[0001] Die Erfindung betrifft eine Hebevorrichtung zum Heben und Senken von Fahrzeugen mit
einem auf und ab bewegbaren Träger, an dem zumindest ein längenverstellbarer Tragarm
um eine Schwenkachse an dem Träger schwenkbar gelagert ist.
[0002] Eine solche Hebevorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 18 16 919 A1 bekannt. Diese Zweisäulen-Hebebühne weist an einem Träger einen ersten Tragarm auf,
der längenverstellbar bzw. ausfahrbar ist sowie an demselben Träger einen zweiten
Tragarm, der nicht nur verlängerbar ist, sondern auch zum Träger schwenkbare Tragarmstücke
aufweist. Die Verlängerung des schwenkbaren Tragarmes ist aufgrund der teleskopartig
ineinander gesteckten Anordnung durch die Schwenkachse begrenzt, welche das erste
und zweite Tragarmstück miteinander verbindet und entlang der sich der Schwenkbacken
erstreckt.
[0003] Aus der
EP 1 357 079 A2 ist des Weiteren eine Hebebühne für Kraftfahrzeuge bekannt, welche an einem Träger
zwei schwenkbar angeordnete Tragarme aufweist, wobei die schwenkbar angeordneten Tragarme
teleskopartig ausgebildet und verlängerbar sind. Zur kompakten Anordnung der Hebebühne
im unbenutzten Zustand ist der längenverstellbare Tragarm durch zwei schwenkbar zueinander
angeordnete Tragarmstücke ausgebildet, wobei eine erste Schwenkachse den Träger mit
dem ersten Tragarmstück und eine zweite Schwenkachse das zweite Tragarmstück mit dem
ersten Tragarmstück verbindet. Das Aneinanderschwenken des ersten und zweiten Tragarmstücks
ist dadurch möglich, dass die zweite Schwenkachse versetzt zum zweiten Tragarmstück
positioniert ist, um an dem ersten Tragarmstück anzugreifen. Durch den Versatz in
Querrichtung ist das parallele Aneinanderliegen möglich. Das als Verlängerung vorgesehene
Tragarmstück entspricht im Wesentlichen der Länge des zweiten Tragarmstückes, so dass
lediglich die Lastenaufnahme gegenüber dem zweiten Tragarmabschnitt hervorsteht. Diese
Anordnung weist durch die versetzte Anordnung der Schwenkachse, welche außerhalb des
zweiten Tragarmstückes liegt, den Nachteil auf, dass zusätzliche Versteifungselemente
vorgesehen sein müssen, um eine hinreichend steife Verbindung zwischen dem zweiten
Tragarmabschnitt und dem ersten Tragarmabschnitt zu schaffen, um die Lasten von Fahrzeugen
aufnehmen zu können.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hebevorrichtung für Fahrzeuge zu schaffen,
welche eine kompakte Bauweise und einen größeren Verstellbereich des Tragarms und
somit einen größeren Arbeitsbereich ermöglicht.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Hebevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind in den weiteren Ansprüchen angegeben.
[0006] Durch die Ausgestaltung der Hebevorrichtung mit einem Träger, welcher einen oberen
und einen unteren Trägerabschnitt umfasst, zwischen denen ein Tragarmkörper durch
eine Schwenkanordnung schwenkbar gelagert ist, welche durch ein oberes und ein unteres
Schwenklager ausgebildet ist, so dass die Schwenkachse sowohl den Tragarmkörper und
die Trägerabschnitte durchläuft, jedoch der Innenraum des Tragarmkörpers nicht durch
einen Schwenkbolzen durchquert ist, wird ermöglicht, dass der Innenraum des Tragarmkörpers
frei ist und zumindest ein ausfahrbares Tragarmstück darin anordenbar ist. Somit wird
sowohl eine statisch stabile Anordnung geschaffen, welche hohe Lasten aufnehmen kann
als auch eine kompakte Bauweise erzielt. Darüber hinaus kann durch die Ausgestaltung
des freien Innenraums im Tragarmkörper ein großer Verstellbereich oder Ausfahrbereich
für das zumindest eine Tragarmstück geschaffen werden, gegenüber einem aus dem Stand
der Technik bekannten, sich durch den Tragarmkörper vollständig hindurch erstreckender
Bolzen, der eine Beschränkung in der Verfahrbewegung darstellt.
[0007] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das obere und untere Schwenklager in einer gemeinsamen
Schwenkachse liegt, welche sich durch den Innenraum des Tragarmkörpers erstreckt.
Dadurch kann eine kompakte Bauweise sowie eine zur Kraftaufnahme optimierte Anordnung
geschaffen werden, wobei gleichzeitig ermöglicht bleibt, dass ein Innenraum des Tragarmkörpers
frei zugänglich für ein Tragarmstück ist, um diese darin verschiebbar zu positionieren.
[0008] Bevorzugt ist vorgesehen, dass zumindest ein Schwenklager als Schwenkbolzen ausgebildet
ist. Ein solcher Schwenkbolzen stellt eine einfache konstruktive Maßnahme dar. Dadurch
kann auch das zumindest eine, die Verlängerung bildende Tragarmstück, vollständig
durch den Innenraum des Tragarmkörpers hindurchführbar sein.
[0009] Eine bevorzugte Ausführungsform der Hebevorrichtung sieht vor, dass der Tragarmkörper
an dem oberen Trägerabschnitt des Trägers durch den oberen Schwenkbolzen hängend gelagert
ist. Durch eine solche Anordnung und Ausgestaltung des Schwenkbolzens wird die Reibungskraft
bei einer Schwenkbewegung zur Positionierung des Lastaufnahmeelementes zu den Stützpunkten
des Fahrzeuges und ein Zurückschwenken in eine Ausgangsposition erheblich reduziert.
[0010] Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass der Tragarmkörper am unteren Trägerabschnitt
durch den unteren Schwenkbolzen zur Schwenkachse fluchtend geführt ist. Aufgrund der
Ausgestaltung des oberen Schwenkbolzens zur hängenden Aufnahme des Tragarmkörpers
genügt ein Führen des Tragarmkörpers zur schwenkbaren Anordnung zum unteren Tragarmabschnitt.
Dadurch kann eine weitere Vereinfachung im konstruktiven Aufbau ermöglicht sein.
[0011] Der Tragarmkörper ist bevorzugt als kastenförmiges Gehäuse ausgebildet, welches eine
obere Gehäusewand aufweist, in welcher eine Bohrung zur Positionierung des oberen
Schwenkbolzens vorgesehen ist, wobei der obere Schwenkbolzen im Innenraum des Tragarmkörpers
die obere Gehäusewand hintergreift. Dadurch kann in einfacher Weise die hängende Anordnung
ausgestaltet sein.
