[0001] Die Erfindung betrifft feuchtigkeitshärtende Zusammensetzungen mit erhöhter Lagerstabilität
auf Basis Silylgruppen tragender Verbindungen und deren Verwendung.
[0002] Präpolymersysteme, die über reaktive Alkoxysilylgruppen verfügen, sind seit langem
bekannt und werden vielfach zur Herstellung von elastischen Dicht- und Klebstoffen
im Industrie- und Baubereich verwendet. In Gegenwart von Luftfeuchtigkeit und geeigneten
Katalysatoren sind diese alkoxysilyl-modifizierten Präpolymere bereits bei Raumtemperatur
in der Lage, unter Abspaltung der Alkoxygruppen und Ausbildung einer Si-O-Si-Bindung
miteinander zu kondensieren. Somit lassen sich diese Präpolymere u.a. als einkomponentige
Systeme verwenden, welche den Vorteil einer einfachen Handhabung besitzen, da keine
zweite Komponente zudosiert und eingemischt werden muss.
Der Stand der Technik kennt zahlreiche unterschiedlich aufgebaute Polymergrundgerüste,
an denen die Alkoxysilylgruppen chemisch angebunden sind.
So sind terminal alkoxysilylfunktionelle Polyurethane z.B. aus dem Übersichtsartikel
in "Adhesives Age" 4/1995, Seite 30 ff. (Autoren: Ta-Min Feng, B. A. Waldmann) dargestellt.
Besonders verbreitet sind alkoxysilylterminierte Präpolymere, die ein organisches
Rückgrat aufweisen und beispielsweise aus Polyurethanen, Polyethern, Polyestern, Polyacrylaten,
Polyvinylestern, Ethylen-Olefincopolymeren, Styrol-Butadiencopolymeren oder Polyolefinen
aufgebaut sind, beschrieben u.a. in
EP 0 372 561,
WO 00/37533 oder
US 6,207,766. Daneben sind aber auch Systeme weit verbreitet, deren Rückgrat ganz oder zumindest
zum Teil aus Organosiloxanen besteht, beschrieben u.a. in
WO 96/34030. Des Weiteren sind auch alkoxysilylfunktionelle Präpolymere mit einem Poly-(meth)acrylatrückgrat
bekannt.
[0003] Die Lehre der
WO 2008/058955 sieht vor, weitere freie Silylverbindungen als zusätzliche Komponenten hinzuzufügen,
die mehrere Funktionen übernehmen können. Diese können als Wasserfänger (Verbesserung
der Lagerstabilität), als Vernetzer und/oder Reaktivverdünner (Steigerung der Netzwerkdichte
und damit Verbesserung der mechanischen Eigenschaften) und nicht zuletzt als Haftvermittler
fungieren. Wie in der
WO 2008/058955 ausgeführt, können niedermolekulare Alkoxysilylverbindungen, die eine basische NH
2-, NHR
3-, oder N(R
3)
2-Gruppe besitzen, nicht nur die Rolle eines Haftvermittlers sondern sogar die eines
Härtungskatalysators oder zumindest eines Härtungscokatalysators übernehmen.
[0004] Alkoxysilylgruppen tragende Polymere werden in der Regel als Bindemittelkomponente
in härtbaren Mischungen eingesetzt. In sogenannten 1K-Systemen liegen diese Polymere
in einem Gemisch mit zumeist anorganischen Füllstoffen, Weichmachern, Rheologiehilfsmitteln,
Reaktivverdünnern, Härtungskatalysatoren, Wasserfängern, Haftvermittlern, Farbpigmenten,
UV-Stabilisatoren und z.B. Antioxidantien vor. Unter Ausschluss von Wasser, beispielsweise
wenn in Kartuschen vor Luftfeuchtigkeit geschützt, müssen diese härtbaren Mischungen
über einen Zeitraum mehrerer Monate lagerstabil sein. Erst bei der Applikation, etwa
beim Auspressen der härtbaren Masse aus der Kartusche, setzt in Gegenwart von Luftfeuchtigkeit
die gewollte Härtungsreaktion ein.
Der große Vorteil von 1K-Systemen im Gegensatz zu 2K-Systemen liegt für den Anwender
in der Einfachheit der Applikation.
[0005] Feuchtigkeitshärtende 1K-Mischungen stellen jedoch hohe Anforderungen an die Auswahl
der Mischungskomponenten und den Formulierprozess unter striktem Feuchtigkeitsausschluss.
Kritisch sind Feuchtigkeitsspuren in den Einsatzstoffen, so dass es gängige Praxis
ist, den härtbaren Mischungen prophylaktisch Wasserfänger wie Vinyltrialkoxysilane
zuzusetzen. Diese gegenüber Wasser besonders reaktiven Silylverbindungen verhindern
eine unbeabsichtigte Vernetzung der Alkoxysilylgruppen tragenden Polymere und sorgen
für eine verbesserte Lagerstabilität.
[0006] Ebenfalls kritisch sind Wechselwirkungen und chemische Reaktionen der Komponenten
einer härtbaren Mischung untereinander. Dies gilt insbesondere für das Zusammenwirken
von Alkoxysilylgruppen tragenden Präpolymeren und basischen aminofunktionellen Alkoxysilan-Haftvermittlern,
und zwar insbesondere, wenn gleichzeitig auch noch Härtungskatalysatoren wie etwa
die weit verbreiteten Zinn-Katalysatoren zugegen sind.
[0007] Wie z.B. in der
US 2010/0029860 A1 ausgeführt, stellen aliphatische und cycloaliphatische Amine Härtungskatalysatoren
für Alkoxysilylverbindungen dar. Für viele Anwendungen stellen Aminosilan-Haftvermittler
unverzichtbare Inhaltsstoffe dar, um die Substratanbindung der ausgehärteten Kleb-
und Dichtmassen zu gewährleisten. Nach Stand der Technik wird der negative Einfluss
dieser Verbindungen auf die Lagerstabilität von einkomponentigen, feuchtigkeitshärtbaren
und Alkoxysilylgruppen enthaltenden Mischungen meist in Kauf genommen.
Die Neigung zu einer ungewünschten Anvernetzung während der Lagerung erhöht sich durch
solche Bestandteile einer härtbaren Mischung, die funktionelle Gruppen aufweisen,
welche zu Reaktionen oder Wechselwirkungen mit den Alkoxysilylgruppen befähigt sind.
Hierzu gehören neben Carbonsäuren und anderen aziden Verbindungen Hydroxylverbindungen,
wie etwa Alkohole, Phenole, SiOH-Funktionen aufweisende Silanole und im Speziellen
Polyetherole.
[0008] Alkoxysilylgruppen tragende Polyether gemäß
EP 2093244, die selbst terminale OH-Gruppen aufweisen, zeigen eine besonders hohe Neigung zur
Vernetzung selbst unter sehr trockenen Bedingungen. Wie in
EP 2415796 ausgeführt, ist die Lagerstabilität in Gegenwart von Metallkatalysatoren und Aminen
unzureichend, so dass in dem dort offenbarten Verfahren versucht wird, durch Einführung
raumerfüllender Endgruppen die Reaktivität der OH-Funktion zu vermindern.
[0009] Die
EP 2415797 beschreibt ein Verfahren, bei dem die endständige OH-Gruppe des Polymeren durch Umsetzung
mit z.B. Isocyanaten, Hexamethyldisilazan oder Anhydriden verkappt wird, um die Lagerstabilität
härtbarer Mischungen zu verbessern.
Bei nicht ausreichender Lagerstabilität kommt es auch im geschlossenen Gebinde zu
einer Hydrolyse und/oder Umesterung der Alkoxysilylfunktionen und möglicherweise zu
Kondensationsreaktionen der Si-haltigen Gruppen untereinander. Auf Grund des Molmassenaufbaus
wird die härtbare Mischung im Laufe der Zeit immer viskoser und schließlich fest,
so dass eine bestimmungsgemäße Anwendung nicht mehr möglich ist. Es besteht nach wie
vor Bedarf an neuen Möglichkeiten, die Lagerstabilität härtbarer Mischungen zu verbessern.
Aus dem Stand der Technik sind Imingruppen tragende Aminosilane bekannt; ebenso verschiedene
Möglichkeiten zu deren Herstellung und Anwendungen. So beschreibt die deutsche Patentschrift
DBP
1104508 neben der Herstellung von Iminen die Anwendung als UV-Absorptionsmittel in Sonnencremes,
als chelatbildende Mittel und in Siliconelastomeren als Vulkanisations-/Härtungsmittel.
Die
WO 2007/034987 nennt die Verwendung hochreiner Imin-modifizierter Silane als Haftvermittler und
Härter in einkomponentigen härtbaren Harzsystemen wie Epoxy-, Urethan- und Phenolharzsystemen.
Die
EP 1544204 offenbart besonders geruchsarme Imingruppen tragende Silane, die aus ausgewählten
Aldehyden ohne H-Atom am □-Kohlenstoff hergestellt werden. Auf Grund ihrer verkappten
primären Amingruppe können diese Verbindungen in Isocyanate enthaltenden härtbaren
1K-PU-Systemen eingesetzt werden. Ebenfalls PU-Anwendungen beschreibt die
DE 3414877. Der Einsatz von Imin-funktionellen Silanen, hergestellt aus aromatischen Carbonylverbindungen,
zur Oberflächenbehandlung von Glasfasern wird in
EP 0768313 dargestellt. Bis zum heutigen Tage sind daher keine feuchtigkeitshärtenden Zusammensetzungen
enthaltend Silylgruppen tragende Verbindungen bekannt, in deren Zusammensetzung Imine
eingesetzt werden können, ohne die Lagerstabilität der Zusammensetzung zu gefährden
oder aber andererseits deren Aushärtungseigenschaften negativ zu beeinflussen, beispielsweise
durch zu langsames Aushärten oder völliges Ausbleiben des Aushärtens. Wie bereits
erwähnt, besteht jedoch nach wie vor Bedarf an neuen Möglichkeiten, die Lagerstabilität
härtbarer Mischungen zu verbessern.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, den nach Stand der Technik vorherrschenden
Mangel an Lagerstabilität von feuchtigkeitshärtenden Zusammensetzungen, insbesondere
enthaltend Silylgruppen tragende Verbindungen, zu beheben.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist außerdem die Bereitstellung neuer härtbarer
Alkoxysilylgruppen enthaltender Zusammensetzungen mit verbesserter Lagerstabilität
und eine Methode zu deren Herstellung, die es auf einfache Weise gestattet, auf das
OH-Endcapping Hydroxylgruppen enthaltender Alkoxysilyl-Präpolymere, also auf eine
zusätzliche Reaktion zur Erniedrigung der Reaktivität freier OH-Gruppen (also auf
Schutzgruppen) zu verzichten. Damit kann ein zusätzlicher Reaktionsschritt bei der
Herstellung der Präpolymere eingespart werden und so zeitliche, räumliche und finanzielle
Ressourcen eingespart werden.
[0012] Überraschend wurde gefunden, dass Imine der Formel (1) in feuchtigkeitshärtenden
Zusammensetzungen, welche Alkoxysilylgruppen tragende Präpolymere enthalten, stabile
Haftvermittler darstellen, welche die Lagerstabilität der härtbaren Mischungen im
Vergleich zu konventionellen Aminosilan-Haftvermittlern, insbesondere gegenüber den
Aminosilan-Haftvermittlern der Formel (3), signifikant erhöhen und gleichzeitig die
gezielte Aushärtung der Zusammensetzung auf Wunsch ermöglichen.
Gegenstand der Erfindung sind somit feuchtigkeitshärtende Zusammensetzungen mit erhöhter
Lagerstabilität, welche neben Silylgruppen tragenden Präpolymeren Imingruppen aufweisende
Silan-Haftvermittler enthalten.
Diese Aufgabe konnte durch härtbare Zusammensetzungen enthaltend
- a. Mindestens eine Imingruppen aufweisende Silan-Verbindung und
- b. Mindestens ein Präpolymer enthaltend mindestens eine Silylgruppe, das der Formel
(6) entspricht. gelöst werden.
