[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Scheinwerfer für Fahrzeuge, mit mehreren Lichtquellen
und einer den Lichtquellen zugeordneten Optik, wobei eine erste Leuchteinheit mit
zumindest einer Lichtquelle zum Erzeugen eines ersten, dynamisch variablen Leuchtbildes
sowie eine zweite, Laser-Leuchteinheit mit zumindest einer Laserlichtquelle, zumindest
einer Strahlablenkeinheit und zumindest einer Lichtkonversionseinheit vorgesehen sind,
und die Optik zum Zusammenführen der beiden Leuchtbilder, welche von der ersten Leuchteinheit
und an der Lichtkonversionseinheit der zweiten, Laser-Leuchteinheit erzeugten Leuchtbilder
zu einer Gesamtlichtverteilung auf einer Fahrbahn eingerichtet ist, wobei die zumindest
eine Strahlablenkeinheit als um zumindest eine Achse verschwenkbarer Mikrospiegel
ausgebildet ist, wobei die erste Leuchteinheit eine Mehrzahl von Lichtquellen und
je den Lichtquellen zugeordneten Einzeloptiken aufweist.
[0002] Ein Scheinwerfer dieser Art ist beispielsweise aus der
US 2011/0249460 A1 bekannt geworden. Bei diesem Scheinwerfer ist außer einem konventionellen Scheinwerfermodul
für eine Abblendlichtverteilung noch ein scannendes Lasersystem vorgesehen, bei welchem
zwei über bewegte Mikrospiegel abgelenkte Laserstrahlen auf einer Leuchtstoffmatrix
ein Leuchtbild erzeugen, welches mittels einer Linse auf einer Fahrbahn projiziert
wird, um dort eine dynamisch veränderbare Lichtkonfiguration zu erzeugen.
[0003] Bei einem in der
US 2008/0013329 A1 geoffenbarten Scheinwerfer ist ein flächiges Laserelement mit einzelnen, individuell
ansteuerbaren Leuchtfeldern vorgesehen, wobei den Leuchtfeldern je eine Mikrolinse
eines vorgesetzten Mikrolinsenarrays zugeordnet ist, welches das jeweils erzeugte
Leuchtbild auf eine Fahrbahn projiziert.
[0004] Bei anderen Scheinwerfern zum Erzeugen dynamisch variabler Leuchtbilder, wie sie
beispielsweise in der
DE 10 2008 013 603 A1 oder in der
DE 10 2011 054 234 A1 gezeigt und beschrieben sind, ist ein Array von einzelnen, individuell ansteuerbaren
Lichtquellen, bevorzugt LEDs, vorgesehen, wobei jeder Lichtquelle eine Einzeloptik
bzw. Lichtführung in Form eines Lichtleiters oder eines Reflektors zugeordnet ist.
Das an der Lichtaustrittsfläche der Lichtführungen vorliegende Leuchtbild wird mittels
einer Optik, im Allgemeinen einer Linse, auf die Fahrbahn projiziert.
[0005] Andererseits sind auch Scheinwerfer bekannt geworden, bei welchen eine zentrale Lichtquelle
vorgesehen ist, deren Licht über eine Mehrzahl von Lichtleitern und über spezielle
Optiken auf eine Fahrbahn projiziert wird, um auf dieser eine dynamisch variable Lichtverteilung
zu erzeugen. Teilweise werden zur Lichtverteilung digitale Lichtprozessoren (DLPs)
verwendet, wie in der
US 7156542 B2, oder mechanisch bewegliche und dadurch selektiv ansteuerbare Lichtleiter, wie beispielsweise
in der
DE 40 06 938 A1. Das Dokument
EP 2 525 140 A2 offenbart einen Scheinwerfer für Fahrzeuge. Das Dokument
WO 2014/121315 offenbart ebenfalls einen Scheinwerfer für Fahrzeuge. Die Dokumente
US 2011/0249460 und
US 2012/0008098 offenbaren ebenfalls Schweinwerfer für Fahrzeuge.
[0006] Scheinwerfer der genannten Art nach dem Stand der Technik ermöglichen zwar ein den
jeweiligen Fahrbedingungen dynamisch anpassbares Leuchtmuster, doch besteht ein erhöhter
Bedarf nach weiteren Funktionalitäten bei adaptiven Frontscheinwerfersystemen, vor
allem in Bezug auf Fernlichtfunktionen und eine höhere Auflösung des Leuchtbildes.
Ungeachtet dieser Anforderungen sollen jedoch die Gestehungskosten in einem vertretbaren
Rahmen liegen.
[0007] Demnach ist es eine Aufgabe der Erfindung, einen Scheinwerfer der gegenständlichen
Art zu schaffen, welcher bei möglichst geringen Kosten eine hohe dynamische Auflösung,
insbesondere in einem Fernbereich der Scheinwerferausleuchtung bietet.
[0008] Diese Aufgabe wird mit einem Scheinwerfer der eingangs angegebenen Art gelöst, bei
welchem erfindungsgemäß die Lichtquellen der ersten Leuchteinheit LEDs sind, und die
zumindest eine Lichtkonversionseinheit der Laser-Leuchteinheit an der ersten Leuchteinheit
im Bereich deren Lichtaustrittsfläche vorgesehen ist.
[0009] Dank der Erfindung erhält man einen Scheinwerfer, der eine hohe Auflösung bietet,
obwohl die Anzahl der Einzellichtquellen in einem Rahmen liegt, der weder bei den
Kosten noch bei der technischen Verwirklichung Probleme erzeugt, beispielsweise hinsichtlich
der Kühlung und der Abmessungen.
[0010] Da die Lichtquellen der ersten Leuchteinheit LEDs sind, ergibt sich bei günstiger
Preisgestaltung eine große Auswahl hinsichtlich der spektralen Lichtverteilung und
der Lichtstärken. Es kann weiters vorteilhaft sein, wenn die Optik zwei getrennte
Optikeinheiten aufweist, wobei jeder Leuchteinheit je eine Optikeinheit zugeordnet
ist.
[0011] Andererseits kann es in Hinblick auf geringe Baugröße empfehlenswert sein, wenn die
Optik eine einzige gemeinsame Optikeinheit aufweist, welche beiden Leuchteinheiten
zugeordnet ist.
[0012] Bei einer anderen sinnvollen Variante ist vorgesehen, dass die zumindest eine Optikeinheit
als Linse ausgebildet ist.
[0013] Besonders in Hinblick auf Servicefreundlichkeit ist es zweckmäßig, wenn die zumindest
eine Laserlichtquelle, die zumindest eine Strahlablenkeinheit und die zumindest eine
Lichtkonversionseinheit der Laser-Leuchteinheit in einer baulichen Einheit zusammengefasst
sind. Eine äußerst bewährte Variante zeichnet sich dadurch aus, dass die zumindest
eine Strahlablenkeinheit als um zumindest eine Achse verschwenkbarer Mikrospiegel
ausgebildet ist. Weiters ist es hinsichtlich einer guten Adaption des Leuchtbildes
vorteilhaft, wenn die erste Leuchteinheit in zumindest zwei Zeilen und einer Mehrzahl
von Spalten angeordnete Einzellichtquellen besitzt, wobei die Einzellichtquellen zum
Erzeugen einer dynamisch variablen Lichtverteilung auf einer Fahrbahn ansteuerbar
sind.
[0014] Es verbessert gleichfalls die Adaptionsfähigkeit, wenn die zumindest eine Strahlablenkeinheit
zum Erzeugen eines aus wahlweise ausleuchtbaren Segmenten bestehenden dynamisch variablen
Leuchtbildes an der Lichtkonversionseinheit eingerichtet ist.
[0015] Die Erfindung samt weiteren Vorteilen ist im Folgenden an Hand beispielsweiser Ausführungsformen
näher erläutert, die in der Zeichnung veranschaulicht sind. In dieser zeigen
Fig. 1 schematisch die wesentlichen Bauteile eines nicht erfindungsgemäßen Scheinwerfers,
Fig. 2 eine erste Ausführungsform eines Scheinwerfers nach der Erfindung,
Fig. 3 eine weitere Ausführungsform eines Scheinwerfers nach der Erfindung,
Fig. 4 das Leuchtbild der ersten Leuchteinheit mit einer Mehrzahl von Lichtquellen,
Fig. 5 das Leuchtbild der zweiten Laser-Leuchteinheit und
Fig. 6 die aus den Leuchtbildern nach Fig. 4 und 5 zusammengesetzte Gesamtlichtverteilung.
[0016] Es wird zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen, welche grob schematisch einen Scheinwerfer
zeigt. In dieser und auch den folgenden Figuren sind nicht alle Teile dargestellt,
die für die Funktion der Erfindung wesentlich sind. Dem Fachmann wohl bekannte und
für einen Scheinwerfer auch notwendige andere Teile, wie ein Gehäuse, Einstellvorrichtungen
etc., sind der Einfachheit halber weggelassen.
[0017] An der rechten Seite von Fig. 1 erkennt man eine erste Leuchteinheit 1, die, was
weiter unten näher gezeigt und beschrieben ist, ein Array von einzelnen Lichtquellen,
insbesondere LEDs, besitzt, die einzeln oder in Gruppen individuell ansteuerbar sind.
Den einzelnen Lichtquellen sind in dieser Figur gleichfalls nicht gezeigte Einzeloptiken
zugeordnet, die beispielsweise in Form eines Lichtleiters oder eines Reflektors ausgebildet
sind und an einer Lichtaustrittsfläche 2 ein Leuchtbild erzeugen, welches mittels
einer Optik, hier mittels einer Linse 3, auf die Fahrbahn projiziert werden kann.
[0018] Des Weiteren ist eine zweite, nämlich eine Laser-Leuchteinheit 4 vorgesehen, die
in Fig. 1 links gezeigt ist und die als wesentliche Bestandteile eine Laserlichtquelle
5, welche einen Laserstrahl 6 erzeugt, eine Strahlablenkeinheit 7, die hier als Mikrospiegel
ausgebildet ist, sowie eine Lichtkonversionseinheit 8 besitzt. Derartige scannende
Laserleuchteinheiten sind bekannt, wobei der Laserstrahl 6 durch einen um eine oder
um zwei Achsen schwingenden Mikrospiegel der Strahlablenkeinheit 7 an der Lichtkonversionseinheit
8 ein vorgebbares Leuchtbild erzeugt, welches mittels einer weiteren Optik, hier einer
Linse 9, gleichfalls auf die Fahrbahn projiziert wird und sich mit dem von der ersten
Leuchteinheit 1 erzeugten Leuchtbild zu einem Gesamtleuchtbild bzw. einer Gesamtlichtverteilung
auf der Fahrbahn vereinigt.
[0019] Wenngleich hier zwei Linsen 3 und 9 gezeigt sind, soll dies nicht ausschließen, dass
andere Optikkonstruktionen verwendet werden können. So kann den beiden Linsen 3 und
9 eine weitere Optik, z.B. eine Linse, nachgeordnet sein oder es können Optiken verwendet
werden, die auch Reflektoren benutzen.
[0020] Die Laserlichtquelle 5 kann beispielsweise einen Laserstrahl 6 mit blauem Licht erzeugen,
welches an einem Phosphor der Lichtkonversionseinheit 8 in weißes Licht umgewandelt
wird. Wenngleich bei diesem Beispiel nur eine einzige Laser-Leuchteinheit 4 gezeigt
ist, ist es durchaus möglich, zumindest noch eine weitere Lasereinheit zu verwenden,
die ihrerseits entweder über dieselbe Strahlablenkeinheit oder aber über eine weitere
Strahlablenkeinheit den Laserstrahl scannend zu der Lichtkonversionseinheit 8 führt.
[0021] Wie auch dem Stand der Technik zu entnehmen ist, ist es möglich, eine Phosphorschicht
der Lichtkonversionseinheit auch von hinten mit dem Laserstrahl zu beaufschlagen,
wobei die Abstrahlung des in Phosphor umgewandelten Lichtes nach vorne erfolgt.
[0022] In Fig. 2 ist eine erste Ausführungsform der Erfindung gezeigt, wobei die erste Leuchteinheit
1 in einer der bevorzugten Ausführungsformen konkreter dargestellt ist und für vergleichbare
Teile auch gleiche Bezugszeichen verwendet werden. An der Vorderseite der ersten Leuchteinheit
1 erkennt man Einzeloptiken 10, die hier als Reflektoren ausgebildet sind, an deren
Basis - in Fig. 2 nicht ersichtlich - Lichtquellen, bevorzugt LEDs, angeordnet sind.
Im vorliegenden Fall besitzt die Leuchteinheit 1 in drei Zeilen und 2x 8 und 1x 28
Spalten angeordnete Lichtquellen und dementsprechend viele Einzeloptiken 10 bzw. Reflektoren.
Auch hier ist im Bereich der Lichtaustrittsfläche der ersten Leuchteinheit 1 eine
Lichtkonversionseinheit 8 vorgesehen, über welche ein von einer Laserlichtquelle 5
erzeugter Laserstrahl 6, abgelenkt durch einen schwingenden Mikrospiegel einer Strahlablenkeinheit
7 scannt. Hier ist die Laser-Leuchteinheit 4 von der Laserlichtquelle 5, der Strahlablenkeinheit
7 und der auf der ersten Leuchteinheit 1 angeordneten Lichtkonversionseinheit 8 gebildet.
[0023] Im Gegensatz zu der Ausführung nach Fig. 1 ist hier eine beiden Leuchteinheiten 1
und 4 gemeinsame Optik 11, nämlich eine Linse vorgesehen, welche das an den Austrittsflächen
der Optiken 10 vorliegende Leuchtbild und das durch den scannenden Laserstrahl 6 an
der Lichtkonversionseinheit 8 bestimmte Leuchtbild zusammenführt und auf eine Fahrbahn
projizieren kann.
[0024] In Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Scheinwerfers
schematisch dargestellt, die im Prinzip jener nach Fig. 2 entspricht, wobei für vergleichbare
Teile auch gleiche Bezugszeichen verwendet werden. Die erste Leuchteinheit 1 besteht
hier aus einer Lichtquelleneinheit 12 mit einzelnen Lichtquellen 13, welche als LEDs
ausgeführt sind und in drei Reihen zu 26 Spalten angeordnet sind. Dieser Lichtquelleneinheit
12 bzw. den einzelnen Lichtquellen 13 ist eine Primäroptik 14 zugeordnet, die entsprechend
der Anzahl der LEDs bzw. Lichtquellen 13, hier 78, einzelne totalreflektierende Lichtleiter
15 besitzt, welche nach vorne verlaufen und in einer Lichtaustrittsfläche 16 münden.
An dieser Lichtaustrittsfläche 16 ist wiederum eine Lichtkonversionseinheit 8 angeordnet,
die durch den Laserstrahl 6 gescannt wird, wobei das monochromatische Laserlicht in
ein für eine Fahrbahnausleuchtung brauchbares Licht (weißes Licht) umgewandelt wird.
[0025] Bei den Ausführungen nach Fig. 2 und 3 kann man erkennen, dass eine Anzahl der Lichtaustrittsöffnungen
der Einzellichtquellen durch die Lichtkonversionseinheit 8 mit einer entsprechenden
Phosphorfläche abgedeckt sind. Hier besteht die Möglichkeit, dass die spektrale Lichtverteilung
der Einzellichtquellen 13 bzw. LEDs in Fig. 3 so auf den Phosphor der Lichtkonversionseinheit
8 abgestimmt wird, dass sie diesen durchleuchten bzw. auch zum Leuchten anregen, wodurch
die in den Fig. 2 und 3 dargestellte Fläche für die Beleuchtung nicht "verloren geht".
Es ist jedoch auch möglich, den entsprechenden Bereich nicht durch die einzelnen Lichtquellen
auszuleuchten, wobei dann in diesem Bereich die Einzellichtquellen auch weggelassen
werden können.
[0026] In den Fig. 4 bis 6 sind drei Leuchtbilder eines erfindungsgemäßen Scheinwerfers
dargestellt, wobei Fig. 4 das Leuchtbild einer ersten Leuchteinheit alleine zeigt,
wobei sich die Ausleuchtung in vertikaler Richtung bei diesem Beispiel von -1° bis
+5° und in horizontaler Richtung von 15° links bis 15° rechts erstreckt und eine Aufteilung
in drei Zeilen zu je 28 Spalten vorgesehen ist. Es sollte natürlich klar sein, dass
hier beliebige Aufteilungen vorgenommen werden können und beispielsweise nicht in
jeder Zeile die gleiche Anzahl von Spalten vorgesehen sein muss.
[0027] Fig. 5 zeigt nun in vergrößertem Maßstab ein beispielsweises Leuchtbild, welches
durch die zweite, Laserleuchteinheit 4 erzeugt wird. Hier werden die Bereiche in horizontaler
Richtung von 6° links bis 6° rechts und in vertikaler Richtung von -1° bis +2° bevorzugt,
da diese Bereiche den Großteil der Eindrücke bieten die für eine Fahrt im Dunkeln
für den Fahrer notwendig sind.
[0028] Diese beiden Leuchtbilder werden durch die den jeweiligen Lichtquellen zugeordnete
Optik oder druch eine gemeinsame Optik 11 überlagert und zu einem Gesamtleuchtbild
vereinigt, welches auf die Fahrbahn projiziert wird. Ein entsprechendes Leuchtbild
ist in Fig. 6 gezeigt, aus welcher man die Zusammensetzung der Leuchtbilder nach Fig.
4 und Fig. 5 erkennt, durch die zusätzliche Beleuchtung des in Fig. 5 dargestellten
Bereiches wird die Funktionalität des Scheinwerfers wesentlich erhöht, da für diesen
Bereich eine hochauflösende Laser-Leuchteinheit verwendet werden kann, die beispielsweise
eine vertikale Auflösung von 0,5° im gesamten Beleuchtungsbereich und von 0,1° im
horizontalen Bereich ermöglicht.
[0029] Die nachstehend angegebenen Werte mögen die Vorteile der Erfindung weiter hervorheben.
Das Beleuchtungsmaximum der einzelnen, durch LEDs hervorgerufenen Pixel liegt derzeit
bei circa 80 bis 100 lx, was allerdings für ein Fernlicht relativ wenig ist. Wenn
man die Kombination mit der Laserleuchteinheit vornimmt, welche ebenfalls ein Maximum
von beispielsweise 80 bis 100 lx erreicht, so erhält man ein Fernlicht, das in dem
Fernlichtmaximum eine Beleuchtung von 180 bis 200 lx bietet, was dem derzeitigen Anforderungen
an gute Scheinwerfer gerecht wird.
[0030] Durch die Überlagerung verschiedener Leuchtbilder können auch Farbeffekte verwischt
und ein homogeneres gleichfärbiges Lichtbild erzeugt werden.
[0031] Die Kombination der beiden Leuchteinheiten ermöglicht es auch, zu einer hohen dynamischen
Auflösung zu gelangen. Durch die relativ "groben" Pixel der ersten Leuchteinheit 1
wird eine verhältnismäßig große Fläche abgedeckt, welche durch die hochauflösende
Laser-Leuchteinheit 4 weiter unterteilt wird. Dadurch können sehr kleine Bereiche
direkt angesteuert werden, sodass die Auflösung des Gesamtsystems, wie bereits erwähnt,
bei horizontal weniger als 0,1° und vertikal weniger als 0,5° liegen kann.
[0032] Die genannten Zahlen sind lediglich Beispiele und es können durch Verwendung von
noch höher auflösenden zweidimensionalen Laserscannern diesbezüglich noch bessere
Werte erreicht werden.
[0033] Selbstverständlich können die Bereiche, in welchen die Leuchtbilder kombiniert werden,
den jeweiligen Anforderungen entsprechend beliebig gestaltet werden, wobei keineswegs
eine Einschränkung auf ein Fernlicht angedacht ist.
[0034] Durch die Kombination der beiden Leuchteinheiten kann man auch bei geringeren Geschwindigkeiten
auf die Ausleuchtung durch die Laser-Leuchteinheit 4 verzichten, was aus Sicherheitsgründen
vorteilhaft ist, da beispielsweise bei stehendem Fahrzeug ein für Personen möglicherweise
gefährliches bzw. unangenehmes, von der Laser-Leuchteinheit ausgehendes Licht nicht
abgegeben wird.
[0035] Schließlich ist zu betonen, dass sich durch die Kombination der beiden Leuchteinheiten
ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis verglichen mit lediglich auf Laserscannern
basierenden Scheinwerfern ergibt.
1. Scheinwerfer für Fahrzeuge, mit mehreren Lichtquellen (5, 13) und einer den Lichtquellen
zugeordneten Optik (3, 9; 11),
wobei eine erste Leuchteinheit (1) mit zumindest einer Lichtquelle (13) zum Erzeugen
eines ersten, dynamisch variablen Leuchtbildes sowie eine zweite, Laser-Leuchteinheit
(4) mit zumindest einer Laserlichtquelle (5), zumindest einer Strahlablenkeinheit
(7) und zumindest einer Lichtkonversionseinheit (8) vorgesehen sind, und die Optik
(3, 9; 11) zum Zusammenführen der beiden Leuchtbilder, welche von der ersten Leuchteinheit
und an der Lichtkonversionseinheit der zweiten, Laser-Leuchteinheit (4) erzeugten
Leuchtbilder zu einer Gesamtlichtverteilung auf einer Fahrbahn eingerichtet ist, wobei
die zumindest eine Strahlablenkeinheit (7) als um zumindest eine Achse verschwenkbarer
Mikrospiegel ausgebildet ist, wobei die erste Leuchteinheit (1) eine Mehrzahl von
Lichtquellen (13) und je den Lichtquellen zugeordneten Einzeloptiken (10; 15) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lichtquellen (13) der ersten Leuchteinheit (1) LEDs sind, und die zumindest eine
Lichtkonversionseinheit (8) der Laser-Leuchteinheit (4) an der ersten Leuchteinheit
(1) im Bereich deren Lichtaustrittsfläche (16) aus den Einzeloptiken (10,15) vorgesehen
ist.
2. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Optik zwei getrennte Optikeinheiten (3, 9) aufweist, wobei jeder Leuchteinheit
(1, 4) je eine Optikeinheit zugeordnet ist.
3. Scheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Optik eine einzige gemeinsame Optikeinheit (11) aufweist, welche beiden Leuchteinheiten
(1, 4) zugeordnet ist.
4. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Optikeinheit (3, 9; 11) als Linse ausgebildet ist.
5. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Laserlichtquelle (5), die zumindest eine Strahlablenkeinheit (7)
und die zumindest eine Lichtkonversionseinheit (8) der Laser-Leuchteinheit (4) in
einer baulichen Einheit zusammengefasst sind.
6. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leuchteinheit (1) in zumindest zwei Zeilen und einer Mehrzahl von Spalten
angeordnete Einzellichtquellen (13) besitzt, wobei die Einzellichtquellen zum Erzeugen
einer dynamisch variablen Lichtverteilung auf einer Fahrbahn ansteuerbar sind.
7. Scheinwerfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Strahlablenkeinheit (7) zum Erzeugen eines aus wahlweise ausleuchtbaren
Segmenten bestehenden dynamisch variable Leuchtbildes an der Lichtkonversionseinheit
(8) eingerichtet ist.
1. Headlamp for vehicles, having a plurality of light sources (5, 13) and an optic (3,
9; 11) associated with the light sources
wherein a first lighting unit (1) with at least one light source (13) for generating
a first, dynamically variable illuminated image and a second, laser lighting unit
(4) with at least one laser light source (5), at least one beam deflection unit (7)
and at least one light conversion unit (8) are provided, and the optics (3, 9; 11)
are provided for combining the two light images, which is set up by the first light
unit and on the light conversion unit of the second, laser light unit (4) to form
a total light distribution on a roadway, the at least one beam deflection unit (7)
being designed as a micro-mirror which can be pivoted about at least one axis, the
first light unit (1) having a plurality of light sources (13) and individual optics
(10, 15) each assigned to the light sources,
characterised in that
the light sources (13) of the first lighting unit (1) are LEDs, and the at least one
light conversion unit (8) of the laser lighting unit (4) is provided on the first
lighting unit (1) in the region of its light exit surface (16) from the individual
optics (10, 15).
2. Headlamp according to claim 1, characterised in that the optical system comprises two separate optical units (3, 9), wherein each lighting
unit (1, 4) is associated with a respective optical unit.
3. Headlamp according to claim 1, characterised in that the optical system comprises a single common optical unit (11) which is associated
with both light units (1, 4).
4. Headlamp according to one of claims 1 to 3, characterised in that at least one optical unit (3, 9; 11) is formed as a lens.
5. Headlamp according to one of claims 1 to 4, characterised in that the at least one laser light source (5), the at least one beam deflection unit (7)
and the at least one light conversion unit (8) of the laser light unit (4) are combined
in one structural unit.
6. Headlamp according to one of claims 1 to 5, characterised in that the first lighting unit (1) has individual light sources (13) arranged in at least
two rows and a plurality of columns, wherein the individual light sources can be controlled
to generate a dynamically variable light distribution on a roadway.
7. Headlamp according to one of claims 1 to 8, characterised in that the at least one beam deflection unit (7) is set up to generate a dynamically variable
light image consisting of segments that can be selectively illuminated on the light
conversion unit (8).
1. Phare pour véhicules, comportant plusieurs sources lumineuses (5, 13) et une optique
(3, 9 ; 11) associée aux sources lumineuses
dans lequel il est prévu une première unité d'éclairage (1) avec au moins une source
de lumière (13) pour générer une première image éclairée dynamiquement variable et
une deuxième unité d'éclairage laser (4) avec au moins une source de lumière laser
(5), au moins une unité de déviation de faisceau (7) et au moins une unité de conversion
de lumière (8), et l'optique (3, 9 ; 11) sont prévues pour la combinaison des deux
images lumineuses, qui est établie par la première unité lumineuse et sur l'unité
de conversion de la lumière de la deuxième unité lumineuse à laser (4) pour former
une distribution de lumière totale sur une chaussée, la au moins une unité de déviation
du faisceau (7) étant conçue comme un micro-miroir pouvant pivoter autour d'au moins
un axe, la première unité lumineuse (1) présentant plusieurs sources lumineuses (13)
et des optiques individuelles (10, 15) associées chacune aux sources lumineuses,
caractérisé en ce que
les sources lumineuses (13) de la première unité d'éclairage (1) sont des LED, et
la au moins une unité de conversion de la lumière (8) de l'unité d'éclairage laser
(4) est prévue sur la première unité d'éclairage (1) dans la région de sa surface
de sortie de la lumière (16) des optiques individuelles (10, 15).
2. Phare selon la revendication 1, caractérisé en ce que le système optique comprend deux unités optiques séparées (3,9), chaque unité d'éclairage
(1, 4) étant associée à une unité optique respective.
3. Phare selon la revendication 1, caractérisé en ce que le système optique comprend une seule unité optique commune (11) qui est associée
aux deux unités d'éclairage (1, 4).
4. Phare selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'au moins une unité optique (3, 9 ; 11) est formée comme une lentille.
5. Phare selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'au moins une source de lumière laser (5), l'au moins une unité de déviation de
faisceau (7) et l'au moins une unité de conversion de lumière (8) de l'unité de lumière
laser (4) sont réunies en une unité structurelle.
6. Phare selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la première unité d'éclairage (1) présente des sources lumineuses individuelles (13)
disposées en au moins deux rangées et plusieurs colonnes, les sources lumineuses individuelles
pouvant être commandées pour générer une répartition de lumière dynamiquement variable
sur une chaussée.
7. Phare selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la au moins une unité de déviation du faisceau (7) est configurée pour générer une
image lumineuse dynamiquement variable composée de segments qui peuvent être éclairés
de manière sélective sur l'unité de conversion de la lumière (8).