Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft System mit Pfostenprofil, Schwelle und Schwellenhalter, auch
Schwellenverbinder genannt. Die Schwelle weist einen als Hinterschneidung ausgebildeten
Wirbelkanal und das Pfostenprofil insbesondere einen T- oder L-förmigen Querschnitt
auf.
[0002] Schwellenhalter gemäß der vorliegenden Erfindung dienen zum Verbinden eines Pfostenprofils,
insbesondere eines Setzpfostens mit etwa T-förmigem oder eines Pfostens mit etwa L-förmigem
Querschnitt, an einem Schwellenprofil, wobei das Schwellenprofil eine nicht ebene
Oberfläche aufweist. Ein T-förmiges Pfostenprofil ist regelmäßig ein mittlerer Holm
und ein L-förmiges Pfostenprofil ein seitlicher Holm eines Türrahmens.
[0003] Grundsätzlich werden im Stand der Technik zwei unterschiedliche Methoden zum Verbinden
von Pfostenprofilen mit derartigen Schwellen eingesetzt: bei der ersten Methode wird
die Stirnfläche des Pfostenprofils so gefräst, dass sie exakt der Oberflächenkontur
des Schwellenprofils entspricht. Bei der zweiten Methode wird die Stirnfläche des
Pfostenprofils in der Regel senkrecht abgelängt und mithilfe eines Schwellenhalters
bzw. Schwellenverbinders mit dem Schwellenprofil verbunden, wobei der Schwellenhalter
die unebene Oberflächenkontur der Schwelle wenigstens in Teilbereichen ausgleicht.
Die Erfindung betrifft ein System der zuletzt genannten Art.
Stand der Technik
[0004] Aus der
EP 2 058 468 A2 bzw.
DE 37 27 663 A1 ist ein Schwellenverbinder für ein System mit einer Schwelle, die einen Wirbelkanal
aufweist, und einem Pfostenprofil bekannt. Bei diesem System muss bei der Schwelle
in dem Bereich, in dem der Pfosten mit der Schwelle verbunden wird, der Wirbelkanal
passgenau entfernt werden bzw. es muss eine Schwelle verwendet werden, deren Wirbelkanal
nicht einstückig mit dem Schwellengrundkörper verbunden ist. Zudem muss die Schwelle
auf ihrer Oberseite eine ebene Fläche bilden. Für übliche Schwellen mit schräg verlaufender
Außentrittfläche und/oder gegenüber der Außentrittfläche erhöht angeordneter Innentrittfläche
ist diese Art der Schwellenverbindung ungeeignet.
[0005] Aus der
EP 0 304 592 B1 ist ein gattungsgemäßes System mit einer Schwelle, einem Pfostenprofil und einem
Schwellenhalter bekannt. Zur Abdichtung des Schwellenhalters gegenüber der Oberseite
der Schwelle muss bei derartigen Systemen in der Regel eine Silikonabdichtung oder
eine dauerelastische Dichtung eingesetzt werden. Die Abdichtung des Schwellenhalters
gegenüber dem Wirbelkanal ist hierbei allerdings entweder sehr aufwendig oder unzureichend.
[0006] Aus der
DE 94 20 726 U1 ist ein System mit einem Schwellenhalter für Türrahmen zur Befestigung eines Rahmenprofils
an der Türschwelle bekannt, bei dem ebenfalls eine Schwelle mit Wirbelkanal und ein
Schwellenhalter eingesetzt wird, dessen Vorderkante eine Form aufweist, die der Form
des Wirbelkanals weitgehend entspricht. Die Vorderkante des Schwellenhalters ist dabei
so ausgelegt, dass sie mit der spezifisch hierfür ausgebildeten Nut der Türschwelle
einrastbar und damit positionierbar ist. Diese Konstruktion bedingt eine sehr spezielle
Ausbildung des Wirbelkanals der Schwelle, zudem erfordert eine Abdichtung zwischen
Schwellenverbinder und Schwelle im Bereich des Wirbelkanals zusätzliche aufwendige
Maßnahmen. Eine ähnliche Konstruktion ist auch aus der
DE 198 53 528 A1 bekannt.
Aufgabe
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein gattungsgemäßes System zur Verfügung
zu stellen, das effizient in der Herstellung und Montage und insbesondere im Bereich
des Wirbelkanals dicht in der Ausführung ist sowie die genannten Nachteile des Standes
der Technik vermeidet.
