[0001] Die Erfindung betrifft eine Rotationskolbenmaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des Anspruchs 1. Eine solche Rotationskolbenmaschine ist aus der
DE 1 576 912 bekannt. Eine Rotationskolbenmaschine ist eine Kraft- bzw. Arbeitsmaschinemaschine,
bei der die Teile, die mechanische Arbeit verrichten, nur Drehbewegungen ausführen.
Diese Bauart bietet verschiedene Möglichkeiten, Energie in Drehbewegung umzuwandeln.
Steht die Energie in Form von hydraulischem oder pneumatischem Druck zur Verfügung,
kann man z. B. Lamellenmotoren einsetzen. Steht die Energie chemisch gebunden zur
Verfügung, etwa in Form von flüssigem Treibstoff, kann man den Motor als Wärmekraftmaschine
ausführen.
[0002] Hierbei führen die Teile, die mechanische Arbeit verrichten, im Gegensatz zu Hubkolbenmotoren
eine periodische Drehbewegung aus. Der Energieumwandlungsprozess kann dabei über unterschiedliche
Taktfolgen ablaufen. Diese verschiedenen Takte, zu denen etwa Befüllen und Ausblasen
gehören, finden während der Drehbewegung statt. Grundsätzlich kommen Rotationskolbenmaschinen
in Pumpen, Verdichtern sowie Druckluft- und Verbrennungsmotoren zum Einsatz.
[0003] Rotationskolbenmaschinen haben den Vorteil, dass potentiell weniger bewegte Teile
als in Hubkolbenmaschinen vorhanden sind und diese dadurch über eine vergleichsweise
einfache und robuste Bauweise verfügen. Zudem entfällt im Gegensatz zu Hubkolbenmaschinen
im Allgemeinen die Kraftübertragung mittels Kurbelwelle.
Ein weiterer Vorteil besteht in der höheren Laufruhe. So sind viele Rotationskolbenmotoren
vollständig auswuchtbar, was wesentlich geringere Vibrationen als in einer Hubkolbenmaschine
zur Folge hat. Weiterhin verfügen Rotationskolbenmaschinen über ein vergleichsweise
kleines Leistungsgewicht. Da viele Rotationskolbenmaschinen sehr kompakt und aus wenigen
Teilen ausgeführt sind, reduziert sich das Leistungsgewicht regelmäßig auf einen Bruchteil
desjenigen von Hubkolbenmaschinen.
[0004] Ein Nachteil einer Rotationskolbenmaschine ist in der problematischen Abdichtung
zu sehen. In diesem Zusammenhang haben Rotationskolbenmaschinen in Abhängigkeit des
Typs mit unterschiedlichen Abdichtungsproblemen zu kämpfen. Während die Abdichtung
des Brennraums von Hubkolbenmaschinen verhältnismäßig einfach und zuverlässig mittels
Kolbenringen zu realisieren ist, jedoch für Hubkolbenmaschinen einen drehzahlbegrenzenden
Faktor darstellt, da Kolbenringe bei hohen Drehzahlen zusammenfallen und versagen,
müssen bei Rotationskolbenmotoren teilweise unterschiedliche Dichtungssysteme eingesetzt
werden.
[0005] Darüber hinaus ist der Brennraum einer Rotationskolbenmaschine aufgrund der ungünstigen
halbmondförmigen Form im Vergleich zum halbkugelförmigen, durch Zylinderwand, Zylinderkopf
und dem Kolbenboden gebildeten Brennraum des Hubkolbenmotors nachteilig. Der Brennraum
einer Rotationskolbenmaschine bietet zwar ein optimales Verhältnis von minimaler Oberfläche
zu maximalem Volumen, es müssen allerdings auch bei diesem Maschinentyp das durchgesetzte
Verdrängungsvolumen, die Taktdauer und die tatsächlich verlustbehafteten Flächen berücksichtigt
werden.
Oftmals müssen für Rotationskolbenmaschinen aufgrund der Bauform sehr spezielle Teile
gefertigt werden, was die Herstellungskosten erhöht. Auch sind die einzelnen Teile
selbst in vielen Fällen kompliziert herzustellen, wodurch sich die Kosten und der
Aufwand für die Fertigung einer Rotationskolbenmaschine weiter erhöht.
[0006] Ein weiteres Problem stellt bei Rotationskolbenmaschinen oftmals die komplizierte
Schmierung dar. Schmieröle und -fette sollen in der Regel nicht in bestimmte Bereiche
des Motors eindringen, damit sie nicht verbrennen und der Arbeitsprozess negativ beeinflusst
wird. Das lässt sich jedoch in vielen Fällen nicht oder nicht vollständig verhindern
oder es ist mit großem Aufwand verbunden. Beschichtungen aus Polytetrafluorethylen
(PTFE), Keramik oder Graphit bieten hier unter Umständen eine Alternative, jedoch
sind diese teilweise teurer als herkömmliche Schmierungen und aufwendiger in der Herstellung
und Wartung.
[0007] In diesem Zusammenhang ist aus der
DD 258 042 A1 eine Rotationskolbenmaschine mit einem torusförmigem Arbeitsraum bekannt, die als
Brennkraftmaschine für den Antrieb verschiedener Aggregate verwendet wird. Die beschriebene
Rotationskolbenmaschine verfügt über zwei im wechselseitigen Eingriff befindliche
Kolbensysteme auf einer gemeinsamen Drehachse. Die einzelnen Kolben dieser Kolbensysteme,
die einem gemeinsamen Umfang in einer gemeinsamen Richtung umlaufen, erzeugen einen
torusförmigen Arbeitsraum und teilen diesen durch die Relativbewegung der Kolbensysteme
zueinander in die entsprechenden volumenveränderlichen Brennräume auf.
[0008] Ferner ist aus der
DE 1576912 eine gattungsgemäße Rotationskolbenmaschine bekannt. Die im Arbeitsraum umlaufenden
Kolben, für die unterschiedliche Formen vorgeschlagen werden, schließen während ihrer
Bewegung jeweils veränderliche Volumina ein, sodass ein Arbeitsmittel, insbesondere
ein Gas, in Abhängigkeit des jeweils umgesetzten Kreisprozesses während des Umlaufs
der Kolben komprimiert und/oder expandiert wird.
[0009] Zusammenfassend bleibt somit festzuhalten, dass bei bekannten Pumpen, Verdichtern,
Druckluft- und Verbrennungsmotoren mit rotierenden Kolben aufgrund der vergleichsweise
komplizierten Gehäuse- und Kolbenformen sowie von Dichtungsprobleme die Herstellung
und Wartung oftmals vergleichsweise aufwendig ist. Beispielsweise sind bei den bekannten
Roots-Gebläsen die Gehäuse und Kolben sehr speziell geformt, so dass an den Berührungslinien
von Kolben und Gehäuse Dichtprobleme entstehen. Die sogenannten Drehkolbengebläse
haben ebenfalls Dichtungsprobleme und überdies auch eine aufwändige Kolbensteuerung.
[0010] Ausgehend von den bekannten Rotationskolbenmaschinen und den zuvor geschilderten
Problemen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Rotationskolbenmaschine bereitzustellen,
die für eine Vielzahl von Einsatzzwecken als Kraft- oder Arbeitsmaschine geeignet
ist und gleichzeitig eine verbesserte Funktion und einfache Herstellung ermöglicht.
Gleichzeitig soll auf einfache Weise eine zuverlässige Abdichtung der Arbeitsräume
realisiert werden und Spaltverlust auf ein Minimum reduziert werden. Weiterhin soll
die anzugebende Rotationskolbenmaschine robust ausgeführt und im Betrieb vergleichsweise
einfach zu steuern sein.
[0011] Die vorstehende Aufgabe wird mit einer Rotationskolbenmaschine gemäß Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche
und werden in der folgenden Beschreibung unter teilweiser Bezugnahme auf die Figuren
näher erläutert.
[0012] Erfindungsgemäß ist eine Rotationskolbenmaschine mit wenigsten zwei Kolben, die sich
innerhalb eines Arbeitsraums mit konstantem Querschnitt, der von einer hohlzylinder-
oder ringförmigen Außenwand und einer beabstandet dazu angeordneten zylinder- oder
ringförmigen Innenwand eingeschlossenen wird, auf einer Kreisbahn bewegen und mit
Führungselementen, die mit den Kolben in Wirkverbindung stehen und diese wenigstens
zeitweise bewegen oder von den Kolben bewegt werden, wobei sich die Kolben derart
auf einer Kreisbahn im Arbeitsraum bewegen, dass ein zwischen den Kolben eingeschlossenes
Volumen während einer Umdrehung der Kolben wenigstens zeitweise variiert. Die Erfindung
zeichnet sich dadurch aus, dass äußerer Getrieberäder und/oder geeignete Aktuatoren
vorgesehen sind, durch deren Verstellung die Kolbenbewegung während des Betriebs der
Rotationskolbenmaschine verändert wird. Die Kolben führen somit während Ihrer Drehbewegung
auch eine Relativbewegung zu einander aus, wobei zwischen den einzelnen Kolben ein
variierendes Volumen eingeschlossen ist. Der Arbeitsraum wird von der Außen- und der
Innenwand sowie an den Längsseiten vorgesehenen Deckeln begrenzt. Die Außen- und die
Innenwand sowie die Deckel können hierbei selbst einen die Teil einer Gehäusewand
bilden oder sind von einer Gehäusewand der Rotationskolbenmaschine umgeben. Der Arbeitsraum,
in dem die Kolben auf einer Kreisbahn mit variierender Winkel- bzw. Drehgeschwindigkeit
umlaufen, ist hierbei torus- bzw. ringförmig. Der Querschnitt des entsprechenden Torus
kann rund, oval oder auch mehreckig, beispielsweise viereckig, ausgeführt sein. Eine
erfindungsgemäß ausgeführte Rotationsmaschine ist bevorzugt als Pumpe, Verdichter,
Turbine, Druckgas- und/oder Verbrennungsmotor einsetzbar.
[0013] In einer ersten speziellen Ausführungsform sind in einem ringförmigen, konzentrischen
Gehäuse konstanten Querschnittes mindestens zwei geführte und wandschlüssige Kolben
gegeneinander und im Ringgehäuse rundherum beweglich angeordnet. Diese Kolben werden
vorwiegend durch die Führungselemente und/oder Druckkräfte angetrieben und schließen
jeweils zwischen sich Volumen ein, die sich während des Umlaufs verändern.
[0014] Eine besondere Weiterbildung zeichnet sich dadurch aus, dass die Kolben bei der Bewegung
Öffnungen im Gehäuse abdecken und freigeben, durch die Betriebsmedien ein- und ausströmen.
Vorzugsweise sind die Kolben gegeneinander beweglich und bewegen sich vorwiegend durch
veränderte Druckverhältnisse in den eingeschlossenen Volumina bzw. den Zwischenräumen
zwischen den Kolben im Arbeitsraum. Bevorzugt werden im Betrieb der Rotationskolbenmaschine
Momente und Kräfte durch die Führungselemente aus dem Gehäuse heraus auf Getriebe,
Motoren und Generatoren übertragen. Ebenso ist es allerdings denkbar, dass Momente
und/oder Kräfte über geeignete Führungselemente auf die Kolben übertragen werden.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform werden die Führungselemente der Kolben durch
zentrale Elemente gebildet, die die Außen- und/oder Innenwand oder eine Gehäusewand
durch abgedichtete Spalte durchdringen. Auf vorteilhafte Weise sind die Kolben an
separaten zentralen, gestaffelten, kurzen Achsen befestigt, welche den jeweils anderen
Kolben als Dichtfläche dienen. Die Kolben werden vorzugsweise mit Hilfe äußerer Getriebe,
Motoren und/oder Generatoren angetrieben, so dass die Kolben eine pendelnde Drehbewegung
ausführen.