[0013] Die Imingruppen aufweisende Silan-Verbindung wird dabei als Haftvermittler eingesetzt.
Solche Zusammensetzungen sind hervorragend lagerstabil und weisen auch nach mehreren
Wochen keinerlei Instabilitäten auf. Die Zusammensetzungen sind zudem gegenüber solchen
Zusammensetzungen, die herkömmliche im Stand der Technik bekannten Silan-Haftvermittler
enthalten, weniger sensibel gegenüber Wasser. Insbesondere kleine Mengen an Wasser
führen entgegen den Eigenschaften von bekannten härtbaren Zusammensetzungen nicht
zu einer vorzeitigen Aushärtung der Komponenten. Besonders überraschend wurde festgestellt,
dass die erfindungsgemäßen härtbaren Zusammensetzungen zusätzlich zu den vorgenannten
positiven Eigenschaften einen besonders guten Duft entfalten. Zum einen ist dies bei
der Anwendung, also der Aushärtung der Fall, wo sich angenehmer, wahrnehmbarer Duft
entfaltet, andererseits ist aber auch der Ausstoß von solchen Düften, die allgemein
als Fehlgeruch (schlechter oder wenig angenehmer Geruch) wahrgenommen werden deutlich
verringert.
[0014] Bevorzugt sind erfindungsgemäß solche härtbaren Zusammensetzungen, die weniger als
1 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-% und weiter bevorzugt weniger als 0,01 Gew.-%,
Wasser enthalten und insbesondere bevorzugt frei von Wasser sind. Solche Zusammensetzungen
weisen eine besonders hohe Stabilität bei trotzdem guten Aushärtungseigenschaften
auf.
[0015] Bevorzugt sind erfindungsgemäß solche härtbaren Zusammensetzungen, die weiterhin
keine Wasserfänger, insbesondere kein Vinyltrimethoxysilan und Vinyltriethoxysilan,
enthalten.
[0016] Bevorzugt sind zudem solche härtbaren Zusammensetzungen, die weiterhin als Komponente
c) Calciumcarbonat enthalten, bevorzugt in Mengen von 1 bis 60 Gew.-%, bevorzugt 10
bis 50 Gew.-%, insbesondere bevorzugt 20 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
der Zusammensetzung. Calciumcarbonat dient dabei als Füllstoff. Calciumcarbonat weist
zwar bekanntermaßen auch wasserabsorbierende Eigenschaften auf, fällt aber im Sinne
dieser Erfindung nicht unter die Gruppe der sogenannten Wasserfänger. Calciumcarbonat
ist im Sinne dieser Erfindung ausschließlich als Füllstoff zu verstehen. Härtbare
Zusammensetzungen, die weiterhin als Komponente c) Calciumcarbonat enthalten, haben
den Vorteil, dass die mechanischen Eigenschaften der Zusammensetzung über die Partikelgröße
des Calciumcarbonats hervorragend an die jeweils gewünschten Eigenschaften angepasst
werden können. Beispielsweise kann dadurch die Festigkeit der Zusammensetzung einwandfrei
gesteuert werden.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, handelt
es sich bei der Imingruppen aufweisenden Silan-Verbindung der Komponente a) um ein
Reaktionsprodukt aus einer Amingruppen aufweisenden Silan-Verbindung und einer Carbonylverbindung,
bevorzugt mit einem Siedepunkt über 60 °C, besonders bevorzugt über 80 °C und insbesondere
bevorzugt über 100 °C. Imingruppen aufweisende Silan-Verbindungen mit Carbonylverbindung
mit Siedepunkt über 100°C sind besonders gut handhabbar in der Herstellung. Der Einsatz
solcher Komponenten hat zudem den überraschenden Vorteil, dass die härtbaren Zusammensetzungen
mit solchen Imingruppen aufweisenden Silan-Verbindungen besonders gute Dufteigenschaften
aufweisen. Zum einen erzeugt die frei werdende Carbonylverbindung einen langanhaltenden,
angenehmen, wahrnehmbaren Duft. Darüber hinaus ist aber auch der Ausstoß von solchen
Düften, die allgemein als Fehlgeruch (schlechter oder wenig angenehmer Geruch) wahrgenommen
werden insbesondere dann deutlich verringert, wenn Carbonylverbindung mit Siedepunkt
über 100 °C eingesetzt werden. Die erfindungsgemäßen feuchtigkeitshärtenden Zusammensetzungen,
deren Imingruppen aufweisenden Silan-Verbindung der Komponente a) auf Basis von Carbonylverbindungen
mit einem Siedepunkt über 100 °C hergestellt wurde, weisen daher einen besonders langanhaltenden,
mit einem angenehmen Geruch verbundenen Release Effekt auf und vermindern gleichzeitig
den Austritt typischer Gerüche vergleichbarer feuchtigkeitshärtenden Zusammensetzungen.
[0018] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von Imingruppen aufweisenden
Silan-Verbindungen als Haftvermittler in in den vorliegenden härtbaren Zusammensetzungen.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist zudem die Verwendung der erfindungsgemäßen
härtbaren Zusammensetzungen enthaltend mindestens eine Imingruppen aufweisende Silan-Verbindung
und mindestens ein Präpolymer enthaltend mindestens eine Silylgruppe, sowie der bevorzugten
Ausführungsformen dieser härtbaren Zusammensetzungen, als Kleb- und Dichtstoffe, zur
Oberflächenbeschichtung und Oberflächenmodifizierung, als reaktive Vernetzer, Primer
sowie Bindemittel für verschiedene Substrate wie Metalle, Glas und Glasfasern/Glasgewebe,
Holz, Kunststoffe und silikatische Materialien.
Die im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzten Haftvermittler, nämlich die Imingruppen
aufweisenden Silan-Verbindungen der Komponente a), weisen mindestens eine Imingruppe
und mindestens einen Silicium-haltigen Rest pro Molekül auf. Als Imine werden im Sinne
dieser Erfindung Verbindungen bezeichnet, die die Struktureinheit der Formel (1a)

enthalten, wobei
A1 und A2 unabhängig voneinander Wasserstoff, oder ein organischer Rest sind, wobei die Reste
A1 und A2 bevorzugt aus der Kondensationsreaktion (also einer Reaktion unter Abspaltung von
einem Äquivalent Wasser) einer Aminfunktionellen Verbindung, beispielsweise gemäß
Formel (3), mit einer Carbonylverbindung, beispielsweise gemäß Formel (4), abstammen
und somit bevorzugt den Resten der eingesetzten Carbonylverbindung entsprechen, wobei
für den Fall, dass die Reste von einer Verbindung, die eine Keto-Funktion aufweist,
abstammen, beide Reste A1 und A2 jeweils ein organischer Rest sind und für den Fall, dass die Reste von einer Verbindung,
die eine Aldehyd-Funktion aufweist, abstammen, mindestens einer der beiden Reste A1 und A2 ein organischer Rest ist und der jeweils andere Rest für Wasserstoff steht, und
B ein organischer Rest mit mindestens einem Silicium-haltigen Rest ist.
[0019] Je nach Art der Reste A1 und A2 werden solche Verbindungen oft auch als Ketimine
bzw. Schiffsche Basen bezeichnet. Die im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzten
Haftvermittler weisen mindestens eine derartige Imingruppe im Molekül auf. Über den
organischen Rest B ist die Imingruppe an einen Silicium-haltigen Rest angebunden.
[0020] In einer bevorzugten Ausführungsform stellen die erfindungsgemäß eingesetzten Imingruppen
aufweisende Silan-Verbindungen der Komponente a) modifizierte Aminosilane gemäß Formel
(1) dar

wobei
- X1
- unabhängig voneinander ein Alkoxy- oder ein Aryloxy-Rest ist, bevorzugt mit 1 bis
8 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt ein Methoxy-, Ethoxy-, iso-Propoxy-, n-Propoxy-,
Butoxy- oder Phenoxyrest ist,
- X2
- ein Alkyl-, Alkenyl-, Aryl-, Alkylaryl- oder Aralkylrest ist, bevorzugt ein Alkylrest
mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt ein Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
ist, insbesondere bevorzugt eine Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-
oder tert-Butylgruppe ist,
- m
- gleich 0, 1, 2 oder 3, bevorzugt 2 oder 3 ist,
- o
- gleich 0 oder 1, bevorzugt 0 ist,
- A1 und A2
- unabhängig voneinander Wasserstoff oder ein organischer Rest sind, mit der Maßgabe,
dass nicht beide Reste A1 und A2 gleichzeitig für Wasserstoff stehen können, bevorzugt Wasserstoff, ein Alkyl-, Cycloalkyl-,
Alkenyl-, Aryl-, Alkylaryl- oder Aralkylrest sind, der seinerseits substituiert sein
kann, besonders bevorzugt Wasserstoff oder ein Phenyl-, Cyclohexyl- oder ein Alkylrest
mit 1 bis 20 C-Atomen sind,
- B1 und B2
- unabhängig voneinander divalente Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 18 C-Atomen, bevorzugt
mit 1 bis 6 C-Atomen, besonders bevorzugt -CH2-,-CH2-CH2-oder -CH2-CH2-CH2- Reste sind,
- A3
- Wasserstoff oder ein substituierter oder unsubstituierter Rest ausgewählt aus Alkyl-,
Cycloalkyl-, Alkenyl-, Aryl-, Alkylaryl- oder Aralkylrest, bevorzugt Wasserstoff,
ist. Solche Verbindungen der Komponente a) führen in Verbindung mit den Verbindungen
der Komponente b) zu besonders stabilen härtbaren Zusammensetzungen, insbesondere
für den Fall, dass o gleich 0.
[0021] Die erfindungsgemäß eingesetzten Verbindungen der Formel (1) können nach dem in DBP
1104508 offenbarten Verfahren aus den Aminosilanen der Formel (3) und Carbonylverbindungen
der Formel (4) unter Abspaltung und z.B. destillativer Entfernung von Wasser hergestellt
werden. Sie können Reste dieser Edukte enthalten, wenn z.B. einer der Ausgangsstoffe
in einem molaren Überschuss verwendet wurde oder die Kondensationsreaktion unvollständig
verlaufen ist. Ferner können die erfindungsgemäß eingesetzten Imine (1) Dimere u.a.
Oligomere enthalten, die über Si-O-Si-Gruppen miteinander verknüpft sind.

mit A
1, A
2, B
1, B
2, X
1 und X
2 wie in Formel (1)definiert.
[0022] Als Aminosilane der Formel (3) können bevorzugt 3-Aminopropyltrimethoxysilan (Dynasylan®
AMMO (Evonik)), N-(2-Aminoethyl)-3-aminopropyltrimethoxysilan (Dynasylan® DAMO (Evonik)),
3-Aminopropyltriethoxysilan (Dynasylan® AMEO (Evonik®)), (3-Aminopropyl)methyldiethoxysilan
(Dynasylan® 1505 (Evonik®)) und/oder 3-Aminopropyltripropoxysilan, (3-Aminopropyl)methyldimethoxysilan
eingesetzt werden.
[0023] Als Aldehyde bzw. Ketone der Formel (4) werden bevorzugt Acetaldehyd, Propionaldehyd,
Butyraldehyd, Benzaldehyd, Zimtaldehyd, Salicylaldehyd, Toluolaldehyd, Anisaldehyd,
Acrolein, Crotonaldehyd, Aceton, Methylethylketon, Ethylbutylketon, Ethyl-n-propylketon,
Methylisobutylketon, Methylamylketon, Diethylketon, Methylisopropylketon, Methyl-n-propylketon,
Diisopropylketon, Diisobutylketon, Methylpentylketon, Cyclohexanon, Cyclopentanon,
Acetophenon, Benzophenon und/oder Isophoron eingesetzt. Besonders bevorzugt werden
solche Aldehyde bzw. Ketone der voranstehenden Liste eingesetzt, die einen Siedepunkt
von über 80°C, bevorzugt über 100°C aufweisen, da diese in erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
ganz hervorragende Lagerstabilitäten aufweisen. Insbesondere bevorzugt sind 2-Heptanon,
Benzaldehyd, Cyclohexanon, Anisaldehyd und/oder Zimtaldehyd. Die erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen enthalten neben mindestens einer Imingruppe aufweisenden Verbindung
der Formel (1) mindestens ein Präpolymer der Formel (6) mit Alkoxysilylgruppen. Die
Imine lassen sich erfindungsgemäß mit allen silylfunktionellen Verbindungen, die mindestens
eine chemisch an ein Polymergerüst gebundene Alkoxysilylgruppe aufweisen, formulieren.
