[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Stromversorgung von an einem
Regal anzuordnenden Stromverbrauchern, wobei das Regal wenigstens einen Regalpfosten
umfasst mit einem Hohlraum im Inneren, welcher über wenigstens eine Öffnung von außen
her zugänglich ist, wobei die Vorrichtung weiterhin wenigstens eine im Inneren des
Regalpfostens angeordnete Stromschiene umfasst sowie ein steckerartiges Verbindungselement
mit Kontakten, welches von außen her durch die wenigstens eine Öffnung des Regalpfostens
einführbar ist, um die wenigstens eine Stromschiene zu kontaktieren,
[0002] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung ist aus dem Stand der Technik bekannt
und beispielsweise in der
DE 20 2013 101 760 U1 beschrieben. Bei dieser bekannten Vorrichtung ist als nachteilig anzusehen, dass
der für die Kontaktierung der im Inneren des Regalpfostens angeordneten Stromschienen
ein Stecker verwendet wird, dessen Einsteckbereich so dimensioniert ist, dass er in
seiner Kontur an den Öffnungsrand der Öffnung im Regalpfosten angepasst ist und somit
sich der Stecker quasi formschlüssig in diese Öffnung einstecken lässt. Derartige
Regale haben jedoch je nach Regal-Hersteller sehr unterschiedlich geformte Löcher
in verschiedenen Größen, so dass der Hersteller der Stromversorgungsvorrichtung bei
diesem bekannten System in nachteiliger Weise für jedes Regalsystem des jeweiligen
Herstellers einen jeweils passenden Stecker vorsehen muss. Ein weiterer Nachteil der
bekannten Vorrichtung liegt darin, dass Regale dieser Art in vielen Fällen bereits
installiert sind und nachträglich mit Verbrauchern wie beispielsweise Leuchten ausgestattet
werden müssen. Da sich die Regalpfosten oft bis zur Raumdecke hin erstrecken, ist
der Zugang von oben her in den Hohlraum im Regalpfosten, um dort die Stromschiene
einzuführen, nicht möglich, so dass für die Elektrifizierung des Regalpfostens das
Regal abgebaut werden muss, wodurch sich ein erheblich höherer Montageaufwand ergibt.
[0003] Als Befestigungsmittel zur lösbaren Befestigung des Steckers am Regalpfosten dienen
bei dieser bekannten Vorrichtung Federlaschen am Stecker sowie eine Rastschräge, so
dass sich beim Einstecken des Steckers eine Art Rastverbindung ergibt. Es können auch
Nuten am Stecker vorhanden sein, die mit Stegen an den Öffnungen des Regalpfostens
zusammenwirken und für eine Führung des Steckers beim Einstecken sorgen. Diese Ausbildungsform
eignet sich jedoch nur für Regalsysteme, bei denen die Regalpfosten derartige Stege
aufweisen. Die Kontakte befinden sich seitlich am vorderen Ende des Steckers und sind
daher nur für die Verwendung mit entsprechenden Stromschienen geeignet, bei denen
sich die Kontakte an Stegen in Einsteckrichtung erstrecken. Das vordere Ende des Steckers
kontaktiert dabei mit seinem vorderen Endbereich jeweils beide Pole einer Stromschiene
in gleicher Höhe bezogen auf die vertikale Erstreckung des Regalpfostens.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zur Stromversorgung von
an einem Regal anzuordnenden Stromverbrauchern mit den Merkmalen der eingangs genannten
Gattung zur Verfügung zu stellen, die eine universellere Anwendung unabhängig von
Form und Größe der jeweils in den Regalpfosten vorhandenen Löcher zulässt.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe liefert eine Vorrichtung zur Stromversorgung von an einem
Regal anzuordnenden Stromverbrauchern der eingangs genannten Gattung mit den Merkmalen
des Hauptanspruchs.
