[0001] Die Erfindung betrifft eine Metallplatte gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches
1.
[0002] Eine solche Metallplatte ist für eine Münze, für einen Teil einer Münze, beispielsweise
Pille oder Ring vorgesehen. Münzen werden dabei nicht nur als Umlaufmünzen verwendet,
sondern dienen auch als Sammlermünzen und/oder Schaumünzen. Eine Schaumünze ist beispielsweise
eine Medaille, welche als Auszeichnung für besondere Errungenschaften, beispielsweise
sportlicher Natur, verliehen wird. Münzen, insbesondere Sammlermünzen oder Schaumünzen,
müssen auch hohen ästhetischen Anforderungen genügen. Beispielsweise sind Medaillenvergaben
bei sportlichen Veranstaltungen ein wichtiges mediales Ereignis, wobei die Medaillen
oftmals ein wichtiges Identifikationsobjekt dieser Veranstaltungen darstellen. Auch
Sammlermünzen, welche beispielsweise hinter einer Vitrine angeordnet sind, sollen
den gestellten ästhetischen Ansprüchen genügen. Das Aussehen einer Münze wird dabei
häufig lediglich von der Prägung, also einem dreidimensionalen Relief, gebildet.
[0003] Nachteilig daran ist, dass Münzen, aus der Ferne betrachtet, den ästhetischen Anforderungen
nur selten genügen, oder wenig Unterscheidungskraft aus der Ferne haben, da die charakteristische
Prägung erst aus der Nähe gut erkennbar ist.
[0004] Aus der
EP 0 280 886 A1 ist ein Verfahren zur Erzeugung dekorativer Überzüge auf Metallen bekannt. Hierbei
wird eine vergleichsweise dicke elektrochemische Schicht erzeugt, deren Farbe durch
Farbpigmente vorgegeben wird.
[0005] Aus der
EP 0 802 267 A1 ist eine Aluminiumoberfläche mit einer Interferenzschicht als farbgebende Oberflächenschicht
bekannt. Die Interferenzschicht weist eine Aluminiumoxidschicht auf und eine darauf
aufgebrachte teiltransparente Schicht. Die Interferenzschicht kann lokale Bereiche
mit vorgebbar unterschiedlicher Farbe aufweisen, welche durch eine Variation der Schichtdicke
der ALuminiumoxidschicht oder der Eigenschaften der teiltransparenten Schicht verursacht
werden können.
[0006] Aus der
DE 10 2010 011185 A1 ist ein Gegenstand mit einer metallischen Oberfläche bekannt, die mit einer glas-,
glaskeramik- oder keramikartigen Schutzschicht versehen ist. Die Erzeugung eines Musters
ist hierbei nicht vorgesehen.
[0007] Aus der
WO 91/19649 A1 ist ein Temperaturwächter mit einer Interferenzschicht auf einem biegsamen Substrat
bekannt. Bei Überschreitung einer Grenztemperatur delaminiert die Interferenzschicht
und wechselt dadurch ihre Farbe.
[0008] Aus der
EP 0 303 400 A2 ist ein Temperaturwächter mit einer Interferenzschicht bekannt, welche bei Überschreitung
einer Grenztemperatur die Farbe ändert.
[0009] Aus der
WO 2011/066594 A1 ist eine Anordnung aus Münzen in einer Trägermaske bekannt, wobei die Münzen zusammen
mit der Trägermaske mit einer im Wesentlichen unsichtbaren Schutzschicht überzogen
werden.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es daher eine Metallplatte der eingangs genannten Art anzugeben,
mit welcher die genannten Nachteile vermieden werden können, mit welcher die ästhetischen
Anforderungen auch auf größere Distanz noch immer gewährleistet ist, und welche gleichzeitig
haltbar und mit wenig Aufwand herstellbar ist.
[0011] Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des Patentanspruches 1 erreicht.
[0012] Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die Münzen für den Betrachter auch aus der
Entfernung gut unterscheidbar und/oder identifizierbar sind, da durch das zweifärbige
optische Element ein guter Kontrast erreicht werden kann. Dadurch verlieren beispielsweise
Medaillen einer Sportveranstaltung auch bei einer Fernsehübertragung nichts von ihren
wichtigen identifikationsstiftenden Charakter. Auch ist bei Sammlermünzen und/oder
Schaumünzen aus der Ferne bereits der gewünschte optische Effekt gegeben, weshalb
es ausreichend ist, diese Münzen in einer geschlossenen Vitrine zu betrachten, wodurch
ein für die Münze abnutzendes oder verschmutzendes Entnehmen aus der Vitrine nicht
mehr notwendig ist. Weiters sind durch das zweifärbige optische Element eine Vielzahl
an weiteren, anspruchsvollen und bisher nicht möglichen Münzdesigns möglich. Die Oxidschicht
bietet den Vorteil, das deren Interferenzfarbe im Wesentlichen den gleichen Glanz
aufweist wie eine polierte Metalloberfläche, und nicht matter oder dunkler ist wie
eine Pigmentfarbe oder eine Lackierung, und daher höchste ästhetische Anforderungen
erfüllt. Weiters sind Oxide chemisch träger als Metalle, wodurch die Münze auch nach
vielen Jahren das äußere Erscheinungsbild nicht wandert, da es zu keiner weiteren
ungewollte Oxidation kommt.
[0013] Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines zweifärbigen optischen
Elementes einer Metallplatte gemäß dem Patentanspruch 10.
[0014] Aufgabe dieses Verfahrens ist es, ein vorstehend beschriebenes zweifärbiges optisches
Element auf besonders einfache und zuverlässige Weise herzustellen.
[0015] Dadurch können Münzen, mit nur geringem zusätzlichen Aufwand zu herkömmlichen Münzen,
mit einem vorteilhaften zweifärbigen optischen Element hergestellt werden.
[0016] Die Unteransprüche betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
[0017] Ausdrücklich wird hiermit auf den Wortlaut der Patentansprüche Bezug genommen, wodurch
die Ansprüche an dieser Stelle durch Bezugnahme in die Beschreibung eingefügt sind
und als wörtlich wiedergegeben gelten.
[0018] Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf die beigeschlossenen Zeichnungen, in welchen
lediglich bevorzugte Ausführungsformen beispielhaft dargestellt sind, näher beschrieben.
Dabei zeigt:
Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform einer Münze mit einer als Pille ausgebildeten
Metallplatte in Draufsicht;
Fig. 2 den Schnitt entlang der Linie A in Fig.1 als bevorzugte erste Zwischenstufe
eines zwe1färbigen optischen Elementes;
Fig. 3 den Schnitt aus Fig. 2 als bevorzugte zweite Zwischenstufe eines zweifärbigen
optischen Elementes;
Fig. 4 den Schnitt aus Fig. 2 als erste bevorzugte Ausführungsform eines zweifärbigen
optischen Elementes;
Fig. 5 den Schnitt aus Fig. 2 als zweite bevorzugte Ausführungsform eines zweifärbigen
optischen Elementes; und
Fig. 6 den Schnitt aus Fig. 2 als dritte bevorzugte Ausführungsform eines zweifärbigen
optischen Elementes.
