(19)
(11) EP 3 021 701 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.03.2019  Patentblatt  2019/11

(21) Anmeldenummer: 14766101.1

(22) Anmeldetag:  02.07.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A41D 7/00(2006.01)
A41B 9/00(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE2014/100224
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2015/007266 (22.01.2015 Gazette  2015/03)

(54)

SELBSTTRAGENDES BEKLEIDUNGSSTÜCK

SELF-SUPPORTING GARMENT

VÊTEMENT AUTOPORTEUR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 17.07.2013 DE 102013107588
24.07.2013 DE 102013107893

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
25.05.2016  Patentblatt  2016/21

(73) Patentinhaber: Kremer, Klaus
33102 Paderborn (DE)

(72) Erfinder:
  • Kremer, Klaus
    33102 Paderborn (DE)

(74) Vertreter: Limbeck, Achim 
Rechtsanwaltskanzlei Dr. Limbeck Auf dem Schimmerich 11
53579 Erpel
53579 Erpel (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-U1-202004 010 174
US-A- 5 347 657
DE-U1-202010 004 721
US-A- 5 367 715
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Technisches Gebiet



    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein selbsttragendes Bekleidungsstück gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs 1.

    Stand der Technik



    [0002] Aus dem Stand der Technik sind unter den in der Öffentlichkeit tragbaren Ausführungen nicht formstabile, im getragenen Zustand in sich geschlossene oder selbsttragende, den Unterkörper seitlich unbedeckt lassende Bekleidungsstücke ähnlich der eingangs genannten Art bereits in unterschiedlichen Ausführungen bekannt. Derartige Bekleidungsstücke bedecken bei geschlossenen Ausführungen zu einem bestimmten, je nach Ausführung variierenden Anteil auch Gesäß, Po und die Seiten des Unterkörpers. Weitere Ausführungen sind nur als Unterwäsche oder unter oder zusammen mit anderen Kleidungsstücken zu tragen, werden im medizinischen Bereich verwendet oder dienen als Halter für andere Kleidungsstücke.

    [0003] Weitere Merkmale des Stands der Technik seien nachstehend aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen dargestellt.

    [0004] In den Zeichnungen zeigen:

    Fig. 1 einen T- oder G-String mit geschnürten Trägern als Verschluss zur Öffnung;

    Fig. 2 einen String Tanga;

    Fig. 3 einen Delta- oder V-String;

    Fig. 4 einen C-String.



    [0005] Wie aus den Fig. 1-3 ersichtlich, ist bei bekannten Bekleidungsstücken ein zwischen den Beinen verlaufendes Band 2 vorgesehen, das vorne und hinten mit einem außen um den Körper umlaufenden Träger 1 des Bekleidungsstücks gegebenenfalls lösbar verbunden ist. Da der Träger 1 und/oder das Band 2 selbst nicht formstabil und auch nicht formstabil verbunden sind, würde das zwischen den Beinen verlaufende Band 2 nach unten abfallen, sofern es keine Verbindung gäbe, sowie nach vorne oder hinten wie ein einseitig aufgehängter Faden, sofern das Band 2 nur an einem Ende mit dem umlaufenden Träger 1 an der gegenüberliegenden Seite verbunden wäre. Eine Ausnahme bildet nur der so genannte C-String, welcher in Fig. 4 dargestellt ist, der über ein Band 2 nur die Zone zwischen den Beinen bedeckt und zur Vermeidung des Abfallens durch seine Konstruktion eine Spannung zwischen den Beinen aufbaut. Er besteht somit nur aus einem Band 2. Während T- und G-String seit jeher getragen werden, ist der Ursprung des V- (oder Delta-) String mit seinem deltaförmigen, textilfreien Dreieck am Steißbein unbekannt. Ein C-String ist beispielsweise in der US 2004 0 064 872 A1 beschrieben.

    [0006] Die Breite und Form der Träger 1 und Bänder 2 sind je nach Ausführung variabel (Fig. 1 bis Fig. 4). Bis auf den C-String (siehe in Fig. 4) sind diese nicht formstabil, sondern bestehen üblicherweise nur aus nicht formstabilen Trägern 1 beliebiger Breite und Form. Das Material ist in der Regel ein Stoff oder ein anderes Material, das sich dem Körper anpasst. Die in Fig. 1 bis Fig. 3 abgebildeten Formen ergeben sich erst durch das Anliegen an den Körper der tragenden Person, wodurch der Stoff bei zum Körper passender Größe gespannt wird. Diese Spannung verhindert ein Abrutschen nach unten. Im ungetragenen Zustand ist die abgebildete Form mit Ausnahme des C-Strings in Fig. 4 nicht vorhanden.

    [0007] Kennzeichnend ist, dass entweder - wie beim C-String in Fig. 4 - nur ein alleiniges, selbsttragendes Band 2 existiert, oder Träger 1 und Band 2 - wie in den Fig. 1 bis Fig. 3 dargestellt - vorne und hinten gegebenenfalls lösbar verbunden sind, da ansonsten das Band 2 zwischen den Beinen nach unten abfallen würde. Existiert ein Träger 1, der den Körper umläuft, so ist dieser im getragenen Zustand stets geschlossen (Fig. 1 bis Fig. 3; eventuell mittels eines oder mehrerer Verschlüsse 3 zu öffnen, wie in Fig. 1 gezeigt; sie können vorne, seitlich oder hinten innerhalb des Trägers 1 angebracht sein, oder auch unten innerhalb des Bands 2).

    [0008] Es ist somit bekannt, einen umlaufenden Träger 1 im getragenen Zustand immer geschlossen zu halten sowie ein Band 2 inklusive Schrittteil zwischen den Beinen vorne und hinten mit einem umlaufenden Träger 1 zu verbinden (Fig. 1 bis Fig. 3). Die vordere und hintere Verbindung zwischen dem Träger 1 und dem Band 2 ist für die Funktion (Verdeckung der abzudeckenden Körperregionen) bei den Ausführungen Fig. 1 bis Fig. 3 zwingend notwendig, um ein Abfallen von dem Band 2 zu verhindern. Bei der Ausführung in Fig. 4 ergibt sich der Halt vor Abfallen nach dem Stand der Technik durch eine durch das Material des Bands 2 erzeugte Spannung zwischen den Beinen.

    [0009] Die Unterteile, die auch die Seiten mehr oder weniger bedecken, lassen sich nur an- und ausziehen, indem die Trägerin bei nicht zu öffnenden Modellen sie über die Beine an- und auszieht. Bei zu öffnenden Modellen, bspw. durch Knöpfe, Haken, Reißverschlüsse oder Schnüre - wie Verschluss 3 in Fig. 1 - muss das Bekleidungsstück zum An- oder Ausziehen entweder geöffnet werden oder ebenfalls über die Beine an- und ausgezogen werden. Nur der C-String in Fig. 4 kann direkt abgenommen werden, bedeckt jedoch die Seiten nicht, so dass die Trägerin von den Seiten unbekleidet aussieht. Zudem gibt es hierbei bei nicht ausreichender Spannung durch das Band 2 keine Sicherheit gegen Abrutschen oder Abfallen.

    [0010] Das in US 6 012 168 beschriebene Bekleidungsstück sieht stets vorne und hinten geschlossen aus, da das tragende Band ähnlich einem Gürtel den Köper vollständig umschließen soll (wenngleich eventuell nicht über einen Verschluss 3 geschlossen). Hierbei wird eine Umschließung ("encircle") des Körpers gefordert. Ziel ist es, den Po eines Patienten lose zu verhüllen, da die vordere Körperhälfte durch ein anderes Kleidungsstück bedeckt ist. Dieses Bekleidungsstück bedeckt den Schrittbereich somit selbst nicht. Da der Schrittbereich selbst nicht und der Po nur durch einen herunterhängenden Stofflappen bedeckt sind, ist die Verhüllung nicht sichergestellt, bspw. bei einem Windstoß. Damit kann dieses Kleidungsstück in der Öffentlichkeit nicht getragen werden, allenfalls in Kombination mit einem weiteren Kleidungsstück.

