[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Anspruch 1 sowie eine Vorrichtung nach
Anspruch 8.
[0002] In der Halbleiterindustrie werden unzählige Chemikalien für die Prozessierung von
Halbleitersubstraten verwendet. Viele der Chemikalien besitzen Komponenten, die permanent
in oder auf dem Substrat zurückbleiben, andere Chemikalien wiederum werden nach der
Verwendung wieder von der Oberfläche des Substrats entfernt. Eine der bekanntesten
Materialklassen, die nach der Verwendung wieder entfernt werden müssen, sind die Fotolacke.
Die Druckschrift
[0003] US 2012/0304921 A1 offenbart ein Heizgerät mit einem ersten Heizteil und einem zweiten Heizteil, zwischen
denen ein Substrat angeordnet ist. Ein Abstandskontrollteil kontrolliert zumindest
den Abstand des Substrats und dem ersten oder zweiten Heizteil.
[0004] Fotolacke werden vorwiegend für die Herstellung einer Oberflächenmaske verwendet.
Der Fotolack wird dabei zuerst durch einen Beschichtungsprozess auf die Oberfläche
eines Substrats aufgebracht. Die gängigsten Arten der Aufbringung sind dabei die Schleuderbelackung
und die Sprühbelackung. Die Dicke der Fotolackschicht liegt dabei regelmäßig im Mikrometerbereich.
Nach dem Auftragen der Fotolackschicht erfolgt sehr oft ein Wärmebehandlungsschritt,
welcher das Lösungsmittel verdampfen lässt und den reinen, teilweise ausgehärteten
Lack an der Oberfläche des Substrats zurücklässt. Nach diesem Wärmebehandlungsschritt
kann eine Belichtung des Fotolacks erfolgen.
[0005] Die Entfernung von Schichten (Reinigung), insbesondere Fotolackschichten, geschieht
in speziellen Prozessanlagen, die man grob in zwei Gruppen unterteilt kann.
[0006] Die erste Gruppe von Prozessanlagen sind sogenannte Batchprozessanlagen. In einer
Batchprozessanlage werden mehrere Wafer an einer Haltevorrichtung fixiert und in ein
Bad getaucht. Das Bad besteht aus einer Chemikalie die für den Entfernungsprozess
(engl.: stripping )der Schicht verwendet wird. Die Batchprozessanlage kann entweder
hydrostatisch oder hydrodynamisch ausgelegt sein. In der ersten Variante handelt es
sich um eine Bad mit stehender, daher nicht zirkulierender, Flüssigkeit. Der Vorteil
dieser Ausführungsform besteht darin, dass man nur sehr geringe Mengen an Chemikalien
benötigt. Der gravierende Nachteil liegt in der Verschmutzung der Chemikalie durch
die abgelöste Schicht. Im Laufe des Reinigungsprozesses erhöht sich die Konzentration
der Schichtkomponenten. Damit sinkt gleichzeitig die Reinigungseffizienz. Des Weiteren
steigt die Abscheiderate der nicht abgeführten Schichtkomponenten auf den bereits
gereinigten Wafern, sodass im Mittel selten eine vollständige, hochreine Oberflächenreinigung
der Substrate erfolgt. Die Chemikalie kann zwar nach einer gewissen Anzahl von prozessierten
Wafern gewechselt werden, die Wände des Behälters, in dem sich die Chemikalie befindet,
bleiben allerdings meistens kontaminiert. Bei der hydrodynamischen Variante wird die
Chemikalie laufend erneuert und die von der Oberfläche der Substrate entfernten Schichtkomponenten
werden abgeführt, bevor es überhaupt zu einer erneuten Kontamination der Substratoberflächen
oder der Wände des Behälters kommt. Batchprozessanlagen benötigen also im Allgemeinen
große Mengen an Chemikalien und versuchen daher entsprechend hohe Chemikalienkosten.
Des Weiteren wird die Umwelt durch die großen Chemikalienmengen unnötig belastet.
[0007] Die zweite Gruppe von Prozessanlagen sind sogenannte Einzelsubstratprozessanlagen,
die man bei der Verwendung von Wafern auch Einzelwaferprozessanlagen bezeichnen kann.
Dieser Anlagentyp erlaubt nur eine serielle Prozessierung von Substraten. Am Beginn
des Reinigungsprozesses wird die Chemikalie auf die zu entfernende bzw. zu reinigende
Schicht, insbesondere Fotolack, aufgebracht. Die Chemikalie verweilt eine gewisse
Zeit auf der Oberfläche des Substrats, löst die Schicht, und wird danach gezielt entfernt.
Die Entfernung erfolgt mit Vorzug durch Abschleudern. Das Substrat wird daher bevorzugt
auf einem Substrathalter eines Schleuderbelackers fixiert. Die Aufbringung der Chemikalie
erfolgt über Sprühdüsen oder Schläuche.
[0008] Einzelsubstratprozessanlagen heizen die Chemikalien genauso wie Batchprozessanlagen.
Die Temperierung der Chemikalien ist nötig, um eine chemische Reaktion mit der zu
entfernenden Schicht zu starten und/oder voranzutreiben und/oder zu beschleunigen.
Die Aufheiz- und/oder Abkühlraten, genauso wie die Heizzeiten und Heiztemperaturen
sind im Allgemeinen abhängig von allen am Prozess teilnehmenden Materialien, daher
von der Schicht und/oder von der Chemikalie.
[0009] Einzelsubstratprozessanlagen haben mehrere entscheidende Vorteile gegenüber den Batchprozessanlagen.
Sie verbrauchen viel weniger Chemikalien, können die verunreinigten Chemikalien sehr
leicht aus dem System abführen, benötigen weniger Energiezufuhr da nur eine geringere
Menge an Chemikalien aufgeheizt werden muss und sind damit im Ganzen meist billiger,
obwohl der Durchsatz der Wafer pro Zeiteinheit im Allgemeinen geringer ist. Des Weiteren
hat sich gezeigt, dass die Ausbeute an korrekt prozessierten Wafern bei Einzelsubstratprozessanlagen
im Allgemeinen besser ist als bei Batchprozessanlagen.
[0010] Obwohl die Einzelsubstratprozessanlagen daher eine echte Alternative zu den Batchprozessanlagen
darstellen, stellt die steuerbare, exakte und reproduzierbare Temperierung der Chemikalie
ein technisches Problem dar. In einer Batchprozessanlage ist es dagegen sehr einfach,
eine homogene, gezielt einstellbare und reproduzierbare Temperatur herzustellen, da
das Chemikalienbad groß im Vergleich zu den Substraten ist, die behandelt werden sollen.
[0011] Bei den Einzelsubstratprozessanlagen reicht die geringe Menge an Chemikalie, welche
die Oberfläche eines zu reinigenden Substrats bedeckt, zwar aus, um eine Lösung der
Schicht von der Oberfläche zu bewirken, ist aber nicht groß genug, um im Sinne der
statistischen Physik und Thermodynamik als Wärmepuffer zu wirken. Des Weiteren benetzt
die Chemikalie bei Einzelsubstratprozessanlagen nur eine Seite des Substrats, während
das Substrat in Batchprozessanlagen vollständig von Flüssigkeit umgeben ist und damit
das Substrat optimal durchwärmt wird.
[0012] Es hat sich in den letzten Jahren allerdings gezeigt, dass gerade das konstante Einhalten
der Temperatur von entscheidender Bedeutung für einen effizienten, vollständigen,
wirtschaftlichen und reproduzierbaren Reinigungsprozess ist. Es reicht nicht, die
Chemikalie über eine gewisse kritische Temperatur zu erhitzen. Das Prozessfenster
in welchem die optimale Reinigung erfolgt ist sehr eng und präzise einzuhalten.
[0013] Ein technisches Problem besteht in der im Regelfall einseitigen Heizung, so dass
ein Wärmegradient vorhanden ist, der die Temperatur der Flüssigkeit, insbesondere
Reinigungsflüssigkeit, stark beeinflusst.
[0014] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein, insbesondere auf Einzelsubstratprozessanlagen
bezogenes, Verfahren und eine Vorrichtung zum Behandeln, insbesondere Reinigen einer,
insbesondere mit Fotolack beschichteten, Substratoberfläche vorzusehen, bei welchem
die Reinigung günstiger und schneller, insbesondere auch umweltschonender erfolgt.
[0015] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 8 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben. In den Rahmen der Erfindung fallen
auch sämtliche Kombinationen aus zumindest zwei von in der Beschreibung, den Ansprüchen
und/oder den Figuren angegebenen Merkmalen. Bei angegebenen Wertebereichen sollen
auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als Grenzwerte offenbart gelten
und in beliebiger Kombination beanspruchbar sein.
[0016] Die Erfindung beschreibt eine Vorrichtung und ein Verfahren, um eine Flüssigkeit,
mit Vorzug eine Chemikalie zur Behandlung, insbesondere Reinigung, einer Oberfläche,
auf möglichst konstanter Temperatur zu halten und mit Vorzug gleichzeitig eine möglichst
homogene Temperaturverteilung zu gewährleisten. Obwohl die erfindungsgemäße Ausführungsform
mit Vorzug für Reinigungsprozesse Verwendung findet, kann man sie für alle Prozesse
verwenden, in denen eine Flüssigkeit auf konstanter Temperatur gehalten werden muss.
Denkbare Prozesse wären
- Reinigung einer Oberfläche
- Temperaturbehandlung eines Temporärklebers, mit Vorzug zum Ausdampfen des Lösungsmittels
- Entwicklerprozess
- Nasschemische Abscheidung einer Komponente aus der Chemikalie an der Substratoberfläche
- Elektrochemische Deposition
- (nasschemischer) Ätzprozess
- Selbstorganisationsprozesse von Molekülen
- Lift-Off Prozess
[0017] Die Erfindung wird dabei hauptsächlich zur Temperierung von Chemikalien verwendet,
welche zum Strippen, also zur Entfernung, von einer Schicht, vorzugsweise Fotolack,
von der Oberfläche von Substraten, insbesondere Wafern, verwendet werden. Der Erfindung
liegt dabei vor allem die Idee zu Grunde, die optimale Temperatur insbesondere zum
Strippen durch einen nicht in die Chemikalie eintauchenden, sondern sich über der
Chemikalie in einer steuerbaren Position befindenden, Heizer konstant zu halten.
[0018] Die erfindungsgemäße Methode und Anlage kann grundsätzlich für die gezielte Temperaturregelung
einer jeden Flüssigkeit verwendet werden. Mit Vorzug wird aber vor allem die Regulierung
der Temperatur einer Flüssigkeitsschicht durchgeführt, deren Dicke klein ist im Vergleich
zu deren lateralem Durchmesser, insbesondere mit einem Verhältnis kleiner 1 zu 10,
vorzugsweise kleiner 1 zu 100. Bei der Flüssigkeit kann es sich um jede Art von Chemikalie,
mit Vorzug Reinigungschemikalie, handeln. Mit Vorzug handelt es sich allerdings um
eine Chemikalie zum Strippen von Fotolacken. Erfindungsgemäß könnten insbesondere
folgende Chemikalien verwendet werden:
- Azeton,
- Propylenglycolmonomethyletheracetat (PGMEA),
- Mesitylene,
- Serien von der Firma MicroChemicals, AZ 100, TechniStrip P1316, TechniStrip NI555,
TechniStrip NI105,
- DMSO und NMP,
- TMA
- Amine
- Ketone
- Piranha Etch
- Acetonitril
- Anilin
- Cyclohexan
- n-Pentan
- Triethylenglycoldimethylether (Triglyme)
- Dimethylacetamid
- Dimethylformamid
- Dimethylsulfoxid
- 1,4-Dioxan
- Eisessig
- Essigsäureanhydrid
- Essigsäureethylester
- Ethanol
- Ethylendichlorid
- Ethylenglycol
- Anisol
- Benzol
- Benzonitril
- Ethylenglycoldimethylether
- Petrolether/Leichtbenzin
- Piperidin
- Propanol
- Propylencarbonat (4-Methyl-1,3-dioxol-2-on)
- Pyridin
- γ-Butyrolacton
- Chinolin
- Chlorbenzol
- Chloroform
- n-Heptan
- 2-Propanol (Isopropylalkohol)
- Methanol
- 3-Methyl-1-butanol (Isoamylalkohol)
- 2-Methyl-2-propanol (tert-Butanol)
- Methylenchlorid
- Methylethylketon (Butanon)
- N-Methyl-2-pyrrolidon (NMP)
- N-Methylformamid
- Tetrahydrofuran
- Milchsäureethylester
- Toluol
- Dibutylether
- Diethylenglycol
- Diethylether
- Brombenzol
- 1-Butanol
- tert-Butylmethylether (TBME)
- Triethylamin
- Triethylenglycol
- Formamid
- n-Hexan
- Nitrobenzol
- Nitromethan
- 1,1,1-Trichlorethan
- Trichlorethen
- Schwefelkohlenstoff
- Sulfolan
- Tetrachlorethen
- Tetrachlorkohlenstoff
- Wasser
- Säuren, insbesondere
▪ H2SO3,H2SO4, HCL, H3PO4, HNO3, H2O2, Ameisensäure, Essigsäure,
- Laugen, insbesondere
▪ NaOH, KOH, Tetramethylammoniumhydroxid (TMAH),
- Mischungen der vorgenannten Chemikalien.
[0019] Der technische Vorteil der Erfindung besteht in der geringen Menge an verwendetem
Lösungsmittel, welches gezielt auf eine Temperatur gebracht werden kann und dessen
Temperatur kontinuierlich überwacht und im Bedarfsfall schnell genug geregelt werden
kann, um den Lösungsprozess in einem sehr begrenzten, engen Prozessfenster ablaufen
zu lassen. Durch die entsprechend genaue Steuerung/Regelung der Reinigungstemperatur,
insbesondere bei konstanter Heizflächentemperatur, erfolgt eine sehr effiziente und
wiederholbare Reinigung der zu reinigenden Substratoberfläche. Des Weiteren wird mit
der erfindungsgemäßen Ausführungsform eine homogene, daher eine vom Ort unabhängige,
Temperaturverteilung erzielt. Die Temperaturhomogenität ist von Bedeutung, um die
gleichmäßige Abtragung der Schicht vom Substrat zu gewährleisten.
[0020] Die erfindungsgemäße Ausführungsform besteht in einer Ausführungsform der Erfindung
aus einem Substrathalter und einem über und/oder unter dem Substrathalter befindlichen
Heizer mit einer Heizfläche. Der Substrathalter ist so konstruiert, dass er ein Substrat,
mit Vorzug einen Wafer, mit größerem Vorzug einen Halbleiterwafer, mit größtem Vorzug
einen Siliziumwafer, fixieren kann und durch eine seitliche Umrandung eine auf dem
Substrat aufgebrachte Flüssigkeit am Ablaufen hindert. Der Substrathalter ist so gebaut,
dass das fixierte Substrat den Boden für die eingebrachte Flüssigkeit bildet und die
Umrandung die Flüssigkeit am Ablaufen hindert. Die Umrandung bildet mit dem auf dem
Substrathalter aufliegenden Substrat eine Wanne zur Aufnahme des Reinigungsmittels
während der Reinigung. Zur konstruktiven Ausführung wird insbesondere auf die Offenbarung
PCT/US2012/066204 Bezug genommen.
[0021] Der Substrathalter befindet sich mit Vorzug auf einer Welle, welche um Ihre Achse
in Rotation versetzt werden kann. Dadurch wird die Entfernung der Chemikalie nach
dem erfolgten Reinigungsschritt durch Abschleudern ermöglicht. Des Weiteren kann die
Drehung des Substrathalters während des Reinigungsprozesses erfindungsgemäß zu einer
Homogenisierung der Temperatur entlang der Substratoberfläche und damit zu einer homogeneren
Reinigung und Ablösung der Schicht von der Substratoberfläche genutzt werden. Die
Homogenisierung der Temperatur wird am idealsten bei möglichst kleinen Drehzahlen
des Substrathalters erreicht. Die Anzahl der Umdrehungen pro Minute (engl.: rounds
per minute, rpm) ist dabei kleiner als 3000, mit Vorzug kleiner als 1000, mit größerem
Vorzug kleiner als 500, mit größtem Vorzug kleiner als 100, mit allergrößtem Vorzug
kleiner als 50, am bevorzugtesten zwischen 30 und 0. Anstatt der Drehung wäre auch
eine leichte Oszillation des Substrathalters um die Welle denkbar. Der Substrathalter
führt dann erfindungsgemäß eine Torsionsschwingung um die Wellenlängsachse durch.
Die bevorzugte Torsionsfrequenz liegt dabei unter 100 Hz, mit Vorzug unter 50 Hz,
mit größerem Vorzug zwischen 30 und 0 Hz. Die Chemikalie wird mit Vorzug zusätzlich
mit Ultraschall beaufschlagt um eine effizientere Wirkung zu entfalten. Vor allem
bei der Verwendung von Reinigungsflüssigkeiten kann sich Ultraschall vor allem positiv
auf die Reinigung der Oberfläche auswirken. Des Weiteren wird die Reinigungszeit reduziert.
Das Ultraschallgerät ist mit Vorzug direkt im Substrathalter eingebaut, kann allerdings
auch durch einen Schwenkarm über die Flüssigkeit bewegt und eingetaucht werden.
[0022] Mit Vorzug befindet sich ein Heizer über der Substrathalterung, mit einer zum Substrat
weisenden Heizfläche. Bei dem Heizer handelt es sich insbesondere um einen Flächenheizer.
Der Flächenheizer besitzt eine 0.1-mal so große Heizfläche, mit Vorzug eine ebenso
große Heizfläche, mit größerem Vorzug eine 1.5-mal so große Heizfläche und mit allergrößtem
Vorzug eine doppelt so große Heizfläche wie die zu reinigende Substratoberfläche.
[0023] Die Form des Flächenstrahlers ist mit Vorzug kongruent zur Form des Substrats. Da
in der Halbleiterindustrie meistens kreisrunde Substrate verwendet werden, besitzt
der Heizer daher bevorzugt eine kreisrunde Form. Die Form des Heizers kann auch rechteckig
oder an die spezielle Formen des Substrats angepasst sein. Der Heizer ist entweder
ein Vollflächenheizer oder ein Zonenheizer. Bei einem Vollflächenheizer kann nur die
Temperatur der gesamten Heizfläche eingestellt und geändert werden. Bei einem Zonenheizer
kann die Temperatur für einzelne Segmente des Heizers geregelt werden. Die bevorzugteste
Ausführungsform eines Zonenheizers besteht nur aus einem zentralen, zentrischen, kreisrunden
Heizelement und mindestens einem ringförmigen, zentrierten Heizelement, welches das
zentrale Heizelement umschließt. In einer ganz speziellen Ausführungsform ist der
Heizer wie ein Kreissegment geformt. Um eine entsprechende vollflächige Temperaturbeaufschlagung
der Chemikalie zu ermöglichen, erfolgt eine Relativrotation zwischen der Chemikalie
bzw. dem Probenhalter und der Heizfläche bzw. dem Heizer. Diese spezielle Form des
Heizers dient vor allem der Kompensation von örtlich unterschiedlichen Wärmeableiteigenschaften.
Mit Vorzug bewegt sich in dieser speziellen Ausführungsform allerdings der Heizer,
damit die Flüssigkeit keine unnötigen Schwankungen erfährt. Die Relativrotation zwischen
der Chemikalie bzw. dem Probenhalter am idealsten bei möglichst kleinen Drehzahlen
des Substrathalters erreicht. Die Anzahl der Umdrehungen pro Minute ist dabei kleiner
als 3000, mit Vorzug kleiner als 1000, mit größerem Vorzug kleiner als 500, mit größtem
Vorzug kleiner als 100, mit allergrößtem Vorzug kleiner als 10, am bevorzugtesten
kleiner als 1. In einer ganz speziellen Ausführungsform können sich Probenhalter und
Heizer gegenläufig zueinander bewegen.
[0024] Der Heizer wird erfindungsgemäß vorzugsweise an der Heizfläche auf eine Heiztemperatur
größer 25°C, mit Vorzug größer 100°C, mit größerem Vorzug größer 200°C, mit größtem
Vorzug größer 300°C, mit allergrößtem Vorzug größer als 400°C eingestellt. Die Genauigkeit
bzw. Abweichung der Temperaturregelung nach unten oder oben ist dabei insbesondere
besser als 10°C, mit Vorzug besser als 5°C, mit größerem Vorzug besser als 1°C, mit
größtem Vorzug besser als 0,1°C, mit allergrößtem Vorzug besser als 0,01°C. In ganz
besonderen Ausführungsformen wird die Temperatur der Flüssigkeit immer in der Nähe
oder sogar leicht über dem Flammpunkt gehalten, da die angestrebte Behandlung, im
speziellen die Reinigung, in diesen Temperaturbereich effizient durchgeführt werden
kann.
[0025] Der Heizer ist in einem Abstand zur Substratoberfläche bzw. zur Oberfläche der Flüssigkeit
bzw. Reinigungsflüssigkeit, insbesondere der Chemikalie, auf dem zu reinigenden Substrat
angeordnet. Insbesondere während des Reinigungsprozesses kann es erfindungsgemäß nötig
sein, den Abstand der Heizfläche zu der Oberfläche der Reinigungsflüssigkeit zu ändern,
sodass der Heizer sich von der Flüssigkeitsoberfläche entfernt oder sich an diese
annähert. Der bevorzugte Abstand des Heizers ist kleiner als 100 mm, mit Vorzug kleiner
als 50 mm, mit größerem Vorzug kleiner als 25 mm, mit größtem Vorzug kleiner als 10
mm, mit allergrößtem Vorzug größer als 1 mm.
[0026] Insbesondere wird erfindungsgemäß ein Abstandskorridor für eine bestimmte Anwendung
vorgegeben, der vorzugsweise empirisch ermittelt und in einer Steuerungseinrichtung
zur Steuerung der Vorrichtung und der Verfahrensschritte hinterlegt ist. Innerhalb
des Abstandskorridors ist die Heizfläche orthogonal zur Substratoberfläche bewegbar.
Die erfindungsgemäße Bewegung wird insbesondere als Linearbewegung mit entsprechenden
Antriebsmitteln ausgeführt.
[0027] In einer ersten, bevorzugten Ausführungsform sind Sensoren im Heizer integriert,
mit deren Hilfe die Temperatur der Flüssigkeitsoberfläche bestimmt werden kann.
[0028] In einer zweiten, weniger bevorzugten aber denkbaren Ausführungsform sind die Sensoren
im Probenhalter unter dem zu reinigenden Substrat integriert. Der Nachteil dieser
Ausführungsform besteht darin, dass die zwischen den, im Probenhalter eingebauten
Sensoren und der Chemikalie, liegenden Bauteile, die Temperatur verzerren und verfälschen
können, da die Wärme über Wärmekonvektion und Wärmestrahlung auf dem Weg von der Chemikalie
zu den Sensoren teilweise verloren gehen kann.
[0029] Erfindungsgemäß denkbar wäre eine Eichung der Sensoren durch ein Eichbad und ein
Eichsubstrat. Im weiteren Verlauf der Patentschrift wird vor allem die bevorzugte
erste Ausführungsform beschrieben.
[0030] Die Genauigkeit der Sensoren ist insbesondere besser als 10°C, mit Vorzug besser
als 5°C, mit größerem Vorzug besser als 1°C, mit größtem Vorzug besser als 0.1°C,
mit allergrößtem Vorzug besser als 0.01°C. Als Sensoren kommen erfindungsgemäß vorzugsweise
Thermometer, Bolometer, oder Pyrometer in Frage. Die Temperaturmessung erfolgt mit
Vorzug berührungslos, um keine Kontamination der Chemikalie mit unerwünschten Metallen
zu erhalten und den Temperaturmesser möglichst selten reinigen zu müssen. Erfindungsgemäß
denkbar wäre eine Messung der Temperatur durch einen Temperatursensor, der direkt
in die Flüssigkeit eintaucht. Dieser Sensor liefert zwar keine ortsaufgelöste Temperaturdaten,
aber eine sehr exakte, mittlere Temperatur der gesamten Flüssigkeit. In einer noch
bevorzugteren Ausführungsform sind mehrere Temperatursensoren entlang des die Flüssigkeit
begrenzenden Randes des Probenhalters auf Höhe des Flüssigkeitsvolumens montiert und
erlauben so eine Temperaturmessung entlang des Umfangs der Flüssigkeit.
[0031] Der Heizer kann mehr als einen Sensor und/oder mehrere Sensortypen besitzen. Mit
Vorzug sind mehrere Sensoren, insbesondere symmetrisch über den Heizer verteilt, mit
größtem Vorzug in Form eines symmetrischen Musters, an dem Heizer, insbesondere an
der Heizfläche, angeordnet. Dadurch wird eine in-situ Aufnahme der Temperaturverteilung
der Flüssigkeitsoberfläche ermöglicht. Ist eine Verwendung mehrere Sensoren nicht
möglich oder nicht erwünscht, befindet sich der einzelne Sensor mit Vorzug im Zentrum
des Heizers.
[0032] Ein erfindungsgemäßer Aspekt besteht darin, den Heizer auf eine vorgegebene Temperatur
vorzuwärmen. Die Temperatur liegt erfindungsgemäß insbesondere oberhalb der Reinigungstemperatur,
da die an der Heizfläche erzeugte Wärmemenge nicht verlustfrei die Flüssigkeitsoberfläche
erreicht, sondern teilweise verloren geht. Für sehr viele Anwendungen liegt die Temperatur
des Heizers über dem Flammpunkt der Chemikalie. Nach dem Erreichen der Zieltemperatur
des Heizers beginnt die Messung der Temperatur an der Flüssigkeitsoberfläche. Ist
die Ist-Temperatur kleiner als die vorgegebene Soll-Temperatur (Flüssigkeitstemperatur),
wird der Abstand zwischen Heizer und Flüssigkeitsoberfläche reduziert. Denkbar ist
eine Annäherung des Heizers an die Flüssigkeitsoberfläche oder eine Annäherung der
Flüssigkeitsoberfläche durch Hebung des Probenhalters an den Heizer bzw. die Heizfläche.
Die erste Ausführungsform wird bevorzugt, da die Chemikalie dadurch nicht in z-Richtung
bewegt wird und damit eine ruhigere Oberfläche aufweist. Im weiteren Verlauf der Patentschrift
wird daher immer die bevorzugte Ausführungsform beschrieben, bei der der Heizer bewegt
wird.
[0033] Die Annäherung erfolgt dabei durch Motorsteuerung abhängig von einem Algorithmus
der Regelschleife. Durch eine Annäherung der, insbesondere an einer Heizplatte angeordneten,
Heizfläche an die Flüssigkeitsoberfläche wird die für den erzeugten Wärmestrom zu
überbrückende, Distanz verringert und dadurch wird bei gleicher Heizleistung weniger
Wärmemenge zwischen Heizer und Flüssigkeitsoberfläche verloren.
[0034] Ist die Ist-Temperatur größer als die Soll-Temperatur, erfolgt die Kühlung indirekt,
indem der Heizer durch die Regelschleife von der Flüssigkeitsoberfläche entfernt wird,
wodurch sich ein größerer zu überbrückender Weg (Abstand zwischen Heizfläche und Flüssigkeitsoberfläche)
für den Wärmestrom ergibt. Durch den größeren Weg geht mehr Wärmemenge aus dem Wärmestrom
verloren, bevor die entsprechende Wärmemenge an der Flüssigkeitsoberfläche ankommt.
Durch die stetig fortschreitende Wärmeabgabe der Flüssigkeit, des Substrats und der
gesamten erfindungsgemäßen Ausführungsvorrichtung selbst kommt es daher zu einer konstanten
Abkühlung und dadurch zu einem Konvergieren der Ist-Temperatur an die Soll-Temperatur.
[0035] Der Motor zur Linearbewegung des Heizers in z-Richtung (orthogonal zur Heizfläche
und/oder der Flüssigkeitsoberfläche und/oder der Substratoberfläche) und der Sensor
zur Bestimmung der Temperatur der Flüssigkeitsoberfläche sind insbesondere über einen
Regelkreis miteinander verbunden. Bei dem Regelkreis handelt es sich vorzugsweise
um einen Software- und/oder Hardware-Proportional-Integral-Differentialkontroller
(PID-Controller).
[0036] Ein weiterer erfindungsgemäßer Aspekt besteht einerseits darin, dass weder das Substrat
oder der Substrathalter noch der Heizer kontinuierlich ihre Temperatur ändern müssen.
Eine Temperaturänderung eines Substrathalters und/oder eines Heizers ist entsprechend
kostenintensiv, langwierig und schwer steuerbar. Das gilt vor allem dann, wenn Substrathalter
und/oder Heizer eine hohe Wärmekapazität und eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzen
und damit die Änderung der Temperatur entsprechend lange Zeit in Anspruch nimmt, vor
allem, wenn die zu ändernde Temperaturdifferenz groß ist. Erfindungsgemäß wird nur
der Heizer auf einer konstanten Temperatur gehalten. Soweit der Heizer an der Heizfläche
eine vorgegebene Heizflächentemperatur erreicht hat, erfolgt die Regelung der Flüssigkeitstemperatur,
insbesondere ausschließlich, über die Annäherung oder Bewegung der Heizfläche des
Heizers in z-Richtung. Der Heizer wird durch den PID Controller und die Messdaten
der Temperatursensoren so in seiner z-Position verschoben, dass die Ist-Temperatur
so gut wie möglich der Soll-Temperatur, der Prozesstemperatur des Strippens, gleicht.
[0037] Ein weiterer erfindungsgemäßer Aspekt besteht darin, dass der Heizer nicht mehr in
die Chemikalie eintauchen muss, also berührungslos bzw. kontaktlos heizt. Dadurch
werden gleich mehrere Probleme gelöst. Erstens kann es beim Eintauchen eines bereits
auf Temperatur gebrachten Heizers, oder eines Heizers der kalt in die Chemikalie eintaucht
und danach auf Temperatur gebracht wird, zu einem spontanen oder zumindest langsamen
Verdampfen der Chemikalie durch Überhitzung kommen. Dies wird erfindungsgemäß vermieden.
[0038] Zweitens wird durch das Nichteintauchen der des Heizers die Chemikalie, und damit
die Oberfläche des Substrats, nicht mit den Metallen des Heizers verunreinigt. Die
Heizer sind insbesondere mit unterschiedlichen Metallen beschichtet, welche sich in
den Chemikalien lösen können und damit vor- und/oder während und/oder nach der Einwirkung
der Chemikalie auf die zu entfernende Schicht auch die Substratoberfläche kontaminieren,
was zu gravierenden Problemen führen kann, wenn sich dort funktionale Einheiten wie
beispielsweise Mikrochips oder Speicherchips befinden.
[0039] Drittens wird eine Kontamination der Oberfläche des Heizers durch die Chemikalie
zumindest weitgehend verhindert. Eine Verwendung eines mit einer Chemikalie kontaminierten
Heizers führt außerdem zu einer extrem inhomogenen Temperaturverteilung, was sich
bei der nächsten zu reinigenden Charge entsprechend negativ auswirken würde. Die inhomogene
Temperaturverteilung kommt vor allem dadurch zustande, dass bei den entsprechend hohen
Temperaturen die Chemikalie an der Oberfläche des Heizers aushärten kann und eine
sehr schwer zu entfernende, ausgehärtete Kruste bildet. Da diese Verunreinigungen
im Allgemeinen unregelmäßig an der Oberfläche des Heizers auftauchen, haben sie auch
einen entsprechenden Effekt auf die Temperaturverteilung. Durch die regellose Verteilung
der Verunreinigungen kommt es zur Ausbildung einer inhomogenen Temperaturverteilung,
da Wärme an den Stellen der Verunreinigungen vom Heizer schwerer abgegeben werden
kann.
[0040] Ein weiterer erfindungsgemäßer Aspekt besteht darin, dass durch das Auftragen der
Flüssigkeit an nur einer Seite des Substrats die gegenüberliegende Seite des Substrats
nicht kontaminiert wird. Weiterhin wird durch die Erhitzung des Heizers nur die oberflächennahe
Region des Substrats, also die Flüssigkeitsschicht thermisch belastet, so dass nach
dem Abschleudern der Flüssigkeit und der Entfernung des Substrats sofort ein neues
Substrat auf einen Substrathalter positioniert werden kann, ohne dass vorher noch
ein langwieriger Abkühlprozesses des Substrathalters und/oder des Heizers abgewartet
werden müsste. Würde man beispielsweise die Chemikalie über einen heizbaren Substrathalter
erwärmen, würde das gesamte Substrat durchwärmt werden. Außerdem könnte das nächste,
noch kalte Substrat beim Laden auf einen heißen Substrathalter Schaden nehmen. Man
müsste also vor dem Laden eines neuen Substrats den Substrathalter kühlen, was mit
Energie, Zeit und Kosten verbunden wäre.
[0041] Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform wird die warme bzw. heiße Flüssigkeit abgeschleudert,
und der Heizer in eine Sicherheitsposition mit größerem Abstand als beim Reinigen
gefahren. Anschließend oder gleichzeitig wird das fertig prozessierte Substrat entfernt.
Es bleibt ein vergleichsweise kühler, sauberer Substrathalter für die Reinigung des
nächsten Substrats.
[0042] Während des Substrattausches bzw. des Entladens und Beladens eines neuen Substrats
kann der Heizer erfindungsgemäß weiter auf der Heiztemperatur gehalten werden, so
dass das Heizen sofort nach der Beladung des neuen Substrats und Aufbringen eines
neuen Flüssigkeitsvolumens durch Annäherung des Heizers in Sekundenbruchteile erfolgen
kann. Eine spontane Verdampfung der Chemikalie wird durch kontinuierliche Temperaturmessung
über die Temperatursensoren im Heizer während der Annäherung und einem entsprechend
frühzeitig gestoppten Heizer verhindert.
[0043] Ein weiterer erfindungsgemäßer Gedanke besteht darin, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung
dem unterschiedlichen Wärmeverlust des Substrathalters und des Substrats gerecht werden
kann. Erfindungsgemäß können somit unterschiedliche Substrate mit unterschiedlichen
Dicken, unterschiedlichen Schichten und unterschiedlichen Materialien mit ein und
derselben erfindungsgemäßen Anlage behandelt werden.
[0044] In einer speziellen Ausführungsform ist der Heizer als Segmentheizer ausgeführt.
Unter einem erfindungsgemäßen Segmentheizer versteht man einen in einzelne Segmente
unterteilten Heizer, mit welchem die Heiztemperatur lokal in jedem einzelnen Segment
separat angesteuert werden kann. Mit besonderem Vorzug ist in jedem Segment mindestens
ein Temperatursensor angeordnet, um die Temperatur der Flüssigkeitsoberfläche direkt
unter dem entsprechenden Segment und/oder die Heiztemperatur des jeweiligen Segments
messen zu können.
[0045] Dabei kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Segmente des Heizers in der
Aufsicht rechteckig geformt sind. In einer alternativen Ausführungsform sind die Segmente
ringförmig angelegt, wobei jeder Ring entlang seines Umfanges mehrfach untereilt sein
kann. In einer weiteren Ausführungsform existieren genau zwei Ringsegmente, eines
am Rand und eines im Zentrum. In einer ganz besonderen Ausführungsform sind die Segmente
wabenförmig, also sechseckig ausgeführt.
[0046] Mit Vorzug besitzt die erfindungsgemäße Ausführungsform eine Sicherheitsvorrichtung,
welche das Eintauchen des Heizers in die Chemikalie verhindert. Dabei kann es sich
um einen seitlich am Heizer angebrachten, auf eine Flüssigkeit sensitiv reagierenden
Stift handeln und/oder um eine optische Abstandsmesseinrichtung und/oder um einen
zu schließenden Stromkontakt, der eine Sicherung aktiviert.
[0047] Obwohl in den erfindungsgemäßen Ausführungsformen kein Heizer im Substrathalter vorgesehen
ist, kann es unter gewissen Umständen von Vorteil sein, neben dem erfindungsgemäßen,
vom Substrathalter getrennten Heizer, noch einen zusätzlichen Heizer direkt in den
Substrathalter einzubauen oder nur einen im Substrathalter eingebauten Heizer zu verwenden.
Ein solcher Heizer wäre vor allem für die Temperaturhomogenität, für das Vorheizen
oder das Aufrechterhalten der Temperatur von Bedeutung. Ein Substrathalter mit einem
eingebauten Heizer besitzt dann lediglich den Nachteil, dass eine Kühlung vor einer
neuen Beladung zu erfolgen hat, sofern die entsprechende erfindungsgemäße Methode
einen derartigen gekühlten Ausgangszustand verlangt. Alle für den eigentlichen, erfindungsgemäßen,
vom Substrathalter getrennten Heizer, vorgesehenen Überlegungen bezüglich Temperatursensoren,
Segmentierungen, translatorische Bewegung zur aktiven Temperaturregelung etc. gelten
ebenfalls für einen in den Substrathalter eingebauten Heizer. Besonders beachten muss
man, dass ein im bzw. unter dem Substrathalter eingebauter Heizer auch wieder so konstruiert
sein kann, dass er eine translatorische Bewegung auf den Substrathalter zu oder vom
Substrathalter weg durchführen kann. Dadurch wird wiederum die erfindungsgemäße aktive
Temperaturregulierung der Flüssigkeit bzw. des gesamten Substrats von der Unterseite,
nicht durch ein aktives Heizen und/oder Kühlen des Heizers sondern durch eine Bewegung
des Heizers auf das Substrat oder vom Substrat ermöglicht. Die effizienteste Ausführungsform
würde insbesondere in einer entsprechend dicken Hohlwelle bestehen, in welcher ein
erfindungsgemäßer Heizer auf einer zweiten Hubwelle befestigt, innerhalb der Hohlwelle
auf das Substrat zu bzw. vom Substrat weg bewegt werden kann. Natürlich könnte ein
Heizer auch statisch im Substratprobenhalter eingebaut werden.
[0048] Das zu behandelnde Substrat ist während des Reinigungsprozesses mit Vorzug vollständig
von der Flüssigkeit bedeckt.
[0049] Die erfindungsgemäße Reinigung erfolgt mit Vorzug in einer, insbesondere hermetisch
abdichtbaren, über das Abheben eines Deckels zugänglichen, evakuierbaren Reinigungskammer.
Die Reinigungskammer kann auf einen Druck von weniger als 1bar, mit Vorzug weniger
als 1mbar, mit größerem Vorzug weniger als 0,1mbar, mit größtem Vorzug auf weniger
als 0,01mbar mit allergrößtem Vorzug auf weniger als 0,0001mbar Absolutdruck evakuiert
werden. Mit Vorzug erfolgt eine derartige Evakuierung vor dem Einbringen der Flüssigkeit.
Ein entsprechend geringer Druck würde die meisten Flüssigkeiten bei zu geringen Temperaturen
sieden lassen. Die Evakuierung kann aber nicht erwünschte Gaskomponenten, allen voran
Sauerstoff, aus der Kammer entfernen und die Kammer so für die Spülung bzw. Auffüllung
mit einem erwünschten, für den Prozess vorteilhaften Gas, mit Vorzug einem Inertgas
zur Flamm- und Brennhemmung, vorbereiten.
[0050] Die Reinigungskammer besitzt mit Vorzug eine vollautomatisch steuerbare und programmierbare
Abgassteuerung. Der Volumenstrom der Abgasleitung liegt dabei zwischen 1m
3/h und 1000 m
3/h, mit Vorzug zwischen 50m
3/h und 750 m
3/h, mit größtem Vorzug zwischen 100m
3/h und 500 m
3/h, mit allergrößtem Vorzug zwischen 70m
3/h und 150 m
3/h. In einer besonderen Ausführungsform ist es möglich, die Reinigungskammer über
ein Ventil mit einem Gas zu füllen. Die Reinigungskammer kann dann mit Vorzug auch
auf Überdruck beansprucht werden. Der Druck ist dabei größer gleich 0.1 Pa (0.001
mbar) mit Vorzug größer als 10 Pa (0.1 mbar) mit größerem Vorzug größer als 100 Pa
(1 mbar), mit größtem Vorzug größer als 100 kPa (1 bar), mit allergrößtem Vorzug größer
als 500 kPa (5 bar). Besonders Vorteilhaft sind eine Evakuierung der Kammer (insbesondere
auf einen Druck von weniger als 100 kPa (1 bar), mit Vorzug weniger als 100 Pa (1
mbar), mit größerem Vorzug weniger als 10 Pa (0. 1 mbar), mit größtem Vorzug auf weniger
als 1 Pa (0.01 mbar) mit allergrößtem Vorzug auf weniger als 0.01 Pa (0.0001 mbar)
nach dem Laden des Substrats zur Entfernung ungewollter Luftbestandteile und ein anschließendes
Auffüllen mit einem Gas (insbesondere mit den oben genannten Parametern), welches
sich positiv auf den erfindungsgemäßen Prozess auswirkt. Dabei handelt es sich mit
Vorzug um Gase, welche eine Zündschwelle der Chemikalie herabsetzen, indem Sie den
Sauerstoff verdrängen bzw. ersetzen und die mit Vorzug selbst nicht oder nur sehr
schwer oxidierbar sind. Beispiele hierfür wären Stickstoff, Helium, Argon, Krypton.
Besonders bevorzugt wären auch Gase, mit einer besonders niedrigen Wärmekapazität
und einer hohen Wärmeleitfähigkeit. Je geringer die Wärmekapazität, desto weniger
Wärmemenge kann ein Gas pro Temperatureinheit speichern und desto geringer sollte
die Verzögerung der Wärmeänderung an der Chemikalienoberfläche bei eingeleiteter Temperaturänderung
am Heizer sein. Das System sollte daher bei Verwendung eines Gases mit möglichst geringer
Wärmekapazität eine möglichst geringe thermische Trägheit besitzen. Die spezifische
Wärmekapazität des verwendeten Gases sollte daher kleiner als 10 J/(g*K), mit Vorzug
kleiner als 5 J/(g*K), mit größerem Vorzug kleiner als 2 J/(g*K), mit noch größerem
Vorzug kleiner als 1 J/(g*K), mit größtem Vorzug kleiner als 0.5 J/(g*K), mit allergrößtem
Vorzug kleiner als 0.1 J/(g*K) sein. Gleichzeitig sollte die Wärme möglichst schnell
vom Heizer zur Chemikalie transportiert werden. Entsprechend groß sollte die thermische
Leitfähigkeit des Gases sein. Die thermische Leitfähigkeit sollte daher größer als
10
-3 W/(m*K), mit Vorzug größer als 10
-2 W/(m*K), mit größerem Vorzug größer als 10
-1 W/(m*K), mit größtem Vorzug größer als 1 W/(m*K), mit allergrößtem Vorzug größer
als 10 W/(m*K), am bevorzugtesten größer als 100 W/(m*K) sein. Mit besonderem Vorzug
können auch Gasgemische, bestehend aus einem Inertgas und einem für die effiziente
thermische Kontaktierung verantwortliches Gas, gemischt werden.
[0051] Die Flüssigkeit wird nach der Aufnahme des Substrats auf den Substrathalter über
einen Schlauch und/oder über Düsen aufgebracht. Bei der Verwendung von Düsen werden
mit Vorzug mehr als eine Düse, mit größerem Vorzug mehr als 5 Düsen, mit größerem
Vorzug mehr als 10 Düsen, mit allergrößtem Vorzug mehr als 50 Düsen für die Aufbringung
der Flüssigkeit benutzt. Mit besonderem Vorzug können sich der Schlauch und oder die
Düsen im Substrathalter befinden, sodass ein sehr nahe an den Substrathalter herangebrachter
Heizer die Abscheidung der Chemikalie nicht behindert.
[0052] Die Flüssigkeit läuft mit Vorzug über einen Wärmetauscher, bevor Sie auf die Oberfläche
des Substrats abgeschieden wird. Dadurch erreicht man bereits ein Vorheizen der Flüssigkeit.
Bei der Wärmequelle des Wärmetauschers kann es sich um die Abwärme des Heizers und/oder
der abgeschleuderten alten Flüssigkeit und/oder um eine elektrische Heizung handeln.
[0053] Nach dem Abschleudern der Chemikalie von der Oberfläche des Substrats kann eine Reinigung
mit einer frischen Chemikalie und/oder mit Wasser erfolgen.
[0054] Am Ende des Reinigungsprozesses kann das Substrat vor der Entnahme mit DI-Wasser
(deionisiertes Wasser) gereinigt werden. Die Reinigung erfolgt mit Vorzug über eine
oder mehrere Düsen.
[0055] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform mit
einem internen Feuerlöschsystem ausgestattet, welches über einen Feuermelder und/oder
mindestens eine Absaugung und/oder eine Zufuhr zur Spülung mit Inertgas verfügt. Durch
die Verwendung eines Feuerlöschsystems, einer evakuierbaren und mit Inertgas füllbaren
Kammer, eines aktiv Steuerbaren Reglers wird es damit erfindungsgemäß besonders einfach,
eine Flüssigkeit über ihre Flammpunkt zu erhitzen ohne dass es zur spontanen Zündung
kommt. Damit wird erfindungsgemäß erstmals eine Anlage beschrieben, die eine Flüssigkeit
über deren Flammpunkt kontrolliert auf Temperatur halten kann, ohne dass es zur Zündung
der Flüssigkeit kommt.
[0056] Ein erfindungsgemäßer Prozess zur Reinigung einer Oberfläche eines Substrats sieht
insbesondere einen oder mehrere der folgenden Schritte, vorzugsweise in der nachfolgend
genannten Abfolge, vor:
- Laden eines zu reinigenden Substrats auf den Substrathalter, insbesondere unter Ausbildung
einer Wanne zur Aufnahme einer (Reinigungs-)Flüssigkeit,
- Abscheiden der, insbesondere vorgeheizten, (Reinigungs-)Flüssigkeit auf der Substratoberfläche,
- Annäherung einer, insbesondere vorgeheizten, Heizfläche eines Heizers und kontinuierliche
Messung der Heiztemperatur an der Heizfläche und/oder der Reinigungstemperatur an
der Flüssigkeitsoberfläche,
- Halten des Heizers an einer bevorzugten z-Position in definiertem Abstand über der
Flüssigkeitsoberfläche, in welcher gewährleistet wird, dass die Flüssigkeitsoberfläche
eine gewünschte Reinigungstemperatur besitzt,
- Kontinuierliches Messen der Temperatur der Flüssigkeitsoberfläche und, soweit nötig
eine entsprechende Nachregelung der z-Position bzw. des Abstands des Heizers,
- Durchführung des Reinigungsprozesses, bis die Oberfläche des Substrats gereinigt ist,
- Verfahren des Heizers in eine Sicherheitsposition,
- Abschleudern der Chemikalie von der Substratoberfläche, insbesondere über einen, vorzugsweise
mit einer Rampe abgeflachten, Rand der Wanne,
- Nachspülen und Reinigen der Substratoberfläche mit DI-Wasser,
- Entfernen des prozessierten Substrats aus der Vorrichtung.
[0057] Einige Schritte der genannten Abfolge müssen nicht durchgeführt werden. Des Weiteren
ist es denkbar, dass nicht genannte Schritte in die obige Reihenfolge eingefügt werden.
Denkbar wäre auch die parallele Ausführung mehrere Schritte.
[0058] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist mit Vorzug Teil eines Clustersystems, mit größerem
Vorzug Teil eines Vakuumclustersystems, mit noch größerem Vorzug Teil eines Hochvakuumclustersystems,
mit allergrößtem Vorzug Teil eines Ultrahochvakuumclustersystems. Erfindungsgemäß
kann die erfindungsgemäße Ausführungsform daher in einem Modul untergebracht sein,
welches über mindestens eine Schleuse zu einer Zentralkammer des Vakuumclusters getrennt
ist. Durch die Schleuse kann erfindungsgemäß eine Trennung der Atmosphäre des Moduls,
in dem sich die erfindungsgemäße Ausführungsform befindet, von den anderen Modulen,
im Besonderen von der Zentralkammer des Vakuumclusters, gesteuert werden.
[0059] Der Vakuumcluster kann auf einen Druck von weniger als 100 kPa (1 bar), mit Vorzug
weniger als 0.1 Pa(10
-3 mbar) mit größerem Vorzug weniger als 10
-3 Pa(10
-5 mbar) mit größtem Vorzug weniger als 10
-6 Pa (10
-8 bar) evakuiert werden.
[0060] Das Modul, in welchem sich die erfindungsgemäße Vorrichtung befindet, kann, mit Vorzug
unabhängig vom Vakuumcluster, auf einen Druck von weniger als 100 kPa (1bar), mit
Vorzug weniger als 0.1 Pa (10
-3 mbar), mit größerem Vorzug weniger als 10
-3 Pa (10
-5 mbar) mit größtem Vorzug weniger als 10
-6Pa (10
-8 mbar) evakuiert werden.
[0061] Soweit vorliegend und/oder in der anschließenden Figurenbeschreibung Vorrichtungsmerkmale
offenbart sind, sollen diese auch als Verfahrensmerkmale offenbart gelten und umgekehrt.
[0062] Weitere Merkmale und Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen
sowie der nachfolgenden Figurenbeschreibung zur Zeichnung. Die Zeichnung zeigt in:
- Figur 1
- eine schematische Querschnittsansicht einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung,
- Figur 2a
- eine schematische Aufsicht einer erfindungsgemäßen ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Heizfläche,
- Figur 2b
- eine schematische Aufsicht einer erfindungsgemäßen zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Heizfläche,
- Figur 2c
- eine schematische Aufsicht einer erfindungsgemäßen dritten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Heizfläche,
- Figur 2d
- eine schematische Aufsicht einer erfindungsgemäßen vierten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Heizfläche,
- Figur 2e
- eine schematische Aufsicht einer erfindungsgemäßen fünften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Heizfläche,
- Figur 2f
- eine schematische Aufsicht einer erfindungsgemäßen sechsten Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Heizfläche und
- Figur 3
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Clustersystems mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung.
[0063] In den Figuren sind gleiche oder gleichwirkende Teile mit einheitlichen Bezugszeichen
gekennzeichnet, wobei die Größenverhältnisse zur Veranschaulichung nicht maßstabsgetreu
sind.
[0064] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Behandlungsmoduls 1. Das
Behandlungsmodul 1 besteht aus einer unteren Gehäusehälfte 2 und einer oberen Gehäusehälfte
3. Die Gehäusehälften 2, 3 sind optional, werden aber mit Vorzug verwendet, insbesondere
als abdichtbare Ausführung. Die obere Gehäusehälfte 3 ist mit Vorzug als Deckel ausgeführt,
der abgenommen bzw. abgehoben oder um ein Scharnier gekippt werden kann, insbesondere
gesteuert von einer Steuerungseinrichtung. Die Gehäusehälften 2, 3 sind bevorzugt
hermetisch dicht ausgebildet, sodass ein Innenraum 18 evakuiert oder mit Überdruck
zur Atmosphäre beaufschlagt werden kann.
[0065] Innerhalb der unteren Gehäusehälfte 2 ist ein Substrathalter 4 angeordnet. Der Substrathalter
4 ist insbesondere auf einer Hubwelle 7 fixiert. Die Hubwelle 7 erlaubt mit Vorzug
nicht nur die rotatorische Bewegung des Substrathalters 4, sondern auch dessen Bewegung
in z-Richtung, um das Laden eines Substrats 10 zu vereinfachen. Die Hubwelle 7, wird
von einem entsprechenden Motor 8 gesteuert. Der Motor 8 kann mit einer Schutzhülle
9 bedeckt sein, um eine Kontamination mit einer (Reinigungs-)Flüssigkeit 19 beim Abschleudern
der (Reinigungs)-Flüssigkeit 19 von dem Substrat 10 weitestgehend zu verhindern.
[0066] Die erfindungsgemäß denkbaren Ausführungsformen des Substrathalters 4 entsprechen
mit Vorzug einer der Ausführungsformen der Patentanmeldung
PCT/US2012/066204, auf die insofern Bezug genommen wird. Grundsätzlich sollte der Substrathalter 4
so konstruiert sein, dass der Wärmeabfluss über Wärmeleitung minimiert ist, und möglichst
nur eine einseitige Erwärmung von der Seite einer oberhalb des Substrathalters angeordneten
Heizeinrichtung 5 erfolgt. Sollte ein Heizer auch unterhalb des Substrathalters 4
angebracht sein, so ist der Wärmedurchfluss über Wärmeleitung maximiert.
Der Substrathalter 4 weist insbesondere eine Wannenform auf mit einem, insbesondere
ringförmigen Absatz 4r zur Aufnahme des Substrats 10 an dessen Rückseite 10r, vorzugsweise
ausschließlich in einem Seitenrandbereich, wobei ein Innenbereich des Substrats 10
zumindest weitgehend nicht unterstützt ist und über einem Wannenhohlraum 4h angeordnet
ist.
[0067] Das Substrat 10 bildet mit einem Ringabschnitt 4s des Substrathalters eine, insbesondere
wannenförmige, Flüssigkeitsaufnahme 4f aus. Diese ist vorzugsweise gegenüber der Rückseite
10r des Substrats abgedichtet.
[0068] Zumindest teilweise innerhalb der oberen Abdeckung 3 und vorzugsweise an dieser fixiert
befindet sich ein Motor 8' mit einer Hubwelle 7' und einem Heizer 6 der Heizeinrichtung
5. Der Heizer 6 ist über die Hubwelle 7' in z-Richtung verstellbar. Die Ausführung
der Welle als Hubwelle 7' erlaubt auch die Drehung des Heizers 6, was zu einer entsprechend
besseren und vor allem homogeneren Temperaturverteilung führen kann. Denkbar wäre
auch die Ausführung der Hubwelle 7' als einfacher Linearantrieb, während eine relative
Rotationsbewegung zwischen dem Heizer 6 und den Substrathalter 4 durch die Hubwelle
7 erfolgt.
[0069] Der Heizer 6 hat eine Heizfläche 6u, die gegenüberliegend zu einer Substratoberfläche
10s angeordnet ist und erfindungsgemäß in einer z-Richtung auf diese zu und von dieser
weg bewegt werden kann.
[0070] Der Innenraum 18 des erfindungsgemäßen Behandlungsmoduls 1 ist über eine Absaugöffnung
12 evakuierbar. Denkbar ist auch die Einleitung eines Gases oder Gasgemisches über
die Absaugöffnung 12 und eine daran angeschlossene Absaugleitung 13. Entsprechend
wird zwischen der Vakuumpumpe und der Absaugöffnung ein Ventil (nicht eingezeichnet)
eingebaut sein, welches nach der erfolgreichen Evakuierung das Umschalten auf eine
Gasquelle erlaubt. Denkbar wären auch eine zusätzliche, von der Absaugleitung 13 unabhängige,
eigene Zuleitung bzw. mehrere Zuleitungen zum Innenraum 18.
[0071] Das Substrat 10 mit einer zu entfernenden Schicht 17, insbesondere Fotolack, wird
auf dem Substrathalter 4 positioniert und fixiert. Danach erfolgt die Abscheidung
einer (Reinigungs-)Flüssigkeit 19 über ein Abscheidesystem 11. Die Flüssigkeit 19
ist vorzugsweise vorgewärmt worden.
[0072] Der Heizer 6 wird an der Heizfläche 6u auf eine Heiztemperatur T
H aufgeheizt. Ein an der Heizfläche, insbesondere im Zentrum der Heizfläche 6u, angeordneter
Temperatursensor 15 bzw. mehrere Temperatursensoren misst/messen die Heiztemperatur
T an der Heizfläche 6u und/oder Reinigungstemperatur T
R der Flüssigkeit 19 an der Flüssigkeitsoberfläche 19f und regelt über einen PID Kontroller
(nicht eingezeichnet), die Position des Heizers 6 solange, bis die Flüssigkeit 19
die vorgegebene Reinigungstemperatur T
R besitzt.
[0073] Die Figuren 2a-f zeigen mehrere Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Heizern 6,
6', 6",6"', 6
IV, 6
V. Dargestellt sind die Heizflächen 6u, 6u', 6u",6u"', 6u
IV, 6u
V von sechs unterschiedlichen Heizern 6, 6', 6", 6''', 6
IV, 6
V.
[0074] In einer erfindungsgemäßen ersten Ausführungsform besteht der Heizer 6 aus einer
vollflächigen Heizfläche 6u, bestehend aus einem einzelnen Segment. Im Zentrum der
vollflächigen Heizfläche 6u befindet sich der Temperatursensor 15.
[0075] In einer zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform besteht der Heizer 6' aus einer
aus Kreissegmenten 16' bestehenden Heizfläche 6u'. Jedes Kreissegment 16' (bis auf
das im Zentrum) weist mehrere, insbesondere drei, Temperatursensoren 15, die am Umfang,
insbesondere gleichmäßig, vorzugsweise jeweils in einem Winkelabstand von 120°, verteilt
angeordnet sind.
[0076] In einer dritten erfindungsgemäßen Ausführungsform besteht der Heizer 6" aus rechteckigen
Segmenten 16', in deren Zentrum sich jeweils ein Temperatursensor 15 befindet.
[0077] In einer vierten erfindungsgemäßen Ausführungsform besteht der Heizer 6"' aus wabenförmigen,
sechseckigen Segmenten 16", in deren Zentrum sich jeweils ein Temperatursensor 15
befindet.
[0078] In einer fünften erfindungsgemäßen Ausführungsform entspricht der Heizer 6
IV im Wesentlichen der zweiten Ausführungsform, nur mit weniger, insbesondere genau
zwei Kreissegmenten 16.
[0079] In einer sechsten erfindungsgemäßen Ausführungsform ist der Heizer 6
V als Kreissektor 16"' ausgebildet, der insbesondere um ein Kreiszentrum drehbar ist.
[0080] In einer Ausführungsform gemäß Figur 3 ist die erfindungsgemäße Vorrichtung als Behandlungsmodul
1 in einem Clustersystem 20 angeordnet, mit größerem Vorzug Teil eines Vakuumclustersystems,
mit noch größerem Vorzug Teil eines Hochvakuumclustersystems, mit allergrößtem Vorzug
Teil eines Ultrahochvakuumclustersystems. Das Behandlungsmodul 1 ist über mindestens
ein Modulschleusentor 26 von einer Zentralkammer 21 des Clustersystems 20, insbesondere
gedichtet, trennbar. Durch das Modulschleusentor 26 kann erfindungsgemäß eine Trennung
der Atmosphäre des Behandlungsmoduls 1 von anderen Modulen 25, im Besonderen von der
Zentralkammer 21, gesteuert werden.
[0081] Das Clustersystem kann auf einen Druck von weniger als 100 kPa (1 bar) mit Vorzug
weniger als 0.1 Pa (10
-3 mbar), mit größerem Vorzug weniger als 0.001 Pa (10-5 mbar) mit größtem Vorzug weniger
als 10
-6Pa (10
-8 mbar), evakuiert werden.
[0082] Das Behandlungsmodul 1 kann, mit Vorzug unabhängig vom Druck in der Zentralkammer
21 oder anderen Modulen 25, auf einen Druck von weniger als 100 kPa (1 bar), mit Vorzug
weniger als 0.1 Pa (10
-3 mbar), mit größerem Vorzug weniger als 0.001 Pa (10
-5 mbar), mit größtem Vorzug weniger als 10
-6 Pa(10
-8 mbar) evakuiert werden.
[0083] Innerhalb der Zentralkammer 21 transportiert ein Roboter 28 das Substrat 10 von einem
der Modul 25 zu dem Behandlungsmodul 1. Das Substrat 10 gelangt zunächst über eine
Schleuse 24 eines FOUP 22 für die einkommenden Substrate in die Zentralkammer 21.
Nach einer erfolgreichen Prozessierung des Substrates 10 innerhalb des Clustersystems
20 legt der Roboter 28 das Substrat 10 über eine FOUP-Schleuse 24 in einem ausgehenden
FOUP 23 ab.
Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung einer Substratoberfläche
BEZUGSZEICHENLISTE
[0084]
- 1
- Behandlungsmodul
- 2
- Untere Gehäusehälfte
- 3
- Obere Gehäusehälfte
- 4
- Substrathalter
- 4r
- ringförmiger Absatz
- 4f
- Flüssigkeitsaufnahme
- 4s
- Ringabschnitt
- 5
- Heizeinrichtung
- 6, 6', 6", 6'", 6IV, 6V
- Heizer
- 6u, 6u', 6u", 6u''', 6uIV, 6uV
- Heizfläche
- 7,7'
- Hubwelle
- 8, 8'
- Motor
- 9
- Schutzhülle
- 10
- Substrat
- 10s
- Substratoberfläche
- 10r
- Rückseite
- 11
- Abscheidesystem
- 12
- Absaugöffnung
- 13
- Absaugleitung
- 14
- Abfluss
- 15
- Temperatursensor
- 16, 16', 16", 16"'
- Heizsegment
- 17
- Schicht
- 18
- Innenraum
- 19
- Flüssigkeit
- 19f
- Flüssigkeitsoberfläche
- 20
- Clustersystem
- 21
- Zentralkammer
- 22
- Eingangs FOUP
- 23
- Ausgangs FOUP
- 24
- Schleuse
- 25
- Module
- 26
- Modulschleusentore
- 28
- Roboter
1. Verfahren zur Behandlung einer Substratoberfläche (10s) eines Substrats (10) durch
Aufbringen einer Flüssigkeit (19) auf die Substratoberfläche (10s) oder auf eine auf
der Substratoberfläche (10s) vorhandene Schicht (17), wobei die auf die Substratoberfläche
(10s) aufgebrachte Flüssigkeit (19) durch eine oberhalb und/oder unterhalb der Substratoberfläche
(10s) angeordnete Heizfläche (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) geheizt wird, wobei eine Temperatur TR der Flüssigkeit (19) durch Auf- und Abfahren der Heizfläche (6u, 6u', 6u", 6u"',
6uIV, 6uV) konstant gehalten wird, wobei das Substrat (10) einen Boden für die aufgebrachte
Flüssigkeit (19) bildet und eine Umrandung (4s) eines Substrathalters (4) die Flüssigkeit
(19) am Ablaufen hindert, dadurch gekennzeichnet, dass die Umrandung (4s) mit dem Substrat (10) eine Wanne zur Aufnahme der Flüssigkeit
(19) während der Behandlung bildet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei eine Heizflächentemperatur TH der Heizfläche (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) zumindest während der Behandlung, insbesondere zusätzlich während eines Wechsels
des zu reinigenden Substrats (10) und/oder während einer Vorwärmphase, konstant gehalten
wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die Heizfläche (6u, 6u', 6u", 6u'",
6uIV, 6uV) während der Behandlung parallel zur Substratoberfläche (10s) angeordnet wird.
4. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Substrat (10)
mit seiner zur Substratoberfläche (10s) abgewandten Rückseite (10r) von dem, insbesondere
rotierbaren, Substrathalter (4) gehalten wird.
5. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Heizfläche
(6u, 6u', 6u", 6u''', 6uIV, 6uV) einen Mindestabstand von 1mm, insbesondere 10mm, vorzugsweise 25mm, noch bevorzugter
50mm, noch bevorzugter 100mm aufweist.
6. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Temperatur
TR, insbesondere ausschließlich, durch Steuerung/Regelung des Auf- und Abfahrens der
Heizfläche (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV), konstant gehalten wird, insbesondere mit einer Abweichung von der Temperatur TR von weniger als 5°C, vorzugsweise weniger als 1°C, noch bevorzugter weniger als 0,1°C,
noch bevorzugter weniger als 0,001°C.
7. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Temperatur
TR und/oder die Heizflächentemperatur TH zumindest während der Behandlung, insbesondere durch mindestens einen, vorzugsweise
an der Heizfläche (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) angebrachten, Temperatursensor (15), gemessen wird.
8. Vorrichtung zur Behandlung einer Substratoberfläche (10s) eines Substrats (10) durch
Aufbringen einer Flüssigkeit (19) auf die Substratoberfläche (10s) oder auf eine auf
der Substratoberfläche (10s) vorhandene Schicht (17) mit:
- einer oberhalb und/oder unterhalb der Substratoberfläche (10s) angeordneten Heizfläche
(6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) zum Heizen der auf die Substratoberfläche (10s) aufgebrachten Flüssigkeit (19),
Mitteln zum Auf- und Abfahren der Heizfläche (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) und Konstanthalten einer Temperatur TR der Flüssigkeit (19),
- dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung derart ausgebildet ist, dass durch eine Umrandung (4s) eines Substrathalters
(4) die auf dem Substrat (10) aufgebrachte Flüssigkeit (19) am Ablaufen hinderbar
ist, wobei mit dem Substrat (10) ein Boden für die Flüssigkeit (19) bildbar ist und
die Umrandung (4s) mit dem Substrat (10) eine Wanne zur Aufnahme der Flüssigkeit (19)
bildbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8 mit dem, insbesondere rotierbaren, Substrathalter (4)
zur Aufnahme des Substrats (10) mit seiner zur Substratoberfläche (10s) abgewandten
Rückseite (10r).
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9 mit mindestens einem, vorzugsweise an der Heizfläche
(6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) angebrachten, Temperatursensor zur Messung der Temperatur TR und/oder der Heizflächentemperatur TH.
1. A method for treatment of a substrate surface (10s) of a substrate (10) by applying
a liquid (19) to the substrate surface (10s) or to a layer (17) which is present on
the substrate surface (10s), the liquid (19) which has been applied to the substrate
surface (10s) being heated by a heating area (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) which is located above and/or below the substrate surface (10s), wherein the temperature
TR of the liquid (19) is kept constant by moving the heating area (6u, 6u', 6u", 6u"',
6uIV, 6uV) up and down, wherein the substrate (10) forms a base for the applied liquid (19)
and a border (4s) of a substrate holder prevents the liquid (19) from draining, characterized in that the border (4s) forms with the substrate (10) a trough for accommodating the liquid
(19) during the treatment.
2. The method as claimed in Claim 1, wherein the heating area temperature TH of the heating area (6u, 6u', 6u", 6u'", 6uIV 6uV) is kept constant at least during treatment, especially in addition during a changing
of the substrate (10) which is to be cleaned and/or during a preheating phase,
3. The method as claimed in one of Claims 1 or 2, wherein the heating area (6u, 6u',
6u", 6u"', 6uIV, 6uV) is located parallel to the substrate surface (10s) during the treatment.
4. The method as claimed in at least one of the preceding claims, wherein the substrate
(10) with its back (10r) which faces away from the substrate surface (10s) is held
by an especially rotatable substrate holder (4).
5. The method as claimed in at least one of the preceding claims, wherein the heating
area (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) has a minimum distance of 1 mm, especially 10 mm, preferably 25 mm, still more preferably
50 mm, still more preferably 100 mm.
6. The method as claimed in at least one of the preceding claims, wherein the temperature
TR is kept constant, especially solely by control/adjustment of the movement of the
heating area (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) up and down, especially with a deviation from the temperature TR of less than 5°C, preferably less than 1°C, still more preferably less than 0.1°C,
still more preferably less than 0.001°C.
7. The method as claimed in at least one of the preceding claims, wherein the temperature
TR and/or the heating area temperature TH is measured at least during treatment, especially by at least one temperature sensor
(15) which is attached preferably to the heating area (6u, 6u', 6u", 6u'", 6uIV, 6uV).
8. A device for treatment of a substrate surface (10s) of a substrate (10) by applying
a liquid (19) to the substrate surface (10s) or to a layer (17) which is present on
the substrate surface (10s), with the following:
- a heating area (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) which is located above and/or below the substrate surface (10s) for heating of the
liquid (19) which has been applied to the substrate surface (10s),
- means for moving the heating area (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) up and down and keeping the temperature TR of the liquid (19) constant, characterized in that the device is formed such that the fluid (19) applied to the substrate (10) can be
prevented from draining by a border (4s) of a substrate holder (4), wherein a base
for the liquid (19) can be formed by the substrate (10) and the border (4s) with the
substrate (10) can form a trough for accommodating the liquid.
9. The device as claimed in Claim 8 with the especially rotatable substrate holder (4)
for holding the substrate (10) with its back (10r) facing away from the substrate
surface (10s).
10. The device as claimed in Claim 8 or 9 with at least one temperature sensor, which
is preferably attached to the heating area (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) for measuring the temperature TR and/or the heating area temperature TH.
1. Procédé de traitement d'une surface (10s) d'un substrat (10) par application d'un
liquide (19) sur la surface (10s) de substrat ou sur une couche (17) présente sur
la surface (10s) de substrat, dans lequel le liquide (19) appliqué sur la surface
(10s) de substrat est chauffé par une surface chaude (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) disposée au-dessus et/ou en-dessous de la surface (10s) de substrat, dans lequel
une température TR du liquide (19) est maintenue constante en tamponnant ou en éloignant la surface
chaude (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV), dans lequel le substrat (10) forme un fond pour le liquide (19) appliqué et une
bordure (4s) d'un support de substrat (4) empêche que le liquide (19) ne s'écoule,
caractérisé en ce que la bordure (4s) forme avec le substrat (10) une cuve pour recevoir le liquide (19)
pendant le traitement.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel une température de chauffage TH de la surface chaude (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) est maintenue constante, au moins pendant le traitement, en particulier en plus
pendant un changement du substrat (10) à nettoyer et/ou pendant une phase de pré-chauffage.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la surface chaude (6u, 6u', 6u",
6u"', 6uIV, 6uV) est disposée parallèlement à la surface (10s) de substrat pendant le traitement.
4. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel le substrat
(10) est maintenu par le support de substrat (4), en particulier rotatif, par son
dos (10r) détourné de la surface (10s) de substrat.
5. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel la surface
chaude (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) présente une distance minimale de 1mm, en particulier de 10 mm, de préférence de
25 mm, plus encore de préférence de 50 mm, plus encore de préférence de 100 mm.
6. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel la température
TR, est maintenue constante, en particulier exclusivement, par commande/réglage du tamponnage
et de l'éloignement de la surface chaude (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uv), en particulier avec un écart de la température TR inférieur à 5°C, de préférence inférieur à 1°C, plus encore de préférence inférieur
à 0,1°C, plus encore de préférence inférieur à 0,001°C.
7. Procédé selon au moins l'une des revendications précédentes, dans lequel la température
TR et/ou la température de chauffage TH est mesurée au moins pendant le traitement, en particulier par au moins un capteur
de température (15) appliqué de préférence sur la surface chaude (6u, 6u', 6u", 6u'",
6uIV, 6uV).
8. Dispositif de traitement d'une surface (10s) d'un substrat (10) par application d'un
liquide (19) sur la surface (10s) de substrat ou sur une couche (17) présente sur
la surface (10s) de substrat, comprenant:
- une surface chaude (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) disposée au-dessus et/ou en-dessous de la surface (10s) de substrat pour chauffer
le liquide (19) appliqué sur la surface (10s) de substrat, des moyens pour tamponner
et éloigner la surface chaude (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV) et maintenir constante une température TR du liquide (19)
- caractérisé en ce que le dispositif est ainsi conçu qu'une bordure (4s) d'un support de substrat (4) empêche
que le liquide (19) appliqué sur le substrat (10) ne s'écoule, dans lequel un fond
pour le liquide (19) peut être formé avec le substrat (10) et la bordure (4s) forme
avec le substrat (10) une cuve pour recevoir le liquide (19).
9. Dispositif selon la revendication 8. avec le support de substrat (4), en particulier
rotatif, pour recevoir le substrat (10) par son dos (10r) de la surface (10s) de substrat.
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, avec au moins un capteur de température
pour mesurer la température TR et/ou la température de chauffage TH, disposé de préférence sur la surface chaude (6u, 6u', 6u", 6u"', 6uIV, 6uV).