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(11) |
EP 3 017 743 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.01.2018 Patentblatt 2018/05 |
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Anmeldetag: 12.10.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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SELBSTFAHRENDES BODENPFLEGEGERÄT MIT EINER VORRICHTUNG ZUM AUFTRAGEN EINER BODENPFLEGEFLÜSSIGKEIT
SELF-PROPELLED FLOOR CLEANING APPLIANCE COMPRISING A DEVICE FOR APPLYING A GROUND
CLEANING LIQUID
APPAREIL D'ENTRETIEN DU SOL AUTOMOBILE DOTE D'UN DISPOSITIF D'APPLICATION DE LIQUIDE
D'ENTRETIEN DE SOL
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
10.11.2014 DE 102014116375
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.05.2016 Patentblatt 2016/19 |
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Patentinhaber: Miele & Cie. KG |
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33332 Gütersloh (DE) |
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Erfinder: |
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- Babenhauserheide, Nils
32049 Herford (DE)
- Penner, Markus
32791 Lage (DE)
- Kara, Seyfettin
32139 Spenge (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 730 204 GB-A- 918 902 US-A1- 2011 219 555
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GB-A- 903 786 US-A1- 2006 288 519 US-A1- 2014 208 527
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein selbstfahrendes Bodenpflegegerät zur automatisierten Pflege
von Bodenflächen, das ein Antriebssystem zur Bewegung des Bodenpflegegerät über die
zu pflegende Bodenfläche und eine Gerätesteuerung, die das Bodenpflegegerät entlang
eines Fahrwegs steuert, aufweist, sowie eine Vorrichtung zum Auftragen einer Bodenpflegeflüssigkeit
auf die zu pflegende Bodenfläche.
[0002] Selbstfahrende Bodenreinigungsgeräte dienen der automatisierten Reinigung von Bodenflächen.
Sie sind beispielsweise als Staubsauger ausgebildet, die dann üblicherweise als Saugroboter
bezeichnet werden. Weiter sind auch selbstfahrende Reinigungsgeräte zum Wischen eines
Boden bekannt und Kombigeräte, die durch Saugen und Wischen reinigen können.
[0003] Bei selbstfahrenden Reinigungsgeräten zum Wischen eines Bodens wird Wischflüssigkeit
üblicherweise mithilfe eines Pumpensystems über Sprühdüsen auf den Boden aufgetragen.
Ein derartiges System ist aufwendig und nur dann sinnvoll, wenn eine größere Flüssigkeitsmenge
aufgetragen werden muss.
[0004] Wenn Flüssigkeit nicht primär zum Zwecke der Reinigung, sondern zu Pflegezwecken
aufgetragen wird, ist es üblicherweise ausreichend, eine kleinere Flüssigkeitsmenge
aufzutragen. Derartige Bodenpflegeflüssigkeiten sind beispielsweise öl- oder wachshaltig
und dienen der Pflege von Hartböden wie Parkett oder Dielenböden.
[0005] Um die genannten Pflegeflüssigkeiten in kleinen Mengen aufzutragen, ist es beispielsweise
bekannt, unter einem Saugroboter ein mit der Pflegeflüssigkeit durchtränktes Tuch
anzubringen und so den Saugroboter zu einem selbstfahrenden Bodenpflegegerät umzurüsten.
Das mit der Pflegeflüssigkeit durchtränkte Tuch schleift entweder bei dem Saugvorgang
selbst oder in einem speziellen Fahrzyklus ohne Saugfunktion über den Boden und gibt
dabei die Pflegeflüssigkeit ab. Diese Erweiterung eines Saugroboters um eine Pflegefunktion
ist unaufwendig, jedoch ist die Abgabe der Pflegeflüssigkeit nicht dosierbar und auch
über die Fläche inhomogen. Insbesondere können Stillstandszeiten des Saugroboters
zu einer unerwünschten punktuellen Abgabe von Pflegeflüssigkeit führen.
[0006] Aus der
US 2006/0288519 A1 ist ein selbstfahrendes Bodenpflegegerät mit einer Vorrichtung zum Auftragen einer
Bodenpflegeflüssigkeit bekannt, bei welchem die Bodenpflegeflüssigkeit aus einem stationären
Vorratstank über eine Pumpe auf ein abwickelbares Reinigungstuch aufgetragen wird.
Eine solche Vorrichtung ist aber technisch äußerst komplex und erfordert in einem
selbstfahrenden Bodenpflegegerät viel zusätzlichen Bauraum.
[0007] Die
GB 918 902 A offenbart einen handgeführten Reinigungskopf, welcher zu Bevorratung einer Bodenpflegeflüssigkeit
einen rotierbaren hohlen Walzenkörper aufweist. Bei diesem wird die Menge der Bodenpflegeflüssigkeit
mit Hilfe eines Schwammkörpers reguliert und über ein Reinigungstuch auf den Boden
aufgetragen.
[0008] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein selbstfahrendes Bodenpflegegerät
mit einer Vorrichtung zum Auftragen einer Bodenpflegeflüssigkeit auf einen Boden zu
schaffen, mit dem Pflegeflüssigkeit gut dosiert abgegeben werden kann. Weiterhin soll
durch die Vorrichtung zugleich eine Poliermöglichkeit für den Boden gegeben sein.
Schließlich sollte die Vorrichtung zum Auftragen der Bodenpflegeflüssigkeit einfach
aufgebaut sein und problemlos in einen selbstfahrenden Saugroboter integrierbar sein,
um diesen zu einem selbstfahrenden Bodenpflegegerät umrüsten oder gegebenenfalls auch
nachrüsten zu können.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein selbstfahrendes Bodenreinigungsgerät mit den
Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Ein erfindungsgemäßes selbstfahrendes Bodenpflegegerät der eingangs genannten Art
zeichnet sich dadurch aus, dass die Vorrichtung zum Auftragen der Bodenpflegeflüssigkeit
einen rotierbaren hohlen Walzenkörper zur Bevorratung der Bodenpflegeflüssigkeit aufweist,
wobei die Vorrichtung so ausgebildet ist, dass Bodenpflegeflüssigkeit bei Rotation
des Walzenkörpers aus diesem austritt. Dabei ist in einer Mantelfläche des Walzenkörpers
eine Mehrzahl von Bohrungen angeordnet. Bevorzugt sind die Bohrungen auf zumindest
einer Seite von einer Membran abgedeckt, die besonders bevorzugt aus einem synthetischen
Material besteht. Die Membran kann dabei beispielsweise die Innenseite des Walzenkörpers
auskleiden oder aber auch in Form von einzelnen kleinen Abschnitten die Bohrungen
abdecken. Die Membran ist dabei so ausgewählt, dass ihre feine Porosität ein Austreten
der Bodenpflegeflüssigkeit aus dem Inneren des Walzenkörpers im Stillstand des Walzenkörpers
verhindert. Die feine Porosität der Membran erzeugt dabei eine Rückhaltekraft ähnlich
oder identisch zu einer kapillaren Haltekraft, die ein Austreten der Bodenpflegeflüssigkeit
aus dem Inneren des Walzenkörpers im Stillstand des Walzenkörpers verhindert. Bei
einer Rotation des Walzenkörpers übersteigen die auf die Bodenpflegeflüssigkeit wirkenden
Zentrifugalkräfte die Rückhaltekraft der Membran, so dass diese für die Bodenpflegeflüssigkeit
durchlässig wird. In der Folge tritt die Bodenpflegeflüssigkeit durch die Bohrungen
aus dem Inneren des Walzenkörpers aus.
[0011] In einer anderen erfindungsgemäßen Ausgestaltung sind die ebenfalls in der Mantelfläche
des Walzenkörpers vorhandenen Bohrungen durch jeweils einen Faserstopfen verschlossen.
Bevorzugt enthalten die Faserstopfen Polyesterfasern. Ähnlich wie bei der zuvor genannten
Membran halten die Kapillarkräfte der Fasern die Bodenpflegeflüssigkeit zurück, sofern
der Walzenkörper nicht rotiert.
[0012] Das Abgeben der Bodenpflegeflüssigkeit erfolgt bei Rotation des Walzenkörpers, wohingegen
im Stillstand keine Bodenpflegeflüssigkeit abgegeben wird. Die Rotation des Walzenkörpers
dient darüber hinaus dem Auftragen und Einarbeiten der Bodenpflegeflüssigkeit in den
Boden, wodurch der Boden auch gleich poliert werden kann. So wird ein Bodenpflegegerät
geschaffen, das ohne ein aufwendiges Pumpensystem Bodenpflegeflüssigkeit bevorraten
kann und bei Bedarf dosiert abgeben kann.
[0013] In einer vorteilhaften Ausgestaltung basiert das Bodenpflegegerät auf einem Saugroboter,
wobei die Vorrichtung zum Auftragen der Bodenpflegeflüssigkeit in einer Aufnahme einer
Bürstwalze des Saugroboters anstelle der Bürstwalze angeordnet ist. Mit einer Vorrichtung
zum Auftragen der Bodenpflegeflüssigkeit, die bezüglich ihrer äußeren Abmaße und ihrer
Lagerung kompatibel zu einer Bürstwalze eines Saugroboters ausgestaltet ist, sodass
sie leicht gegen eine vorhandene Bürstwalze ausgetauscht werden kann, kann ein Saugroboter
auf diese Weise einfach zum Bodenpflegegerät umgerüstet werden.
[0014] In einer Weiterbildung dieses Ausführungsbeispiels füllen die Faserstopfen die Bohrungen
in ihrer Längsrichtung nur teilweise aus, so dass zwischen dem äußeren Ende der Faserstopfen
und dem äußeren Umfang des Walzenkörpers ein Freiraum verbleibt. Auf diese Weise wird
verhindert, dass an der Walzenrolle anliegende saugfähige Materialien in unmittelbaren
Kontakt mit den äußeren Enden der Faserstopfen gelangen und Bodenpflegeflüssigkeit
auch bei Stillstand des Walzenkörpers durch die Faserstopfen aus dem Walzenkörper
heraus gesaugt wird.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Bodenpflegegeräts ist auf dem Walzenkörper
eine saugfähige Lage, insbesondere eine Vlieslage, angeordnet. Diese Lage kann schlauchförmig
ausgebildet sein und auf den Walzenkörper aufgeschoben sein. Alternativ kann die saugfähige
Lage in neben- und/oder übereinanderliegenden Bahnen auf den Walzenkörper aufgewickelt
sein. Die mitrotierende saugfähige Lage verteilt die aus dem Walzenkörper austretende
Bodenpflegeflüssigkeit und trägt sie auf den Boden auf. Außerdem dient sie einer effektiven
Politur des Bodens.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des Bodenpflegegeräts ist der Walzenkörper
an seinen axialen Enden mit Abschlusskappen abdichtend verschlossen. Bevorzugt ist
mindestens eine der Abschlusskappen abnehmbar, um Bodenpflegeflüssigkeit in den Walzenkörper
einzufüllen und/oder eine schlauchförmige saugfähige Lage aufzuschieben. So kann Bodenpflegeflüssigkeit
leicht ein- bzw. nachgefüllt werden. Die Abschlusskappen können zudem Lagermittel
zur drehbaren Lagerung der Vorrichtung aufweisen, beispielsweise indem sie einen Lagerkranz
umfassen. Bei einfachem Aufbau aus nur wenigen einzelnen Teilen wird so eine Vorrichtung
zum Auftragen der Bodenpflegeflüssigkeit realisiert, die Pflegeflüssigkeit ggf. nachfüllbar
bevorratet, dosieren und auftragen kann. Zum Auftragen und Dosieren rotiert die Vorrichtung
dabei vorzugsweise mit einer Rotationsgeschwindigkeit zwischen etwa 400 und 1200 Umdrehungen
pro Minute.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen mithilfe von Figuren
näher erläutert. Die Figuren zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitendarstellung eines Bodenpflegegeräts mit einer Pflegevorrichtung;
- Figur 2
- eine schematische Schnittdarstellung eines erstes Ausführungsbeispiels einer Pflegevorrichtung
in zwei verschiedenen Betriebszuständen;
- Figur 3
- eine isometrische Darstellung eines Walzenkörpers der Pflegevorrichtung gemäß Figur
2;
- Figur 4
- eine schematische Schnittdarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels einer Pflegevorrichtung
in zwei verschiedenen Betriebszuständen und
- Figur 5
- eine schematische Ansicht eines Details der Pflegevorrichtung aus Figur 4.
[0018] In der Figur 1 ist ein modifizierter Saugroboter 1 als ein Ausführungsbeispiel eines
Bodenpflegegeräts schematisch in einer teilgeschnittenen Seitenansicht dargestellt.
Der Saugroboter 1 weist angeordnet an bzw. in einem Gehäuse 2 ein Antriebssystem 3
auf, das auf zwei Antriebsräder 4, eines auf jeder Seite des Saugroboters 1 angeordnet,
wirkt. Die Antriebsräder 4 können unabhängig voneinander über hier nicht einzeln dargestellte
Antriebsmotoren des Antriebssystems 3 angetrieben werden. Weiter ist ein Stützrad
5 vorgesehen, das entweder verschwenkbar oder als eine in alle Richtungen drehbare
Kugel ausgebildet ist. Bei voneinander unabhängiger Ansteuerung der Drehrichtung und/oder
Drehgeschwindigkeit der Antriebsräder 4 kann der Saugroboter 1 Bewegungen mit unabhängig
voneinander einstellbaren Rotations- und Translationsgeschwindigkeiten auf einer zu
pflegenden Bodenfläche ausführen.
[0019] Im mittleren Bereich des Saugroboters 1 ist ein Saugmund 6 angeordnet, der in bekannter
Weise mit einer Staubkassette 7 und einem Sauggebläse 8 verbunden ist. Im Bereich
der Staubkassette ist ein Filtersystem, z.B. mit einem Staubsaugerbeutel, angeordnet.
[0020] Gesteuert wird der Saugroboter 1 über eine hier nicht dargestellte Gerätesteuerung,
die ein- oder mehrere Mikrocontroller umfasst. Die Gerätesteuerung kontrolliert die
einzelnen Komponenten des Saugroboters 1, wie z.B. das Antriebssystem 3 oder das Sauggebläse
8. Zudem weist die Gerätesteuerung ein Navigationssystem auf, das den Fahrweg des
Saugroboters 1 plant und veranlasst, dass der Fahrweg abgefahren wird. Zu Navigationszwecken
und zur Vermeidung von Zusammenstößen mit Hindernissen sind zudem lang- und/oder kurzreichweitige
Sensoren vorhanden, die von der Gerätesteuerung bzw. dem Navigationssystem ausgewertet
werden. Diese Sensoren können z.B. optisch oder akustisch arbeiten.
[0021] Der in Figur 1 dargestellte Saugroboter 1 ist dahingehend zu einem Bodenpflegegerät
modifiziert, dass er eine Vorrichtung 10 zum Auftragen einer Bodenpflegeflüssigkeit,
nachfolgend abkürzend Pflegevorrichtung 10 genannt, aufweist.
[0022] Die Pflegevorrichtung 10 ist im Bereich des Saugmunds 6 angeordnet. Sie ist walzenförmig
ausgebildet und erstreckt sich über die im Wesentlichen gesamte Breite des Saugmunds
6 und damit auch des Saugroboters 1. Wird der dargestellte Saugroboter 1 in nicht
modifizierter Form zur Reinigung einer Bodenfläche verwendet, ist üblicherweise anstelle
der Pflegevorrichtung 10 eine Bürstwalze angeordnet. Die Bürstwalze kann vom Saugroboter
1 über Antriebsmotoren rotiert werden und bürstet Staub- und Schmutzpartikel mit radial
abstehenden Borsten im Bereich des Saugmunds 6 beispielsweise aus den Fasern eines
Teppichbodens heraus, sodass diese leichter in den Saugmund 6 eingesaugt werden können.
[0023] Beim Einsatz des Saugroboters 1 als Bodenpflegegerät ist die Bürstwalze gegen die
dargestellte Pflegevorrichtung 10 getauscht, die ebenfalls vom Saugroboter 1 in Rotation
versetzt werden kann. Ein Wechsel zwischen dem Einsatz des Saugroboters 1 als Bodenreinigungsgerät
und als Bodenpflegegerät kann entsprechend schnell und einfach durch den Austausch
von Bürstwalze bzw. Pflegevorrichtung 10 erfolgen. In einer Weiterbildung des dargestellten
Saugroboters 1 kann der Wechsel zwischen Bürstwalze und Pflegevorrichtung 10 auch
automatisiert vorgenommen werden, indem beispielsweise im Bereich einer Ladestation
des Saugroboters 1 eine Ablage- und Aufnahmemöglichkeit für Bürstwalze bzw.
[0024] Pflegevorrichtung 10 vorgesehen ist, sodass der Saugroboter 1 diese selbstständig
tauschen kann.
[0025] Zwei Ausführungsbeispiele einer Pflegevorrichtung 10, die zur Modifikation des Saugroboters
1 gemäß Figur 1 zum Bodenpflegegerät eingesetzt werden können, sind anhand der nachfolgend
beschriebenen Figuren näher erläutert.
[0026] In Figur 2 ist ein erstes Ausführungsbeispiel einer Pflegevorrichtung 10 in einer
schematischen Schnittdarstellung in zwei Teilbildern a und b dargestellt. Teilbild
a zeigt die Pflegevorrichtung 10 in einer Ruheposition, wohingegen Teilbild b die
Pflegevorrichtung 10 rotierend wiedergibt.
[0027] Die Pflegevorrichtung 10 umfasst einen Walzenkörper 11, der in seinem mittleren Abschnitt,
durch den der Schnitt in Figur 2 geführt ist, hohlzylinderförmig ausgebildet ist.
Über den Umfang sowie über die Länge des Walzenkörpers 11 verteilt sind Bohrungen
12 in die Wandung des Walzenkörpers 11 eingebracht.
[0028] Figur 3 zeigt einen Abschnitt eines Walzenkörpers 11 in einer isometrischen Darstellung.
In dieser Abbildung sind die in der Mantelfäche des Walzenkörpers 11 verteilt angeordneten
Bohrungen 12 gut zu erkennen. Zu beiden Enden (dargestellt ist in Figur 3 nur ein
Endbereich des Walzenkörpers 11) ist am Walzenkörper 11 je eine Abschlusskappe 15
vorgesehen, die einen nach außen überstehenden Kragen 16 und einen konzentrischen
Lagerkranz 17 aufweist. Der Kragen 16 begrenzt den Walzenkörper 11 zur Seite hin und
der Lagerkranz 17 dient der drehbaren Lagerung des Walzenkörpers 11 am Bodenpflegegerät,
beispielsweise dem in Figur 1 dargestellten Saugroboter 1. Über den Lagerkranz 17
kann auch ein Antrieb des Walzenkörpers 11 zu seiner Rotation erfolgen, beispielsweise
mittels eines Reibrads oder indem ein in Längsrichtung des Walzenkörpers 11 gesehener
Teilabschnitt des Lagerkranz 17 mit einer Verzahnung versehen ist. Die Abschlusskappe
15 kann innerhalb des Lagerkranzes 17 eine ggf. abnehmbare Verschlusskappe aufweisen
oder alternativ fest verschlossen sein und ggf. als ganzes abnehmbar sein.
[0029] Wie wiederum in Figur 2 zu erkennen ist, ist außen auf den Walzenkörper 11 eine Vlieslage
13 angeordnet. Die Vlieslage 13 kann schlauchförmig ausgebildet sein und von einer
Seite auf den Walzenkörper 11 aufgeschoben sein. Zu diesem Zweck kann zumindest eine
der Abschlusskappen 15 abnehmbar sein, beispielsweise in den Walzenkörper 11 einschraub-
oder einsteckbar. Das Ausgangsmaterial der Vlieslage 13 kann alternativ flächig und
um den Walzenkörper 11 gelegt und dort auf dem Walzenkörper 11 fixiert sein. Hierfür
eignen sich beispielsweise eine Klebeverbindung oder eine Verbindung mittels eines
Klettverschlusses. Um eine axial verlaufende Naht entlang der Oberfläche des Walzenkörpers
11 zu vermeiden, kann die Vlieslage 13 dabei so vorgeschnitten sein, dass eine Naht
schraubenförmig, gegebenenfalls mit mehreren Schraubengängen entlang der Oberfläche
des Walzenkörpers 11 verläuft.
[0030] An der Innenseite der Wandung des Walzenkörpers 11 ist eine Membran 14 angeordnet.
Die Membran 14 deckt dabei zumindest die Bohrungen 12 ab, kann sich gegebenenfalls
aber auch über die gesamte innere Mantelfläche des Walzenkörpers 11 erstrecken.
[0031] Im Inneren der Pflegevorrichtung 10 ist durch den Walzenkörper 11 sowie die axialen
Abschlusskappen 15, die den Kragen 16 und den Lagerkranz 17 aufweisen, ein Hohlraum
gebildet, der mit einer Bodenpflegeflüssigkeit 20 zumindest teilweise gefüllt ist.
In Teilfigur a der Figur 2 ist eine derartige Bodenpflegeflüssigkeit 20 bis zu einem
Pegelstand 21 eingefüllt.
[0032] In axialer Richtung ist der Walzenkörper 11 durch die Abschlusskappen 15 hermetisch
so abgedichtet, dass die Bodenpflegeflüssigkeit 20 nicht austreten kann. Weiterhin
ist die Membran 14 eine permeable Membran, die den hydrostatischen Drücken, die die
Bodenpflegeflüssigkeit auf die Membran ausübt, entgegenwirkt. Entsprechend tritt in
dem in Teilfigur a gezeigten Zustand keine Bodenpflegeflüssigkeit 20 durch die Membran
14 und durch die Bohrungen 12 aus und benetzt die Vlieslage 13.
[0033] Beim Betrieb des Bodenpflegegeräts wird die Pflegevorrichtung 10 in Rotation versetzt,
wie dies in Teilfigur b der Figur 2 dargestellt ist. Dabei werden Drehzahlen im Bereich
von etwa 400 bis etwa 1200 Umdrehungen pro Minute erreicht.
[0034] Durch die Rotation und die dabei entstehenden Zentrifugalkräfte wird die Bodenpflegeflüssigkeit
20 nach außen an die Membran 14 gedrückt. Die Bodenpflegeflüssigkeit 20 verteilt sich
im Wesentlichen ebenfalls hohlzylinderförmig in der Innenwand des Walzenkörpers 11.
Die in Reaktion auf die Rotation auftretenden Zentrifugalkräfte drücken die Bodenpflegeflüssigkeit
20 durch die Membran 14 und nachfolgend durch die Bohrungen 12 in die Vlieslage 13.
[0035] Die Membran 14 kann beispielsweise eine Textilmembran sein, die aus einem synthetischen
Material mit feinen Poren gefertigt ist. Wenn die bei der Rotation der Pflegevorrichtung
10 auftretenden Zentrifugalkräfte die Rückhaltekraft in der Membran 14 übersteigen,
wird die Membran 14 für die Bodenpflegeflüssigkeit 20 durchlässig. Für eine gegebene
Membran 14 kann eine Dosierung der pro Zeiteinheit abgegebenen Menge an Bodenpflegeflüssigkeit
20 durch Variation der Rotationsgeschwindigkeit eingestellt werden.
[0036] Zur Pflege eines Bodens, beispielsweise eines Hartbodens wie eines Laminats oder
eines Parketts, fährt das Bodenpflegegerät mit rotierender Bodenpflegewalze über den
zu pflegenden Boden, wobei die Vlieslage 13 Kontakt zur Bodenoberfläche hat. Zu diesem
Zweck kann die Pflegevorrichtung 10 beispielsweise mit Federkraft beaufschlagt auf
den Boden gedrückt werden. Durch die Rotation der Pflegevorrichtung 10 wird zum einen
die Bodenpflegeflüssigkeit 20 über die Vlieslage 13 auf den Boden aufgetragen und
gleichzeitig der Boden durch die Vlieslage 13 poliert. Die Rotationsgeschwindigkeit
der Pflegevorrichtung 10 kann an die Fahrgeschwindigkeit des Bodenpflegegeräts derart
angepasst werden, dass mit höherer Fahrgeschwindigkeit auch eine höhere Rotationsgeschwindigkeit
einhergeht. Auf diese Weise wird ein homogener Auftrag an Bodenpflegeflüssigkeit 20
erreicht. Insbesondere kann vorgesehen sein, bei einem Stillstand des Bodenpflegegeräts
auch die Rotationsbewegung der Pflegevorrichtung 10 zu stoppen, um einen übermäßigen
Auftrag an Bodenpflegeflüssigkeit 20 an der entsprechenden Stelle zu unterbinden.
Während der Verwendung der Pflegevorrichtung 10 kann vorgesehen sein, das Sauggebläse
8 abzuschalten. Alternativ ist es möglich, das Sauggebläse 8 - ggf. mit geringerer
Drehzahl als im reinen Saugbetrieb - auch im Pflegebetrieb mit zu betreiben, um Schmutzpartikel
einzusaugen, bevor diese von der sich drehenden Pflegevorrichtung 10 aufgenommen oder
weggeschleudert werden.
[0037] Figur 4 zeigt in ähnlicher Weise wie Figur 2 eine schematische Schnittdarstellung
durch ein zweites Ausführungsbeispiel einer Pflegevorrichtung 10 in zwei Teilbildern.
Wiederum gibt das Teilbild a die Pflegevorrichtung 10 in einem Ruhezustand und das
Teilbild b die Pflegevorrichtung 10 während der Rotation an. Gleiche Bezugszeichen
kennzeichnen in dieser sowie der nächsten Figur gleiche bzw. gleichwirkende Elemente
wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
[0038] Bezüglich des Grundaufbaus entspricht die Pflegevorrichtung 10 des zweiten Ausführungsbeispiels
der in Figur 2 bzw. Figur 3 dargestellten. Auf die entsprechende Beschreibung wird
hiermit ausdrücklich verwiesen.
[0039] Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel ist vorliegend jedoch keine Membran
14 an der Innenseite des hohlzylinderförmigen Walzenkörpers 11 vorgesehen. Um ein
permanentes Eindringen von Bodenpflegeflüssigkeit 20 durch die Bohrungen 12 in die
Vlieslage 13 zu verhindern, sind vorliegend in den Bohrungen 12 Faserstopfen 18 angeordnet.
Die Faserstopfen 18 können beispielsweise eingesteckt und/oder mit dem Walzenkörper
11 verklebt sein. Die Faserstopfen 18 sind aus einem Fasermaterial, insbesondere einem
Polyesterfasermaterial gefertigt. In ihrem Aufbau entsprechen die Faserstopfen 18
Faserminen, wie sie beispielsweise in Faserstiften verwendet werden. Die innerhalb
der Faserstopfen 18 wirkenden Kapillarkräfte verhindern ein Durchtreten der Bodenpflegeflüssigkeit
20 in die Vlieslage 13 wenn die Pflegevorrichtung 10 sich nicht im rotierenden Betriebszustand
befindet.
[0040] Figur 5 zeigt den Bereich der Bohrungen 12 und der eingesetzten Faserstopfen 18 in
einem Detailausschnitt. Hierbei ist ersichtlich, dass zwischen der Vlieslage 13 und
dem äußeren Ende des Faserstopfens 18 ein Freiraum 19 verbleibt. Die Faserstopfen
18 berühren somit die Faserlage 13 nicht, da sie nur teilweise in die Bohrung 12 eingesteckt
sind. Der Freiraum 19 verhindert, dass eine von der Vlieslage 13 ausgeübte Kapillarwirkung
auch im Ruhezustand die Bodenpflegeflüssigkeit 20 durch die Faserstopfen 18 ansaugen
könnte.
[0041] Bezüglich der Verwendung der in den Figuren 4 und 5 dargestellten Pflegevorrichtung
10 wird auf die Ausführung zum ersten Ausführungsbeispiel verwiesen. Ebenso wie beim
ersten Ausführungsbeispiel wird eine Pflegevorrichtung geschaffen, die ohne ein aufwendiges
Pumpensystem Bodenpflegeflüssigkeit bevorraten kann und bei Bedarf dosiert abgeben
kann. Das Abgeben der Bodenpflegeflüssigkeit erfolgt durch Rotation der Pflegevorrichtung,
wobei die Rotation darüber hinaus das Auftragen und Einarbeiten der Bodenpflegeflüssigkeit
in den Boden dient und auch den Boden poliert. In beiden Ausgestaltungen kann die
Pflegevorrichtung bezüglich ihrer äußeren Abmaße und ihrer Lagerung kompatibel zu
einer Bürstwalze eines Saugroboters ausgestaltet werden, sodass sie leicht gegen eine
vorhandene Bürstwalze ausgetauscht werden kann, um einen Saugroboter zum Bodenpflegegerät
zu modifizieren.
Bezugszeichen
[0042]
- 1
- Saugroboter
- 2
- Gehäuse
- 3
- Antriebssystem
- 4
- Antriebsrad
- 5
- Stützrad
- 6
- Saugmund
- 7
- Staubkassette
- 8
- Sauggebläse
- 10
- Vorrichtung zum Auftragen von Bodenflüssigkeit (Pflegevorrichtung)
- 11
- Walzenkörper
- 12
- Bohrung
- 13
- Vlieslage
- 14
- Membran
- 15
- Kragen
- 16
- Kleiner Kranz
- 17
- Faserstopfen
- 18
- Freiraum
- 20
- Bodenpflegeflüssigkeit
- 21
- Pegelstand
1. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät zur automatisierten Pflege von Bodenflächen, aufweisend
ein Antriebssystem (3) zur Bewegung des Bodenpflegegerät über die zu pflegende Bodenfläche
und eine Gerätesteuerung, die das Bodenpflegegerät entlang eines Fahrwegs steuert,
sowie einer Vorrichtung (10) zum Auftragen einer Bodenpflegeflüssigkeit (20) auf die
zu pflegende Bodenfläche, wobei die Vorrichtung (10) einen rotierbaren hohlen Walzenkörper
(11) zur Bevorratung der Bodenpflegeflüssigkeit (20) aufweist, wobei der Walzenkörper
(11) so ausgebildet ist, dass Bodenpflegeflüssigkeit (20) bei Rotation des Walzenkörpers
(11) aus diesem austritt,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Mantelfläche des Walzenkörpers (11) eine Mehrzahl von Bohrungen (12) angeordnet
ist, wobei die Bohrungen (12) auf zumindest einer Seite von einer Membran (14) abgedeckt
sind.
2. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach Anspruch 1, bei dem die Membran (14) aus einem
synthetischen Material besteht.
3. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Membran (14)
die Innenseite des Walzenkörpers (11) auskleidet.
4. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät zur automatisierten Pflege von Bodenflächen, aufweisend
ein Antriebssystem (3) zur Bewegung des Bodenpflegegerät über die zu pflegende Bodenfläche
und eine Gerätesteuerung, die das Bodenpflegegerät entlang eines Fahrwegs steuert,
sowie einer Vorrichtung (10) zum Auftragen einer Bodenpflegeflüssigkeit (20) auf die
zu pflegende Bodenfläche, wobei die Vorrichtung (10) einen rotierbaren hohlen Walzenkörper
(11) zur Bevorratung der Bodenpflegeflüssigkeit (20) aufweist, wobei der Walzenkörper
(11) so ausgebildet ist, dass Bodenpflegeflüssigkeit (20) bei Rotation des Walzenkörpers
(11) aus diesem austritt,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Mantelfläche des Walzenkörpers (11) eine Mehrzahl von Bohrungen angeordnet
ist, wobei die Bohrungen (12) durch jeweils einen Faserstopfen (18) verschlossen sind.
5. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach Anspruch 4, bei dem die Faserstopfen (18) Polyesterfasern
enthalten.
6. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach Anspruch 4 oder 5, bei dem die Faserstopfen
(18) die Bohrungen (12) in der Längsrichtung der Bohrungen (12) nur teilweise ausfüllen,
so dass zwischen dem äußeren Ende der Faserstopfen (18) und dem äußeren Umfang des
Walzenkörpers (11) ein Freiraum (19) verbleibt.
7. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem auf dem
Walzenkörper (11) eine saugfähige Lage angeordnet ist.
8. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach Anspruch 7, bei dem die saugfähige Lage eine
Vlieslage (13) ist.
9. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach Anspruch 8, bei dem die saugfähige Lage schlauchförmig
ist und auf den Walzenkörper (11) aufgeschoben ist.
10. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach Anspruch 8, bei dem die saugfähige Lage in-,
neben- und/oder übereinanderliegenden Bahnen auf den Walzenkörper (11) aufgewickelt
ist.
11. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem der Walzenkörper
(11) an seinen axialen Enden mit Abschlusskappen (15) abdichtend verschlossen ist.
12. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach Anspruch 11, bei dem mindestens eine der Abschlusskappen
(15) abnehmbar ist, um Bodenpflegeflüssigkeit (20) in den Walzenkörper (11) einzufüllen
und/oder eine schlauchförmige saugfähige Lage aufzuschieben.
13. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach Anspruch 11 oder 12, bei dem die Abschlusskappen
(15) Lagermittel zur drehbaren Lagerung der Vorrichtung (10) aufweisen.
14. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach Anspruch 13, bei dem die Lagermittel einen Lagerkranz
(16) umfassen.
15. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei dem die Vorrichtung
(10) mit einer Rotationsgeschwindigkeit zwischen etwa 400 und 1200 Umdrehungen pro
Minute rotierbar ist.
16. Selbstfahrendes Bodenpflegegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 15, basierend auf
einem Saugroboter (1), wobei die Vorrichtung (10) in einer Aufnahme einer Bürstwalze
des Saugroboters (1) anstelle der Bürstwalze angeordnet ist.
1. Self-propelled floor care device for automated care of floor surfaces, comprising
a drive system (3) for moving the floor care device over the floor surface to be cared
for, and a device controller, which controls the floor care device along a travel
path, and comprising an apparatus (10) for applying a floor care fluid (20) to the
floor surface to be cared for, the apparatus (10) comprising a rotatable, hollow roller
body (11) for storing the floor care fluid (20), the roller body (11) being designed
such that floor care fluid (20) comes out of the roller body when said roller body
(11) rotates,
characterised in that
a plurality of holes (12) are arranged in a lateral surface of the roller body (11),
the holes (12) being covered on at least one side by a membrane (14).
2. Self-propelled floor care device according to claim 1, wherein the membrane (14) consists
of a synthetic material.
3. Self-propelled floor care device according to either claim 1 or claim 2, wherein the
membrane (14) lines the inner face of the roller body (11).
4. Self-propelled floor care device for automated care of floor surfaces, comprising
a drive system (3) for moving the floor care device over the floor surface to be cared
for, and a device controller, which controls the floor care device over a travel path,
and comprising an apparatus (10) for applying a floor care fluid (20) to the floor
surface to be cared for, the apparatus (10) comprising a rotatable, hollow roller
body (11) for storing the floor care fluid (20), the roller body (11) being designed
such that floor care fluid (20) comes out of the roller body when said roller body
(11) rotates,
characterised in that
a plurality of holes are arranged in a lateral surface of the roller body (11), each
of the holes (12) being closed by means of a fibre plug (18).
5. Self-propelled floor care device according to claim 4, wherein the fibre plugs (18)
contain polyester fibres.
6. Self-propelled floor care device according to either claim 4 or claim 5, wherein the
fibre plugs (18) only partially fill the holes (12) in the longitudinal direction
of the holes (12), and therefore a free space (19) remains between the outer end of
the fibre plugs (18) and the outer circumference of the roller body (11).
7. Self-propelled floor care device according to any of claims 1 to 6, wherein an absorbent
layer is arranged on the roller body (11).
8. Self-propelled floor care device according to claim 7, wherein the absorbent layer
is a nonwoven layer (13).
9. Self-propelled floor care device according to claim 8, wherein the absorbent layer
is tubular and is slid onto the roller body (11).
10. Self-propelled floor care device according to claim 8, wherein the absorbent layer
is wound onto the roller body (11) in webs arranged next to and/or on top of one another.
11. Self-propelled floor care device according to any of claims 1 to 10, wherein the roller
body (11) is sealed at the axial ends thereof by means of closure caps (15).
12. Self-propelled floor care device according to claim 11, wherein at least one of the
closure caps (15) can be removed in order to fill the roller body (11) with floor
care fluid (20) and/or to slide on a tubular absorbent layer.
13. Self-propelled floor care device according to either claim 11 or claim 12, wherein
the closure caps (15) comprise bearing means for rotatably mounting the apparatus
(10).
14. Self-propelled floor care device according to claim 13, wherein the bearing means
comprise a bearing rim (16).
15. Self-propelled floor care device according to any of claims 1 to 14, wherein the apparatus
(10) can rotate at a rotational speed of between approximately 400 and 1200 revolutions
per minute.
16. Self-propelled floor care device according to any of claims 1 to 15, based on a robotic
vacuum cleaner (1), wherein the apparatus (10) is arranged in a receptacle for a brush
roller of the robotic vacuum cleaner (1) in place of the brush roller.
1. Appareil d'entretien de sol automoteur destiné à l'entretien automatisé de surfaces
de sol, présentant un système d'entraînement (3) destiné au déplacement de l'appareil
d'entretien du sol sur la surface de sol à entretenir et une commande d'appareil qui
commande l'appareil d'entretien du sol le long d'un trajet de déplacement, ainsi qu'un
dispositif (10) destiné à l'application d'un liquide d'entretien du sol (20) sur la
surface de sol à entretenir, dans lequel le dispositif (10) présente un corps de rouleau
(11) creux rotatif destiné au stockage du liquide d'entretien du sol (20), dans lequel
le corps de rouleau (11) est constitué de telle sorte que du liquide d'entretien du
sol (20) sort du corps de rouleau (11) lors de la rotation de celui-ci,
caractérisé en ce
qu'une pluralité d'alésages (12) sont disposés dans une surface d'enveloppe du corps
de rouleau (11), dans lequel les alésages (12) sont recouverts sur au moins un côté
par une membrane (14).
2. Appareil d'entretien de sol automoteur selon la revendication 1, dans lequel la membrane
(14) se compose d'un matériau synthétique.
3. Appareil d'entretien de sol automoteur selon la revendication 1 ou 2, dans lequel
la membrane (14) revêt le côté intérieur du corps de rouleau (11).
4. Appareil d'entretien de sol automoteur destiné à l'entretien automatisé de surfaces
de sol, présentant un système d'entraînement (3) destiné au déplacement de l'appareil
d'entretien du sol sur la surface de sol à entretenir et une commande d'appareil qui
commande l'appareil d'entretien du sol le long d'un trajet de déplacement, ainsi qu'un
dispositif (10) destiné à l'application d'un liquide d'entretien du sol (20) sur la
surface de sol à entretenir, dans lequel le dispositif (10) présente un corps de rouleau
(11) creux rotatif destiné au stockage du liquide d'entretien du sol (20), dans lequel
le corps de rouleau (11) est constitué de telle sorte que du liquide d'entretien du
sol (20) sort du corps de rouleau (11) lors de la rotation de celui-ci,
caractérisé en ce
qu'une pluralité d'alésages sont disposés dans une surface d'enveloppe du corps de rouleau
(11), dans lequel les alésages (12) sont fermés par respectivement un bouchon en fibres
(18).
5. Appareil d'entretien de sol automoteur selon la revendication 4, dans lequel les bouchons
en fibres (18) contiennent des fibres de polyester.
6. Appareil d'entretien de sol automoteur selon la revendication 4 ou 5, dans lequel
les bouchons en fibres (18) ne remplissent que partiellement les alésages (12) dans
la direction longitudinale des alésages (12) de telle sorte qu'il demeure un espace
libre (19) entre l'extrémité extérieure des bouchons en fibres (18) et la circonférence
extérieure du corps de rouleau (11).
7. Appareil d'entretien de sol automoteur selon l'une des revendications 1 à 6, dans
lequel une couche absorbante est disposée sur le corps de rouleau (11).
8. Appareil d'entretien de sol automoteur selon la revendication 7, dans lequel la couche
absorbante est une couche de non-tissé (13).
9. Appareil d'entretien de sol automoteur selon la revendication 8, dans lequel la couche
absorbante est en forme de tuyau et est enfilée sur le corps de rouleau (11).
10. Appareil d'entretien de sol automoteur selon la revendication 8, dans lequel la couche
absorbante est enroulée sur le corps de rouleau (11) en bandes juxtaposées et/ou superposées.
11. Appareil d'entretien de sol automoteur selon l'une des revendications 1 à 10, dans
lequel le corps de rouleau (11) est fermé, à ses extrémités axiales, de façon étanche
avec des capuchons de fermeture (15).
12. Appareil d'entretien de sol automoteur selon la revendication 11, dans lequel au moins
un des capuchons de fermeture (15) peut être enlevé pour verser du liquide d'entretien
du sol (20) dans le corps de rouleau (11) et/ou pour enfiler une couche absorbante
en forme de tuyau.
13. Appareil d'entretien de sol automoteur selon la revendication 11 ou 12, dans lequel
les capuchons de fermeture (15) présentent des moyens de support pour supporter en
rotation le dispositif (10).
14. Appareil d'entretien de sol automoteur selon la revendication 13, dans lequel les
moyens de support comprennent un anneau de palier (16).
15. Appareil d'entretien de sol automoteur selon l'une des revendications 1 à 14, dans
lequel le dispositif (10) peut tourner à une vitesse de rotation entre environ 400
et 1 200 tours par minute.
16. Appareil d'entretien de sol automoteur selon l'une des revendications 1 à 15, basé
sur un aspirateur-robot (1), dans lequel le dispositif (10) est disposé dans un logement
pour un rouleau brosse de l'aspirateur-robot (1) à la place du rouleau brosse.
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