In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich beim Präpolymer der Formel (6)
der Komponente b) mindestens um einen Polyether, der mindestens eine Silylgruppe und
bevorzugt mindestens eine OH Gruppe trägt. Besonders bevorzugt trägt dieser Polyether
der Komponente b) an mindestens einem Kettenende mindestens eine OH-Gruppe. Die erfindungsgemäßen
härtbaren Zusammensetzungen enthalten neben das mindestens ein Imin der Formel (1)
solche Silylgruppen tragende Präpolymere, welche terminale OH-Funktionen aufweisen.
Derartige silylierte Polymere werden beispielsweise in der
EP 2 093 244 beschrieben, und können durch Alkoxylierung von epoxyfunktionellen Silanen an Doppelmetallcyanid-Katalysatoren
hergestellt werden. Diese Produkte werden im Weiteren als Silylpolyether bezeichnet.
Die Silylpolyether, die sowohl Alkoxysilanfunktionen innerhalb der Sequenz der Oxyalkyleneinheiten
der Polyetherkette als auch neue Alkoxysilanfunktionen in ihren Termini aufweisen
können, erlauben es, die Ankergruppendichte in dem angestrebten Präpolymer nach Belieben,
d.h., angepasst auf die jeweilige anwendungstechnische Fragestellung einzustellen.
Eine Silylgruppe im Rahmen dieser Erfindung ist durch unterschiedliche oder gleiche
organische oder oxyorganische Reste gekennzeichnet. In der vorliegenden Zusammensetzungen
handelt es sich bei der Verbindung der Komponente b) mindestens um einen Silylpolyether
der Formel(6),

wobei
- a
- eine ganze Zahl von 1 bis 3, vorzugsweise 3 ist,
- b
- eine ganze Zahl von 0 bis 2, vorzugsweise 0 bis 1, besonders bevorzugt 0 ist,
und die Summe von a und b gleich 3 ist,
- c
- eine ganze Zahl von 0 bis 22, vorzugsweise von 1 bis 12, besonders bevorzugt von 2
bis 8, ganz besonders bevorzugt von 0 bis 4 und insbesondere gleich 1 oder 3 ist,
- d
- eine ganze Zahl von 1 bis 1.000, bevorzugt größer 1 bis 100, besonders bevorzugt 4
bis 20 und ganz besonders bevorzugt 5 bis 12 und insbesondere größer 4 bis 10 ist,
- e
- eine ganze Zahl von 0 bis 10.000, bevorzugt 1 bis 2000, besonders bevorzugt 5 bis
1000 und insbesondere 10 bis 500 ist,
- f
- eine ganze Zahl von 0 bis 1.000, bevorzugt größer 0 bis 100, besonders bevorzugt 1
bis 50 und insbesondere 0 bis 30 ist,
- g
- eine ganze Zahl von 0 bis 1.000, bevorzugt größer 0 bis 200, besonders bevorzugt 1
bis 100 und insbesondere 0 bis 70 ist,
- h, i und j
- ganze Zahlen von 0 bis 500, bevorzugt größer 0 bis 300, besonders bevorzugt 1 bis
200 und insbesondere 0 bis 100 ist,
- n
- eine ganze Zahl zwischen 2 und 8 ist und mit der Maßgabe, dass die Fragmente mit den
Indices d bis j untereinander frei permutierbar, d.h. in der Sequenz innerhalb der
Polyetherkette gegeneinander austauschbar sind
und
- R
- entspricht einem oder mehreren gleichen oder verschiedenen Resten, ausgewählt aus
linearen oder verzweigten, gesättigten, einfach oder mehrfach ungesättigten Kohlenwasserstoffresten
oder Halogenalkylresten jeweils bevorzugt mit 1 bis 20, insbesondere 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
bevorzugt ist R eine Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl- oder sekundäre-Butylgruppen;
sowie
- R1
- entspricht einem gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls verzweigten Rest,
der vorzugsweise über ein Sauerstoffatom angebunden ist, oder stellt einen Polyetherrest
vom Typ einer Alkoxy-, Arylalkoxy- oder Alkylarylalkoxygruppe dar, bei der die Kohlenstoffkette
durch Sauerstoffatome unterbrochen sein kann, oder R1 bedeutet eine ggf. einfach oder mehrfach annelierte aromatische Aryloxy-Gruppe, wobei
der Rest R1 im Silylpolyether vorzugsweise kein Siliziumatom aufweist, sowie
- Y
- kann nicht vorhanden sein, oder aber eine Methylenbrücke mit 1 oder 2 Methyleneinheiten
sein, ist Y vorhanden, so sind die Reste R2 und R3 jeweils divalent (zweiwertig); ist Y nicht vorhanden, so sind die Reste R2 und R3 jeweils monovalent (einwertig).
- R2 und R3
- entsprechen unabhängig voneinander Wasserstoff oder einem gesättigten oder gegebenenfalls
einfach oder mehrfach ungesättigten, auch, beispielsweise mit Halogen- oder Hydroxylgruppen,
weiter substituierten, linearen oder verzweigten einwertigen (wenn Y nicht vorhanden)
oder zweiwertigen (wenn Y vorhanden) Kohlenwasserstoffrest, bevorzugt mit 1 bis 20,
weiter bevorzugt mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und besonders bevorzugt mit 1 bis
6 Kohlenstoffatomen; bevorzugt handelt es sich um einen linearen, nicht substituierten
Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen; der Kohlenwasserstoffrest kann
cycloaliphatisch über das Fragment Y verbrückt sein; ist Y vorhanden, so kann keiner
der Reste R2 oder R3 für Wasserstoff stehen, vielmehr stehen dann beide Reste R2 oder R3 für zweiwertige Kohlenwasserstoffe; R2-Y-R3 kann eine -CH2CH2CH2CH2-Gruppe, Y damit eine - (CH2CH2-) -Gruppe sein und R2 und R3 jeweils ein zweiwertiger Kohlenwasserstoffrest mit einem Kohlenstoffatom. Ganz besonders
bevorzugt entsprechen beide Reste R2 und R3 Wasserstoff oder einer der Reste R2 oder R3 entspricht Wasserstoff und der jeweils andere Rest entspricht einem Methyl-, Ethyl-,
Propyl-, Butyl-, oder Phenylrest. Vorzugsweise ist zumindest einer der beiden Reste
R2 oder R3 Wasserstoff.
- R4
- entspricht einem linearen oder verzweigten Alkylrest von 1 bis 24 Kohlenstoffatomen
oder einem aromatischen oder cycloaliphatischen Rest, der gegebenenfalls seinerseits
Alkylgruppen tragen kann;
- R5 und R6
- entsprechen unabhängig voneinander Wasserstoff oder einem gesättigten oder gegebenenfalls
einfach oder mehrfach ungesättigten, auch, beispielsweise mit Halogen- oder Hydroxylgruppen,
weiter substituierten, linearen oder verzweigten einwertigen Kohlenwasserstoffrest,
bevorzugt mit 1 bis 20, weiter bevorzugt mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und besonders
bevorzugt mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen; bevorzugt handelt es sich um einen linearen,
nicht substituierten Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen; bevorzugt
sind die Reste R5 und R6 unabhängig voneinander Wasserstoff, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Butyl-, oder Phenylrest,und
ganz besonders bevorzugt sind beide Reste R5 und R6 gleich Wasserstoff,
- R7 und R8
- sind unabhängig voneinander entweder Wasserstoff, Alkyl-, Alkoxy-, Aryl- oder Aralkylgruppen,
- R9, R10, R11 und R12
- sind unabhängig voneinander entweder Wasserstoff, Alkyl-, Alkenyl-, Alkoxy-, Aryl-
oder Aralkylgruppen. Der Kohlenwasserstoffrest kann cycloaliphatisch oder aromatisch
über das Fragment Z verbrückt sein, wobei Z sowohl einen divalenten Alkylenals auch
Alkenylenrest darstellen kann.
[0024] Wie
29Si-NMR- und GPC-Untersuchungen ergeben, bedingt das verfahrensbedingte Vorhandensein
von kettenendständigen OH-Gruppen die Möglichkeit zu Umesterungsreaktionen am Siliziumatom
sowohl während der DMC-katalysierten Herstellung als auch z.B. in einem nachgeschalteten
Prozessschritt. Dabei wird formal der über ein Sauerstoffatom an das Silizium gebundene
Alkylrest R gegen einen langkettigen modifizierten Alkoxysilylpolymerrest ausgetauscht.
Bimodale wie auch multimodale GPC Kurven belegen, dass die Alkoxylierungsprodukte
neben den nicht umgeesterten Spezies, wie sie in Formel (6) wiedergegeben sind, solche
mit der doppelten, zum Teil dreifachen oder gar vielfachen Molmasse enthalten. Formel
(6) gibt mithin die komplexe chemische Realität nur vereinfacht wieder.
[0025] Somit stellen die Silylpolyether Zusammensetzungen dar, die auch Verbindungen enthalten,
in denen die Summe der Indices (a) plus (b) in Formel (6) im statistischen Mittel
kleiner als 3 ist, da ein Teil der OR-Gruppen durch Silylpolyethergruppen ersetzt
werden kann. Die Zusammensetzungen enthalten somit Spezies, die am Siliziumatom unter
Abspaltung von R-OH und Kondensationsreaktion mit der reaktiven OH-Gruppe eines weiteren
Moleküls der Formel (6) ausgebildet werden. Diese Reaktion kann mehrfach ablaufen
bis z.B. alle RO-Gruppen am Silizium gegen weitere Moleküle der Formel (6) ausgetauscht
sind. Das Vorhandensein von mehr als einem Signal in typischen
29Si-NMR-Spektren dieser Verbindungen untermauert das Auftreten von Silylgruppen mit
unterschiedlichem Substitutionsmuster.
Die angegebenen Werte und Vorzugsbereiche für die Indizes (a) bis (j) sind somit auch
nur als Mittelwerte über die verschiedenen, einzeln nicht fassbare Spezies zu verstehen.
Die Vielfalt an chemischen Strukturen und Molmassen spiegelt sich auch in den für
Silylpolyether typischen und für konventionelle DMC-basierende Polyether völlig ungewöhnlichen
breiten Molmassenverteilungen von M
w/M
n von meist ≥ 1,5 wieder.
[0026] Als Starter oder Startverbindungen für die Alkoxylierungsreaktion können alle Verbindungen
der Formel (7)
R
1-H Formel (7)
(das H gehört zur OH-Gruppe einer mindestens eine Hydroxylgruppe aufweisenden Verbindung,
wie z. B. eines Alkohols oder einer phenolischen Verbindung) allein oder in Mischungen
miteinander eingesetzt werden, die gemäß Formel (7) mindestens eine reaktive Hydroxylgruppe
aufweisen. R
1 entspricht einem gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls verzweigten Rest,
der über mindestens ein Sauerstoffatom einer Hydroxylgruppe verfügt, oder stellt einen
Polyetherrest vom Typ einer Alkoxy-, Arylalkoxy- oder Alkylarylalkoxygruppe dar, bei
der die Kohlenstoffkette durch Sauerstoffatome unterbrochen sein kann, oder R
1 bedeutet eine ggf. einfach oder mehrfach annelierte aromatische Aryloxy-Gruppe. Die
Kettenlänge der als Startverbindung einsetzbaren Alkoxy-, Arylalkoxy- oder Alkylarylalkoxygruppen
aufweisenden Polyetherreste ist beliebig. Vorzugsweise enthält die Polyether-, Alkoxy-,
Arylalkoxy- oder Alkyarylalkoxygruppe 1 bis 1.500 Kohlenstoffatome, besonders bevorzugt
2 bis 300 Kohlenstoffatome, insbesondere 2 bis 100 Kohlenstoffatome.
