[0001] Die Erfindung betrifft einen Verschluss für Trinkflaschen mit den Merkmalen des Oberbegriffs
von Anspruch 1 sowie eine Trinkflasche gemäß dem Anspruch 8.
[0002] Verschlüsse für Trinkflaschen sind in Vielfalt aus dem Stand der Technik bekannt.
So beschreibt die
AT 509 897 einen Handschraubverschluss für Trinkflaschen, wobei der Handschraubverschluss ein
Durchgangsloch aufweist, in welchem eine Dichtung lösbar befestigbar ist, welche einen
Trinkhalm aufnehmen kann. In dieser Schrift sind zwei Öffnungen in der Verschlusskappe
beschrieben, die das Entstehen von Unterdruck während des Trinkvorganges in der Trinkflasche
verhindern sollen. Dazu sind in einer Dichtung Lüftungsschlitze vorgesehen, deren
Position in dem mit der Flasche verschraubten Zustand mit den Lüftungsöffnungen korrespondieren
muss. Dazu weist die Dichtung eine Positioniervorrichtung auf, damit sich die Lüftungsschlitze
in der Dichtung beim Verschrauben des Verschlusses mit der Trinkflasche gegenüber
den Lüftungsöffnungen in der Verschlusskappe lagerichtig anordnen lassen. Solche Lüftungsschlitze
sind auch in hygienischer Hinsicht nicht optimal, da sie sich nicht gut reinigen lassen.
[0003] Aus der gattungsbildenden
US 6 305 570 B1 geht hervor, dass bei Unterdruck eine Ventilöffnung freigegeben wird. Durch diese
Ventilöffnung können die Druckunterschiede innerhalb und außerhalb der Flasche ausgeglichen
werden, welche durch einen Unterdruck in der Flasche entstehen. Selbiges ist auch
in der
US 2003/034364 A1 ersichtlich.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen gegenüber dem Stand der Technik verbesserten
Verschluss sowie eine Trinkflasche anzugeben.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Verschluss mit den Merkmalen des Anspruchs
1 bzw. durch eine Trinkflasche mit den Merkmalen von Anspruch 8. Der Anspruch 9 betrifft
eine Anordnung mit dem erfindungsgemäßen Verschluss nebst einer Trinkflasche und einem
Trinkhalm.
[0006] Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Demnach weist die Dichtung erfindungsgemäß einen Kipppunkt auf, wobei die Dichtung
so auf einem Steg aufliegt, dass unter der Entwicklung eines Überdruckes in der Flasche
der Dichtabschnitt zwischen Steg und Innenwandung der Verschlusskappe entgegen der
Wirkrichtung des Überdrucks aufkippt und damit einen Spalt zur Ventilation der Trinkflasche
über die wenigstens eine Ventilationsöffnung freigibt.
[0008] Durch den freigegebenen Spalt kommuniziert also der Innenraum der Trinkflasche über
die wenigstens eine Ventilationsöffnung mit der Umgebung und erreicht damit wieder
den Umgebungsdruck. Der Abschnitt der Dichtung, welcher zwischen dem Steg und der
Innenwandung der Verschlusskappe liegt, ist der vom Steg nach außen, d.h. Richtung
Umfang ragende Teil.
[0009] Der besondere Vorteil der vorgeschlagenen Lösung gegenüber dem Stand der Technik
besteht darin, dass die Entlüftung ohne Perforation der Dichtung auskommt. Somit werden
die eingangs beschriebenen Nachteile von Lüftungsschlitzen in einer Dichtung vermieden.
[0010] Technisch wird das so realisiert, dass die beispielsweise aus Silikon gefertigte
Membrandichtung im verbauten Zustand eine Vorspannung und damit einen sogenannten
Rückstellflex aufweist. Rückstellflex heißt, dass die Membran das Bestreben hat, in
die unverformte Lage zurückzukehren.
[0011] Durch das Kippen des Dichtungsabschnittes zwischen dem Steg und der Innenwandung
der Verschlusskappe wird ein Spalt zwischen Dichtung und Innenwandung freigegeben.
Indem die Dichtung so ausgebildet ist, dass sie einen Kipppunkt aufweist, erfolgt
die Entlüftungswirkung, also das Ablassen eines Überdruckes aus der Flasche, nicht
graduell sondern schlagartig erst bei Erreichen eines bestimmten Betrages des Überdruckes.