[0016] Vorzugsweise verfügen die Führungselemente zur Kraftübertragung über wenigstens ein
mechanisch wirkendes Konstruktionsbauteil, wie etwa eine Welle, Achse und/oder ein
Zahnrad. Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ist es denkbar, dass die
Führungselemente der Kolben zumindest ein Mittel zur Erzeugung kraftübertragender,
äußerer Drehfelder aufweisen, die die Innen- und/oder die Außenwand bzw. eine Gehäusewand
durchdringen.
[0017] In einer besonderen Ausführungsform verfügt zumindest eine Außenfläche eines Kolbens
über wenigstens eine Rille, Eindellung und/oder eine eingelegte Dichtleiste. Ferner
sind vorzugsweise an geeigneten Stellen in der Innen- und/oder Außenwand Öffnungen
Sensoren und Aktuatoren vorgesehen. Vorzugsweise sind diese an der Wand befestigt,
wobei in der Regel eine abgedichtete Stelle vorgesehen ist, die von einem Befestigungselement
eines Sensors und/oder Aktuators durchdrungen wird.
[0018] Weiterhin ist es denkbar, dass eine erfindungsgemäß ausgeführte Rotationskolbenmaschine
mit ringförmigem, konzentrischen Gehäuse konstanten Querschnittes mit mindestens zwei
geführten und wandschlüssigen Kolben, die gegeneinander und im Ringgehäuse mit Ventilationsöffnungen
rundherum beweglich sind und jeweils zwischen sich, vorwiegend durch Führungselemente
und Druckkräfte angetrieben, sich periodisch verändernde Arbeitsvolumina einschließen,
durch Veränderung der Gehäuselänge und/oder des Durchmessers des ring- bzw. kolbenförmigen
Arbeitsraumes für Ausführungen verschiedener Leistungsklassen angepasst wird. Ergänzend
zur bevorzugten Ausführung mit zwei Doppelkolben ist es denkbar, bei Bedarf Mehrfachkolben
mit größerer Kolbenzahl oder auch zwei Einfachkolben einzusetzen. Weiterhin kann es
Vorteile bringen, die Kolben bedarfsweise über mit-rotierende, gegen das Gehäuse abgedichtete
Seitenwände, insbesondere die Innen- und/oder die Außenwand des Arbeitsraums, zu führen.
In Abhängigkeit der konkreten konstruktiven Ausgestaltung können diese Seitenwände
im Bedarfsfall Bestandteil von Antriebselementen und/oder einer Kühlung der Rotationskolbenmaschine
sein.
[0019] Auf besonders vorteilhafte Weise sind die Kolben gegeneinander beweglich und führen
eine definierte, aber auch einstellbare Pendeldrehung im Arbeitsraum innerhalb des
Gehäuses der Rotationskolbenmaschine aus, welche durch Getriebe, Motoren und/oder
Generatoren initiiert wird. Vorzugsweise sind auf den zum Einsatz kommenden Achsen
oder Getrieberädern mit-rotierende Ausgleichsgewichte vorgesehen, um eine geeignete
Bewegung zu erzwingen. Hierbei ist es denkbar, dass über spezielle Getriebeübersetzungen
in einem äußeren, im Anlenkwinkel zu den Kolbenachsen verstellbaren Pendelgetriebe
mittels der ins Gehäuse führenden Achsen der Kolben die schwingende Kolbenbewegung
nach Amplitude, Phasenlage, Modulation und nach Einsatzpunkt von Aktuatoren und Sensoren
in der Gehäusewand gesteuert wird. Bei großen Pendelamplituden der Kolbenachsen und
Kolben können auch mehrstufige Getriebe, bei Bedarf mit Übersetzung eingesetzt werden.
Ebenso wird bevorzugt über die Verlagerung der Getrieberäder und deren Achsen relativ
zur Zentralachse eine Phasenverschiebung der Kolbenbewegung eingestellt, wobei die
Pendelamplituden durch die Exzentrizität der Getrieberäder und eine Übersetzung durch
abgestimmte Zähnezahlen und Umfang der Räder einstellbar ist.
[0020] Gemäß einer weiteren speziellen Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Kolben gegeneinander beweglich sind und eine definierte Pendeldrehung der Kolben
und Achsen im Gehäuse durch elektrische Motoren und Generatoren, vorzugsweise nach
der Art von Schrittmotoren erzeugt wird. Durch diese Maßnahme ist die schwingende
Kolbenbewegung auf vorteilhafte Weise nach Amplitude, Phasenlage, Modulation und/oder
nach Einsatzpunkt und relativer Lage zu den Aktuatoren und Ventilationsöffnungen in
der Gehäusewand elektronisch steuerbar. Bei Bedarf ist es denkbar, eine Mehrzahl elektrischer
Motoren und Generatoren, vorzugsweise entsprechend der Zahl der Achsen in einem Gerät
zusammenzufassen.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt der Antrieb und Abtrieb der inneren
Kolbenachsen von einem einseitig angeordneten Getriebe. Ebenso ist es denkbar, dass
der Antrieb oder Abtrieb erfolgt, indem die Momente und Drehbewegungen über Hohlachsen
und Steckachsen in der Anzahl der Kolbenachsen übertragen werden, die zentral durch
einen Gehäusedeckel gesteckt sind, der an einem längsseitigen Ende des Arbeitsraums
angeordnet ist. In Ergänzung ist es denkbar, dass ein freier zweiter Gehäusedeckel
auch mit durchgesteckten Achsen und Leitungen versehen ist.
[0022] Vorzugsweise ist wenigstens eine nicht wandschlüssige, den Betriebsmedien zugewandte
Außenfläche eines der Kolben mit einer Aushöhlung und/oder Rille versehen, wodurch
vorzugsweise die Geometrie der Minimalvolumina bei gegenseitiger Annäherung der freien
Kolbenflächen festgelegt wird und so eine besondere Verteilung der Betriebsmedien
sichergestellt ist. Gemäß einer besonderen Weiterbildung weisen die inneren Gleit-
und Führungsachsen der Kolben im Gehäuseinneren vorzugsweise einen Durchmesser von
etwa einem Drittel des Durchmessers der Außenwand bzw. der Gehäusewand auf. Die Gehäuselänge
entspricht bevorzugt der Radiendifferenz zwischen Gleitachse und zylindrischem Gehäuse.
Ferner sind die Kolben auf vorteilhafte Weise in radialer Richtung nach außen keilförmig
mit einem Keilwinkel, der von dem Modulationsgrad der Pendelbewegung abhängig ist,
ausgebildet. Hierbei bietet es einen Vorteil, wenn die Kolben derart geformt sind,
dass diese, sofern erforderlich, mit vom Kolben zu überdeckenden Ventilationsöffnungen
korrespondieren. Sofern zwei Doppelkolben vorgesehen sind, bedeutet dies, dass ein
Keilwinkel von etwa 45° vorteilhaft erscheint und die Kolbenaußenflächen zum Gehäusedeckel
hin und/oder der dazu passende Gehäusedeckel selbst, bei Bedarf konisch gestaltet
sind.
[0023] Gemäß einer weiteren speziellen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Spaltmaße zwischen Kolben und Innen- und/oder Außenwand klein sind und die Geräte-Materialien
thermisch unempfindlich sind. Ferner ist es vorteilhaft, wenn die Innenwände des Gehäuses
und die wandschlüssigen Kolbenflächen mit Mulden, Rillendichtungen und/oder mit in
Rillen eingelegten, abgefederten oder auch gestaffelten Dichtleisten versehen sind.
Vorzugsweise weisen die Dichtleisten unterschiedliche Materialien auf und sind mit
Rauigkeiten und Querrillen überzogen. Alternativ oder in Ergänzung ist es denkbar,
dass diese bedarfsweise strömungsgünstig profiliert sind, und dass bei Bedarf die
wandbenachbarten Kolbenflächen mit sehr feinen Bohrungen und/oder mit sinter-, samt-
und filzartigen Dichtungen in von festen Dichtleisten eingerahmten Feldern abgedichtet
werden.
Weiterhin wird vorzugsweise auf Schmier- und Dichtungsmittel zurückgegriffen, die
über separate Zuführungen oder aber über Leitungen, die auch der Betriebsmedienzufuhr
dienen, an die entsprechende Stelle geleitet werden.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist es denkbar, dass die Kolben mit ihren Außen-
und Seitenwänden bei der modulierten Drehbewegung zumeist kantengerundete Öffnungen
im Gehäuse und im Gehäusedeckel von innen her abdecken und freigeben, durch die Betriebsmedien
ein- und ausströmen. Die Austausch-Öffnungen werden bevorzugt durch passende, verschiebliche
Abdeckungen und Einsätze von außen her durch Aktuatoren vergrößert, verkleinert und/oder
bedarfsgerecht verlagert. Vorzugsweise laufen die Zuführungskanäle zu den Austausch-Öffnungen
im Querschnitt konisch zu, sind akustisch abgestimmt und/oder in der Nähe der Gehäuseöffnungen
in ihrer Kanal-AchsenRichtung der Bewegungsrichtung der Kolben angepasst.
[0025] In einer besonderen Ausführungsform sind mehrere Rotationskolbenmaschinen und ggf.
deren Stufen durch kurze Rohrleitungen und/oder durch äußere Leitungen und Öffnungen
in den Zwischenwänden für den Durchtritt von Betriebsmedien strömungstechnisch verbunden.
Ferner erfolgt bei Bedarf zur Zusammen- und Hintereinanderschaltung von Stufen eine
mechanische Verbindung durch gemeinschaftliche Achsen und Getriebe, wobei angekoppelte
Geräte und Stufen bei Bedarf den jeweils zentralen Rotationskolbenmaschinen und Stufen
als Vorschalt- und Nachschaltgeräte zuschaltbar sind.
[0026] Gemäß einer speziellen Weiterbildung sind die einzelnen Komponenten der Rotationskolbenmaschine
bedarfsgerecht temperierbar, in der Regel zu kühlen. Bevorzugt wird die Rotationskolbenmaschine
hierbei durch Beaufschlagung mit Kühlflüssigkeit und/oder Kühlgas außen am Gehäuse
und/oder an seinem Deckel gekühlt. Ebenso ist es denkbar, dass Kolben und mit-rotierende
Elemente, welche dazu an den Außenseiten bedarfsgerecht verteilte Kühlrippen und Hohlräume
aufweisen, gekühlt werden, wobei durch Zuleitungen, ggf. zusammen mit einem äußeren
Kühlgehäusemantel, ein Kühlmittel zu den Kolben und rotierenden Bauteilen geleitet
wird.