[0027] Unter Startverbindungen werden Substanzen verstanden, die den Anfang (Start) des
herzustellenden Polyethermoleküls (6) bilden, das durch die Anlagerung von epoxidfunktionellen
Monomeren erhalten wird. Die in dem Verfahren eingesetzte Startverbindung ist vorzugsweise
ausgewählt aus der Gruppe der Alkohole, Polyetherole oder Phenole. Bevorzugt wird
als Startverbindung ein ein- oder mehrwertiger Polyetheralkohol oder Alkohol R
1-H (das H gehört zur OH-Gruppe des Alkohols oder Phenols) eingesetzt.
Als OH-funktionelle Startverbindungen R
1-H (7) werden vorzugsweise Verbindungen mit Molmassen von 18 bis 10.000 g/mol, insbesondere
50 bis 2000 g/mol und mit 1 bis 8, bevorzugt mit 1 bis 4 Hydroxylgruppen und weiter
bevorzugt mit mindestens 8 Kohlenstoffatomen pro Molekül, eingesetzt.
[0028] Beispielhaft für Verbindungen der Formel (7) seien Allylalkohol, Butanol, Octanol,
Dodecanol, Stearylalkohol, 2-Ethylhexanol, Cyclohexanol, Benzylalkohol, Ethylenglykol,
Propylenglykol, Di-, Tri- und Polyethylenglykol, 1,2-Propylenglykol, Di- und Polypropylenglykol,
1,4-Butandiol, 1,6-Hexandiol, Trimethylolpropan, Glycerin, Pentaerythrit, Sorbit,
Cellulosezucker, Lignin oder auch weitere auf Naturstoffen basierende, Hydroxylgruppen
tragende Verbindungen, genannt. Dabei stellt der jeweils korrespondierende Alkoxyrest
den Rest R7 dar, also ist bsp. Butyloxy der Rest R7 im Fall von Butanol.
[0029] Vorteilhaft werden niedermolekulare Polyetherole mit 1 bis 8 Hydroxylgruppen und
Molmassen von 50 bis 2000 g/mol, die ihrerseits zuvor durch DMC-katalysierte Alkoxylierung
hergestellt wurden, als Starterverbindungen verwendet.
[0030] Neben Verbindungen mit aliphatischen und cycloaliphatischen OH-Gruppen eignen sich
beliebige Verbindungen mit 1 bis 20 phenolischen OH-Funktionen. Hierzu gehören beispielspweise
Phenol, Alkyl- und Arylphenole, Bisphenol A und Novolake.
[0031] Die verschiedenen Monomereinheiten sowohl der Fragmente mit den Indexzahlen d bis
j als auch der eventuell vorhandenen Polyoxyalkylenkette des Substituenten R
1 können untereinander blockweise aufgebaut sein oder aber auch einer statistischen
Verteilung unterliegen. Die Fragmente sind in ihrer Sequenz untereinander frei permutierbar,
mit der Einschränkung, dass cyclische Anhydride sowie Kohlendioxid statistisch insertiert,
also nicht in homologen Blöcken, in der Polyetherstruktur vorliegen.
[0032] Die in den hier angeführten Formeln wiedergegebenen Indexzahlen und die Wertbereiche
der angegebenen Indizes verstehen sich daher als die Mittelwerte der möglichen statistischen
Verteilung der tatsächlichen vorhandenen Strukturen und/oder deren Mischungen. Dies
gilt auch für als solche an sich exakt wiedergegebene Strukturformeln, wie beispielsweise
für Formel (6).
[0033] Bevorzugt ist die Alkoxysilaneinheit in der Verbindung der Formel (6) eine Trialkoxysilaneinheit.
[0034] Die Imin-funktionellen Haftvermittler lassen sich ebenfalls in Mischungen mit konventionellen
monomeren Silanen der Formel (8)
W
ySiV
(4-y) (8)
einsetzen, wobei W gleiche oder verschiedene nicht hydrolysierbare Gruppen, V gleiche
oder verschiedene hydrolysierbare Gruppen oder Hydroxygruppen und y = 1, 2, 3 oder
4 darstellt. Die Iminverbindungen sollten dabei möglichst rein sein und keine reaktiven
primären oder sekundären Amingruppen besitzen, welche mit den ebenfalls reaktiven
Silanen der Formel (8) reagieren können.
[0035] In Formel (8) können die hydrolysierbaren Gruppen V beispielsweise , Halogen-, Alkoxy-
(bevorzugt Methoxy-, Ethoxy-, i-Propoxy-, n-Propoxy- oder Butoxy-), Aryloxy-(bevorzugt
Phenoxy-), Acyloxy- (bevorzugt Acetoxy- oder Propionyloxy-), Acyl- (bevorzugt Acetyl-)
-Gruppen sein. Der nicht hydrolysierbare Rest W kann beispielsweise ein Alkyl-, Alkenyl-,
Alkinyl-, Aryl-, Alkylaryl- oder Aralkyl-Rest sein. Die Alkylkette kann 0 bis 50,
vorzugsweise 0 bis 22 Kohlenstoffatome aufweisen und auch durch Heteroatome wie Sauerstoff
oder Stickstoff oder Schwefel unterbrochen sein oder auch ein Siliconrest sein. Der
aromatische Rest kann auch heteroaromatisch sein. Die Reste W und V können ggf. einen
oder mehrere übliche Substituenten, wie beispielsweise Halogen oder Alkoxy aufweisen.
[0036] Nicht hydrolysierbare Reste W nach der Formel (8) mit funktionellen Gruppen können
ausgewählt werden aus dem Bereich der Glycidyl- oder Glycidyloxyalkylen-Reste, wie
beispielsweise □-Glycidyloxyethyl, □-Glycidyloxypropyl, □-Glycidyloxypropyl, □-Glycidyloxypentyl,
□-Glycidyloxyhexyl oder 2-(3,4-Epoxycyclohexyl)ethyl, der Methacryloxyalkylen- und
Acryloxyalkylen-Reste, wie beispielsweise Methacryloxymethyl, Acryloxymethyl, Methacryloxyethyl,
Acryloxyethyl, Methacryloxypropyl, Acryloxypropyl, Methacryloxybutyl oder Acryloxybutyl,
und dem 3-Isocyanatopropyl-Rest.
[0037] Solche organofunktionellen monomeren Silane sind zum Beispiel Vinyltrimethoxysilan,
Vinyltriethoxysilan, Vinyldimethoxymethylsilan, 3-Isocyanatopropyltrimethoxysilan,
3-Glycidyloxypropyltrimethoxysilan, 3-Glycidyloxypropyltriethoxysilan, 3-Methacryloxypropyltrimethoxysilan,
Methyltrimethoxysilan, Methyltriethoxysilan, Dimethyldimethoxysilan, Phenyltriethoxysilan
und/oder Hexadecyltrimethoxysilan allein oder in Mischungen miteinander. Einen Einstieg
in diese Thematik bietet "
Silylated Surfaces", edited by Donald E. Leyden and Ward T. Collins, Gordon and Breach
Science Publishers, Inc.,1980, ISBN 0-677-13370-7.
[0038] Es ist generell dem Experten überlassen, die für das erwünschte Eigenschaftsprofil
geeigneten Komponenten auszuwählen.
[0039] Die erfindungsgemäßen, härtbaren Mischungen eignen sich beispielsweise als Grundstoffe
für die Herstellung von Klebstoffen, zur Oberflächenbeschichtung und Oberflächenmodifizierung,
als reaktive Vernetzer, als Haftvermittler und Primer sowie Bindemittel oder Dichtstoffe
für verschiedene Substrate wie Metalle, Glas und Glasfasern/Glasgewebe, Holz, Holzwerkstoffen,
Naturfasern, sowie beispielsweise auch Kork und generell silikatischen Materialien.
So erweist sich der gezielte Einbau der sich über hydrolytische Prozesse an Mauerwerk,
Beton, Mörtel, usw. verankernden Alkoxysilylgruppierungen als äußert vorteilhaft.
[0040] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können als Bindemittel, das heißt zur Verbindung
von gleichartigen oder verschiedenartigen Stoffen miteinander, bei der Herstellung
von Holzwerkstoffen, wie beispielsweise Spanplatten oder MDF-Platten, der Verklebung
der Holz- oder Korkpartikel dienen und stehen so auch für Fußböden, Parkett und Laminatanwendungen
zur Verfügung.
[0041] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch thermoplastische Eigenschaften
besitzen und damit auch zur Herstellung von Formteilen dienen, bei denen ein temperaturabhängiges
Fließverhalten notwendig ist. Die Formmassen können in Verfahren wie beispielsweise
Spritzgießen, Extrudieren oder Warmpressen verwendet werden. Die erfindungsgemäßen
härtbaren Mischungen können auch ohne Katalysatoren eingesetzt werden, so dass eine
weitere Vernetzung und Härtung während des Formgebungsprozesses unterbleibt. Nach
der Vernetzung gehen die Silylgruppen tragenden Polymere in duroplastische Produkte
über.
[0042] Auf dieser Weise können polymere Werkstoffe gegebenenfalls mit schaumartiger Struktur
erhalten werden, indem die bekannten Verfahren der freien bzw. katalytischen Aushärtung
von Präpolymersystemen angewendet werden. Durch die Variabilität und Vielzahl der
möglichen erfindungsgemäßen Zusammensetzungen kann anwendungsgerecht die zu wählende
Vorzugsform bestimmt werden.
[0043] Bevorzugt werden die Imin-funktionellen Silane als latente Haftvermittler mit Silylpolyethern
der Formel (6) formuliert, wobei die Silylpolyether im Mittel mehr als eine Alkoxysilylfunktion
pro Hydroxylgruppe aufweisen.
[0044] Die erfindungsgemäßen, härtbaren Mischungen, enthaltend mindestens eine Komponente
der Formel (1), können z. B. zur Beschichtung und Modifizierung von flächigen, partikulären,
faserigen Oberflächen und Geweben und als Dichtstoffe eingesetzt werden. Die Beschichtung
kann z. B. eine Klebstoffbeschichtung, insbesondere eine geschäumte Klebstoffbeschichtung
sein. Die härtbare Mischung kann auch in Form einer Dispersion oder Lösung eingesetzt
werden. Sollen diese erfindungsgemäßen Zusammensetzungen schäumbar sein, enthalten
diese ein oder mehrere, gegebenenfalls chemisch gebildete Treibmittel.
[0045] Die zu beschichtenden Oberflächen können durch bekannte Mittel wie sprühen, streichen,
tauchen, etc. beschichtet werden. Die zu verklebenden Oberflächen werden bei dem Verfahren
vorzugsweise aufeinandergepresst. Das Aufbringen der gegebenenfalls schäumbaren Mischung
zur Herstellung der Verklebung erfolgt vorzugsweise aus einer Druckdose, wobei die
Schaumbildung durch das in der Mischung enthaltene, gegebenenfalls auch durch chemische
Reaktion freigesetzte Treibmittel erfolgt.
[0046] Bevorzugte härtbare Zusammensetzungen enthalten weiterhin als Komponente d) einen
Härtungskatalysator, bevorzugt einen Zinnkatalysator. Die erfindungsgemäßen härtbaren
Zusammensetzungen haben den Vorteil, dass sie auch in Gegenwart von Härtungskatalysator
und/oder geringen Mengen von Wasser derart stabil sind, dass eine Formulierung als
Einkomponentensystem (1K-System) möglich ist. Ein solches Einkomponentensystem hat
den Vorteil, dass es deutlich einfacher anzuwenden ist, also besonders anwenderfreundlich
ist, und zudem Verpackungs- und Herstellkosten spart. Bevorzugte härtbare Zusammensetzungen
liegen demnach als Einkomponentensystem vor.
