[0001] Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung für einen zylinderförmigen keramischen
Hohlkörper, wie er beispielsweise in feuerfesten keramischen Gasspülsteinen benutzt
wird, um eine sogenannte gerichtete Porosität im Gasspülstein zu ermöglichen.
[0002] Der Gasspülstein wird im Boden oder der Wand eines metallurgischen Gefäßes eingebaut,
um eine Metallschmelze mit einem Gas zu behandeln, das über den Gasspülstein in die
Metallschmelze eingedüst wird.
[0003] Ein Gasspülstein mit gerichteter Porosität zeichnet sich dadurch aus, dass ein Behandlungsgas
entlang eines definierten, meist linearen Strömungsweges von einem ersten Ende, dem
sogenannten kalten Ende des Gasspülsteins, zu einem zweiten, sogenannten heißen Ende
des Gasspülsteins transportiert wird. Das heiße Ende ist das Ende, welches in Kontakt
mit der Metallschmelze ist.
[0004] Die gerichtete Porosität kann entweder durch Schlitze oder Bohrungen in einem feuerfesten
Matrixmaterial ausgebildet werden. Diese Technik ist insbesondere bei größeren Gasspülelementen
schwierig, weshalb zylinderförmige keramische Hohlkörper (nachstehend auch Spülröhrchen
genannt) entwickelt wurden, die mit einem dichten feuerfesten Matrixmaterial umgeben
sind.
[0005] Diese zylinderförmigen keramischen Körper bestehen aus einem dichten, temperaturbeständigen
keramischen Werkstoff (beispielsweise auf Basis Aluminiumoxid und/oder Zirkondioxid)
und weisen ein- oder mehrere axial verlaufende Strömungskanäle (Kanäle zum Durchleiten
des Gases) auf.
[0006] Diese "Spülröhrchen" müssen präzise und möglichst gasdicht im Gasspülstein befestigt
werden. Dazu sind verschiedene Befestigungsvorrichtungen bekannt, in die die Spülröhrchen
eingespannt werden. Um eine spielfreie Befestigung (englisch: fixation free of play)
zu erreichen werden verformbare Kohlenstoff-Dichtungen verwendet.
[0007] Diese Kohlenstoff-Dichtungen haben jedoch den Nachteil, dass sie zerstört werden
(verbrennen), wenn sie bei den hohen Anwendungstemperaturen mit einem sauerstoffhaltigen
Gas in Berührung kommen.
[0008] Der Erfindung liegt insoweit die Aufgabe zugrunde, eine Befestigungsvorrichtung der
genannten Art anzubieten, die unabhängig vom Behandlungsgas eine sichere und definierte
Fixierung der Spülröhrchen erlaubt.
[0009] Bei der Suche nach einer Lösung für dieses Problem wurden folgende Überlegungen angestellt:
- die Befestigung als solche innerhalb des Gasspülsteins und insbesondere innerhalb
des feuerfesten Matrixmaterials muss fest und definiert sein,
- die Fixierung der Spülröhrchen innerhalb der Befestigungsvorrichtung muss berücksichtigen,
dass die Spülröhrchen spröde keramische Körper sind, die sich nicht verformen lassen,
- die Materialien für die Befestigungsvorrichtung müssen zwar nicht hochtemperaturbeständig
sein, da die Befestigungsvorrichtung am sogenannten kalten Ende des Gasspülsteins
eingebaut wird; gleichwohl müssen die verwendeten Werkstoffe auch bei Temperaturen
von einigen hundert Grad Celsius, die dort herrschen können, ihre Funktion erfüllen,
- bei Gasspülsteinen mit gerichteter Porosität ist es üblich, das Gas über eine sogenannte
Gasverteilkammer auf die einzelnen Spülröhrchen/Spülkanäle zu verteilen, um die Gaszuführung
zu vereinfachen. Insoweit muss daran gedacht werden, dass die Befestigungsvorrichtung
zuverlässig an oder in der Gasverteilkammer anschließbar ist.
[0010] Überraschend wurde gefunden, dass die empfindlichen keramischen Spülröhrchen (zylinderförmige
Hohlkörper) sicher und dauerhaft in einer Befestigungsvorrichtung verpresst werden
können, wenn dabei einige konstruktive Merkmale berücksichtigt werden.
[0011] In ihrer allgemeinsten Ausführungsform betrifft die Erfindung danach eine Befestigungsvorrichtung
mit den Merkmalen des Hauptanspruchs.
