[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzabdeckung, die hohlladungsgeschossdurchlässig ausgestaltet
ist, für ein Schutzelement zum Schutz gegen Hohlladungsgeschosse. Die Erfindung betrifft
ferner ein solches Schutzelement gegen Hohlladungsgeschosse, das an einer Außenseite
eines zu schützenden Objektes anordbar ist sowie ein gegen Hohlladungsgeschosse geschütztes
Objekt, insbesondere ein Gebäude oder ein Fahrzeug.
[0002] Hohlladungsgeschosse stellen seit langem eine große Bedrohung für Objekte wie gepanzerte
Fahrzeuge oder Gebäude dar, da Hohlladungsgeschosse eine hohe Penetrationsfähigkeit
aufweisen. Ein Hohlladungsgeschoss wird beispielsweise in der
DE 1 145 522 B beschrieben.
[0003] Gegen Hohlladungsgeschosse ist eine einfache Panzerung, beispielsweise eine Schicht
Panzerstahl, in der Regel nicht ausreichend, so dass über eine einfache Panzerung
hinausgehende Schutzmaßnahmen zu treffen sind. Es sind verschiedene Schutzkonzepte
gegen Hohlladungsgeschosse bekannt. So zeigt beispielsweise die
DE 199 56 197 A1 einen reaktiven Schutz, bei dem mindestens eine Sprengstoffschicht enthalten ist,
welche beim Auftreffen der Hohlladung explodiert und durch diese Gegenexplosion die
kinetische Energie des Hohlladungsgeschosses zerstreut. Nachteilig an solchen reaktiven
Panzerungen ist aber unter anderem die Gefährdung für die Umgebung des zu schützenden
Objektes durch die reaktive Panzerung selbst.
[0004] Es ist ferner bekannt, mehrlagige, voneinander beabstandete Panzerplatten in einem
Schutzelement zusammenzufassen, wie dies beispielsweise bei der in der
DE 30 10 917 A1 gezeigten Sonderpanzerung der Fall ist. Nachteilig an einer solchen Ausgestaltung
ist das hohe Gewicht, welches durch die geschichteten Bleche entsteht.
[0005] Es ist weiterhin aus der
EP 1 944 565 A1 bekannt, das zu schützende Objekt mit einem maschenförmigen Schutzelement zu umfassen.
Das drahtmaschenförmige Schutzgitter dient hierbei dazu, den Zündmechanismus des Geschosses,
welches durch die Maschen des Gitters hindurchdringen kann, derart zu beeinträchtigen,
dass die Zündung ausbleibt. Ziel ist es hierbei, dass das Geschoss nicht einen Draht
des Drahtgeflechtes frontal trifft, sondern dass es durch die Maschen hindurchfliegt,
wobei beim Hindurchfliegen der Zündmechanismus beeinträchtigt wird. Nachteilig an
der beschriebenen Gitterausgestaltung ist jedoch, dass eine Beeinträchtigung des Zündmechanismus
nicht mit Sicherheit gewährleistet ist.
[0006] Die
EP 2 202 478 A1 beschreibt einen Objektschutz vor Hohlladungen mit matrixartig angeordneten Stiften,
die aus einem zu schützenden Objekt herausragen und durch Polymerschichten abgedeckt
werden.
[0007] Die
DE 198 25 260 A1 offenbart eine Anordnung mit Störkörpern zum Schutz gegen geformte Ladungen, bei
welcher die Störkörper die ballistische Wirksamkeit der Ladungen reduzieren. In einer
Ausgestaltung sind die Störkörper in ihrer Ruhestellung durch eine gelochte Platte
abgedeckt, an der eine dünne Platte oder Folie als äußere Abdeckung angeordnet ist.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schutzabdeckung für Schutzelemente
gegen Hohlladungsgeschosse zu verbessern.
[0009] Die Erfindung löst die Aufgabe durch eine Schutzabdeckung mit den Merkmalen aus dem
Patentanspruch 1. Ein erfindungsgemäßes Schutzelement ist Bestandteil des Patentanspruchs
9. Ein erfindungsgemäßes, gegen Hohlladungsgeschosse geschütztes Objekt ist Bestandteil
von Patentanspruch 10. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Bestandteil der abhängigen
Ansprüche.
[0010] Ein bevorzugtes Schutzelement zum Schutz gegen Hohlladungsgeschosse, das an einer
Außenseite eines zu schützenden Objektes anordbar ist, weist nach außen weisende Stacheln
auf. Die Anordnung und Ausgestaltung der Stacheln ist so gewählt, dass ein anfliegendes
Hohlladungsgeschoss zunächst mit der schmalen Spitze zwischen den Stacheln hindurchfliegen
kann, wobei dann eine Flanke des sich haubenartig verbreiternden Abschnitts des Hohlladungsgeschosses
gegen eine Stachelspitze stößt, wodurch der Zündmechanismus beeinträchtigt werden
kann. Die Stacheln sollten somit zur Durchdringung der Hülle eines Hohlladungsgeschosses
geeignet sein. Dies kann durch harte Stacheln erreicht werden.
[0011] Die Stacheln des Schutzelements sind bevorzugt stab- oder stangenförmig ausgestaltet,
insbesondere mit rundem, ovalem oder polygonalem, bevorzugt rechteckigem Querschnitt.
