[0001] Die Erfindung betrifft eine motorisch betriebene Vorrichtung für Ski, im Besonderen
für Tourenski, wodurch die Aufstiegsbewegung unterstützt und somit mit weniger körperlicher
Leistung, das zum bergauf Gehen benötigte, abwechselnde Ski nach vor Schieben, durchgeführt
werden kann. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Sportgerät, wie dies in den Ansprüchen
1 und 5 angegeben ist.
[0002] Aus der
DE 649 153 ist ein Sportgerät, insbesondere ein Aufstiegsski oder Tourenski bekannt, welches
an dem in Bewegungsrichtung gesehen vorderen Endabschnitt eine ausklappbare Abstoßschaufel
aufweist. Diese Abstoßschaufel ist am Ski so angeordnet, dass sie in Richtung des
Untergrundes ausgeklappt werden kann und somit in den Schnee eingreifen kann. Die
nach unten ausklappbare Abstoßschaufel ist dabei mit einem Gestänge verbunden, welches
zur Bindung geführt ist. Wenn der Benutzer während des Gehens seinen Fuß senkt und
somit die Bindung mit seinem Körpergewicht belastet, wird das Gestänge durch das Körpergewicht
aktiviert. Dadurch wird die Abstoßschaufel ausgeklappt und auch nach hinten gezogen,
sodass der Ski nach vorne gleitet.
[0003] Die in der
DE 649 153 beschriebene Ausführung besitzt den Nachteil, dass die Abstoßschaufel in den Schnee
eingreifen muss, um erreichen zu können, dass der Ski durch die Abstoßschaufel nach
vorne bewegt wird. Bei hartem Schnee, insbesondere bei Eis bzw. Kompaktschnee, kann
die Abstoßschaufel nicht ausreichend in den Schnee gedrückt werden, um einen guten
Halt zu gewährleisten. Bei sehr weichem Schnee hingegen kann der Schneeuntergrund
der Abstoßschaufel nicht genug Widerstand entgegen setzen um die von der Abstoßschaufel
übertragene Kraft aufzunehmen. Somit kann die Abstoßschaufel bei den zumeist vorliegenden
Schneeverhältnissen die gewünschte Wirkung nicht erzielen.
[0004] Weiters sind verschiedene, motorische Aufstiegshilfen für Tourenskiläufer/innen bekannt.
Die in
AT403659B beschriebene Ausführung, mit der an der Hüfte befestigten seilwindenähnlicher Vorrichtung,
mit zwei an der Spitze der Ski befestigten Seilen, die abwechselnd ein- und ausfahren,
wodurch der Körper abwechselnd nach vor gezogen wird. Dieses ständige hin- und herziehen
des Körpers verändert die ursprüngliche Bewegungsform des Tourengehens, was sich als
Nachteil erweisen kann.
So wirken die in der
DE 36 44 561 A1 und
DE 35 44 688 A1 beschriebenen Vorrichtungen über Gleit- bzw. Rollkörper direkt auf die Schneedecke
und sind daher von der Griffigkeit des Schnees abhängig. Dieser Nachteil könnte nur
durch den Einsatz von großer reib- bzw. rollflächenerzeugenden Antriebselementen gemildert
werden, womit andererseits eine erhebliche Gewichts- und Raumzunahme dieser bekannten
Vorrichtung verbunden wäre.
Aus der
DE 247 482 C wurde eine motor- oder pneumatisch betriebene "Vorrichtung zur Erleichterung des
Bergsteigens" bekannt, welche zum Bewegen der Beine ein- und ausziehbare Stangen ("Lenker")
verwendet. Dabei ist das Ausmaß zwischen Verkürzung und Streckung dieser "Lenker"
bzw. der Beine durch Anschläge vorbestimmt, die ihrerseits wiederum Auslöser für die
Umschaltung des Kraftflusses beim Schrittwechsel von einem Bein auf das andere sind.
Ohne Rücksicht auf die geländebedingten Erfordernisse ist dabei das vorgegebene Verhältnis
zwischen Biegen und Strecken der Beine, also eine bestimmte Gangart, strikt einzuhalten,
damit die Anschlage erreicht werden. (So ist z.B. ein Aufstieg mit gestreckten Beinen,
wie das bei geringer Steigung üblich ist, nicht möglich.)
[0005] Ein Sportgerät mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 ist aus
DE 10 2005 043 810 A1 bekannt.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Sportgerät
zu schaffen, welches bei einer Vielzahl von unterschiedlichen Schneebedingungen eine
gute Aufstiegshilfe bereitstellt bzw. eine praktikable Unterstützung bei der Fortbewegung
im Gelände oder in der Ebene ermöglicht.
Insbesondere liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde einen Tourenski so zu gestalten,
dass der Bewegungsablauf und die Körperhaltung des Tourenskigehers nicht verändert
wird, nur der Energieaufwand durch motorische Unterstützung herabgesetzt werden kann.
Diese Aufgabe der Erfindung wird durch eine motorische Aufstiegshilfe für Tourenskiläufer
bzw. durch ein Sportgerät, insbesondere durch eine Tourenskianordnung, mit den Merkmalen
gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0007] Insbesondere löst die Erfindung die Aufgabe dadurch, dass zwischen Tourenskioberseite
und Tourenskibindung eine Gleitvorrichtung angebracht ist, die auf der Oberseite vom
Ski montiert, oder im Ski integriert ist und die Tourenskibindung auf der Gleitvorrichtung
montiert ist. Die Gleitvorrichtung dient dazu, dass die Bindung in Längsrichtung von
der Skimitte ausgehend in Richtung Skispitze und in Richtung Skiende bewegt werden
kann. Die Tourenskibindung auf der Gleitvorrichtung wird von einem Motor, vorzugsweise
Elektromotor, abwechselnd gesteuert von der Drehbewegung der Tourenskibindung und/oder
dem Belastungsschalter, der durch Belasten und Entlasten des Tourenskigehers betätigt
wird, in Richtung Skispitze oder zurück zum Skiende gezogen. Die Bewegung der Tourenskibindung
kann mit bekannter Technik wie Zahnstange, Gewindestange, Pneumatik oder Hydraulikzylinder
oder mit Seilzug hergestellt werden.
[0008] Eine erste mögliche Ausführungsform ist ein Tourenski, bestehend aus einer Gleitfläche,
an die ein Fell oder fellähnlicher Kunststoff angebracht ist, um beim bergauf Gehen
das Zurückrutschen zu verhindern. Weiters befindet sich auf dem Tourenski eine Tourenskibindung.
In diese Bindung rastet der Skischuh ein, wodurch die Verbindung zwischen Tourenskigeher
und Tourenski hergestellt ist. Eine Tourenskibindung ist so gestaltet, dass zum Gehen
die Fixierung an der Ferse gelöst werden kann und der Schuh mit der Bindung, im Zehenbereich,
mit dem Ski drehbeweglich verbunden ist. Zum Bergabfahren wird der Schuh im Fersenbereich
fixiert.
[0009] Eine mögliche vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sportgeräts ist
eine Tourenskianordnung. Das Sportgerät umfasst einen Gleitkörper an welchem eine
Unterseite als Gleitfläche ausgebildet ist, welche Gleitfläche im Wesentlichen der
in Richtung zu einer Oberseite des Gleitkörpers projizierten Fläche entspricht. Weiters
umfasst das Sportgerät eine an der Oberseite des Gleitkörpers angeordnete Bindungsvorrichtung,
insbesondere Tourenskibindung, zur bedarfsweise lösbaren Befestigung eines Sportschuhs
eines Benutzers, sowie eine Lagervorrichtung durch welche die Bindungsvorrichtung,
insbesondere ein Schuhhalterungsteil der Bindungsvorrichtung, mittels der Lagervorrichtung
relativ zum Gleitkörper entlang dessen Längsrichtung verstellbar gehaltert ist. Weiters
ist eine mit einer Energieversorgungsvorrichtung verbindbare Antriebsvorrichtung ausgebildet,
durch welche die Bindungsvorrichtung aktiv und oszillierend gekoppelt an den Gehablauf
des Benutzers in Längsrichtung des Gleitkörpers verschiebbar ist. Eine oszillierende
Verschiebung der Bindungsvorrichtung im Sinne dieses Dokumentes bedeutet, dass während
der Gehbewegung des Benutzers, welcher zwei erfindungsgemäße Sportgeräte an seinen
Füßen angeschnallt hat, die Bindungsvorrichtung relativ zum Gleitkörper in Längsrichtung
nach vor und wieder zurück verschoben wird. Der Zeitpunkt der Verschiebung, bzw. die
Verschieberichtung ist vom Bewegungsablauf bzw. der Bewegungsgeschwindigkeit des Benutzers
abhängig. Somit muss die oszillierende Bewegung nicht periodisch sein, sondern bedeutet
oszillierend vielmehr, dass die Bewegung wiederkehrend während der Benutzung des Sportgerätes
im Aufstieg ausgeführt wird.