[0012] Die
GB 2236114 A beschreibt eine Befestigungsvorrichtung gemäß Oberbegriff von Anspruch 1. Zur Fixierung
eines Spülrohrs dient eine zylinderförmige Aufnahme mit einem Innengewinde, auf das
ein Kragen mit Außengewinde aufgeschraubt wird, während das Spülröhrchen in diesem
Kragen fixiert wird.
[0013] Indem die Innenwand nach innen (in den Öffnungsquerschnitt hinein) beim Einsetzen
des Presskörpers verformt wird entsteht gleichzeitig die gewünschte Fixierung des
zylinderförmigen keramischen Körpers (des Spülröhrchens), welches zuvor in die Befestigungsvorrichtung,
einschließlich der genannten Öffnung, eingesetzt wurde.
[0014] Überraschend hat sich gezeigt, dass die flächige Verformung des Innenwand der Nut
mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllt, nämlich:
- eine Fixierung des Spülröhrchens,
- eine Positionierung des Spülröhrchens,
- eine Abdichtung zwischen Spülröhrchen und Befestigungsvorrichtung
- einen Schutz vor Korrosion, sofern das plastisch verformbare Material der Nutwand
aus einer Gruppe ausgewählt wird, die auch unter Zufuhr von Sauerstoff nicht abbrennt.
[0015] Im Sinne einer bestmöglichen Positionierung, Fixierung und Abdichtung der Spülröhrchen
in der Befestigungsvorrichtung ist es vorteilhaft, wenn Spülröhrchen, Öffnung und
Nut eine rotationssymmetrische Geometrie aufweisen.
[0016] Der Querschnitt (insbesondere der Durchmesser bei runden Geometrien) der Öffnung
im Boden der Befestigungsvorrichtung ist dabei gleich oder geringfügig größer als
der Querschnitt (der Außendurchmesser) des Spülröhrchens. Dies gilt analog für den
Innenquerschnitt (Innendurchmesser) der Innenwand der Nut. Mit anderen Worten: Die
innere Wand der Nut verläuft im besten Fall fluchtend zur äußeren Wand der Öffnung
beziehungsweise bildet einen oberen Abschnitt der Öffnung. Dadurch wie die axiale
Länge der Öffnung vergrößert, wodurch das in der Öffnung platzierte Spülröhrchen besser
geführt und fixiert werden kann.
[0017] Die (ringförmige) Nut selber kann in Radialrichtung einen rechteckigen Querschnitt
aufweisen. Durch den konischen Querschnitt der Wand des ringförmigen Presskörpers
wird es trotzdem möglich, die Innenwand der Nut in Richtung auf das Spülröhrchen zu
verformen, wenn der Presskörper von oben in die Nut eingeschlagen wird. Aufgrund der
rotationssymmetrischen Geometrie ist die Kräfteverteilung über den Umfang gleichmäßig.
Spannungsspitzen werden vermieden.
[0018] Ebenso kann aber auch die ringförmige Nut im Boden einen nach oben, zum offenen Ende
hin größer werdenden Querschnitt aufweisen, jeweils in Radialrichtung der Nut betrachtet.
Mit anderen Worten: Die Innenwand der Nut weist eine Wandstärke auf, die sich zum
freien Ende hin verjüngt. In diesem Fall kann - quasi in kinematischer Umkehr - auch
ein ringförmiger Presskörper mit gleichmäßiger Wandstärke verwendet werden, sofern
diese größer ist als die Breite der Nut im vertikal unteren Abschnitt.
[0019] In allen Fällen ist die Form des Presskörpers so zu wählen, dass er im unbelasteten
Zustand über eine kleine Strecke in die Nut eintauchen kann (um Nut und Presskörper
zueinander zu positionieren), bevor der Presskörper dann in Axialrichtung der Befestigungsvorrichtung
weiter in die Nut eingepresst wird und die Innenwand der Nut, gegebenenfalls auch
die Außenwand der Nut, verformt. Die Verformbarkeit der Innenwand der Nut (also der
Wand, die die Nut in Richtung auf die Bodenöffnung des Gehäuses begrenzt), wird größer,
wenn diese Innenwand auf ihrer Innenfläche und/oder Außenfläche eine oder mehrere
Vertiefungen oder Aussparungen aufweist, beispielsweise in Form von umlaufenden Rillen.