[0012] Der obere Schwenkbolzen weist eine umlaufende Nut auf, welche oberhalb einer Oberseite
des oberen Trägerabschnitts verläuft, in welchem in einer Montageposition des Schwenkbolzens
zum Trägerabschnitt und Tragarmkörper eine Schwenkbolzensicherung eingreift. Dadurch
kann eine stabile Anordnung in konstruktiv einfacher Weise geschaffen werden, welche
auch im Schadensfall eine schnelle Demontage ermöglicht.
[0013] Die Schwenkbolzensicherung ist plattenförmig ausgebildet und umfasst einen U-förmigen
Halteabschnitt, der in die Nut des oberen Schwenkbolzens eingreift. Dadurch kann zur
Sicherung des oberen Schwenkbolzens eine einfache Steckbewegung der Schwenkbolzensicherung
in die Nut erfolgen, wobei die plattenförmige Schwenkbolzensicherung beispielsweise
am oberen Trägerabschnitt anliegt und durch eine lösbare Befestigung, wie beispielsweise
eine Verschraubung am oberen Trägerabschnitt, fixiert ist und den oberen Schwenkbolzen
sichert.
[0014] Zur schwenkbaren Anordnung des Tragarmkörpers zum oberen und unteren Trägerabschnitt
werden der obere und untere Schwenkbolzen jeweils vom Innenraum des Tragarmkörpers
her oder von außen oder wahlweise von außen und/oder außen in eine Aufnahmebohrung
an der oberen und unteren Gehäusewand des Tragarmkörpers und in korrespondierende
Bohrungen im oberen und unteren Trägerabschnitt eingesetzt. Dies weist hinsichtlich
dem oberen Schwenkbolzen den Vorteil auf, dass auf der Oberseite des Trägerabschnitts
in einfacher Weise eine Schwenkbolzensicherung vorgesehen ist und ein Maximum an freiem
Innenraum des Tragarmkörpers für das darin geführte, die Verlängerung bildende Tragarmstück
vorgesehen ist. Gleiches gilt für den unteren Schwenkbolzen, der lediglich eingesetzt
werden braucht und vorzugsweise durch eine Klemmung, wie beispielsweise Senkschrauben,
über den Innenraum gesichert ist. Der untere Schwenkbolzen ragt an einer Unterseite
nur geringfügig gegenüber dem unteren Trägerabschnitt hervor oder ist mit diesem bündig,
so dass eine maximale Absenkbewegung des Trägers erhalten bleibt.
[0015] Im kastenförmigen Gehäuse des Tragarmkörpers ist an jeder Gehäusewand zumindest ein
Führungs- und/oder Gleitelement vorgesehen, durch welches das darin gelagerte Tragarmstück
verfahrbar geführt ist. Dadurch kann eine erleichterte Längenverstellung des Tragarms
ermöglicht sein. Gleichzeitig wird der Tragarmstück innerhalb dem Tragarmkörper zentriert
geführt, so dass der obere und untere Abschnitt des Tragarmstücks an der oberen und
unteren Schulter des Schwenkbolzens, der in den Innenraum ragt, vorbeigeführt werden
kann, die sich geringfügig im Innenraum des Tragarmkörpers erstrecken.
[0016] Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass mehrere Tragarmstücke teleskopartig in
dem Tragarmkörper anordenbar sind. Durch die Ausgestaltung des geteilten Schwenkbolzen,
also einem oberen und unteren Schwenkbolzen, der den jeweiligen Innenraum freigibt,
kann diese teleskopartige Anordnung ermöglicht werden, so dass der Tragarm mit nur
einem geringen Bauraum in einer Ausgangsposition anordenbar ist.
[0017] Des Weiteren ist bevorzugt vorgesehen, dass jeweils an einem vorderen und/oder hinteren
Ende des Tragarms und Tragarmkörpers ein Anschlag zur Begrenzung einer Ausfahrbewegung
der die Verlängerung bildenden Tragarme vorgesehen ist, sowie auch eine Einfahrbewegung
in eine Ausgangsstellung zu sichern.
[0018] Der obere und/oder untere Schwenkbolzen weist bevorzugt zumindest einen Schmierkanal
auf, der von außen zugänglich ist und zur Lagerstelle führt. Dadurch kann eine einfache
Reduzierung der Reibkraft erzielt werden.
[0019] Der Tragarmkörper weist an einer in Ausziehrichtung des Tragarmstücks vorderen oder
hinteren Gehäusewand zumindest eine Rollenführung, insbesondere federgelagerte oder
nachgiebige Rollenführung, auf, welche bei einer Lastaufnahme außer Funktion tritt.
Dadurch wird die Ein- und Ausfahrbewegung des Tragarmstücks zum Überführen in eine
Gebrauchsposition oder zurück in eine Ausgangsstellung erleichtert. Gleichzeitig wird
bei der Lastaufnahme sichergestellt, dass eine weitere, den Fangarm verlängernde oder
verkürzende Verfahrbewegung des zumindest einen Tragarmstücks verhindert ist.
[0020] Eine solche Rollenführung ist bevorzugt auch an dem Tragarmstück oder einer Verlängerung
des Tragarmstücks vorgesehen, wobei eine Rollenführung an der Verlängerung und eine
weitere Rollenführung in dem Tragarmstück gegenläufig angeordnet sind, so dass diese
bei einer relativen Verfahrbewegung zueinander unterstützend wirken.
[0021] Die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben
werden im Folgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Beispiele näher beschrieben
und erläutert. Die der Beschreibung und den Zeichnungen zu entnehmenden Merkmale können
einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt
werden. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer eine Zweisäulen-Hebebühne bildenden Hebevorrichtung,
Figur 2 eine perspektivische Ansicht auf einen Träger der Hebevorrichtung mit einem
teleskopierbaren Tragarm in einer Ausgangsposition,
Figur 3 eine perspektivische Ansicht auf einen Träger der Hebevorrichtung mit einem
teleskopierbaren Tragarm in einer Gebrauchsposition,
Figur 4 eine perspektivische Ansicht von hinten auf den teleskopierbaren Tragarm in
einer Gebrauchsposition gemäß Figur 3,
Figur 5 eine schematische Schnittansicht entlang einer Schwenkachse zwischen dem Tragarm
und dem Träger und
Figur 6 einen schematischen Längsschnitt des telesko-pierbaren Tragarms in einer Ausgangsposition,
Figur 7 einen schematischen Längsschnitt des teleskopierbaren Tragarms in einer Gebrauchsposition,
Figur 8 eine perspektivische Ansicht einer Zweisäulen-Hebevorrichtung mit einer Fahrschiene,
Figur 9 eine schematische Schnittansicht zur Fixierung der Fahrschiene an dem Tragarm
der Hebevorrichtung und
Figur 10 eine perspektivische Ansicht eines zur Aufnahme eines an die Fahrschiene
angepassten Lastaufnahmeelementes am Tragarm.
