Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft im Allgemeinen eine Röntgenprüfanlage mit einer Einrichtung
zum Verschließen oder Freigeben des Strahlenganges. Die Erfindung betrifft im Besonderen
eine Röntgenprüfanlage mit Verschlusseinrichtung mit einem drehbaren Verschlusskörper
mit einer im Wesentlichen quer zu einem Strahlengang angeordneten Drehachse.
Hintergrund der Erfindung
[0002] DE 34 30 348 A zeigt einen Röntgenstrahlenverschluss zur Beendigung der Röntgenstrahlenbelichtung
eines Gegenstandes, für den Fall, dass die Kapazität von Stromversorgungskabeln zu
einer Röntgenröhre auch nach einer programmierten Belichtungszeit noch Strom oder
Leistung an die Röntgenröhre liefern. Dazu ist eine Belichtungssteuerung mit einem
ersten Solenoid verbunden, welches vor oder bei der Erregung der Röntgenröhre einen
strahlenundurchlässigen Verschlussschieber aus Blei, Wolfram oder Uran gegen die Zugkraft
einer Feder in eine Offenstellung zieht, in der der Verschluss mittels eine Halteklinke
eines zweiten entspannten Solenoids gehalten wird. In der Offenstellung lässt ein
Strahlungsfenster im Verschluss Röntgenstrahlen durchtreten. Nachdem eine Steuerung
die Röntgenstrahlungserzeugung eingeleitet hat, und sobald ein Sensor einen voreingestellten
Bestrahlungsschwellenwert erfasst, erregt die Steuerung das ungespannte Solenoid,
das die Halteklinke von dem Verschluss entfernt. Die Masse des Verschlusses und die
Kraft der Feder sind so ausgewählt, dass der Verschluss in etwa 1/5000 Sekunde von
der Offenstellung in eine Verschlussstellung bewegt werden kann, um die Röntgenstrahlung
schnell zu unterbrechen.
[0003] Problematisch bei der bekannten Verschlussvorrichtungen, bei welcher der Verschluss
des Strahlengangs mittels eines Schiebers erfolgt, der in einer Richtung quer zum
Strahlengang eingeführt wird, ist, dass die für die geforderte schnelle Betätigung
des Verschlusses verantwortliche Feder mit der Zeit ermüdet oder brechen kann. Des
Weiteren ist die Anordnung aus Feder, Schieber, Halteklinke komplex und beansprucht
aufgrund der Linearbewegung des Schiebers verhältnismäßig viel Einbauraum. Um die
Größe des Schiebers und damit seine Masse klein halten zu können, ist eine nahe Anordnung
an der Strahlungsquelle erforderlich, weil dort die zu verschließende Querschnittfläche
der Strahlung klein ist. Schließlich ist bei der federbetätigten Linearbewegung des
Schiebers ein Dämpfungsmittel zum Vermeiden von Rückprellen des Schiebers an der Endposition
notwendig, wobei letztlich die Dimensionierung von Feder, Schieber und Dämpfungselement
immer eine Kompromisslösung darstellen wird.
[0004] US 5 107 530 A zeigt einen Drehverschluss, der zwischen einer ersten Stellung, in der ein Röntgenstrahlengang
blockiert ist, und einer zweiten Stellung, in der der Röntgenstrahlengang geöffnet
ist, gemäß des Oberbegriffs des Anspruch 1. An dem bekannten Drehverschluss ist eine
Verschlussstellungsanzeige mit optischen Sensoren vorgesehen, um eine zuverlässige
Drehung des Drehverschluss mittels eines Magnetantriebs in eine der ersten oder zweiten
Stellung erfassen zu können. Der bekannte Drehverschluss und die Steuerung der Stellung
des Verschlusses sind komplex.
[0005] US 5 384 661 A zeigt eine Verschlussklappe für ein optisches Instrument eines Raumfahrzeugs, wobei
die Verschlussklappe um eine Gelenkachse zwischen einer Offen-Stellung und einer Geschlossen-Stellung
schwenkbar ist. Ähnlich zeigt
US 4 286 856 A eine um eine Drehwelle drehbare Verschlussklappe für eine fotografische Linse. In
beiden Vorrichtungen ist die Verschlussklappe in eine stabile Geschlossen-Stellung
mittels eines Federelements vorgespannt und kann mittels eines Antriebs in eine instabile
Offen-Stellung gedreht werden.
[0006] US 5 054 041 A zeigt einen Röntgenstrahlen-Kollimator mit mehreren radial verlaufenden Längsschlitzen
unterschiedlicher lichter Höhe in einem Drehzylinder. Die Breite des kollimierten
Röntgenstrahls wird durch Drehen des Drehzylinders mit einem Stellmotor um die Längsachse
gesteuert, indem darüber die für die durch den Längsschlitz verlaufende Röntgenstrahlung
effektive lichte Höhe des Längsschlitzes gesteuert wird. Die Eintrittsöffnung jedes
Längsschlitzes größer ist als seine Austrittsöffnung.
[0007] US 4 071 771 A als nächstliegender Stand der Technik zeigt einen Drehsicherheitsverschlussmechanismus
für den Einsatz in computergesteuerten tomographischen Röntgenscannern des Typs, bei
dem eine Strahlungsquelle und eine Detektoreinrichtung zur Bewegung auf gegenüberliegenden
Seiten eines Mediums montiert sind, sodass die Strahlung aufeinanderfolgende Schnitte
des Mediums durchläuft, gedämpft und als Ausgangssignal detektiert wird. Der Sicherheitsverschlussmechanismus
ist angrenzend an die Austrittsöffnung der Strahlungsquelle angeordnet, um selektiv
den Ausgang beim Auftreten einer vorbestimmten Bedingung zu blockieren. Der Mechanismus
weist auf ein Gehäuse, das der Austrittsöffnung benachbart angebracht ist und einen
Durchgang aufweist, durch den die Strahlung hindurchtreten kann. Ein zylindrisches
Verschlusselement ist im Gehäuse quer zum Durchgang angeordnet und für eine Drehbewegung
zwischen einer ersten Position, die den Durchgang der Strahlung ermöglicht, und einer
zweiten Position, die den Durchgang blockiert, eingerichtet. Das Verschlusselement
das in die zweite Position vorgespannt ist, kann von der zweiten in die erste Position
durch einen linearen Solenoid indirekt über eine Kurbel oder einen Drehsolenoid direkt
bewegt werden.