    [0011] DE 103 07 173 B3 betrifft ein Kleidungsstück mit einem Lendenschurz, das eine Hüftschnur besitzt, an der zumindest ein vorderes Schürzenteil herabhängt, wobei das Kleidungsstück ein vorderes und damit verbundenes hinteres Schrittteil aufweist, wobei die Schrittteile an ihren einander abgewandten Endbereichen mit der Hüftschnur verbunden sind. Die Hüftschnur ist durchgängig und nicht ausreichend formstabil. Ziel der lose herunterhängenden Schürzen ist es, mehr zu verdecken.

    [0012] US 3 774 241 A beschreibt ebenfalls einen durchgehenden Gürtel als Halterung.

    [0013] FR 2 740 302 A1 besteht aus einer im getragenen Zustand den Körper umschließenden Schnur, welche ein dem männlichen beziehungsweise weiblichen Schambereich nachgebildetes Metall- oder Kunststoffgestell trägt, welches jedoch im Schritt nur bis zum Damm reicht, damit nicht alle intimen Zonen zwischen den Beinen bedeckt.

    [0014] DE 103 07 173 B3 beschreibt treffend, dass es sich bei FR 2 740 302 A1 eigentlich um ein speziell geformtes Korsett handelt, das in der Öffentlichkeit wahrscheinlich nicht tragbar ist: Bei sportlicher Bewegung wird der Körper freigegeben, da es zwischen den Beinen den Körper nicht über die Körpermitte hinaus umschließt, was zum Schutz vor Abheben der Bekleidung vom Körper notwendig wäre.

    [0015] DE 103 61 500 A1 beschreibt eine v-förmige Aufgabenstellung mit einer den Körper umlaufenden Schnur in Form eines Strings.

    [0016] In DE 3 705 137 C2 ist ein kettengewirkter (von der Form traditioneller) v-förmiger Slip beschrieben.

    [0017] DE 297 07 233 U1 sieht einen ringförmig angeordneten Bund vor.

    [0018] DE 10 2008 056 229 beschreibt einen Slip, gekennzeichnet durch ein Band und ein Tuch, welches mit wenigstens einem Endabschnitt seiner Längserstreckung lösbar an einem Band befestigbar und waschbar ist. Die beiden Endabschnitte des Bandes sind vorzugsweise lösbar aneinander befestigbar. Ausgeführt wird, dass das Band eine geschlossene Ringform aufweisen kann; in der besonders bevorzugten Ausführungsform weist das Band jedoch Endabschnitte auf, die lösbar aneinander befestigt sind. Er ist somit im getragenen Zustand optisch nicht offen.

    [0019] DE 20 2004 011 134 U1 befasst sich mit einer Öffnungsmöglichkeit eines Slips.

    [0020] DE 10 2005 044 687 A1 beschreibt eine Hose mit beidseitig angeordneten Verschlüssen.

    [0021] DE 37 17 042 A1 legt ein endloses Durchzugsband um ein endloses und elastisches Hüftband.

    [0022] US 2006/01 01 558 A1 beinhaltet einen umlaufenden Gürtel.

    [0023] DE 20 2006 000 289 U1 beschreibt eine Bundstütze für Hosen oder dergleichen, die sich - mit Hilfe von, den Körper des Trägers umgreifenden Zugmitteln gehalten - unterhalb des Bundes am Körper des Trägers direkt oder auf der Unterwäsche abstützt.

    [0024] DE 1715 606 U1 definiert eine Hosenstütze mit breitem, geschlossenem Bauchgürtel.

    [0025] Bei DE 295 11 963 U1 wurden an einem, in einem tiefen Hüftbereich auf der Unterwäsche zu tragenden, stabilen Gürtel an der Oberseite Stützteile angebracht.

    [0026] DE 18 26 212 U1 beschreibt eine weitere Hosenstütze, wie auch AT 21 5927, US 44 98 201, US 44 98 201, DE 195 53 444, DE 198 20 715 A1 Hosenstützen mit umlaufendem Gürtel.

    [0027] DE 20 2007 004 057 U1 besteht aus einer kurzen Hose/Unterhose, die im vorderen Bereich entlang zweier vertikaler Verschlussleisten geöffnet und geschlossen wird und beschreibt damit nur eine Anordnung von Verschlüssen, die Hose ist im getragenen Zustand geschlossen. Gleiches gilt für DE 20 2013 002 595 U1.

    [0028] GB 2 398 992 beschreibt eine Variation eines G-Strings, damit dieser möglichst nicht sichtbar ist bei tief sitzenden Hosen. Er ist in sich geschlossen.

    [0029] Einen ganz anderen Verwendungszweck hat US 4 459 703, aber auch hier ist der tragende Gürtel geschlossen.

    [0030] WO 2005/110132 A1 beschreibt schließlich einen in sich geschlossenen Tanga, der vorne an drei Stellen geöffnet werden kann.

    [0031] AT 12 769 U3 beschreibt einen hinten zu öffnenden, ansonsten "normalen" Slip.

    [0032] DE 20 2010 004 721 U1 beschreibt einen den Po nicht bedeckenden Slip, der durch zwei unabhängige "Gerüstteile" aus einem federnden Material gehalten wird, bestehend aus einen oberen, vorderen Bügel um das Becken und einen gegenüberliegenden, hinteren Bügel unterhalb des Gesäßes um die Beine, die beide durch einen sie verbindenden, nicht formstabilen textilen Stoffstreifen verbunden werden, so dass das Bekleidungsstück insgesamt ebenfalls nicht formstabil ist. Der obere Bügel wird nach dem Überstreifen über den Körper durch ein elastisches Verschlussstück geschlossen, so dass das Bekleidungsstück zudem oben nicht offen ist. Dieser Slip kann nicht getragen werden, da bereits beim Gehen immer nur eine Hälfte des unteren Bügels unterhalb des Gesäßes anliegen kann, da sich beim Gehen (und Laufen) ein Bein nach hinten und ein Bein nach vorne weg von dem Becken bewegt, so dass sich das nach vorne bewegende Bein folglich zwangsläufig den Kontakt zum unteren Bügel verliert.

    [0033] Beim Spreizen der Beine verlieren sogar beide Seiten des unteren Bügels den Kontakt zu den Beinen, wenn die Beine weiter gespreizt werden, als der untere Bügel breit ist. Gleiches gilt für das Sitzen, da dann die Beine einen Winkel von 90 Grad zur Vorderseite des Oberkörpers haben (beim Stehen 180 Grad) und der untere Bügel beidseitig aufgrund des dann viel kürzeren Abstandes beider Bügel zueinander gegenüber dem Abstand beim Stehen keinen Körperkontakt mehr haben kann, sofern das Stoffstück nicht extrem vorgespannt ist. Dann wiederum würde es im Stehen aufgrund des dann größeren Abstandes der Bügel diese so stark zusammenziehen, dass sie sehr drücken oder sogar ins Fleisch schneiden würden. Wird das textile Verbindungsstück nass, wird dieses in der Regel instabil, weitet sich und verliert seine Spannkraft und der untere Bügel wird ab-/verrutschen oder ganz abfallen. Ebenfalls würde es beim Schwimmen abfallen. Den Spreiz- und weiteren, komplizierten Bewegungen der Beine beim Brustschwimmen kann es konstruktionsbedingt nicht folgen, müsste es aber, da die Haltung unterhalb des Gesäßes über die sich bewegenden Beine erfolgt. Kraulen entspricht bei den Beinen dem Gehen/Laufen. Auch hier kann es folglich nicht halten. Damit hält ein Kleidungsstück gemäß diesem Entwurf allenfalls im Stehen; beim Sitzen, Gehen, Kraulen im Wasser sowie allen Sportarten, die ein Spreizen der Beine bedingen (alle Ballsportarten (Tennis, Fußball, (Strand-) Volleyball usw.), Brust-/Rückenschwimmen, Surfen usw.) oder bei Nässe hält es konstruktionsbedingt nicht.

