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EP 3 025 784 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.06.2017 Patentblatt 2017/23 |
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Anmeldetag: 27.11.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Mahlschüssel
Grinding bowl
Table de broyage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.2016 Patentblatt 2016/22 |
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Patentinhaber: Loesche GmbH |
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40549 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Keyssner, Michael
40549 Düsseldorf (DE)
- Schmich, Bernd
40549 Düsseldorf (DE)
- Splinter, Christian
40549 Düsseldorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Heim, Florian Andreas et al |
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Weber & Heim
Patentanwälte
Partnerschaftsgesellschaft mbB
Irmgardstraße 3 81479 München 81479 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 348 659 DE-B- 1 194 685
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DE-A1- 1 929 912 DE-U1- 8 204 278
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Mahlschüssel, insbesondere für Vertikalmühlen, mit einer
inneren, durchgehenden Hohlraumöffnung, mit mindestens einer im Wesentlichen horizontalen
Teilung in ein unteres Basismodul und ein darauf befestigtes oberes ringförmiges Mahlschüsselmodul.
[0002] Im Hinblick auf bisher überwiegend in Vertikalmühlen eingesetzte Mahlschüsseln wird
auf die
DE 31 34 601 A1 beziehungsweise
DD 106 953 A1 exemplarisch hingewiesen.
[0003] Diese Mahlschüsseln wurden üblicherweise einstückig aus Gussmaterial hergestellt.
Aufgrund stetiger Forderungen nach immer größeren Vertikalmühlen und damit größer
werdenden Mahlschüsseln für eine Erhöhung der Durchsatzleistung der Vertikalmühlen,
treten gerade im Bereich der Zementherstellung und der meist etwas entlegenen Produktionsstandorte
für Zement Probleme bei der Herstellung und beim Transport dieser immer größer werdenden
Mahlschüsseln auf. Beispielsweise sind Mühlen im Einsatz, die im oberen Bereich der
Mahlschüssel einen Durchmesser von 7,9 m und am Mahlschüsselhals einen Durchmesser
von 4,8 m aufweisen.
[0004] Die Durchmesser an der Fundamentbasis von größeren Vertikalmühlen mit entsprechenden
Mahlschüsseln liegen zwischenzeitlich im Bereich von etwa 14 m bis 18 m. Werden daher
die dafür erforderlichen Mahlschüsseln einstückig hergestellt, so ist man einerseits
nur auf einige wenige Herstellungsfirmen für diese Größenordnung von Mahlschüsseln
angewiesen.
[0005] Zum anderen besteht das Transportproblem, Mahlschüsseln mit derartigen Durchmessern
an entlegene Produktionsstellen auch mit Schwerkraftfahrzeugen transportieren zu können,
wobei die entsprechend erforderliche Straßen- und Infrastruktur häufig nicht zur Verfügung
steht.
[0006] In der
DE 19 29 912 A1 ist eine Mahlschüssel beschrieben, die antriebstechnisch einen Mahlschüsselunterbau
aufweist, auf dem dann die eigentliche Mahlschüssel mit großem Durchmesser aufgesetzt
und befestigt ist.
[0007] Auch bei dieser Mahlschüssel besteht das Problem, den Transport dieser einstückigen
großen Mahlschüssel auch an entlegene Produktionsstandorte, zum Beispiel für Zement,
realisieren zu können.
[0008] Bei diesen größer werdenden, einstückigen Mahlschüsseln besteht auch die Abhängigkeit
von nur einigen wenigen Spezialfirmen, die diese Größe der Mahlschüsseln, insbesondere
aus Gussmaterial, herstellen können.
[0009] Der Erfindung liegt daher die
Aufgabe zugrunde, derartige Mahlschüsseln mit größer werdendem Durchmesser so zu konzipieren,
dass die vorausgehend genannten Probleme überwunden werden können und insbesondere
herstellungstechnisch eine größere Flexibilität bei gleichzeitig verbesserter Transportmöglichkeit
und relativ einfacher Installation am Anlagenstandort zu schaffen.
