HINTERGRUND
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Schraubenfedern
durch Federwinden mittels einer numerisch gesteuerten Federwindemaschine gemäß dem
Oberbegriff von Anspruch 1 sowie auf eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete
Federwindemaschine gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 10 (siehe z.B.
JP H10 180384).
[0002] Schraubenfedern sind Maschinenelemente, die in zahlreichen Anwendungsbereichen in
großen Stückzahlen und unterschiedlichen Ausgestaltungen benötigt werden. Schraubenfedern,
die auch als gewundene Torsionsfedern bezeichnet werden, werden üblicherweise aus
Federdraht herstellt und je nach der bei der Nutzung vorliegenden Belastung als Zugfedern
oder Druckfedern ausgelegt. Druckfedern, insbesondere Ventilfedern, Kupplungsfedern
oder Tragfedern, werden beispielsweise in großen Mengen im Automobilbau benötigt.
[0003] Schraubenfedern werden heutzutage üblicherweise durch Federwinden mit Hilfe numerisch
gesteuerter Federwindemaschinen hergestellt. Dabei wird ein Draht (Federdraht) unter
der Steuerung durch ein NC-Steuerprogramm mittels einer Zuführeinrichtung einer Umformeinrichtung
der Federwindemaschine zugeführt und mit Hilfe von Werkzeugen der Umformeinrichtung
zu einer Schraubenfeder umgeformt. Zu den Werkzeugen gehören in der Regel ein oder
mehrere bezüglich ihrer Stellung einstellbare Windewerkzeuge zur Festlegung und ggf.
zur Veränderung des Durchmessers von Federwindungen. Gelegentlich sind auch ein oder
mehrere Steigungswerkzeuge vorgesehen, durch die die lokale Steigung der Federwindungen
in jeder Phase des Fertigungsprozesses bestimmt wird. Nach Abschluss einer Umformoperation
wird eine fertiggestellte Schraubenfeder unter der Steuerung durch das NC-Steuerprogramm
mittels einer Schnitteinrichtung von dem zugeführten Draht abgetrennt.
[0004] Bei der Federherstellung ist häufig die Art des Schnitts von großer Bedeutung, da
sie bestimmte Eigenschaften der fertigen Schraubenfeder mitbestimmt. Man unterscheidet
üblicherweise drei häufig genutzte Arten von Schnittverfahren, nämlich den sogenannten
"Geradschnitt", den "Rotationsschnitt" und den "Torsionsschnitt". Beim Geradschnitt
führt ein Schnittwerkzeug beim Trennen des Drahtes eine geradlinig lineare Schnittbewegung
aus. Beim Rotationsschnitt wird die Schnittkante des Schnittwerkzeugs zum Trennen
des Drahts entlang einer im Wesentlichen elliptischen Bahnkurve geführt. Beim Torsionsschnitt
("twist cutting") wird der Draht mechanisch so belastet, dass er durch eine Torsionsbeanspruchung
im Wesentlichen in einer senkrecht zur Drahtachse liegenden Trennebene abgetrennt
wird.
[0005] Obwohl der Trennvorgang beim Torsionsschnitt im Wesentlichen auf einem Brechen oder
Reißen des Drahtmaterials durch Rotation bzw. Torsion und nicht auf einem Schnittvorgang
basiert, sollen hier die üblichen Bezeichnungen "Torsionsschnitt" und "Schnitteinrichtung"
verwendet werden.
[0006] Der Torsionsschnitt wird in erster Linie bei Drahtmaterialien verwendet, die hohe
Festigkeit aufweisen und/oder zum Sprödbruch neigen. Außerdem sollte das Wickelverhältnis
D/d, d.h. das Verhältnis zwischen Federdurchmesser D und Drahtdurchmesser d der Feder,
nicht zu groß sein, da bei zu großen Wickelverhältnissen die für den Torsionsschnitt
notwendige Torsionskraft beim Verschwenken der Feder nicht mehr optimal an der gewünschten
Trennposition konzentriert werden kann. Sind diese Bedingungen hinreichend gut erfüllt,
kann man durch Torsionsschnitt einen gratfreien Schnitt erhalten. Bei anderen Schnittarten
werden in der Regel an der Schnittfläche Schnittgrate erzeugt.
AUFGABE UND LÖSUNG
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von Schraubenfedern
durch Federwinden und eine zur Durchführung des Verfahrens geeignete Federwindemaschine
bereit zu stellen, die es erlauben, beim Abtrennen einer fertiggestellten Schraubenfeder
vom zugeführten Draht an einer definierten Stelle eine saubere, gegebenenfalls gratfreie
Schnittfläche zu erzeugen. Der Abtrennprozess soll für die Federmaschinen und die
Umgebung schonend sein und die Federgeometrie nicht nachteilig beeinflussen. Insbesondere
soll es möglich sein, auch Schraubenfedern mit relativ großem Wickelverhältnis mittels
Torsionsschneiden vom Draht abzutrennen und/oder saubere Schnittflächen auch bei schwer
zu schneidenden Drahtmaterialien zu erzeugen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgaben schlägt die Erfindung ein Verfahren mit den Merkmalen
von Anspruch 1 sowie eine Federwindemaschine mit den Merkmalen von Anspruch 10 vor.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Der Wortlaut
sämtlicher Ansprüche wird durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0009] Bei einem gattungsgemäßen Verfahren wird diese Aufgabe gemäß der beanspruchten Erfindung
dadurch gelöst, dass vor dem Abtrennen an einer definierten Trennposition entlang
des Drahtes zumindest an zwei diametral gegenüberliegenden Abschnitten des Drahtumfangs
eine linienhafte Schwächung im Bereich der Oberfläche des Drahts erzeugt wird. Die
Schwächungslinie, die sich im Wesentlichen in einer senkrecht zur Drahtlängsrichtung
liegenden Ebene erstreckt, wirkt bei dem anschließenden Abtrennvorgang als Sollbruchstelle.
Daher sollen die zur Erzeugung der Schwächung vorgesehenen Komponenten in dieser Anmeldung
als Komponenten einer Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung bezeichnet werden.
[0010] Die linienhafte Schwächung an und nahe der Drahtoberfläche kann z.B. dadurch erzeugt
werden, dass die Drahtoberfläche eingekerbt, eingestochen, eingewalzt, eingehämmert
oder eingeritzt wird. Die Schwächung wird vorzugsweise in Radialrichtung nicht sehr
tief gehen, zum Beispiel ausgehend von der Drahtoberfläche nur so weit, dass mindestens
50% des Durchmessers des Drahts im Bereich der Seele (im Zentrum des Drahtes) im Wesentlichen
unbeeinflusst durch die oberflächennahe Schwächung bleibt. Der nicht beeinflusste
innere Bereich kann auch größer sein und z.B. im Bereich von 60% bis 90% des Durchmessers
liegen, ggf. sogar darüber. Wichtig ist, dass eine signifikante oberflächliche Schwächung
erzeugt wird, die nicht tief in das Drahtmaterial hineinreichen muss.
[0011] Wenn an einem großen Teil des Drahtumfangs eine schmale Kerbe oder ein schmaler Ritz
oder dergleichen eingebracht wird, entsteht eine in Längsrichtung des Drahts exakt
definierte Sollbruchstelle, in deren Bereich die zum Abtrennen nötigen Schnittkräfte
wesentlich geringer sind als in Abwesenheit einer solchen Schwächung. Die Bereiche
der oberflächennahen Schwächung bilden beim Trennvorgang bevorzugte Bereiche der Risseinleitung,
wobei sich Risse dann von mehreren Seiten radial ins Innere des Drahtes fortsetzen
und ebene Bruchflächen erzeugt werden.
[0012] Durch diese Maßnahmen ist es möglich, die beim Abtrennen erforderlichen Schnittkräfte
bzw. Trennkräfte im Vergleich zu Systemen ohne Sollbruchstellen-Erzeugung zu reduzieren.
Dadurch kann die Schnitteinrichtung mit geringerer Antriebsleistung und weniger massiv
ausgelegten Komponenten ausgelegt werden. Außerdem ist es möglich, die Lärmbelästigung
der Umgebung zu reduzieren. Durch die Reduzierung der erforderlichen Schnittkräfte
können auch die mechanischen Rückwirkungen des Abtrennprozesses auf die Federgeometrie
(z.B. Verbiegung von Windungen nahe der Schnittstelle) im Vergleich zu Systemen ohne
Sollbruchstellen-Erzeugung reduziert werden.