[0019] Die Fig. 1 bis 6 zeigen bevorzugte Ausführungsformen einer Metallplatte 1 für eine
Münze 2, für eine Pille 3 einer Münze 2 oder für einen Ring 4 einer Münze 2, wobei
zumindest ein Teilbereich einer Oberfläche auf zumindest einer Seite der Metallplatte
1 ein zweifärbiges optisches Element 5 aufweist. Die Metallplatte 1 kann hierbei besonders
bevorzugt einstückig und/oder homogen ausgebildet sein. Homogen bedeutet in diesem
Zusammenhang, dass die Metallplatte 1 über das gesamte Volumen im Wesentlichen die
gleiche chemische Zusammensetzung aufweist, mit anderen Worten, dass es sich um keine
Bimetallplatte handelt. Eine Münze 2 kann einstückig oder mehrstückig, insbesondere
zweistückig ausgebildet sein. Als Pille 3 einer Münze 2 wird bei einer zweiteiligen
Münze 2, beispielsweise einer ein Euro Münze, bevorzugt der innere Teil der Münze
2 bezeichnet. Der Ring 4 einer Münze 2 ist bevorzugt jener Teil einer zweiteiligen
Münze 2, welcher bevorzugt die Pille 3 am Rand umschließt. Die Metallplatte kann eckig
oder rund, insbesondere kreisrund, ausgebildet sein. Eine Münze 2, oder ein Teil einer
Münze 2, bestehend aus der Metallplatte 1 kann besonders bevorzugt als Sammlermünze
und/oder als Schaumünze, insbesondere als eine Medaille, ausgebildet sein. Der Teilbereich
der Oberfläche auf zumindest einer Seite der Metallplatte 1 wird im folgenden lediglich
als der Teilbereich bezeichnet. Das zweifärbige optische Element 5 ist auf zumindest
einer Seite der Metallplatte 1 angeordnet. Es kann auch vorgesehen sein, dass ein
weiteres zweifärbige optische Element 5 auf der gegenüberliegenden Seite angeordnet
ist. Das zweifärbige optische Element 5 kann auch mehr als zwei Farben aufweisen,
und wird folgend lediglich als das optische Element 5 bezeichnet.
[0020] Das optische Element 5 weist wenigstens einen ersten Bereich 6 mit einer ersten Oxidschicht
7 mit einer ersten Farbe, welche erste Farbe eine Interferenzfarbe ist, auf. Besonders
bevorzugt ist die erste Oxidschicht 7 zumindest teiltransparent. Eine Interferenzfarbe
ist in diesem Zusammenhang eine Farbe die entsteht, wenn ein Lichtstrahl, insbesondere
weißes Licht, an beiden Grenzflächen einer Schicht eines zumindest teiltransparenten
Materials zumindest zum Teil reflektiert wird, wobei durch den Unterschied der optischen
Weglänge es zu einer konstruktiven und/oder destruktiven Interferenz der einzelnen
Farbanteile des reflektierten Lichtstrahls kommt. Bereiche des Spektrums des reflektierten
Lichts werden daher, abhängig von der Wellenlänge, gelöscht, wodurch das reflektierte
Licht als Interferenzfarbe die Komplementärfarbe der gelöschten Spektralbereiche aufweist.
Da eine Interferenzfarbe vom Beobachtungswinkel abhängt, kann insbesondere die Beobachtungsrichtung
zur Festlegung der ersten Farbe als normal zur betrachteten Oberfläche der Metallplatte
1 festgelegt werden.
[0021] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die erste Oxidschicht 7 eine erste Dicke
von 20 nm bis 2000 nm, insbesondere 30 nm bis 1000 nm, besonders bevorzugt 50 nm bis
500 nm, aufweist. Bis 2000 nm sind Interferenzfarben noch gut wahrnehmbar. Im Bereich
von 50 nm bis 500 nm sind hierbei Interferenzfarben besonders stark ausgeprägt.
[0022] Besonders bevorzugt kann vorgesehn sein, dass die erste Dicke der ersten Oxidschicht
7 über die ganze Fläche des wenigstens einen ersten Bereiches 6 im Wesentlichen konstant
ist.
[0023] Weiters kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die erste Oxidschicht 7 als
Metalloxidschicht ausgebildet.
[0024] Das optische Element 5 weist weiters wenigstens einen zweiten Bereich 8 mit einer
zweiten Farbe auf, wobei die erste Farbe unterschiedlich zu der zweiten Farbe ist.
Hierbei können der erste Bereich 6 und der zweite Bereich 8 Teile des Teilbereiches
sein. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der erste Bereich 6 unmittelbar an den
zweiten Bereich 8 angrenzend angeordnet ist. Weiters kann vorgesehen sein, dass der
Teilbereich zusammenhängend ausgebildet ist.
[0025] Die Unterschiedlichkeit der Farbe kann hierbei besonders bevorzugt gemäß des Lab-Farbraum
definiert sein, welcher auch unter dem Namen CIELAB-Farbraum bekannt ist. Der Lab-Farbraum
weist drei dimensionslose Achsen auf, nämlich die L-Achse, welche die Helligkeit wiedergibt
und einen Wert zwischen 0 und 100 annehmen kann, die a-Achse welche den Grün- oder
Rotanteil einer Farbe wiedergibt und einen Wert zwischen -150 und 100 annehmen kann,
sowie die b-Achse welche den Blau- oder Gelbanteil einer Farbe wiedergibt und einen
Wert zwischen -100 und 150 annehmen kann. Durch den Lab-Farbraum können alle vom Menschen
wahrnehmbaren Farben mit unterschiedlichen Farbvalenzen, Sättigungen und Helligkeiten
als Koordinatenpunkt dargestellt werden, wobei durch die Wahl der Achsen gleiche euklidische
Abstände zweier Koordinatenpunkte empfindungsgemäß gleichen Farbabständen entsprechen.
[0026] Diesbezüglich kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass der euklidische Abstand
der ersten Farbe zu der zweiten Farbe im dimensionslosen Lab-Farbraum wenigstens 5,
insbesondere wenigstens 10, besonders bevorzugt wenigstens 20, dimensionslose Einheiten
beträgt. Hierbei stellt die erste Farbe einen ersten Koordinatenpunkt, und die zweite
Farbe einen zweiten Koordinatenpunkt des dimensionslosen Lab-Farbraums dar.