[0047] Als Katalysatoren für die Vernetzung oder Polymerisation der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
können die bekannten Polyurethanisierungs-, Allophanatisierungs- oder Biuretisierungskatalysatoren
verwendet werden, die dem Fachmann an sich bekannt sind. Hierzu zählen Verbindungen,
wie beispielsweise die Zinksalze Zinkoctoat, Zinkacetylacetonat und Zink-2-ethylcaproat,
oder Tetraalkylammoniumverbindungen, wie N,N,N-Trimethyl-N-2-hydroxypropylammoniumhydroxid,
N,N,N-Trimethyl-N-2-hydroxypropylammonium-2-ethylhexanoat oder Cholin-2-ethylhexanoat
verwendet werden. Bevorzugt ist die Verwendung von Zinkoctoat (Zink-2-ethylhexanoat)
und der Tetraalkylammoniumverbindungen, besonders bevorzugt diejenige von Zinkoctoat.
Weiterhin können als Katalysatoren die üblicherweise verwendeten organischen Zinnverbindungen,
wie z.B. Dibutylzinndilaurat, Dioctylzinndilaurat, Dibutylzinndiacetylacetonat, Dioctylzinndiacetylacetonat,
Dibutylzinndiacetat oder Dibutylzinndioctoat etc., verwendet werden. Des Weiteren
können auch Wismutkatalysatoren, z.B. der Borchi-Katalysator, Titanate, z.B. Titan(IV)isopropylat,
Eisen(III)-Verbindungen, z.B. Eisen(III)-acetylacetonat, oder auch Amine, z.B. Triethylamin,
Tributylamin, 1,4-Diazabicyclo[2,2,2]octan, 1,8-Diazabicyclo[5.4.0]undec-7-en, 1,5-Diazabicyclo[4.3.0]non-5-en,
N,N-Bis-(N,N-dimethyl-2-aminoethyl)-methylamin, N,N-Dimethylcyclohexylamin, N,N-Dimethylphenylamin,
N-Ethylmorpholin etc., eingesetzt werden. Auch organische oder anorganische Brönstedsäuren
wie Essigsäure, Trifluoressigsäure, Methansulfonsäure, Toluolsulfonsäure oder Benzoylchlorid,
Salzsäure, Phoshorsäure deren Mono- und/oder Diester, wie z.B. Butylphosphat, (Iso-)Propylphosphat,
Dibutylphosphat etc., sind als Katalysatoren geeignet. Selbstverständlich können auch
Kombinationen mehrerer Katalysatoren eingesetzt werden.
[0048] Die erfindungsgemäßen, härtbaren Zusammensetzungen können auch sogenannte photolatente
Basen als Katalysatoren enthalten, wie sie in der
WO 2005/100482 beschrieben sind. Unter photolatenten Basen sind vorzugsweise organische Basen mit
einem oder mehreren basischen Stickstoffatomen zu verstehen, die zunächst in einer
blockierten Form vorliegen und erst nach Bestrahlung mit UV-Licht, sichtbarem Licht
oder IR-Strahlung durch Spaltung des Moleküls die basische Form freisetzen. Der Inhalt
der Beschreibung und der Ansprüche
WO 2005/100482 wird hiermit als Bestandteil dieser Offenbarung eingeführt.
[0049] Der Katalysator bzw. die photolatente Base wird in Mengen von 0,001 bis 5,0 Gew.-%,
bevorzugt 0,01 bis 1,0 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,05 bis 0,5 Gew.-% bezogen
auf den Festgehalt des Verfahrensprodukts eingesetzt. Der Katalysator bzw. die photolatente
Base kann in einer Portion oder aber auch portionsweise oder auch kontinuierlich zugegeben
werden. Bevorzugt ist Zugabe der gesamten Menge in einer Portion.
Als weitere Komponenten können die Zusammensetzungen Füllstoffe, Lösungsmittel, Schaumstabilisatoren
sowie Katalysatoren zur Beschleunigung der Aushärtung des Schaumes enthalten. Füllstoffe
führen dabei zu einer Verbesserung der Reißfestigkeit wie auch der Bruchdehnung. Gängige
Füllstoffe sind beispielsweise Calciumcarbonat, pyrogene Kieselsäure und Ruß. Die
unterschiedlichen Füllstoffe werden oftmals auch in Kombination eingesetzt. Als Füllstoffe
eignen sich dabei sämtliche Materialien, wie sie im Stand der Technik vielfach beschrieben
sind. Die Füllstoffe werden bevorzugt in einer Konzentration von 0 bis 90 Gew.-% bezogen
auf die fertige Mischung eingesetzt, wobei Konzentrationen von 5 bis 70 Gew.-% besonders
bevorzugt sind.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können zudem auch noch weitere organische
Substanzen, bevorzugt Flüssigkeiten und Lösungsmittel enthalten. Als Lösungsmittel
werden bevorzugt Verbindungen eingesetzt, die über ein Dipolmoment verfügen.
Des Weiteren können den Zusammensetzungen auch an sich bekannte funktionelle Stoffe
wie rheologische Additive, Wasserfänger, Thixotropiermittel, Flammschutzmittel, Entschäumer,
Entlüfter, filmbildende Polymere, antimikrobielle und konservierende Stoffe, Antioxidantien,
Farbstoffe, Färbemittel und Pigmente, Frostschutzmittel, Fungizide, Haftvermittler
und/oder Reaktivverdünner sowie Weichmacher und Komplexbildner, Sprühhilfsmittel,
Netzmittel, Vitamine, Wuchsstoffe, Hormone, Duftstoffe, Lichtschutzmittel, Radikalfänger,
UV-Absorber sowie weitere Stabilisatoren zugesetzt werden. Bevorzugte härtbare Zusammensetzungen
weisen bevorzugt als Komponente e) weiterhin mindestens eine Komponente ausgewählt
aus Wasserfängern, Weichmachern und/oder Rheologiemodifizierern auf.
[0050] Für die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen existieren zahllose verschiedene Anwendungen
im Bereich der Kleb-, Dicht, Binde- und Fugendichtstoffe. Dabei sind sie für zahllose
unterschiedliche Untergründe, wie z.B. mineralische Untergründe, Metalle, Kunststoffe,
Glas, Keramik, Holz, Holzwerkstoffe, Naturfaser oder auch Kork etc., geeignet. Prinzipiell
eignen sich die Zusammensetzungen bzw. die daraus hergestellten Schäume zum Verkleben
von jedweden Gegenständen. Vor allem aber sind sie hoch geeignet, wenn die zu verklebenden
Flächen uneben sind oder aber kleinteilige Fasern oder Partikel, sowie auch beispielsweise
Kork, miteinander zu einem Verbundwerkstoff verbunden werden sollen. Dies ist z.B.
beim Verkleben von Bruchstellen, die durch Absplitterungen oder Materialverbiegungen
nicht mehr genau übereinander passen, der Fall, oder auch beim Verkleben von Fußleisten,
Deckenleisten oder sonstigen Verzierungen auf einer unebenen Wandoberfläche. Hier
besitzen die Schäume den Vorteil, auch Hohlräume gut ausfüllen zu können.
[0051] Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen und deren Verwendung werden nachfolgend beispielhaft
beschrieben, ohne dass die Erfindung auf diese beispielhaften Ausführungsformen beschränkt
sein soll. Sind nachfolgend Bereiche, allgemeine Formeln oder Verbindungsklassen angegeben,
so sollen diese nicht nur die entsprechenden Bereiche oder Gruppen von Verbindungen
umfassen, die explizit erwähnt sind, sondern auch alle Teilbereiche und Teilgruppen
von Verbindungen, die durch Herausnahme von einzelnen Werten (Bereichen) oder Verbindungen
erhalten werden können. Werden im Rahmen der vorliegenden Beschreibung Dokumente zitiert,
so soll deren Inhalt vollständig zum Offenbarungsgehalt der vorliegenden Erfindung
gehören.
[0052] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, deren Offenbarungsgehalt
vollumfänglich Teil dieser Beschreibung ist.
In den nachfolgend aufgeführten Beispielen wird die vorliegende Erfindung beispielhaft
beschrieben, ohne dass die Erfindung, deren Anwendungsbreite sich aus der gesamten
Beschreibung und den Ansprüchen ergibt, auf die in den Beispielen genannten Ausführungsformen
beschränkt sein soll.
Experimenteller Teil:
Bestimmung der Produktzusammensetzung:
[0053] Die Bestimmung des Gehalts an Imin im Reaktionsprodukt erfolgte mit Hilfe der
13C-NMR-Spektroskopie. Verwendet wurde ein NMR Spektrometer vom Typ Bruker Avance 400.
Die Proben wurden dazu in CDCl
3 gelöst.
Herstellung der Iminverbindungen nach dem in DBP 1104508 offenbarten Verfahren:
Versuch I1:
[0054] 1 mol 3-Aminopropyltriethoxysilan (Dynasylan® AMEO (Evonik®))wurde in einem mit Rührer
und Destillationsbrücke ausgestatteten 1 L-Dreihalskolben vorgelegt und auf 60 °C
erwärmt. Bei eingeschalteter Vakuumpumpe und einem Innendruck von ca. 30 mbar wurde
1 mol Cyclohexanon innerhalb von 1 h zugetropft. Entstehendes Reaktionswasser wurde
bei 60 °C kontinuierlich destillativ entfernt und in einer Destillatvorlage aufgefangen.
Die Reaktion und Destillation wurde nach Zugabeende für 3 h fortgesetzt. Das erhaltene
Ketimin wurde abgekühlt und unter Feuchtigkeitsausschluss abgefüllt. Lt. 13C NMR Analyse
wurde 97 % des eingesetzten Cyclohexanons zum Ketimin umgesetzt.
Versuch 12:
[0055] Wie im Versuch I1 beschrieben, wurde 1 mol 3-Aminopropyltriethoxysilan (Dynasylan®
AMEO (Evonik®)) mit 1 mol Benzaldehyd bei 60 °C unter kontinuierlichem Abdestillieren
von Wasser zur Reaktion gebracht. Die erhaltene Schiffsche Base wurde abgekühlt und
unter Feuchtigkeitsausschluss abgefüllt. Lt. 13C NMR Analyse wurde 100 % des eingesetzten
Benzaldehyds zum Imin umgesetzt.
Versuch 13:
[0056] Wie im Versuch I1 beschrieben, wurde 1 mol 3-Aminopropyltriethoxysilan (Dynasylan®
AMEO (Evonik®)) mit 1 mol 2-Heptanon bei 60 °C unter kontinuierlichem Abdestillieren
von Wasser zur Reaktion gebracht. Das erhaltene Ketimin wurde abgekühlt und unter
Feuchtigkeitsausschluss abgefüllt. Lt. 13C NMR Analyse wurde 100 % des eingesetzten
2-Heptanons zum Imin umgesetzt.
Versuch 14:
[0057] Wie im Versuch I1 beschrieben, wurde 1 mol 3-Aminopropyltriethoxysilan (Dynasylan®
AMEO (Evonik®)) mit 1,1 mol Butyraldehyd bei 100 °C unter kontinuierlichem Abdestillieren
von Wasser bei Normaldruck zur Reaktion gebracht. Das erhaltene Ketimin wurde abgekühlt
und unter Feuchtigkeitsausschluss abgefüllt. Lt. 13C NMR Analyse wurde ca. 95% des
eingestzten Aminopropyltriethoxysilans zum Imin umgesetzt.
Versuch 15:
[0058] Wie im Versuch I1 beschrieben, wurde 1 mol 3-Aminopropyltriethoxysilan (Dynasylan®
AMEO (Evonik®)) mit 1 mol Anisaldehyd bei 104 °C unter kontinuierlichem Abdestillieren
von Wasser zur Reaktion gebracht. Das erhaltene Ketimin wurde abgekühlt und unter
Feuchtigkeitsausschluss abgefüllt. Lt. 13C NMR Analyse wurde 100 % des eingesetzten
Anisaldehyds zum Imin umgesetzt.
Versuch 16:
[0059] Wie im Versuch I1 beschrieben, wurde 1 mol 3-Aminopropyltriethoxysilan (Dynasylan®
AMEO (Evonik®)) mit 1 mol Zimtaldehyd bei 104 °C unter kontinuierlichem Abdestillieren
von Wasser zur Reaktion gebracht. Das erhaltene Ketimin wurde abgekühlt und unter
Feuchtigkeitsausschluss abgefüllt. Lt. 13C NMR Analyse wurde 100 % des eingesetzten
Zimtaldehyds zum Imin umgesetzt.