Zusammenfassung der Erfindung
[0008] Es ist eine mögliche Aufgabe der Erfindung, eine Röntgenprüfanlage mit einer Verschlusseinrichtung
sowie ein Verfahren zum Freigeben bzw. Verschließen des Strahlengangs der Röntgenprüfanlage
vorzuschlagen, die einen einfachen Aufbau aufweist.
[0009] Diese Aufgabe wird zumindest teilweise mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche
gelöst. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen.
[0010] Der Kerngedanke der Erfindung liegt darin, einen drehbaren Verschlusskörper anstelle
eines linear in den Strahlengang zu bewegenden Schiebers mit einem bistabilen Magnetantrieb
als Antriebsmittel für die Drehung des Verschlusskörpers zwischen einer Verschließ-Drehstellung,
in der der Strahlengang verschlossen wird, und einer Offen-Drehstellung, in der der
Strahlengang für die Strahlung freigegeben wird, zu verwenden; "freigegeben" bedeutet
hier grundsätzlich, dass der Verschlusskörper in der Offen-Drehstellung für die zur
Anwendung kommende Strahlung in dieser Stellung transparent also wenigstens für einen
bestimmten Frequenz- bzw. Wellenlängenbereich der Strahlung durchlässig ist, d.h.
es kann sich prinzipiell weiterhin Material des Verschlusskörpers im Strahlengang
befinden, das dann jedoch für die Strahlung bzw. wenigstens einen Teil davon transparent
bzw. durchlässig ist.
[0011] Die Erfindung betrifft eine Röntgenprüfanlage mit einer Einrichtung zum Verschließen
bzw. Freigeben eines Röntgenstrahlengangs, wobei die Einrichtung aufweist: einen permanent
im Strahlengang angeordneten und um eine im Wesentlichen quer zum Strahlengang angeordnete
Längsachse drehbaren Verschlusskörper mit einem für die Röntgenstrahlung dichten Material,
welches in einer Schließ-Drehstellung den Strahlengang verschließt, und einem in einer
Offen-Drehstellung für die Strahlung transparenten Durchgang; d.h., im Vergleich zu
bekannten Schieber- oder Blendenanordnungen, bei denen ein (bzw. mehrere) Verschlusselement(e)
translatorisch aus einer (bzw. verschiedenen) Richtung(en) in den Strahlengang bewegt
wird (bzw. werden), befindet sich das Verschlusselement bei der Erfindung permanent
im Strahlengang, wobei es zwei Drehstellungen, nämlich die Schließ-Drehstellung, in
der es den Strahlengang verschließt bzw. gegen die Strahlung abdichtet bzw. die Strahlung
blockiert, und die Offen-Drehstellung, in der die Strahlung bzw. wenigstens ein Teil
davon im Wesentlichen ungehindert den Verschlusskörper passieren kann, aufweist. Weiter
weist die Verschlusseinrichtung ein Antriebsmittel auf, welches mit dem Verschlusskörper
zu dessen Drehung um die Längsachse zwischen den beiden Drehstellungen gekoppelt ist.
Als Antriebsmittel ist ein elektrischer bistabiler Magnetantrieb vorgesehen, der eingerichtet
ist, den Verschlusskörper zwischen den beiden Drehstellungen zu bewegen. Jede der
beiden Drehstellungen entspricht einer stabilen Stellung des Magnetantriebs, die der
Magnetantrieb stromlos (beibe-)halten kann.
[0012] Ein Verfahren zum Freigeben und Verschließen des Röntgenstrahlengangs in der Röntgenprüfanlage
weist die folgenden Schritte auf:
- Drehen des im Strahlengang permanent angeordneten und um die im Wesentlichen quer
zum Strahlengang angeordnete Längsachse drehbaren Teils des Verschlusskörpers aus
dem für die Röntgenstrahlung dichten Material in eine Offen-Drehstellung, sodass der
in dem Verschlusskörper ausgebildete für die Strahlung transparente Durchgang mit
dem Strahlengang zur Deckung gebracht wird.
- Drehen des im Strahlengang angeordneten Verschlusskörpers in eine Geschlossen-Drehstellung,
sodass der Strahlengang durch das für die Strahlung dichte Material des Verschlusskörpers
verschlossen wird.
- Ausführen der jeweiligen Drehbewegungen des Verschlusskörpers zwischen den Drehstellungen
mittels eines elektrischen Magnetantriebs, und stromloses Halten der jeweiligen Drehstellungen
des bistabilen Magnetantriebs mittels eines dieser Drehstellung zugeordneten Permanentmagneten.
[0013] Besonders vorteilhaft bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. dem erfindungsgemäßen
Verfahren ist, dass bei Kombination aus drehbetätigtem Verschlusskörper und elektrischem
Magnetantrieb besonders kurze Schaltzeiten zwischen den beiden Verschlusszuständen
erzielt werden können.
[0014] Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit der Verschlusseinrichtung zum Verschließen
bzw. Freigeben des Strahlengangs im Folgenden beschrieben werden, gelten selbstverständlich
auch im Zusammenhang mit dem vorstehenden erfindungsgemäßen Verfahren und jeweils
umgekehrt, sodass bezüglich der Offenbarung der einzelnen Erfindungsmerkmale hier
wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0015] In der Verschlusseinrichtung ist das Antriebsmittel ein bistabiler elektrischer Magnetantrieb,
d.h., er weist zwei stabile Stellungen auf. Die Verschlusseinrichtung ist so konfiguriert,
dass jede der beiden (Funktions-)Drehstellungen des Verschlusskörpers jeweils einer
der zwei stabilen Positionen des Magnetantriebs entspricht, die der Magnetantrieb
stromlos (beibe-)halten kann.
[0016] D.h., der Magnetantrieb kann in der bistabilen Ausführung jeweils eine von zwei vorbestimmten
Endstellungen, beispielsweise jeweils mittels eines hierfür eingebauten Permanentmagneten,
stromlos (bei-)halten. Zwischen den baulich bedingten stabilen Endstellungen kann
es einen instabilen Gleichgewichtspunkt geben, wobei der Antrieb bei entsprechender
Ansteuerung bzw. Auslenkung sich selbsttätig aus dem Gleichgewichtspunkt in die nächstgelegene
stabile Endposition bewegen wird.
[0017] Besonders vorteilhaft ist hier, dass diese Verschlusseinrichtung keinen nennenswerten
Leistungsbedarf hat, da der elektrische Magnetantrieb nur immer kurz zum Drehen des
Verschlussmittels mit elektrischer Energie versorgt werden muss. Aufgrund der jeweils
nur kurzen Arbeitsphasen für den elektrischen Magnetantrieb kann dieser im Bereich
der Überlastung betrieben werden, um eine maximale Beschleunigung zu erreichen. Es
hat sich gezeigt, dass die Zeit zwischen den Bewegungs- bzw. Arbeitsphasen für ein
Abkühlen des Magnetantriebs ausreichend ist, d.h., der Antrieb wird zwar bei der kurzzeitigen
Überlastung in der Arbeitsphase warm, bleibt jedoch unterhalb der spezifizierten Temperaturobergrenze.
Daher gibt es hinsichtlich des Einbauortes im Wesentlichen keine besonderen Einschränkungen
hinsichtlich der sicherzustellenden Wärmeableitung.
[0018] Das Antriebsmittel kann ein elektrischer Drehmagnetantrieb, aber auch ein Linearmagnetantrieb
sein; falls ein Linearmagnetantrieb eingesetzt wird, kann die Linearbewegung beispielsweise
über einen Hebelmechanismus in die benötigte Drehbewegung zur erforderlichen Bewegung,
d.h. Drehung, des Verschlusskörpers umgesetzt werden.
[0019] Die für die Verschlusseinrichtung bevorzugten elektrischen Magnetantriebe können
im Wesentlichen auf folgendem grundsätzlichen Konstruktionsprinzip basieren. Eine
beispielsweise aus Kupferdraht gewickelte Spule bildet zusammen mit einem offenen
Eisenkern einen elektrischen Magneten, mit dem mechanische Arbeit in Form von Bewegung
verrichtet oder einer Haltekraft erzeugt werden kann, wenn elektrischer Strom durch
die Spule fließt. Als Linearantrieb ist der Magnetantrieb so ausgeführt, dass ein
Anker bei Stromfluss eine geradlinige Hubbewegung ausführt. Je nach Auslegung kann
die Hubbewegung des Ankers bei Stromfluss drücken, ziehen oder ausgehend von einer
Mittellage auch beides. Als Drehantrieb ist der Magnetantrieb so konfiguriert, dass
der Anker bei Stromfluss durch die Spule eine rein rotatorische Bewegung, ähnlich
wie ein Elektromotor an der Antriebswelle erzeugt. Im Gegensatz zum Elektromotor kann
sich der Anker des Drehmagnetantriebs nicht kontinuierlich, sondern nur über einen
vorbestimmten Drehwinkel drehen; die Drehbewegung kann im Uhrzeigersinn, gegen den
Uhrzeigersinn oder auch in beide Richtungen, dann ausgehend von einer Mittellage,
erfolgen.
[0020] Der Verschlusskörper kann beispielsweise in einer Einrichtung zur Formierung der
Strahlung eingebaut sein. Eine solche Formierungseinrichtung kann ein Kollimator sein.
Der Verschlusskörper kann auch als Verschluss direkt am Gehäuse einer Einrichtung
zur Erzeugung der Strahlung angeordnet werden. Eine solche Strahlungserzeugungseinrichtung
kann beispielsweise eine Röntgenröhre zur Erzeugung von Röntgenstrahlen sein.
[0021] Der Verschlusskörper kann so geformt sein, dass in der Offen-Drehstellung zum Strahlengang
gerichtete Innenflächen des Durchgangs so ausgebildet sind bzw. so verlaufen, dass
sie im Wesentlichen mit inneren den Strahlengang begrenzenden Gehäuseflächen, d.h.
Gehäuseinnenflächen, fluchten oder den lichten Querschnitt des Strahlengangs nicht
beschränken. Alternativ kann auch mit dem Durchgang der gewünschte lichte Querschnitt
des Strahlengangs definiert werden, d.h. die dem Strahlengang zugewandten Innenoberflächen
bzw. für den Fall, dass der Verschlusskörper aus verschiedenen Materialien, einem
Teilbereich mit für die Strahlung dichtem Material sowie einem Teilbereich mit für
wenigstens einen Teil der Strahlung transparentem Material, besteht, bestimmen die
so definierten Grenzflächen den effektiven Querschnitt des Strahlengangs.
[0022] In bestimmten Ausführungen kann der Verschlusskörper zumindest in dem Bereich bzw.
Teil, der sich permanent im Strahlengang befindet, im Wesentlichen bzw. annähernd
die Form eines Halbzylinders oder Zylinderabschnitts aufweisen.
[0023] In bestimmten Ausführungen kann der Verschlusskörper zumindest in dem Bereich bzw.
Teil, der sich im Strahlengang befindet, im Wesentlichen bzw. annähernd die Form eines
Vollzylinders aufweisen, wobei der Durchgang als ein quer zur Längsachse verlaufender
Schlitz oder Fenster im Verschlusskörper sein kann.
[0024] Der Durchgang kann in einem besonders einfachen Fall durch Abwesenheit von jeglichem
Material im Verschlusskörper definiert sein, d.h., der Durchgang im Verschlusskörper
kann materialfrei ausgeführt sein.
[0025] Alternativ kann der Durchgang im Verschlusskörper durch ein entsprechend geformtes
und in den Verschlusskörper integriertes Material definiert bzw. ausgebildet sein,
welches für die Strahlung transparent ist. Bei dieser Variante kann der Verschlusskörper
so in eine den Strahlengang definierende Einrichtung eingesetzt sein, dass der Verschluss
den Strahlengang zusätzlich hermetisch verschließt.
[0026] Die vorstehende Ausführung kann vorteilhaft weitergebildet werden, indem der Durchgang
im Verschlusskörper durch ein entsprechend geformtes und in den Verschlusskörper integriertes
Filtermaterial definiert bzw. ausgebildet wird, wobei das Filtermaterial so gewählt
ist, dass die durchgehenden Röntgenstrahlen gezielt gefiltert werden.
[0027] Beispielsweise kann das Filtermaterial so gewählt werden, dass die Röntgenstrahlung
definiert aufgehärtet wird. "Aufgehärtet" bedeutet hier, dass Röntgenquanten mit niedriger
Energie vom Filtermaterial absorbiert werden und solche mit hoher Energie weitestgehend
durchgelassen werden. Mit anderen Worten die weicheren, d.h. langwelligeren und weniger
durchdringungsfähigen Röntgenstrahlen werden herausgefiltert; als Filtermaterial kann
hier z.B. Aluminium, Kupfer oder ähnliches verwendet werden. Weiter ist es auch möglich,
zusätzlich bestimmte harte Röntgenstrahlen, d.h. kurzwellige und damit hochenergetische
Anteile des Röntgenspektrums der Röntgenstrahlung herauszufiltern; als Filtermaterial
eignet sich hierfür beispielsweise ein Material mit höherer Ordnungszahl, wie z.B.
Zirkon, Molybdän, Rhodium oder ähnliches.
[0028] Der Verschlusskörper und/oder das Antriebsmittel kann bzw. können mechanisch so konfiguriert
sein, dass nur eine Bewegung in einem vorbestimmten Bereich möglich ist. Beispielsweise
können an dem Verschlusskörper und/oder dem Antriebmittel den beiden (Funktions-)Drehstellungen
(Offen-/Verschließ-Drehstellung) zugeordnete Endanschläge vorgesehen sein, sodass
der Verschlusskörper bzw. das Antriebsmittel mechanisch nur in einem von den Endanschlägen
definierten Bereich beweglich ist. Dadurch kann die jeweilige Drehstellung des Verschlusskörpers
besonders präzise sichergestellt werden. Zusätzlich können elastische Endanschläge
vorgesehen sein, welche die kinetische Energie des Verschlusskörpers beim Einnehmen
einer der (Funktions-)Drehstellungen aufnehmen.
[0029] Die Verschlusseinrichtung ist bistabil konfiguriert, wobei jeweils die Verschließstellung
als auch die Offenstellung der Verschlusseinrichtung eine stabile Stellung ist, in
der Verschlusskörper selbsttätig gehalten wird. Hier ist jeweils zum Drehen des Verschlusskörpers
von einer der beiden Stellungen in die andere eine entsprechende Energieversorgung,
z.B. ein Strompuls, nötig.
Kurzbeschreibung der Zeichnungsfiguren
[0030] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Funktionsähnliche oder identische Bauteile
oder Komponenten sind teilweise mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die in der Beschreibung
der Ausführungsbeispiele verwendeten Begriffe "links", "rechts", "oben", "unten" beziehen
sich auf die Zeichnungen in einer Ausrichtung mit normal lesbarer Figurenbezeichnung
bzw. normal lesbaren Bezugszeichen. Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen
sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften
Charakter für die Schilderung der Erfindung.
- Figur 1
- zeigt eine Schnittansicht von oben auf reine Verschlusseinrichtung, die in einem Fächerstrahl-Kollimator
integriert ist;
- Figur 2a
- zeigt eine Schnittansicht 2-2 der Figur 1, bei der das Verschlussmittel der Verschlusseinrichtung
den Strahlengang freigibt;
- Figur 2b
- zeigt eine Schnittansicht 2-2 der Figur 1, bei der das Verschlussmittel der Verschlusseinrichtung
den Strahlengang verschließt;
- Figur 3a
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts der Verschlusseinrichtung der
Figur 1, in der sich der Verschlusskörper in der Offen-Drehstellung befindet; und
- Figur 3b
- zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts der Verschlusseinrichtung der
Figur 1, in der sich der Verschlusskörper in der Verschließ-Drehstellung befindet.
Detaillierte Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren anhand eines Ausführungsbeispiels
detailliert beschrieben. Die detaillierte Beschreibung dient der Information des Fachmanns
und ist nicht beschränkend aufzufassen. In der nachfolgenden Beschreibung werden zahlreiche
spezifische Einzelheiten dargelegt. Es versteht sich jedoch, dass Ausführungsformen
der Erfindung auch ohne diese spezifischen Einzelheiten zur Anwendung kommen können.
Dem Fachmann bekannte Schaltungen, Strukturen und Verfahren werden hier nicht im Detail
besprochen, um das Verständnis der vorliegenden Beschreibung nicht unnötig zu erschweren.
[0032] Begriffe "gekoppelt" und "verbunden/angeschlossen" sowie davon abgeleitete Begriffe
werden hier nicht synonym verwendet. Bei spezifischen Ausführungsformen kann vielmehr
"verbunden/angeschlossen" andeuten, dass zwei oder mehr Elemente in direktem physischem
oder elektrischem Kontakt miteinander stehen. "Gekoppelt" kann bedeuten, dass zwei
oder mehr Elemente zusammenwirken oder sich gegenseitig beeinflussen, wobei sie in
direktem, aber auch indirektem physischem oder elektrischem Kontakt miteinander stehen
können. Falls nicht anderweitig angegeben, deutet der Gebrauch der Ordinaladjektive
"erster", "zweiter", "dritter" usw. zur Bezeichnung eines gemeinsamen Objekts lediglich
an, dass auf verschiedene Beispiele von gleichartigen Objekten Bezug genommen wird,
und soll nicht implizieren, dass die so bezeichneten Objekte in einer gewissen zeitlichen,
räumlichen, Rangordnungs- oder sonstigen Reihenfolge auftreten müssen.
[0033] Figur 1 zeigt eine Schnittansicht von oben auf eine Verschlusseinrichtung 1, die
benachbart zu einem schmaleren Ende in einem Fächerstrahl-Kollimator 15 zur Ausbildung
eines fächerförmigen Röntgenstrahlenbündels integriert ist.
[0034] Der Fächerstrahl-Kollimator 15 der hier dargestellten Ausführung besteht im Wesentlichen
aus zwei trapezförmigen deckungsgleichen Hälften mit jeweils einer kleinen Seite 15a
und einer großen Seite 15b. Die Hälften bilden im zusammengefügten Zustand einen Strahlengang
3 für in einer an der kleinen Seite 15a angekoppelten Röntgenstrahlungsquelle (nicht
gezeigt) erzeugte Röntgenstrahlen. Die Röntgenstrahlen werden an der kleinen Seite
15a des Kollimators 15 in den Strahlengang 3 eingestrahlt und verlassen diesen in
einem vom Kollimator definierten Winkelbereich an dessen großer Seite 15b.
[0035] Es sei angemerkt, dass das Gehäuse des Fächerstrahl-Kollimators 15 nicht zwingend
aus zwei Hälften aufgebaut sein muss. Beispielsweise kann das Gehäuse auch einteilig
bzw. einstückig ausgebildet, d.h. beispielsweise ein einteiliges Gussteil sein, das
eine entsprechend geformte und ausgerichtete Ausnehmung, z.B. eine passende Bohrung,
für den Verschlusskörper besitzt.
[0036] Benachbart zur kleinen Seite 15a ist ein Teil 5 eines Verschlusskörpers 9 permanent
im Strahlengang 3 angeordnet. Der Verschlussköper 9 ist um eine im Wesentlichen quer
zum Strahlengang 3 verlaufende Längsachse 7 drehbar an seinen Längsenden 9a, 9b mittels
an sich bekannter Lagermittel 16a, 16b im Kollimator 15 drehbar gelagert.
[0037] Der Verschlusskörpers 9 selber, also der Teil, der zum Verschließen des Strahlengangs
3 dient, besteht aus einem für Röntgenstrahlung dichten Material, wie zum Beispiel
Blei, Wolfram, Uran, oder Tantal; anstelle von Tantal kann auch Niob oder Zirkon bzw.
eine Legierung aus 80% bis 90% Tantal, Niob und Zirkon verwendet werden. Alternativ
eignen sich auch Gold, Keramik, Sintermaterialien aus Wolfram mit Kupfer, Nickel und/oder
Eisen oder ähnliches, um einige weitere Beispiele zu nennen.
[0038] Das Material der Gehäuseteile bzw. des Gehäuses des Kollimators 15 besteht ebenfalls
aus einem für Röntgenstrahlung dichten Material, hierbei kann es sich ebenfalls um
die im Zusammenhang mit dem Verschlusskörper 9 genannten Elemente bzw. alternativ
um Stahl oder Messing handeln.
[0039] Der Verschlusskörper 9 ist derart geformt, dass mittels des Verschlusskörpers 9 in
einer Offen-Drehstellung A (Figur 2a, 3a) ein für die Röntgenstrahlung transparenter
Durchgang 11 definiert wird. Figur 2a zeigt hierzu eine Schnittansicht 2-2 der Figur
1, bei der das Verschlussmittel der Verschlusseinrichtung den Strahlengang freigibt.
Figur 3a zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausschnitts der Verschlusseinrichtung
der Figur 1, in der sich der Verschlusskörper in der Offen-Drehstellung A befindet.
[0040] Etwas genauer besitzt der Teil des Verschlusskörpers 9, der aus dem für Röntgenstrahlung
dichten Material besteht, im Wesentlichen die Form eines Vollzylinders. Der Durchgang
11 verläuft mit Bezug auf die der Drehachse entsprechende Längsachse 7 radial bzw.
mittig durch den Verschlusskörper 9. Wie zum Teil anhand der Figuren 3a, 3b erkennbar
weist der Durchgangs 11 in der Hauptrichtung des Strahlengangs 3 einen rechteckigen
Querschnitt auf.
[0041] In der Offen-Drehstellung A sind zum Strahlengang 3 gerichtete Innenflächen 17a,
17b, 17c, 17d des Durchgangs 11 so ausgerichtet, dass sie mit den Strahlengang 3 begrenzenden
inneren Gehäuseflächen 19a, 19b, 19c, 19d des Fächerstrahl-Kollimators 15 fluchten
(Flächen 17c, 17d) bzw. den lichten Querschnitt des Strahlengangs 3 definieren (Flächen
17a, 17b).
[0042] Der Verschlusskörper 9 ist weiter so geformt, dass in einer Schließ-Drehstellung
B (Figur 2b, 3b) des Verschlusskörpers 9 der gesamte lichte Querschnitt des Strahlengangs
3 mittels des für Röntgenstrahlung dichten Materials blockiert wird. Figur 2b zeigt
hierzu eine Schnittansicht 2-2 der Figur 1, in welcher der Verschlusskörper 9 den
Strahlengang vollständig verschließt. Figur 3b zeigt eine perspektivische Ansicht
eines Ausschnitts der Verschlusseinrichtung der Figur 1, in der sich der Verschlusskörper
in der Verschließ-Drehstellung B befindet.
[0043] Ein Antriebsmittel 13 ist mit dem Verschlusskörper 9 zu dessen Drehung um die Längsachse
7 zwischen den Drehstellungen A, B über eine Welle 10 gekoppelt. Das Antriebsmittel
13 ist ein elektrischer bistabiler Magnetantrieb mit zwei stabilen Endstellungen,
die der Magnetantrieb jeweils im stromlosen Zustand, d.h. ohne Zufuhr elektrischer
Energie in Form von elektrischem Strom, stabil beibehält. Beispielsweise können hierfür
in dem Magnetantrieb wenigstens zwei Permanentmagneten angeordnet sein, mittels derer
der Magnetantrieb jeweils in einer vorbestimmten Stellung stromlos gehalten werden
kann. Jede der beiden Drehstellungen A, B des Verschlusskörpers 9 ist jeweils einer
dieser zwei stabilen Stellungen des Magnetantriebs zugeordnet.
[0044] Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Antriebsmittel 13 ein elektrischer bistabiler
Drehmagnet. D.h., das Antriebsmittel 13 erzeugt unmittelbar die für die Betätigung
der Verschlusseinrichtung 1 benötigte Drehbewegung. Bistabile Drehmagnete besitzen
schnelle Reaktionszeiten und halten ohne Stromzufuhr die jeweilige vorbestimmte stabile
Stellung bzw. Endposition. Da nur für die kurze Zeit der Betätigung der Verschlusseinrichtung
elektrische Energie benötigt wird, verbrauchen bistabile Magnetantriebe wenig Energie
und erzeugen aufgrund der kurzen Arbeitsphasen nur wenig Verlustwärme.
[0045] An der Welle 10, die den Rotor 1 3a des Antriebsmittels 1 3 mit dem Verschlusskörper
9 koppelt, ist ein Drehanschlagselement 12 in Form eines Hebels befestigt. Am Gehäuse
des Antriebsmittels 13 sind den beiden Drehstellungen A, B zugeordnete Endanschläge
21a, 21b (der Anschlag 21b ist in der Darstellung verdeckt, aber grundsätzlich ähnlich
zu dem 21a ausgeführt) derart fest angeordnet, dass der Verschlusskörper 9 und das
Antriebsmittel 13 nur in dem von den beiden Endanschlägen 21a und 21b definierten
Winkelbereich, der im Wesentlichen einer 90°-Drehung des Verschlusskörpers 9 entspricht,
bewegt werden kann. Endanschläge 21a, 21b sind mit einem elastischen Material, beispielsweise
einem Elastomer, z.B. Material wie Gummi oder einem gummiähnlichen Material, d.h.
ein Material welches elastische Eigenschaften ähnlich wie Gummi aufweist, versehen,
welches die kinetische Energie des bewegten Verschlusskörpers 9 beim Einnehmen einer
der Drehstellungen A, B aufnimmt.
[0046] Im stromlosen Zustand gibt es einen instabilen Gleichgewichtspunkt in der Mittelposition
zwischen den beiden Endanschlägen 21a und 21b, die je einem der stabilen Arbeitspunkte
des Magnetantriebs pro Drehrichtung, in die sich der Rotor 13a selbsttätig dreht,
sobald er aus dieser Mittelposition in die jeweilige Richtung ausgelenkt wird, entsprechen.
Das hierfür erforderliche Drehmoment wird nur mit hierfür in den Magnetantrieb eingebauten
Permanentmagneten erzeugt. Da die Endanschläge 21a und 21b jeweils etwas vor den stabilen
Endstellungen des Rotors 1 3a angeordnet sind, bleibt der Rotor 13a in diesen Endstellungen,
bis er aktiv, d.h. mittels Stromzufuhr über die Mittelposition in Richtung der anderen
Endstellung ausgelenkt wird.
[0047] Der elektrische Magnetantrieb kann beispielsweise über einen bipolaren Verstärker,
wie einen bipolaren Schrittmotor-Verstärkerbaustein, angesteuert werden. Bevorzugt
wird der Magnetantrieb jeweils zwischen den Drehstellungen des Verschlusskörpers 9
über einen Strompuls gesteuert, wobei die Pulslänge des Stromes der Bewegungszeit
in die jeweils andere Drehstellung des Verschlusskörpers 9 entspricht.
[0048] Anhand des vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiels wurde eine Einrichtung 1
zum Verschließen bzw. Freigeben des Strahlengangs 3 für Röntgenstrahlung, erläutert.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, vielmehr
ergibt sich die Erfindung aus den folgenden Ansprüchen.
1. Röntgenprüfanlage mit einer Einrichtung (1) zum Verschließen und Freigeben eines Röntgenstrahlengangs
(3), wobei die Einrichtung (1) aufweist zumindest einen permanent im Strahlengang
(3) angeordneten Teil (5) eines um eine quer zum Strahlengang (3) angeordnete Längsachse
(7) drehbaren Verschlusskörpers (9), der ein für die Röntgenstrahlung dichtes Material
aufweist, welches in einer Schließ-Drehstellung (B) des Verschlusskörpers (9) den
Strahlengang (3) blockiert, und einen in einer Offen-Drehstellung (A) für die Strahlung
transparenten Durchgang (11) definiert, und einen elektrischen Magnetantrieb als Antriebsmittel
(13), welches mit dem Verschlusskörper (9) zu dessen Drehung um die Längsachse (7)
zwischen den Drehstellungen (A, B) gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Magnetantrieb eingerichtet ist, den Verschlusskörper (9) zwischen
den Drehstellungen (A, B) zu bewegen, wobei der elektrische Magnetantrieb ein bistabiler
Magnetantrieb ist und jede der beiden Drehstellungen (A, B) jeweils einer von zwei
stabilen Stellungen des Magnetantriebs entspricht, die der Magnetantrieb stromlos
beibehält.
2. Röntgenprüfanlage nach Anspruch 1,
wobei das Antriebsmittel (13) ein Drehmagnetantrieb oder ein Linearmagnetantrieb ist.
3. Röntgenprüfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 2, ferner enthaltend eine Einrichtung
zur Formierung der Strahlung oder eine Einrichtung zur Erzeugung der Strahlung,
wobei der Verschlusskörper (9) in dieser Einrichtung (15) zur Formierung der Strahlung
oder an dieser Einrichtung zur Erzeugung der Strahlung angeordnet ist.
4. Röntgenprüfanlage nach Anspruch 3,
wobei die Einrichtung (15) zur Formierung der Strahlung ein Kollimator (15) ist.
5. Röntgenprüfanlage nach Anspruch 3,
wobei die Einrichtung zur Erzeugung der Strahlung eine Röntgenröhre ist.
6. Röntgenprüfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei in der Offen-Drehstellung (A) zum Strahlengang (3) gerichtete Innenflächen (17a,
17b, 17c, 17d) des Durchgangs (11) so ausgebildet sind, dass die Innenflächen (17a,
17b, 17c, 17d)
- mit den Strahlengang (3) begrenzenden Gehäuseflächen (19a, 19b, 19c, 19d) fluchten,
oder
- den lichten Querschnitt des Strahlengangs (3) nicht beschränken, oder
- den lichten Querschnitt des Strahlengangs (3) definieren.
7. Röntgenprüfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei der Verschlusskörper (9) zumindest in dem Bereich, der sich permanent im Strahlengang
(3) befindet,
- die Form eines Halbzylinders oder Zylinderabschnitts aufweist, oder
- die Form eines Vollzylinders aufweist, wobei der Durchgang (11) im Wesentlichen
radial durch den Verschlusskörper (9) verläuft.
8. Röntgenprüfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei der Verschlusskörper (9) zumindest in dem Bereich, der sich permanent im Strahlengang
(3) befindet, die Form eines Vollzylinders aufweist und der Durchgang (11), der im
Wesentlichen radial durch den Verschlusskörper (9) verläuft einen rechteckigen Querschnitt
aufweist.
9. Röntgenprüfanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei an dem Verschlusskörper (8) oder dem Antriebmittel (13) den beiden Drehstellungen
(A, B) zugeordnete Endanschläge (21a, 21b) derart vorgesehen sind, dass der Verschlusskörper
(9) bzw. das Antriebsmittel (13) nur in einem von den Anschlägen (21a, 21b) definierten
Bereich, der in etwa einer 90° Drehung des Verschlusskörpers (9) entspricht, beweglich
ist.
10. Verfahren zum Freigeben und Verschließen eines Röntgenstrahlengangs (3) einer Röntgenprüfanlage,
das Verfahren aufweisend die Schritte,
Drehen eines im Strahlengang (3) permanent angeordneten und um eine im Wesentlichen
quer zum Strahlengang (3) angeordnete Längsachse (7) drehbaren Teils eines Verschlusskörpers
(9) aus einem für die Röntgenstrahlung dichten Material in eine Offen-Drehstellung
(A), sodass ein in dem Verschlusskörper (9) ausgebildeter für die Strahlung transparenter
Durchgang (11) mit dem Strahlengang (3) zur Deckung gebracht wird;
Drehen des im Strahlengang (3) angeordneten Verschlusskörpers (11) in eine Geschlossen-Drehstellung
(B), sodass der Strahlengang (3) durch für die Strahlung dichtes Material des Verschlusskörpers
(9) verschlossen wird;
Ausführen der jeweiligen Drehbewegungen des Verschlusskörpers (9) zwischen den Drehstellungen
(A, B) mittels eines bistabilen Magnetantriebs als Antriebsmittel (13), und stromloses
Halten einer jeden der Drehstellungen (A, B) des Antriebsmittels (13) mittels jeweils
eines der jeweiligen Drehstellung (A, B) zugeordneten Permanentmagneten.
11. Röntgenprüfanlage gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 aufweisend eine Röntgenstrahlenquelle
und einer Steuereinrichtung, die mit der Verschlusseinrichtung (1) operativ verbunden
und eingerichtet ist, die Verschlusseinrichtung (1) gemäß dem Verfahren nach Anspruch
10 zu steuern.
1. An X-ray inspection system having a device (1) for closing and opening an X-ray beam
path, the device (1) having at least one part (5) of a shutter body (9) which is permanently
situated in the beam path (3) and rotatable about a longitudinal axis (7) situated
transversely with respect to the beam path (3), and which contains a material that
is opaque to the X-ray radiation and blocks the beam path (3) when the shutter body
(9) is in a closed rotary position (B), and which defines a passage (11) that is transparent
to the radiation when in an open rotary position (A); and having an electromagnetic
drive, as drive means (13), that is coupled to the shutter body (9) for rotation of
same about the longitudinal axis (7) between the rotary positions (A, B),
characterized in that the electromagnetic drive is configured for moving the shutter body (9) between the
rotary positions (A, B), wherein the electromagnetic drive is a bistable magnetic
drive, and each of the two rotary positions (A, B) respectively corresponds to one
of two stable positions of the magnetic drive that maintains the magnetic drive without
current.
2. The X-ray inspection system according to Claim 1,
wherein the drive means (13) is a solenoid drive or a linear magnetic drive.
3. The X-ray inspection system according to one of Claims 1 to 2, also containing a device
for shaping the radiation, or a device for generating the radiation,
wherein the shutter body (9) is situated in this device (15) for shaping the radiation,
or is situated on this device for generating the radiation.
4. The X-ray inspection system according to Claim 3, wherein the device (15) for shaping
the radiation is a collimator (15) .
5. The X-ray inspection system according to Claim 3, wherein the device for generating
the radiation is an X-ray tube.
6. The X-ray inspection system according to one of Claims 1 to 5,
wherein in the open rotary position (A), inner surfaces (17a, 17b, 17c, 17d) of the
passage (11) which are directed toward the beam path (3) are designed in such a way
that the inner surfaces (17a, 17b, 17c, 17d)
- are aligned with housing surfaces (19a, 19b, 19c, 19d) which delimit the beam path
(3), or
- do not limit the free cross section of the beam path (3), or
- define the free cross section of the beam path (3).
7. The X-ray inspection system according to one of Claims 1 to 6,
wherein the shutter body (9), at least in the area that is permanently situated in
the beam path (3),
- has the shape of a half-cylinder or cylindrical section, or
- has the shape of a solid cylinder, the passage (11) extending essentially radially
through the shutter body (9) .
8. The X-ray inspection system according to one of Claims 1 to 6,
wherein the shutter body (9), at least in the area permanently situated in the beam
path (3), has the shape of a solid cylinder, and the passage (11) extending essentially
radially through the shutter body (9) has a rectangular cross section.
9. The X-ray inspection system according to one of Claims 1 to 8,
wherein end stops (21a, 21b) associated with the two rotary positions (A, B) are provided
on the shutter body (9) or the drive means (13) in such a way that the shutter body
(9) or the drive means (13) is movable only in a range defined by the stops (21a,
21b), which essentially corresponds to a 90° rotation of the shutter body (9).
10. A method for closing and opening an X-ray beam path (3) of an X-ray inspection system,
the method having the steps:
rotating a part of a shutter body (9) which is permanently situated in the beam path
(3) and rotatable about a longitudinal axis (7) situated essentially transversely
with respect to the beam path (3), and which is made of a material that is opaque
to the X-ray radiation, into an open rotary position (A), so that a passage (11) which
is formed in the shutter body (9) and is transparent to the radiation is brought into
alignment with the beam path (3);
rotating the shutter body (11 [sic; (9)] situated in the beam path (3) into a closed
rotary position (B), so that the beam path (3) is closed by material of the shutter
body (9) that is opaque to the radiation;
carrying out the particular rotary motions of the shutter body (9) between the rotary
positions (A, B) by means of a bistable magnetic drive as drive means (13), and holding
each of the rotary positions (A, B) of the drive means (13) without current by means
of a permanent magnet associated with the respective rotary position (A, B) .
11. The X-ray inspection system according to one of Claims 1 to 9, having an X-ray radiation
source and a control device that is operatively connected to the shutter device (1)
and configured for controlling the shutter device (1) using the method according to
Claim 10.
1. Installation d'examen aux rayons X comportant un dispositif de fermeture (1) et d'ouverture
d'un couloir de rayonnement X (3), le dispositif (1) comportant au moins une partie
(5), disposée en permanence dans le couloir de rayonnement (3), d'un corps de fermeture
(9) qui peut tourner autour d'un axe longitudinal (7) transversal au couloir de rayonnement
(3) et qui comporte un matériau étanche aux rayons X, lequel, dans une position fermée
de rotation (B) du corps de fermeture (9), bloque le couloir de rayonnement (3), et
lequel, dans une position ouverte de rotation (A), définit un passage (11) transparent
au rayonnement, et un entraînement magnétique électrique en tant que moyen d'entraînement
(13), lequel est couplé au corps de fermeture (9) pour sa rotation autour de l'axe
longitudinal (7) entre les positions de rotation (A, B),
caractérisé en ce que l'entraînement magnétique électrique est conçu pour mouvoir le corps de fermeture
(9) entre les positions de rotation (A, B), cependant que l'entraînement magnétique
électrique est un entraînement magnétique bistable et que chacune des deux positions
de rotation (A, B) correspond respectivement à une des deux positions stables de l'entraînement
magnétique que l'entraînement magnétique maintient hors courant.
2. Installation d'examen aux rayons X selon la revendication 1, le moyen d'entraînement
(13) étant un entraînement à aimant rotatif ou un dispositif à aimant linéaire.
3. Installation d'examen aux rayons X selon une des revendications de 1 à 2, comprenant
en outre un dispositif de formatage du rayonnement ou un dispositif de génération
du rayonnement, cependant que le corps de fermeture (9) est agencé dans ce dispositif
(15) de formatage du rayonnement ou à ce dispositif de génération du rayonnement.
4. Installation d'examen aux rayons X selon la revendication 3, le dispositif (15) de
formatage du rayonnement étant un collimateur (15).
5. Installation d'examen aux rayons X selon la revendication 3, le dispositif de génération
du rayonnement étant un tube à rayons X.
6. Installation d'examen aux rayons X selon une des revendications de 1 à 5, cependant
que des surfaces intérieures (17a, 17b, 17c, 17d) du passage (11) orientées vers le
couloir de rayonnement (3) dans la position ouverte (A) sont conçues de telle façon
que les surfaces intérieures (17a, 17b, 17c, 17d)
- sont en alignement avec les surfaces de boîtier (19a, 19b, 19c, 19d) délimitant
le couloir de rayonnement (3), ou
- ne limitent pas la section transversale interne du couloir de rayonnement (3), ou
- définissent la section transversale interne du couloir de rayonnement (3).
7. Installation d'examen aux rayons X selon une des revendications de 1 à 6,
cependant que le corps de fermeture (9), au moins dans la zone qui se trouve en permanence
dans le couloir de rayonnement (3),
- présente la forme d'un demi-cylindre ou d'une partie de cylindre, ou
- présente la forme d'un cylindre plein, le passage (11) s'étendant essentiellement
radialement à travers le corps de fermeture (9).
8. Installation d'examen aux rayons X selon une des revendications de 1 à 6,
cependant que le corps de fermeture (9), au moins dans la zone qui se trouve en permanence
dans le couloir de rayonnement (3), présente la forme d'un cylindre plein, et que
le passage (11) s'étendant essentiellement radialement à travers le corps de fermeture
(9) présente une section transversale rectangulaire.
9. Installation d'examen aux rayons X selon une des revendications de 1 à 8,
cependant que, au corps de fermeture (8) ou au moyen d'entraînement (13), des butées
d'extrémité (21a, 21b) affectées aux deux positions de rotation (A, B) sont prévues
de telle manière que le corps de fermeture (9) ou le moyen d'entraînement (13) ne
peut être mû que dans une zone qui est définie par les butées (21a, 21b) et qui correspond
environ à une rotation de 90° du corps de fermeture (9)
10. Procédé d'ouverture et de fermeture d'un couloir de rayonnement X (3) d'une installation
d'examen aux rayons X, le procédé comprenant les étapes
faire tourner une partie, disposée en permanence dans le couloir de rayonnement (3)
et pouvant tourner autour d'un axe longitudinal (7) essentiellement transversal au
couloir de rayonnement (3), d'un corps de fermeture (9) en un matériau étanche aux
rayons X, dans une position ouverte de rotation (A), de telle sorte qu'un passage
(11) réalisé dans le corps de fermeture (9) et transparent au rayonnement est amené
en coïncidence avec le couloir de rayonnement (3) ;
faire tourner le corps de fermeture (11) disposé dans le couloir de rayonnement (3)
dans une position fermée de rotation (B), de telle sorte que le couloir de rayonnement
(3) est fermé par le matériau du corps de fermeture (9) étanche aux rayonnement ;
exécution des mouvements de rotation respectifs du corps de fermeture (9) entre les
positions de rotation (A, B) au moyen d'un entraînement magnétique bistable en tant
que moyen d'entraînement (13), et maintient hors courant d'une de chacune des positions
de rotation (A, B) du moyen d'entraînement (13) au moyen de respectivement un aimant
permanent affecté à la position de rotation (A, B) respective.
11. Installation d'examen aux rayons X selon une des revendications de 1 à 9, comportant
une source de rayonnement X et un dispositif de commande relié opérationnellement
au dispositif de fermeture (1) et conçu pour commander le dispositif de fermeture
(1) conformément au procédé selon la revendication 10.