[0001] Die Erfindung betrifft einen Wäschetrockner mit einer in einem Gehäuse drehbar gelagerten
Trommel, einer mit einer Tür verschließbaren Beschickungsöffnung sowie einem Gebläse
und einer Heizeinrichtung zur Erzeugung eines Prozessluftstromes, der über einen Wärmetauscher
strömt, dem ein von außen über eine in der Frontwand des Gehäuses angeordneten Revisionsklappe
zugänglicher Filtereinsatz im Strömungskanal vorgeschaltet ist, wobei der Filtereinsatz
aus einem Filterblock mit zwei Filterschichten besteht.
[0002] Aus dem Stand der Technik gemäß der
EP 2 455 537 ist ein Filtereinsatz aus einem wenigstens aus einer Filterschicht bestehender Filterblock
bekannt, der mit einer im Strömungskanal angeordneten Montage- oder Einsetzhilfe zusammenwirkt.
Die Montage- oder Einsetzhilfe besteht aus im Strömungskanal angeordneten Zapfen zur
Bereitstellung einer Zapfenführung, die mit einem den Filterblock aufnehmenden Träger
im eingesetzten Zustand des Filterblocks zusammenwirkt. Aufgrund dieser Ausbildung
besteht die Möglichkeit, dass zum Reinigen zunächst nach Öffnen der Revisionsklappe
der als Filterblock ausgebildete Filtereinsatz an dem Träger aus dem Strömungskanal
herausgenommen werden kann, um ihn zu reinigen, damit er dann anschließend wieder
auf die Zapfen mit dem Träger in den Strömungskanal eingesetzt werden kann.
[0003] Jedoch wird dieser Filtereinsatz nicht dem Funktionsbetrieb eines Wärmepumpentrockners
gerecht. Ein Herausnehmen der beiden Wärmetauscher zum Reinigen, die zum Abscheiden
der Feuchtigkeit aus der Prozessluft und zum Erwärmen der Prozessluft dienen, ist
hierbei unmöglich. Für die einwandfreie Funktion des Gerätes ist es jedoch zwingend
erforderlich, dass die Wärmetauscher in jeder Hinsicht frei von Ablagerungen bleiben.
Aus diesem Grund sind die Anforderungen an die Flusenfiltereinrichtung und hier insbesondere
an den Filtereinsatz, der im Strömungskanal in einem Wärmepumpentrockner angeordnet
ist, viel höher als in einem Abluft- oder Kondensattrockner. Die Flusenfilterung eines
Wärmepumpentrockners ist daher wesentlich aufwendiger aufgebaut als die in einem Abluft-
oder Kondensattrockner.
[0004] Die Geräte weisen neben den herkömmlichen Siebebenen eine oder mehrere Tiefenfilterebenen
auf. Der Tiefenfilter ist hierbei meist vor dem Wärmetauscher angeordnet und besteht
aus einem retikulierten Polyurethanschaum. Der Tiefenfiltereinsatz besteht hierbei
aus zwei Filterschichten, wobei die Erste, eine dünne feinporige Tiefenfilterschicht
umfasst, wobei die zweite Schicht - der Stützblock - aus einem grobporigen Polyurethanschaum
besteht, die neben einer Dicht- und Stützfunktion auch eine zusätzliche Abdichtung
zum Filtergehäuse darstellt. Die beiden Schichten sind hierbei mittels eines Klebers
fest verbunden.
[0005] Um die einwandfreie Funktion des Wäschetrockners sicherzustellen, muss der Tiefenfiltereinsatz
in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Der Tiefenfiltereinsatz kann entweder
abgesaugt oder ausgewaschen werden, d. h. dass entweder ein Staubsauger oder ein Waschbecken
in der Nähe vom Wäschetrockner sein muss, was nicht immer der Fall ist. Das Verkleben
der beiden Filterschichten ist sehr kostenintensiv, wobei durch die Verklebung der
beiden Schichten sich die freie Filterfläche verringert, was zudem den Prozessluftstrom
nicht negativ unwesentlich beeinträchtigt.
[0006] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, einen Filtereinsatz für einen Wäschetrockner
und hier insbesondere für einen Wärmepumpentrockner derart weiterzubilden, der die
geschilderten Nachteile überwindet, wobei andererseits der Filtereinsatz eine wesentlich
verbesserte Handhabung für den Benutzer bereitstellen soll.