    [0034] DE 20 2004 010 174 U1 beschreibt neben Bikini-Oberteilen im Wesentlichen erweiterte, kompliziert aufgebaute/strukturierte, vielteilige C-Strings mit zusätzlichen Haltern/Streben und Aussparungen. Dieses Bekleidungsstück umfasst mindestens zwei direkt oder mittels einem vorderen Schrittteil und/oder mittels einer hinteren Abdeckung miteinander verbundene Träger, wobei die Träger aus einem formstabilen und elastischen Material gefertigt sind und ein nicht durchgehender und an den Seiten eines dreieckigen Rahmens geteilter vorderer oberer Träger vorgesehen ist. DE 20 2004 010 174 U1 benötigt dabei zum sicheren Halt des Bekleidungsstücks zwingend Halter (Fortsätze) auf dem Gesäß, indem entweder unterschiedliche, nach außen gekrümmte "Streifenfortsätze" oder "Schwanzabschnitte" auf dem Gesäß den Halt in horizontaler Richtung bewirken sollen. Die nach unten/oben gebogenen Bestandteile erhöhen dabei das Verletzungsrisiko für die Trägerin, wenn sie verrutschen und nicht mehr plan auf der Haut aufliegen, sondern beispielsweise bei Stürzen oder anderen von außen auf sie einwirkenden Drücken in die Haut und/oder auf/in Organe gedrückt werden. US 5 367 715 A beschreibt einen C-String mit hinteren Bügel ebenfalls auf dem Gesäß, quasi eine Untermenge der Konstruktionen in DE 20 2004 010 174 U1, während US 2004 0 064 872 A1 einen heute nahezu gängigen C-String ohne oberen Halter ungefähr in seiner Ur-Form beschreibt.

    [0035] Die US 5 347 657 A zeigt eine zweiteilige Bikini-Hose ("swim suit bottom"), die unten herum aus Stoff besteht, dessen vorderes Ende mittels eines auswechselbaren, beidseitigen Klebebandes oder ähnlichem an der Haut befestigt wird, also direkt auf die Haut aufgeklebt wird. Rückseitig ist der Stoff mit einem darüber liegenden, unter Vorspannung waagerecht um den Unterkörper verlaufenden, bogenförmigen, vorne offenem Band verbunden. Da das Mittelstück aus Stoff nicht formstabil ist, gibt es keine definierte Form der Hose. Bei starker Spannung des Stoffes durch eine entsprechende Klebeposition des vorderen Endes wird der Bügel hinten herunter und dadurch vorne hochgezogen. Ist der Stoff durch die Klebestelle nur lose gespannt, kann er verrutschen. Da der Stoff teilweise beidseitig auf dem Hintern aufliegt, wird er zudem bei Bewegungen der Trägerin bewegt und zerrt/reißt damit am oberen Träger, so dass dieser zwangsläufig schon nach den ersten Bewegungen verrutschen muss. Ebenso im Sitzen, da dort der Abstand vom hinteren Bügel zur vorderen Klebestelle gegenüber beim Stehen durch die Auflage des Stoffes auf dem Hintern größer wird und damit der Stoff im Sitzen stärker gespannt wird, die Zugkraft nach unten auf dem hinteren Träger also zunimmt.

    [0036] Die Nachteile der bisherigen Lösungen - insb. die in den Fig. 1 bis Fig. 3 dargestellten Lösungen - bestehen zunächst darin, dass sie nicht ohne Beteiligung der Beine am An- und Ausziehvorgang oder nur nach Öffnen von Verschlüssen 3 von vorne oder hinten abgenommen werden können, wenn nicht auf einen Schutz gegen Abrutschen wie in Fig. 4 verzichtet wird. Ohne Verzicht auf eine sichere Haltung - wie in Fig. 4 - ist zudem in Fig. 1 bis Fig. 3 aufgrund des umlaufenden Trägers 1 sowie dessen Verbindung vorne und hinten mit dem Band 2 zwischen den Beinen weder ein freier Po noch ein freier Bauch möglich und ebenso kein teilweiser freier Po/Rücken zusammen mit einem teilweise freien Bauch. Eine freie Abnehmbarkeit nach Fig. 4 bedingt neben der fehlenden Sicherung gegen Abrutschen durch ein Trageband hingegen, dass die Seiten des Köpers völlig unbedeckt sind, die Trägerin somit von der Seite betrachtet am Unterkörper unbekleidet erscheint. Die Konstruktion nach Fig. 4 erzwingt zudem die gleichzeitige Unbedecktheit von Po/Rücken und Bauch sowie den Körperseiten, eine Wahl von freiem Po oder freiem Bauch oder alternativ einer freien Seite oder teilweise freien Seiten ist nicht möglich. DE 20 2010 004 721 U1 hält bei Bewegungen nachweislich nicht, ist also eine ihre angedachte Funktion nicht erfüllende Fehlkonstruktion, DE 20 2004 010 174 U1 birgt bei sicherem Halt Verletzungsgefahren, unter anderen durch den auf dem Po befindlichen Bestandteilen.

    Darstellung der Erfindung



    [0037] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Bekleidungsstück für den Unterkörper zu schaffen, welches die vorgenannten Nachteile ausräumt und das geeignet ist, ohne Beteiligung der Beine an- und ausgezogen werden zu können, dabei einen teilweise freien Bauch und/oder Po zu ermöglichen und dabei mindestens eine Körperseite teilweise zu bedecken, ohne dabei im getragenen Zustand, insbesondere bei Bewegungen, Gefahr zu laufen, durch das Bekleidungsstück bedeckte Körperstellen unfreiwillig zu entblößen und zusätzlich bei teilweise bedecktem Bauch und Rücken aufgrund seiner Konstruktion ein ungewolltes Abreißen nach vorne oder hinten mechanisch zu verhindern. Dabei soll sie zusätzlich bei mindestens einer teilweise bedeckten Körperseite (beispielsweise als Strand-/Badebekleidung oder als Unterwäsche) eine ausreichende Bedeckung des Unterkörpers sicherstellen und dennoch - je nach Ausgestaltung - zugleich durch einen ganz oder teilweise freien Po oder einen ganz oder teilweise freien Bauch oder zugleich teilweise freien Po und Bauch bspw. neue modische Varianten ermöglichen.

    [0038] Erfindungsgemäß wird die voranstehende Aufgabe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit den kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Bekleidungsstücks sind in den abhängigen Unteransprüchen angegeben.

    [0039] Das vorliegende Bekleidungsstück umfasst mindestens drei an mindestens einem vorderen und hinteren Verbindungspunkt direkt oder mittels einem vorderen Schrittteil und/oder mittels einer hinteren Abdeckung miteinander verbundene Träger, wobei die Träger sowie die Verbindungspunkte aus einem formstabilen und elastischen Material gefertigt sind.

    [0040] Erfindungsgemäß ist das Bekleidungsstück dadurch gekennzeichnet, dass ein oberer, vorderer, am Becken anliegender, tragender Träger und ein oberer, hinterer, am Becken anliegender, tragender Träger mit ihren jeweils auf einer Seite über die seitliche Körpermitte hinausgehenden, offenem Ende jeweils zusammen mit einem die Träger an ihrem anderen Ende zwischen den Beinen verbindenden, unteren Träger jeweils auf beiden oder einer Körperseite unter einer Spannung am Körper anliegen, wobei aufgrund der Formstabilität und Elastizität des für die drei Träger und ihrer zwei Verbindungspunkte verwendeten Materials sowohl ein Abrutschen und Abfallen des Bekleidungsstücks auch bei Körperbewegungen verhindert wird, wie auch dadurch einem ungewollten Abziehen nach vorne oder hinten mechanisch entgegengewirkt wird und dennoch durch die Öffnung vorne und hinten ein Anziehen durch Anstecken von unten und Ausziehen nach unten des Bekleidungsstücks ermöglicht wird.

