| (19) |
 |
|
(11) |
EP 3 012 574 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
06.03.2019 Patentblatt 2019/10 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.10.2015 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
EINRICHTUNG ZUR STEUERBAREN DRUCKENTLASTUNG EINES WIRKSYSTEMS
DEVICE FOR CONTROLLABLY RELEASING PRESSURE OF AN ACTIVE SYSTEM
DISPOSITIF DESTINE A LA DECHARGE DE PRESSION POUVANT ETRE COMMANDE D'UN SYSTEME DE
PRINCIPE ACTIF
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
24.10.2014 DE 102014015877
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
27.04.2016 Patentblatt 2016/17 |
| (73) |
Patentinhaber: TDW Gesellschaft für verteidigungstechnische
Wirksysteme mbH |
|
86529 Schrobenhausen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Graswald, Markus
85276 Pfaffenhofen an der Ilm (DE)
- Schalk, Herbert
85123 Karlskron (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Isarpatent |
|
Patent- und Rechtsanwälte Behnisch Barth Charles
Hassa Peckmann & Partner mbB
Friedrichstrasse 31 80801 München 80801 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 5 155 298 US-A1- 2007 095 239
|
US-A1- 2003 010 246 US-A1- 2012 227 609
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur steuerbaren Druckentlastung eines Wirksystems,
umfassend eine in einer Hülle angeordnete Sprengladung sowie eine kombinierte Zündeinrichtung
für deflagrative und detonative Initiierung der Sprengladung.
[0002] Eine wichtige Voraussetzung ist dabei jedoch, dass die deflagrative Umsetzung räumlich
und zeitlich stabil abläuft. Dies ergibt sich aus den Raten der Energiedissipation
im Vergleich zur Energieerzeugung, wobei verschiedene Systemparameter wie Initiierung,
Sprengladungseigenschaften, sowie Verdämmung und Entlüftung der Sprengladung maßgeblich
sind. Für ein spezifisches Wirkladungssystem existiert somit eine bestimmte Kombination
dieser Parameter. Die vorliegende Erfindung konzentriert sich deshalb auf die notwendige
Entlüftung während einer Deflagration, damit diese auch bei vollständiger Verdämmung
der Wirkladung stabil ablaufen kann.
[0003] In der Patentanmeldung
DE 10 2014 004 003 B3 ist ein Zündsystem beschrieben, das eine einstellbare Leistungsabgabe des Wirksystems
vor dem Erreichen des Zieles in einem weiten Bereich ermöglicht. Hierfür wird das
Verhältnis zwischen detonativer und deflagrativer Umsetzung der Sprengladung auf einen
gewünschten Wert eingestellt. Dies kann mittels zweier räumlich weit beabstandeter
Zündeinrichtungen erfolgen, wie dies aus dem Stand der Technik bekannt ist. Gemäß
der neuen Patentanmeldung ist es vorgesehen beide Zündeinrichtungen unmittelbar nebeneinander
anzuordnen. Hinsichtlich der Entlüftung des Wirksystems wird jedoch kein Hinweis auf
eine wirksame Umsetzung gegeben.
[0004] Die
US 2011 / 0 203 475 A1 zeigt die vorgenannte Anordnung zweier Zündstellen mit einem unabhängig voneinander
wählbaren Zündzeitpunkt. Um eine innere, entlang der Zentralachse angeordnete Sprengladung
ist ein Luftraum angeordnet, der seinerseits von Röhren aus Kunststoff bzw. Metall
umgeben ist. Damit kann die äußere Sprengladung auch deflagrativ initiiert werden.
[0005] Die
DE 10 2009 017 160 C2 betrifft eine Wirkladung mit drei auf der Zentralachse angeordneten Zündstellen,
mit deren Hilfe nicht nur die Leistung der Wirkladung, sondern auch die Größe der
radial abgegebenen Splitter einstellbar ist. Eine der Zündstellen bewirkt die Deflagration
der Sprengladung.
[0006] In der
DE 100 08 914 C2 ist das Grundprinzip einer Wirkladung mit zwei auf der Zentralachse angeordneten
und entgegengesetzt wirkenden Zündstellen bekannt geworden. Mittels Wahl der Zündzeitpunkte
kann die detonativ abgegebene Leistung in einem sehr großen Bereich eingestellt werden.