[0010] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Ein
Kerngedanke der Erfindung ist es, die bisher einteilig hergestellte Mahlschüssel als
mehrteilige Mahlschüssel auszulegen und aufzubauen. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen,
dass die von der mehrteiligen Mahlschüssel aufzunehmenden hohen Kräfte und Belastungen
qualitativ in gleicher Weise aufgenommen und übertragen werden können, wie bei einer
einstückig ausgelegten Mahlschüssel.
[0011] Bei der mehrteiligen Konzeption der Mahlschüssel wird zudem berücksichtigt, dass
das untere Basismodul als einstückiges Ringschalenmodul hergestellt wird. Dies insbesondere
deshalb, um die im Betrieb auf die Mahlschüssel einwirkenden Mahlkräfte über den gesamten
Umfang in den Abtriebsflansch des erforderlichen Getriebes einleiten zu können. Gleichzeitig
wird das obere Mahlschüsselmodul aus mindestens zwei Ringsegmenten hergestellt, die
in diesem Fall als Halbschalen bezeichnet werden können, wobei diese Ringsegmente
insbesondere kraftschlüssig oder auch formschlüssig zu einem starren oberen Ring verbunden
werden.
[0012] Des Weiteren ist vorgesehen, diesen oberen starren Ring mit seiner unteren Ringfläche
auf der oberen Ringfläche des einstückigen unteren Ringschalenmoduls zu befestigen.
Die Befestigung erfolgt auch hierbei primär kraftschlüssig, wobei auch zusätzlich
formschlüssige Element miteinfließen können.
[0013] Trotz des mehrteiligen Konzeptes dieser Mahlschüssel kann jeweils sichergestellt
werden, dass speziell bei der Verwendung eines einheitlichen Gussmaterials für alle
Teile der Mahlschüssel, die von oben auf die Mahlschüssel einwirkenden Kräfte über
die Ringstruktur gleichmäßig auf die Lager der Mahlschüssel verteilt und auf den Abtriebsflansch
des Getriebes einwirken.
[0014] Bei einer ungleichmäßigen Belastung besteht eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit
von Getriebe beziehungsweise Antriebsmotor oder Lager aufgrund lokal einseitiger Belastungen.
[0015] Um trotz Mehrteiligkeit im Wesentlichen gleiche Materialstrukturen in der gesamten
Mahlschüssel zu erreichen, wird bevorzugt ein und der gleiche Werkstoff oder verschiedene
Werkstoffe mit gleichen oder ähnlichen Werkstoffkennwerten oder - verhalten als Material
für die Teile der Mahlschüssel gewählt. Es kann beispielsweise ein identischer Gusswerkstoff
als Material für die Teile der Mahlschüssel gewählt werden. Die Belastungs- und Temperatureigenschaften
können hierbei besser und genauer abgestimmt werden.
[0016] Zur Verbesserung der Kraftübertragung auf das untere einstückige Ringschalenmodul
wird dessen obere Ringfläche als weitgehend komplementäre Aufnahme- oder Auflagefläche
für die untere Ringfläche der zusammen zu einem starren Ring zusammengebauten Ringsegmente
ausgebildet.
[0017] Vorteile des vorausgehend dargelegten erfinderischen Konzeptes mit dem mehrteiligen
Aufbau einer Mahlschüssel sind einerseits die kleineren, leichteren Einzelteile beziehungsweise
Baugruppen wie das untere einstückige Ringschalenmodul, aber speziell auch die zwei
oder bevorzugt drei, gegebenenfalls auch mehr Ringsegmente, die den oberen starren
Ring bilden. Diese kleineren Einzelteile lassen sich mit günstigeren Herstellungskosten
in einer größeren Anzahl von Gießereien produzieren, so dass eine Alternative zu den
auf Großteilen, insbesondere Gussgroßteilen, spezialisierten Firmen besteht.
[0018] Zudem vereinfacht sich insbesondere der Transport dieser kleineren Einzelteile, auch
wenn das untere Ringschalenmodul im Hinblick auf verbesserte Belastungseigenschaften
einstückig erstellt wird.