Darstellung der Erfindung
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein System nach Anspruch 1 bzw. durch die
Verwendung eines solchen Systems nach Anspruch 8, jeweils bevorzugt zusammen mit einem
oder mehreren der Merkmale der Unteransprüche.
[0009] Die für die Erfindung eingesetzte Schwelle weist eine innenseitige Trittfläche, eine
gegenüber der innenseitigen Trittfläche abgesenkte außenseitige, insbesondere nach
außen mit geringer Neigung schräg abfallende, jedoch weitgehend ebene Trittfläche
und einen als Hinterschneidung ausgebildeten Wirbelkanal zwischen der innenseitigen
und der außenseitige Trittfläche auf. Bevorzugt wird die Schwelle mehrteilig ausgeführt
mit einem Grundkörper aus thermoplastischem Kunststoff, der zur Rauminnenseite ausgerichtet
ist, und einem hiermit verrasteten, die außenseitige Trittfläche bildenden Aluminiumprofil
sowie einem Abdeckprofil aus Kunststoff oder Metall, das die innenseitige Trittfläche
bildet.
[0010] Die Vorderkante des Schwellenhalters ist erfindungsgemäß weichelastisch ausgebildet.
Dieses kann, soweit der Schwellenhalter aus thermoplastischem Kunststoff im Spritzgussverfahren
hergestellt wird, beispielsweise durch eine einstückig angespritzte Dichtlippe aus
weichelastischem Kunststoff, beispielsweise TPE, erfolgen. Alternativ kann aber vorteilhaft
eine aufgeklebte oder in sonstiger Weise aufgebrachte Dichtung aus Moosgummi oder
ähnlichem Material eingesetzt werden. In besonders vorteilhafter Weise wird eine offenzellige
Schaumstoffschicht, besonders bevorzugt eine Moosgummi-Dichtung, eingesetzt, die die
Unterseite des Schwellenhalters abdeckt und um die Vorderkante des Schwellenhalters
geführt wird. Sie kann ggf. auch die Oberseite des Schwellenhalters vollflächig oder
in Teilbereichen abdecken.
[0011] Der Schwellenhalter weist an seiner Unterseite wenigstens einen Montagenocken und
die Schwelle im Bereich der außenseitigen Trittfläche wenigstens eine hierzu korrespondierende
Bohrung auf. Der bzw. die Montagenocken und die hierzu korrespondierende (n) Bohrung(en)
sind dabei so konzipiert, dass bei der Montage die weichelastische Vorderkante des
Schwellenhalters dichtend in den Wirbelkanal gepresst wird.
[0012] Um das dichtende Verpressen der weichelastischen Vorderkante des Schwellenhalters
in den Wirbelkanal zu bewirken, sind die Montagenocken beispielsweise schräg angebracht,
weisen eine schräge Kante auf oder am Ende eine entsprechende Fase.
[0013] Zur Montage des Schwellenhalters wird dieser im spitzen Winkel zur außenseitigen
Trittfläche angesetzt, wobei die weichelastisch ausgebildete Vorderkante in den Wirbelkanal
ragt. Der Schwellenhalter wird anschließend in Richtung der außenseitigen Trittfläche
geschwenkt, wobei der wenigstens eine Montagenocken in die wenigstens eine hierzu
korrespondierende Bohrung in der außenseitigen Trittfläche eingeführt wird. Dabei
wird die weichelastische Vorderkante des Schwellenhalters dichtend in den Wirbelkanal
gepresst. Eine zusätzliche Abdichtung mit pastösen Dichtstoffen wie Silikon ist zwar
möglich, aber in der Regel nicht erforderlich.
[0014] Soweit der erfindungsgemäß eingesetzte Schwellenhalter zur Montage eines am Ende
der Schwelle mit dieser zu verbindenden L-förmigen Blendrahmenprofils als Pfostenprofil
verwendet werden soll, weist der Schwellenhalter bevorzugt einen Grundkörper und eine
senkrecht zum Grundkörper ausgerichtete Befestigungslasche auf, wobei der Grundkörper
des Schwellenhalters so ausgebildet und an dem Schwellengrundkörper befestigbar ist,
dass der Schwellengrundkörper bündig mit der Schwelle abschließt.