    [0041] Bei einem oberen tragenden Träger sind dessen beide freien Enden im Gegensatz zu den nach dem Stand der Technik bekannten, freien und bandartigen Trägern nicht miteinander verbunden. Beim unteren Träger ist in dieser Ausführung nur ein Ende vorne oder hinten mit dem einen oberen Träger verbunden, das zweite Ende somit unverbunden und frei.

    [0042] Bei zwei separaten oberen tragenden Trägern sind ebenfalls im Gegensatz zu den nach dem Stand der Technik bekannten, freien und bandartigen Trägern in der vorzugsweisen Ausführung nicht oder optional selbstverbindend und selbstlösend miteinander verbunden und umschließen die Körperseiten einmal von vorne und einmal von hinten. Umschließen die beiden freien Enden der oberen Träger den Körper auf einer gemeinsamen Körperseite (rechts oder links), so können sie in einer alternativen Ausführung im getragenen Zustand auch mittels Verschlüssen lösbar verbunden sein.

    [0043] Die Träger sind derart ausgeformt, dass eine den erforderlichen Halt gewährleistende, feste Positionierung der Träger zueinander ermöglicht wird, wobei die Träger jeweils je nach Ausführung aufgegliedert/mehrstrebig sein können und eine beliebige Form, Breite, Länge, Dicke, Farbe und Transparenz aufweisen können. Sowohl die Träger und ihre Verbindungspunkte, das optionale Schrittteil als auch die optionale hintere Abdeckung sowie sämtliche weiteren an dem Bekleidungsstück vorgesehenen Teile bestehen aus einem oder mehreren miteinander kombinierten, anforderungsgerechten Werkstoffen, welche eine beliebige Formgebung annehmen können, sofern der notwendige Halt des Bekleidungsstücks am Körper sowie die durch die Konstruktion vorgegebene Abdeckung der gewünschten Körperpartien gewährleistet ist.

    Kurzbeschreibung der Zeichnungen



    [0044] Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Bekleidungsstücks ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, unabhängig von der Zusammenfassung in einzelnen Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.

    [0045] In den Zeichnungen zeigen

    Fig. 5 und Fig. 6 einen String mit Öffnung hinten, mit unterschiedlich weit umlaufenden Trägern, der untere Träger deckt den Schritt mit ab;

    Fig. 7 und Fig. 8 jeweils einen String wie zuvor, jedoch mit Öffnung vorne;

    Fig. 9 bis Fig. 12 zeigen die Ausführungen Fig. 5 bis Fig. 8 mit einem separaten vorderen Schrittteil;

    Fig. 13 und Fig. 14 einen String mit linksseitiger Öffnung vorne und rechtsseitiger Öffnung hinten, mit unterschiedlich weit umlaufenden oberen Trägern (Sicht auf die Körperfront);

    Fig. 15 und Fig. 16 einen String wie zuvor jedoch mit rechtsseitiger Öffnung vorne und linksseitiger Öffnung hinten (Sicht auf die Körperfront);

    Fig. 17 bis Fig. 20 die Ausführungen Fig. 13 bis Fig. 16 mit einem separatem vorderen Schrittteil und mit einer separaten hinteren Abdeckung;

    Fig. 21 einen String mit offener linker Seite (Sicht auf die Körperfront);

    Fig. 22 einen String mit offener rechter Seite (Sicht auf die Körperfront);

    Fig. 23 und Fig. 24 die Ausführungen Fig. 21 und Fig. 22 mit einem separaten Schrittteil und mit einer separate hinteren Abdeckung;

    Fig. 25 einen String mit offener rechter Seite und auf der linken Körperhälfte durch einen Verschluss lösbar miteinander verbundenen vorderen und hinteren Trägern (Sicht auf die Körperfront);

    Fig. 26 einen String mit offener linker Seite und auf der rechten Körperhälfte durch einen Verschluss lösbar miteinander verbundenen vorderen und hinteren Trägern (Sicht auf die Körperfront);

    Fig. 27 und Fig. 28 die Ausführungen Fig. 25 und Fig. 26 mit einem separaten Schrittteil und mit einer separaten hinteren Abdeckung.


    Ausführung der Erfindung



    [0046] Die Fign. 5 bis 12 (als nicht Teil der Erfindung) sowie die Fign. 13 bis 28 zeigen das Bekleidungsstück im angezogenen Zustand. Dieser ist aufgrund der Formstabilität in der vorzugsweisen Ausführung fast identisch mit dem im nicht angezogenen Zustand. Da die Träger eine notwendige Spannung zum Anliegen an den Körper vorhalten müssen, sind sie im ausgezogenen Zustand stärker zusammen gezogen. Wenn die Elastizität des Materials in einer weiteren Ausführung entsprechend gewählt wird, kann das Bekleidungsstück beispielsweise zum Verpacken auch zusammengelegt/-gefaltet werden, sofern es im "ausgepackten", getragenen und damit an dem Körper angelegten Zustand noch die notwendige Haltespannung aufweist.

    [0047] Das Bekleidungsstück selbst besteht aus einem einzelnen (4) oberen oder einem vorderen (9) und einem hinteren (10) oberen tragenden Träger sowie einem mit ihnen verbundenen unteren Träger (5 bzw. 11), wobei jeder oberer Träger in genau einem Punkt (6 oder 7 bzw. 12 und 13) in der Nähe der Körpermitte mit dem unteren Träger (5 bzw. 11)verbunden ist. Form, Länge, Dicke und Breite aller Träger (4,5 bzw. 9,10,11) sind gemäß der Ausgestaltung der abzudeckenden Körperzonen und des Designs variabel, solange die Funktion gewährleistet bleibt. Somit können die beiden Enden der oberen Träger (4 bzw. 9,10) wie ausgeführt auch aneinanderstoßen, sich überlappen usw., sofern diese nicht verbunden sind.

    [0048] Ein optionales Schrittteil 8 bzw. 14 kann entweder als Verbindung zwischen Träger 4 und 5 (Fig. 9 und Fig. 10) bzw. 9 und 11 (Fig. 17 bis Fig. 20, Fig. 23, Fig. 24, Fig. 27 und Fig. 28) hinzugefügt werden, am offenen Ende des unteren Trägers 5 befestigt oder verbunden sein (Fig. 11 und Fig. 12) oder optional vorne auf den Träger 5 bzw. 11 aufgesetzt werden, wenn das Bekleidungsstück nur aus zwei (Fig. 5 bis Fig. 8) bzw. drei (Fig. 13 bis Fig. 16, Fig. 21, Fig. 22, Fig. 25 und Fig. 26) Trägern besteht. Fehlt ein separates Schrittteil 8 bzw. 14, übernimmt ein entsprechend den Abdeckungserfordernissen geformter unterer Träger 5 (Fig. 5 bis Fig. 8) bzw. 11 (Fig. 13 bis Fig. 16, Fig. 21, Fig. 22, Fig. 25 und Fig. 26) die Abdeckung des Schritts selbst. Bei der Ausführung mit drei Trägern kann zudem der untere Träger 11 hinten bis zum oberen Träger 10 durchgehend sein oder zwischen diesen eine separate Abdeckung 15 für den Po/Rücken eingefügt sein. Die hintere Abdeckung kann gleichfalls nur auf den unteren Träger 11 aufgesetzt sein.