[0019] Die mindestens zwei Ringsegmente oder Halbschalenringe sind an ihren vertikalen Endflächen
mit komplementären Verbindungsflächen mit dem oder den anliegenden anderen Ringsegmenten
ausgestattet. Zweckmäßigerweise verlaufen diese Verbindungsflächen im Wesentlichen
senkrecht. Sie können jedoch bei bestimmten Ausführungsformen der Mahlschüssel auch
geneigt oder abgestuft verlaufen, um eine bessere und sichere Kraftübertragung im
oberen starren Ring selbst zu erreichen.
[0020] Bevorzugt werden die Verbindungsflächen im Außenbereich einseitig oder beidseitig
radial mit vorstehenden Verbindungsflanschen versehen, so dass mittels Bolzenverbindungen
durch diese Flansche mindestens eine kraftschlüssige Befestigung der einzelnen Ringsegmente
zum starren Ring realisiert werden kann. Die Verbindungsflächen weisen bevorzugt eine
T- oder um 90° gekippte H-Form auf, so dass die auskragenden Bereiche als Befestigungsflansch
mit einem anliegenden anderen Ringsegment genutzt werden können.
[0021] Zur Verbesserung der Befestigung aneinander liegender oberer Ringsegmente werden
diese insbesondere im Bereich ihrer Verbindungsflächen radial nach innen und außen
jeweils mit mindestens einem Befestigungsflansch vorgesehen, so dass auch bei drei
oder mehr oberen Ringsegmenten ein weitestgehend starrer oberer Ring erreicht wird.
[0022] Die Verbindung zwischen unterem, einstückigem Ringschalenmodul und den oberen Ringsegmenten
wird vorzugsweise kraftschlüssig über ein- oder mehrreihige Bolzenverbindungen realisiert.
[0023] Dies kann bevorzugt auch mit formschlüssigen Mitteln, insbesondere Führungszapfen
oder Nut-Feder-Einrichtungen aus Metall, ergänzt werden. Die formschlüssigen Mittel
können aber auch gegebenenfalls alleine eingesetzt werden.
[0024] Im Fußbereich des unteren einstückigen Ringschalenmoduls wird die untere Ringfläche
als planarer Lagerungsring realisiert. Hierbei ist bereits bei der Herstellung darauf
zu achten, dass eine plane untere Ringfläche erzeugt wird, die keiner weiteren Werkstoffbearbeitung
bedarf und die gegenüber einem Antriebsgetriebe der Mahlschüssel bei dieser Herstellungsweise
als Lagerungsring der Mahlschüssel benutzt werden kann. Bei anderen Ausführungen der
Mühle, bei der der Antrieb beispielsweise außerhalb angeordnet ist, kann die Mahlschüssel
auch mittels der unteren Ringfläche auf einem Lager, beispielsweise einem Gleitlager,
stehen. Grundsätzlich kann der Antrieb beispielsweise außerhalb, unterhalb und/oder
innerhalb der Mahlschüssel angeordnet sein.
[0025] Wesentliche Vorteile einer derartigen mehrteiligen Mahlschüssel sind daher günstigere
Herstellungskosten als bei einer einstückigen Mahlschüssel. Des Weiteren können geringere
Transportkosten für die kleineren einzelnen Teile einkalkuliert werden. Durch einen
identischen, einheitlichen oder auch ähnliche Werkstoffe für alle einzelnen Teile
der Mahlschüssel werden in Kombination mit den kraft- und/oder formschlüssigen Verbindungen
der einzelnen Teile gleiche oder sogar verbesserte Belastungseigenschaften wie bei
einer einstückigen Mahlschüssel erreicht.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Darstellungen zweier Mahlschüsseln
noch näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig.1
- eine perspektivische Frontansicht einer zusammengebauten dreiteiligen Mahlschüssel;
- Fig. 2
- eine per spektivische Ansicht auf eine Mahlschüssel nach Fig. 1, mit bestimmungsgemäß
zwei Ringsegmenten, wobei das vordere Ringsegment noch nicht montiert ist;
- Fig.3
- eine weitere mehrteilige Mahlschüssel in schematisierter perspektivischer Ansicht
von oben mit drei oberen Ringsegmenten und einem unteren einteiligen Basismodul, wobei
ein hinteres Ringsegment in einer Montagephase etwas beabstandet zum unteren Basismodul
dargestellt ist; und
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht auf die Mahlschüssel nach Fig. 3 von unten, wobei eine
durchgehende Hohlraumöffnung erkennbar ist.
