[0001] Die Erfindung betrifft eine Anschlussvorrichtung zur Kontaktierung von Leitern eines
durchgehenden Flachkabels, das mehrere Leiter aufweist, die ggf. jeweils von einer
Isolierung umgeben und in einen übergeordneten Kabelmantel eingebettet sind, mit einem
mehrteiligen Basisgehäuse, welches zur Auflage des Flachkabels ausgelegt ist, wobei
an dem Basisgehäuse mehrere isolationsdurchdringende Kontakte, insbesondere Gabelkontakte
oder Piercingkontakte, zum Kontaktieren mehrerer der Leiter des Flachkabels angeordnet
sind.
[0002] Derartige Anschlussvorrichtungen mit isolationsdurchdringenden Kontakten sind an
sich bekannt. Sie dienen einer schnellen und sicheren Beschaltung auch von Flachkabeln
mit relativ vielen Leitern.
[0003] Aus der
DE 34 22 607 C1 ist es bekannt, die Anschlußvorrichtung derart auszubilden, dass sie nur auf das
Flachkabel aufsetzbar ist, wenn ein Leiter bzw. eine Ader zuvor an der Aufsetzstelle
unterbrochen wurde und einen Durchbruch in diesem Bereich aufweist. In den unterbrochenen
Bereich dieser Ader greifen Ansätze an einem der Teile der Anschlußvorrichtung ein.
Dies dient zur Lageorientierung der Anschlußvorrichtung und sichert, dass nur montiert
werden kann, wenn korrespondierende Durchbrüche vorgesehen sind. Zusätzlich trennt
und isoliert der Ansatz die beiden Enden des unterbrochenen Leiters voneinander. Diese
Lösung hat sich an sich bewährt, insbesondere beim Einsatz in beengten Gebäudeschächten,
da sie einfach handhabbar ist. Eine analoge Lösung zeigt die
EP 1 518 812 B1, welche eine Anschlußvorrichtung nach Art der
DE 34 22 607 C2 zum Einsatz in Liftschächten vorsieht, wo z.B. der Sicherheitskreis jeweils zu unterbrechen
ist.
[0004] Die
EP 1 936 747 A2 offenbart eine gattungsgemäße Anschlussvorrichtung. Deren Basisgehäuse ist mehrteilig
aufgebaut und weist einen Grundabschnitt und einen Abdeckabschnitt auf, die wiederum
in sich mehrteilig ausgestaltet sind. Bevorzugt ist dabei ein Schiebedeckel vorgesehen,
der an einer Grundplatte verschieblich geführt ist und der an seiner Innenseite Keile
aufweist, die mit Keilen einer Stützplatte zusammenwirken, wobei die Stützplatte mit
dem Kabel und einer Aufnahmeplatte für das Kabel als Einheit zusammen auf die isolationsdurchdringenden
Kontakte gedrückt wird. Diese Ausführung ist kompakt und realisiert dabei dennoch
eine besonders sichere Beschaltung.
[0005] Zwar hat sich der Aufbau der gattungsgemäßen
EP 1 936 747 A21 an sich bewährt. Es besteht aber dennoch der Bedarf, die gattungsgemäße Anschlussvorrichtung
insbesondere in Hinsicht auf eine noch einfachere Kontaktierbarkeit weiterzuentwickeln.
[0006] Die Lösung dieses Problems ist die Aufgabe der Erfindung.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruchs 1. Danach ist
an dem Basisgehäuse wenigstens eine Exzentereinheit anordbar (bzw. beim Kontaktieren
auch angeordnet), mit welcher das Flachkabel auf die isolationsdurchdringenden Kontakte
drückbar ist, bis einer oder mehrere seiner Leiter kontaktiert sind. Das Kontaktieren
des Flachkabels gestaltet sich derart einfach und unproblematisch.
[0008] Besonders bevorzugt weist die Exzentereinheit ein Exzentergehäuse auf, in das eine
Exzenterwalze eingesetzt ist, die in dem Exzentergehäuse drehbar gelagert ist und
die bei einem Beschalten in bzw. an dem Basisgehäuse gegen eine Beschaltungsrichtung
widerlagerartig abgestützt ist, wobei sich bei einem Verdrehen der Exzenterwalze das
Exzentergehäuse relativ zum Basisgehäuse bewegt, so dass mit der Exzentereinheit das
Flachkabel auf die isolationsdurchdringenden Kontakte drückbar ist, bis dieses kontaktiert
ist. Die derart ausgebildete Exzentereinheit weist sehr kompakte Abmessungen auf und
ermöglicht dennoch ein einfacheres und sicheres Kontaktieren der Leiter des Flachkabels
mit den isolationsdurchdringenden Kontakten.
[0009] Die Erfindung schafft zudem die Fortbildung - und nach einer Variante auch selbstständigen
Erfindung - des Anspruchs 28
[0010] So schafft Anspruch 22 eine Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche
oder nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, bei welcher die Kontaktplatteneinheit als
Leiterplatteneinheit ausgebildet ist, welche zumindest eine Leiterplatte aufweist,
die auf die Grundplatte aufgesetzt ist, wobei jedenfalls im Bereich der isolationsdurchdringenden
Kontakte auf die Leiterplatte eine Schutzplatte aufgesetzt ist, die Öffnungen, insbesondere
Schlitze aufweist, welche die Schutzplatte zumindest teilweise durchsetzen, und aus
denen die isolationsdurchdringenden Kontakte vorstehen, wobei die Schutzplatte Ausnehmungen
zur Aufnahme und Abstützung von Basisabschnitten der isolationsdurchdringenden Kontakte
bei einem Kontaktieren der isolationsdurchdringenden Kontakte aufweist, welche mit
der Leiterplatte leitend verbunden sind. Derart ist es auf einfache Weise möglich,
die beim Kontaktieren der isolationsdurchdringenden Kontakte auftretenden relativ
großen Kräfte über eine größere Fläche an der Leiterplatte oder sogar an einem unter
der Leiterplatte befindlichen Bauteil abzustützen, um die Leiterplatte zu schützen.
[0011] Es ist vorteilhaft, wenn an einem Gehäuse in Haupterstreckungsrichtung des Flachkabels
versetzt auch zwei oder mehr Exzentereinheiten beweglich geführt sind, insbesondere
verschieblich sind, um das Flachkabel in seiner Längsrichtung an verschiedenen Stellen
zu kontaktieren. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Gehäuse dieser Anschlussvorrichtungen
an Formschlussmitteln (und/oder Kraftschlussmitteln) verbindbar sind, beispielsweise
an korrespondierenden Geometrien einer oder mehrerer Schwalbenschwanzverbindungen.
[0012] Nach dem Kennzeichen des Anspruchs 23 ist an die Anschlussvorrichtung in der Haupterstreckungsvorrichtung
des Flachkabels eine Stanzvorrichtung zum Durchtrennen eines oder mehrerer Leiter
des Flachkabels angesetzt. Da die Stanzvorrichtung nicht in das Gehäuse der Anschlussvorrichtung
integriert sondern zu diesem separat ausgebildet ist, ist es möglich, sie gezielt
nur in den Fällen vorzusehen, in welchen ein Durchtrennen der Leiter z.B. zur Realisierung
eines Sicherheitskreises unbedingt notwendig ist. Besonders vorteilhaft ist, wenn
die Anschlussvorrichtung und die Stanzvorrichtung korrespondierende Formschlussmittel
- einen oder mehrere. korrespondierende, ineinander steckbare Nuten und Zapfen - aufweisen,
an denen sie in Haupterstreckungsrichtung anreihbar sind.
[0013] Es ist dabei vorteilhaft und bevorzugt, weil praktisch und konstruktiv kompakt und
einfach, wenn die Anschlussvorrichtung und die Stanzvorrichtung korrespondierende
Formschlussmittel aufweisen, an denen sie in Haupterstreckungsrichtung anreihbar sind
und/oder dass in und gegen die Hauterstreckungsrichtung an den Gehäusen der Anschlussvorrichtung
und/oder der Stanzvorrichtung eine oder mehrere. korrespondierende Nuten und Zapfen
ausgebildet sind, welche zusammen eine Art Schwalbenschwanzverbindung ausbilden.