[0012] Bevorzugt sind die Stacheln im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet. Ferner
können die Stacheln rasterförmig angeordnet sein, so dass eine gleichmäßige Verteilung
der Stacheln realisierbar ist. Somit können die Stacheln bevorzugt im Wesentlichen
im gleichen Abstand zueinander angeordnet sein, wobei dieser Abstand insbesondere
im Bereich von 30 mm bis 100 mm liegt. Die Stacheln können im Wesentlichen die gleiche
Länge aufweisen, die insbesondere im Bereich von 150 mm bis 400 mm liegt.
[0013] Besonders bevorzugt liegt das Verhältnis von der Länge der Stacheln zur maximalen
Querschnittsabmessung der Stacheln im Bereich von 1,5 bis 20, insbesondere im Bereich
von 3 bis 10. Als maximale Querschnittsabmessung wird die maximale Ausdehnung der
Stacheln in einer Richtung senkrecht zur Stachelrichtung verstanden. Bei einem rundstabförmigen
Stachel entspricht die maximale Querschnittsabmessung dem Durchmesser.
[0014] Die Stacheln können unmittelbar auf dem zu schützenden Objekt, beispielsweise einem
gepanzerten Fahrzeug, angeordnet, insbesondere angeschweißt werden. Bevorzugt sind
die Stacheln allerdings über einen Grundkörper miteinander verbunden, wobei die Stacheln
an dem Grundkörper angeschweißt sein können. Über den Grundkörper können die Stacheln
ferner in einfacher Weise mit dem zu schützenden Objekt verbunden werden. Hierzu kann
der Grundkörper Befestigungsmittel für die Befestigung an dem zu schützenden Objekt
aufweisen. Die Stacheln des Schutzelementes weisen somit von dem Grundkörper mit den
Befestigungsmitteln weg.
[0015] Der Grundkörper sollte somit zum einen die Befestigung an dem zu schützenden Objekt
ermöglichen und zum anderen als Träger für die Stacheln dienen.
[0016] Besonders bevorzugt sind die Stacheln fest, insbesondere einstückig, mit dem Grundkörper
verbunden, wobei dies beispielsweise mithilfe einer Laserschneidevorrichtung durch
Ausschneiden aus einer Metallplatte realisiert werden kann. Somit ist eine schnelle
Herstellung und Montage des Schutzelementes an dem zu schützenden Objekt möglich.
[0017] Um das Gewicht des Schutzelementes gering zu halten, kann der Grundkörper gitterförmig
ausgestaltet sein, wobei die Stacheln an den Gitterstreben angeordnet sind. Das Gitter
kann hierbei beispielsweise kreuzförmig, rautenförmig oder spaltgitterförmig sein.
[0018] Zur weiteren Gewichtsreduktion können die Gitterstreben gerüstartig aufgebaut sein,
insbesondere fachwerkartig. Die Gitterstreben weisen somit Ausnehmungen auf.
[0019] Der Grundkörper kann so gestaltet werden, dass er die Effektivität der Stacheln hinsichtlich
der Schutzwirkung gegen Hohlladungsgeschosse weiter erhöht.
[0020] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist mindestens ein Stachel, bevorzugt
die Mehrzahl der Stacheln, besonders bevorzugt alle Stacheln, an der Spitze eine zur
Spitze hin verlaufende Verjüngung auf. Die Stacheln können aber auch eine ebene Stirnfläche
aufweisen. Durch die Verjüngung kann verbessert werden, dass der Stachel die Geschosshülle
durchdringt und somit den Zündmechanismus beeinträchtigt. Eine solche Ausgestaltung
ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das Hohlladungsgeschoss einen Zünder an der
Spitze des Geschosskopfes aufweist, beispielsweise ein Piezoelement, so wie dies in
der bereits genannten
DE 1 145 522 beschrieben ist. Die Spannung des Piezoelements wird hierbei über eine metallene
Doppelhaube im Inneren des Hohlladungsgeschosses weitergeleitet. Die Innen- und die
Außenhaube sind in der Regel gegeneinander isoliert. Bei einer Durchdringung der beiden
Hauben durch einen Stachel kann die innere Haube mit der äußeren Haube kurzgeschlossen
werden, so dass die Spannung des Piezoelementes nicht zur Zündelektronik gelangen
kann. Aus diesem Grund ist bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung die Spitze
eines Stachels, vorzugsweise der Mehrzahl der Stacheln, besonders bevorzugt aller
Stacheln, aus einem elektrisch leitenden Material hergestellt oder mit einer elektrisch
leitenden Beschichtung versehen, insbesondere wenn die Stacheln aus einem nicht-leitfähigem
Material bestehen. Als elektrisch leitfähige Beschichtung kann beispielsweise Kupfer,
Gold, Messing, Zink oder Chrom verwendet werden. Die Beschichtung kann durch im Stand
der Technik bekannte Beschichtungsverfahren aufgebracht werden.
[0021] Eine besonders einfache Herstellungsart einer Stachelspitze ist derart ausgestaltet,
dass die Stachelspitze kegel-, pyramiden- oder tetraederförmig ist, insbesondere mit
abgerundeter Spitze.