Die Einstellung des Kipppunktes erfolgt über Versuche oder Simulation, wobei die wesentlichen
Einflussgrößen die Steifigkeit der Dichtung und der Hebelabstand der Dichtung auf
den Dichtungsabstand zwischen Steg und Innenwandung der Verschlusskappe sind. Die
Größen werden so gewählt, dass der Kipppunkt bei einem in einer Trinkflasche üblicherweise
zu erwartenden Überdruck sicher erreicht wird.
[0012] Erfindungsgemäß weisen die Dichtung oder die Verschlusskappe einen Steg auf, über
welchen sich Dichtung und Verschlusskappe zumindest abschnittsweise berühren, wobei
die Dichtung so ausgebildet ist, dass bei Erreichen eines Über- oder Unterdruckes
in der Flasche zumindest jener Abschnitt der Dichtung, welcher zwischen dem Steg und
der Innenwandung der Verschlusskappe liegt, von der Innenwandung der Verschlusskappe
abhebt und damit einen Spalt zur Ventilation der Trinkflasche über die wenigstens
eine Ventilationsöffnung freigibt, und so kann ein Über- oder Unterdruck in der Trinkflasche
abgebaut werden.
[0013] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Dichtung mit dem Steg und der Innenwandung
der Trinkflasche einen Spaltraum bildet, wobei der Spaltraum über die wenigstens eine
Ventilationsöffnung mit der Umwelt verbunden ist.
[0014] Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Dichtung zumindest abschnittsweise als membranartiger
Abschnitt ausgebildet ist. In anderen Worten ist die Dichtung zumindest abschnittsweise
dünnwandig und flächig ausgeprägt.
[0015] Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der membranartige Abschnitt einen sich über
360° erstreckenden Kreissektor oder einen sich über 360° erstreckenden Kreisring bildet.
Damit ist gemeint, dass sich der membranartige Abschnitt über den ganzen Umfang der
Dichtung erstreckt. Kreissektor (Kreisausschnitt) nennt man eine Teilfläche einer
Kreisfläche, die von einem Kreisbogen und zwei Kreisradien begrenzt wird. Als Kreisring
bezeichnet man die Fläche zwischen zwei konzentrischen Kreisen, d. h. die Fläche zwischen
zwei Kreisen mit gemeinsamem Mittelpunkt.
[0016] Alternativ kann vorgesehen sein, dass der membranartige Abschnitt einen Kreissektor
oder einen Kreissektor unter 360° bildet. Das heißt, der membranartige Abschnitt kann
sich auch lediglich über ein Segment eines Vollkreises, also weniger als 360° erstrecken.
[0017] Der Steg kann umlaufend ausgebildet sein. Alternativ kann der Steg auch unterbrochen
ausgebildet sein.
[0018] Auch die Dichtung kann umlaufend geschlossen oder unterbrochen, also in Sektoren
ausgebildet sein.
[0019] Der Steg kann an der Dichtung oder an der Verschlusskappe ausgebildet sein. In beiden
Fällen kann der Steg umlaufend oder unterbrochen ausgebildet sein.
[0020] Bevorzugt ist vorgesehen, dass der Steg im Bereich des membranartigen Abschnittes
ausgebildet ist. Das bedeutet im Fall, in dem der Steg Teil der Dichtung ist, dass
der Steg als Erhebung im membranartigen Abschnitt ausgebildet ist.
[0021] Im Fall, dass der Steg einen Teil der Verschlusskappe bildet, bedeutet es, dass der
Steg auf der Höhe des membranartigen Abschnittes ausgebildet ist.
[0022] Schutz wird auch begehrt für eine Trinkflasche mit einem erfindungsgemäßen Verschluss
sowie eine Anordnung einer Trinkflasche mit einem Trinkhalm mit einem erfindungsgemäßen
Verschluss.
[0023] Die Erfindung soll im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert werden. Dabei
zeigt bzw. zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt des Verschlusses in einer perspektivischen Ansicht,
- Fig. 2
- den Verschluss in einem Querschnitt mit Transportstopfen,
- Fig. 3
- den Verschluss in einem Querschnitt mit geschlossener Dichtung,
- Fig. 4
- den Verschluss in einem Querschnitt mit geöffneter Dichtung,
- Fig. 5
- einen Trinkhalm und
- Fig. 6
- eine Trinkflasche.