[0013] Bei manchen Ausführungsformen wird ausschließlich an zwei diametral gegenüberliegenden
Umfangsbereichen jeweils eine linienförmige Schwächung erzeugt, wobei der dazwischenliegende
Rest der Oberfläche unverletzt bleiben kann. Insbesondere kann der Draht in einem
gekrümmten Abschnitt mit Hilfe von numerisch steuerbaren Kerbwerkzeugen gleichzeitig
an der Innenseite und an der diametral gegenüberliegenden Außenseite mechanisch gekerbt
werden. Es ist auch möglich, dass an mehr als zwei Seiten linienförmige Schwächungen
eingebracht werden.
[0014] Bei manchen Ausführungsformen wird zur Schwächung des Drahts eine in Umfangsrichtung
ununterbrochene umlaufende linienhafte Schwächung erzeugt, beispielsweise in Form
einer ringförmigen Kerbe oder einer ringförmigen Schmelzlinie.
[0015] Wenn ausschließlich an zwei diametral gegenüberliegenden Umfangsbereichen oder über
den gesamten Umfang eine linienhafte Schwächung eingebracht wird, kann die Sollbruchstelle
hohe Symmetrie (z.B. Spiegelsymmetrie bzw. Achssymmetrie zu einer Längsmittelebene
oder Punktsymmetrie (Zentralsymmetrie) zur Drahtmitte) haben, wodurch besonders gleichmäßige
Trennflächen begünstigt werden.
[0016] Bei manchen Ausführungsformen wird der Draht mit Hilfe von numerisch steuerbaren
Kerbwerkzeugen gleichzeitig von diametral gegenüberliegenden Seiten mechanisch gekerbt.
Beispielsweise kann der Draht in einem gekrümmten Abschnitt gleichzeitig an der Innenseite
und an der diametral gegenüberliegenden Außenseite mechanisch gekerbt werden. Eine
entsprechende Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung hat zwei aufeinander zu bzw.
voneinander weg bewegbare Kerbwerkzeuge mit in einer gemeinsamen Ebene liegenden Schneidkanten.
Die Kerbwerkzeuge können gleichzeitig von gegenüberliegenden Seiten oberflächlich
in das Drahtmaterial eindringen, wobei eines der Kerbwerkzeuge jeweils als Gegenwerkzeug
des anderen dient.
[0017] Bei einer Variante, bei der die Schneideinrichtung für das Torsionsschneiden eingerichtet
ist, wird der Draht zur Erzeugung der Schwächung zwischen den Kerbwerkzeugen eingeklemmt,
die Kerbwerkzeuge werden dann in Eingriff mit dem Draht gehalten und die Schraubenfeder
wird vom eingeklemmten Draht durch Torsion abgetrennt. Der Draht bleibt also an der
Trennstelle eingeklemmt, wird jedoch durch die Kerbwerkzeuge nicht vollständig durchtrennt.
Diese wirken vielmehr als Klemmwerkzeuge und halten den Draht fest, bis er durch Torsionsbeanspruchung
reißt bzw. bricht. Der Torsionsbruch wird durch Verschwenken des Federkörpers erzeugt,
wobei die Materialtrennung in der durch die Keilwerkzeuge definierten Trennebene erfolgt.
Es können besonders glatte Trennflächen entstehen, weil der zugeführte Draht mittels
der Kerbwerkzeuge fixiert wird.
[0018] Bei anderen Ausführungsformen wird zur Erzeugung der Schwächung wenigstens ein Strahlwerkzeug
verwendet. Manche Ausführungsformen von Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtungen enthalten
ein Lasersystem, so dass zur Erzeugung der Schwächung mindestens ein Laserstrahl auf
die Drahtoberfläche eingestrahlt werden kann. Die Einstrahlung kann von mehreren Seiten
erfolgen. Um eine Einstrahlung von mehreren Seiten mit Hilfe nur eines einzigen Laserstrahls
zu erreichen, wird bei manchen Ausführungsformen der Laserstrahl durch eine oder mehrere
Umlenkeinrichtungen, wie z.B. Planspiegel, einfach oder mehrfach so umgelenkt, dass
unterschiedliche Umfangsabschnitte des Drahts mit dem gleichen Laserstrahl bestrahlt
und oberflächlich eingeritzt bzw. aufgeschmolzen werden können. Als alternatives Strahlwerkzeug
könnte auch ein Wasserstrahl genutzt werden, gegebenenfalls auch ein Plasma.
[0019] Nachdem am Draht an einer definierten Trennposition eine Sollbruchstelle erzeugt
wurde, kann die fertiggestellte Schraubenfeder mittels einer Schnitteinrichtung vom
zugeführten Draht abgetrennt werden, wobei aufgrund der Sollbruchstelle die hierfür
erforderlichen Schnittkräfte wesentlich geringer sein können als bei einem nicht vorgeschwächten
Draht, das heißt einem Draht ohne Sollbruchstelle.
[0020] Durch Erzeugung einer Sollbruchstelle kann beispielsweise das Anwendungsspektrum
des Torsionsschneidens wesentlich zu Schraubenfedern mit größeren Wickelverhältnissen
erweitert werden. Bisher lag die obere Grenze beim Torsionsschnitt typischerweise
bei einem Wickelverhältnis im Bereich von 3 bis 4. Bei einem mittels Sollbruchstelle
vorgeschwächten Draht können nun Schraubenfedern mit Wickelverhältnissen größer als
4 mit Torsionsschnitt prozesssicher getrennt werden. Das Wickelverhältnis kann z.B.
zwischen 5 und 10 liegen, ggf. auch im Bereich bis 12 oder darüber. Entsprechend Ausführungsbeispiele
werden unten im Detail erläutert.
[0021] Es ist auch möglich, bessere Schnittergebnisse bei Federwindemaschinen zu erreichen,
die z.B. für einen Geradschnitt oder einen Rotationsschnitt eingerichtet sind, da
an einer vorgeschwächten Trennposition wesentlich geringere Schnittkräfte erforderlich
sind, um eine saubere Abtrennung der fertigen Schraubenfedern vom zugeführten Draht
zu erreichen. Die am Schnittprozess beteiligten Komponenten sind dadurch weniger dem
Verschleiß unterworfen und können bei moderater Dimensionierung im Bedarfsfall auch
relativ schwer zu schneidenden Drahtmaterialien, wie beispielsweise hochfeste Federdrähte,
mittels Geradschnitt oder Rotationsschnitt trennen.
[0022] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0023]
Fig. 1 zeigt eine schematische Übersichtsdarstellung einer Ausführungsform einer Federwindemaschine;
Fig. 2 zeigt eine vergrößerte Detaildarstellung des Bereichs der Umformwerkzeuge mit
Komponenten einer Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung;
Fig. 3 zeigt in 3A die Federwindemaschine aus Fig. 1 und 2 kurz vor dem Einkerben
des Drahts und in 3B beim Einkerben des Drahts;
Fig. 4 zeigt in 4A eine alternative Anordnung der Komponenten der Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung,
in 4B die entsprechende Federwindemaschine kurz vor dem Einkerben des Drahts und in
4C beim Einkerben des Drahts;
Fig. 5 zeigt Komponenten einer Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung, die mit zwei
Strahlwerkzeugen arbeitet;
Fig. 6 zeigt eine Seitenansicht einer anderen Federwindemaschine mit Komponenten mehrerer
Varianten von Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtungen, die Sollbruchstellen vor Abschluss
des Drahtvorschubs erzeugen können; und
Fig. 7 zeigt in 7A und 7B zwei Varianten von Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtungen,
die mittels Laser arbeiten und einen beweglichen Strahlauslass haben.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0024] Die schematische Übersichtsdarstellung in Fig. 1 zeigt einige konstruktive Elemente
einer CNC-Federwindemaschine 100 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Fig. 2
zeigt eine vergrößerte Detaildarstellung des Bereichs der Umformwerkzeuge mit Komponenten
einer Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung.
[0025] Die Federwindemaschine 100 hat eine mit drei Paaren von Zuführrollen 112 ausgestattete
Zuführeinrichtung 110, die aufeinanderfolgende Drahtabschnitte eines von einem Drahtvorrat
kommenden und durch eine Richteinheit geführten Drahtes 115 mit numerisch gesteuertem
Vorschubgeschwindigkeitsprofil in horizontaler Richtung in den Bereich einer Umformeinrichtung
120 zuführen kann. Komponenten der Umformeinrichtungen sind z.B. in Fig. 2 gut zu
erkennen. Der Draht kann austrittsseitig der Zuführrollen durch eine Drahtführungseinrichtung
geführt werden (vgl. Fig. 6).