[0014] Es ist ferner zweckmäßig und damit vorteilhaft, wenn die Stanzvorrichtung ein Gehäuse
mit einem Gehäuseunterteil und einem Gehäuseoberteil aufweist, wobei vorzugsweise
das Gehäuseoberteil eine oder mehrere Öffnungen aufweist, die senkrecht zum Flachkabel
ausgerichtet sind und mit diesem radial fluchten, und dass in die jeweilige Öffnung
jeweils wenigstens ein Stanzstempel einsetzbar ist, mit dem ein unter der Öffnung
liegender Leiter des Flachkabels durchtrennbar ist, wobei vorzugsweise das Gehäuseunterteil
zum Auflegen des Flachkabels ausgebildet ist und dass das Gehäuseoberteil am Gehäuseunterteil
befestigbar, insbesondere festrastbar ist
[0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen. Nachfolgend
wird die Erfindung unter Bezug auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen
näher beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung;
- Fig. 2
- eine Sprengansicht der erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung aus Fig. 1;
- Fig. 3
- die Anschlussvorrichtung aus Fig. 1 ohne Exzentereinheit;
- Fig. 4
- in a) eine Sprengansicht einer ersten Exzentereinheit, in b) die Exzentereinheit aus
a) in einer perspektivischen Ansicht und in c) in einer Seitenansicht, jeweils in
einer ersten Betriebsstellung, und in d) die Exzentereinheit aus a) in der perspektivischen
Ansicht und in e) in der Seitenansicht in einer zweiten ersten Betriebsstellung;
- Fig. 5
- die Anordnung aus Fig. 1 mit der Exzentereinheit an einem Flachkabel;
- Fig. 6
- eine Leiterplattenanordnung der Anschlussvorrichtung aus Fig. 1;
- Fig. 7
- eine Sprengansicht einer zweiten Exzentereinheit;
- Fig. 8a-f
- in a) und b) eine erste und eine zweite perspektivische Ansicht einer zweiten erfindungsgemäßen
Anschlussvorrichtung, in c) eine Sprengansicht der zweiten erfindungsgemäßen Anschlussvorrichtung
aus a), in d) eine Schnittansicht durch eine Kontaktanordnung, ein Flachkabel und
eine Exzentereinheit nach Art der Fig. 7 und 8a - c - wobei weitere Elemente der Anschlussvorrichtung
nach Art der Fig. 1 ausgeblendet worden sind - während eines Kontaktierens des Flachkabels
in aufeinanderfolgenden drei Schritten jeweils in perspektivischer Ansicht und in
e) und f) Schnittansichten der Exzentereinheit mit dem Flachkabel;
- Fig. 9a-c
- eine Seitenansicht von Elementen einer Exzentereinheit nach Art der Fig. 7 während
eines Kontaktierens des Flachkabels während der aufeinanderfolgenden Schritte der
Fig. 8;
- Fig. 10
- eine Schnittansicht eines Abschnitts einer Leiterplattenanordnung einer ersten Bauart;
- Fig. 11
- eine Schnittansicht eines Abschnitts einer Leiterplattenanordnung einer zweiten Bauart;
- Fig. 12
- eine perspektivische Ansicht einer Anordnung aus zwei Anschlussvorrichtungen mit einer
zwischen diesen angeordneten Stanzvorrichtung an einem Flachkabel;
- Fig. 13
- in a) eine Stanzanordnung an einem Flachkabel, in b) einen Schnitt durch die Stanzanordnung
aus a) und in c) den Schnitt aus b) nach einem Stanzvorgang am Flachkabel;
- Fig. 14
- in a) bis e) Ansichten von Elementen der Stanzvorrichtung aus Fig. 13;
- Fig. 15
- in a) eine perspektivische Ansicht einer dritten Ausführungsvariante einer Anschlussvorrichtung
mit einer Exzentereinheit mit einer Abdeckhaube; in b) eine Sprengansicht der Anschlussvorrichtung
aus a); in c) eine Sprengansicht der Exzentereinheit aus a) und b) mit der Abdeckhaube,
in d) die Exzentereinheit aus a) mit einem kontaktierten Kabel und mit einem abgedeckten
Kabel, und in e) eine Draufsicht auf die Anschlussvorrichtung aus a) ohne Exzentereinheit
und ohne deren Abdeckhaube sowie mit einem schematisch dargestellten Kabel; und
- Fig. 16
- in a) eine perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsvariante einer Anschlussvorrichtung
mit einer Exzentereinheit mit einer Abdeckhaube und mit einem Elektronikgehäuse mit
einem teilausgeblendeten Elektronikgehäusedeckel und aus einer ersten Blickrichtung
schräg von oben, in b) eine zweite perspektivische Ansicht der Anschlussvorrichtung
aus a) aus einer zweiten Blickrichtung schräg von unten, in c) die Anordnung aus a)
in der Blickrichtung aus a) mit einem an eine Elektronik des Elektronikgehäuses angeschlossenen
Kabel; und in d) die Anordnung aus a) und c) mit einem teilweise geöffneten Elektronikdeckel
und einem an die Elektronik des Elektronikgehäuses angeschlossenen Kabel.
[0016] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht und Fig. 2 eine Sprengansicht einer ersten
Ausgestaltung einer Anschlussvorrichtung 1. Eine weitere Ausgestaltung ist in Fig.
8a - c dargestellt. Die Anschlussvorrichtungen 1 sind zur Kontaktierung eines Flachkabels
50 (siehe hierzu auch Fig. 5 und 8a) ausgelegt, das in der Regel mehrere Leiter 51
aufweist, die vorzugsweise jeweils von einer Isolierung 52 umgeben und in einen übergeordneten
Kabelmantel 53 eingebettet sind.
[0017] Das Flachkabel 50 hat eine Haupterstreckungsrichtung X und erstreckt sich flächig
in der X-/Y-Ebene. Es wird von der Kontaktierungsvorrichtung in einer Richtung -Z
kontaktiert. Die X-/Y-Ebene ist in der beispielhaften Anwendungsstellung der Fig.
1 horizontal ausgerichtet. Die Richtung Z ist dann die vertikale Richtung. Nachfolgend
verwendete Begriffe wie oben, unten, rechts, links usw. sind auf die Einbaustellung
der Fig. 1 zu beziehen, in welcher die Anschlussvorrichtung auf eine nicht dargestellte
horizontal ausgerichtete Unterlage aufgesetzt ist. Sie verändern sich entsprechend
in einer anderen Einbaulage an einer vertikalen Wand oder dgl. und sind daher über
die Einbaulage hinaus nicht einschränkend zu verstehen.
[0018] Die Anschlussvorrichtung 1 dient insbesondere zur Kontaktierung von Flachkabeln in
Gebäudeschächten, beispielsweise in Liftschächten. Sie weist ein ein- oder mehrteiliges
Basisgehäuse 2 (Fig. 3, 8a) auf, welches einen Grundabschnitt 3 und einen Abdeckabschnitt
4 aufweist. Der Grundabschnitt 3 ist in bevorzugter Ausgestaltung als Grundplatte
3 mit einer im Wesentlichen rechteckigen Form ausgebildet. Die Grundplatte 3 kann
- beispielsweise im Bereich einer oder mehrere ihrer Ecken - Befestigungsbereiche
5 aufweisen, an denen sie an einer Basis wie einer Wand anbringbar ist. Die Befestigungsbereiche
5 können hierzu beispielsweise Befestigungsöffnungen aufweisen, an denen die Grundplatte
2 mit (hier nicht dargestellten) Befestigungsmitteln wie Schrauben an der Basis befestigt
werden kann. Der Abdeckabschnitt 4 kann am Grundabschnitt 3 beispielsweise rastend
oder auf andere Weise festgelegt sein. Nach Fig. 8a-c sind diese Abschnitte 3 und
4 einstückig ausgebildet bzw. verbunden.
[0019] Die Grundplatte 3 erstreckt sich parallel zur Ebene des zu kontaktierenden Flachkabels
50. Sie weist hier ferner seitliche Stege 6 auf, die aus der Ebene der Grundplatte
3 an der von der unteren Befestigungsseite abgewandten Oberseite parallel zueinander
nach oben vorstehen.
[0020] Auf die Grundplatte 3 ist eine Kontaktplatteneinheit aufgesetzt bzw. auflegbar (Fig.
1, 2). Diese Kontaktplatteneinheit ist nach Fig. 1, 2 und 6 nach einer ersten Bauart
als Leiterplatteneinheit 7 ausgebildet. Die Leiterplatteneinheit 7 weist zumindest
eine Leiterplatte 8 auf, die direkt auf die Grundplatte 2 auflegbar ist bzw. ausgelegt
ist. An der Leiterplatte 8 ist eine Mehrzahl von isolationsdurchdringenden Kontakten
9 (auch isolationsdurchdringende Kontakte genannt) angeordnet (vorzugsweise an diese
angelötet), die vorzugsweise senkrecht von der Leiterplatte 8 nach oben vorstehen.