[0006] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das steckerartige Verbindungselement zwei in
Höhenrichtung voneinander beabstandete Kontaktstifte aufweist, an deren vorderen Enden
sich jeweils die Kontakte befinden, die die Stromschiene kontaktieren, wobei der Umriss
eines Kontaktstifts kleiner ist als der Umriss einer Öffnung des Regalpfostens, in
die der Kontaktstift eingesteckt wird. Da der Umriss der Kontaktstifte kleiner ist
als derjenige der Löcher in den Regalpfosten, kommt es auf die Umrissform der Löcher
nicht mehr an. Das erfindungsgemäße steckerartige Verbindungselement ist daher universell
bei den verschiedensten Regalpfosten mit unterschiedlichsten Lochformen anwendbar.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung umfasst das steckerartige Verbindungselement
zwei Kontaktstifte, die so weit voneinander beabstandet sind, dass sie in zwei benachbarte
Öffnungen des Regalpfostens einsteckbar sind. Da nur ein Kontaktstift des Verbindungselements
in jeweils ein Loch des Regalpfostens eingesteckt wird, ist die Anwendung auch bei
vergleichsweise kleinen Löchern möglich.
[0008] Erfindungsgemäß ist es nicht notwendig, eine gegenseitige Festlegung von Verbindungselement
und Regalpfosten über die Kontaktstifte vorzunehmen, Um gleichwohl das steckerartige
Verbindungselemente in der eingesteckten Kontaktposition festzulegen, sieht eine Weiterbildung
der Erfindung vor, dass an dem steckerartigen Verbindungselement wenigstens ein Magnetelement
vorgesehen ist, mittels dessen das steckerartige Verbindungselement lösbar an einem
Regalpfosten festlegbar ist. Der Regalpfosten besteht in der Regel aus Metall und
hat zumeist einen rechteckigen Grundriss, so dass sich an den Pfostenwänden in den
Bereichen zwischen zwei beabstandeten Löchern ebene metallische Flächen ergeben, an
denen die Magnetelemente des steckerartigen Verbindungselements andocken können, um
letzteres am Regalpfosten sicher festzulegen. Ein oder mehrere solcher Magnetelemente
können sich insbesondere im Bereich einer im montierten Zustand dem Regalpfosten zugewandten
stirnseitigen Fläche des steckerartigen Verbindungselements befinden, welche sich
zwischen den beiden Kontaktstiften des Verbindungselements erstreckt.
[0009] Weiterhin weist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung bevorzugt die Vorrichtung
wenigstens eine flexible Stromschiene auf, die in ihrer Längsrichtung gesehen biegsam
ist. Dies hat den Vorteil, dass man auch bereits montierte Regalpfosten nachträglich
mit den Stromschienen versehen kann. Man benötigt oberhalb des oberen Endes eines
Regalpfostens nur wenig Platz und kann eine solche flexible Stromschiene, die am oberen
Ende aus dem Hohlraum des Regalpfostens kommt, beispielsweise zur Seite hin wegführen.
Die aufwändige Demontage des Regalpfostens erübrigt sich damit.
[0010] Die Stromschienen können gemäß einer Weiterbildung der Erfindung beispielsweise so
aufgebaut sein, dass diese jeweils zwei etwa parallel und mit Abstand etwa in einer
Ebene nebeneinander liegende Kontaktleisten aufweisen, die einer der Wände des Regalpfostens
zugewandt sind und die durch einen vorstehenden Isoliersteg voneinander getrennt sind.
Diese Kontaktleisten können durch die Kontakte an den vorderen Enden der Kontaktstifte
des steckerartigen Verbindungselements kontaktiert werden, jeweils eine Kontaktleiste
durch jeweils einen Kontakt eines Kontaktstifts.
[0011] Zur Halterung einer Stromschiene im Hohlraum des Regalpfostens kann gemäß einer bevorzugten
Weiterbildung der Erfindung beispielsweise mindestens ein Halterungssteg aus Kunststoff
mit mindestens einer Rastaufnahme vorgesehen sein, in die jeweils ein Endbereich einer
Stromschiene kantenseitig einrastbar ist. Eine solche Rastverbindung ermöglicht eine
einfache und rasche Montage.
[0012] Die Halterungsstege können einfach in die Regalpfosten eingeschoben werden, die Stromschienen
lassen sich an den Halterungsstegen werkzeuglos anbringen. Beispielsweise können zwei
dieser Halterungsstege in den etwa rechteckigen Hohlraum in einem Regalpfosten eingeschoben
werden, so dass eine Stromschiene jeweils mit ihren Randbereichen zwischen zwei voneinander
beabstandeten Halterungsstegen gehalten ist und sich die Stromschiene quer zur Ausdehnungsrichtung
der Halterungsstege erstreckt. Die Halterungsstege können wiederum etwa parallel zu
einer der Seitenwände des Hohlraums verlaufen. Wenn dies beispielsweise die Längsseitenwände
eines im Querschnitt rechteckigen Regalpfostens sind, dann liegen die zu kontaktierenden
Kontaktleisten der Stromschiene der Querseitenwand zugewandt und die Kontaktstifte
des steckerartigen Verbindungselements können einfach durch Löcher in der Querseitenwand
soweit eingeschoben werden, bis ihre vorderen Enden die Kontaktleisten der Stromschiene
berühren.