[0027] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung bildet sich mehrmals während eines
Umlaufes der Kolben im Gehäuse ein umlaufendes, sich vergrößerndes und verkleinerndes
rotierendes, veränderliches Volumen der Arbeitsräume jeweils zwischen der Rückseite
des vorlaufenden und der Vorderseite des nachlaufenden Kolbens. Hierbei wird die Zahl
der unterschiedlich genutzten Arbeitsräume zwischen den Kolben während einer Umdrehung
der zentralen Welle durch die Anzahl der überlagerten Pendelschwingungen pro Umdrehung
der zentralen Welle und die Anzahl der Kolben im Ringgehäuse bestimmt. Bevorzugt wird
über eine geeignete Steuerung mittels von ins Gehäuse der Rotationskolbenmaschine
führenden Achsen und der Antriebe durch die Führungskräfte für die Wellenabschnitte
der verschiedenen Mehrfachkolben die schwingende Kolbenbewegung nach Amplitude und
Phasenlage zur Grunddrehung der Wellen eingestellt und die Modulationsfrequenz der
Kolbenschwingung ganzzahlig proportional zur Drehfrequenz und vorzugsweise ganzzahlig
proportional zur halben Kolbenzahl eingestellt. Bevorzugt wird eine derartige Steuerung
von Sensoren in der Gehäusewand, an den Wellen und Achsen überwacht, wobei die Sensoren
an die äußeren, elektronischen Steuerungen der Antriebe angeschlossen sind, mit denen
der geordnete Ablauf der Prozesse im Rotationskolbengerät eingestellt wird. Auf diese
Weise wird ein bevorzugt ausgebildeter Regelkreis geschaffen.
[0028] In einer speziellen Ausführungsform der Erfindung mit Mehrfachkolben sind vorzugsweise
mehrere Kolben in gleicher Anzahl symmetrisch an einem Abschnitt der zentralen Wellen
angebracht. Auf vorteilhafte Weise werden auf diese Weise ausgeführte Multifunktions-Rotationskolbenmaschinen
derart mit einer Zahl von Kolben hergestellt, dass die der Zahl der bei einer Umdrehung
einer zentralen Welle gebildeten Arbeitsräume der gewünschten Zahl der Einzel-Prozesse
entspricht. Vorzugsweise ist die Kolbenbreite benachbarter Einzel-Kolben der Mehrfachkolben
konstant und entspricht auf vorteilhafte Weise einem Drittel der Breite der Lücke
zwischen den Kolben. In Sonderfällen können die Einzel-Kolben der Mehrfachkolben ein
größeres oder kleineres Segment als ein Drittel der Lücke zwischen den Kolben einschließen,
insbesondere wenn aus Stabilitätsgründen, wegen möglicher Größe des Phasenhubes der
Drehfrequenz-Modulation und/oder zu Verbesserung einer Abdichtung andere Breitenverhältnisse
erforderlich sind. Um eine bevorzugte Regelung verschiedener Prozesse zu gewährleisten,
ist eine Variation der umlaufenden Arbeitsvolumina im Arbeitsraum durch Veränderung
der Amplitude und Phasenlage der schwingenden Kolbenbewegung bezüglich der Grunddrehung
bei fester Modulationsfrequenz im Volumen und ihrer Lage vorgesehen. Hierbei wird
mit einer Modulationsfrequenz, die ein ganzzahliges Vielfaches der Drehfrequenz beträgt,
auch ein ganzzahliges Vielfaches an Arbeitsvolumina im Arbeitsraum pro Umdrehung der
zentralen Welle erzeugt. Gemäß einer speziellen Weiterbildung sind die Arbeitsvolumina
zwischen den Kolben entsprechend ihrer Funktionen durch innere Kanäle in der Innen-
und/oder der Außenwand und äußere Leitungen zwischen den Öffnungen des vor allem durch
die Außenwand gebildeten Gehäuses und, insbesondere bei Verwirklichung offener Prozesse,
mit der Umgebung strömungstechnisch verbunden. In bevorzugter Weise werden die Verbindungsleitungen
zwischen den Öffnungen und jeweiligen Außenanschlüssen mit Ventilen, Reglern, Zwischenkühlern
und Filtern versehen.
[0029] In einer besonderen Ausführungsform wird die erfindungsgemäße Rotationskolbenmaschine
als Verbrennungsmotor mit Nachexpansion verwendet. Bevorzugt werden hierbei mit Kompressorstufen
in einer Multifunktions-Rotationskolbenmaschine die Funktionen Ansaugen, Verdichtung,
Expansion und Gasausstoß eines Verbrennungsmotors ergänzt durch eine Nachexpansion
und eine Vorverdichtung in mehreren Arbeitsräumen. Hierbei werden zunächst, wie bei
einem konventionellen Verbrennungsmotor, bei einem Umlauf der zentralen Welle ein
Arbeitstakt, bestehend aus dem Öffnen eines Arbeitsraumes für das Ansaugen eines Arbeitsmediums,
und ein zweiter Arbeitstakt mit dem Schließen eines Arbeitsraumes für eine Kompression
des Arbeitsmediums realisiert. Auch für das anschließende Verbrennen und das Ausstoßen
sind zwei Arbeitstakte für die umlaufenden Arbeitsräume vorgesehen. Um einen wirtschaftlichen
Betrieb eines entsprechenden Verbrennungsmotors realisieren zu können, werden neben
den vier Arbeitstakten für den Motor-Prozess im Multifunktions-Rotationskolbengerät
zusätzlich eine Nachexpansion mit vier Arbeitstakten und eine Vorverdichtung mit ebenfalls
vier Arbeitstakten zugeschaltet. Auf diese Weise sind in der Summe für einen einfachen
multifunktionalen Verbrennungsmotor vorzugsweise zwölf Arbeitstakte in sechs mal zwei
umlaufenden Arbeitsräumen bzw. Arbeitsvolumina zu realisieren, wobei diese bevorzugt
durch zwei Mehrfachkolben mit je sechs Einzel-Kolben verwirklicht werden. Somit werden
zwölf einzelne Verbrennungsprozesse pro Umdrehung der zentralen Welle erzeugt.
[0030] In einer weiteren Ausführungsform wird ein Verbrennungsmotor mit vierundzwanzig Verbrennungstakten
pro Umdrehung der zentralen Welle und entsprechender Nachexpansion und Vorverdichtung
realisiert. Dies wird bevorzugt entweder durch zwei Mehrfachkolben mit je zwölf Einzel-Kolben
bei zur Drehfrequenz zwölffacher Modulationsfrequenz oder durch zwei Mehrfachkolben
mit je sechs Einzel-Kolben bei vierundzwanzigfacher Modulationsfrequenz zur Drehfrequenz
erreicht. Für andere Konstellationen und Anforderungen in Bezug auf die Zahl der Arbeitsräume
wird die Zahl der Einzel-Kolben auf den Mehrfachkolben und die Modulationsfrequenz
entsprechend verändert. Auf vorteilhafte Weise wird das Verhältnis zwischen den Drehfrequenzen
von zentraler Welle und Kolbenschwingung zumeist durch feste Übersetzungen bei Pendelgetrieben
konstant gehalten. Die Zahl der genutzten Prozesse und deren Verschaltung wird im
Betrieb auf geeignete Weise durch Ventile und Regler in den Verbindungsleitungen den
Betriebsbedingungen angepasst, wobei auch einzelne Prozesse mit diesen Mitteln an-
und abgeschaltet werden. Wir eine erfindungsgemäß ausgeführte Rotationskolbenmaschine
als Verbrennungsmotor genutzt, werden in die sich aufgrund der schwingenden Drehbewegung
zeitweise nähernden Kolbenflächen auf vorteilhafte Weise Vertiefungen als Brennräume
eingearbeitet.
[0031] Wird eine erfindungsgemäße Rotationskolbenmaschine als mehrstufiger Kompressor oder
mehrstufige Vakuumpumpe eingesetzt, ergänzt eine Vorverdichtung in mehreren Arbeitsräumen
auf prozessgerechte Weise die Endverdichtung in der letzten Stufe. Vorteilhafterweise
werden in einer einfachsten Ausführung für eine zweistufige Multifunktions-Rotationskolbenmaschine
als Kompressor oder Vakuumpumpe zwei Mehrfachkolben mit je drei Einzel-Kolben eingesetzt,
die vier Arbeitsvolumina für eine Vorverdichtung und zwei Arbeitsvolumina für die
Endverdichtung pro Umdrehung der zentralen Welle einschließen. Ferner werden bei einer
dreistufigen Multifunktions-Rotationskolbenmaschine als Kompressor und Vakuumpumpe
acht Arbeitsvolumina für eine erste Verdichtung, vier Arbeitsvolumina für eine weitere
Verdichtung und zwei Arbeitsvolumina für die Endverdichtung pro Umdrehung der zentralen
Welle eingeschlossen wobei dies auf bevorzugte Weise durch zwei Mehrfachkolben mit
je sieben Einzel-Kolben bei siebenfacher Modulationsfrequenz zur Drehfrequenz verwirklicht
wird.
Für andere Konstellationen und Anforderungen gilt als bevorzugte Regel, dass die Zahl
der Arbeitsvolumina der Vorstufen für Verdichter von Gasen im Allgemeinen größer als
die Zahl der Arbeitsvolumina der Endstufen ist. Die Verbindungsleitungen zwischen
den Stufen werden dabei vorzugsweise mit Zwischenkühlern ausgestattet, die nach Möglichkeit
in die Innenwand, die Außenwand, das Gehäuse und/oder dessen Kühlung integriert sind.
[0032] Druckluftmotoren und Dampfmaschinen sind grundsätzlich ebenfalls mit dem zuvor beschriebenen
Aufbau herstellbar, allerdings erfolgt die Medienzufuhr in die Arbeitsvolumina jedoch
in umgekehrter Reihenfolge, beginnend mit den kleinen Volumina, also einem ersten
Entspannungs-Prozess in einem Arbeitsvolumen zur ersten Expansion und nachgeschalteten
Expansionen in mehreren Arbeitsvolumina, in Abhängigkeit des Anfangsdrucks. In diesem
Zusammenhang wird beispielsweise ein einfacher zweistufiger Druckluftmotor mit zwei
Mehrfachkolben mit je drei Einzel-Kolben und sechs umlaufenden Arbeitsvolumina ausgeführt,
von denen zwei einer ersten Expansion und vier einer Nachexpansion dienen.
[0033] Wird eine erfindungsgemäß ausgeführte Rotationskolbenmaschine in einer Hydraulikmaschine
verwendet, wird diese bevorzugt als Multifunktions-Rotationskolbenmaschine ausgeführt,
wobei der Druckbereich auf einzelne Druckstufen in mehreren Arbeitsprozessen aufgeteilt
wird, was durch Verbindungsleitungen zwischen den Öffnungen der Arbeitsvolumina erreicht
wird. In einer einfachsten Ausführung wird eine dreistufige Maschine mit zwei Mehrfachkolben
mit je drei Einzel-Kolben ausgeführt. Sofern noch mehr Stufen benötigt werden, erhalten
die dann benötigten vielstufigen Maschinen eine entsprechend größere Anzahl von Einzelkolben.
Der erforderliche Medienaustausch wird wiederum bevorzugt über Kanäle im Gehäuse und
äußere Rohrleitungen bewirkt.
[0034] In Abhängigkeit des Anwendungsfalls werden die beschriebenen Multifunktions-Rotationskolbenmaschinen
durch Regler, Ventile, Drosselorgane, Zwischenkühler und/oder Zusatzgeräte in den
äußeren und inneren Verbindungsleitungen ergänzt, wobei auf besonders vorteilhafte
Weise durch Umschalten der Verbindungen, insbesondere mittels Fernsteuerung, Funktionen
der Arbeitsräume austauschbar und abschaltbar sind. Bevorzugt werden hiermit die Arbeitsweise,
der Wirkungsgrad und die Leistung einer Maschine gesteuert. Ebenso ist es denkbar,
als Zusatzgeräte wenigstens einen Filter und/oder Schalldämpfer einzufügen.
[0035] Gemäß einer besonderen Weiterbildung werden die verschiedenen Prozesse in Multifunktions-Rotationskolbenmaschinen
entsprechend der thermischen Belastung, der Abdichtung der Arbeitsräume und der Zweckmäßigkeit
auf den Umfang des Gehäuses verteilt. Im Allgemeinen werden die Stufen und Arbeitsvolumina
derart ausgelegt, dass die Druckdifferenzen zwischen den Arbeitsräumen möglichst klein
sind und die Verbindungsleitungen kurz ausgeführt werden.