[0010] Ein Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung liegt darin, dass durch die Lagervorrichtung
und der damit verbundenen Antriebsvorrichtung die Bindungsvorrichtung aktiv und oszillierend
in Längsrichtung des Sportgerätes verschoben werden kann. Dadurch kann eine Schrittlänge
des Benutzers verlängert bzw. eine zurückgelegte Wegstrecke je Schritt des Benutzers
durch das Sportgerät vergrößert werden, wodurch der Benutzer nur eine verminderte
Arbeitsleistung zur Besteigung eines Berges bzw. zur Fortbewegung in der Ebene aufbringen
muss und somit Kraft bzw. Körperenergie sparen kann. Die erfindungsgemäße Ausbildung
weist weiters den Vorteil auf, dass die angegebene Konstruktion zur Unterstützung
des Benutzers relativ einfach aufgebaut werden kann. Einerseits kann dadurch Gewicht
eingespart werden und andererseits sind nur wenige bewegliche Teile am Sportgerät
vorhanden, wodurch die Robustheit bzw. Funktionszuverlässigkeit des Sportgerätes erhöht
wird. Durch den vorteilhaften Aufbau kann die Lagervorrichtung mit der Antriebseinheit
auch an jedem standardmäßigen Gleitkörper, wie zum Beispiel einem klassischen Tourenski,
einfach angebracht werden. Zur Kraftübertragung vom Gleitkörper auf den Untergrund,
wie etwa Schnee oder Eis, kann ein konventionelles Steigfell verwendet werden. Ein
weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung liegt darin, dass das Sportgerät
schnell und einfach von einem Aufstiegszustand in einen Abfahrtszustand - und umgekehrt
- umgebaut werden kann. Durch den vorteilhaften Aufbau werden sowohl im Aufstiegszustand
als auch im Abfahrtszustand des Sportgerätes die Handlingeigenschaften gegenüber einem
herkömmlichen Tourenski nicht bzw. kaum verschlechtert. Ein weiterer Vorteil liegt
darin, dass nahezu herkömmliche Gleitgeräte bzw. Skier eingesetzt werden können, welche
sich in der Praxis bereits vielfach bewährt haben. Insbesondere sind keine baulich
aufwendigen Sonderkonstruktionen für das Gleitgerät erforderlich, wodurch die Kosten
für die Schaffung des Sportgerätes möglichst gering gehalten werden können. Zudem
wird durch die angegebenen Maßnahmen die Aufstandshöhe des Benutzers gegenüber dem
Untergrund relativ niedrig gehalten. Darüber hinaus weist das erfindungsgemäße Sportgerät
ein relativ geringe Anzahl mechanischer Komponenten bzw. bewegter Teile, wie beispielsweise
Gelenksstellen oder Führungsorgane auf, sodass auch unter widrigen Einsatzbedingungen,
insbesondere im Umfeld von Schnee, eine hohe Funktionszuverlässigkeit bzw. Funktionsstabilität
erzielbar ist.
[0011] Weiters kann es zweckmäßig sein, wenn die Lagervorrichtung eine Linearführung, insbesondere
eine Profilschienenführung wie eine Lineargleitführung oder eine Linearkugelführung,
umfasst. Von Vorteil ist hierbei, dass durch eine derartige Linearführung der Schuhhalterungsteil
der Bindungsvorrichtung, in welchem ein Sportschuh aufgenommen ist, präzise und leichtgängig
gegenüber dem Gleitkörper in dessen Längsrichtung aktiv verschoben werden kann.
[0012] Ferner kann vorgesehen sein, dass eine Führungsschiene der Linearführung am Gleitkörper
befestigt oder in diesen integriert ist, und zumindest ein mit der Linearführung korrespondierender
Führungsschlitten an der Bindungsvorrichtung befestigt, oder in diese integriert ist.
Von Vorteil ist hierbei, dass dadurch das Sportgerät möglichst einfach aufgebaut ist,
sodass es möglichst gewichtssparend und funktional ist.
[0013] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Antriebsvorrichtung einen Elektromotor
umfasst, durch welchen die Bindung relativ zum Gleitkörper verschiebbar ist. Von Vorteil
ist hierbei, dass ein Elektromotor gegenüber einem Verbrennungsmotor sehr geräuscharm
ist. Darüber hinaus kann ein Elektromotor möglichst klein und gewichtssparend gebaut
werden. Zudem ist ein Elektromotor besonders wartungsarm bzw. wartungsfrei und hinsichtlich
seines Antriebsverhaltens bzw. seiner Antriebsleistung gut steuer- bzw. regulierbar.
Ein weiterer großer Vorteil eines Elektromotors liegt darin, dass dieser umweltschonend
betrieben werden kann und keine brennbaren Flüssigkeiten oder sonstige, gefährliche
Treibstoffe mitgeführt werden müssen.
[0014] Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass der Elektromotor als Spindelmotor
ausgebildet ist oder, wahlweise über ein Getriebe, an eine Stellspindel gekoppelt
ist. Von Vorteil ist hierbei, dass ein Elektromotor mit einer Stellspindel eine schnelle
Verstellung bzw. eine praktikable Positionierung der Lagervorrichtung bzw. der Bindungsvorrichtung
erlaubt.
[0015] Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass der Elektromotor, wahlweise über ein Getriebe,
an ein Zahnrad gekoppelt ist, welches in eine korrespondierende Zahnstange eingreift.
Von Vorteil ist hierbei, dass ein Zahnrad, welches in eine Zahnstange eingreift, nur
eine geringe Massenträgheit aufweist, wodurch eine dynamische Positionierung der Lagervorrichtung
erfolgen kann und ein optimierter Betrieb des Sportgerätes erzielbar ist. Weiters
kann bei einer derartigen Lösung das Zahnrad mitsamt der Antriebseinheit leicht vom
Gleitkörper entfernt werden, wodurch besonders die Handlingeigenschaften im Abfahrtszustand
des Sportgerätes bzw. des Gleitkörpers verbessert werden können.
[0016] In einer weiteren Alternative kann vorgesehen sein, dass der Elektromotor, wahlweise
über ein Getriebe, an eine Seilantriebtrommel gekoppelt ist. Von Vorteil ist hierbei,
dass ein Aufbau mit einer Seilantriebstrommel einfach und kostengünstig ausgeführt
werden kann. Ein derartiger Aufbau ist darüber hinaus sehr robust und widerstandsfähig
bzw. unempfindlich gegenüber Umgebungseinflüssen.
[0017] In wieder einer anderen Alternative kann vorgesehen sein, dass die Antriebsvorrichtung
einen Stellzylinder, etwa einen Pneumatikzylinder oder einen Hydraulikzylinder umfasst,
durch welchen die Bindungsvorrichtung relativ zum Gleitkörper verschiebbar ist. Von
Vorteil ist hierbei, dass ein derartiger Pneumatikzylinder oder Hydraulikzylinder
einfach angesteuert werden kann, wodurch keine hohen Anforderungen an die Steuerung
gestellt werden.
[0018] In noch einer anderen Alternative kann vorgesehen sein, dass die Antriebsvorrichtung
einen Kurbeltrieb, insbesondere eine Kurbelwelle mitsamt Pleuelstange umfasst, durch
welchen die Bindungsvorrichtung relativ zum Gleitkörper verschiebbar ist. Hierbei
ist vorteilhaft, dass ein derartiger Kurbeltrieb sehr einfach aufgebaut ist. Ein Elektromotor
zum Antreiben des Kurbeltriebes braucht dabei auch nur in eine Drehrichtung zu drehen,
um die oszillierende Verschiebung der Bindungsvorrichtung bewerkstelligen zu können.
[0019] Ferner kann es zweckmäßig sein, dass eine elektrotechnische Steuereinheit mit der
Antriebsvorrichtung verbunden und zur Steuerung der Antriebsvorrichtung ausgebildet
ist, welche Steuereinheit eine digitale Eingabevorrichtung oder ein Potentiometer
umfasst, durch welche eine Bewegungsgeschwindigkeit, eine Einschaltdauer, Schaltzeitpunkte
und/oder ein Stellweg der Antriebsvorrichtung vorgebbar oder variabel einstellbar
ist. Von Vorteil ist hierbei, dass eine derartige elektrotechnische Steuereinheit
die ablaufspezifische Ansteuerung für den Elektromotor besonders anpassungsfähig und
zuverlässig übernehmen kann. Weiters ist es von Vorteil, wenn die Drehzahl des Elektromotors
und die Schaltdauer bzw. die Schaltzeitpunkte variabel eingestellt werden können.
Dadurch kann eine Verfahr- bzw. Fortbewegungsgeschwindigkeit, eine Schrittfrequenz,
eine elektromotorische Unterstützungsleistung und/oder eine Schrittlänge an die Bedürfnisse
des jeweiligen Benutzers angepasst und abgestimmt werden.
[0020] Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Steuereinheit mit wenigstens einem
Erfassungsmittel, beispielsweise einem Schaltkontakt oder einem elektrotechnischen
Sensor, zur Erfassung eines Aktivierungsbefehls für die Antriebsvorrichtung verbunden
ist. Von Vorteil ist hierbei, dass der Aktivierungsbefehl für die Antriebsvorrichtung
von Seiten des Benutzers vorgegeben bzw. zumindest beeinflusst oder mitbestimmt werden
kann. Insbesondere ist dadurch eine benutzerbewusste Aktivierung bzw. Deaktivierung
und/oder Beeinflussung der Unterstützungsleistung der Antriebsvorrichtung gewährleistet.
Das Verhalten des Sportgerätes kann somit spontan bzw. gut und an die individuellen
Bedürfnisse des Benutzers bzw. an die wechselnden Gegebenheiten und Umfeldbedingungen
angepasst werden.
[0021] Weiters kann vorgesehen sein, dass das wenigstens eine Erfassungsmittel zur Erfassung
eines von einem Benutzer aktiv oder bewusst initiierten Steuerbefehls und/oder zur
Erfassung eines durch den physiologischen Bewegungsablauf bedingten Bewegungszustandes,
beispielsweise einer vorbestimmten Drehwinkelstellung der Bindungsvorrichtung relativ
zum Gleitkörper oder einer Druckbelastung gegenüber dem Gleitkörper, ausgebildet ist,
und dass die Antriebsvorrichtung in Abhängigkeit von den Erfassungszuständen des wenigstens
einen Erfassungsmittels angesteuert ist. Von Vorteil ist hierbei, dass die Steuerung
auf bewusst bzw. manuell gesetzte Befehle reagiert und/oder auf unbewusst bzw. automatisiert
gesetzte, insbesondere an den physiologischen Geh- bzw. Bewegungsablauf gekoppelte,
Befehle des Benutzers reagiert, und das Sportgerät somit optimal betrieben bzw. optimiert
benutzt werden kann.
[0022] Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher der Verfahrweg der Bindung relativ
zum Gleitkörper zwischen 40mm und 600mm, insbesondere zwischen 200 mm und 500mm, bevorzugt
zwischen 250mm und 350mm beträgt. Besonders dieser Verfahrbereich bzw. aktive Stellweg
hat sich als vorteilhaft herausgestellt, da in diesem Bereich der bauliche Aufwand
für das Sportgerät gering gehalten werden kann und trotzdem eine ausreichende Schrittlängenverlängerung
bzw. Fortbewegungsunterstützung erzielbar ist, um einen vorteilhaften Betrieb des
Sportgerätes erreichen zu können.
