[0001] Die Erfindung betrifft eine Panikstange zur Betätigung einer Türverriegelungsmechanik
einer ein Türblatt aufweisenden Türanordnung, mit einem Getriebe und mit einem wenigstens
einen Betätigungshebel aufweisenden Betätigungsmittel, wobei wenigstens ein beleuchteter,
beleuchtbarer und/oder farbig akzentuierter Zwischenring zwischen dem Getriebe und
dem Betätigungshebel vorgesehen ist.
[0002] Panikstangen werden als Betätigungseinrichtung für die Öffnung von Türen eingesetzt
und dienen zu einer vereinfachten Betätigung einer Türverriegelungsmechanik einer
Tür, beispielsweise in Notsituationen. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Panikstangen
häufig bei Fluchtwegstüren vorgesehen. Durch Druck auf ein sich nahezu über die gesamte
Türbreite erstreckendes Betätigungselement der Panikstange wird dieses zum Türblatt
hin geschwenkt, wodurch über eine Mechanik die Tür freigegeben und damit die Öffnung
der Tür ermöglicht wird. Dies gestattet es insbesondere einer größeren Menschenmenge,
im Notfall einen Gefahrenbereich zügig zu verlassen, ohne dass ein Türdrücker durch
eine Einzelperson betätigt werden muss.
[0003] Die zuvor beschriebene, besondere Einbausituation für Panikstangen geht häufig mit
einer besonderen Kennzeichnung in Bezug auf die Türfunktion einher. Beispielsweise
werden Fluchtwegstüren in der Regel durch eine entsprechende Beschilderung in der
Nähe der Tür, durch eine besondere Farbgebung oder eine Beschriftung der Tür und/oder
der Panikstange gekennzeichnet.
[0004] Diese Formen der Kennzeichnung sind jedoch häufig statisch und können damit in aller
Regel nicht oder nur mit vergleichsweise großem Aufwand an verschiedene Situationen
angepasst werden. Zudem sind Kennzeichnungsformen, wie beispielsweise ein Anstrich
in einer Signalfarbe, nur passiv durch äußere Beleuchtung erkennbar.
[0005] Bei einer Panikstange, die als Betätigungseinrichtung für eine Tür dient, beispielsweise
zur Öffnung von Fluchtwegstüren, kommt der Kennzeichnung eine besondere Bedeutung
zu. In einem Notfall muss ein Auffinden einer Betätigungseinrichtung bzw. einer entsprechenden
Fluchttür auch unter erschwerten Bedingungen und bei schlechter Sicht gewährleistet
sein.
[0006] Darüber hinaus ist die Anpassung einer entsprechenden Kennzeichnung bei Türen, die
neben einer Funktion als Fluchtweg weiteren, insbesondere wechselnden, Nutzungsbedingungen
unterliegen, bei einer statischen Form der Kennzeichnung meist mit erheblichem Aufwand
verbunden.
[0007] Eine gattungsgemäße Panikstange ist bereits aus der
EP 2 708 687 A1 bekannt. Nachteilig ist, dass bei der bekannten Panikstange eine sichere Kennzeichnung
der Panikstange auch bei schlechten Sichtbedingungen nicht gewährleistet ist.
Darüber hinaus ist aus der
DE 20 2009 010 889 U1 ein elektrisches Verriegelungssystem für ein elektromechanisches Panikschloss bekannt.
Das Verriegelungssystem weist eine horizontal über die Türbreite verlaufende Druckstange
auf, wobei mindestens ein passiv leuchtendes Leuchtmittel an der Druckstange angeordnet
ist.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Möglichkeit zur variablen Kennzeichnung
einer Panikstange für den Einbau an eine Tür bereitzustellen, wobei die Kennzeichnung
auch bei schlechten Sichtbedingungen am Einbauort erkennbar sein soll.
[0009] Die vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Panikstange mit den Merkmalen
des Oberbegriffs von Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass dem Zwischenring eine wenigstens
ein Leuchtmittel aufweisende Beleuchtungseinrichtung zugeordnet ist und/oder dass
die Wahl der Akzentuierung des Zwischenrings in Form einer Signalfarbe erfolgt. Durch
die Wahl der Farbe der Akzentuierung, in Form einer Signalfarbe kann wahlweise eine
dauerhafte, auffällige Kennzeichnung der Panikstange oder ein dezentes optisches Erscheinungsbild
zur besseren Integration der Panikstange in das Design einer Türanordnung erreicht
werden. Durch seine kompakte Bauform lässt sich der Zwischenring gut in die Mechanik
der Panikstange bzw. des Betätigungsmittels der Panikstange integrieren, so dass keine
oder nur geringe gestalterische Zugeständnisse gemacht werden müssen, wenn zur Berücksichtigung
von Sicherheitsaspekten eine erfindungsgemäße Panikstange an einer Tür verbaut wird.
Abhängig von der Größe und Form des Zwischenrings ist es beispielsweise möglich, Teile
der Mechanik der Panikstange durch den Zwischenring zu verdecken.
Durch die Möglichkeit der Beleuchtung des Zwischenrings wird dessen Signalwirkung
verstärkt, bzw. lässt sich eine Kennzeichnung im Bedarfs- oder Notfall ein-oder ausschalten,
um beispielsweise auf einen Fluchtweg aufmerksam zu machen oder um bei Großveranstaltungen
größere Menschenströme zu lenken. Zusätzlich lässt sich durch ein Umschalten der Beleuchtungsfarbe
und/oder -helligkeit die Kennzeichnung dynamisch an eine gegebene Situation anpassen.
Es ist somit beispielsweise möglich, fein abgestuft auf Veränderungen in einer Gefahrensituation
zu reagieren, was gerade im Hinblick auf die übliche Verwendung von Panikstangen im
Bereich von Fluchtwegen bzw. an Fluahtwegstüren von Vorteil ist. Eine Beleuchtung
erlaubt es außerdem auch bei eingeschränkter Sicht, beispielsweise durch Rauch, eine
entsprechend gekennzeichnete Tür auch aus weiterer Entfernung zu finden, bzw. die
generelle Orientierungsfähigkeit von Personen im Gefahrenbereich zu erhalten.
[0010] Die Beleuchtung des Zwischenrings erfolgt erfindungsgemäß durch eine dem Zwischenring
zugeordnete Beleuchtungseinrichtung, die wenigstens ein Leuchtmittel aufweist. Der
Zwischenring ist damit unabhängig von der Beleuchtungseinrichtung austauschbar, so
dass auf einfache Weise die dauerhafte Kennzeichnung verändert werden kann, während
die durch die Beleuchtung erzielte Form des Signalisierungseffekts beibehalten wird.
Umgekehrt ist es auch möglich, die Beleuchtungseinrichtung unabhängig vom Zwischenring
in jeder Konfiguration zu verändern bzw. durch eine andere Beleuchtungseinrichtung
zu ersetzen. Dies erleichtert einerseits die Wartung bzw. Reparatur der entsprechenden
Bauteile. Des weiteren müssen zur Bereitstellung von Panikstangen für verschiedene
Einbausituationen durch das vorgenannte, modulare Prinzip lediglich einzelne Bauteile
angepasst bzw. ausgetauscht werden, ohne dass dafür wesentliche, vergleichsweise komplexe
Elemente der Panikstange speziell hergestellt oder gar neu entwickelt werden müssen,
was die Kosten für die Bereitstellung von an die jeweilige Einbausituation angepassten
Panikstangen erheblich reduziert.
[0011] Als Leuchtmittel der Beleuchtungseinrichtung ist insbesondere eine Licht emittierende
Diode (LED) geeignet, die kostengünstig und leicht verfügbar ist und sich darüber
hinaus durch eine hohe Robustheit und eine lange Lebensdauer auszeichnet. Zudem stellt
eine LED ein vergleichsweise kompaktes Leuchtmittel dar. Dies gilt insbesondere für
eine RGB-LED, die bei einer sehr kompakten Bauform den Vorteil einer hohen Variabilität
zum Bezug auf die Leuchtfarbe und -intensität aufweist. Bei einer RGB-LED sind drei
Leuchtdioden in einem gemeinsamen Leuchtmittelkörper angeordnet, wobei die drei Leuchtdioden
Licht in den drei Grundfarben rot, grün und blau emittieren und in der Emissionsintensität
unabhängig voneinander einstellbar sind, so dass durch die Einstellung von Intensitätsverhältnissen
zwisehen den Grundfarben nach dem Prinzip der additiven Farbmischung eine nahezu beliebige
Leuchtfarbe des gesamten Leuchtmittels eingestellt werden kann. Durch die zusammengefasste
Anordnung der drei Emitter in einem Leuchtmittelkörper ist eine mit einer RGB-LED
ausgestattete Beleuchtungseinrichtung ebenso einfach herzustellen wie bei der Bestückung
mit einer gewöhnlichen, einfarbigen LED. Sie ist dabei jedoch variabel in Bezug auf
die Beleuchtungsfarbe und/oder -helligkeit.