[0022] In Figur 1 ist perspektivisch beispielsweise eine Zweisäulen-Hebebühne 11 dargestellt,
welche zwei einander zugeordnete Hebevorrichtungen 12 umfasst. Diese Hebevorrichtung
12 umfasst eine Hubsäule 14, welche beispielsweise mit einer Fußplatte 16 fest verbunden
ist, welche ortsfest mit einem Untergrund verbunden ist. Ein Träger 17 ist entlang
einer Hubachse 15 der Hebevorrichtung 11 auf und ab bewegbar vorgesehen. Der Träger
17 nimmt ein Lastaufnahmemittel 18 auf. Das Lastaufnahmemittel 18 umfasst einen Gehäuseabschnitt
19, der zumindest teilweise geschlossen ist, an dessen jeweiligen äußeren Enden Tragarme
21 um eine vertikale Schwenkachse 22 schwenkbar aufgenommen sind. Diese Tragarme 21
sind teleskopierbar ausgebildet und weisen der Schwenkachse 22 gegenüberliegend Lastaufnahmeelemente
23 bzw. Vorkehrungen auf, um verschiedene Lastaufnahmeelemente 23 austauschbar darauf
anzuordnen.
[0023] Der Träger 17 nimmt des Weiteren eine Antriebseinrichtung 25 auf. Diese kann elektrohydraulisch,
hydraulisch oder mechanisch ausgebildet sein und weist gemäß der dargestellten Ausführungsform
ein Hydraulikaggregat auf. Diese Antriebseinrichtung 25 wird von einer Steuerung 26
überwacht und angesteuert. Zur Energieversorgung kann beispielsweise zumindest ein
Akkumulator 27 vorgesehen sein. Die Steuerung 26 arbeitet vorteilhafterweise kabellos.
Insbesondere kann eine Fernbedienung vorgesehen sein, um die Hebevorrichtungen 12
anzusteuern. Insbesondere kommunizieren auch die beiden einander zugeordneten und
gegenüber liegenden Hebevorrichtungen 12 kabellos miteinander, um beispielsweise ein
gleichzeitiges Einleiten einer Hebe-und Senkbewegung sowie eine gegenseitige Überwachung
eines Gleichlaufes oder dergleichen sicherzustellen. Alternativ können zwischen den
zwei Hebevorrichtungen 12 Versorgungsleitungen und/oder Steuerleitungen vorgesehen
sein, so dass sowohl Steuersignale als auch eine Stromversorgung kabelgebunden ermöglicht
sind.
[0024] Der Träger 17 ist hülsen- oder patronenförmig ausgebildet und umschließt die Hubsäule
14. Bei dieser Anordnung ist deshalb vorgesehen, dass die Antriebsspindel oder der
Hydraulikzylinder zum Heben und Senken des Trägers 17 innerhalb der Hubsäule 14 angeordnet
ist. Der Hydraulikzylinder stützt sich einerseits an einem unteren Ende der Hubsäule
14 bzw. der Fußplatte 16 ab und greift am oberen, inneren Endabschnitt des Trägers
17 an. Zur Führung des Trägers 17 zur Hubsäule 14 sind dazwischenliegend Führungselemente
29 vorgesehen, welche beispielsweise als Rollen- oder Gleitelemente oder als eine
Kombination hiervon ausgebildet sein können. Zwischen der Hubsäule 14 und dem Träger
17 ist des Weiteren eine Fallsicherung 32 vorgesehen, durch welche nach dem Ansteuern
einer Hubbewegung des Trägers 17 eine Deaktivierung bzw. eine Stromlosschaltung eines
Haftmagneten der Fallsicherung erfolgt und ein Verriegelungselement eine Sicherung
der eingestellten Hublage vornimmt.
[0025] Eine alternative Ausgestaltung der Hebevorrichtung 12 sieht vor, dass die Hubsäulen
einen U-förmigen Querschnitt aufweisen, innerhalb dem der Träger auf und ab bewegbar
geführt ist, wobei der zumindest teilweise geschlossene Gehäuseabschnitt 19 in Analogie
zur Hebevorrichtung 12 gemäß Figur 2 an dem Träger 17 angeordnet ist, um die Tragarme
21 aufzunehmen.
[0026] Eine weitere alternative Ausführungsform der Hebevorrichtung 11 kann darin liegen,
dass anstelle der Hubsäule und dem auf und ab bewegbaren Träger ein Hubstempel einer
Stempelbühne vorgesehen ist, wobei am oberen Ende des Hubstempels der Träger angeordnet
ist, an welchem die Tragarme 21 vorgesehen sind.
[0027] Des Weiteren kann eine weitere alternative Ausführungsform der Hebevorrichtung 11
vorgesehen sein, bei welcher der auf und ab bewegbare Träger mittels einer Halbschere
oder Doppelschere, die wiederum mit einem Hydraulikzylinder betätigt werden, auf und
ab bewegt wird, an welchem die Tragarme 21 angeordnet sein können.
[0028] Am Träger 17 ist eine Frontabdeckung 34 vorgesehen. Hinter dieser Frontabdeckung
34 ist in dem Gehäuseabschnitt 19 eine Verriegelungseinrichtung 37 vorgesehen, welche
an dem Tragarm 21 angreift. Durch diese Verriegelungseinrichtung 37 kann eine eingestellte
Schwenkposition des Tragarms 21 fixiert werden, so dass die eingestellte Schwenkposition
des Tragarms 21 zu einem Last- oder Stützpunkt an dem Fahrzeug beibehalten bleibt.
Die Verriegelungsvorrichtung 37 umfasst eine betätigbare Stelleinrichtung 38, welche
gemäß dem Ausführungsbeispiel als ein Hydraulikzylinder 39 ausgebildet ist. Dieser
Hydraulikzylinder 39 umfasst eine Kolbenstange 41, deren äußeres Ende an einer Lagerstelle
42 des schwenkbaren Tragarms 21 angreift.
