[0001] Die Erfindung betrifft eine Verschlussvorrichtung nach Anspruch 1. Eine derartige
Verschlussvorrichtung umfasst insbesondere
- ein erstes Verschlussteil,
- ein zweites Verschlussteil, das in eine Befestigungsrichtung an dem ersten Verschlussteil
angeordnet werden kann und in einem Schließzustand mit dem ersten Verschlussteil verbunden
ist, und
- ein Betätigungselement, das an dem zweiten Verschlussteil beweglich angeordnet ist.
Derartige Verschlussvorrichtungen sind insbesondere überall dort anwendbar, wo zwei
Teile lösbar miteinander verbunden werden sollen. Beispielsweise eignet sich eine
derartige Verschlussvorrichtung als Verschluss für eine Tasche oder einen anderen
Behälter, als Haltevorrichtung oder als Verbindungsvorrichtung zur Verbindung zweier
auf Zug belasteter Elemente, beispielsweise zweier Zugseile oder Gurte. In einer konkreten
Anwendung ist eine solche Verschlussvorrichtung beispielsweise zur Kopplung einer
Leine mit einem Halsband für Haustiere einsetzbar.
[0002] Denkbar ist auch eine Anwendung bei auf Druck belasteten Elementen.
[0003] Bei einer gattungsgemäßen Verschlussvorrichtung ist in dem Schließzustand das zweite
Verschlussteil über das Betätigungselement an dem ersten Verschlussteil gehalten.
Dazu wirkt das zweite Verschlussteil derart mit dem Betätigungselement zusammen, dass
in einem belasteten Zustand bei einer auf das zweite Verschlussteil relativ zum ersten
Verschlussteil entlang der Befestigungsrichtung wirkenden Kraft das Betätigungselement
fest mit dem ersten Verschlussteil verbunden ist und das zweite Verschlussteil an
dem ersten Verschlussteil hält. Mit anderen Worten ist das zweite Verschlussteil nicht
direkt an dem ersten Verschlussteil befestigt, sondern wird mittelbar über das Betätigungselement
an dem ersten Verschlussteil gehalten. Wird das zweite Verschlussteil auf Zug belastet,
wirkt das zweite Verschlussteil auf das Betätigungselement ein und sperrt das Betätigungselement
derart, dass das Betätigungselement nicht ohne weiteres von dem ersten Verschlussteil
gelöst werden kann und damit die Verschlussvorrichtung gesperrt ist. In belastetem
Zustand sind das erste Verschlussteil und das zweite Verschlussteil auf diese Weise
über das Betätigungselement fest miteinander verbunden.
[0004] In einem entlasteten Zustand hingegen, in dem keine oder nur eine geringe Kraft auf
das zweite Verschlussteil relativ zum ersten Verschlussteil wirkt, ist die Verschlussvorrichtung
nicht gesperrt, und das zweite Verschlussteil ist durch Betätigen des Betätigungselementes
von dem ersten Verschlussteil lösbar.
[0005] Herkömmlich wird beispielsweise zur Kopplung einer Hundeleine mit einem Hundehalsband
ein Karabiner verwendet, der an der Hundeleine angeordnet ist und in einen Befestigungsbügel
am Hundehalsband eingreift. Solche Karabiner werden auch zum Verbinden zweier Zugseile
verwendet und können grundsätzlich große Zugkräfte übertragen. Insbesondere bei Verwendung
an einer Hundeleine können herkömmliche Karabiner aber schwer und gegebenenfalls unhandlich
zu handhaben sein.
[0006] Aus der
WO 2011/029582 A2 ist bereits eine gattungsgemäße Verschlussvorrichtung bekannt, bei der ein Betätigungselement
in dem Schließzustand über einen zumindest abschnittsweise elastischen (Sperr-)Abschnitt
reibschlüssig oder rastend an dem ersten Verschlussteil gehalten ist. Das Betätigungselement
greift hierbei mit einem Sperrabschnitt oder mehreren Sperrabschnitten jeweils in
eine zugeordnete Rastöffnung an dem ersten Verschlussteil ein, um das zweite Verschlussteil
in einem belasteten Zustand sicher an dem ersten Verschlussteil zu halten. die Rastöffnungen
befinden sich dabei in einer äußeren Wandung einer Aufnahme des ersten Verschlussteils,
in das das zweite Verschlussteil mit dem Betätigungselement zumindest teilweise eingeschoben
wird, um die beiden Verschlussteile miteinander zu verbinden.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte Verschlussvorrichtung
zur Verfügung zu stellen, die auf einfache und haptisch angenehme Weise betätigt werden
kann und gleichzeitig eine feste, im belasteten Zustand nicht lösbare Verbindung zweier
Verschlussteile schafft.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Verschlussvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0009] Grundsätzlich wird bei einer erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung das zweite Verschlussteil
in dem Schließzustand über das Betätigungselement an dem ersten Verschlussteil gehalten
und damit eine Verbindung zwischen dem ersten Verschlussteil und dem zweiten Verschlussteil
hergestellt. Die Verbindung zwischen dem Betätigungselement und dem ersten Verschlussteil
ist über einen zumindest abschnittsweise elastischen (Sperr-)Abschnitt vorzugsweise
reibschlüssig oder rastend ausgebildet, stellt also vorzugsweise eine reibschlüssige
Verbindung oder eine Rastverbindung dar, im Rahmen derer das Betätigungselement reibschlüssig
oder formschlüssig an dem ersten Verschlussteil gehalten wird. Das zweite Verschlussteil,
an dem das Betätigungselement beweglich angeordnet ist, wirkt dabei derart mit dem
Betätigungselement zusammen, dass im belasteten Zustand, also bei Angreifen einer
Kraft an dem zweiten Verschlussteil, die reibschlüssige oder formschlüssige Verbindung
des Betätigungselements mit dem ersten Verschlussteil gesperrt ist und nicht gelöst
werden kann. In belastetem Zustand ist die Verbindung damit unlösbar, so dass auch
große Kräfte zwischen dem ersten Verschlussteil und dem zweiten Verschlussteil durch
die Verschlussvorrichtung sicher aufgenommen werden können und ein unbeabsichtigtes
Lösen ausgeschlossen ist.
[0010] In dem entlasteten Zustand hingegen, in dem keine oder nur geringe Kräfte auf das
zweite Verschlussteil einwirken, ist die Verschlussvorrichtung nicht gesperrt. Mit
anderen Worten besteht zwar beispielsweise eine Reibschluss- oder Rastverbindung des
Betätigungselementes mit dem ersten Verschlussteil in dem entlasteten Zustand grundsätzlich
fort, kann aber gelöst werden, um das erste Verschlussteil von dem zweiten Verschlussteil
zu trennen und die Verschlussvorrichtung zu öffnen. Im entlasteten Zustand ist die
Verschlussvorrichtung somit lösbar, die Reibschluss- oder Rastverbindung zwischen
Betätigungselement und erstem Verschlussteil kann aufgehoben werden, und das Betätigungselement
kann zusammen mit dem zweiten Verschlussteil von dem ersten Verschlussteil entnommen
werden.
[0011] Dadurch, dass die reibschlüssige und/oder formschlüssige Verbindung über einen zumindest
abschnittsweise elastischen (Sperr-)Abschnitt des Betätigungselements hergestellt
wird, ergibt sich im Schließzustand eine besonders feste Verbindung mit einem Reibschluss
und/oder einem Formschluss, der auch zur Aufnahme großer Kräfte geeignet ist, gleichzeitig
aber in leichter und haptisch angenehmer Weise wieder gelöst werden kann.
[0012] Erfindungsgemäß ist eine Verschlussvorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement
zwei räumlich voneinander getrennte und jeweils zumindest abschnittsweise elastische
Sperrabschnitte und einen die Sperrabschnitte miteinander verbindenden Betätigungsabschnitt
aufweist und das Betätigungselement mit den Sperrabschnitten an dem ersten Verschlussteil
anliegt, um das zweite Verschlussteil an dem ersten Verschlussteil zu halten. Die
Sperrabschnitte sind hierbei durch Betätigen des Betätigungselements an dem Betätigungsabschnitt
gemeinsam von dem ersten Verschlussteil lösbar. Weiterhin ist vorgesehen, dass im
verbundenen Zustand der beiden Verschlussteile die wenigstens zwei über den Betätigungsabschnitt
miteinander verbundenen Sperrabschnitte im Inneren einer Aufnahme, die durch zumindest
eines der beiden Verschlussteile definiert wird, jeweils an einem sich innerhalb der
Aufnahme erstreckenden Halteabschnitt des ersten Verschlussteils anliegen, um das
zweite Verschlussteil an dem ersten Verschlussteil zu halten.
[0013] Ein Halteabschnitt wird folglich z.B. nicht durch eine Innenwandung einer Aufnahme
des ersten Verschlussteils gebildet, sondern erstreckt sich im Inneren der Aufnahme
beabstandet zu den die Aufnahme nach außen berandeten Wandungen. Beispielsweise handelt
es sich hierbei um einen längserstreckten, zentralen Abschnitt, an dem der elastische
Sperrabschnitt in dem Schließzustand reibschlüssig und/oder formschlüssig anliegt,
um das zweite Verschlussteil an dem ersten Verschlussteil zu halten.
[0014] Dementsprechend liegt ein Sperrabschnitt des Betätigungselement zum Beispiel jeweils
zwischen wenigstens zwei Randabschnitten des Verschlussteils, die quer zur Befestigungsrichtung
zueinander beabstandet sind und die in die Aufnahme des ersten Verschlussteils eingeschoben
werden und/oder eine Aufnahme für das ersten Verschlussteil an dem zweiten Verschlussteil
definieren und beranden. Die Randabschnitte des zweiten Verschlussteils definieren
dabei jeweils zwischen sich einen innenliegenden Bereich des zweiten Verschlussteils,
in dem das Betätigungselement angeordnet ist. Das Betätigungselement ist in bevorzugten
Ausführungsvarianten dann an diesen Randabschnitten des zweiten Verschlussteils beweglich
angeordnet.
[0015] Bei der erfindungsgemäßen Lösung können beispielsweise durch einen einzelnen Handgriff
und durch Betätigen des Betätigungselements an dem einzelnen Betätigungsabschnitt
mehrere Sperrabschnitte von dem ihnen jeweils zugeordneten Halteabschnitt oder einem
gemeinsamen Halteabschnitt des ersten Verschlussteils getrennt werden, sodass das
zweite Verschlussteil von dem ersten Verschlussteil gelöst werden kann.
[0016] Dabei kann in einer Ausführungsvariante der vorbeschriebene Halteabschnitt rotationssymmetrisch
ausgebildet sein, so dass das erste Verschlussteil und das zweite Verschlussteil im
geschlossenen Zustand der Verschlussvorrichtung gegeneinander verdrehbar sind.