[0020] Die gleichzeitige Verformung der Außenwand der Nut hat den Vorteil, dass eine zusätzliche
Fixierung gegenüber dem Grundkörper der Befestigungsvorrichtung möglich wird, was
insbesondere dann wichtig ist, wenn die ringförmige Nut in einem diskreten (eigenständigen)
Bauteil verläuft, welches einen oberen Abschnitt des Bodens bildet und weitgehend
spielfrei im Raum angeordnet ist. "Weitgehend spielfrei" bedeutet, dass das Bauteil
zwar bei der Herstellung der Befestigungsvorrichtung leicht in den Raum eingeführt
werden kann, sobald es seine Endposition erreicht hat diese aber auch behält. Auch
diese Außenwand der Nut kann auf ihrer Innenfläche und/oder Außenfläche (die Außenfläche
liegt am Grundkörper) mit Vertiefungen ausgebildet sein, wie sie vorstehend für die
Innenwand beschrieben wurden.
[0021] Aufgrund dieser Vertiefung(en) wird die gewünschte Verformung und damit die Klemm-
und Dichtwirkung des Presskörpers im Gegenstück (gegenüber den Wänden der Nut) optimiert.
[0022] Die Vertiefung(en) können beispielsweise ein sägezahnartiges Profil aufweisen, welches
unter anderem dadurch gekennzeichnet ist, dass mindestens eine Wand der Vertiefung
in einem Winkel ungleich 90° zur Oberfläche des jeweiligen Körpers verläuft.
[0023] Ein Ausführungsbeispiel dazu ist in einem der folgenden Ausführungsbeispiele dargestellt.
[0024] Insoweit kann das gesamte diskrete Bauteil aus einem unter Druck plastisch verformbaren
Material bestehen.
[0025] Auch der Presskörper selbst kann aus einem unter Druck plastisch verformbaren Material
hergestellt werden.
[0026] Das plastisch verformbare Material wird wie folgt näher gekennzeichnet:
Grundsätzlich kommt jedes Material in Frage, das neben einer ausreichenden Basisfestigkeit
eine höhere Verformbarkeit (unter Last) als das keramische Material des Spülröhrchens
hat. Grundsätzlich könnte deshalb beispielsweise Roheisen verwendet werden. Eine sinnvolle
Auswahl kann über die Festigkeit (in MPa) der Werkstoffe erfolgen. Bei keramischen
Werkstoffen wird die Druckfestigkeit gemäß ÖNORM EN 993-5:1998 bestimmt. Bei den verformbaren,
insbesondere metallischen Werkstoffen wird die Zugfestigkeit gemäß DIN EN ISO 6892-1:2009
ermittelt.
[0027] Das keramische Material (zum Beispiel auf Basis Aluminiumoxid) der Hohlkörper hat
meist eine Druckfestigkeit im Bereich 2000 bis 3000 MPa. Das verformbare Material
der Dichtungswände (insbesondere der Wand auf der Innenseite der Nut oder des gesamten
diskreten Bauteils mit Nut) umfasst beispielsweise Werkstoffe auf Basis von Kupfer,
Kupfer-Zinn, Kupfer-Zinn-Zink, Kupfer-Zink, Kupfer-Aluminium, Kupfer-Blei, Kupfer-Nickel,
Kupfer-Nickel-Zink, Aluminium etc. Typische Zugfestigkeitswerte dieser Werkstoffe
liegen unter 600MPa, oft < 500Mpa, <400MPa oder <300MPa.
[0028] Die axiale Länge der Befestigung der Spülröhrchen in der Befestigungsvorrichtung
kann unterschiedlich sein, je länger, umso besser. Mehrere Befestigungsvorrichtungen
können axial hintereinander und/oder auf gleicher axialer Höhe nebeneinander innerhalb
eines feuerfesten Matrixmaterials eines Gasspülelements konfektioniert (platziert)
werden.
[0029] Nach einer Ausführungsform weist die Befestigungsvorrichtung einen Deckel auf, der
am Grundkörper befestigbar ist. Der Deckel weist eine Deckelöffnung auf, die konzentrisch
zur Öffnung im Boden des Grundkörpers verläuft.
[0030] Bei dieser Ausführungsform wird das Spülröhrchen also mindestens an zwei Stellen
geführt, die im Abstand zueinander stehen, nämlich im Bereich der Öffnung im Deckel
und im Bereich der Öffnung im Boden des Grundkörpers.
[0031] Diese Führung für das Spülröhrchen kann optimiert werden, wenn der Deckel eine Verlängerung
aufweist, die in den Raum des Grundkörpers ragt und diese Verlängerung eine axiale
Fortsetzung der Deckelöffnung umfasst. Das erlaubt es, das Spülröhrchen auch deckelseitig
über eine gewisse axiale Länge zu stabilisieren.