[0029] Die Stelleinrichtung 38 kann alternativ zum Hydraulikzylinder 39 eine pneumatisch
angetriebene oder elektrisch oder elektromagnetisch angetriebene Stelleinrichtung
38 und/oder einen Hubkolben umfassen. Alternativ kann auch ein Linearantrieb vorgesehen
sein, der wiederum elektrisch, pneumatisch oder hydraulisch angetrieben sein kann.
Eine Stellbewegung oder Verfahrbewegung der Stelleinrichtung 38 kann durch ein Schaltventil
oder einen Schaltkontakt angesteuert werden, welcher insbesondere aktiviert wird,
wenn der Träger 17 in einer abgesenkten Position auf dem Untergrund aufliegt, um die
schwenkbaren Tragarme 21 aus einer Gebrauchsposition, in welcher die Lastaufnahmeelemente
23 den Stützpunkten des Fahrzeugs zugeordnet sind, in eine
[0030] Nichtgebrauchsposition überzuführen und umgekehrt. In der Nichtgebrauchsposition
werden die Tragarme 21 aus dem Fahrbereich des Fahrzeugs herausgeschwenkt, so dass
dieses in Einem herausgefahren werden kann. Alternativ kann die Stellbewegung der
Stelleinrichtung 38 auch nur über eine Steuerungseinrichtung der Hebevorrichtung 12
angetrieben werden.
[0031] In Figur 2 ist eine schematisch vergrößerte Ansicht eines Schwenkbereichs zwischen
dem Träger 17 und dem schwenkbar dazu angeordneten Tragarm 21 dargestellt, wobei der
Tragarm 21 in einer eingefahrenen Position oder Ausgangsposition 45 dargestellt ist.
[0032] In Figur 3 ist der schwenkbare Tragarm 21 in einer ausgefahrenen Position oder Gebrauchsposition
47 dargestellt.
[0033] An dem Träger 17 ist ein oberer und unterer Trägerabschnitt 48, 49 vorgesehen, welche
vorzugsweise plattenförmig ausgebildet sind und einen U-förmigen Aufnahmebereich bilden,
so dass zwischen dem oberen und unteren Trägerabschnitt 48, 49 der schwenkbare Tragarm
21 gelagert ist. Die Schwenkachse 22 erstreckt sich durch den oberen und unteren Tragarmabschnitt
48, 49 hindurch, als auch durch den Tragarm 21, wobei eine Schwenkanordnung 50 vorgesehen
ist, welche ein zweigeteiltes Schwenklager (55, 70) aufweist, so dass der verlängerbare
Tragarm 21 die Schwenkachse 22 durchqueren kann, das heißt, dass der schwenkbare Tragarm
21 auch zwischen dem oberen Schwenklager 55 und dem unteren Schwenklager 70 hindurchführbar
ist.
[0034] Der schwenkbare Tragarm 21 umfasst einen Tragarmkörper 52, welcher ein kastenförmiges
Gehäuse 53 aufweist. Zwischen dem oberen Trägerabschnitt 49 und einer oberen Gehäusewand
54 des Tragarmkörpers 52 ist das obere Schwenklager 55 gebildet. In Analogie ist zwischen
einer unteren Gehäusewand 72 des Tragarmkörpers 52 und dem unteren Trägerabschnitt
49 ein unteres Schwenklager 70 vorgesehen, wobei die beiden Schwenklager 55 und 70
in derselben Schwenkachse 22 liegen, jedoch getrennt voneinander sind. Dadurch wird
ein Innenraum in dem kastenförmigen Gehäuse 53 des Tragarmkörpers 52 freigegeben,
so dass beispielsweise ein erstes Tragarmstück 58 in dem Gehäuse 53 aufgenommen ist
und dieses durchquert. Das erste Tragarmstück 58 ist gegenüber dem Gehäuse 53 vollständig
verfahrbar. In dem ersten Tragarmstück 58 kann ein weiteres oder zweites Tragarmstück
59 vorgesehen sein, an dessen äußeren Ende das Lastaufnahmeelement 23 anordenbar ist.
Es können auch weitere Tragarmstücke ineinander geschachtelt sein, so dass der längenverstellbare
Tragarm 21 teleskopartig ausgebildet ist.
[0035] In einer Ausgangsposition 45 des schwenkbaren Tragarms 21 sind das erste und zweite
Tragarmstück 58, 59 teleskopartig ineinander positioniert und in einer eingefahrenen
Position zum Tragarmkörper 52 angeordnet, wie dies in Figur 2 dargestellt ist. Dabei
kann der schwenkbare Tragarm 21 bezüglich des Lastaufnahmeelementes 23 auch noch seitlich
nach außen geschwenkt werden, so dass ein hinteres Ende des ersten Tragarmstücks 58
auf die Hubsäule 14 zugeschwenkt werden kann, um eine platzsparende Anordnung und
kompakte Baueinheit im Nichtgebrauch zu ermöglichen.
[0036] Bei einem ausgefahrenen Tragarm 21 gemäß Figur 3 ist ein maximaler Schwenkbereich
des Tragarms 21 zum Träger 17 gegeben, um die Position zu den jeweiligen Stützpunkten
am Fahrzeug einzunehmen.
[0037] In Figur 4 ist eine perspektivische Ansicht auf einen teilweise verlängerten Tragarm
21 dargestellt.
[0038] In Figur 5 ist eine schematische Schnittansicht durch die Schwenkachse 22 der Schwenkanordnung
50 dargestellt.
[0039] Das kastenförmige Gehäuse 53 ist bevorzugt aus Blechzuschnitten zusammengesetzt und
vorzugsweise miteinander verschweißt, so dass ein quadratischer Innenraum gebildet
ist. Eine obere Gehäusewand 54 ist parallel zum oberen Trägerabschnitt 49 ausgerichtet,
wobei in der Gehäusewand 54 und im Trägerabschnitt 49 jeweils eine Bohrung 56 eingebracht
ist, so dass der obere Schwenkbolzen 61 ein oberes Schwenklager 55 für den Tragarmkörper
52 zum oberen Trägerabschnitt 48 bildet. Dabei kann vorgesehen sein, dass der Schwenkbolzen
61 vom Innenraum in den Tragarmkörper 52 eingesetzt wird, so dass eine Schulter 62
an einer Innenseite der oberen Gehäusewand 54 anliegt und diese hintergreift. Gegenüberliegend
ist eine umlaufende Nut 63 in dem Schwenkbolzen 61 vorgesehen, welche sich an den
oberen Trägerabschnitten 48 angrenzend erstreckt, so dass eine Schwenkbolzensicherung
64 darin eingreifen kann, um den Schwenkbolzen 61 zum oberen Trägerabschnitt 48 zu
fixieren. Dadurch wird der Tragarm 21, insbesondere der Tragarmkörper 52, hängend
zum oberen Trägerabschnitt 48 aufgenommen, das heißt, dass zwischen der oberen Gehäusewand
54 und dem oberen Trägerabschnitt 48 bzw. einem oberen Trägerabschnitt 48 zugeordneten
Versteifungselement 65 ein geringer Spalt 66 gebildet ist. Durch diese Anordnung kann
eine verringerte Reibung des Schwenklagers 55 erzielt werden.
