[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Simulation eines Mörsers, aufweisend
einen Ständer, der an einem Mörserrohr angeordnet ist, sowie eine Bodenplatte zur
Aufstellung des Mörsers, gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches
1.
[0002] Entsprechende Vorrichtungen sind bspw. aus der
US 6 193 517 bekannt. Diese zeigt einen Simulationsmörser, welcher nicht als realer Mörser Verwendung
findet. Vielmehr ist der Simulationsmörser zur Verwendung mit Übungsmunition offenbart,
welche durch Federkraft bzw. Druck ausgeworfen werden kann.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Mörser bereitzustellen, der es ermöglicht,
die eingangs geschilderten Nachteile zu vermeiden und einen betriebsbereiten, das
heißt für Originalmunition einsetzbaren Mörser bereitzustellen, dessen Funktion ohne
Verwendung von scharfer Munition simuliert werden kann. Diese Aufgabe ist durch die
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0004] Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zur Simulation der Funktion des Mörsers vorgesehen,
wobei diese Vorrichtung in einer Ruhestellung nahezu vollständig in dem Mörserrohr
und in einer Betriebsstellung aus dem Mörserrohr gegenüber der Ruhestellung herausragend
aus dem Mörserrohr angeordnet ist. Dadurch wird eine Vorrichtung mit allen Elementen
zur Simulation der Funktion des Mörsers bereitgestellt, die in einer Ruhestellung,
insbesondere während des Transportes oder nicht genutzter Phasen des Mörsers, in dem
Mörser nahezu vollständig, insbesondere vollständig, in dessen Mörserrohr angeordnet
ist. Während des Betriebes des Mörsers zur Simulation seiner Funktion wird die Vorrichtung
aus dem Mörserrohr herausgefahren. Dies erfolgt zur Verbringung der Vorrichtung in
die Betriebsstellung jedoch nur soweit, dass ein Teil der Vorrichtung in dem Mörserrohr
verbleibt. Dies hat den Vorteil, dass die üblichen Elemente, mit denen ein an sich
scharfer Schuss des Mörsers ausgelöst werden kann, auch verwendet werden kann, um
die Vorrichtung zur Simulation der Funktion des Mörsers in Betrieb zu setzen. Außerdem
ist dadurch diese Vorrichtung in dem Mörserrohr nach wie vor gelagert und gehalten,
sodass zusätzliche Elemente zur Anbringung der Vorrichtung an dem Mörser selber oder
außerhalb in vorteilhafter Weise entfallen können.
[0005] In Weiterbildung der Erfindung weist die Vorrichtung zur Simulation der Funktion
des Mörsers eine Triggerbox, eine Steuereinheit, zumindest eine Antenne, vorzugsweise
zwei beabstandet zueinander angeordnete Antennen, sowie eine Bedieneinheit auf. Die
Triggerbox ermöglicht es, die übliche Auslösung für einen scharfen Schuss des Mörsers
zu erfassen und an die Vorrichtung zur Simulation der Funktion des Mörsers zu übertragen.
Dieses Auslösesignal sowie weitere Signale werden einer Steuereinheit zugeführt, die
die zugeführten Signale verarbeitet und die Funktion des Mörsers simuliert. Zu den
zugeführten Signalen gehören auch die von der zumindest einen Antenne erfassten Signale
sowie die Signale, die von einer Bedienperson zur Steuerung der Vorrichtung über die
Bedieneinheit eingegeben werden. Über die zumindest eine Antenne, vorzugsweise zwei
Antennen, weiter vorzugsweise zwei GNSS-Antennen, wird die Position und/oder die Ausrichtung
des Mörsers, insbesondere des Mörserrohres, in Bezug auf ein angepeiltes Ziel erfasst.
Über die Bedieneinheit können Eingaben durch eine Bedienperson getätigt werden. Ergänzend
oder alternativ dazu ist die Bedieneinheit auch dazu ausgebildet, Informationen, insbesondere
optisch und/oder akustisch auszugeben, zum Beispiel auf einem Bildschirm. Die vorstehend
genannten Elemente der Vorrichtung sind alle in vorteilhafter Weise in bzw. an der
Vorrichtung zur Simulation der Funktion des Mörsers angeordnet bzw. integriert, sodass
sich dadurch eine kompakte Bauweise ergibt. Die kompakte Bauweise hat den Vorteil,
dass die gesamte Vorrichtung während der Ruhestellung der Funktion in dem Mörserrohr
untergebracht werden kann.
[0006] In Weiterbildung der Erfindung weist die Vorrichtung einen Träger und einen dazu
verschwenkbaren weiteren Träger auf, wobei die Längsachse des Trägers sowohl in der
Ruhestellung als auch in der Betriebsstellung der Vorrichtung in der Längsachse des
Mörserrohres angeordnet ist. Diese Bauweise hat ebenfalls den Vorteil, dass die gesamte
Vorrichtung mit ihren Elementen zur Simulation der Funktion des Mörsers während der
Ruhestellung in dem Mörserrohr angeordnet werden kann. Der eine Träger verbleibt sowohl
in der Ruhestellung als auch in der Betriebsstellung in der Längsachse des Mörserrohres.