[0027] Die in den Figuren 1 und 2 gezeigte Mahlschüssel 1 wird nachfolgend mit Bezug auf
beide Figuren näher beschrieben.
[0028] Die zu einer Einheit verbundene Mahlschüssel 1 nach Fig. 1 hat im Wesentlichen eine
etwa kegelstumpfförmige Außenstruktur mit einer inneren Hohlraumöffnung 5. Im Fußbereich
der Mahlschüssel 1 ist daher mit einem planaren Lagerungsring 13 der kleinste Außendurchmesser
vorhanden, während die oberen Ringsegmente 3, 4 mit der Mahlbahn 6 den größten Außendurchmesser
aufweisen.
[0029] Die mehrteilige Mahlschüssel 1 nach Figuren 1 und 2 besteht in diesem Beispiel aus
einem einstückigen Basismodul 2 und zwei oberen, als Halbschalen ausgebildeten Ringsegmenten
3 und 4, welche als oberes Mahlschüsselmodul 10 auf einer ringförmigen horizontalen
Verbindungsfläche 8 mit dem einstückigen Basismodul 2 aufgesetzt und fest verbunden
sind.
[0030] Die horizontale Verbindungsfläche 8 nach Fig. 2 weist eine Reihe äußerer Stehbolzen
18 auf. Des Weiteren ist eine Reihe innerer Verbindungsbolzen 19 zur Verbesserung
der Befestigung der beiden oberen Ringsegmente 3, 4 vorgesehen. Das dargestellte Ringsegment
3, welches über 180° reicht, weist an seinen Stirnflächen vertikale Verbindungsflächen
11 und 12 auf. Diese Verbindungsflächen 11, 12 haben in etwa eine T- beziehungsweise
eine um 90° gekippte H-Form, wobei an den auskragenden Bereichen Randflansche zur
Verbindung der zwei Ringsegmente 3, 4 miteinander vorgesehen sind und der daraus resultierende
starre Ring 10 als oberes Mahlschüsselmodul 10 hergestellt werden kann.
[0031] Mittels der umlaufenden Reihe äußerer Stehbolzen 18 und den inneren Verbindungsbolzen
19 kann das obere, aus den zwei Ringsegmenten 3, 4 bestehende Mahlschüsselmodul 10
auf dem unteren einstückigen Basismodul 2 insbesondere kraftschlüssig befestigt werden,
so dass im Betrieb der Mahlschüssel 1 auftretende Drehmomente und Mahlkräfte in vergleichbarer
Weise wie bei einstückigen Mahlschüsseln aufgenommen werden können.
[0032] Zur Befestigung mit dem einstückigen unteren Basismodul 2 ist im unteren Bereich
der Ringsegmente 3, 4 ein äußerer Fußflansch 14 und ein innerer Fußflansch 15 für
Befestigungszwecke mit den Bolzen 18, 19 vorgesehen.
[0033] In vergleichbarer Weise ist ein äußerer Befestigungsflansch 16 und ein innerer, vertikaler
Randflansch 17 an den Verbindungsflächen 11, 12 zur Befestigung der beiden Ringsegemente
3, 4 miteinander vorgesehen.
[0034] Diese Verbindung ist in Fig. 1 durch den radial vorstehenden Verbindungsflansch 9
gezeigt, so dass auch das obere Mahlschüsselmodul 10 als starrer Ring betrachtet werden
kann. Hierbei sind auch im Bereich der Mahlbahn 6 aneinanderliegende Verbindungsflächen
11, 12 der Ringsegmente 3, 4 in Vertiefungen 34, 35 mittels Spannbolzen 37 gegeneinander
verspannt.
[0035] Die derart dreigeteilte Mahlschüssel 1 ist aufgrund der vorgesehenen Verbindungsbefestigungen
in vergleichbarer Weise wie eine einstückige Mahlschüssel zur Aufnahme von Torsions-
und Vertikalkräften ausgelegt. Zum anderen jedoch werden mit dieser mehrteiligen Mahlschüssel
günstigere Herstellungskosten und erhebliche Verbesserungen beim Transport der kleineren
Baugruppen und Teile erreicht.