[0040] In dem oberen Schwenkbolzen 61 ist bevorzugt eine Schmiermittelzufuhr 67 vorgesehen,
das heißt, dass von außen Schmiermittel eingebracht werden kann, so dass dieses durch
einen axialen und zumindest einen radialen Kanal bis zu dem Bereich der Lagerstelle
zwischen der oberen Gehäusewand 54 und der Schulter 62 des Schwenkbolzens 61 zugeführt
werden kann.
[0041] Die Schwenkbolzensicherung 64 ist bevorzugt ebenfalls als plattenförmiges Blechteil
ausgebildet, welches auf dem oberen Trägerabschnitt 48 einen U-förmigem Halteabschnitt
68 aufweist, der in die Nut 63 eingreift. Zu Befestigung der Schwenkbolzensicherung
64 kann eine Verschraubung vorgesehen sein, wie dies in Figur 4 dargestellt ist.
[0042] Der Tragarmkörper 52 ist mit einem unteren Schwenkbolzen 71 zum unteren Trägerabschnitt
49 drehbar gelagert, wobei der Schwenkbolzen 71 auch von innen in den Tragarmkörper
52 einsetzbar sein kann und sich durch eine Bohrung 56 in der unteren Gehäusewand
72 und eine komplementäre Bohrung 56 im unteren Trägerabschnitt 49 erstreckt. Dieser
Schwenkbolzen 71 weist wiederum eine Schulter 62 auf, welche an der Innenseite der
unteren Gehäusewand 72 anliegt. Der Schwenkbolzen 71 ist zylindrisch ausgebildet und
dient als Führung des Tragarmkörpers 52 zum unteren Trägerabschnitt 49. Zur Sicherung
des unteren Schwenkbolzens 71 kann beispielsweise eine Verschraubung 73 vorgesehen
sein. Ebenso kann dieser untere Schwenkbolzen 71 eine Schmiermittelzufuhr 67 aufweisen.
Bevorzugt ist eine Unterseite des Schwenkbolzens 71 bündig zu einer Unterseite 74
des unteren Trägerabschnitts 49 vorgesehen, so dass diese Unterseite 74 des unteren
Trägerabschnitts 49 zusammen mit dem Träger 17 auf dem Boden oder Untergrund aufliegen
kann.
[0043] Durch die hängende Aufnahme des Tragarmkörpers 52 zum oberen Trägerabschnitt 48 kann
das untere Schwenklager 70 vereinfacht ausgebildet sein, so dass dieses lediglich
zur Sicherung des Tragarmkörpers 52 zur schwenkbaren Anordnung um die Schwenkachse
22 dient, das heißt, zwischen der unteren Gehäusewand 72 und dem unteren Trägerabschnitt
49 ist ebenfalls ein Spalt vorgesehen, wodurch die Reibung wiederum verringert ist.
[0044] Bevorzugt sind die beiden Schwenkbolzen 61, 71 im Durchmesser gleich ausgebildet,
wodurch auch eine vereinfachte Herstellung des Tragarmkörpers 52 hinsichtlich der
oberen und unteren Gehäusewand 54, 72 ermöglicht ist. Alternativ kann der obere Schwenkbolzen
auch größer ausgebildet sein.
[0045] Zur Führung des ersten Tragarmstücks 58 in dem Tragarmkörper 52 sind vorzugsweise
an jeder Gehäusewand 54, 72, 75, 76 Führungs- und/oder Gleitelemente 77 vorgesehen.
Dadurch wird ein vorzugsweise ebenfalls kastenförmig ausgebildetes Gehäuse 53 des
ersten Tragarmstücks 58 zentrisch zum Tragarmkörper 52 aufgenommen und geführt, so
dass ein oberer Wandabschnitt 79 und unterer Wandabschnitt 80 des ersten Tragarmstücks
58 an der Schulter 62 des oberen Schwenkbolzens 61 sowie an der Schulter 62 des unteren
Schwenkbolzens 71 vorbeigeführt werden kann, um eine Gebrauchsposition 47 gemäß Figur
2 einnehmen zu können.
[0046] In Figur 6 ist ein Längsschnitt des schwenkbaren Tragarms 21 in der Ausgangsposition
45 gemäß Figur 2 dargestellt.
[0047] Die Figur 7 zeigt einen Längsschnitt des schwenkbaren Tragarms 21 in einer Gebrauchsposition
47 gemäß Figur 3. Dieser längenverstellbare Tragarm 21 umfasst den Tragarmkörper 52,
das erste Tragarmstück 58 und das zweite Tragarmstück 59, an dessen äußerem Ende das
Lastaufnahmeelement 23 einsetzbar ist. Es versteht sich, dass auch mehrere Tragarmstücke
58, 59 vorgesehen sein können.
[0048] Aus Figur 7 ist zusätzlich zu den Führungs- und/oder Gleitelementen 77 zur erleichterten
verschiebbaren Anordnung des ersten Tragarmstücks 58 zum Tragarmkörper 52 eine Rollenführung
83 vorgesehen, welche an einem vorderen Ende angeordnet ist, gegenüber welchem das
zweite Tragarmstück 59 zum ersten Tragarmstück 58 ausziehbar ist. Das zweite Tragarmstück
59 weist vorteilhafterweise ebenso eine solche Rollenführung 83 auf, welche jedoch
an einem innenliegenden oberen oder hinteren oberen Ende vorgesehen ist. Dadurch ist
ein erleichtertes Ausziehen des zweiten Tragarmstücks 59 zum ersten Tragarmstück 58
ermöglicht, wie dies beim Vergleich der Figuren 6 und 7 deutlich wird.
[0049] Am Tragarmkörper 52 kann bezüglich der Ausziehrichtung der Tragarmstücke 58, 59 ebenfalls
eine solche Rollenführung 83 vorgesehen sein. Diese Rollenführungen 83 wirken beim
Ein- und Ausfahren der Tragarmstücke 58, 59 unterstützend, sofern keine Last auf das
Lastaufnahmeelement 23 wirkt. Sobald das Lastaufnahmeelement 23 an einem Stützpunkt
des Fahrzeugs angreift, werden diese Rollenführungen 83, die eine nachgiebige Lagerung
oder Federlagerung aufweisen, belastet, so dass die Tragarmstücke 58, 59 zueinander,
sowie das Tragarmstück 58 zum Tragarmkörper 52 eine fest aneinanderliegende Anordnung
einnehmen.