[0032] Vorzugsweise ist die axial verlaufende Verlängerung des Deckels so gestaltet, dass
sie formschlüssig im Grundkörper liegt. Dabei entsteht eine Art "Rohr im Rohr-Fixierung".
[0033] Der Deckel kann beispielsweise am Grundkörper verschraubt werden. Das Gewinde kann
an der Verlängerung verlaufen und mit einem Innengewinde auf der Innenseite des Grundkörpers
zusammenwirken, wie in der folgenden Figur dargestellt.
[0034] Reicht die Verlängerung bis zum Boden des Grundkörpers (im montierten Zustand) wird
eine durchgehende axiale Führung für das Spülröhrchen geschaffen. Ein Ende des Gasspülröhrchens
ragt in die Öffnung am Boden (über diese Öffnung wird Gas, meist von einer Gasverteilkammer
des Gasspülelements, zugeführt) und ein wesentlicher Teil des Spülröhrchens ragt oben
über die Befestigungsvorrichtung hinaus und verläuft anschließend durch das keramische
Matrixmaterial des Spülers bis zum gasauslassseitigen Ende.
[0035] Für das zugehörige Gasspülelement, welches ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist,
ergeben sich daraus folgende Merkmale in einer Funktionsposition im Boden eines metallurgischen
Gefäßes:
- der Gasspülstein umfasst eine Gasverteilkammer am unteren Ende,
- mehrere, im Abstand zueinander angeordnete Befestigungsvorrichtungen der genannten
Art sind im Bereich einer Decke der Gasverteilkammer angeordnet, wobei
- jede Befestigungsvorrichtung einen zylinderförmigen keramischen Hohlkörper hält, der
sich jeweils durch ein keramisches Grundmaterial des Gasspülsteins bis zu dessen oberer
Stirnfläche erstreckt.
[0036] Wenn der Grundkörper der Befestigungsvorrichtung aus Metall besteht kann die Befestigungsvorrichtung
leicht an einer Metalldecke der Gasverteilkammer befestigt werden, beispielsweise
durch Schweißen. Dazu werden die Befestigungsvorrichtungen in korrespondierende Durchbrechungen
der Metalldecke geführt und anschließend dort versch weißt.
[0037] Wichtig ist, dass über die Öffnungen im Boden der Befestigungsvorrichtungen eine
Gaszufuhr von der Gasverteilkammer in die Spülröhrchen möglich ist.
[0038] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche
sowie den sonstigen Anmeldungsunterlagen.
[0039] Die Erfindung wird nachstehend anhand verschiedener Ausführungsbeispiele näher erläutert.
[0040] Dabei zeigen, jeweils in schematisierter Darstellung,
- Figur 1:
- einen vertikalen Längsschnitt durch einen Gasspülsteins
- Figur 2:
- einen vertikalen Längsschnitt durch eine Befestigungsvorrichtung in Verbindung mit
einer Gasverteilkammer eines Gasspülsteins.
[0041] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich alle Angaben auf die Montage
eines Gasspülsteins im Boden eines metallurgischen Gefäßes wie einer Pfanne (englisch:
ladle), bei der ein Behandlungsgas das Gasspülelement in Axialrichtung von unten nach
oben durchströmt.
[0042] Die in Figur 1 dargestellte Gasspüleinrichtung weist ein Gaszuführrohr GZ auf, das
in eine Gasverteilkammer GV am unteren (kalten) Ende des Gasspülsteins einmündet.
[0043] Am oberen Ende ist die Gasverteilkammer GV von einem Metallblech MB begrenzt. Das
Metallblech MB weist mehrere Durchbrechungen DB auf, von denen in Figur 1 vier erkennbar
sind.
[0044] Durch jede Durchbrechung DB ragt ein unteres Ende 12E einer Befestigungsvorrichtung
10. wie sie nachstehend näher beschrieben wird. Durch jede Befestigungsvorrichtung
10 verläuft ein zylinderförmiger keramischer Hohlkörper, auch Spülröhrchen SR genannt.
Jedes Spülröhrchen SR liegt mit einem unteren Ende im Bereich der Durchbrechungen
DB ein und verläuft in Axialrichtung durch ein Matrixmaterial MM des Gasspülsteins
bis zu dessen Stirnfläche ST, wobei die Stirnfläche ST im Funktionszustand des Gasspülsteins
gegen eine Metallschmelze MS anliegt.