[0023] Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass der Elektromotor und das Getriebe
in einem Hohlrad aufgenommen sind, wobei ein Außenmantel des Hohlrades eine umlaufende
Verzahnung aufweist. Von Vorteil ist hierbei, dass eine derartige Konstruktion sehr
kompakt und einfach gebaut werden kann, wodurch einerseits Gewichtseinsparungen möglich
sind und darüber hinaus das Sportgerät sehr robust bzw. unempfindlich gegenüber Umgebungseinflüssen
wird.
[0024] Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass die Linearführung eine Verzahnung aufweist,
in welche das Zahnrad, oder die umlaufende Verzahnung des Hohlrades kämmend eingreift.
Von Vorteil ist hierbei, dass somit möglichst wenige Teile benötigt werden, um die
gewünschte Funktionalität des Sportgerätes zu erreichen.
[0025] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Antriebsvorrichtung mit der Bindungsvorrichtung
bewegungsgekoppelt ist und simultan mit der Bindungsvorrichtung relativ zum Gleitkörper
verschiebbar ist. Von Vorteil ist hierbei, dass die Antriebsvorrichtung einfach an
der Bindungsvorrichtung befestigt werden kann bzw. mit dieser eine kompakte bauliche
Einheit bilden kann.
[0026] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass die Antriebsvorrichtung
mittels zumindest einer Kupplungsvorrichtung am Gleitkörper oder an der Bindungsvorrichtung
bedarfsweise montier- und demontierbar gehaltert ist. Von Vorteil ist hierbei, dass
dadurch besonders die Handlingeigenschaften des Gleitkörpers im Abfahrtszustand verbessert
werden können, da die zusätzliche Masse der Antriebsvorrichtung nicht auf den Gleitkörper
wirkt bzw. nicht mit dem Gleitkörper gekoppelt ist.
[0027] Schließlich kann vorgesehen sein, dass die Lagervorrichtung eine Arretiervorrichtung
umfasst, durch welche der Führungsschlitten, und damit die Bindungsvorrichtung, in
deren Position bezüglich der Längsrichtung gegenüber der Führungsschiene, und damit
gegenüber dem Gleitkörper, arretierbar ist. Von Vorteil ist hierbei, dass durch das
Fixieren der Bindungsvorrichtung gegenüber dem Gleitkörper in der Abfahrtsstellung
des Sportgerätes, in welcher die Gleitfunktion des Gleitkörpers genutzt wird, eine
erhöhte Stabilität bzw. Abfahrtsperformance erreicht werden kann.
[0028] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden, in den
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0029] Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines Sportgerätes mit einem Spindeltrieb als Antriebsvorrichtung
zur Längsverstellung der Bindungsvorrichtung;
- Fig. 2
- das Sportgerät nach Fig. 1 in aktiv zurückgezogener Stellung der Bindungsvorrichtung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Sportgerätes mit einem Spindeltrieb als Antriebsvorrichtung
zur Längsverstellung der Bindungsvorrichtung in der Ausgangsbzw. Grundstellung;
- Fig. 4
- das Sportgerät nach Fig. 3 in aktiv vorgerückter Stellung der Bindungsvorrichtung;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines Sportgerätes mit einem Hohlrad als Antriebsvorrichtung
für die Bindungsvorrichtung in der Grundstellung;
- Fig. 6
- das Sportgerät nach Fig. 5 in aktiv vorgerückter Stellung der Bindungsvorrichtung;
- Fig. 7
- eine perspektivische Ansicht eines Sportgerätes mit einem Zahnrad als Antriebsvorrichtung
für die Bindungsvorrichtung in der Grundstellung;
- Fig. 8
- eine perspektivische Ansicht eines Sportgerätes mit einer Seilantriebtrommel als Antriebsvorrichtung
für die Bindungsvorrichtung in der Grundstellung;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht eines Sportgerätes mit einem Stellzylinder als Antriebsvorrichtung
für die Bindungsvorrichtung in der Grundstellung;
- Fig. 10
- eine perspektivische Ansicht eines Sportgerätes mit einem Kurbeltrieb als Antriebsvorrichtung
für die Bindungsvorrichtung in der Grundstellung;
- Fig. 11
- eine perspektivische Ansicht eines Sportgerätes mit einer Antriebsvorrichtung für
die Bindungsvorrichtung in der Grundstellung, wobei die Bindungsvorrichtung in Gehstellung
hochgeklappt bzw. nach oben geschwenkt ist;
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht eines Benutzers mit an seinen Füßen bzw. Sportschuhen
angeschnallten Sportgeräten im Aufstiegszustand;
- Fig. 13
- eine Draufsicht von zwei an einem Benutzer angeschnallten Sportgeräten in einer Beabstandung
in Schrittlänge des Benutzers zueinander;
- Fig. 14
- eine Draufsicht von zwei an einem Benutzer angeschnallten Sportgeräten in einer Beabstandung
in verlängerter Schrittlänge zueinander.
[0030] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0031] In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft dargestellt. Es zeigen
die Figuren Fig. 1 und Fig.2 in schematischer Seitenansicht zwei Bewegungsbeispiele
einer ersten Ausführungsvariante.
[0032] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 und Fig. 2 besteht die erfindungsgemäße
motorunterstützte Tourenskiaufstiegshilfe aus dem Tourenski 103 mit auf der Lauffläche
angebrachten Tourenskifell 104. Auf der Oberseite vom Tourenski befindet sich die
Gleitvorrichtung 105, auf der Gleitvorrichtung 105 ist die Tourenskibindung 102 angebracht,
die zur Fixierung vom Skischuh 101 dient. Weiters ist am Tourenski 103 ein Motor 106
angebracht, der in diesem Ausführungsbeispiel mit einer Gewindespindel 107 versehen
ist. Auf der Gleitvorrichtung 105 ist die Tourenskibindung 102 montiert und eine Gewindemutter
108 angebracht, sodass je nach Drehrichtung der vom Motor 106 angetriebenen Gewindespindel
107 die Tourenskibindung 102 auf der Gleitvorrichtung 105 in Richtung Skispitze oder
zum Skiende geschoben wird. Die Schubrichtung der Tourenskibindung 102 wird wie nach
Fig. 1 und Fig. 2 durch Drehbewegung der Tourenskibindung 102, mittels Pfeilen dargestellt,
gesteuert. Weiters kann die Steuerung der Hin- und Herbewegung der Tourenskibindung
102 mit dem Belastungsschalter 109, ebenfalls mit Pfeilen dargestellt, erfolgen.
[0033] Die Erfindung betrifft somit eine motorisch betriebene Vorrichtung für Ski, insbesondere
für Tourenski, wodurch die körperliche Anstrengung des Tourenskigehers mittels Elektromotor
verringert wird. Die Erfindung löst die Aufgabe dadurch, dass sich zwischen Tourenski
103 und Tourenskibindung 102 eine Gleitvorrichtung 105 befindet, auf der die Tourenskibindung
102 mittels Motor 106, zwischen Skiende und Skispitze, hin und her bewegt wird, wodurch
die Füße des Tourenskigehers abwechselnd am Ski nach vor geschoben werden.
[0034] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Sportgerätes 1, insbesondere einer
Tourenskianordnung. Das Sportgerät 1 umfasst einen Gleitkörper 2 an welchem eine Unterseite
3 als Gleitfläche 4 ausgebildet ist. Insbesondere kann die Unterseite 3 des Gleitkörpers
2 einen gegenüber Schnee oder Eis möglichst reibungsarmen und zugleich verschleißfesten
Laufflächenbelag, beispielsweise aus Polyethylen, umfassen bzw. durch diesen gebildet
sein. An einer Oberseite 5 des Gleitkörpers 2 ist eine Bindungsvorrichtung 6 angeordnet,
welche zur Aufnahme eines Sportschuhs 7 eines Benutzers 8 dient. Die Bindungsvorrichtung
6 ist dabei als Kupplungsvorrichtung zu verstehen, welche zumindest eine bedarfsweise
aktivier- und deaktivierbare Verbindung zwischen einem Sportschuh und dem Sportgerät
1 ermöglicht.
[0035] Die Gleitfläche 4 erstreckt sich vorzugsweise über die komplette Länge 9 des Gleitkörpers
2 und über die komplette Breite 10 des Gleitkörpers 2 und entspricht somit in ihren
Abmessungen in etwa der Außenkontur des Gleitkörpers 2. Insbesondere wird dadurch
der größte Teil bzw. der überwiegende Flächenanteil der Unterseite 3 des Gleitkörpers
2 von der Gleitfläche 4 bedeckt bzw. gebildet. Eine Ausnahme können hierbei vor allem
sogenannte Stahl- bzw. Steuerkanten sein, welche an den beiden Längsseitenrändern
an der Unterseite 3 des Gleitkörpers 2 angebracht sein können. Mit anderen Worten
ausgedrückt entspricht die Gleitfläche 4 im Wesentlichen der in Richtung zu einer
Oberseite 5 des Gleitkörpers 2 projizierten Fläche 11.
[0036] Die Gleitfläche 4 ist jene Fläche, die im Abfahrtszustand des Gleitkörpers 2 am Untergrund
12, wie etwa Schnee oder Eis, aufliegt. Ein vorderer Schaufelabschnitt und ein allenfalls
ausgebildeter hinterer Schaufelabschnitt des Gleitkörpers 2 bilden an der dem Untergrund
zugewandten Unterseite bevorzugt ebenso die gleitreibungsvermindernde Gleitfläche
4 aus.
[0037] Weiters umfasst das in Fig. 3 dargestellte Sportgerät 1 eine Lagervorrichtung 13,
durch welche die Bindungsvorrichtung 6, insbesondere wenigstens ein Schuhhalterungsteil
14 der Bindungsvorrichtung 6 relativ zum Gleitkörper 2 entlang dessen Längsrichtung
15 verstellbar gehaltert ist. Der relativ zum Gleitkörper 2 verstellbare Schuhalterungsteil
14 ist zweckmäßigerweise zumindest durch das vordere Schuhhalterungsaggregat definiert,
insbesondere durch den sogenannten Vorderbacken der Bindungseinrichtung 6 gebildet.