    [0049] Stoßen bei drei Trägern die Enden des vorderen oberen 9 und des hinteren oberen 10 Trägers auf einer Körperseite zusammen, können beide optional durch einen Verschluss 16 miteinander lösbar verbunden werden, wobei der Verschluss 16 vorzugsweise beim Berühren der beiden Trägerenden aufgrund ihrer vorgegeben Form und Lage selbstschließend und bei Zug selbstöffnend sein sollte (Fig. 25 bis Fig. 28).

    [0050] In einer weiteren Ausführung kann der optionale Verschluss 16 auch aus einem oder mehreren Knöpfen, Haken, Haft- und Reißverschlüssen bestehen.

    [0051] Wie zunächst aus Fig. 5 bis Fig. 12 (als nicht Teil der Erfindung) ersichtlich, besteht bei der Ausführung des Bekleidungsstücks mit einem oberen tragenden Träger 4 entweder vorne oder hinten keine Verbindung zwischen dem oberen Träger 4 und dem zwischen den Beinen verlaufenden unteren Träger 5 (wie noch in Fig. 1 bis Fig. 3). Durch die einseitig fehlende Verbindung zwischen den beiden Trägern 4,5 kann das Bekleidungsstück von der offenen, gegenüberliegenden Seite durch die Elastizität der Träger aufgesetzt oder abgezogen werden.

    [0052] Wie aus Fig. 13 bis Fig. 28 ersichtlich, ist bei dem erfindungsgemäßen Bekleidungsstück mit zwei oberen tragenden Trägern 9,10 der vordere obere Träger 9 auf der vorderen Seite mit einem Ende mit dem unteren Träger 11 verbunden, der hintere obere Träger 10 hinten ebenfalls mit einem Ende mit dem unteren Träger 11. Der untere Träger 11 verläuft dabei immer zwischen den Beinen. Durch die einseitig fehlende Verbindung zwischen den anderen Enden der beiden oberen Trägern 9,10 kann das Bekleidungsstück zwischen den Beinen durch die Elastizität der Träger nach oben aufgesetzt oder nach unten abgezogen werden. Die mit dem unteren Träger 11 verbundenen Enden der beiden oberen Träger 9,10 können auch über die Verbindungsstellen 12,13 hinausgehen.

    [0053] Durch die bei einem oberen Träger 4 gegenüberliegend der Trennung weiterhin vorhandene direkte vordere (6) oder hintere (7) Verbindung zwischen den Trägern 4,5 oder mittels dem optionalen Schrittteil 8 zwischen diesen werden diese dennoch zusammengehalten, da die Stabilität des Materials aller Bestandteile einen festen Halt der Träger 4,5 am Körper gewährleistet. Dadurch wird der obere Träger 4 durch den unteren Träger 5 in Position gehalten und der untere Träger 5 kann nicht abfallen.

    [0054] Gleichfalls werden bei zwei oberen Trägern 9 und 11 durch die dort vorhandene vordere Verbindung 12 zwischen den Trägern 9,11 und die hintere Verbindung 13 zwischen den Trägern 10,11 oder mittels dem optionalen Schrittteil 14 zwischen den Trägern 9,11 beziehungsweise der optionalen hinteren Abdeckung 15 zwischen den Trägern 10,11 diese ebenfalls zusammengehalten, da auch hier die Stabilität des Materials aller Bestandteile einen festen Halt der Träger 9,10,11 am Körper gewährleistet. Die oberen Träger 9,10 werden durch den unteren Träger 11 am Körper gehalten und der untere Träger 11 kann wiederum aufgrund des Halts durch die oberen Träger 9,10 nicht nach unten abfallen.

    [0055] Der untere Träger 5 bzw. 11 benötigt daher keine oder lediglich eine geringere seitliche Spannung zwischen den Beinen zum Halt. Form und Halt der gesamten Konstruktion ergeben sich aus der entsprechend der Aufgabe gewählten Festigkeit und Elastizität des Materials für die zwei Träger 4,5 bzw. die drei Träger 9,10,11 und ihren Verbindungspunkt(en) 7 oder 6 bzw. 12 und 13 sowie den optionalen Bestandteilen vorderes Schrittteil und hintere Abdeckung.

    [0056] Der Halt vor Abfallen nach unten des zwischen den Beinen befindlichen unteren Trägers 5 bzw. 11 wird demnach durch die ausreichende Formstabilität der teilweise umlaufenden oberen Träger 4 bzw. 9,10 sowie deren Verbindungspunkt(e) 7 (Fig. 5 bis Fig. 12) bzw. 12,13 (Fig. 13 bis Fig. 28) mit dem unteren Träger 5 bzw. 11 gewährleistet. Den Halt am Körper gewährleistet die Steifigkeit und Formstabilität bei ausreichender Elastizität der Träger 4,5 bzw. 9,10,11 aufgrund ihres Materials, das ein Abrutschen oder Lösen verhindert. Die ausreichende Formstabilität des unteren Trägers 5 gewährleistet zudem, dass dieser nicht wie ein einseitig aufgehängter Faden nach unten hängt, sondern immer zwischen den Beinen am Körper anliegt. Voraussetzung für den festen Halt des Bekleidungsstücks insgesamt gegen Abfallen nach unten ist nur, dass beide Enden des oberen Trägers 4 über beide seitliche Körpermitten hinausgehen bzw. die jeweils äußeren Enden der oberen Träger 9,10 ebenfalls über deren seitliche Körpermitten hinausgehen, somit den Körper minimal etwas weiter als eine seitliche Körpermitte teilweise umschließen wie in Fig. 6, Fig. 8 Fig. 10 und Fig. 12 bzw. Fig. 14, Fig. 16, Fig. 18, Fig. 20 bis Fig. 24 gezeigt oder bei zwei oberen Träger in deren nicht vorzugsweisen Ausführung miteinander verbunden sind (Fig. 25 bis Fig. 28). Je ausgeprägter das Becken je nach Sitz der Träger 4 bzw. 9,10 (in der vorzugsweisen Ausführung, Fig. 5 bis Fig. 24) ist, desto weiter müssen die beiden Trägerenden tendenziell mindestens über die seitliche Körpermitte hinausgehen (Fig. 5"Fig. 7, Fig. 9 und Fig. 11 bzw. Fig. 13, Fig. 15, Fig. 17, Fig. 19). Voraussetzung für das Anliegen am Körper ist bei einem oberen Träger 4, dass der untere Träger 5 ebenfalls über die Körpermitte hinausgeht und bei zwei oberen Trägern 9,10, dass der untere Träger 11 beide obere Träger 9,10 zwischen den Beinen verbindet.

    [0057] Breite, Länge, Dicke und Form (wie unter anderem eine optionale Aufgliederung/Mehrstrebigkeit) der jeweiligen Träger 4,5 in Fig. 5 bis Fig. 12 bzw. 9,10,11 in Fig. 13 bis Fig. 28 können beliebig ausfallen, sofern die Funktionalität gewährleistet bleibt. Die oberen Träger 4 bzw. 9,10 müssen nicht waagerecht den Körper umschließen, sie können einen festen Halt auch in jeglicher anderen Lage gewährleisten. Die unteren Träger 5 bzw. 11 müssen nicht rechtwinklig und senkrecht nach unten an die oberen Träger 4 bzw. 9,10 anschließen, sondern können an beliebigen Stellen auf der geschlossen Seite des oberen Trägers 4 bzw. vorne mit den vorderen oberen Träger 9 und hinten mit dem hinteren oberen Träger 10 anschließen/verbunden sein und entsprechend schräg nach unten verlaufen, so dass sie mittig zwischen den Beinen durchtreten können und die erforderlichen Körperzonen bedecken.