[0036] Weiterhin ist auf bevorzugte Art vorgesehen, wenigstens eine Komponente einer Rotationskolbenmaschine
bedarfsgerecht zu temperieren, insbesondere zu kühlen. Vorzugsweise wird hierbei ein
von Achsen freier, dem Antrieb gegenüberliegender Gehäusedeckel, mit durchgesteckten
Kupplungen und Leitungen für Sensoren, Kühlung und Schmierung versehen. Ferner bietet
es einen Vorteil, wenn eine Kühlung mittels Kühlflüssigkeit und Gas zunächst über
Drehkupplungen, Leitungen und Bohrungen an die Kolbenwellen und von dort bei Bedarf
an die Kolben angeschlossen ist.
[0037] In einer weiteren Ausführungsform werden in einer Multifunktions-Rotationsmaschine
zentrale Wellenabschnitte durch eine Zwangsteuerung in eine oszillierende Drehung
versetzt. Vorzugsweise wird eine derartige Bewegung durch unrunde Zahnräder, die auf
einer gleichförmig rotierenden Achse angeordnet sind und sich im Eingriff mit unrunden
Zahnrädern auf den Achsen der Kolbenwellen befinden, bewirkt. Auf ganz spezielle Weise
erfolgt eine derartige Zwangssteuerung bzw. die Initiierung einer oszillierenden Drehung
durch einen Gewindeantrieb, bei dem die zentralen Wellenabschnitte der Kolbenwellen
über steile Links- und Rechtsgewinde mit einer gleichförmig drehenden Schiebeachse
verbunden sind, so dass bei einer von Kurvenscheiben gesteuerten Längsbewegung der
Schiebeachse der Drehung der Kolbenwellen eine gegenläufige Pendelbewegung überlagert
wird.
[0038] Alternativ oder in Ergänzung kann eine derartige Bewegung durch elektrische Schrittmotoren
bewirkt werden, welche direkt mit den zentralen Wellenabschnitten verbunden sind und
eine für die Systemarbeit erforderliche Pendelbewegung erzeugen. Auf vorteilhafte
Weise kann durch eine Veränderung der Kopplung zwischen den Antrieben der zentralen
Wellenabschnitte eine Veränderung der Phasendifferenz der Schwingung eingestellt werden.
Im Falle des Einsatzes von Schrittmotoren geschieht dies durch Veränderung der Phase
und Amplitude der elektrischen Ansteuerung, so dass die Arbeitspunkte der Multifunktions-Rotationskolbenmaschine
und die Bewegung der Kolben nahezu beliebig einstellbar sind.
[0039] Weiterhin ist es denkbar, eine erfindungsgemäß ausgeführte Rotationskolbenmaschine,
insbesondere eine zuvor als Multifunktions-Rotationskolbenmaschine bezeichnete, in
eine Einheit aus Motor und Pumpe zusammen mit einem Getriebe und zusammen mit ElektroMotor-Generatoren
zu integrieren und so ein Hybridsystem ohne umfangreiche Nebenaggregate zu schaffen,
woraus bei Bedarf eine kompakte Einheit gebildet wird, die in einem Gehäuse zusammengefasst
wird. Bevorzugt erzeugt eine derartige Einheit elektrische Energie, mechanischen Antrieb
und/oder konditionierte Medien, womit ein großer technischer Verwendungsbereich mittels
Variation der Komponenten und der Systemeinstellungen der Multifunktions-Rotationskolbenmaschine
raumsparend und flexibel realisierbar ist.
[0040] Gemäß einer ganz besonderen Weiterbildung der Erfindung wird der Antrieb von Führungselementen,
insbesondere von Wellen, die mit den Kolben in Wirkverbindung stehen, durch erste
unrunde Zahnräder, die auf einer gleichförmig rotierenden Achse angeordnet sind und
sich im Eingriff mit auf den Achsen der Kolbenwellen angeordneten zweiten unrunden
Zahnrädern befinden, bewirkt. Vorzugsweise sind derartige Antriebe in die zentralen
Wellenabschnitte im Gehäuse integriert, wodurch eine besonders kompakte Rotationskolbenmaschine
gebildet wird.
[0041] Im Folgenden wird die Erfindung ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens
anhand von speziellen Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Figuren näher
erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1:
- Rotationskolbenmaschine mit einem ringförmigen Arbeitsraum, in dem Kolben in Umfangsrichtung
bewegbar gelagert sind;
- Fig. 2:
- Kolben, die auf einem einseitig einen Gehäusedeckel durchragenden Achsstummel angeordnet
sind;
- Fig. 3:
- Kolben, die auf beidseitig den Gehäusedeckel durchragenden Achsstummeln angeordnet
sind;
- Fig. 4:
- Schnittansicht eines torusförmig ausgebildeten Arbeitsraumes;
- Fig. 5:
- Schematische Darstellung eines Zahnriemenantriebs mit unrunden Antriebsrädern zum
Antrieb einer Rotationskolbenmaschine;
- Fig. 6:
- Schematische Darstellung eines Zahnriemenantriebs mit unrunden Antriebsrädern zum
Antrieb einer Rotationskolbenmaschine;
- Fig. 7:
- Schematische Darstellung eines externen Antriebs mit ovalen Zahnrädern;
- Fig. 8:
- Darstellung einer Rotationskolbenmaschine mit externer Antriebseinheit;
- Fig. 9:
- Darstellung einer Rotationskolbenmaschine mit externer Antriebseinheit;
- Fig. 10:
- Arbeitsraum einer Rotationskolbenmaschine mit bewegbaren Kolben, die während einer
Umdrehung ein veränderliches Arbeitsvolumen zwischen sich einschließen;
- Fig. 11:
- Schematische Darstellung des Arbeitsraumes einer Rotationskolbenmaschine mit Einlass-
und Auslassöffnungen für ein Betriebsmedium;
- Fig. 12:
- Schematische Darstellung des Arbeitsraumes einer Rotationskolbenmaschine mit Einlass-
und Auslassöffnungen für ein Betriebsmedium;
- Fig. 13:
- Rotationskolbenmaschine mit verlängertem Gehäuse;
- Fig. 14:
- Schnittdarstellung eines Kolbens mit Welle in einem Gehäuse;
- Fig. 15:
- Schnittdarstellung eines Kolbens mit Welle in einem Gehäuse;
- Fig. 16:
- Schnittdarstellung von in einem Gehäuse gegeneinander verschränkt angeordneten Kolben
mit daran befestigten Wellen;
- Fig. 17:
- Schematische Darstellung einer Rotationskolbenmaschine einschließlich ihrer Leitungsführung;
- Fig. 18:
- Schnittansicht eines Gehäuse mit darin bewegbar angeordnetem Kolben und einseitig
einen Gehäusedeckel durchragenden Achse;
- Fig. 19:
- Kolbenansteuerung mit unrundem Zahnriemenantrieb;
- Fig. 20:
- Kolbenansteuerung mit unrundem Zahnriemenantrieb;
- Fig. 21:
- Kolbenbewegungsverstellung mit Schrittmotor;
[0042] Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäß ausgeführte Rotationskolbenmaschine, die in einem
torusförmigen, konzentrischen Ringgehäuse konstanten Querschnittes über zwei geführte
und wandschlüssige Kolben mit großen Dichtflächen verfügt, wobei die Kolben gegeneinander
und im Ringgehäuse beweglich angeordnet sind. Als den Arbeitsraum in radialer Richtung
nach außen begrenzende Außenwand umschließt die zylindrische Gehäusewand G die Kolben
K1 und K2. Öffnungen Ö in der Gehäusewand dienen dem Austausch von Betriebsmedien.
Derartige Öffnungen werden bedarfsweise auch in den an den längsseitigen Enden des
Arbeitsraumes vorgesehenen Deckeln und an Seitenwänden angebracht. Die Kolben, die
sich auf einer Kreisbahn durch den Arbeitsraum der Rotationskolbenmaschine bewegen,
schließen ebenfalls bewegte, in ihrer Größe veränderliche Arbeitsvolumina ein.
[0043] Wie Figur 3 zeigt, sind die Kolben in Bezug auf ihre Form sowie die in Gleitachsen
W, die in Figur 15 dargestellt sind, auf vorteilhafte Weise so gestaltet, dass sie
verschränkt in einander gesteckt werden, sodass die Enden der Gleitwellen W zusammenstoßen.
In diesem Zusammenhang zeigen die Figuren 2 und 3 solche Kolben K, wobei der Achsstummel
A in Figur 2 durch den seitlichen Gehäusedeckel D1 ragt. In dem Kolben gemäß Figur
3 sind ferner Rillen für die Aufnahme von Dichtungen Di1 bis Di5 (siehe Figur 15)
angebracht. Auch in den Gehäusedeckeln werden bei Bedarf Rillen, grubenartige Vertiefungen
und/oder feine Sacklöcher als hydrodynamische Dichtungen eingebracht.
[0044] In der Herstellung und Wirkung weisen Kolbenformen mit vorwiegend keilförmigen Sektionen
mit rechteckigem im Einsatz Vorteile auf. Entsprechende Gestaltungen sind den Figuren
1, 10, 11 und 12 zu entnehmen. Durch die großen Berührungsflächen mit den Wänden und
Achsen erfolgt eine gute Abdichtung der Arbeitsvolumina bzw. Kammern gegeneinander
und nach außen. Die Kolbenaußenflächen sind zur Verbesserung der Abdichtung mit Rillen,
Eindellungen und eingelegten Dichtleisten versehen.
[0045] Die Zahl der zum Einsatz kommenden Kolben ist grundsätzlich nicht limitiert. Aus
Gründen der Optimierung des Aufwandes erscheinen jedoch für die meisten Anwendungen
zwei Doppelkolben, wie sie der Figur 11 zu entnehmen sind, als vorteilhaft. Bei dieser
Konstellation wird ein Optimum in Bezug auf Wirkung und Aufwand erreicht. Wird die
Maschine gemäß Figur 11 als Pumpe oder Kompressor verwendet, ist eine zweistufige
Maschine realisierbar, die in Serien- oder Parallelschaltung betrieben werden kann.
Wird die Maschine, wie sie in Figur 11 gezeigt ist, als Verbrennungsmotor betrieben,
werden alle vier Takte Ansaugen, Kompression, Verbrennung und Gasausstoß in einem
Umlauf des Kolbensystems viermal realisiert. Dies begründet eine große Effektivität
bei kleinen Wellendrehzahlen.
[0046] Wesentlich ist, dass die Kolben jeweils zwischen sich, vorwiegend durch Führungselemente
und Druckkräfte angetrieben, veränderte Volumina einschließen. Ein äußeres Getriebe
erzeugt zusammen mit einem Motor-Generator über Achsen und Führungselemente die Pendeldrehung
der Kolben, wie sie beispielsweise den Figuren 5 bis 8 zu entnehmen ist.
In Figur 5 sind verschiedene Ausführungsformen der Art der äußeren Getriebe gezeigt.
Wesentlich ist, dass durch nicht runde Zahnräder Z1 und Z2 und Zahnriemen Za auf eine
äußere mit dem Gehäuse verbundene Koppel-Achse Ag die Drehung der inneren Achsen A
übertragen wird. Auch eine Führung der Kolbenachsen über einen exzentrischen Führungsring
Fü wird angewendet. Dabei sind Schiebehülsen Hü auf Achshebeln im Einsatz. Dadurch
werden die Kolben Ko zwangsweise in eine pendelnde Drehbewegung versetzt, wie es etwa
den Figuren 10 und 11 zu entnehmen ist.
[0047] Figur 6 zeigt eine Ausführungsform, bei denen die Koppelachse Ag über Ketten Ke und
Zahnriemen Za angetrieben wird. Die aus dem Gehäusedeckel austretenden Achsstummel
A1 und A2 sind auf diese Weise verbunden. Die Kettenräder Kr1 und Kr2 und die Zahnscheiben
Zr1 und Zr2 garantieren eine schlupffreie Kopplung. Mit eine Kettenspanner Sp wird
die Spannung der Ketten aber auch eine Winkelverstellung möglich. Besonders deutlich
ist diese Kopplung der Kolbendrehung den Figuren 7 und 8 zu entnehmen. Hierbei zeigt
Figur 7 im oberen Teil eine Ausführungsform, bei der die beiden aus dem Gehäuse G
herausstehenden Achsstummel mit zwei Motor-Generatoren Mo1 und Mo2 gekoppelt sind,
welche, elektronisch gesteuert für die Pendeldrehung der Kolben sorgen. Die Öffnungen
Ö dienen der Zu- und Abfuhr des Betriebsmediums, wie es auch den Figuren 10 und 11
zu entnehmen ist. Im unteren Teil der Figur 7 ist ein Zahnriemenantrieb der Geräteachsen
über zwei Zahnriemen Za1 und Za2 gezeigt. Über die in unterschiedlichen Winkelstellungen
gezeigten ovalen Zahnriemenscheiben Zr 1 - 4 wird durch die gleichförmige Drehung
des Motor-Generators Mo eine Pendeldrehung der Kolbenachsen in Gehäuse G erzwungen.
Die Winkelvariationen werden durch die Exzentrizität der Zahnriemenscheiben und Kettenräder
eingestellt.
[0048] In Figur 8 ist eine Antriebsvariante gezeigt, bei der die beiden Kolbenachsen auf
einer Seite aus dem Deckel des Gehäuses G geführt sind, indem für den hinteren Kolben
Ko2 eine Hohlachse verwendet wird. Dadurch kann das Gerät im Ganzen kompakter und
wirtschaftlicher gebaut werden. Der Zahnriemenantrieb Ra läuft über die ovalen Riemenscheiben
auf der Achse des Motor- Generators Mo und den Achsen des Gehäuses G . In dem Gehäuse
sind Öffnungen Ö für das Ein- und Ausleiten von Medium vorhanden. Diese Öffnungen
sind so angeordnet, dass sie von den Kolben abgedeckt und verschlossen werden, wenn
keine Zu- oder Ausströmung erfolgen soll. Dadurch benötigt das Rotationskolbengerät
in der Regel keine Ventile, wenn die Kolben durch Form und Bewegungsablauf die Öffnungen
passend öffnen und verschließen.
[0049] Die Rotationskolbenmaschine verfügt in einer Ausführungsform mit zwei Doppelkolben
K1 und K2, wie in Figur 10 gezeigt, über vier variable, rotierende, veränderliche
Arbeitsvolumina, die zum Pumpen und Verdichten dienen können. Dazu werden im Gehäuse
je zwei Ein- und Auslassöffnungen angebracht, die in Figur 10 mit E und AÖ bezeichnet
sind. So entstehen zwei parallele Volumenvariationen. Diese können als Pumpe parallelgeschaltet
oder als Verdichter hintereinander geschaltet werden. Im unteren Teil der Figur 10
ist eine Leitung L gezeigt, welche die Auslässe zwei Verdichterkammern über einen
Zwischenkühler ZK verbindet. Damit entsteht ein zweistufiger Kompressor in einem Gehäuse.
[0050] Bei Zuführung von Druckgas kann das Gerät auch als Motor fungieren. Wird in der Maschine
gemäß Figur 10 unten, an der mit "E" bezeichneten Stelle ein Druckgas oder Dampf eingeleitet,
so ist die Maschine mit Hilfe der Umwegleitung L als Motor-Generator mit zweistufiger
Expansion einsetzbar. Die Maschine gemäß Figur 10 oben kann auch als parallele Doppel-Expansions-Maschine
betrieben werden. Außerdem ist eine Maschine nach Figur 11 entsprechender Gestaltung
der Ein- und Auslassöffnungen als Flüssigkeitsturbine betreibbar.
[0051] Bei inneren Verbrennungsvorgängen können alle vier Takte eines üblichen Verbrennungsmotors
bei einer kompletten Umdrehung des Kolbensystems gemäß Figur 12 absolviert werden.
Dabei sind die Ein- und Auslassöffnungen dicht nebeneinander im Gehäuse angeordnet.
Eine Zündhilfe ist an der geeigneten Stelle X gegenüber angebracht.
[0052] Der Expansionstakt und der Ausstoßtakt verlaufen auf einer Seite bis zum Auslass
AÖ. Auf der anderen Halbseite erfolgt von E bis X das Ansaugen und die Verdichtung.
Durch Aushöhlen der Kolbenflächen werden auch besondere Brennraumformen geschaffen.
Da die Kolben durch die Führungselemente ohne Wandberührung laufen und Labyrinthdichtungen
verwendet werden, können auf eine Ölschmierung und Abdichtung verzichtet werden.
[0053] Die Figuren 5 bis 9 zeigen unterschiedliche technische Varianten, um eine Pendeldrehung
der Kolben zur Variation der Zwischenräume zu erzeugen. Hierzu sind außerhalb des
Gehäuses besondere Getriebe, Motoren und Antriebe vorgesehen. Diese Getriebe sind
zwischen gleichförmig drehenden Motor-Generatoren und Kolbenachsen eingeschaltet.
Alle Ausführungsformen der mechanischen Getriebe machen Gebrauch von gegeneinander
verschränkten, eine ungleichförmige Drehung erzeugenden Übertragungsmechanismen. Ein
Spanner für eine von zwei Antriebsketten, wie er im unteren Teil von Figur 6 gezeigt
ist, ermöglicht neben der Kettenspannung auch die Verstellung der Phasenlage der Kolben
zueinander.
Auch eine Verdrehung der Getrieberäder wird zur Veränderung der Phasenlage eingesetzt.
Dies kann für bestimmte Anwendungen, wie etwa in Verbrennungsmotoren wichtig sein.
[0054] Figur 7 zeigt in zwei Beispielen das Zusammenwirken von Antrieb und Maschine. Oben
ist eine Maschine mit zwei Motoren gezeigt, welche durch geeignete Steuerung selbst
für die Pendelbewegung sorgen. Im unteren Teil der Figur 7 ist ein doppelseitiger
Antrieb mit zwei die Pendelbewegung erzeugenden Riemenantrieben dargestellt. Der gezeigte
Motor führt hier eine gleichförmige Drehung aus.
[0055] Ferner wird in den Figuren 7 und 9 jeweils eine Ausführung gezeigt, bei der die Kolben
keine mechanische Verbindung miteinander haben, sondern von Aktuatoren, wie etwa Schrittmotoren,
geführt werden. Die Regelung der Kolbenbewegung erfolgt dabei durch eine elektronische
Steuerung.
[0056] Zur Kühlung einer erfindungsgemäß ausgeführten Rotationskolbenmaschine werden bei
Bedarf die Außenseiten des Gehäuses mit Kühlrippen oder Hohlräumen zur Flüssigkeitskühlung
ausgeführt. Durch stärker ausgeführte Hohlachsen werden auch die Kolben bei Bedarf
gekühlt.
Ein großer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die großen Kontaktflächen
der Kolben mit den begrenzenden Wänden keine Dichtungsprobleme vorhanden sind. Dennoch
werden in speziellen Ausführungen bei den Kolben quer zur Leckströmung dünne Spalte
als sogenannte Labyrinth-Dichtung angebracht. In solche Spalten werden bei extremen
Anforderungen, ähnlich wie Kolbenringe, auch Dichtleisten eingelegt.
[0057] Die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und Bauformen lassen die beschriebene Rotationskolbenmaschine
und seine Ausführungsformen für zahlreiche Anwendungen interessant erscheinen. Diese
sind in Kompressoren und Vakuumpumpen, in Druck- und Saugpumpen, Turbinen und nicht
zuletzt in Verbrennungsmotoren zu sehen. Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen
Rotationskolbenmaschine ist die verhältnismäßig große Masse der Kolben, wodurch eine
gleichmäßige Drehung entsteht und Schwungmassen vermieden werden. Auch der reibungsarme
Betrieb durch die zwangsweise Kolbenführung und die Verstellmöglichkeit der Kolbenbewegung
während des laufenden Betriebes sind große Vorteile gegenüber bekannten Rotationskolbenmaschinen.
[0058] Um unterschiedlichen Anforderungen genügen zu können, kann durch eine Verlängerung
des Gehäuses die Leistung der Rotationskolbenmaschine innerhalb einer Baureihe einfach
dem Einsatzzweck angepasst werden. Ebenso kann durch eine Veränderung der Kolbenzahl
bei gleichem Gehäuse die Funktion geändert werden. Bei mitrotierenden Seitenwänden
ist eine stärkere Befestigung, eine schwingungsgedämpfte Führung und eine einfachere
Abdichtung der Kolben zusammen mit der Möglichkeit einer kompletten Innenkühlung gewährleistet.
Auch sind die mit-rotierenden Seitenwände für bestimmte Anwendungen als Elemente von
elektrischen Steuer- oder Antriebselementen zu verwenden.
[0059] Bei der Rotationskolbenmaschine gemäß Figur 13 die wiederum ein torusförmiges, konzentrisches
Ringgehäuse konstanten Querschnittes aufweist, in dem zwei geführte und wandschlüssige
Kolben gegeneinander und im Ringgehäuse beweglich angeordnet sind, ist zusätzlich
eine Verlängerung des Gehäuses GL vorgesehen. Die zylindrischen Gehäusewände G und
GL umschließen die Doppelkolben K1 und K2. Durch eine Verlängerung des Gehäuses GL
wird für eine andere Leistungsklasse der Maschine ein größeres Arbeitsvolumen erzeugt.
So werden Maschinen unterschiedlicher Leistungsklassen einfach mit einer Veränderung
der BauteilLängen in Achsrichtung hergestellt. Selbstverständlich wird für größere
Änderungen der Leistung der Durchmesser des zylindrischen Gehäuses G geändert.
[0060] Die Zahl der über ein Führungselement starr verbundenen Kolben auf einem Kolbenträger
ist im Prinzip beliebig. Zweckmäßig ist nur eine gleiche Zahl von Kolben auf den verschiedenen
Führungselementen gegeneinander arbeiten zu lassen, um die Zahl der Arbeitsvolumina
anzugleichen.
[0061] Figur 15 zeigt verschiedene keilförmige Kolbensätze, die im Gerät paarweise in einander
greifen. Gegenüber der Bauweise mit zwei Doppelkolben bringt der Einsatz von höheren
Kolbenzahlen den Vorteil eine höhere Stufenzahl in einer Maschine realisieren zu können
oder die Druckdifferenzen zwischen den benachbarten Volumina zu verkleinern. Außerdem
verringert sich die Winkelmodulation und die Stärke der Geschwindigkeitsmodulation.
Im Gegenzug wird das äußere Pendelgetriebe den veränderten Zyklen durch entsprechende
Übersetzungen angepasst.
[0062] Öffnungen mit Zuführungskanälen in der Gehäusewand dienen dem Austausch von Betriebsmedien.
Solche Öffnungen werden nicht nur im rohrförmigen Gehäuseteil, sondern bedarfsweise
auch in den Deckeln und Seitenwänden des Gehäuses angebracht.
[0063] Figur 14 zeigt eine Ausführungsform mit einer besseren Strömungsführung, wobei die
Zuführungskanäle EÖ und Auslässe AÖ in Richtung der Kolbenbewegung auf die Öffnungen
gerichtet sind. Alle Öffnungen sind zumindest auf der Einströmseite nicht scharfkantig
und mit kleinen Radien gerundet.
Die Kolbenbewegung wird bevorzugt durch ein äußeres Pendelgetriebe derart gestaltet,
dass sie über eine spezielle Getriebeübersetzung nach Amplitude, Modulation und Einsatz
steuerbar ist. Die verschränkt ineinander gesteckten Kolben K werden über die Achsstummel
A, die durch den seitlichen Gehäusedeckel D1 ragen, mit den Abtriebswellen dieses
Getriebes über Zahnräder verbunden, wie es etwas in Figur 14 gezeigt ist.
[0064] Ferner zeigt Figur 18 in einer Schnittzeichnung einen Einblick in ein aufgeschnittenes
Gehäuse mit den zwei Kolben K1 und K2, die von zwei zusammengesteckten Achsteilen
A1 und A2 bewegt werden. Die Bauteile sind einzeln durch Beschriftung kenntlich gemacht.
Ergänzend zeigen die Figuren 14 und 15, dass die Kolben verschränkt zusammengesteckt
werden und eigene Achsen W und A haben, die bei der Ausführung in Zeichnung 14 für
den Kolben K durch den konischen Deckel D1 des Gehäuses G gesteckt werden.
Die zylindrische, innere Achse W des einen Kolben dient jeweils dem anderen Kolben
als Gleit- und Dichtfläche. K bezeichnet einen Kolben, der auf dem Achsabschnitt W
der geteilten Achsen befestigt ist. Eine Dichtung Di1 oder Di2 gemäß Figur 18 verhindert
ein Ausströmen von Medium durch die Spalte der mit-rotierenden Seitenscheiben. Normale
Wellendichtungen sind auch für die Achsenaustritte aus dem Gehäuse vorgesehen.
[0065] Eine weitere Ausgestaltung der Maschine verwendet mitrotierende Seitenwände. Dabei
werden, wie in Figur 18 gezeigt, die Kolben K1 und K2 nicht nur an einer Zentralachse
sondern auch an den Seitenwänden S1 und S2 befestigt. Dadurch entfällt zumindest auf
einer Seite die Notwendigkeit der Abdichtung der Kolbenseitenfläche. Außerdem können
die beiden Kolbenscheiben gegeneinander verspannt werden, so dass auch eine Abdichtung
auf der Gegenseite erleichtert wird. Die Kolbenscheiben haben eine zusätzliche Abdichtung
Di, vorzugsweise als Labyrinth-Dichtung ausgeführt, um die Reibungsverluste am Außenumfang
zu minimieren. Allerdings macht diese Bauweise zusätzlich ein äußeres Gehäuse D1,
D2 erforderlich, welches dann allerdings wieder für Kühlzwecke für die Scheiben und
die angesetzten Kolben eingesetzt werden kann. Somit ist eine Vollkühlung des gesamten
Gerätes möglich, was bei hochbelasteten Maschinen von Vorteil ist.
[0066] Als Kolbenformen sind vorwiegend keilförmige Sektionen mit rechteckigen oder runden
Querschnitten im Einsatz, wie sie in Figur 14 dargestellt ist, weil diese in der Herstellung
und Wirkung Vorteile aufweist. Die Kolben K können auch als Hohlkörper gemäß der Darstellung
in Figur 14, unten ausgeführt werden, um eine Innenkühlung oder Gewichtsersparnis
zu ermöglichen.
[0067] Die Kolben schließen jeweils zwischen sich, vorwiegend durch Führungselemente und
Druckkräfte angetrieben, veränderte Volumina ein. Ein äußeres Getriebe nach den Figuren
17, 19 und 20 erzeugt zusammen mit einem Motor-Generator wie in Figur 21 über Achsen
und Führungselemente die Pendeldrehung der Kolben. Wesentlich ist, dass durch nicht
runde Zahnräder ZR1 und ZR2 oder auch Zahnriemenscheiben auf eine äußere mit dem Gehäuse
verbundene Koppel-Achse AL2 die Pendeldrehung auf die inneren Achsen bei AL1 übertragen
wird. Dadurch werden die Kolben zwangsweise in eine pendelnde Drehbewegung versetzt,
wie es die Figuren 19 und 20 verdeutlichen.
[0068] Ferner zeigt Figur 21 zwei Ausführungsformen, bei denen die Koppelachsen W1 und W2
jeweils über Motor-Generatoren angetrieben werden. Die aus dem Gehäusedeckel austretenden
Achsstummel W und W1, W2 sind mit elektrisch gesteuerten Motor-Generatoren EMG und
EMG1, EMG2 verbunden. Diese Variante der Kolbensteuerung erlaubt eine völlige Freiheit
der Kolbenbewegung im Rahmen der möglichen Stellungen, wobei die Phasenlage und eine
Winkeländerung besonders wichtig sind. Durch die elektronische Regelung und Steuerung
aller Betriebsparameter der Rotationskolben-Maschine ist eine Optimierung der Betriebszustände
für alle Lastfälle leicht möglich.
[0069] Die großen Einlass- und Auslassöffnungen für die Betriebsmedien, deren Abmessungen
in Umfangsrichtung mit den wandbenachbarten Abmessungen der Kolbenaußenflächen korrespondieren,
garantieren einen vollständigen und verlustarmen Medienaustausch. Wird eine zweite
Rotationskolben-Maschine oder ein Turbolader zur Aufladung eingesetzt, so erweisen
sich die großen Öffnungen im Gehäuse wegen des geringen Strömungswiderstandes und
der Möglichkeit Zuleitungen großen Querschnittes zu verwenden, welche dann auch noch
durch konische Ausführung zusätzliche Aufladungseffekte bewirken, zum Beispiel gegenüber
Ventilen als besonders vorteilhaft.
[0070] In der ersten Variante als Abgaslader wird wie im oberen Teil von Figur 17 von der
Rotationskolben-Maschine GR über Leitungen eine Verbindung zum Lader hergestellt.
Bei einer Verwendung der Rotationskolben-Maschine als Verbrennungsmotor erweist es
sich auch als vorteilhaft bei Bedarf eine zweite Rotationskolbenmaschine als freilaufenden
Abgaslader oder auch als achsgekoppelten Kompressor zu verwenden, wie in Figur 17
gezeigt. Durch die feste Lage von Aktuatoren oder Öffnungen ist über die Verstellmöglichkeiten
der Kolben auch während des Betriebes eine Anpassung vieler Betriebsparameter möglich.
[0071] Bei inneren Verbrennungsvorgängen können alle vier Takte eines üblichen Verbrennungsmotors
bei einer kompletten Umdrehung des Kolbensystems nach Figur 12 absolviert werden.
Dabei sind die Ein- und Auslassöffnungen dicht nebeneinander im Gehäuse angeordnet.
Eine Zündhilfe ist an der geeigneten Stelle X gegenüber angebracht. Der Expansionstakt
und der Ausstoßtakt verlaufen auf einer Seite bis zum Auslass AÖ. Auf der anderen
Halbseite erfolgt von E bis X das Ansaugen und die Verdichtung. Durch Aushöhlen der
Kolbenflächen werden auch besondere Brennraumformen geschaffen.
[0072] Besondere Vorteile bei der Verwendung des Gerätes als Verbrennungsmotor bestehen
in der kleinen Bauweise, dem zylindrischen Gehäuse mit zentraler Achse, den freilaufenden
oder reibungsarmen achs- und lagergeführten Kolben, den großen wandschlüssigen Dichtflächen
ohne Kurzschlüsse, dem dadurch möglichen Verzicht auf konventionelle Kolbendichtungen
oder ersatzweise dem dadurch einfachen Einsatz von hydrodynamischen oder konventionellen
Dichtungen, im Fehlen der sonst üblichen Ventile und zugehörigen Antriebe wie Steuerketten
und Kipphebel, der Möglichkeit den Antrieb einseitig auszuführen und so auf der anderen
Seite des Gehäuses zentral Innenversorgung wie zum Beispiel Kühlmittel für Kolbenkühlung
oder Sondenleitungen einzuführen, oder auf der anderen Seite des Gehäuses zentral
eine Doppelachse für ein Rotationskolbengerät als Ladekompressor anzuschließen, aufgrund
des einseitigen Achsenaustrittes ein für sich geschlossenes Getriebe oder einen kompakten
elektrischen Motorgenerator einzusetzen, durch diesen Motorgenerator mit einem umfassenden
elektronisch geregelten Motormanagement alle gewünschten Betriebszustände im laufenden
Betrieb einstellen zu können und so in der Summe der Eigenschaften über einen besseren
Motor für den konventionellen aber auch den Hybridantrieb von Fahrzeugen zu verfügen.
Eine besondere Bedeutung kommt noch einer Verwendung als Flugzeugmotor, Zweirad- oder
Kleinfahrzeugantrieb zu, weil hier der leichte und einfache Aufbau, aber auch die
Betriebssicherheit ein großer Systemvorteil sind.
[0073] Viele dieser Eigenschaften treffen in vergleichbarem Maße für die anderen Verwendungen
als Pumpe, Verdichter, Druckluft- und Dampfmaschine zu. Hier ist besonders der dichtungsfreie,
sehr reibungsarme Betrieb und die zweistufige Arbeitsweise des Doppelkolbengerätes
zur Erhöhung des Wirkungsgrades interessant.
Um die Pendeldrehung der Kolben zur Variation der Zwischenräume zu erzeugen sind außerhalb
des Gehäuses besondere Getriebe, Motoren und Antriebe vorgesehen.
Alle Ausführungsformen der mechanischen Getriebe machen Gebrauch von gegeneinander
verschränkten, eine ungleichförmige, pendelnde Drehung der Kolben erzeugenden Übertragungsmechanismen.
Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Zahnradgetrieben mit nicht kreisförmigen
Rädern zu.
Bei Zahnradgetrieben können Aktuatoren für die Getriebeanlenkung auch die Verstellung
der Phasenlage der Kolben zum Gehäuse ermöglichen. Auch eine Verdrehung der Getrieberäder
im Stillstand wird zur Veränderung der Phasenlage eingesetzt. Dies kann für bestimmte
Anwendungen, wie etwa in Verbrennungsmotoren wichtig sein. Figur 21 zeigt in zwei
Beispielen das Zusammenwirken von Antrieb und Gerät. Oben ist ein Gerät mit zwei Motoren
gezeigt, welche durch geeignete Steuerung selbst für die Pendelbewegung sorgen. Im
unteren Teil der Figur 21 ist ein einseitiger Antrieb mit zwei die Pendelbewegung
erzeugenden, vorzugsweise integrierten Motor-Generatoren dargestellt.
[0074] Ein Vorteil der Verwendung mechanischer Pendelgetriebe im Bereich mehr konventioneller
Drehkolbengeräte gegenüber den elektronisch gesteuerten Motorgenerator ist der gleichförmig
drehende An- oder Abtrieb. Der Motor oder Generator führt so eine gleichförmige Drehung
aus. Damit können dann die konventionellen Motoren oder Generatoren beliebiger Bauart
eingesetzt werden.