[0045] Ein Behandlungsgas wird entsprechend über das Gaszuführrohr GZ eingeleitet, strömt
dann durch die Gasverteilkammer GV und die Durchbrechungen DB in die Spülröhrchen
SR, bevor es die Spülröhrchen SR über die Stirnfläche ST verlässt und in die Metallschmelze
MS strömt.
[0046] Dadurch, dass das Gas mehr oder weniger in einer Richtung (axial) den Gasspülstein
durchströmt kann dieser Gasspülstein als Gasspülstein mit gerichteter Porosität (englisch:
directed porosity) bezeichnet werden, obwohl das Matrixmaterial MM weitgehend gasdicht
ist.
[0047] Figur 2 zeigt eine Befestigungsvorrichtung 10 in Zusammenwirken mit dem Metallblech
MB, also der Decke der Gasverteilkammer GV.
[0048] Die Befestigungsvorrichtung 10 besteht aus einem Grundkörper 12, der mit seinem Boden
12B und einer umlaufenden Wand 12W einen zylinderförmigen Raum 12R mit einer korrespondierenden
Mittenlängsachse M definiert.
[0049] Der Boden 12B weist eine Öffnung 12O auf, deren Längsachse L mit der Mittenlängsachse
M fluchtet.
[0050] Auf dem Boden 12B liegt ein diskretes Bauteil 14 auf, welches im Wesentlichen eine
Topfform hat. Das Bauteil 14 weist eine Boden 14B auf, der auf dem Boden 12B des Grundkörpers
12 aufliegt und damit einen oberen Abschnitt des Bodens bildet. Das Bauteil 14 weist
außerdem eine Innenwand 14I und eine Außenwand 14A auf. Zwischen Innenwand 14I und
Außenwand 14A wird eine Nut 14N gebildet, die im unbelasteten Zustand (nicht dargestellt)
im Wesentlichen einen Rechteckquerschnitt besitzt.
[0051] Eine Innenflächen 14II der Innenwand 14I und eine Außenfläche 14AA der Außenwand
14A des Bauteils 14 ist durch mehrere ringförmige Rillen 14R gekennzeichnet, die untereinander
(in Axialrichtung LM) sägezahnartig verbunden sind.
[0052] Die Befestigungsvorrichtung gemäß Figur 2 ist in einem Zustand dargestellt, bei dem
ein zugehöriges Spülröhrchen SR bereits fixiert ist, und zwar mithilfe eines ringförmigen
Presskörpers 16. Der Presskörper 16 ist dadurch gekennzeichnet, dass sein radialer
Wandquerschnitt sich von einem unteren freien Ende 16U nach oben hin vergrößert, sodass
die Innenwand 14I der Nut 14N beziehungsweise des Bauteils 14 sich verformt, wenn
der Presskörper 16 in die Nut 14N gepresst wird.
[0053] Mit anderen Worten: die ringförmige Innenwand 14I, die die Nut 14N innenseitig begrenzt,
hat sich nach Einschlagen des Presskörpers 16 radial nach innen verformt und dabei
gegen die Außenwand des Spülröhrchen SR angelegt, und zwar flächig, und dieses in
der Befestigungsvorrichtung 10 sicher und gasdicht fixiert.
[0054] Um diese Verformung zu erreichen besteht das Bauteil 14 aus Messing, während der
Grundkörper 12 ein Stahlkörper ist. Unter dem Druck des Presskörpers 14 hat sich nicht
nur die Innenwand 14I des Körpers 14 verformt und ist quasi zu einer Dichtung für
das Spülröhrchen SR geworden; gleichzeitig wurde auch die Außenwand 14A des Bauteils
14 radial nach außen gedrückt und damit das Bauteil 14 im Grundkörper 12 verspannt.
[0055] Das Einschlagen (Eindrücken) des Pressstempels/Presskörpers 14 erfolgt bei diesem
Ausführungsbeispiel mithilfe eines Deckels 18, der unterhalt eines Kopfes 18K eine
axial verlaufende Verlängerung 18V mit einem Außengewinde 18A aufweist, welches mit
einem korrespondierenden Innengewinde 12I des Grundkörpers zusammenwirkt.
[0056] Kopf 18K und Verlängerung 18V weisen eine durchgehende Bohrung 18O auf, die dazu
dient, das Spülröhrchen SR spielfrei zu positionieren. Die Bohrung 18O verläuft also
im Wesentlichen konzentrisch/fluchtend zur Öffnung 12O und zu dem Freiraum, der von
der Innenwand 14I begrenzt wird..