Herstellung der Silylpolyether:
[0060] Für die Lagerstabilitätsversuche wurde ein Silylpolyether eingesetzt, welcher terminale
OH-Funktionen aufweist und durch das in der
EP 2 093 244 beschriebene Verfahren durch Alkoxylierung von 3-Glycidyloxypropyltriethoxysilan
(GLYEO) an Doppelmetallcyanid-Katalysatoren hergestellt worden ist.
Silylpolyether SP1:
[0061] Hochmolekularer, Polypropylenglykol-gestarteter Polyether der mittleren Molmasse
16000 g/mol und vierfacher Triethoxysilanfunktionalität.
[0062] Chemischer Aufbau gemäß Monomerendosage: Polypropylenglykol (Mw 2000 g/mol) + 86
mol PO + (4 mol GLYEO / 136 mol PO) Epoxidsauerstoffgehalt <0,05 %, M
w lt. GPC 21400 g/mol, Mn lt. GPC 8050 g/mol, Viskosität (25,0 °C): 13100 Pa.s
Urethanisierter Silylpolyether USP1:
[0063] Silylpolyether SP1 wurde anschließend Urethanisiert nach dem in der
DE 10 2009 028636 offenbarten Verfahren durch Umsetzung der terminalen OH-Funktionen des Silylpolythers
mit einem 20 mol-%igen Überschuss an Isophorondiisocyanat (Vestanat IPDI; Evonik Industries
AG) und abschließender Abreaktion überschüssiger NCO-Gruppen mit einem Polypropylenglykolmonobutylether
der mittleren Molmasse Mw von 400 g/mol. Viskosität des Reaktionsprodukts (25,0 °C):
32800 Pa.s, Isocyanatgehalt <0,1 %.
Silylterminiertes Polymer USP1
[0064] Polymer ST 61 der Evonik Hanse Chemie, Viskosität (25,0 °C): 35000 Pa.s, Isocyanatgehalt
<0,1 %.
Härtungskatalysator:
[0065] Zur Herstellung härtbarer Mischungen wurde Dioctylzinndiacetylacetonat (TIB-Kat 223
der Fa. TIB Chemicals) verwendet.
Herstellung der härtbaren Mischungen:
[0066] Zur Herstellung der härtbaren Mischungen wurden je 78 g Silylpolyether SP1 oder USP1
oder USP2, 1,6 g Silan-Haftvermittler und 0,4 g Dioctylzinndiacetylacetonat (TIB-Kat
223 der Fa. TIB Chemicals) eingewogen und bei Raumtemperatur unter Feuchtigkeitsausschluss
und Argonatmosphäre in einem Speedmixer intensiv zu einer homogenen und blasenfreien
Mischung verarbeitet. Jeweils 40 g dieser so hergestellten 1K-Formulierung wurden
in ein 50 ml Probenglas mit Schraubverschluss gefüllt. Die Proben wurden anschließend
mit trockenem Argon überlagert und die Probengefäße verschlossen und versiegelt.
Untersuchungen der Lagerstabilität:
[0067] Von jeder Formulierung wurde eine Probe bei 60 °C in einem Wärmeschrank unter Ausschluss
von Feuchtigkeit gelagert. Die Entwicklung der Viskosität als Indiz für das Einsetzen
der Vernetzungsreaktion wurde in der Folgezeit visuell beobachtet.
Tabelle 1:
Lagerung bei 60 °C
| Haftvermittler |
0 Tage (Start) |
2 Tage |
4 Tage |
7 Tage |
14 Tage |
21 Tage |
28 Tage |
| Referenz, nicht Erfindungsgemäß, SP1 und Dynasylan AMEO |
Niedrig vi |
Hoch viskos |
fest |
fest |
fest |
fest |
fest |
| SP1 und Imin I1 |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Niedrig v: |
Mittel Viskos |
Hoch viskos |
| SP1 und Imin 12 |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Mittel viskos |
Hoch Viskos |
fest |
| SP1 und Imin 13 |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Mittel viskos |
Hoch viskos |
fest |
| SP1 und Imin 14 |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Niedrig vi |
Mittel viskos |
fest |
fest |
fest |
| SP1 und Imin 15 |
Niedrig viskos |
Niedrig viskos |
Niedrig viskos |
Niedrig viskos |
Mittel viskos |
Hoch viskos |
fest |
| SP1 und Imin 16 |
Niedrig viskos |
Niedrig viskos |
Niedrig viskos |
Niedrig Viskos |
Mittel viskos |
Hoch viskos |
fest |
[0068] Die Tests zur Lagerstabilität zeigen deutlich die hervorragende Lagerstabilität erfindungsgemäßer
härtbarer Mischungen I1 bis 16 gegenüber der Referenz. Wie der Vergleich der Lagerstabilität
14 mit I1, 12, 13, 15, und 16 zeigt lässt sich zudem deutlich erkennen, dass die Lagerstabilität
erfindungsgemäßer härtbaren Mischungen besonders hervorragend ist, wenn es sich bei
der Imingruppen aufweisenden Silan-Verbindung der Komponente a) um ein Reaktionsprodukt
aus einer Amingruppen aufweisenden Silan-Verbindung und einer Carbonylverbindung mit
einem Siedepunkt über 80 °C bzw. 100 °C handelt.
1. Härtbare Zusammensetzung enthaltend
a. Mindestens eine Imingruppen aufweisende Silan-Verbindung
b. Mindestens ein Präpolymer enthaltend mindestens eine Silylgruppe,
wobei es sich bei der Verbindung der Komponente b) mindestens um einen Silylpolyether
der Formel(6)handelt

wobei
a eine ganze Zahl von 1 bis 3, vorzugsweise 3 ist,
b eine ganze Zahl von 0 bis 2, vorzugsweise 0 bis 1, besonders bevorzugt 0 ist, und
die Summe von a und b gleich 3 ist,
c eine ganze Zahl von 0 bis 22, vorzugsweise von 0 bis 12, besonders bevorzugt von
0 bis 8, ganz besonders bevorzugt von 0 bis 4 und insbesondere gleich 1 oder 3 ist,
d eine ganze Zahl von 1 bis 1.000, bevorzugt 1 bis 100, besonders bevorzugt 4 bis
20 und ganz besonders bevorzugt 5 bis 10 und insbesondere größer 4 bis 10 ist,
e eine ganze Zahl von 0 bis 10.000, bevorzugt 1 bis 2000, besonders bevorzugt 5 bis
1000 und insbesondere 10 bis 500 ist,
f eine ganze Zahl von 0 bis 1.000, bevorzugt größer 0 bis 100, besonders bevorzugt
1 bis 50 und insbesondere 0 bis 30 ist,
g eine ganze Zahl von 0 bis 1.000, bevorzugt größer 0 bis 200, besonders bevorzugt
1 bis 100 und insbesondere 0 bis 70 ist,
h, i und j ganze Zahlen von 0 bis 500, bevorzugt 0 bis 300, besonders bevorzugt 0
bis 200 und insbesondere 0 bis 100 ist,
n eine ganze Zahl zwischen 2 und 8 ist und mit der Maßgabe, dass die Fragmente mit
den Indices d bis j untereinander frei permutierbar, d.h. in der Sequenz innerhalb
der Polyetherkette gegeneinander austauschbar sind und
R entspricht einem oder mehreren gleichen oder verschiedenen Resten, ausgewählt aus
linearen oder verzweigten, gesättigten, einfach oder mehrfach ungesättigten Kohlenwasserstoffresten
oder Halogenalkylresten jeweils bevorzugt mit 1 bis 20, insbesondere 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
bevorzugt ist R eine Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl- oder sekundäre-Butylgruppen;
R1 entspricht einem gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls verzweigten Rest,
der vorzugsweise über ein Sauerstoffatom angebunden ist, oder stellt einen Polyetherrest
vom Typ einer Alkoxy-, Arylalkoxy- oder Alkylarylalkoxygruppe dar, bei der die Kohlenstoffkette
durch Sauerstoffatome unterbrochen sein kann, oder R1 bedeutet eine ggf. einfach oder mehrfach annelierte aromatische Aryloxy-Gruppe, wobei
der Rest R1 im Silylpolyether vorzugsweise kein Siliziumatom aufweist, sowie
Y kann nicht vorhanden sein, oder aber eine Methylenbrücke mit 1 oder 2 Methyleneinheiten
sein, ist Y vorhanden, so sind die Reste R2 und R3 jeweils zweiwertig; ist Y nicht vorhanden, so sind die Reste R2 und R3 jeweils monovalent einwertig,
R2 und R3 entsprechen unabhängig voneinander Wasserstoff oder einem gesättigten oder gegebenenfalls
einfach oder mehrfach ungesättigten, auch, beispielsweise mit Halogen- oder Hydroxylgruppen,
weiter substituierten, linearen oder verzweigten einwertigen (wenn Y nicht vorhanden)
oder zweiwertigen (wenn Y vorhanden) Kohlenwasserstoffrest, bevorzugt mit 1 bis 20,
weiter bevorzugt mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und besonders bevorzugt mit 1 bis
6 Kohlenstoffatomen; der Kohlenwasserstoffrest kann cycloaliphatisch über das Fragment
Y verbrückt sein; ist Y vorhanden, so kann keiner der Reste R2 oder R3 für Wasserstoff stehen, vielmehr stehen dann beide Reste R2 und R3 für zweiwertige Kohlenwasserstoffe;
R4 entspricht einem linearen oder verzweigten Alkylrest von 1 bis 24 Kohlenstoffatomen
oder einem aromatischen oder cycloaliphatischen Rest, der gegebenenfalls seinerseits
Alkylgruppen tragen kann;
R5 und R6 entsprechen unabhängig voneinander Wasserstoff oder einem gesättigten oder gegebenenfalls
einfach oder mehrfach ungesättigten, auch, beispielsweise mit Halogen- oder Hydroxylgruppen,
weiter substituierten, linearen oder verzweigten einwertigen Kohlenwasserstoffrest,
bevorzugt mit 1 bis 20, weiter bevorzugt mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen und besonders
bevorzugt mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
R7 und R8 sind unabhängig voneinander entweder Wasserstoff, Alkyl-, Alkoxy-, Aryl- oder Aralkylgruppen,
R9, R10, R11 und R12 sind unabhängig voneinander entweder Wasserstoff, Alkyl-, Alkenyl-, Alkoxy-, Aryl-
oder Aralkylgruppen. Der Kohlenwasserstoffrest kann cycloaliphatisch oder aromatisch
über das Fragment Z verbrückt sein, wobei Z sowohl einen divalenten Alkylen- als auch
Alkenylenrest darstellen kann.
2. Härtbare Zusammensetzung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung weniger als 1 Ges.-%, bevorzugt weniger als 0,1 Gew.-%, Wasser
enthält und insbesondere bevorzugt frei von Wasser ist.
3. Härtbare Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung weiterhin als Komponente c) Calciumcarbonat enthält, bevorzugt
in Mengen von 1 bis 60 Gew.-%, bevorzugt 10 bis 50 Gew.-%, insbesondere bevorzugt
20 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung.
4. Härtbare Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung weiterhin als Komponente d) einen Härtungskatalysator, bevorzugt
einen Zinnkatalysator enthält.
5. Härtbare Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Imingruppen aufweisenden Silan-Verbindung der Komponente a) um ein
Reaktionsprodukt aus einer Amingruppen aufweisenden Silan-Verbindung und einer Carbonylverbindung,
bevorzugt eine Carbonylverbindung mit einem Siedepunkt über 100°C, handelt.
6. Härtbare Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung weiterhin keine Wasserfänger, insbesondere kein Vinyltrimethoxysilan
und Vinyltrimethoxysilan, enthält.