US 2003/010246 A1 offenbart eine Einrichtung zur Druckentlastung eines Wirksystems.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für ein Wirksystem eine geeignete Entlüftung
für den Fall der deflagrativen Umsetzung der Sprengladung anzugeben, welche eine destruktive
Beeinflussung der Hülle des Wirksystems vermeidet.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Einrichtung zur Druckentlastung
vor oder gleichzeitig mit der Initiierung der deflagrativen Reaktion der Sprengladung
auslösbar ist, dass die Einrichtung zur Druckentlastung in der oder unmittelbar benachbart
zur Zündeinrichtung angeordnet ist und dass das Mittel zur Druckentlastung wenigstens
einen Kanal aufweist, der gesteuert zu öffnen ist und den Innenraum des Wirksystems
mit der externen Umgebung des Wirksystems verbindet.
[0009] Ausgestaltungen der Erfindung sind den nachgeordneten Ansprüchen zu entnehmen.
[0010] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt ohne dass die
Erfindung darauf eingeschränkt wäre. Sie werden im Folgenden näher beschrieben. Es
zeigen:
Fig. 1: eine erste Variante mit zentralem Entlüftungskanal innerhalb des Zündergehäuses,
Fig. 2: eine zweite Ausführungsform mit wenigstens einem außerhalb des Zündergehäuses
angeordneten Entlüftungskanal,
Fig. 3: verschiedene Ausführungsformen des Lüftungskanals bei einem Zündergehäuse
mit rundem Querschnitt.
[0011] In der Figur 1 ist ein schematisch vereinfachter Schnitt durch eine Zündeinrichtung
ZE dargestellt, die sowohl eine erste Zündstelle Z1 für detonative Initiierung als
auch eine weitere Zündstelle Z2 für deflagrative Initiierung der die Zündeinrichtung
ZE umgebenden Sprengladung SP umfasst. Das Gehäuse G der Zündeinrichtung ZE ist mit
einem Teil der Hülle HE des Wirksystems verbunden.
[0012] Die erste Zündstelle Z1 ist im Ausführungsbeispiel als ringförmige Sprengladung S1
ausgeführt. Diese wird derart initiiert, dass ihre Vorzugswirkrichtung 1 radial zur
Hauptachse H des Wirksystems verläuft, damit eine möglichst gleichmäßige Initiierung
der Sprengladung SP in allen radialen Richtungen erzielt werden kann. Hierfür wird
als Primärzünder beispielsweise ein erster EFI (Exploding Foil Initiator) E1 eingesetzt,
der auf einer Platte P montiert ist, welche die ringförmige Sprengladung S1 auf einer
Seite abdeckt. In der Platte P sind vom EFI E1 ausgehend Zündleitungen gleicher Länge
vorgesehen, die zu Detonatoren D führen, die ihrerseits an der ringförmigen Sprengladung
anliegen. Hierfür werden mindestens zwei gleichmäßig auf der Oberfläche der ringförmigen
Sprengladung S1 verteilt angeordnete Detonatoren D eingesetzt.
[0013] Auch die weitere Zündstelle Z2 für die deflagrative Initiierung kann einen weiteren
EFI E2 als Primärzünder aufweisen. Dieser wirkt dann über eine Verstärkerladung V
auf eine Ladung ein, die beispielsweise als Sprengschnur SS oder besser als angepasster
Sprengladungskern ausgeführt ist. Mittels der relativen Lage der Zündzeitpunkte der
ersten und der weiteren Zündstelle lässt sich dann die Leistungsabgabe des Wirksystems
über das Verhältnis von detonativ umgesetztem Sprengstoff zu deflagrativ umgesetzten
Sprengstoff einstellen.
[0014] Das erfindungsgemäße Mittel zur Druckentlastung ist in diesem Ausführungsbeispiel
als zentraler und in Richtung der Hauptachse H des Wirksystems verlaufender rohrförmiger
Kanal K ausgebildet. Dieser beginnt unmittelbar am weiteren EFI E2 und führt bis durch
den genannten Teil der Hülle HE und die Öffnung O ins Freie. Somit dient dieser Kanal
K zum einen zur unmittelbaren Druckentlastung nach der Zündung des weiteren EFI E2,
wobei die Öffnung O des Kanals K frei gegeben wird. Zum anderen wirkt 1 die ringförmigen
Sprengladung S1 nicht nur auf die Sprengladung SP, sondern sie öffnet auch den Kanal
K, wodurch ebenfalls eine Druckentlastung nach außen möglich wird.
[0015] Hinsichtlich der erforderlichen Querschnittsfläche des Kanal K gilt erfahrungsgemäß,
dass wenigstens 7 mm
2 und bezogen auf die mittlere Querschnittsfläche der Sprengladung SP mindestens 1/1000
davon - ohne Berücksichtigung der Dicke der Hülle beträgt. Die gilt beispielsweise
für Sprengladungen mit einem Innendurchmesser von 50 mm, wobei bereits in diesem Fall
eher eine Kanalquerschnittsfläche von 1/50 der Querschnittsfläche der Sprengladung
angestrebt wird. Grundsätzlich gilt, dass die Querschnittsfläche der Druckentlastungsöffnung
O weniger als proportional zum Durchmesser der Sprengladung SP anwächst je größer
dieser Durchmesser gewählt wird.
[0016] Grundsätzlich soll die Druckentlastungsöffnung O dort angeordnet sein, wo die Deflagration
beginnt und hierdurch der Druck auch zuerst ansteigt. Dies ist in jedem Fall günstiger
als eine Entlüftung über einen in der Hülle des Wirksystems angeordneten Deckel oder
über Sollbruchstellen oder Öffnungen in der Hülle. Mittels der rechtzeitigen und andauernden
Entlüftung über die Zeit der Deflagration wird ein Druckniveau innerhalb der Sprengladung
erzielt, das eine stabile Deflagrationsreaktion aufrecht erhält.
[0017] Entscheidend ist der Zeitpunkt der Öffnung der Druckentlastung. Dieser muss rechtzeitig
vor der Initiierung der Deflagration stattfinden, damit während der hochlaufenden
Deflagration ein zu rascher Druckaufbau vermieden wird. Weiterhin ist es durchaus
hilfreich, schon aus Redundanzgründen wenigstens eine zweite Druckentlastungsöffnung
vorzusehen, wobei die Summe der Querschnitte die angegebene Mindestquerschnittsfläche
erreichen muss.
[0018] In der Figur 2 ist eine zweite Ausführungsform mit wenigstens einem außerhalb des
Zündergehäuses G angeordneten Entlüftungskanal K dargestellt. Die Zündstellen Z1 und
Z2 für die deflagrative und die detonative Initiierung der Sprengladung SP sind ebenso
angeordnet wie im Ausführungsbeispiel in der Figur 1, wobei aufgrund des Entfalls
des zentralen und in Richtung der Hauptachse H des Wirksystems verlaufenden Kanals
auch die Platte P mit der Zündenergieverteilung entfällt, welche die Sprengladung
S1 auf einer Seite abdeckt. Es ist stattdessen ein zentraler EFI E11 auf der Hauptachse
H vorgesehen. Die Initiierung der deflagrativen Umsetzung der Sprengladung SP erfolgt
in gleicher Weise wie beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1 mittels des EFI E2.
[0019] Die Druckentlastung findet hier mittels mindestens einen Lüftungskanals K statt,
der in unmittelbarer Nähe zur Zündstelle Z2 für die deflagrative Initiierung beginnt
und an der Außenseite des Zündergehäuses G entlang auf kurzem Weg ins Freie führt.
Auch hier ist die oben genannte Mindestquerschnittsfläche einzuhalten.
[0020] Die möglichen Ausführungsformen des Lüftungskanals K können der Bauform des Zündergehäuses
angepasst werden. Beispielhaft ist in der Figur 3 einmal eine Version mit drei rohrförmigen
Kanälen K dargestellt und zum anderen eine Ausführung mit einem koaxialen auf der
Außenseite des Zündergehäuses G umlaufenden Kanal K, der sich mittels Stegen oder
Streben S an dem Zündergehäuse G abstützt. Auch dieser Kanal K führt über Öffnungen
O in der Hülle HE des Wirksystems ins Freie.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Öffnung (O) des Kanals (K) zeitlich
steuerbar.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Öffnung des Kanals (K) in Abhängigkeit
vom Erreichen einer wählbaren Beschleunigung, insbesondere in Richtung der Hauptachse
(H) des Wirkkörpers, aktivierbar.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsform erfolgt die Öffnung des Kanals (K) mittels wenigstens
eines Gasgenerators.
1. Einrichtung zur steuerbaren Druckentlastung eines Wirksystems, umfassend eine in einer
Hülle angeordnete Sprengladung (SP) sowie eine kombinierte Zündeinrichtung (ZE) aufweisend
eine erste Zündstelle (Z1) für eine detonative Initiierung der Sprengladung (SP) und
eine zweite Zündstelle (Z2) für eine deflagrative Initiierung der Sprengladung (SP),
wobei die Einrichtung zur Druckentlastung vor oder gleichzeitig mit der Initiierung
der deflagrativen Reaktion der Sprengladung (SP) auslösbar ist,
wobei die Einrichtung zur Druckentlastung in der oder unmittelbar benachbart zur Zündeinrichtung
angeordnet ist, und
wobei die Einrichtung zur Druckentlastung wenigstens einen Kanal (K) aufweist, der
durch unmittelbare Freigabe einer Öffnung (O) des Kanals (K) durch Zündung der zweiten
Zündstelle (Z2) gesteuert zu öffnen (O) ist und den Innenraum des Wirksystems mit
der externen Umgebung des Wirksystems verbindet, wodurch eine Druckentlastung während
der Deflagration nach außen möglich wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (K) einen Mindestquerschnitt aufweist, der vom Durchmesser der Sprengladung
abhängt.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittsfläche des Kanals (K) wenigstens 7 mm2 und in Abhängigkeit vom Durchmesser der Sprengladung zwischen 1/1000 und 1/50 der
Querschnittsfläche der Sprengladung beträgt.
4. Einrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (O) des Kanals (K) zeitlich steuerbar ist.
5. Einrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Kanals (K) in Abhängigkeit vom Erreichen einer wählbaren Beschleunigung,
insbesondere in Richtung der Hauptachse (H) des Wirkkörpers, aktivierbar ist.
6. Einrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung des Kanals (K) mittels wenigstens eines Gasgenerators erfolgt.
1. Device for controllably releasing pressure of an active system, comprising an explosive
charge (SP) that is arranged in a casing and also a combined ignition device (ZE)
comprising a first ignition site (Z1) for a detonative initiation of the explosive
charge (SP) and a second ignition site (Z2) for a deflagrative initiation of the explosive
charge (SP),
wherein the device for releasing pressure may be triggered prior to or simultaneously
to initiating the deflagrative reaction of the explosive charge (SP), wherein the
device for releasing pressure is arranged in or directly adjacent to the ignition
device, and
wherein the device for releasing pressure comprises at least one duct (K) that is
controlled so as to open (O) by means of directly releasing an opening (O) of the
duct (K) by means of igniting the second ignition site (Z2) and connects the interior
of the active system to the external environment of the active system, as a result
of which a release of pressure towards the outside is possible during the deflagration
procedure.
2. Device according to claim 1, characterised in that the duct (K) comprises a minimum cross section that depends upon the diameter of
the explosive charge.
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the cross sectional area of the duct (K) is at least 7mm2 and in dependence upon the diameter of the explosive charge is between 1/1000 and
1/50 of the cross sectional area of the explosive charge.
4. Device according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that it is possible to control the timing of the opening procedure (O) of the duct (K).
5. Device according to at least one of claims 1 to 4, characterised in that the opening procedure of the duct (K) may be activated in dependence upon reaching
a selectable acceleration, in particular in the direction of the main axis (H) of
the active body.
6. Device according to at least one of claims 1 to 5, characterised in that the duct (K) is opened by means of at least one gas generator.
1. Dispositif destiné à la décharge de pression pouvant être commandée d'un système actif,
comprenant une charge explosive (SP) disposée dans une enveloppe ainsi qu'un dispositif
d'allumage (ZE) combiné comportant un premier point d'allumage (Z1) pour un amorçage
en détonation de la charge explosive (SP) et un second point d'allumage (Z2) pour
un amorçage en déflagration de la charge explosive (SP),
le dispositif de décharge de pression pouvant être déclenché avant ou simultanément
à l'amorçage de la réaction de déflagration de la charge explosive (SP),
le dispositif de décharge de pression étant disposé dans le dispositif d'allumage
ou directement adjacent à celui-ci, et
le dispositif de décharge de pression comportant au moins un conduit (K), qui peut
être ouvert (O) de manière commandée par la libération directe d'une ouverture (O)
du conduit (K) par l'allumage du second point d'allumage (Z2) et qui relie l'espace
intérieur du système actif à l'environnement extérieur du système actif, moyennant
quoi une décharge de pression devient possible vers l'extérieur pendant la déflagration.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le conduit (K) présente une section transversale minimale, qui dépend du diamètre
de la charge explosive.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'aire de la section transversale du conduit (K) est d'au moins 7 mm2 et représente, en fonction du diamètre de la charge explosive, de 1/1000 à 1/50 de
l'aire de la section transversale de la charge explosive.
4. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'ouverture (O) du conduit (K) peut être commandée de manière temporelle.
5. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'ouverture du conduit (K) peut être activée en fonction de l'atteinte d'une accélération
sélectionnable, en particulier dans le sens de l'axe principal (H) du corps actif.
6. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'ouverture (O) du conduit (K) est effectuée au moyen d'au moins un générateur de
gaz.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente