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(11) |
EP 3 026 680 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.04.2020 Patentblatt 2020/18 |
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Anmeldetag: 04.11.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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LINEARAKTOR UND DESSEN VERWENDUNG
LINEAR ACTUATOR AND USE OF SAME
ACTIONNEUR LINÉAIRE ET SON UTILISATION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
10.11.2014 DE 102014222832
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.06.2016 Patentblatt 2016/22 |
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Patentinhaber: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung e.V. |
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80686 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Böse, Holger
97080 Würzburg (DE)
- Ehrlich, Johannes
97355 Wiesenbronn (DE)
- Darwiche, Rabih
81925 München (DE)
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Vertreter: Pfenning, Meinig & Partner mbB |
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Patent- und Rechtsanwälte
Theresienhöhe 11a 80339 München 80339 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 239 837 DE-A1-102012 202 418
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DE-A1-102007 028 663 US-A1- 2009 045 042
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- SHUNTA KASHIMA ET AL: "Novel Soft Actuator Using Magnetorheological Elastomer", IEEE
TRANSACTIONS ON MAGNETICS, IEEE SERVICE CENTER, NEW YORK, NY, US, Bd. 48, Nr. 4, 1.
April 2012 (2012-04-01), Seiten 1649-1652, XP011436708, ISSN: 0018-9464, DOI: 10.1109/TMAG.2011.2173669
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Linearaktor, der mindestens einen magnetischen Elastomer-Komposit
aus einem Elastomer und magnetisierbaren Partikeln sowie ein inneres und ein äußeres
Magnetjoch sowie mindestens eine Spule und/oder mindestens einen Permanentmagneten
oder mindestens einen schaltbaren Hartmagneten zur Erzeugung von mindestens einem
Magnetkreis, der eine Unterbrechung aufweist, enthält. Der Linearaktor findet Verwendung
zum gesteuerten Bewegen, Verstellen oder Justieren unterschiedlichster Gegenstände
sowie zur Erzeugung von Bewegung in Robotern sowie für haptisch fühlbare Elemente.
[0002] In vielen technischen Systemen soll eine Linearbewegung über eine relativ kleine
Entfernung elektrisch gesteuert werden. Eine solche Anforderung tritt beispielsweise
beim Verstellen von Klappen oder von optischen Elementen wie Spiegeln oder Leuchtelementen
auf. Ein weiterer Einsatzfall für solche Linearantriebe für kurze Distanzen betrifft
das Verriegeln oder Entriegeln von Türen, Fenstern, etc. Auch in der Robotik treten
solche Linearbewegungen auf, wenn etwa ein Objekt gegriffen und anschließend positioniert
werden soll (Pick and Place). Schließlich werden vermehrt Aktoren für Mensch-Maschine-Schnittstellen
mit haptischer Rückmeldung gewünscht, bei denen mit den Fingern auf einer Bedienoberfläche
eine Bewegung erspürt werden kann, die dem Benutzer eine Information z. B. über eine
erfolgreiche Eingabe vermittelt.
[0003] Für diese Anwendungsfälle werden Aktoren benötigt, die eine Linearbewegung über einen
relativ kurzen Weg von einigen Millimetern oder Zentimetern ausführen. In der Regel
soll der zurückzulegende Weg der Bewegung flexibel vorgegeben und präzise ausgeführt
werden können. Der Hub eines solchen Linearaktors soll damit elektrisch gesteuert
werden.
[0004] Zum Verstellen von Spiegeln oder Klappen werden in der Regel Elektromotoren eingesetzt,
die zunächst eine Rotationsbewegung erzeugen, die anschließend über ein Getriebe in
eine Linearbewegung übersetzt wird. Dies verlangt einen relativ hohen technischen
Aufwand für eine verhältnismäßig einfache Bewegung. Eine Alternative besteht in der
Verwendung von elektromagnetischen Aktoren (Voice Coil). Diese sind jedoch schwer
steuerbar und damit in ihrer Positioniergenauigkeit begrenzt. Piezoaktoren können
zwar sehr präzise positionieren und dabei auch große Kräfte erzeugen, doch sind die
Stellwege für die genannten Anwendungsfälle zu klein. Um Piezoaktoren dafür nutzen
zu können, müssen Stellwegsvergrößerer integriert werden, was den Aufwand deutlich
erhöht. Außerdem sind Piezoaktoren allein schon teuer und benötigen zudem relativ
hohe elektrische Ansteuerspannungen.
[0005] Aufgrund dieser Situation besteht ein hoher Bedarf an neuen Aktoren, die die genannte
Aufgabe einer präzise gesteuerten Linearbewegung über eine Distanz von einigen Millimetern
oder Zentimetern erfüllen können. Die vorliegende Erfindung löst die Aufgabe mit Hilfe
von magnetisch steuerbaren Materialien, sogenannten magnetoaktiven Polymeren.
[0006] Magnetoaktive Polymere (MAP) sind Kompositmaterialien aus einer Elastomermatrix,
die mit magnetischen oder magnetisierbaren Partikeln gefüllt ist. Aus diesem Grund
werden sie im Folgenden magnetische Elastomerkomposite genannt. Beim Anlegen eines
Magnetfeldes kommt es einerseits zu einer reversiblen Versteifung des Materials. Andererseits
entsteht im Magnetfeld eine Verformung des magnetischen Elastomerkomposits entlang
der Feldlinien. Wird im Luftspalt zwischen zwei Magnetjochteilen ein Magnetfeld erzeugt,
so zieht sich ein magnetischer Elastomerkomposit, der im unmagnetisierten Zustand
den Spalt nicht überbrückt, in die Länge, so dass nun eine Überbrückung erfolgt. Dieser
Effekt ist bereits bekannt.
[0007] Für die Realisierung eines Linearaktors ist diese Bewegung infolge der Verformung
aber nicht gut geeignet, da durch die Magnetjochteile beide Seiten des magnetischen
Elastomerkomposits nicht zugänglich sind und die Bewegung schlecht kontrolliert werden
kann. Weiterhin ist bekannt, dass sich ein ringförmiger magnetischer Elastomerkomposit
in einem innen oder außen liegenden Ringspalt zwischen einem Innen- und einem Außenjoch
eines Magnetkreises radial ausdehnen und damit den Ringspalt verschließen kann. Auf
diese Weise lassen sich ringförmige Ventile realisieren. Eine andere Nutzung dieser
Radialausdehnung von magnetischen Elastomerkompositen im Magnetfeld besteht in elektrisch
steuerbaren Feststell- und Lösevorrichtungen. Eine solche Vorrichtung wird in der
Patentschrift
DE 2012 202 418 beschrieben.
[0008] Die
DE 10 2007 028 663 A1 betrifft Komposite aus einem elastischen und/oder thermoplastisch-elastischen Trägermedium
und hartmagnetischen Partikeln, die in einem Magnetfeld polarisiert werden, wobei
nach dem Abschalten des Magnetfeldes eine Magnetisierung zurückbleibt.
[0009] In
Shunta Kashima et al.: "Novel Soft Actuator Using Magnetorheological Elastomer" (IEEE
Transactions on Magnetics, Vol. 48, No. 4, Seiten 1649-1652) werden weiche Aktoren beschrieben, die magnetorheologische Elastomere verwenden.
Zunächst werden Materialeigenschaften im Magnetisierungsprozess und zur Magnetisierung
des magnetischen Elastomers beitragende Hauptfaktoren gezeigt. Im Weiteren wird ein
Aktor vorgeschlagen, welcher ein magnetorheologisches Elastomer kombiniert mit einem
eingebetteten Elektromagneten enthält. Der Magnetkreis bei angelegtem Strom sowie
sein Funktionsprinzip werden erklärt. Schließlich werden die statischen und dynamischen
Bewegungen und die dynamische Belastung des Aktors mit Hilfe eines experimentellen
Prototypen und einer Messanordnung bestimmt.
[0010] Die
EP 2 239 837 A1 beschreibt einen Aktor, der sich flexibel und weich wie Muskeln bewegen kann, stabil
über eine lange Zeitspanne betrieben werden kann, eine starke Antriebskraft generieren
kann, eine vorteilhafte Empfindlichkeit und eine hohe Energieumwandlungseffizienz
aufweist. Eine Spule ist eingebettet in ein magnetisches Elastomer, welches durch
Mischen eines Pulver-artigen ferromagnetischen oder hochmagnetischen permeablen Materials
mit einem Elastomer erhalten wird, so dass die Spule elektrisch verbunden werden kann.
Durch das elektrische Verbinden der Spule wird ein magnetisches Feld in der Spule
und um die Spule herum generiert. Das magnetische Feld dringt in das magnetische Elastomer
ein. Wenn das magnetische Feld in dem magnetischen Elastomer generiert wird, wirkt
eine Deformationskraft auf das magnetische Elastomer, indem die magnetische Kraft
auf jeden Abschnitt des magnetischen Elastomers wirkt. Auf diese Weise kann eine Antriebskraft
erhalten werden.
[0011] Mit den aus dem Stand der Technik bekannten Verformungsmechanismen von magnetischen
Elastomerkompositen im Magnetfeld lassen sich keine präzise steuerbaren Linearbewegungen
erzeugen.
[0012] Ausgehend hiervon war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Linearaktor bereitzustellen,
mit dem eine präzise steuerbare Linearbewegung ausführbar ist, wobei der zurückzulegende
Weg flexibel vorgebbar und präzise ausführbar sein soll, so dass der Hub des Linearaktors
elektrisch steuerbar ist.
[0013] Diese Aufgabe wird durch den Linearaktor mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die weiteren abhängigen Ansprüche zeigen vorteilhafte Weiterbildungen auf. Erfindungsgemäße
Verwendungen werden in den Ansprüchen 14 und 15 angegeben.
[0014] Erfindungsgemäß wird ein Linearaktor enthaltend mindestens einen magnetischen Elastomer-Komposit,
der mindestens ein Elastomer und magnetisierbare Partikel enthält, bereitgestellt.
Weiterhin enthält der Linearaktor ein inneres und ein äußeres Magnetjoch sowie mindestens
eine Spule und/oder mindestens einen Permanentmagneten oder mindestens einen schaltbaren
Hartmagneten zur Erzeugung von mindestens einem Magnetkreis, der eine Unterbrechung
aufweist. Der magnetische Elastomer-Komposit ist dabei bei Anlegen oder Ändern des
Magnetfeldes derart verformbar, dass eine lineare Aktorbewegung ausgelöst wird und
die Distanz der Aktorbewegung durch die Stärke des Magnetfeldes kontinuierlich und/oder
reversibel steuerbar ist.
[0015] Die Erfindung stellt daher einen Linearaktor bereit, der eine solche präzise steuerbare
Linearbewegung ermöglicht. Hierzu wird ein Linearaktor mit einem speziellen Magnetkreis
beschrieben, bei dem ein magnetischer Elastomerkomposit von dem auf einer Seite liegenden
Magnetkreis angezogen wird, während die andere Seite des magnetischen Elastomerkomposits
frei zugänglich ist. Durch die magnetische Anziehung verformt sich der magnetische
Elastomerkomposit, wobei die Verformung und damit auch der Aktorstellweg mit zunehmender
Magnetfeldstärke oder magnetischer Flussdichte ansteigen. Beim Abschalten des Magnetfeldes
oder bei Reduzierung der Magnetfeldstärke verformt sich der magnetische Elastomerkomposit
zurück. Dabei wirkt das Elastomer wie eine inhärente Rückstellfeder.
[0016] Der magnetische Elastomerkomposit kann in dem Linearaktor verschiedene Formen einnehmen.
[0017] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der magnetische Elastomer-Komposit
scheibenförmig ist und das Magnetfeld im Wesentlichen senkrecht zu dessen Grundfläche
ausgerichtet wird und die Verformung des magnetisches Elastomer-Komposits in Form
einer Wölbung des magnetisches Elastomer-Komposits die Richtung der Aktorbewegung
vorgibt. Der scheibenförmige magnetische Elastomerkomposit ist dabei beispielweise
mit einem weitgehend geschlossenen zylindrischen Magnetkreis aus einer Spule, einem
Innen- und einem Außenjoch verbunden. Dabei steht das Außenjoch, auf dem der magnetische
Elastomerkomposit aufliegt, hervor. Beim Einschalten des Magnetfeldes wird der Mittelteil
des magnetischen Elastomerkomposits vom Innenjoch angezogen, wodurch die Verformung
entsteht. Beim Abschalten des Magnetfeldes erfolgt eine Rückverformung des scheibenförmigen
magnetischen Elastomerkomposits. Die Stärke des Magnetfeldes bestimmt den Grad der
Verformung.
[0018] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform steht das Innenjoch hervor und der magnetische
Elastomer-Komposit liegt darauf auf. In diesem Fall wird beim Einschalten des Magnetfeldes
der Außenteil des magnetischen Elastomerkomposits vom Außenjoch angezogen, wodurch
eine entsprechende Verformung entsteht. Beim Abschalten des Magnetfeldes erfolgt auch
hier eine Rückverformung des scheibenförmigen magnetischen Elastomerkomposits. Die
Stärke des Magnetfeldes bestimmt wiederum den Grad der Verformung.
[0019] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass der magnetische Elastomer-Komposit
im Wesentlichen scheibenförmig ist und zum Zentrum der Scheibe hin eine größere oder
kleinere Scheibendicke aufweist, insbesondere in Form einer Wölbung nach außen oder
innen auf der dem inneren Joch zugewandten Seite, wobei sich die Scheibendicke stetig
oder stufenweise ändert. Dabei ist es bevorzugt, dass das innere Joch eine zur Scheibenform
im Wesentlichen korrespondierende konkave oder konvexe Wölbung aufweist. Durch die
Formanpassung zwischen dem Elastomer-Komposit und dem inneren Joch wird die Aktuationskraft
verstärkt.
[0020] Es ist weiter bevorzugt, dass der magnetische Elastomer-Komposit mit mindestens einem
mechanischen und/oder hydraulischen Element, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe
bestehend aus einer Stange, einem Stempel, einem Faden, einer hydraulischen Flüssigkeit,
einem mit Flüssigkeit oder Gas gefüllten Sack sowie Kombinationen hiervon, gekoppelt
ist, über die die Verformung in eine lineare Bewegung des Linearaktors übertragbar
ist.
[0021] Vorzugsweise weist der Linearaktor eine Spule oder eine Spule und einen Permanentmagneten
oder eine Spule und einen schaltbaren Hartmagneten auf.
[0022] Der magnetische Elastomerkomposit enthält vorzugsweise als Matrixmaterial mindestens
ein Elastomer, das bevorzugt ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Silicon,
Fluorsilicon, Polyurethan (PUR), Polynorbornen, Naturkautschuk (NR), Styrol-Butadien
(SBR), Isobutylen-Isopren (IIR), Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer (EPDM/EPM), Poly-Chlorbutadien
(CR), Chlorsulfoniertes Polyethylen (CSM), Acrylnitril-Butadien (NBR), Hydriertes
Acrylnitril-Butadien (HNBR), einen Fluorkautschuk wie Viton, ein thermoplastisches
Elastomer wie thermoplastische Styrol-Copolymere (Styrol-Butadien-Styrol-(SBS-), Styrol-Ethylen-Butadien-Styrol-
(SEBS-), Styrol-Ethylen-Propylen-Styrol-(SEPS-), Styrol-Ethylen-Ethylen-Propylen-Styrol-
(SEEPS-) oder Styrol-Isopren-Styrol-(SIS-) Copolymer), teilvernetzte Blends auf Polyolefin-Basis
(aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk und Polypropylen (EPDM/PP), aus Nitril-Butadien-Kautschuk
und Polypropylen (NBR/PP) oder aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk und Polyethylen(EPDM/PE))
oder thermoplastische Urethan-Copolymere (aromatisches Hartsegment und Ester-Weichsegment
(TPU-ARES), aromatisches Hartsegment und Ether-Weichsegment (TPU-ARET) oder aromatisches
Hartsegment und Ester/Ether- Weichsegment (TPU-AREE)) sowie Mischungen, Blends oder
Legierungen hiervon.
[0023] Als magnetische Partikel werden bevorzugt Partikel ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Eisen, insbesondere Carbonyleisen, Cobalt, Nickel, Eisenlegierungen, insbesondere
Eisen-Cobalt-Legierungen oder Eisen-Nickel-Legierungen, Eisenoxiden, insbesondere
Magnetit oder Ferrit, bevorzugt Manganzinkferrit, Aluminium-Nickel-Cobalt-Legierungen
und Mischungen hiervon ausgewählt. Die mittlere Größe der magnetischen Partikel beträgt
vorzugsweise unter 100 µm.
[0024] Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Variante enthält der erfindungsgemäße magnetische
Elastomer-Komposit vorzugsweise sich von den magnetisierbaren Partikeln unterscheidende
magnetisierbare Elemente bzw. Formkörper, wobei die Größe der Elemente bzw. Formkörper
die Größe der Partikel bevorzugt um den Faktor 10, besonders bevorzugt um den Faktor
100 übersteigt. Diese magnetisierbaren Elemente verstärken die magnetischen Anziehungskräfte
auf den magnetischen Elastomerkomposit. Alternativ können auch mehrere oder viele
magnetisierbaren Elemente in oder an dem magnetischen Elastomerkomposit befestigt
sein. Der oder die magnetisierbaren Elemente können aus weichmagnetischen Materialien,
insbesondere Eisen, bevorzugt Carbonyleisen, Cobalt, Nickel, Eisenlegierungen, bevorzugt
Eisen-Cobalt-Legierungen oder Eisen-Nickel-Legierungen, Eisenoxiden, bevorzugt Magnetit
oder Ferrit, besonders bevorzugt Manganzinkferrit, oder hartmagnetischen Materialien,
insbesondere Aluminium-Nickel-Cobalt, Neodym-Eisen-Bor oder Samarium-Cobalt oder Mischungen
hiervon bestehen.
[0025] Der magnetische Elastomerkomposit kann auch aus einem Faltenbalg mit konzentrischen
Falten bestehen. Durch die Entfaltung wird die Verformung im Magnetfeld erleichtert.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass der scheibenförmige magnetische Elastomerkomposit
auf einer Seite eine Auswölbung aufweist. Auf diese Weise kommt es zu einer stärkeren
magnetischen Anziehung im Magnetfeld. Außerdem kann das Innenjoch und/oder die Spule
eine komplementäre Einwölbung aufweisen, in die sich die Auswölbung magnetischen Elastomerkomposits
hineinbewegt. Auf diese Weise kann eine stärkere Verformungsbewegung des magnetischen
Elastomerkomposits stattfinden.
[0026] Die Verformung des magnetischen Elastomerkomposits im Magnetfeld kann direkt als
Linearaktuation genutzt werden. In diesem Fall erfolgt die Aktuation beim Einschalten
des Magnetfeldes von der Außenseite des magnetischen Elastomerkomposits betrachtet
nach innen. Die Verformungsbewegung kann jedoch durch eine mechanische Übertragung
auf die andere Seite des Magnetkreises transferiert werden. Zur Übertragung wird beispielsweise
eine Stange oder ein Stempel eingesetzt, die durch das Innenjoch hindurchgeführt wird.
Alternativ kann hierfür auch ein hydraulisches Medium verwendet werden, das die Bewegung
des magnetischen Elastomerkomposits auf die andere Seite des Magnetkreises überträgt.
Die mechanische Übertragung kann alternativ auch durch das Außenjoch erfolgen.
[0027] Das Magnetfeld zum Ansteuern des magnetischen Elastomerkomposits wird in der Regel
durch eine Spule erzeugt. Der Magnetkreis kann jedoch auch einen Permanentmagneten
enthalten, der ohne elektrische Energie ein Magnetfeld erzeugt. Eine zusätzliche Spule
kann dann dieses Magnetfeld wahlweise entweder schwächen oder sogar kompensieren oder
verstärken. Durch den Permanentmagneten wird auf diese Weise eine Grundeinstellung
des Linearaktors mit einer bestimmten Verformung des magnetischen Elastomerkomposits
definiert. Durch die Kompensation des Magnetfeldes des Permanentmagneten durch die
Spule wird so das Schaltverhalten gegenüber einem Magnetkreis nur mit Spule umgekehrt.
Vorzugsweise besteht der Permanentmagnet aus Neodym-Eisen-Bor oder Samarium-Cobalt.
[0028] Außerdem besteht die Möglichkeit, einen schaltbaren Hartmagneten in den Magnetkreis
zu integrieren. In diesem Fall wird der Hartmagnet durch ein kurzzeitig durch die
Spule erzeugtes Magnetfeld mit einer bleibenden Magnetisierung versehen. Auf diese
Weise wird der magnetische Elastomerkomposit verformt und der Linearaktor bewegt sich
in eine definierte Position. Bei dieser Anordnung wird elektrische Energie nur für
die Veränderung der Aktorposition benötigt, indem der schaltbare Hartmagnet eine andere
Magnetisierung erhält. Vorzugsweise besteht der schaltbare Hartmagnet aus Aluminium-Nickel-Cobalt
oder aus einem Ferrit. Bevorzugt werden für den schaltbaren Hartmagneten Materialien
mit einer Koerzitivfeldstärke von weniger als 100 kA/m und einer Sättigungsmagnetisierung
von mehr als 600 mT.
[0029] Schließlich kann der Linearaktor auch zwei Magnetkreise aufweisen, die elektrisch
separat angesteuert werden können. In diesem Fall befindet sich der magnetische Elastomerkomposit
vorzugsweise zwischen den beiden Magnetkreisen und kann wahlweise von dem einen oder
dem anderen Magnetkreis angezogen werden. Da hier keine Zugänglichkeit von außen vorliegt,
wird die Bewegung des magnetischen Elastomerkomposits durch die bereits dargestellte
mechanische oder hydraulische Übertragung nach außen transferiert werden.
[0030] In einer weiteren Ausführungsform kann der magnetische Elastomerkomposit dazu verwendet
werden, eine Eigenschaftsänderung durch eine lineare Aktorbewegung zu steuern, wobei
diese Eigenschaftsänderung beispielsweise eine Änderung einer Oberflächenstruktur
zur Folge hat. Die Änderung der Struktur der zumindest einen Oberfläche bewirkt, dass
sich die Oberfläche in eine Bedienfläche umwandelt. Durch ein Aktivierungssignal wird
über eine Spule ein Magnetfeld erzeugt, wobei infolgedessen der magnetische Elastomerkomposit
in seiner Form verändert und eine Bedienfläche sichtbar wird. Durch die Deaktivierung
des Magnetfeldes geht der magnetische Elastomerkomposit wieder in seine Ausgangsform
zurück, wobei sich die Bedienfläche wieder in die anfängliche Oberfläche umwandelt.
Damit sind reversibel formbare Oberflächen zur Abdeckung von zum Beispiel Schaltern,
Sensoren, Bedienelementen usw. möglich.
[0031] Die erfindungsgemäßen Linearaktoren finden Verwendung zum gesteuerten Bewegen, Verstellen
oder Justieren von Klappen, Türen, Spiegeln, optischen Elementen, insbesondere Strahlungsquellen.
Ebenso können die Linearaktoren zur Erzeugung von Bewegungen in Robotern sowie für
haptisch fühlbare Elemente dienen.
[0032] Anhand der in den nachfolgenden Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele soll der
erfindungsgemäße Gegenstand näher erläutert werden, ohne diesen auf die hier gezeigten
spezifischen Ausführungsformen einschränken zu wollen.
[0034] Die Figuren zeigen:
- Fig. 1
- einen Linearaktor mit Verformung von magnetischem Elastomerkomposit im Magnetfeld
- Fig. 2
- einen Linearaktor mit Verformung von magnetischem Elastomerkomposit im Magnetfeld,
wobei das Innenjoch länger als das Außenjoch ist und sich der magnetische Elastomerkomposit
durch die Anziehung zum Außenjoch verformt
- Fig. 3
- einen Linearaktor mit Magnetkreis mit Spule und mit Auswölbung auf magnetischem Elastomer-Komposit
- Fig. 4
- einen Linearaktor mit Magnetkreis mit Spule und mit Auswölbung auf magnetischem Elastomer-Komposit
sowie Einwölbung in Magnetinnenjoch
- Fig. 5
- einen Linearaktor mit Verformung von magnetischem Elastomerkomposit im Magnetfeld
und Übertragung der Bewegung auf Membran durch hydraulische Flüssigkeit
- Fig. 6
- einen Linearaktor mit Verformung von magnetischem Elastomerkomposit im Magnetfeld
und Übertragung der Bewegung durch hydraulische Flüssigkeit und Stempel
- Fig. 7
- einen Linearaktor mit Verformung von magnetischem Elastomerkomposit im Magnetfeld
und Übertragung der Bewegung auf Membran durch hydraulische Flüssigkeit; magnetischer
Elastomerkomposit enthält magnetischen Formkörper
- Fig. 8
- einen Linearaktor mit Verformung von magnetischem Elastomerkomposit im Magnetfeld
und Übertragung der Bewegung durch hydraulische Flüssigkeit und Stempel; magnetischer
Elastomerkomposit enthält magnetischen Formkörper
- Fig. 9
- einen Linearaktor mit magnetischem Elastomerkomposit als Faltenbalg, der sich durch
das Magnetfeld entfaltet; Übertragung der Bewegung auf Membran durch hydraulische
Flüssigkeit
- Fig. 10
- einen Linearaktor mit magnetischem Elastomerkomposit als Faltenbalg, der sich durch
das Magnetfeld entfaltet; Übertragung der Bewegung durch hydraulische Flüssigkeit
und Stempel
- Fig. 11
- einen Linearaktor mit Elektromagnet und schaltbarem Hartmagnet in Magnetkreis; Verformung
von magnetischem Elastomerkomposit im Magnetfeld und Übertragung der Bewegung auf
Membran durch hydraulische Flüssigkeit
- Fig. 12
- einen Linearaktor mit Elektromagnet und schaltbarem Hartmagnet in Magnetkreis; Verformung
von magnetischem Elastomerkomposit im Magnetfeld und Übertragung der Bewegung durch
hydraulische Flüssigkeit und Stempel
- Fig. 13
- einen Linearaktor mit Elektromagnet und Permanentmagnet in Magnetkreis; Verformung
von magnetischem Elastomerkomposit im Magnetfeld
- Fig. 14
- einen Linearaktor mit Auswölbung von magnetischem Elastomerkomposit und Einwölbung
von Magnetkreis einschließlich Elektromagnet auf der zum magnetischen Elastomerkomposit
hinweisenden Seite; Übertragung der Bewegung durch Stempel
- Fig. 15
- einen Linearaktor mit Auswölbung von magnetischem Elastomerkomposit und Einwölbung
von Magnetkreis einschließlich Elektromagnet auf der zum magnetischen Elastomerkomposit
hinweisenden Seite; magnetischer Elastomerkomposit enthält magnetischen Formkörper;
Übertragung der Bewegung durch Stempel.
- Fig. 16
- einen Linearaktor, bei dem sich der magnetische Elastomerkomposit zwischen zwei Jochteilen
befindet, sich im Magnetfeld ausdehnt und dabei die Bewegung durch einen Stempel durch
das Innenjoch nach außen überträgt.
Ausführungsbeispiele
[0035] Das erste Ausführungsbeispiel zeigt einen Linearaktor mit einem Magnetkreis mit einer
Spule. Das äußere Joch, auf dem der magnetische Elastomerkomposit aufliegt, ist länger
als das innere Joch, wodurch der Magnetkreis zwischen dem inneren Joch und dem scheibenförmigen
magnetischen Elastomerkomposit eine Unterbrechung aufweist (Figur 1, links). Beim
Anlegen eines Stromes in der Spule wird ein Magnetfeld erzeugt, durch welches der
magnetische Elastomerkomposit vom inneren Joch angezogen wird und sich dabei verformt
(Figur 1, rechts). Die Stärke der Verformung ist durch die Stärke des angelegten Magnetfeldes
über den Spulenstrom kontinuierlich steuerbar. Beim Abschalten des Magnetfeldes formt
sich der magnetische Elastomerkomposit wieder in seine Ausgangsform zurück.
[0036] Im zweiten Ausführungsbeispiel ist das äußere Joch kürzer als das innere Joch. Dadurch
liegt der scheibenförmige magnetische Elastomerkomposit auf dem inneren Joch auf (Figur
2, links). Beim Anlegen des Magnetfeldes wird der magnetische Elastomerkomposit vom
äußeren Joch angezogen und verformt sich entsprechend (Figur 2, rechts).
[0037] Das dritte Ausführungsbespiel zeigt wieder einen Linearaktor mit einem kürzeren Innenjoch.
Hier weist der magnetische Elastomerkomposit auf der dem Innenjoch zugewandten Seite
eine Auswölbung auf (Figur 3, links). Beim Anlegen des Magnetfeldes wird der magnetische
Elastomerkomposit vom Innenjoch mit einer stärkeren Kraft angezogen als ohne Auswölbung.
Die Stärke der Verformung ist dagegen durch die Auswölbung eingeschränkt (Figur 3,
rechts).
[0038] Im vierten Ausführungsbeispiel weist das Innenjoch eine Einwölbung auf, die sich
zur Auswölbung auf dem magnetischen Elastomerkomposit komplementär verhält (Figur
4, links). Beim Anlegen des Magnetfeldes kann deshalb die Auswölbung auf dem magnetischen
Elastomerkomposit in die Einwölbung in dem Innenjoch eindringen (Figur 4, rechts).
[0039] Das fünfte Ausführungsbeispiel zeigt einen Linearaktor mit einem kürzeren Innenjoch,
das von einem Kanal durchzogen wird, der am oberen Ende durch eine Membran abgedichtet
wird. Der Zwischenraum zwischen dem magnetischen Elastomerkomposit und dem Innenjoch
sowie der Kanal sind mit einer hydraulischen Flüssigkeit gefüllt (Figur 5, links).
Beim Anlegen des Magnetfeldes verformt sich der magnetische Elastomerkomposit in Richtung
des Innenjoches und verdrängt dabei die hydraulische Flüssigkeit aus dem Zwischenraum.
Die hydraulische Flüssigkeit wird durch den Kanal nach oben gedrückt und verformt
dabei die oben anliegende Membran (Figur 5, rechts).
[0040] Im sechsten Ausführungsbeispiel ist der Kanal nur teilweise mit einer hydraulischen
Flüssigkeit gefüllt. Über der Flüssigkeitsoberfläche befindet sich eine Stange (Figur
6, links). Beim Anlegen des Magnetfeldes drückt die hydraulische Flüssigkeit die Stange
nach oben und aus dem Joch hinaus (Figur 6, rechts).
[0041] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 zeigt wie das fünfte Ausführungsbeispiel einen
Linearaktor, bei dem die Verformung des magnetischen Elastomerkomposits durch eine
hydraulische Flüssigkeit nach oben übertragen wird. Durch einen auf der Unterseite
des magnetischen Elastomerkomposits angebrachten magnetischen Formkörper aus magnetischem
Stahl wird die Anziehungskraft auf das Innenjoch stark erhöht. Dadurch steigt auch
der auf die hydraulische Flüssigkeit ausgeübte Druck und damit die Aktuationskraft
entsprechend.
[0042] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 wird ebenfalls ein magnetischer Formkörper am
magnetischen Elastomerkomposit zur Verstärkung der Aktuationskraft angebracht. Hier
wird die Kraft jedoch wie im sechsten Ausführungsbeispiel zunächst hydraulisch und
dann über eine Stange übertragen.
[0043] Im neunten Ausführungsbeispiel hat der magnetische Elastomerkomposit die Form eines
Faltenbalgs (Figur 9, links). Beim Anlegen des Magnetfeldes entfaltet sich der Faltenbalg
und drückt eine hydraulische Flüssigkeit nach oben, die wiederum eine Membran verformt.
[0044] Im Ausführungsbespiel gemäß Fig. 10 wird die hydraulische Flüssigkeit wieder teilweise
durch eine Stange ersetzt.
[0045] Im elften Ausführungsbeispiel enthält der Magnetkreis zusätzlich zum Elektromagneten
einen ringförmigen schaltbaren Hartmagneten aus einer Aluminium-Nickel-Cobalt-Legierung,
der anfangs nicht magnetisiert ist (Figur 11, links). Beim Erzeugen eines Magnetfeldes
durch die Spule wird der Hartmagnet magnetisiert und behält die Magnetisierung auch
nach Abschalten des Spulenstromes bei (Figur 11, rechts). Damit bleiben die Verformung
des magnetischen Elastomerkomposits, die Verschiebung der hydraulischen Flüssigkeit
nach oben und die Verformung der darüber liegenden Membran erhalten, ohne dass weitere
elektrische Energie durch die Spule zugeführt werden muss. Nur für eine Veränderung
des Aktuationszustandes muss elektrische Energie durch die Spule zugeführt werden,
um die Magnetisierung des Hartmagneten zu verändern.
[0046] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 12 wird die hydraulische Flüssigkeit gegenüber
dem elften Ausführungsbeispiel wieder teilweise durch eine Stange ersetzt.