7. Härtbare Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 6
dadurch gekennzeichnet, dass die Imingruppen aufweisende Silan-Verbindung der Komponente a) ein Aminosilan gemäß
Formel (1)

wobei
X1 unabhängig voneinander ein Alkoxy- oder ein Aryloxy-Rest ist, bevorzugt mit 1 bis
8 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugtein Methoxy-, Ethoxy-, iso-Propoxy-, n-Propoxy-,
Butoxy- oder Phenoxyrest ist,
X2 ein Alkyl-, Alkenyl-, Aryl-, Alkylaryl- oder Aralkylrest ist, bevorzugt ein Alkylrest
mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt ein Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
ist, insbesondere bevorzugt eine Methyl-, Ethyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-
oder tert.-Butylgruppe ist,
m gleich 0, 1, 2 oder 3, bevorzugt 2 oder 3 ist,
o gleich 0 oder 1 ist,
A1 und A2 unabhängig voneinander Wasserstoff oder ein organischer Rest sind, mit der Maßgabe,
dass nicht beide Reste A1 und A2 gleichzeitig für Wasserstoff stehen können, bevorzugt Wasserstoff, ein Alkyl-, Cycloalkyl-,
Alkenyl-, Aryl-, Alkylaryl- oder Aralkylrest sind, der seinerseits substituiert sein
kann, besonders bevorzugt Wasserstoff oder ein Phenyl-, Cyclohexyl- oder ein Alkylrest
mit 1 bis 20 C-Atomen sind,
B1 und B2 unabhängig voneinander divalente Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 18 C-Atomen, bevorzugt
mit 1 bis 6 C-Atomen, besonders bevorzugt ein -CH2-, -CH2-CH2- oder -CH2-CH2-CH2-Reste sind,
A3 Wasserstoff oder ein substituierter oder unsubstituierter Rest ausgewählt aus Alkyl-,
Cycloalkyl-, Alkenyl-, Aryl-, Alkylaryl- oder Aralkylrest, ist, bevorzugt Wasserstoff
ist.
8. Härtbare Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Verbindung der Komponente b) um Präpolymere mit Alkoxysilylgruppen
der Formel (5)

wobei
Y1, Y2 und Y3 unabhängig voneinander Alkyl- oder Alkoxyreste mit 1-8 C-Atomen sind,
Z einen divalenten Carboxy-, Carbamat-, Amid-, Carbonat-, Ureido- oder Sulfonatgruppe
enthaltenden Rest darstellt oder ein Sauerstoffatom bedeutet,
w eine ganze Zahl von 1 bis 8 ist, wobei die jeweiligen Einheiten mit dem Index w
jeweils w-fach unabhängig voneinander kovalent an das Polymer gebunden sind und
v eine ganze Zahl von 1 bis 20, bevorzugt 1 bis 15, besonders bevorzugt 1 bis 5 und
insbesondere bevorzugt, 1, 2 oder 3 ist und
Polymerein Polymer ausgewählt aus einer Gruppe bestehend aus Alkydharzen, ölmodifizierten
Alkydharzen, gesättigten oder ungesättigten Polyestern, natürlichen Ölen, Epoxiden,
Polyamiden, Polycarbonaten, Polyethylenen, Polypropylenen, Polybutylenen, Polystyrolen,
Polybutadien, Ethylen-Propylen-Copolymeren, (Meth)acrylaten, (Meth)acrylamiden und
deren Salzen, Phenolharzen, Polyoxymethylen-Homo- und -Copolymeren, Polyurethanen,
Polysulfonen, Polysulfidkautschuken, Nitrocellulosen, Vinylbutyraten, Vinylpolymeren,
Ethylcellulosen, Celluloseacetaten und/oder -butyraten, Reyon, Schellack, Wachsen,
Ethylencopolymeren, organischen Kautschuken, Polysiloxanen, Polyethersiloxanen, Siliconharzen,
Polyethern, Polyetherestern, Polyethercarbonaten und Mischungen daraus ist,
handelt.
9. Härtbare Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Präpolymer der Komponente b) mindestens um einen Polyether handelt,
der mindestens eine Silylgruppe und bevorzugt mindestens eine OH Gruppe trägt.
10. Härtbare Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass der Polyether der Komponente b) an mindestens einem Kettenende mindestens eine OH-Gruppe
trägt.
11. Verwendung von Imingruppen aufweisenden Silan-Verbindungen als Haftvermittler in härtbaren
Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
12. Verwendung von härtbaren Zusammensetzungen nach einem der Ansprüche 1 bis 10 enthaltend
mindestens eine Imingruppen aufweisende Silan-Verbindung und mindestens ein Präpolymer
enthaltend mindestens eine Silylgruppe als Kleb- und Dichtstoffe, zur Oberflächenbeschichtung
und Oberflächenmodifizierung, als reaktive Vernetzer, Primer sowie Bindemittel für
Metalle, Glas und Glasfasern/Glasgewebe, Holz und silikatische Materialien.
1. Curable composition comprising
a. at least one silane compound having imine groups
b. at least one prepolymer comprising at least one silyl group,
wherein the compound of component b) takes the form of at least one silyl polyether
of the formula (6)

where
a is an integer from 1 to 3, preferably 3,
b is an integer from 0 to 2, preferably 0 to 1, particularly preferably 0, and the
sum of a and b is equal to 3,
c is an integer from 0 to 22, preferably from 0 to 12, particularly preferably from
0 to 8, especially preferably from 0 to 4 and in particular is equal to 1 or 3,
d is an integer from 1 to 1000, preferably 1 to 100, particularly preferably 4 to
20 and especially preferably 5 to 10 and in particular is greater than 4 to 10,
e is an integer from 0 to 10 000, preferably 1 to 2000, particularly preferably 5
to 1000 and in particular is 10 to 500,
f is an integer from 0 to 1000, preferably greater than 0 to 100, particularly preferably
1 to 50 and in particular is 0 to 30,
g is an integer from 0 to 1000, preferably greater than 0 to 200, particularly preferably
1 to 100 and in particular is 0 to 70,
h, i and j are integers from 0 to 500, preferably 0 to 300, particularly preferably
0 to 200 and in particular is 0 to 100,
n is an integer between 2 and 8 and with the proviso that the fragments with the indices
d to j are freely permutable with one another, i.e. are exchangeable relative to one
another in the sequence within the polyether chain and
R corresponds to one or more identical or different residues selected from linear
or branched, saturated, mono- or polyunsaturated hydrocarbon residues or haloalkyl
residues each preferably having 1 to 20, particularly 1 to 6 carbon atoms, preferably
R is a methyl, ethyl, propyl, isopropyl, n-butyl or secondary butyl group;
R1 corresponds to a saturated or unsaturated, optionally branched residue, which is
preferably attached via an oxygen atom, or is a polyether residue of the type of an
alkoxy, arylalkoxy or alkylarylalkoxy group, in which the carbon chain can be interrupted
by oxygen atoms, or R1 is an optionally singly or multiply fused aromatic aryloxy group, wherein the residue
R1 in the silyl polyether preferably has no silicon atom, and also
Y may not be present, or may be a methylene bridge with 1 or 2 methylene units and,
if Y is present, the residues R2 and R3 are each divalent; if Y is not present, the residues R2 and R3 are each monovalent monovalent,
R2 and R3 mutually independently correspond to hydrogen or a saturated or optionally mono-
or polyunsaturated, also further substituted, with halogen or hydroxyl groups for
example, linear or branched monovalent (if Y not present) or divalent (if Y present)
hydrocarbon residue, preferably having 1 to 20, more preferably having 1 to 10 carbon
atoms and particularly preferably having 1 to 6 carbon atoms; the hydrocarbon residue
may be bridged cycloaliphatically via the fragment Y; if Y is present, neither of
the residues R2 or R3 can be hydrogen, rather both residues R2 and R3 are divalent hydrocarbons;
R4 corresponds to a linear or branched alkyl residue of 1 to 24 carbon atoms or an aromatic
or cycloaliphatic residue which may in turn bear alkyl groups;
R5 and R6 mutually independently correspond to hydrogen or a saturated or optionally mono-
or polyunsaturated, also further substituted, with halogen or hydroxyl groups for
example, linear or branched monovalent hydrocarbon residue, preferably having 1 to
20, more preferably having 1 to 10 carbon atoms and particularly preferably having
1 to 6 carbon atoms,
R7 and R8 are mutually independently either hydrogen, alkyl, alkoxy, aryl or aralkyl groups,
R9, R10, R11 and R12 are mutually independently either hydrogen, alkyl, alkenyl, alkoxy, aryl or aralkyl
groups. The hydrocarbon residue can be bridged cycloaliphatically or aromatically
via the fragment Z, where Z may be either a divalent alkylene or alkenylene residue.
2. Curable composition according to Claim 1, characterized in that the composition comprises less than 1% by weight, preferably less than 0.1% by weight
of water and particularly preferably is free of water.
3. Curable composition according to either of Claims 1 or 2, characterized in that the composition further comprises calcium carbonate as component c), preferably in
amounts of 1 to 60% by weight, preferably 10 to 50% by weight, particularly preferably
20 to 40% by weight, based on the total weight of the composition.
4. Curable composition according to any of Claims 1 to 3, characterized in that the composition further comprises a curing catalyst as component d), preferably a
tin catalyst.
5. Curable composition according to any of Claims 1 to 4, characterized in that the silane compound having imine groups of component a) is a reaction product of
a silane compound having amine groups and a carbonyl compound, preferably a carbonyl
compound having a boiling point above 100°C.
6. Curable composition according to any of Claims 1 to 5, characterized in that the composition further comprises no water scavengers, in particular, no vinyltrimethoxysilane
and vinyltrimethoxysilane.
7. Curable composition according to any of Claims 1 to 6,
characterized in that the silane compound having imine groups of component a) is an aminosilane according
to formula (1)

where
X1 is mutually independently an alkoxy or an aryloxy residue, preferably having 1 to
8 carbon atoms, particularly preferably is a methoxy, ethoxy, isopropoxy, n-propoxy,
butoxy or phenoxy residue,
X2 is an alkyl, alkenyl, aryl, alkylaryl or aralkyl residue, preferably an alkyl residue
having 1 to 20 carbon atoms, particularly preferably is an alkyl residue having 1
to 8 carbon atoms, particularly preferably is a methyl, ethyl, n-propyl, isopropyl,
butyl, isobutyl or tert-butyl group,
mis 0, 1, 2 or 3, preferably 2 or 3,
ois 0 or 1,
A1 and A2 are mutually independently hydrogen or an organic residue, with the proviso that
both residues A1 and A2 cannot simultaneously be hydrogen, preferably are hydrogen, an alkyl, cycloalkyl,
alkenyl, aryl, alkylaryl or aralkyl residue, which may in turn be substituted, particularly
preferably are hydrogen or a phenyl, cyclohexyl or an alkyl residue having 1 to 20
carbon atoms,
B1 and B2 are mutually independently divalent hydrocarbon residues having 1 to 18 carbon atoms,
preferably having 1 to 6 carbon atoms, particularly preferably are a -CH2-, -CH2-CH2- or -CH2-CH2-CH2-residue,
A3 is hydrogen or a substituted or unsubstituted residue selected from alkyl, cycloalkyl,
alkenyl, aryl, alkylaryl or aralkyl residue, preferably is hydrogen.
8. Curable composition according to any of Claims 1 to 7,
characterized in that the compound of component b) takes the form of prepolymers having alkoxysilyl groups
of the formula (5)

where
Y1, Y2 and Y3 are mutually independently alkyl or alkoxy residues having 1-8 carbon atoms,
Z is a residue comprising a divalent carboxy, carbamate, amide, carbonate, ureido
or sulphonate group or is an oxygen atom,
w is an integer from 1 to 8, wherein the respective units with the index w are each
mutually independently covalently bonded w-fold to the polymer and
v is an integer from 1 to 20, preferably 1 to 15, particularly preferably 1 to 5 and
especially preferably 1, 2 or 3 and
polymer is a polymer selected from a group consisting of alkyd resins, oil-modified
alkyd resins, saturated or unsaturated polyesters, natural oils, epoxides, polyamides,
polycarbonates, polyethylenes, polypropylenes, polybutylenes, polystyrenes, polybutadiene,
ethylene-propylene copolymers, (meth)acrylates, (meth)acrylamides and salts thereof,
phenolic resins, polyoxymethylene homopolymers and copolymers, polyurethanes, polysulphones,
polysulphide rubbers, nitrocelluloses, vinyl butyrates, vinyl polymers, ethylcelluloses,
cellulose acetates and/or butyrates, rayon, shellac, waxes, ethylene copolymers, organic
rubbers, polysiloxanes, polyethersiloxanes, silicone resins, polyethers, polyetheresters,
polyether carbonates and mixtures thereof.
9. Curable composition according to any of Claims 1 to 8, characterized in that the prepolymer of component b) takes the form of at least one polyether bearing at
least one silyl group and preferably at least one OH group.
10. Curable composition according to any of Claims 1 to 9, characterized in that the polyether of component b) bears at least one OH group on at least one chain end.
11. Use of silane compounds having imine groups as adhesion promoters in curable compositions
according to any of Claims 1 to 10.
12. Use of curable compositions according to any of Claims 1 to 10 comprising at least
one silane compound having imine groups and at least one prepolymer comprising at
least one silyl group as adhesives and sealants, for surface coating and surface modification,
as reactive crosslinkers, primers and binders for metals, glass and glass fibres/glass
fabrics, wood and silicatic materials.
1. Composition durcissable, contenant :
a. au moins un compose de silane comprenant des groupes imine,
b. au moins un prépolymère contenant au moins un groupe silyle,
le composé du composant b) étant au moins un polyéther silylique de formule (6)

dans laquelle
a est un nombre entier de 1 à 3, de préférence 3,
b est un nombre entier de 0 à 2, de préférence de 0 à 1, de manière particulièrement
préférée 0, et la somme de a et b est égale à 3,
c est un nombre entier de 0 à 22, de préférence de 0 à 12, de manière particulièrement
préférée de 0 à 8, de manière tout particulièrement préférée de 0 à 4 et vaut notamment
1 ou 3,
d est un nombre entier de 1 à 1 000, de préférence de 1 à 100, de manière particulièrement
préférée de 4 à 20 et de manière tout particulièrement préférée de 5 à 10 et notamment
de plus de 4 à 10,
e est un nombre entier de 0 à 10 000, de préférence de 1 à 2 000, de manière particulièrement
préférée de 5 à 1 000 et notamment de 10 à 500,
f est un nombre entier de 0 à 1 000, de préférence de plus de 0 à 100, de manière
particulièrement préférée de 1 à 50 et notamment de 0 à 30,
g est un nombre entier de 0 à 1 000, de préférence de plus de 0 à 200, de manière
particulièrement préférée de 1 à 100 et notamment de 0 à 70,
h, i et j sont des nombres entiers de 0 à 500, de préférence de 0 à 300, de manière
particulièrement préférée de 0 à 200 et notamment de 0 à 100,
n est un nombre entier compris entre 2 et 8,
à condition que les fragments ayant les indices d à j puissent être permutés librement
les uns avec les autres, c.-à-d. puissent être remplacés les uns par les autres dans
la séquence dans la chaîne polyéther,
et
R correspond à un ou plusieurs radicaux identiques ou différents, choisis parmi les
radicaux hydrocarbonés linéaires ou ramifiés, saturés, mono- ou polyinsaturés, ou
les radicaux halogénoalkyle, chacun contenant de préférence 1 à 20, notamment 1 à
6 atomes de carbone, R étant de préférence un groupe méthyle, éthyle, propyle, isopropyle,
n-butyle ou sec.-butyle ;
R1 correspond à un radical saturé ou insaturé, éventuellement ramifié, qui est de préférence
relié par un atome d'oxygène, ou représente un radical polyéther du type d'un groupe
alcoxy, arylalcoxy ou alkylarylalcoxy, dans lequel la chaîne carbonée peut être interrompue
par des atomes d'oxygène, ou R1 signifie un groupe aryloxy aromatique éventuellement annelé une ou plusieurs fois,
le radical R1 dans le polyéther silylique ne comprenant de préférence pas d'atome de silicium,
et
Y peut ne pas être présent, ou être un pont méthylène à 1 ou 2 unités méthylène ;
si Y est présent, les radicaux R2 et R3 sont chacun bivalents ; si Y n'est pas présent, les radicaux R2 et R3 sont chacun monovalents monovalents, R2 et R3 correspondent indépendamment l'un de l'autre à l'hydrogène ou un radical hydrocarboné
saturé ou éventuellement mono- ou polyinsaturé, également davantage substitué, par
exemple avec des groupes halogène ou hydroxyle, linéaire ou ramifié, monovalent (lorsqu'Y
n'est pas présent) ou bivalent (lorsqu'Y est présent), de préférence de 1 à 20, de
manière davantage préférée de 1 à 10 atomes de carbone et de manière particulièrement
préférée de 1 à 6 atomes de carbone ; le radical hydrocarboné pouvant être ponté cycloaliphatiquement
par le fragment Y ; si Y est présent, il est possible qu'aucun des radicaux R2 et R3 ne représentent l'hydrogène, les deux radicaux R2 et R3 représentant alors des hydrocarbures bivalents ;
R4 correspond à un radical alkyle linéaire ou ramifié de 1 à 24 atomes de carbone ou
un radical aromatique ou cycloaliphatique, qui peut éventuellement porter lui-même
des groupes alkyle ;
R5 et R6 correspondent indépendamment l'un de l'autre à l'hydrogène ou à un radical hydrocarboné
saturé ou éventuellement mono- ou polyinsaturé, également davantage substitué, par
exemple avec des groupes halogène ou hydroxyle, linéaire ou ramifié, monovalent, de
préférence de 1 à 20, de manière davantage préférée de 1 à 10 atomes de carbone et
de manière particulièrement préférée de 1 à 6 atomes de carbone,
R7 et R8 représentent indépendamment l'un de l'autre l'hydrogène, des groupes alkyle, alcoxy,
aryle ou aralkyle,
R9, R10, R11 et R12 représentent indépendamment les uns des autres l'hydrogène, des groupes alkyle, alcényle,
alcoxy, aryle ou aralkyle. Le radical hydrocarboné pouvant être ponté cycloaliphatiquement
ou aromatiquement par le fragment Z, Z pouvant représenter aussi bien un radical alkylène
qu'alcénylène bivalent.
2. Composition durcissable selon la revendication 1, caractérisée en ce que la composition contient moins de 1 % en poids, de préférence moins de 0,1 % en poids,
d'eau, et est de manière particulièrement préférée exempte d'eau.
3. Composition durcissable selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que la composition contient en outre du carbonate de calcium en tant que composant c),
de préférence en quantités de 1 à 60 % en poids, de préférence de 10 à 50 % en poids,
de manière particulièrement préférée de 20 à 40 % en poids, par rapport au poids total
de la composition.
4. Composition durcissable selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la composition contient en outre un catalyseur de durcissement, de préférence un
catalyseur d'étain, en tant que composant d).
5. Composition durcissable selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le composé de silane comprenant des groupes imine du composant a) est un produit
de réaction d'un composé de silane comprenant des groupes amine et d'un composé de
carbonyle, de préférence d'un composé de carbonyle ayant un point d'ébullition de
plus de 100 °C.
6. Composition durcissable selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la composition ne contient en outre pas de capteur d'eau, notamment pas de vinyltriméthoxysilane
et de vinyltriméthoxysilane.
7. Composition durcissable selon l'une quelconque des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que le composé de silane comprenant des groupes imine du composant a) est un aminosilane
selon la formule (1)

dans laquelle
les X1 représentent indépendamment les uns des autres un radical alcoxy ou aryloxy, de préférence
de 1 à 8 atomes de carbone, de manière particulièrement préférée un radical méthoxy,
éthoxy, iso-propoxy, n-propoxy, butoxy ou phénoxy,
X2 représente un radical alkyle, alcényle, aryle, alkylaryle ou aralkyle, de préférence
un radical alkyle de 1 à 20 atome de carbone, de manière particulièrement préférée
un radical alkyle de 1 à 8 atomes de carbone, de manière particulièrement préférée
un radical méthyle, éthyle, n-propyle, isopropyle, butyle, isobutyle ou tert.-butyle,
m représente 0, 1, 2 ou 3, de préférence 2 ou 3,
o représente 0 ou 1,
A1 et A2 représentent indépendamment l'un de l'autre l'hydrogène ou un radical organique,
à condition que les deux radicaux A1 et A2 ne puissent pas représenter simultanément l'hydrogène, de préférence l'hydrogène,
un radical alkyle, cycloalkyle, alcényle, aryle, alkylaryle ou aralkyle, qui peut
être substitué de son côté, de manière particulièrement préférée l'hydrogène ou un
radical phényle, cyclohexyle ou alkyle de 1 à 20 atomes C,
B1 et B2 représentent indépendamment l'un de l'autre des radicaux hydrocarbonés bivalents
de 1 à 18 atomes C, de préférence de 1 à 6 atomes C, de manière particulièrement préférée
un radical -CH2-, -CH2-CH2- ou -CH2-CH2-CH2-,
A3 représente l'hydrogène ou un radical substitué ou non substitué choisi parmi un radical
alkyle, cycloalkyle, alcényle, aryle, alkylaryle ou aralkyle, de préférence l'hydrogène.
8. Composition durcissable selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que le composé du composant b) est un prépolymère contenant des groupes alcoxysilyle
de formule (5)

dans laquelle
Y1, Y2 et Y3 représentent indépendamment les uns des autres des radicaux alkyle ou alcoxy de 1
à 8 atomes C,
Z représente un radical bivalent contenant un groupe carboxy, carbamate, amide, carbonate,
uréido ou sulfonate, ou signifie un atome d'oxygène,
w représente un nombre entier de 1 à 8, les unités ayant l'indice w étant chacune
reliées w fois indépendamment les unes des autres par une liaison covalente au polymère,
et
v représente un nombre entier de 1 à 20, de préférence de 1 à 15, de manière particulièrement
préférée de 1 à 5 et notamment 1, 2 ou 3, et
« polymère » signifie un polymère choisi dans un groupe constitué par les résines
alkyde, les résines alkyde modifiées par des huiles, les polyesters saturés ou insaturés,
les huiles naturelles, les époxydes, les polyamides, les polycarbonates, les polyéthylènes,
les polypropylènes, les polybutylènes, les polystyrènes, le polybutadiène, les copolymères
d'éthylène-propylène, les (méth)acrylates, les (méth)acrylamides et leurs sels, les
résines de phénol, les homo- et copolymères de polyoxyméthylène, les polyuréthanes,
les polysulfones, les caoutchoucs de polysulfure, les nitrocelluloses, les butyrates
de vinyle, les polymères de vinyle, les éthylcelluloses, les acétates et/ou les butyrates
de cellulose, la rayonne, la gomme laque, les cires, les copolymères d'éthylène, les
caoutchoucs organiques, les polysiloxanes, les polyéther-siloxanes, les résines de
silicone, les polyéthers, les polyéther-esters, les polyéther-carbonates et leurs
mélanges.
9. Composition durcissable selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le prépolymère du composant b) est au moins un polyéther qui porte au moins un groupe
silyle et de préférence au moins un groupe OH.
10. Composition durcissable selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le polyéther du composant b) porte au moins un groupe OH sur au moins une extrémité
de chaîne.
11. Utilisation de composés de silane comprenant des groupes imine en tant que promoteurs
d'adhésion dans des compositions durcissables selon l'une quelconque des revendications
1 à 10.
12. Utilisation de compositions durcissables selon l'une quelconque des revendications
1 à 10 contenant au moins un composé de silane comprenant des groupes imine et au
moins un prépolymère contenant au moins un groupe silyle en tant que matériaux adhésifs
et d'étanchéité, pour le revêtement de surfaces et pour la modification de surfaces,
en tant qu'agent de réticulation réactif, primaire, ainsi que liant pour métaux, verre
et fibres de verre/tissus de verre, bois et matériaux silicatés.