[0027] Der erste Bereich 6 und/oder der zweite Bereich 8 kann beispielsweise gemäß einem
vorgegebenen Motiv ausgebildet sein. Die Wahl des hier abgebildeten Motives ist absolut
willkürlich und es ist klar, das der erste Bereich 6 und/oder der zweite Bereich 8
jedes beliebige Motiv darstellen können. In Fig. 1 ist als Motiv der Großbuchstabe
H abgebildet, wobei hier das H als zweiter Bereich 8, und das umgebende Gebiet als
erster Bereich 6 ausgebildet ist. Der erste Bereich 6 und/oder der zweite Bereich
8 können hierbei als zusammenhängender Bereich, wie in Fig. 1 dargestellt, oder aus
mehreren Unterbereichen ausgebildet sein.
[0028] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der erste Bereich 6 als Vertiefung
9 gegenüber dem zweiten Bereich 8 ausgebildet ist. Das optische Element 5 kann mit
anderen Worten mit einem Höhenprofil versehen sein. Das optische Element 5 kann hierbei
insbesondere mit einer Prägung versehen sein, wobei, wie in Fig. 2 bis 6 dargestellt,
der erste Bereich 6 als Vertiefung, und der zweite Bereich 8 als Erhebung 13 ausgebildet
ist. Dadurch kann das optische Element 5 besonders einfach erzeugt werden. Weiters
kann dadurch das Motiv sowohl durch die Prägung, als auch durch das optische Element
5 deckungsgleich dargestellt werden. In Fig. 2 bis 6 sind die Dimension zum besseren
Verständnis stark verzerrt wiedergegeben.
[0029] Alternativ kann vorgesehen sein, dass der zweite Bereich 8 als Vertiefung 9 gegenüber
dem ersten Bereich 6 ausgebildet ist.
[0030] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass der erste Bereich 6 als Vertiefung 9 um mindestens
eine Höhe von 0,05 mm gegenüber dem zweiten Bereich 8 ausgebildet ist. Weiters kann
vorgesehen sein, das der erste Bereich 6 und/oder der zweite Bereich 8 eine weitere
Prägung aufweisen, welche aber eine geringere Tiefe als 0,05 mm aufweisen. Diese weitere
Prägung kann hierbei bevorzugt feine Details des Motives darstellen.
[0031] Zur Erzeugung dünner Oxidschichten sind dem Fachmann viele verschiedene Verfahren
bekannt.
[0032] Die erste Oxidschicht 7 kann beispielsweise mittels eines physikalischen Gasphasenabscheidungsverfahrens
hergestellt sein. Solche physikalischen Gasphasenabscheidungsverfahren, insbesondere
das Kathodenzerstäuben oder Sputtern, bieten den Vorteil, dass eine Vielzahl an möglichen
Oxiden aufgebracht werden kann. Dadurch kann das Material der ersten Oxidschicht 7
im Wesentlichen unabhängig vom Material der Metallplatte 1 ausgewählt werden.
[0033] Die erste Oxidschicht 7 kann als weiteres Beispiel auch mittels eines chemischen
Gasphasenabscheldungsverfahrens, hergestellt sein. Auch hier sind viele Verfahren
zur Herstellung gleichmäßiger Oxidschichten bekannt.
[0034] Die erste Oxidschicht 7 kann alternativ mittels eines thermischen Verfahrens, beilspielsweise
Anlassen, hergestellt sein. Hierbei wird die Metallplatte 1 derart erhitzt, dass sich
eine erste Oxidschicht 7 vorgebbarer Dicke bildet.
[0035] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die erste Oxidschicht 7 elektrochemisch
hergestellt ist. Ein elektrochemisches Beschichtungsverfahren bietet den Vorteil,
dass es mit einfachen Mitteln und gut kontrollierbar durchgeführt werden kann.
[0036] Als besonders vorteilhaft hat es sich hierbei herausgestellt, wenn die erste Oxidschicht
7 durch anodische Oxidation elektrochemisch hergestellt ist. Eine anodische Oxidation
ist auch unter dem Begriff anodische Tauchlackierung, kurz ATL, bekannt. Bei Aluminium
wird eine anodische Oxidation oft auch als Eloxierung bezeichnet. Eine durch anodische
Oxidation hergestellte Oxidschicht weist in vorteilhafter Weise eine besonders gleichmäßige
Schichtdicke auf. Weiters ist die anodische Oxidation gut kontrollierbar, wobei der
Beschichtungsprozess je nach Beschichtungsparametern bei einer gewissen Dicke selbststoppend
ist. Selbststoppend bedeutet in diesem Zusammenhang, dass durch den hohen elektrischen
Widerstand der wachsenden Oxidschicht, es ab einer gewissen Schichtdicke zu keinem
weiteren, oder nur einem unwesentlichen, Schichtwachstum kommt. Dadurch kann eine
endgültige erste Dicke der ersten Oxidschicht 7 durch die verschiedenen Beschichtungsparameter
besonders gut vorgegeben werden. Weiters ist bei anodischer Oxidation eine besonders
gute mechanische Verzahnung der ersten Oxidschicht 7 mit der restlichen Metallplatte
1 gegeben.
[0037] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die erste Oxidschicht 7 ein Oxid des Materials
der Metallplatte 1 umfasst. Dadurch ist die erste Oxidschicht 7 besonders beständig,
und weist eine besonders hohe Haftfähigkeit an der Metallplatte 1 auf.
[0038] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Metallplatte 1 aus einem Metall
oder einer Metallegierung der Gruppe 4, 5 und/oder 6 des Periodensystems, insbesondere
Ti, Mo, und/oder Nb besteht. Es hat sich gezeigt, dass diese Metalle oder Metallegierungen
aufgrund der Eigenschaften der Metalle oder der dazugehörenden Metalloxide für das
optische Element 5 besonders geeignet sind.
[0039] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Metallplatte 1 aus Nb, also Niobium,
besteht, da Nb sich als besonders geeignet herausgestellt hat.
[0040] Der zweite Bereich 8 kann auf unterschiedliche Weise ausgebildet sein. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass der zweite Bereich 8 bemalt, lackiert und/oder bedruckt
ist.
[0041] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der zweite Bereich 8 unbeschichtet ist, also
keine weitere farbgebende Schicht künstlich auf den zweiten Bereich aufgebracht wird.
Hierbei weist der zweite Bereich 8 im Wesentlichen die Farbe des Materials der Metallplatte
1 auf. Der zweite Bereich 8 kann auch dann als unbeschichtet angesehen werden, wenn
sich durch Reaktion der blanken Metallplatte 1 mit der umgebenden Atmosphäre eine
natürliche Oxidschicht bildet, wie beispielsweise Aluminiumoxid auf Aluminium. Ein
unbeschichteter zweiter Bereich 8 ist leicht herzustellen und weist einen guten Kontrast
zu dem ersten Bereich 6 mit dessen Interferenzfarbe auf.
[0042] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der zweite Bereich 8 eine zweite Oxidschicht
10 aufweist, und insbesondere die zweite Farbe eine Interferenzfarbe ist. Dadurch
kann ein, insbesondere aus der Ferne, ästhetisch besonders anspruchsvolles optisches
Element 5 ausgebildet werden, wobei nun auch der zweite Bereich 8 durch die zweite
Oxidschicht 10 träge gegenüber äußeren Umwelteinflüssen ist.