[0007] Erfindungsgemäß wird dieses Problem mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst,
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den
nachfolgenden Unteransprüchen.
[0008] Die mit der Erfindung erreichten Vorteile bestehen darin, dass aufgrund der Neugestaltung
eine wesentlich einfachere Handhabung beim Reinigen des Filtereinsatzes für den Benutzer
besteht. Zudem ergibt sich daraus eine Kostenersparnis in der Produktion, weil die
aufwendige Herstellung durch ein Verkleben der Filterschichten völlig entfällt.
[0009] Die Neuerung besteht nun darin, dass die erste feinporige Schicht eines Doppelfilters
durch ein Filtervlies ersetzt wird. Die zweite Schicht (der Stützblock) bleibt weiterhin
unverändert bestehen. Das Filtervlies ist ein PET-Vlies, welches als Matte einfach
auf den Stützblock aufgelegt ist. Die aufwendige Verklebung ist nicht mehr erforderlich,
da die Vliesmatte, ähnlich wie bei einem Klettverschluss, auf dem Stützblock haften
bleibt. Im Reinigungsfall wird die verschmutzte Vliesmatte einfach entfernt und durch
eine neue, saubere Vliesmatte ersetzt. Die Reinigung kann dadurch sehr schnell und
einfach durchgeführt werden. Die Vliesmatte als solches wird hierbei mittels Stanzen
hergestellt, so dass dadurch die Produktionskosten auf ein Minimum reduziert werden
können.
[0010] Gemäß der Erfindung wird daher vorgeschlagen, dass die zwei Filterschichten voneinander
trennbar angeordnet sind, wobei eine der Filterschichten zur Reinigung und / oder
Entsorgung ersetzbar ist. Hierbei handelt es sich um die erste zum Prozessluftstrom
weisende Filterschicht, die hier gereinigt oder entsorgt werden kann.
[0011] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die erste Filterschicht
ein Filtervlies, welches lösbar auf der zweiten Filterschicht, einen grobporigen Schaum
umfassenden Stützblock, angeordnet ist. Hierbei umfasst die erste Filterschicht in
vorteilhafter Weise ein PET-Vlies. Das PET-Vlies besteht aus einer Matte, welche auf
die den Stützblock bildende zweite Filterschicht auflegbar ist.
[0012] In Weiterbildung der Erfindung liegt die aufgelegte PET-Vliesmatte auf dem Stützblock
selbsthaftend.
[0013] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wirkt die aufgelegte
PET-Vliesmatte mit einem Sensor zur Signalisierung des Verschmutzungsgrades zusammen.
In Weiterbildung der Erfindung lässt sich in kostengünstiger Weise die PET-Vliesmatte
mittels eines Stanzwerkzeuges herstellen.
[0014] Die Erfindung betrifft auch in gleicher Weise einen Filtereinsatz für einen Wäschetrockner
nach einem oder mehreren der vorbeschriebenen Merkmale.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1
- eine perspektivische Darstellung eines Wäschetrockners mit geöffneter Revisionsklappe,
wobei in explosionsartiger Darstellung der Filtereinsatz aus dem Strömungskanal herausgezogen
ist und
- Figur 2
- eine Einzeldarstellung des Filtereinsatzes, ebenfalls in perspektivischer Darstellung.
[0016] Die Figur 1 zeigt einen Wäschetrockner 1 mit einer in einem Gehäuse 2 drehbar gelagerten
Trommel, die mit einer Tür 3 verschlossen werden kann. In der Frontwand 4 des Gehäuses
2 ist eine Revisionsklappe 5 vorgesehen für den Zugang zu einem Filtereinsatz 6. Wie
insbesondere aus der Figur 2 ersichtlicht ist, verfügt der Filtereinsatz 6 hierbei
über ein Griffelement 7 und dessen Funktionsweise, wie dieses in der
EP 2 455 537 detailliert beschrieben wird.