Das hießt, dass dieser Träger axial relativ zu dem Mörserrohr ein- oder ausgefahren
werden kann. Vorzugsweise wird dieser Träger in der Ruhestellung vollständig in das
Mörserrohr eingefahren und/oder verbleibt in der Betriebsstellung zu einem Teil, insbesondere
zu einem kleineren Teil, in dem Mörserrohr. Daneben ist es selbstverständlich denkbar,
dass dieser Träger in der Betriebsstellung vollständig aus dem Mörserrohr ausgefahren
ist und über weitere an ihm und/oder dem Mörserrohr vorhandene Elemente an letzterem
gehalten wird. An diesem einen Träger ist ein weiterer Träger angeordnet, der verschwenkbar
ist. Die Verschwenkbarkeit hat zum einen den Vorteil, dass der erste Träger zusammen
mit dem weiteren Träger fluchtend zueinander ausgerichtet werden können, um diese
beiden Träger in das Mörserrohr einfahren zu können. Weiterhin ist von Vorteil, dass
der weitere Träger verschwenkt, insbesondere in einem Winkelbereich zwischen 75 und
105 Grad, insbesondere in etwa um 90 Grad, verschwenkt werden kann. Dadurch lässt
sich die zumindest eine Antenne, insbesondere lassen sich die zumindest zwei Antennen,
an diesem verschwenkbaren weiteren Träger, insbesondere in dessen Endbereich, anordnen,
während dieser weitere Träger gegenüber dem einen Träger verschwenkt ist und sich
in der Betriebsstellung befindet. Dadurch kann die zumindest eine Antenne auf Distanz
zu dem aus Metall bestehenden Mörserrohr gebracht werden, sodass dadurch Störungen
der über die Antenne empfangenen (und/oder gegebenenfalls gesendeten) hochfrequenten
Signale zu vermeiden. Dies gilt selbstverständlich auch dafür, dass im Endbereich
dieses verschwenkten weiteren Trägers jeweils eine Antenne, in Summe also zwei Antennen,
angeordnet sind.
[0007] In Weiterbildung der Erfindung ist der eine Träger, nämlich der Träger, der in dem
Mörserrohr verbleibt und nur zum Teil ausgefahren wird, mit einem in Längsrichtung
zu bewegbaren Führungsgestänge versehen. Dies hat den Vorteil, dass die Vorrichtung
unterschiedlichen Längen von Mörserrohren angepasst werden kann. Außerdem ist es von
Vorteil, dass die Triggerbox an dem einen Ende des Führungsgestänges angeordnet und
das andere Ende des Führungsgestänges mit dem Träger verbunden ist. So wird es ermöglicht,
dass die Triggerbox immer im Bereich des Auslösers des Mörsers verbleibt, gleichzeitig
der Träger, an dem die Steuereinheit angeordnet ist, aber axial innerhalb des Mörserrohres
verschoben und zum Teil aus dem Mörserrohr herausbewegt werden kann. In vorteilhafter
Weise verbleibt die Steuereinheit bei der Herausbewegung des Trägers aus dem Mörserrohr
innerhalb des Mörserrohres, sodass sie dadurch geschützt angeordnet ist. Alternativ
dazu kann sie aber auch in der Betriebsstellung aus dem Mörserrohr herausgefahren
werden und somit zugänglich sein. Dies hat insbesondere dann den Vorteil, wenn die
Steuereinheit entweder eine eigene Bedieneinheit aufweist oder wenn die einzige Bedieneinheit
Bestandteil der Steuereinheit ist. In diesem Fall kann die Anordnung einer Bedieneinheit
an dem verschwenkbaren weiteren Träger entfallen.
[0008] In Weiterbildung der Erfindung ist die Triggerbox an dem dem weiteren Träger abgewandten
Ende des Trägers angeordnet. In diesem Fall ist die Triggerbox direkt an dem einen
Ende des Trägers angeordnet. Während der Ruhestellung der Vorrichtung zur Simulation
der Funktion des Mörsers befinden sich somit alle Elemente dieser Vorrichtung innerhalb
des Mörserrohres. Um sie in die Betriebsstellung zu bringen, wird der Träger ausgefahren
und der weitere Träger außerhalb des Mörserrohres verschwenkt, das heißt in seine
Betriebsstellung gebracht. Bei diesem Vorgang entfernt sich die Triggerbox von der
Auslösemechanik des Mörsers. Wenn dann jedoch der Träger innerhalb des Mörserrohres
wieder eingeschoben wird, gleichzeitig jedoch der weitere Träger verschwenkt bleibt,
kann auf diese Art und Weise die Vorrichtung ebenfalls in eine Betriebsstellung gebracht
werden. Dann gelangt die Triggerbox wieder in den Betreich des Auslösers, sodass dieser
die Simulation der Funktion des Mörsers auslösen kann, was von der Triggerbox erfasst
und an die Steuereinheit weitergeleitet wird.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung ist die Steuereinheit an dem innerhalb des Mörserrohres
angeordneten Träger angeordnet. Hierdurch ergibt sich eine besonders kompakte Bauweise.
Gleichzeitig ist die Steuereinheit durch das Mörserrohr insbesondere während der Ruhestellung,
aber auch gegebenenfalls während der Verbringung des Trägers in die Betriebsstellung,
geschützt angeordnet. Alternativ ist denkbar, dass der in dem Mörserrohr axial verschiebbare
Träger so weit aus dem Mörserrohr heraus bewegt wird und die Steuereinheit derart
an dem Träger angeordnet ist, dass dabei die Steuereinheit ebenfalls aus dem Mörserrohr
herausbewegt wird. Dadurch wird die Steuereinheit insbesondere Zwecks Austausch oder
Reparatur zugänglich.
[0010] In Weiterbildung der Erfindung ist die zumindest eine Antenne, insbesondere sind
die genau zwei Antennen, in jeweils einem Endbereich des weiteren verschwenkbaren
Trägers angeordnet. Dadurch können die Antennen (oder die eine Antenne) zusammen mit
dem verschwenkbaren weiteren Träger in das Mörserrohr eingefahren werden, wenn dieser
weitere Träger axial fluchtend zu dem in dem Mörserrohr befindlichem einen Träger
ausgerichtet ist. Ist dieser in dem Mörserrohr axial verschiebbare Träger ausgefahren,
ist es möglich, den weiteren Träger zu verschwenken und dadurch die zumindest eine
Antenne in ihre Betriebsposition, insbesondere auf Abstand zu dem Mörserrohr zu verbringen,
um Signalstörungen zu vermeiden. Außerdem wird dadurch das Aussenden bzw. Empfangen
von Signalen durch die zumindest eine Antenne deutlich verbessert.
[0011] In Weiterbildung der Erfindung ist an dem weiteren verschwenkbaren Träger bewegbar
dazu zumindest ein Gestänge vorgesehen, wobei das eine Ende des Gestänges an dem verschwenkbaren
Träger gelagert ist und an dem anderen Ende des Gestänges die Antenne angeordnet ist.
Durch dieses Gestänge, kann die Antenne in noch größerer Distanz zu dem weiten verschwenkbaren
Träger bzw. zu dem Mörserrohr gebracht werden. Dadurch erhöht sich in vorteilhafter
Weise die Funktionsgenauigkeit der gesamten Vorrichtung zur Simulation der Vorrichtung
des Mörsers. Zur Erzielung einer besonders kompakten Bauweise ist das zumindest eine
Gestänge axial relativ zu dem weiteren verschwenkbaren Träger bewegbar angeordnet.
Dadurch ergibt sich nicht nur eine kompakte Bauweise, sondern die Bedienfreundlichkeit
wird erhöht und das Gestänge kann nicht verloren gehen, da es zwar bewegbar, insbesondere
axial verschiebbar, an dem weiteren Ende angeordnet ist, aber kein eigenständiges
Bauteil bildet und somit verliersicher an dem Träger angeordnet ist. Selbstverständlich
kann das Gestänge auch separat von dem weiteren Träger und der Antenne vorhanden sein
und montiert werden, wobei dies jedoch zu Lasten der Bedienfreudigkeit geht. Allerdings
wird es dadurch möglich, dass für eine bestimmte Bauweise eines Mörsers ein solches
Gestänge ermöglicht wird und für eine andere Bauweise eines anderen Mörsers nicht.
Damit ist eine Flexibilität des Abstandes der zumindest einen Antenne in Bezug auf
das Mörserrohr gegeben. Neben der axialen Verschiebbarkeit des Gestänges in Bezug
auf den weiteren verschwenkbaren Träger kommen auch andere Befestigungsmöglichkeiten
in Betracht. Zum Beispiel kann das Gestänge um einen Drehpunkt an dem weiteren Träger
angeordnet sein. Ebenfalls ist es denkbar, dass das Gestänge in seinem Endbereich
ein Gewinde aufweist, mit dem es in ein entsprechendes Gegengewinde in den weiteren
Träger eingeschraubt wird. Ebenso sind Rast- und Klemmverbindungen und vergleichbare
Verbindungen denkbar.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung ist die Bedieneinheit an dem weiteren Träger angeordnet.
Dadurch wird die Bedieneinheit zugänglich, wenn der in dem Mörserrohr angeordnete
Träger aus diesem axial herausgeschoben wird. Dann wird der weitere Träger ebenfalls
zugänglich, kann verschwenkt werden und es wird dadurch die Bedieneinheit zugänglich.
Umgekehrt bedeutet dies, dass die Bedieneinheit während der Ruhestellung, also wenn
die beiden Trägerfluchten zueinander ausgerichtet sind und sich in dem Mörserrohr
befinden, die Bedieneinheit ebenfalls geschützt in dem Mörserrohr angeordnet ist.
In besonders vorteilhafter Weise verschließt die Bedieneinheit das offene Ende des
Mörserrohres in der Ruhestellung der Vorrichtung zur Simulation der Funktion des Mörsers.
Hierzu ist ein Teil der Bedieneinheit, insbesondere ein Teil des Gehäuses der Bedieneinheit,
besonders robust ausgebildet und geometrisch der Öffnung bzw. dem endseitigen Randbereich
des Mörserrohres angepasst. Dadurch wird durch diesen Teil des Gehäuses der Bedieneinheit
der endseitige Bereich des Mörserrohres durch diesen Teil der Bedieneinheit verschlossen.
Dadurch ist die gesamte sich der Ruhestellung befindende Vorrichtung zur Simulation
der Funktion des Mörsers geschützt in dem Mörserrohr angeordnet und es können keine
Teile verloren gehen.
[0013] Im Folgenden wird die Beschreibung der Erfindung noch einmal kurz inhaltsgleich mit
anderen Worten wiedergeben.
[0014] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren 1 bis 4 dargestellt und
im Folgenden näher erläutert.
[0015] Es zeigen:
Figur 1: Eine Vorrichtung zur Simulation der Funktion eines Mörsers (ohne Darstellung
des Mörsers),
Figur 2: Einen Mörser mit seinen an sich bekannten Elementen einschließlich der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Simulation seiner Funktion,
Figur 3: Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Simulation in ihrem Zustand, wie sie
in den Mörser eingeschoben ist,
Figur 4: Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Simulation in ihrer betriebsbereiten
Stellung.
[0016] Das Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 10 zur Simulation der Funktion eines Mörsers
zeigt, soweit im Einzelnen dargestellt, einen Träger 11. Mit Blick auf Figur 2 ist
dieser Träger 11 in einem Mörser 1 untergebracht. Der Mörser 1 der Figur 2 umfasst
in sich bekannter Weise einen Ständer 2, ein Mörserrohr 3 sowie eine Bodenplatte 4.
Mit dem bewegbar, gegebenenfalls mehrteiligen Ständer 2 und der Bodenplatte 4 wird
in an sich bekannter Weise an funktionstüchtiger Mörser 1 an seinem Bestimmungsort
aufgestellt und kann im Steilfeuer schießen, um Ziele hinter Deckungen bekämpfen zu
können. Hierzu wird an und für sich scharfe Munition verwendet. Um jedoch die Verwendung
scharfer Munition zu vermeiden, trotzdem aber die Funktion des Mörsers 1 simulieren
zu können, wird die Vorrichtung 10, im Detail in Figur 1 dargestellt, in das Mörserrohr
3 eingeführt.
[0017] Während in Figur 2 der Mörser 1 mit der Vorrichtung 10 in betriebsbereiter Stellung
(Betriebsstellung) dargestellt ist, ist diese Vorrichtung 10 in Figur 1 ohne den Mörser
1 zur Verdeutlichung der einzelnen Elemente dargestellt.
[0018] Während der Träger 11 in dem Mörserrohr 3 angeordnet ist und in diesem Mörserrohr
3 axial bewegt werden kann, ist gemäß Ausführungsbeispiel nach Figur 1 endseitig an
dem Träger 11 ein Führungsgestänge 12 angeordnet. Das Führungsgestänge 12 kann fest
oder relativ bewegbar zu dem Träger 1 angeordnet sein. An dem dem Träger 11 abgewandten
Ende des Führungsgestänges 12 ist eine Triggerbox 13 angeordnet. Die Triggerbox 13
muss in der Betriebsstellung der Vorrichtung 10 sich in dem Bereich befinden, in dem
sich der eigentliche Auslöser des Mörsers 1 (hier nicht dargestellt) befindet. Während
es Verbringens der Vorrichtung 10 von der Ruhestellung in die Betriebsstellung oder
umgekehrt kann die Triggerbox 13 im Bereich des Auslösers des Mörsers 1 verbleiben
oder von dieser weg bewegt oder zu dieser hin bewegt werden.
[0019] Weiterhin ist eine Steuereinheit 14 vorgesehen, wobei diese Steuereinheit 14 an dem
Träger 11 angeordnet ist. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass allgemein
der Träger 11 einteilig sein kann. Weiterhin ist es denkbar, dass der Träger 11 mehrteilig
ist, wie es bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 dargestellt ist. Ob der Träger
11 einteilig oder mehrteilig ist, richtet sich nicht nur nach der Bauweise der Vorrichtung
10, sondern auch nach den Platzverhältnissen innerhalb des Mörserrohres 3 des Mörsers
1. Bei kurzen Mörserrohren 3 bietet es sich an, den Träger 11 einteilig auszugestalten.
Überschreitet das Mörserrohr 3 eine gewisse Länge, kann es sich anbieten, den Träger
11 mehrteilig auszubilden. Dadurch kann eine Art Baukastensystem realisiert werden.
Ebenso ist es denkbar, anstelle des einfach gestalteten Führungsgestänges 12 den einteiligen
oder mehrteiligen Träger 11 axial so lang zu gestalten, dass in seinem Endbereich
die Triggerbox angeordnet werden kann.
[0020] An dem in der Betriebsstellung der Vorrichtung 10 aus dem Mörserrohr herausragenden
Ende des Trägers 11 ist ein weiterer Träger 15 angeordnet. Dieser Träger 15 ist fest
mit dem Träger 11, jedoch relativ dazu bewegbar angeordnet. Dadurch wird eine kompakte
Bauweise erzielt und der Träger 15 kann zusammen mit dem Träger 11 in das Mörserrohr
3 hineingeschoben oder aus diesem herausgeschoben werden, wenn beide Träger 11, 15
fluchtend zueinander angeordnet sind. In diesem Fall bildet entweder nur der Träger
11 oder nur der Träger 15 oder beide Träger 11, 15 zusammen eine solche äußere Geometrie,
die es ermöglicht, sie beide zusammen in das Mörserrohr 3 einzuschieben. Insbesondere
ist diese Geometrie dazu ausgebildet, eine Führung während der Bewegung von der Ruhestellung
in die Betriebsstellung bzw. umgekehrt zu realisieren.
[0021] Am Ende des Trägers 15 ist zumindest eine Antenne 16 angeordnet. Bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1 sind zwei Antennen 16 vorhanden. Diese sind durch den Träger 15 auf
größtmöglichem Abstand gehalten. Außerdem ist die Geometrie der zumindeste einen Antenne
16 und gegebenenfalls des Trägers 11 so gewählt, dass die zumindest eine Antenne 16
in der Ruhestellung von dem Träger 11 aufgenommen werden kann und gleichzeitig auch
in das Mörserrohr 3 eingefahren werden kann. Sind zwei Antennen 16 vorhanden, gilt
dies selbstverständlich auch für beide Antennen 16.
[0022] Weiterhin ist eine Bedieneinheit 17 vorgesehen. Die Bedieneinheit 17 ist in vorteilhafter
Weise an dem Träger 15 angeordnet. Durch diese Anordnung wird gewährleistet, dass
auch die Bedieneinheit 17 in das Mörserrohr 3 eingefahren werden kann, wenn die beiden
Träger 11, 15 fluchtend zueinander ausgerichtet sind. In besonders vorteilhafter Weise
wird durch die Bedieneinheit 17 das Ende des Mörserrohres 3 verschlossen.
[0023] Wie vorstehend ausgeführt bilden der Träger 11 oder der Träger 15 oder beide Träger
11, 15 zusammen eine Geometrie, die es ermöglicht, dass die Vorrichtung 10 zwecks
axialer Bewegung in dem Mörserrohr 3 gelagert bzw. geführt ist. Alternativ oder ergänzend
dazu ist es möglich, an einem der beiden Träger 11, 15 oder auch an beiden Trägern
11, 15 eine Linearführung 18 als zusätzliches Element anzubringen. Das zusätzliche
Element der Linearführung 18 hat den Vorteil, dass Standardgeometrien für den Träger
11 und/oder den Träger 15 verwendet werden können und mit dem Element der Linearführung
18 an unterschiedliche Geometrien des Mörserrohres, insbesondere an unterschiedliche
Innendurchmesser, angepasst werden kann. Zu diesem Zweck wird die Linearführung 18
einfach gegen eine andere ausgetauscht. Dadurch erhöht sich in vorteilhafter Weise
die Flexibilität des Einsatzes der Vorrichtung 10 zur Simulation der Funktion des
Mörsers 1.
[0024] Ebenfalls wie vorstehend erläutert ist der Träger 15 bewegbar und verliersicher an
dem Träger 11 angeordnet. Dies erfolgt insbesondere dadurch, dass der Träger 15 um
einen Schwenkpunkt 19 an dem Träger 11 angeordnet ist. Alternativ zu Mitteln, um den
Träger 15 um den Schwenkpunkt 19 an dem Träger 11 herum verschwenken zu können, können
auch andere Alternativen zur verliersicheren Befestigung, aber auch gleichzeitigen
Bewegung des Trägers 15 relativ zu dem Träger 11 vorgesehen werden. Hier kann daran
gedacht werden, den Träger 15 über eine Schraubverbindung, eine Klemmverbindung, eine
Rastverbindung oder dergleichen an dem Träger 11 anzuordnen. Jedoch ist die vorgeschlagene
Lösung der verliersicheren Verschwenkung des Trägers 15 an dem Träger 11 von besonderem
Vorteil, da dadurch die Handhabung besonders einfach ist und der Träger 15 einfach
und schnell sowohl in seine Ruhestellung (fluchtend zu dem Träger 11) als auch in
seine Betriebsstellung (abgewinkelte Stellung relativ zu der Längsachse des Trägers
11) gebracht werden kann.
[0025] In den Figuren 3 und 4 ist die an und für sich in dem Mörserrohr 3 teilweise angeordnete
Vorrichtung 10 noch einmal in ihrer Ruhestellung (Figur 3) und in ihrer Betriebsstellung
(Figur 4) dargestellt.
[0026] Die Vorrichtung 10 gemäß Figur 3 ist vollständig in das Mörserrohr 3 in der Ruhestellung
eingeschoben. Lediglich der obere Endbereich der Bedieneinheit 17 ragt aus dem Ende
des Mörserrohres 3 heraus oder schließt mit diesem bündig ab. In diesem Zustand nehmen,
wenn vorhanden, die beiden Antennen 16 einen Abstand D1 ein.
[0027] In der betriebsbereiten Stellung der Vorrichtung 10 gemäß Figur 4 wurde diese so
weit aus dem Mörserrohr 3 herausbewegt, dass nicht nur die Bedieneinheit 17 mit der
ihr benachbarten Antenne 16 aus dem Mörserrohr 3 bewegt wurde, sondern auch die zweite
dazu beanstandete Antenne 16 zugänglich geworden ist. Das bedeutet allgemein, dass
der Träger 11 der Vorrichtung 10 so weit aus dem Mörserrohr 3 herausbewegt werden
muss, dass es ermöglicht wird, zumindest den Träger 15 mit seiner zumindest einen
Antenne aus der zu dem Träger 11 fluchtenden Position in eine dazu herausbewegte Position
zu bringen. Dies erfolgt in dem Ausführungsbeispiel dadurch, dass der Träger 15 um
den Schwenkpunkt 19 relativ zu dem Träger 11 in seine betriebsbereite Position gemäß
Figur 4 gebracht wird. Ist nur eine Antenne 16 vorhanden, reicht es aus, den Träger
11 so weit aus dem Mörserrohr 3 herauszubewegen, sodass es dadurch ermöglicht wird,
den Träger 15 aus der bis dahin fluchtenden Position zu dem Träger 11 aus dieser fluchtenden
Position heraus zu bringen, insbesondere zu verschwenken um den Verschwenkpunkt 19
herum.
[0028] Sind jedoch im Endbereich des Trägers 15 jeweils eine Antenne 16, das heißt also
zwei Antennen 16 auf Abstand D1, vorhanden, muss der Träger 11 so weit aus dem Mörserrohr
3 herausbewegt werden, dass es dadurch möglich wird, die beiden im Endbereich des
Trägers 15 angeordneten Antennen 16 in ihre Betriebsposition zu bringen.
[0029] Es ist denkbar, dass die zumindest eine Antenne 16 am Ende des Trägers 15 angeordnet
ist. Sind zwei Antennen 16 angeordnet, sin diese an dem jeweiligen Ende des Trägers
15 angeordnet. Das heißt, dass der Abstand D1 der beiden Antennen 16 auch in etwa
der Länge des Trägers 15 entspricht. Besonders vorteilhaft ist es, den Schwenkpunkt
19 genau auf der Hälfte des Abstandes D1 vorzusehen, um so eine Symmetrie zu erzielen.
Dies ist nicht zwangsweise erforderlich, sodass der Schwenkpunkt 19 auch außerhalb
der Mitte des Abstandes D1 vorgesehen werden kann.
[0030] Sind die beiden Antennen 16 direkt am Ende des Trägers 15 angeordnet, ist der Abstand
D1 in der Ruhestellung gleich dem Abstand D2 in der Betriebsstellung der Vorrichtung
10.
[0031] Es kann jedoch erforderlich sein, den Abstand D1 zwischen den beiden Antennen 16
in der Ruhestellung der Vorrichtung 10 zu vergrößern. Hierzu ist gemäß Figur 4 ein
Gestänge 20 vorhanden. Mit diesem Gestänge 20 ist es möglich, den Abstand der beiden
Antennen 16 in Bezug auf den Endbereich des Trägers (oder auch nur einer Antenne 16)
zu vergrößern. In besonders vorteilhafter Weise ist das Gestänge 20 axial verschiebbar
zu dem Träger 15. Es kann beispielsweise durch eine Schraube 21 sowohl im eingefahrenen
als auch im ausgefahrenen Zustand gesichert werden. In diesem Fall befindet sich die
zumindest eine Antenne 16 derart im Endbereich des Trägers 15, dass die Antenne 16
in der Ruhestellung der Vorrichtung 10 direkt an dem Ende des Trägers 15 anliegt und
in der Betriebsstellung sich durch Ausfahren des Gestänges 20 von diesem Ende des
Trägers 15 entfernt.
[0032] In Figur 4 ist ein entsprechender symmetrischer Aufbau gezeigt, das heißt, dass an
dem Träger 15 zwei Gestänge 20 vorgesehen sind, die über Schrauben 21 sowohl in der
ausgefahrenen als auch in der eingefahrenen Stellung des Gestänges 20 gesichert werden.
Im Endbereich des Gestänges 20 sind die beiden Antennen 16 angeordnet. Dieser symmetrische
Aufbau ist von besonderem Vorteil, weil Gleichteile, insbesondere für das Gestänge
20, verwendet werden können. Allerdings kann von dieser symmetrischen Bauweise auch
abgewichen werden. Durch die Gestänge 20 wird es ermöglicht, den Abstand D1 der beiden
Antennen 16 zu einander in der Ruhestellung der Vorrichtung 10 zu einem Abstand D2
in der Betriebsstellung der Vorrichtung 10 zu vergrößern, beispielsweise zu verdoppeln.
Sollten noch größere Abstände erforderlich sein, kann daran gedacht werden, das Gestänge
20 als teleskopartiges Gestänge zur Erzielung der gewünschten Erstreckung bei gleichzeitiger
kompakter Bauweise auszugestalten.
[0033] Schließlich ist in Figur 4 noch eine Abdeckung 23 der Bedieneinheit 17 gezeigt. Die
Abdeckung 23 kann ein separates Bauteil sein. Sie kann aber auch in besonders vorteilhafter
Weise verliersicher, zum Beispiel verschwenkbar oder verschraubbar, an der Bedieneinheit
17 vorhanden sein. Mit der Abdeckung 13 wird insbesondere in der Ruhestellung der
Vorrichtung 10, das heißt, wenn sie vollständig in das Mörserrohr 3 eingefahren ist,
das Ende des Mörserrohres 3 verschlossen. Dadurch sind dann auch die Bedien- und/oder
Anzeigeelemente der Bedieneinheit 17 geschützt abgedeckt. Gegebenenfalls kann auch
während der Betriebsstellung der Vorrichtung 10 mit der Abdeckung 23 die Bedieneinheit
17 abgedeckt werden. Ist die Abdeckung 23 ein eigenständiges Element kann dieses zum
Beispiel bündig in das Mörserrohr 3 oder dieses übergreifend eingesetzt, verschraubt
oder dergleichen werden.
[0034] Im folgenden wird die Erfindung nochmals und ergänzend beschrieben:
Mörser sind Rohrwaffen, die im Steilfeuer schießen und Ziele hinter Deckungen bekämpfen
können. Das Ziel wird indirekt, mit Hilfe vermessungstechnisch definierter Referenzpunkte,
anvisiert. Das Waffensystem wird manuell ausgerichtet. Für die Simulation eines Mörsers
zu Ausbildungs- und/oder Übungszwecken ist aufgrund des indirekten Visierens eine
Kommunikation zwischen Mörser und Ziel mittels Laser (sogenanntes "Laser-Pairing")
nicht möglich. Es muss stattdessen ein sogenanntes "Geo-Pairing"-System verwendet
werden. Beim Geo-Pairing wird der Ort, an dem das Geschoss auftrifft, über die Position
von Schützen und Ziel, Zeitpunkt der Schussauslösung, den Orientierungsvektor der
Waffe und die Eigenschaften der Waffe und Munition bestimmt. Geo-Pairing mit Hilfe
von Magnetsensoren ist beim Mörser aufgrund der großen Stahlmasse und der meist mehrköpfigen
Bedienmannschaft und der daraus resultierenden magnetischen Störungen ungenau. Eine
bessere Option ist die Verwendung eines GNSS-gestützten Geo-Pairing-Systems. GNSS
steht für "Globales Navigationssatellitensystem" und ist ein Sammelbegriff für bestehende
und künftige Satellitensysteme, wie zum Beispiel das US-amerikanische GPS. Um dabei
eine gute Messgenauigkeit zu erreichen, ist ein ausreichend großer Abstand zwischen
zwei separaten GNSS-Antennen nötig. Aus dem nötigen GNSS-Antennenabstand ergeben sich
Probleme für die Montage der Simulationsvorrichtung am Waffensystem.
[0035] Es ist bekannt, eine GNSS-Antenne außen an dem Mörser anzubringen, während die zweite
GNSS-Antenne in einem großen Abstand (10 bis 20 Meter) vom Mörser aufgestellt wird.
Diese Ausführungsform bedingt jedoch mehrere Einzelkomponenten, einen logistischen
Mehraufwand beim Waffentransport (zusätzliche Kisten und Geräte) und simulationsbedingte
Aufbauten, die erheblich von der "Echtwaffe" abweichen.
[0036] Die Erfindung sieht zur Simulation eines Mörsers eine kompakte, GNSS-gestützte Vorrichtung
vor, die innerhalb des Mörserrohrs untergebracht werden kann, in diesem während der
Übung verbleibt und ohne externe Komponenten verwendet werden kann.
Alle Bauteile der Vorrichtung sind zunächst innerhalb des Mörserrohrs angeordnet und
werden erst, wenn der Mörser in Feuerstellung aufgebaut wird, aus dem Mörserrohr ausgefahren.
Während des Transports des Mörsers besteht somit nicht die Gefahr der Beschädigung
der Vorrichtung, da keine Teile außen am Mörser angeordnet sind. Auch zusätzliche
Transportbehälter sind mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht nötig, die Vorrichtung
benötigt keine weiteren Komponenten (Sensoren, Kabel, etc.). Die Originalwaffe musst
nicht verändert und kann ohne Umbau oder Ausbau verwendet werden.
[0037] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird in das Mörserrohr eingeschoben und besitzt
im Bereich der Rohrmündung eine Klemmvorrichtung, mit der eine kraftschlüssige Fixierung
zum Mörser hergestellt wird (Fig. 2). Diese Klemmvorrichtung ist über ein Führungsgestänge
mit einem Element für den Triggerabgriff, d.h. zur Detektierung der Schussauslösung,
verbunden (Fig. 1, Triggerbox). Dieses Element wird im Folgenden Triggerbox genannt.
Das Führungsgestänge bildet gleichzeitig eine Sicherung gegen ein Verdrehen der Vorrichtung
um die Rohrseelenachse. Im Bereich des Triggerabgriffs sind weitere Funktionselemente
vorhanden, die eine radiale Klemmung innerhalb des Mörserrohrs bewirken. Nach einmaligem
Einrüstvorgang ist die Vorrichtung im Rohr verliersicher, insbesondere verdrehsicher,
gelagert und bleibt während der gesamten Übung mit dem Mörserrohr verbunden.
[0038] Die Triggerbox ist als Funktionselement austauschbar. Hierfür sind entsprechende
Schnittstellen für die mechanische Befestigung (Gewinde, Anschlagflächen oder ähnliches)
und den elektrischen Anschluss (Stecker oder ähnliches) der Triggerbox an der erfindungsgemäßen
Vorrichtung vorgesehen. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist keine
mechanisch funktionierende Triggerbox eingesetzt, sondern eine mittels elektrischer
Spannung auslösende Triggerbox.
Ein beweglicher Teil der Vorrichtung ist innerhalb des Rohres in Richtung der Rohrseelenachse
auf einem Führungsgestänge linear verschiebbar. Auf diesem beweglichen Bauteil sind
unter anderem die Funktionselemente der Vorrichtung, wie beispielsweise die GNSS-Antennen,
die Control Unit sowie die Bedien- und Anzeigeelemente (Schalter, Drehknöpfe, etc.)
montiert. Wird der Mörser in Feuerstellung gebracht, wird dieser Teil aus dem Rohr
ausgefahren und die Funktionselemente ragen zumindest teilweise aus dem Mörserrohr
heraus. Sind die Funktionselemente aus dem Rohr herausgefahren, kann das Gestell,
auf dem Funktionselemente die angebracht sind, um mindestens eine Achse geschwenkt
werden (Fig. 3, Fig. 4). Der oder die Schwenkwinkel sind vom Bediener begrenzbar und
in einer gewünschten Position fixierbar. Zudem kann das Gestell außerhalb des Mörserrohrs
in der Länge verstellt, also teleskopiert werden. Damit wird der Abstand der an den
jeweiligen Enden des Gestells angebrachten GNSS-Antennen vergrößert. Die Längenverstellung
ist ebenfalls vom Bediener begrenzbar und in einer gewünschten Position fixierbar.
Zusätzlich sind die GNSS-Antennen auch um mindestens eine Achse schwenkbar und können
in einer bevorzugten Position fixiert werden.
[0039] Die Bedienung der Originalwaffe für die Schussauslösung wird nicht verändert. Die
Schussauslösung wird am Zündstift des Mörsers detektiert, die Bedienung unterscheidet
sich nicht von der echten Schussauslösung.
[0040] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann die fertigungsbedingten Toleranzen der Originalwaffe
ausgleichen. Außerdem ist die Vorrichtung in der Länge veränderbar, so dass sie auf
verschiedene Mörserfabrikate angepasst werden kann.
[0041] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung für einen Minimaldurchmesser
des Mörserrohrs vorgesehen, die mittels Zusatzelementen, wie Adapter oder Stellglieder,
auf andere, größere Rohrdurchmesser bzw. Waffenkaliber anpassbar ist.
[0042] Die Vorrichtung ist leicht demontier- und in Segmente zerlegbar und somit logistisch
gut zu handhaben.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1.
- Mörser
- 2.
- Ständer
- 3.
- Mörserrohr
- 4.
- Bodenplatte
- 10.
- Vorrichtung zur Simulation
- 11.
- Träger
- 12.
- Führungsgestänge
- 13.
- Triggerbox
- 14.
- Steuereinheit
- 15.
- Träger
- 16.
- Antenne
- 17.
- Bedieneinheit
- 18.
- Linearführung
- 19.
- Schwenkpunkt
- 20.
- Gestänge
- 21.
- Schraube
- 22.
- Führungselement
- 23.
- Abdeckung
1. Vorrichtung (10) zur Simulation der Funktion eines Mörsers, mit einem Mörser (1),
wobei der Mörser (1) einen Ständer (2), der an einem Mörserrohr (3) angeordnet ist,
aufweist sowie eine Bodenplatte (4) zur Aufstellung des Mörsers (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) in einer Ruhestellung nahezu vollständig in dem Mörserrohr (3)
und in einer Betriebsstellung aus dem Mörserrohr (3) gegenüber der Ruhestellung herausragend
aus dem Mörserrohr (3) angeordnet ist, wobei die Vorrichtung (10) einen Träger (11)
und einen dazu verschwenkbaren weiteren Träger (15) aufweist, wobei die Längsachse
des Trägers (11) sowohl in der Ruhestellung als auch in der Betriebsstellung der Vorrichtung
(10) in der Längsachse des Mörserrohres (3) angeordnet ist.
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) eine Triggerbox (13), eine Steuereinheit (14), zumindest eine
Antenne (16) sowie eine Bedieneinheit (17) aufweist.
3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (11) mit einem in Längsrichtung dazu bewegbaren Führungsgestänge (12)
versehen ist.
4. Vorrichtung (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Triggerbox (13) an dem dem weiteren Träger (15) abgewandten Ende des Trägers
(11) angeordnet ist.
5. Vorrichtung (10) nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (14) an dem Träger (11) angeordnet ist.
6. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Antenne (16) im Endbereich des weiteren Trägers (15) angeordnet
ist.
7. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Antennen (16) in jeweils einem Endbereich des weiteren Trägers (15) angeordnet
sind.
8. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass an dem weiteren Träger (15) bewegbar dazu zumindest ein Gestänge (20) vorgesehen
ist, wobei das eine Ende des Gestänges (20) an dem Träger (15) gelagert ist und an
dem anderen Ende des Gestänges (20) die Antenne (16) angeordnet ist.
9. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (17) an dem weiteren Träger (15), insbesondere an einem Ende des
weiteren Trägers (15), angeordnet ist und vorzugsweise das offene Ende des Mörserrohres
(3) in der Ruhestellung der Vorrichtung (10) verschliesst.
1. Device (10) for simulating the function of a mortar (1), with a mortar (1), the mortar
(1) comprising a stand (2), which is arranged on a mortar barrel (3), and also a base
plate (4) for setting up the mortar (1), characterized in that the device (10) is arranged almost completely in the mortar barrel (3) in a neutral
position and protruding out of the mortar barrel (3) in an operational position out
of the mortar barrel (3) in comparison with the neutral position, the device (10)
comprising a carrier (11) and a further carrier (15) that is pivotable in relation
thereto, the longitudinal axis of the carrier (11) being arranged in the longitudinal
axis of the mortar barrel (3) both in the neutral position and in the operational
position of the device (10).
2. Device (10) according to Claim 1, characterized in that the device (10) comprises a trigger box (13), a control unit (14), at least one antenna
(16) and also an operating unit (17).
3. Device (10) according to Claim 1 or 2, characterized in that the carrier (11) is provided with a guiding linkage (12) that is movable in the longitudinal
direction.
4. Device (10) according to Claim 2 or 3, characterized in that the trigger box (13) is arranged at the end of the carrier (11) that is remote from
the further carrier (15) .
5. Device (10) according to Claim 2, 3 or 4, characterized in that the control unit (14) is arranged on the carrier (11).
6. Device (10) according to one of Claims 2 to 5, characterized in that the at least one antenna (16) is arranged in the end region of the further carrier
(15).
7. Device (10) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that two antennas (16) are arranged respectively in an end region of the further carrier
(15) .
8. Device (10) according to Claim 6 or 7, characterized in that at least one linkage (20) is provided on the further carrier (15), movably in relation
thereto, the one end of the linkage (20) being mounted on the carrier (15) and the
antenna (16) being arranged at the other end of the linkage (20).
9. Device (10) according to one of Claims 2 to 8, characterized in that the operating unit (17) is arranged on the further carrier (15), in particular at
one end of the further carrier (15), and preferably closes the open end of the mortar
barrel (3) in the neutral position of the device (10).
1. Dispositif (10) de simulation du fonctionnement d'un mortier, comprenant un mortier
(1), dans lequel le mortier (1) comporte un support (2) qui est disposé sur un tube
de mortier (3) ainsi qu'une plaque de base (4) pour monter le mortier (1), caractérisé en ce que, dans une position de repos, le dispositif (10) est disposé presque entièrement dans
le tube de mortier (3) et, du tube de mortier (3), dans une position de fonctionnement,
il dépasse du tube de mortier (3) par rapport à la position de repos, dans lequel
le dispositif (10) comporte un support (11) et un autre support (15) pouvant pivoter
sur celui-ci, dans lequel l'axe longitudinal du support (11) est disposé dans l'axe
longitudinal du tube de mortier (3) tant dans la position de repos que dans la position
de fonctionnement du dispositif (10).
2. Dispositif (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif (10) comprend un boîtier de déclenchement (13), une unité de commande
(14), au moins une antenne (16) et une unité de manœuvre (17).
3. Dispositif (10) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le support (11) est muni d'une tige de guidage (12) mobile par rapport à celui-ci
dans la direction longitudinale.
4. Dispositif (10) selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le boîtier de déclenchement (13) est disposé à l'extrémité du support (11) qui est
tournée à l'opposé de l'autre support (15).
5. Dispositif (10) selon la revendication 2, 3 ou 4, caractérisé en ce que l'unité de commande (14) est disposée sur le support (11).
6. Dispositif (10) selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisé en ce que ladite au moins une antenne (16) est disposée dans la zone d'extrémité de l'autre
support (15) .
7. Dispositif (10) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que deux antennes (16) sont disposées dans une zone d'extrémité respective de l'autre
support (15).
8. Dispositif (10) selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce qu'au moins une tringlerie (20) est prévue sur l'autre support (15) de manière mobile
par rapport à celui-ci, dans lequel ladite une extrémité de la tringlerie (20) est
montée sur le support (15) et l'antenne (16) est disposée à l'autre extrémité de la
tringlerie (20).
9. Dispositif (10) selon l'une des revendications 2 à 8, caractérisé en ce que l'unité de manœuvre (17) est disposée sur l'autre support (15), en particulier à
une extrémité de l'autre support (15), et ferme de préférence l'extrémité ouverte
du tube de mortier (3) dans la position de repos du dispositif (10).