Darüber hinaus umfasst das Sportgerät 1 eine Antriebsvorrichtung 16 durch welche die
Bindungsvorrichtung 6, insbesondere zumindest dessen vorderes Schuhhalterungsteil
14 während der Gehbewegung des Benutzers 8 bedarfsweise in Längsrichtung 15 des Gleitkörpers
2 verschiebbar ist. Die Antriebsvorrichtung 16 ist mit einer Energieversorgungsvorrichtung
17 verbindbar.
[0038] Die Antriebsvorrichtung 16 ist bevorzugt derart ausgebildet, dass wenigstens die
aktive Verstellbewegung bzw. Relativbewegung der Bindungsvorrichtung 6 bzw. des Schuhhalterungsteils
14 in Richtung nach vorne, also in Richtung zur sogenannten Schaufel bzw. Skispitze
des Gleitkörpers 2 bewerkstelligt wird. Zweckmäßig kann es dabei sein, wenn durch
die Antriebsvorrichtung 16 auch eine Rückstellbewegung der Bindungsvorrichtung 6 bzw.
des Schuhalterungsteils 14 ausgehend von einer vorgerückten Stellung - Fig. 4 - in
die Ausgangs- bzw. Grundstellung - Fig. 3 - umgesetzt bzw. bewerkstelligt wird. Alternativ
oder in Kombination dazu ist es auch möglich, zumindest eine Stellbewegung, insbesondere
die Rückstellbewegung, unter Ausnutzung der Schwerkraftwirkung auszuführen bzw. wenigstens
eine Stellbewegung durch Schwerkraftwirkung zu unterstützen. Entsprechend einer vorteilhaften
Ausführung bewirkt die Antriebsvorrichtung 16 eine periodisch bzw. azyklisch wiederkehrende,
aktive Verstellbewegung bzw. eine elektromotorische Relativpositionierung der Bindungsvorrichtung
6 gegenüber dem Gleitkörper 2 in Richtung nach vorne und auch wieder zurück.
[0039] Mögliche verschiedene Ausführungsformen der Antriebsvorrichtung 16 bzw. der Energieversorgungsvorrichtung
17 werden in weiterer Folge noch aufgezeigt bzw. in den folgenden Figuren näher beschrieben.
[0040] Entsprechend einer zweckmäßigen Ausführung kann vorgesehen sein, dass die Lagervorrichtung
13 eine Linearführung, insbesondere eine Profilschienenführung 18 wie eine Lineargleitführung
oder eine Linearkugelführung, umfasst. Eine Lineargleitführung weist dabei den Vorteil
auf, dass sie sehr robust und kostengünstig in der Anschaffung ist. Eine Linearkugelführung
hingegen weist den Vorteil auf, dass sie in ihrer Bewegung sehr leichtgängig ist und
nur ein geringes Lagerspiel vorhanden ist. Eine derartige Profilschienenführung 18
umfasst meist eine Führungsschiene 19 und einen Führungsschlitten 20, welcher an der
Führungsschiene 19 aufgenommen ist und mittels der Antriebsvorrichtung 16 entlang
der Führungsschiene 19 verschoben bzw. positioniert werden kann.
[0041] In einer vorteilhaften und in Fig. 3 dargestellten Ausführungsvariante ist die Führungsschiene
19 der Linearführung am Gleitkörper 2 befestigt und zumindest ein mit der Führungsschiene
19 korrespondierender Führungsschlitten 20 mit der Bindungsvorrichtung 6 verbunden.
Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass die Führungsschiene 19 in den Gleitkörper
2 integriert ist und/oder dass der Führungsschlitten 20 in die Bindungsvorrichtung
6 integriert ist.
[0042] Alternativ zu dieser Anordnung von Führungsschiene 19 und Führungsschlitten 20 kann
vorgesehen sein, dass die Führungsschiene 19 an der Bindungsvorrichtung 6 angebracht
ist und dass der Führungsschlitten 20 am Gleitkörper 2 befestigt ist. Wie in Fig.
3 ersichtlich, ist es auch denkbar, dass anstatt nur einem Führungsschlitten 20 zwei
oder mehrere Führungsschlitten 20 eingesetzt werden. Der Einsatz von mehreren Führungsschlitten
20 hat den Vorteil, dass die Last des Benutzers 8 besser verteilt wird, beziehungsweise
dass die durch den Benutzer 8 aufgebrachte Last lokal aufgenommen wird. Darüber hinaus
ist es möglich, zwei oder mehr parallel zur Längsmittelachse des Gleitkörpers 2 verlaufende
Führungsschienen 19 vorzusehen.
[0043] Entsprechend einer besonders zweckmäßigen Ausführung kann vorgesehen sein, dass die
Antriebsvorrichtung 16 einen Elektromotor 21 umfasst, durch welchen die Bindungsvorrichtung
6 relativ zum Gleitkörper 2 aktiv verschiebbar bzw. unter Einsatz von gespeicherter
elektrischer Energie in Längsrichtung 15 des Gleitkörpers 2 positionierbar ist. Wie
bereits erwähnt, gibt es hierbei verschiedene technische Ausführungsmöglichkeiten
für die Antriebsvorrichtung 16, welche in weiterer Folge noch näher beschrieben werden.
[0044] In der Ausführungsvariante nach Fig. 3 ist der Elektromotor 21 an eine Stellspindel
22 gekoppelt, welche mit einer Spindelmutter 23 zusammenwirkt und somit eine rotatorische
Bewegung des Elektromotors 21 in eine translatorische Bewegung, insbesondere in eine
Verschiebung der Bindungsvorrichtung 6 entlang der Längsrichtung 15 umwandelt. Zusätzlich
kann vorgesehen sein, dass die Antriebsvorrichtung 16 ein Getriebe 24 umfasst, welches
zwischen Elektromotor 21 und Stellspindel 22 geschaltet ist und somit für die Übersetzung
in eine zweckmäßige Antriebsgeschwindigkeit bzw. Antriebskraft sorgt. Je nach Erfordernis
kann das Getriebe 24 für eine Untersetzung bzw. für eine Übersetzung im Sinne einer
Erhöhung der Drehzahl der Stellspindel 22 im Vergleich zum Elektromotor 21 sorgen.
[0045] Bei dieser Ausführungsvariante mit Stellspindel 22 ist die Stellspindel 22 verdrehbar,
jedoch in Längsrichtung 15 unverschieblich am Gleitkörper 2 gelagert. Diese axiale
Festlegung der Stellspindel 22 kann durch beliebige, aus dem Stand der Technik bekannte
Spindellagerungen erfolgen. Die Spindelmutter 23 ist mit dem Führungsschlitten 20
bewegungsgekoppelt, sodass die rotatorische Bewegung der Stellspindel 22 in eine translatorische
Bewegung der Spindelmutter 23 bzw. des wenigstens einen Führungsschlittens 20 umgewandelt
werden kann.
[0046] Alternativ dazu kann auch vorgesehen sein, dass ein Spindelmotor ausgebildet ist,
in welchem die Spindelmutter 23 integriert ist und bei welchem die Stellspindel 22
mit dem Führungsschlitten 20 bewegungsgekoppelt ist und somit in Längsrichtung 15
verschiebbar ist. Bei einer derartigen Ausführungsvariante ist die Spindelmutter in
Bezug auf die Längsrichtung 15 des Sportgerätes 1 positionsfest gehaltert.
[0047] In der in Fig. 3 veranschaulichten Darstellung befindet sich die Bindungsvorrichtung
6 in ihrer Ausgangs- bzw. Grundstellung 25. Wird die Bindungsvorrichtung 6 durch die
Antriebsvorrichtung 16 aktiv nach vorne verschoben, so wird sie, wie in Fig. 4 dargestellt,
in eine vorgerückte Stellung 26 versetzt. Ein hierbei zurückgelegter Verfahrweg 27
ist jenes Maß, um welches die Bindungsvorrichtung 6 zwischen Grundstellung 25 und
vorgerückter Stellung 26 verschoben werden kann. Um diesen Verfahrweg 27 kann die
Schrittlänge eines Benutzers 8 bzw. der vom Benutzer 8 je Schritt zurückgelegte Weg
verlängert werden. Dabei ist es auch möglich, dass der Benutzer des Sportgerätes 1
nur einen Bruchteil eines maximal zur Verfügung stehenden Verfahrweges 27 ausnutzt
bzw. nur ein Teil des maximal möglichen Vestellweges 27 vom Sportgerät 1 bereitgestellt
wird. Dies kann unter anderem von individuellen Wünschen bzw. Bedürfnissen des Benutzers
8 und von den Umgebungsbedingungen, insbesondere von den vorliegenden Geländesteigungen
bzw. Neigungswinkeln abhängig sein.
[0048] Insbesondere im Aufstiegszustand bzw. im Fortbewegungs- und Gehmodus des Sportgerätes
1 kann dessen Unterseite 3 mit einem rückgleithemmenden Steighilfemittel, insbesondere
mit einem sogenannten Steigfell versehen sein. Anstelle eines solchen bedarfsweise
montier- und demontierbaren Steigfells ist es selbstverständlich auch möglich, ein
sonstiges rückgleithemmendes Steighilfemittel vorzusehen. Beispielsweise ist auch
ein Steigwachsabschnitt bzw. eine klebrige Abstoßzone, eine sägezahnartige Profilierung
oder eine andere Steighilfeprofilierung an der Unterseite 3 des Gleitkörpers 2 denkbar.
Vor allem im Abfahrtszustand bzw. im "Downhill-Modus" wird dann die Gleitfunktion
des Gleitkörpers 2 genutzt, bei welcher das rückgleithemmende Steighilfemittel zumindest
nahezu inaktiv oder von der Unterseite 3 des Gleitkörpers 2 überhaupt abgenommen ist.
[0049] In den Figuren 5 und 6 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige
Ausführungsform des Sportgerätes 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche
Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren 1 und 2
verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte
Beschreibung in den vorangegangenen Figuren 1 und 2 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0050] Die Fig. 5 und 6 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel des Sportgerätes 1, wobei
sich in Fig. 5, entsprechend Fig. 3, die Bindungsvorrichtung 6 in ihrer Grundstellung
25 befindet und in Fig. 6, entsprechend Fig. 4, die Bindungsvorrichtung 6 in ihre
vorgerückte Stellung 26 verschoben ist.
[0051] In dieser Ausführungsvariante umfasst die Antriebsvorrichtung 16 ein Hohlrad 28,
insbesondere in Art eines Radnabenmotors, bei welchem der Elektromotor 21 und ein
bedarfsweise eingesetztes Getriebe 24 im Hohlrad 28 aufgenommen sind.
[0052] Die Antriebsvorrichtung 16 umfasst gemäß der Ausführung nach Fig. 5, 6 also ein Hohlrad
28 in Form eines Radnabenmotors. Vorteilhaft ist es dabei, wenn der Außenmantel des
Hohlrades 28 eine umlaufende Verzahnung 29 aufweist und die Linearführung, insbesondere
die Führungsschiene 19, eine Verzahnung 30 aufweist, in welche die umlaufende Verzahnung
29 des Hohlrades 28 kämmend eingreift. Die Antriebsvorrichtung 16 ist mit der Bindungsvorrichtung
6 bewegungsgekoppelt, wobei entweder an der Bindungsvorrichtung 6 oder an einem Führungsschlitten
20 eine Halterung bzw. Aufnahme 31 für die Antriebsvorrichtung 16 angebracht ist.
Eine aktive, elektromotorische Drehbewegung des Hohlrades 28 wird dadurch in eine
translatorische Bewegung der Bindungsvorrichtung 6 relativ zum Gleitkörper 2 umgewandelt.
[0053] Weiters kann es vorteilhaft sein, wenn die Aufnahme 31 eine Kupplungsvorrichtung
32 umfasst, durch welche die Antriebsvorrichtung 16 bedarfsweise montier- und demontierbar
an der Bindungsvorrichtung 6 bzw. an einem Führungsschlitten 20 gehaltert ist.
[0054] In Figur 7 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform
des Sportgerätes 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren 3 bis 6 verwendet werden.
Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in
den vorangegangenen Figuren 3 bis 6 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0055] Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsvariante eines Sportgerätes 1, wobei in dieser
Ausführungsvariante die Antriebsvorrichtung 16 so ausgebildet ist, dass ein Zahnrad
33 bedarfsweise über ein zwischengeschaltetes Getriebe 24 mit dem Elektromotor 21
gekoppelt ist. Das Zahnrad 33 greift hierbei in eine Zahnstange 34 ein, welche am
Gleitkörper 2 befestigt ist. Die Motorachse des Elektromotors 21 kann dabei - wie
dargestellt - quer zur Längsrichtung 15 des Gleitkörpers 2 ausgerichtet sein, oder
durch Zwischenschaltung eines Winkel- bzw. Untersetzungsgetriebes auch parallel Längsrichtung
15 verlaufen. Eine Verfahrbewegung kann gleich wie im Ausführungsbeispiel gemäß Fig.
5 ablaufen.
[0056] In der Figur 8 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform
des Sportgerätes 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren 3 bis 7 verwendet werden.
Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in
den vorangegangenen Figuren 3 bis 7 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0057] In diesem Ausführungsbeispiel umfasst die Antriebsvorrichtung 16 eine Seilantriebtrommel
35, welche über ein Stellseil 36 die Verfahrbewegung der Bindungsvorrichtung 6 bzw.
des Führungsschlittens 20 vorgibt. Dazu kann wenigstens eine Umlenkvorrichtung 37
vorgesehen sein, durch welche das Stellseil 36 umgelenkt werden kann, sodass ein Zug
in beide Richtungen entlang der Längsrichtung 15 des Gleitkörpers 2 ermöglicht ist.
[0058] Anstelle der in Fig. 8 dargestellten, scheibenartigen Umlenkvorrichtung 37 bzw. Seilantriebtrommel
35 mit quer zur Längsrichtung 15 verlaufender Drehachse ist es selbstverständlich
auch möglich, bei der Seilantriebtrommel 35 und bei der Umlenkvorrichtung 37 jeweils
im Wesentlichen senkrecht zur Oberseite 5 bzw. im Wesentlichen senkrecht zur Unterseite
3 bzw. Gleitfläche 4 des Gleitkörpers 2 verlaufende Drehachsen vorzusehen. Dadurch
kann ein relativ kompakter bzw. niedriger Aufbau erzielt werden.
[0059] Alternativ zu einer Ausführungsvariante mit einem Stellseil 36 ist es auch denkbar,
dass bei einem ähnlichen Aufbau der Antriebsvorrichtung 16 anstatt des Stellseiles
36 ein sonstiges Zugmittel, wie etwa eine Kette oder ein Zahnriemen, verwendet wird.
[0060] In Figur 9 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform
des Sportgerätes 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren 3 bis 8 verwendet werden.
Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in
den vorangegangenen Figuren 3 bis 8 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0061] Fig. 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Sportgerätes 1, wobei in diesem
Ausführungsbeispiel die Antriebsvorrichtung 16 einen Stellzylinder 38 umfasst, welcher
zur aktiven, positionsvariablen Verstellung der Bindungsvorrichtung 6 relativ zum
Gleitkörper 2 vorgesehen ist. Der Stellzylinder 38 kann beispielsweise durch einen
Pneumatikzylinder oder durch einen Hydraulikzylinder gebildet sein. Dabei ist entweder
die Kolbenstange oder der Kolbenzylinder am Gleitkörper 2 positionsfest gehaltert
und der jeweils andere Teil mit der Bindungsvorrichtung 6 bzw. mit dessen Führungsschlitten
20 bewegungsgekoppelt, um eine aktive Relativverstellung der Bindungsvorrichtung 6
in Längsrichtung 15 des Gleitkörpers 2 bewirken zu können.
[0062] In Fig. 10 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform
des Sportgerätes 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren 3 bis 9 verwendet werden.
Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in
den vorangegangenen Figuren 3 bis 9 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0063] Fig. 10 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Sportgerätes 1, wobei hierbei
die Antriebsvorrichtung 16 einen Kurbeltrieb 39 umfasst, mit welchem die Bindungsvorrichtung
6 in Längsrichtung 15 des Gleitkörpers 2 verstellt bzw. aktiv längspositioniert werden
kann. Hierbei kann vorgesehen sein, dass eine Kurbelscheibe 40 bzw. ein entsprechender
Kurbelarm über eine Lagerung 41 am Gleitkörper 2 befestigt ist und die Kurbelscheibe
40 von dem Elektromotor 21 angetrieben wird. An der Kurbelscheibe 40 bzw. am entsprechenden
Kurbelarm ist in exzentrischer Lagerung ein Pleuel 42 aufgenommen, welches mit einem
Führungsschlitten 20 bzw. mit der Bindungsvorrichtung 6 verbunden ist. Durch diese
Anordnung kann eine Drehbewegung der Kurbelscheibe 40 bzw. eines Kurbelarms in eine
translatorische Bewegung der Bindungsvorrichtung 6 umgewandelt werden.
[0064] Anstelle der dargestellten Ausführung mit quer zur Längsrichtung 15 verlaufenden
Pleuelachsen ist es auch möglich, die Pleuelachsen und die Drehachse der Kurbelscheibe
40 bzw. des dementsprechenden Kurbelarms im Wesentlichen senkrecht zur Oberseite 5
des Gleitkörpers 2 auszurichten, um einen möglichst kompakten bzw. niedrigen Aufbau
zu erzielen.
[0065] Entsprechend einem weiteren, bildlich nicht näher dargestellten Ausführungsbeispiel
ist es auch möglich, dass die Antriebsvorrichtung 16 einen Linearmotor umfasst, wobei
eine erste Wicklungsanordnung und/oder eine Permanentmagnetanordnung in die Führungsschiene
19 bzw. in den Gleitkörper 2 integriert sein kann, wobei der Führungsschlitten 20
bzw. die Bindungsvorrichtung 6 als korrespondierender, elektromagnetischer Läufer
dient.
[0066] Fig. 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Sportgerätes 1 entsprechend Fig. 5, wobei
in diesem Ausführungsbeispiel die Bindungsvorrichtung 6 in einer hochgeklappten bzw.
hochgeschwenkten Stellung dargestellt ist und daher eine Gehstellung der Bindungsvorrichtung
6 dargestellt ist. Hierbei ist die Bindungsvorrichtung 6 in eine Drehwinkelstellung
43 gegenüber dem Gleitkörper 2 verdreht. Derartige Drehwinkelstellungen 43 werden
insbesondere im Zuge von Gehbewegungen bzw. Schrittfolgen eingenommen. Die Bindungsvorrichtung
6 ist demnach bevorzugt durch eine sogenannte Tourenbindung gebildet, welche - wie
an sich bekannt - eine quer zur Längsachse 15 und im Wesentlichen parallel zur Gleitfläche
4 des Gleitkörpers 2 ausgerichtete Schwenkachse definiert.
[0067] Fig. 12 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Sportgerätes 1 bzw. zweier Sportgeräte
1 auf welchen sich ein Benutzer 8 befindet. Wie in dieser Figur ersichtlich ist vorgesehen,
dass das Sportgerät 1 paarweise genutzt wird, wobei ein erstes Sportgerät 1 dem linken
Fuß des Benutzers 8 zugeordnet ist und ein weiteres Sportgerät 1 dem rechten Fuß des
Benutzers 8 zugeordnet ist. Insbesondere sind die Sportschuhe 7 des Benutzers 8 via
die Bindungsvorrichtungen 6 gegenüber den Sportgeräten 1 bedarfsweise koppel- und
entkoppelbar. Wie in Fig. 12 weiters ersichtlich, kann vorgesehen sein, dass der Benutzer
8 die Energieversorgungsvorrichtung 17 in einem Rucksack transportiert. Alternativ
oder in Kombination dazu ist es auch möglich, dass die elektrochemischen Energiespeicher
bzw. die Energieversorgungsvorrichtung 17 in einem Hüftgurt bzw. in einer Jacke des
Benutzers angeordnet ist. Die Energieversorgungsvorrichtung 17 kann hierbei in Form
eines elektrochemischen Akkupacks, insbesondere eines Bleigel-, Nickel-Cadmium- (NiCd),
Nickel-Metallhydrid- (NiMH) oder Lithium-Ionen- (Li-Ion) Akkus ausgebildet sein.
[0068] Alternativ dazu kann auch vorgesehen sein, dass die Energieversorgungsvorrichtung
17 in Form eines Druckluftspeichers ausgebildet ist. Entsprechend einer weiteren Möglichkeit
kann vorgesehen sein, dass die Energieversorgungsvorrichtung 17 einen Kompressor oder
ein Hydraulikaggregat umfasst, um die nötige Energie bzw. den erforderlichen Mediumdruck
zum Antrieb eines Stellzylinders 38 - Fig. 9 - aufzubringen.
[0069] Weiters kann vorgesehen sein, dass an die Energieversorgungsvorrichtung 17 eine Steuereinheit
44 gekoppelt ist, welche den Bewegungsablauf bzw. die letztendliche Versorgung der
Antriebsvorrichtung 16 mit Antriebsenergie steuert bzw. reguliert. An die Steuereinheit
44 kann eine Eingabevorrichtung 45 angeschlossen sein, durch welche die Bewegungsgeschwindigkeiten
bzw. Bewegungsfrequenzen und/oder die gewünschten Verfahrwege der Bindungsvorrichtung
6 relativ zum Gleitkörper 2 voreingestellt werden können.
[0070] Weiters kann vorgesehen sein, dass das Sportgerät 1 ein Erfassungsmittel 46 umfasst,
durch welches der Steuerbefehl zum Start der Verschiebebewegung gegeben werden kann.
Dieses Erfassungsmittel 46 kann beispielsweise in Form eines Tasters ausgebildet sein,
welchen der Benutzer aktiv steuert bzw. manuell betätigt und somit die Verfahrbewegung
initiiert. Alternativ oder in Kombination dazu kann auch vorgesehen sein, dass ein
Erfassungsmittel 46' beispielsweise in die Bindungsvorrichtung 6 integriert ist und
eine Drehwinkelstellung 43 bzw. den Druck auf die Bindungsvorrichtung 6 erfasst. Weiters
kann vorgesehen sein, dass der Druck, welcher auf die Bindungsvorrichtung 6 ausgeübt
werden muss, um das Erfassungsmittel 46' zu aktivieren, voreingestellt werden kann.
Dadurch kann das Sportgerät 1 für die Benutzung durch verschiedene Benutzer vorgesehen
sein. Der einstellbare Druck auf die Bindungsvorrichtung 6, zum aktivieren des Erfassungsmittels
46' kann zwischen 70% und 100%, vorzugsweise zwischen 80% und 90% des Körpergewichts
des Benutzers betragen. Somit kann der Impuls zum Starten der Verfahrbewegung auch
durch den physiologischen Ablauf der Gehbewegung gegeben werden, wodurch der Benutzer
8 nicht bewusst die Verfahrbewegung initiieren muss. Insbesondere kann durch Implementierung
eines sensorischen Erfassungsmittels 46' auch eine automatische bzw. teilautomatisierte
Aktivierung und/oder Deaktivierung der Antriebsvorrichtung 16 umgesetzt werden.
[0071] In einer weiteren Lösungsvariante kann vorgesehen sein, dass das Erfassungsmittel
46'einen Beschleunigungssensor umfasst. Ein derartiger Beschleunigungssensor kann
die Beschleunigung, welche beispielsweise auf die Bindungsvorrichtung 6 wirkt erfassen
und aufgrund dieser gemessenen Werte die Verfahrbewegung der Antriebsvorrichtung 16
initiieren.
[0072] In einer weiteren Lösungsvariante kann vorgesehen sein, dass das Erfassungsmittel
46' ein berührungsloses Abstandsmessmittel umfasst. Dieses Abstandsmessmittel kann
vorgesehen sein, um den Abstand der Bindungsvorrichtung 6 des am linken Fuß angebrachten
Sportgerätes 1 zur Bindungsvorrichtung 6 des am rechten Fuß angebrachten Sportgerätes
1 zu erfassen und auf Basis der aktuellen Schrittfolge in der Gehbewegung des Benutzers
8 die Antriebsvorrichtung 16 zu steuern.
[0073] Weiters kann eine Arretiervorrichtung 47 vorgesehen sein, durch welche die Bindungsvorrichtung
6 entlang der Längsrichtung 15 an einer bestimmten Position arretierbar ist. Dies
ist von besonderem Nutzen um im Abfahrtszustand des Sportgerätes 1 einen stabilen
und sicheren Halt des Benutzers 8 am Gleitkörper 2 zu erreichen.
[0074] Der Bewegungsablauf zum Gehen bzw. Voranschreiten mit dem erfindungsgemäßen Sportgerät
1 wird nun anhand der Fig. 12 näher beschrieben.
[0075] Als Ausgangszustand für die beschriebene Gehbewegung wird davon ausgegangen, dass
der Benutzer 8 gerade und aufrecht auf den Sportgeräten 1 steht, sodass sich die Sportschuhe
7 im Wesentlichen nebeneinander befinden und die Gleitkörper 2 im Wesentlichen auf
gleicher Höhe nebeneinander ausgerichtet sind. Bei beiden Sportgeräten befinden sich
die Bindungsvorrichtungen 6 in der Grundstellung 25 und sind somit nicht aktiviert.
[0076] Nun macht der Benutzer 8 mit seinem rechten Fuß einen Schritt nach vorne, wodurch
dieser vor den linken Fuß geschoben wird. Während dieser Bewegung lastet ein Großteil
der Masse des Benutzers 8 auf dem am linken Fuß angebrachten Sportgerät 1. Hat der
Benutzer 8 nun seinen rechten Fuß entsprechend seiner Schrittlänge 49 nach vor geschoben,
so setzt er diesen auf den Untergrund 12, wodurch das am rechten Fuß montierte Sportgerät
1 belastet wird und der Benutzer 8 seinen linken Fuß heben kann, um diesen nach vorne
zu schieben. Während der Benutzer 8 seinen linken Fuß vom Untergrund 12 weghebt, schwenkt
die als Tourenbindung ausgebildete Bindungsvorrichtung 6 des linken Sportgerätes 1
aufgrund des physiologischen Ablaufes um eine gewisse Drehwinkelstellung 43 nach oben,
wodurch eine Gehbewegung bzw. Schrittfolge erleichtert wird.
[0077] Ist der linke Fuß des Benutzers nun komplett entlastet und das Körpergewicht des
Benutzers 8 auf den rechten Fuß verlagert, so wird nun durch das Erfassungsmittel
46 bzw. 46' der Startbefehl an die Steuereinheit 44 zum Start der Antriebsbewegung
der Antriebsvorrichtung 16 des rechten Sportgerätes 1 gegeben. Hierdurch wird die
Antriebsvorrichtung 16 aktiviert, wodurch die Bindungsvorrichtung 6 des am rechten
Fuß montierten Sportgerätes 1 aus ihrer Grundstellung 25 in eine vorgerückte Stellung
26 verschoben wird. Dadurch wird gleichzeitig der Schwerpunkt des Benutzers 8 um das
bevorzugt einstellbare Maß in Fortbewegungsrichtung 48 nach vorne verschoben, wodurch
die Schrittlänge 49 verlängert bzw. der zurückgelegte Weg des Benutzers 8 vergrößert
wird.
[0078] Während dieses Verschiebevorganges setzt der Benutzer 8 seinen entlasteten linken
Fuß entsprechend seiner Schrittlänge 49 nach vorne bis er den linken Fuß und somit
das linke Sportgerät 1 auf dem Untergrund 12 absetzt. Der linke Fuß wird hierbei so
weit nach vorne geschoben, dass er in Fortbewegungsrichtung 48 gesehen vor den rechten
Fuß gesetzt wird.
[0079] Nun belastet der Benutzer 8 den linken Fuß und damit das linke Sportgerät mit seinem
Körpergewicht, wobei gleichzeitig bzw. unmittelbar danach das rechte Sportgerät 1
entlastet wird und die rechte Bindungsvorrichtung 6 in eine Drehwinkelstellung 43
verschwenkt wird.
[0080] Ist nun das am linken Fuß montierte Sportgerät 1 vollständig mit dem Körpergewicht
des Benutzers belastet und das am rechten Fuß montierte Sportgerät 1 entlastet, so
kann dieses vom Benutzer 8 vom Untergrund 12 abgehoben werden und entsprechend der
Gehbewegung bzw. Schrittfolge nach vorne bewegt werden. Während dieses Schrittes wird
von der Eingabevorrichtung 45 bzw. vom Erfassungsmittel 46, 46' der Steuerbefehl zum
Aktivieren der Antriebsvorrichtung 16 des am linken Fuß montierten Sportgerätes 1
gegeben bzw. ausgelöst, wodurch diese die Bindungsvorrichtung 6 des am linken Fuß
des Benutzers 8 montierten Sportgerätes 1 aus seiner Grundstellung 25 in eine vorgerückte
Stellung 26 verschiebt.
[0081] Gleichzeitig wird von der Steuereinheit 44 bzw. von dem zumindest einen Erfassungsmittel
46, 46' ein Steuerbefehl an die Antriebsvorrichtung 16 des am rechten Fuß montierten
Sportgerätes 1 gegeben, sodass dieses - während es entlastet ist und nicht am Untergrund
12 aufliegt - aus der vorgerückten Stellung 26 in seine Grundstellung 25 zurückverschoben
wird. Diese Rückstellbewegung kann beispielsweise durch eine Umkehrung der Wirkrichtung
der Antriebsenergie erfolgen. Dies kann beispielsweise ein doppeltwirkender Zylinder,
oder ein Elektromotor mit zwei einstellbaren Drehrichtungen sein.
[0082] Alternativ dazu kann vorgesehen sein, dass die Antriebsvorrichtung 16 eine Rückstellvorrichtung
umfasst, welche zur Rückstellung der Bindungsvorrichtung 6 vorgesehen ist. Dies kann
beispielsweise eine Federanordnung sein, welche durch die Verfahrbewegung um den Verfahrweg
27 vorgespannt wird und eine Rückstellbewegung entgegen der Verfahrrichtung einleiten
kann
[0083] Somit ist in einem neuen Zyklus die Bindungsvorrichtung 6 des rechten Sportgerätes
1 wieder in ihre Grundstellung 25 versetzt, sodass der Benutzer 8 das rechte Sportgerät
1 wieder auf dem Untergrund 12 absetzen kann und wieder belasten kann. Ausgehend von
diesem Bewegungsablauf kann der eben beschriebene Bewegungsablauf nun von neuem beginnen
und zyklisch oder azyklisch fortgesetzt werden.