[0017] In einer Ausführungsvariante weist ein symmetrisch und mittig innerhalb der Aufnahme
des ersten oder zweiten Verschlussteils ausgestalteter Halteabschnitt wenigstens zwei
sich gegenüberliegende Halteflächen auf, an denen jeweils einer der Sperrabschnitte
des Betätigungselements anliegt, um das zweite Verschlussteil an dem ersten Verschlussteil
zu halten. Der Halteabschnitt kann hierbei beispielsweise steg-, stift- oder zapfenartig
innerhalb der Aufnahme vorstehen und an einer äußeren Mantelfläche die Halteflächen
für das Betätigungselement aufweisen.
[0018] In einer möglichen Ausführungsvariante wird ein zweites Verschlussteil mit einem
an ihm steg-, stift- oder zapfenartig vorstehenden Halteabschnitt in eine zwischen
Randabschnitten des ersten Verschlussteils definierte Aufnahme des ersten Verschlussteils
eingeschoben, um die Verschlussvorrichtung zu schließen. Dabei kann das erste Verschlussteil
mit seinem vorstehenden Halteabschnitt beispielsweise kompakt im Querschnitt T-förmig
ausgebildet sein. Der Halteabschnitt kann hierbei zwischen einander gegenüberliegend
angeordneten Sperrabschnitten des Betätigungselements eingeschoben werden. Über die
zumindest abschnittsweise elastischen Sperrabschnitte wird dabei ein Einschieben des
Halteabschnitts gestattet, gleichzeitig aber sichergestellt, dass in einem bestimmungsgemäß
verbundenen Zustand der beiden Verschlussteile diese aneinander gehalten sind, indem
die Sperrabschnitte sperrend an dem Halteabschnitt anliegen.
[0019] Beide Verschlussteile oder eines der Verschlussteile - vorzugsweise das zweite Verschlussteil
mit dem Betätigungselement - können in einem Ausführungsbeispiel, gegebenenfalls auch
nur lokal, versteift sein. In einem Ausführungsbeispiel ist das zweite Verschlussteil
in den Bereichen versteift, an denen das zweite Verschlussteil mit dem Betätigungselement
und insbesondere den Sperrabschnitten des Betätigungselements verbunden ist.
[0020] Eine Versteifung kann dabei beispielsweise erreicht sein, indem das Verschlussteil
entsprechend beschichtet ist und/oder an den versteiften Bereichen aus einem zweiten
Werkstoff hergestellt ist, der im Vergleich zu einem ersten Werkstoff, aus dem die
übrigen Bereiche des Verschlussteils hergestellt sind, eine höhere Festigkeit aufweist.
Denkbar wäre hierbei die Herstellung als Mehrkomponenten-Spritzgussteil und/oder als
Bauteil mit wenigstens einer zumindest teilweise durch ein Kunststoffmaterial umspritzten
Metalleinlage.
[0021] Alternativ oder ergänzend kann eine bereichsbezogene Versteifung durch ein separates,
an das Verschlussteil montiertes Versteifungselement erreicht sein. Zur Fixierung
kann eine Rastverbindung vorgesehen sein, so dass das Versteifungselement einfach
und werkzeuglos an dem Verschlussteil angeordnet und hieran festgelegt werden kann.
In einem Ausführungsbeispiel ist eine Versteifungshülse vorgesehen, die auf das zweite
Verschlussteil - vorzugsweise entlang der Befestigungsrichtung für das erste Verschlussteil
- aufgeschoben wird. Bevorzugt erfolgt hier eine Fixierung der Versteifungshülse über
wenigstens eine Rastverbindung im Bereich wenigstens eines Randabschnitt des zweiten
Verschlussteils, zum Beispiel über wenigstens eine Rastöffnung an der Versteifungshülse,
in die eine an dem Randabschnitt vorspringende Rastnase einschnappt, wenn die Versteifungshülse
bis zu der vorgesehenen Position auf das zweite Verschlussteil aufgeschoben wird.
[0022] Gemäß einer Ausführungsvariante, die mit den vorstehend erläuterten Varianten ohne
weiteres kombinierbar ist, weist das zweite Verschlussteil einen Verbindungsabschnitt
auf, der das zweite Verschlussteil und das Betätigungselement derart miteinander verbindet,
dass bei einer auf das zweite Verschlussteil wirkenden Kraft der Verbindungsabschnitt
auf einen (elastischen) Abschnitt des Betätigungselements einwirkt, sodass der Verbindungsabschnitt
den Abschnitt des Betätigungselements gegen einen Halteabschnitt des ersten Verschlussteils
drückt, um das zweite Verschlussteil an dem ersten Verschlussteil zuhalten. Demgemäß
kann es sich bei dem einen Abschnitt auch um den zuvor erläuterten Sperrabschnitt
des Betätigungselements handeln. Erfindungsgemäß ist hier nun weiterhin vorgesehen,
dass der Verbindungsabschnitt über ein erstes Filmscharnier mit dem zweiten Verschlussteil
und über ein zweites Filmscharnier mit dem Betätigungselement verbunden ist.
[0023] Über Filmscharniere kann nicht nur eine kostengünstige Herstellung des zweiten Verschlussteils
mit dem daran beweglich angeordneten Betätigungselement erreicht werden, sondern auch
die Beweglichkeit des Betätigungselements an dem zweiten Verschlussteil verbessert
werden.
[0024] Bevorzugt ist der Verbindungsabschnitt zwischen den Filmscharnieren druckstabil ausgebildet.
Über einen druckstabilen Verbindungsabschnitt kann erreicht werden, dass dieser eine
gewisse Druckstabilität und damit eine bessere Belastbarkeit des Betätigungselements,
insbesondere im Schließzustand zur Verfügung stellt. Darüber hinaus ist über die Kopplung
des Verbindungsabschnitts an das Betätigungselement und das zweite Verschlussteil
mittels Filmscharnieren eine leichte Verformbarkeit des Betätigungselements sichergestellt,
sodass dieses bei Bedarf von dem ersten Verschlussteil gelöst werden kann.
[0025] In einer Ausführungsvariante ist der Verbindungsabschnitt zwischen den Filmscharnieren
mit einem zylindrischen oder rotationssymmetrischen Abschnitt versehen. Ein solcher
vorzugsweise als Vollkörper ausgebildeter Abschnitt kann dem Verbindungsabschnitt
die notwendige Druckstabilität geben. In einer hierauf basierenden Variante ist ein
Verbindungsabschnitt beispielsweise zwischen den Filmscharnieren mit einem zylindrischen
Körper mit elliptischer Grundfläche versehen, wobei die Filmscharniere in einem Bereich
einer Mantelfläche des Zylinders vorgesehen sind, der in Richtung der längeren Hauptachse
der Ellipse liegt. Ein Verbindungsabschnitt verbindet somit die beiden sich gegenüberliegenden
Filmscharniere und erstreckt sich beispielsweise von einem Randabschnitt des zweiten
Verschlussteils und nach innen zu dem Betätigungselement.
[0026] Gemäß einer Ausführungsvariante , die mit den vorstehenden erläuterten Varianten
ohne Weiteres kombinierbar ist, ist ein in wenigstens einer Führung geführtes Führungselement
vorgesehen, durch das an dem zweiten Verschlussteil ein Betätigungsweg des Betätigungselements
zum Lösen des zweiten Verschlussteils von dem ersten Verschlussteil begrenzt ist.
[0027] Über ein solches Führungselement kann folglich die Beweglichkeit des Betätigungselements
auf die oder den für eine Sperrung oder Entsperrung benötigten Verschiebeweg oder
Verschiebewinkel begrenzt sein.
[0028] Bei einem zweiten Verschlussteil mit einem Verbindungsabschnitt oder mehreren Verbindungsabschnitten
und Filmscharnieren kann durch das Führungselement zusätzlich sichergestellt sein,
dass bei Betätigung des Betätigungselements keine überhöhten Biege- oder Torsionskräfte
auf ein Filmscharnier wirken können.
[0029] Das Führungselement kann mit dem Betätigungselement verbunden und die Führung an
dem zweiten Verschlussteil ausgebildet sein oder umgekehrt.
[0030] In einer Ausführungsvariante ist durch das Führungselement an dem zweiten Verschlussteil
eine Betätigungsrichtung des Betätigungselements zum Lösen des zweiten Verschlussteils
von dem ersten Verschlussteil vorgegeben. In einer Ausführungsvariante ist eine Betätigungsrichtung
beispielsweise vorgegeben, indem das Führungselement mit dem Betätigungselement verbunden
ist und zwei entlang einer gemeinsamen Achse angeordnete Führungsstifte aufweist,
die jeweils in einer quer zu dieser Achse längserschreckten Führungsöffnung (als Führung)
an den zweiten Verschlussteil geführt sind.
[0031] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass ein Betätigungsabschnitt des Betätigungselements
eine Grifföffnung definiert, in die zur Betätigung des Betätigungselements eingegriffen
werden kann. Auf diese Weise wird ein manuelles Lösen der beiden Verschlussteile voneinander
und somit das Öffnen der Verschlussvorrichtung erleichtert.
[0032] In einer Ausführungsvariante weist das Betätigungselement mehr als zwei räumlich
voneinander getrennte Sperrabschnitte auf, die jeweils an einem Halteabschnitt des
ersten Verschlussteils anliegen, um das zweite Verschlussteil über das Betätigungselement
an dem ersten Verschlussteil zu halten. Hierbei sind mehrere (z.B. drei) Sperrabschnitte
in einer Umfangsrichtung um die Befestigungsrichtung zueinander versetzt an dem Betätigungselement
angeordnet. Beispielsweise können die Sperrabschnitte in Umfangsrichtung um 120° zueinander
versetzt angeordnet sein und im Schließzustand bezogen auf die Befestigungsrichtung
radial nach innen gegen einen gemeinsamen Halteabschnitt des ersten Verschlussteils
gedrückt werden, um das zweite Verschlussteil an dem ersten Verschlussteil zu halten.
[0033] Im Übrigen kann die Geometrie des Halteabschnitts des ersten Verschlussteils und
eines Sperrabschnitts oder mehrerer Sperrabschnitte des Betätigungselements so gewählt
sein, dass durch Wechselwirkung des jeweiligen Sperrabschnitts mit dem Halteabschnitt
das zweite Verschlussteil in unterschiedlichen Positionen relativ zu den ersten Verschlussteil
gehalten werden kann. Das zweite Verschlussteil ist somit entlang der Befestigungsrichtung
in unterschiedlichen Zwischenpositionen arretierbar. Beispielsweise kann hierbei eine
reib- und/oder formschlüssige Verbindung vorgesehen sein, sodass beispielsweise unterschiedliche
Rastpositionen vorgegeben sind.
[0034] In einer Ausführungsvariante weist zum Beispiel ein zentraler stegförmiger Halteabschnitt
des ersten Verschlussteils mehrere konvexe Verdickungen entlang seiner Erstreckungsachse
auf, die jeweils eine Rastposition für das zweite Verschlussteil vorgeben. Die Sperrabschnitte
des Betätigungselements weisen jeweils eine mit den Verdickungen korrespondierende,
vorzugweise gewellte Innenkontur auf. Ein Sperrabschnitt bildet somit jeweils mindestens
eine konkave Wölbung aus, an der ein Formschluss mit einer konvexen Verdickung möglich
ist. Indem sich die Wölbungen der zumindest teilweise elastischen Sperrabschnitte
einander quer zur Befestigungsrichtung gegenüberliegen, ist eine lösbare Verrastung
des Betätigungselements an jeder Verdickung und damit in unterschiedlichen Relativlagen
des zweiten Verschlussteils zu dem ersten Verschlussteil möglich.
[0035] Selbstverständlich kann eine Verrastung in unterschiedlichen Zwischenposition auch
mit mehreren Halteabschnitten, die jeweils genau einem von mehreren Sperrabschnitten
zugeordnet sind, in analoger Weise realisiert sein.
[0036] Eine Verrastung kann beispielsweise auch über eine Mikroverzahnung erreicht werden.
Hierbei stehen z. B. im Wesentlichen senkrecht zur späteren Lastrichtung mikroskopische
Rastvorsprünge an den Sperrabschnitten und/oder einem Halteabschnitt vor. Die Rastvorsprünge
können dabei zum Beispiel einen rechteckigen, trapezförmigen oder halbkreisförmigen
Querschnitt aufweisen. Dementsprechend können die Rastvorsprünge nicht nur zahnartig
vorstehen, sondern auch durch Mikrokugeln gebildet sein.
[0037] Eine schwerer lösbare Verrastung insbesondere mit einer Mikroverzahnung kann insbesondere
bei einer Verschlussvorrichtung für einen sicherheitsrelevanten Verschluss vorteilhaft
sein. Hier ist ein weniger leichtgängiges Öffnen des Verschlusses eher tolerierbar,
wenn im Gegenzug ein unbeabsichtigtes Öffnen auch bei größeren Lasten noch zuverlässiger
ausgeschlossen werden kann. Beispielsweise kann eine Verschlussvorrichtung mit einer
Mikroverzahnung bei dem Verschluss einer Schwimmweste zum Einsatz kommen.
[0038] Eine erfindungsgemäße Verschlussvorrichtung kann insbesondere in einfacher Weise
als Handgriff z.B. bei einem Beutel mit Rollverschluss eingesetzt werden. Üblicherweise
werden herkömmliche Steckschnellen bei Beuteln mit Rollverschluss eingesetzt, die
sich aber unbeabsichtigt öffnen können, wenn sie als Handgriff verwendet werden, da
beim Umschließen mit der Hand die Steckbügel unbeabsichtigt betätigt werden können.
Diese Nachteile sind mit der erfindungsgemäßen Lösung vermieden.
[0039] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden bei der nachfolgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren deutlich werden.
[0040] Hierbei zeigen:
- Fig. 1A-1F
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung mit mehreren
Sperrabschnitten eines Betätigungselements, die in einem Schließzustand an einem gemeinsamen,
sich innerhalb einer Aufnahme eines ersten Verschlussteils erstreckenden Halteabschnitt
anliegen;
- Fig. 2A-2C
- Einzelansichten des zweiten Verschlussteils mit dem Betätigungselement in unterschiedlichen
Stellungen des Betätigungselements;
- Fig. 3A-3B
- unterschiedliche Ansichten der Verschlussvorrichtung in einem Schließzustand und unter
Belastung;
- Fig. 4A-4B
- unterschiedliche Ansichten der Verschlussvorrichtung mit betätigtem Betätigungselement
in einem entlasteten Zustand, so dass das zweite Verschlussteil von dem ersten Verschlussteil
lösbar ist;
- Fig. 5A-5F
- unterschiedliche Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Verschlussvorrichtung mit einem abgewandelten Betätigungselement, das eine geringere
Anzahl an Verbindungsabschnitten aufweist, die jeweils mit dem Betätigungselement
und dem ersten Verschlussteil verbunden sind;
- Fig. 6A-6C
- Einzelansichten des zweiten Verschlussteils der Verschlussvorrichtung der Figuren
5A-5F mit dem Betätigungselement in unterschiedlichen Stellungen des Betätigungselements;
- Fig. 7A-7B
- unterschiedliche Ansichten der Verschlussvorrichtung der Figuren 5A-5F in einem Schließzustand
und unter Belastung;
- Fig. 8A-8B
- unterschiedliche Ansichten der Verschlussvorrichtung der Figuren 5A-5F mit betätigtem
Betätigungselement in einem entlasteten Zustand;
- Fig. 9
- eine dritte Variante einer erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung mit einem Betätigungselement
mit drei Sperrabschnitten, die in einer Umfangsrichtung um eine Befestigungsrichtung
jeweils um 120° zueinander versetzt angeordnet sind und zum Halten des zweiten Verschlussteils
an dem ersten Verschlussteil an einem zwischen Ihnen radial innen liegenden Halteabschnitt
anliegen;
- Fig. 10A-10D
- in unterschiedlichen Ansichten ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Verschlussvorrichtung mit einem ersten Verschlussteil, an dem ein Versteifungselement
angeordnet ist, und einem zweiten Verschlussteil, das teilweise in eine Aufnahme des
ersten Verschlussteils eingeschoben wird, in einem unverbundenen Zustand beiden Verschlussteile;
- Fig. 11A-11D
- in mit den Figuren 10A bis 10D übereinstimmenden Ansichten das vierte Ausführungsbespiel
in einem Schließzustand und damit in einem verbundenen Zustand der beiden Verschlussteile.
[0041] Die beigefügten Figuren 1A bis 9 zeigen unterschiedliche Varianten erfindungsgemäßer
Verschlussvorrichtungen, die jeweils die Merkmale der angehängten Ansprüche verwirklichen.
[0042] Die Figuren 1A bis 4B zeigen ein erstes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer
Verschlussvorrichtung 1 mit einem ersten Verschlussteil 2 und einem hieran anordenbaren
zweiten Verschlussteil 3. Das zweite Verschlussteil 3 ist in einem in den Figuren
1C, 1F und 3A-3B dargestellten Schließzustand mit dem ersten Verschlussteil 2 verbunden.
Die Verschlussvorrichtung 1 weist hier ein Betätigungselement 4 mit zwei sich gegenüberliegenden,
elastisch ausgebildeten Sperrabschnitte 41a, 41b auf, die in einem Schließzustand
an einem sich innerhalb einer Aufnahme 20 stegförmig erstreckenden Halteabschnitt
24 des ersten Verschlussteils 2 anliegen, um das zweite Verschlussteil 3 an dem ersten
Verschlussteil 2 zu halten.
[0043] Die beiden mit jeweils einer gewellten Innenkontur ausgebildeten Sperrabschnitte
41a und 41b sind über einen Betätigungsabschnitt 40 miteinander verbunden, der eine
Grifföffnung 400 definiert. Das zweite Verschlussteil 3 wird dabei zum Schließen der
Verschlussvorrichtung 1 entlang einer Befestigungsrichtung E teilweise in die Aufnahme
20 eingeführt, so dass die Sperrabschnitte 41 a, 41 b des Betätigungselements 4 in
einem Schließzustand in der Aufnahme 20 aufgenommen sind, der Betätigungsabschnitt
40 mit der Grifföffnung 400 jedoch zur Betätigung des Betätigungselements 4 von außen
außerhalb der Aufnahme 20 liegt.
[0044] Die formschlüssige Verbindung der Sperrabschnitte 41a und 41b mit dem Halteabschnitte
24 erfolgt über zwei Formschlussbereiche 41.1a, 41.2a und 41.1b, 41.2b, die an je
einem der Sperrabschnitte 41a oder 41b eine konkave Wölbung beranden, sowie zwei Paare
seitlicher konvexer Verdickungen an dem Halteabschnitt 24. Durch die mehreren (vorliegend
zwei) entlang des Halteabschnitts 24 aufeinanderfolgenden seitlichen Verdickungen
werden mehrere (vorliegend zwei) Rastpositionen vorgegeben, in den das zweite Verschlussteil
3 an dem ersten Verschlussteil 2 gehalten ist. Wurde das zweite Verschlussteil 3 ausreichend
weit in das erste Verschlussteil 2 eingeschoben, schnappen die elastischen Sperrabschnitte
41a und 41b an dem Halteabschnitt 24 ein. Ein Paar seitlicher Verdickungen des Halteabschnitts
24 ist dann jeweils teilweise in sich gegenüberliegenden konkaven Wölbungen durch
die Formschlussbereiche 41.1a und 41.2a oder 41.1b und 41.2b eingefasst.
[0045] Es sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass zur Vorgabe einer Rastposition
an dem Halteabschnitt 24 selbstverständlich anstelle eines Paares seitlicher Verdickungen
auch eine einzelne umlaufende Verdickung, wie zum Beispiel eine Rastnase, oder eine
andere, sich musterartig an dem Halteabschnitt 24 erstreckende Geometrie vorgesehen
sein kann. Eine sich musterartig an dem Halteabschnitt erstreckenden Geometrie kann
beispielsweise durch vorstehende Kugelflächen oder Kugelschalen gebildet sein, insbesondere
durch Mikrokugeln. Grundsätzlich denkbar ist in diesem Zusammenhang das Vorsehen von
Abschnitten, die sich zumindest teilweise entgegengesetzt zur Befestigungsrichtung
E und damit vorliegend entgegensetzt zur Lastrichtung erstrecken, so dass hierüber
wenigstens ein Hinterschnitt erzeugt ist und bei einer bestimmungsgemäßen Verbindung
der beiden Verschlussteile 2 und 3 wenigstens ein Sperrabschnitt 41a, 41b den Halteabschnitt
24 hintergreift.
[0046] Die Sperrabschnitte 41a, 41b sind mittig zwischen zwei längserstreckten und als Bügelarmen
ausgebildeten Einführabschnitten 30a und 30b des zweiten Verschlussteils 3 angeordnet,
die Randabschnitte des zweiten Verschlussteils 3 definieren. Die Einführabschnitte
30a und 30b umgeben mit einem sie verbindenden Ende des zweiten Verschlussteils 3
das Betätigungselement 40 U-förmig. An diesen Einführabschnitten 30a und 30b sind
ferner jeweils zwei zueinander beabstandete Verbindungsabschnitte 5a, 5b bzw. 5c,
5d angeformt. Die Verbindungsabschnitte 5a, 5b und 5c und 5d sind dabei über Filmscharniere
53 mit ihrem Einführabschnitt 30a oder 30b verbunden. Des Weiteren sind die Verbindungsabschnitte
5a bis 5d, die einen zylindrischen Abschnitt mit einer elliptischen Grundfläche aufweisen,
jeweils über ein weiteres Filmscharnier 54 mit dem jeweiligen gegenüberliegenden Sperrabschnitt
41a, 41b verbunden.
[0047] Die hier linsenförmig erscheinenden Verbindungsabschnitte 5a bis 5d sind derart ausgebildet
und ausgerichtet, dass bei einer auf das zweite Verschlussteil 3 wirkenden Kraft F
B die jeweiligen Verbindungsabschnitte 5a, 5b und 5c, 5d die Sperrabschnitte 41a, 41b
gegen den Halteabschnitt 24 des ersten Verschlussteils 2 drücken, um das zweite Verschlussteil
3 an dem ersten Verschlussteil 2 zu halten. Die Verbindungsabschnitte 5a bis 5d sind
über die Filmscharniere 53 und 54 an - bezogen auf die Befestigungsrichtung E - zueinander
versetzten Stellen mit einem Einführabschnitt 30a oder 30b und dem benachbarten Sperrabschnitt
41a oder 41b verbunden. Indem die Filmscharniere 53 und 54 vorliegend darüber hinaus
jeweils entlang der Hauptachse der elliptischen Grundfläche der Verbindungsabschnitte
5a bis 5d angeordnet sind, erstrecken sich die Verbindungsabschnitte 5a bis 5d auf
diese Weise im unbelasteten Zustand des Betätigungselements 4 geneigt zu einer mit
der Befestigungsrichtung E zusammenfallenden Erstreckungsrichtung der Sperrabschnitte
41a und 41b. Im unbelasteten Zustand verläuft hier also jede Hauptachse der elliptische
Grundfläche eines linsenförmigen Verbindungsabschnitts 5a bis 5d in einem spitzen
Winkel von kleiner 90°, beispielsweise in einem Winkel im Bereich von 45° bis 80°,
insbesondere von etwa 70° zu der Befestigungsrichtung E, so dass sich die Hauptachse
jeweils von dem Einführabschnitt 30a oder 30b, an dem ein Verbindungsabschnitt 5a
bis 5d angelenkt ist, schräg in Richtung des Betätigungsabschnitt 40 des zweiten Verschlussteils
3 erstreckt. Dabei sind die Hauptachsen der Verbindungsabschnitte 5a, 5b und 5c, 5d
paarweise zueinander parallel orientiert. Derart kann das Betätigungselement 4 im
Bereich seiner Sperrabschnitte 41a, 41b durch ein Ziehen an dem Betätigungsabschnitt
40 entgegen der Befestigungsrichtung E aufgespreizt werden und damit eine Verbindung
mit dem Halteabschnitt 24 auf einfache Weise gelöst werden.
[0048] Das Betätigungselement 4 mit seinen Sperrabschnitten 41a und 41b ist so ausgestaltet,
dass es mit dem Halteabschnitt 24 des ersten Verschlussteils 2 verrasten kann und
durch das Zusammenwirken des zweiten Verschlussteils 3 mit dem Betätigungselement
4 in einem belasteten Zustand, wenn zum Beispiel eine Zugkraft F
B an dem zweiten Verschlussteil 3 angreift, das Betätigungselement 4 fest mit dem ersten
Verschlussteil 2 an dessen Halteabschnitt 24 form- und reibschlüssig verbunden ist.
Unter Last wird folglich mit anderen Worten eine an dem zweiten Verschlussteil 3 wirkende
Zugkraft F
B in eine Haltekraft zur Sicherung der form- und/oder reibschlüssigen Verbindung zwischen
den Sperrabschnitten 41a, 41b und dem Halteabschnitt 24 umgelenkt.
[0049] Durch Eingriff in die Grifföffnung 400 und Ziehen an dem Betätigungsabschnitt 40
kann die sperrende Verbindung zwischen Betätigungselement 4 und dem ersten Verschlussteil
2 in einfacher Weise gelöst werden und damit das zweite Verschlussteil 3 entgegen
der ursprünglichen Befestigungsrichtung E von dem ersten Verschlussteil 2 getrennt
werden. Durch Ziehen an dem Betätigungselement 4 wird infolge der Elastizität seiner
Sperrabschnitte 41a und 41b und die Anbindung dieser Sperrabschnitte 41a, 41b an die
Einführabschnitte 30a, 30b über Filmscharniere 53, 54 eine Spreizung des Betätigungselements
4 insbesondere im Bereich der Sperrabschnitte 41a, 41b erreicht, d.h., die Sperrabschnitte
41a und 41b werden weiter zueinander beabstandet. Hierdurch wird die Verbindung der
Sperrabschnitte 41a, 41b mit dem Halteabschnitt 24 des ersten Verschlussteils 2 getrennt.
Mit anderen Worten wird eine an dem Betätigungselement aufgebrachte Betätigungskraft
F
L in eine Lösekraft zum Lösen einer form- und/oder reibschlüssigen Verbindung zwischen
den Sperrabschnitte 41a, 41b und dem Halteabschnitt 24 umgelenkt.
[0050] Das Betätigungselement 4 ist dabei innerhalb des zweiten Verschlussteils 3 derart
bewegbar angeordnet, dass die Betätigung des Betätigungselements 4 zum Lösen gerade
in eine Betätigungsrichtung (unter Aufbringung einer Betätigungskraft F
L) erfolgt, in die auch das zweite Verschlussteil 3 zum Trennen von dem ersten Verschlussteil
2 verlagert wird. Dementsprechend ist eine intuitive Entriegelung der Verschlussvorrichtung
1 gegeben, indem das in das erste Verschlussteil 2 eingesteckte zweite Verschlussteil
3 in dieselbe Richtung gezogen wird wie das Betätigungselement 4 relativ zu dem zweiten
Verschlussteil 3.
[0051] Ein Betätigungsweg des Betätigungselements 4 zum Lösen wird dabei durch an dem zweiten
Verschlussteil 3 ausgebildete Anschläge 34a, 34b begrenzt. Hiermit lässt sich bei
einer Betätigung des Betätigungselements 4 eine übermäßige und damit schädigende Belastung
des Betätigungselements 4 entlang der Befestigungsrichtung E sowie der Filmscharniere
53, 54 vermeiden. Die Anschläge 34a und 34b können zudem beim Einschieben des zweiten
Verschlussteils 3 in das erste Verschlussteil 2 eine Verlagerung des Betätigungselements
4 begrenzen, wenn dieses über seine Sperrabschnitte 41a und 41b in Kontakt mit dem
Halteabschnitt 24 kommt, der stegartig entlang der Befestigungsrichtung E in der Aufnahme
20 vorsteht. Die Anschläge 34a und 34b vermeiden somit auch beim Schließen der Verschlussvorrichtung
1 eine übermäßige und damit schädigende Belastung des Betätigungselements 4 entlang
der Befestigungsrichtung E. Somit ist gewährleistet, dass bei einem bestimmungsgemäßen
Schließen und Öffnen der Verschlussvorrichtung 1 kein Versagen der Filmscharniere
53, 54 auftritt.
[0052] An Befestigungsabschnitten 21 und 31 der Verschlussteile 2 und 3 können über die
Verschlussvorrichtung 1 miteinander zu koppelnde Komponenten befestigt sein, wie zum
Beispiel Gurte, Seile oder Leinen. Die Befestigungsabschnitte 21 und 31 erstrecken
sich hierbei im Wesentlichen quer zu Befestigungsrichtung E an einem Ende des jeweiligen
Verschlussteils 2 oder 3. Die Anschläge 34a und 34b zur Begrenzung des Betätigungswegs
für das Betätigungselement 4 sind jeweils in der Nähe eines (oberen) Bereichs der
Einführabschnitte 30a, 30b ausgebildet, an dem die Einführabschnitte 30a und 30b über
das mit dem Befestigungsabschnitt 31 versehene Ende des zweiten Verschlussteils 3
miteinander verbunden sind.
[0053] Zum leichteren Öffnen und Schließen der Verschlussvorrichtung 1 sind an Längsseiten
des zweiten Verschlussteils 3 Griffflächen 32a und 32b vorgesehen. Diese Griffflächen
32a und 32b sind mit einer geriffelten oder aufgerauten Oberfläche versehen. Hierüber
kann das zweite Verschlussteil 3 sicher ergriffen und zwischen den Fingern einer Hand
gehalten werden.
[0054] Um beim Schließen der Verschlussvorrichtung 1 das Einschnappen des Betätigungselements
4 an dem Halteabschnitt 24 zu erleichtern, sind Anlaufschrägen 410a und 410b an den
freien Enden der Sperrabschnitte 41a, 41b vorgesehen. Über diese Anlaufschrägen 410a,
410b wird ein kontinuierliches Aufspreizen des Betätigungselements 4 beim Einschieben
des zweiten Verschlussteils 3 in das erste Verschlussteil 2 gefördert, indem die Anlaufschrägen
410a, 410b an der Verdickung des Halteabschnitts 24 aufgleiten.
[0055] Mit den Figuren 5A bis 8B wird eine zweite Variante einer erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung
1' veranschaulicht. Im Unterschied zu dem zuvor erläuterten Ausführungsbeispiel der
Figuren 1A bis 4B ist hier insbesondere das Betätigungselement 4' eines zweiten Verschlussteils
3' mit seinen Sperrabschnitten 41a' und 41b' abweichend gestaltet, so dass hierüber
in Wechselwirkung mit einem Halteabschnitt 24' eines ersten Verschlussteils 2' nur
noch genau eine Rastposition vorgegeben ist. Die Sperrabschnitte 41a' und 41b' weisen
an einer konkaven Wölbung jeweils nur einen einzelnen konvex gewölbten Formschlussbereich
41.2a oder 41.2b mit Anlaufschräge 410a oder 410b auf. Über diese Formschlussbereiche
41.2a und 41.2b kann der Halteabschnitt 24' im Bereich eines Paares seitlicher konvexer
Verdickungen von dem Betätigungselement 4' hintergriffen werden, um das zweite Verschlussteil
3' an dem ersten Verschlussteil 2' zu halten. Dementsprechend ist auch die Anzahl
der Verbindungsabschnitte 5b, 5d reduziert, die die Sperrabschnitte 41a' und 41b'
mit den als Bügelarmen ausgebildeten Einführabschnitten 30a und 30b verbinden.
[0056] Des Weiteren weist das Ausführungsbeispiel der Figuren 5A bis 8B kein nach innen
vorspringenden Anschläge 34a, 34b, sondern ein Führungselement 6 auf, das den Betätigungsweg
des Betätigungselements 4' begrenzt. Das Führungselement 6 ist mit dem Betätigungsabschnitt
40 verbunden und ist längserstreckt ausgebildet. Ferner weist das Führungselement
6 zwei stiftförmige Enden (Führungsstifte) auf, die in jeweils einer Führungsöffnung
36a oder 36b an dem zweiten Verschlussteil 3' verschieblich entlang der Betätigungsrichtung
des Betätigungselements 4' geführt sind. Durch das Führungselement 6 werden in und
entgegen der Befestigungsrichtung E sowie senkrecht hierzu (senkrecht zur Zeichenebene)
wirkende Kräfte begrenzt, so dass die Filmscharniere 53, 54 nicht überlastet werden
können.
[0057] Das Ausführungsbeispiel der Figur 9 zeigt eine Verschlussvorrichtung 1*, bei der
ein erstes Verschlussteil 2* einen zentral angeordneten und länglichen Halteabschnitt
24* aufweist und ein zweites Verschlussteil 3* drei in Umfangsrichtung um die Befestigungsrichtung
E zueinander um 120° versetzte und jeweils zumindest teilweise elastisch ausgebildete
Sperrabschnitte aufweist. Der Halteabschnitt 24* steht mittig von einem als Basis
dienenden (Ober-)Teil des ersten Verschlussteils 2* vor und bildet drei im Querschnitt
sternförmig nach außen ragende Haltestege aus. Die drei Sperrabschnitte, von denen
lediglich zwei Sperrabschnitte 41a, 41b in der Figur 9 ersichtlich sind, liegen in
einem Schließzustand und damit zur Verriegelung der beiden Verschlussteile 2* und
3* aneinander an den Haltestegen des Halteabschnitts 24* sperrend an. Die Sperrabschnitte
41a, 41b weisen hierfür erneut jeweils eine gewellte Innenkontur auf. Diese Innenkontur
korrespondiert jeweils mit einer gewellten Außenkontur eines Haltestegs des Halteabschnitts
24*, so dass jeder Sperrabschnitt 41a, 41b hieran form- und reibschlüssig anliegen
kann, wenn das zweiten Verschlussteil 3* ausreichend weit in das erste Verschlussteil
2* eingeschoben wurde.
[0058] Jeder Sperrabschnitt 41a, 41b ist auch hier mithilfe zweier identisch zu den vorangegangenen
Ausführungsbeispielen ausgestalteter Verbindungsabschnitte 5a, 5b oder 5c, 5d oder
5e, 5f an einem jeweils zugeordneten Einführabschnitt 30a, 30b, 30c des zweiten Verschlussteils
3* beweglich angeordnet. Dabei sind die druckstabilen zylindrischen Verbindungsabschnitte
5a bis 5f jeweils über Filmscharniere 53, 54 mit einem Sperrabschnitt 41a, 41b und
einem Einführabschnitt 30a, 30b, 30c verbunden.
[0059] Die einzelnen Sperrabschnitte 41a, 41b sind auch hier untereinander über einen gemeinsamen
Betätigungsabschnitt 40* des Betätigungselements 4* miteinander verbunden, so dass
sie durch Kraftangriff an dem Betätigungsabschnitt 40* gleichzeitig außer Eingriff
mit dem Halteabschnitt 24* gebracht werden können. Der Betätigungsabschnitt 40* ist
hier scheibenförmig ausgebildet.
[0060] Auch in der Verschlussrichtung 1* wird das zweite Verschlussteil 3* mit dem Betätigungselement
4* in eine Aufnahme 20* des ersten Verschlussteils 2* eingeschoben. Bei der Verschlussvorrichtung
1* wird die Aufnahme 20* des ersten Verschlussteils 2* durch drei mit dem Halteabschnitt
24* verbundene und diesen umgreifende Arme berandet. Dabei stehen die drei Arme klauenartig
von einer Basis des ersten Verschlussteils 2* vor. An dieser Basis des ersten Verschlussteils
2* ist zum Beispiel ein Gurt- oder Seilabschnitt befestigbar.
[0061] An einer im Schließzustand der Basis des ersten Verschlussteils 2* gegenüberliegenden
Basis des zweiten Verschlussteils 3* sind hier des Weiteren beispielhaft drei seitlich
quer zur Befestigungsrichtung E nach außen auskragende Befestigungsabschnitte 31a,
31b, 31c ausgebildet. Über diese Befestigungsabschnitte 31a, 31b und 31c kann das
Verschlussteil an einem oder mehreren weiteren Bauteilen fixiert werden. Die Basis
des zweiten Verschlussteils 3* begrenzt zudem den zulässigen Betätigungsweg des Betätigungselement
4, indem der Betätigungsabschnitt 40* entgegengesetzt zu der Befestigungsrichtung
E maximal bis zu dieser Basis verlagert werden kann.
[0062] Es ist selbstverständlich, dass die dargestellten gewellten Konturen der Sperrabschnitte
41a, 41b; 41a', 41b', über die eine formschlüssige Verbindung zwischen dem jeweiligen
Sperrabschnitt und einem Halteabschnitt 24, 24', 24* möglich ist, nicht zwingend sind.
Hier könnte auch eine rein reibschlüssige Verbindung über ebene und zum Beispiel entsprechend
aufgeraute Fläche realisiert sein. Eine form- und/oder reibschlüssige Verbindung kann
beispielsweise auch über eine Mikroverzahnung erreicht werden. Hierbei stehen z. B.
im Wesentlichen senkrecht zur Richtung der Kraft oder Last F
B mikroskopische Rastvorsprünge an den Sperrabschnitten 41a, 41b; 41a', 41b' und/oder
einem Halteabschnitt 24, 24', 24* vor. Die Rastvorsprünge können dabei zum Beispiel
einen rechteckigen, trapezförmigen oder halbkreisförmigen Querschnitt aufweisen. Dementsprechend
können die Rastvorsprünge nicht nur zahnartig vorstehen, sondern auch durch Mikrokugeln
gebildet sein.
[0063] In den Figuren 10A bis 10D und 11A bis 11D ist eine weitere Ausführungsvariante einer
erfindungsgemäßen Verschlussvorrichtung 1" dargestellt. Dabei zeigen die Figuren 10
A bis 10D zwei Verschlussteile 2" und 3" in einem unverbundenen Zustand, während die
Figuren 11A bis 11D die Verschlussvorrichtung 1" im geschlossenen Zustand mit miteinander
verbundenen Verschlussteilen 2" und 3" in verschiedenen Ansichten zeigen.
[0064] Das zweite Verschlussteil 3" dieser Verschlussvorrichtung 1" baut im Wesentlichen
auf dem zweiten Verschlussteil 3 des Ausführungsbeispiels der Figuren 1A bis 4B auf,
sodass übereinstimmende Elemente mit identischen Bezugszeichen gekennzeichnet sind.
Das zweite Verschlussteil 3" der Figuren 10A bis 11D weist somit ebenfalls ein zwischen
zwei sich gegenüberliegenden Einführabschnitten 30a" und 30b" angeordnetes und verstellbar
gelagertes Betätigungselement 4 auf. Das Betätigungselement 4 umfasst die Sperrabschnitte
41a und 41b und ist über Verbindungsabschnitte 5a bis 5d an den Einführabschnitten
30a" und 30b" derart gelagert, dass das Betätigungselement 4 beim Verbinden der beiden
Verschlussteile 2" und 3" miteinander sowie zum Lösen der verbundenen Verschlussteilen
2" und 3" voneinander gespreizt werden kann.
[0065] Gegenüber den zuvor erläuterten Ausführungsvarianten ist das erste Verschlussteil
2" der Verschlussvorrichtung 1" reduziert ausgeführt und bildet selbst keine Aufnahme
20 aus, in der im verbundenen Zustand der beiden Verschlussteile 2" und 3" das Betätigungselement
4 mit seinen Sperrabschnitten 41a und 41b aufgenommen ist. Vielmehr ist das erste
Verschlussteil 2" im Querschnitt T-förmig ausgeführt. Das somit nach Art eines Einsteckschlüssels
ausgeführte erste Verschlussteil 2" weist demgemäß eine Basis mit dem Befestigungsabschnitt
21 und einen sich hiervon senkrecht und stegartig weg erstreckenden Halteabschnitt
24" mit einem Rastbereich 240" auf. In der Basis mit dem Befestigungsabschnitt 21
sind zur besseren Zentrierung des ersten Verschlussteils 2" an dem zweiten Verschlussteil
3" und zur Beschränkung der Freiheitsgrade des ersten Verschlussteils 2" relativ zu
dem zweiten Verschlussteil 3" in dem verbundenen Zustand zwei Aussparungen 20a" und
20b" vorgesehen. In diese Aussparungen 20a" und 20b" greift im geschlossenen Zustand
der Verschlussvorrichtung 1" jeweils ein Einführabschnitt 30a" oder 30b" des zweiten
Verschlussteils 3" ein. Der stegartige Halteabschnitt 24" steht somit zwischen diesen
beiden Aussparungen 20a" und 20b" an dem ersten Verschlussteil 2" hervor.
[0066] Die beiden Einführabschnitte 30a" und 30b" definieren in der vorliegenden Verschlussvorrichtung
1" zusammen mit der Basis, an der der Befestigungsabschnitt 31 ausgebildet ist, erneut
eine U-förmig umrandete Aufnahme 30" an dem zweiten Verschlussteil 3", innerhalb derer
nicht nur das Betätigungselement 4 liegt, sondern in die auch das erste Verschlussteil
2" mit seinem Halteabschnitt 24" beim Schließen der Verschlussvorrichtung 1" einschiebbar
ist. Im verbundenen Zustand der beiden Verschlussteile 2" und 3" erstreckt sich somit
auch in dieser Ausführungsvariante der Halteabschnitt 24" zentral innerhalb einer
Aufnahme 30" des zweiten Verschlussteils 3", um die beiden Verschlussteile 2" und
3" aneinander über das Anliegen der Sperrabschnitte 41a und 41b an den Rastbereichen
240" des zwischen den Einführabschnitten 30a" und 30b" liegenden Halteabschnitts 24"zu
sichern. Ein Unterschied zu den zuvor erläuterten Varianten ist aber, dass nicht auch
durch das erste Verschlussteil 2" eine (zusätzliche) den Halteabschnitt 24" umgebende
Aufnahme ausgebildet ist
[0067] Um aufbauend auf der Konstruktion eines zweiten Verschlussteils 2 gemäß der Ausführungsvariante
der Figuren 1A bis 4B sicherzustellen, dass über die Sperrabschnitte 41a und 41b eine
ausreichende Haltekraft aufgebracht wird und sich die Einführabschnitte 30a und 30b
unter Belastung nicht (elastisch) verformen, sodass eventuell das erste Verschlussteil
2" unbeabsichtigt freigegeben wird, ist das zweite Verschlussteil 3" in der Ausführungsform
der Fig. 10A bis 11D im Bereich seiner Einführabschnitte 30a" und 30b" versteift.
[0068] Hierfür ist ein Versteifungselement in Form einer Versteifungshülse 7 als separates
Bauteil auf das zweite Verschlussteil 3" entlang der Befestigungsrichtung E aufgeschoben
und an dem zweiten Verschlussteil 3" fixiert. Die Einführabschnitte 30a" und 30b"
sind hierbei nahezu vollständig durch die Versteifungshülse 7 hindurch gesteckt, sodass
lediglich die Enden der Einführabschnitte 30a" und 30b" aus der Versteifungshülse
7 herausragen, die in die Aussparungen 20a" und 20b" des ersten Verschlussteils 2"
eingreifen sollen. Die Länge der Versteifungshülse 7 ist ferner so gewählt, dass sie
in ihrem montierten Zustand den Betätigungsabschnitt 40 mit der Grifföffnung 400 nicht
überdeckt und somit der Betätigungsabschnitt 40 des Betätigungselements 4 auch im
verbundenen Zustand der beiden Verschlussteile 2" und 3" ohne weiteres von außen zugänglich
ist.
[0069] Die Fixierung der Versteifungshülse 7 an dem zweiten Verschlussteil 3" erfolgt über
eine Rastverbindung. Hierfür sind an den beiden Einführabschnitten 30a" und 30b" jeweils
seitlich geringfügig vorstehende erste Rastabschnitte mit Rastnasen 300a" und 300b"
vorgesehen. Diese symmetrisch zueinander an den beiden Einführabschnitten 30a" und
30b" ausgebildeten Rastnasen 300a" und 300b" schnappen in korrespondierende Rastöffnungen
70a und 70b eines zweiten Rastabschnitts an der Versteifungshülse 7 ein, wenn diese
bestimmungsgemäß auf das zweite Verschlussteil 3" aufgeschoben wird. Derart kann die
Versteifungshülse 7 werkzeuglos an dem zweiten Verschlussteil 2" montiert und hieran
fixiert werden.
[0070] Wie insbesondere in der Schnittdarstellung der Fig. 10D und 11D entsprechend den
in den Figuren 10C und 11C markierten Schnittlinien R-R und P-P ersichtlich ist, umgibt
die Versteifungshülse 7 im montierten Zustand von außen die beiden Einführabschnitte
30a" und 30b" vollständig umlaufend und stellt damit sicher, dass das zweite Verschlussteil
3" weder beim Einführen des Halteabschnitts 24" des ersten Verschlussteils 2" zwischen
die Sperrabschnitte 41a, 41b noch bei einer Belastung der Verschlussvorrichtung 1"
im Bereich seiner Einführabschnitte 30a" und 30b" ausgeweitet wird und hierdurch die
Verschlussvorrichtung 1" nicht korrekt schließt oder unbeabsichtigt geöffnet wird.
Es ist also gewährleistet, dass die beiden Verschlussteile 2" und 3" über die form-
und/oder reibschlüssige Anlage der Sperrabschnitte 41a und 41b an dem zwischen ihnen
aufgenommen Halteabschnitt 24" im verbundenen Zustand aneinander gehalten sind und
ihre Verbindung nur unter Betätigung des Betätigungselements 4 gelöst werden kann,
wie dies beispielsweise in der Schnittdarstellung der Fig. 11C veranschaulicht ist.
[0071] Insbesondere bei der Ausführungsvariante der Figuren 10A bis 10D und 11A bis 11D
ist es denkbar, dass ein zweites Verschlussteil 3" mit unterschiedlichen ersten Verschlussteilen
2 oder 2" kombinierbar ist. Hierbei ist das zweite Verschlussteil 3" ohne Versteifungshülse
7 mit seinen Einführabschnitten 30a" und 30b" in eine von dem ersten Verschlussteil
2 ausgebildete Aufnahme 20 einschiebbar. Ist eine Kombination des zweiten Verschlussteils
3" mit einem ersten Verschlussteil 2" vorgesehen, das selbst keine die Einführabschnitte
30a" und 30b" nahezu vollständig umschließende Aufnahme 20 aufweist, sondern mit seinem
frei vorstehenden Halteabschnitt 24" in die von dem zweiten Verschlussteil 3" definierte
Aufnahme 30" eingeschoben wird, wird das zweite Verschlussteil 3" hierfür mit der
Versteifungshülse 7 versehen. Derart kann in einfacher Weise ein Bausatz für unterschiedliche
Verschlussvorrichtungen 1, 1', 1" vorgesehen werden, bei dem ein zweites Verschlussteil
3" mit oder ohne Versteifungshülse 7 mit unterschiedlichen ersten Verschlussteilen
2, 2' und 2" kombinierbar ist.
[0072] Eine weitere Variante sieht vor, dass der vorbeschriebene Halteabschnitt 24" rotationssymmetrisch
ausgebildet ist und somit das erste Verschlussteil 2" und das zweite Verschlussteil
3" im geschlossenen Zustand gegeneinander verdrehbar sind.
[0073] Alle dargestellten Ausführungsvarianten sind vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt
und zeichnen sich insbesondere aufgrund der druckstabilen Verbindungsabschnitte 5a
bis 5f durch eine leichte Herstellbarkeit und ausgezeichnete Robustheit aus, so dass
sie auch im Dauereinsatz nicht versagen. Des Weiteren ist jeweils der Betätigungsweg
für ein Betätigungselement 4, 4', 4* auf ein zulässiges Maß begrenzt, um insbesondere
eine übermäßige Beanspruchung der Filmscharniere 53, 54 bei Betätigung des jeweiligen
Betätigungselements 4, 4', 4* zu vermeiden. Darüber hinaus zeichnen sich alle gezeigten
Ausführungsvarianten durch eine intuitive Bedienbarkeit, insbesondere beim Entriegeln,
aus, da hierfür ein Betätigungselement 4, 4', 4* in dieselbe Richtung relativ zu dem
zweiten Verschlussteil 3, 3', 3", 3* verlagert werden muss, in die auch das Entfernen
des zweiten Verschlussteils 3, 3', 3", 3* von dem ersten Verschlussteil 2, 2', 2",
2* erfolgt.
[0074] Verschlussvorrichtungen der hier beschriebenen Art können überall dort eingesetzt
werden, wo zwei Teile lösbar miteinander verbunden werden sollen. Beispielsweise eignet
sich eine derartige Verschlussvorrichtung als Verschluss für eine Tasche oder einen
anderen Behälter, als Haltevorrichtung oder als Verbindungsvorrichtung zur Verbindung
zweier auf Zug belasteter Elemente, beispielsweise zweier Zugseile oder Gurte. In
konkreter Anwendung ist eine solche Verschlussvorrichtung beispielsweise zur Kopplung
einer Leine mit einem Halsband für Haustiere einsetzbar.
[0075] Denkbar und vorteilhaft sind auch solche Anwendungen, bei denen die Verschlussvorrichtung
unter Last nicht aufgehen darf, wie z.B. Schnallen für Babytragevorrichtungen, Verschlüsse
für Rettungswesten oder dergleichen.
Bezugszeichenliste
[0076]
- 1, 1', 1", 1*
- Verschlussvorrichtung
- 2, 2', 2", 2*
- (erstes) Verschlussteil
- 20, 20*
- Aufnahme
- 20a", 20b"
- Aussparung
- 21
- Befestigungsabschnitt
- 24, 24', 24", 24*
- Halteabschnitt
- 240, 240"
- Rastbereich
- 3, 3', 3", 3*
- (zweites) Verschlussteil
- 30"
- Aufnahme
- 30a, 30a", 30b, 30b", 30c
- Einführabschnitt
- 300a", 300b"
- Rastnase (1. Rastabschnitt)
- 31
- Befestigungsabschnitt
- 31a, 31b, 31c
- Befestigungsabschnitt
- 32a, 32b
- Grifffläche
- 34a, 34b
- Anschlag
- 36a, 36b
- Führungsöffnung
- 4, 4', 4*
- Betätigungselement
- 40, 40*
- Betätigungsabschnitt
- 400
- Grifföffnung
- 41.1a, 41.2a
- Formschlussbereich
- 41.1b, 41.2b
- Formschlussbereich
- 410a, 410b
- Anlaufschräge
- 41a, 41a'
- Sperrabschnitt
- 41b, 41b'
- Sperrabschnitt
- 53, 54
- Filmscharnier
- 5a - 5f
- Verbindungsabschnitt
- 6
- Führungselement
- 7
- Versteifungshülse (Versteifungselement)
- 70a, 70b
- Rastöffnung (2. Rastabschnitt)
- E
- Befestigungsrichtung
- FB
- Zugkraft
- FL
- Betätigungskraft
1. Verschlussvorrichtung(1,1',1",1*), mit
- einem ersten Verschlussteil (2,2',2",2*),
- einem zweiten Verschlussteil (3,3',3",3*), das in eine Befestigungsrichtung an dem
ersten Verschlussteil (2,2',2",2*) anordenbar ist und in einem Schließzustand mit
dem ersten Verschlussteil (2,2',2",2*) verbunden ist, und
- mindestens einem Betätigunselement(4,4',4*), das an dem zweiten Verschlussteil (3,3',3",3*)
beweglich angeordnet ist,
wobei zumindest eines der Verschlussteile (2,2',2",2*,3,3',3",3*) eine Aufnahme (20,20',30")
aufweist, in die das andere Verschlussteil (2,2',2",2*,3,3',3",3*) zumindest teilweise
einschiebbar ist, wobei in dem Schließzustand das zweite Verschlussteil (3,3',3",3*)
über das Betätigungselement (4,4',4*) an dem ersten Verschlussteil (2,2',2",2*) gehalten
ist und dazu das zweite Verschlussteil (3,3',3",3*) derart mit dem Betätigungselement
(4,4',4*) zusammenwirkt, dass in einem belasteten Zustand bei einer auf das zweite
Verschlussteil (3,3',3",3*) relativ zum ersten Verschlussteil (2,2',2",2*) entlang
der Befestigungsrichtung wirkenden Kraft das Betätigungselement (4,4',4*) fest mit
dem ersten Verschlussteil (2,2',2",2*) verbunden ist und das zweite Verschlussteil
(3,3',3",3*) an dem ersten Verschlussteil (2,2',2",2*) hält, in einem entlasteten
Zustand hingegen das zweite Verschlussteil (3,3',3",3*) durch Betätigung des Betätigungselementes
(4,4',4*) von dem ersten Verschlussteil (2,2',2",2*) lösbar ist, und wobei das Betätigungselement
(4,4',4*) zwei räumlich voneinander getrennte und jeweils zumindest abschnittsweise
elastische Sperrabschnitte (41a,41a',41b,41b') und einen die Sperrabschnitte (41a,41a',41b,41b'),
miteinander verbindenden Betätigungsabschnitt (40,40*) aufweist und das Betätigungselement
(4,4',4*) mit den Sperrabschnitten (41a,41a',41b,41b') an dem ersten Verschlussteil
(2,2',2",2*) anliegt, um das zweite Verschlussteil (3,3',3",3*) an dem ersten Verschlussteil
(2,2',2",2*) zu halten, und die Sperrabschnitte (41a,41a',41b,41b') durch Betätigen
des Betätigungselements (4,4',4*) an dem Betätigungsabschnitt (40,40*) gemeinsam von
dem ersten Verschlussteil (2,2',2",2*) lösbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass im verbundenen Zustand der beiden Verschlussteile (2, 2', 2", 2*, 3, 3', 3", 3*)
die wenigstens zwei über den Betätigungsabschnitt (40, 40*) miteinander verbundenen
Sperrabschnitte (41a, 41b; 41a', 41b') im Inneren der Aufnahme (20, 20*, 30") jeweils
an einem sich innerhalb der Aufnahme (20, 20*, 30") erstreckenden Halteabschnitt (24,
24', 24", 24*) des ersten Verschlussteils (2, 2', 2", 2*) anliegen, um das zweite
Verschlussteil (3, 3', 3", 3*) an dem ersten Verschlussteil (2, 2', 2", 2*) zu halten.
2. Verschlussvorrichtung (1,1',1",1*) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schließzustand in einem belasteten Zustand das Betätigungselement (4, 4',
4*) an seinem Sperrabschnitt (41a, 41b, 41a', 41b') reibschlüssig und/oder formschlüssig
an dem Halteabschnitt (24, 24', 24", 24*) des ersten Verschlussteils (2, 2', 2", 2*)
gehalten ist.
3. Verschlussvorrichtung (1,1',1",1*) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Sperrabschnitte (41a, 41b, 41a', 41b') des Betätigungselement
(4, 4', 4*) zwischen wenigstens zwei Randabschnitten (30a, 30b, 30c; 30a", 30b") des
zweiten Verschlussteils (3, 3', 3", 3*) angeordnet sind, die quer zur Befestigungsrichtung
(E) zueinander beabstandet sind und in die Aufnahme (20, 20*) des ersten Verschlussteils
(20, 20*) eingeschoben werden oder die Aufnahme (30") beranden.
4. Verschlussvorrichtung (1,1',1",1*) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Halteabschnitt (24, 24', 24", 24*), an dem ein Sperrabschnitt (41a, 41b, 41a',
41b') in dem Schließzustand anliegt, längserstreckt ausgebildet ist und/oder sich
zentral innerhalb der Aufnahme (20, 20*, 30") erstreckt
5. Verschlussvorrichtung (1,1',1",1*) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrabschnitte (41a, 41b; 41a', 41b') an einem gemeinsamen Halteabschnitt (24,
24', 24", 24*) des ersten Verschlussteils (2, 2', 2", 2*) anliegen.
6. Verschlussvorrichtung (1,1',1",1*) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrabschnitte (41a, 41b; 41a', 41b') jeweils an einer von mindestens zwei Halteflächen
des Halteabschnitts (24, 24', 24", 24*) anliegen, um jeweils das zweite Verschlussteil
(3, 3', 3", 3*) an dem ersten Verschlussteil (2, 2', 2", 2*) zu halten.
7. Verschlussvorrichtung (1,1',1",1*) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reibschluss- oder Rastverbindung zwischen dem Betätigungselement (4, 4', 4*)
und dem ersten Verschlussteil (2, 2', 2", 2*) in dem belasteten Zustand des zweiten
Verschlussteils (3, 3', 3", 3*) gesperrt, in dem entlasteten Zustand des zweiten Verschlussteils
(3, 3', 3", 3*) hingegen lösbar ist.
8. Verschlussvorrichtung (1,1',1",1*) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Betätigungselement (4,4',4*) in dem Schließzustand über einen zumindest abschnittsweise
elastischen Abschnitt an dem ersten Verschlussteil (2,2',2",2*) gehalten ist,
- das zweite Verschlussteil (3,3',3",3*) einen Verbindungsabschnitt (5a-5f) aufweist,
der das zweite Verschlussteil (3,3',3",3*) und das Betätigungselement (4,4',4*) derart
miteinander verbindet, dass bei einer auf das zweite Verschlussteil (3,3',3",3*) wirkenden
Kraft der Verbindungsabschnitt (5a-5f) auf einen Abschnitt des Betätigungselements
(4,4',4*) einwirkt, so dass der Verbindungsabschnitt (5a-5f) den Abschnitt des Betätigungselements
(4,4',4*) gegen einen Halteabschnitt (24,24',24",24*) des ersten Verschlussteils (2,2',2",2*)
drückt, um das zweite Verschlussteil (3,3',3",3*) an dem ersten Verschlussteil (2,2',2",2*)
zu halten, und
- der Verbindungsabschnitt (5a-5f) über ein erstes Filmscharnier (53) mit dem zweiten
Verschlussteil (3, 3', 3", 3*) und über eine zweites Filmscharnier (54) mit dem Betätigungselement
(4, 4', 4*) verbunden ist.
9. Verschlussvorrichtung (1,1',1",1*) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (5a-5f) zwischen den Filmscharnieren (53, 54) druckstabil
ausgebildet ist und/oder dass der Verbindungsabschnitt (5a-5f) zwischen den Filmscharnieren
(53, 54) einen zylindrischen oder rotationssymmetrischen Abschnitt aufweist.
10. Verschlussvorrichtung (1') nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das Betätigungselement (4') in dem Schließzustand über einen zumindest abschnittsweise
elastischen Abschnitt an dem ersten Verschlussteil (2') gehalten ist und
- ein in wenigstens einer Führung (36a, 36b) geführtes Führungselement (6), durch
das an dem zweiten Verschlussteil (3') ein Betätigungsweg des Betätigungselements
(4') zum Lösen des zweiten Verschlussteils (3') von dem ersten Verschlussteil (2')
begrenzt ist.
11. Verschlussvorrichtung (1') nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (6) mit dem Betätigungselement (4') verbunden und die Führung
(36a, 36b) an dem zweiten Verschlussteil (3') ausgebildet ist oder dass das Führungselement
mit dem zweiten Verschlussteil verbunden und die Führung (36a,36b) an dem Betätigungselement
(4') ausgebildet ist.
12. Verschlussvorrichtung (1') nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Führungselement (6) an dem zweiten Verschlussteil (4') eine Betätigungsrichtung
des Betätigungselements (4') zum Lösen des zweiten Verschlussteils (3') von dem ersten
Verschlussteil (2') vorgegeben ist.
13. Verschlussvorrichtung (1,1') nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Betätigungsabschnitt (40) des Betätigungselements (4, 4') eine Grifföffnung (400)
definiert, in die zur Betätigung des Betätigungselements (4, 4') eingegriffen werden
kann.
14. Verschlussvorrichtung (1*) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (4*) mehr als zwei räumlich voneinander getrennte Sperrabschnitte
(41a, 41b) aufweist, die jeweils an einem Halteabschnitt (20*) des ersten Verschlussteils
(2*) anliegen, um das zweite Verschlussteil (3*) über das Betätigungselement (4*)
an dem ersten Verschlussteil (2*) zu halten.
15. Verschlussvorrichtung (1*) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrabschnitte (41a, 41b) in einer Umfangsrichtung um die Befestigungsrichtung
(E) zueinander versetzt an dem Betätigungselement (4*) vorgesehen sind.
1. Closure device (1, 1', 1", 1*) with:
- a first closure element (2, 2', 2", 2*),
- a second closure element (3, 3', 3", 3*), which can be arranged on the first closure
element (2, 2', 2", 2*) in a fixing direction and which is connected to the first
closure element (2, 2', 2", 2*) in a closed state, and
- at least one actuating element (4, 4', 4*) which is movably arranged on the second
closure element (3, 3', 3", 3*),
wherein at least one of the closure elements (2, 2', 2", 2*, 3, 3', 3", 3*) has a
receptacle (20, 20', 30") into which the other closure element (2, 2', 2", 2*, 3,
3', 3", 3*) can be shoved at least partially,
wherein the second closure element (3, 3', 3", 3*) in the closed state is held on
the first closure element (2, 2', 2", 2*) via the actuating element (4, 4', 4*) and
for this the second closure element (3, 3', 3", 3*) interacts with the actuating element
(4, 4', 4*) such that, in a loaded state, when a force is acting on the second closure
element (3, 3', 3", 3*) relative to the first closure element (2, 2', 2", 2*) along
the fixing direction, the actuating element (4, 4', 4*) is firmly connected to the
first closure element (2, 2', 2", 2*) and holds the second closure element (3, 3',
3", 3*) on the first closure element (2, 2', 2", 2*), while in an unloaded state the
second closure element (3, 3', 3", 3*) can be loosened from the first closure element
(2, 2', 2", 2*) by activating of the actuating element (4, 4', 4*), and
wherein the actuating element (4, 4', 4*) has two spatially separated and at least
partly elastic locking segments (41a, 41a', 41b, 41b') and an actuating segment (40,
40*) connecting the locking segments (41a, 41a', 41b, 41b') to each other, and the
actuating element (4, 4', 4*) bears with the locking segments (41a, 41a', 41b, 41b')
against the first closure element (2, 2', 2", 2*), in order to hold the second closure
element (3, 3', 3", 3*) on the first closure element (2, 2', 2", 2*), and the locking
segments (41a, 41a', 41b, 41b') can be loosened together from the first closure element
(2, 2', 2", 2*) by activating the actuating element (4, 4', 4*) on the actuating segment
(40, 40*),
characterized in that
in the connected state of the two closure elements (2, 2', 2", 2*, 3, 3', 3", 3*),
the at least two locking segments (41a, 41b; 41a', 41b') joined together by the actuating
segment (40, 40*) inside the receptacle (20, 20*, 30") respectively bear against a
retaining segment (24, 24', 24", 24*) of the first closure element (2, 2', 2", 2*),
extending inside the receptacle (20, 20*, 30"), in order to hold the second closure
element (3, 3', 3", 3*) on the first closure element (2, 2', 2", 2*).
2. Closure device (1, 1', 1", 1*) according to Claim 1, characterized in that in the closed state in a loaded state the actuating element (4, 4', 4*) is held at
its locking segment (41a, 41b, 41a', 41b') by friction and/or positive locking on
the retaining segment (24, 24', 24", 24*) of the first closure element (2, 2', 2",
2*).
3. Closure device (1, 1', 1", 1*) according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least two locking segments (41a, 41b, 41a', 41b') of the actuating element
(4, 4', 4*) are arranged between at least two edge segments (30a, 30b, 30c; 30a",
30b") of the second closure element (3, 3', 3", 3*), which are spaced apart transversely
to the fixing direction (E) and are shoved into the receptacle (20, 20*) of the first
closure element (20, 20*) or frame the receptacle (30').
4. Closure device (1, 1', 1", 1*) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a retaining segment (24, 24', 24", 24*), against which a locking segment (41a, 41b,
41a', 41b') bears in the closed state, extends lengthwise and/or centrally within
the receptacle (20, 20*, 30").
5. Closure device (1, 1', 1", 1*) according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the locking segments (41a, 41b, 41a', 41b') bear against a common retaining segment
(24, 24', 24", 24*) of the first closure element (2, 2', 2", 2*).
6. Closure device (1, 1', 1", 1*) according to Claim 5, characterized in that the locking segments (41a, 41b; 41a', 41b') each bear against one of at least two
retaining surfaces of the retaining segment (24, 24', 24", 24*) in order to hold the
second closure element (3, 3', 3", 3*) on the first closure element (2, 2', 2", 2*).
7. Closure device (1, 1', 1", 1*) according to one of the preceding claims, characterized in that a friction locking or snap connection between the actuating element (4, 4', 4*) and
the first closure element (2, 2', 2", 2*) is locked in the loaded state of the second
closure element (3, 3', 3", 3*), but can be released in the unloaded state of the
second closure element (3, 3', 3", 3*).
8. Closure device (1, 1', 1", 1*), according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the actuating element (4, 4', 4*) in the closed state is held by an at least partly
elastic segment on the first closure element (2, 2', 2", 2*),
- the second closure element (3, 3', 3", 3*) has a connecting segment (5a-5f), which
joins together the second closure element (3, 3', 3", 3*) and the actuating element
(4, 4', 4*), so that when a force is acting on the second closure element (3, 3',
3", 3*) the connecting segment (5a-5f) acts on a segment of the actuating element
(4, 4', 4*) such that the connecting segment (5a-5f) presses the segment of the actuating
element (4, 4', 4*) against a retaining segment (24, 24', 24", 24*) of the first closure
element (2, 2', 2", 2*) in order to hold the second closure element (3, 3', 3", 3*)
on the first closure element (2, 2', 2", 2*), and
- the connecting segment (5a-5f) is connected by a first film hinge (53) to the second
closure element (3, 3', 3", 3*) and by a second film hinge (54) to the actuating element
(4, 4', 4*).
9. Closure device (1, 1', 1", 1*) according to Claim 8, characterized in that the connecting segment (5a-5f) is formed in pressure stable manner between the film
hinges (53, 54) and/or in that the connecting segment (5a-5f) between the film hinges (53, 54) is provided with
a cylindrical or rotationally symmetrical segment.
10. Closure device (1') according to one of the preceding claims,
characterized in that
- the actuating element (4') in the closed state is held by an at least partly elastic
segment on the first closure element (2'),
and
- a guide element (6), which is led in at least one guide (36a, 36b), which bounds
an activating path of the actuating element (4') on the second closure element (3')
for the releasing of the second closure element (3') from the first closure element
(2').
11. Closure device (1') according to Claim 10, characterized in that the guide element (6) is connected to the actuating element (4') and the guide (36a,
36b) is formed on the second closure element (3') or in that the guide element is connected to the second closure element and the guide is formed
on the actuating element (4').
12. Closure device (1') according to Claims 10 or 11, characterized in that the guide element (6) on the second closure element (3') dictates an activating direction
of the actuating element (4') for the releasing of the second closure element (3')
from the first closure element (2').
13. Closure device (1, 1') according to one of the preceding claims, characterized in that an actuating segment (40) of the actuating element (4, 4') defines a grip opening
(400), which can be engaged in order to activate the actuating element (4, 4').
14. Closure device (1*) according to one of the preceding claims, characterized in that the actuating element (4*) has more than two spatially separated locking segments
(41a, 41b), each of which lies against a retaining segment (20*) of the first closure
element (2*) in order to hold the second closure element (3*) via the actuating element
(4*) on the first closure element (2*).
15. Closure device (1*) according to Claim 14, characterized in that the locking segments (41a, 41b) are arranged on the actuating element (4*) staggered
apart in a circumferential direction about the fixing direction (E).
1. Dispositif de fermeture (1, 1', 1", 1*), avec
- une première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*),
- une seconde partie de fermeture (3, 3', 3" 3*) qui peut être agencée dans un sens
de fixation sur la première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*) et est raccordée dans
un état de fermeture à la première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*), et
- au moins un élément d'actionnement (4, 4', 4*) qui est agencé de manière mobile
sur la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*),
dans lequel au moins une des parties de fermeture (2, 2', 2", 2*, 3, 3', 3", 3*) présente
un logement (20, 20', 30") dans lequel l'autre partie de fermeture (2, 2', 2", 2*,
3, 3', 3", 3*) peut être insérée au moins partiellement,
dans lequel dans l'état de fermeture la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*)
est maintenue par le biais de l'élément d'actionnement (4, 4', 4*) sur la première
partie de fermeture (2, 2', 2", 2*) et à cet effet la seconde partie de fermeture
(3, 3', 3", 3*) coagit avec l'élément d'actionnement (4, 4', 4*) de telle manière
que dans un état sollicité en cas de force agissant sur la seconde partie de fermeture
(3, 3', 3", 3*) par rapport à la première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*) le long
du sens de fixation l'élément d'actionnement (4, 4', 4*) est raccordé fixement à la
première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*) et maintient la seconde partie de fermeture
(3, 3', 3", 3*) sur la première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*), dans un état
déchargé en revanche la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*) peut être détachée
par actionnement de l'élément d'actionnement (4, 4', 4*) de la première partie de
fermeture (2, 2', 2", 2*), et
dans lequel l'élément d'actionnement (4, 4', 4*) présente deux sections de verrouillage
(41a, 41a', 41b, 41b') élastiques respectivement au moins par section et séparées
spatialement les unes des autres et une section d'actionnement (40, 40*) raccordant
les unes aux autres les sections de verrouillage (41a, 41a', 41b, 41b') et l'élément
d'actionnement (4, 4', 4*) repose avec les sections de verrouillage (41a, 41a', 41b,
41b') contre la première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*) afin de maintenir la
seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*) sur la première partie de fermeture (2,
2', 2", 2*), et les sections de verrouillage (41a, 41a', 41b, 41b') peuvent être détachées
par actionnement de l'élément d'actionnement (4, 4', 4*) sur la section d'actionnement
(40, 40*) ensemble de la première partie de fermeture (2, 2',2",2*),
caractérisé en ce que
dans l'état raccordé des deux parties de fermeture (2, 2', 2", 2*, 3, 3', 3", 3*)
les au moins deux sections de verrouillage (41a, 41b ; 41a', 41b') raccordées les
unes aux autres par le biais de la section d'actionnement (40, 40*) reposent à l'intérieur
du logement (20, 20*, 30") respectivement contre une section de retenue (24, 24',
24", 24*) s'étendant dans le logement (20, 20*, 30") de la première partie de fermeture
(2, 2', 2", 2*) afin de maintenir la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*) sur
la première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*).
2. Dispositif de fermeture (1, 1', 1", 1*) selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans l'état de fermeture dans un état sollicité l'élément d'actionnement (4, 4',
4*) est maintenu sur sa section de verrouillage (41a, 41b, 41a', 41b') par friction
et/ou par complémentarité de formes sur la section de retenue (24, 24', 24", 24*)
de la première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*).
3. Dispositif de fermeture (1, 1', 1", 1*) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les au moins deux sections de verrouillage (41a, 41b, 41a', 41b') de l'élément d'actionnement
(4, 4', 4*) sont agencées entre au moins deux sections de bord (30a, 30b, 30c ; 30a",
30b") de la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*) qui sont espacées transversalement
au sens de fixation (E) l'une de l'autre et sont insérées dans le logement (20, 20*)
de la première partie de fermeture (20, 20*) ou encadrent le logement (30').
4. Dispositif de fermeture (1, 1', 1", 1*) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une section de retenue (24, 24', 24", 24*) contre laquelle une section de verrouillage
(41a, 41b, 41a', 41b') repose dans l'état de fermeture, est réalisée étirée en longueur
et/ou s'étend centralement dans le logement (20, 20*, 30").
5. Dispositif de fermeture (1, 1', 1", 1*) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les sections de verrouillage (41a, 41b ; 41a', 41b') reposent contre une section
de retenue (24, 24', 24", 24*) commune de la première partie de fermeture (2, 2',
2", 2*).
6. Dispositif de fermeture (1, 1', 1", 1*) selon la revendication 5, caractérisé en ce que les sections de verrouillage (41a, 41b ; 41a', 41b') reposent respectivement contre
une des au moins deux surfaces de retenue de la section de retenue (24, 24', 24",
24*) afin de maintenir respectivement la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*)
sur la première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*).
7. Dispositif de fermeture (1, 1', 1", 1*) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une liaison à friction ou à encliquetage est verrouillée entre l'élément d'actionnement
(4, 4', 4*) et la première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*) dans l'état sollicité
de la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*), en revanche dans l'état déchargé
de la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*) peut être détachée.
8. Dispositif de fermeture (1, 1', 1", 1*) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- l'élément d'actionnement (4, 4', 4*) est maintenu dans l'état de fermeture par le
biais d'une section élastique au moins par section sur la première partie de fermeture
(2, 2', 2", 2*),
- la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*) présente une section de liaison (5a-5f)
qui relie l'un à l'autre la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*) et l'élément
d'actionnement (4, 4', 4*) de telle manière qu'en cas de force agissant sur la seconde
partie de fermeture (3, 3', 3", 3*) la section de liaison (5a-5f) agit sur une section
de l'élément d'actionnement (4, 4', 4*) de sorte que la section de liaison (5a-5f)
presse la section de l'élément d'actionnement (4, 4', 4*) contre une section de retenue
(24, 24', 24", 24*) de la première partie de fermeture (2, 2', 2", 2*) afin de maintenir
la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*) sur la première partie de fermeture
(2, 2', 2", 2*), et
- la section de liaison (5a-5f) est raccordée par le biais d'une première charnière
à film (53) à la seconde partie de fermeture (3, 3', 3", 3*) et par le biais d'une
seconde charnière à film (54) à l'élément d'actionnement (4, 4', 4*).
9. Dispositif de fermeture (1, 1', 1", 1*) selon la revendication 8, caractérisé en ce que la section de liaison (5a-5f) est réalisée entre les charnières à film (53, 54) de
manière stable à la pression et/ou en ce que la section de liaison (5a-5f) présente entre les charnières à film (53, 54) une section
cylindrique ou symétrique en rotation.
10. Dispositif de fermeture (1') selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
- l'élément d'actionnement (4') est maintenu dans l'état de fermeture par le biais
d'au moins une section élastique au moins par section sur la première partie de fermeture
(2'),
et
- un élément de guidage (6) guidé dans au moins un guidage (36a, 36b) par lequel sur
la seconde partie de fermeture (3') une course d'actionnement de l'élément d'actionnement
(4') est limitée pour le détachement de la seconde partie de fermeture (3') de la
première partie de fermeture (2').
11. Dispositif de fermeture (1') selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'élément de guidage (6) est raccordé à l'élément d'actionnement (4') et le guidage
(36a, 36b) est réalisé sur la seconde partie de fermeture (3') ou en ce que l'élément de guidage est raccordé à la seconde partie de fermeture et le guidage
(36a, 36b) est réalisé sur l'élément d'actionnement (4').
12. Dispositif de fermeture (1') selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce qu'un sens d'actionnement de l'élément d'actionnement (4') est prescrit par l'élément
de guidage (6) sur la seconde partie de fermeture (3') pour le détachement de la seconde
partie de fermeture (3') de la première partie de fermeture (2').
13. Dispositif de fermeture (1, 1') selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une section d'actionnement (40) de l'élément d'actionnement (4, 4') définit une ouverture
de préhension (400) dans laquelle on peut intervenir pour l'actionnement de l'élément
d'actionnement (4, 4').
14. Dispositif de fermeture (1*) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'actionnement (4*) présente plus de deux sections de verrouillage (41a,
41b) séparées spatialement l'une de l'autre qui reposent respectivement contre une
section de retenue (20*) de la première partie de fermeture (2*) afin de maintenir
la seconde partie de fermeture (3*) par le biais de l'élément d'actionnement (4*)
sur la première partie de fermeture (2*).
15. Dispositif de fermeture (1*) selon la revendication 14, caractérisé en ce que les sections de verrouillage (41a, 41b) sont prévues en déport l'une de l'autre dans
un sens périphérique autour du sens de fixation (E) sur l'élément d'actionnement (4*).