    [0058] Die Träger 4,5 bzw. 9,10,11 und die optionalen Schrittteile 8 bzw. 14 und/oder die optionale hintere Abdeckung 15 können in einer weiteren Ausführung auch durch Verschlüsse, Haft-, Steck- oder sonstige Verbindungen lösbar an den Verbindungspunkten 7 oder 6 bzw. 12 und/oder 13 miteinander verbunden sein, um beispielsweise im ausgezogenen Zustand durch Trennung des Bekleidungsstücks in seine Bestandteile weniger Platz zu benötigen, sofern die erforderliche Formstabilität und Elastizität des Bekleidungsstücks erhalten bleibt. Dieses kann zudem oder ergänzend durch entsprechende Gelenke erreicht werden und/oder dadurch, dass Bestandteile entsprechend zusammenschiebbar oder faltbar sind.

    [0059] Die Träger 4 und 5 und das optionale Schrittteil 8 können in einer weiteren Ausführung auch aus einem Stück gefertigt sein.

    [0060] Ebenso können die Träger 9,10,11, das optionale Schrittteil 14 sowie die optionale hintere Abdeckung 15 in einer weiteren Ausführung auch alle zusammen oder nur mehrere zusammen aus einem Stück gefertigt sein.

    [0061] Je nach Material, Ausgestaltung und Form folgen die Träger 4,5 bzw. 9,10,11 möglichen Körperausdehnungen (z. B. beim Atmen, dem Einziehen des Bauches etc.). Bei richtiger Auslegung ist sichergestellt, dass die zu bedeckenden Körperregionen bei erlaubten Bewegungen der Trägerin oder des Trägers bedeckt bleiben.

    [0062] Als Material kommen beispielsweise vorzugsweise Kunststoff oder Metall aber auch Gewebe oder Stoffe mit oder ohne (teilweisen) (Stoff-) Überzug in Betracht. Die Materialien können mit Aufdrucken, Verzierungen oder sonstigen Ausgestaltungen versehen sein, sofern sie die gewünschte Formstabilität aufweisen.

    [0063] Die Erfindung erlaubt bei einem oberen Träger 4 (Fig. 5 bis Fig. 12) durch die einseitige Öffnung vorne oder hinten durch die fehlende Verbindung zwischen den Trägern 4,5 und dem nicht durchgehenden oberen Träger 4 zunächst das An- und Ausziehen durch Anstecken und Abziehen des Bekleidungsstücks von der Gegenseite ohne Verschlüsse und ohne, dass sie über die Beine abzuziehen wäre.

    [0064] Bei zwei oberen Trägern 9 und 10 erlaubt die Erfindung durch die beidseitige Öffnung vorne und hinten zunächst das An- und Ausziehen des Bekleidungsstücks durch Anstecken von unten und Abziehen nach unten in der vorzugsweisen Ausführung (Fig. 13 bis Fig. 24) ohne zu öffnende Verschlüsse und verhindert durch je einen vorderen und hinteren Träger mechanisch das Abziehen von vorne oder hinten. In der weiteren Ausführung (Fig. 25 bis Fig. 28) kann das Bekleidungsstück nach unten nach Öffnung des Verschlusses 16 abgezogen oder aufgesteckt und der Verschluss 16 geschlossen werden.

    [0065] Dazu erlaubt das vorliegende Bekleidungsstück bei einem oberen Träger 4 erstmals je nach Lage der Öffnung einen freien Po/Rücken oder einen freien Bauch, ohne komplett freie, "nackte" Seiten (Fig. 5 bis Fig. 12). Zudem erlaubt das vorliegende Bekleidungsstück bei zwei oberen Trägern 9 und 10 erstmals zugleich einen teilweise freien Po/Rücken und einen teilweise freien Bauch, ohne komplett freie, "nackte" Körperseite in den Ausführungen mit je einem rechten und einem linken Träger (Fig. 13 bis Fig. 20) bzw. nur einer freien Körperseite in den Ausführungen in Fig. 21 bis Fig. 28. Gründe können in beiden Ausführungen ästhetische, modische Gründe wie auch praktische Gründe (nahtloses Bräunen des Po oder des Bauches) sein.

    [0066] Das erfindungsgemäße Bekleidungsstück erlaubt neue Formen und Designs bei immer sichergestelltem Schutz vor Entblößung des Bereiches zwischen den Beinen, welche bisher nicht möglich waren. Bei einem oberen Träger 4 po- oder bauchfreie Hosen, bei gleichzeitig ganz oder teilweise bedeckten Körperseiten. Bei zwei oberen Trägern 9,10 zugleich teilweise po-/rücken- oder bauchfreie Hosen, bei gleichzeitig mindestens einer ganz oder teilweise bedeckten Körperseite und sichergestelltem Schutz vor Entblößung des Bereiches zwischen den Beinen.

    [0067] Falls eine Po-/Bauchfreiheit nicht gewollt ist, kann der obere Träger 4 ganz umlaufend sein, sofern die Enden nur aneinander stoßen oder überlappen, aber nicht durch einen Verschluss verbunden sind. Gleichfalls kann der obere Träger 4 auch den unteren Träger 5 im verbindungsfreien Bereich berühren, ohne mit diesem - bspw. durch ein Verbindungsmittel - verbunden zu sein, so dass das Aufsetzen und Abnehmen ohne Öffnung von Verschlüssen oder über die Beine gewährleistet ist. Ebenso können die oberen Träger 9,10 in der vorzugsweisen Ausführung nach Fig. 13 bis Fig. 20 ganz umlaufend sein, sofern deren Enden nur aneinander stoßen oder überlappen, aber nicht durch einen Verschluss verbunden sind, so dass das Aufsetzen und Abnehmen ohne Öffnung von Verschlüssen oder über die Beine gewährleistet ist. Die weiteren Ausführungen Fig. 25 bis Fig. 28 erlauben ebenfalls das Aufsetzen und Abnehmen ohne Zuhilfenahme der Beine, da eine Seite offen ist und der Verschluss 16 der anderen Seite zu öffnen ist.

    [0068] Stoßen die beiden Enden des oberen Trägers 4 aneinander oder überlappen diese sich oder stoßen oberer Träger 4 und unterer Träger 5 im verbindungsfreien Bereich zusammen, so steht dies der Funktionalität nicht entgegen, sofern sie keine Verbindung eingehen, sie also das An- und Ausziehen nicht behindern. Gleiches gilt für die nicht verbundenen Enden der oberen Träger 9,10.

    [0069] Bei erhöhten Anforderungen an einen sicheren Halt des Bekleidungsstücks am Körper, bspw. bei sportlichen Aktivitäten wie bspw. Ballspielen, können die Träger 4,5 oder 9,10,11 und/oder das optionale Schrittteil 8 bzw. 14 und/oder die optionale hintere Abdeckung 15 ergänzend auf ihren Innenseiten ganz oder punktuell mit einem an der Haut haftenden oder klebenden Material direkt beschichtet sein und/oder auf ihnen Haft-/Klebelemente zur Haut hin fest oder lösbar angebracht sein.

    [0070] Das erfindungsgemäße Bekleidungsstück beschränkt sich in seiner Ausführung nicht auf die vorstehend angegebenen bevorzugten Ausführungsformen.