[0013] Eine vorteilhafte der Erfindung sieht vor, dass in einem Regalpfosten zwei Stromschienen
jeweils durch Rastverbindung in Halterungsstegen gehalten sind, wobei die Stromschienen
so angeordnet sind, dass sie jeweils mit ihren isolierten Rückseiten einander zugewandt
sind und mit ihren jeweiligen Kontaktflächen zu einander gegenüber liegenden Wänden
des Regalpfostens hin ausgerichtet sind. Diese Variante hat den Vorteil, dass man
von beiden Seiten her jeweils steckerartige Verbindungselemente in den Hohlraum im
Regalpfosten einschieben kann und somit mehr Möglichkeiten hat, Verbraucher an dem
Regal mit Strom zu versorgen.
[0014] Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale betreffen bevorzugte Weiterbildungen
der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.
[0015] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Vorrichtung zur Stromversorgung von an
einem Regal anzuordnenden Stromverbrauchern gemäß einer beispielhaften Ausführungsvariante
der vorliegenden Erfindung;
Figur 2 eine Ansicht eines beispielhaften steckerartigen Verbindungselements als Teil
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Figur 3 eine Draufsicht auf das steckerartige Verbindungselement von Figur 2;
Figur 4 eine stirnseitige Ansicht des steckerartigen Verbindungselements gemäß den
Figuren 2 und 3;
Figur 5 eine Schnittansicht durch einen Regalpfosten mit in diesem verlegten Stromschienen;
Figur 6 eine weitere Schnittansicht durch einen Regalpfosten mit in diesem verlegten
Stromschienen gemäß einer alternativen Ausführungsvariante der Erfindung;
Figur 7 eine Ansicht einer Anordnung von zwei beispielhaften flexiblen Stromschienen,
die am oberen Ende eines Regalpfostens herausgeführt sind;
Figur 8 eine Ansicht eines Einspeisers für die elektrische Versorgung der Stromschienen.
[0016] Es wird zunächst auf die Figur 1 Bezug genommen und anhand dieser wird eine mögliche
beispielhafte Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert, die
zur Stromversorgung von an einem Regal anzubringenden Verbrauchern wie beispielsweise
Leuchten oder dergleichen dient. In der Zeichnung ist ein teilweise aufgeschnittener
Regalpfosten 10 zu sehen, in dessen im Querschnitt beispielsweise rechteckigem Hohlraum
Stromschienen 11 verlegt sind, welche mit Hilfe von Halterungsstegen 12 in dem Regalpfosten
10 in Position gehalten werden. Um die Stromschienen 11 im inneren des Regalpfostens
10 zu kontaktieren, umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung steckerartige Verbindungselemente
13, die jeweils zwei Kontaktstifte 135, 136 aufweisen, welche durch Löcher 15 in dem
Regalpfosten 10 in diesen hinein ragen und so mit ihren Kontakten 137, 138, die sich
jeweils im Bereich der vorderen Enden der Konstaktstifte 135, 136 befinden, mit den
Leitern der Stromschiene 11 in elektrischen Kontakt treten.
[0017] Rückseitig können die steckerartigen Verbindungselemente 13 Buchsen 17 aufweisen,
so dass man dort mit Anschlusskabeln 18 verbundene Stecker 19 einstecken kann. Diese
Anschlusskabel 18 führen dann zu den entsprechenden Stellen, an denen man einen elektrischen
Verbraucher wie zum Beispiel eine in der Figur 1 dargestellte Leuchte 20 anbringen
und mit Strom versorgen möchte.