[0017] Dabei verfügt der Filtereinsatz 6 über zwei Filterschichten 8 und 9, die voneinander
trennbar an dem Griffelement 7 angeordnet sind. Dabei ist die erste, zum Prozessluftstrom
weisende Filterschicht 8 ersetzbar ausgebildet. Ist also ein gewisser Flusenkuchen
auf der Filterschicht 8 vorhanden, wird dieser entsprechend mit der Filterschicht
8 von der Filterschicht 9 getrennt und entsorgt oder aber es kann auch eine Reinigung
dieser ersten Filterschicht 8 erfolgen.
[0018] Dabei umfasst die erste Filterschicht 8 ein Filtervlies, welches lösbar auf der zweiten
Filterschicht 9 - einem grobporigen Schaum umfassenden Stützblock - angeordnet ist.
In vorteilhafter Weise umfasst hierbei die erste Filterschicht 8 ein PET-Vlies. Das
PET-Vlies besteht hierbei aus einer Matte, welche auf die den Stützblock bildende
zweite Filterschicht 9 einfach aufgelegt wird.
[0019] Wie bereits oben beschrieben wird hierzu einfach das Griffelement 7 aus dem Filtereinsatz
6 herausgelöst, so dass dann auf dem Stützblock das PET-Vlies einfach entfernt oder
aufgelegt werden kann. In vorteilhafter Weise liegt das PET-Vlies wie ein Klettverschluss
auf dem Stützblock auf. Mit der aufgelegten PET-Vliesmatte wirkt ein Sensor zusammen,
der bei einem entsprechenden Verschmutzungsgrad signalisiert, dass ein Wechsel der
PET-Vliesmatte vorzunehmen ist. Die PET-Vliesmatte als solches kann hierbei in kostengünstiger
Weise mittels eines ebenfalls nicht näher dargestellten Stanzwerkzeuges hergestellt
werden.
Bezugszeichenliste:
[0020]
01. Wäschetrockner
02. Gehäuse
03. Tür
04. Frontwand
05. Revisionsklappe
06. Filtereinsatz
07. Griffelement
08. Filterschicht
09. Filterschicht
1. Wäschetrockner (1) mit einer in einem Gehäuse (2) drehbar gelagerten Trommel, einer
mit einer Tür (3) verschließbare Beschickungsöffnung sowie einem Gebläse und einer
Heizeinrichtung zur Erzeugung eines Prozessluftstromes, der über einen Wärmetauscher
strömt, dem ein von außen über eine in der Frontwand (4) des Gehäuses (2) angeordneten
Revisionsklappe (5) zugänglicher Filtereinsatz (6) im Strömungskanal vorgeschaltet
ist, wobei der Filtereinsatz (6) aus einem Filterblock mit zwei Filterschichten (8)
und (9) besteht,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zwei Filterschichten (8) und (9) voneinander trennbar angeordnet sind, wobei
eine der Filterschichten (8) zur Reinigung und/oder Entsorgung ersetzbar ist.
2. Wäschetrockner nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste zum Prozessluftstrom weisende Filterschicht (8) ersetzbar ist.
3. Wäschetrockner nach Anspruch 2
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Filterschicht (8) ein Filtervlies umfasst, welches lösbar auf der zweiten
Filterschicht (9), einen grobporigen Schaum umfassenden Stützblock angeordnet ist.
4. Wäschetrockner nach Anspruch 3
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Filterschicht (8) ein PET-Vlies umfasst.
5. Wäschetrockner nach Anspruch 4
dadurch gekennzeichnet,
dass das PET-Vlies aus einer Matte besteht, welche auf die den Stützblock bildende zweite
Filterschicht (9) auflegbar ist.
6. Wäschetrockner nach Anspruch 5
dadurch gekennzeichnet,
dass die aufgelegte PET-Vliesmatte auf dem Stützblock selbsthaftend liegt.
7. Wäschetrockner nach Anspruch 6
dadurch gekennzeichnet,
dass die aufgelegte PET-Vliesmatte auf dem Stützblock klettverschlussartig liegt.
8. Wäschetrockner nach Anspruch 7
dadurch gekennzeichnet,
dass die aufgelegte PET-Vliesmatte mit einem Sensor zur Signalisierung des Verschmutzungsgrades
zusammenwirkt.
9. Wäschetrockner nach Anspruch 8
dadurch gekennzeichnet,
dass die PET-Vliesmatte mittels eines Stanzwerkzeugs hergestellt ist.
10. Filtereinsatz (6) für einen Wäschetrockner (1) nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 9.