[0043] Die zweite Oxidschicht 10 kann wie die erste Oxidschicht 7 durch unterschiedliche
Beschichtungsverfahren hergestellt sein.
[0044] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die zweite Oxidschicht 10 elektrochemisch,
insbesondere durch anodische Oxidation, hergestellt ist. Die anodische Oxidation bietet
hierbei den zusätzlichen Effekt, dass, wenn die Dicke der ersten Oxidschicht 7 bereits
selbststoppend ist, es zu keinem weiteren Zuwachs der ersten Dicke kommt, wodurch
das Herstellungsverfahren besonders einfach kontrollierbar ist.
[0045] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die erste Oxidschicht 7 und die zweite Oxidschicht
10 mit dem selben Beschichtungsverfahren hergestellt ist, und insbesondere, bis auf
die Dicke, im Wesentlichen gleich wie die ersten Oxidschicht 7 ausgebildet ist.
[0046] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass auch die zweite Oxidschicht 10 eine zweite
Dicke von 20 nm bis 2000 nm, insbesondere 30 nm bis 1000 nm, besonders bevorzugt 50
nm bis 500 nm, aufweist.
[0047] Besonders bevorzugt kann vorgesehn sein, dass die zweite Dicke der zweiten Oxidschicht
10 über die ganze Fläche des wenigstens einen zweiten Bereiches 8 im Wesentlichen
konstant ist.
[0048] Weiters kann besonders bevorzugt vorgesehen sein, dass die erste Oxidschicht 7 dicker
ist als die zweite Oxidschicht 10. Durch die dickere erste Oxidschicht 7 kann ein
guter Kontrast der beiden Interferenzfarben des ersten Bereiches 6 und des zweiten
Bereiches 8 erreicht werden. Insbesonders kann hierbei vorgesehen sein, dass die erste
Oxidschicht 7 um 25 nm, insbesondere 50 nm, besonders bevorzugt 100 nm, dicker ist
als die zweite Oxidschicht 10.
[0049] Alternativ kann vorgesehen sein, dass die erste Oxidschicht 7 und die zweite Oxidschicht
10 im Wesentlichen die gleiche Dicke aufweisen. Die unterschiedliche Farbe des ersten
Bereichs 6 und des zweiten Bereichs 8 kann hierbei dadurch erfolgen, dass der erste
Bereich 6 und der zweite Bereich 8 eine unterschiedliche Oberflächenrauigkeit aufweisen,
wodurch bereits unterschiedlich wahrnehmbare Interferenzfarben des ersten Bereiches
6 und des zweiten Bereiches 8 erreicht werden können.
[0050] Gemäß der bevorzugten Ausführungsform einer Münze in Fig. 1 kann besonders bevorzugt
eine Münze 2 mit Pille 3 und Ring 4, vorgesehen sein, wobei wenigstens die Pille 3
als Metallplatte 1 als vorstehend vorteilhaft ausgebildete Metallplatte 1 mit einem
optischen Element 5 ausgebildet ist. Der Ring 4 der Münze kann hierbei besonders bevorzugt
aus einem anderen Metall als die Pille 3 ausgebildet sein, insbesondere Silber. Vorteilhaft
daran ist, dass der Ring 4 die Pille 3, und damit auch das optische Element 5, vor
einer mechanischen Abnützung schützt.
[0051] Weiters umfasst die Erfindung Verfahren zur Herstellung des zweifärbigen optischen
Elementes 5 auf zumindest einer Seite der Metallplatte 1, insbesondere einer Münze
2, einer Pille 3 einer Münze 2 oder einem Ring 4 einer Münze 2, umfassend einen Oxidschichterzeugungsschritt
und einen Oberflächenmodifikationsschritt.
[0052] Bei dem Oxidschichterzeugungsschritt wird zumindest auf dem einem Teilbereich der
Oberfläche der Metallplatte 1 eine, eine Interferenzfarbe aufweisende, Oxidschicht
11 erzeugt.
[0053] Weiters wird bei einem Oberflächenmodifikationsschritt der wenigstens eine zweite
Bereich 8 des Teilbereichs der Oberfläche zur Erreichung unterschiedlicher optischer
Eigenschaften eines ersten Bereiches 6 des Teilbereichs der Oberfläche mittels eines
abtragenden Verfahrens verändert. Die unterschiedliche optische Eigenschaft kann beispielsweise
als unterschiedliche Farbe oder unterschiedliche Mattheit ausgebildet werden.
[0054] Dadurch kann auf besonders einfache und zuverlässige Art und Weise eine Münze 2,
eine Pille 3 einer Münze 2 oder ein Ring 4 einer Münze 2 mit einem vorteilhaften optischen
Element 5 hergestellt werden.
[0055] Zwar sind auch Beschichtungsverfahren bekannt, welche, beispielsweise mittels einer
Maske, gezielt nur den ersten Bereich 6 mit einer Oxidschicht 11 beschichten, allerdings
hat es sich als vorteilhaft und einfacher erwiesen, einen ganzen Teilbereich der Oberfläche
der Metallplatte 1 zu beschichten, und getrennt vom Oxidschichterzeugungsschritt selektiv
optische Eigenschaften der Oberfläche mittels eines abtragenden Verfahrens zu verändern,
wobei dieser Oberflächenmodifikationsschritt vor oder nach dem Oxidschichterzeugungsschritt
erfolgen kann. Dieser Oberflächenmodifikationsschritt kann ein teilweises Abtragen
der Oxidschicht 11 umfassen, aber auch lediglich eine Modifizierung der Oberfläche
vor dem Oxidschichterzeugungsschritt betreffen, beispielsweise indem die Oberfläche
bereichsweise aufgeraut oder poliert wird, wodurch die Farbe der darauf erzeugten
Oxidschicht 11 verändert werden kann.
[0056] Hierbei kann bevorzugt vorgesehen sein, dass vor dem Oberflächenmodifikationsschritt
zumindest der eine Teilbereich der Oberfläche der Metallplatte 1 aufgeraut, insbesondere
gebeizt, wird. Dadurch kann sowohl die Haftfähigkeit der Oxidschicht 11 verbessert,
als auch ein besseres und gleichmäßigeres optisches Empfinden der Oxidschicht 11 erreicht
werden. Weiters kann dadurch durch ein selektives Polieren und/oder Abschleifen der
aufgerauten Oberfläche ein erster Bereich 6 und ein zweiter Bereich 8 der Oberfläche
erzeugt werden, welche unterschiedliche optische Eigenschaften, in diesem Fall Glanz
oder Mattheit, aufweisen.