    Bezugszeichenliste



    [0071] 

    4 oberer Träger

    5 unterer Träger

    6 vorderer Verbindungspunkt von oberem Träger 4 und unterem Träger 5

    7 hinterer Verbindungspunkt von oberem Träger 4 und unterem Träger 5

    8 optionales Schrittteil bei einem oberen Träger

    9 vorderer oberer Träger

    10 hinterer oberer Träger

    11 unterer Träger zwischen vorderem (9) und hinterem (10) oberen Träger

    12 vorderer Verbindungspunkt von vorderem Träger 9 und entweder unterer Verbindung 11 oder optionalem Schrittteil 14

    13 hinterer Verbindungspunkt von hinterem Träger 10 und entweder unterer Verbindung 11 oder optionaler hinterer Abdeckung 15

    14 optionales Schrittteil bei zwei oberen Trägern

    15 optionale hintere Abdeckung bei zwei oberen Trägern

    16 optionaler Verschluss bei zwei oberen Trägern

    8 optionales Schrittteil bei einem oberen Träger

    9 vorderer oberer Träger

    10 hinterer oberer Träger

    11 unterer Träger zwischen vorderem (9) und hinterem (10) oberen Träger

    12 vorderer Verbindungspunkt von vorderem Träger 9 und entweder unterer Verbindung 11 oder optionalem Schrittteil 14

    13 hinterer Verbindungspunkt von hinterem Träger 10 und entweder unterer Verbindung 11 oder optionaler hinterer Abdeckung 15

    14 optionales Schrittteil bei zwei oberen Trägern

    15 optionale hintere Abdeckung bei zwei oberen Trägern

    16 optionaler Verschluss bei zwei oberen Trägern




    Ansprüche

    1. Selbsttragendes, vorne und hinten teilweise offenes Bekleidungsstück für den Unterkörper, umfassend mindestens drei an mindestens einem vorderen und hinteren Verbindungspunkt (12,13) direkt oder mittels einem vorderen Schrittteil und/oder mittels einer hinteren Abdeckung miteinander verbundene Träger (9,10,11), wobei die Träger (9,10,11) sowie die Verbindungspunkte (12,13) aus einem formstabilen und elastischen Material gefertigt sind,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    ein oberer, vorderer, am Becken anliegender, tragender Träger (9) und ein oberer, hinterer, am Becken anliegender, tragender Träger (10) mit ihren jeweils auf einer Seite über die seitliche Körpermitte hinausgehenden, offenem Ende jeweils zusammen mit einem die Träger (9,10) an ihrem anderen Ende zwischen den Beinen verbindenden, unteren Träger (11) jeweils auf beiden oder einer Körperseite unter einer Spannung am Körper anliegen, wobei aufgrund der Formstabilität und Elastizität des für die drei Träger (9,10,11) und ihrer zwei Verbindungspunkte (12,13) verwendeten Materials sowohl ein Abrutschen und Abfallen des Bekleidungsstücks auch bei Körperbewegungen verhindert wird, wie auch dadurch einem ungewollten Abziehen nach vorne oder hinten mechanisch entgegengewirkt wird und dennoch durch die Öffnung vorne und hinten ein Anziehen durch Anstecken von unten und Ausziehen nach unten des Bekleidungsstücks ermöglicht wird.
     
    2. Bekleidungsstück nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    mehrere der ursprünglich einzelnen Träger (9,10,11) zusammen in einem Stück gefertigt sind, bei zusammengefertigten Trägern inklusive der zwischen ihnen liegenden Verbindungspunkten (12 und/oder 13).
     
    3. Bekleidungsstück nach den Ansprüchen 1 und 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    bei separater Fertigung eines oder mehrerer Träger (9,10,11) die Träger an den verbliebenen Verbindungspunkten (12 und/oder 13) fest miteinander verbunden oder über Verschlüsse, Haft-, Steck- oder sonstige Verbindungen lösbar verbunden sind.
     
    4. Bekleidungsstück nach den Ansprüchen 1 bis 3,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die zwei oberen, tragenden Trägern (9,10) unten herum in ihren Verbindungspunkten (12,13) direkt über den unteren Träger (11) verbunden sind, so dass das Bekleidungsstück direkt oder nach Lösen eines Verschlusses (16) zwischen auf einer gemeinsamen Körperseite befindlichen oberen Trägern (9,10) nach unten abgezogen oder von unten aufgesteckt werden kann.
     
    5. Bekleidungsstück nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    der eine untere Träger (11) keine oder jedenfalls nur eine geringe seitliche Spannung zwischen den Beinen aufweist.
     
    6. Bekleidungsstück nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Breite, Länge, Dicke und Form wie unter anderem eine optionale Aufgliederung/Mehrstrebigkeit sowie das Material der Träger (9,10,11), eines optionalen Schrittteils (14) und der optionalen hinteren Abdeckung (15) variabel ist, sofern die Funktionalität gewährleistet bleibt.
     
    7. Bekleidungsstück nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Träger (9,10,11), das optionale Schrittteil (14) und die optionale hintere Abdeckung (15) aus Stoff, Gewebe, Kunststoff oder Metall bestehen, wobei an den Trägern (9,10,11), dem optionalen Schrittteil (14) und der optionalen hinteren Abdeckung (15) Überzüge vorgesehen sein können, welche zusätzlich mit Aufdrucken, Verzierungen oder sonstigen Ausgestaltungen versehen sein können.
     
    8. Bekleidungsstück nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    der untere Träger (11) selbst aufgrund seiner Form vorne den Schritt ausreichend abdeckt.
     
    9. Bekleidungsstück nach den Ansprüchen 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    in/auf dem unteren Träger (11) vorne ein separates Schrittteil (14) und/oder hinten eine separate Abdeckung (15) mit einer die Funktion des unteren Trägers (11) wahrenden Formstabilität und Elastizität integriert, aufgesteckt oder fest oder über Verschlüsse, Haft- oder Steckverbindungen lösbar aufgesetzt ist und Schrittteil (8; 14) und/oder Abdeckung (15) im integrierten Zustand die Verbindung zum ursprünglichen Verbindungspunkt (12 und/oder 13) des jeweiligen Endes des unteren Trägers (11) übernehmen.
     
    10. Bekleidungsstück nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die Träger (9,10,11) und/oder das optionale Schrittteil (14) und/oder die optionale hintere Abdeckung (15) auf ihren Innenseiten für einen besseren Halt am Körper bei starker Bewegung ergänzend ganz oder punktuell mit einem an der Haut haftenden oder klebenden Material direkt beschichtet sind und/oder auf ihnen Haft-/Klebelemente zur Haut hin fest oder lösbar angebracht sind.
     
    11. Bekleidungsstück nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    ein oder mehrere Bestandteile des Bekleidungsstücks ein oder mehrere Gelenke integriert haben, die ein ganz oder teilweises Zusammenfalten im ungetragenen Zustand erlauben und im angezogenen Zustand die benötigte Formstabilität und Elastizität des Bekleidungsstücks erhalten.
     
    12. Bekleidungsstück nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    ein oder mehrere Bestandteile des Bekleidungsstücks ganz oder teilweise zusammenschiebbar und/oder faltbar ausgestaltet sind und dabei beim Tragen im ausgezogenen und/oder ausgefalteten Zustand die benötigte Formstabilität und Elastizität des Bekleidungsstücks erhalten.
     


    Claims

    1. Self-supporting body piece for the lower body, partially open at the front and back, comprising at least three supports (9, 10, 11) connected at least at front and rear connection points (12, 13) directly or by means of a front step and / or rear cover wherein the supports (9, 10, 11) and the connection points (12, 13) are made of a dimensionally stable and elastic material,
    characterized in that
    an upper supporting strap (9) directly over the front of the pelvis and an upper supporting strap (10), both extending under tension directly over the rear of the pelvis, with their respectively on one side open ends extending beyond the middle of the body, their respective other ends connected to the upper strap ends of a bottom supporting strap (11) extending between the legs, whereby due to the dimensional stability and elasticity of the material used for the three straps (9,10,11) and their two connection points (12,13) will prevent both a slipping and falling off of the garment even with body movements, and will also counteract an unwanted pulling off forward or backward mechanically, and yet through the front and rear opening a putting on by pulling up from below and taking off by pulling downwards are possible.
     
    2. Garment according to claim 1,
    characterized in that
    several of the original individual straps (9, 10, 11) are made together in one piece, in the case of assembled supporting straps including the connection points (12 and / or 13) located at the junctions.
     