[0018] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 2 bis 4 ein beispielhaftes erfindungsgemäßes
steckerartiges Verbindungselement 13 näher im Detail erläutert. Dieses hat ein etwa
quaderförmiges Gehäuse mit einer Ausdehnung in Längsrichtung 131, einer beispielsweise
geringeren Ausdehnung in Querrichtung 132, woraus der in der Draufsicht gemäß Figur
3 etwa rechteckige Umriss resultiert, sowie einer beispielsweise geringeren Ausdehnung
in Tiefenrichtung 133, wie in den Figuren 2 und 4 erkennbar. An einer der Stirnseiten
134 des quaderförmigen Gehäuses, welche bei der Montage dem Regalpfosten zugewandt
wird, befinden sich in Längsrichtung 131 gesehen voneinander beabstandet zwei in ihrem
hinteren Bereich isolierte Kontaktstifte 135, 136 für die beiden Pole. An den jeweiligen
vorderen Enden der beiden Kontaktstifte 135, 136 ragen die aus einem elektrisch gut
leitenden Material bestehenden Kontakte 137, 138 aus den Kontaktstiften hervor. Diese
Kontakte 137, 138 haben beispielsweise einen etwa kreissegmentförmigen Querschnitt,
so dass sich eine etwa teilzylindrische Form ergibt. Die teilzylindrische Form der
beiden Kontakte 137, 138 ist dabei in Bezug auf eine Mittelebene in Längsrichtung
durch das Gehäuse des steckerartigen Verbindungselements 13 spiegelbildlich, wobei
sich die Rundung jeweils außenseitig befindet und die flache Seite jeweils innenseitig.
Diese Querschnittsform ermöglicht es, dass das steckerartige Verbindungselement mit
seinen Kontakten die beiden Kontaktstreifen der beiden unterschiedlichen Pole einer
Stromschiene kontaktieren kann, die sich beiderseits eines isolierenden Mittelstegs
der Stromschiene befinden, wie noch weiter unten näher erläutert wird.
[0019] Die beiden isolierten Kontaktstifte 135, 136 sind in der Längsrichtung 131 des Verbindungselements
13 gesehen so weit voneinander beabstandet, dass es möglich ist, den einen Kontaktstift
durch ein Loch 15 des Regalpfostens 10 einzuführen und den anderen Kontaktstift durch
ein anderes Loch 15, beispielsweise das nächst benachbarte Loch in den Hohlraum im
Regalpfosten 10 einzuführen. Die Umrissform der Kontaktstifte 135, 136 in dem isolierten
Bereich ist in dem Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren 2 bis 4 zylindrisch, sie
könnte aber auch viereckig oder vieleckig sein, also im Prinzip beliebig, denn der
Umriss eines Kontaktstifts ist kleiner als der Umriss eines Lochs 15 im Regalpfosten,
so dass beim Einführen zwischen dem äußeren Umriss eines Kontaktstifts und der Innenkontur
des Lochs Platz ist. Dies hat den wesentlichen Vorteil, dass der Kontaktstift sich
eigentlich immer in die Löcher der gängigen Typen von Regalpfosten einführen lässt,
gleich welche Umrissform die Löcher 15 jeweils haben. Somit ist die Anwendung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht auf Regalpfosten mit einer bestimmten Form der
Lochung beschränkt, sondern vielseitiger anwendbar.
[0020] In den Figuren 2 und 3 ist weiterhin erkennbar, dass sich an der stirnseitigen Fläche
134 des Gehäuses des steckerartigen Verbindungselements 13 jeweils in dem Bereich
in Längsrichtung 131 gesehen zwischen den beiden Kontaktstiften 135 und 136 jeweils
Magnetelemente 14 befinden, die dazu dienen, das steckerartige Verbindungselement
13 an einer metallischen Fläche eines Regalpfostens 10 in der Stellung, in denen der
elektrische Kontakt zu den innen liegenden Stromschienen 11 hergestellt ist, festzulegen.
Hier handelt es sich beispielhaft um zwei voneinander beabstandete Magnetelemente
14. Durch diese Magnetelemente haftet das steckerartige Verbindungselement 13 mit
seiner stirnseitigen Fläche 134 an einer Seitenfläche des Regalpfostens 10, während
die beiden Kontaktstifte 135, 136 jeweils in ein Loch 15 von beispielsweise zwei übereinander
liegenden Löchern 15, die oberhalb bzw. unterhalb der Haftfläche liegen, hineinragen
können.
[0021] In Figur 3 ist ebenfalls erkennbar, dass sich in den Kontaktstiften 135, 136 jeweils
eine axial ausgerichtete Druckfeder 1351 befindet, die die Aufgabe hat, den Kontaktstift
jeweils gegen die Stromschiene 11 zu drücken. Auf diese Weise können Toleranzen im
Abstand zwischen der Außenkontur des Regalpfostens 10 und der innen in dessen Hohlraum
liegenden Stromschiene 11 ausgeglichen werden.