[0022] Um eine Durchdringung der Stachelspitze in die Geschosshülle - oder zumindest um
eine Quetschung des Geschosses - zu erreichen, sollte die Stachelspitze aus einem
harten Material hergestellt sein. Es ist somit nicht erforderlich, dass der gesamte
Stachel aus einem solch harten Material hergestellt ist. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung
ist die Stachelspitze oder ein Bereich der Stachelspitze aus einem Material hergestellt,
das härter als das Material des Stachels ist. In die Stachelspitze kann beispielsweise
auch eine Einlage aus einem härteren Material beispielsweise Stahl eingebracht werden.
[0023] Die Stacheln selber können aus einem Metall, insbesondere Stahl, Titan oder Aluminium
und/oder aus einem Faserwerkstoff hergestellt sein, so dass eine ausreichende Stabilität
gegeben ist.
[0024] Um einen Rundumschutz des zu schützenden Objektes zu erreichen, sollten auch Fensterscheibenbereiche
des zu schützenden Objektes mit Stacheln versehen werden. Bevorzugt sind die Stacheln
aus diesem Bereich aus einem transparenten Material beispielsweise Panzerglas oder
Kunststoff hergestellt. Um eine Durchdringung zu gewährleisten, kann wiederum lediglich
die Stachelspitze aus einem härteren Material beispielsweise Stahl hergestellt sein.
[0025] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung können die Stacheln aus einer Ruheposition in
eine Schutzposition bewegt werden. Hierfür können Mittel zum Aufstellen und/oder Anlegen
der Stacheln vorgesehen sein. Die Stacheln können manuell oder automatisch aufgestellt
und/oder angelegt werden. Die Ruheposition kann beispielsweise im Friedenseinsatz
oder beim Transport des Fahrzeugs eingenommen werden, so dass zulässige Verlademaße
eingehalten werden können. In der Schutzposition sind die Stacheln aufgestellt.
[0026] Die Stacheln können aus-/einklappbar und/oder aus-/einfahrbar ausgestaltet sein.
[0027] Besonders bevorzugt umfassen die Mittel eine Pyrotechnikvorrichtung zum Aufstellen
der Stacheln. Die Pyrotechnikvorrichtung kann hierbei explosive Mittel umfassen, so
dass nach Zündung der explosiven Mittel eine schnelle Aufstellung der Stacheln erreichbar
ist.
[0028] Das Schutzelement kann ferner eine Sensorik zur Sensierung eines anfliegenden Hohlladungsgeschosses
umfassen. Sobald ein anfliegendes Hohlladungsgeschoss erkannt wurde, können manuell
die Stacheln aufgestellt werden. Dieser Vorgang, insbesondere die Auslösung des Aufstellens
der Stacheln, kann auch automatisch erfolgen. Die Sensorik und/oder die Steuerung
zum Aufstellen der Stacheln kann auch im oder am zu schützenden Objekt angeordnet
sein.
[0029] Besonders bevorzugt kann auch die Auftreffrichtung des anfliegenden Hohlladungsgeschosses
ermittelt werden, wobei dann die Stacheln im Wesentlichen parallel zu dieser Richtung
ausgerichtet werden, so dass eine größtmögliche Schutzwirkung des Schutzelementes
erreichbar ist.
[0030] Die Stacheln können durch eine Schutzabdeckung gegen äußere Einflüsse abgedeckt sein.
[0031] Eine erfindungsgemäße Schutzabdeckung für ein Schutzelement gegen Hohlladungsgeschosse,
welches insbesondere bereits beschrieben wurde, ist derart ausgestaltet, dass ein
auf die Schutzabdeckung auftreffendes Hohlladungsgeschoss die Schutzabdeckung durchdringt.
Die Schutzabdeckung erfüllt somit keine Schutzfunktion gegen das Hohlladungsgeschoss,
da die Schutzwirkung durch das unter der Abdeckung liegende Schutzelement erfolgt.
Insofern ist es hohlladungsgeschossdurchlässig ausgestaltet. Eine Schutzabdeckung
ist hohlladungsgeschossdurchlässig, wenn bei einem Beschuss mit einem herkömmlichen
Hohlladungsgeschoss (z.B. RPG7) bei einer herkömmlichen Auftreffgeschwindigkeit von
ca. 300m/s das Hohlladungsgeschoss die Schutzabdeckung durchstößt, insbesondere ohne
dass der Zünder auslöst.
[0032] Die Schutzabdeckung bietet den Vorteil, dass das Schutzelement von außen gegen Sicht
und gegen Verunreinigungen geschützt ist. So können sich beispielsweise bei einer
Fahrt im Gelände keine Äste oder ähnliches in dem Schutzelement verfangen. Ferner
sollte der Schutzmechanismus des Schutzelementes für einen Angreifer verborgen bleiben,
damit dieser sich nicht auf das Schutzkonzept einstellen kann. Die Schutzabdeckung
kann zudem einen Schutz gegen Verletzungen von Personen bieten, die unbeabsichtigt
gegen das Schutzelement anstoßen.
[0033] Die Schutzabdeckung sollte auf der einen Seite derart leicht durchschlagbar sein,
dass das Auftreffen der Zündspitze auf die Schutzabdeckung nicht zu einer Auslösung
der Zündung führt. Auf der anderen Seite sollte aber auch ein ausreichender Schutz
gegen äußere Einflüsse gegeben sein.
[0034] Die Schutzabdeckung kann somit nicht nur bei stachelförmigen Schutzelementen, sondern
auch bei aus dem Stand der Technik bekannten gitter- oder maschenförmigen Schutzelementen
gegen Hohlladungsgeschosse eingesetzt werden. Das Schutzelement kann somit möglichst
große Freiräume aufweisen, durch die das Geschoss, möglichst ohne dass es frontal
auf einen Abschnitt des Schutzelements auftrifft und dadurch zündet, hindurchfliegen
kann. Das Gitter kann beispielsweise kreuz-, rauten- oder spaltgitterförmig sein.
Ein Schutzelement mit geflochtenen Maschen wird beispielsweise in der
EP 1 944 565 A1 beschrieben. Die Maschen können beispielsweise durch Drähte oder Seile gebildet werden.
Ein erfindungsgemäßes Schutzelement mit der bereits beschriebenen Schutzabdeckung
kann somit gitter-, maschen- oder stachelförmig ausgestaltet sein. Gitter-, maschen-
oder stachelförmige Schutzelemente können als passive Schutzelemente bezeichnet werden.
[0035] Um die Durchschlagung des Geschosses durch die Schutzabdeckung zu gewährleisten,
sollte die Schutzabdeckung aus insbesondere dünnen Schichten bestehen. Erfindungsgemäß
umfasst die Schutzabdeckung mindestens zwei miteinander verbundene, bevorzugt verklebte,
Schichten. Durch die Schichtanordnung kann eine ausreichende Steifigkeit bei gleichzeitiger
Durchlassfähigkeit erreicht werden.
[0036] Die Schichten der Schutzabdeckung können aus unterschiedlichen Materialien, insbesondere
mit unterschiedlicher Härte bestehen. Durch die Schichtanordnung kann eine ausreichende
Steifigkeit bei gleichzeitiger Durchlassfähigkeit erreicht werden.
[0037] Bevorzugt weisen die Schichten eine unterschiedliche Härte auf. Hierbei kann das
härtere Material aus Metall, Kunststoff, Hybridwerkstoff oder Faserverbundwerkstoff,
insbesondere GFK bestehen. Das weichere Material kann aus Schaumstoff oder Gummi bestehen.
[0038] Erfindungsgemäß weist eine dem Hohlladungsgeschoss zugewandte Schicht eine höhere
Härte als die sich daran anschließende Schicht auf. Somit kann erreicht werden, dass
nach außen hin eine ausreichende Festigkeit gegeben ist. Die innere, weichere Schicht
dient dann zur Erreichung einer Gesamtsteifigkeit der Schutzabdeckung, wobei die innere
Schicht die Durchlassfähigkeit nicht nennenswert beeinflusst.
[0039] Somit kann die Dicke einer härteren Schicht geringer, insbesondere um mindestens
den Faktor 2 geringer als die Dicke einer weicheren Schicht sein.
[0040] Weiterhin bevorzugt ist die Schutzabdeckung sandwichartig ausgestaltet. Sie kann
mindestens drei Schichten aufweisen, wobei zwei Schichten eine größere Härte aufweisen
als eine zwischen ihnen liegende Zwischenschicht. Durch eine solche Konstruktion kann
erreicht werden, dass die härteren Schichten derart dünn ausgestaltet sind, dass eine
Durchschlagung des Hohlladungsgeschosses ohne Zündung möglich ist. Sie wären aber
für sich alleine gesehen nicht ausreichend stabil, um einen genügend großen Schutz
gegen äußere Einflüsse zu bieten. Die weichere Zwischenschicht, die dicker ausgestaltet
sein kann, führt aufgrund der Weichheit nicht zu einer Zündung der Hohlladung, sie
kann den härteren Schichten jedoch eine Stütze und Verbindung bieten, so dass die
Gesamtkonstruktion ausreichend stabil ist.
[0041] Die Gesamtdicke der Schutzabdeckung kann im Bereich von 3 mm bis 50 mm liegen. Die
Dicke der härteren Schichten kann im Bereich von 0,5 mm bis 10 mm liegen. Die Dicke
der weicheren Schichten kann im Bereich von 3 mm bis 30 mm liegen.
[0042] Bevorzugt ist die Schutzabdeckung plattenförmig ausgestaltet. Bevorzugt erzeugt die
Schutzabdeckung nach außen hin eine ebene Fläche. Besonders bevorzugt verdeckt die
Schutzabdeckung das Schutzelement, insbesondere die Stacheln, vollständig. Die Schutzabdeckung,
insbesondere die äußere Schicht, kann beschichtet, insbesondere lackiert, sein, um
sie gegen Witterung oder gegen Chemikalien beständig zu machen oder um eine Rutschfestigkeit
zu erreichen.
[0043] Weiterhin bevorzugt ist die Schutzabdeckung mit dem Schutzelement, insbesondere mit
einem Grundkörper des Schutzelementes, verbunden, beispielsweise über an dem Grundkörper
angeordnete Befestigungsstangen, die beispielsweise stachelförmig ausgestaltet sein
können.
[0044] Ein erfindungsgemäßes, gegen Hohlladungsgeschosse geschütztes Objekt, insbesondere
Gebäude oder Fahrzeug, weist an der Außenseite des Objekts nach außen weisende Stacheln
auf. Bevorzugt umfasst es zudem ein Schutzelement der bereits beschriebenen Art und
insbesondere eine Schutzabdeckung der bereits beschriebenen Art. Wie bereits beschrieben,
sind bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung in einem Fensterscheibenbereich
des Objektes transparente Stacheln angeordnet, so dass Personen aus dem Inneren des
Objektes eine Sicht nach draußen nicht versperrt ist, wobei zudem auch die Schutzabdeckung
transparent ausgestaltet sein kann.
[0045] Im Bereich der Türen des Fahrzeugs können die Stacheln so gegeneinander versetzt
angeordnet sein, dass das Öffnen der Türen nicht behindert wird.
[0046] Die Stacheln können im Wesentlichen rechtwinklig zur Oberfläche des zu schützenden
Objektes angeordnet sein.
[0047] Die zu schützenden Objekte können rundum mit den Schutzelementen versehen werden.
Insofern ist eine modulare Ausgestaltung des Schutzes erreicht. Die Schutzelemente
können zudem an den Objekten nachgerüstet werden.
[0048] Bei einem Verfahren zum Schutz eines Objektes der bereits beschriebenen Art gegen
Hohlladungsgeschosse, insbesondere mit einem Schutzelement der bereits beschriebenen
Art, ist dieses derart ausgestaltet, dass nach Erkennung eines anfliegenden Hohlladungsgeschosses
an der Außenseite des Objektes angeordnete Stacheln aufgestellt, insbesondere ausgeklappt
oder ausgefahren, werden können. Eine Erhöhung des Schutzes lässt sich erreichen,
wenn die Auftreffrichtung des anfliegenden Hohlladungsgeschosses mittels einer Sensorik
ermittelt wird, wobei dann die Stacheln im Wesentlichen parallel zu dieser Richtung
ausgerichtet werden. Im Falle einer solchen automatischen Aufstellung kann eine entsprechend
ausgebildete Steuerung verwendet werden.
[0049] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand der Figuren 1 bis 7 beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Schutzelement mit einer Schutzabdeckung;
- Fig. 2
- das Schutzelement nach Fig. 1 mit abgenommener Schutzabdeckung;
- Fig. 3
- den Grundkörper des Schutzelementes nach Fig. 1;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Schutzelementes gemäß Fig. 1;
- Fig. 5
- ein mit einem Schutzelement geschütztes Gebäude;
- Fig. 6
- ein mit einem Schutzelement geschütztes Fahrzeug; und
- Fig. 7
- eine weitere Ausgestaltung einer Schutzabdeckung.
[0050] Die Fig. 1 zeigt ein Schutzelement 1, welches aus einem Grundkörper 3 und einer Mehrzahl
von Stacheln 2 besteht, die mit einer Schutzabdeckung 5 abgedeckt sind. Die Fig. 2
zeigt das Schutzelement 1 mit abgenommener Abdeckplatte 5. Die Fig. 3 zeigt den Grundkörper
3 ohne Stacheln 2. Die Fig. 4 zeigt das Schutzelement 1 in einer Seitenansicht.
[0051] Das Schutzelement 1 weist einen Grundkörper 3 auf. Über den Grundkörper 3 sind die
Stacheln 2 miteinander verbunden. Der Grundkörper 3 dient ferner zur Befestigung an
einem zu schützenden Objekt beispielsweise einem Gebäude (Fig. 5) oder einem gepanzerten
Fahrzeug (Fig. 6).
[0052] Der Grundkörper weist gemäß Fig. 3 eine gitterförmige Struktur auf und ist spaltgitterförmig
ausgestaltet. Die einzelnen, parallel zueinander verlaufenden Gitterstreben 6 sind
gerüstartig, insbesondere fachwerkartig, mit Fachwerkstreben 11 aufgebaut, so dass
bei ausreichender Stabilität das Gewicht des Schutzelementes 1 reduziert werden kann.
Die sechs Gitterstreben 6 sind endeseitig über zwei Grundkörpertraversen 15 miteinander
verbunden. An den Grundkörpertraversen 15 können Befestigungsmittel 18 in Form von
Bohrungen vorgesehen sein, so dass eine lösbare Verbindung mit dem zu schützenden
Objekt, beispielsweise über eine Schraubverbindung, erreicht werden kann. Die Grundkörpertraversen
15 können auch an das zu schützende Objekt angeschweißt werden. Die einzelnen Stacheln
2 sind fest mit den Gitterstreben 6 des Grundkörpers 3 verbunden, insbesondere verschweißt.
[0053] Am Grundkörper 3 sind ferner Befestigungsstangen 14 angeordnet, an denen eine Schutzabdeckung
5 mittels nicht näher dargestellten Befestigungsmitteln 19 befestigbar ist. An jeder
Grundkörpertraverse 15 sind jeweils sechs Befestigungsstangen 14 angeordnet. Die Befestigungsstangen
14 für die Abdeckplatte 5 sind stachelförmig ausgestaltet und tragen somit zur Schutzwirkung
des Schutzelements 1 bei.
[0054] Die Stacheln 2 verlaufen im Wesentlichen parallel zueinander. Die Stacheln 2 sind
zudem rasterförmig am Schutzelement 1 verteilt angeordnet. Gemäß der Fig. 4 sind die
Stacheln im Wesentlichen im gleichen Abstand a zueinander angeordnet. Der Abstand
liegt hierbei im Bereich von 30 bis 100 mm. Die Spitzen 4 der Stacheln 2 können einen
Winkel im Bereich von 10° bis 20° aufweisen.
[0055] Die Stacheln 2 weisen im Wesentlichen die gleiche Länge l auf, wobei die Länge im
Bereich von 150 mm bis 400 mm liegt. Das Verhältnis von der Länge l der Stacheln 2
zur maximalen Querschnittsabmessung d, welche bei einer rundstabförmigen Ausgestaltung
der Stacheln dem Durchmesser entspricht, liegt im Bereich von 1,5 bis 20, insbesondere
im Bereich von 3 bis 10.
[0056] Die Stacheln 2 weisen an der Spitze 4 eine Verjüngung auf, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel
kegelförmig ausgestaltet ist. Die Spitze der Verjüngung kann abgerundet sein, um die
Verletzungsgefahr für Personen zu minimieren.
[0057] Die Stacheln 2 sind aus einem Metall, beispielsweise aus Stahl, hergestellt, so dass
sie elektrisch leitfähig sind. Es können nicht dargestellte Einsätze in den Stachelspitzen
4 angeordnet werden, die insbesondere auch aus harten Metallen bestehen. Dies kann
insbesondere dann vorteilhaft sein, wenn die Stacheln 2 aus Faserwerkstoffen hergestellt
sind.
[0058] Die Schutzabdeckung 5 besteht gemäß Fig. 4 aus zwei Schichten 16, 17 und ist derart
ausgestaltet, dass ein auftreffendes Hohlladungsgeschoss 7 die Schutzabdeckung 5 zwar
durchschlagen kann, allerdings der Zündmechanismus 12, der an der Spitze des Geschosskopfes
angeordnet ist, keine Auslösung des Hohlladungsgeschosses initiiert. Die beiden Schichten
16 und 17 sind miteinander verklebt und bestehen aus einem faserverstärkten Kunststoffmaterial
wie GFK. Die beiden Schichten 16, 17 können auch aus unterschiedlichem Material, beispielsweise
Faserwerkstoff, Gummi, Kunststoff oder Metallfolien hergestellt sein. Bevorzugt besteht
die dem Hohlladungsgeschoss 7 zugewandte, äußere Schicht 16 aus einem härteren Material,
als die dickere, innen liegende Schicht 17.
[0059] Die Schutzabdeckung weist eine ausreichende Steifigkeit hinsichtlich einer mechanischen
Beschädigung auf, sie ist jedoch zugleich nachgiebig genug, dass keine Auslösung des
Zünders 12 beim Auftreffen auf die Abdeckung erfolgt.
[0060] Die Schutzabdeckung 5 ist ferner derart ausgestaltet, dass bei einem Auftreffen eines
Hohlladungsgeschosses 7 der durchstoßene Bereich so klein wie möglich gehalten wird.
Bevorzugt soll lediglich eine Ausstanzung der Schutzabdeckung 5 durch das Hohlladungsgeschoss
7 erfolgen. Dies bietet den Vorteil, dass nach einem einmal erfolgten Treffer die
Funktionsweise, insbesondere der Sichtschutz, der Schutzabdeckung 5 weiterhin bestehen
bleibt.
[0061] Nachdem das Hohlladungsgeschoss 7 die Schutzabdeckung durchstoßen hat, trifft das
Hohlladungsgeschoss 7 mit einer Flanke 13 der Doppelhaube auf eine Stachelspitze 4
des Schutzelementes 1. Die Stachelspitze 4 durchstößt die Geschosshülle an der Stelle
der Hauben-Flanke 13 und erzeugt somit einen Kurzschluss des Piezoelementes 12, so
dass bei einem Auftreffen des Hohlladungsgeschosses 7 auf den Grundkörper 3 oder auf
das zu schützende Objekt eine Zündung verhindert wird, da die Zündspannung kurzgeschlossen
ist.
[0062] Die Schutzabdeckung 5 ist hohlladungsgeschossdurchlässig, da sie bei einem Beschuss
mit einem herkömmlichen Hohlladungsgeschoss (z.B. RPG7-Gefechtskopf, herkömmlicher
Durchmesser 70 mm-100 mm) bei einer herkömmlichen Auftreffgeschwindigkeit von ca.
300 m/s aus einer durchschnittlichen Entfernung 200 m durchstoßen wird, ohne dass
der Zünder auslöst.
[0063] Die Fig. 5 zeigt ein Gebäude 8 als zu schützendes Objekt, wobei an der Außenseite
8' des Gebäudes 8 ein Schutzelement 1 angeordnet ist. Die Stacheln 2 des Schutzelementes
stehen hierbei im Wesentlichen senkrecht zur Oberfläche 8' des Gebäudes 8.
[0064] Das Gebäude 8 weist ein Fenster 10 auf, wobei die im Bereich der Fensterscheibe 10
liegenden Stacheln 2' aus einem transparenten Material, beispielsweise Glas oder Kunststoff,
hergestellt sind.
[0065] Gemäß der Fig. 6 ist ein Schutzelement 1 an einem gepanzerten Fahrzeug 9 angeordnet.
Das Schutzelement 1 ist mit den Stacheln 2 an der Außenseite 9' des Fahrzeugs angeordnet.
[0066] Die in der Fig. 6 dargestellte Schutzvorrichtung 1 weist in nicht gezeigter Weise
Mittel zum Aufstellen der Stacheln 2 auf. Das Ausklappen oder Ausfahren der Stacheln
2 kann manuell, hydraulisch, pneumatisch, pyrotechnisch und/oder elektromotorisch
erfolgen. Um eine Aus- und Einklappung zu realisieren, können die Stacheln 2 drehbar
am Grundgerüst 3 gelagert sein.
[0067] Im Fahrzeug 9 ist ferner eine Sensorik angeordnet, über die das Anfliegen eines Hohlladungsgeschosses
sensiert werden kann. Nach einer erfolgten Sensierung werden automatisch die Stacheln
2 in eine Schutzstellung ausgeklappt oder ausgefahren. Es kann ferner der voraussichtliche
Auftreffwinkel ermittelt werden, wobei dann die Stacheln 2 entsprechend diesem Winkel
ausgerichtet werden, damit die Stacheln im Wesentlichen parallel zur ermittelten Auftreffrichtung
R liegen. Sobald die Bedrohung vorüber ist, können die Stacheln 2 wieder eingefahren
oder eingeklappt werden, um in dieser Ruhestellung Verlademaße des Fahrzeugs einzuhalten.
[0068] Bevorzugt erfolgt das Aufstellen über eine Pyrotechnik-Vorrichtung so kurzfristig,
dass die Stacheln 2 automatisch aufgestellt werden können, wenn ein Sensorsystem eine
anfliegende Panzerfaust 7 detektiert hat. Über eine nicht dargestellte Pyrotechnikvorrichtung,
beispielsweise unterlegte Airbags, können die Stacheln sehr schnell aufgestellt werden.
Hierzu kann eine Bildauswertung verwendet werden, die an ein Sensorsystem angeschlossen
ist und mittels derer eine anfliegende und detektierte Panzerfaust 7 ausgewertet werden
kann, so dass dann automatisch ein Zündsignal an die pyrotechnische Vorrichtung gesendet
wird.
[0069] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des stachelförmigen Schutzelementes kann
eine höhere statistische Wahrscheinlichkeit erreicht werden, dass eine Beschädigung
des Hohlladungs-Gefechtskopfes erreicht wird, als bei rein gitterförmigen Schutzelementen.
[0070] Die Abwehrstacheln 2 sind somit derart dimensioniert und angeordnet, dass bei möglichst
geringer präsentierter Fläche eine effektive Beschädigung des Gefechtskopfes des Hohlladungsgeschosses
7 sichergestellt wird. Die Stacheln 2 können ferner mit einer Gitterstruktur kombiniert
werden, so dass weniger Stacheln 2 benötigt werden und sich somit das Gewicht verringert.
[0071] Die Fig. 7 zeigt eine Schutzabdeckung 20 mit einer Gesamtdicke g, welche als Sandwich
aus drei Schichten 16, 17, 21 aufgebaut ist. Die beiden äußeren Schichten 16 und 21
bestehen aus einem härteren Material als die dazwischen liegende, dickere Schicht
16, die aus einem geschlossenporigen Kunststoff-Schaumstoff besteht.
[0072] Die Anzahl an Schichten ist nicht begrenzt. In vorteilhafterweise abwechselt sich
eine harte, insbesondere dünne, Schicht mit einer weicheren, insbesondere dickeren,
Schicht ab. Es könnten somit in nicht dargestellter Weise auch mehr als drei Schichten
verwendet werden.
Bezugszeichen:
[0073]
- 1
- Schutzelement
- 2
- Stachel
- 3
- Grundkörper
- 4
- Stachelspitze
- 5
- Schutzabdeckung
- 6
- Gitterstrebe des Grundkörpers
- 7
- Hohlladungsgeschoss
- 8
- Gebäude
- 8'
- Außenseite des Gebäudes
- 9
- Fahrzeug
- 9'
- Außenseite des Fahrzeugs
- 10
- Fensterscheibe
- 11
- Fachwerkstrebe
- 12
- Zündspitze des Hohlladungsgeschosses
- 13
- Hauben-Flanke der Hohlladungsgeschosshülle
- 14
- Befestigungsstange
- 15
- Grundkörpertraverse
- 16
- erste Schicht der Schutzabdeckung
- 17
- zweite Schicht der Schutzabdeckung
- 18
- Befestigungsmittel
- 19
- Befestigungsmittel
- 20
- Schutzabdeckung
- 21
- dritte Schicht der Schutzabdeckung
- a
- Abstand zwischen den Stacheln
- d
- maximale Querschnittsausdehnung eines Stachels
- g
- Gesamtdicke der Schutzabdeckung
- l
- Länge eines Stachels
- R
- Auftreffrichtung des Hohlladungsgeschosses
1. Schutzabdeckung (5) eines Schutzelements (1) gegen Hohlladungsgeschosse (7), die hohlladungsgeschossdurchlässig
ausgestaltet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung mindestens zwei Schichten umfasst, dass eine dem Hohlladungsgeschoss
zugewandte, äußere Schicht (16) eine höhere Härte als eine sich daran anschließende
Schicht (17) aufweist und dass die Schichten (16,17) miteinander verbunden, insbesondere
verklebt, sind.
2. Schutzabdeckung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das härtere Material ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus:
a. Metall
b. Kunststoff
c. Hybridwerkstoff
d. Faserverbundwerkstoff, insbesondere GFK
3. Schutzabdeckung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das weichere Material ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus:
a. Schaumstoff
b. Gummi
4. Schutzabdeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke einer härteren Schicht (16, 21) geringer, insbesondere um mindestens den
Faktor 2 geringer, als die Dicke einer weicheren Schicht (17) ist.
5. Schutzabdeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine sandwichartige Ausgestaltung.
6. Schutzabdeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens drei Schichten (16, 17, 21), wobei zwei Schichten (16, 21) eine größere
Härte aufweisen als eine zwischen ihnen liegende Zwischenschicht (17).
7. Schutzabdeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine plattenförmig Ausgestaltung.
8. Schutzabdeckung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtdicke (g) der Schutzabdeckung im Bereich von 3 mm bis 50 mm liegt.
9. Schutzelement zum Schutz gegen Holladungsgeschosse (7), das an einer Außenseite eines
zu schützenden Objekts (8, 9) anordbar ist, mit einer Schutzabdeckung (5, 20) nach
einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Schutzelement insbesondere gitter-, maschen-
oder stachelförmig ist.
10. Gegen Hohlladungsgeschosse geschütztes Objekt, insbesondere Gebäude (8) oder Fahrzeug
(9), gekennzeichnet durch ein Schutzelement (1) nach Anspruch 9.
11. Objekt nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Fensterscheibenbereich (10) das Schutzelement (1) und/oder die Schutzabdeckung
(5, 20) transparent ausgestaltet sind.
1. Protective cover (5) for a protective element (1) against hollow charge projectiles
(7), which is designed to allow hollow charge projectiles to pass through, characterized in that the protective cover comprises at least two layers, in that an outer layer (16), which faces the hollow charge projectile, is harder than an
adjoining layer (17), and in that the layers (16, 17) are connected, in particular adhesively bonded, to one another.
2. Protective cover according to Claim 1,
characterized in that the harder material is chosen from the group of:
a. metal
b. polymer
c. hybrid material
d. fibre-reinforced composite material, in particular GFRP.
3. Protective cover according to Claim 1 or 2,
characterized in that the softer material is chosen from the group of:
a. foam
b. rubber.
4. Protective cover according to one of the preceding claims, characterized in that the thickness of a harder layer (16, 21) is less, in particular at least 2 times
less, than the thickness of a softer layer (17).
5. Protective cover according to one of the preceding claims, characterized by a sandwich-like configuration.
6. Protective cover according to one of the preceding claims, characterized by at least three layers (16, 17, 21), wherein two layers (16, 21) are harder than an
intermediate layer (17) therebetween.
7. Protective cover according to one of the preceding claims, characterized by a plate-shaped configuration.
8. Protective cover according to one of the preceding claims, characterized in that the total thickness (g) of the protective cover is in the range between 3 mm and
50 mm.
9. Protective element for protection from hollow charge projectiles (7), which can be
arranged on an outer side of an object (8, 9) that is to be protected, having a protective
cover (5, 20) according to one of Claims 1 to 8, wherein the protective element is
in particular grid-, mesh-, or spine-shaped.
10. Object, in particular a building (8) or a vehicle (9), which is protected from hollow
charge projectiles, characterized by a protective element (1) according to Claim 9.
11. Object according to Claim 10, characterized in that, in a window pane region (10), the protective element (1) and/or the protective cover
(5, 20) are transparent.
1. Recouvrement de protection (5) d'un élément de protection (1) contre des projectiles
à charge creuse (7), qui est réalisé sous forme perméable aux projectiles à charge
creuse, caractérisé en ce que le recouvrement de protection comprend au moins deux couches, en ce qu'une couche extérieure (16) tournée vers le projectile à charge creuse présente une
dureté plus élevée qu'une couche (17) qui s'y raccorde, et en ce que les couches (16, 17) sont assemblées l'une à l'autre, en particulier collées.
2. Recouvrement de protection selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le matériau plus dur est choisi dans le groupe composé de:
a. métal
b. matière plastique
c. matériau hybride
d. matériau composite renforcé par des fibres, en particulier PRV.
3. Recouvrement de protection selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que le matériau plus mou est choisi dans le groupe composé de:
a. mousse
b. caoutchouc.
4. Recouvrement de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'épaisseur d'une couche plus dure (16, 21) est inférieure, en particulier inférieure
au moins du facteur 2, à l'épaisseur d'une couche plus molle (17).
5. Recouvrement de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par une configuration en sandwich.
6. Recouvrement de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par au moins trois couches (16, 17, 21), dans lequel deux couches (16, 21) présentent
une dureté plus élevée qu'une couche intermédiaire (17) disposée entre elles.
7. Recouvrement de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par une configuration en forme de plaque.
8. Recouvrement de protection selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'épaisseur totale (g) du recouvrement de protection se situe dans la plage de 3
mm à 50 mm.
9. Elément de protection contre des projectiles à charge creuse (7), qui peut être agencé
sur un côté extérieur d'un objet à protéger (8, 9), avec un recouvrement de protection
(5, 20) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans lequel l'élément de
protection est réalisé en particulier en forme de grille, en forme de maille ou en
forme d'aiguillons.
10. Objet protégé contre des projectiles à charge creuse, en particulier bâtiment (8)
ou véhicule (9), caractérisé par un élément de protection (1) selon la revendication 9.
11. Objet selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'élément de protection (1) et/ou le recouvrement de protection (5, 20) sont transparents
dans une région de vitre de fenêtre (10).