[0024] In Figur 1 dargestellt ist ein erstes Ausführungsbeispiel von Verschluss 1 als Schnitt
in einer perspektivischen Ansicht.
[0025] Die Dichtung 12 ist dabei aus einem flexiblen Material, beispielsweise Gummi oder
Silikon gefertigt und dichtet die Verschlusskappe 4 gegenüber dem Durchgangsloch 3
der Verschlusskappe 4 ab. Die Dichtung 12 ist dabei abschnittsweise membranartig,
also flächig (im membranartigen Abschnitt 14) ausgebildet. Die geometrische Gestalt
des membranartigen Abschnittes 14 ist die eines Kreisringes, der sich in diesem Ausführungsbeispiel
über 360°, also um den gesamten Umfang der Dichtung 12 erstreckt. Es sind auch von
der idealen Gestalt eines Kreisringes abweichende Formen des membranartigen Abschnittes
14 vorstellbar.
[0026] Weiters weist die Dichtung 12 einen im Wesentlichen zylindrisch geformten Abschnitt
7 auf, der wie eine Art Pfropfen in die Durchgangsloch 3 der Verschlusskappe eingesetzt
wird. Somit bildet die Dichtung 12 gleichzeitig mit der nachgehend erläuterten Dichtfunktion
auch das Mundstück zum Trinken bzw. eine Aufnahme für einen Trinkhalm. Der Einfachheit
halber ist der Abschnitt 7 als zylindrischer Abschnitt bezeichnet und kann natürlich
von einer ideal zylindrischen Gestalt abweichen. Der Abschnitt 7 weist eine durchgehende
Öffnung auf und kann daher als Hohlzylinder aufgefasst werden.
[0027] Die Dichtung 12 muss nicht zwingend einstückig ausgebildet sein. So können der zylindrische
Abschnitt 7 und der membranartige Abschnitt 14 getrennt hergestellte und nachträglich
verbundene Teile sein.
[0028] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel liegt die Dichtung 12 über den gesamten Umfang
des membranartigen Abschnittes 14, also ganzumfänglich, an der Innenwandung 11 der
Verschlusskappe 4 an. Die Dichtung 12 schmiegt sich an.
[0029] Anders als hier dargestellt, könnte der membranartige Abschnitt 14 auch als Kreissegment
ausgebildet sein, d.h. sich nicht über 360° erstrecken.
[0030] Gleichzeitig liegt die Dichtung 12 zumindest abschnittweise auf dem Steg 5 auf, der
als vorspringende Rippe an der Innenwandung 11 der Verschlusskappe 4 gebildet ist.
Durch das Anliegen der Dichtung 12 an der Innenwandung 11 der Verschlusskappe 4 ist
bei eingesetztem Transportverschluss 8 (hier der Übersichtlichkeit halber nicht gezeigt)
ein mit dem Verschluss 1 verschlossenes Behältnis (nicht gezeigt) dicht verschlossen.
[0031] Die Dichtung 12 ist so ausgebildet, dass die Innenwandung von Abschnitt 7 zur Aufnahme
eines Transportverschlusses 8 (gezeigt in Figur 2) oder eines Trinkhalmes 9 (gezeigt
in Figur 5) dienen kann. Bevorzugt sind dazu auf der Innenseite einer im zylindrischen
Abschnitt 7 gebildeten Durchführung Rasten 6 ausgebildet, die einen Transportverschluss
8 oder einen Trinkhalm 9 sicher fixieren können. Grundsätzlich kommen noch andere,
dem Fachmann geläufige Maßnahmen in Betracht, den Abschnitt 7 so zu gestalten, dass
Trinkhalme verschiedener Durchmesser sicher gehalten werden können. So kann etwa der
Innendurchmesser von Abschnitt 7 konisch sich nach unten (Richtung Verschlusskappen-Inneres)
verjüngend ausgebildet sein.
[0032] Als besonders geeignetes Maß hat sich herausgestellt, den Innendurchmesser von Abschnitt
7 von 7 Millimetern außen (von wo also ein Trinkhalm eingeführt wird) auf 5 Millimeter
(am unteren Ende des Abschnittes 7) zulaufen zu lassen. Dann werden marktübliche Trinkhalme
fest und auslaufsicher gehalten.