[0026] Der Draht wird mit Hilfe von numerisch gesteuerten Werkzeugen der Umformeinrichtung
120 zu einer Schraubenfeder F umgeformt. Zu den Werkzeugen gehören zwei um 90° winkelversetzt
angeordnete Windestifte 122, 124, die in Radialrichtung zur Mittelachse 118 bzw. zur
Lage der gewünschten Federachse ausgerichtet sind und dafür vorgesehen sind, den Durchmesser
der Schraubenfeder zu bestimmen. Die Position der Windestifte kann zur Grundeinstellung
für den Federdurchmesser beim Einrichten entlang schräg verlaufender Richtungen sowie
in horizontaler Richtung verändert werden, um die Maschine für unterschiedliche Federdurchmesser
einzurichten. Eine entsprechende Einstellung ist auch während des Federwindeprozesses
möglich, um den Durchmesser in Abhängigkeit von der axialen Position einer Windung
entlang der Feder zu ändern. Diese Bewegungen können mit Hilfe elektrischer Antriebe
unter Kontrolle der numerischen Steuerung vorgenommen werden.
[0027] Ein Steigungswerkzeug 130 hat eine im Wesentlichen senkrecht zur Federachse ausgerichtete
Wirkfläche, die neben den Windungen der sich entwickelnden Schraubenfeder eingreift.
Das Steigungswerkzeug ist mit Hilfe eines numerisch gesteuerten Verstellantriebs der
entsprechenden Maschinenachse parallel zur Achse 118 der sich entwickelnden Schraubenfeder
(d.h. senkrecht zur Zeichnungsebene) verfahrbar. Der bei der Federherstellung vorgeschobene
Draht wird vom Steigungswerkzeug entsprechend der Position des Steigungswerkzeugs
in Richtung parallel zur Federachse abgedrängt, wobei durch die Position des Steigungswerkzeuges
die lokale Steigung der Feder im entsprechenden Abschnitt bestimmt wird. Steigungsänderungen
werden durch achsparalleles Verfahren des Steigungswerkzeugs während der Federherstellung
bewirkt. Es gibt auch Varianten ohne gesondertes Steigungswerkzeug, bei denen die
Steigung über die Windewerkzeuge eingestellt wird.
[0028] Die zu den Werkzeugen gehörenden Maschinenachsen der CNC-Maschine werden durch eine
computernumerische Steuereinrichtung 180 gesteuert, die Speichereinrichtungen hat,
in denen die Steuerungssoftware residiert, zu der u.a. ein NC-Steuerprogramm für die
Arbeitsbewegungen der Maschinenachsen gehört.
[0029] Die Federwindemaschine ist dafür eingerichtet, Schraubenfedern mit einem großen Wickelvehältnis
(z.B. bis D/d ≈ 8) herzustellen. Bei diesen Schraubenfedern besteht u.a. die Forderung
nach einer ebenen stirnseitigen Fläche des Drahts, die möglichst parallel und mittig
zur Federachse verlaufen sollte. Diese Fläche kann bei Erfüllung dieser Anforderungen
als Anlagefläche für die Einleitung von Kräften und Momenten dienen. Solche Schraubenfedern
werden überwiegend im Drahtdurchmesserbereich von 4 mm bis 10 mm, und vorzugsweise
aus Chrom-Silizium-Drähten (z.B. Drahtsorten FD, TD und VD nach EN 10270-2) oder Drähten
für Ventilfedern (z.B. Drahtsorten VD nach EN 10270-2) hergestellt. Sie besitzen häufig
ein mittleres Wickelverhältnis von 5 bis 10, gelegentlich auch darüber, z.B. bis zu
16.
[0030] Im Prinzip eignen sich verschiedene Drahtwerkstoffe für das Schneiden mit dem Torsionsschnitt.
Allerdings konnten Torsionsschneideverfahren bisher bei Wickelverhältnissen größer
4 häufig nicht prozesssicher durchgeführt werden. Die Federwindemaschine 100 ist so
konfiguriert, dass ein Torsionsschnitt durchgeführt werden kann.
[0031] Oberhalb der Federachse ist eine numerisch steuerbare Schneid- und Anritzeinrichtung
150 angeordnet, die am unteren Ende eines vertikal verfahrbaren Werkzeugträgers ein
erstes Kerbwerkzeug 152 aufweist, welches durch Ansteuerung der zugehörigen Maschinenachse
in Vertikalrichtung nach unten in Richtung Werkstück bzw. nach oben bewegt werden
kann. Das erste Kerbwerkzeug 152 hat eine nach unten gerichtete keilförmige Schneide
(Keilwinkel ca. 90°), die eine parallel zur Mittelachse verlaufende scharfe erste
Schneidkante SK1 besitzt. Nach Abschluss einer Umformoperation wird mit Hilfe des
ersten Kerbwerkzeugs an einer vorgesehenen Trennposition eine quer zur Drahtseele
verlaufende Kerbe an der Außenseite der Federwindung erzeugt (vgl. Fig. 3).
[0032] Als Gegenelement bei dieser Kerboperation dient ein zweites Kerbwerkzeug 154, welches
eine entsprechende zweite Schneidkante SK2 aufweist, die im Inneren der Federwindung
angeordnet und nach oben in Richtung des ersten Kerbwerkzeugs gerichtet ist. Das zweite
Kerbwerkzeug 154 ist an der Oberseite eines Werkzeughalters in Form eines Dorns 156
befestigt, der Bestandteil einer Dorneinheit ist. Der Dorn und das davon getragene
zweite Keilwerkzeug ist mit Hilfe einer entsprechenden Maschinenachse parallel zur
Mittelachse 118 verschiebbar und kann somit in das Innere der Feder bewegt oder aus
diesem Inneren herausgezogen werden. Der Dorn als Ganzes ist in einem vertikal verfahrbaren
Dornschlitten 160 gelagert, so dass das zweite Keilwerkzeug 154 eine gesteuerte Vertikalbewegung
in Richtung des oberen Kerbwerkzeugs oder in die entgegengesetzte Richtung durchführen
kann.
[0033] Mindestens eines der Keilwerkzeuge, z.B. das innere Keilwerkzeug 154, kann auf der
der Vorderwand der Maschine zugewandten Seite der Schneidkante mit einer über die
Schneidkante vorstehenden Nase 154' (vgl. Fig. 3B) versehen sein, die ein Ausweichen
des Drahts in Richtung Maschinenwand beim Trennvorgang verhindert. Dadurch kann verhindert
werden, dass der Draht aus den Werkzeugen springen kann.
[0034] Unterhalb der Mittelachse ist eine Werkzeugeinheit 170 angeordnet, die einen radial
zur Mittelachse 118 in vertikaler Richtung hin- und her bewegbaren Werkzeughalter
aufweist, der an seinem oberen Ende ein Keilwerkzeug 172 trägt, welches zur Einleitung
des Torsionsschnitts zwischen Windungen der Schraubenfeder einschiebbar ist. Das Keilwerkzeug
hat an seiner oberen Stirnseite eine ebene Schrägfläche 173, die ausgehend von der
Vorderwand der Federwindemaschine schräg nach vorne unten geneigt ist. Der Neigungswinkel
gegenüber der Horizontalebene beträgt ca. 10° bis 40°, vorzugsweise ca. 15°. Beim
Torsionsschnitt wird mit Hilfe des radial zur Federachse und zur Mittelachse bewegten
Keilwerkzeugs 172 die fertige Schraubenfeder nach oben verschwenkt, so dass die Schraubenfeder
an der vorgesehenen Trennstelle zwischen den Kerbwerkzeugen tordiert wird (vgl. Fig.
3B).
[0035] Die beiden Kerbwerkzeuge 152, 154 und die zu ihrer Bewegung vorgesehenen Komponenten
der Schneid- und Anritzeinheit 150 sowie der Dorneinheit sind funktionelle Komponenten
einer Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung, die dafür eingerichtet ist, an einer
definierten Trennposition des Drahts an zwei diametral gegenüberliegenden Abschnitten
des Umfangs jeweils eine linienhafte Schwächung in Form einer quer zur Längsrichtung
des Drahts verlaufenden Kerbe im Bereich der Oberfläche des Drahts einzubringen. Die
Komponenten der Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung werden ebenfalls über die Steuereinrichtung
180 auf Basis des NC-Steuerprogramms gesteuert.
[0036] Die Federwindemaschine 100 kann wie folgt arbeiten. Zu Beginn des Herstellungszyklus
für eine Schraubenfeder befindet sich das obere erste Kerbwerkzeug 152 in einer abgehobenen
Position an seinem oberen Umkehrpunkt und der Dorn mit dem unteren Kerbwerkzeug 154
ist eingezogen, so dass sich das untere Kerbwerkzeug außerhalb der durch die Windewerkzeuge
122, 124 definierten Windeebene befindet. Dann wird bei kontinuierlicher Drahtzufuhr
die Schraubenfeder in an sich bekannter Weise durch Federwinden erzeugt, indem das
vorgeschobene Drahtmaterial durch die Windefinger 124, 122 abgedrängt und zu einer
Kreisform gebogen wird. Hat die Schraubenfeder die gewünschte Federlänge erreicht,
wird die Drahtzufuhr so gestoppt, dass die vorgesehene Trennposition, an der die fertige
Schraubenfeder vom zugeführten Draht abgetrennt werden soll, in der Trennebene 155
liegt, die durch die Lage der zueinander parallelen Schneidkanten SK1, SK2 der aufeinander
zugerichteten Kerbwerkzeuge 152, 154 definiert ist.
[0037] Dann fährt der Dorn 156 mit dem zweiten Keilwerkzeug 154 nach vorn in den Federkörper
hinein. Dabei ist die Vertikalposition des Dorns so eingestellt, dass die Schneidkante
SK2 des zweiten Keilwerkzeugs 154 nur wenige Zehntelmillimeter von der Innenseite
der Federwindung entfernt ist (vgl. Fig. 3A)
[0038] Dann wird die Maschinenachse der Schneid- und Anritzeinrichtung 150 aktiviert, so
dass das erste Kerbwerkzeug 152 von oben auf die Außenseite des Drahts fährt. Die
beiden Kerbwerkzeuge 152 und 154 werden dann geringfügig aufeinander zubewegt, so
dass die koplanaren Schneidkanten der Kerbwerkzeuge gleichzeitig von außen (erstes
Kerbwerkzeug) und von innen (zweites Kerbwerkzeug) an diametral gegenüberliegenden
Stellen in die Oberfläche des Drahtmaterials eindringen (vgl. Fig. 3B). Bei dieser
Kerboperation entsteht auf jeder Drahtseite eine senkrecht zur Drahtlängsrichtung
verlaufende Kerbe. Diese mechanisch erzeugten Kerben wirken gemeinsam als Sollbruchstelle.
Die Kerbwerkzeuge dringen dabei nur so tief in das Drahtmaterial ein, dass eine oberflächliche
linienhafte Schwächung des Drahtmaterials entsteht, wobei das Innere des Drahts "unverletzt"
bzw. weitgehend unverformt bleibt. Typische Eindringtiefen können unterhalb von 1
mm liegen, beispielsweise im Bereich zwischen 0,2 mm und 0,8 mm bei typischen Drahtdurchmessern
im Bereich von 4 mm bis 10 mm. (vgl. Fig. 3B).
[0039] Der Draht wird durch die Kerbwerkzeuge 152, 154 nicht abgetrennt. Stattdessen klemmen
die Kerbwerkzeuge den Draht von oben und unten ein und halten ihn dadurch in der Trennebene
155 an der vorgesehenen Trennposition fest. Der eigentliche Trennvorgang, der "Torsionsschnitt",
wird anschließend mit Hilfe des von unten zugeführten Keilwerkzeugs 172 von unten
ausgeführt. Durch eine vertikale Schiebebewegung fährt das Keilwerkzeug bzw. Brechwerkzeug
172 von unten zwischen die erste und die zweite Windung der Feder und verdreht den
Federkörper jenseits der Trennposition nach oben, bis das Drahtmaterial in der Trennebene
155 bricht bzw. reißt (vgl. Fig. 3B). Die Feder wird also in der Ebene der Keilwerkzeuge
(Trennebene 155) tordiert bzw. verdreht und bricht unter der Torsionsspannung in der
Trennebene.
[0040] Danach wird das obere Keilwerkzeug nach oben zurückgezogen und das untere Kerbwerkzeug
wird abgesenkt und durch Einziehen des Dorns zurückgefahren. Danach beginnt ein entsprechender
Zyklus zur Herstellung der nächsten Schraubenfeder. Bei linksgängigen Schraubenfedern
werden die Werkzeuge und die Anordnung spiegelbildlich ausgeführt.
[0041] Durch die oberflächliche linienhafte Schwächung des Drahtes an zwei diametral gegenüberliegenden
Bereichen mit Hilfe der Kerbwerkzeuge ist eine Sollbruchstelle entstanden. Bei Einleitung
der Torsionsbeanspruchung kann eine Rissausbreitung in das Innere des Drahtmaterials
von gegenüberliegenden Seiten erfolgen. Es entsteht eine ebene, sehr homogene Bruchfläche,
von der weder nach innen noch nach außen Grate abstehen.
[0042] Außerdem wird nur ein geringer Schnittschlag erzeugt. Der Begriff "Schnittschlag"
bezieht sich hier allgemein auf die Geräuschentwicklung beim Trennvorgang. Der Schnittschlag
ist üblicherweise beim Torsionsschnitt geringer als bei anderen Schnittarten (z.B.
Geradschnitt, Rotationsschnitt). Der Schnittschlag ist bei erfindungsgemäßen Verfahren
geringer als bei herkömmlichen Verfahren, weil die zum Trennen erforderlichen Kräfte
aufgrund der vorab eingebrachten Schwächung kleiner und die Gesamtenergie aller im
Kraftfluss liegenden Teile somit geringer ist. Die Energie im System entspannt sich
"schlagartig", nachdem die Feder an der Bruchstelle abgetrennt wurde und die Werkzeuge
und Maschinenelemente entlastet werden.
[0043] Beim konventionellen Torsionstrennen ohne Kerben bzw. Anritzen besteht eine praktische
Wickelverhältnisbegrenzung dadurch, dass die entscheidende halbe Federwindung zwischen
der Eingriffsposition des Keilwerkzeugs bzw. Brechwerkzeugs und der Trennposition
bei zu großen Wickelverhältnissen in der Regel nicht ausreichend steif genug ist und
damit nicht genug Torsionsmoment in die Trennebene eingebracht werden konnte. Daneben
kann die Verdrehung des Federkörpers über das Keilwerkzeug (Fig. 3B) auch geometrisch
beschränkt sein, so dass es in der Regel gewünscht ist, wenn es beim Zurückbiegen
in Richtung der Vorderwand spätestens bei einem Winkelbereich zwischen 70° und 100°
(Winkel zwischen Federachse und Horizontale) zum Bruch kommt, da sonst der Federkörper
an Werkzeugen und/oder Teilen der Maschine anschlagen kann und/oder die Bewegungsachse
des Keilwerkzeugs keine ausreichende Hubbewegung mehr fahren kann.
[0044] Diese Beschränkungen werden durch das Ankerben entspannt. Durch das Ankerben an diametral
gegenüberliegenden Umfangsbereichen wird das für den Bruch benötigte Torsionsmoment
deutlich reduziert, so dass es innerhalb der geometrischen Grenzen durch eventuelle
Störkonturen oder Fahrwege zu einer Durchtrennung des Drahtes kommt. Diese deutlichen
Verbesserungen bei Durchführung eines Torsionsschnitts werden derzeit unter anderem
darauf zurückgeführt, dass die mehrseitige oberflächliche Einkerbung eine Rissentstehung
oder Rissausbreitung an unterschiedlichen Stellen des Drahtumfangs begünstigt. Weiterhin
scheint es vorteilhaft, wenn das (relativ harte bzw. spröde) Drahtmaterial in der
Nähe der Zentralachse des Drahtes durch die Einkerbung bzw. Einritzung weitgehend
unbeeinflusst bleibt. Das nicht geschwächte, zentrale Material stellt somit - bildlich
gesprochen - eine Torsionsachse dar.
[0045] Bei der Ausführungsform der Fig. 1 bis 3 sind die Komponenten der Schneid- und Anritzeinheit
150 oberhalb der Mittelachse 118 bzw. der durch diese definierten Horizontalebene
der Federwindemaschine angeordnet und das Keilwerkzeug 172 greift zum Einleiten des
Torsionsbruchs von unten zwischen benachbarte Windungen ein. Dabei befindet sich zwischen
dem noch ungebogenen Drahtabschnitt, der auf das untere Windewerkzeug 122 trifft,
und der darüber angeordneten Trennzone, in der die Kerbwerkzeuge 152, 154 arbeiten,
etwa eine halbe Federwindung. Diese bildet die erste halbe Windung der nächsten Schraubenfeder
und verbleibt in der Federwindemaschine, wenn die abgetrennte Schraubenfeder entfernt
ist.
[0046] Bei Bedarf kann auch die in Fig. 4 gezeigte Anordnung gewählt werden, bei der die
Komponenten der Schneid- und Anritzeinrichtung unterhalb der Mittelachse 418 angeordnet
sind, wobei das Keilwerkzeug 472 oberhalb der sich entwickelnden Schraubenfeder angeordnet
ist und von oben zwischen benachbarte Federwindungen eingeführt wird, um den Torsionsbruch
zu verursachen (Fig. 4C). Gleiche oder entsprechende Komponenten tragen die gleichen
Bezugszeichen wie in den Fig. 1 bis 3, jeweils erhöht um 300.
[0047] Bei der Federherstellung wird der Draht jeweils so weit vorgeschoben, dass zwischen
dem zugeführten Draht und der vorgesehenen Trennposition eine komplette 360°-Windung
W1 liegt. Dann wird der Drahtvorschub angehalten und der Dorn 456 wird in die Feder
eingefahren, so dass das innere Kerbwerkzeug 454 am Beginn der auf die Windung W1
folgenden Windung liegt. An der gleichen Position greift von der anderen Drahtseite
dann auch das äußere Kerbwerkzeug 452 an. Beim Zusammenfahren der Kerbwerkzeuge 454,
452 wird der Draht am Übergang zwischen der Windung W1 und dem darauffolgenden Drahtabschnitt
gekerbt und eingeklemmt, bevor das Keilwerkzeug 472 von oben eingreift und die Torsion
einleitet. Die Windung W1 wird somit mittels der Kerbwerkzeuge von denjenigen Kräften
entkoppelt, die zur Torsion führen. Damit wird das Aufbiegen der anliegenden End-/
Anfangswindung vermieden.
[0048] Anhand von Fig. 5 werden Komponenten einer Ausführungsform erläutert, bei der die
Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung mit Hilfe von Strahlwerkzeugen arbeitet. Zur
Vereinfachung tragen identische oder ähnliche Komponenten der Federwindemaschine die
gleichen Bezugszeichen wie in den Figuren 1 bis 3.
[0049] Die Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung weist eine erste Strahlauslasseinrichtung
552 und eine zweite Strahlauslasseinrichtung 554 auf, die eine vertikale Trennebene
an der Stelle definieren, an der der Torsionsbruch nach Abschluss des Drahtvorschubs
eingeleitet werden soll. Die obere, erste Strahlauslasseinrichtung erzeugt einen Strahl,
der schräg auf die konvex gekrümmte Außenseite des Drahts gerichtet ist. Die untere
zweite Strahleinheit erzeugt einen Strahl, der etwa an einer diametral gegenüberliegenden
Stelle schräg auf die konkav gekrümmte Innenseite des Drahtes gerichtet ist. Mit Hilfe
der Strahlen können in diametral gegenüberliegenden Bereichen an der Außen- und Innenseite
des Drahts jeweils linienhafte Schwächungen im Bereich der Drahtoberfläche eingebracht
werden, bevor das Keilwerkzeug 172 von unten zwischen die noch am zugeführten Draht
hängende erste Windung und die zweite Windung fährt und den Federkörper nach oben
biegt. Auch hier erfolgt eine Risseinleitung von mehreren Stellen des Drahtumfangs,
wodurch das erforderliche Torsionsmoment verringert wird.
[0050] Bei der dargestellten Variante arbeitet die SollbruchstellenErzeugungseinrichtung
mit Hilfe von Laserstrahlen, wobei die Strahlauslasseinrichtungen 552, 554 in Form
von strahlführenden Austrittsoptiken des Lasersystems ausgeführt sind.
[0051] Bei einer anderen Variante arbeitet die Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung mit
scharf gebündelten Wasserstrahlen, die unter hohem Druck durch Austrittsdüsen in den
Strahlauslasseinrichtungen in Richtung Drahtoberfläche gestrahlt werden.
[0052] Bei den Varianten der Figuren 1 bis 5 wird die Sollbruchstelle nach Abschluss des
Drahtvorschubes bei angehaltenem Drahtvorschub an der fertig gebogenen bzw. fertig
gewundenen Feder erzeugt, so dass die Sollbruchstelle zwischen ihrer Erzeugung und
dem Einleiten des Torsionsmoments nicht mehr bewegt wird. Dies ist jedoch nicht zwingend.
Anhand von Fig. 6 werden Ausführungsbeispiele erläutert, bei denen eine Sollbruchstelle
vor Abschluss der Federwindeoperation erzeugt wird, so dass nach Erzeugung der Sollbruchstelle
noch ein Vorschub der Sollbruchstelle bis in diejenige Position erfolgt, an der der
Schnitt erfolgt.
[0053] Figur 6 zeigt hierzu eine Vorderansicht von Teilen einer Federwindemaschine 600,
die eine Schnitteinrichtung 650 hat, welche für einen Geradschnitt eingerichtet ist.
Der Draht 615 wird durch Zuführrollen 612 einer Zuführeinrichtung in Richtung der
Umformeinrichtung 620 gefördert, welche zwei Windestifte 622, 624 zur Vorgabe des
Federdurchmessers sowie ein Steigungswerkzeug 630 zur Vorgabe der Steigung aufweist.
Oberhalb der Mittelachse 618 ist eine Schnitteinrichtung 650 mit einem Schnittwerkzeug
652 angebracht, das nach Abschluss einer Umformoperation die hergestellte Schraubenfeder
mit einer vertikalen Arbeitsbewegung mittels Geradschnitt vom zugeführten Draht abtrennt.
Als Gegenelement für das Schnittwerkzeug dient ein Dorn 655 (Abschneidedorn), der
sich im Inneren der sich entwickelnden Feder befindet und eine vertikale Schneidkante
656 aufweist, die beim Abtrennen mit dem Schneidwerkzeug 652 zusammenwirkt. Die Schneidkante
656 definiert die Trennebene des Geradschnitts.
[0054] Unmittelbar hinter den Zuführrollen 612 ist zwischen diesen und dem Bereich der Umformwerkzeuge
eine Drahtführungseinrichtung 616 angebracht, die eine Eintrittshülse 616A sowie eine
damit koaxiale Austrittshülse 616B aufweist, die mit Abstand zueinander derart angeordnet
sind, dass zwischen den Hülsen ein Abschnitt des durchgeführten Drahtes von außen
aus mehreren Richtungen frei zugänglich ist.
[0055] Auch in diesem Beispielsfall sollen Schraubenfedern mit relativ großem Wickelverhältnis
(D/d > 8) hergestellt werden, die aus relativ hartem Federstahldraht bestehen. Mit
Hilfe einer SollbruchstellenErzeugungseinrichtung ist es möglich, die zum Trennen
des Drahts erforderlichen Schnittkräfte gegenüber Drähten ohne Sollbruchstelle erheblich
zu reduzieren. Hierdurch kann Werkzeugverschleiß verringert werden und es ist möglich,
auf eine andernfalls erforderliche besonders aufwendige Dimensionierung der Komponenten
der Schnitteinrichtung zu verzichten. Auch der Schnittschlag und die Belastung der
Werkzeuge und der Maschine insgesamt werden verringert. Dadurch kann eine höhere Standzeit
der Werkzeuge erzielt werden.
[0056] Bei einer der hier dargestellten Variante sind Komponenten der Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung
im Bereich der Drahtführung 616 so angebracht, dass die Sollbruchstelle an demjenigen
Drahtabschnitt erzeugt werden kann, der zwischen der Eintrittshülse 616A und der Austrittshülse
616B frei liegt. Im Beispielsfall sind hierzu zwei diametral gegenüberliegende Strahlaustrittseinrichtungen
654A, 654B angebracht, um am Draht an zwei diametral gegenüberliegenden Bereichen
quer zur Drahtrichtung verlaufende oberflächliche Einritzungen zu erzeugen. Im Beispielsfall
sind die Strahlauslasseinrichtungen als Austrittsoptiken eines Lasersystems ausgelegt.
Alternativ könnte es sich um Austrittsdüsen einer Wasserstrahl-Schneideinrichtung
handeln.
[0057] Bei dieser Variante wird also die Sollbruchstelle erzeugt, bevor der eigentliche
Umformvorgang des mit Sollbruchstelle versehenen Drahtabschnitts durch Federwinden
stattfindet. Nach dem Erzeugen der Sollbruchstelle wird der Draht noch so weit vorgeschoben,
bis sich die Sollbruchstelle in der durch die Schneidkante 656 definierten Trennebene
befindet. Diese Situation ist in Fig. 6 durch die Ritze an der Außenseite und Innenseite
der Feder im Bereich der Sollbruchstelle SB angedeutet.
[0058] Die Komponenten der Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung, z.B. die Strahlaustrittseinrichtungen,
können maschinenfest so angeordnet sein, dass zwischen ihrer Position und der Trennebene
genau die benötigte Drahtlänge liegt. Dann wird der Drahtvorschub ggf. kurz unterbrochen,
bis die Sollbruchstelle erzeugt ist. Bei anderen Varianten ist vorgesehen, dass der
Drahtvorschub für das vorgelagerte Anritzen nicht unterbrochen wird. Hierzu sind die
in der Nähe des Drahts angebrachten Komponenten der Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung
parallel zur Drahtlaufrichtung linear beweglich gelagert und können so gesteuert werden,
dass sie für die Dauer der Erzeugung der Sollbruchstelle synchron mit dem vorgeschobenen
Draht mit der Drahtgeschwindigkeit mitbewegt und anschließend vor dem nächsten Zyklus
wieder zurückbewegt werden können. Hierzu kann z.B. die Drahtführungseinrichtung mit
den daran befestigten Strahlaustrittseinrichtungen auf einem Schlitten montiert sein,
um als Ganzes linear in Drahtlaufrichtung hin- und her bewegt werden zu können.
[0059] Figur 6 zeigt in Verbindung mit Fig. 7 noch eine alternative Anordnung von Komponenten
einer Sollbruchstelle-Erzeugungseinrichtung, die mit Hilfe eines Laserstrahls an der
vorgesehenen Trennposition eine Sollbruchstelle erzeugt, bevor die am Draht vorgesehene
Trennposition bis in die Trennebene (definiert durch Schneidkante 656) bewegt wird.
Die Komponenten sind hier im Raum zwischen den Windefingern 622, 624 um ca. 90° versetzt
zur Trennebene angeordnet. Diese Anordnung kann z.B. aus Platzgründen günstig sein,
wenn im Bereich der Trennebene nur wenig Bauraum zur Verfügung steht.
[0060] Eine Strahlauslasseinheit 752 eines Lasersystems ist radial außerhalb der Feder angeordnet
und quer zur Durchlaufrichtung des Drahts 715 durch eine einachsige Schwenkbewegung
(Strahlauslasseinheit 752A in Fig. 7A) oder eine lineare Verschiebungsbewegung (Strahlauslasseinheit
752B in Fig. 7B) senkrecht zur Drahtlängsrichtung beweglich. An der Innenseite der
Drahtwindung befindet sich diametral gegenüber der Strahlauslasseinrichtung eine Spiegelanordnung
mit zwei V-förmig zueinander angeordneten Planspiegeln 761, 762, die so angeordnet
sind, dass bei bestimmten Stellungen der Strahlauslasseinheit der Laserstrahl von
einem Planspiegel oder beiden Planspiegeln an Umfangsbereiche des durchlaufenden Drahtes
reflektiert werden, welche nicht direkt durch den von der Strahlaustrittseinrichtung
kommenden Laserstrahl erreicht werden können. Der Winkel W zwischen den Spiegelflächen
kann z.B. im Bereich von 70° bis 130° liegen. Auf diese Weise ist es möglich, mit
einem einzigen Laserstrahl, der in Querrichtung durch Schwenken oder Verschieben hin-
und her bewegt wird, den Draht über seinen gesamten Umfang oder den überwiegenden
Teil des Umfangs (mehr als 180°) oberflächlich entlang einer definierten Schwächungslinie
anzuschmelzen bzw. einzuritzen. Der Laserstrahl kann also durch die Umlenkspiegel
einfach oder mehrfach so umgelenkt werden, dass unterschiedliche Umfangsabschnitte
mit dem gleichen Laserstrahl bestrahlt werden können, auch auf der der Strahlaustrittseinrichtung
abgewandten Seite.
[0061] Nachdem die umlaufende oberflächliche Schmelzlinie an der vorgesehenen Trennposition
durch Laserbestrahlung erzeugt wurde, wird die entstandene Sollbruchstelle durch Betätigen
des Drahtvorschubs bis in die Trennebene am Dorn 655 vorgeschoben, bevor die fertige
Feder mittels des Schneidwerkzeugs durch Geradschnitt abgetrennt wird.
[0062] Die anhand von Fig. 7 erläuterte Variante kann auch an anderer Stelle, z.B. im Bereich
der Drahtführung, vorgesehen sein. Wenn es der Bauraum zulässt ist auch eine Anordnung
in der Trennebene, d.h. im Bereich der Schnittkante 656 des Dorns möglich.
[0063] Diese Anmeldung offenbart somit unterschiedliche Möglichkeiten, den Draht an einer
definierten Trennposition durch Anritzen oder Einkerben mechanisch oder durch Einwirken
von Strahlwerkzeugen entlang einer relativ schmalen Linie zu schwächen, um eine Sollbruchstelle
zu erzeugen, die einen sauberen Schnitt bei reduzierten Schnittkräften ermöglicht.
Die Schnittkraft wird deutlich reduziert, wenn Einkerbungen bzw. Einritzungen zumindest
an zwei diametral gegenüberliegenden Bereichen oder aber über den gesamten Umfang
eingebracht werden, wie dies hier anhand einiger Beispiele gezeigt wurde. Insbesondere
können damit Federn mit deutlich größeren Wickelverhältnissen mittels Torsionsschnitt
abgetrennt werden.
[0064] Die Sollbruchstelle kann auch durch eine Einstechoperation erzeugt werden. Dazu kann
z.B. bei der Variante von Fig. 1 bis 3 der Dorn 156 mit einem scharfkantigen Einstechwerkzeug
versehen sein, welches beim axialen Vorschub des Dorns in das Innere der Feder an
der Innenseite des Drahtes eine Kerbe in tangentialer Richtung des Drahtquerschnitts
einritzt.
1. Verfahren zur Herstellung von Schraubenfedern durch Federwinden mittels einer numerisch
gesteuerten Federwindemaschine (100), worin ein Draht (115) unter der Steuerung durch
ein NC-Steuerprogramm durch eine Zuführeinrichtung (110) einer Umformeinrichtung (120)
der Federwindemaschine zugeführt, mit Hilfe von Werkzeugen der Umformeinrichtung zu
einer Schraubenfeder umgeformt und eine fertiggestellte Schraubenfeder anschließend
mittels einer Schnitteinrichtung (150) von dem zugeführten Draht abgetrennt wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor dem Abtrennen an einer definierten Trennposition entlang des Drahts zumindest
an zwei diametral gegenüberliegenden Abschnitten des Drahtumfangs eine linienhafte
Schwächung im Bereich der Oberfläche des Drahts erzeugt wird und die fertiggestellte
Schraubenfeder an der Trennposition von dem zugeführten Draht abgetrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine linienhafte Schwächung an und nahe der Drahtoberfläche dadurch erzeugt wird,
dass die Drahtoberfläche eingekerbt, eingestochen, eingewalzt, eingehämmert oder eingeritzt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwächung ausgehend von der Drahtoberfläche nur so weit erzeugt wird, dass mindestens
50% des Durchmessers des Drahts, insbesondere zwischen 60% und 90% des Durchmessers
des Drahts, im Bereich der Mitte des Drahtes im Wesentlichen unbeeinflusst durch die
oberflächennahe Schwächung bleibt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Schwächung des Drahts an der Trennposition ausschließlich an zwei diametral gegenüberliegenden
Umfangsbereichen jeweils eine linienförmige Schwächung erzeugt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht mit Hilfe von numerisch steuerbaren Kerbwerkzeugen (152, 154) gleichzeitig
an diametral gegenüberliegenden Umfangsabschnitten mechanisch gekerbt wird, wobei
vorzugsweise der Draht zur Erzeugung der Schwächung zwischen den Kerbwerkzeugen (152,
154) eingeklemmt wird, die Kerbwerkzeuge in Eingriff mit dem Draht gehalten werden
und die Schraubenfeder vom eingeklemmten Draht durch Torsion abgetrennt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Schwächung des Drahts an der Trennposition eine in Umfangsrichtung ununterbrochene
umlaufende linienhafte Schwächung erzeugt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Schwächung mindestens ein Strahlwerkzeug verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Schwächung mindestens ein Laserstrahl auf die Drahtoberfläche eingestrahlt
wird, wobei vorzugsweise der Laserstrahl durch mindestens eine Umlenkeinrichtung einfach
oder mehrfach derart umgelenkt wird, dass unterschiedliche Umfangsabschnitte mit dem
gleichen Laserstrahl bestrahlt werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schraubenfeder (F) mit einem Wickelverhältnis D/d von mehr als 4, insbesondere
zwischen 5 und 10, erzeugt und mittels Torsionsschnitt vom zugeführten Draht getrennt
wird, wobei das Wickelverhältnis das Verhältnis zwischen dem Federdurchmesser D und
dem Drahtdurchmesser d der Schraubenfeder ist.
10. Federwindemaschine (100) zur Herstellung von Schraubenfedern (F) durch Federwinden
umfassend:
eine Zuführeinrichtung (110) zum Zuführen von Draht (115) zu einer Umformeinrichtung
(120), wobei die Umformeinrichtung mindestens ein Windewerkzeug (122, 124) aufweist,
eine Schnitteinrichtung zum Abtrennen einer fertiggestellten Schraubenfeder von dem
zugeführten Draht nach Abschluss einer Umformoperation;
eine Steuereinrichtung (180) zur Steuerung der Zuführeinrichtung, der Umformeinrichtung
und der Schnitteinrichtung auf Basis eines NC-Steuerprogramms,
gekennzeichnet durch,
eine Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung, die dafür eingerichtet ist, an einer
definierten Trennposition entlang des Drahts zumindest an zwei diametral gegenüberliegenden
Abschnitten des Drahtumfangs eine linienhafte Schwächung im Bereich der Oberfläche
des Drahts zu erzeugen.
11. Federwindemaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung zwei aufeinander zu oder voneinander weg
bewegbare Kerbwerkzeuge (152, 154) mit in einer gemeinsamen Ebene liegenden Schneidkanten
(SK1, SK2) aufweist, wobei die Kerbwerkzeuge vorzugsweise so ansteuerbar sind, dass
die Kerbwerkzeuge gleichzeitig von gegenüberliegenden Seiten oberflächlich in das
Drahtmaterial eindringen können, wobei eines der Kerbwerzeuge jeweils als Gegenwerkzeug
des anderen Kerbwerkzeugs dient.
12. Federwindemaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnitteinrichtung für eine Abtrennung der Schraubenfeder (F) durch Torsionsschneiden
eingerichtet ist, wobei die Federwindemaschine vorzugsweise eine radial zu einer Mittelachse
(118) verschiebbare Werkzeugeinheit (170) mit einem Keilwerkzeug (172) aufweist, welches
zwischen Windungen der Schraubenfeder einschiebbar ist.
13. Federwindemaschine nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Federwindemaschine so konfiguriert ist, dass der Draht (115) zur Erzeugung der
Schwächung zwischen den Kerbwerkzeugen (152, 154) einklemmbar ist, die Kerbwerkzeuge
in Eingriff mit dem Draht gehalten werden können und die Schraubenfeder (F) vom eingeklemmten
Draht durch Torsion abtrennbar ist.
14. Federwindemaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtung mindestens ein Strahlwerkzeug mit einer
auf die Drahtoberfläche ausrichtbaren Strahlaustrittseinrichtung (552, 554, 652, 654,
752) aufweist, wobei vorzugsweise die Sollbruchstellen-Erzeugungseinrichtungen ein
Lasersystem aufweist, das derart konfiguriert ist, dass zur Erzeugung der linienhaften
Schwächung mindestens ein Laserstrahl auf die Drahtoberfläche einstrahlbar ist, wobei
vorzugsweise mindestens eine Umlenkeinrichtung, insbesondere einen Planspiegel (761A,
761 B), vorgesehen ist, mit der ein Laserstrahl einfach oder mehrfach so umlenkbar
ist, dass unterschiedliche Umfangsabschnitte des Drahts (715) mit dem gleichen Laserstrahl
bestrahlbar sind.
15. Federwindemaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Lasersystem eine Strahlauslasseinheit (752) aufweist, die quer zur Durchlaufrichtung
des Drahts (715) senkrecht zu einer Drahtlängsrichtung beweglich gelagert ist, wobei
diametral gegenüber der Strahlauslasseinrichtung eine Umlenkeinrichtung mit zwei V-förmig
zueinander angeordneten Planspiegeln (761, 762) angeordnet ist, die so orientiert
sind, dass bei bestimmten Stellungen der Strahlauslasseinheit der Laserstrahl von
einem der Planspiegel oder beiden Planspiegeln an Umfangsbereiche des Drahtes reflektiert
wird, welche nicht direkt durch den von der Strahlaustrittseinrichtung kommenden Laserstrahl
erreichbar sind.
1. Method for producing helical springs by spring winding by means of a numerically controlled
spring winding machine (100), wherein a wire (115), under the control of a NC control
program, is fed to a shaping device (120) of the spring winding machine by a feed
device (110), is shaped using tools of the shaping device to form a helical spring,
and subsequently a finished helical spring is separated from the fed wire by means
of a cutting device (150),
characterized in that
prior to the separation at a defined separating position along the wire at least on
two diametrically opposed sections of the wire circumference a linear type weakening
in the region of the surface of the wire is generated and the finished helical spring
is separated from the fed wire at the separating position.
2. Method according to claim 1, characterized in that a linear type weakening on and near the wire surface is generated in that the wire surface is indented, pierced, rolled, hammered or carved in.
3. Method according to claim 1 or 2, characterized in that the weakening starting from the wire surface is generated only to the extent that
at least 50 % of the diameter of the wire, in particular between 60 % and 90 % of
the diameter of the wire, in the region of the center of the wire remain essentially
unaffected by the weakening close to the surface.
4. Method according to any of the preceding claims, characterized in that for weakening the wire at the separating position a respective linear type weakening
is generated exclusively on two diametrically opposed circumferential portions.
5. Method according to claim 4, characterized in that the wire is mechanically indented using numerically controllable groove cutters (152,
154) simultaneously on diametrically opposed circumferential sections, wherein preferably
for generating the weakening the wire is clamped between the groove cutters (152,
154), the groove cutters are held in engagement with the wire and the helical spring
is separated from the clamped wire by torsion.
6. Method according to any of claims 1 to 3, characterized in that for weakening the wire at the separating position a continuous, peripheral linear
type weakening is generated in the circumferential direction.
7. Method according to any of the preceding claims, characterized in that for generating the weakening at least one beam tool is employed.
8. Method according to claim 7, characterized in that for generating the weakening at least one laser beam is irradiated onto the wire
surface, wherein preferably the laser beam is once or repeatedly deflected by at least
one deflection device such that different circumferential sections are irradiated
with the same laser beam.
9. Method according to any of the preceding claims, characterized in that a helical spring (F) having a winding ratio D/d of more than 4, in particular between
5 and 10, is generated and separated from the fed wire by means of a torsion cut,
wherein the winding ratio is the ratio of spring diameter D to wire diameter d of
the helical spring.
10. Spring winding machine (100) for producing helical springs (F) by spring winding,
comprising:
a feed device (110) for feeding wire (115) to a shaping device (120), wherein the
shaping device includes at least one winding tool (122, 124),
a cutting device for separating a finished helical spring from the fed wire after
completion of a shaping operation,
a control device (180) for controlling the feed device, the shaping device and the
cutting device on the basis of an NC control program,
characterized by
a predetermined breaking point generating device configured to generate at a defined
separating position along the wire at least on two diametrically opposed sections
of the wire circumference a linear type weakening in the region of the surface of
the wire.
11. Spring winding machine according to claim 10, characterized in that the predetermined breaking point generating device includes two groove cutters (152,
154), capable of being moved towards or away from each other, having cutting edges
(SK1, SK2) located on a common plane, wherein the groove cutters are preferably controllable
such that the groove cutters can penetrate superficially into the wire material simultaneously
from opposite sides, wherein one of the groove cutters respectively is a counter-tool
of the other groove cutter.
12. Spring winding machine according to claim 10 or 11, characterized in that the cutting device is configured for separating the helical spring (F) by torsion
cutting, wherein the spring winding machine preferably includes a tool unit (170)
shiftable radially in relation to a central axis (118) and having a wedge tool (172)
which is insertable between windings of the helical spring.
13. Spring winding machine according to claim 11 or 12, characterized in that the spring winding machine is configured such that, for generating the weakening,
the wire (115) is clampable between the groove cutters (152, 154), the groove cutters
can be held in engagement with the wire and the helical spring (F) is separatable
from the clamped wire by torsion.
14. Spring winding machine according to claim 10, characterized in that the predetermined breaking point generating device includes at least one beam tool
having a beam outlet device (552, 554, 652, 654, 752) orientable to the wire surface,
wherein preferably the predetermined breaking point generating device includes a laser
system, which is configured such that for generating the linear type weakening at
least one laser beam is irradiatable onto the wire surface, wherein preferably at
least one deflection device, in particular a plane mirror (761A, 761 B), is provided
by means of which a laser beam is once or repeatedly deflectable such that different
circumferential sections of the wire (715) can be irradiated with the same laser beam.
15. Spring winding machine according to claim 14, characterized in that the laser system includes a beam outlet unit (752) movably mounted transversely to
the advancing direction of the wire (715) perpendicular to a wire longitudinal direction,
wherein diametrically opposite to the beam outlet device a deflection device having
two plane mirrors (761, 762) disposed in a V-shape to each other and oriented such
that in certain positions of the beam outlet unit the laser beam is reflected by one
of the plane mirrors or both the plane mirrors to circumferential portions of the
wire, which are not directly accessible to the laser beam coming from the beam outlet
device.
1. Procédé de fabrication de ressorts hélicoïdaux par enroulement de ressorts au moyen
d'une enrouleuse de ressorts à commande numérique (100), enrouleuse dans laquelle
un fil (115) est acheminé par un dispositif d'alimentation (110) à un dispositif de
formage (120) de l'enrouleuse de ressorts sous la commande réalisée par un programme
de commande numérique, est mis sous la forme d'un ressort hélicoïdal à l'aide d'outils
du dispositif de formage et un ressort hélicoïdal fini est ensuite séparé du fil d'alimentation
au moyen d'un dispositif de sectionnement (150),
caractérisé en ce
qu'avant la séparation, à une position de séparation défini le long du fil, au moins
au niveau de deux sections diamétralement opposées de la circonférence du fil, un
affaiblissement linéaire est créé dans une zone de surface du fil et le ressort hélicoïdal
fini est séparé du fil d'alimentation à la position de séparation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un affaiblissement linéaire est créé sur et à proximité de la surface du fil en faisant
en sorte que la surface du fil soit entaillée, cisaillée, laminée, martelée ou fendue.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'affaiblissement, à partir de la surface du fil, est créé seulement dans la mesure
qu'au moins 50 % du diamètre du fil, en particulier entre 60 % à 90 % du diamètre
du fil, dans la région du centre du fil, reste sensiblement non affecté par l'affaiblissement
réalisé à proximité de la surface.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce,
pour affaiblir le fil au niveau de la position de séparation, un affaiblissement linéaire
respectif est créé à la position de séparation exclusivement dans deux zones circonférentielles
diamétralement opposées.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que le fil est simultanément entaillé mécaniquement dans des sections circonférentielles
diamétralement opposée à l'aide d'outils d'entaillage (152, 154) pouvant être commandés
numériquement, dans lequel le fil est de préférence pincé entre les outils d'entaillage
(152, 154) pour créer l'affaiblissement, les outils d'entaillage sont maintenus en
prise avec le fil et le ressort hélicoïdal est séparé du fil pincé par torsion.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'un affaiblissement linéaire circonférentiel ininterrompu est créé dans la direction
circonférentielle pour affaiblir le fil à la position de séparation.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un outil générateur de faisceau est utilisé pour créer l'affaiblissement.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'au moins un faisceau laser est projeté sur la surface du fil pour créer l'affaiblissement,
dans lequel le faisceau laser est de préférence dévié une fois ou plusieurs fois à
l'aide d'au moins un dispositif de déviation de manière à ce que des sections circonférentielles
différentes soient exposées au même faisceau laser.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un ressort hélicoïdal (F) ayant un rapport d'enroulement D/d de plus de 4, notamment
compris entre 5 et 10, est produit et est séparé du fil d'alimentation au moyen d'un
sectionnement par torsion, dans lequel le rapport d'enroulement est le rapport entre
le diamètre de ressort D et le diamètre de fil du ressort hélicoïdal.
10. Machine d'enroulement de ressorts (100) destinée à fabriquer des ressorts hélicoïdaux
(F) par enroulement de ressorts comprenant :
un dispositif d'alimentation (110) destiné à acheminer le fil (115) vers un dispositif
de formage (120), dans lequel le dispositif de formage comporte au moins un outil
d'enroulement (122, 124),
un dispositif de sectionnement destiné à séparer un ressort hélicoïdal fini du fil
d'alimentation après la fin d'une opération de formage;
un dispositif de commande (180) destiné à commander le dispositif d'alimentation,
le dispositif de formage et le dispositif de sectionnement sur la base d'un programme
de commande numérique,
caractérisé par
un dispositif de création de points de rupture théoriques qui est conçu pour créer
un affaiblissement linéaire dans la région de la surface du fil au niveau d'une position
de séparation définie le long du fil sur au moins deux sections diamétralement opposées
de la circonférence du fil.
11. Machine d'enroulement de ressorts selon la revendication 10, caractérisée en ce que le dispositif de création de points de rupture théoriques comporte deux outils d'entaillage
(152, 154) pouvant être rapprochés et éloignés l'un de l'autre, comportant des arêtes
de sectionnement (SK1, SK2) situées dans un plan commun, dans lequel les outils d'entaillage
peuvent de préférence être commandés de manière à ce que les outils d'entaillage puissent
pénétrer simultanément en surface dans le matériau du fil depuis des côtés opposés,
dans lequel l'un des outils d'entaillage est respectivement utilisé en tant que contre-outil
par rapport à l'autre outil d'entaillage.
12. Machine d'enroulement de ressorts selon la revendication 10 ou 11, caractérisée en ce que le dispositif de sectionnement est conçu pour une séparation du ressort hélicoïdal
(F) par des sectionnements en torsion, dans lequel la machine d'enroulement de ressorts
comporte de préférence une unité à outil (170) pouvant être décalée radialement par
rapport à un axe central (118), comportant un outil formant coin (172) qui peut être
inséré entre des enroulements du ressort hélicoïdal.
13. Machine d'enroulement de ressorts selon la revendication 11 ou 12, caractérisée en ce que la machine d'enroulement de ressorts est configurée de manière à ce que le fil (115)
puisse être pincé entre les outils d'entaillage (152, 154) pour créer l'affaiblissement,
les outils d'entaillage peuvent être maintenus en prise avec le fil et le ressort
hélicoïdal (F) peut être séparé par torsion du fil pincé.
14. Machine d'enroulement de ressorts selon la revendication 10, caractérisée en ce que le dispositif de création de points de rupture théoriques comporte au moins un outil
à faisceau comprenant un dispositif de sortie de faisceau (552, 554, 652, 654, 752)
pouvant être orienté vers la surface du fil, dans lequel le dispositif de création
de points de rupture théorique comporte de préférence un système à laser qui est configuré
de manière à ce qu'un faisceau laser puisse être projeté sur la surface du fil afin
de créer l'affaiblissement linéaire, dans lequel il est de préférence prévu au moins
un dispositif de déviation, notamment un miroir plan (761A, 761 B) à l'aide duquel
un faisceau laser peut être dévié une fois ou plusieurs fois afin que des sections
circonférentielles différentes du fil (715) puissent exposées à un même faisceau laser.
15. Machine d'enroulement de ressorts selon la revendication 14, caractérisée en ce que le système à laser comporte une unité de sortie de faisceau (752) qui est montée
mobile perpendiculairement à une direction longitudinale du fil et transversalement
à la direction de déplacement du fil (715), dans lequel un dispositif de déviation
comportant deux miroirs plans (761, 762) disposés en V l'un par rapport à l'autre
est disposé diamétralement opposé par rapport à la direction de sortie de faisceau,
lesquels miroirs plans sont orientés de manière à ce qu'en des positions déterminées
de l'unité de sortie de faisceau, le faisceau laser soit réfléchi par l'un des miroirs
plans ou par les deux miroirs plans sur des zones circonférentielles du fil qui ne
peuvent pas être directement atteintes par le faisceau laser provenant du dispositif
de sortie de faisceau.