Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Schusswaffe umfassend ein Gehäuse, ein in eine Aufnahme
des Gehäuses einsetzbares Magazin, wobei die im Magazin befindlichen Patronen mittels
eines Magazinzubringers in Richtung einer Übernahmeöffnung vorgespannt sind, einen
gegenüber dem Gehäuse beweglichen Verschluss zur Beförderung von Patronen von der
Übernahmeöffnung des Magazins in ein im Gehäuse befindliches Patronenlager bzw. zur
Beförderung der Patronenhülsen vom Patronenlager zu einem Auswurffenster sowie einen
am Gehäuse schwenkbar oder schiebbar angeordneten Verschlussfanghebel, durch welchen
im Zusammenwirken mit dem Magazinzubringer der Verschluss bei leerem Magazin in einer
hinteren ausgerückten Position gehalten ist.
Stand der Technik
[0002] Die momentan gängigen Schusswaffen, welche beispielsweise von Einsatzkräften in aller
Welt eingesetzt werden, weisen folgende Funktionsweise auf. Beim Abfeuern einer Patrone
schiebt der Rückstoß oder der Gasdruck den Verschluss, auch Schlitten oder Verschlußssstück
genannt, nach hinten. Dabei zieht der am Verschluss angebrachte Auszieher (auch Auszieherkralle
genannt) die leere Patronenhülse an der hierfür bestimmten Rille aus dem Patronenlager.
Auch das "Handbuch der Faust-Feuerwaffen", Bock G. Weigel, XP002729838 offenbart eine
Schusswaffe mit Verschlussfanghebel.
[0003] Im weiteren Rücklauf trifft die vom Auszieher gehaltene Hülse auf den Auswerfer,
der meist innen am Griffstück der Pistole angebracht ist. Dadurch wird die Hülse meist
seitlich nach oben durch das Auswurffenster des Verschlusses ausgeworfen, während
der Verschluss weiter zurück läuft und ein eventuell vorhandenes Schlagstück oder
einen Schlagbolzen (auch Hammer bzw. Hahn genannt) spannt und somit die Feuerbereitschaft
herstellt.
[0004] In seiner hinteren ausgerückten Position angekommen, schiebt die Verschlussfeder
(auch Schließfeder bzw. Vorschubfeder genannt) den Verschluss wieder nach vorne. Dabei
führt der Verschluss eine neue Patrone aus dem Magazin dem Patronenlager zu. In der
vorderen geschlossenen Position angekommen, befindet sich eine neue Patrone im Patronenlager
und das Schlagstück oder der Schlagbolzen ist gespannt und die Waffe feuerbereit.
Für einen weiteren Schuss muss der Schütze nun lediglich den Abzug loslassen und erneut
betätigen.
[0005] Ist das Magazin leer geschossen, so drückt der Magazinzubringer auf den Verschlussfanghebel,
welcher in eine entsprechende Ausnehmung des Verschlusses eingreift und den Verschluss
in der hinteren ausgerückten Position festhält. Nach dem Magazinwechsel muss derzeit
der Verschlussfanghebel, welcher durch die Schließfeder unter relativ hohem Druck
steht, durch teils starke Kraftaufwendung entriegelt werden. Mit Handschuhen, schweißigen
Händen oder unter enormer Stressbelastung im Einsatz, kann dieser Prozessschritt zu
einer schwierigen Aufgabe werden, welche bei Nichtgelingen oder Verzögerung im schlimmsten
Fall zum Tod der Einsatzkraft führen kann.
[0006] Derzeit gibt es mehrere Ansätze, welche diese kraftaufwändige Entriegelung erleichtern
sollen bzw. zu umgehen versuchen. Beispielsweise werden Erhebungen auf dem Verschlussfanghebel,
sogenannte Daumenauflagen oder Texturen vorgesehen, um die Reibung zu erhöhen und
so das Abrutschen des Fingers beim Entriegeln zu verhindern. Die Handhabungstechnik
des sogenannten "Double Hand Release" versucht auf dieses Problem einzugehen indem
mit dem Daumen der zweiten Hand der Verschlussfanghebel betätigt wird, da dabei mehr
Druck auf den Verschlussfanghebel ausgeübt werden kann.
[0007] Eine andere Möglichkeit besteht in einer veränderten Handhabung der Waffe, um den
Verschluss nach dem Einführen eines neuen Magazins zu entriegeln und die Bedienung
des Verschlussfanghebels zu umgehen, beispielsweise der sogenannte "Overhand Release"
oder der "Sling Shot", bei welchem mit der zweiten Hand der Verschluss manuell noch
weiter nach hinten in die ausgerückte Position bewegt wird, um den Druck auf den Verschlussfanghebel
aufzuheben, wodurch dieser durch seine Rückstellfeder wieder in die Freigabeposition
gebracht wird.
[0008] Die bisherigen Prozeduren verlangen jedoch vom Benutzer ein umfassendes Training,
um auch im Ernstfall "blind" ausgeübt werden zu können. Dies kann von einer Einsatzkraft,
welche mit hoher Wahrscheinlichkeit noch nie in einen Schusswechsel verwickelt war,
nicht vorausgesetzt werden.
[0009] Von der Firma Mauser-Werke A.-G. existieren mehrere Pistolenmodelle, beispielsweise
das Modell 1914 oder das Model HSc, welche den Verschluss beim Einschieben eines Magazins
automatisch freigeben, sodass er sich in die vordere geschlossene Position bewegen
kann. All diesen Modellvarianten ist jedoch gemein, dass nicht zwischen einem vollen
und einem leeren Magazin unterschieden werden kann, wodurch ein geschlossener Verschluss
einen ungewissen Ladezustand darstellt, was dem gewohnten Sicherheitsaspekt bei der
Handhabung derartiger Feuerwaffen abträglich ist.
Darstellung der Erfindung
[0010] Es ist somit Aufgabe der Erfindung eine Schusswaffe dahingehend zu verbessern, dass
das oben genannte Problem beseitigt wird und eine automatische Freigabe des Verschlusses
und Rückbewegung in die geschlossene vordere Position beim Einführen eines neuen Magazins
ermöglicht wird. Gleichzeitig soll die Lösung möglichst einfach und kostengünstig
erreicht werden, um die Produktionskosten der Waffe niedrig zu halten.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass ein Auslöseelement zur automatischen
Freigabe des Verschlusses in die geschlossene vordere Position ausschließlich beim
Einsetzen eines neuen geladenen Magazins vorgesehen ist, und dass das Auslöseelement
in einer vorderen Ausgangslage mit einer Angriffsfläche in den Bewegungsweg einer
Steuerfläche des Magazins in die Magazinaufnahme ragt und beim Einsetzen des Magazins
mit dieser in Eingriff bringbar ist, und dass ferner das Auslöseelement zumindest
für einen Bewegungsabschnitt bei Bewegung von der vorderen Ausgangslage in eine hintere
Endlage über eine Wirkfläche mit dem Verschluss kinematisch gekoppelt ist, wobei am
Ende des gekoppelten Bewegungsabschnitts der Verschluss gegenüber seiner hinteren
ausgerückten Position um einen weiteren Abschnitt entlang seines Bewegungswegs nach
hinten versetzt ist, wodurch der Verschlussfanghebel freigestellt ist, und dass weiters
die Wirkfläche des Auslöseelements in seiner hinteren Endlage mit dem Verschluss wieder
außer Eingriff steht.
[0012] Die Erfindung ermöglicht es den Verschluss, welcher nach leer geschossenem Magazin
in der hinteren Position fixiert wird, automatisch beim Einführen eines neuen vollen
Magazins wieder zu entriegeln und die Feuerbereitschaft wiederherzustellen. Dadurch
ergeben sich ein Zeitgewinn und Sicherheitsgewinn für den Benutzer. Die herkömmliche
Funktion des Verschlussfanghebels wird dabei nicht negativ beeinflusst. Es kann also
wie bisher der Verschluss in der hinteren Position zur Übergabe oder Kontrolle der
Waffe fixiert werden (manuell oder nach leergeschossenem Magazin). Nur beim Einführen
eines neuen vollen Magazins wird der Verschluss freigegeben, nicht aber beim Herausnehmen
des alten Magazins oder beim Einschieben eines leeren Magazins.
[0013] Die Erfindung kann somit durch Hinzufügen nur eines einzigen Bauteils realisiert
werden. Der Verschluss wird dabei beim Einführen des Magazins ein wenig nach hinten
gedrückt und somit wird dieselbe Bewegung ausgeübt, wie sie im herkömmlichen Fall
manuell durch das Zurückziehen des Verschlusses mit der zweiten Hand ("overhand release")
ausgeführt werden muss.
[0014] Eine mögliche besonders einfach ausgeführte Ausführungsform der Erfindung sieht vor,
dass das Auslöseelement ein mit zumindest einem Steuerzapfen versehenes im Gehäuse
angeordnetes verschiebbares Plättchen ist.
[0015] Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist es, dass die Kulisse ein Spiel oder einen
entsprechenden alternativen Bahnabschnitt aufweist, sodass beim Auswerfen des Magazins
das Plättchen am Verschluss vorbei in seine Ausgangslage bewegbar ist. Als besonders
einfache und damit kostengünstige Variante ist es ein erfindungsgemäßes Merkmal, dass
die Kulisse ein im Wesentlichen parallel zur Laufrichtung verlaufendes Langloch ist.
[0016] Beim Entfernen eines Magazins muss das Auslöseelement am Verschluss vorbeibewegt
werden, um in die Ausgangslage zurückzukehren. Dafür ist ein gewisses Spiel in der
Kulisse oder ein alternativer Bahnabschnitt vorgesehen. Es versteht sich für den Durchschnittsfachmann,
dass bei beiden Ausführungsformen die Steuerflächen und Angriffsflächen und/oder die
Kulisse und der Steuerzapfen am jeweils anderen Bauteil (Magazin oder Auslöseelement
bzw. Auslöseelement oder Gehäuse) angeordnet sein können.
[0017] Um in jeder Lage eine Funktionssicherheit der erfindungsgemäßen Schusswaffe sicherzustellen
ist es gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, dass das Auslöseelement
mittels einer Feder in Richtung seiner Ausgangslage vorgespannt ist.
[0018] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Steuerfläche
des Magazins eine Oberkante oder ein seitlicher Vorsprung des Magazingehäuses ist.
Durch die Verwendung bereits bestehender Magazinkanten und Vorsprünge als Steuerfläche
müssen die bereits am Markt befindlichen Magazine eines bestimmten Waffentyps nicht
modifiziert werden und können weiter eingesetzt werden, was die Wirtschaftlichkeit
der Erfindung erhöht.
[0019] Schließlich ist es ein Merkmal der Erfindung, dass die Angriffsfläche des Auslöseelements
gleichzeitig der Endanschlag des Magazins in der Magazinaufnahme ist. Das Auslöseelement
sowie die anderen zusammenwirkenden Flächen müssen je nach Waffentyp so abgestimmt
sein, dass das Magazin in dem Moment verriegelt, in welchem auch der Verschluss freigegeben
wird. Wenn die Angriffsfläche des Auslöseelements gleichzeitig den Endanschlag des
Magazins bildet, ist dies in besonders einfacher Weise realisierbar.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0020] Die Erfindung wird nun anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert, wobei
Die Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Schusswaffe mit eingesetztem
Magazin mit Patronen gemäß dem Stand der Technik zeigt, wobei der Verschluss zur besseren
Ansicht nicht eingezeichnet ist,
Fig. 2 zeigt die Schusswaffe aus Fig.1 mit leergeschossenem Magazin,
Fig. 3 zeigt eine schematische Detailschnittansicht durch eine Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Schusswaffe beim Einsetzen eines neuen Magazins,
Fig. 4 zeigt die Schusswaffe aus Fig. 3 mit fast vollständig eingesetztem Magazin
und
Fig. 5 zeigt die Schusswaffe aus den Fig. 3 und 4 mit vollständig eingesetztem Magazin.
Weg(e) zur Ausführung der Erfindung
[0021] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Schusswaffe gemäß dem Stand der Technik umfasst
ein Gehäuse 1, in dem ein Magazin 2 mit Patronen 3 eingesetzt werden kann. Ein nicht
dargestellter Verschluss ist gegenüber dem Gehäuse 1 an der Oberseite der Waffe beweglich
angeordnet und sorgt für den Transport der Patronen 3 zur Ladekammer und den Transport
der Partonenhülsen zum Auswurffenster. Der Verschluss ist mittels einer Verschlussfeder
in Richtung der vorderen geschlossenen Position vorgespannt und wird durch den Rückstoß
beim Abfeuern der Waffe nach hinten gegen die Kraft der Verschlussfeder bewegt. Sobald
die letzte Patrone 3 aus dem Magazin 2 abgefeuert wird, bewegt sich der Verschluss
nach hinten und eine Oberkante des Magazinzubringer 7 drückt über einen Vorsprung
5 am Verschlussfanghebel 4 denselben nach oben (siehe Fig. 2). Die dargestellte Ausführungsform
wird beispielsweise bei einer Glock® derart realisiert. Bei anderen Herstellern wird
der Verschlussfanghebel 4 an unterschiedlichen Stellen, beispielsweise seitlich am
Magazin betätigt.
[0022] In Folge greift der Verschlussfanghebel 4 dabei in eine entsprechende Ausnehmung
des Verschlusses und hält diesen in der hinteren ausgerückten Position fest. Nach
dem Wechseln des Magazins 2 muss der Verschlussfanghebel 4 gelöst werden, um den Verschluss
wieder in die vordere geschlossene Position zu bringen. Dies kann beispielsweise durch
Herunterdrücken des Verschlussfanghebels 4 über die Betätigungsfläche 6 erfolgen.
Da die Kraft der Verschlussfeder auf den Verschluss und damit auch auf den Verschlussfanghebel
4 wirkt, wird einiger Kraftaufwand benötigt um den Verschlussfanghebel 4 über die
Betätigungsfläche 6 freizugeben. Als alternative Methode kann der Benutzer mit der
zweiten Hand den Verschluss noch ein Stück weiter nach hinten ziehen, wodurch der
Verschlussfanghebel 4 entlastet wird und sich wieder durch seine eigene Rückstellfeder
in die Freigabeposition bewegt. Beide Methoden erfordern Kraft und/oder Übung durch
den Benutzer und sind im Ernstfall im Einsatz nur schwer zu bewerkstelligen.
[0023] Die Fig. 3 bis 5 zeigen schematisch einen Magazinwechsel bei einer erfindungsgemäßen
Schusswaffe. Zusätzlich zu den bereits in den Fig. 1 und 2 beschriebenen Teilen ist
ein Auslöseelement 9 vorgesehen, welches ein mit einem Steuerzapfen 13 in einer Kulisse
14 geführtes Plättchen ist. Das Auslöseelement 9 weist eine Angriffsfläche 10 auf,
welche mit einer entsprechenden Steuerfläche 11 am Magazin 2 zusammenwirkt. Fig. 3
zeigt dabei die Situation beim Einsetzen eines neuen Magazins 2 kurz bevor die Angriffsfläche
10 mit der Steuerfläche 11 in Kontakt kommt. Der Verschluss 8 ist in der hinteren
ausgerückten Position und durch den Verschlussfanghebel 4 gesichert, denn sobald das
Magazin 2 leergeschossen ist, drückt der Magazinzubringer den Verschlussfanghebel
4 nach oben (Fig. 5).
[0024] Wird ein Magazin 2 eingeschoben (Fig. 3 und 4), so wird das Auslöseelement 9 durch
die Steuerfläche 11 mit seiner Wirkfläche 12 gegen den Verschluss 8 gedrückt, wodurch
dieser noch ein Stück weiter nach hinten gerückt wird. Dadurch wird der Verschlussfanghebel
4 entlastet und kann sich durch seine Rückstellfeder in seine Freigabeposition bewegen.
Sobald das Magazin vollständig eingeschoben ist (Fig. 5) gibt das Auslöseelement 9
den Verschluss 8 frei und dieser kann sich wieder in die vordere geschlossene Position
bewegen.
[0025] Beim Einführen eines leeren Magazins wird zwar der Verschluss 8 durch das Auslöseelement
9 freigegeben, aber der Verschlussfanghebel 4 fängt den Verschluss 8 zugleich, da
dieser wieder durch den Magazinzubringer 7 nach oben gedrückt wird. Dadurch kann durch
die Erfindung auch automatisch zwischen einem leeren und einem vollen Magazin unterschieden
werden, sodass der in der Praxis übliche Aspekt des offenen Verschlusses bei leerem
Magazin nicht durch ein unbeabsichtigtes Schließen des Verschlusses beeinträchtigt
wird.
[0026] Beim Auswerfen des Magazins 2 muss sich die Wirkfläche 12 am Verschluss vorbeibewegen
können, damit das Auslöseelement 9 wieder in seine Ausgangslage zurückkehren kann.
Die Rückstellung erfolgt durch eine Feder 15. Damit das Auslöseelement 9 nicht am
Verschluss 8 hängen bleibt, ist in der Kulisse 14 ein Spiel vorgesehen.
[0027] Die Ausführungsform gemäß den Figuren 3 bis 5 ahmt damit im Prinzip die Bewegung
nach, die normalerweise durch den Benutzer mit der zweiten Hand beim Zurückziehen
des Verschlusses zur Freigabe des Verschlussfanghebels durchgeführt wird. Dies jedoch
gleichzeitig mit dem Magazinwechsel, was von Hand nicht zu bewerkstelligen ist.
[0028] Durch die Automatisierung der Freigabe des Verschlussfanghebels kann die Einsatzbereitschaft
der Schusswaffe somit schneller wiederhergestellt werden, ohne dass der Benutzer aufwendiges
Training oder hohen Kraftaufwand benötigt. Gleichzeitig wird die Sicherheit der üblichen
Funktion des Verschlussfanghebels nicht beeinträchtigt.
1. Schusswaffe umfassend ein Gehäuse (1), ein in eine Aufnahme des Gehäuses (1) einsetzbares
Magazin (2), wobei die im Magazin (2) befindlichen Patronen (3) mittels eines Magazinzubringers
(7) in Richtung einer Übernahmeöffnung vorgespannt sind, einen gegenüber dem Gehäuse
(1) beweglichen Verschluss (8) zur Beförderung von Patronen (3) von der Übernahmeöffnung
des Magazins (2)in ein im Gehäuse (1) befindliches Patronenlager bzw zur Beförderung
der Patronenhülsen vom Patronenlager zu einem Auswurffenster sowie einen am Gehäuse
(1) schwenkbar oder schiebbar angeordneten Verschlussfanghebel (4), durch welchen
im Zusammenwirken mit dem Magazinzubringer (7) der Verschluss (8) bei leerem Magazin
(2) in einer hinteren ausgerückten Position gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auslöseelement (9) zur automatischen Freigabe des Verschlusses (8) in die geschlossene
vordere Position ausschließlich beim Einsetzen eines neuen geladenen Magazins (2)
vorgesehen ist, und dass das Auslöseelement (9) in einer vorderen Ausgangslage mit
einer Angriffsfläche (10) in den Bewegungsweg einer Steuerfläche (11) des Magazins
(2) in die Magazinaufnahme ragt und beim Einsetzen des Magazins (2) mit dieser in
Eingriff bringbar ist, und dass ferner das Auslöseelement (9) zumindest für einen
Bewegungsabschnitt bei Bewegung von der vorderen Ausgangslage in eine hintere Endlage
über eine Wirkfläche (12) mit dem Verschluss (8) kinematisch gekoppelt ist, wobei
am Ende des gekoppelten Bewegungsabschnitts der Verschluss (8) gegenüber seiner hinteren
ausgerückten Position um einen weiteren Abschnitt entlang seines Bewegungswegs nach
hinten versetzt ist, wodurch der Verschlussfanghebel (4) freigestellt ist, und dass
weiters die Wirkfläche (12) des Auslöseelements (9) in seiner hinteren Endlage mit
dem Verschluss (8) wieder außer Eingriff steht.
2. Schusswaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (9) ein mit zumindest einem Steuerzapfen (13) versehenes, im Gehäuse
(1) angeordnetes, verschiebbares Plättchen ist, wobei der Steuerzapfen (13) in einer
im Gehäuse (1) angeordneten Kulisse (14) geführt ist.
3. Schusswaffe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (14) ein Spiel oder einen entsprechenden alternativen Bahnabschnitt aufweist,
sodass beim Auswerfen des Magazins (2) das Plättchen während des gesamten Bewegungsabschnitts
von Endlage in Richtung Ausgangslage mit dem Verschluss (8) entkoppelt ist.
4. Schusswaffe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (14) ein im Wesentlichen parallel zur Laufrichtung verlaufendes Langloch
ist.
5. Schusswaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Auslöseelement (9) mittels einer Feder in Richtung seiner Ausgangslage vorgespannt
ist.
6. Schusswaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfläche (11) des Magazins (2) eine Oberkante oder ein seitlicher Vorsprung
des Magazingehäuses ist.
7. Schusswaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Angriffsfläche (10) des Auslöseelements (9) gleichzeitig der Endanschlag des
Magazins (2) in der Magazinaufnahme ist.
1. Firearm comprising a housing (1), a magazine (2) that can be inserted into a receiving
arrangement of the housing (1), wherein the cartridges (3) that are located in the
magazine (2) are pre-stressed by means of a magazine feeder (7) in the direction of
a transferring aperture, a slide (8) that moves with respect to the housing (1) so
as to convey cartridges (3) from the transferring aperture of the magazine (2) into
a cartridge chamber that is located in the housing (1) or so as to convey the cartridge
casings from the cartridge chamber to an ejection window, and also a slide catching
lever (4) that is arranged on the housing (1) in such a manner that said slide catching
lever can pivot or slide and by means of said slide catching lever in cooperation
with the magazine feeder (7) the slide (8) is held in a rear retracted position in
the event of an empty magazine (2), characterized in that a release element (9) is provided for automatically releasing the slide (8) into
the closed forward position only when inserting a new loaded magazine (2), and that
the release element (9) protrudes in a forward starting position with an engagement
surface (10) into the movement path of a control surface (11) of the magazine (2)
into the magazine receiving arrangement and when inserting the magazine (2) can be
brought into engagement with said control surface (11), and that moreover in the case
of a movement of the release element (9) from the front starting position into a rear
end position the release element (9), at least for a part of this movement is coupled
in a kinematic manner to the slide (8) by way of an operating surface (12), wherein
on the end of the coupled part of the movement the slide (8) is offset rearwards with
respect to its rear retracted position by a further section along the movement path
of said slide, as a result of which the slide catch lever (4) is released and that
furthermore the operating surface (12) of the release element (9) is out of engagement
with the slide (8) when said release element is in its rear end position.
2. Firearm according to Claim 1, characterized in that the release element (9) is a small plate that is provided with at least one control
pin (13) and is arranged and can be displaced within the housing (1), wherein the
control pin (13) is guided in a sliding guide (14) that is arranged in the housing
(1).
3. Firearm according to Claim 2, characterized in that the sliding guide (14) has a backlash or a corresponding alternative track section
so that when ejecting the magazine (2) the small plate is decoupled from the slide
(8) during the entire movement from the end position in the direction of the starting
position.
4. Firearm according to Claim 2, characterized in that the sliding guide (14) is a longitudinal hole that extends essentially parallel to
the direction of the barrel.
5. Firearm according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the release element (9) is pre-stressed in the direction of its starting position
by means of a resilient element.
6. Firearm according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the control surface (11) of the magazine (2) is an upper edge or a lateral projection
of the magazine housing.
7. Firearm according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the engagement surface (10) of the release element (9) is simultaneously the end
stop of the magazine (2) in the magazine receiving arrangement.
1. Arme à feu, comprenant un boîtier (1), un chargeur (2) pouvant être introduit dans
un logement prévu dans le boîtier (1), les cartouches (3) contenues dans le chargeur
(2) subissant, par l'action d'un transporteur (7), une précontrainte vers un orifice
de transfert, une culasse (8) mobile par rapport au boitier (1) laquelle sert à amener
des cartouches (3) depuis ledit orifice de transfert du chargeur (2) vers une chambre
se trouvant au sein du boîtier (1) et à ramener les étuis de cartouche depuis la chambre
vers une fenêtre d'éjection, ainsi qu'un levier d'arrêtoir de culasse (4) lequel est
monté pivotant ou coulissant sur le boîtier (1) et lequel permet, en coopération avec
le transporteur (7), de retenir la culasse (8) dans une position arrière désaccouplée
lorsque le chargeur (2) est vide, caractérisée en ce qu'un élément déclencheur (9) permet de libérer automatiquement, et seulement lors de
l'introduction d'un nouveau chargeur (2) plein, la culasse (8) de manière à ce que
celle-ci se place dans sa position antérieure de fermeture, et qu'une surface d'attaque
(10) de l'élément déclencheur (9) s'étend, dans une situation antérieure de départ
de celui-ci, dans le logement de chargeur, se retrouvant ainsi dans la trajectoire
d'une surface de commande (11) du chargeur (2) et pouvant être mise en prise avec
cette dernière lorsqu'on introduit le chargeur (2), et qu'une surface d'action (12)
de l'élément déclencheur (9) vient en accouplement cinématiquement avec la culasse
(8), au moins pendant une partie du mouvement de celui-ci depuis sa situation antérieure
de départ vers une situation postérieure finale, la culasse (8) se trouvant ainsi,
une fois ladite partie de mouvement en accouplement terminée, encore davantage décalée
en arrière sur sa trajectoire, par rapport à sa position arrière désaccouplée, de
manière à libérer le levier d'arrêtoir de culasse (4), et qu'en outre, la surface
d'action (12) de l'élément déclencheur (9) n'est plus en prise avec la culasse (8)
une fois que celui-ci a atteint sa situation postérieure finale.
2. Arme à feu selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'élément déclencheur (9) est une plaquette coulissante disposée dans le boîtier
(1) et pourvue d'au moins un tourillon de commande (13), le tourillon de commande
(13) étant guidé dans une coulisse (14) disposée dans le boîtier (1).
3. Arme à feu selon la revendication 2, caractérisée en ce que la coulisse (14) a du jeu ou dispose d'une partie de trajectoire alternative ayant
cet effet, pour faire en sorte que, lors de l'éjection du chargeur (2), ladite plaquette
soit désaccouplée de la culasse (8) pendant l'intégralité de la partie de mouvement
allant de la situation finale jusqu'à la situation de départ.
4. Arme à feu selon la revendication 2, caractérisée en ce que la coulisse (14) est un trou oblong dont l'étendue est sensiblement parallèle à la
direction du canon.
5. Arme à feu selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'élément déclencheur (9) subit une précontrainte, par l'action d'un ressort, vers
sa situation de départ.
6. Arme à feu selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la surface de commande (11) du chargeur (2) est un bord supérieur ou une saillie
latérale de l'enveloppe du chargeur.
7. Arme à feu selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la surface d'attaque (10) de l'élément déclencheur (9) constitue en même temps la
butée finale du chargeur (2) dans le logement de chargeur.