[0001] Die Erfindung geht aus von einer Induktionskochfeldvorrichtung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist bereits eine Kochfeldvorrichtung mit einer Sensoreinheit
bekannt, die im Fall eines aufgestellten Gargeschirrs verschiedene Gargeschirrkenngrößen
detektiert. Hierbei detektiert die Sensoreinheit beispielsweise ein Vorhandensein,
eine Größe und eine Form des aufgestellten Gargeschirrs. Die Kochfeldvorrichtung umfasst
zudem eine Steuereinheit, die die Gargeschirrkenngrößen für eine weitere Verarbeitung
auswertet. Bei der weiteren Verarbeitung ordnet die Steuereinheit dem Gargeschirr
beispielsweise eine Heizzone zu und steuert zu einer Beheizung des Gargeschirrs in
Abhängigkeit einer Bedieneingabe mittels einer Bedieneinheit der Kochfeldvorrichtung
eine Versorgungseinheit an. Einen automatischen Heizbetrieb startet die Steuereinheit
ausschließlich auf Basis einer Bedieneingabe mittels der Bedieneinheit.
[0003] Aus der europäischen Patentanmeldung
EP 2 670 211 A2 ist bereits eine Kochfeldvorrichtung, insbesondere eine Induktionskochfeldvorrichtung,
bekannt, die zumindest einen variablen Kochbereich und zumindest eine Steuereinheit
aufweist. Die Steuereinheit ist dazu vorgesehen, in zumindest einem Teilbereich des
variablen Kochbereichs einen automatisierten Kochvorgang durchzuführen.
[0004] Die deutsche Patentanmeldung
DE 10 2008 041390 A1 offenbart eine Kochfeldvorrichtung mit einer Überwachungseinheit zur Überwachung
zumindest eines Kochbereichs eines Kochfelds, die zumindest eine Sensoreinheit aufweist,
welche zu einer Erfassung in einem Infrarotbereich vorgesehen ist. Die Sensoreinheit
weist eine Mehrzahl von Infrarotsensoren auf, die in einem Sensorfeld angeordnet sind.
[0005] Aus der US-Druckschrift
US 6 140 617 A ist bereits ein System zur Detektion von kochgerätbezogenen Eigenschaften durch eine
Kochfläche mit Feststoff-Oberfläche bekannt. Das System umfasst ein Vorhandensein,
ein Nichtvorhandensein, eine Wegnahme, eine Aufstellung und andere Eigenschaften (beispielsweise
eine Größe) eines Kochgeräts auf der Kochfläche. Eine Energiequelle erwärmt den Inhalt
eines auf der Kochfläche aufgestellten Kochgeräts und eine optische Strahlungsquelle
wird so gesteuert, dass sie einen Fragenkatalog für die Detektion der Eigenschaften
des Kochgeräts bereitstellt. Das Detektionssystem für die Kochgeräteigenschaften kann
Teil eines Überwachungssystems zur Überwachung der Eigenschaften des Kochgeräts sein
oder es kann Teil eines Steuerungssystems zur Steuerung der Energiequelle in Abhängigkeit
von den detektierten Eigenschaften des Kochgeräts sein oder es kann beides sein.
[0006] Die internationale Patentanmeldung
WO 2012/006674 A1 offenbart ein Kochgerät und Verfahren. Das Kochgerät umfasst ein temperaturgesteuertes
Heizelement, eine Nutzerschnittstelle, welche es einem Nutzer ermöglicht, einen vorgegebenen
Gegenstand zum Kochen auszuwählen, sowie ein Prozessormodul, welches Kochdaten zum
Kochen des vorgenannten Gegenstands aufweist und dem Nutzer während des Kochens Hinweise
liefert. Die Kochdaten können sich auf eine Kochsequenz oder auf einen Kochvorgang
beziehen. Ein Kochgeschirrsensor zur automatischen Kochgeschirrerkennung kann Anwendung
finden.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Kochfeldvorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich eines hohen Bedienkomforts bereitzustellen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den
Unteransprüchen entnommen werden können.
[0008] Die Erfindung geht aus von einer Induktionskochfeldvorrichtung mit einer Sensoreinheit,
die dazu vorgesehen ist, wenigstens eine Gargeschirrkenngröße zumindest eines aufgestellten
Gargeschirrs zu detektieren, und mit einer Steuereinheit, die dazu vorgesehen ist,
die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße auszuwerten.
[0009] Es wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, neben Größe und
Form zumindest eine weitere Gargeschirrkenngröße für eine weitere Verarbeitung auszuwerten.
Unter einer "Kochfeldvorrichtung" soll insbesondere zumindest ein Teil, insbesondere
eine Unterbaugruppe, eines Kochfelds, insbesondere eines Induktionskochfelds, verstanden
werden. Insbesondere kann die Kochfeldvorrichtung auch das gesamte Kochfeld, insbesondere
das gesamte Induktionskochfeld, umfassen. Unter einer "Sensoreinheit" soll insbesondere
eine Einheit verstanden werden, die zumindest einen Sensor zu einer Detektion der
wenigstens einen Gargeschirrkenngröße aufweist und die insbesondere die von dem zumindest
einen Sensor detektierte wenigstens eine Gargeschirrkenngröße in zumindest einen elektrischen
Parameter, insbesondere in zumindest ein elektrisches Signal, umwandelt und den zumindest
einen elektrischen Parameter vorteilhaft an die Steuereinheit übermittelt. Unter einer
"Gargeschirrkenngröße" soll eine physikalische und/oder chemische Größe verstanden
werden, die das Gargeschirr als solches kennzeichnet und/oder definiert, und zwar
unabhängig von einem Betriebszustand. Die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße könnte
beispielsweise als eine Größe und/oder als eine Form ausgebildet sein. Insbesondere
könnte die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße alternativ oder zusätzlich als ein
Material und/oder als ein ein Material kennzeichnender Parameter des zumindest einen
Gargeschirrs ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich könnte die wenigstens eine
Gargeschirrkenngröße als ein elektrischer und/oder thermischer Parameter ausgebildet
sein, wie beispielsweise als eine Leitfähigkeit und/oder als eine Permeabilität und/oder
als eine thermische Eigenschaft, wie insbesondere eine Wärmeleitfähigkeit oder eine
Wärmekapazität. Alternativ oder zusätzlich könnte die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße
als ein Typ und/oder als eine Art eines Gargeschirrs ausgebildet sein. Beispielsweise
kann die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße alternativ oder zusätzlich ein gemessener
Parameter sein, der insbesondere durch die Sensoreinheit detektiert werden könnte.
Die weitere Gargeschirrkenngröße kann alternativ oder zusätzlich insbesondere als
ein Parameter ausgebildet sein, der in einer Speichereinheit der Steuereinheit gespeichert
sein könnte und der insbesondere vorprogrammiert sein könnte und/oder der insbesondere
während wenigstens eines Betriebszustands insbesondere durch die Steuereinheit in
der Speichereinheit hinterlegt worden sein könnte. Die wenigstens eine weitere Gargeschirrkenngröße
unterscheidet sich insbesondere von einer Heizzone, die insbesondere dem zumindest
einen Gargeschirr zugeordnet ist. Insbesondere unterscheidet sich die wenigstens eine
weitere Gargeschirrkenngröße von einer Heizleistung und/oder einer Heizleistungsdichte,
die insbesondere dem zumindest einen Gargeschirr zugeordnet ist und/oder mit welcher
die Steuereinheit das zumindest eine Gargeschirr betreibt. Die wenigstens eine weitere
Gargeschirrkenngröße unterscheidet sich insbesondere von einer Temperatur, die das
zumindest eine Gargeschirr insbesondere in einem Heizbetriebszustand aufweist. Insbesondere
unterscheidet sich die wenigstens eine weitere Gargeschirrkenngröße von einer Position,
an welcher insbesondere das zumindest eine Gargeschirr aufgestellt ist. Unter einer
"Steuereinheit" soll insbesondere eine elektronische Einheit verstanden werden, die
vorzugsweise in einer Steuer- und/oder Regeleinheit eines Kochfelds zumindest teilweise
integriert ist und die vorzugsweise dazu vorgesehen ist, zumindest eine elektrische
Komponente insbesondere der Kochfeldvorrichtung und/oder des Kochfelds, wie beispielsweise
zumindest eine Versorgungseinheit und/oder zumindest ein Heizelement, zu steuern und/oder
zu regeln. Vorzugsweise umfasst die Steuereinheit eine Recheneinheit und insbesondere
zusätzlich zur Recheneinheit eine Speichereinheit mit einem darin gespeicherten Steuer-
und/oder Regelprogramm, das dazu vorgesehen ist, von der Recheneinheit ausgeführt
zu werden. Unter der Wendung, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, die wenigstens
eine Gargeschirrkenngröße "auszuwerten", soll insbesondere verstanden werden, dass
die Steuereinheit auf Basis eines von der Sensoreinheit übermittelten Parameters,
der insbesondere die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße kennzeichnet und/oder als
die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße ausgebildet ist, wenigstens eine Aktion ausführt
und/oder einleitet. Unter der Wendung, dass die Steuereinheit eine Aktion "einleitet",
soll insbesondere verstanden werden, dass die Steuereinheit wenigstens ein Signal,
wie insbesondere einen Befehl und/oder eine Ausführungsanordnung, an eine weitere
Einheit ausgibt, welche die Aktion anschließend ausführt. Beispielsweise könnte die
Steuereinheit das wenigstens eine Signal an eine Bedieneinheit, welche insbesondere
eine Ausgabeeinheit aufweist, ausgeben, um insbesondere eine Ausgabe an einen Bediener
zu erreichen, wie beispielsweise eine Eingabeaufforderung und/oder eine Information.
Alternativ oder zusätzlich könnte die Steuereinheit das wenigstens eine Signal an
zumindest eine Versorgungseinheit insbesondere der Kochfeldvorrichtung und/oder des
Kochfelds, ausgeben, um eine Aktivierung zumindest eines elektrischen Elements zu
erreichen, wie beispielsweise zumindest eines Heizelements. Unter der Wendung, dass
die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, wenigstens eine Gargeschirrkenngröße "für eine
weitere Verarbeitung auszuwerten", soll insbesondere verstanden werden, dass die Steuereinheit
die dem zumindest einen Gargeschirr zugeordnete wenigstens eine Gargeschirrkenngröße
auswertet und zu einer anschließenden Verarbeitung bereithält und vorzugsweise die
anschließende Verarbeitung auch durchführt, um insbesondere einen vorteilhaft augenblicklich
und/oder zu einem späteren Zeitpunkt nachfolgenden Heizbetrieb des zumindest einen
Gargeschirrs zu ermitteln und/oder zu vereinfachen. Unter "vorgesehen" soll insbesondere
speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter,
dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden
werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder
Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0010] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung kann insbesondere ein hoher Komfort für
einen Bediener ermöglicht werden. Vorteilhaft kann eine hohe Zufriedenheit bei einem
Bediener erreicht werden. Besonders vorteilhaft können/kann ein optimierter Heizbetrieb
durchgeführt und/oder ein gutes Garergebnis erzielt werden. Insbesondere kann bei
einem Bediener ein Eindruck einer schlauen Steuereinheit erweckt werden. Darüber hinaus
kann eine deutliche Unterscheidung zu Wettbewerbern und/oder Konkurrenten ermöglicht
werden.
[0011] Die Steuereinheit ist dazu vorgesehen, auf Basis der wenigstens einen Gargeschirrkenngröße
das zumindest eine Gargeschirr, insbesondere eine Art des zumindest einen Gargeschirrs,
zu erkennen. Vorteilhaft ordnet die Steuereinheit das zumindest eine Gargeschirr einer
Gruppe von Gargeschirren zu, wie beispielsweise einer Koch-Gruppe und/oder einer Brat-Gruppe
und/oder einer Pfannen-Gruppe und/oder einer Fritteusen-Gruppe und/oder einer TeppanYaki-Gruppe.
Dadurch kann insbesondere ein für das zumindest eine Gargeschirr optimierter Heizbetrieb
ausgewählt und/oder durchgeführt werden.
[0012] Die Steuereinheit könnte insbesondere dazu vorgesehen sein, auf Basis der wenigstens
einen Gargeschirrkenngröße zumindest ein insbesondere beliebiges und vorteilhaft bislang
unbekanntes Gargeschirr zu erkennen. Die Steuereinheit ist jedoch dazu vorgesehen,
auf Basis der wenigstens einen Gargeschirrkenngröße das zumindest eine Gargeschirr
wiederzuerkennen. Die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße ist hierbei insbesondere
als ein Parameter ausgebildet, der vorteilhaft in der Speichereinheit der Steuereinheit
gespeichert ist. Dadurch kann insbesondere eine kurze Bearbeitungszeit und/oder eine
geringe Anzahl an Aktionen und insbesondere an Rechenschritten der Steuereinheit erzielt
werden.
[0013] Die Steuereinheit ist dazu vorgesehen, zu der Erkennung des zumindest einen Gargeschirrs
die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße mit wenigstens einer in einer Speichereinheit
der Steuereinheit, insbesondere in der Speichereinheit der Steuereinheit, hinterlegten
Referenzkenngröße zu vergleichen. Die Steuereinheit nimmt bei einer Erkennung und/oder
bei der Wiedererkennung des zumindest einen Gargeschirrs insbesondere wenigstens eine
Kennzeichnung des zumindest einen Gargeschirrs vor, wobei die Steuereinheit vorteilhaft
eine Größe und/oder eine Form des zumindest einen Gargeschirrs mit der wenigstens
einen in der Speichereinheit hinterlegten Referenzkenngröße vergleicht. Unter einer
"Referenzkenngröße" soll insbesondere ein vergangener Parameter verstanden werden,
der insbesondere als ein Wert der wenigstens einen Gargeschirrkenngröße ausgebildet
ist und der vorteilhaft in der Speichereinheit der Steuereinheit vorprogrammiert und/oder
in wenigstens einem Betriebszustand, wie beispielsweise bei wenigstens einem Heizbetrieb,
detektiertet und anschließend durch die Steuereinheit in der Speichereinheit hinterlegt,
insbesondere gespeichert, worden ist. Dadurch kann insbesondere eine schnelle Zuordnung
von Garparametern, wie einer Heizleistung und/oder einer Heizleistungsdichte und/oder
eines Tastgrads, zu dem zumindest einen Gargeschirr ermöglicht werden.
[0014] Im Fall einer Abweichung der wenigstens einen Gargeschirrkenngröße von der wenigstens
einen Referenzkenngröße könnte die Steuereinheit insbesondere unabhängig von einer
Größe der Abweichung das zumindest eine Gargeschirr als unbekannt einordnen und vorteilhaft
wenigstens einen Großteil und insbesondere sämtliche Detektionsschritte und/oder Rechenschritte
durchführen. Die Steuereinheit ist jedoch dazu vorgesehen, im Fall einer Abweichung
der wenigstens einen Gargeschirrkenngröße von der wenigstens einen Referenzkenngröße
innerhalb wenigstens eines Toleranzbereichs für die weitere Verarbeitung die wenigstens
eine Referenzkenngröße zu verwenden. Die Steuereinheit nimmt das zumindest eine Gargeschirr
im Fall einer Abweichung der wenigstens einen Gargeschirrkenngröße von der wenigstens
einen Referenzkenngröße innerhalb des wenigstens einen Toleranzbereichs als identifiziert
an. Für die weitere Verarbeitung benutzt die Steuereinheit vorteilhaft anstatt der
wenigstens einen Gargeschirrkenngröße die wenigstens eine Referenzkenngröße. Unter
einem "Toleranzbereich" einer Kenngröße, insbesondere der wenigstens einen Referenzkenngröße,
soll insbesondere ein Bereich verstanden werden, in welchem zumindest ein Wert angeordnet
ist, der um maximal 7 %, insbesondere um maximal 5 %, vorteilhaft um maximal 4 %,
besonders vorteilhaft um maximal 3 %, vorzugsweise um maximal 2 % und besonders bevorzugt
um maximal 1 % von einem Wert der Kenngröße abweicht. Dadurch kann insbesondere eine
geringere notwendige Rechenleistung erreicht und/oder eine einfach zu programmierende
Steuereinheit bereitgestellt werden. Hierdurch können insbesondere geringe Kosten
und/oder einfache Messprogramme erzielt werden.
Zudem wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, die wenigstens
eine Gargeschirrkenngröße in einer Speichereinheit der Steuereinheit, insbesondere
in der Speichereinheit der Steuereinheit, zur Bildung wenigstens einer Referenzkenngröße
zu speichern, insbesondere zu hinterlegen. Die Steuereinheit könnte beispielsweise
dazu vorgesehen sein, im Fall einer bezüglich eines aktuellen Zeitpunkts zeitlich
lange zurückliegenden, letztmaligen Verwendung wenigstens einer ersten in der Speichereinheit
hinterlegten Referenzkenngröße die wenigstens eine erste Referenzkenngröße aus der
Speichereinheit zu entfernen, insbesondere zu löschen, um vorteilhaft freien Speicherplatz
in der Speichereinheit zu schaffen und/oder insbesondere eine effektive und/oder schnelle
Bearbeitung zu erreichen. Alternativ oder zusätzlich könnte die Steuereinheit zumindest
einen freien Bauraum zu einer Nachrüstung einer Speicherkapazität der Speichereinheit
aufweisen. Dadurch kann insbesondere ein Betrieb ermöglicht werden, der auf einen
Bediener und/oder vorteilhaft auf von dem Bediener bevorzugte Gargeschirre abgestimmt
ist. Hierdurch können/kann insbesondere eine hohe Zufriedenheit des Bedieners und/oder
ein hoher Komfort für den Bediener erreicht werden.
[0015] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, die wenigstens
eine Gargeschirrkenngröße in einer Speichereinheit der Steuereinheit, insbesondere
in der Speichereinheit der Steuereinheit, zur Bildung wenigstens einer Referenzkenngröße
zu speichern, insbesondere zu hinterlegen. Die Steuereinheit könnte beispielsweise
dazu vorgesehen sein, im Fall einer bezüglich eines aktuellen Zeitpunkts zeitlich
lange zurückliegenden, letztmaligen Verwendung wenigstens einer ersten in der Speichereinheit
hinterlegten Referenzkenngröße die wenigstenseine erste Referenzkenngröße aus der
Speichereinheit zu entfernen, insbesondere zu löschen, um vorteilhaft freien Speicherplatz
in der Speichereinheit zu schaffen und/oder insbesondere eine effektive und/oder schnelle
Bearbeitung zu erreichen. Alternativ oder zusätzlich könnte die Steuereinheit zumindest
einen freien Bauraum zu einer Nachrüstung einer Speicherkapazität der Speichereinheit
aufweisen. Dadurch kann insbesondere ein Betrieb ermöglicht werden, der auf einen
Bediener und/oder vorteilhaft auf von dem Bediener bevorzugte Gargeschirre abgestimmt
ist. Hierdurch können/kann insbesondere eine hohe Zufriedenheit des Bedieners und/oder
ein hoher Komfort für den Bediener erreicht werden.
[0016] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, auf Basis
einer Art des identifizierten zumindest einen Gargeschirrs wenigstens eine Betriebsart
zu ermitteln, mit der das zumindest eine Gargeschirr betreibbar ist. Unter einer "Betriebsart"
soll insbesondere eine Art und/oder ein Typ eines Heizbetriebs verstanden werden,
die/der insbesondere wenigstens eine in dem Heizbetrieb zu erreichende Temperatur
und/oder vorteilhaft wenigstens ein zu erreichendes Ergebnis zumindest eines Garguts,
der vorteilhaft in dem zumindest einen Gargeschirr angeordnet ist, definiert. Die
wenigstens eine Betriebsart könnte beispielweise Kochen und/oder Braten und/oder Frittieren
und/oder Pochieren und/oder Simmern und/oder Warmhalten und/oder Dämpfen und/oder
Dünsten und/oder Garziehen und/oder Druckgaren und/oder Vakuumgaren und/oder Niedertemperaturgaren
aufweisen. Dadurch kann insbesondere ein individueller und/oder zielgerichteter Heizbetrieb
des zumindest einen Gargeschirrs erreicht werden.
[0017] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, die wenigstens
eine Betriebsart, mit der das zumindest eine Gargeschirr insbesondere betreibbar ist,
vorteilhaft einem Bediener vorzuschlagen. Insbesondere ist die Steuereinheit dazu
vorgesehen, die wenigstens eine Betriebsart mittels einer Ausgabeeinheit einer Bedieneinheit
insbesondere der Kochfeldvorrichtung an einen Bediener auszugeben. Hierbei ist die
Steuereinheit vorteilhaft dazu vorgesehen, wenigstens einen insbesondere temperaturgeregelten
Heizbetrieb zeitlich erst nach erfolgter Bedieneingabe mittels der Bedieneinheit durch
den Bediener zu starten. Dadurch kann insbesondere ein hoher Komfort für einen Bediener
erzielt werden.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen
ist, auf Basis der wenigstens einen Betriebsart, mit der das zumindest eine Gargeschirr
insbesondere betreibbar ist, automatisch und insbesondere selbsttätig wenigstens einen
temperaturgeregelten Heizbetrieb zu starten. Die Steuereinheit ist insbesondere dazu
vorgesehen, den wenigstens einen temperaturgeregelten Heizbetrieb zeitlich, insbesondere
augenblicklich und/oder zu einem späteren Zeitpunkt, nach einer Ermittlung der wenigstens
einen Betriebsart, insbesondere unabhängig von einem Bediener und/oder vorteilhaft
unabhängig von einer Bedieneingabe mittels der Bedieneinheit, zu starten. Dadurch
kann insbesondere einem Bediener zusätzliche Arbeit in Form einer Bedieneingabe abgenommen
und/oder vorteilhaft ein hoher Komfort für den Bediener erreicht werden.
[0019] Ferner wird ein System mit zumindest einer erfindungsgemäßen Induktionskochfeldvorrichtung
und mit zumindest einem Gargeschirr vorgeschlagen, das als ein System-Gargeschirr
ausgebildet ist, wobei die Steuereinheit eine Speichereinheit aufweist, in welcher
wenigstens eine dem zumindest einen Gargeschirr zugeordnete Gargeschirrkenngröße und/oder
wenigstens eine dem zumindest einen Gargeschirr zugeordnete Zusatzfunktion gespeichert
sind/ist. Unter einem "System-Gargeschirr" soll insbesondere ein Gargeschirr verstanden
werden, das besonders vorteilhaft bei einer Auslieferung eines fertigen Endprodukts,
insbesondere des Kochfelds, in einem Lieferumfang enthalten ist und/oder das insbesondere
der Steuereinheit bekannt ist, wie insbesondere durch wenigstens eine dem Gargeschirr
zugeordnete Gargeschirrkenngröße und/oder durch wenigstens eine dem Gargeschirr zugeordnete
Zusatzfunktion. Die wenigstens eine Zusatzfunktion weist vorteilhaft wenigstens eine
Betriebsart auf, die insbesondere speziell auf das zumindest eine Gargeschirr abgestimmt
ist, wie beispielsweise ein Bratvorgang auf eine Pfanne und/oder ein Kochvorgang auf
einen Kochtopf und/oder ein Druckgaren auf einen Druckkochtopf, der insbesondere fest
verschließbar ist. Alternativ oder zusätzlich ist durch die wenigstens eine Zusatzfunktion
eine Verwendung zumindest eines Elements, insbesondere zumindest eines Sensors, definiert
und/oder festgelegt, das insbesondere speziell für das zumindest eine Gargeschirr
ausgelegt ist, wie beispielsweise ein Bratsensor für eine Pfanne und/oder ein Kochsensor
für einen Kochtopf. Dadurch kann insbesondere ein für einen Bediener attraktives und/oder
preisgünstiges Endprodukt erzielt werden.
[0020] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Kochfeld mit einer Kochfeldvorrichtung und einem Gargeschirr in einer schematischen
Draufsicht,
- Fig. 2
- das Gargeschirr in einer schematischen Schnittdarstellung,
- Fig. 3
- ein Diagramm eines Verfahrens mit der Kochfeldvorrichtung in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 4
- ein weiteres Diagramm, in welchem auf einer Abszisse eine Größe eines Gargeschirrs
und auf einer Ordinate ein Leistungsfaktor aufgetragen sind,
- Fig. 5
- das Kochfeld mit der Kochfeldvorrichtung und einem weiteren Gargeschirr in einer schematischen
Draufsicht,
- Fig. 6
- das Kochfeld mit der Kochfeldvorrichtung und einem weiteren Gargeschirr in einer schematischen
Draufsicht und
- Fig. 7
- das Kochfeld mit der Kochfeldvorrichtung und einem weiteren Gargeschirr in einer schematischen
Draufsicht.
[0022] Fig. 1 zeigt ein Kochfeld 20, das als Induktionskochfeld ausgebildet ist, mit einer
Kochfeldvorrichtung 10, die als Induktionskochfeldvorrichtung ausgebildet ist. Die
Kochfeldvorrichtung 10 umfasst eine Kochfeldplatte 22. In einem montierten Zustand
ist die Kochfeldplatte 22 zu einem Aufstellen von Gargeschirr 14 vorgesehen. Die Kochfeldvorrichtung
10 umfasst mehrere Heizelemente 30. Die Heizelemente 30 definieren einen variablen
Kochflächenbereich 32. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst die Kochfeldvorrichtung
10 achtundvierzig Heizelemente 30. Alternativ könnte die Kochfeldvorrichtung weniger
Heizelemente umfassen, wie beispielsweise zwei oder vier Heizelemente, die insbesondere
einen klassischen Heizbereich ausbilden könnten, in welchem Heizzonen insbesondere
fest vorgegeben sind. Hierbei könnte eine Position der Heizzonen vorteilhaft durch
eine Position der Heizelemente definiert und insbesondere zusätzlich durch Markierungen
auf der Kochfeldplatte gekennzeichnet sein.
[0023] Die Heizelemente 30 sind in einer Einbaulage auf einer einem Bediener abgewandten
Seite der Kochfeldplatte 22 angeordnet. Die Heizelemente 30 sind jeweils dazu vorgesehen,
auf der Kochfeldplatte 22 aufgestelltes Gargeschirr 14 zu erhitzen. Die Heizelemente
30 sind als Induktionsheizelemente ausgebildet. Die Kochfeldvorrichtung 10 umfasst
eine Versorgungseinheit 34 zu einer Versorgung der Heizelemente 30 mit Energie.
[0024] Die Kochfeldvorrichtung 10 umfasst eine Bedieneinheit 24. Die Bedieneinheit 24 ist
zu einer Eingabe und/oder Auswahl von Betriebsparametern vorgesehen, beispielsweise
einer Heizleistung und/oder einer Heizleistungsdichte und/oder eines Heizmodus und/oder
einer Heizzone. Die Bedieneinheit 24 ist zu einer Ausgabe eines Werts eines Betriebsparameters
an einen Bediener vorgesehen. Hierbei könnte die Bedieneinheit den Wert des Betriebsparameters
an einen Bediener optisch und/oder akustisch ausgeben. Die Bedieneinheit 24 weist
eine Ausgabeeinheit 26 auf, die zu einer optischen und akustischen Ausgabe des Betriebsparameters
an einen Bediener vorgesehen ist.
[0025] Die Kochfeldvorrichtung 10 umfasst eine Steuereinheit 16. Die Steuereinheit 16 ist
dazu vorgesehen, in Abhängigkeit von mittels der Bedieneinheit 24 eingegebenen Betriebsparametern
Aktionen auszuführen und/oder Einstellungen zu verändern. Die Steuereinheit 16 regelt
in einem Betriebszustand eine Energiezufuhr zu den Heizelementen 30. Hierzu steuert
die Steuereinheit 16 die Versorgungseinheit 34 an, um einem oder mehreren Gargeschirren
14 zugeordnete Heizelemente 30 zu aktivieren. Die Steuereinheit 16 betreibt die aktivierten
Heizelemente 30. Hierbei steuert die Steuereinheit 16 die Versorgungseinheit 34 an,
welche die Heizelemente 30 mit elektrischem Strom versorgt.
[0026] Die Kochfeldvorrichtung 10 umfasst eine Sensoreinheit 12. Die Sensoreinheit 12 detektiert
eine Gargeschirrkenngröße eines aufgestellten Gargeschirrs 14. Zusätzlich zu einer
Detektion der Gargeschirrkenngröße könnte die Sensoreinheit zu einer Detektion einer
Temperaturkenngröße und/oder einer Positionskenngröße vorgesehen sein. Hierbei könnte
die Sensoreinheit dazu vorgesehen sein, eine Temperaturkenngröße des Gargeschirrs
und/oder einer Positionskenngröße des Gargeschirrs zu detektieren. Die Sensoreinheit
könnte beispielsweise zusätzlich dazu vorgesehen sein, eine Temperaturkenngröße eines
aufgelegten Garguts und/oder einer Positionskenngröße eines aufgelegten Garguts zu
detektieren. Die Temperaturkenngröße ist insbesondere als ein Wert einer detektierten
Temperatur und/oder vorteilhaft als ein Parameter ausgebildet, der einen Wert einer
detektierten Temperatur kennzeichnet, wie beispielsweise eine Amplitude und/oder eine
Stärke und/oder eine Pulsdauer eines elektrischen Signals. Die Positionskenngröße
ist vorteilhaft als eine Position des Gargeschirrs und/oder insbesondere als eine
Position von Heizelementen, oberhalb welcher das Gargeschirr aufgestellt ist, ausgebildet.
[0027] Die Sensoreinheit 12 weist wenigstens einen Sensor 28 auf. Hierbei könnte die Sensoreinheit
genau einen einzigen Sensor aufweisen. Alternativ könnte die Sensoreinheit mehrere
und insbesondere eine Vielzahl an Sensoren aufweisen. Im Folgenden wird lediglich
ein Sensor 28 beschrieben, unabhängig davon, wie viele Sensoren 28 die Sensoreinheit
12 aufweist. Der Sensor 28 detektiert die Gargeschirrkenngröße. Zusätzlich detektiert
der Sensor 28 die Temperaturkenngröße und/oder die Positionskenngröße. Beispielsweise
könnte der Sensor eine Gargeschirrkenngröße eines Gargeschirrs, insbesondere eines
Gargeschirrbodens und/oder einer Gargeschirrseitenwand, detektieren, wobei die Steuereinheit
das Gargeschirr insbesondere zu einer Durchführung eines als Bratvorgang ausgebildeten
Heizbetriebs beheizen könnte. Zusätzlich könnte der Sensor eine Temperaturkenngröße
eines Garguts und/oder eine Positionskenngröße eines Garguts detektierten, welches
sich insbesondere in einem Gargeschirr befinden könnte, um insbesondere einen als
Kochvorgang ausgebildeten Heizbetrieb durchzuführen. Im Folgenden werden/wird die
Temperaturkenngröße und/oder die Positionskenngröße nicht weiter detailliert beschrieben,
da diese nicht ausschlaggebend für die Erfindung sind.
[0028] In Fig. 1 und 2 sind verschiedene Ausgestaltungen des Sensors 28 dargestellt, wobei
die verschiedenen Ausgestaltungen mit den Buchstaben a bis e versehen sind. Beispielsweise
könnte ein Sensor 28a vorgesehen sein, der auf einer einem Bediener abgewandten Seite
der Kochfeldplatte 22 angeordnet und insbesondere als Infrarot-Sensor ausgebildet
sein könnte. Hierbei könnte der Sensor 28a eine Gargeschirrkenngröße eines Gargeschirrbodens
detektieren, indem der Sensor 28a insbesondere von dem Gargeschirrboden kommende Infrarot-Strahlung
detektiert.
[0029] Zu einer Detektion einer Temperaturkenngröße könnte zusätzlich ein Sensor 28b vorgesehen
sein, der auf der einem Bediener abgewandten Seite der Kochfeldplatte 22 angeordnet
und insbesondere als Messwiderstand ausgebildet sein könnte. Hierbei könnte der Sensor
28b seinen Widerstand in Abhängigkeit einer Temperatur ändern, wobei der Sensor 28b
insbesondere einen von dem Gargeschirr 14 durch die Kochfeldplatte 22 hindurch an
den Sensor 28b übermittelten, eine Temperatur kennzeichnenden Parameter detektieren
könnte.
[0030] In einer weiteren möglichen Ausgestaltung könnte ein Sensor 28c in einem Messdom
integriert sein. Der Messdom könnte an einem Rand eines Heizbereichs angeordnet sein.
Hierbei könnte der Messdom beweglich relativ zu der Kochfeldplatte 22 angeordnet sein.
Der Messdom könnte insbesondere auf der einem Bediener abgewandten Seite der Kochfeldplatte
22 angeordnet sein. Zu einer Durchführung einer Detektion einer Gargeschirrkenngröße
insbesondere in einem Heizbetriebszustand könnte der Messdom von der einem Bediener
abgewandten Seite der Kochfeldplatte 22 auf eine einem Bediener zugewandte Seite der
Kochfeldplatte 22 bewegt werden. Der Sensor 28c könnte vorteilhaft als Infrarot-Sensor
ausgebildet sein. Der Sensor 28c könnte von dem Gargeschirr 14 kommende Infrarot-Strahlung
detektieren, um insbesondere eine Gargeschirrkenngröße des Gargeschirrs 14 zu detektieren.
Zusätzlich könnte der Sensor 28c, insbesondere zu einer Detektion der Temperaturkenngröße,
von einem in dem Gargeschirr 14 befindlichen Gargut kommende Infrarot-Strahlung detektieren,
um insbesondere eine Temperatur des in dem Gargeschirr 14 befindlichen Garguts zu
detektieren.
[0031] Ein Sensor 28d, 28e könnte auch direkt an dem Gargeschirr 14 angeordnet sein (vgl.
Fig. 2). Beispielsweise könnte ein Sensor 28d zu einer Befestigung an einer Seitenwand
des Gargeschirrs 14 vorgesehen sein. Der Sensor 28d könnte insbesondere eine Gargeschirrkenngröße
des Gargeschirrs 14 detektieren, wie beispielsweise ein Material der Seitenwand. Zusätzlich
könnte der Sensor 28d insbesondere eine Temperaturkenngröße des Gargeschirrs 14 detektieren,
wie beispielsweise eine Temperatur der Seitenwand des Gargeschirrs 14 und/oder des
Gargeschirrbodens. Der Sensor 28d könnte insbesondere einen Messwiderstand aufweisen.
Alternativ oder zusätzlich könnte der an der Seitenwand befestigte Sensor 28d einen
Infrarot-Sensor aufweisen. Hierbei könnte der Sensor 28d insbesondere eine von der
Seitenwand des Gargeschirrs 14 emittierte Infrarot-Strahlung detektieren, um insbesondere
eine Gargeschirrkenngröße des Gargeschirrs 14 zu detektieren. Zusätzlich könnte der
Sensor 28d, insbesondere zu einer Detektion der Temperaturkenngröße, von einem in
dem Gargeschirr 14 befindlichen Gargut emittierte Infrarot-Strahlung detektieren,
um insbesondere einen eine Temperatur des in dem Gargeschirr 14 befindlichen Garguts
kennzeichnenden Parameter zu detektieren.
[0032] Zu einer Detektion der Temperaturkenngröße könnte zusätzlich ein Sensor 28e zu einem
direkten Kontakt mit einem in dem Gargeschirr 14 befindlichen Gargut vorgesehen sein.
Der Sensor 28e könnte insbesondere einen Messfühler aufweisen, der eine Temperaturkenngröße,
wie beispielsweise einen eine Temperatur kennzeichnenden Parameter, des in dem Gargeschirr
14 befindlichen Garguts detektiert, wie beispielsweise durch Änderung eines Widerstands
in Abhängigkeit einer Temperatur des sich in dem Gargeschirr 14 befindlichen Garguts.
[0033] Vorteilhaft könnte ein Sensor 28f im Wesentlichen einstückig mit einem Heizelement
30 der Heizelemente 30 ausgebildet sein. Der Sensor 28f könnte eine Gargeschirrkenngröße
insbesondere durch einen elektrischen Parameter detektieren. Die Sensoreinheit 12
verwendet zu einer Detektion der Gargeschirrkenngröße mit dem Sensor 28f beispielsweise
die Versorgungseinheit 34. Ein derartiges Verfahren ist aus dem Stand der Technik
bereits bekannt und wird daher nicht weiter ausgeführt. Eine Anordnung und/oder spezifische
Ausgestaltung des Sensors 28 ist jedoch nicht Gegenstand dieser Erfindung, weshalb
an dieser Stelle auf eine detailliertere Darstellung verzichtet wird. Im Folgenden
wird lediglich allgemein ein einziger Sensor 28 beschrieben.
[0034] Die Sensoreinheit 12 übermittelt eine detektierte Gargeschirrkenngröße an die Steuereinheit
16. Die Steuereinheit 16 wertet die Gargeschirrkenngröße aus, die die Sensoreinheit
12 der Steuereinheit 16 übermittelt. Für eine weitere Verarbeitung wertet die Steuereinheit
16 neben Größe G und Form eine weitere Gargeschirrkenngröße aus. Im Folgenden wird
angenommen, dass ein beliebiges Gargeschirr 14a, wie beispielsweise ein in Fig. 1
und 2 dargestelltes Gargeschirr 14a, von einem Bediener aufgestellt wird. Ein Verfahren
zum Betrieb der Kochfeldvorrichtung 10, in dem die Gargeschirrkenngröße des aufgestellten
Gargeschirrs 14a detektiert und ausgewertet wird, und in dem neben Größe G und Form
weitere Gargeschirrkenngrößen für eine weitere Verarbeitung ausgewertet werden, wird
im Folgenden anhand von Fig. 3 beschrieben.
[0035] Nach einem Aufstellen eines Gargeschirrs 14 detektiert die Sensoreinheit 12 mehrere
Gargeschirrkenngrößen des aufgestellten Gargeschirrs 14. Im Folgenden wird lediglich
eine Gargeschirrkenngröße der Gargeschirrkenngrößen beschrieben. Die Sensoreinheit
12 verwendet zu einer Detektion der Gargeschirrkenngröße mindestens einen Sensor 28.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel verwendet die Sensoreinheit 12 den Sensor 28f,
der im Wesentlichen einstückig mit einem Heizelement 30 ausgebildet ist. Der Sensor
28f ist dazu vorgesehen, von der Versorgungseinheit 34 aktiviert zu werden. Die Steuereinheit
16 steuert die Versorgungseinheit 34 zu einer Versorgung der Sensoreinheit 12 an.
Die Versorgungseinheit 34 schickt elektrische Signale an den Sensor 28f. Der Sensor
28f detektiert auf Basis der elektrischen Signale die Gargeschirrkenngröße. Die Sensoreinheit
12 übermittelt die detektierte Gargeschirrkenngröße an die Steuereinheit 16. Die Steuereinheit
16 steuert die Versorgungseinheit 34 an, um eine Leistung zu ermitteln, mit welcher
das aufgestellte Gargeschirr 14 betreibbar ist.
[0036] Die Kochfeldvorrichtung 10 umfasst zumindest einen Analog-Digital-Umsetzer 36, der
dazu vorgesehen ist, analoge Eingangssignale in digitale Ausgangssignale umzusetzen.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfasst die Kochfeldvorrichtung 10 zwei Analog-Digital-Umsetzer
36. Im Folgenden wird lediglich einer der Analog-Digital-Umsetzer 36 beschrieben.
Der Analog-Digital-Umsetzer 36 weist eine hohe Auflösung auf. Ein Signaleingang des
Analog-Digital-Umsetzers 36 ist mit einem Signalausgang der Versorgungseinheit 34
verbunden. Ein Signalausgang des Analog-Digital-Umsetzers 36 ist mit einem Signaleingang
der Steuereinheit 16 verbunden. Der Analog-Digital-Umsetzer 36 ist zu einer Umsetzung
eines spannungsbasierten Signals vorgesehen. Mit dem spannungsbasierten Signal übermittelt
der Analog-Digital-Umsetzer 36 einen Verlauf einer Spannung über der Zeit an die Steuereinheit
16. Der Analog-Digital-Umsetzer 36 ist zu einer Umsetzung eines strombasierten Signals
vorgesehen. Mit dem strombasierten Signal übermittelt der Analog-Digital-Umsetzer
36 einen Verlauf eines elektrischen Stroms über der Zeit an die Steuereinheit 16.
Ein Signalausgang des Analog-Digital-Umsetzers 36 ist mit einem Signaleingang der
Steuereinheit 16 verbunden.
[0037] Die Steuereinheit 16 wandelt in einem Signaltransformationsschritt 40 die von dem
Analog-Digital-Umsetzer 36 übermittelten zeitabhängigen Signale in frequenzabhängige
Signale 42 um. In einem Leistungsermittlungsschritt 44 ermittelt die Steuereinheit
16 auf Basis der frequenzabhängigen Signale 42 eine Leistung, die zu einem Betrieb
des aufgestellten Gargeschirrs 14 geeignet ist. Die Steuereinheit 16 ermittelt in
dem Leistungsermittlungsschritt 44 auf Basis der frequenzabhängigen Signale 42 eine
Phase, die zu einem Betrieb des aufgestellten Gargeschirrs 14 geeignet ist. In dem
Leistungsermittlungsschritt 44 ermittelt die Steuereinheit 16 ein Leistungssignal
46. Das Leistungssignal 46 weist die Phase und die Leistung auf, die bei einem Betrieb
des aufgestellten Gargeschirrs 14 geeignet sind. Die Steuereinheit 16 ermittelt in
dem Leistungsermittlungsschritt 44 einen Leistungsfaktor 48 des Gargeschirrs 14.
[0038] Die Steuereinheit 16 weist eine Speichereinheit 50 auf. In der Speichereinheit 50
ist eine Abhängigkeit des Leistungsfaktors 48 von einer Größe G des Gargeschirrs 14
hinterlegt. Fig. 4 zeigt eine derartige Abhängigkeit des Leistungsfaktors 48 von einer
Größe G des Gargeschirrs 14. In Fig. 4 sind auf einer Abszisse eine Größe G des Gargeschirrs
14 und auf einer Ordinate der Leistungsfaktor 48 aufgetragen. In der Speichereinheit
50 sind zumindest zwei Wertepaare des Leistungsfaktors 48 und der Größe G des Gargeschirrs
14 hinterlegt. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind eine Vielzahl an Wertepaaren
des Leistungsfaktors 48 und der Größe G des Gargeschirrs 14 in der Speichereinheit
50 hinterlegt. Für eine einzige Größe des Gargeschirrs 14 sind in der Speichereinheit
50 mehrere Wertepaare hinterlegt, die sich jeweils durch eine Art des Gargeschirrs
14 unterscheiden. In Fig. 4 sind die verschiedenen Arten des Gargeschirrs 14 durch
verschiedene Symbole gekennzeichnet. Beispielsweise könnte in der Speichereinheit
jeweils zumindest ein Wertepaar für eine Art von Gargeschirr hinterlegt sein, das
als ein Kaffeekocher ausgebildet ist und/oder das ein nicht-ferromagnetisches Material
aufweist und/oder das Edelstahl aufweist und/oder das Stahl aufweist und/oder das
eine Beschichtung aus Emaille aufweist und/oder das eine Stahllegierung aufweist.
In der Speichereinheit könnte insbesondere zu zumindest zwei, vorteilhaft zu einer
Vielzahl von und besonders vorteilhaft zu jeder verschiedenen Art des Gargeschirrs
eine Kurvenanpassung hinterlegt sein. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist in der
Speichereinheit 50 eine Kurvenanpassung 52 zu einem Gargeschirr 14 hinterlegt, das
Edelstahl aufweist. Die Steuereinheit 16 hinterlegt den Leistungsfaktor 48 des Gargeschirrs
14 in der Speichereinheit 50.
[0039] In einem Impedanzermittlungsschritt 54 ermittelt die Steuereinheit 16 auf Basis des
frequenzabhängigen Signals 42 eine Impedanz des Gargeschirrs 14. Die Steuereinheit
16 ermittelt in dem Impedanzermittlungsschritt 54 auf Basis des frequenzabhängigen
Signals 42 eine Induktivität des Gargeschirrs 14. Alternativ oder zusätzlich könnte
die Steuereinheit insbesondere auf Basis des Leistungsfaktors die Impedanz und/oder
die Induktivität des Gargeschirrs ermitteln. Die Steuereinheit 16 ermittelt in dem
Impedanzermittlungsschritt 54 ein Impedanzsignal 56. Das Impedanzsignal 56 weist die
Impedanz des Gargeschirrs 14 auf. Das Impedanzsignal 56 weist die Induktivität des
Gargeschirrs 14 auf. Die Steuereinheit 16 hinterlegt das Impedanzsignal 56 des Gargeschirrs
14 in der Speichereinheit 50.
[0040] Auf Basis der in der Speichereinheit 50 hinterlegten Parameter ermittelt die Steuereinheit
16 ein Gargeschirrsignal 58. Die Steuereinheit 16 ermittelt auf Basis des Leistungsfaktors
48 des Gargeschirrs 14 die Größe G des Gargeschirrs 14. Die Größe G des Gargeschirrs
14 ist im Wesentlichen als ein Durchmesser des Gargeschirrs 14 ausgebildet. Die Steuereinheit
16 ermittelt auf Basis des Gargeschirrsignals 58 und auf Basis des Leistungsfaktors
48 elektrische Eigenschaften des Gargeschirrs 14. Das Gargeschirrsignal 58 weist eine
Größe G des Gargeschirrs 14 auf. Das Gargeschirrsignal 58 weist elektrische Eigenschaften
des Gargeschirrs 14 auf.
[0041] Die Steuereinheit 16 ist dazu vorgesehen, auf Basis der in der Speichereinheit 50
hinterlegten Parameter, wie beispielsweise der Abhängigkeit des Leistungsfaktors 48
von einer Größe G des Gargeschirrs 14 und/oder des von der Steuereinheit 16 in dem
Leistungsermittlungsschritt 44 ermittelten Leistungsfaktors 48, zwischen verschiedenen
Arten von Gargeschirren 14 zu unterscheiden. In einem Materialermittlungsschritt 60
ermittelt die Steuereinheit 16 ein Material des Gargeschirrs 14 auf Basis der in der
Speichereinheit 50 hinterlegten Parameter des Gargeschirrs 14. Die Steuereinheit 16
ermittelt das Material des Gargeschirrs 14. In dem Materialermittlungsschritt 60 ermittelt
die Steuereinheit 16 das Material des Gargeschirrs 14 auf Basis des Gargeschirrsignals
58. Die Steuereinheit 16 ermittelt in dem Materialermittlungsschritt 60 ein Materialsignal
62. Das Materialsignal 62 weist das Material des Gargeschirrs 14 auf.
[0042] In einem Größenanpassungsschritt 64 nimmt die Steuereinheit 16 eine Anpassung der
ermittelten Größe G vor. Die Steuereinheit 16 ermittelt in dem Größenanpassungsschritt
64 einen Größenanpassungsfaktor 66. Der Größenanpassungsschritt 64 und der Größenanpassungsfaktor
66 werden weiter unten genauer erläutert.
[0043] Die Steuereinheit 16 weist eine Bedienerschnittstelle 68 auf. Die Bedienerschnittstelle
68 ist mit der Bedieneinheit 24 in Kontakt. Die Bedienerschnittstelle 68 ist zu einem
Austausch von Informationen mit der Bedieneinheit 24 vorgesehen. Die Steuereinheit
16 liest mittels der Bedienerschnittstelle 68 eine durch eine Bedieneingabe mittels
der Bedieneinheit 24 eingegebene Heizleistung und/oder Heizleistungsdichte ein. In
einem Zuordnungsschritt 70 ordnet die Steuereinheit 16 auf Basis des Größenanpassungsfaktors
66 dem Gargeschirr 14 die eingegebene Heizleistung und/oder Heizleistungsdichte zu.
Die Steuereinheit 16 ermittelt in dem Zuordnungsschritt 70 eine eingegebene Sollheizleistung
des Gargeschirrs 14. Hierbei weist der Begriff eingegebene Sollheizleistung eine Heizleistung
und/oder eine Heizleistungsdichte des Gargeschirrs 14 auf.
[0044] In einem Leistungskontrollzyklus 72 ermittelt die Steuereinheit 16 auf Basis des
Leistungsfaktors 48 einen Wert einer gemessenen Leistung des Gargeschirrs 14. In einem
Leistungsvergleichsschritt 74 vergleicht die Steuereinheit die gemessene Leistung
des Gargeschirrs mit der eingegebenen Sollheizleistung. Die Steuereinheit 16 regelt
in dem Leistungskontrollzyklus 72 einen Wert der gemessenen Leistung auf den Wert
der eingegebenen Sollheizleistung. In dem Leistungsvergleichsschritt 74 ermittelt
die Steuereinheit 16 einen Leistungsfehlerfaktor 76. Die Steuereinheit 16 ermittelt
den Leistungsfehlerfaktor 76 auf Basis des Werts der gemessenen Leistung und des Werts
der eingegebenen Sollheizleistung.
[0045] Die Steuereinheit 16 führt auf Basis des Leistungsfehlerfaktors 76 einen Regulationsschritt
78 durch. Auf Basis des Leistungsfehlerfaktors 76 ermittelt die Steuereinheit 16 in
dem Regulationsschritt 78 einen Regulationsparameter 80, mit welchem das Gargeschirr
14 betreibbar ist. Die Steuereinheit 16 ermittelt auf Basis des Leistungsfehlerfaktors
76 in dem Regulationsschritt 78 einen Tastgrad und eine Frequenz, die zu einem Betrieb
des Gargeschirrs 14 geeignet sind, um den Wert der gemessenen Leistung auf den Wert
der eingegebenen Sollheizleistung zu regeln. Der Regulationsparameter 80 weist den
Tastgrad auf, der zu einem Betrieb des Gargeschirrs 14 geeignet ist. Der Regulationsparameter
80 weist die Frequenz auf, diezu einem Betrieb des Gargeschirrs 14 geeignet ist.
[0046] In einem Modulationsschritt 82 moduliert die Steuereinheit 16 den Tastgrad und die
Frequenz des Gargeschirrs 14. Die Steuereinheit 16 ermittelt in dem Modulationsschritt
82 ein Modulationssignal 84. Das Modulationssignal 84 weist die überlagerten Parameter
des Tastgrads und der Frequenz auf, die zu einem Betrieb des Gargeschirrs 14 geeignet
sind. Die Steuereinheit 16 gibt das Modulationssignal 84 an die Versorgungseinheit
34 aus. Die Versorgungseinheit 34 aktiviert auf Basis des Modulationssignals 84 die
dem Gargeschirr 14 zugeordneten Heizelemente 30. Die Steuereinheit 16 wiederholt den
Leistungskontrollzyklus 72 dauerhaft, um eine Regulierung des Werts der gemessenen
Leistung auf den Wert der eingegebenen Sollheizleistung zu erreichen.
[0047] Im Folgenden wird eine Anwendung des oben beschriebenen Verfahrens anhand von einigen
Beispielen beschrieben. Beispielsweise stellt ein Bediener ein beliebiges, der Steuereinheit
16 bislang unbekanntes Gargeschirr 14a auf (vgl. Fig. 1). Das Gargeschirr 14a ist
als Kochtopf ausgebildet. Auf Basis der von der Sensoreinheit 12 detektierten Gargeschirrkenngröße
erkennt die Steuereinheit 16 das Gargeschirr 14a. Die Steuereinheit 16 ordnet dem
Gargeschirr 14a zu der Erkennung eine Gruppe von Gargeschirren 14 zu. In der Speichereinheit
50 ist eine Vielzahl verschiedener Gruppen von Gargeschirren 14 gespeichert. Zu der
Erkennung des Gargeschirrs 14a vergleicht die Steuereinheit 16 die Gargeschirrkenngrößen
mit in der Speichereinheit 50 der Steuereinheit 16 hinterlegten Referenzkenngrößen.
Die Steuereinheit 16 ordnet das Gargeschirr 14a einer Koch-Gruppe zu.
[0048] Zu einer Ermittlung von Betriebsparametern für das Gargeschirr 14a, gibt die Steuereinheit
16 mittels der Bedieneinheit 24 eine Eingabeaufforderung an den Bediener aus. Die
Steuereinheit 16 betreibt das Gargeschirr 14a auf Basis der eingegebenen Sollheizleistung.
Hierbei regelt die Steuereinheit 16 eine dem Gargeschirr 14a zugeführte Heizleistungsdichte
auf die eine Sollheizleistungsdichte, die die Steuereinheit 16a auf Basis der eingegebenen
Sollheizleistung ermittelt. Beispielsweise hat die Steuereinheit auf Basis der von
der Sensoreinheit detektierten Kenngrößen, wie insbesondere der Gargeschirrkenngrößen
und/oder der Temperaturkenngrößen und/oder der Positionskenngrößen, eine Form, eine
Größe G, ein Material und eine Art des Gargeschirrs ermittelt. Die Steuereinheit 16
speichert die Gargeschirrkenngrößen, welche dem Gargeschirr 14a zugeordnet sind, in
der Speichereinheit 50 der Steuereinheit 16 zur Bildung von Referenzkenngrößen. Zusätzlich
hierzu speichert die Steuereinheit 16 die Positionskenngrößen und/oder die Temperaturkenngrößen,
welche dem Gargeschirr 14a zugeordnet sind, in der Speichereinheit 50 der Steuereinheit
16 zur Bildung von zusätzlichen Referenzkenngrößen.
[0049] Im Folgenden wird angenommen, das Gargeschirr 14a wird nach einer Beendigung des
Heizbetriebs erneut aufgestellt. Die Steuereinheit 16 erkennt auf Basis der Gargeschirrkenngrößen
das Gargeschirr 14a wieder. Zu der Wiedererkennung des Gargeschirrs 14a vergleicht
die Steuereinheit 16 die Gargeschirrkenngrößen mit in der Speichereinheit 50 der Steuereinheit
16 hinterlegten Referenzkenngrößen. Die in der Speichereinheit 50 hinterlegten Referenzkenngrößen
hat die Steuereinheit 16 in einem vorangegangenen Heizbetrieb des Gargeschirrs 14a
in der Speichereinheit 50 hinterlegt. Im Fall einer Wiedererkennung eines Gargeschirrs
14 überspringt die Steuereinheit 16 mehrere Verfahrensschritte, wie insbesondere den
Materialermittlungsschritt 60 und/oder den Größenanpassungsschritt 64 und/oder den
Leistungskontrollzyklus 72. Die Steuereinheit 16 schlägt im Fall einer Wiedererkennung
eines Gargeschirrs 14 dem Bediener eine Heizleistung, insbesondere eine Heizleistungsdichte,
und/oder eine Betriebsart vor.
[0050] In einem weiteren Fall stellt ein Bediener ein zweites Gargeschirr 14b auf (vgl.
Fig. 5). Das zweites Gargeschirr 14b unterscheidet sich von dem Gargeschirr 14a durch
einen Durchmesser eines Gargeschirrbodens. Beispielsweise weist das Gargeschirr 14a
einen Durchmesser von im Wesentlichen 18 cm auf. Das zweite Gargeschirr 14b weist
beispielsweise einen Durchmesser von im Wesentlichen 17,5 cm auf. Die Gargeschirrkenngröße
in Form der Größe G weicht von der in der Speichereinheit 50 hinterlegten Referenzkenngröße
ab. Eine Abweichung von der Referenzkenngröße liegt innerhalb eines Toleranzbereichs.
In dem Größenanpassungsschritt 64 verwendet die Steuereinheit 16 im Fall einer Abweichung
der Gargeschirrkenngröße von der Referenzkenngröße innerhalb des Toleranzbereichs
für die weitere Verarbeitung die Referenzkenngröße. Im betrachteten Beispiel verwendet
die Steuereinheit 16 für das zweite Gargeschirr 14b eine Gargeschirrkenngröße in Form
der Größe G von im Wesentlichen 18 cm.
[0051] In einem weiteren Fall stellt ein Bediener ein Gargeschirr 14c auf (vgl. Fig. 6).
Das Gargeschirr 14c ist als ein System-Gargeschirr ausgebildet. Die Kochfeldvorrichtung
10 und das Gargeschirr 14c sind Teil eines Systems 18. In der Speichereinheit 50 sind
dem Gargeschirr 14c zugeordnete Gargeschirrkenngrößen gespeichert. Die Gargeschirrkenngrößen
weisen eine Art des Gargeschirrs 14c auf. In der Speichereinheit 50 sind dem Gargeschirr
14c zugeordnete Zusatzfunktionen gespeichert. Die Zusatzfunktionen weisen Sensoren
28 auf, die für einen Heizbetrieb des Gargeschirrs 14c geeignet sind. Beispielsweise
ist das Gargeschirr 14c als eine Pfanne ausgebildet. Die Steuereinheit 16 identifiziert
das Gargeschirr 14c als System-Gargeschirr. Auf Basis einer Art des identifizierten
Gargeschirrs 14c ermittelt die Steuereinheit 16 eine Betriebsart, mit der das Gargeschirr
14c betreibbar ist. Die Steuereinheit 16 schlägt die ermittelte Betriebsart, mit der
das Gargeschirr 14c betreibbar ist, mittels der Bedieneinheit 24 einem Bediener vor.
Die Steuereinheit 16 wartet eine Bedieneingabe mittels der Bedieneinheit 24 vor einem
Starten eines Heizbetriebs des Gargeschirrs 14c ab. Alternativ könnte die Steuereinheit
16 zusätzlich zu einem Vorschlagen der Betriebsart mittels der Bedieneinheit 24 auf
Basis der Betriebsart automatisch einen temperaturgeregelten Heizbetrieb starten.
Die Steuereinheit 16 verwendet bei einem Heizbetrieb des als Pfanne ausgebildeten
Gargeschirrs 14c einen Sensor 28a, der insbesondere auf einer einem Bediener abgewandten
Seite der Kochfeldplatte 22 angeordnet und insbesondere als Infrarot-Sensor ausgebildet
sein könnte.
[0052] Ein Gargeschirr 14d könnte beispielsweise als TeppanYaki-Platte ausgebildet sein
(vgl. Fig. 7). Das Gargeschirr 14d ist als ein System-Gargeschirr ausgebildet. Das
Gargeschirr 14d bedeckt mehrere Heizelemente 30. Die Steuereinheit 16 schlägt dem
Bediener eine Zusatzfunktion für das Gargeschirr 14d vor. Gemäß der Zusatzfunktion
ordnet die Steuereinheit 16 dem Gargeschirr 14d eine für das Gargeschirr 14d geeignete
Betriebsart zu. Hierbei ordnet die Steuereinheit dem Gargeschirr 14d zwei Heizzonen
zu. Eine erste Heizzone, die dem als TeppanYaki-Platte ausgebildeten Gargeschirr 14d
zugeordnet ist, ist zu einem Erhitzen von Gargütern vorgesehen. Eine zweite Heizzone,
die dem als TeppanYaki-Platte ausgebildeten Gargeschirr 14d zugeordnet ist, ist zu
einem Warmhalten von Gargütern vorgesehen.
[0053] Im Fall einer Erkennung eines Gargeschirrs 14 als System-Gargeschirr aktiviert die
Steuereinheit 16 spezielle Zusatzfunktionen. Die Steuereinheit 16 schaltet in der
Bedieneinheit 24, insbesondere in einer optischen Ausgabeeinheit 26, den Zusatzfunktionen
zugeordnete zusätzliche Symbole frei. Die zusätzlichen Symbole sind bei einem von
einem System-Gargeschirr verschieden ausgebildeten Gargeschirr 14 deaktiviert und
verborgen, wie beispielsweise unbeleuchtet und/oder verdeckt, angeordnet.
Bezugszeichen
[0054]
- 10
- Kochfeldvorrichtung
- 12
- Sensoreinheit
- 14
- Gargeschirr
- 16
- Steuereinheit
- 18
- System
- 20
- Kochfeld
- 22
- Kochfeldplatte
- 24
- Bedieneinheit
- 26
- Ausgabeeinheit
- 28
- Sensor
- 30
- Heizelement
- 32
- Variabler Kochflächenbereich
- 34
- Versorgungseinheit
- 36
- Analog-Digital-Umsetzer
- 40
- Signaltransformationsschritt
- 42
- Frequenzabhängiges Signal
- 44
- Leistungsermittlungsschritt
- 46
- Leistungssignal
- 48
- Leistungsfaktor
- 50
- Speichereinheit
- 52
- Kurvenanpassung
- 54
- Impedanzermittlungsschritt
- 56
- Impedanzsignal
- 58
- Gargeschirrsignal
- 60
- Materialermittlungsschritt
- 62
- Materialsignal
- 64
- Größenanpassungsschritt
- 66
- Größenanpassungsfaktor
- 68
- Bedienerschnittstelle
- 70
- Zuordnungsschritt
- 72
- Leistungskontrollzyklus
- 74
- Leistungsvergleichsschritt
- 76
- Leistungsfehlerfaktor
- 78
- Regulationsschritt
- 80
- Regulationsparameter
- 82
- Modulationsschritt
- 84
- Modulationssignal
- G
- Größe
1. Induktionskochfeldvorrichtung mit einer Sensoreinheit (12), die dazu vorgesehen ist,
wenigstens eine Gargeschirrkenngröße zumindest eines aufgestellten Gargeschirrs (14)
zu detektieren, mit einer Steuereinheit (16), die dazu vorgesehen ist, die wenigstens
eine Gargeschirrkenngröße auszuwerten, und mit mehreren Heizelementen (30), wobei
die Heizelemente (30) einen variablen Kochflächenbereich (32) definieren, wobei die
Steuereinheit (16) dazu vorgesehen ist, neben Größe und Form zumindest eine weitere
Gargeschirrkenngröße für eine weitere Verarbeitung auszuwerten, wobei die Steuereinheit
(16) dazu vorgesehen ist, auf Basis der wenigstens einen Gargeschirrkenngröße das
zumindest eine Gargeschirr (14) zu erkennen, wobei die Steuereinheit (16) dazu vorgesehen
ist, auf Basis der wenigstens einen Gargeschirrkenngröße das zumindest eine Gargeschirr
(14) wiederzuerkennen, und wobei die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße und die
zumindest eine weitere Gargeschirrkenngröße jeweils physikalische und/oder chemische
Größen sind, die das Gargeschirr (14) als solches kennzeichnen und/oder definieren,
und zwar unabhängig von einem Betriebszustand, wobei die Steuereinheit (16) dazu vorgesehen
ist, zu der Erkennung des zumindest einen Gargeschirrs (14) die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße
mit wenigstens einer in einer Speichereinheit (50) der Steuereinheit (16) hinterlegten
Referenzkenngröße zu vergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (16) dazu vorgesehen ist, im Fall einer Abweichung der wenigstens
einen Gargeschirrkenngröße von der wenigstens einen Referenzkenngröße innerhalb wenigstens
eines Toleranzbereichs für die weitere Verarbeitung die wenigstens eine Referenzkenngröße
zu verwenden.
2. Induktionskochfeldvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (16) dazu vorgesehen ist, die wenigstens eine Gargeschirrkenngröße
in einer Speichereinheit (50) der Steuereinheit (16) zur Bildung wenigstens einer
Referenzkenngröße zu speichern.
3. Induktionskochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (16) dazu vorgesehen ist, auf Basis einer Art des identifizierten
zumindest einen Gargeschirrs (14) wenigstens eine Betriebsart zu ermitteln, mit der
das zumindest eine Gargeschirr (14) betreibbar ist.
4. Induktionskochfeldvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (16) dazu vorgesehen ist, die wenigstens eine Betriebsart vorzuschlagen.
5. Induktionskochfeldvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (16) dazu vorgesehen ist, auf Basis der wenigstens einen Betriebsart
automatisch wenigstens einen temperaturgeregelten Heizbetrieb zu starten.
6. System mit zumindest einer Induktionskochfeldvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche und mit zumindest einem Gargeschirr (14), das als ein System-Gargeschirr
ausgebildet ist, wobei die Steuereinheit (16) eine Speichereinheit (50) aufweist,
in welcher wenigstens eine dem zumindest einen Gargeschirr (14) zugeordnete Gargeschirrkenngröße
und/oder wenigstens eine dem zumindest einen Gargeschirr (14) zugeordnete Zusatzfunktion
gespeichert sind/ist.
7. Induktionskochfeld mit zumindest einer Induktionskochfeldvorrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 5.
1. Induction hotplate device having a sensor unit (12), which is provided to detect at
least one cookware parameter of at least one positioned item of cookware (14), having
a control unit (16), which is provided to evaluate the at least one cookware parameter,
and having a number of heating elements (30), wherein the heating elements (30) define
a variable cooking surface area (32), wherein the control unit (16) is provided to
evaluate at least one further cookware parameter for a further processing in addition
to the size and shape, wherein the control unit (16) is provided to identify the at
least one item of cookware (14) on the basis of the at least one cookware parameter,
wherein the control unit (16) is provided to reidentify the at least one item of cookware
(14) on the basis of the at least one cookware parameter, and wherein the at least
one cookware parameter and the at least one further cookware parameter are physical
and/or chemical variables in each case, which identify and/or define the item of cookware
(14) as such, namely independently of an operating state, wherein for the purpose
of identifying the at least one item of cookware (14) the control unit (16) is provided
to compare the at least one cookware parameter with at least one reference parameter
stored in a storage unit (50) of the control unit (16), characterised in that the control unit (16) is provided, in the case of a deviation in the at least one
cookware parameter from the at least one reference parameter, to use the at least
one reference parameter within at least one tolerance for the further processing.
2. Induction hotplate device according to claim 1, characterised in that the control unit (16) is provided to store the at least one cookware parameter in
a storage unit (50) of the control unit (16) in order to form at least one reference
parameter.
3. Induction hotplate device according to one of the preceding claims, characterised in that the control unit (16) is provided to determine at least one mode of operation with
which the at least one item of cookware (14) can be operated on the basis of a type
of the identified at least one item of cookware (14).
4. Induction hotplate device according to claim 3, characterised in that the control unit (16) is provided to propose the at least one mode of operation.
5. Induction hotplate device according to claim 3 or 4, characterised in that the control unit (16) is provided to automatically start at least one temperature-regulated
heating mode on the basis of the at least one mode of operation.
6. System having at least one induction hotplate device (10) according to one of the
preceding claims, and having at least one item of cookware (14) which is embodied
as a system item of cookware, wherein the control unit (16) has a storage unit (50)
in which at least one cookware parameter assigned to the at least one item of cookware
(14) and/or at least one additional function assigned to the at least one item of
cookware (14) is/are stored.
7. Induction hotplate having at least one induction hotplate device (10) according to
one of claims 1 to 5.
1. Dispositif de champ de cuisson à induction, avec une unité de capteurs (12) prévue
afin de détecter au moins une grandeur caractéristique d'élément de batterie de cuisine
d'au moins un élément de batterie de cuisine utilisé (14), avec une unité de commande
(16) prévue afin d'évaluer l'au moins une grandeur caractéristique d'élément de batterie
de cuisine, et avec plusieurs éléments chauffants (30), dans lequel les éléments chauffants
(30) définissent une zone de surface de cuisson variable (32), dans lequel l'unité
de commande (16) est prévue afin d'évaluer, outre la taille et la forme, au moins
une grandeur caractéristique d'élément de batterie de cuisine supplémentaire pour
un traitement supplémentaire, dans lequel l'unité de commande (16) est prévue afin
de reconnaître, sur la base de l'au moins une grandeur caractéristique d'élément de
batterie de cuisine l'au moins un élément de batterie de cuisine (14), dans lequel
l'unité de commande (16) est prévue afin de reconnaître une nouvelle fois, sur la
base de l'au moins une grandeur caractéristique d'élément de batterie de cuisine l'au
moins un élément de batterie de cuisine (14), et dans lequel l'au moins une grandeur
caractéristique d'élément de batterie de cuisine et l'au moins une grandeur caractéristique
d'élément de batterie de cuisine supplémentaire sont chacune une grandeur physique
et/ou chimique, qui caractérisent et/ou définissent l'élément de batterie de cuisine
(14) en tant que tel, indépendamment d'un état de fonctionnement, dans lequel l'unité
de commande (16) est prévue afin de comparer l'au moins une grandeur caractéristique
d'élément de batterie de cuisine à au moins une grandeur caractéristique de référence
enregistrée dans une unité de mémoire (50) de l'unité de commande (16) pour la reconnaissance
de l'au moins un élément de batterie de cuisine (14), caractérisé en ce que l'unité de commande (16) est prévue, en cas de divergence de l'au moins une grandeur
caractéristique d'élément de batterie de cuisine par rapport à l'au moins une grandeur
caractéristique de référence à l'intérieur d'au moins une zone de tolérance, afin
d'utiliser l'au moins une grandeur caractéristique de référence pour la suite du traitement.
2. Dispositif de champ de cuisson à induction selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de commande (16) est prévue afin d'enregistrer l'au moins une grandeur caractéristique
d'élément de batterie de cuisine dans une unité de mémoire (50) de l'unité de commande
(16) pour la constitution d'au moins une grandeur caractéristique de référence.
3. Dispositif de champ de cuisson à induction selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité de commande (16) est prévue afin de déterminer, sur la base d'un type de
l'au moins un élément de batterie de cuisine (14) identifié, au moins un mode de fonctionnement
selon lequel l'au moins un élément de batterie de cuisine (14) peut être exploité.
4. Dispositif de champ de cuisson à induction selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de commande (16) est prévue afin de proposer l'au moins un mode de fonctionnement.
5. Dispositif de champ de cuisson à induction selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'unité de commande (16) est prévue afin de lancer, sur la base de l'au moins un
mode de fonctionnement, automatiquement au moins un mode de chauffe à température
régulée.
6. Système avec au moins un dispositif de champ de cuisson à induction selon l'une des
revendications précédentes et avec au moins un élément de batterie de cuisine (14)
exécuté sous la forme d'un élément de batterie de cuisine systémique, dans lequel
l'unité de commande (16) présente une unité de mémoire (50), dans laquelle au moins
une grandeur caractéristique d'élément de batterie de cuisine affectée à l'au moins
un élément de batterie de cuisine (14) et/ou au moins une fonction supplémentaire
affectée à l'au moins un élément de batterie de cuisine (14) est/sont enregistrée(s).
7. Champ de cuisson à induction, avec au moins un dispositif de champ de cuisson à induction
(10) selon l'une des revendications 1 à 5.