[0012] Das vorgenannte gilt in ähnlicher Form auch für die Verwendung einer gegenüber RGB-LEDs
deutlich kostengünstigeren Farbwechsel-LED, die nur zwei verschiedenfarbige Lichtemitter,
häufig in der Kombination von rot und grün, in einem gemeinsamen Leuchtmittelkörper
aufweist. Darüber hinaus ist auch der Einsatz anderer Lichtquellen als Leuchtmittel
der Beleuchtungseinrichtung denkbar, beispielsweise Elektrolumineszenzfolien, die
aufgrund ihrer Flexibilität und ihrer flächigen, diffusen Lichtabgabe selbst in eine
komplexe Mechanik der Panikstange gut integrierbar sind, oder konventioneller Glüh-
oder Glimmlampen.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Beleuchtungseinrichtung eine Platine
auf, mit der das Leuchtmittel verbunden ist. Dadurch lässt sich eine kompakte Bauweise
der Beleuchtungseinrichtung realisieren, wobei die Platine beispielsweise als Träger
einer unterstützenden Elektronik dient und insbesondere elektronische und/oder opto-elektronische
Bauteile aufweisen kann. Im Hinblick auf einen einfachen Aufbau der Beleuchtungseinrichtung
ist es zudem möglich, dass die Energieversorgung zentral über die Platine erfolgt,
von der aus wiederum das oder die Leuchtmittel versorgt werden.
[0014] Im Hinblick auf eine kompakte Ausführung der Beleuchtungseinrichtung ist es besonders
bevorzugt, das Leuchtmittel unmittelbar auf der Platine anzuordnen. Hierbei bietet
sich der Einsatz eines als surface-mounted device (SMD) ausgeführten Leuchtmittels
an, das sich durch eine besonders kompakte bzw. flache Bauform auszeichnet. Auf diese
Weise dient die Platine als ein einheitlicher Träger für das oder die Leuchtmittel
und gegebenenfalls die unterstützende Elektronik. Dadurch wird ein hoher Integrationsgrad
erreicht, was sich insgesamt vorteilhaft auf die Baugröße der Beleuchtungseinrichtung
auswirkt.
[0015] Eine hinreichend kompakte Bauform der Beleuchtungseinrichtung bzw. der Platine erlaubt
es, diese im Bereich des Getriebes, vorzugsweise innerhalb einer die Getriebemechanik
umgebenden Abdeckklappe, anzuordnen. In dieser Position befindet sich die Beleuchtungseinrichtung
bzw. die Platine nah am zu beleuchtenen Zwischenring, ist dabei allerdings unauffällig
in die Mechanik der Panikstange integriert und zudem zusammen mit den übrigen Getriebekomponenten
von der Abdeckkappe geschützt. Darüber hinaus lässt sich eine Versorgungsleitung in
nach außen hin unauffälliger Weise über das Getriebegehäuse zur Beleuchtungseinrichtung
führen. Um eine gute Ausleuchtung des Zwischenrings zu gewährleisten, ist die Beleuchtungseinrichtung
dabei so positioniert, dass das von ihr emittierte Licht auf die stirnseitige Ringfläche
des Zwischenrings gerichtet ist und in diese vorzugsweise senkrecht eintritt.
[0016] Zur Aufnahme der Beleuchtungseinrichtung bzw. der Platine eignet sich insbesondere
ein Lagerbock des Getriebes, der eine für diesen Zweck ausreichende Größe und Stabilität
aufweist. Der Lagerbock ist in der Regel so robust ausgebildet, dass ohne weiteres
entsprechende Befestigungsmittel, beispielsweise Gewinde oder Haken, oder eine spezielle
Aufnahme an diesem vorgesehen sein können, um die Platine stirnseitig am Lagerbock
anzuordnen, ohne dass dessen Stabilität beeinträchtigt wird.
[0017] Im Fall einer Anordnung der Beleuchtungseinrichtung im Bereich des Getriebes ist
es besonders bevorzugt, dass die Abdeckkappe zur Abdeckung der Getriebemechanik wenigstens
eine Aussparung aufweist, die das Leuchtmittel der Beleuchtungseinrichtung freigibt.
Dadurch wird ein möglichst großer Schutz der Beleuchtungseinrichtung vor Staub und
mechanische Beschädigung erreicht. Dies trägt zu einer Gewährleistung der Funktion
der Beleuchtungseinrichtung über eine lange Lebensdauer bei, was insbesondere bei
einer Fluchtwegskennzeichnung von Vorteil ist. Zudem lässt sich durch die Ausgestaltung
der Aussparung die Abstrahlrichtung der Beleuchtungseinrichtung begrenzen bzw. einen
Teil des Lichts abschatten, um beispielsweise einer Blendung des Benutzers entgegenzuwirken.
Hierbei können verschiedene Formen und Größen der Aussparung, beispielsweise kreisförmig,
schlitzförmig oder insbesondere eine der Platinenform entsprechende Form, vorgesehen
sein.
[0018] Für eine vollständige und gleichmäßige Beleuchtung des Zwischenrings mit ausreichender
Intensität kann die Beleuchtungseinrichtung wenigstens drei, vorzugsweise wenigstens
vier, Leuchtmittel aufweisen. Zudem sichert eine redundante Anordnung von Leuchtmitteln
die Funktion der Beleuchtungseinrichtung bei Ausfall eines oder mehrerer Leuchtmittel.
Ein solcher Ausfallschutz erhöht insbesondere bei einer Fluchtwegskennzeichnung zusätzlich
die Sicherheit.
[0019] Für eine möglichst gleichmäßige und homogene Ausleuchtung des Zwischenrings sind
die Leuchtmittel vorzugsweise über den Umfang des Zwischenrings mit gleichem Abstand
zueinander verteilt. Dabei sind die Leuchtmittel so angeordnet, dass die Abstrahlrichtung
des von ihnen emittierten Lichts vorzugsweise senkrecht auf die stirnseitige Ringfläche
des Zwischenrings ausgerichtet ist. Alternativ können die Leuchtmittel jedoch auch
in beliebiger Weise entlang des Umfangs des Zwischenrings und in beliebigem Winkel
zur stirnseitigen Ringfläche des Zwischenrings angeordnet sein, um beispielsweise
bewusst eine inhomogene Beleuchtung des Zwischenrings zu erreichen.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Zwischenring ein zumindest im Wesentlichen
transparentes Material auf, damit in den Zwischenring eintretendes Licht diesen zumindest
weitgehend durchdringen kann. Auf diese Weise lässt sich der Zwischenring auch bei
einer einseitig angeordneten Beleuchtungseinrichtung nahezu homogen beleuchten.
[0021] Zur Streuung des in den Zwischenring eintretenden Lichts können im Material des Zwischenrings
partikelförmige Schwebstoffe vorgesehen sein. Hierbei ist neben dem Einsatz von beispielsweise
matten Partikeln, an denen das Licht zumindest im Wesentlichen isotrop in den Raumwinkel
gestreut wird, auch denkbar, dass Partikel mit einer reflektierenden Oberfläche, beispielsweise
Metallpartikel und/oder Glanzpigmente, vorgesehen sind. Infolge einer zufälligen Ausrichtung
der reflektierenden Oberflächen einer Vielzahl derartiger Partikel wird eine insgesamt
isotrope Streuung des einfallenden Lichts erreicht, wobei eine hohe Brillanz des optischen
Erscheinungsbilds des Zwischenrings erreicht wird. Darüber hinaus ist ebenso der Einsatz
weiterer funktioneller, partikelförmiger Materialen, beispielsweise fluoreszierender
Partikel, denkbar.
[0022] Durch eine entsprechende Materialbeschaffenheit des Zwischenrings ist es möglich,
dass dieser im unbeleuchteten und im beleuchteten Zustand in unterschiedlichen Farben
erscheint. Dies kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass im Material des
Zwischenrings farbgebende Pigmente und lichtstreuende Partikel vorgesehen sind. Durch
die Mantelfläche des Zwischenrings eintretendes Licht bei einer äußeren Beleuchtung
wird dann von den Pigmenten teilweise absorbiert, so dass der Zwischenring in einer
bestimmten Farbe erscheint. Bei einer andersfarbigen Beleuchtung durch die Beleuchtungseinrichtung
im Sinne der Erfindung mit hinreichender Intensität überlagert die Wahrnehmung des
an den Partikeln gestreuten Lichts den durch die Pigmente vorgegebenen Farbeindruck.
Eine statische Form der Kennzeichnung kann somit bedarfsweise durch die Beleuchtung
überlagert werden, um auf einfache Weise eine Veränderung der Kennzeichnung zu bewirken.
Alternativ kann der Zwischenring auf seiner äußeren Mantelfläche auch eine Schicht
aufweisen, die derart beschaffen ist, dass sie von außen auftreffendes Licht teilweise
absorbiert, so dass ein bestimmter Farbeindruck erzeugt wird. Gleichzeitig kann diese
Schicht zumindest teilweise durchlässig für von innen aus dem Zwischenring austretendes
Licht von der Beleuchtungseinrichtung ausgebildet sein.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Panikstange eine Steuereinrichtung
zugeordnet, die zur Steuerung der Beleuchtung des Zwischenrings dient. Bei der Steuereinrichtung
kann es sich beispielsweise um eine Logikschaltung mit einem vergleichsweise einfachen
Aufbau handeln, die innerhalb der erfindungsgemäßen Panikstange angeordnet ist. Die
Steuereinrichtung ist jedoch vorzugsweise programmierbar, so dass sich in einfacher
Weise verschiedene Schaltmuster für die Beleuchtung des Zwischenrings einspeichern
lassen. Gegenüber einem Auswechseln von Bauteilen stellt eine Umprogrammierung der
Steuereinrichtung eine deutlich einfachere und kostengünstigere Möglichkeit zur Modifikation
der Beleuchtung des Zwischenrings dar.
[0024] Insbesondere ist es auch möglich, die Steuereinrichtung außerhalb der Panikstange
anzuordnen. Durch die externe Anordnung der Steuereinrichtung lassen sich auch aufwendigere,
mit erhöhtem Platzbedarf verbundene Lösungen zur Steuerung von Beleuchtungsparametern
realisieren. Beispielsweise kann eine solche Steuereinrichtung über eine Datenleitung
mit einer zentralen Einrichtung zur Steuerung der Gebäudetechnik oder einem Alarmsystem
verbindbar sein.
[0025] Bei einer Anordnung der Steuereinrichtung im Inneren der Panikstange ist ein Teil
der Steuereinrichtung vorzugsweise auf der Platine der Beleuchtungseinrichtung vorgesehen.
Diese kompakte Ausführung des vergleichsweise komplexen Systems aus der Beleuchtungs-
und der Steuereinrichtung trägt zu einer insgesamt geringen Baugröße der Panikstange
bei. Die Integration der beiden vorgenannten Einrichtungen auf einer gemeinsamen Platine
reduziert die Abhängigkeit des Systems von entsprechenden Verbindungsleitungen. Dadurch
wird die Störanfälligkeit verringert, was insbesondere bei der Kennzeichnung von Fluchtwegen
erwünscht ist.
[0026] Die Beleuchtungseinrichtung kann zudem derart ausgebildet sein, dass eine blinkende
Beleuchtung des Zwischenrings vorgesehen ist. Hierdurch wird die Signalwirkung des
beleuchteten Zwischenrings, beispielsweise in Notsituationen, weiter erhöht.
[0027] Durch eine einstellbare Blinkfrequenz ist es dabei insbesondere möglich, verschiedene
Zustände der Tür und/oder der Beleuchtungseinrichtung, beispielsweise zur Signalisierung
einer Störung, anzuzeigen. Darüber hinaus ist es denkbar, über eine Einstellung der
Blinkfrequenz, insbesondere durch die Steuereinrichtung, die Kennzeichnung einer Tür
situationsabhängig abzupassen. Es versteht sich, dass dabei auch verschiedene Blinkmuster
vorgesehen sein können, d.h., dass sich die Blinkfrequenz im zeitlichen Verlauf ändert.
[0028] Durch die unabhängige Steuerung der Beleuchtungsparameter für die Beleuchtung des
Zwischenrings mittels der Steuereinrichtung, wobei insbesondere die Farbe, die Intensität
und/oder die Blinkfrequenz einstellbar sind, lässt sich die Beleuchtung des Zwischenrings
über einen weiten Bereich anpassen. Dabei erfolgt die Steuerung der Beleuchtungsparameter
vorzugsweise durch voreingestellte Programme. Denkbar ist dabei auch eine Steuerung
der Beleuchtungsparameter in Abhängigkeit von externen Signalen, die der Steuereinrichtung
über Eingangskanäle zugeführt werden, wodurch eine situationsabhängige Anpassung der
Beleuchtungsparameter beispielsweise auch automatisiert erfolgen kann.
[0029] Die Kopplung der Steuereinrichtung und/oder der Beleuchtungseinrichtung mit einer
Türverriegelungsmechanik gestattet es, eine Betätigung der Türverriegelungsmechanik
zu erfassen und davon abhängig die Beleuchtungsparameter für die Beleuchtung des Zwischenrings
anzupassen. Eine derart abhängige Kennzeichnung kann beispielsweise über den Status
einer Tür, das heißt beispielsweise "frei" oder "gesperrt", informieren oder eine
erfolgte Türbenutzung anzeigen. Zum Zweck einer Zuflussregelung ist es darüber hinaus
zum Beispiel auch denkbar, die Türfreigabe jeweils nach einer Wartezeit nach der Benutzung
anzuzeigen.
[0030] Durch einen Sensor zur Erfassung einer Betätigung der Türverrieglungsmechanik lässt
sich nicht nur eine direkte Kopplung der Beleuchtungseinrichtung mit der Türverriegelungsmechanik
erzielen. Zusätzlich ist es denkbar, dass die Daten des Sensors von der Steuereinrichtung
ausgelesen bzw. ausgewertet und im Rahmen eines Steuerprogramms, beispielsweise in
Abhängigkeit von der Anzahl der Betätigungen der Panikstange, weiterverwendet werden.
[0031] Es ist darüber hinaus möglich, die Steuereinrichtung und/oder die Beleuchtungseinrichtung
mit einem Ruhestromöffner einer Tür zu koppeln. Durch einen solchen Ruhestromöffner
wird die Tür so lange gesperrt, wie ein Ruhestrom fließt, durch den die Falle eines
Türöffners festgehalten wird. Bei einer Stromunterbrechung, beispielsweise durch die
Betätigung eines Nöttasters, oder bei Stromausfall wird die Tür freigegeben und kann
geöffnet werden. Zur Verhinderung von Diebstählen und einer anschließenden Flucht
durch einen Notausgang ist es bei Fluchttüren im Bereich von Verkaufsräumen in der
Regel vorgesehen, dass bei der Betätigung des Nottasters zur Unterbrechung des Ruhestroms
für den Türöffner ein akustisches Signal ertönt. Durch eine Kopplung der Steuereinrichtung
und/oder der Beleuchtungseinrichtung mit dem Ruhestromöffner einer Tür kann eine optische
Kennzeichnung durch die Beleuchtung des Zwischenrings zum akustischen Signal oder
stellvertretend für dieses erfolgen. Die Kopplung mit dem Ruhestromöffner kann dabei
entweder direkt, beispielsweise durch eine Messung des Ruhestroms oder mittelbar beispielsweise
das Signal des Nottasters ausgebildet sein.
[0032] Abhängig von räumlichen Gegebenheiten, was insbesondere die Einsehbarkeit eines Raumes
betrifft, ist es zum Teil vorteilhaft oder sogar notwendig, den optischen Warneffekt
einer Panikstange mit einem beleuchteten, beleuchtbaren und/oder farbig akzentuierten
Zwischenring durch weitere Maßnahmen zu unterstützen. Zu diesem Zweck lässt sich die
Steuereinrichtung und/oder die Beleuchtungseinrichtung insbesondere mit einem akustischen
Signalgeber koppeln.
[0033] Um in Notsituationen die Aufmerksamkeit auf vorhandene Fluchtwege zu lenken und zu
evakuierende Personen in entsprechende Richtungen zu leiten, ist in einer bevorzugten
Ausführungsform die Beleuchtungseinrichtung und/oder die Steuereinrichtung mit einer
Notsignaleinrichtung gekoppelt. Wird im Notfall ein Notsignal ausgelöst, so können
beispielsweise die Farbe und/oder die Blinkfrequenz der Beleuchtung geändert werden.
[0034] In Notsituationen ist es erforderlich, dass eine Signalwirkung auch bei einer defekten
Netzversorgung gewährleistet ist. Zu diesem Zweck ist vorzugsweise ein Energiespeicher
für eine netzunabhängige Energieversorgung der Beleuchtungseinrichtung vorgesehen.
Der Energiespeicher kann dabei beispielsweise im Innern der Panikstange angeordnet
sein oder als Teil der Türanordnung vorliegen.
[0035] Es versteht sich, dass bei einer erfindungsgemäßen Panikstange auch beidseitig des
Betätigungsmittels jeweils wenigstens ein beleuchteter, beleuchtbarer und/oder farbig
akzentuierter Zwischenring vorgesehen sein kann. Das redundante Vorhandensein eines
solchen Zwischenrings erhöht die Ausfallsicherheit, was insbesondere bei der Kennzeichnung
von Fluchtwegstüren von Vorteil ist. Darüber hinaus trägt eine symmetrische Anordnung
von Zwischenringen an einer Panikstange aus gestalterischer Sicht zu einem harmonischen
Erscheinungsbild bei.
[0036] Im Zuge der insgesamten Ausstattung eines Raumes oder eines Gebäudes ist vorzugsweise
ein Türsystem vorgesehen, das wenigstens eine Türanordnung mit einer erfindungsgemäßen
Panikstange aufweist. Insbesondere ist es denkbar, dass mehrere Türanordnungen der
vorgenannten Art ein solches Türsystem bilden.
[0037] Die zentrale Steuerung und insbesondere die Zusammenfassung einer Mehrzahl von Türanordnungen
zu einem Türsystem bietet den Vorteil, dass Konzepte zur Kennzeichnung, beispielsweise
von Fluchtwegen, oder zur Lenkung von größeren Personengruppen einheitlich und zentral
für das gesamte Türsystem umgesetzt werden können. Die Steuereinrichtung lässt sich
dazu mit einer Mehrzahl von Türanordnungen koppeln. Die einzelnen Türanordnungen können
dabei jedoch auch unabhängig voneinander ansteuerbar sein.
[0038] Eine zentrale Steuerung der Türenkennzeichnung ermöglicht es beispielsweise, dynamisch
auf eine Veränderung der Gefahrensituation zu reagieren und Personen gezielt von Gefahrenbereichen
wegzuleiten. Darüber hinaus können durch die zentrale Erfassung der Daten von Sensoren
zur Betätigung der Türverriegelungsmechanik der einzelnen Türanordnungen eines Türsystems
Informationen über das Bewegungsverhalten von Personen oder Personengruppen gewonnen
und ausgewertet werden, um durch die Änderung von Beleuchtungsparametern eine entsprechende
Anpassung der Kennzeichnung von Türanordnungen des Türsystems vorzunehmen. Auf diese
Weise lassen sich nicht nur in Notsituationen, sondern auch beispielsweise bei Großveranstaltungen
Personenströme aufteilen und entsprechend lenken. Eine veränderbare, farbige Kennzeichnung
einer Tür zeigt dabei in Verbindung mit der Türverriegelungsmechanik den Status der
Tür zum Beispiel als "gesperrt" oder "freigegeben" an. In einem Notfall würden alle
Türen durch die Steuereinrichtung freigegeben und wären als Fluchtwege nutzbar.
[0039] Durch die zentrale Steuerung der Beleuchtungseinrichtungen an mehreren Türanordnungen
eines Türsystems, insbesondere im Bezug auf die Farbe, die Intensität und/oder die
Blinkfrequenz, durch eine mit der Gebäudeleittechnik eines Gebäudes gekoppelte Steuereinrichtung
lässt sich ein beleuchteter Zwischenring, und insbesondere eine Mehrzahl beleuchteter
Zwischenringe, in einem Gesamtbeleuchtungskonzept integrieren. Der Zwischenring und/oder
die Beleuchtungseinrichtung ist dabei vorzugsweise derart ausgebildet, dass zumindest
ein wesentlicher Teil des Lichts der Beleuchtungseinrichtung bzw; des Zwischenrings
einen Teil der Türanordnung direkt beleuchtet.
[0040] Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung und der Zeichnung selbst. Dabei bilden alle beschreibenden und/oder bildlich
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der
vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder
deren Rückbeziehung.
[0041] Es zeigt
- Fig. 1
- eine perspektivische schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Panikstange
im eingebauten Zustand an einer Tür,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des getriebeseitigen Bereichs einer erfindungsgemäßen
Panikstange mit aufgesetzter Abdeckkappe des Getriebes in frontaler Ansicht,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung der Panikstange aus Fig. 2 in Draufsicht,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung der Panikstange aus Fig. 2 in Unteransicht,
- Fig. 5
- eine perspektivische schematische Darstellung der Panikstange aus Fig. 2,
- Fig. 6
- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung einer erfindungsgemäßen Panikstange mit
freiliegendem Getriebe,
- Fig. 7
- eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung der Panikstange aus Fig. 6,
- Fig. 8
- eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung der Panikstange aus Fig. 6,
- Fig. 9
- eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung der Panikstange aus Fig. 6,
- Fig. 10
- eine der Fig. 9 entsprechende Darstellung einer erfindungsgemäßen Panikstange ohne
Rückstellfeder,
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Panikstange in getriebeseitiger
Seitenansicht,
- Fig. 12
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Panikstange in rückseitiger
Ansicht,
- Fig. 13
- eine perspektivische Explosionsdarstellung des getriebeseitigen Bereichs einer erfindungsgemäßen
Panikstange,
- Fig. 14
- eine perspektivische Explosionsdarstellung des Getriebes einer erfindungsgemäßen Panikstange,
- Fig. 15
- eine schematische Darstellung des Getriebes einer erfindungsgemäßen Panikstange aus
Sicht des Betätigungsmittels und
- Fig. 16
- eine der Fig. 15 entsprechende Darstellung einer alternativen Ausführungsform des
Getriebes einer erfindungsgemäßen Panikstange.
[0042] Fig. 1 zeigt eine Panikstange 1 im eingebauten Zustand an einer ein Türblatt 2 aufweisenden
Türanordnung 3 in einer perspektivischen schematischen Darstellung. Die Panikstange
1 weist ein Betätigungsmittel 4 auf, das sich vorliegend nahezu über die gesamte Breite
des Türblatts 2 erstreckt. Das Betätigungsmittel 4 ist dabei mehrteilig ausgebildet
und weist eine Griffstange 5 sowie beidseitig der Griffstange 5 jeweils einen endseitig
an der Griffstange 5 angeordneten Betätigungshebel 6 auf, der an seinem der Griffstange
5 abgewandten Ende schwenkbar gelagert ist. Bei einer Betätigung durch einen Druck
auf die Griffstange 5 führt das Betätigungsmittel 4 dadurch eine Schwenkbewegung zum
Türblatt 2 hin aus. Der Betätigungshebel 6 ist bandseitig mittels einer nicht dargestellten
Achse mit einer Lagervorrichtung 7 beweglich verbunden. Zur schlossseitigen Lagerung
ist ein Getriebe 8 vorgesehen, das der Übertragung eines durch eine Betätigung des
Betätigungsmittels 4 erzeugten Drehmoments auf eine Türverriegelungsmechanik dient.
[0043] Der getriebeseitige Teilbereich der Panikstange 1 ist in Fig. 2 schematisch in frontaler
Ansicht dargestellt. Während es grundsätzlich denkbar ist, das Betätigungsmittel 4
auch einstückig auszubilden, können die Griffstange 5 und der Betätigungshebel 6,
wie hier gezeigt, als separate Bauteile vorliegen, die gemeinsam das Betätigungsmittel
4 bilden.
[0044] Der Betätigungshebel 6 ist vom Getriebe 8 senkrecht zu seiner Schwenkebene beabstandet.
Im Zwischenraum zwischen dem Betätigungshebel 6 und dem Getriebe 8 ist vorliegend
ein Zwischenring 9 vorgesehen.
[0045] Der Zwischenring 9 ist derart ausgebildet, dass sein Außendurchmesser den Außenabmessungen
des anliegenden Bereichs des Betätigungshebels 6 entspricht, wodurch eine insgesamt
harmonische Linienführung im eingebauten Zustand erzielt wird. Zur Verbindung des
Zwischenrings 9 mit dem Betätigungshebel 6 und insbesondere zur radialen Fixierung
des Zwischenrings 9 weist der Zwischenring 9 auf der dem Betätigungshebel 6 zugewandten
Seite einen umlaufenden Absatz auf, so dass sich ein Abschnitt des Zwischenrings 9
mit einem kleinerem Außendurchmesser ergibt. Mit diesem Abschnitt greift der Zwischenring
9 in eine entsprechende Aufnahme am Betätigungshebel 6 ein. Wenngleich die vorgenannte,
einseitige Verbindung des Zwischenrings 9 mit dem Betätigungshebel 6 für eine radiale
Fixierung des Zwischenrings 9 ausreichend ist, ist es denkbar, dass auch getriebeseitig
eine entsprechende Verbindung vorgesehen ist.
[0046] Der Zwischenring 9 kann ein zumindest teilweise transparentes Material aufweisen
und/oder farbig akzentuiert sein. Mittels einer nicht dargestellten Beleuchtungseinrichtung
kann der Zwischenring 9 beleuchtet werden. Das Licht der Beleuchtungseinrichtung tritt
durch das transparente Material des Zwischenrings 9 hindurch und wird an partikelförmigen
Schwebstoffen, die im transparenten Material des Zwischenrings 9 vorgesehen sein können,
gestreut, so dass der Zwischenring 9 nach außen hin in der Beleuchtungsfarbe erscheint.
[0047] Die mechanischen Komponenten des Getriebes 8 sind in vorliegender Darstellung durch
eine Abdeckkappe 10 verdeckt. Die kompakte Ausführungsform des Getriebes 8 erlaubt
es, die Außenabmessungen des Getriebes 8 derart zu beschränken, dass ein zwängungsfreies
Aufschwenken des Türblatts 2 bei einer Türöffnung ermöglicht wird. Zu diesem Zweck
weist die Abdeckkappe 10 auf der dem Betätigungshebel 6 abgewandten Seite eine Abschrägung
auf, durch die ein entsprechender Freiraum geschaffen wird.
[0048] Eine mögliche Form der Abschrägung der Abdeckkappe 10 wird durch die in der in Fig.
3 dargestellte Draufsicht des in Fig. 2 dargestellten Bereichs der Panikstange 1 verdeutlicht.
In dieser Perspektive ist zudem eine aus dem Getriebe 8 in Richtung des Türblatts
2 herausragende Vierkantaufnahme 11 erkennbar. Diese greift in die Türverriegelungsmechanik
ein und ist dort mittels eines nicht dargestellten Vierkantbolzens mit einer Schlossnuss
der Schlossmechanik der Türanordnung 3 verbunden.
[0049] Die Griffstange 5 und der Betätigungshebel 6 sind durch ein Befestigungsmittel 12
verbunden. Aus optischen Gründen ist das Befestigungsmittel 12 unterseitig der Panikstange
1 angeordnet, wie in der in Fig. 4 dargestellten Unteransicht des getriebeseitigen
Bereichs der Panikstange 1 gezeigt ist. Ebenso unterseitig ist ein Bolzen 13 angeordnet,
der den Betätigungshebel 6 formschlüssig mit einer innenliegenden Welle verbindet,
die der Übertragung eines Drehmoments vom Betätigungshebel 6 zum Getriebe 8 dient.
[0050] Die in den Fig. 6 bis 9 gezeigten Ansichten des getriebeseitigen Bereichs der Panikstange
1 entsprechen in der Darstellung denen in den Fig. 2 bis 5, wobei auf die Darstellung
des Zwischenrings 9 und der Abdeckkappe 14 verzichtet worden ist, so dass die Getriebemechanik
erkennbar ist.
[0051] Ein wesentliches Bauteil des Getriebes 8 ist ein Lagerbock 13, der oberseitig, das
heißt an seiner dem Türblatt 2 abgewandten Seite, einen Verstärkungsbereich 15 aufweist.
Der Verstärkungsbereich 15 ist dabei so weit ausgedehnt, dass er weitere Komponenten
des Getriebes 8 überdeckt. Ferner weist der Lagerbock 14 Öffnungen 16 für die Durchführung
von Verbindungsmitteln, insbesondere Schrauben, zur Verbindung mit dem Türblatt 2
oder einer im Türblatt 2 angeordneten Türverriegelungsmechanik auf.
[0052] Ferner sind am Lagerbock 14 Reibschlusselemente 17 für die Ausbildung einer Reibschlussverbindung
des Lagerbocks 14 mit der Abdeckkappe 10 vorgesehen, wobei die Reibschlusselemente
17 vorliegend als Gummipuffer ausgebildet sind. Alternativ ist es denkbar, durch Rastelemente
eine Rastverbindung des Lagerbocks 14 mit der Abdeckkappe 10 zu bewirken.
[0053] Der Lagerbock 14 dient zur Lagerung einer mit dem Betätigungshebel 6 verbundenen
Welle 18, wobei am dem Betätigungshebel 6 abgewandten Ende der Welle 18 ein Antriebstück
19 vorgesehen ist. Das Antriebstück 19 weist einen Nocken 20 auf, mittels dessen das
Antriebstück 19 über einen Nocken 21 der Vierkantaufnahme 11 mit dieser in Wirkverbindung
steht.
[0054] Zwischen dem Betätigungshebel 6 und dem Lagerbock 14 ist eine Rückstellfeder 22 vorgesehen,
die der Rückbewegung des Betätigungsmittels 4 in eine Ausgangslage nach einer Betätigung
dient. Die Rückstellfeder 22 wird im eingebauten Zustand der Panikstange 1 vom Zwischenring
9 verdeckt. Vorliegend ist die Rückstellfeder 22 als Schraubenfeder ausgebildet. Durch
diese kompakte Bauform ist es möglich, die Rückstellfeder 22 außerhalb des Getriebes
8 in unauffälliger Weise in die Mechanik der Panikstange 1 zu integrieren, in dem
die Rückstellfeder 22 derart angeordnet ist, dass sie um die Welle 18 angeordnet ist,
wobei die Federachse koaxial oder parallel zur Wellenlängsachse verläuft.
[0055] Zur Begrenzung des Drehbewegungsbereichs der Vierkantaufnahme 11 ist am Lagerbock
14 ein Anschlagmittel 23 vorgesehen, wie in der in Fig. 7 dargestellten Draufsicht
des getriebeseitigen Bereichs der Panikstange 1 gezeigt ist. Vorliegend handelt es
sich bei dem Anschlagmittel 23 um einen Gewindestift, der insbesondere eine stufenlose
Verstellung der Begrenzung des Drehbewegungsbereichs der Vierkantaufnahme 11 erlaubt.
[0056] Wie in den perspektivischen Darstellungen in Fig. 9 und 10 sowie der Seitenansicht
in Fig. 11 gezeigt ist, weist die Welle 18 an ihrem getriebeseitigen Ende eine polygonale
Struktur, vorliegend in Form eines Achtecks, zur Ausbildung einer formschlüssigen
Verbindung mit dem Antriebsstück 19 auf. Denkbar ist darüber hinaus auch beispielsweise
eine Verbindung mittels eines Bolzens.
[0057] Das Antriebstück 19 greift mit einem Nocken 20 an einem Nocken 21 der Vierkantaufnahme
11 an, so dass das Antriebstück 19 mit der Vierkantaufnahme 11 auf diese Weise wirkverbunden
ist. Die Vierkantaufnahme 11 ist dabei in einer Aufnahme einer Grundplatte 24 drehbeweglich
gelagert. Eine Drehung der Welle 18 und damit des Antriebsstücks 19 bewirkt somit
letztlich eine Drehbewegung der Vierkantaufnahme 11. Die Vierkantaufnahme 11 wird
aufgrund der Lagerung in ihrer Bewegung so präzise geführt, dass einem Verkanten,
das eine eventuelle Behinderung einer Öffnung der Tür zur Folge hätte, erfolgreich
entgegengewirkt wird.
[0058] Der Lagerbock 14 weist ferner eine Durchführungsöffnung 25 auf, die beispielsweise
der Durchführung eines Kabels zur Energieversorgung einer nicht dargestellten Beleuchtungseinrichtung
zur Beleuchtung des Zwischenrings 9 dienen kann.
[0059] Durch den Verzicht auf die Darstellung der Rückstellfeder 22 in Fig. 10 ist die Welle
18 im Bereich zwischen dem Betätigungshebel 6 und dem Lagerbock 14 erkennbar. An der
Welle 18 ist in diesem Bereich ein Flansch 26 vorgesehen, der wenigstens eine Öffnung
27 aufweist. Die Öffnung 27 dient dabei der Aufnahme eines Endschenkels 28 der Rückstellfeder
22.
[0060] Besonders in der in Fig. 12 gezeigten Rückansicht des getriebeseitigen Bereichs der
Panikstange 1 ist Grundplatte 24 erkennbar. Die Grundplatte 24 ist dabei mit dem Lagerbock
14 vorzugsweise durch eine Schraubverbindung verbunden. Die Einheit aus dem Lagerbock
14 und der Grundplatte 24 kann daraufhin mit dem Türblatt 2 oder einer im Türblatt
2 angeordneten Türverriegelungsmechanik verbunden werden. Dazu sind im Lagerbock 14
Öffnungen 16 für die Durchführung von Befestigungsmitteln, beispielsweise Schrauben,
vorgesehen.
[0061] Die Vierkantaufnahme 11 ist in der Grundplatte 24 drehbeweglich gelagert. Dazu weist
die Grundplatte 24 eine entsprechende Lageröffnung 29 auf.
[0062] Fig. 13 zeigt in einer Darstellung als Explosionszeichnung die Bauteile einer bevorzugten
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Getriebeanordnung und des getriebeseitigen
Teils des Betätigungsmittels 4. Das Betätigungsmittel 4 ist vorliegend mehrteilig
ausgebildet. Die Griffstange 5 ist über ein Verbindungsmittel 30 und ein Zwischenstück
31 mit dem Betätigungshebel 6 verbunden. Das Verbindungsmittel 30 greift dabei in
die Griffstange 5 und den Betätigungshebel 6 ein, wobei es durch ein Befestigungsmittel
12 im Betätigungshebel 6 fixiert wird. Durch ein Eingreifen des Verbindungsmittels
30 in eine entsprechende Aufnahme der Griffstange 5 wird die Griffstange 5 gehalten,
wobei eine entsprechende Verbindung der Griffstange 5 mit dem Betätigungshebel 6 über
ein Verbindungsmittel 30 und ein Zwischenstück 31 ebenfalls am türbandseitigen Ende
der Griffstange 5 vorgesehen ist.
[0063] Am der Griffstange 5 abgewandten Ende des Betätigungshebels 6 weist der Betätigungshebel
6 eine Aufnahmeöffnung 32 für die Aufnahme der Welle 18 auf. Die Welle 18 ist mittels
eines Bolzens 13 oder eines anderen Formschlusselements mit dem Betätigungshebel 13
formschlüssig verbunden. Durch diese Verbindung wird bei einer Betätigung des Betätigungsmittels
4 und einer damit verbundenen Schwenkbewegung des Betätigungshebels 6 ein Drehmoment
auf die Welle 18 übertragen.
[0064] Zur Rückbewegung der Mechanik nach einer Betätigung des Betätigungsmittels 4 ist
eine Rückstellfeder 22 vorgesehen, die vorliegend als Schraubenfeder ausgebildet ist.
Die Rückstellfeder 22 ist dabei die Welle 18 umgebend angeordnet, wobei die Federachse
parallel zur Wellenlängsachse verläuft- Dadurch lässt sich die Rückstellfeder 22 platzsparend
außerhalb des Getriebes 8 anordnen. Die Rückstellfeder 22 weist dabei einen dem Betätigungshebel
zugewandten Endschenkel 28 sowie einem dem Getriebe zugewandten Endschenkel 33 auf,
wobei die Endschenkel 28, 33 jeweils parallel zur Federachse verlaufen.
[0065] Zur Aufnahme des dem Betätigungshebel zugewandten Endschenkels 28 der Rückstellfeder
22 weist die Welle 18 einen Flansch 26 mit wenigstens einer Öffnung 27 auf. Der Endschenkel
28 der Rückstellfeder 22 greift in die Öffnung 27 des Flansches 26 ein. Die Öffnung
27 stellt damit den betätigungshebelseitigen Ansatzpunkt für die von der Rückstellfeder
22 ausgeübte Rückstellkraft dar. Der Flansch 26 kann ferner wenigstens eine weitere
Öffnung 27 aufweisen, so dass beispielsweise durch eine symmetrische Anordnung der
Öffnungen 27 am Flansch 26 eine derartig ausgebildete Bauform der Welle 18 für den
Einbau einer Panikstange 1 an einer Türanordnung 3 sowohl mit einem links angeschlagenen
Türblatt 2 als auch mit einem rechts angeschlagenen Türblatt 2 geeignet ist.
[0066] Der getriebeseitige Endschenkel 33 der Rückstellfeder 22 greift in eine in den Fig.
15 und 16 dargestellte Aufnahmeöffnung 44 des Lagerbocks 14 ein, die damit den getriebeseitigen
Ansatzpunkt für die von der Rückstellfeder 22 ausgeübte Rückstellkraft zur Rückbewegung
des Betätigungsmittels 4 in die Ausgangslage nach einer Betätigung der Panikstange
1 darstellt.
[0067] Im Hinblick auf eine drehbewegliche Lagerung weist die Welle 18 vorzugsweise zumindest
im wesentlichen ein rundes Profil auf. Am getriebeseitigen Ende ist dagegen eine polygonale
Struktur, die in das Antriebstück 19 zur Ausbildung einer formschlüssigen Verbindung
eingreift, vorgesehen.
[0068] Die Welle 18 wird vorliegend durch eine Lagerhülse 34 geführt, wobei die Lagerhülse
34 die Welle 18 in einem Lagerbereich 35 umgibt- Die Lagerhülse 34 ist vorzugsweise
als Hohlzylinder ausgebildet, der außen und innen ein kreisförmiges Profil aufweist.
An der Lagerhülse 34 ist ferner ein Anschlag 36 vorgesehen. Der Anschlag 36 ist vorliegend
als umlaufender Kragen ausgebildet, denkbar ist jedoch auch eine segmentierte Ausführungsform
oder ein Anschlag 36 in Form einzelner, von der Lagerhülse 34 abragender Fortsätze.
[0069] Zur Lagerung der Welle 18 weist der Lagerbock 14 eine Lagerwandung 37 mit einer vorzugsweise
als Rundöffnung ausgebildeten Lageröffnung 38 auf. Die Lagerhülse 34 tritt dabei durch
die Lageröffnung 38 hindurch, wobei der Anschlag 36 zur außenseitigen Anlage an die
Lagerwandung 37 dient. Die Lagerhülse 34 ist in Wellenlängsrichtung deutlich größer
ausgedehnt, als die eine vergleichsweise geringe Materialstärke aufweisende Lagerwandung
37. Somit verhindert die Lagerhülse 34 langfristig eine Beschädigung bzw. Abnutzung
der Welle 18 im Lagerbereich 35 und/oder der Lagerwandung 37 im Bereich der Lageröffnung
38.
[0070] Die vergleichsweise geringe Materialstärke der Lagerwandung 37 macht eine weitere
Verstärkung des Lagerbocks 14 zur Stabilisierung gegenüber den auftretenden Lagerkräften
bzw. Drehmomenten erforderlich. Zu diesem Zweck ist am Lagerbock 14 oberseitig, das
heißt an der dem Türblatt 2 abgewandten Seite, ein Verstärkungsbereich 15 vorgesehen.
Dieser erstreckt sich quer zur Wellenlängsachse vorzugsweise nahezu über den gesamten
Lagerbock 14 und ist vorzugsweise in Wellenlängsrichtung um ein Mehrfaches größer
ausgedehnt als die Dicke der Lagerwandung 37 in Wellenlängsrichtung.
[0071] Eine Schwenkbewegung des Betätigungshebels 6 in Folge einer Betätigung des Betätigungsmittels
4 führt über die Welle 18 zu einer Drehbewegung des Antriebstücks 19, das über einen
eigenen Nocken 20 und einen Nocken 21 der Vierkantaufnahme 11 mit dieser derart in
Wirkverbindung steht, dass eine Drehbewegung der Vierkantaufnahme 11 erfolgt. Die
Vierkantaufnahme 11 ist dabei in einer Lageröffnung 29 in der Grundplatte 24 drehbeweglich
gelagert. Die Lageröffnung 29 muss dabei nicht vollständig von Material der Grundplatte
24 umgeben sein, sondern kann beispielsweise zu einer Seite offen sein, um auf diese
Weise weiteren Platzbedarf einzusparen und eine kompakte Bauform des Getriebes 8 zu
unterstützen. Die Grundplatte 24 weist ferner wenigstens eine Öffnung 39 für die Durchführung
eines Befestigungsmittels, insbesondere einer Schraube, zur Befestigung der Platte
24 am Lagerbock 14 auf.
[0072] Zur Begrenzung des Drehbewegungsbereichs der Vierkantaufnahme 11 ist ein Anschlagsmittel
23 vorgesehen, das in den Lagerbock 14 eingesetzt wird. Vorzugsweise ist das Anschlagmittel
23 dabei einstellbar. Beispielsweise lässt ein Anschlagmittel 23 in Form eines Gewindestifts
eine stufenlose Einstellung der Begrenzung des Bewegungsbereichs der Vierkantaufnahme
11 zu.
[0073] Um ein Verkanten der Vierkantaufnahme 11 bei einer Drehbewegung in Folge einer Betätigung
der Panikstange 1 über das Betätigungsmittel 4 und ein mit dem Verkanten der Vierkantaufnahme
11 verbundenes Verklemmen der Türverriegelungsmechanik zu verhindern, ist es notwendig,
die Vierkantaufnahme 11 präzise in ihrer Drehbewegung zu führen. Zu diesem Zweck ist,
wie in Fig. 14 erkennbar, zwischen der Grundplatte 24 und dem Lagerbock 14 eine Aufnahme
42 vorgesehen, in der die Vierkantaufnahme 11 drehbeweglich gefangen ist. Die präzise
Führung durch die Lageraufnahme 29 der Grundplatte 24 und die Aufnahme 42 reduziert
die Bewegungsfreiheitsgrade der Vierkantaufnahme 11 derart, dass einzig eine Rotation
der Vierkantaufnahme 11 möglich ist, wodurch die Gefahr eines Verkantens minimiert
wird.
[0074] Zum Schutz der Getriebemechanik und aus optischen Gründen ist dem Getriebe 8 eine
Abdeckkappe 10 zugeordnet, die durch eine Reibschlussverbindung mittels wenigstens
eines Reibschlusselements 17 gehalten wird, wobei vorliegend eine Mehrzahl von Reibschlusselementen
17 in Form von Gummipuffern vorgesehen ist.
[0075] Der Bereich der außerhalb des Getriebes 8 angeordneten Rückstellfeder 22 wird aus
ähnlichen Gründen von einem Zwischenring 9 umgeben. Darüber hinaus ist es denkbar,
den Zwischenring 9 mittels einer Beleuchtungseinrichtung zu beleuchten.
[0076] Die Beleuchtungseinrichtung weist dabei eine Platine 40 auf, die am Lagerbock 14
auf der dem Betätigungshebel 6 zugewandten Stirnseite angeordnet ist und wenigstens
ein Leuchtmittel 41 der Beleuchtungseinrichtung trägt. Das Leuchtmittel 41 ist auf
der Platine 40 zum Zwischenring 9 hin ausgerichtet angeordnet, so dass die Hauptabstrahlrichtung
des Lichts des Leuchtmittels 41 vorzugsweise parallel zur Wellenlängsachse verläuft
und das Licht stirnseitig in die Ringfläche des Zwischenrings 9 eintritt.
[0077] Zur Beleuchtung des Zwischenrings 9 ist auf der Platine 40 vorzugsweise eine Mehrzahl
von Leuchtmitteln vorgesehen. Diese sind dabei zumindest im wesentlichen gleichmäßig
über den Umfang des Zwischenrings 9 verteilt, um eine homogene Ausleuchtung des Zwischenrings
9 zu gewährleisten. Die Fig. 15 und 16 zeigen in einer Ansicht aus Richtung des Betätigungshebels
6 bzw. des Zwischenrings 9 schematisch jeweils eine erfindungsgemäße Getriebeanordnung,
wobei unterschiedliche Ausführungsformen der Platine 40 der Beleuchtungseinrichtung
in Bezug auf die Anordnung von Leuchtmitteln 41 dargestellt sind. Bei der in Fig.
15 dargestellten Ausführungsform weist die Platine 40 der Beleuchtungseinrichtung
drei Leuchtmittel 41 in Form von Leuchtdioden auf, während bei der in Fig. 16 dargestellten
Ausführungsform vier Leuchtmittel 41, ebenfalls in Form von Leuchtdioden, vorgesehen
sind. Es versteht sich, dass auch jede andere Anzahl oder Art von Leuchtmitteln vorgesehen
sein kann. Bevorzugt werden insbesondere RGB-LEDs als Leuchtmittel eingesetzt, da
diese in einfacher Weise und bei kompakter Bauform eine verschiedenfarbige Beleuchtung
des Zwischenrings 9 erlauben.
[0078] Die Platine 40 ist vorzugsweise innerhalb der Abdeckkappe 10 angeordnet, so dass
sie, wie die Mechanik des Getriebes 8, durch die Abdeckkappe 10 geschützt und verdeckt
ist. Um das von den Leuchtmitteln 41 abgestrahlte Licht auf dem Weg zum zu beleuchtenden
Zwischenring 9 nicht zu behindern, weist die Abdeckkappe 10 wenigstens eine der Platine
40 und/oder den Leuchtmitteln 41 zugeordnete Aussparung 43 auf. Vorliegend ist die
Aussparung 43 so ausgebildet, dass die Platine 40 auf der dem Zwischenring 9 zugewandten
Seite, das heißt in Abstrahlrichtung der Leuchtmittel 41, im wesentlichen freigelegt
ist. Denkbar ist jedoch beispielsweise auch eine Ausführungsform, bei der die Abdeckkappe
10 lediglich Aussparungen 43 an den Positionen der Leuchtmittel 41 aufweist.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Panikstange |
23 |
Anschlagmittel |
| 2 |
Türblatt |
24 |
Grundplatte |
| 3 |
Türanordnung |
25 |
Durchführungsöffnung |
| 4 |
Betätigungsmittel |
26 |
Flansch |
| 5 |
Griffstange |
27 |
Öffnung |
| 6 |
Betätigungshebel |
28 |
Endschenkel |
| 7 |
Lagervorrichtung |
29 |
Lageröffnung |
| 8 |
Getriebe |
30 |
Verbindungsmittel |
| 9 |
Zwischenring |
31 |
Zwischenstück |
| 10 |
Abdeckkappe |
32 |
Aufnahmeöffnung |
| 11 |
Vierkantaufnahme |
33 |
Endschenkel |
| 12 |
Befestigungsmittel |
34 |
Lagerhülse |
| 13 |
Bolzen |
35 |
Lagerbereich |
| 14 |
Lagerbock |
36 |
Anschlag |
| 15 |
Verstärkungsbereich |
37 |
Lagerwandung |
| 16 |
Öffnung |
38 |
Lageröffnung |
| 17 |
Reibschlusselement |
39 |
Öffnung |
| 18 |
Welle |
40 |
Platine |
| 19 |
Antriebstück |
41 |
Leuchtmittel |
| 20 |
Nocken |
42 |
Aufnahme |
| 21 |
Nocken |
43 |
Aussparung |
| 22 |
Rückstellfeder |
44 |
Aufnahmeöffnung |
1. Panikstange (1) zur Betätigung einer Türverriegelungsmechanik einer ein Türblatt (2)
aufweisenden Türanordnung (3), mit einem Getriebe (8) und mit einem wenigstens einen
Betätigungshebel (6) aufweisenden Betätigungsmittel (4), wobei wenigstens ein beleuchteter,
beleuchtbarer und/oder farbig akzentuierter Zwischenring (9) zwischen dem Getriebe
(8) und dem Betätigungshebel (6) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Zwischenring (9) eine wenigstens ein Leuchtmittel (41) aufweisende Beleuchtungseinrichtung
zugeordnet ist und/oder
dass die Wahl der Akzentuierung des Zwischenrings (9) in Form einer Signalfarbe erfolgt.
2. Panikstange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Leuchtmittel (41) als LED, insbesondere als RGB-LED, ausgebildet ist.
3. Panikstange nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung eine Platine (40) aufweist, mit der das Leuchtmittel
(41) verbunden ist und dass, vorzugsweise, das Leuchtmittel (41) auf der Platine (40)
angeordnet ist.
4. Panikstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung, insbesondere die Platine (40), derart im Bereich des
Getriebes (8) angeordnet ist, dass das Licht der Beleuchtungseinrichtung stirnseitig
in die Ringfläche des Zwischenrings (9) eintritt und auf die stirnseitige Ringfläche
des Zwischenrings (9) gerichtet ist.
5. Panikstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung, insbesondere die Platine (40) stirnseitig an einem Lagerbock
(14) des Getriebes (8) angeordnet ist und dass, vorzugsweis, das Getriebe (8) eine
wenigstens eine das Leuchtmittel (41) der Beleuchtungseinrichtung freigebende Aussparung
(43) aufweisende Abdeckkappe (10) aufweist.
6. Panikstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung wenigstens drei, vorzugsweise wenigstens vier, Leuchtmittel
(41) aufweist und/oder dass die Beleuchtungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass
die Leuchtmittel (41) insbesondere in gleichen Abständen über den Umfang des Zwischenrings
(9) verteilt und auf die Ringfläche des Zwischenrings (9) ausgerichtet angeordnet
sind.
7. Panikstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenring (9) ein zumindest im Wesentlichen transparentes Material aufweist
und/oder dass der Zwischenring (9) partikelförmige Schwebstoffe zur Lichtstreuung
aufweist und/oder dass der Zwischenring (9) eine derartige Materialbeschaffenheit
aufweist, dass der Zwischenring (9) im unbeleuchteten und im beleuchteten Zustand
in unterschiedlichen Farben erscheint.
8. Panikstange nach mindestens Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Panikstange eine vorzugsweise programmierbare Steuereinrichtung zur Steuerung
der Beleuchtung des Zwischenrings (9) zugeordnet ist und dass, vorzugsweise, zumindest
ein Teil der Steuereinrichtung auf der Platine (40) vorgesehen ist.
9. Panikstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung und/oder die Beleuchtungseinrichtung derart ausgebildet ist/sind,
dass Beleuchtungsparameter, insbesondere die Farbe, die Intensität und/oder die Blinkfrequenz,
für die Beleuchtung des Zwischenrings (9) einstellbar sind.
10. Panikstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung und/oder die Steuereinrichtung mit der Türverriegelungsmechanik
der Türanordnung (3) gekoppelt ist und dass, vorzugsweise, ein Sensor zur Erfassung
einer Betätigung der Türverriegelungsmechanik vorgesehen ist.
11. Panikstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung und/oder die Steuereinrichtung mit einem Ruhestromöffner
einer Türanordnung (3) und/oder mit einem akustischen Signalgeber gekoppelt ist.
12. Panikstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinrichtung und/oder die Steuereinrichtung mit einer Notsignaleinrichtung
derart gekoppelt ist, dass bei einer Auslösung eines Notsignals die Farbe und/oder
die Blinkfrequenz der Beleuchtung geändert wird und/oder dass ein Energiespeicher
für eine netzunabhängige Energieversorgung der Beleuchtungseinrichtung und/oder der
Steuereinrichtung vorgesehen ist.
13. Panikstange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig des Betätigungsmittels jeweils wenigstens ein beleuchteter, beleuchtbarer
und/oder farbig akzentuierter Zwischenring (9) vorgesehen ist.
14. Türsystem mit wenigstens einer ein Türblatt (2) aufweisenden Türanordnung (3), wobei
die Türanordnung (3) eine Panikstange (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
aufweist.
15. Türsystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung mit einer Mehrzahl von Türanordnungen (3) gekoppelt ist.
1. A panic bar (1) for actuating a door locking mechanism of a door assembly (3) comprising
a door panel (2), with a gearbox (8) and an actuating means (4) comprising at least
one actuating lever (6), wherein at least one illuminated, illuminable, and/or colour-accented
intermediate ring (9) is provided between the gearbox (8) and the actuating lever
(6),
characterised in that
the intermediate ring (9) is associated with an illumination device comprising at
least one illumination means (41) and/or
the selection of the accentuation of the intermediate ring (9) takes place in the
form of a signal colour.
2. The panic bar according to claim 1, characterised in that the illumination means (41) is embodied as an LED, particularly an RGB LED.
3. The panic bar according to claim 1 or claim 2, characterised in that the illumination device comprises a printed circuit board (40) with which the illumination
means (41) is connected and that, preferably, the illumination means (41) is arranged
on the printed circuit board (40).
4. The panic bar according to one of the preceding claims, characterised in that the illumination device, in particular the printed circuit board (40), is arranged
in the region of the gearbox (8) in such a way that the light from the illumination
device enters the front of the annular surface of the intermediate ring (9) and is
directed to the front annular surface of the intermediate ring (9).
5. The panic bar according to one of the preceding claims, characterised in that the illumination device, in particular the printed circuit board (40), is arranged
on the front on a bearing block (14) of the gearbox (8) and that, preferably, the
gearbox (8) comprises a cover cap (10) comprising an opening (43) that enables at
least one illumination means (41) of the illumination device.
6. The panic bar according to one of the preceding claims, characterised in that the illumination device comprises at least three, preferably at least four illumination
means (41) and/or that the illumination device is embodied such that the illumination
means (41) is arranged to be distributed, particularly at equal intervals, over the
circumference of the intermediate ring (9) and aligned on the annular surface of the
intermediate ring (9).
7. The panic bar according to one of the preceding claims, characterised in that the intermediate ring (9) comprises an at least substantially transparent material,
and/or that the intermediate ring (9) comprises particulate suspended matter to scatter
light and/or that the intermediate ring (9) comprises material properties such that
the intermediate ring (9) is displayed in different colours in the unilluminated state
and in the illuminated state.
8. The panic bar according to at least claim 3, characterised in that the panic bar is associated with a preferably programmable control device for controlling
the illumination of the intermediate ring (9) and that, preferably, at least a part
of the control device is provided on the printed circuit board (40).
9. The panic bar according to one of the preceding claims, characterised in that the control device and/or the illumination device is/are embodied such that illumination
parameters for the illumination of the intermediate ring (9), in particular the colour,
intensity, and/or flashing frequency, are adjustable.
10. The panic bar according to one of the preceding claims, characterised in that the illumination device and/or the control device is coupled with the door locking
mechanism of the door assembly (3) and that, preferably, a sensor is provided for
detecting an actuation of the door locking mechanism.
11. The panic bar according to one of the preceding claims, characterised in that the illumination device and/or the control device is coupled with a holding-current
opener of a door assembly (3) and/or with an acoustic signal transmitter.
12. The panic bar according to one of the preceding claims, characterised in that the illumination device and/or the control device is coupled to an emergency signaling
device in such a way that for a triggering of an emergency signal, the colour and/or
the flashing frequency of the illumination is altered and/or that an energy store
for a mains-independent power supply of the illumination device and/or the control
device is provided.
13. The panic bar according to one of the preceding claims, characterised in that, at least one illuminated, illuminable, and/or colour-accented intermediate ring
(9) is provided on both sides respectively of the actuating means.
14. A door system with at least one door assembly (3) comprising a door panel (2), wherein
the door assembly (3) comprises a panic bar (1) according to any one of the preceding
claims.
15. The door system according to claim 14, characterised in that the control device is coupled to a plurality of door assemblies (3).
1. Barre anti-panique (1) destinée à actionner un mécanisme de verrouillage de porte
d'un agencement de porte (3) présentant un vantail de porte (2), avec une transmission
(8) et avec un moyen d'actionnement (4) présentant au moins un levier d'actionnement
(6), au moins une bague intermédiaire (9) éclairée, pouvant être éclairée et/ou à
coloration accentuée étant prévue entre la transmission (8) et le levier d'actionnement
(6),
caractérisée en ce que
un dispositif d'éclairage présentant au moins une lampe (41) est attribué la bague
intermédiaire (9) et/ou
en ce que le choix de l'accentuation de la bague intermédiaire (9) s'effectue sous la forme
d'une couleur de signalisation.
2. Barre anti-panique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la lampe (41) est formée comme une DEL, en particulier comme une DEL-RVB.
3. Barre anti-panique selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le dispositif d'éclairage présente une platine (40), avec laquelle la lampe (41)
est reliée et en ce que, de préférence, la lampe (41) est disposée sur la platine (40).
4. Barre anti-panique selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif d'éclairage, en particulier la platine (40) est disposée dans la zone
de la transmission (8) de sorte que la lumière du dispositif d'éclairage soit incidente
côté avant dans la surface de bague de la bague intermédiaire (9) et soit orientée
sur la surface de bague côté avant de la bague intermédiaire (9).
5. Barre anti-panique selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif d'éclairage, en particulier la platine (40) est disposé(e) côté avant
sur un support de palier (14) de la transmission (8) et en ce que, de préférence, la transmission (8) présente un capot de protection (10) présentant
une encoche (43) libérant au moins une lampe (41) du dispositif d'éclairage.
6. Barre anti-panique selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif d'éclairage présente au moins trois, de préférence au moins quatre,
lampes (41) et/ou en ce que le dispositif d'éclairage est conçu de sorte que les lampes (41) sont réparties notamment
à intervalles réguliers sur la circonférence de la bague intermédiaire (9) et disposées
orientées vers la surface de bague de la bague intermédiaire (9).
7. Barre anti-panique selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bague intermédiaire (9) présente un matériau au moins essentiellement transparent
et/ou en ce que la bague intermédiaire (9) présente des matières en suspension en forme de particules
pour la diffusion de lumière et/ou en ce que la bague intermédiaire (9) présente des propriétés de matériau telles que la bague
intermédiaire (9), dans l'état non éclairé et dans l'état éclairé, apparaît de différentes
couleurs.
8. Barre anti-panique selon au moins la revendication 3, caractérisée en ce qu'un dispositif de commande, de préférence programmable, est attribué à la barre anti-panique
pour la commande de l'éclairage de la bague intermédiaire (9) et en ce que, de préférence, au moins une partie du dispositif de commande est prévue sur la platine
(40).
9. Barre anti-panique selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de commande et/ou le dispositif d'éclairage est/sont conçu(s) de sorte
que les paramètres d'éclairage, notamment la couleur, l'intensité et/ou la fréquence
de clignotement, sont réglables pour l'éclairage de la bague intermédiaire (9).
10. Barre anti-panique selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif d'éclairage et/ou le dispositif de commande est accouplé au mécanisme
de verrouillage de porte de l'agencement de porte (3) et en ce que, de préférence, un capteur est prévu pour déterminer un actionnement du mécanisme
de verrouillage de porte.
11. Barre anti-panique selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif d'éclairage et/ou le dispositif de commande est accouplé à un contact
à ouverture à courant de repos d'un agencement de porte (3) et/ou à un émetteur de
signal acoustique.
12. Barre anti-panique selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif d'éclairage et/ou le dispositif de commande est accouplé à un dispositif
à signal d'urgence de sorte que, lors d'un déclenchement d'un signal d'urgence, la
couleur et/ou la fréquence de clignotement de l'éclairage soit modifiée et/ou en ce qu'un accumulateur d'énergie est prévu pour une alimentation en énergie indépendante
du réseau du dispositif d'éclairage et/ou du dispositif de commande.
13. Barre anti-panique selon une des revendications précédentes, caractérisée en ce que des deux côtés du moyen d'actionnement, respectivement, se trouve au moins une bague
intermédiaire (9) éclairée, pouvant être éclairée et/ou à coloration accentuée.
14. Système de porte comprenant au moins un agencement de porte (3) présentant un vantail
de porte (2), l'agencement de porte (3) présentant une barre anti-panique (1) selon
une des revendications précédentes.
15. Système de porte selon la revendication 14, caractérisé en ce que le dispositif de commande est accouplé à une pluralité d'agencements de porte (3).