[0057] Sobald die untere Stirnfläche 18U des Deckels 16 den Presskörper 14 erreicht hat,
wird dieser weiter nach unten in die Nut 14N gedrückt, um die gewünschte Verformung,
insbesondere der Innenwand 14I zu erreichen, bis die gewünschte Fixierung des Spülröhrchen
SR erreicht ist.
[0058] Zwischen dem Deckelkopf 18K und dem korrespondierenden oberen Rand des Grundkörpers
12 wird dann nur noch ein kleiner Spalt S (aus Toleranzgründen) bestehen, wenn der
Presskörper 16 maximal in die Nut 14N eingedrückt wurde.
[0059] Die Fixierung der Befestigungsvorrichtung 10 am Metallblech MB erfolgt entweder durch
Verschweißen (Schweißnaht V) im Bereich der Durchbrechung DB oder durch Ausbildung
korrespondierender Innen-/Außengewinde von Durchbrechung DB und Außenfläche des unteren,
verjüngten Endes 12E des Grundkörpers 12.
1. Befestigungsvorrichtung für einen zylinderförmigen keramischen Hohlkörper (SR) mit
folgenden Merkmalen in seiner Funktionsposition:
a) einem Grundkörper (12), der mit seinem Boden (12B) und einer umlaufenden Wand (12W)
einen zylinderförmigen Raum (12R) mit einer korrespondierenden Mittenlängsachse (M)
definiert,
b) der Boden (12B) weist eine Öffnung (12O) auf, deren Längsachse (L) mit der Mittenlängsachse
(M) fluchtet, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
c) der Boden (12B) weist eine ringförmige Nut (14N) auf, die sich konzentrisch um
die Öffnung (12O) herum erstreckt,
d) zumindest die der Öffnung (12O) benachbarte Innenwand (14I) der Nut (14N) besteht
aus einem unter Druck plastisch verformbaren Material,
e) einem ringförmigen Presskörper (16), dessen radialer Wandquerschnitt sich von einem
unteren freien Ende (16U) nach oben hin vergrößert, so dass die Innenwand (14I) der
Nut (14N), nachdem der Presskörper (16) in die Nut (14N) gepresst wurde, sich plastisch
verformt und dabei den Querschnitt der Öffnung (12O) verkleinert.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die ringförmige Nut (14N) im Boden
(12B) in Radialrichtung einen rechteckigen Querschnitt aufweist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die ringförmige Nut (14N) im Boden
(12B) einen, in Radialrichtung sich nach oben, zum offenen Ende hin vergrößernden
Querschnitt aufweist.
4. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die ringförmige Nut (14N) in einem
diskreten Bauteil (14) verläuft, welches einen oberen Abschnitt des Bodens (12B) bildet
und weitgehend spielfrei im Raum (12R) angeordnet ist, so dass es bei der Herstellung
der Befestigungsvorrichtung leicht in den Raum (12R) eingeführt werden kann und sobald
es seine Endposition erreicht hat, diese behält.
5. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 4, bei der das diskrete Bauteil (14) aus einem
unter Druck plastisch verformbaren Material besteht.
6. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Presskörper (16) aus einem unter
Druck plastisch verformbaren Material besteht.
7. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der das plastisch verformbare Material
ein Material aus der Gruppe ist, die folgende Materialen umfasst: Kupfer, Kupferlegierung,
Aluminium, Aluminiumlegierung, Zinn, Zinnlegierung, Zink, Zinklegierung.
8. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, mit mindestens einer umlaufenden Vertiefung
(14R) auf mindestens einer der folgenden Flächen: Innenfläche (14II) der Innenwand
(14I), Außenfläche (14AA) der Außenwand (14A).
9. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Vertiefung (14R) ein sägezahnartiges
Profil hat.
10. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, mit einem Deckel (18), der am Grundkörper
(12) befestigbar ist, und eine Deckelöffnung (18O) aufweist, die konzentrisch zur
Öffnung (12O) im Boden des Grundkörpers (12) verläuft.
11. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 10, bei der der Deckel (18) mit dem Grundkörper
(12) verschraubbar ist.
12. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 10, bei der der Deckel (18) eine in den Raum
(12R) formschlüssig einsetzbare Verlängerung (18V) aufweist, die eine axiale Bohrung
(18B) aufweist, die konzentrisch zur Deckelöffnung (12O) verläuft.
13. Feuerfester keramischer Gasspülstein mit folgenden Merkmalen in einer Funktionsposition
im Boden eines metallurgischen Gefäßes:
a) einer Gasverteilkammer (GV) am unteren Ende
b) mehreren, im Abstand zueinander angeordneten Befestigungsvorrichtungen (10) gemäß
Anspruch 1 im Bereich einer Decke (MB) der Gasverteilkammer (GV), wobei
c) jede Befestigungsvorrichtung (10) einen zylinderförmigen keramischen Hohlkörper
(SR) hält, der sich jeweils durch ein keramisches Grundmaterial (MM) des Gasspülsteins
bis zu dessen oberer Stirnfläche erstreckt.
14. Gasspülstein nach Anspruch 13, bei dem die Decke (MB) der Gasverteilkammer (GV) aus
Metall besteht und die Befestigungsvorrichtungen in Durchbrechungen (DB) dieser Decke
(MB) durch Schweißen (S) befestigt sind.
1. Securing device for a cylindrical ceramic hollow body (SR) with the following characteristics
in its operational position:
a) a base body (12) which, with its bottom (12B) and a circumferential wall (12W),
defines a cylindrical space (12R) with a corresponding central longitudinal axis (M),
b) the bottom (12B) features an opening (12O) whose longitudinal axis (L) aligns with
the central longitudinal axis (M), characterized by the following features:
c) the bottom (12B) features a ring-shaped channel (14N) which extends concentrically
around the opening (12O) .
d) at least an inner wall (14I) of the channel (14N) which is adjacent to the opening
(12O) consists of a material which is plastically ductile under the application of
pressure,
e) a ring-shaped compact (16) whose radial wall cross-section increases in size upwards
from a lower free end (16U), so that the inner wall (14I) of the channel (14N) deforms
plastically, thereby reducing the cross section of the opening (12O), after the compact
(16) is pressed into the channel (14N).
2. Securing device according to claim 1, wherein the ring shaped channel (14N) in the
bottom (12B) features a rectangular cross section in the radial direction.
3. Securing device according to claim 1, wherein the ring shaped channel (14N) in the
base (12B) features a cross section which radially enlarges upwards, towards the open
end.
4. Securing device according to claim 1, wherein the ring shaped channel (14N) extends
in a discrete element (14), which forms an upper segment of the bottom (12B) and is
arranged without any substantial play in the space (12R), so that said element (14)
can be easily inserted into the space (12R) at the assembly of the securing device,
and remains in its final position once it is reached.
5. Securing device according to claim 4, wherein the discrete element (14) is made of
a material which is plastically ductile under the application of pressure.
6. Securing device according to claim 1, wherein the compact (16) is made of a material
which is plastically ductile under the application of pressure.
7. Securing device according to claim 1, wherein the plastically ductile material is
a material which is a material from the group which comprises the following materials:
copper, copper alloys, aluminium, aluminium alloys, tin, tin alloys, zinc, zinc alloys.
8. Securing device according to claim 1 with at least one circumferential recess (14R)
on at least one of the following surfaces: inner surface (14II) of the inner wall
(14I), outer surface (14AA) of the outer wall (14A).
9. Securing device according to claim 1 wherein the recess (14R) features a saw-tooth-like
profile.
10. Securing device according to claim 1 with a lid (18) which is attachable to the base
body (12) and features a lid opening (18O) which extends concentrically to the opening
(12O) in the bottom of the base body (12).
11. Securing device according to claim 10, wherein the lid (18) and the base body (12)
can be screwed together.
12. Securing device according to claim 10, wherein the lid (18) features an extension
(18V) which can be inserted into the space (12R) in a form-fitted manner and also
features a drilling (18B) which extends concentrically to the lid opening (12O).
13. Refractory ceramic gas purging brick with the following characteristics in an operational
position in a bottom of a metallurgic vessel:
a) a gas distribution chamber (GV) at a lower end
b) multiple securing devices (10) according to claim 1 which are arranged at a distance
to each other in the area of a ceiling (MB) of the gas distribution chamber (GV),
where
c) each securing device (10) holds a cylindrical ceramic hollow body (SR), each of
which extends through a ceramic base material (MM) of the gas purging brick up to
its upper face.
14. Gas purging brick according to claim 13, wherein the ceiling (MB) of the gas distribution
chamber (GV) consists of metal and the securing devices are attached in through holes
(DB) of this ceiling (MB) by welding (S) .
1. Dispositif de fixation pour un corps creux (SR) céramique de forme cylindrique, présentant
les caractéristiques suivantes dans sa position fonctionnelle :
a) un corps de base (12), qui par son fond inférieur (12B) et une paroi (12W) circonférentielle
définit un espace (12R) de forme cylindrique avec un axe longitudinal médian (M) correspondant,
b) le fond inférieur (12B) comporte un orifice (12O) dont l'axe longitudinal (L) est
aligné sur l'axe longitudinal médian (M), caractérisé par les caractéristiques suivantes :
c) le fond inférieur (12B) comporte une rainure annulaire (14N) qui s'étend de manière
concentrique autour de l'orifice (12O),
d) au moins la paroi intérieure (14I) de la rainure annulaire (14N) qui est voisine
de l'orifice (12O) est en une matière plastiquement déformable sous pression,
e) un corps comprimé (16), annulaire dont la section transversale radiale de paroi
s'agrandit de l'extrémité (16U) libre inférieure vers le haut, de sorte qu'une fois
que le corps comprimé (16) a été pressé dans la rainure annulaire (14N), la paroi
intérieure (14I) de la rainure annulaire (14N), se déforme plastiquement et rétrécisse
ainsi la section transversale de l'orifice (12O).
2. Dispositif de fixation selon la revendication 1, sur lequel la rainure annulaire (14N)
dans le fond inférieur (12B) présente en direction radiale une section transversale
rectangulaire.
3. Dispositif de fixation selon la revendication 1, sur lequel la rainure annulaire (14N)
dans le fond inférieur (12B) présente une section transversale qui s'agrandit dans
la direction radiale vers le haut, vers l'extrémité ouverte.
4. Dispositif de fixation selon la revendication 1, sur lequel la rainure annulaire (14N)
s'écoule dans un composant discret (14), lequel forme une portion supérieure du fond
inférieur (12B) et est placé amplement sans jeu dans l'espace (12R), de sorte que
lors de la fabrication du dispositif de fixation, il puisse être facilement introduit
dans l'espace (12R) et dès qu'il a atteint sa position finale, garde cette dernière.
5. Dispositif de fixation selon la revendication 4, sur lequel le composant discret (14)
est en une matière plastiquement déformable sous pression.
6. Dispositif de fixation selon la revendication 1, sur lequel le corps comprimé (16)
est en une matière plastiquement déformable sous pression.
7. Dispositif de fixation selon la revendication 1, sur lequel la matière plastiquement
déformable est une matière du groupe qui comprend les matières suivantes : le cuivre,
un alliage de cuivre, l'aluminium, un alliage d'aluminium, le laiton, un alliage de
laiton, le zinc, un alliage de zinc.
8. Dispositif de fixation selon la revendication 1, avec au moins un creux périphérique
(14R) sur au moins l'une des surfaces suivantes : la surface intérieure (14II) la
paroi intérieure (14I), la surface extérieure (14AA), la paroi extérieure (14A).
9. Dispositif de fixation selon la revendication 1, sur lequel le creux (14R) a un profil
en dent de scie.
10. Dispositif de fixation selon la revendication 1, avec un couvercle (18), qui peut
se fixer sur le corps de base (12) et qui comporte une ouverture de couvercle (18O)
qui s'écoule de manière concentrique par rapport à l'orifice (12O) dans le fond inférieur
du corps de base (12).
11. Dispositif de fixation selon la revendication 10, sur lequel le couvercle (18) peut
se visser sur le corps de base (12).
12. Dispositif de fixation selon la revendication 10, sur lequel le couvercle (18) comporte
un prolongement (18V) insérable par complémentarité de forme dans l'espace (12R),
qui comporte un perçage axial (18B) qui s'écoule de manière concentrique par rapport
à l'ouverture de couvercle (12O).
13. Brique céramique réfractaire pour lavage au gaz, présentant les caractéristiques suivantes,
dans une position fonctionnelle dans le fond inférieur d'un contenant métallurgique
:
a) une chambre de distribution des gaz (GV) sur l'extrémité inférieure,
b) plusieurs dispositifs de fixation (10) selon la revendication 1, placés avec un
écart mutuel dans la région du fond supérieur (MB) de la chambre de distribution des
gaz (GV),
c) chaque dispositif de fixation (10) tenant un corps creux (SR) céramique de forme
cylindrique, qui s'étend respectivement à travers une matière de base (MM) céramique
de la brique pour lavage au gaz, jusqu'à la face frontale supérieure de celle-ci.
14. Brique pour lavage au gaz selon la revendication 13, sur lequel le fond supérieur
(MB) de la chambre de distribution des gaz (GV) est en métal et les dispositifs de
fixation sont fixés par soudage (S) dans des ajours (DB) dudit fond supérieur (MB).