[0015] Die Befestigungslasche liegt bei dieser bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
bei aufgesetztem Pfosten- bzw. Blendrahmenprofil so zwischen zwei Raststegen an dem
Pfostenprofilrücken an, dass das Pfostenprofil mit seinen Raststegen wenigstens weitgehend
bündig mit der Schwelle abschließt. Mit "weitgehend bündig" ist gemeint, dass das
Blendrahmenprofil mit seinen Raststegen zwar um bis zu 1 mm vor- oder überstehen kann,
aber im Wesentlichen bündig mit der Schwelle abschließt.
[0016] Der bündige Abschluss von Schwelle, Schwellenhalter und Pfostenprofilrücken hat den
Vorteil, dass Schwelle, Verbreiterungen und Bodeneinstandsprofile, die üblicherweise
unterhalb der Schwelle eingesetzt werden, auf eine einheitliche Länge zugeschnitten
werden können. Das vereinfacht die Herstellung wesentlich.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie der Zeichnung
näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1
- die Oberseite des Schwellenhalters in perspektivischer Ansicht (Beispiel 1);
- Fig. 2
- die Unterseite des Schwellenhalters in perspektivischer Ansicht (Beispiel 1);
- Fig. 3
- eine Extrusionszeichnung des erfindungsgemäßen Systems vor der Montage (Beispiel 1);
- Fig. 4
- eine räumliche Ansicht des Schwellenhalters bei der Montage (Beispiel 1);
- Fig. 5
- den Querschnitt a-a gemäß Fig. 6 (Beispiel 1);
- Fig. 6
- eine Ansicht des Schwellenhalters während der Montage gemäß Fig. 4 von oben (Beispiel
1);
- Fig. 7
- die Unterseite des Schwellenhalters mit Moosgummi-Dichtung (Beispiel 1);
- Fig. 8
- eine räumliche Ansicht des Schwellenhalters bei der Montage (Beispiel 2);
- Fig. 9
- eine weitere räumliche Ansicht des Schwellenhalters bei der Montage (Beispiel 2);
- Fig. 10
- einen Querschnitt des Schwellenhalters bei der Montage (Beispiel 2);
- Fig. 11
- die Oberseite des Schwellenhalters in perspektivischer Ansicht (Beispiel 2);
- Fig. 12
- die Unterseite des Schwellenhalters in perspektivischer Ansicht (Beispiel 2);
- Fig. 13
- eine Extrusionszeichnung des erfindungsgemäßen Systems vor der Montage (Beispiel 2).
Wege zur Ausführung der Erfindung
Beispiel 1
[0018] Bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein erfindungsgemäßer Schwellenhalter
10 zur Montage eines T-förmigen Setzpfostens eingesetzt. Der erfindungsgemäße Schwellenhalter
10 ist in den Fig. 1 und 2 in räumlicher Ansicht, in Fig. 1 schräg von oben und in
Fig. 2 schräg von unten, dargestellt.
[0019] Mit Bezugszeichen 23 ist die zentrale Bohrung zur Verschraubung des Schwellenhalters
10 auf der Schwelle 1 gekennzeichnet. Auf der Unterseite 12 ist im Randbereich eine
einstückig angespritzte weichelastische, aus TPE-Material bestehende Dichtung 22 angedeutet.
Alternativ hierzu wird eine Moosgummi-Dichtung 22a eingesetzt, wie sie in Fig. 7 dargestellt
ist. Die Moosgummi-Dichtung 22a gemäß Fig. 7 bedeckt nahezu vollflächig die gesamte
Unterseite 12 und ist im Bereich der Vorderkante 13 um diese herumgeführt. Sie bildet
damit zugleich die elastische Vorderkante 13 des Schwellenhalters 10.
[0020] Soweit alternativ mit einer angespritzten Dichtung aus weichelastischem thermoplastischem
Kunststoff, insbesondere TPE gearbeitet wird, ist die Vorderkante 13 des Schwellenhalters
10 ebenfalls aus diesem Material geformt (Fig. 2).
[0021] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden zwei Montagenocken 14 verwendet,
die an ihrem Ende eine entsprechende Fase aufweisen, so dass beim bestimmungsgemäßen
Einführen der Montagenocken 14 in die entsprechend angeordneten Bohrungen 15 auf der
außenseitigen Trittfläche 4 der Schwelle 1 ein entsprechender Druck in Richtung zur
Rauminnenseite 19 ausgeübt wird, so dass die elastische Vorderkante 13 dichtend in
den Wirbelkanal 8 gepresst wird (Fig. 4 und Fig. 5).
[0022] Auf der Oberseite 11 des Schwellenhalters 10 sind einige etwa senkrecht nach oben
abstehende Laschen angeformt, die in die Hohlkammern des T-förmig ausgebildeten Pfostenprofils
9 eingreifen. Sie ermöglichen ein zentriertes Aufsetzen des Postenprofils 9 auf den
Schwellenhalter 10 und erhöhen die Torsionssteifigkeit der Verbindung zwischen Schwellenhalter
10 einerseits und Pfostenprofil 9 andererseits.
[0023] Die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel eingesetzte Schwelle 1 weist eine innenseitige
Trittfläche 7, eine gegenüber der innenseitigen Trittfläche 7 abgesenkte außenseitige
Trittfläche 4 aus Aluminium und einen als Hinterschneidung ausgebildeten Wirbelkanal
8 auf. Die Schwelle 1 ist mehrteilig ausgeführt mit einem den Schwellengrundkörper
2 bildenden Kunststoffprofil 5, der zur Rauminnenseite 19 ausgerichtet ist, und einem
hiermit verrasteten, die außenseitige Trittfläche 4 bildenden Aluminiumprofil 3 sowie
einem Deckelprofil 6 aus Kunststoff, das die innenseitige Trittfläche 7 bildet. Zwischen
der innenseitigen Trittfläche 7 und der außenseitigen Trittfläche 4 ist der Wirbelkanal
8 ausgebildet. Die außenseitige Trittfläche 4 verläuft mit geringer Neigung zur Wetterseite
20 hin abfallend.
[0024] Zur Montage des Schwellenhalters 10 wird dieser im spitzen Winkel so zur Schwelle
1 positioniert, dass die elastische Vorderkante 13 in den Wirbelkanal 8 eingreift.
Bei der anschließenden Schwenkbewegung (s. Fig. 5) greifen die Montagenocken 14 in
die beiden Bohrungen 15 ein. Die Klemmpassung bewirkt neben der dichten Verpressung
der elastischen Vorderkante im Wirbelkanal 8 zugleich, dass der Schwellenhalter 10
in der endgültigen Position gegenüber der Schwelle 1 positioniert bleibt. Somit kann
die Schraube 18 ohne zusätzliche Fixierung des Schwellenhalters 10 auf der Schwelle
1 durch die Bohrung 23 des Schwellenhalters 10 in die Bohrung 24 der Schwelle 1 eingedreht
werden. Hierbei wird die Dichtung 22 bzw. 22a soweit verpresst, dass eine hermetische
Abdichtung zwischen der Unterseite 12 des Schwellenhalters 10 mit der außenseitigen
Trittfläche 4 der Schwelle 1 erfolgt. Nach der Montage des Schwellenhalters 10 bildet
dessen Oberseite 11 zusammen mit der innenseitigen Trittfläche 7 der Schwelle 1 eine
nahezu ebene Fläche.
[0025] Im Anschluss an die Montage des Schwellenhalters 10 wird das Pfostenprofil 9 auf
den Schwellenhalter 10 bzw. zur Rauminnenseite 19 hin gesehen auf die innenseitige
Trittfläche 7 aufgesetzt und mit Hilfe der beiden Schrauben 17, die durch entsprechende
Bohrungen der Schwelle 1 (in den Zeichnungen nicht dargestellt), die Bohrung 16 des
Schwellenhalters 10 in die Schraubkanäle 25 geschraubt, wobei eine feste, torsionssteife
Verbindung erreicht wird. Soweit die Oberseite 11 des Schwellenhalters 10 ebenfalls
eine weichelastische Dichtung 21 aufweist, wird der entsprechende Stirnflächenbereich
des Pfostenprofils 9 gegenüber dem Schwellenhalter 10 ebenfalls abgedichtet.
Beispiel 2
[0026] Im zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung wird ein erfindungsgemäßer Schwellenhalter
40 zur Montage eines L-förmigen Pfostenprofils 30 eingesetzt. Bei dem Pfostenprofil
30 handelt es sich um ein handelsübliches Blendrahmenprofil mit Stegen 31 auf der
Blendrahmenrückseite (Mauerwerksanschluss). Der in diesem Ausführungsbeispiel verwendete
Schwellenhalter 40 weist im Gegensatz zu dem in Ausführungsbeispiel 1 eingesetzten
Schwellenhalter 10 seitlich eine Befestigungslasche 41 auf, die zwischen die Raststege
31 des Pfostenprofilrückens einführbar ist und für die zentrierte Montage dient.
[0027] Der in Beispiel 2 eingesetzte Schwellenhalter 40 ist in Fig. 11 von der Oberseite
45 und in Fig. 12 von der Unterseite 46 in perspektivischer Ansicht dargestellt. Er
ist im Spritzgussverfahren aus glasfaserverstärktem Kunststoff mit angespritzten weichelastischen
Dichtungen 43, 44 hergestellt. Die weichelastische Dichtung 43 auf der Oberseite ist
- wie die weichelastische Dichtung 44 auf der Unterseite - jeweils nur in Teilbereichen
vorhanden, wobei die Bereiche mit Dichtung auf der Oberseite 45 des Schwellenhalters
40 mit den Hohlkammern des Pfostenprofils 30 korrespondieren. Die Vorderkante 47 des
Schwellenhalters 40 ist ebenfalls mit weichelastischem Material versehen.
[0028] Die in den Fig. 8 bis 10 und 13 dargestellte Schwelle 1 entspricht der in Ausführungsbeispiel
1 eingesetzten Schwelle. Auf der außenseitigen Trittfläche sind zwei Bohrungen 15
angebracht, die in ihrer Lage und ihrem Abstand den Montagenocken 48 des Schwellenhalters
40 entsprechen. Im Schnitt gemäß Fig. 10 und in der Unteransicht in Fig. 12 ist gut
zu erkennen, dass die Montagenocken 48 am Ende eine größere Fase 49 aufweisen, die
dazu dienen, beim Einführen der Montagenocken 48 in die Bohrungen 15 den Schwellenhalter
40 mit der Vorderkante 47 in den Wirbelkanal 8 der Schwelle 1 zu pressen und hier
eine Abdichtung sicherzustellen.
[0029] Zur Montage des Schwellenhalters 40 wird dieser im spitzen Winkel so zur Schwelle
1 positioniert, dass die weichelastische Vorderkante 47 in den Wirbelkanal 8 eingreift.
Bei der anschließenden Schwenkbewegung (Fig. 8 bis 10) greifen die Montagenocken 48
in die beiden Bohrungen 15 der Schwelle 1 ein. Die Klemmpassung bewirkt neben der
abdichtenden Verpressung der elastischen Vorderkante im Wirbelkanal 8 zugleich, dass
der Schwellenhalter 40 in der endgültigen Position gegenüber der Schwelle 1 positioniert
bleibt. Wie insbesondere in Fig. 13 zu erkennen, schließt der Schwellenhalter 40 mit
seiner laschenseitigen Außenkante bündig mit der Schwelle 1 ab (Fluchtlinie 34). Nach
dem klemmenden Aufsetzen des Schwellenhalters 40 auf die Schwelle 1 wird der Schwellenhalter
40 von der Oberseite 45 mittels der beiden Schrauben 18 endgültig befestigt. Für die
Montage des Pfostenprofils 30 wird ein zusätzlicher Klotz 32 verwendet, der in die
Hohlkammer 33 des Pfostenprofils 30 vor der Montage eingeführt und quer zur Längsachse
des Pfostenprofils 30 mit diesem verschraubt wird (in den Fig. nicht dargestellt).
Das Pfostenprofil 30 wird anschließend so auf den Schwellenhalter 40 und die Schwelle
1 aufgesetzt, dass die Befestigungslasche 41 in den Zwischenraum zwischen den Stegen
31 des Pfostenprofilrückens eingreift und der Pfostenprofilrücken ebenfalls bündig
mit der Schwelle 1 abschließt. Anschließend wird das Pfostenprofil mit eingesetztem
Klotz 32 durch die Schrauben 17, die durch nicht dargestellte Bohrungen in der Schwelle
1 und die Bohrungen 50 im Schwellenhalter geführt werden, mit der Schwelle 1 verschraubt.
[0030] Die in Fig. 13 dargestellte bündige Montage vom Pfostenprofil 30, Schwellenhalter
40 und Befestigungslasche 41 sowie Schwelle 1 vereinfacht die Herstellung, da Zusatzprofile,
die üblicherweise unterhalb der Schwelle montiert werden, auf die gleiche Länge zugeschnitten
werden können wie die Schwelle selbst.
Legende
[0031]
- 1
- Schwelle
- 2
- Schwellengrundkörper
- 3
- Aluminiumprofil
- 4
- außenseitige Trittfläche
- 5
- Kunststoffprofil
- 6
- Deckelprofil (Abdeckung)
- 7
- innenseitige Trittfläche
- 8
- Wirbelkanal
- 9
- Pfostenprofil
- 10
- Schwellenhalter
- 11
- Oberseite
- 12
- Unterseite
- 13
- Vorderkante
- 14
- Montagenocken
- 15
- Bohrung Schwelle (korrespondierend zu Montagenocken)
- 16
- Bohrung Schwellenhalter (korrespondierend zu Schraubkanälen)
- 17
- Schrauben (korrespondierend zu Schraubkanälen)
- 18
- Schraube (Schwellenhalter)
- 19
- Rauminnenseite
- 20
- Wetterseite
- 21
- weichelastische Dichtung (Oberseite)
- 22, 22a
- weichelastische Dichtung (Unterseite)
- 23
- Bohrung Schwellenhalter
- 24
- Bohrung Schwelle für Schraube 18
- 25
- Schraubkanäle Pfostenprofil
- 30
- Pfostenprofil (Blendrahmenprofil)
- 31
- (Rast-)Stege Pfostenprofilrücken
- 32
- Klotz
- 33
- Hohlkammer
- 34
- Fluchtlinie
- 40
- Schwellenhalter
- 41
- Befestigungslasche
- 42
- Grundkörper
- 43
- weichelastische Dichtung (Oberseite)
- 44
- weichelastische Dichtung (Unterseite)
- 45
- Oberseite
- 46
- Unterseite
- 47
- Vorderkante
- 48
- Montagenocken
- 49
- Fase
- 50
- Bohrungen Schwellenhalter
1. System umfassend eine Schwelle (1), ein Pfostenprofil (9, 30) und einen Schwellenhalter
(10, 40),
- wobei die Schwelle (1) eine innenseitige Trittfläche (7), eine gegenüber der innenseitigen
Trittfläche (7) abgesenkte außenseitige Trittfläche (4) und einen als Hinterschneidung
ausgebildeten Wirbelkanal (8) aufweist, und
- wobei der Schwellenhalter (10, 40) eine Unterseite (12, 46), eine Oberseite (11,
45) und eine der Form des Wirbelkanals (8) der Schwelle (1) entsprechende Vorderkante
(13, 47) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Schwellenhalter (10, 40) an seiner Unterseite (12, 46) wenigstens einen Montagenocken
(14, 48) und die Schwelle (1) im Bereich der außenseitigen Trittfläche (4) wenigstens
eine hierzu korrespondierende Bohrung (15) aufweist, und dass
- die Vorderkante (13, 47) des Schwellenhalters (10, 40) weichelastisch ausgebildet
ist.
2. System nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Montagenocken (14, 48) und die wenigstens eine hierzu korrespondierende
Bohrung (15) so ausgebildet sind, dass bei bestimmungsgemäßer Montage des Schwellenhalters
(10, 40) auf der außenseitigen Trittfläche (4) durch
- Ansetzen des Schwellenhalters (10, 40) im spitzen Winkel zur außenseitigen Trittfläche
(4), wobei die weichelastisch ausgebildete Vorderkante (13, 47) in den Wirbelkanal
(8) ragt,
- Schwenken des Schwellenhalters (10, 40) in Richtung der außenseitigen Trittfläche
(4) und
- Einführen des wenigstens einen Montagenockens (14, 48) in die wenigstens eine hierzu
korrespondierende Bohrung (15) die weichelastisch Vorderkante (13, 47) des Schwellenhalters
(10, 40) dichtend in den Wirbelkanal (8) gepresst wird.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwellenhalter (10, 40) auf seiner Ober- und/oder Unterseite (11, 45, 12, 46)
eine weichelastische Dichtung (21, 22, 43, 44) aufweist.
4. System nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die weichelastische Dichtung (21, 22, 43, 44) als offenzellige Schaumstoffschicht,
insbesondere als Moosgummi-Schicht, ausgebildet ist.
5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Pfostenprofil (9) als T-förmiger Setzpfosten ausgebildet ist.