    3. Garment according to claims 1 and 2,
    characterized in that
    for separate production of one or more straps (9,10,11), the straps at the remaining connection points (12 and / or 13) are firmly connected to each other or are releasably connected via closures, adhesive, plug or other connections.
     
    4. Garment according to claims 1 to 3,
    characterized in that
    the two upper supporting straps (9, 10) are connected at the bottom in their connecting points (12, 13) directly above the lower strap (11) so that the garment is joined directly or upon release of a closure (16) between on a common body side located upper supports straps (9,10) can be taken off by pulling down or be put on by pulling up.
     
    5. Garment according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    a lower support strap (11) has no or at least only a slight lateral tension between the legs.
     
    6. Garment according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the width, length, thickness and shape as well as optional structure / multi-bracing and the material of the supports (9,10,11), an optional crotch part (14) and the optional rear cover (15) are variable, provided the functionality remains ensured.
     
    7. Garment according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the support straps (9, 10, 11), the optional crotch part (14) and the optional back cover (15) are made of fabric, fabric, plastic or metal, wherein to the support straps (9, 10, 11), the optional crotch part (9) 14) and the optional rear cover (15) coatings may be applied, which may be additionally provided with imprints, decorations or other configurations and / or designs.
     
    8. Garment according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the lower support strap (11) itself sufficiently covers the crotch by its shape at the front.
     
    9. Garment according to claims 1 to 8,
    characterized in that
    in / on the lower support (11) at the front a separate step portion (14) and / or behind a separate cover (15) with a function of the lower support (11) maintaining dimensional stability and elasticity integrated, plugged or fixed on closures, stop or plug connections is detachably mounted and crotch part (8; 14) and / or cover (15) in the integrated state, the connection to the original connection point (12 and / or 13) of the respective end of the lower carrier (11).
     
    10. Garment according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    the support straps (9,10,11) and / or the optional crotch part (14) and / or the optional rear cover (15) on their insides, for a better grip on the body during strong movement complementarily, wholly or selectively adhering to the skin or adhesive materials are coated directly and / or adherent / adhesive elements are attached facing the skin firmly or releasably.
     
    11. Garment according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    one or more components of the garment have one or more joints integrated, which allow a total or partial folding in the unworn state and receive the required dimensional stability and elasticity of the garment when tightened.
     
    12. Garment according to one of the preceding claims,
    characterized in that
    one or more components of the garment are wholly or partially configured collapsible and / or foldable and thereby receive the required dimensional stability and elasticity of the garment when worn in the extended and / or unfolded state.
     


    Revendications

    1. Vêtement autoportant pour le bas du corps, partiellement ouvert à l'avant et à l'arrière, comprenant au moins trois supports (9, 10, 11) réunis au moins, soit directement aux points de raccordement (12, 13) avant et arrière, soit au moyen d'une partie intermédiaire d'entrejambes et/ou par support interconnecté par brochage arrière dans lesquels les supports (9, 10, 11) et les points de raccordement (12, 13) sont constitués d'un matériau élastique et indéformable,
    caractérisé par le fait
    qu'un support porteur supérieur (9) reposant à l'avant sur le bassin et un support porteur (10) supérieur s'appuyant à l'arrière contre le bassin, avec leurs extrémités ouvertes dépassant de chaque côté du centre latéral du corps, ainsi qu'un support inférieur (11) reliant les supports (9, 10) à leurs extrémités entre les jambes, et étant respectivement attachés sous compression aux deux ou à un côté du corps, sur lequel en raison de la stabilité dimensionnelle et de l'élasticité du matériau utilisé pour les trois supports (9, 10, 11) et ses deux points de raccordement (12, 13), le vêtement ne glisse et ne tombe pas même lors des mouvements corporels. Un retrait non désiré à l'avant ou à l'arrière est également contrecarré mécaniquement. Toutefois, l'ouverture par l'avant et par l'arrière permet d'enfiler et de retirer le vêtement par le bas.
     
    2. Vêtement selon la revendication 1,
    caractérisé par le fait que
    plusieurs des supports individuels originaux (9, 10, 11) sont fabriqués ensemble en une seule pièce, avec des supports assemblés, comprenant des points de raccordement (12 et / ou 13) interconnectés entre eux.
     
    3. Vêtement selon les revendications 1 et 2,
    caractérisé par le fait que
    dans le cas d'une production distincte d'un ou de plusieurs supports (9, 10, 11), les supports soient fermement reliés les uns aux autres au niveau des points de raccordement restants (12 et / ou 13) ou de manière amovible par des fermetures, des adhésifs, des bouchons ou d'autres connexions.
     
    4. Vêtement selon les revendications 1 à 3,
    caractérisé par le fait que
    les deux supports supérieurs (9, 10) sont reliés au bas par leurs points de raccordement (12, 13) situés directement au-dessus du support inférieur (11), de sorte que le vêtement puisse être tiré vers le bas ou fixé par le dessous directement ou après avoir relâché une fermeture (16), entre des supports supérieurs (9, 10) situés côté corps.
     
    5. Vêtement selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé par le fait
    qu'un support inférieur (11) ne présente pas ou du moins une légère tension latérale entre les jambes.
     
    6. Vêtement selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé par le fait que
    la largeur, la longueur, l'épaisseur et la forme, ainsi que les éventuelles découpures / multi-entretoises et le matériau des supports (9, 10, 11), une partie de fourche optionnelle (14) et le brochage arrière optionnel (15) sont variables, à condition que la fonctionnalité reste assurée,
     
    7. Vêtement selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé par le fait que
    les supports (9, 10, 11), la partie d'entrejambe en option (14) et le brochage arrière en option (15) sont en tissu, en toile, en plastique ou en métal, les supports (9, 10, 11), la partie d'entrejambe en option (9) 14) et les revêtements optionnels du brochage arrière (15) peuvent être fournis, lesquels peuvent également être pourvus d'impressions, d'embellissements ou d'autres configurations.
     
    8. Vêtement selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé par le fait que
    le support inférieur (11) lui-même favorise suffisamment la marche en raison de sa forme à l'avant.
     
    9. Vêtement selon les revendications 1 à 8,
    caractérisé par le fait que
    dans / sur le support inférieur (11), à l'avant, une partie intermédiaire d'entrejambes distincte (14) et / ou à l'arrière, un brochage séparé (15) avec une forme de stabilité et d'élasticité, adhérant à la fonction du support inférieur (11) intégré ou fixé de façon permanente via des fermetures, des raccords de maintien ou des raccords enfichables et une partie d'entrejambe (8,14) et / ou un brochage (15) à l'état intégré, prend en charge la connexion au point de raccordement d'origine (12 et / ou 13) de l'extrémité respective du support inférieur (11).
     
    10. Vêtement selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé par le fait que
    les supports (9, 10, 11) et / ou la partie optionnelle d'entrejambe (14) et / ou le brochage arrière optionnel (15) situés à l'intérieur pour une meilleure prise sur le corps lors de mouvements vigoureux, sont complètement ou partiellement revêtus directement d'un matériau adhérant ou adhésif à la peau et / ou des éléments adhésifs ou adhésifs se fixent à la peau de manière ferme ou amovible.
     
    11. Vêtement selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé par le fait
    qu'un ou plusieurs composants du vêtement ont un ou plusieurs joints intégrés, ce qui permet un pliage total ou partiel à l'état non porté, tout en gardant la stabilité dimensionnelle et l'élasticité requises du vêtement lors du serrage.
     
    12. Vêtement selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé par le fait
    qu'un ou plusieurs composants du vêtement sont conçus pour être entièrement ou partiellement contractables et / ou pliables et garder ainsi la stabilité dimensionnelle et l'élasticité requises du vêtement lorsqu'ils sont portés à l'état étendu et / ou déplié.
     




    Zeichnung

















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente