Worten, die Fassungskontakte der
Codierungsfassung sind bei nicht eingesetztem Codierungssockel nicht miteinander elektrisch
verbunden, sodass zu den Fassungskontakten führende Leitungen ebenfalls nicht miteinander
elektrisch verbunden sind. Erst wenn der Codierungssockel in die Codierungsfassung
eingesetzt ist, erfolgt eine elektrische Kontaktierung der Fassungskontakte durch
den Codierungssockel hindurch und somit auch durch das jeweilige Codierungselement
hindurch. Auf diese Weise sind die zu den Fassungskontakten führenden elektrischen
Leitungen miteinander verbunden, sodass durch diese Leitungen ein elektrischer Strom
fließen kann bzw. ein elektrisches Potential abgreifbar ist. Durch die Art des Codierungselements
lässt sich dabei der Strom bzw. die Spannung beeinflussen, was die gewünschte Codierung
für die Stromversorgung der jeweiligen Stablampe ermöglicht. Beispielsweise lassen
sich zum Erzeugen verschiedener Codierungssignale Widerstände mit entsprechend unterschiedlichen
Widerstandswerten verwenden. Die unterschiedlichen Spannungen bzw. Ströme repräsentieren
dabei individuelle Codierungssignale, die vom Steuergerät entsprechend ausgewertet
werden können. Beispielsweise kann an die zu den Fassungskontakten führenden Leitungen
eine vorbestimmte elektrische Spannung angelegt werden. Abhängig vom ohmschen Widerstand,
der das Codierungselement bildet, lässt sich bei eingesetztem Codierungssockel ein
variierender Strom ermitteln, wobei der durch die genannten Leitungen fließende elektrische
Strom vom Widerstand, also vom Codierungselement abhängt, sodass die Stromstärke in
diesem Fall als Codierungssignal genutzt werden kann.
[0014] Eine preiswerte Realisierbarkeit ergibt sich, wenn der Codierungssockel ein Sockelgehäuse,
z.B. aus Kunststoff, aufweist, das die Sockelkontakte aufweist und das Codierungselement
enthält.
[0015] Besonders vorteilhaft ist eine Weiterbildung, bei welcher die beiden Sockelkontakte
und das jeweilige Codierungselement an einem Einsatzelement angeordnet sind, das bezüglich
des Sockelgehäuses ein separates Bauteil repräsentiert und das in das Sockelgehäuse
eingesetzt ist. Somit lassen sich unterschiedliche Codierungen besonders einfach durch
die Verwendung gleicher Sockelgehäuse in Verbindung mit unterschiedlichen Einsatzelementen
realisieren.
[0016] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Einsatzelement mittels einer Rastverbindung
oder Clipsverbindung am Sockelgehäuse fixiert ist, wodurch der Zusammenbau des Codierungssockels
besonders einfach ist. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass das Einsatzelement
austauschbar am Sockelgehäuse fixiert ist. Auch diese Maßnahme vereinfacht die Anpassung
der Codierungssockel an unterschiedliche Codierungen.
[0017] Die Lampe kann als LED-Lampe ausgestaltet sein, die zumindest eine LED als Leuchtmittel
aufweist. Ebenso kann die Lampe als Stablampe ausgestaltet sein, die einen stabförmigen
Lampenkörper aufweist, der wenigstens ein Leuchtmittel aufweist. Bevorzugt kann die
Lampe als stabförmige LED-Lampe ausgestaltet sein, die mehrere LEDs als Leuchtmittel
aufweist. Gerade bei derartigen LED-Lampen kann die Stromversorgung hinsichtlich der
benötigten Spannung bzw. hinsichtlich des erforderlichen Stroms stark variieren, je
nach Art der verwendeten LEDs und je nach Anzahl der verwendeten LEDs. Somit eignet
sich die hier vorgestellte Erfindung in besonderer Weise für die Verwendung von LED-Lampen.
[0018] Zweckmäßig kann die Codierung separat von der Lampe an der Leuchte angebracht sein.
Hierdurch lässt sich insbesondere ein Ort finden, der für den Anwender leicht zugänglich
ist, was die Montage vereinfacht.
[0019] Bevorzugt ist eine lösbare Kopplung zwischen der Codierungsfassung und dem Codierungssockel
analog zu einer Kopplung zwischen einer Stromanschlussfassung und einem Stromanschlusssockel
einer Stablampe ausgestaltet, so dass der Codierungssockel zum Ankoppeln in einer
Montagerichtung in die Codierungsfassung eingesteckt wird und anschließend im eingesteckten
Zustand um die Axialrichtung gedreht wird, z.B. um etwa 90°, um den Codierungssockel
in der Codierungsfassung quasi zu verriegeln. Sofern ein Abstand zwischen den beiden
Fassungen der Leuchte im Wesentlichen einem Abstand zwischen den beiden Sockeln der
Lampe entspricht, ist die vorstehend genannte Montagerichtung radial zur Lampenlängsachse
und somit senkrecht zur Axialrichtung des jeweiligen Sockels orientiert. Insbesondere
ist denkbar, den Codierungssockel geometrisch baugleich zu einem Stromanschlusssockel
auszugestalten und auch die Codierungsfassung geometrisch baugleich zu einer Stromanschlussfassung
auszugestalten. Insbesondere ist in diesem Fall der Codierungssockel sowohl in der
Axialrichtung als auch in der Radialrichtung in die Codierungsfassung einsteckbar,
wobei die Drehachse dann parallel zur Axialrichtung verläuft.
[0020] Bevorzugt ist daher eine Ausführungsform, bei welcher der Codierungssockel mittels
eines Bajonettverschlusses mit der Codierungsfassung lösbar gekoppelt ist. Diese kann,
insbesondere durch eine entsprechende Abstimmung von Codierungsfassung und Codierungssockel,
so ausgestaltet sein, dass der Codierungssockel zum Koppeln mit der Codierungsfassung
zuerst in der Axialrichtung und/oder in der Radialrichtung in die Codierungsfassung
eingesteckt wird und anschließend um eine parallel zur Axialrichtung verlaufende Drehachse
gedreht wird, z.B. um etwa 90°. Zweckmäßig ist eine Enddrehlage durch eine Art Verrastung
gesichert, die durch ein erhöhtes Drehmoment gebildet ist, das erforderlich ist, um
den Codierungssockel in diese Enddrehlage hineinzudrehen oder daraus herauszudrehen.
[0021] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform der Leuchte kann diese zum Einsetzen
von wenigstens zwei Lampen vorgesehen sein. Bei einer einfachen Ausführungsform müssen
die wenigstens zwei Lampen hinsichtlich ihrer Stromversorgung identisch sein, wodurch
das Steuergerät einen vergleichsweise einfachen Aufbau besitzt; beispielsweise ist
für die wenigstens zwei Lampen ein gemeinsamer Treiber vorgesehen, der die wenigstens
zwei Lampen dann gemeinsam mit der erforderlichen Spannung bzw. mit dem erforderlichen
Strom versorgt. In diesem einfachen Fall reicht dann eine gemeinsame Codierungsfassung
aus, die mit einem für die wenigstens zwei Lampen geltenden Codierungssockel gekoppelt
werden kann. Bei einer besonderen Ausführungsform können dagegen die wenigstens zwei
Lampen hinsichtlich ihrer Stromversorgung unterschiedlich sein. Das Steuergerät der
Leuchte ist dann so ausgestaltet bzw. programmiert, dass es die wenigstens zwei Lampen
individuell mit der jeweils passenden Stromversorgung betreiben kann. Insbesondere
weist das Steuergerät in diesem Fall für jede Lampe einen separaten Treiber auf, um
die separate und individuelle Stromversorgung zu ermöglichen. In diesem besonderen
Fall ist die Leuchte zum Koppeln von wenigstens zwei Codierungen vorgesehen, die jeweils
einer der Lampen zugeordnet sind.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfasst die als Stablampe ausgestaltete
Lampe einen stabförmigen Lampenkörper, der wenigstens ein Leuchtmittel aufweist, einen
Stromanschlusssockel, der an dem einen Längsende des Lampenkörpers angeordnet ist
und zur Stromversorgung des jeweiligen Leuchtmittels dient, sowie einen weiteren Sockel,
der an dem anderen Längsende des Lampenkörpers angeordnet ist und der entweder ebenfalls
als Stromanschlusssockel ausgestaltet ist oder der als Haltesockel ausgestaltet ist
und demnach nur eine Haltefunktion aufweist, jedoch keine Stromübertragungsfunktion.