[0036] In den Figuren 3 und 4 ist schematisch eine aus vier Baugruppen bestehende Mahlschüssel
20 dargestellt, wobei gleiche Bezugszeichen wie zu den Figuren 1 und 2 auch gleiche
Teile und Bereiche betreffen.
[0037] In Fig. 3 sind zwei obere Schüsselsegmente 22, 23 als auf das entsprechende Basismodul
2 aufgesetzte und befestigte Baugruppen gezeigt. Das weitere Schüsselsegment 21 mit
einer teilringförmigen Kontur über ca. 120° wird sozusagen gerade auf eine obere Ringfläche
des unteren einstückigen Basismoduls 2 aufgesetzt. Stirnseitig weist das Schüsselsegment
21 vertikal verlaufende Verbindungsflächen 31 auf, die beispielsweise als passgenaue
Flächen in einer Art T-Form gegen die vertikalen Verbindungsflächen 32 mit dem jeweils
benachbarten Schüsselsegment 22 beziehungsweise 23 zur Anlage und zur Befestigung
kommen.
[0038] Die perspektivische Ansicht der Mahlschüssel 20 nach Fig. 3 ist in Fig. 4 mit einer
Ansicht von unten dargestellt.
[0039] Die äußere Kontur dieser Mahlschüssel 20 kann in etwa als Kegelstumpf-Kontur beschrieben
werden, die im Innenbereich eine von oben nach unten durchgehende Hohlraumöffnung
5 hat.
[0040] In anderer Betrachtungsweise kann die Außenkontur der Mahlschüssel 20 als eine sich
von unten nach oben erweiternde Kontur von ringartigen Bereichen angesehen werden.
[0041] Die in Fig. 4 gezeigten Schüsselsegmente 22, 23 haben im Bereich der vertikalen Verbindungsflächen
31 radial nach außen vorstehende Verbindungsflansche 38, 39, die zur ringförmigen
Befestigung der Schüsselsegmente 22, 23, zum Beispiel über Bolzenverbindungen, bestimmt
sind.
[0042] Eine untere Fläche 26 des Ringsegmentes 21 wird in der Endmontage mindestens kraftschlüssig
auf einer oberen Ringfläche 25 des Basismoduls 2, zum Beispiel mittels Bolzenreihen
wie in Fig. 2, befestigt.
[0043] Auch mit diesem Konzept der vierteiligen Mahlschüssel 20 kann daher die Erfindung
realisiert werden und die genannten Vorteile und Vereinfachungen gerade bei Mahlschüsseln
mit großem oberen Durchmesser erreicht werden.
1. Mahlschüssel (1; 20),
insbesondere für Vertikalmühlen,
mit einer inneren, durchgehenden Hohlraumöffnung (5),
mit mindestens einer im Wesentlichen horizontalen Teilung in ein unteres Basismodul
(2) und ein darauf befestigtes oberes ringförmiges Mahlschüsselmodul (10), wobei das
untere Basismodul (2) als einstückiges Ringschalenmodul ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das obere Mahlschüsselmodul (10) mindestens zwei Ringsegmente (3, 4) aufweist, die
miteinander kraft- und/oder formschlüssig zu einem starren Ring verbunden sind, und
dass der starre Ring mit seiner unteren Ringfläche (26) auf der oberen Ringfläche
(25) des einstückigen Ringschalenmoduls (2) kraft- und/oder formschlüssig befestigt
ist.
2. Mahlschüssel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das einstückige Ringschalenmodul (2) sowie die mindestens zwei Ringsegmente (3, 4)
aus dem gleichen Werkstoff, insbesondere aus gleichem Gusswerkstoff, bestehen.
3. Mahlschüssel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das einstückige Ringschalenmodul (2) sowie die mindestens zwei Ringsegmente (3, 4)
aus Werkstoffen mit gleichen oder ähnlichen Werkstoffkennwerten oder -verhalten bestehen.
4. Mahlschüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die obere Ringfläche (25) des einstückigen Ringschalenmoduls (2) als weitgehend komplementäre
Aufnahme oder Auflagefläche für die untere Ringfläche (26) des von Ringsegmenten (21,
22, 23) gebildeten starren Rings ausgebildet ist.
5. Mahlschüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens zwei Ringsegmente (3, 4) im Wesentlichen komplementäre Verbindungsflächen
(11, 12) mit dem oder den anliegenden Ringsegment oder Ringsegmenten aufweisen.
6. Mahlschüssel nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungsflächen (11, 12) der Ringsegmente (3, 4) im Wesentlichen senkrecht
oder geneigt verlaufen.
7. Mahlschüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens zwei Ringsegmente (3, 4) im Außenbereich einseitig oder beidseitig
vorstehende Verbindungsflansche (14, 15, 16, 17) aufweisen.
8. Mahlschüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindungsflächen (11, 12) der Ringsegmente (3, 4) etwa T- oder um 90° gekippte
H-Form aufweisen.
9. Mahlschüssel nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Fußbereich und/oder im Randbereich der Verbindungsfläche (11, 12; 31, 32) etwa
radial nach innen und außen Verbindungsflansche (14, 15, 16, 17) vorgesehen sind.
10. Mahlschüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur kraftschlüssigen Verbindung zwischen einstückigem Ringschalenmodul (2) und den
oberen Ringsegmenten (3, 4) ein- oder mehrreihige Bolzenverbindungen (18, 19) vorgesehen
sind.
11. Mahlschüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass formschlüssige Mittel, insbesondere Führungszapfen oder Nut-Feder-Einrichtungen aus
Metall, zur festen Verbindung zwischen der oberen Ringfläche des Ringschalenmoduls
(2) und den Ringsegmenten (3, 4) vorgesehen sind.
12. Mahlschüssel nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das einstückige Ringschalenmodul (2) eine untere Ringfläche aufweist, die als planarer
Lagerungsring (13) gegenüber einem Antriebsgetriebe der Mahlschüssel oder einem Lager
ausgebildet ist.
1. Grinding pan (1; 20),
in particular for vertical mills,
having:
an inner, continuous hollow space opening (5),
at least one substantially horizontal division into a lower base module (2) and an
upper annular grinding pan module (10) fixed thereon,
wherein the lower base module (2) is formed as a one-piece ring shell module,
characterised in that
the upper grinding pan module (10) has at least two ring segments (3, 4) which are
interconnected in a force-locking and/or positive-locking manner to form a rigid ring,
and
the rigid ring is fixed in a force-locking and/or positive-locking manner with its
lower ring surface (26) on the upper ring surface (25) of the one-piece ring shell
module (2).
2. Grinding pan according to claim 1,
characterised in that
the one-piece ring shell module (2) as well as the at least two ring segments (3,
4) are made of the same material, in particular of the same cast material.
3. Grinding pan according to claim 1,
characterised in that
the one-piece ring shell module (2) as well as the at least two ring segments (3,
4) are made of materials with the same or similar material values or behaviours.
4. Grinding pan according to one of claims 1 to 3,
characterised in that
the upper ring surface (25) of the one-piece ring shell module (2) is designed as
an extensively complementary receiving or bearing area for the lower ring surface
(26) of the rigid ring formed by ring segments (21, 22, 23).
5. Grinding pan according to one of claims 1 to 4,
characterised in that
the at least two ring segments (3, 4) have substantially complementary connection
areas (11, 12) to the adjacent ring segment(s).
6. Grinding pan according to claim 5,
characterised in that
the connection areas (11, 12) of the ring segments (3, 4) extend substantially vertically
or inclined.
7. Grinding pan according to one of claims 1 to 6,
characterised in that
the at least two ring segments (3, 4) have in the outer region on one side or both
side protruding connecting flanges (14, 15, 16, 17).
8. Grinding pan according to one of claims 1 to 7,
characterised in that
the connection areas (11, 12) of the ring segments (3, 4) have a T-shape or an H-shape
tilted by 90°.
9. Grinding pan according to one of claims 5 to 8,
characterised in that
in the base region and/or in the edge region of the connection area (11, 12; 31, 32)
approximately radially inwards and outwards connecting flanges (14, 15, 16, 17) are
provided.
10. Grinding pan according to one of claims 1 to 9,
characterised in that
single-row or multi-row pin joints (18, 19) are provided for force-locking connection
between the one-piece ring shell module (2) and the upper ring segments (3, 4).
11. Grinding pan according to one of claims 1 to 10,
characterised in that
positive-locking means, in particular guide pins or made of metal tongue and groove
devices, are provided for fixed connection between the upper ring surface of the ring
shell module (2) and the ring segments (3, 4).
12. Grinding pan according to one of claims 1 to 11,
characterised in that
the one-piece ring shell module (2) has a lower ring surface which is formed as a
planar bearing ring (13) with respect to a drive gearing of the grinding pan or a
bearing.
1. Plateau de broyage (1 ; 20),
en particulier pour des broyeurs verticaux,
avec une ouverture de cavité (5) interne et continue,
avec au moins une séparation essentiellement horizontale dans un module de base inférieur
(2) et un module de plateau de broyage en forme d'anneau supérieur (10) fixé dessus,
tandis que le module de base inférieur (2) est formé en tant que module de coque annulaire
d'un seul tenant,
caractérisé en ce que
le module de plateau de broyage supérieur (10) présente au moins deux segments annulaires
(3, 4), qui sont liés les uns aux autres pour former un anneau rigide par la force
et/ou par la forme, et
l'anneau rigide est fixé, par la force et/ou par la forme, avec sa surface annulaire
inférieure (26) sur la surface annulaire supérieure (25) du module de coque annulaire
(2) d'un seul tenant.
2. Plateau de broyage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le module de coque annulaire d'un seul tenant (2) ainsi que les au moins deux segments
annulaires (3, 4) sont constitués du même matériau, en particulier du même matériau
de moulage.
3. Plateau de broyage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le module de coque annulaire d'un seul tenant (2) ainsi que les au moins deux segments
annulaires (3, 4) sont constitués de matériaux ayant des valeurs caractéristiques
de matériaux ou des comportements de matériaux équivalents ou similaires.
4. Plateau de broyage selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la surface annulaire supérieure (25) du module de coque annulaire d'un seul tenant
(2) est formée en tant que réceptacle ou surface d'appui essentiellement complémentaire
pour la surface annulaire inférieure (26) de l'anneau rigide formé de segments annulaires
(21, 22, 23).
5. Plateau de broyage selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
les au moins deux segments annulaires (3, 4) présentent des surfaces d'assemblage
(11, 12) essentiellement complémentaires avec le segment annulaire ou les segments
annulaires adjacent(s).
6. Plateau de broyage selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
les surfaces d'assemblage (11, 12) des éléments annulaires (3, 4) sont verticales
ou inclinées.
7. Plateau broyeur selon une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
les au moins deux segments annulaires (3, 4) dans la zone extérieure présentent d'un
côté ou des deux côtés des brides de raccordement (14, 15, 16, 17) saillantes.
8. Plateau broyeur selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
les surfaces d'assemblage (11, 12) des segments annulaires (3, 4) présentent approximativement
une forme en T ou une forme en H incliné à 90°.
9. Plateau de broyage selon une des revendications 5 à 8,
caractérisé en ce que
dans la zone de pied et/ou dans la zone de bordure de la surface d'assemblage (11,
12 ; 31, 32), des brides de raccordement (14, 15, 16, 17) approximativement radiales
sont prévues vers l'intérieur et vers l'extérieur.
10. Plateau de broyage selon une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que
pour un assemblage par la force entre le module de coque annulaire d'un seul tenant
(2) et les segments annulaires supérieures (3, 4), des boulonnages d'une ou plusieurs
rangées (18, 19) sont prévus.
11. Plateau de broyage selon une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que
des moyens par la forme, en particulier des tourillons de guidage ou des dispositifs
à rainure et languette en métal, sont prévues pour l'assemblage fixe entre la surface
annulaire supérieure du module de coque annulaire (2) et les segments annulaires (3,
4).
12. Plateau de broyage selon une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
le module de coque annulaire d'un seul tenant (2) présente une surface annulaire inférieure,
qui est formée en tant qu'anneau de stockage (13) planaire par rapport à une transmission
d'entraînement du plateau de broyage ou à un palier.
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