Hier bilden die isolationsdurchdringenden Kontakte 9 jeweils eine Kontaktgabel mit
Schneidkanten aus, die sich zu ihren freien Enden hin verjüngen. Jede der Kontaktgabeln
ist dazu ausgelegt, die Isolation eines Leiters zu durchtrennen und an dem derart
freigelegten Leiter diesen kontaktierend zur Anlage zu kommen.
[0021] Im Bereich der isolationsdurchdringenden Kontakte 9 ist auf die Leiterplatte 8 eine
Schutzplatte 11 aufgebracht, die eine kleinere Fläche aufweist als die Leiterplatte
8. Diese Schutzplatte 11 weist Öffnungen, insbesondere Schlitze 12 auf, welche die
Schutzplatte 11 zumindest teilweise durchsetzen. Wie bei der beispielhaft bestückten
Leiterplattenanordnung der Fig. 6 zu erkennen, sind die isolationsdurchdringenden
Kontakte 9 in den Öffnungen 12 vorzugsweise vorteilhaft nach unten hin abgestützt,
so dass die Schutzplatte 11 ein Widerlager bei der Kontaktierung bildet. Die eigentliche
Kontaktierung der Leiterplatte 8 erfolgt seitlich der Abstützbereiche und vorzugweise
seitlich der Schlitze 12 der Schutzplatte 11 (hier nicht zu erkennen).
[0022] Die Schutzplatte 11 dient insofern zur Abstützung und Stabilisierung der isolationsdurchdringenden
Kontakte 9 und zum Schutz der (in Fig. 6 nicht dargestellten) Leiterplatte 8 beim
Eindrücken des Flachkabels in die Leiter 51. Die hier bevorzugte Art der Ausgestaltung
der isolationsdurchdringenden Kontakte wird weiter unten noch näher unter Bezug auf
Fig. 10 und 11 beschrieben.
[0023] An der Leiterplatte 8 können ferner eine oder mehrere Anschlusskontakte wie Buchsen-
oder Stiftleisten 13, 14 angeordnet sein, an welche Leiterenden oder Stecker oder
dgl. einer hier ansonsten nicht dargestellten elektrischen/elektronischen Baugruppe
anschließbar sind. Vorzugsweise ist die Anschlussrichtung Y/-Y dieser Buchsenund/oder
Stiftleisten 13, 14 jedenfalls teilweise senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung X
des Flachbandkabels ausgerichtet. Sie können auch ganz oder teilweise in Anreihrichtung
bzw. Haupterstreckungsrichtung des Flachkabels ausgerichtet sein. In diesem Fall könnte
durch korrespondierende Stift-/Messer- und Buchsenkontakte, die vorzugsweise eine
direkte leitende Verbindung zwischen aneinandergereihten Anschlussvorrichtungen realisiert
werden (hier nicht dargestellt). Die Buchsen- und Stiftleisten oder sonstige Anschlüsse
sind vorzugsweise zwischen der Grundplatte 3 und dem Abdeckabschnitt 4 von außen zugänglich.
[0024] Auf den Grundabschnitt 3 mit der Leiterplatteneinheit 7 ist der Abdeckabschnitt 4
aufsetzbar bzw. aufgesetzt (Fig. 1). Der Abdeckabschnitt 4 weist einen unteren Rahmenabschnitt
15 auf, von dem sich seitlich zwei Stege 16, 17 senkrecht nach oben erstrecken. In
einer Ansicht in der Y-Z-Ebene weist der Abdeckabschnitt 4 damit im Wesentlichen eine
U-Form auf (Fig. 2).
[0025] In dem Bereich zwischen den parallelen Stegen 16, 17 ist ein hier rechteckiger Aufnahmeraum
ausgebildet, in welchen eine Kabelauflageplatte 18 einlegbar ist. Die Kabelauflageplatte
18 dient zur Auflage des eigentlichen Flachkabels 50. Sie kann zueinander parallele
Rillen 19 aufweisen, so dass sie sich an ein entsprechend geformtes Flachkabel 50
gut anpasst, damit dessen Leiter definiert parallel zueinander auf der Kabelauflageplatte
18 liegen. Die Kabelauflageplatte 18 weist ferner sie durchsetzende Öffnungen, insbesondere
Schlitze 20 auf, welche wiederum im kontaktierten Zustand von den freien Enden der
isolationsdurchdringenden Kontakte 9 durchsetzt sind.
[0026] Die Kabelauflageplatte 18 kann senkrecht zur Ebene des Flachkabels 50 verschieblich
aber parallel zu dessen Ebene (X-/Y-Ebene) unverrückbar an Führungsausnehmungen 21
der Stege 16, 17 des Abdeckabschnitts 4 geführt sein. Sie kann auch an zwei oder mehr
Seiten, insbesondere an drei Seiten - Rasthaken 55 (Fig. 2, Fig. 8a) oder dgl. aufweisen,
mit welchen die Kabelauflageplatte 18 in (hier nicht im Detail zu erkennenden) Konturen
(siehe z.B. die Kante 66) des Gehäuses 4 verrastet wird. Dies geschieht vorzugsweise
derart, dass eine gewisse Verschieblichkeit der Kabelauflageplatte 18 in Z-Richtung
relativ zum Gehäuse 2 erhalten bleibt.
[0027] Die Kabelauflageplatte 18 kann auch vorteilhaft federnd mit einer oder mehreren Federn
54 an dem Rahmenabschnitt 15 des Abdeckabschnitts 4 des Gehäuses 2 abgestützt sein.
Hier sind diese Federn 54 in bevorzugter Ausgestaltung als Schraubenfedern ausgebildet.
Ein Einsatz anders ausgestalteter Federn ist denkbar. Die Federn können auch als einer
oder mehrere federnde Abschnitte an dem Gehäuse 2 und/oder der Kabelauflageplatte
18 ausgebildet sein (hier nicht dargestellt). Vorteilhaft ist, dass durch die Federn
eine Vorspannung der Kabelauflageplatte 18 gegen die Kontaktierungsrichtung (-Z) erreicht
wird, was dabei hilft, einen präzisen Kontaktierungsvorgang zu gewährleisten.
[0028] Die Stege 16, 17 weisen in einer Ansicht aus der X-/Z-Ebene hier eine Art Dreiecksform
auf und stehen soweit vom Rahmenabschnitt 15 in Z-Richtung vor, dass sie ein Anordnen,
Verschieben und Lagern wenigstens einer oder mehrerer (letzteres hier nicht dargestellt)
Exzentereinheit(en) 22 ermöglichen.
[0029] Nachfolgend werden zwei verschiedene Bauarten von Exzentereinheiten betrachtet (Fig.
4, Fig. 7). Jede Exzentereinheit 22 weist eine im Wesentlichen zylindrische Exzenterwalze
23 aus, die an ihren Axialseiten seitliche Lagerzapfen 24 geringeren Durchmessers
aufweist, die zur Lagerung der Exzenterwalze 23 dienen.
[0030] Die Lagerzapfen 24 sind exzentrisch zu einer gedachten Mittelachse M der Exzenterwalze
angeordnet. Die Exzenterwalze 23 weist vorzugsweise an ihrem Außenumfang wenigstens
einen abgeflachten Bereich 25 auf (siehe Fig. 8a-e). Die Exzenterwalze 23 ist ferner
mit einem sich radial erstreckenden Schlitz 26 versehen, der sich vom Außendurchmesser
vorzugsweise durch die Mittelachse M ein Stück in die Exzenterwalze 23 hinein erstreckt.
Der Schlitz 26 dient als Ansatzkontur für ein Betätigungswerkzeug, hier einen Schraubendreher.
[0031] Die Exzenterwalze 23 ist - hier von der Seite her in ein ein- oder mehrteiliges Exzentergehäuse
27 der Exzentereinheit 22 eingesetzt und in diesem drehbar gelagert. Das Exzentergehäuse
27 weist hier eine in der X-/Y-Ebene rechteckige Grundform auf. Es ist dazu ausgelegt,
in den Rahmenabschnitt 15 (in dessen Öffnung 28, siehe Fig. 2) des Abdeckabschnitts
4 einzutauchen.
[0032] Das Exzentergehäuse 27 umgibt die Exzenterwalze 23 nach der ersten Bauart der Fig.
4 nahezu vollständig. Es weist aber vorzugweise an seiner von dem Grundabschnitt abgewandten
Seite ein Fenster 31 auf, das so ausgebildet ist, dass das Betätigungswerkzeug in
die Ansatzkontur (hier den Schlitz 26) einführbar ist und dass die Exzenterwalze 23
so weit verschwenkt werden kann, wie es für ein Beschalten notwendig ist.
[0033] Das Exzentergehäuse 27 weist ferner einen Abschnitt, insbesondere eine (oder zwei
zueinander parallele) Seitenwand 29 auf, in der ein sich senkreckt (in Z-Richtung)
erstreckendes Langloch 30 (Fig. 4) oder ein Schlitz 30a ausgebildet ist. Das Langloch
oder der Schlitz sind von dem Lagerzapfen 24 der Exzenterwalze 23 durchsetzt.
[0034] Die Exzenterwalze 23 ist in dem Exzentergehäuse 27 drehbeweglich angeordnet. Das
Exzentergehäuse 27 weist in Richtung der isolationsdurchdringenden Kontakte 29 eine
Druckseite 27a auf.
[0035] Die Breite des Exzentergehäuses 27 (der Abstand der Seitenwände 29) in Y-Richtung
entspricht dem Abstand Y1 (siehe Fig. 3) zwischen den Stegen 16, 17 des Abdeckabschnitts
4. In den Stegen 16, 17 des Abdeckabschnitts 4 ist jeweils ferner eine Aufnahmekontur
32 ausgebildet, die ein Einführen der Lagerzapfen 24 der Exzentereinheit 22 ermöglicht.
Vorzugsweise ist die Aufnahmekontur 32 derart ausgebildet, dass das Exzentergehäuse
27 mit einer Bewegungskomponente in X-Richtung eingeführt werden kann, bis es an einem
Anschlag 33 in X-Richtung zur Anlage kommt, was beim Einführen der Exzentereinheit
22 gut zu spüren ist.
[0036] Vorzugsweise jede Aufnahmekontur 32 des Abdeckabschnitts 4 weist ferner nach oben
in der von der Grundplatte abgewandten Richtung in vorteilhafter Weise eine Vertikalanschlagskontur
34 auf, die vorzugsweise (beispielsweise nach Art eines halbzylindrischen Freiraums)
abgerundet ausgebildet ist und gegen die Kontaktierungsrichtung -Y einen Anschlag
nach Art eines Widerlagers und Sitzes für die Lagerzapfen 24 bildet. Die Lagerzapfen
24 der Exzenterwelle 23 können auch als Enden einer durchgehenden Welle ausgebildet
sein (hier nicht dargestellt).
[0037] An seiner im montierten Zustand am Abdeckabschnitt 4 des Gehäuses 2 zum Flachkabel
50 gewandten unteren Seite weist der Druckstempel 27a des Exzentergehäuses 27 der
Exzentereinheit 22 jeweils zumindest in dem oder den Bereichen einen oder mehrere
Vorsprünge 35 als Widerlager zu den Kontakten an der Druckseite 27a auf, in welchen
das Flachkabel auf die isolationsdurchdringenden Kontakte 9 gedrückt werden soll und
in denen es von diesen eingeschnitten wird. Derart ist es vorteilhaft möglich, die
Beschaltungskraft gezielter bzw. relativ genau "punktuell" gerade in den Bereich des
Flachkabels 50 aufzubringen, in welchen es kontaktiert werden soll (Fig. 8a).
[0038] Die Funktion der zuvor hinsichtlich ihres Aufbaus beschriebenen Anschlussvorrichtung
mit Exzentereinheit 22 bei dem Kontaktieren eines Flachkabels ist wie folgt.
[0039] Das Gehäuse 2 der Anschlussvorrichtung 1 wird bis auf die Exzentereinheit 22 vormontiert
(siehe Fig. 3), auf eine Montagebasis aufgestellt und an dieser vorzugweise fest montiert
(beispielsweise wird es an die Montagebasis angeschraubt, hier nicht dargestellt).
[0040] Jetzt wird das Flachkabel 50 auf die von den Federn 54 nach oben gedrückten Kabelauflageplatte
18 zwischen den Stegen 16 und 17 gelegt. Sodann wird die Exzentereinheit 22 mit einer
Bewegungskomponente parallel zum Flachkabel in den Raum zwischen den Stegen 16 und
17 geführt, so dass die Lagerzapfen 24 in die Aufnahmekontur 32 greifen. Die Exzentereinheit
22 wird derart bis an den Anschlag 33 der Aufnahmekonturen 32 bewegt. Die Lagerzapfen
24 befinden sich - anders als in Fig. 1 dargestellt - in den Langlöchern 30 (oder
in den Schlitzen 30a, siehe Fig. 9b) in der unteren Stellung. Sodann wird mit einem
Betätigungswerkzeug die Exzenterwalze 23 von außen gedreht (vergleiche die Stellungen
des Schlitzes 26 in den Fig. 8a, 8b, 8c). Derart wird auf die Innenseite der untere
Seiten bzw. -wand 27a des Exzentergehäuses 27 innen eine Druckkraft in Beschaltungsrichtung
(- Z) ausgeübt, welche das Exzentergehäuse 27 mit der Druckseite bzw. -wand 27a und
deren Vorsprüngen 35 in Richtung der isolationsdurchdringenden Kontakte 9 bewegt.
[0041] Ein weiteres Verschwenken der Exzenterwalze 23 drückt, da die Lagerzapfen 24 im Abdeckabschnitt
4 in Z-Richtung nach oben hin an der Kontur 34 widerlagerartig abgestützt und fixiert
sind, die Druckseite 27a weiter senkrecht zum Flachkabel 50 in dessen Richtung (Richtung
-Z, Fig. 8b). Sobald die untere Seite 27a (hier mit den Vorsprüngen 35) das Flachkabel
50 erreicht, wird das Flachkabel 50 auf die freien Enden der isolationsdurchdringenden
Kontakte gedrückt.
[0042] Das Verschwenken wird fortgesetzt, bis das Flachkabel 50 soweit auf die isolationsdurchdringenden
Kontakte 9 gedrückt ist, dass diese den Kabelmantel 53 und die Isolierungen 52 durchsetzen
und den oder die mehreren zu kontaktierenden Leiter 51 sicher kontaktieren (Fig. 8c,
9c). Diese Stellung ist hier vorteilhaft am Erreichen des abgeflachten Bereichs 25
der Exzenterwalze 23 spürbar, was die Sicherheit beim Beschalten erhöht (Fig. 9c).
Das Beschalten erfordert derart nur relativ geringe Kräfte und ist einfach und problemlos
manuell durchführbar. Der abgeflachte Bereich sorgt zudem für eine definierte Stellung
nach Art eines "Rastens" und verhindert derart ein Zurückdrehen der Exzenterwalze.
[0043] Bei der ersten Ausführungsform der Exzentereinheit 22 der Fig. 4a) bis e) wird ein
Verrasten in einer ersten Stellung vor dem Kontaktieren und nach dem Beschalten bzw.
Kontaktieren in einfachster Weise durch einen kleinen Vorsprung 67 erreicht, der hier
in beiden Stellungen vor und nach dem Kontaktieren jeweils rastend in eine kleine
Öffnung 68, 69 in der Seitenwand 30 des Exzentergehäuses 27 mit dem Langloch 30 eingreift
(Fig. 4 b) bis d). Dies erleichtert den Kontaktierungsvorgang und hält die Exzenterwalze
23 in der jeweils erreichten Stellung.
[0044] Bei der zweiten Ausführungsform der Exzentereinheit 22 nach Fig. 7 ist das Exzentergehäuse
27 an einer anderen, insbesondere der oberen, Seite offen, so dass die Exzenterwalze
23 von dieser Seite her in das Exzentergehäuse 27 einsetzbar ist. Das Exzentergehäuse
27 weist dann die zwei nach oben offenen Schlitze 30a auf, welche nach dem Einlegen
der Exzenterwalze von den Lagerzapfen 24 durchsetzt sind. Im unteren Bereich kann
einer oder können die Schlitze eine Verjüngung 36 (Fig. 9b) aufweisen, so dass die
Lagerzapfen 24 in den Schlitzen 30a in einer unteren Montagestellung verrastbar sind,
aus welcher sie in die Kontaktierungsstellung bewegt werden.
[0045] Das vormontierte Exzentergehäuse 27 wird genauso zum Kontaktieren des Flachkabels
50 genutzt wie das zuvor beschriebene Exzentergehäuse. Wird die Exzenterwalze 23 verschwenkt,
drückt ihr Außenumfang wiederum auf die in Richtung der isolationsdurchdringenden
Kontakte liegende Gehäusewand 27a, welche in Richtung der isolationsdurchdringenden
Kontakte 9 vorgeschoben wird, bis das Flachkabel soweit auf die isolationsdurchdringenden
Kontakte 9 gedrückt ist, dass diese die kontaktierenden Leiter sicher kontaktieren.
[0046] Die isolationsdurchdringenden Kontakte 9 können, müssen aber nicht an einer Leiterplatteneinheit
7 montiert sein. Sie können auch an einer anderen Kontaktplatteneinheit vormontiert
sein.
[0047] Die Montagebasis kann beispielsweise als eine Kontaktaufnahmeplatte 8' (siehe Fig.
8a) ausgebildet sein, in welcher sacklochartige Bohrungen oder Schlitze oder gestufte
Bohrungen oder Schlitze 37 ausgestaltet sind, so dass die Kontakte mit Basisabschnitten
40 in der Kontaktaufnahmeplatte 8' angeordnet und abgestützt sind. Diese Basisabschnitte
40 können auch Teil von Leiteranschlüssen sein.
[0048] Nach der Variante der Anschlussvorrichtung der Fig. 1 bis 6 ist die Kontaktaufnahmeplatte
als eine Leiterplatte ausgebildet. Nach einer weiteren Variante der Anschlussvorrichtung
der Fig. 8a) bis e) ist die Kontaktaktaufnahmeplatte dagegen keine Leiterplatte sondern
sie ist mit Anschlusskontakten 72 zum Anschließen von Leiterenden 75 oder dgl. versehen,
die leitend mit den isolationsdurchdringenden Kontakten 9 verbunden bzw. ausgebildet
sind. Vorzugsweise sind die Anschlusskontakte 72 von der Rückseite des Gehäuses 2
her zugänglich (Fig. 8b, c). Nach Fig. 8 sind der Grundabschnitt 2 und der Abdeckabschnitt
4 einstückig ausgebildet, d.h., dass Gehäuse 2 ist einstückig, was aufgrund der noch
zu erörternden anderen Gestaltung der Kontaktaufnahmeplatte möglich ist. Das eigentliche
Kontaktieren des Flachkabels gestaltet sich aber nach den Varianten der Fig. 7 und
8 analog bzw. sogar gleich wie nach Fig. 1 bis 6..
[0049] Nach Fig. 8a) bis e) sowie f) ist die Kontaktaufnahmeplatte 8 vorzugsweise im Bereich
der Schlitze oder Öffnungen 37 auch von der gegenüberliegenden Seite her mit Öffnungen
68 versehen. In die eine der Öffnungen 68 sind Leiter einführbar. Hier ist eine weitere
der Öffnungen 68 zum Einführen eines Betätigungswerkzeugs ausgebildet. Die Öffnungen
68 münden in Kontaktkammern 71 für Anschlusskontakte 72 für Leiterenden 75 von Leitern
76 oder dgl. angeordnet (Fig. 8c). Die Kontaktkammern 71 werden von den Öffnungen
37 gebildet. In den Kontaktkammern 71 sind die isolationsdurchdringenden Kontakte
9 bei dem Beschalten abgestützt. Diese Anschlusskontakte 72 können als Federkontakte
oder Schraubkontakte oder dgl. ausgebildet sein. Im vorliegenden Fall sind sie als
Druckfederkontakte in Direktstecktechnik (Push-In) ausgebildet. Die Öffnungen 68 sind
vorzugsweise von der Rückseite des Gehäuses her zugänglich (sie Fig. 8a), b) und c).
In diesem Fall sind Anschlüsse an den Seiten (Leisten 13, 14) nicht erforderlich.
Die Leiter werden vorzugsweise durch Aussparungen oder Öffnungen 74 im Gehäuse 2 nach
außengeführt (Fig. 8a, b, c).
[0050] In Richtung der Exzentereinheit 22 kann eine Abdeckplatte 38 (hier mit Raststegen
73) auf die Kontaktaufnahmeplatte/-fläche 8' aufgesetzt sein, welche selber kleinere
Öffnungen, insbesondere Schlitze 39, als die Kontaktaufnahmeplatte 8' aufweist, aus
welchen die freien Enden der isolationsdurchdringenden Kontakte mit den Schneidkanten
nach außen in Richtung der Exzentereinheit 22 vorstehen. Auch derart sind die isolationsdurchdringenden
Kontakte 9 sicher geführt und gehalten. Von den Basisabschnitten 40 der isolationsdurchdringenden
Kontakte 9 erstreckt sich vorzugsweise jeweils eine leitende Verbindung zu wenigstens
einem der externen Leiteroder Steckeranschlüsse 13, 14.
[0051] Wird als Kontaktplattenanordnung eine Leiterplattenanordnung 7 mit einer Leiterplatte
8 (Fig. 1 bis 6) eingesetzt, ist die folgende Anordnung der isolationsdurchdringenden
Kontakte 9 an der Leiterplattenanordnung 7 besonders vorteilhaft. Jeder isolationsdurchdringende
Kontakt 9 weist die eigentlichen Kontaktschneiden auf, an welche sich an der von den
Spitzen der isolationsdurchdringenden Kontakte abgewandten Seite wiederum ein Basisabschnitt
41 anschließt, der in Öffnungen 12 in der Schutzplatte 11 auf der Leiterplatte 7 eingesetzt
ist. Wird eine Kraft auf das freie Ende des isolationsdurchdringenden Kontaktes 9
ausgeübt, wird dieser derart sicher an der Schutzplatte 11 als Widerlager abgestützt.
Derart können die jeweils relativ punktuell auf den bzw. die isolationsdurchdringenden
Kontakte 9 ausgeübten Kräfte beim Beschalten über die Schutzplatte 11 entweder flächig
verteilt in die Leiterplatte 8 eingeleitet werden, was diese in einfacher Weise vor
einer zu hohen, möglicherweise zu Zerstörungen führenden Belastung schützt (Fig. 10).
Alternativ ist auch möglich, die Schutzplatte 11 mittels Stegen 42, welche die Leiterplatte
8 durchsetzen an dem Grundabschnitt 3 des Gehäuses abzustützen (Fig. 11), so dass
die Leiterplatte 8 quasi vollständig von Beschaltungskräften frei bleibt.
[0052] Die eigentliche Kontaktierung der Leiterplatte 8 erfolgt über eine leitende Verbindung,
beispielsweise ein Stromschienenstück 43, das winklig, insbesondere rechtwinklig zur
Beschaltungsrichtung - an dem Basisabschnitt 41 ausgerichtet ist und vorzugsweise
über ein wiederum winklig zum Stromschienenstück 43 ausgerichteten Stiftabschnitt
65, der die Schutzplatte 11 durchsetzt und an oder in der Leiterplatte 8 angelötet
ist. Vorzugsweise ist dieser "Ort des Verlötens" senkrecht zur Beschaltungsrichtung
(-Z) zu den Schneidkanten der isolationsdurchdringenden Kontakte 9 beabstandet. Das
Stromschienenstück 43 kann auch U-förmig ausgestaltet sein und dann in den Stiftabschnitt
65 übergehen. Das U-förmige Stromschienenstück 43 kann derart leicht in Z-Richtung
einfedern.
[0053] Es ist auch vorteilhaft, mehrere der Anschlussvorrichtungen in der Haupterstreckungsrichtung
des Flachkabels aneinander zu reihen. Hierzu ist bevorzugt, dass an den zueinander
gewandten Seiten der Gehäuse 2 der beiden aneinander zu reihenden Anschlussvorrichtungen
1 korrespondierende Formschlussmittel ausgebildet sind, so dass die Anschlussvorrichtungen
1 formschlüssig zusammengehalten werden. Beispielsweise können in Haupterstreckungsrichtung
an den Gehäusen, insbesondere an den Stegen, eine oder mehrere. korrespondierende
Nuten 44 und Zapfen 45 (siehe z.B. Fig. 1) ausgebildet ein, welche zusammen eine Art
Schwalbenschwanzverbindung ausbilden.
[0054] Wie eingangs beschrieben, ist es bei manchen Anwendungsfällen notwendig, einen oder
mehrere der Leiter der Flachkabels 50 in Haupterstreckungsrichtung versetzt an zwei
Stellen zu kontaktieren. In diesem Fall ist es ferner oftmals notwendig, zwischen
den zwei Stellen, an welchen die Leiter des Flachkabels kontaktiert werden, den Leiter
zu unterbrechen. Dies kann mit einer Zange oder dgl. erfolgen, mit welcher ein Loch
in den Leiter gestanzt wird. Einfacher ist aber der Einsatz folgender Anordnung (siehe
Fig. 12 bis 14).
[0055] Zum beabstandeten Kontaktieren des Flachkabels 50 werden zwei in Haupterstreckungsrichtung
X des Flachkabels versetzt angeordnete Kontaktierungsvorrichtungen am Flachkabel angeordnet.
[0056] Nach einer Weiterbildung, die aber auch als separate Erfindung zu betrachten ist
und z.B. auch bei einer anderen Beschaltungsart für die IDC-Kontakte 9 als einer Exzenterbetätigung
einsetzbar ist, ist an eine oder zwischen zwei der Kontaktierungsvorrichtungen 1,
1 eine Stanzvorrichtung 46 mit einem Gehäuse 47 und einem Stanzmittel zum Ausstanzen
einer oder mehrerer Leiter gesetzt.
[0057] An dem Gehäuse 47 der Stanzvorrichtung 46 sind Formschlussmittel ausgebildet, insbesondere
Zapfen 44 und Nuten 45, welche mit den Formschlussmitteln der Gehäuse 2 der Anschlussvorrichtungen
korrespondieren. Derart kann das Gehäuse 46 formschlüssig zwischen die Gehäuse 2.
2 der beiden an es angrenzenden Anschlussvorrichtungen 1; 1 gesetzt werden. Diese
Art der Anordnung ist einfach und vorteilhaft.
[0058] Das Gehäuse 47 der Stanzvorrichtung 46 weist ein Gehäuseunterteil 48 (Fig. 14c) und
ein Gehäuseoberteil 49 auf (Fig. 14a, b). Das Gehäuseunterteil 48 weist in einer X-Z-Ansicht
vorzugsweise eine U-Form auf. Das Gehäuseunterteil 48 ermöglicht das Auflegen des
Flachkabels 50, das zwischen zwei sich in Z-Richtung erstreckenden Stegen 57, 58 einlegbar
und zentriert gehalten ist. Ein Auflagebereich 59 des Gehäuseunterteils weist Vertiefungen
60 unterhalb von Bereichen auf, in welchen das Flachkabel durchtrennt werden soll.
[0059] Das Gehäuseoberteil weist eine oder mehrere Öffnungen 61 auf, die senkrecht zum Flachkabel
ausgerichtet sind und mit diesem radial fluchten. Die Öffnungen 61 liegen in Z-Richtung
oberhalb der Vertiefungen. Wird in die jeweilige Öffnung 61 als Stanzmittel ein Stanzstempel
62 eingetrieben, beispielsweise in die Öffnung 61 eingeschlagen, wird der unter der
Öffnung 61 liegende Leiter 51 durchtrennt. Diese Art der Unterbrechung des Stromkreises
ist einfach und sicher durchführbar. Da die Stanzvorrichtungen eine baulich von den
Anschlussvorrichtungen getrennte Einheit ist, muss sie nur bei diesem Anwendungsfall
eingesetzt werden und kann ansonsten eingespart werden. Das Gehäuseoberteil 49 kann
an dem Gehäuseunterteil 48 befestigbar sein, beispielsweise mit Rastmitteln. Diese
umfassen hier beispielhaft zwei vorzugsweise lösbare Rasthaken 63, die zum Verrasten
an entsprechenden Rastkonturen 64 des Gehäuseunterteils 48 ausgelegt sind. Derart
können die Leiter des Flachkabels einfach und dennoch präzise unterbrochen werden.
Die Handhabung ist vorteilhaft einfach und führt dennoch zu sehr präzisen Resultaten.
Die Öffnungen könnten auch zunächst verschlossen sein und nach Art einer Vorkonfektionierung
durch Herausbrechen z.B. von angespritzten Erhebungen geöffnet werden. Der Monteur
weiß dann am Einsatzort genau, an welchen Stellen er jeweils Stanzstempel einzubringen
hat.
[0060] Fig. 15 zeigt in a) bis e) eine dritte Variante einer Anschlussvorrichtung 1 zur
Kontaktierung von Flachkabeln, die insbesondere in Schächten verlegt sein können,
vorzugsweise in Liftschächten. Sie weist wiederum das hier zweiteilige Basisgehäuse
2 (Fig. 3, 8a) auf, welches einen Grundabschnitt 3 und einen Abdeckabschnitt 4 aufweist,
die einstückig oder rastend oder auf andere Weise verbunden sind. Es ist ferner eine
Art Bodenabdeckplatte 3' vorgesehen, welche ein Eindringen von Staub von unten verhindert.
Diese Anschlussvorrichtung 1 ist wie die Anschlussvorrichtung der Fig. 8 aufgebaut.
Nachfolgend werden daher nur Unterschiede zu der Variante der Fig. 8 erläutert. Sie
weist damit auch die zweite Ausführungsform der Exzentereinheit 22 nach Fig. 7 auf
(siehe Fig. 15b). Allerdings sind im Vergleich zu Fig. 8 mehr der Kontakte 9, wiederum
ausgebildet als IDC-Kontakte in drei parallelen Reihen - vorgesehen, die zur Kontaktierung
von Leitern bzw. Adern des Flachkabels 50 dienen. Entsprechend sind auch mehr der
Kontakte 72 zum Anschluss von Leitern vorgesehen, die vorgesehen sind, um jeweils
mit einem der Leiter des Flachkabels 50 verbunden zu werden.
[0061] Die Anschlussvorrichtung der Fig. 15 weist ferner eine Abdeckhaube 77 auf, welche
die Exzentereinheit 22 von oben abdeckt, so dass diese gut geschützt liegt. Insbesondere
wird so ein Eindringen von Staub gut vermieden, was ein Verschmutzen der Exzentereinheit
im Liftschacht verhindert. Die Abdeckhaube 77 wird vorzugsweise direkt an der Exzentereinheit
22 befestigt und erstreckt sich in montierter Stellung am Basisgehäuse 2 vorzugsweise
zwischen den Stegen 16, 17. Daher entspricht vorzugsweise die Breite der Abdeckhaube
77 in Y-Richtung dem Abstand Y1 (siehe Fig. 3) zwischen den Stegen 16, 17 des Abdeckabschnitts
4. An der Exzentereinheit 22 ist die Abdeckhaube 77 vorzugsweise formschlüssig und/oder
rastend festgelegt. Das Exzentergehäuse kann ferner eine Abstützkontur 27b aufweisen,
die schräg verläuft und die dazu dient, die Abdeckhaube 77 zu stabilisieren und stützen.
Die Abdeckhaube 77 optimiert auch das Design der Anschlussvorrichtung 1, da sie dem
Konturzug der Stege 16, 17 an dem Basisgehäuse angepasst ist. Zudem sichert sie eines
oder mehrere Elemente der Exzentereinheit wie deren Exzenterwalze 23 gegen ein Ausfallen,
bevor die Exzentereinheit montiert ist.
[0062] An das Basisgehäuse 2, hier an dessen Abdeckabschnitt 4, ist eine Zugentlastungskontur
78 angeformt, die in Haupterstreckungsrichtung des zu kontaktierenden Flachkabels
50 (Fig. 15 d) vorsteht. An dieser Zugentlastungskontur 78 - hier nach Art eines Teilkragens
- ist ein Kabelbinder festlegbar (hier nicht dargestellt). An der Bodenabdeckplatte
3' kann ein korrespondierender Teilkragen 78' ausgebildet sein. Der Teilkragen 78
und der Teilkragen 78' sind relativ zueinander senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung
des Flachkabels 50 begrenzt beweglich. Mit dem Kabelbinder, geführt durch die Teilkragen
78 und 78', kann das Flachkabel 50 auf einfache Weise klemmend festgelegt werden.
Derart kann auf einfache Weise eine Zugentlastung für das Flachkabel 50 realisiert
werden.
[0063] Die Abdeckhaube 77 und die Zugentlastungskontur 78 für die Zugentlastung lassen sich
an allen dargestellten Varianten der Erfindung realisieren.
[0064] An der Kabelauflageplatte 18 sind einer oder mehrere Stege 79 vorgesehen. Vorzugsweise
sind diese Stege 79 lösbar befestigt. Sie erstrecken sich senkrecht zur Ebene der
Kabelauflageplatte 18. Sie liegen an Stellen, an welchen eine oder mehrere Adern des
Flachkabels unterbrochen sind, beispielsweise durch eine Stanzung - so dass beispielsweise
eine Sicherheitskreisfunktion realisierbar ist.
[0065] Die Bodenabdeckplatte 3' erstreckt sich vorzugsweise in der Breite nur oder zumindest
über die Breite des zu kontaktierenden Flachkabels 50 (Fig. 16d). Nach der Variante
der Anschlussvorrichtung der Fig. 15 ist keine Elektronik, insbesondere keine Elektronikleiterplatte
zur Verarbeitung von Signalen an der Anschlussvorrichtung vorgesehen.
[0066] Das Problem, eine Variante nach Art der Fig. 15 um eine Elektronik, insbesondere
eine Elektronikleiterplatte zur Verarbeitung von Signalen an der Anschlussvorrichtung
zu ergänzen, wird dadurch gelöst, dass ein Elektronikgehäuse mit einer Elektronik,
insbesondere einer Elektronikleiterplatte, geschaffen wird, dass an das Basisgehäuse
2 ansetzbar und an diesem festlegbar ist und diese Elektronik aufweist.
[0067] Eine solche Anordnung ist in Fig. 16 a) bis d) umgesetzt worden. Danach wird ein
Elektronikgehäuse 81 mit einer Elektronik, insbesondere einer Elektronikleiterplatte
82, geschaffen, dass in Haupterstreckungsrichtung des zu kontaktierenden Flachkabels
50 an das Basisgehäuse 2 angesetzt und an diesem festgelegt ist. An der Elektronikleiterplatte
sind einer oder mehrere Leiterplattenanschlussstecker 83, 84 ausgebildet. Sie erlauben
den Anschluss von Kabeln 85 oder Leitern.
[0068] An die Anschlusskontakte 77 der Anschlussvorrichtung 1 werden nach er dargestellten
Variante Leiter angeschlossen, die somit Adern bzw. Leiter des Flachkabels 50, die
an die entsprechenden Kontakte 9 der Anschlussvorrichtung 1 angeschlossen sind, über
einen der Leiterplattenanschlussstecker 83 mit der Elektronikleiterplatte 82 verbinden.
Das Kabel 85 wird als Ausgang oder Eingang mit einem anderen der Leiterplattenanschlussstecker
84 verbunden.
[0069] Das Elektronikgehäuse 81 ist hier in bevorzugter Ausgestaltung relativ flach und
langegestreckt ausgebildet und ist senkrecht zum Flachkabel deutlich flacher ausgebildet
als das Basisgehäuse 2 der Anschlussvorrichtung 1. Es kann einen Deckel 86 aufweisen,
um den Anschluss von Leitern und/oder Kabel und/oder Steckern zu erleichtern.
[0070] Vorzugsweise - bar nicht zwingend - wird das Elektronikgehäuse 81 einfach rastend
an dem Basisgehäuse 2 festgelegt. Dazu wird es vorzugsweise in die Haupterstreckungsrichtung
des Flachkabels 50 geschoben (Pfeil P) und an dem Basisgehäuse 2 festgerastet, wozu
diese Gehäuse korrespondierende Rastmittel (zu sehen ist hier nur eines dieser Rastmittel:
87) aufweisen.
[0071] Das Elektronikgehäuse 81 könnte auch unterhalb, oberhalb oder an der anderen Seite
des Basisgehäuses befestigt werden. Die Variante der Fig. 16 ist besonders vorteilhaft,
da das Elektronikgehäuse 81 kompakt nahe zudem Flachkabel 50 untergebracht ist. Zwischen
dem Elektronikgehäuse 81 und dem Basisgehäuse 2 könnten auch direkt korrespondierende,
zusammensteckbare Steckverbinder vorgesehen sein (hier nicht dargestellt).
Bezugszeichen
[0072]
- Anschlussvorrichtung
- 1
- Gehäuse
- 2
- Grundabschnitt
- 3
- Bodenabdeckplatte
- 3'
- Abdeckabschnitt
- 4
- Befestigungsbereiche
- 5
- Stege
- 6
- Leiterplatteneinheit
- 7
- Leiterplatte
- 8
- Kontaktaufnahmeplatte
- 8'
- Kontakte
- 9
- Kontaktgabel
- 10
- Schutzplatte
- 11
- Schlitz
- 12
- Buchsen- oder Stiftleisten
- 13, 14
- Rahmenabschnitt
- 15
- Stege
- 16, 17
- Kabelauflageplatte
- 18
- Rillen
- 19
- Schlitze
- 20
- Führungsausnehmungen
- 21
- Exzentereinheit
- 22
- Exzenterwalze
- 23
- Lagerzapfen
- 24
- Abgeflachter Bereich
- 25
- Schlitz
- 26
- Exzentergehäuse
- 27
- Druckstempel
- 27a
- Abstützkontur
- 27b
- Öffnung
- 28
- Seitenwände
- 29
- Langloch
- 30
- Schlitz
- 30'
- Fenster
- 31
- Aufnahmekontur
- 32
- Anschlag
- 33
- Vertikalanschlagkontur
- 34
- Vorsprung
- 35
- Verjüngung
- 36
- Schlitz
- 37
- Abdeckplatte
- 38
- Schlitze
- 39
- Basisabschnitte
- 40,41
- Stege
- 42
- Stromschienenstück
- 43
- Nuten
- 44
- Zapfen
- 45
- Stanzvorrichtung
- 46
- Gehäuse
- 47
- Gehäuseunterteil
- 48
- Gehäuseoberteil
- 49
- Flachkabel
- 50
- Leiter
- 51
- Isolierung
- 52
- Kabelmantel
- 53
- Federn
- 54
- Rasthaken
- 55
- Stege
- 57,58
- Auflagebereich
- 59
- Vertiefungen
- 60
- Öffnungen
- 61
- Stanzstempel
- 62
- Rasthaken
- 63
- Rastkonturen
- 64
- Stiftabschnitt
- 65
- Kante
- 66
- Vorsprung
- 67
- Öffnungen
- 68,69
- Kontaktkammern
- 71
- Anschlusskontakte
- 72
- Raststege
- 73
- Öffnungen
- 74
- Leiterenden
- 75
- Leiter
- 76
- Abdeckhaube
- 77
- Zugentlastungskontur
- 78,78'
- Stege
- 79
- Elektronikgehäuse
- 81
- Elektronikleiterplatte
- 82
- Leiterplattenanschlussstecker
- 83, 84
- Kabel
- 85
- Deckel
- 86
- Rastmittel
- 87,88
1. Anschlussvorrichtung zur Kontaktierung von Leitern eines durchgehenden Flachkabels
(50), das mehrere Leiter (51) aufweist, die ggf. jeweils von einer Isolierung (52)
umgeben und in einen übergeordneten Kabelmantel (53) eingebettet sind, mit:
a. einem ein- oder mehrteiligen Basisgehäuse (2), welches zur Auflage des Flachkabels
(5) ausgelegt ist,
b. wobei an dem Basisgehäuse (2) mehrere isolationsdurchdringende Kontakte zum Kontaktieren
mehrerer der Leiter (1) des Flachkabels (50) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
c. an dem Basisgehäuse (2) ferner wenigstens eine Exzentereinheit (22) anbringbar
ist und bei dem Kontaktieren des Flachkabels angeordnet ist, mit welcher das Flachkabel
(50) auf die isolationsdurchdringenden Kontakte (9) drückbar ist, bis dieses kontaktiert
ist.
2. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzentereinheit (22) ein Exzentergehäuse (27) aufweist, in das eine Exzenterwalze
(23) eingesetzt ist, die in dem Exzentergehäuse (27) drehbar gelagert ist und die
bei einem Beschalten in dem Basisgehäuse (2) gegen eine Beschaltungsrichtung (-Z)
widerlagerartig abgestützt ist, wobei bei einem Verdrehen der Exzenterwalze (23) das
Exzentergehäuse (27) relativ zum Basisgehäuse (2) bewegbar ist, so dass mit der Exzentereinheit
(22) das Flachkabel (50) auf die isolationsdurchdringenden Kontakte (9) drückbar ist,
bis dieses kontaktiert ist.
3. Anschlussvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Exzentergehäuse (27) wenigstens eine offene Seite aufweist, von welcher aus die
Exzenterwalze (23) in das Exzentergehäuse einlegbar ist und/oder dass das Exzentergehäuse
(27) eine Druckseite (27a) aufweist, mit welcher das Flachkabel (50) auf die isolationsdurchdringenden
Kontakte (9) drückbar ist.
4. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckseite (27a) an ihrer im montierten Zustand am Deckelabschnitt (4) zum Flachkabel
(50) gewandten Seite jeweils in dem oder den Bereichen als Widerlager einen oder mehrere
Vorsprünge (35) aufweist, in welchen das Flachkabel (50) bei dem Kontaktieren von
den isolationsdurchdringenden Kontakten (9) eingeschnitten wird.
5. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basisgehäuse (2) einen Grundabschnitt (3) und einen Abdeckabschnitt (4) aufweist,
die separat oder einstückig verbunden ausgebildet sind.
6. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundabschnitt (3) des Basisgehäuses (2) als Grundplatte ausgebildet ist, auf
welche eine Kontaktplatteneinheit aufgesetzt ist, die eine Kontaktaufnahmeplatte oder
eine Leiterplatte (8) aufweist, von der die isolationsdurchdringenden Kontakte (9)
vorzugsweise senkrecht vorstehen.
7. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Kontaktaufnahmeplatte oder der Leiterplatte (8) ferner einer oder mehrere
Anschlusskontakte wie Buchsen- oder Stiftleisten (13, 14) angeordnet ist oder sind,
an welche Leiterenden oder Stecker oder dgl. einer elektrischen/elektronischen Baugruppe
anschließbar sind.
8. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Grundabschnitt (3), insbesondere mit der Kontaktplatteneinheit (7), der Abdeckabschnitt
(4) aufgesetzt ist oder dass er an diesen angeformt ist.
9. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdeckabschnitt (4) in einer Draufsicht eine Rahmenform aufweist und in einer
hierzu senkrechten Seitenansicht eine U-Form.
10. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abdeckabschnitt (4) einen Rahmenabschnitt (15) aufweist, von dem zwei Stege (16,
17) vorstehen, welche eine Aufnahmekontur für die Lagerzapfen (24) der Exzenterwalze
(23) aufweisen.
11. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Bereich zwischen den Stegen (16, 17) des Abdeckabschnitts (4) ein Aufnahmeraum
ausgebildet ist, in welchen vorzugsweise eine Kabelauflageplatte (18) einlegbar ist,
die sie durchsetzende Öffnungen, insbesondere Schlitze (20) aufweist, welche wiederum
zumindest im kontaktierten Zustand von den freien Enden der isolationsdurchdringenden
Kontakte (9) durchsetzt sind.
12. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterwalze (22) an ihrem Außenumfang wenigstens einen abgeflachten Bereich
(25) aufweist und/oder dass die Exzenterwalze (22) mit einer Kontur zum Ansetzen eines
Betätigungswerkzeugs versehen ist, die vorzugsweise als Schlitz (26) ausgebildet ist.
13. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenterwalze (23) in das Exzentergehäuse (27) eingesetzt ist und in diesem drehbar
gelagert ist und dass das Exzentergehäuse dazu ausgelegt ist, bei einem Kontaktieren
an der Druckseite (27a) in den Rahmenabschnitt (15) des Abdeckabschnitts (4) einzutauchen.
14. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Exzentergehäuse (27) an seiner von dem Grundabschnitt abgewandten Seite ein Fenster
(31) aufweist, das so ausgebildet ist, dass das Betätigungswerkzeug in die Ansetzkontur,
insbesondere den Schlitz (26), einführbar ist und dass die Exzenterwalze (23) so weit
verschwenkbar ist, wie es für das Kontaktieren des Flachkabels erforderlich ist.
15. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Exzentergehäuse (27) wenigstens eines oder zwei oder mehr sich senkrecht (Z-Richtung)
erstreckende Langlöcher oder Schlitze (30, 30a) aufweist, welches/welche von dem oder
den Lagerzapfen (24) der Exzenterwalze (23) durchsetzt ist/sind und in welchem/welchen
der oder die Lagerzapfen (24) radial zu seiner/ihrer Drehachse verschieblich ist/sind.
16. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Stegen (16, 17) des Abdeckabschnitts (4) jeweils eine Aufnahmekontur (32)
ausgebildet ist, die ein Einführen der Lagerzapfen (24) ermöglicht, wobei vorzugweise
die Aufnahmekontur(en) derart ausgebildet ist, dass das Exzentergehäuse (27) mit einer
Bewegungskomponente (X-Richtung) parallel zum Flachkabel eingeführt werden kann, bis
es an einem Anschlag (33) zur Anlage kommt und wobei vorzugsweise eine oder jede Aufnahmekontur
(32) ferner in der von der Grundplatte abgewandten Richtung eine Vertikalanschlagskontur
(34) aufweist.
17. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktaktaufnahmeplatte in Kontaktkammern (71) abgestützte Anschlusskontakte
(72) zum Anschließen von Leiterenden (75) oder dgl. aufweist, die leitend mit den
isolationsdurchdringenden Kontakten (9) verbunden bzw. ausgebildet sind und dass die
Anschlusskontakte (72) vorzugsweise von der Rückseite des Gehäuses (2) zugänglich
sind.
18. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktplatteneinheit als Leiterplatteneinheit ausgebildet ist, welche zumindest
eine Leiterplatte (8) aufweist, die auf die Grundplatte (2) aufgesetzt ist, wobei
vorzugsweise jedenfalls abschnittweise auf die Leiterplatte (8) eine Schutzplatte
(11) aufgesetzt ist, die Öffnungen aufweist, welche die Schutzplatte zumindest teilweise
durchsetzen, und aus denen die isolationsdurchdringenden Kontakte (9) vorstehen, und
wobei die Schutzplatte (11) Ausnehmungen zur Aufnahme und Abstützung von Basisabschnitten
(41) der isolationsdurchdringenden Kontakte (9) bei einem Kontaktieren der isolationsdurchdringenden
Kontakte aufweist, welche mit der Leiterplatte (7) leitend verbunden sind.
19. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der isolationsdurchdringenden Kontakte (9) eine Kontaktspitze oder eine oder
mehrere Kontaktschneiden aufweist, an welche sich jeweils die Basisabschnitte (41)
anschließen, wobei die Basisabschnitte (41) in die Öffnungen (12) in der Schutzplatte
(11) auf der Leiterplatte (7) derart eingesetzt sind, dass eine Kraft auf das freie
Ende des isolationsdurchdringenden Kontaktes (9) an der Schutzplatte (11) als Widerlager
abgestützt ist.
20. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktierung der Leiterplatte (8) über eine leitende Verbindung, insbesondere
ein Stromschienenstück (43) erfolgt, das, vorzugsweise abschnittsweise winklig, insbesondere
rechtwinklig zur Beschaltungsrichtung an dem Basisabschnitt (41) ausgerichtet ist
und vorzugsweise über einen wiederum winklig zum Stromschienenstück (43) ausgerichteten
Stiftabschnitt (65), der die Schutzplatte (11) durchsetzt und an oder in der Leiterplatte
(8) festgelötet ist, vorzugsweise derart, dass der Stiftabschnitt an einer Stelle
der Leiterplatte (8) an diese angelötet ist, die senkrecht zur Beschaltungsrichtung
(-Z) zu den Schneidkanten der isolationsdurchdringenden Kontakte (9) beabstandet liegt.
21. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzentereinheit (22) eine an dieser festgelegte Abdeckhaube (77) aufweist und/oder
dass an dem Basisgehäuse (2) eine Zugentlastungskontur (78) für einen Kabelbinder
ausgebildet ist.
22. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Elektronikgehäuse (81) mit einer Elektronik, insbesondere einer Elektronikleiterplatte,
vorgesehen ist, dass an das Basisgehäuse (2) ansetzbar und an diesem festlegbar ist
und eine Elektronik, insbesondere mit einer Elektronikleiterplatte (82) und einem
oder mehreren Steckverbindern (83, 84), aufweist.
23. Anschlussvorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche oder Anschlussvorrichtung
zur Kontaktierung von Leitern eines durchgehenden Flachkabels, das mehrere Leiter
aufweist, die ggf. jeweils von einer Isolierung umgeben und in einen übergeordneten
Kabelmantel eingebettet sind, mit folgenden Merkmalen: ein mehrteiliges Basisgehäuse,
welches zur Auflage des Flachkabels ausgelegt ist, wobei an dem Basisgehäuse mehrere
isolationsdurchdringende Kontakte, insbesondere Gabelkontakte oder Piercingkontakte,
zum Kontaktieren mehrerer der Leiter des Flachkabels angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass an sie in der Haupterstreckungsvorrichtung des Flachkabels (1) eine Stanzvorrichtung
zum Durchtrennen eines oder mehrerer Leiter des Flachkabels (50) anreihbar ist.