Letzteres ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau für die Stablampe. Insbesondere
lässt sich die Stablampe auf diese Weise vergleichsweise preiswert herstellen.
[0023] Die andere Fassung ist dagegen als Codierungsfassung ausgestaltet, die mit dem Steuergerät
elektrisch verbunden ist und zum Erzeugen und/oder Übertragen eines mit der eingesetzten
Stablampe korrelierten Codierungssignals an das Steuergerät dient. Das Steuergerät
ist nun so ausgestaltet und/oder programmiert, dass es zum Betreiben der jeweiligen
Stablampe abhängig vom Codierungssignal eine hinsichtlich Strom und/oder Spannung
an die jeweilige Stablampe angepasste Stromversorgung auswählt und, wenn die Leuchte
eingeschaltet wird bzw. ist, durchführt.
[0024] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Leuchte kann das Steuergerät eine Codierungsleitung
aufweisen, die zumindest einen ersten Leiter und mindestens einen zweiten Leiter aufweist.
Die jeweilige Codierungsfassung besitzt dabei einen mit dem ersten Leiter der Codierungsleitung
elektrisch verbundenen ersten Fassungskontakt und einem mit dem zweiten Leiter der
Codierungsleitung elektrisch verbundenen zweiten Fassungskontakt. Die Fassungskontakte
werden erst bei eingesetzter Stablampe durch den Codierungssockel elektrisch miteinander
verbunden. Somit ist die Codierungsleitung bei fehlender Stablampe offen und erst
bei eingesetzter Stablampe geschlossen. Somit erfolgt eine Signalübertragung erst
dann, wenn die Stablampe in die Leuchte eingesetzt ist. Da außerdem die Codierung
in den Codierungssockel integriert ist, erfolgt bei eingesetzter Stablampe zwangsläufig
die Übertragung eines codierten Signals, also des Codierungssignals.
[0025] Ein erfindungsgemäßes Lampenaustauschset für eine Leuchte der vorstehend beschriebenen
Art umfasst eine Lampe sowie eine dazu passende Codierung, die als codierte Information
die für diese Lampe geeignete Stromversorgung hinsichtlich Spannung und/oder Strom
beinhaltet.
[0026] Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
[0027] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0028] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen
auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
[0029] Es zeigen, jeweils schematisch,
- Fig. 1
- eine stark vereinfachte, schaltplanartige Prinzipdarstellung eine Leuchte,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Ansicht eines Details II aus Figur 1,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines Codierungssockels,
- Fig. 4
- ein Längsschnitt des Codierungssockels entsprechend Schnittlinien IV in Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Frontansicht des Codierungssockels entsprechend einer Blickrichtung V in Fig.
3,
- Fig. 6
- eine isometrische Ansicht des Codierungssockels mit Sockelgehäuse und darin eingesetztem
Einsatzelement,
- Fig. 7
- eine isometrische Ansicht des Codierungssockels wie in Fig. 6, jedoch bei fehlendem
Einsatzelement,
- Fig. 8 und 9
- isometrische Ansichten des Einsatzelements bei unterschiedlichen Blickrichtungen.
[0030] Entsprechend Figur 1 umfasst ein Leuchtenset 1 eine Leuchte 2 und wenigstens eine
Lampe 3. Im Beispiel der Figur 1 ist die Leuchte 2 zur gleichzeitigen Verwendung von
zwei Lampen 3 vorgesehen, die hier im bevorzugten Fall als Stablampen 3 ausgestaltet
sind. Das Leuchtenset 1 umfasst in diesem Fall also eine Leuchte 2 und zwei Stablampen
3.
[0031] Die Leuchte 2 umfasst ein Steuergerät 4, das zum Betreiben der jeweils eingesetzten
Stablampe 3 dient. Das bedeutet, dass das Steuergerät 4 im Betrieb der Leuchte 2 die
jeweilige Stablampe 3 mit der erforderlichen elektrischen Spannung und mit dem erforderlichen
elektrischen Strom versorgt. Die Leuchte 2 umfasst außerdem für jede darin einsetzbare
Stablampe 3 jeweils zwei voneinander beabstandete Fassungen 5, 5', die zum Halten
der jeweils eingesetzten Stablampe 3 an bzw. in einem hier nur kursorisch dargestellten
Leuchtengehäuse 7 dienen. In besagtem Leuchtengehäuse 7 ist zweckmäßig auch das Steuergerät
4 untergebracht.
[0032] Bei jeder Stablampe 3 ist zumindest eine der Fassungen 5, 5' als Stromanschlussfassung
ausgestaltet, die im Folgenden ebenfalls mit 5 bezeichnet wird. Die jeweilige Stromanschlussfassung
5 ist jeweils über eine Stromleitung 8 elektrisch mit dem Steuergerät 4 verbunden
und dient zur Stromversorgung der jeweils eingesetzten Stablampe 3. Die Stromleitung
8 umfasst dabei in üblicher Weise zumindest einen elektrischen Leiter 9. Bei der in
Fig. 1 oben abgebildeten Stablampe 3 sind beide Fassungen 5 als Stromanschlussfassungen
5 ausgestaltet. Bei der in Fig. 1 unten abgebildeten Stablampe 3 ist dagegen nur die
linke Fassung 5 als Stromanschlussfassung 5 ausgestaltet, während die rechte Fassung
5' als Haltefassung 5' konzipiert ist, die eine Haltefunktion aber keine Stromversorgungsfunktion
besitzt.
[0033] Des Weiteren ist jeder Stablampe 3 jeweils eine Codierungsfassung 6 zugeordnet. Die
jeweilige Codierungsfassung 6 ist dabei über eine Codierungsleitung 10 elektrisch
mit dem Steuergerät 4 verbunden und dient zum Erzeugen und/oder zum Übertragen bzw.
zum Weiterleiten eines mit der eingesetzten Stablampe 3 korrelierten Codierungssignals
an das Steuergerät 4. Die jeweilige Codierungsleitung 10 umfasst hierbei jeweils zwei
elektrische Leiter, nämlich einen ersten Leiter 11 und einen zweiten Leiter 12. Die
jeweilige Codierungsfassung 6 ist dabei bezüglich der zugehörigen Stablampe 3 separat
am Leuchtengehäuse 7 angeordnet.
[0034] Das Steuergerät 4 ist nun so ausgestaltet bzw. programmiert, dass es zum Betreiben
der jeweiligen Stablampe 3 eine Stromversorgung für die jeweilige Stablampe 3 hinsichtlich
Strom und/oder Spannung abhängig vom zuvor genannten Codierungssignal auswählt, sodass
die jeweilige Stablampe 3 jeweils mit einer daran angepassten Stromversorgung betrieben
werden kann.
[0035] Die jeweilige Stablampe 3 besitzt einen stabförmigen Lampenkörper 13, der zumindest
ein Leuchtmittel aufweist. Bevorzugt ist dabei eine Ausführungsform, bei welcher die
Stablampe 3 als stabförmige LED-Lampe ausgestaltet ist, die mehrere LEDs 31 als Leuchtmittel
aufweist. Die Stablampen 3 sind im gezeigten Beispiel jeweils mit einem geradlinigen
und länglichen Lampenkörper 13 versehen. Grundsätzlich kann die jeweilige Stablampe
3 auch einen gebogenen Lampenkörper 13 aufweisen. Jedenfalls ist die jeweilige Stablampe
3 an dem einen Längsende und an dem anderen Längsende jeweils mit einem Sockel 14,
14' ausgestattet, die mit den Fassungen 5, 5' zum Halten der Stablampe 3 am oder im
Leuchtengehäuse 7 zusammenwirken. Zumindest einer dieser Sockel 14, 14' ist dabei
als Stromanschlusssockel ausgestaltet, der im Folgenden ebenfalls mit 14 bezeichnet
wird. Der Stromanschlusssockel 14 dient zur Stromversorgung des jeweiligen Leuchtmittels
bzw. der Stablampe 3 und ist komplementär zur Stromanschlussfassung 5 ausgestaltet.
Bei der in Fig. 1 oben gezeigten Stablampe 3 sind beide Sockel als Stromanschlusssockel
14 ausgestaltet. Bei der in Fig. 1 unten gezeigten Stablampe 3 ist nur der linke Sockel
als Stromanschlusssockel 14 ausgestaltet, während der rechte Sockel als Haltesockel
14' ausgestaltet ist, der mit der zugehörigen Haltefassung 5' zum Halten der Stablampe
3 zusammenwirkt, also ebenfalls die Haltefunktion erfüllt, jedoch keine Stromübertragungsfunktion
besitzt.
[0036] Die hier vorgestellte Leuchte 2 ist außerdem für jede Codierungsfassung 6 mit einem
Codierungssockel 15 ausgestattet. Der jeweilige Codierungssockel 15 ist komplementär
zum jeweiligen Codierungsanschluss 6 ausgestaltet, so dass er damit gekoppelt werden
kann. Ferner wirkt der Codierungssockel 15, wenn er mit der Codierungsfassung 6 gekoppelt
ist, mit der zugehörigen Codierungsfassung 6 zum Erzeugen und Übertragen bzw. Weiterleiten
des Codierungssignals zusammen. Insoweit bildet der Codierungssockel 15 im Allgemeinen
eine Codierung für die Stromversorgung der jeweiligen Stablampe 3.
[0037] Das Steuergerät 4 enthält gemäß Figur 1 beispielsweise eine Leistungselektronik 16,
die für jedes Fassungspaar 5, 5' jeweils einen Treiber 17 aufweist, an den die jeweilige
Stromleitung 8 angeschlossen ist. Bei einer einfacheren Ausführungsform ist dagegen
nur ein einziger, gemeinsamer Treiber 17 für beide Stablampen 3 vorgesehen. Die Leistungselektronik
16 ist ihrerseits an eine externe Stromversorgung 18 angeschlossen, die beispielsweise
durch ein gebäudeseitiges Stromnetz gebildet sein kann. Das Steuergerät 4 umfasst
außerdem eine Auswerteeinrichtung 19, die einerseits über die Codierungsleitungen
10 elektrisch mit den Codierungsfassungen 6 verbunden ist und die andererseits über
eine Steuerleitung 20 mit der Leistungselektronik 16 elektrisch verbunden ist. Die
Auswerteeinrichtung 19 kann die eingehenden Codierungssignale auswerten und abhängig
davon die Leistungselektronik 16 ansteuern. Die Leistungselektronik 16 kann dann die
Treiber 17 individuell so ansteuern, dass eine individuelle Stromversorgung der Stablampen
3 hinsichtlich Spannung und/oder Strom erfolgt. Bei der vorstehend genannten einfacheren
Ausführungsform, die mit einem gemeinsamen Treiber 17 auskommt, kann die Auswerteeinrichtung
19 so ausgestaltet bzw. programmiert sein, dass sie über die Codierung überwacht,
ob die eingesetzten Stablampen 3 hinsichtlich der benötigten Stromversorgung gleich
codiert sind. Falls ja, kann der Treiber 17 zum Generieren der erforderlichen Stromversorgung
angesteuert werden. Falls nicht, kann der Treiber 17 zum Erzeugen einer für beide
Stablampen 3 unschädlichen Stromversorgung angesteuert werden, um quasi eine Notbeleuchtung
zu ermöglichen, und/oder zum Erzeugen eines Warnsignals angesteuert werden, das dem
Anwender signalisiert, dass die eingesetzten Stablampen 3 ungleich sind bzw. unterschiedliche
Stromversorgungen benötigen.
[0038] Gemäß Figur 2 kann der jeweilige Codierungssockel 15 zumindest ein Codierungselement
21 aufweisen, sowie zwei elektrische Sockelkontakte 22, 23 besitzen, die elektrisch
mit dem Codierungselement 21 verbunden sind. Die zugehörige Codierungsfassung 6 weist
zu den Sockelkontakten 22, 23 komplementäre Fassungskontakte 24, 25 auf, die jeweils
an eine der Leitungen 11, 12 der jeweiligen Codierungsleitung 10 angeschlossen sind.
Auf diese Weise bestimmt das jeweilige Codierungselement 21 das von der jeweiligen
Codierungsfassung 6 in Verbindung mit dem damit zusammenwirkenden Codierungssockel
15 erzeugbare bzw. übertragbare Codierungssignal. Beim Codierungselement 21 handelt
es sich bevorzugt um ein elektrisches bzw. um ein elektronisches Bauteil. Gemäß einer
besonders einfachen und preiswerten Ausführungsform kann es sich beim Codierungselement
21 um einen ohmschen Widerstand handeln. Im Einzelnen bildet somit das jeweilige Codierungselement
21 des jeweiligen Codierungssockels 15 die Codierung für die Stromversorgung der jeweiligen
Stablampe 3.
[0039] Gemäß Figur 2 werden die Fassungskontakte 24, 25 nur dann elektrisch miteinander
verbunden, wenn der Codierungssockel 15 in die Codierungsfassung 6 ordnungsgemäß eingesetzt
ist und die Sockelkontakte 22, 23 mit den Fassungskontakten 24, 25 elektrisch verbunden
sind. Die elektrische Verbindung der Fassungskontakte 24, 25 und somit der damit verbundenen
Leitungen 11, 12 erfolgt dabei über die Sockelkontakte 22 und 23 sowie durch das jeweilige
Codierungselement 21 hindurch. Durch Einsetzen des Codierungssockels 15 in die Codierungsfassung
6 wird somit quasi eine Schleife geschlossen, die aus den beiden Leitungen 11, 12
der jeweiligen Codierungsleitung 10 und aus dem jeweiligen Codierungselement 21 besteht.
Die Fassungskontakte 24, 25 und die Sockelkontakte 22, 23 bilden dabei eine elektrische
Schnittstelle. Das Codierungselement 21 definiert damit eine Codierung für die Stromversorgung
der jeweiligen Stablampe 3. Die Codierungsfassung 6 und die Auswerteeinheit 19 bilden
zusammen eine Codierungserkennung, die mit dem Steuergerät 4 zusammenwirkt bzw. zumindest
teilweise darin integriert ist.
[0040] In den Figuren 3 bis 6, 8 und 9 sind die beiden Sockelkontakte 22, 23 des Codierungssockels
15 erkennbar. Ferner ist in den Figuren 4, 8 und 9 das als Widerstand ausgestaltete
Codierungselement 21 erkennbar. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann gemäß
den Figuren 3 bis 9 vorgesehen sein, die beiden Sockelkontakte 22, 23 und das jeweilige
Codierungselement 21 an einem Einsatzelement 26 anzuordnen, das bezüglich eines Sockelgehäuses
27 ein separates Bauteil repräsentiert und das in das Sockelgehäuse 27 eingesetzt
ist. Beispielsweise kann hierbei eine in Fig. 4 erkennbare Rastverbindung 28 oder
Clipsverbindung zwischen Einsatzelement 26 und Sockelgehäuse 27 vorgesehen sein, um
das Einsatzelement 26 am Sockelgehäuse 27 zu fixieren.
[0041] Im gezeigten Beispiel besitzt das Sockelgehäuse 27 eine Einstecköffnung 29, in welche
das Einsatzelement 26 axial einsteckbar ist.
[0042] Die mit Hilfe des Codierungssockels 15 geschaffene Codierung kann mit der zugehörigen
Codierungsfassung 6 einfach verbunden bzw. gekoppelt werden, indem der Codierungssockel
15 in einer in Fig. 6 angedeuteten Axialrichtung 30 in die zugehörige Codierungsfassung
6 eingesteckt wird und anschließend gemäß einem Drehrichtungspfeil 32 um die Axialrichtung
relativ zur Codierungsfassung 6 gedreht wird, zweckmäßig um etwa 90°.
[0043] Grundsätzlich kann auch der vorstehend genannte Stromanschlusssockel 14 zwei elektrische
Anschlusskontakte aufweisen, die mit dazu komplementären Kontakten der jeweiligen
Stromanschlussfassung 5 zusammenwirken. Auch hier kann ein Einsatzelement vorgesehen
sein, das die Anschlusskontakte trägt und das in ein Sockelgehäuse des Stromanschlusssockels
14 eingesetzt ist, und das diesbezüglich ein separates Bauteil bildet und damit insbesondere
verrastet oder verclipst ist. Hierdurch ist es grundsätzlich möglich, einheitliche
Sockelgehäuse 27 zur Realisierung der Stromanschlusssockel 14 und der Codierungssockel
15 zu verwenden. Lediglich die eingesetzten Einsatzelemente 26 unterscheiden sich.
Durch diese Maßnahme wird die Anzahl an Gleichteilen erhöht, was die Herstellungskosten
reduziert. Die Verwendung derartiger Einsatzelemente 26 mit den Sockelkontakten 22,
23 und dem Codierungselement 21 ermöglicht es ebenso, bei Verwendung der gleichen
Sockelgehäuse 27 unterschiedlich codierte Codierungssockel 15 preiswert zu realisieren.
[0044] Der Stromanschlusssockel 14 und der Haltesockel 14' können mechanisch verwechslungssicher
ausgestaltet sein, sodass der Stromanschlusssockel 14 nur in die jeweilige Stromanschlussfassung
5 eingesetzt werden kann. Erreicht wird dies beispielsweise dadurch, dass das jeweils
verwendete Einsatzelement unterschiedliche Geometrien besitzen.
[0045] Bei der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform, bei der wenigstens zwei Stablampen
3 in die Leuchte 2 einsetzbar sind, kann das Steuergerät 4 außerdem so konfiguriert
sein, dass es sich dafür eignet, gleichzeitig zwei verschiedene Stablampen 3 zu betreiben.
Die beiden Stablampen 3 können sich dabei durch einen unterschiedlichen Bedarf an
Strom und/oder Spannung voneinander unterscheiden. Dabei kann das Steuergerät 4 in
Verbindung mit der Codierungserkennung selbsttätig erkennen, welchen Strombedarf bzw.
welchen Spannungsbedarf die jeweilige Stablampe 3 besitzt, sodass im Falle eines Austausches
der codierten Stablampen 3 das Steuergerät 4 in Verbindung mit der Codierungserkennung
automatisch die richtige Stromversorgung auswählt und zum Betreiben der jeweiligen
Stablampe 3 verwendet. Bevorzugt ist jedoch eine einfachere Variante, bei welcher
nur gleiche Stablampen 3 verwendet werden können. Zweckmäßig ist dann auch nur eine
gemeinsame Codierung mittels eines gemeinsamen Codierungssockels 15 bzw. mittels einer
gemeinsamen Codierungsfassung 6 vorgesehen. Sofern jedoch - wie gezeigt - separate
Codierungsfassungen 6 und separate Codierungssockel 15 vorgesehen sind, kann das Steuergerät
4 dabei über die Codierungen erkennen, ob ordnungsgemäß gleiche Stablampen 3 eingesetzt
sind oder nicht und abhängig davon die Stablampen 3 mit der richtigen Spannung und/oder
mit dem richtigen Strom betreiben, wenn gleiche Stablampen 3 eingesetzt sind, oder
die Stablampen 3 nicht oder nur mit reduzierter Stromversorgung betreiben und/oder
eine Fehlermeldung generieren, wenn ungleiche Stablampen 3 eingesetzt sind.
1. Leuchte für wenigstens eine darin einsetzbare Lampe (3),
- mit einem Steuergerät (4) zum Betreiben der jeweils eingesetzten Lampe (3),
- wobei die Leuchte (2) für jede darin einsetzbare Lampe (3) zumindest eine Fassung
(5) zum Halten der eingesetzten Lampe (3) aufweist, wobei zumindest eine solche Fassung
als Stromanschlussfassung (5) ausgestaltet ist, die mit dem Steuergerät (4) elektrisch
verbunden ist und zur Stromversorgung der eingesetzten Lampe (3) dient,
- wobei die Leuchte (2) zumindest eine Codierungsfassung (6) zum Koppeln mit einer
austauschbaren Codierung (15, 21) aufweist, die mit einer elektrischen Spannung und/oder
mit einem elektrischen Strom zum Betreiben der jeweiligen Lampe (3) korreliert,
- wobei die Codierungsfassung (6) mit dem Steuergerät (4) elektrisch verbunden ist
und zum Erzeugen und/oder Übertragen eines von der Codierung (15, 21) abhängigen Codierungssignals
an das Steuergerät (4) dient,
- wobei das Steuergerät (4) so ausgestaltet und/oder programmiert ist, dass es abhängig
vom Codierungssignal eine hinsichtlich Strom und/oder Spannung von der Codierung (15,
21) vorgegebene Stromversorgung zum Betreiben der jeweiligen Lampe (3) auswählt und
durchführt.
2. Leuchte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
- dass das Steuergerät (4) eine Codierungsleitung (10) aufweist, die zumindest einen ersten
Leiter (11) und mindestens einen zweiten Leiter (12) aufweist,
- dass die jeweilige Codierungsfassung (6) einen mit dem ersten Leiter (11) der Codierungsleitung
elektrisch verbundenen ersten Fassungskontakt (25) und einen mit dem zweiten Leiter
(12) der Codierungsleitung (10) elektrisch verbundenen zweiten Fassungskontakt (25)
aufweist,
- dass die Fassungskontakte (24, 25) erst bei gekoppelter Codierung (15, 21) elektrisch
miteinander verbunden sind.
3. Leuchte nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Codierung einen Codierungssockel (15) aufweist, der komplementär zur Codierungsfassung
(6) ausgestaltet ist, so dass er zum Koppeln mit der Codierungsfassung (6) darin einsetzbar
ist,
- dass der in die Codierungsfassung (6) eingesetzte Codierungssockel (15) mit der Codierungsfassung
(6) zum Erzeugen und/oder Übertragen des Codierungssignals an das Steuergerät (4)
zusammenwirkt.
4. Leuchte nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Codierungssockel (15) wenigstens ein Codierungselement (21) aufweist, das mit
elektrischen Sockelkontakten (22, 23) des Codierungssockels (15) elektrisch verbunden
ist, die bei in die Codierungsfassung (6) eingesetztem Codierungssockel (15) elektrisch
mit elektrischen Fassungskontakten (24, 25) der Codierungsfassung (6) verbunden sind,
wobei das Codierungselement (21) das erzeugbare und/oder übertragbare Codierungssignal
bestimmt.
5. Leuchte nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das jeweilige Codierungselement (21) ein elektrisches und/oder elektronisches Bauteil
ist.
6. Leuchte nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das jeweilige Codierungselement (21) ein ohmscher Widerstand ist.
7. Leuchte nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei in die Codierungsfassung (6) eingesetztem Codierungssockel (15) die Fassungskontakte
(24, 25) der Codierungsfassung (6) über die Sockelkontakte (22, 23) des Codierungssockels
(15) durch das Codierungselement (21) hindurch elektrisch miteinander verbunden sind.
8. Leuchte nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Codierungssockel (15) ein Sockelgehäuse (27) aufweist, das die Sockelkontakte
(22, 23) aufweist und das Codierungselement (21) enthält.
9. Leuchte nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Sockelkontakte (22, 23) und das jeweilige Codierungselement (21) an einem
Einsatzelement (26) angeordnet sind, das bezüglich des Sockelgehäuses (27) ein separates
Bauteil repräsentiert und das in das Sockelgehäuse (27) eingesetzt ist.
10. Leuchte nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einsatzelement (26) mittels einer Rastverbindung (28) oder Clipsverbindung am
Sockelgehäuse (27) fixiert ist.
11. Leuchte nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einsatzelement (26) austauschbar am Sockelgehäuse (27) fixiert ist.
12. Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Lampe (3) als LED-Lampe ausgestaltet ist, die zumindest eine LED (31) als Leuchtmittel
aufweist, und/oder
- dass die Lampe als Stablampe (3) ausgestaltet ist, die einen stabförmigen Lampenkörper
(13) aufweist, der wenigstens ein Leuchtmittel (31) aufweist, und/oder
- dass die Lampe als stabförmige LED-Lampe (3) ausgestaltet ist, die mehrere LEDs (31) als
Leuchtmittel aufweist.
13. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Codierung (15, 21) separat von der Lampe (3) an der Leuchte (2) angebracht ist.
14. Leuchte nach den Ansprüchen 3 und 13,
dadurch gekennzeichnet,
- dass der Codierungssockel (15) mittels eines Bajonettverschlusses mit der Codierungsfassung
(6) gekoppelt ist, und/oder
- dass die Codierungsfassung (6) und der Codierungssockel (15) so aufeinander abgestimmt
sind, dass der Codierungssockel (15) zum Koppeln mit der Codierungsfassung (6) zuerst
in der Axialrichtung (30) oder in der Radialrichtung in die Codierungsfassung (6)
eingesteckt wird und anschließend um eine parallel zur Axialrichtung (30) verlaufende
Drehachse gedreht wird.
15. Lampentauschset für eine Leuchte nach einem der Ansprüche 1 bis 14, mit einer Lampe
(3) und mit einer Codierung (15, 21), welche mit der für diese Lampe (3) passenden
Stromversorgung hinsichtlich Strom und/oder Spannung korreliert.