6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Pfostenprofil (30) als L-förmiges Blendrahmenprofil mit Raststegen (31) an dem
Pfostenprofilrücken ausgebildet ist und der Schwellenhalter (40) einen Grundkörper
(42) und eine senkrecht zum Grundkörper (42) ausgerichtete Befestigungslasche (41)
aufweist, wobei der Grundkörper (42) des Schwellenhalters (40) so ausgebildet und
an der Schwelle (1) befestigbar ist,
- dass Grundkörper (42) mit seiner der Befestigungslasche (41) zugewandten Außenkontur
bündig mit der Schwelle (1) abschließt, und
- die Befestigungslasche (41) bei aufgesetztem Pfostenprofil (30) so zwischen zwei
Raststegen (31) an dem Pfostenprofilrücken anliegt, dass das Pfostenprofil (30) mit
seinen Raststegen (31) wenigstens weitgehend bündig mit der Schwelle (1) abschließt.
7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Pfostenprofil (9, 30)eine ebene, senkrecht zur Längserstreckung verlaufende Stirnfläche
aufweist.
8. Verwendung eines Systems nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Montage der Schwellenhalter (10, 40)
- im spitzen Winkel zur außenseitigen Trittfläche (4) angesetzt wird, wobei die weichelastisch
ausgebildete Vorderkante (13, 47) in den Wirbelkanal (8) ragt,
- der Schwellenhalter (10, 40) in Richtung der außenseitigen Trittfläche (4) geschwenkt
und
- der wenigstens eine Montagenocken (14, 48) in die wenigstens eine hierzu korrespondierende
Bohrung in der außenseitigen Trittfläche (4) eingeführt wird,
wobei die weichelastische Vorderkante (13, 47) des Schwellenhalters (10, 40) dichtend
in den Wirbelkanal (8) gepresst wird.
1. System comprising a threshold (1), a post profile (9, 30) and a threshold holder (10,
40),
- wherein the threshold (1) has an internal tread surface (7), an external tread surface
(4) which is lowered with respect to the internal tread surface (7), and a swirl channel
(8) formed as an undercut, and
- wherein the threshold holder (10, 40) has an underside (12, 46), an upper side (11,
45) and a front edge (13, 47) which corresponds to the shape of the swirl channel
(8) of the threshold (1),
characterized in that
- the threshold holder (10, 40) has on its underside (12, 46) at least one mounting
protuberance (14, 48) and the threshold (1) has, in the region of the external tread
surface (4), at least one bore (15) corresponding thereto, and in that
- the front edge (13, 47) of the threshold holder (10, 40) is designed to be flexible.
2. System according to Claim 1,
characterized in that the at least one mounting protuberance (14, 48) and the at least one bore (15) corresponding
thereto are designed in such a way that, when the threshold holder (10, 40) is mounted
as intended on the external tread surface (4) by
- positioning the threshold holder (10, 40) at an acute angle to the external tread
surface (4), wherein the flexibly designed front edge (13, 47) projects into the swirl
channel (8),
- pivoting the threshold holder (10, 40) in the direction of the external tread surface
(4) and
- inserting the at least one mounting protuberance (14, 48) into the at least one
bore (15) corresponding thereto,
the flexible front edge (13, 47) of the threshold holder (10, 40) is pressed sealingly
into the swirl channel (8).
3. System according to Claim 1 or 2, characterized in that the threshold holder (10, 40) has a flexible seal (21, 22, 43, 44) on its upper side
and/or underside (11, 45, 12, 46).
4. System according to Claim 3, characterized in that the flexible seal (21, 22, 43, 44) is designed as an open-cell foam layer, in particular
as a foam rubber layer.
5. System according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the post profile (9) is designed as a T-shaped mullion.
6. System according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that the post profile (30) is designed as an L-shaped casing frame profile with latching
webs (31) on the post profile back, and the threshold holder (40) has a basic body
(42) and a fastening tab (41) oriented perpendicularly to the basic body (42), wherein
the basic body (42) of the threshold holder (40) is designed and can be fastened to
the threshold (1) in such a way
- that the basic body (42) terminates flush with the threshold (1) by way of its outer
contour which faces the fastening tab (41), and
- with the post profile (30) placed, the fastening tab (41) bears between two latching
webs (31) against the post profile back in such a way that the post profile (30) terminates
at least substantially flush with the threshold (1) by way of its latching webs (31).
7. System according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the post profile (9, 30) has a planar end face which extends perpendicularly to the
longitudinal extent.
8. Use of a system according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that, for mounting purposes, the threshold holder (10, 40)
- is positioned at an acute angle to the external tread surface (4), wherein the flexibly
designed front edge (13, 47) projects into the swirl channel (8),
- the threshold holder (10, 40) is pivoted in the direction of the external tread
surface (4) and
- the at least one mounting protuberance (14, 48) is inserted into the at least one
bore corresponding thereto in the external tread surface (4),
wherein the flexible front edge (13, 47) of the threshold holder (10, 40) is pressed
sealingly into the swirl channel (8).
1. Système comprenant un seuil (1), un profil de montant (9, 30) et un support de seuil
(10, 40),
- le seuil (1) présentant une surface de marche (7) du côté intérieur, une surface
de marche (4) du côté extérieur abaissée par rapport à la surface de marche (7) du
côté intérieur, et un canal vertébral (8) réalisé sous forme de contre-dépouille,
et
- le support de seuil (10, 40) présentant un côté inférieur (12, 46), un côté supérieur
(11, 45) et une arête avant (13, 47) correspondant à la forme du canal vertébral (8)
du seuil (1), caractérisé en ce que
- le support de seuil (10, 40) présente, au niveau de son côté inférieur (12, 46),
au moins une came de montage (14, 48), et le seuil (1) présente, dans la région de
la surface de marche (4) du côté extérieur, au moins un alésage (15) correspondant
à celle-ci, et
- l'arête avant (13 ,47) du support de seuil (10, 40) étant réalisée sous forme élastiquement
flexible.
2. Système selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'au moins une came de montage (14, 48) et l'au moins un alésage correspondant (15)
sont réalisés de telle sorte que lors du montage du support de seuil (10, 40) conformément
aux prescriptions, sur la surface de marche (4) du côté extérieur, par
- application du support de seuil (10, 40) à angle aigu par rapport à la surface de
marche (4) du côté extérieur, l'arête avant (13, 47) réalisée sous forme élastiquement
flexible pénétrant dans le canal vertébral (8),
- pivotement du support de seuil (10 ,40) dans la direction de la surface de marche
(4) du côté extérieur, et
- introduction de l'au moins une came de montage (14, 48) dans l'au moins un alésage
(15) correspondant à celle-ci,
l'arête avant (13, 47) élastiquement flexible du support de seuil (10, 40) soit pressée
de manière hermétique dans le canal vertébral (8).
3. Système selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le support de seuil (10, 40) présente, sur son côté supérieur et/ou inférieur (11,
45, 12, 46), un joint d'étanchéité élastiquement flexible (21, 22, 43, 44).
4. Système selon la revendication 3, caractérisé en ce que le joint d'étanchéité élastiquement flexible (21, 22, 43, 44) est réalisé sous forme
de couche de mousse à cellules ouvertes, en particulier sous forme de couche de caoutchouc-mousse.
5. Système selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le profil de montant (9) est réalisé sous forme de meneau en forme de T.
6. Système selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le profil de montant (30) est réalisé sous forme de profil de châssis dormant en
forme de L avec des nervures d'encliquetage (31) sur le dos du profil de montant et
le support de seuil (40) présente un corps de base (42) et une patte de fixation (41)
orientée perpendiculairement au corps de base (42), le corps de base (42) du support
de seuil (40) étant réalisé et pouvant être fixé au seuil (1) de telle sorte que
- le corps de base (42) se termine en affleurement avec le seuil (1) avec son contour
extérieur tourné vers la patte de fixation (41), et que
- la patte de fixation (41), lorsque le profil de montant (30) est posé, s'applique
entre deux nervures d'encliquetage (31) contre le dos du profil de montant de telle
sorte que le profil de montant (30) se termine au moins sensiblement en affleurement
avec le seuil (1) avec ses nervures d'encliquetage (31).
7. Système selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le profil de montant (9, 30) présente une surface frontale plane, s'étendant perpendiculairement
à l'étendue longitudinale.
8. Utilisation d'un système selon l'une quelconque des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que pour le montage, le support de seuil (10, 40)
- est appliqué à angle aigu par rapport à la surface de marche (4) du côté extérieur,
l'arête avant (13, 47) réalisée de manière élastiquement flexible pénétrant dans le
canal vertébral (8),
- le support de seuil (10, 40) est pivoté dans la direction de la surface de marche
(4) du côté extérieur et
- l'au moins une came de montage (14, 48) est introduite dans l'au moins un alésage
correspondant à celle-ci dans la surface de marche (4) du côté extérieur,
l'arête avant élastiquement flexible (13, 47) du support de seuil (10, 40) étant pressée
de manière hermétique dans le canal vertébral (8).