[0050] Aus dem Längsschnitt des verlängerbaren Tragarms 21 durch die Schwenkachse 22 wird
offensichtlich, dass zumindest das erste Tragarmstück 48 die Schenkachse 22 durchquert.
Somit kann eine kompakte Bauweise geschaffen werden, bei welcher auch die Hebelverhältnisse
zwischen dem Träger 17 und der schwenkbaren Aufnahme des Tragarms 21 gering gehalten
werden kann.
[0051] Die Ein- und Ausfahrbewegung des ersten und zweiten Tragarmstücks 58, 59 sind durch
jeweilige Anschläge 84 begrenzt. Beispielsweise ist an dem ersten Tragarmstück 58
an einem hinteren oberen Ende ein Anschlag 84 vorgesehen, welcher in einer ausgezogenen
Position des ersten Tragarmstücks 58 durch die Schulter 62 des Schwenkbolzens 61 begrenzt
ist. Eine Einfahrbewegung des ersten Tragarmstücks 58 zum Tragarmkörper 52 ist beispielsweise
durch die an der Seitenwand 75 vorgesehenen Anschläge 84 (Figur 3) begrenzt. Die Ausziehbewegung
des zweiten Tragarmstücks 49 wird durch den beispielsweise als Schraube dargestellten
Anschlag 84 in der Seitenwand 75 des ersten Tragarmstücks 58 begrenzt.
[0052] In Figur 8 ist ein Anwendungsbeispiel einer Zweisäulen-Hebebühne 11 dargestellt,
bei welcher die Tragarme 21 jeweils einer Hebevorrichtung 12 eine Fahrschiene 86 aufnehmen.
Der Tragarm 21 umfasst bei dieser Ausführungsform beispielsweise einen Tragarmgrundkörper
52 sowie ein darin verschiebbar aufgenommenes erstes Tragarmstück 58. Die beiden Tragarme
21 sind parallel zueinander ausgerichtet und nehmen über deren Lastaufnahmeelemente
23 Führungsschiene 86 auf. Aufgrund der Ausgestaltung des Tragarmes 21 gemäß beispielsweise
einem ersten Tragarmstück 58 kann der Abstand der einander gegenüberliegenden Fahrschienen
86 auf eine Spurbreite eines zu hebenden Fahrzeuges in einfacher Weise einstellbar
sein. Der Tragarm 21 kann alternativ auch zwei oder mehrere Tragarmstücke umfassen.
Ebenso ist möglich, dass unmittelbar an dem Tragarmkörper 52 das Lastaufnahmeelement
23 befestigt ist.
[0053] Im Übrigen kann auch zur Aufnahme einer Fahrschiene 86 eine der vorbeschriebenen
Ausführungsformen für eine Hebevorrichtung 12 eingesetzt werden.
[0054] Die Figur 9 zeigt eine schematische Seitenansicht des Tragarms 21 und der daran angeordneten
Fahrschiene 86. Eine konstruktive einfache Aufnahme ist dadurch gegeben, in dem das
Lastaufnahmeelement 23, wie dies in Figur 10 dargestellt ist, einen verlängerten Lastarm
87 umfasst, der ermöglicht, dass eine Auffahrfläche 88 der Fahrschiene 86 untergriffen
werden kann. Der Lastraum 87 erstreckt sich vollständig über die Breite der Auffahrfläche
88 oder im Wesentlichen über die Breite der Auffahrfläche 88. Die dargestellte Ausführungsform
der Fahrschiene 86 weist beispielsweise einen omegaförmigen Querschnitt auf und ist
vorteilhafterweise als ein Blechbiegeteil ausgebildet, so dass in einfacher Weise
der Lastarm 87 in Öffnungen 89 an der seitlichen Wange 90 durchführbar ist und an
der gegenüberliegenden Wange 90 mittels einer Befestigungsplatte und einem Befestigungsmittel
93 fixiert ist. Bei einem alternativen konstruktiven Aufbau einer Führungsschiene
86 kann das Lastaufnahmeelement 23 auch an einer Unterseite der Fahrschiene 86 angreifen.
[0055] Zur definierten Aufnahme der Führungsschiene 86 ist das Lastaufnahmeelement 23 derart
angepasst, dass eine erste Anlagefläche 91 (Figur 10) am stirnseitigen Ende des Lastarmes
87 vom Lastaufnahmeelement 23 vorgesehen ist, welche an die Neigung der seitlichen
Wange 90 angepasst ist. Am zum Tragarm 21 weisenden Ende des Lastaufnahmeelementes
23 ist eine zweite Anlagefläche 92 vorgesehen, welche an einer Außenseite der seitlichen
Wange 90 angreift, so dass durch eine solche Anordnung eine definierte Anlage und
Positionierung der Fahrschiene 86 zum Tragarm 21 über die Auflageflächen 91 und 92
ermöglicht ist.
[0056] Die in Figur 8 dargestellte Zweisäulenhebebühne 11 nimmt eine Fahrschiene 86 auf,
die zum Heben und Senken von beispielsweise Personenfahrzeugen oder Transportern vorgesehen
ist. Sofern längere Fahrzeuge angehoben werden sollen, kann beispielsweise auch eine
Viersäulen-Hebebühne vorgesehen sein, bei welcher zwei Hebevorrichtungen 12 im Abstand
zueinander mit deren Tragarmen 21 an einer langen Fahrschiene 86 angreifen.
[0057] Durch die Ausgestaltung des Tragarms 21, der schwenkbar zum Träger 17 angeordnet
ist, und beispielsweise ein erstes Tragarmstück 58 verschiebbar im Tragarmkörper 52
aufnimmt, ist auch ermöglicht, dass unterschiedliche Tragarmstücke 58 mit voneinander
abweichend ausgebildeten Lastaufnahmeelementen 23 verwendet werden können, um eine
schnelle und einfache Umrüstung der Hebevorrichtung 12 auf verschiedene Anwendungsfälle
zu ermöglichen. So kann beispielsweise anstelle des teleskopierbaren Tragarms 21 gemäß
Figur 1 bei Verwendung eines Tragarms 21 gemäß Figur 10, eine einfache Umrüstung auf
eine Zweisäulen-Fahrschienenhebebühne ermöglicht sein.