[0057] Zur Erzeugung eines optischen Elementes 5 kann vorgesehen sein, dass der Oberflächenmodifikationsschritt
vor dem Oxidschichterzeugungsschritt durchgeführt wird. Hierbei kann insbesondere
durch ein selektives Aufrauen, Schleifen oder Polieren des Teilbereichs der noch metallenen
Oberfläche der Metallplatte 1 ein erster Bereich 6 und ein zweiter Bereich 8 mit unterschiedlichen
optischen Eigenschaften erzeugt werden. Durch das nachträgliche Erzeugen der Oxidschicht
11 auf dem Teilbereich der Oberfläche hat die Oxidschicht 11 im Wesentlichen die gleiche
Dicke, aber durch die unterschiedliche Struktur der darunter liegenden metallenen
Oberfläche kann der optische Effekt der Oxidschicht 11 verändert werden, wodurch der
erste Bereich 6 und der zweite Bereich 8 unterschiedlich färbig wahrgenommen werden.
Dadurch kann ein besonders einfaches Verfahren zur Herstellung eines optischen Elementes
5 bereitgestellt werden, da der Oxidschichterzeugungsschritt als finaler Herstellungsschritt
ausgebildet sein kann, und mit der Erzeugung lediglich einer Oxidschicht ein eine
Interferenzfarbe aufweisender erster Bereich 6 und zweiter Bereich 8 mit unterschiedlichen
Farben bereitgestellt werden können.
[0058] Alternativ kann bevorzugt vorgesehen sein, dass der Oxidschichterzeugungsschritt
vor dem Oberflächenmodifikationsschritt durchgeführt wird, und dass beim Oberflächenmodifikationsschritt
die Oxidschicht 11 in dem wenigstens einen zweiten Bereich 8 abgetragen wird, und
in dem wenigstens einen ersten Bereich 6 belassen wird. Auch dadurch kann auf besonders
einfache Weise ein optisches Element 5 hergestellt werden, da zuerst eine Oxidschicht
11 auf dem zumindest einen Teilbereich der Oberfläche aufgebracht wird, und dann die
Oxidschicht 11 selektiv lediglich im zweiten Bereich 8 entfernt wird.
[0059] Besonders bevorzugt kann vorgesehen sein, dass vor dem Oberflächenmodifikationsschritt
dem zumindest einen Teilbereich der Oberfläche der Metallplatte 1 ein Höhenprofil
eingeprägt wird. Hierbei kann insbesondere der erste Bereich 6 als Vertiefung 9, und
der zweite Bereich 8 als Erhebung 13 ausgebildet werden. Dadurch kann durch das Höhenprofil
bestimmt werden, in welchen Bereichen des zumindest einen Teilbereichs der Oberfläche
der Metallplatte 1 das abtragende Verfahren des Oberflächenmodifikationsschrittes
die Oberfläche abträgt.
[0060] Durch das Höhenprofils kann beispielsweise die selektive Abtragung der Oxidschicht
11 im zweiten Bereich 8 vereinfacht werden. Die Einprägung des Höhenprofils kann vor
oder nach dem Oxidschichterzeugungsschritt durchgeführt werden. Hierbei hat es sich
als vorteilhaft erwiesen, wenn das Höhenprofil vor dem Oxidschichterzeugungsschritt
auf die Metallplatte eingeprägt wird, da dadurch die Oxidschicht 11 nicht durch den
Prägeprozess verletzt wird.
[0061] Bevorzugt kann weiters vorgesehen sein, dass nach dem Abtragen der Oxidschicht 11
im zweiten Bereich 8 die Metallplatte 1 nochmals geprägt wird. Diese nochmalige Prägung
kann insbesondere feine Details beinhalten.
[0062] Wenn der Oberflächenmodifikationsschritt vor dem Oxidschichterzeugunigsschritt erfolgt,
kann durch das Einprägen des Höhenprofils der erste Bereich 6 und der zweite Bereich
8 derart voneinander abgehoben werden, dass bei dem abtragenden Verfahren des Oberflächenmodifikationsschrittes
der zweite Bereich 6 verändert wird und der erste Bereich 8 nicht.
[0063] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass als abtragendes Verfahren des Oberflächenmodifikationsschrittes
ein mechanisches Verfahren, insbesondere ein planes Abschleifen und/oder Polieren,
ausgewählt wird. Wenn der erste Bereich 6 als Vertiefung 9, und der zweite Bereich
8 als Erhebung 13 ausgebildet ist, kann insbesondere vorgesehen sein, dass der wenigstens
eine zweite Bereich 8 durch Abschleifen und/oder Polieren mechanisch abgetragen wird.
Dies bietet den großen Vorteil, dass die Formgebung des ersten Bereiches 6 und des
zweiten Bereiches 8 durch die bei einer Münze 2 ohnehin übliche Prägung erfolgen kann.
Dadurch ist kein aufwendiges weiteres Verfahren zur Formgebung des ersten Bereiches
6 und des zweiten Bereiches 8 notwendig.
[0064] Die selektive Abtragung des zweiten Bereiches 8 kann auch durch andere abtragende
Verfahren erfolgen. Beispielsweise durch einen Laser, einen Ionen- und/oder Plasmastrahl,
oder mittels Gravieren. Wenn der Oxidschichterzeugungsschritt bereits erfolgt ist,
kann die Oxidschicht 11 auch mittels eines lithografischen Verfahrens abgetragen werden.
[0065] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass als Oxidschicht 11 des Oxidschichterzeugungsschrittes
ein Oxid des Materials der Metallplatte 1 erzeugt wird. Dadurch ist die Oxidschicht
11 besonders beständig, und weist eine besonders hohe Haftfähigkeit an der Metallplatte
1 auf.
[0066] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Oxidschicht 11 des Oxidschichterzeugungsschrittes
mittels eines elektrochemischen Verfahrens, insbesondere durch ein Oxidieren der Metallplatte
1 durch anodische Oxidation, erzeugt wird. Durch ein elektrochemisches Verfahren kann
die Oxidschicht 11 besonders einfach hergestellt werden. Besonders bevorzugt kann
vorgesehen sein, dass die Oxidschicht 11 durch ein Oxidieren der Metallplatte 1 durch
anodische Oxidation erzeugt wird. Die Vorteile der anodischen Oxidation sind, wie
vorstehend bereits beschrieben die gleichmäßige Schichtdicke sowie die gute Kontrollterbarkeit.
Alternativ kann die Oxidschicht 11 auch mittels eines physikalischen Gasphasenabscheidungsverfahrens,
mittels eines chemischen Gasphasenabscheidungsverfahren oder mittels thermischen Anlassens
erzeugt werden.
[0067] Einzelne Schritte einer ersten bevorzugten Ausführungsform eines solchen Verfahrens
werden in Fig. 2 bis Fig. 4 dargestellt.
[0068] In Fig. 2 ist ein Teil der Metallplatte 1 dargestellt, welcher mit einem Höhenprofil
versehen wurde. Hierbei wurde bereits ein Höhenprofil auf die Metallplatte 1 geprägt.
Fig. 3 wird die Stelle der Fig. 2 dargestellt, wobei die Metallplatte mit der Oxidschicht
11 beschichtet wurde welche den ersten Bereich 6 und den zweiten Bereich 8 gleichermaßen
abdeckt, also der Oxidschichterzeugungsschritt bereits erfolgt ist. In Fig. 4 wurde
im Oberflächenmodifikationsschritt die Oberfläche der Metallplatte 1 plan abgeschliffen,
wie durch die strichpunktierte Linie angedeutet, wodurch die Oxidschicht 11 im zweiten
Bereich 8 abgetragen, und im ersten Bereich 6 belassen wurde.
[0069] Fig. 4 stellt auch eine erste bevorzugte Ausführungsform des zweifärbigen optischen
Elementes 5 dar. Hierbei stellt die im ersten Bereich 6 belassene Oxidschicht 11 die
erste Oxidschicht 7 des optischen Elementes 5 dar. Der zweite Bereich 8 ist unbeschichtet
ausgebildet.
[0070] Bevorzugt kann, wenn der Oberflächenmodifikationsschritt nach dem Oxidschichterzeugungsschritt
erfolgte, vorgesehen sein, dass nach dem Oberflächenmodifikationsschritt auf dem zumindest
einen Teilbereich der Oberfläche der Metallplatte 1 eine weitere Oxidschicht 12 erzeugt
wird. Bevorzugt kann hierbei insbesondere vorgesehen sein, dass die weitere Oxidschicht
12 mit dem selben Verfahren wie die Oxidschicht 11 erzeugt wird. Dadurch kann ein
optisches Element mit einem ersten Bereich 6 und einem zweiten Bereich 8 versehen
werden, wobei beide Bereiche 6,8 eine Interferenzfarbe aufweisen.
[0071] Besonders bevorzugt kann weiters vorgesehen sein, dass die weitere Oxidschicht 12
derart erzeugt wird, dass der erste Bereich 6 eine erste Oxidschicht 7 mit einer ersten
Dicke aufweist, und der zweite Bereich 8 eine zweite Oxidschicht 10 mit einer zweiten
Dicke aufweist, und dass die erste Dicke größer ist als die zweite Dicke. Dadurch
entstehen zwei unterschiedliche Interferenzfarben, welche voneinander gut unterscheidbar
sind. Durch die dickere erste Oxidschicht 7 kann ein guter Kontrast der beiden Interferenzfarben
des ersten Bereiches 6 und des zweiten Bereiches 8 erreicht werden.
[0072] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die weitere Oxidschicht 12 im zweiten Bereich
8 die zweite Oxidschicht 10 darstellt.
[0073] Fig. 5 stellt eine zweite bevorzugte Ausführungsform des zweifarbigen optischen Elementes
5 dar. Hierbei weist die erste Oxidschicht 7 eine selbststoppende erste Dicke auf,
und die weitere Oxidschicht 12 wurde mittels anodischer Oxidation erzeugt, weshalb
es im Wesentlichen zu keinem weiteren Schichtwachstum im ersten Bereich 6 kam. Daher
stellt auch in der zweiten bevorzugten Ausführungsform die im ersten Bereich 6 belassene
Oxidschicht 11 die erste Oxidschicht 7 des optischen Elementes 5 dar. Die weitere
Oxidschicht 12 im zweiten Bereich 8 stellt in der zweiten bevorzugten Ausführungsform
die zweite Oxidschicht 10 des optischen Elementes 5 dar.
[0074] In der dritten bevorzugten Ausführungsform in Fig. 6 kam es bei dem Beschichtungsprozess
zur Erzeugung der weiteren Oxidschicht 12 zu einem weiteren Schichtwachstum im ersten
Bereich 6. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die weitere Oxidschicht 12
mittels eines physikalischen Gasphasenabscheidungsverfahrens erzeugt wurde, wo es
unabhängig vom Untergrund zu einem Schichtwachstum kommt, oder weil bei einer anodischen
Oxidation die erste Dicke vor der Erzeugung der weiteren Oxidationsschicht noch nicht
selbststoppend war. Die erste Oxidschicht 7 im ersten Bereich 6 besteht daher in der
dritten bevorzugten Ausführungsform aus der Oxidschicht 11 und der weiteren Oxidschicht
12. Die weitere Oxidschicht 12 im zweiten Bereich 8 stellt auch in der dritten bevorzugten
Ausführungsform die zweite Oxidschicht 10 des optischen Elementes 5 dar.
[0075] Gemäß einer nicht dargestellten vierten bevorzugten Ausführungsform kann bevorzugt
vorgesehen sein, dass der zumindest eine Teilbereich der Oberfläche der Metallplatte
1 geprägt und aufgeraut, insbesondere gebeizt, wird. Dadurch entsteht ein Höhenprofil
mit aufgerauter Oberfläche. Dann wird der Oberflächenmodifikationsschritt durchgeführt,
wobei der zweite Bereich 8 abgeschliffen und poliert wird, wodurch der zweite Bereich
8 glänzend ist, aber der erste Bereich noch immer matt. Anschließend wird im Oxidschichterzeugungsschritt
die Oxidschicht 11 auf dem zumindest einen Teilbereich der Oberfläche erzeugt, wobei
durch die unterschiedliche Oberflächenstruktur und daraus resultierenden optischen
Eigenschaften des ersten Bereiches 6 und zweiten Bereiches 8 unterschiedliche Interferenzfarben
erzeugt werden.
[0076] Um ein optisches Element 5 mit mehr als zwei Farben zu erzeugen, kann beispielsweise
vorgesehen sein, dass ein dritter Bereich, welcher insbesondere ein Unterbereich des
zweiten Bereiches 8 ist, abgetragen wird. Dadurch kann ein optisches Element 5 mit
drei Farben hergestellt werde. Durch weiteres Beschichten mit Oxiden, und/oder nochmaliges
Bereichsweises abtragen kann auch ein optisches Element 5 mit beliebig vielen Farben
hergestellt werden.
1. Metallplatte (1) für eine Münze (2), für eine Pille (3) einer Münze (2) oder für einen
Ring (4) einer Münze (2), wobei zumindest ein Teilbereich einer Oberfläche auf zumindest
einer Seite der Metallplatte (1) ein zweifärbiges optisches Element (5) aufweist,
wobei das optische Element (5) wenigstens einen ersten Bereich (6) mit einer ersten
Oxidschicht (7) mit einer ersten Farbe, welche erste Farbe eine Interferenzfarbe ist,
und wenigstens einen zweiten Bereich (8) mit einer zweiten Farbe aufweist, wobei die
erste Farbe unterschiedlich zu der zweiten Farbe ist, wobei in dem zumindest einen
Teilbereich der Oberfläche der Metallplatte (1) eine Prägung eines Höhenprofils eingeprägt
ist, wobei der erste Bereich (6) als Vertiefung (9) des Höhenprofils gegenüber dem
zweiten Bereich (8) ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Motiv sowohl durch die Prägung des Höhenprofils, als auch durch das optische
Element (5) deckungsgleich dargestellt ist.
2. Metallplatte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Oxidschicht (7) elektrochemisch, insbesondere durch anodische Oxidation,
hergestellt ist.
3. Metallplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Oxidschicht (7) ein Oxid des Materials der Metallplatte (1) umfasst.
4. Metallplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallplatte (1) aus einem Metall oder einer Metalllegierung der Gruppe 4, 5
und/oder 6 des Periodensystems, insbesondere Ti, Mo, und/oder Nb besteht.
5. Metallplatte (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Bereich (8) eine zweite Oxidschicht (10) aufweist, und insbesondere die
zweite Farbe eine Interferenzfarbe ist.
6. Metallplatte (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Oxidschicht (10) elektrochemisch, insbesondere durch anodische Oxidation,
hergestellt ist.
7. Metallplatte (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Oxidschicht (7) dicker ist als die zweite Oxidschicht (10).
8. Münze (2) umfassend eine Metallplatte (1) gemäß Anspruch 1 bis 7.
9. Münze (2) mit Pille (3) und Ring (4), dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Pille (3) als Metallplatte (1) gemäß Anspruch 1 bis 7 ausgebildet
ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines zweifärbigen optischen Elementes (5) auf zumindest
einer Seite einer Metallplatte (1), insbesondere einer Münze (2), einer Pille (3)
einer Münze (2) oder einem Ring (4) einer Münze (2), umfassend
- einen Oxidschichterzeugungsschritt, bei dem zumindest auf einem Teilbereich einer
Oberfläche der Metallplatte (1) eine, eine Interferenzfarbe aufweisende, Oxidschicht
(11) erzeugt wird
- und einen Oberflächenmodifikationsschritt, wobei vor dem Oberflächenmodifikationsschritt
dem zumindest einen Teilbereich der Oberfläche der Metallplatte (1) eine Prägung eines
Höhenprofils eingeprägt wird, wobei wenigstens ein erster Bereich (6) des Teilbereichs
der Oberfläche als Vertiefung (9) des Höhenprofils gegenüber wenigstens einem zweiten
Bereich (8) des Teilbereichs der Oberfläche ausgebildet wird, wobei bei dem Oberflächenmodifikationsschritt
der zweite Bereich (8) des Teilbereichs der Oberfläche zur Erreichung unterschiedlicher
optischer Eigenschaften zwischen dem zweiten Bereich (8) und dem ersten Bereich (6)
des Teilbereichs der Oberfläche mittels eines abtragenden Verfahrens verändert wird,
wobei ein Motiv sowohl durch die Prägung des Höhenprofils, als auch durch das optische
Element (5) deckungsgleich dargestellt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Oberflächenmodifikationsschritt zumindest der eine Teilbereich der Oberfläche
der Metallplatte (1) aufgeraut, insbesondere gebeizt, wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberflächenmodifikationsschritt vor dem Oxidschichterzeugungsschritt durchgeführt
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Oxidschichterzeugungsschritt vor dem Oberflächenmodifikationsschritt durchgeführt
wird, und dass beim Oberflächenmodifikationsschritt die Oxidschicht (11) in dem wenigstens
einen zweiten Bereich (8) abgetragen wird, und in dem wenigstens einen ersten Bereich
(6) belassen wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass als abtragendes Verfahren des Oberflächenmodifikationsschrittes ein mechanisches
Verfahren, insbesondere planes Abschleifen und/oder Abpolieren, ausgewählt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass als Oxidschicht (11) des Oxidschichterzeugungsschrittes ein Oxid des Materials der
Metallplatte (1) erzeugt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidschicht (11) des Oxidschichterzeugungsschrittes mittels eines elektrochemischen
Verfahrens, insbesondere durch ein Oxidieren der Metallplatte (1) durch anodische
Oxidation, erzeugt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Oberflächenmodifikationsschritt auf dem zumindest einen Teilbereich der
Oberfläche der Metallplatte (1) eine weitere Oxidschicht (12) erzeugt wird.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Oxidschicht (12) derart erzeugt wird, dass der erster Bereich (6) eine
erste Oxidschicht (7) mit einer ersten Dicke aufweist, und der zweite Bereich (8)
eine zweite Oxidschicht (10) mit einer zweiten Dicke aufweist, und dass die erste
Dicke größer ist als die zweite Dicke.
1. A metal plate (1) for a coin (2), for a centre pill (3) of a coin (2) or for a ring
(4) of a coin (2), wherein at least a subregion of a surface on at least one side
of the metal plate (1) comprises a dual-coloured optical element (5), wherein the
optical element (5) comprises at least one first region (6) with a first oxide layer
(7) with a first colour, which first colour is an interference colour, and at least
one second region (8) with a second colour, wherein the first colour is different
from the second colour, wherein a height profile is formed by minting in the at least
one subregion of the surface of the metal plate (1), wherein the first region (6)
is formed as a depression (9) of the height profile in relation to the second region
(8), characterized in that a motif is displayed in a congruent manner by both the minting of the height profile
and also by the optical element (5).
2. A metal plate (1) according to claim 1, characterized in that the first oxide layer (7) is produced electrochemically, especially by anodic oxidation.
3. A metal plate (1) according to one of the claims 1 to 2, characterized in that the first oxide layer (7) comprises an oxide of the material of the metal plate (1).
4. A metal plate (1) according to one of the claims 1 to 3, characterized in that the metal plate (1) consists of a metal or a metal alloy of the group 4, 5 and/or
6 of the periodic system, especially Ti, Mo, and/or Nb.
5. A metal plate (1) according to one of the claims 1 to 4, characterized in that the second region (8) comprises a second oxide layer (10), and the second colour
in particular is an interference colour.
6. A metal plate (1) according to claim 5, characterized in that the second oxide layer (10) is produced electrochemically, especially by anodic oxidation.
7. A metal plate (1) according to claim 5 or 6, characterized in that the first oxide layer (7) is thicker than the second oxide layer (10).
8. A coin (2), comprising a metal plate (1) according to claim 1 to 7.
9. A coin (2), comprising a centre pill (3) and a ring (4), characterized in that at least the centre pill (3) is formed as a metal plate (1) according to claim 1
to 7.
10. A method for producing a dual-coloured optical element (5) on at least one side of
a metal plate (1), especially a coin (2), a centre pill (3) of a coin (2) or a ring
(4) of a coin (2), comprising
- an oxide layer production step, in which an oxide layer having an interference colour
is produced at least on a subregion of a surface of a metal plate (1),
- and a surface modification step, wherein before the surface modification step a
height profile is formed by minting onto the at least one subregion of the surface
of the metal plate (1), wherein at least one first region (6) of the subregion of
the surface is formed as a depression (9) of the height profile in relation to at
least one second region (8) of the subregion of the surface, wherein in the surface
modification step the second region (8) of the subregion of the surface is modified
through an abrasive process for achieving different optical properties between the
second region (8) and the first region (6) of the subregion of the surface, wherein
a motif is displayed in a congruent manner by both minting of the height profile and
also by the optical element (5).
11. A method according to claim 10, characterized in that before the surface modification step at least the one subregion of the surface of
the metal plate (1) is roughened, especially pickled.
12. A method according to claim 10 or 11, characterized in that the surface modification step is carried out before the oxide layer production step.
13. A method according to claim 10 or 11, characterized in that the oxide layer production step is carried out before the surface modification step,
and that in the surface modification step the oxide layer (11) is removed in the at
least one second region (8) and is left in the at least one first region (6).
14. A method according to one of the claims 10 to 13, characterized in that a mechanical process, especially flat grinding and/or polishing off, is selected
as the abrasive process of the surface modification step.
15. A method according to one of the claims 10 to 14, characterized in that an oxide of the material of the metal plate (1) is produced as the oxide layer (11)
of the oxide layer production step.
16. A method according to one of the claims 10 to 15, characterized in that the oxide layer (11) of the oxide layer production step is produced by means of an
electrochemical process, especially by oxidising the metal plate (1) through anodic
oxidation.
17. A method according to one of the claims 13 to 16, characterized in that after the surface modification step a further oxide layer (12) is produced on the
at least one subregion of the surface of the metal plate (1).
18. A method according to claim 17, characterized in that the further oxide layer (12) is produced in such a way that the first region (6)
has a first oxide layer (7) with a first thickness, and the second region (8) has
a second oxide layer (10) with a second thickness, and that the first thickness is
greater than the second thickness.
1. Plaque métallique (1) pour une pièce de monnaie (2), pour un coeur (3) d'une pièce
de monnaie (2) ou pour une couronne (4) d'une pièce de monnaie (2), dans laquelle
au moins une partie d'une surface sur au moins une face de la plaque métallique (1)
présente un élément optique bicolore (5), lequel élément optique (5) comporte au moins
une première zone (6) avec une première couche d'oxyde (7) d'une première couleur,
laquelle première couleur est une couleur interférente, et au moins une deuxième zone
(8) d'une deuxième couleur, la première couleur étant différente de la deuxième, une
gravure ayant un profil de hauteur étant frappée dans au moins une partie de la surface
de la plaque métallique (1), la première zone (6) étant conformée comme un renfoncement
(9) du profil de hauteur par rapport à la deuxième zone (8), caractérisée en ce qu'un motif est représenté, en recouvrement à l'identique, aussi bien par la gravure
du profil de hauteur que par l'élément optique (5).
2. Plaque métallique (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que la première couche d'oxyde (7) est produite par un procédé électrochimique, en particulier
par oxydation anodique.
3. Plaque métallique (1) selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisée en ce que la première couche d'oxyde (7) comprend un oxyde du matériau composant la plaque
métallique (1).
4. Plaque métallique (1) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la plaque métallique (1) est faite d'un métal ou d'un alliage métallique du groupe
IV, V et/ou VI du tableau périodique, en particulier Ti, Mo et/ou Nb.
5. Plaque métallique (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la deuxième zone (8) comporte une deuxième couche d'oxyde (10) et la deuxième couleur
est en particulier une couleur interférente.
6. Plaque métallique (1) selon la revendication 5, caractérisée en ce que la deuxième couche d'oxyde (10) est produite par un procédé électrochimique, en particulier
par oxydation anodique.
7. Plaque métallique (1) selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que la première couche d'oxyde (7) est plus épaisse que la deuxième couche d'oxyde (10).
8. Pièce de monnaie (2) comprenant une plaque métallique (1) selon les revendications
1 à 7.
9. Pièce de monnaie (2) avec un coeur (3) et une couronne (4), caractérisée en ce que le coeur (3), au minimum, est conformé comme une plaque métallique (1) selon les
revendications 1 à 7.
10. Procédé pour la fabrication d'un élément optique bicolore (5) sur au moins une face
d'une plaque métallique (1), en particulier d'une pièce de monnaie (2), d'un coeur
(3) d'une pièce de monnaie (2) ou d'une couronne (4) d'une pièce de monnaie (2), comprenant
- une étape de création d'une couche d'oxyde dans laquelle une couche d'oxyde (11)
présentant une couleur interférente est créée au moins sur une partie d'une surface
de la plaque métallique (1)
- et une étape de modification de la surface, une gravure d'un profil de hauteur étant
frappée avant l'étape de modification de la surface dans au moins une partie de la
surface de la plaque métallique (1), au moins une première zone (6) de la partie de
la surface étant conformée comme un renfoncement (9) du profil de hauteur par rapport
à la deuxième zone (8) de la partie de la surface, la deuxième zone (8) de la partie
de la surface étant modifiée pendant l'étape de modification de la surface pour obtenir
des propriétés optiques différentes entre la deuxième zone (8) et la première zone
(6) de la partie de la surface au moyen d'un procédé d'enlèvement de matière, un motif
étant représenté ainsi en chevauchement à l'identique aussi bien par la gravure du
profil de hauteur que par l'élément optique (5).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'avant l'étape de modification de la surface, au moins la partie de la surface de la
plaque métallique (1) est rendue rugueuse, en particulier mordancée.
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que l'étape de modification de la surface est exécutée avant l'étape de création de la
couche d'oxyde.
13. Procédé selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que l'étape de création de la couche d'oxyde est exécutée avant l'étape de modification
de la surface et en ce que, lors de l'étape de modification de la surface, la couche d'oxyde (11) est enlevée
dans l'au moins une deuxième zone (8) et laissée dans l'au moins une première zone
(6).
14. Procédé selon l'une des revendications 10 à 13, caractérisé en ce que le procédé d'enlèvement de matière choisi dans l'étape de modification de la surface
est un procédé mécanique, en particulier une rectification plane et/ou un polissage.
15. Procédé selon l'une des revendications 10 à 14, caractérisé en ce que la couche d'oxyde (11) produite dans l'étape de création de la couche d'oxyde est
un oxyde du matériau composant la plaque métallique (1).
16. Procédé selon l'une des revendications 10 à 15, caractérisé en ce que la couche d'oxyde (11) de l'étape de création de la couche d'oxyde est produite au
moyen d'un procédé électrochimique, en particulier par une oxydation de la plaque
métallique (1) par oxydation anodique.
17. Procédé selon l'une des revendications 13 à 16, caractérisé en ce qu'après l'étape de modification de la surface, une autre couche d'oxyde (12) est produite
sur au moins une partie de la plaque métallique (1).
18. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'autre couche d'oxyde (12) est produite de telle manière que la première zone (6)
présente une première couche d'oxyde (7) ayant une première épaisseur et la deuxième
zone (8) une deuxième couche d'oxyde (10) ayant une deuxième épaisseur, et en ce que la première épaisseur est plus grande que la deuxième épaisseur.