[0075] In der Figur 9 ist eine Ausführung gezeigt, bei der die Kolben eine mechanische Verbindung
mit mitrotierenden Seitenscheiben haben. Die Regelung der Kolbenbewegung erfolgt dabei
entweder nach wie vor über die herausgeführten Achsen oder auch durch eine elektrische
Steuerung oder direkte Beeinflussung dieser Scheiben. Der Vorteil, der sich durch
die mitrotierenden Seitenscheiben ergibt, besteht hauptsächlich darin, dass die Kolben
eine zusätzliche mechanische Befestigung neben den zentralen Wellen haben. Wegen der
zusätzlichen Dichtungsprobleme am Außenrand der Seitenscheiben wird man diese Lösung
hauptsächlich bei extrem belasteten Maschinen, wie zum Beispiel Hochdruck-Wasser-turbinen
oder -pumpen einsetzen, bei denen aufgrund des Betriebsmediums auch die Dichtungsproblematik
nicht so relevant ist.
[0076] Zur Kühlung der Rotationskolbenmaschine werden bei Bedarf die Außenseiten des Gehäuses
mit Kühlrippen oder Hohlräumen zur Flüssigkeitskühlung ausgeführt. Durch stärker ausgeführte
Hohlachsen Z werden auch die Kolben bei Bedarf gekühlt. Eine derartige Innenkühlung
ist insbesondere Figur 16 zu entnehmen. Bei der Ausführung mit mit-rotierenden Seitenscheiben
können die Kolben und die Kolbenachsen über die Seitenscheiben im Kontakt gekühlt
werden, so dass die Rotationskolben-Maschine "vollkommen temperiert" läuft und auch
für extreme Belastungen geeignet ist.
[0077] Die großen Dichtflächen der Kolben, ohne die für viele Maschinen typischen Leckstellen,
lassen auch eine Verwendung von hydrodynamischen Dichtungen zu. Diese bestehen darin,
dass quer zur Leckströmungsrichtung scharfkantige Rillen angebracht werden oder dass
die Dichtflächen mit kleinen grubenartigen Vertiefungen überzogen werden, welche in
versetzten Reihen oder auch einfach statistisch gleichmäßig über die Fläche verteilt
werden. In besonderen Fällen, zum Beispiel bei Medienwechsel innerhalb einer Maschine
wird auch eine stärkere Differenzierung in Anordnung und Größe der Rillen oder Vertiefungen
angewendet.
[0078] Durch die großen Kontaktflächen der Kolben mit den begrenzenden Wänden sind nur geringe
Dichtungsprobleme vorhanden. Durch die großen Berührungsflächen mit den Wänden und
Achsen erfolgt eine gute Abdichtung der Kammern gegeneinander und nach außen. Dennoch
werden in speziellen Ausführungen bei den Kolben quer zur Leckströmung dünne Spalte
als sogenannte Labyrinth-Dichtung angebracht. In so orientierte Spalten werden bei
extremen Anforderungen, ähnlich wie Kolbenringe, auch Dichtleisten eingelegt, wie
sie beispielsweise in Figur 15 schematisch dargestellt sind. Die Kolbenaußenflächen
werden dann zur Verbesserung der Abdichtung mit Rillen, Eindellungen und eingelegten
Dichtleisten Di1 bis Di5 versehen. Es sind aber auch in Rahmen eingefasste Faserdichtungen
Di6 möglich, welche bei großem Strömungswiderstand kaum Reibung verursachen. Da die
Kolben im dafür geeigneten Betrieb durch die exakte Führung und Innenkühlung ohne
Wandberührung laufen können und Labyrinthdichtungen verwendet werden, kann vorzugsweise
auf Ölschmierung und Abdichtung verzichtet werden.
[0079] Insbesondere wird durch Achslagerung der Kolben ein wandberührungsfreier Betrieb
möglich, so dass abgesehen von Achslagerreibung, keinerlei innere Reibungsverluste
entstehen. Das hat einen erheblichen Einfluss auf den Wirkungsgrad aller dieser so
betriebenen Rotationskolben-Maschinen. Damit könnten Steigerungen von 20% und mehr
im Wirkungsgrad gegenüber bekannten Maschinen erreicht werden. Dabei ist besonders
wichtig, dass Doppelkolben und Mehrfachkolben wegen der Druckkräfte auf beide Seiten
des einzelnen Kolbens eine zweifache Zahl von gegeneinander gerichteten Momenten auf
die Achse leiten. Das bewirkt, dass die Momente sich zum Teil aufheben und geringere
Führungskräfte auftreten.
[0080] Selbst wenn man wegen der Leckverluste eingelegte Dichtungen einführt, so könnten
diese, als leichte Trockendichtungen aus Kohle oder Kunststoff ausgeführt, einen ölfreien
Betrieb und mithin einen immerhin noch sehr reibungsarmen Betrieb ermöglichen. Solche
Trockendichtungen sind anwendbar, weil sie von der Kolbenkante abgesetzt, nur geringen
Belastungen ausgesetzt sind und durch den exakten Rundlauf des Rotors nur geringe
Ausgleichsbewegungen ausführen müssen. Durch die Kolbenbeschleunigung ausgelöste Querbewegungen
können durch eingelegte Spannfedern verhindert werden. Bei Verwendung von breiten
Dichtungen kann durch Profilierung der Auflagefläche der Dichtung eine vom Betriebsmedium
getragene Gleitung ohne direkte Wandberührung erreicht werden, die dann trotz guter
Wirkung sehr reibungsarm ist.
[0081] Durch die kompakte Bauweise ist eine erfindungsgemäße Rotationskolbenmaschine gegenüber
einer normalen Kolbenmaschine klein. Für ein Hubvolumen von 2 Liter ist lediglich
ein Zylinder-Gehäuse von nicht einmal 20 cm Durchmesser und 20 cm Länge erforderlich!
Das Verhältnis von Gerätevolumen und Arbeitsvolumen erreicht nahezu 50%. Die kompakte
Bauweise ergibt für eine sogenannte 1-Liter-Hubraum-Maschine ein Gerätevolumen mit
äußeren Abmessungen von nur 15cm Durchmesser und 15cm Länge. Die zweistufige Vakuum-Pumpe
für die Zuckerindustrie mit 1 Kubikmeter Arbeitsvolumen hat bei einer Drehfrequenz
von 300 U/min mit einer Pumpleistung von 20.000 m
3/h nur Abmessungen von 1,5m nach Länge und Durchmesser.
[0082] Die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten und Bauformen lassen das Gerät bei zahlreichen
Anwendungen interessant erscheinen. Diese sind in Kompressoren und Vakuumpumpen, in
Druck- und Saugpumpen, Turbinen und nicht zuletzt in Verbrennungsmotoren zu sehen.
Sofern aus Gründen der Trägheitsarmut oder Innenkühlung keine Hohlkolben verwendet
werden, ist ein Vorteil des Rotationskolbengerätes auch die verhältnismäßig große
Masse der Kolben wodurch eine gleichmäßigere Drehung entsteht, und äußere Schwungmassen
vermieden werden können. Auch der reibungsarme Betrieb durch die zwangsweise Kolbenführung
und die Verstellmöglichkeiten der Kolbenbewegung während des laufenden Betriebes sind
große Vorteile gegenüber bekannten Geräten.
[0083] Die Erfindung besteht also wesentlich darin, bislang auf unterschiedliche Geräte
und Geräteteile verteilte Funktionen in einem einzigen Gerät bzw. einer einzigen Maschine
zusammenzufassen.
Bezugszeichenliste
[0084]
- A
- Achse
- A1, A2
- Achsen
- Ag
- Getriebe-Achse
- AL1, AL2
- Achslager
- An
- Anker
- AÖ
- Auslassöffnung
- An
- Anker
- AL
- Ausgangsrohr
- AL1, AL2
- Achslager
- AR
- Arbeitsraum
- AR1, 2, 3.....
- Arbeitsräume
- De
- Deckel
- De, D1,D2
- Deckel
- Di, Di1 bis Di5
- Dichtung
- E, EÖ
- Einlassöffnung
- Fe
- Feld
- Fl
- Flansch
- Fü
- Fuhrungsrille
- ES
- Einspritzung
- EMG, EMG1, EMG2
- Elektrischer Motorgenerator
- ER, EL
- Einlaßrohr
- F
- Filter, Schalldämpfer
- Fl
- Flansch
- G
- Gehäuse
- GA
- Abgaslader
- GE
- Generator
- Gw
- Gewindegänge
- GG
- Getriebe
- GR
- Rotationskolbenmaschine
- Hü
- Hülse K1 bis K4
- He1 - He4
- Kurvenführungen
- K
- Kolben
- Ke
- Kette
- Ko (1, 2)
- Kolben
- K1 bis K8
- Kolben
- K1-1 bis K2-2
- Kolben
- Kr1, Kr2
- Kettenräder
- L
- Leitung
- L1, L2...
- Leitungen
- LL, LL1, LL2
- Ladeleitung
- MR
- Mitteldruckrohr
- Mo (1, 2)
- Motor-Generator
- Ö
- Gehäuse - Öffnung
- Pf
- Pfeil
- Ra
- Riemenantrieb
- Ri
- Führungsrille
- R
- Rückleitung
- S
- Schiebeführung
- Spi
- Spindel
- Spa
- Spanner
- V
- Ventil
- W, W1, W2
- Welle
- X
- Zündhilfe
- Z
- Zuleitung
- ZR1 - ZR4
- Zahnräder
- Za (1, 2)
- Zahnriemen
- ZK
- Zwischenkühler
1. Rotationskolbenmaschine mit wenigsten zwei Kolben, die sich innerhalb eines Arbeitsraums
mit konstantem Querschnitt, der von einer hohlzylinder- oder ringförmigen Außenwand
und einer beabstandet dazu angeordneten zylinder- oder ringförmigen Innenwand eingeschlossenen
wird, auf einer Kreisbahn bewegen und mit Führungselementen, die mit den Kolben in
Wirkverbindung stehen und diese wenigstens zeitweise bewegen oder von den Kolben bewegt
werden, wobei sich die Kolben derart auf einer Kreisbahn im Arbeitsraum bewegen, dass
ein zwischen den Kolben eingeschlossenes Volumen während einer Umdrehung der Kolben
wenigstens zeitweise variiert und die Kolben derart gegeneinander beweglich angeordnet
sind, dass die Kolben eine definierte und/oder einstellbare Pendeldrehung im Arbeitsraum
ausführen,
dadurch gekennzeichnet, dass äußere Getrieberäder und/oder geeignete Aktuatoren vorgesehen sind, durch deren Verstellung
die Kolbenbewegung während des Betriebes verändert wird.
2. Rotationskolbenmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Kolben derart gesteuert wird, dass die Arbeitsräume bedarfsweise
durch Amplitude und Phasenlage der schwingenden Kolbenbewegung bezüglich der Grunddrehung
bei fester Modulationsfrequenz im Volumen und ihrer Lage verstellt werden.
3. Rotationskolbenmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Modulationsfrequenz als ein ganzzahliges Vielfaches der Drehfrequenz eingestellt
wird.
4. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass durch Auswahl spezieller Getriebeübersetzungen in einem äußeren, im Anlenkwinkel
zu Kolbenachsen verstellbaren Pendelgetriebe durch ins Gehäuse führenden Achsen der
Kolben die schwingende Kolbenbewegung nach Amplitude, Phasenlage, Modulation und nach
Einsatzpunkt mit Hilfe von Aktuoren und Sensoren in der Gehäusewand gesteuert wird.
5. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente über Mittel zur Erzeugung von Drehfeldern verfügen.
6. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Außenfläche zumindest eines Kolbens eine Rille, eine Eindellung und/oder
eine Dichtleiste aufweist.
7. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer der Kolben durch eine mitrotierende, gegen die Außen- oder die Innenwand
abgedichtete Seitenwand geführt wird.
8. Rotationskolbenmaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand ein Bauteil eines Antriebselements und/oder einer Kühlung ist.
9. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung wenigstens eines der Kolben in Abhängigkeit von Signalen, die mittels
Aktuatoren und/oder Sensoren erzeugt werden, steuerbar ist.
10. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente mit einem Getriebe in Wirkverbindung stehen, durch das, insbesondere
durch bedarfsgerechte Verlagerung der Getrieberäder und deren Achsen relativ zur Zentralachse,
eine Phasenverschiebung in Bezug auf die Bewegung der beiden Kolben einstellbar ist.
11. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, insbesondere elektrische Motoren und Generatoren, durch die
die Bewegung der Kolben vor allem in Bezug auf Amplitude, Phasenlage, Modulation und
nach Einsatzpunkt und relativer Lage zu Aktuatoren und/oder Ventilationsöffnungen
in der Außen- oder Innenwand elektronisch steuerbar ist.
12. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitsraum an gegenüberliegenden von Gehäusedeckeln begrenzt wird, von denen
wenigstens einer von Hohl- und/oder Steckachsen in der Anzahl der Kolbenachsen durchdrungen
wird, die als An- und/oder Abtriebsachsen dienen.
13. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Außenflächen der Kolben, die dem zur Aufnahme von Betriebsmedien
zugewandten Teil des Arbeitsraums zugewandt ist, zumindest eine Aushöhlung und/oder
Rille aufweist.
14. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
dadurch gekennzeichnet, dass im Gehäuse vorgesehene innere Gleit- und Führungsachsen der Kolben einen Durchmesser
von etwa einem Drittel des Gehäusedurchmessers entsprechend dem Durchmesser der hohlzylinder-
oder ringförmigen Außenwand aufweisen.
15. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuselänge einer Radiendifferenz zwischen Gleitachse und zylindrischem Gehäuse
entspricht.
16. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben in radialer Richtung nach außen keilförmig ausgebildet sind, insbesondere
mit einem Keilwinkel, der von dem Modulationsgrad der Pendelbewegung abhängig ist.
17. Rotationskolbenmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, dass der Außen- oder Innenwand zugewandten Kolbenflächen mit Mulden, Rillendichtungen
und/oder mit in Rillen eingelegten, abgefederten, oder auch gestaffelten Dichtleisten
versehen sind.
18. Rotationskolbenmaschine nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, dass die der Außen- oder Innenwand zugewandten Kolbenflächen mit Bohrungen und sinter-,
samt- und filzartigen Dichtungen in von festen Dichtleisten eingerahmten Feldern abgedichtet
werden.
1. A rotary piston machine with at least two pistons moving on a circular path within
a working space with a constant cross-section, enclosed by an outer wall having a
shape of a hollow cylinder or a ring and an inner wall having a shape of a cylinder
or a ring arranged spaced therefrom, and with guide elements in operative connection
with the pistons and moving these or being moved by the pistons at least temporarily,
wherein the pistons move on a circular path in the working space, such that a volume
enclosed between the pistons varies at least temporarily during a revolution of the
pistons, and the pistons are arranged movable relative to one another, such that the
pistons perform a defined and/or adjustable pendular rotation in the working space,
characterized in that outer gearwheels and/or suitable actuators are provided, with the adjustment of which
the piston motion is changed during operation.
2. The rotary piston machine according to claim 1,
characterized in that the motion of the pistons is controlled such that the working spaces are adjusted
as needed with regard to their volume and their position by changing amplitude and
phasing of the oscillating piston motion compared to the basic rotation at a fixed
modulation frequency.
3. The rotary piston machine according to claim 2,
characterized in that the modulation frequency is set as an integral multiple of the rotational frequency.
4. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that, by selecting special gear ratios in an outer pendulum gear, adjustable in the articulation
angle to the piston axes, using axes of the pistons entering the housing, the oscillating
piston motion is controlled by amplitude, phasing, modulation, and application point
using actuators and sensors in the housing wall.
5. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 4,
characterized in that the guide elements are provided with means for generating rotating fields.
6. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 5,
characterized in that at least one outer surface of at least one piston has a groove, an indentation and/or
a sealing strip.
7. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 6,
characterized in that at least one of the pistons is guided through a co-rotating sidewall sealed against
the outer or the inner wall.
8. The rotary piston machine according to claim 7,
characterized in that the sidewall is a component of a drive element and/or a cooling unit.
9. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 8,
characterized in that the motion of at least one of the pistons is controllable depending on signals generated
using actuators and/or sensors.
10. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 9,
characterized in that the guide elements are in operative connection with a gear unit, by which, in particular
by displacing the gearwheels and their axes relative to the central axis as needed,
a phase shift with regard to the motion of the two pistons can be adjusted.
11. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 10,
characterized in that means are provided, in particular electric motors and generators, by which the motion
of the pistons above all with regard to amplitude, phasing, modulation and by application
point and relative position to actuators and/or ventilation openings in the outer
or inner walls can be controlled electronically.
12. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 11,
characterized in that the working space is limited at opposite housing covers, of which at least one is
penetrated by hollow and/or slide-in shafts in the number of the piston axes serving
as drive and/or output shafts.
13. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 12,
characterized in that at least one outer surface of the pistons facing that part of the working space facing
the intake of operating media has at least one recess and/or groove.
14. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 13,
characterized in that inner slide and guide shafts of the pistons provided in the housing have a diameter
of about one third of the housing diameter according to the diameter of the outer
wall having a shape of a hollow cylinder or a ring.
15. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 14,
characterized in that the housing length corresponds to a difference in radius between slide shaft and
cylindrical housing.
16. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 15,
characterized in that the pistons, in the radial direction, are formed outwardly wedge-shaped, in particular
with a wedge angle depending on the degree of modulation of the pendular motion.
17. The rotary piston machine according to any one of claims 1 to 16,
characterized in that piston surfaces facing the outer or inner walls are provided with hollows, groove
seals and/or with sealing strips inserted into grooves, cushioned or also staggered
sealing strips.
18. The rotary piston machine according to claim 17,
characterized in that the piston surfaces facing the outer or inner walls are sealed with drill holes and
sinter-, velvet- and felt-like sealings in fields framed by fixed sealing strips.
1. Machine à pistons rotatifs comprenant au moins deux pistons qui meuvent sur un trajectoire
circulaire à l'intérieur d'un espace de travail d'une section constante, lequel étant
renfermé par une paroi extérieure en forme de cylindre creux ou en forme d'anneau
et par une paroi intérieure cylindrique ou annulaire disposée de façon espacée par
rapport à celle-ci, et comprenant des éléments de guidage qui sont en liaison active
avec les pistons et qui meuvent ceux-ci du moins temporairement ou qui sont mus par
les pistons, lesdits pistons se mouvant sur un trajectoire circulaire dans l'espace
de travail de manière à ce qu'un volume renfermé entre les pistons varie du moins
temporairement durant un tour des pistons, et les pistons étant disposés de manière
mobile l'un par rapport à l'autre de manière à ce que les pistons effectuent un mouvement
pendulaire défini et/ou réglable dans ledit espace de travail,
caractérisée en ceci que des roues d'engrenage extérieures et/ou des actionneurs appropriés sont
prévus dont le réglage conditionne le mouvement des pistons durant le fonctionnement.
2. Machine à pistons rotatifs selon la revendication 1,
caractérisée en ceci que ledit mouvement desdits pistons est piloté de manière à ce que le volume
et la position desdits espaces de travail soient réglés, en fonction du besoin, en
raison d'un changement de l'amplitude et de la position de phase dudit mouvement pendulaire
des pistons par rapport à la rotation de base tout en maintenant une fréquence de
modulation fixe.
3. Machine à pistons rotatifs selon la revendication 2,
caractérisée en ceci que ladite fréquence de modulation est réglée comme un multiple entier de
la fréquence de rotation.
4. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ceci qu'en choisissant des rapports de transmission spécifiques dans un engrenage
oscillant extérieur à angle d'attaque réglable par rapport aux axes de piston, ledit
mouvement pendulaire des pistons est piloté en raison des axes des pistons menés dans
le boîtier selon l'amplitude, la position de phase, la modulation et le point de début
à l'aide d'actionneurs et de capteurs en place dans la paroi du boîtier.
5. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ceci que lesdits éléments de guidage disposent de moyens destinés à générer des
champs tournants.
6. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ceci qu'au moins une face extérieure d'au moins un des pistons présente une rainure,
un enfoncement et/ou une nervure d'étanchéité.
7. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ceci qu'au moins un desdits pistons passe à travers d'une paroi latérale solidaire
en rotation et qui est étanchéifiée contre la paroi extérieure ou la paroi intérieure.
8. Machine à pistons rotatifs selon la revendication 7,
caractérisée en ceci que ladite paroi latérale constitue une composante d'un élément d'entraînement
et/ou d'un refroidisseur.
9. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ceci que le mouvement d'au moins un desdits pistons peut être piloté en fonction
des signaux qui sont générés au moyen d'actionneurs et/ou de capteurs.
10. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ceci que lesdits éléments de guidage se trouvent en liaison active avec un engrenage
qui permet de régler un décalage de phase par rapport au mouvement des deux pistons
notamment en raison d'un déplacement en fonction du besoin des roues d'engrenage et
de leurs axes relativement à l'axe central.
11. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisée en ceci que des moyens sont prévus, notamment des moteurs et des générateurs électriques,
et qui permettent de contrôler électroniquement le mouvement desdits pistons notamment
en ce qui concerne l'amplitude, la position de phase, la modulation et le point de
début et la position relative par rapport aux actionneurs et/ou ouvertures de soupape
dans la paroi extérieure ou la paroi intérieure.
12. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisée en ceci que ledit espace de travail est limité, sur les faces opposées, par des couvercles
de boîtiers, dont au moins un est traversé par un nombre d'axes creux et/ou d'axes
enfichables identique au nombre d'axes de piston et qui servent d'axes menant et/ou
d'axes menés.
13. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 12,
caractérisée en ceci qu'au moins l'une des faces extérieures desdits pistons et qui est orientée
vers la partie de l'espace de travail orientée vers la réception des fluides de service
présente du moins un creux et/ou une rainure.
14. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 13.
caractérisée en ceci que les axes intérieurs de glissement et de guidage desdits pistons et qui
sont prévus dans le boîtier présentent un diamètre d'environ un tiers du diamètre
du boîtier correspondant au diamètre de la paroi extérieure en forme de cylindre creux
ou en forme d'anneau.
15. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 14,
caractérisée en ceci que la longueur du boîtier correspond à une différence des rayons entre l'axe
de glissement et le boîtier cylindrique.
16. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 15,
caractérisée en ceci que lesdits pistons sont, en sens radial, agencés cunéiformes vers l'extérieur,
notamment avec un angle de calage qui dépend du degré de modulation dudit mouvement
pendulaire.
17. Machine à pistons rotatifs selon l'une des revendications 1 à 16,
caractérisée en ceci que lesdites faces de piston orientées vers ladite paroi extérieure ou ladite
paroi intérieure sont équipées de cavités, de joints en coupelle et/ou de nervures
d'étanchéité qui sont placées dans des rainures, amorties ou encore échelonnées.
18. Machine à pistons rotatifs selon la revendication 17,
caractérisée en ceci que lesdites faces de piston orientées vers ladite paroi extérieure ou ladite
paroi intérieure sont étanchéifiées avec des trous et des joints frittés, veloutés
et feutrés dans des champs encadrés par des nervures d'étanchéité fixes.