1. Hebevorrichtung zum Heben und Senken von Fahrzeugen, mit einem auf und ab bewegbaren
Träger (17), an dem zumindest ein längenverstellbarer Tragarm (21) um eine Schwenkachse
(22) an dem Träger (17) schwenkbar gelagert ist und ein freies Ende des Tragarmes
(21) unter das Fahrzeug zum Stützpunkt des Fahrzeugs bewegbar ist, wobei der längenverstellbare
Tragarm (21) einen Tragarmkörper (52) aufweist, der zumindest ein eine Verlängerung
bildendes Tragarmstück (58, 59) ausziehbar aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (17) einen oberen und unteren Trägerabschnitt (48, 49) umfasst, zu dem
der Tragarmkörper (52) mit einer Schwenkanordnung (50) drehbar gelagert ist, welche
durch ein oberes und unteres Schwenklager (55, 70) gebildet ist, das einen Innenraum
des Tragarmkörpers (52) für zumindest ein darin positionierbares Tragarmstück (58,
59) freigibt.
2. Hebevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das obere und untere Schwenklager (55, 70) in einer gemeinsamen Schwenkachse (22)
liegen, welche sich durch den Innenraum des Tragarmkörpers (52) erstreckt.
3. Hebevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Schwenklager (55, 70) als Schwenkbolzen (61, 71) ausgebildet ist und
die durch die Schwenkbolzen (61, 71) gebildete Schwenkachse (22) zwischen dem Träger
(17) und dem Tragarmkörper (52) im Innenraum des Tragarmkörpers (52) unterbrochen
ist.
4. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Schwenklager (55) durch einen oberen Schwenkbolzen (61) gebildet ist und
der Tragarmkörper (52) zum oberen Trägerabschnitt (48) durch den oberen Schwenkbolzen
(61) hängend gelagert ist.
5. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Schwenklager (70) durch einen weiteren Schwenkbolzen (71) gebildet ist
und der Tragarmkörper (52) am unteren Trägerabschnitt (49) durch den unteren Schwenkbolzen
(71) zur Schwenkachse (28) fluchtend geführt ist.
6. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragarmkörper (52) ein kastenförmiges Gehäuse (63) aufweist, welches an einer
oberen Gehäusewand (54) eine Bohrung (56) aufweist, in welcher der obere Schwenkbolzen
(61) zur Aufnahme des Tragarmkörpers (52) eingreift und im Innenraum des Tragarmkörpers
(52) die obere Gehäusewand (54) mit einer Schulter (62) hintergreift.
7. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Schwenkbolzen (61) eine oberhalb einer Oberseite des oberen Trägerabschnitts
(48) angeordnete Nut (63) aufweist, in welcher eine Schwenkbolzen-sicherung (64) eingreift.
8. Hebevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbolzensicherung (64) plattenförmig ausgebildet ist, welche einen U-förmigen
Halteabschnitt (68) aufweist, der in die Nut (63) des oberen Schwenkbolzens (61) eingreift.
9. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere und untere Schwenkbolzen (61, 71) jeweils vom Innenraum des Tragarmkörpers
(72) her oder von außen oder wahlweise von innen und/oder außen in die Bohrung (56)
an der oberen und unteren Gehäusewand (54, 52) des Tragarmkörpers (52) und in eine
korrespondierende Bohrung (56) in dem oberen und unteren Trägerabschnitt (48, 49)
einsetzbar sind.
10. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an zwei einander gegenüberliegenden Gehäusewänden (54, 72, 75, 76), vorzugsweise
an jeder Gehäusewand (54, 72, 75, 76) des Tragarmkörpers (52), zumindest ein Führungs-
und/oder Gleitelement (77) vorgesehen ist, durch welches das erste Tragarmstück (58)
verfahrbar in dem Tragarmkörper (52) geführt ist.
11. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Tragarmstücke (58, 59) teleskopartig in dem Tragarmkörper (52) anordenbar
sind.
12. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils an einem vorderen und hinteren Ende oder Bereich des Tragarmstücks (58, 59)
ein Anschlag (84) zur Begrenzung des Ausfahrweges und/oder des Einfahrweges der Tragarmstücke
(58, 59) vorgesehen ist.
13. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbolzen (61, 71) zumindest eine Schmiermittelzuführung (77) aufweisen,
die von außen zugänglich sind und zumindest einen zur Lagerstelle insbesondere Balg
(56), führenden Schmiermittelkanal umfassen.
14. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragarmkörper (52) an einer in Ausziehrichtung des Tragarmstückes (58, 59) vorderen
unteren Gehäusewand (72) eine Rollenführung (83) aufweist.
15. Hebevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Tragarmstück (58, 59) zumindest eine Rollenführung (83) vorgesehen ist,
welche eine Ein- und Ausfahrbewegung unterstützt und bei einer Lastaufnahme außer
Funktion tritt.
1. Lifting device for lifting and lowering vehicles, having a support (17) which is movable
up and down, on which at least one longitudinally adjustable support arm (21) is mounted
to be pivotable around a pivot axis (22) on the support (17) and a free end of the
support arm (21) is movable under the vehicle with respect to the support point of
the vehicle, wherein the longitudinally adjustable support arm (21) has a support
arm body (52) which receives at least one support arm piece (58, 59) which forms an
extension in an extractable manner, characterised in that the support (17) comprises an upper and lower support section (48, 49) with respect
to which the support arm body (52) is mounted rotatably using a pivot arrangement
(50) which is formed by an upper and lower pivot bearing (55, 70) which releases an
inner space of the support arm body (52) for at least one support arm piece (58, 59)
which is positionable therein.
2. Lifting device according to claim 1, characterised in that the upper and lower pivot bearing (55, 70) lie in a mutual pivot axis (22) which
extends through the inner space of the support arm body (52).
3. Lifting device according to claim 1 or 2, characterised in that at least one pivot bearing (55, 70) is formed as a pivot pin (61, 71) and the pivot
axis (22) which is formed by the pivot pin (61, 71) is interrupted between the support
(17) and the support arm body (52) in the inner space of the support arm body (52).
4. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that the upper pivot bearing (55) is formed by an upper pivot pin (61) and the support
arm body (52) is mounted to be hanging with respect to the upper support section (48)
using the upper pivot pin (61).
5. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that the further pivot bearing (70) is formed by a further pivot pin (71) and the support
arm body (52) is guided to be aligned to the pivot axis (28) on the lower support
section (49) using the lower pivot pin (71).
6. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that the support arm body (52) has a box-shaped housing (63) which has a bore (56) on
an upper housing wall (54) with which the upper pivot pin (61) engages to receive
the support arm body (52) and the upper housing wall (54) having a shoulder (62) engages
behind in the inner space of the support arm body (52).
7. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that the upper pivot pin (61) has a groove (63) which is arranged above an upper side
of the upper support section (48), with which a pivot pin retainer (64) engages.
8. Lifting device according to claim 7, characterised in that the pivot pin retainer (64) is formed to be plate-shaped, which has a U-shaped retaining
section (68) which engages with the groove (63) of the upper pivot pin (61).
9. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that the upper and lower pivot pins (61, 71) are each insertable from the inner space
of the support arm body (72) or from outside or optionally from inside and/or from
outside into the bore (56) on the upper and lower housing wall (54, 52) of the support
arm body (52) and into a corresponding bore (56) in the upper and lower support section
(48, 49).
10. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that at least one guide and/or sliding element (77) is provided on at least two opposite
housing walls (54, 72, 75, 76), preferably on each housing wall (54, 72, 75, 76) of
the support arm body (52), by which the first support arm piece (58) is guided traversably
in the support arm body (52).
11. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that several support arm pieces (58, 59) are arranged telescopically in the support arm
body (52).
12. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that a stop (84) to limit the extension path and/or the retraction path of the support
arm pieces (58, 59) is provided on each of a front and rear end or region of the support
arm piece (58, 59).
13. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that the pivot pins (61, 71) have at least one lubricant supply (77) which are accessible
from the outside and comprise at least one lubricant channel which leads to the bearing
surface, in particular bellows (56).
14. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that the support arm body (52) has a roller guide (83) on a lower housing wall (72) which
is to the front in the extraction direction of the support arm piece (58, 59).
15. Lifting device according to one of the preceding claims, characterised in that at least one roller guide (83) is provided on each support arm piece (58, 59), said
roller guide supporting a retraction and extension movement and being rendered inoperative
in the case of load receiving.
1. Dispositif de levage destiné à soulever et abaisser des véhicules, avec un support
(17) pouvant monter et descendre sur lequel est monté au moins un bras porteur (21)
réglable en longueur de manière à pouvoir pivoter sur ledit support (17) autour d'un
axe de pivotement (22), une extrémité libre du bras porteur (21) pouvant être déplacée
sous le véhicule jusqu'au point d'appui du véhicule, le bras porteur (21) réglable
en longueur présentant un corps de bras porteur (52) qui reçoit de manière télescopique
au moins un élément de bras porteur (58, 59) qui forme une extension, caractérisé en ce que le support (17) comprend des parties de support supérieure et inférieure (48, 49)
par rapport auxquelles le corps de bras porteur (52) est monté de manière à pouvoir
tourner grâce à un dispositif de pivotement (50) formé respectivement par des paliers
de pivotement supérieur et inférieur (55, 70) qui libèrent un intérieur du corps de
bras porteur (52) pour au moins un élément de bras porteur (58, 59) qui peut y être
positionné.
2. Dispositif de levage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les paliers de pivotement supérieur et inférieur (55, 70) se trouvent sur un axe
de pivotement commun (22) qui s'étend à travers l'intérieur du corps de bras porteur
(52).
3. Dispositif de levage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins un palier de pivotement (55, 70) est réalisé en tant que pivot (61, 71) et
en ce que l'axe de pivotement (22) formé par les pivots (61, 71) est interrompu à l'intérieur
du corps de bras porteur (52), entre le support (17) et le corps de bras porteur (52).
4. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le palier de pivotement supérieur (55) est formé par un pivot supérieur (61) et que
le corps de bras porteur (52) est monté en suspension par rapport à la partie de support
supérieure (48) grâce au pivot supérieur (61).
5. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'autre palier de pivotement (70) est formé par un autre pivot (71) et que le corps
de bras porteur (52) situé sur la partie de support inférieure (49) est monté, grâce
au pivot inférieur (71), de manière à être en ligne par rapport à l'axe de pivotement
(28).
6. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de bras porteur (52) présente un boîtier (63) en forme de caisson qui présente,
sur une paroi de boîtier supérieure (54), un trou (56) dans lequel s'engage le pivot
supérieur (61) en vue de recevoir le corps de bras porteur (52) et saisit par l'arrière,
à l'intérieur du corps de bras porteur (52), ladite paroi de boîtier supérieure (54)
grâce à un épaulement (62).
7. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le pivot supérieur (61) présente une rainure (63) qui est disposée au-dessus d'une
face supérieure de la partie de support supérieure (48) et dans laquelle entre en
prise un dispositif de blocage de pivot (64).
8. Dispositif de levage selon la revendication 7, caractérisé en ce que le dispositif de bocage de pivot (64) est réalisé en forme de plaque et présente
une partie de retenue (68) en forme de U qui pénètre dans la rainure (63) du pivot
supérieur (61).
9. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pivots supérieur et inférieur (61, 71) peuvent être respectivement insérés dans
le trou (56) ménagé dans les parois de boîtier supérieure et inférieure (54, 72) du
corps de bras porteur (52) ainsi que dans un trou correspondant (56) ménagé dans les
parties de support supérieure et inférieure (48, 49), et ce depuis l'intérieur du
corps de bras porteur (72) ou depuis l'extérieur ou, au choix, depuis l'intérieur
et/ou l'extérieur.
10. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de guidage et/ou de glissement (77) permettant de déplacer le
premier élément de bras porteur (58) dans le corps de bras porteur (52) est prévu
au moins sur deux parois de boîtier opposées (54, 72, 75, 76), de préférence sur chaque
paroi de boîtier (54, 72, 75, 76) du corps de bras porteur (52).
11. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que plusieurs éléments de bras porteur (58, 59) peuvent être disposés de manière télescopique
dans le corps de bras porteur (52).
12. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une butée (84) est prévue respectivement sur des extrémités ou zones avant et arrière
de l'élément de bras porteur (58, 59) en vue de limiter la course de sortie et/ou
la course d'entrée dudit élément de bras porteur (58, 59).
13. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les pivots (61, 71) présentent au moins une conduite de graissage (77) accessible
de l'extérieur et comprennent au moins un canal de graissage menant au point d'appui,
en particulier au soufflet (56).
14. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de bras porteur (52) présente un guidage à galets (83) sur une paroi de
boîtier frontale inférieure (72) située dans le sens de sortie de l'élément de bras
porteur (58, 59).
15. Dispositif de levage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur chaque élément de bras porteur (58, 59) est prévu au moins un guidage à galets
(83) qui assiste le mouvement d'entrée et de sortie et qui cesse de fonctionner lors
d'une réception de charge.