[0084] Zur weiteren Erläuterung der Funktionsweise des Sportgerätes 1 ist in den Fig. 13
und Fig. 14 eine Draufsicht eines Benutzers 8 mit jeweils an einem Fuß angeschnallten
Sportgerät 1 dargestellt. In den Figuren 13 und 14 werden wiederum für gleiche Teile
gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Figuren
3 bis 12 verwendet. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte
Beschreibung in den vorangegangenen Figuren 3 bis 12 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0085] In der Darstellung nach Fig. 13 ist der Gleitkörper 2 des Sportgerätes 1, welches
am rechten Fuß des Benutzers 8 angeschnallt ist, in Fortbewegungsrichtung 48 gesehen
um die Schrittlänge 49 des Benutzers 8 gegenüber dem Gleitkörper 2 des Sportgerätes
1, welches am linken Fuß des Benutzers 8 angeschnallt ist, verschoben. Diese Verschiebung
entsprechend der Darstellung aus Fig. 13 kann beispielsweise während der Gehbewegung
mit einem konventionellen Tourenski erreicht werden.
[0086] Die Schrittlänge 49 ist jenes Maß um welches der Benutzer 8 während der normalen
Gehbewegung einen Fuß vor den anderen setzt. Die Schrittlänge 49 ist stark abhängig
von der Beinlänge des Benutzers 8. Darüber hinaus kann die Schrittlänge 49 auch bei
einem Benutzer 8 variieren und beispielsweise von der Beschaffenheit des Untergrundes
12, der aktuellen körperlichen Verfassung des Benutzers 8, usw. abhängig sein.
[0087] In der Darstellung nach Fig. 14 ist der Gleitkörper 2 des Sportgerätes 1, welches
am rechten Fuß des Benutzers 8 angeschnallt ist, in Fortbewegungsrichtung 48 gesehen
um eine verlängerte Schrittlänge 50 gegenüber dem Gleitkörper 2 des Sportgerätes 1,
welches am linken Fuß des Benutzers 8 angeschnallt ist, verschoben.
[0088] Die verlängerte Schrittlänge 50 ist ein aufsummierter Wert der Schrittlänge 49 des
Benutzers 8 und dem Verfahrweg 27, welchen der Sportschuh 7 gegenüber dem Gleitkörper
2 verschoben werden kann. Somit kann wie aus Fig. 14 ersichtlich, durch das erfindungsgemäße
Sportgerät 1, die Schrittlänge 49 des Benutzers 8 um den Verfahrweg 27 verlängert
werden. Dadurch kann die Fortbewegungsgeschwindigkeit des Benutzers 8 erhöht werden.
Weiters muss der Benutzer 8, um eine gewisse Wegstrecke zurückzulegen, weniger Schritte
als beim Gebrauch von konventionellen Tourenskiern machen. Dadurch wird der Benutzer
8 während des Aufstieges auf einen Berg, unter Verwendung eines erfindungsgemäßen
Sportgerätes 1 körperlich weniger belastet, als dies unter Verwendung von konventionellen
Tourenskiern der Fall währe.
[0089] Wie aus Fig. 14 weiters ersichtlich, ist der Verfahrweg 27 jenes Maß um welches die
Bindungsvorrichtung 6 aus ihrer Grundstellung 25 in ihre vorgerückte Stellung 26 verschoben
ist.
[0090] Das Sportgerät 1 eignet sich speziell für die Ausübung des Tourenskisports bzw. des
Cross-Country-Skisports, wobei es dem Benutzer 8 vor allem die Zurücklegung von Wegstrecken
bzw. Anstiegen erleichtern kann.
[0091] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten des Sportgerätes 1,
wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten
Ausführungsvarianten desselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen
der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit
aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können
des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.
[0092] Weiters können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und
beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische
oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.
[0093] Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der
Beschreibung entnommen werden.
[0094] Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen,
dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe
1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze
1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen
mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10
oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
[0095] Vor allem können die einzelnen in den Figuren 1 und 2, 3 und 4; 5 und 6, 7; 8; 9;
10; 11; 12, 13, 14 gezeigten Ausführungen den Gegenstand von eigenständigen, erfindungsgemäßen
Lösungen bilden. Die diesbezüglichen, erfindungsgemäßen Aufgaben und Lösungen sind
den Detailbeschreibungen dieser Figuren zu entnehmen.
[0096] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus des Sportgerätes 1 dieses bzw. dessen Bestandteile teilweise unmaßstäblich
und/oder vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
| 1 |
Sportgerät |
31 |
Aufnahme |
| 2 |
Gleitkörper |
32 |
Kupplungsvorrichtung |
| 3 |
Unterseite |
33 |
Zahnrad |
| 4 |
Gleitfläche |
34 |
Zahnstange |
| 5 |
Oberseite |
35 |
Seilantriebtrommel |
| 6 |
Bindungsvorrichtung |
36 |
Stellseil |
| 7 |
Sportschuh |
37 |
Umlenkvorrichtung |
| 8 |
Benutzer |
38 |
Stellzylinder |
| 9 |
Länge des Gleitkörpers |
39 |
Kurbeltrieb |
| 10 |
Breite des Gleitkörpers |
40 |
Kurbelscheibe |
| 11 |
projizierte Fläche |
41 |
Lagerung |
| 12 |
Untergrund |
42 |
Pleuel |
| 13 |
Lagervorrichtung |
43 |
Drehwinkelstellung |
| 14 |
Schuhhalterungsteil |
44 |
Steuereinheit |
| 15 |
Längsrichtung |
45 |
Eingabevorrichtung |
| 16 |
Antriebsvorrichtung |
46, 46' |
Erfassungsmittel |
| 17 |
Energieversorgungsvorrichtung |
47 |
Arretiervorrichtung |
| 18 |
Profilschienenführung |
48 |
Fortbewegungsrichtung |
| 19 |
Führungsschiene |
49 |
Schrittlänge |
| 20 |
Führungsschlitten |
50 |
verlängerte Schrittlänge |
| 21 |
Elektromotor |
|
|
| 22 |
Stellspindel |
101 |
Skischuh |
| 23 |
Spindelmutter |
102 |
Tourenskibindung |
| 24 |
Getriebe |
103 |
Tourenski |
| 25 |
Grundstellung |
104 |
Tourenskifell |
| 26 |
vorgerückte Stellung |
105 |
Gleitvorrichtung |
| 27 |
Verfahrweg |
106 |
Motor |
| 28 |
Hohlrad |
107 |
Gewindespindel |
| 29 |
Verzahnung |
108 |
Gewindemutter |
| 30 |
Verzahnung |
109 |
Belastungsschalter |
1. Sportgerät (1), insbesondere Tourenskianordnung, umfassend einen Gleitkörper (2) an
welchem eine Unterseite (3) als Gleitfläche (4) ausgebildet ist, eine an der Oberseite
(5) des Gleitkörpers (2) angeordnete Bindungsvorrichtung (6), insbesondere Tourenbindung,
zur bedarfsweise lösbaren Befestigung eines Sportschuhs (7) eines Benutzers (8), wobei
das Sportgerät (1) eine Lagervorrichtung (13) umfasst, durch welche die Bindungsvorrichtung
(6), insbesondere ein Schuhhalterungsteil (14) der Bindungsvorrichtung (6), relativ
zum Gleitkörper (2) entlang dessen Längsrichtung (15) verstellbar gehaltert ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit einer Energieversorgungsvorrichtung (17) verbindbare Antriebsvorrichtung
(16) ausgebildet ist, durch welche die Bindungsvorrichtung (6) aktiv und gekoppelt
an den Gehablauf des Benutzers (8) in Längsrichtung (15) des Gleitkörpers (2) verschiebbar
ist.
2. Sportgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagervorrichtung (13) eine Linearführung, insbesondere eine Profilschienenführung
(18) wie eine Lineargleitführung oder eine Linearkugelführung, umfasst.
3. Sportgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungsschiene (19) der Linearführung am Gleitkörper (2) befestigt oder in
diesen integriert ist, und zumindest ein mit der Führungsschiene (19) korrespondierender
Führungsschlitten (20) an der Bindungsvorrichtung (6) befestigt, oder in diese integriert
ist.
4. Sportgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (16) einen Elektromotor (21) umfasst, durch welchen die Bindungsvorrichtung
(6) relativ zum Gleitkörper (2) verschiebbar ist.
5. Sportgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (21) als Spindelmotor ausgebildet ist oder, wahlweise über ein Getriebe
(24), an eine Stellspindel (22) gekoppelt ist.
6. Sportgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (21), wahlweise über ein Getriebe (24), an ein Zahnrad (33) gekoppelt
ist, welches in eine korrespondierende Zahnstange (34) eingreift.
7. Sportgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (21), wahlweise über ein Getriebe (24), an eine Seilantriebtrommel
(35) gekoppelt ist.
8. Sportgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (16) einen Stellzylinder (38), etwa einen Pneumatikzylinder
oder einen Hydraulikzylinder umfasst, durch welchen die Bindungsvorrichtung (6) relativ
zum Gleitkörper (2) verschiebbar ist.
9. Sportgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrotechnische Steuereinheit (44) mit der Antriebsvorrichtung (16) verbunden
und zur Steuerung der Antriebsvorrichtung (16) ausgebildet ist, welche Steuereinheit
(44) eine digitale Eingabevorrichtung (45) oder ein Potentiometer umfasst, durch welche
eine Bewegungsgeschwindigkeit, eine Einschaltdauer, Schaltzeitpunkte und/oder ein
Stellweg der Antriebsvorrichtung (16) vorgebbar oder variabel einstellbar ist.
10. Sportgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (44) mit wenigstens einem Erfassungsmittel (46, 46'), beispielsweise
einem Schaltkontakt oder einem elektrotechnischen Sensor, zur Erfassung eines Aktivierungsbefehls
für die Antriebsvorrichtung (16) verbunden ist.
11. Sportgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Erfassungsmittel (46, 46') zur Erfassung eines von einem Benutzer
(8) aktiv oder bewusst initiierten Steuerbefehls und/oder zur Erfassung eines durch
den physiologischen Bewegungsablauf bedingten Bewegungszustandes, beispielsweise einer
vorbestimmten Drehwinkelstellung (43) der Bindungsvorrichtung (6) relativ zum Gleitkörper
(2) oder einer Druckbelastung gegenüber dem Gleitkörper (2), ausgebildet ist, und
dass die Antriebsvorrichtung (16) in Abhängigkeit von den Erfassungszuständen des
wenigstens einen Erfassungsmittels (46, 46') angesteuert ist.
12. Sportgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verfahrweg (27) der Bindungsvorrichtung (6) relativ zum Gleitkörper (2) zwischen
40mm und 600mm, insbesondere zwischen 200 mm und 500mm, bevorzugt zwischen 250mm und
350mm beträgt.
13. Sportgerät nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (21) und das allfällige Getriebe (24) in einem Hohlrad (28) aufgenommen
sind, wobei ein Außenmantel des Hohlrades (28) eine umlaufende Verzahnung (29) aufweist.
14. Sportgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (19) eine Verzahnung (30) aufweist, in welche das Zahnrad (33),
oder die umlaufende Verzahnung (29) des Hohlrades (28) kämmend eingreift.
15. Sportgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (16) mit der Bindungsvorrichtung (6) bewegungsgekoppelt ist
und simultan mit der Bindungsvorrichtung (6) relativ zum Gleitkörper (2) verschiebbar
ist.
1. Sports equipment (1), in particular a touring ski arrangement comprising a slider
(2), on which a lower face (3) is conformed as sliding surface (4), a binding device
(6), in particular a touring binding arranged on the upper surface (5) of the slider
(2) for optionally detachable attachment of a sports shoe (7) of a user (8), wherein
the sports equipment (1) comprises a bearing device (13) by which the binding device
(6), particularly a shoe mounting part (14) of the binding device (6), is mounted
in such manner as to be displaceable relative to the sliding body (2) along the longitudinal
direction (15) thereof, characterised in that
a drive device (16) that is connectable to a power supply device (17) is provided,
via which the binding device (6) is slidable in the longitudinal direction (15) of
the slider (2) actively and in a manner linked to the gait of the user (8).
2. Sports equipment according to claim 1, characterised in that the bearing device (13) comprises a linear guide, particularly a profiled rail guide
(18) such as a linear sliding guide or linear ball guide.
3. Sports equipment according to claim 2, characterised in that a guide rail (19) of the linear guide is attached to the slider (2) or integrated
therein, and at least one guide carriage (20) corresponding to the guide rail (19)
is fastened to the binding device (6) or integrated therein.
4. Sports equipment according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the drive device (16) comprises an electric motor (21) via which the binding device
(6) is displaceable relative to the sliding body (2).
5. Sports equipment according to claim 4, characterised in that the electric motor (21) is designed as a spindle motor or optionally is coupled to
an adjusting spindle (22) via a transmission (24).
6. Sports equipment according to claim 4, characterised in that the electric motor (21) is optionally coupled to a gearwheel (33) via a transmission
(24), which gearwheel engages in a corresponding toothed rack (34).
7. Sports equipment according to claim 4, characterised in that the electric motor (21) is optionally coupled to a cable drive drum (35) via a transmission
(24).
8. Sports equipment according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the drive device (16) comprises an actuating cylinder (38), for example a pneumatic
cylinder or a hydraulic cylinder, by which the binding device (6) is slidable relative
to the slider (2).
9. Sports equipment according to any one of claims 1 to 8, characterised in that an electrical control unit (44) is connected to the drive device (16) and is designed
to control the drive device (16), which control unit (44) comprises a digital input
device (45) or a potentiometer, by means of which a speed of movement, a duty cycle,
switching times and/or adjustment range of the drive device (16) can be predetermined
or adjusted variably.
10. Sports equipment according to claim 9, characterised in that the control unit (44) is connected to at least one detection means (46, 46'), for
example a switching contact or electrical sensor, for detecting an activation command
for the drive device (16).
11. Sports equipment according to claim 10, characterised in that the at least one detection means (46, 46') is designed to detect a control command
initiated actively or deliberately by a user (8) and/or to detect a moving state induced
by the physiological motion sequence, for example a predetermined angle of rotation
position (43) of the binding device (6) relative to the slider (2) or a pressure load
applied to the sliding body (2), and that the drive device (16) is actuated on the
basis of the detection states of the at least one detection means (46, 46').
12. Sports equipment according to any one of claims 1 to 11, characterised in that a travel range (27) of the binding device (6) relative to the slider (2) is between
40 mm and 600 mm, particularly between 200 mm and 500 mm, preferably between 250 mm
and 350 mm.
13. Sports equipment according to claim 4 or 6, characterised in that the electric motor (21) and the gearbox (24), if any, are accommodated in a hollow
wheel (28), wherein an outer shell of the hollow wheel (28) has a circumferential
tooth system (29).
14. Sports equipment according to any one of claims 3 to 13, characterised in that the guide rail (19) has a tooth system (30), with which the gearwheel (33) or the
peripheral tooth system (29) of the hollow wheel (28) meshes.
15. Sports equipment according to any one of claims 1 to 14, characterised in that the drive device (16) is coupled with the binding device (6) for motion purposes
and is slidable relative to the slider (2) simultaneously with the binding device
(6).
1. Article de sport (1), plus particulièrement dispositif de ski de randonnées, comprenant
un corps de glissement (2) au niveau duquel est réalisé un côté inférieur (3) en tant
que surface de glissement (4), un dispositif de fixation (6) disposé sur le côté supérieur
(5) du corps de glissement (2), plus particulièrement une fixation de randonnée, pour
la fixation amovible si nécessaire d'une chaussure de sport (7) d'un utilisateur (8),
l'article de sport (1) comprenant un dispositif à palier (13) à l'aide duquel le dispositif
de fixation (6), plus particulièrement une partie de support de chaussure (14) du
dispositif de fixation (6), est maintenu de manière réglable relativement au corps
de glissement (2) le long de sa direction longitudinale (15),
caractérisé en ce que
un dispositif d'entraînement (16), pouvant être relié à un dispositif d'alimentation
en énergie (17), est conçu pour faire coulisser le dispositif de fixation (6) de manière
active et de manière couplée pour un processus de marche de l'utilisateur (8) dans
la direction longitudinale (15) du corps de glissement (2).
2. Article de sport selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif à palier (13) comprend un guidage linéaire, plus particulièrement,
un guidage à rail profilé (18) ainsi qu'un guidage à glissement linéaire ou un guidage
à bille linéaire.
3. Article de sport selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un rail de guidage (19) du guidage linéaire est fixé au corps de glissement (2) ou
est intégré dans celui-ci et au moins un chariot de guidage (20) correspondant avec
le rail de guidage (19) est fixé au dispositif de fixation (6) ou est intégré dans
celui-ci.
4. Article de sport selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (16) comprend un moteur électrique (21) à l'aide duquel
le dispositif de fixation (6) peut coulisser par rapport au corps de glissement (2).
5. Article de sport selon la revendication 4, caractérisé en ce que le moteur électrique (21) est conçu comme un moteur à broche ou, au choix, est couplé,
par l'intermédiaire d'une transmission (24), à une broche de réglage (22).
6. Article de sport selon la revendication 4, caractérisé en ce que le moteur électrique (21) est, au choix, couplé par l'intermédiaire d'une transmission
(24) à une roue dentée (33) qui s'emboîte dans une crémaillère (34) correspondante.
7. Article de sport selon la revendication 4, caractérisé en ce que le moteur électrique (21) est, au choix, couplé par l'intermédiaire d'une transmission
(24) à un tambour d'entraînement par câble (35).
8. Article de sport selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (16) comprend un vérin de réglage (38), à savoir un
vérin pneumatique ou un vérin hydraulique, à l'aide duquel le dispositif de fixation
(6) peut coulisser par rapport au corps de glissement (2).
9. Article de sport selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'une unité de commande électrotechnique (44) est reliée avec le dispositif d'entraînement
(16) et est conçue pour le contrôle du dispositif d'entraînement (16), cette unité
de commande (44) comprenant un dispositif d'entrée numérique (45) ou comprend un potentiomètre
à l'aide duquel une vitesse de déplacement, une durée de mise en marche, des moments
de commutation et/ou une course de déplacement du dispositif d'entraînement (16) peut
être prédéterminé ou est réglable de manière variable.
10. Article de sport selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'unité de commande (44) est relié avec au moins un moyen de détection (46, 46'),
par exemple un contact de commutation ou un capteur électrotechnique, pour la détection
d'une instruction d'activation pour le dispositif d'entraînement (16).
11. Article de sport selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'au moins un moyen de détection (46, 46') est conçu pour la détection d'une instruction
de commande initiée activement ou consciente par un utilisateur (8) et/ou pour la
détection d'un état de déplacement dû au processus de déplacement physiologique, par
exemple d'une position angulaire de rotation (43) prédéterminée du dispositif de fixation
(6) par rapport au corps de glissement (2) ou d'une sollicitation en pression par
rapport au corps de glissement (2), et en ce que le dispositif d'entraînement (16) est commandé en fonction des états de détection
de l'au moins un moyen de détection (46, 46').
12. Article de sport selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'une course de déplacement (27) du dispositif de fixation (6) par rapport au corps
de glissement (2) est entre 40 mm et 600 mm, plus particulièrement entre 200 mm et
500 mm, de préférence entre 250 mm et 350 mm.
13. Article de sport selon la revendication 4 ou 6, caractérisé en ce que le moteur électrique (21) et l'éventuelle transmission (24) sont logés dans une roue
creuse (28), une enveloppe externe de la roue creuse (28) comprenant une denture circulaire
(29).
14. Article de sport selon l'une des revendications 3 à 13, caractérisé en ce que le rail de guidage (19) présente une denture (30), dans lequel la roue dentée (33)
ou la denture circulaire (29) de la roue creuse (28) s'engrène.
15. Article de sport selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (16) est couplé en mouvement avec le dispositif de fixation
(6) et peut coulisser en même temps que le dispositif de fixation (6) par rapport
au corps de glissement (2).