[0033] In ihrer Befestigungssituation in der Verschlusskappe 4 ist die Dichtung 12 in das
Durchgangsloch 3 der Verschlusskappe 4 eingesetzt. Das Material von Dichtung 12 ist
ausreichend flexibel gewählt, so dass sich der Abschnitt 7 umfassend die Schulter
17 von innen nach außen durch das Durchgangsloch 3 der Verschlusskappe 4 drücken lässt.
Der membranartige Abschnitt 14 ist in der Befestigungssituation an seinem Umfang an
die Innenwandung 11 der Verschlusskappe 4 angedrückt.
[0034] Zum Einstellen der für eine Dichtwirkung erforderlichen Anpresskraft ist der membranartige
Abschnitt 14 im unbelasteten Zustand vorzugsweise nach oben schüsselig vorgeformt.
Da die Dichtung 12 im eingebauten Zustand mit Schulter 17 an der Außenseite des Durchgangsloches
3 aufliegt, ergibt sich eine Verspannung des membranartigen Abschnitts 14 gegenüber
der Innenwandung 11, wodurch der membranartige Abschnitt 14 an seinem Umfang an die
Innenwandung 11 angepresst wird.
[0035] Steigt nun der Innendruck des durch den Verschluss 1 verschlossenen Gefäßes, etwa
durch Erwärmung oder bei Austritt von Gas aus karbonisierten Getränken, so wirkt der
Innendruck des Gefäßes auf den membranartigen Abschnitt 14 der Dichtung 12.
[0036] Die Lage von Steg 5 und membranartigem Abschnitt 14 zueinander ist so gewählt, dass
der vom Steg 5 nach innen weisende Teil von Abschnitt 14 deutlich größer ist als der
vom Steg 5 nach außen ragende Überstand. Durch die größere Angriffsfläche des Innendruckes
auf jenen vom Steg 5 nach innen weisenden Teil von Abschnitt 14 bewegt sich der dieser
Abschnitt in Richtung Durchgangsloch 3 nach oben.
[0037] Durch die Hebelwirkung an dem als Widerlager wirkenden Steg 5 bewegt sich der von
Steg 5 nach außen weisende ragende Überstand von Abschnitt 14 entgegen der Wirkungsrichtung
des Innendruckes nach unten und hebt von der Innenwandung 11 ab. Bei Übersteigen eines
bestimmten Innendrucks kippt also der zwischen Steg 5 und Innenwandung 11 ragende
Materialabschnitt auf und gibt so zwischen Innenwandung 11 und Dichtung 12 einen Spalt
frei.
[0038] Die Bewegung von Abschnitt 14 wird durch eine entsprechende Materialnachgiebigkeit
im unteren Bereich von Abschnitt 7 und / oder durch ein axiales Verschieben der Dichtung
12 im Durchgangsloch ermöglicht. Es ist also durchaus möglich, dass die Betätigung
der Dichtung ausschließlich durch Deformation von Abschnitt 14 und der daran anschließenden
Bereiche von Abschnitt 7 erfolgt. Ebenso kann die Deformation von Abschnitt 14 von
einer axialen Verschiebung von Abschnitt 7 begleitet sein.
[0039] Die genauen geometrischen Verhältnisse kann sich der Fachmann über Materialkennwerte
herleiten und über Spritzversuche festlegen. Die in Figuren 1-4 gezeigten Geometrien
geben Verhältnisse wieder, wie sie für handelsübliche Weithals-Trinkflaschen geeignet
sind.
[0040] Durch die Ventilationsöffnung 13, die in der Verschlusskappe 4 in einem Abschnitt,
der zwischen Steg 5 und der von der Dichtung 12 zur Innenwandung gebildeten Dichtfläche
liegt, kann nun das Gas entweichen und so der Überdruck im Behälter abgebaut werden.
[0041] Der Steg 5, ein Abschnitt der Innenwandung 11 und jener Abschnitt der Dichtung 12,
der zwischen Steg 5 und Innenwandung 11 liegt, bilden also einen Spaltraum 16. Die
Ventilationsöffnungen 13 verbinden den Spaltraum 16 mit der Umgebung. Durch den beschriebenen
Kippeffekt der Dichtung 12 erfolgt der Druckausgleich besonders komfortabel und elegant.
[0042] Ein weiterer Vorteil dieses Ausführungsbeispiels gegenüber dem Stand der Technik
ist es, dass kein lagerichtiger Einbau der Dichtung 12 vonnöten ist. Damit ist gemeint,
dass die Dichtung 12 in jeder beliebigen Winkellage eingesetzt werden kann.
[0043] Der Druckausgleich funktioniert auch in umgekehrter Weise, wenn der Außendruck den
Innendruck übersteigt, wie es etwa durch Auskühlen eines Flascheninhaltes, durch Höhenänderungen
oder beim Trinken geschehen kann. Hier erfolgt die Belüftung indem der Außendruck
den Überstand von Abschnitt 14 zwischen Steg 5 und Innenwandung 11 nach unten drückt.
Auch so hebt die Dichtung 12 von der Innenwandung 11 ab und ein Druckausgleich kann
erfolgen.
[0044] Figur 2 zeigt einen Verschluss 1 in einem Querschnitt, wobei in die Dichtung 12 ein
Transportverschluss 8 eingesetzt ist. Gut zu erkennen sind der Steg 5, an dem sich
die Dichtung 12 abstützt und der mit der Innenwandung gebildete Spaltraum 16.
[0045] Auch andere Lösungen zum Verschließen eines mittels Verschluss 1 verschlossenen Getränkebehältnisses
kommen in Betracht. Erwähnt sei beispielsweise die Möglichkeit, den Verschluss 1 auf
ein Getränkebehältnis aufzusetzen, welches mit einem Originalsiegel verschlossen ist.
Ein Originalsiegel ist meist eine dünne Polymerfolie, die den Inhalt eines Einweg-Behältnisses
hygienisch verschließt. In diesem Fall könnte ein Trinkhalm durch den Verschluss 1
durch das Originalsiegel gestoßen werden.
[0046] Der Transportverschluss 8 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass
Ventilationsöffnungen 13 vom Transportverschluss 8 überlappt werden. Dazu ist auf
der Außenwandung der Verschlusskappe 4 eine Raste 15 ausgebildet, in die der Transportverschluss
8 einrasten kann.
[0047] Der Verschluss 1 bietet einen Auslaufschutz im Falle eines Umkippens einer Flasche
10 sowie eine verbesserte Handhabung im Falle der Verwendung des Verschlusses 1 mit
einem Trinkhalm 9.
[0048] Die Dichtung 12 bewirkt bei Verwendung mit einem Trinkhalm 9, dass ein in der Flasche
10 sich aufbauender Unterdruck über den eingangs beschriebenen Effekt der Dichtung
12 zum Umgebungsdruck ausgeglichen wird.
[0049] Auch wird durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Verschlusses 1 vermieden,
dass sich ein Überdruck in der Flasche 10 aufbauen kann, der einen unerwünschten Austritt
von Flüssigkeit über den Trinkhalm 9 zur Folge hätte. Auch verhindert wird durch die
erfindungsgemäße Ausgestaltung des Verschlusses 1 eine von Druckdifferenzen Deformierung
der Trinkflasche 10.
[0050] Figur 3 zeigt den Verschluss 1 in einem Querschnitt mit geschlossener Dichtung 12.
Gut zu erkennen ist wieder, dass der membranartige Abschnitt 14 der Dichtung 12 den
Spaltraum 16 abdichtet. Wie weiter oben beschrieben, bewirkt ein Überdruck in der
Trinkflasche 10 (nicht dargestellt) eine Deformierung des membranartigen Abschnittes
14 derart, dass dieser aufkippt und den Spaltraum 16 gegenüber der Trinkflasche 10
freigibt. Damit kann über die Ventilationsöffnung(en) 13 ein Druckausgleich stattfinden.
Umgekehrt kann ein Unterdruck in der Trinkflasche 10 ebenfalls ein Öffnen des Spaltraums
16 gegenüber der Trinkflasche 10 bewirken.
[0051] Figur 4 zeigt den Verschluss 1 in einem Querschnitt mit Dichtung 12 in geöffneter
Lage. Der membranartige Abschnitt 14 der Dichtung 12 ist von der Innenwandung 11 abgehoben.
Der Spaltraum 16 ist gegenüber dem Inneren der Verschlusskappe 4 geöffnet. Zu erkennen
ist weiters, dass der zylindrische Abschnitt 7 der Dichtung 12 im Durchgangsloch 3
etwas axial nach oben verschoben ist. In diesem Ausführungsbeispiel erfolgt das Öffnen
der Dichtung 12, also das Abheben des membranartigen Abschnittes 14 von der Innenwandung
11, von einer Bewegung des zylindrischen Abschnittes begleitet.
[0052] Der Öffnungsvorgang kann, wie bereits erläutert, durch einen Überdruck in der Flasche
10 bewirkt werden. Ebenfalls kann die Dichtung 12 durch Ziehen an dem zylindrischen
Abschnitt 7 in eine geöffnete Position gebracht werden.
[0053] In einer hier nicht dargestellten Variante könnte der zylindrische Abschnitt 7 an
seinem Außendurchmesser mit Rasten o.ä. versehen sein, sodass sich die Dichtung 12
vom Benutzer in einer geöffneten Position fixieren lässt.
[0054] Es ist keineswegs zwingend für alle Varianten des Verschlusses 1 erforderlich, dass
sich zum Öffnen der Dichtung der zylindrische Abschnitt 7 im Durchgangsloch bewegt.
Es kann etwa durch eine Schwächung, d.h. durch eine besonders biegeweiche Ausgestaltung
des unteren Bereiches von Abschnitt 7 ebenfalls ein bereits beschriebenes Aufkippen
und damit Öffnen der Dichtung 12 gewährleistet werden. Durch Zulassen eines solchen
Stauchbereiches in Abschnitt 7 muss das Öffnen der Dichtung 12 nicht unbedingt von
außen zu sehen sein.
[0055] Für alle Ausführungsbeispiele gilt, dass der Kipp-Effekt durch den Steg 5 ermöglicht
wird. Es ist dafür unerheblich, ob der Steg 5 an der Verschlusskappe 4 oder an der
Dichtung 12 ausgebildet ist.
[0056] Figur 5 zeigt einen Trinkhalm 9, hier am Beispiel eines Knicktrinkhalms.
[0057] Figur 6 zeigt eine Trinkflasche 10. Es ist nur der im Zusammenhang mit der vorliegenden
Anmeldung relevante obere Teil der Trinkflasche 10 gezeigt.
[0058] Die Trinkflasche 10 ist geeignet, mit dem Verschluss 1 verschlossen zu werden. Dies
kann, wie in der Figur angedeutet, zum Beispiel über ein Gewinde erfolgen.
[0059] Der erfindungsgemäße Verschluss 1 bewirkt bei Verwendung eines Trinkhalms 9 auch
einen Auslaufschutz, etwa bei Umkippen der Trinkflasche 10. Besonders geeignet sind
Trinkhalme mit einem Innendurchmesser von kleiner als etwa 8 Millimeter. Dann bewirken
die Kapillarkräfte zwischen Flüssigkeit und Trinkhalm, dass keine Flüssigkeit durch
den Trinkhalm 9 von der Trinkflasche 10 nach außen läuft. Durch die Flüssigkeitssäule
im Trinkhalm wird ein Nachströmen von Luft in die Trinkflasche 10 verhindert, was
jedoch für ein Auslaufen von Flüssigkeit erforderlich wäre.
Liste der verwendeten Bezugszeichen:
[0060]
- 1
- Verschluss
- 3
- Durchgangsloch
- 4
- Verschlusskappe
- 5
- Steg
- 6
- Raste
- 7
- Zylindrischer Abschnitt der Dichtung 12
- 8
- Transportverschluss
- 9
- Trinkhalm
- 10
- Trinkflasche
- 11
- Innenwandung der Verschlusskappe 4
- 12
- Dichtung
- 13
- Ventilationsöffnung
- 14
- Membranartiger Abschnitt der Dichtung 12
- 15
- Raste
- 16
- Spaltraum
- 17
- Schulter an Dichtung 12
1. Verschluss (1) für eine Trinkflasche (10), umfassend
- eine Verschlusskappe (4) zur Befestigung des Verschlusses (1) an einer Trinkflasche
(10), wobei die Verschlusskappe (4) eine Innenwandung (11), ein Durchgangsloch (3)
und wenigstens eine Ventilationsöffnung (13) aufweist,
- eine Dichtung (12), die in der Verschlusskappe (4) angeordnet ist, wobei entweder
die Dichtung (12) oder die Verschlusskappe (4) einen Steg (5) aufweist, über welchen
sich Dichtung (12) und Verschlusskappe (4) zumindest abschnittsweise berühren, wobei
die Dichtung (12) so ausgebildet ist, dass bei Erreichen eines Unterdrucks in der
mit dem Verschluss (1) verschlossenen Flasche (10) zumindest jener Abschnitt der Dichtung
(12), welcher zwischen dem Steg (5) und der Innenwandung (11) der Verschlusskappe
(4) liegt, von der Innenwandung der Verschlusskappe (4) abhebt und damit einen Spalt
zur Ventilation der Trinkflasche (10) über die wenigstens eine Ventilationsöffnung
(13) freigibt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (12) ferner so ausgebildet ist, dass
- bei Erreichen eines Überdrucks in der mit dem Verschluss (1) verschlossenen Trinkflasche
(10) zumindest jener Abschnitt der Dichtung (12), welcher zwischen dem Steg (5) und
der Innenwandung (11) der Verschlusskappe (4) liegt, von der Innenwandung (11) der
Verschlusskappe (4) abhebt und damit einen Spalt zur Ventilation der Trinkflasche
(10) über die wenigstens eine Ventilationsöffnung (13) freigibt, wobei die Dichtung
(12) einen Kipppunkt aufweist und so auf dem Steg (5) aufliegt, dass bei Entwicklung
eines Überdrucks in der Trinkflasche (10) ein Dichtabschnitt zwischen dem Steg (5)
und der Innenwandung (11) der Verschlusskappe (4) entgegen der Wirkrichtung des Überdrucks
aufkippt.
2. Verschluss (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (12) mit dem Steg (5) und der Innenwandung (11) der Verschlusskappe
(4) einen Spaltraum (16) bildet, wobei der Spaltraum (16) über wenigstens eine Ventilationsöffnung
(13) mit der Umwelt verbunden ist.
3. Verschluss (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (12) zumindest abschnittsweise als membranartiger Abschnitt (14) ausgebildet
ist.
4. Verschluss (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der membranartige Abschnitt (14) einen sich über 360° erstreckenden Kreissektor oder
einen sich über 360° erstreckenden Kreisring bildet.
5. Verschluss (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der membranartige Abschnitt (14) einen Kreissektor oder einen Kreisring unter 360°
bildet.
6. Verschluss (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (5) umlaufend ausgebildet ist.
7. Verschluss (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (5) unterbrochen ausgebildet ist.
8. Trinkflasche (10) mit einem Verschluss (1) nach wenigstens einem der vorangegangenen
Ansprüche.
9. Anordnung mit einer Trinkflasche (10), einem Trinkhalm (9) und einem Verschluss (1)
nach wenigstens einem der Ansprüche 1-7.
1. A closure (1) for a drinking bottle (10) including
- a closure cap (4) for fixing the closure (1) to a drinking bottle (10), wherein
the closure cap (4) has an inside wall, a through hole (3) and at least one ventilation
opening (13), and
- a seal (12) arranged in the closure cap (4), wherein either the seal (12) or the
closure cap (4) has a web (5), by way of which the seal (12) and the closure cap (4)
are at least section-wise in contact, wherein the seal (12) is of such a configuration
that upon the occurrence of a reduced pressure in the bottle (10) closed by the closure
(1) at least that section of the seal (12) that is between the web (5) and the inside
wall of the closure cap (4) lifts off the inside wall of the closure cap (4) and thus
opens a gap for ventilation of the drinking bottle (10) by way of the at least one
ventilation opening (13),
characterised in that the seal (12) is furthermore configured such that
- upon the occurrence of an increased pressure in the bottle (10) closed by the closure
(1) at least that section of the seal (12) that is between the web (5) and the inside
wall of the closure cap (4) lifts off the inside wall of the closure cap (4) and thus
opens a gap for ventilation of the drinking bottle (10) by way of the at least one
ventilation opening (13), wherein the seal (12) has a tipping point and bears against
the web (5) in such a way that upon the development of an increased pressure in the
drinking bottle (10) a sealing section between the web (5) and an inside wall of the
closure cap (4) tips open in opposite relation to the active direction of the increased
pressure.
2. A closure (1) as set forth in claim 1 characterised in that the seal (12) with the web (5) and the inside wall (11) of the closure cap (4) forms
a gap space (16), wherein the gap space (16) communicates with the environment by
way of at least one ventilation opening (13).
3. A closure (1) as set forth in at least one of claims 1 or 2 characterised in that the seal (12) is at least section-wise in the form of a membrane-like section (14)
of the seal.
4. A closure (1) as set forth in claim 3 characterised in that the membrane-like section (14) of the seal forms a segment of a circle extending
over 360° or a circular ring extending over 360°.
5. A closure (1) as set forth in claim 3 characterised in that the membrane-like section (14) of the seal forms a segment of a circle or a circular
ring under 360°.
6. A closure (1) as set forth in at least one of claims 1 through 5 characterised in that the web (5) is of a peripherally extending configuration.
7. A closure (1) as set forth in at least one of claims 1 through 5 characterised in that the web (5) is interrupted.
8. A drinking bottle (10) having a closure (1) as set forth in at least one of the preceding
claims.
9. An arrangement having a drinking bottle (10), a drinking straw (9) and a closure (1)
as set forth in at least one of claims 1 through 7.
1. Bouchon (1) de bouteille (10) comprenant
- un capuchon de bouchon (4) pour la fixation du bouchon (1) sur une bouteille (10),
dans lequel le capuchon de bouchon (4) présente une paroi intérieure (11), un trou
débouchant (3) et au moins une ouverture de ventilation (13),
- une garniture (12) qui est agencée dans le capuchon de bouchon (4), dans lequel
la garniture (12) ou le capuchon de bouchon (4) présente une nervure (5) par le biais
de laquelle la garniture (12) et le capuchon de bouchon (4) se touchent au moins par
endroits, dans lequel la garniture (12) est réalisée de sorte que, lors de l'atteinte
d'une dépression dans la bouteille (10) fermée avec le bouchon (1), au moins la section
de la garniture (12) qui se trouve entre la nervure (5) et la paroi intérieure (11)
du capuchon de bouchon (4) se soulève de la paroi intérieure du capuchon de bouchon
(4) et libère ainsi une fente pour la ventilation de la bouteille (10) par le biais
de l'au moins une ouverture de ventilation (13),
caractérisé en ce que la garniture (12) est de plus réalisée de sorte que
- lors de l'atteinte d'une surpression dans la bouteille (10) fermée avec le bouchon
(1), au moins la section de la garniture (12) qui se trouve entre la nervure (5) et
la paroi intérieure (11) du capuchon de bouchon (4) se soulève de la paroi intérieure
(11) du capuchon de bouchon (4) et libère ainsi une fente pour la ventilation de la
bouteille (10) par le biais de l'au moins une ouverture de ventilation (13), dans
lequel la garniture (12) présente un point de basculement et repose sur la nervure
(5) de sorte que, lors du développement d'une surpression dans la bouteille (10),
une section étanche se soulève entre la nervure (5) et la paroi intérieure (11) du
capuchon de bouchon (4) dans le sens d'action inverse de la surpression.
2. Bouchon (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la garniture (12) forme avec la nervure (5) et la paroi intérieure (11) du capuchon
de bouchon (4) un espace de fente (16), dans lequel l'espace de fente (16) est raccordé
par le biais d'au moins une ouverture de ventilation (13) avec l'environnement.
3. Bouchon (1) selon au moins l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la garniture (12) est réalisée au moins par endroits comme section de type membrane
(14).
4. Bouchon (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la section de type membrane (14) forme un secteur circulaire s'étendant sur 360°
ou un anneau circulaire s'étendant sur 360°.
5. Bouchon (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que la section de type membrane (14) forme un secteur circulaire ou un anneau circulaire
sous 360°.
6. Bouchon (1) selon au moins l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la nervure (5) est réalisée de manière tournante.
7. Bouchon (1) selon au moins l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la nervure (5) est réalisée de manière interrompue.
8. Bouteille (10) avec un bouchon (1) selon au moins l'une des revendications précédentes.
9. Agencement avec une bouteille (10), une paille (9) et un bouchon (1) selon au moins
l'une des revendications 1 à 7.