[0001] Die Erfindung betrifft eine Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb einer
Verbrennungskraftmaschine mit einem Zwischenhebel, zumindest einer Nockenwellenrolle
am Zwischenhebel, die gegen eine Nockenwelle anliegt, einer Kulissenrolle am Zwischenhebel,
die gegen eine Kulisse anliegt, zumindest einer Steuerwellenrolle am Zwischenhebel,
die gegen eine Steuerwelle anliegt und an der zur Kulisse abgewandten Seite der Nockenwellenrolle
angeordnet ist, zumindest einer Arbeitskurvenkontur, die an dem zur Nockenwellenrolle
entgegen gesetzten Ende des Zwischenhebels ausgebildet ist und auf einen Rollenschlepphebel
eines Gaswechselventils wirkt sowie zumindest einem Federelement, über welches die
Nockenwellenrolle des Zwischenhebels gegen die Nockenwelle und die Kulissenrolle gegen
die Kulisse belastet ist.
[0002] Variable Ventiltriebe sind in den letzten Jahren zur Verminderung des Kraftstoffbedarfs
und der Emissionen in verschiedenen Ausführungen bekannt geworden. Bei diesen variablen
Ventiltrieben wird der Rollenschleppheble der Gaswechselventile nicht mehr direkt
über die Nockenwelle betätigt, sondern über eine Arbeitskurvenkontur eines Zwischenhebels.
Bei Drehung der Nockenwelle wird dieser Zwischenhebel über eine erste Rolle auf einer
Kontur geführt, so dass diese Kippbewegung des Zwischenhebels eine Bewegung der Arbeitskurvenkontur
auf der Rolle des Rollenschlepphebels zur Folge hat. Wie die Arbeitskurve auf diesen
Rollenschlepphebel wirkt ist jedoch abhängig von der Stellung einer drehbaren Steuerwelle,
die auf eine zweite Rolle des Zwischenhebels wirkt. Durch Änderung der Stellung der
Steuerwelle entsteht eine geänderte Kippbewegung der Arbeitskurvenkontur und somit
eine geänderte Öffnungs- und Schließbewegung des Gaswechselventils.
[0003] Um diese Funktionsweise mit ausreichender Genauigkeit ausführen zu können, ist es
daher erforderlich, die Rollen des Zwischenhebels sowohl gegen die Kulisse als auch
gegen die Nockenwelle und die Steuerwelle anzupressen, und zwar in allen Positionen
der Nockenwelle der Kulisse und der Steuerwelle. Hierzu werden Federelemente verwendet,
die zumeist als Doppelschenkelfedern mit zwei entgegengesetzt gewickelten Helices
ausgebildet sind und deren zwei Federendschenkel jeweils vorgespannt gegen einen der
Schlepphebel anliegen, während der Zwischenschenkel beispielsweise an dem die Kulisse
bildenden Bauteil festgespannt ist.
[0004] So wird in der
DE 10 2007 047 582 A1 und der
DE 10 2004 003 327 A1 jeweils eine Einrichtung zur Steuerung des Restgasgehaltes von Zylindern einer Verbrennungskraftmaschine
beschrieben, bei der eine Doppelschenkelfeder oberhalb der Kulissenbahnen über ihren
Zwischenschenkel befestigt ist und deren Helices ebenfalls oberhalb des die Kulisse
tragenden Bauteils angeordnet ist. Die Federendschenkel greifen an der Achse der Nockenwellenrollen
an und belasten diese gegen die Nockenwelle und die Kulisse. Um zusätzlich ein Anliegen
der Steuerwellenrolle gegen die Steuerwelle sicherzustellen ist bei der
DE 10 2007 047 582 A1 am Kulissenbauteil und bei der
DE 10 2004 003 327 A1 an der Steuerwelle eine Sekundärfeder befestigt, deren Endschenkel vorgespannt in
Höhe der Achse der Steuerwellenrolle gegen den Zwischenhebel anliegen und so die Rolle
gegen die Steuerwelle anpressen.
[0005] Diese Ausführung hat jedoch den Nachteil, dass zwei verschieden Federelemente verwendet
werden müssen, um ausreichende Anpresskräfte zu erzeugen. Entsprechend wird in der
DE 10 2010 048 708 A1 eine Federanordnung vorgeschlagen, bei der lediglich ein Federelement verwendet wird,
um einerseits die Nockenwellenrolle gegen die Kulisse und die Nockenwelle zu belasten
und andererseits die Steuerwellenrolle gegen die Steuerwelle zu spannen. Hierzu wird
ein Federelement derart angeordnet, dass es im Bereich der Arbeitskurve am Zwischenhebel
angreift und eine Kraft in Richtung zur Kontur und eine Kraft senkrecht dazu ausübt.
So wird ein Drehmoment um einen Drehpunkt zwischen den beiden Rollen erzeugt, was
dazu führt, dass die Steuerwellenrolle in die eine Richtung zur Steuerwelle belastet
wird und die Nockenwellenrolle in entgegengesetzter Richtung zur Nockenwelle hin belastet
wird. Problematisch an dieser Ausführung ist es jedoch, dass eine direkte Anpresskraft
auf die Steuerwelle ausgeübt wird, welche bei einem derartigen Ventiltrieb ohnehin
hohen Belastungen und somit erhöhtem Verschleiß ausgesetzt ist.
[0006] Es stellt sich daher die Aufgabe, eine Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb
einer Verbrennungskraftmaschine bereit zu stellen, mit der die notwendigen Kontaktkräfte
der Anlagepunkte des Zwischenhebels sichergestellt werden, ohne dass zu hohe auftretende
Querkräfte auf die Steuerwelle wirken. Dabei sollen der Montageaufwand und der Bauraumbedarf
reduziert werden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb mit
den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst.
[0008] Dadurch, dass ein Endschenkel des Federelements an einer von der Arbeitskurvenkontur
und der Nockenwelle abgewandten Seite des Zwischenhebels vorgespannt gegen eine Anlagefläche
des Zwischenhebels anliegt und das Federelement an der Anlagefläche eine Kraftkomponente
in Richtung der Nockenwelle und in Richtung der Kulisse aufweist, wobei die Anlagefläche
auf der zur Arbeitskurvenkontur entgegengesetzten Seite einer Drehachse der Nockenwellenrolle
am Zwischenhebel angeordnet ist, so dass das Federelement ein Drehmoment um die Drehachse
der Nockenwellenrolle des Zwischenhebels erzeugt, wird eine sichere Anlage des Zwischenhebels
an der Nockenwelle und der Kulisse hergestellt. Die Lagerspiele und Toleranzen des
Zwischenhebels werden kompensiert und die auf die Wellen wirkenden Kräfte besonders
vorteilhaft verteilt. Durch das erzeugte Drehmoment gelangt der Zwischenhebel auch
in eine feste Anlage zur Steuerwelle, jedoch ohne dass diese mit einer zu großen Anpresskraft
beaufschlagt würde. Entsprechend wird mittels eines einzelnen Federelementes für alle
Anlagepunkte des Zwischenhebels eine ausreichende Kontaktkraft hergestellt.
[0009] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Federelement eine Doppelschenkelfeder,
deren Zwischenschenkel am Lagergehäuse des variablen Ventiltriebs befestigt ist und
deren Endschenkel gegen je einen die Anlagefläche bildenden Vorsprung zweier nebeneinander
angeordneter Zwischenhebelglieder des Zwischenhebels vorgespannt anliegen. So werden
beide Zwischenhebelglieder zweier nebeneinanderliegender Gaswechselventile mittels
eines Federelementes in Richtung der drei Anlagepunkte belastet, wobei vorteilhafterweise
die Kulissenrolle zwischen den beiden Zwischenhebelgliedern angeordnet ist.
[0010] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Helix des Federelementes an der zur
Nockenwelle und zum Rollenschlepphebel abgewandten Seite des Zwischenhebels angeordnet.
Bei dieser Ausführung ist das Federelement aufgrund der guten Zugänglichkeit einfach
zu montieren und gegebenenfalls zu wechseln.
[0011] In einer alternativen vorteilhaften Ausführung ist die Helix des Federelementes an
der zum Rollenschlepphebel gewandten Seite der Nockenwelle angeordnet, wodurch der
benötigte Bauraum verringert wird.
[0012] In einer hierzu weiterführenden Ausgestaltung der Erfindung ist die Helix im Bereich
einer axialen Verlängerung einer Drehachse einer Rolle des Rollenschlepphebels angeordnet.
Bei dieser Positionierung des Federelementes können in geeigneter Weise die gewünschten
Kräfte und Drehmomente eingeleitet werden und andererseits das Federelement in kompakter
Weise in den variablen Ventiltrieb integriert werden.
[0013] In einer wiederum weiterführenden Ausführung sind die beiden nebeneinander liegenden
Rollenschlepphebel, die einer Doppelschenkelfeder zugeordnet sind zwischen den beiden
Helices der Doppelschenkelfeder angeordnet, so dass eine gute Zugänglichkeit des Federelementes
erhalten bleibt.
[0014] In einer alternativen Anordnung des Federelementes sind die beiden Helices der Doppelschenkelfeder
zwischen den beiden nebeneinander liegenden Rollenschlepphebeln, die einer Doppelschenkelfeder
zugeordnet sind, angeordnet, wodurch die Federschenkellängen verkürzt ausgebildet
werden können.
[0015] Es wird somit eine Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb einer Verbrennungskraftmaschine
geschaffen, mit der mittels nur eines Federelementes in allen drei gewünschten Anlagepunkten
die benötigten Kontaktkräfte hergestellt werden und zusätzlich keine zu großen Kräfte
auf Lager oder Rollen ausgeübt werden. Der Zwischenhebel wird zuverlässig positioniert,
seine Lagerspiele kompensiert und ein Toleranzausgleich geschaffen. Dabei besteht
ein geringer Montageaufwand und Bauraumbedarf.
[0016] Zwei Ausführungsbeispiele erfindungsgemäßer Federanordnungen für einen variablen
Ventiltrieb einer Verbrennungskraftmaschine sind in den Figuren dargestellt und werden
nachfolgend beschrieben.
Figur 1 zeigt einen Ausschnitt einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb in perspektivischer Darstellung, wobei
die Motorgehäuseteile zum besseren Verständnis nicht dargestellt sind.
Figur 2 zeigt einen Ausschnitt einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb in perspektivischer Darstellung, wobei
die Motorgehäuseteile zum besseren Verständnis nicht dargestellt sind.
[0017] Der in den Figuren dargestellte variable Ventiltrieb besteht aus einer Nockenwelle
10, welche über einen Zwischenhebel 12 mit einem Rollenschlepphebel 14 wirkverbunden
ist, der wiederum eine Verbindung zu einer Ventilstange 16 eines als Einlassventil
dienenden Gaswechselventils 18 aufweist.
[0018] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine Verbrennungskraftmaschine
mit zwei Einlassventilen pro Zylinder, denen jeweils ein Rollenschlepphebel 14 zugeordnet
ist.
[0019] Um die Betätigungskraft der Nockenwelle 10 auf das Gaswechselventil 18 übertragen
zu können, muss der Zwischenhebel 12 positioniert und geführt werden. Für eine vollständig
definierte, geführte Kippbewegung zur Betätigung eines Gaswechselventils 18 muss der
Zwischenhebel 12 drei Anlagepunkte aufweisen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
existieren insgesamt fünf Anlagepunkte, da zwei Gaswechselventile 18 über den einen
Zwischenhebel 12 betätigt werden sollen, der hierzu zwei Zwischenhebelglieder 20 aufweist,
die über eine gemeinsame Drehachse 22 miteinander verbunden sind, auf der im Innern
der beiden Zwischenhebelglieder 20 jeweils eine Nockenwellenrolle 24 angeordnet ist
und auf der zwischen den beiden Zwischenhebelgliedern 20 eine Kulissenrolle 26 angeordnet
ist, die gegen eine Kulisse 28 anliegt, die am nicht dargestellten Lagergehäuse befestigt
ist. Die anderen beiden Anlagepunkte bestehen zwischen einer Steuerwelle 30 sowie
zwei Steuerwellenrollen 32, von denen je eine im Innern eines Zwischenhebelgliedes
20 angeordnet ist.
[0020] Die beiden Steuerwellenrollen 32 sind in den Zwischenhebelgliedern 20 gelagert und
befinden sich jeweils zwischen der Nockenwellenrolle 24 des jeweiligen Zwischenhebelgliedes
20 und einer am zur Nockenwellenrolle 24 entgegengesetzten Ende des Zwischenhebelgliedes
20 ausgebildeten Arbeitskurvenkontur 34, welche gegen eine Schlepphebelrolle 36 des
Rollenschlepphebels 14 anliegt.
[0021] Bei Drehung der Nockenwelle 10 entsteht eine Kippbewegung des Zwischenhebels 12,
wobei die Nockenwellenrolle 24 auf der Nockenwelle 10 abrollt, die Steuerwellenrolle
32 auf der Steuerwelle 30 abrollt und die Kulissenrolle 26 auf der feststehenden Kulisse
28 abrollt. Durch die Kippbewegung gleitet die Arbeitskurvenkontur 34 auf der Schlepphebelrolle
36 entlang, wodurch das zum festen gelagerten Ende 38 entgegengesetzte bewegliche
Ende 40 des Rollenschlepphebels 14, gegen welches die Ventilstange 16 belastet ist,
abgesenkt und bei Weiterdrehen wieder abgehoben wird.
[0022] Durch Drehen der Steuerwelle 30, auf der exzentrische Steuerflächen 42 ausgebildet
sind, die gegen die Steuerwellenrollen 32 anliegen, wird der an der Schlepphebelrolle
36 angreifende Abschnitt der Arbeitskurvenkontur 34 geändert, da der Zwischenhebel
12 in eine andere Ausgangsposition gekippt wird. So können unterschiedliche Öffnungs-
und Schließcharakteristiken der Gaswechselventile 18 erreicht werden.
[0023] Zur korrekten Funktion dieses Ventiltriebes ist es erforderlich, dass eine ständige
feste Anlage mit einer ausreichenden, jedoch nicht zu großen Anpresskraft zwischen
der Nockenwelle 10 und der Nockenwellenrolle 24, der Steuerwelle 30 und der Steuerwellenrolle
32 sowie der Kulisse 28 und der Kulissenrolle 26 in jedem Betriebszustand, also in
allen Nockenpositionen der Steuerwelle 30 und der Nockenwelle 10 sichergestellt wird.
[0024] Hierzu wird erfindungsgemäß ein Federelement 44 in Form einer Doppelschenkelfeder
verwendet. Diese weist zwei gegensinnig gewickelte Helices 46 auf, die über einen
Zwischenschenkel 48 mit einer U-förmigen Umkehrung miteinander verbunden sind. Am
jeweils anderen Ende der Helices 46 weist das Federelement 44 Endschenkel 50 auf.
[0025] Erfindungsgemäß wird dieses Federelement 44 so angeordnet und ausgebildet, dass ihr
Zwischenschenkel 48 in einer am Lagergehäuse fest angeordneten Zwischenschenkelaufnahme
52 befestigt ist, welche zwischen den beiden Zwischenhebelgliedern 20, der Kulisse
28 und den Rollenschlepphebeln 14 angeordnet ist. Von hier aus erstrecken sich die
Drähte des Federelementes in entgegengesetzte axiale Richtungen bis zur jeweiligen
zur Zwischenschenkelaufnahme 52 entgegengesetzten Seite der Rollenschlepphebel 14.
Etwa in Verlängerung der Achse 35 der Schlepphebelrollen 36 ist somit außerhalb des
Zwischenhebels 12 die jeweilige Helix 46 des Federelementes ausgebildet. Von den Helices
46 erstrecken sich jeweils die Endschenkel 50 des Federelementes 44 etwa in Erstreckungsrichtung
der Zwischenhebelglieder 20 und zwar bis zum Ende der Zwischenhebelglieder 20 jenseits
der Achse 22 der Nockenwellenrollen 24, wo jeweils ein Vorsprung 54 ausgebildet ist,
der eine Anlagefläche 56 aufweist, gegen die ein umgebogenes Ende 58 des Endschenkels
50 in Richtung der Nockenwelle 10 vorgespannt anliegt.
[0026] Durch die Vorspannung des Federelementes 44 wird der Zwischenhebel 12 beziehungsweise
die Nockenwellenrolle 24 gegen die Nockenwelle 10 gedrückt und die Kulissenrolle 26
in die Kulissenbahn 28 gedrückt. Entsprechend ist der Vorsprung 54 so am Zwischenhebel
12 anzuordnen, dass eine Komponente der Federkraft in Richtung der Kulisse 28 zeigt.
Neben dieser Anpresskraft durch das Federelement 44 entsteht jedoch auch ein Drehmoment
um die Drehachse 22 der Nockenwellenrolle 24 beziehungsweise des Zwischenhebels 12,
welches dazu führt, dass die Steuerwellenrolle 32 gegen die Steuerwelle 30 gedrückt
wird.
[0027] Entsprechend wird durch das Federelement 44 eine definierte Position des Zwischenhebels
12 über die drei beziehungsweise fünf Auflagepunkte am Zwischenhebel 12 hergestellt.
Dabei wird die ohnehin durch hohe Kräfte im Betrieb belastete Steuerwellenrolle 32
beziehungsweise Steuerwelle 30 nicht durch zu große Kräfte belastet, wie dies der
Fall wäre, wenn die Kraft von der entgegen gesetzten Seite des Zwischenhebels 12 eingeleitet
werden würde.
[0028] Eine im Wesentlichen gleich wirkende Ausführungsform ist in der Figur 2 dargestellt,
wobei gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen sind. Einziger wesentlicher
Unterschied zwischen den beiden Ausführungen ist die Anordnung des Federelementes
44.
[0029] Dieses Federelement 44 weist im Vergleich zur ersten Ausführungsform zwei Helices
46 auf, die sich unmittelbar axial nebeneinander befinden, so dass die Achse der Helices
46 ebenso wie der Zwischenschenkel 48 zwischen der Kulisse 28, der Nockenwelle 10,
den beiden Zwischenhebelgliedern 20 und den Rollenschlepphebeln 14 angeordnet ist
und sich an der zur Steuerwelle 30 entgegengesetzten Seite des Zwischenhebels 12 befindet.
[0030] Die Endschenkel 50 weisen zwischen den beiden Zwischenhebelgliedern 20 an diesen
vorbei und greifen vorgespannt hinter einen Vorsprung 54, der an der zur Nockenwelle
10 und im Wesentlichen auch zu Arbeitskurvenkontur 34 entgegengesetzten Seite des
jeweiligen Zwischenhebelgliedes 20. Auch dieser Vorsprung 54 ist so angeordnet, dass
der entstehende Kraftvektor eine Komponente aufweist, die in Richtung der Nockenwelle
10 zeigt und eine Komponente aufweist, die in Richtung der Kulisse 28 zeigt. Gleichzeitig
wird ein Drehmoment um die Achse 22 erzeugt, durch welches eine Anpresskraft zwischen
der Steuerwellenrolle 32 und Steuerwelle 30 entsteht.
[0031] Dieses Federelement ist zwar etwas aufwendiger zu montieren, benötigt jedoch weniger
Bauraum. In beiden Ausführungsbeispielen wird eine sichere Anlage des Zwischenhebels
in den geforderten Auflagepunkten mit nur einem Federelement sichergestellt. Dabei
sind die Anpresskräfte so verteilt, dass keine Überlastung der Rollen oder Lagerungen
zu befürchten ist. Der Montageaufwand und der benötigte Bauraum sind minimiert.
[0032] Es sollte deutlich sein, dass verschiedene Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Federanordnung möglich sind, die sich von den beschriebenen Versionen unterscheiden.
Beispielsweise können die beiden Helices auch oberhalb der Kulisse an der zur Nockenwelle
entgegengesetzten Seite angeordnet werden und hinter den entsprechenden Vorsprung
greifen um einerseits die Anpresskraft gegen die Nockenwelle und die Kulisse und andererseits
das Drehmoment um die Nockenwellenrollenachse zu erzeugen, durch welche die Steuerwellenrolle
gegen die Steuerwelle belastet wird. Auch kann sich die Federanordnung für anders
aufgebaute variable Ventiltriebe beziehungsweise Motoren eignen, so dass beispielsweise
eine andere Anzahl an Einlassventilen pro Zylinder benötigt wird. Weitere geänderte
Anordnungen sind innerhalb des Schutzbereiches des Hauptanspruchs denkbar.
1. Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb einer Verbrennungskraftmaschine mit
einem Zwischenhebel (12),
zumindest einer Nockenwellenrolle (24) am Zwischenhebel (12), die gegen eine Nockenwelle
(10) anliegt,
einer Kulissenrolle (26) am Zwischenhebel (12), die gegen eine Kulisse (28) anliegt,
zumindest einer Steuerwellenrolle (32) am Zwischenhebel (12), die gegen eine Steuerwelle
(30) anliegt und an der zur Kulisse (28) abgewandten Seite der Nockenwellenrolle (24)
angeordnet ist, zumindest einer Arbeitskurvenkontur (34), die an dem zur Nockenwellenrolle
(24) entgegengesetzten Ende des Zwischenhebels (12) ausgebildet ist und auf einen
Rollenschlepphebel (14) eines Gaswechselventils (18) wirkt und
zumindest einem Federelement (44), über welches die Nockenwellenrolle (24) des Zwischenhebels
(12) gegen die Nockenwelle (10) und die Kulissenrolle (26) gegen die Kulisse (28)
belastet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Endschenkel (50) des Federelements (44) an einer von der Arbeitskurvenkontur (34)
und der Nockenwelle (10) abgewandten Seite des Zwischenhebels (12) vorgespannt gegen
eine Anlagefläche (56) des Zwischenhebels (12) anliegt und das Federelement (44) an
der Anlagefläche (56) eine Kraftkomponente in Richtung der Nockenwelle (10) und in
Richtung der Kulisse (28) aufweist, wobei die Anlagefläche (56) auf der zur Arbeitskurvenkontur
(34) entgegengesetzten Seite einer Drehachse (22) der Nockenwellenrolle (24) am Zwischenhebel
(12) angeordnet ist, so dass das Federelement (44) ein Drehmoment um die Drehachse
(22) der Nockenwellenrolle (24) des Zwischenhebels (12) erzeugt.
2. Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb einer Verbrennungskraftmaschine nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Federelement (44) eine Doppelschenkelfeder ist, deren Zwischenschenkel (48) am
Lagergehäuse des variablen Ventiltriebs befestigt ist und deren Endschenkel (50) gegen
je einen die Anlagefläche (56) bildenden Vorsprung (54) zweier nebeneinander angeordneter
Zwischenhebelglieder (20) des Zwischenhebels (12) vorgespannt anliegen.
3. Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb einer Verbrennungskraftmaschine nach
einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Helix (46) des Federelementes (44) an der zur Nockenwelle (10) und zum Rollenschlepphebel
(14) abgewandten Seite des Zwischenhebels (12) angeordnet ist.
4. Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb einer Verbrennungskraftmaschine nach
einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Helix (46) des Federelementes (44) an der zum Rollenschlepphebel (14) gewandten
Seite der Nockenwelle (10) angeordnet ist.
5. Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb einer Verbrennungskraftmaschine nach
Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Helix (46) im Bereich einer axialen Verlängerung einer Achse (35) einer Schlepphebelrolle
(36) des Rollenschlepphebels (14) angeordnet ist.
6. Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb einer Verbrennungskraftmaschine nach
Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden nebeneinander liegenden Rollenschlepphebel (14), die einer Doppelschenkelfeder
(44) zugeordnet sind, axial zwischen den beiden Helices (46) der Doppelschenkelfeder
(44) angeordnet sind.
7. Federanordnung für einen variablen Ventiltrieb einer Verbrennungskraftmaschine nach
Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Helices (46) der Doppelschenkelfeder (44) axial zwischen den beiden nebeneinander
liegenden Rollenschlepphebeln (14), die einer Doppelschenkelfeder (44) zugeordnet
sind, angeordnet sind.
1. A spring arrangement for a variable valve drive of an internal combustion engine having
an intermediate lever (12),
at least one camshaft roller (24) on the intermediate lever (12), which camshaft roller
(24) bears against a camshaft (10),
a slotted roller (26) on the intermediate lever (12), which slotted roller (26) bears
against a slotted guide (28),
at least one control shaft roller (32) on the intermediate lever (12), which control
shaft roller (32) bears against a control shaft (30) and is arranged on that side
of the camshaft roller (24) which faces away from the slotted guide (28),
at least one working cam contour (34) which is formed at that end of the intermediate
lever (12) which lies opposite the camshaft roller (24) and acts on a roller drag
lever (14) of a gas exchange valve (18), and
at least one spring element (44), via which the camshaft roller (24) of the intermediate
lever (12) is loaded against the camshaft (10) and the slotted roller (26) is loaded
against the slotted guide (28),
characterized in that
an end leg (50) of the spring element (44) bears in a prestressed manner against a
contact surface (56) of the intermediate lever (12) on a side of the intermediate
lever (12) which faces away from the working cam contour (34) and the camshaft (10),
and the spring element (44) has a force component on the contact surface (56) in the
direction of the camshaft (10) and in the direction of the slotted guide (28), wherein
the contact surface (56) is arranged on the intermediate lever (12) on the side of
an axis of rotation (22) of the camshaft roller (24) which faces away from the working
cam contour (34) so that the spring element (44) generates a torque around the axis
of rotation (22) of the camshaft roller (24) of the intermediate lever (12).
2. The spring arrangement for a variable valve drive of an internal combustion engine
of claim 1, characterized in that the spring element (44) is a double-leg spring whose intermediate leg (48) is fastened
to the bearing housing of the variable valve drive and whose end legs (50) bear in
a prestressed manner against a respective protrusion (54) of two adjacently arranged
intermediate lever members (20) of the intermediate lever (12), said respective protrusion
forming the contact surface (56).
3. The spring arrangement for a variable valve drive of an internal combustion engine
of one of the preceding claims, characterized in that the helix (46) of the spring element (44) is arranged on the side of the intermediate
lever (12) facing away from the camshaft (10) and the roller drag lever (14).
4. The spring arrangement for a variable valve drive of an internal combustion engine
of one of claims 1 or 2, characterized in that the helix (46) of the spring element (44) is arranged on the side of the camshaft
(10) that is directed to the roller drag lever (14).
5. A spring arrangement for a variable valve drive of an internal combustion engine of
claim 4, characterized in that the helix (46) is arranged in the region of an axial projection of an axis (35) of
a drag lever roller (36) of the roller drag lever (14).
6. The spring arrangement for a variable valve drive of an internal combustion engine
of claim 5, characterized in that the two adjacent roller drag levers (14), which are assigned to a double-leg spring
(44), are arranged axially between the two helices (46) of the double-leg spring (44).
7. The spring arrangement for a variable valve drive of an internal combustion engine
of claim 5, characterized in that the two helices (46) of the double-leg spring (44) are arranged axially between the
two adjacent roller drag levers (14) assigned to a double-leg spring (44).
1. Système de ressorts pour commande de soupape variable d'un moteur à combustion interne,
comprenant
un levier intermédiaire (12),
au moins un rouleau d'arbre à cames (24) au levier intermédiaire (12), le rouleau
s'appuyant sur un arbre à cames (10),
un rouleau de coulisse (26) au levier intermédiaire (12), le rouleau s'appuyant sur
une coulisse (28),
au moins un rouleau d'arbre de commande (32) au levier intermédiaire (12), le rouleau
s'appuyant sur un arbre de commande (30) et étant disposé au côté du rouleau d'arbre
à cames (24) opposé à la coulisse (28),
au moins une contour de courbe de travail (34) formée à l'extrémité du levier intermédiaire
(12) opposée au rouleau d'arbre à cames (24) et agissant sur un culbuteur à galet
(14) d'une soupape d'échange de gaz (18), et
au moins un élément de ressort (44) par lequel le rouleau d'arbre à cames (24) du
levier intermédiaire (12) est sollicité contre l'arbre à cames (10) et par lequel
le rouleau de coulisse (26) est sollicité contre la coulisse (28),
caractérisé en ce que
sur une coté opposée à la contour de courbe de travail (34) et à l'arbre à cames (10),
une branche d'extrémité (50) dudit élément de ressort (44) est sollicitée contre une
surface de contact (56) du levier intermédiaire (12) et l'élément de ressort (44)
présente, à la surface de contact (56), une composante de force qui s'exerce vers
l'arbre à cames (10) et vers la coulisse (28), ladite surface de contact (56) étant
située sur une côté d'un axe de rotation (22) du rouleau d'arbre à cames (24) au levier
intermédiaire (12), opposée à la contour de courbe de travail (34), de sorte que l'élément
de ressort (44) produit un couple autour de l'axe de rotation (22) du rouleau d'arbre
à cames (24) du levier intermédiaire (12).
2. Système de ressorts pour commande de soupape variable d'un moteur à combustion interne
selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de ressort (44) est un ressort à double branches, dont la branche intermédiaire
(48) est fixée au carter de la commande de soupape variable, et dont les branches
d'extrémité (50) s'appuient chacune sur une saillie (54) de deux éléments de levier
intermédiaire (20) du levier intermédiaire (12) disposés l'un à côté de l'autre.
3. Système de ressorts pour commande de soupape variable d'un moteur à combustion interne
selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la hélice (46) dudit élément de ressort (44) est disposée à la côté du levier intermédiaire
(12) opposée à l'arbre à cames (10) et au culbuteur à galet (14).
4. Système de ressorts pour commande de soupape variable d'un moteur à combustion interne
selon une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la hélice (46) dudit élément de ressort (44) est disposée à la côté du levier intermédiaire
(12) tournée vers l'arbre à cames (10).
5. Système de ressorts pour commande de soupape variable d'un moteur à combustion interne
selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'hélice (46) est disposée dans la région d'un prolongement d'un axe (35) d'un galet
de culbuteur (36) du culbuteur à galet (14).
6. Système de ressorts pour commande de soupape variable d'un moteur à combustion interne
selon la revendication 5, caractérisé en ce que les deux culbuteurs à galet (14) voisins, qui sont associés à un ressort à double
branches (44), sont disposés axialement entre les deux hélices (46) du ressort à double
branches (44).
7. Système de ressorts pour commande de soupape variable d'un moteur à combustion interne
selon la revendication 5, caractérisé en ce que les deux hélices (46) du ressort à double branches (44) sont disposées axialement
entre les deux culbuteurs à galet (14) voisins, qui sont associés à un ressort à double
branches (44).