[0022] Weiterhin sieht man in Figur 3, dass sich an der den Kontaktstiften 135, 136 und
den Magnetelementen 14 gegenüberliegenden rückseitigen Stirnseite 139 jeweils zwei
nebeneinander liegende Buchsen 17 befinden, so dass man dort mit Anschlusskabeln 18
versehene Stecker einstecken kann (siehe dazu auch Figur 1), um den elektrischen Verbraucher
20 anzuschließen. Über jede dieser Buchsen kann beispielsweise jeweils ein Verbraucher
20 angeschlossen werden, so dass an einem steckerartigen Verbindungselement 13 Steckplätze
für beispielsweise jeweils zwei Verbraucher vorgesehen sind.
[0023] Weitere Details der Erfindung ergeben sich aus der Schnittdarstellung gemäß Figur
5, die einen Querschnitt durch eine erste mögliche Ausführungsvariante eines Regalpfostens
10 zeigt, in dessen Hohlraum zwei Stromschienen 11 mit den erfindungsgemäßen Halterungsstegen
12 befestigt sind. Der im Querschnitt etwa rechteckige Regalpfosten 10 hat zwei einander
gegenüber liegende Längswände 102 und zwei einander gegenüber liegende Querwände 103.
Wie man in Figur 5 erkennt sind die Halterungsstege 12 in etwa so dimensioniert, dass
sie sich in dem Hohlraum 101 in dem Regalpfosten in etwa in der Längsrichtung jeweils
nahe einer Längswand 102 und etwa parallel zu dieser erstrecken. Die beiden Stromschienen
11 werden hingegen durch die Halterungsstege 12 so gehalten, dass sie sich jeweils
in Querrichtung erstrecken, das heißt parallel zu den beiden Querwänden und in dem
Beispiel jeweils in Längsrichtung gesehen etwa in der Mitte des Hohlraums, was bedeutet,
dass in der Schnittansicht gemäß Figur 5 die Erstreckung der beiden Stromschienen,
die hier vergleichsweise nahe beieinander in der Mitte des Hohlraums 101 liegen, etwa
senkrecht zur Erstreckung der Halterungsstege 12 ist. Die Stromschienen 11 sind dabei
natürlich in der Darstellung gemäß Figur 5 im Querschnitt dargestellt und ihre Längserstreckung
verläuft senkrecht zur Zeichenebene, was bei einem aufgestellten Regalpfosten 10 der
Höhenrichtung des Regalpfostens und des Regals entspricht.
[0024] In Figur 5 ist weiterhin erkennbar, dass jede der zwei Stromschienen 11 jeweils zwei
Kontaktleisten 111, 112 aufweist, zwischen denen sich jeweils ein Isoliersteg 113
befindet, der sich etwa in der Mitte der Stromschiene etwa senkrecht zur Ebene der
Kontaktleisten 111, 112 erstreckt und letztere voneinander räumlich trennt. Die beiden
Stromschienen 11 sind in der Variante von Figur 5 vergleichsweise nahe beieinander
etwa in der Mitte des Regalpfostens angeordnet, dabei aber jeweils mit der isolierten
Rückseite 114 gegeneinander ausgerichtet. Dadurch sind die Kontaktleisten 111, 112
der Stromschienen 11 jeweils nach außen hin zu jeweils einer der Querwände 103 des
Regalpfostens 10 hin gewandt. In der Querwand 103 befinden sich die Löcher 15, die
jedoch in der Schnittansicht von Figur 5 nicht erkennbar sind. Durch diese Art der
Anordnung ist es möglich, wahlweise entweder von der einen oder von der anderen Querseite
her jeweils eine der beiden Stromschienen 11 von außen her über die Kontakte 137,
138 der Kontaktstifte 135, 136 zu kontaktieren. Wie bereits zuvor erwähnt wurde, haben
die Kontaktstifte 135, 136 im Querschnitt etwa eine Halbkreisform und sind spiegelbildlich
ausgebildet und so ausgerichtet, dass die flache Seite in beiden Fällen jeweils nach
innen hin gerichtet ist. Daher kann man eine der beiden Stromschienen so kontaktieren,
dass der eine Kontakt mit seiner Stirnfläche die Kontaktleiste 111 des einen Pols
der Stromschiene kontaktiert, während der zweite Kontakt mit seiner Stirnfläche die
Kontaktleiste 112 des anderen Pols der Stromschiene 11 kontaktiert, die jenseits des
mittigen Isolierstegs 113 liegt. Die Kontaktpunkte sind dabei in Längsrichtung der
Stromschiene 11, das heißt senkrecht zur Zeichenebene voneinander beabstandet, da
ja die beiden Kontaktstifte 135, 136 an dem steckerartigen Verbindungselement 13 voneinander
beabstandet sind.
[0025] In Figur 5 ist weiterhin erkennbar, dass die Halterungsstege 12 jeweils in Richtung
der Längswände 102 des Regalpfostens gesehen etwa im mittleren Bereich jeweils zwei
Rastaufnahmen 121 haben, in die die randseitigen Enden der beiden Stromschienen an
beiden Seiten eingerastet werden können, wodurch die beiden Stromschienen in ihrer
Lage quer zu den Halterungsstegen 12 im Hohlraum 101 des Regalpfostens 10 gehalten
werden.
[0026] Die Position der Rastaufnahmen 121 und deren Anzahl kann erfindungsgemäß variieren,
je nachdem ob man ein oder zwei Stromschienen in dem Hohlraum 101 unterbringen möchte
und abhängig von der gewünschten Abstandsposition der Stromschienen in der Richtung
der Tiefe des Hohlraums gesehen. Hier zeigt die Figur 6 ein alternatives Ausführungsbeispiel
zu Figur 5, bei dem zwar auch zwei Stromschienen 11 vorgesehen sind, so dass man auch
hier von beiden Seiten des Regalpfostens 10 her kontaktieren kann. Entsprechend liegen
auch hier die beiden Stromschienen 11 so, dass ihre jeweilige Rückseite 114 jeweils
der Rückseite der anderen Stromschiene zugewandt ist. Jedoch ist verglichen mit Figur
5 in der Variante von Figur 6 der Abstand der beiden Stromschienen in Einsteckrichtung
(also parallel zu den Längswänden 102 gesehen) erheblich größer. Dies hängt auch damit
zusammen, dass hier ein größeres Profil als Regalpfosten 10 vorgesehen ist, so dass
die Länge der Längswände 102 entsprechend größer ist als in Figur 5 und folglich der
Abstand der Stromschienen 11 größer sein muss, wenn der gleiche Einsteckabstand für
die Kontaktstifte 135, 136 der steckerartigen Verbindungselemente 13 eingehalten werden
soll. Man sieht durch Vergleich der beiden Ausführungsbeispiele gemäß den Figuren
5 und 6, dass die Entfernung von der Querwand 103, in der sich die Löcher 15 befinden
zu den Kontaktleisten 111, 112 der Stromschienen jeweils gleich ist, so dass in beiden
Fällen die gleichen steckerartigen Verbindungselemente 13 verwendet werden können.
[0027] In beiden Ausführungsbeispielen sind die Stromschienen 11 so ausgebildet, dass die
Kontaktleisten 111, 112 der beiden Pole der Stromschiene nebeneinander liegen und
etwa parallel zu der Querwand 103 des Regalpfostens 10 liegen und zwar derart, dass
sie jeweils einer Querwand zugewandt sind, von der aus sie durch die Löcher 15 über
die Kontaktstifte der steckerartigen Verbindungselemente 13 kontaktiert werden. Wenn
sich wie in den Beispielen der Figuren 5 und 6 jeweils zwei Stromschienen in dem Regalpfosten
10 befinden, kann man von der anderen Seite des Regalpfostens her weitere steckerartige
Verbindungselemente 13 anbringen und dort weitere Stecker mit Anschlusskabeln für
weitere Verbraucher einstecken.
[0028] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figur 7 anhand eines Ausführungsbeispiels
der Vorteil der Verwendung einer flexiblen Stromschiene 11 gemäß einer bevorzugten
Variante der Erfindung erläutert. Man erkennt in dieser Ansicht den oberen Endbereich
eines Regalpfostens 10, aus dessen Hohlraum zwei flexible erfindungsgemäße Stromschienen
11 herausgeführt sind. Außerdem sind die beiden Stromschienen jeweils in erfindungsgemäße
Halterungsstege 12 eingerastet und so in ihrer Lage fixiert. Man sieht in dem Beispiel
gemäß Figur 7 mehrere solcher Halterungsstege 12 jeweils mit Abstand zueinander, an
denen jeweils die Stromschienen 11 fixiert und auf Abstand zueinander gehalten sind.
Für eine bessere Fixierung können sich die Halterungsstege 12 beispielsweise abwechselnd
an der einen oder der anderen Seite der beiden Stromschienen 11 befinden.
[0029] In Figur 7 erkennt man weiterhin, dass die beiden Stromschienen 11 oben seitlich
im Eckbereich aus dem Regalpfosten 10 herausgeführt sind und in ihrer Längserstreckung
einen Bogen beschreiben. Dies ist durch die Flexibilität der Stromschienen 11 möglich.
Hier wird der besondere Vorteil der Biegsamkeit deutlich, denn wären die Stromschienen
11 starr ausgebildet, müssten sie in der Flucht geradlinig nach oben aus dem Regalpfosten
herausgeführt werden. In vielen Fällen ist aber oberhalb des oberen Endes des Regalpfostens
10 kein ausreichender Platz, da sich dort die Raumdecke anschließt. Daher wäre es
nicht möglich, die Stromschienen nach oben hin über eine ausreichende Strecke weiter
zu führen. Durch die flexible Ausbildung ist dies jedoch kein Problem, wie das Beispiel
von Figur 7 zeigt. Die Stromschienen lassen sich biegen und es wird vergleichsweise
wenig Freiraum oberhalb des Regalpfostens 10 bei Weiterführung der Stromschienen 11
benötigt.
[0030] Nachfolgend wird die auf die Figur 8 Bezug genommen, in der ein so genannter Einspeiser
21 dargestellt ist, der dazu dient, den Strom aus einer von einer Stromquelle kommenden
Zuleitung in die Stromschienen 11 einzuspeisen. Dieser Einspeiser 21 ist im Prinzip
ähnlich gestaltet wie das in Figur 3 gezeigte steckerartige Verbindungselement 13.
Wie man durch Vergleich unschwer erkennt, fehlen jedoch beim Einspeiser 21 die beiden
Buchsen 17 an der Rückseite, da der Einspeiser nicht dazu dient, über Stecker elektrische
Verbraucher an dem Regal einzustecken, sondern die Stromschienen 11 zu versorgen.
Dazu weist der Einspeiser 21 das in Figur 8 oben seitlich erkennbare Kabel 211 auf,
das beispielsweise mit einem Trafo verbunden ist. Jedoch sind an dem Einspeiser 21
wie an dem steckerartigen Verbindungselement 13 die Magnetelemente 14 vorhanden zur
Befestigung an dem Regalpfosten sowie auch die Kontaktstifte 135, 136 mit den jeweiligen
Kontakten 137, 138 an ihren Enden, so dass der Einspeiser 21 über die Kontakte 137,
138 mit der im Hohlraum des Regalpfostens liegenden Stromschiene 11 in Kontakt treten
kann.
[0031] Bei höheren Leistungen kann es vorteilhaft sei, alternativ den Strom über eine Leitung
direkt von einem Trafo an die Stromschienen zu bringen, indem beispielsweise die Leitung
dort angeschraubt wird. Eine mögliche Ausführungsvariante bestünde beispielsweise
darin, an den Leitungen Ringösen zu befestigen, die dann mit Schrauben oder dergleichen
in Bohrungen an einem Ende der Stromschiene angebracht werden.
[0032] Die Stromschienen 11 können erfindungsgemäß zum Beispiel aus einem extrudierten Kunststoffprofil
bestehen, in das zwei Leiterbahnen eingeklebt werden. An den Enden der Stromschiene
kann man beispielsweise die Leiterbahnen um einige cm gegenüber dem Kunststoffprofil
kürzen, um sie zu schützen und zu verhindern, dass bei im Bodenbereich auftretendem
Wasser (zum Beispiel durch die Reinigung des Raums) ein Kurzschluss auftritt.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0033]
- 10
- Regalpfosten
- 101
- Hohlraum
- 102
- Längswand
- 103
- Querwand
- 11
- Stromschiene
- 111
- erste Kontaktleiste
- 112
- zweite Kontaktleiste
- 113
- Isoliersteg
- 114
- isolierte Rückseite der Stromschiene
- 12
- Halterungsstege
- 121
- Rastaufnahmen
- 13
- steckerartige Verbindungselemente
- 131
- Längsrichtung
- 132
- Querrichtung
- 133
- Tiefenrichtung
- 134
- Stirnseite
- 135
- Kontaktstift
- 1351
- Druckfeder
- 136
- Kontaktstift
- 137
- Kontakt
- 138
- Kontakt
- 139
- rückseitige Stirnseite
- 14
- Magnetelemente
- 15
- Löcher
- 17
- Buchsen
- 18
- Anschlusskabel
- 19
- Stecker
- 20
- elektrischer Verbaucher/Leuchte
- 21
- Einspeiser
- 211
- Leitung
1. Vorrichtung zur Stromversorgung von an einem Regal anzuordnenden Stromverbrauchern,
wobei das Regal wenigstens einen Regalpfosten (10) umfasst mit einem Hohlraum im Inneren,
welcher über wenigstens eine Öffnung von außen her zugänglich ist, wobei die Vorrichtung
weiterhin wenigstens eine im Inneren des Regalpfostens angeordnete Stromschiene (11)
umfasst sowie ein steckerartiges Verbindungselement (13) mit Kontakten, welches von
außen her durch die wenigstens eine Öffnung (15) des Regalpfostens einführbar ist,
um die wenigstens eine Stromschiene zu kontaktieren, dadurch gekennzeichnet, dass das steckerartige Verbindungselement (13) zwei in Höhenrichtung voneinander beabstandete
Kontaktstifte (135, 136) aufweist, an deren vorderen Enden sich jeweils die Kontakte
(137, 138) befinden, die die Stromschiene (11) kontaktieren, wobei der Umriss eines
Kontaktstifts (135, 136) kleiner ist als der Umriss einer Öffnung (15) des Regalpfostens,
in die der Kontaktstift eingesteckt wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Kontaktstifte (135, 136) eines steckerartigen Verbindungselements (13) so weit
voneinander beabstandet sind, dass sie in zwei benachbarte Öffnungen (15) des Regalpfostens
(10) einsteckbar sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem steckerartigen Verbindungselement wenigstens ein Magnetelement (14) vorgesehen
ist, mittels dessen das steckerartige Verbindungselement (13) lösbar an einem Regalpfosten
(10) festlegbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Magnetelement (14) im Bereich einer im montierten Zustand dem Regalpfosten
(10) zugewandten stirnseitigen Fläche (134) des steckerartigen Verbindungselements
(13) angeordnet ist, welche sich zwischen den beiden Kontaktstiften (135, 136) des
Verbindungselements erstreckt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese wenigstens eine flexible Stromschiene (11) umfasst, die in ihrer Längsrichtung
gesehen biegsam ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung für die wenigstens eine Stromschiene (11) im Hohlraum des Regalpfostens
(10) mindestens einen Halterungssteg (12) aus Kunststoff mit mindestens einer Rastaufnahme
(121) umfasst, in die jeweils ein Endbereich einer Stromschiene kantenseitig einrastbar
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stromschiene (11) jeweils mit ihren Randbereichen zwischen zwei voneinander
beabstandeten Halterungsstegen (12) gehalten ist und sich die Stromschiene (11) quer
zur Ausdehnungsrichtung der Halterungsstege (12) erstreckt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Regalpfosten (10) zwei Stromschienen (11) jeweils durch Rastverbindung in
Halterungsstegen (12) gehalten sind, wobei die Stromschienen so angeordnet sind, dass
sie jeweils mit ihren isolierten Rückseiten (114) einander zugewandt sind und mit
ihren jeweiligen Kontaktflächen zu einander gegenüber liegenden Wänden (103) des Regalpfostens
(10) hin ausgerichtet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromschienen (11) jeweils zwei etwa parallel und mit Abstand etwa in einer Ebene
nebeneinander liegende Kontaktleisten (111, 112) aufweisen, die einer der Wände (103)
des Regalpfostens (10) zugewandt sind und die durch einen vorstehenden Isoliersteg
(113) voneinander getrennt sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kontaktstifte (135, 136) jeweils in den Endbereichen Kontakte (137, 138)
aufweisen, die vorzugsweise einen etwa kreissegmentförmigen Querschnitt aufweisen,
wobei bevorzugt beide Kontakte zu einer Längsmittelebene durch das Gehäuse des steckerartigen
Verbindungselements (13) spiegelbildlich geformt sind und jeweils unterschiedliche
nebeneinander liegende Kontaktleisten (111, 112) einer Stromschiene (11) kontaktieren.