[0047] Im dreizehnten Ausführungsbeispiel enthält der Magnetkreis zusätzlich zum Elektromagneten
einen ringförmigen Permanentmagneten aus einer Samarium-Cobalt-Legierung. Das vom
Permanentmagneten erzeugte Magnetfeld verformt den magnetischen Elastomerkomposit
ohne Zufuhr von elektrischer Energie (Figur 13, links). Ein zusätzlich von der Spule
erzeugtes Magnetfeld kann das Feld des Permanentmagneten verstärken und damit die
Verformung des magnetischen Elastomerkomposits vergrößern (Figur 13, Mitte). Durch
die Umkehrung der Stromrichtung in der Spule kann das zusätzliche Magnetfeld auch
das Feld des Permanentmagneten schwächen und damit die Verformung des magnetischen
Elastomerkomposits verringern oder sogar aufheben (Figur 13, rechts).
[0048] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 14 zeigt eine kompakte Form eines Linearaktors
mit magnetischem Elastomerkomposit. Hier ist der magnetische Elastomerkomposit kegelförmig
mit abgeflachter Spitze ausgeführt (Fig. 14, links). Die Spulenwicklung weist einen
dreiecksförmigen Querschnitt auf, der zur Kegelform des magnetischen Elastomerkomposits
weitgehend komplementär ist. Beim Anlegen des Magnetfeldes durch die Spule verformt
sich der magnetische Elastomerkomposit und drückt eine kurze Stange nach oben (Fig.
14, rechts). Mit einem solchen Linearaktor können relativ hohe Aktuationskräfte erzeugt
werden.
[0049] Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 15 ist der Linearaktor ähnlich aufgebaut wie im
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 14. Der magnetische Elastomerkomposit enthält hier
jedoch einen magnetischen Formkörper. Dadurch wird die Anziehungskraft auf das Innenjoch
und damit die Aktuationskraft noch einmal verstärkt.
[0050] Im sechszehnten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 16 weist der magnetische Elastomerkomposit
die Form eines Zylinders auf. Er befindet sich im Linearaktor zwischen einem unteren
und einem oberen Jochteil, füllt aber den Zwischnraum zwischen Jochteilen nur teilweise
aus (Fig. 16, links). Beim Anlegen des Magnetfeldes wird der magnetische Elastomerkomposit
von beiden Jochteilen angezogen und dehnt sich in seiner Länge nach oben aus. Dadurch
wird eine Stange durch das Innenjoch nach oben verschoben (Fig. 16, rechts).
1. Linearaktor enthaltend mindestens einen magnetischen ElastomerKomposit enthaltend
mindestens ein Elastomer und magnetisierbare Partikel, ein inneres und ein äußeres
Magnetjoch, wobei der magnetisehe Elastomer-Komposit auf dem inneren oder äußeren
Magnetjoch aufliegt, sowie mindestens eine Spule und/oder mindestens einen Permanentmagneten
und/oder mindestens einen schaltbaren Hartmagneten zur Erzeugung von mindestens einem
Magnetkreis, der eine Unterbrechung aufweist, wobei der magnetische Elastomer-Komposit
bei Anlegen oder Ändern des Magnetfeldes derart verformbar ist, dass eine lineare
Aktorbewegung ausgelöst wird und die Distanz der Aktorbewegung durch die Stärke des
Magnetfelds kontinuierlich und/oder reversibel steuerbar ist.
2. Linearaktor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das auf den magnetischen Elastomer-Komposit einwirkende Magnetfeld inhomogen ist.
3. Linearaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der magnetische Elastomer-Komposit scheibenförmig ist und das Magnetfeld im Wesentlichen
senkrecht zu dessen Grundfläche ausgerichtet wird und die Verformung des magnetisches
Elastomer-Komposits in Form einer Wölbung des magnetisches Elastomer-Komposits die
Richtung der Aktorbewegung vorgibt.
4. Linearaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der magnetische Elastomer-Komposit im Wesentlichen scheibenförmig ist und zum Zentrum
der Scheibe hin eine größere oder kleinere Scheibendicke aufweist, insbesondere in
Form einer Auswölbung nach außen oder einer Einwölbung nach innen auf der dem inneren
Joch zugewandten Seite, wobei sich die Scheibendicke stetig oder stufenweise ändert.
5. Linearaktor nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass das innere oder das äußere Joch eine zur Scheibenform Im Wesentlichen korrespondierende
konkave oder konvexe Wölbung aufweist.
6. Linearaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der magnetische Elastomer-Komposit mit mindestens einem mechanischen und/oder hydraulischen
Element, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer Stange, einem
Stempel, einem Faden, einer hydraulischen Flüssigkeit, einem mit Flüssigkeit oder
Gas gefüllten Sack sowie Kombinationen hiervon, gekoppelt ist, über die die Verformung
in eine lineare Bewegung des Linearaktors übertragbar ist.
7. Linearaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Linearaktor eine Spule und einen Permanentmagneten oder eine Spule und einen
schaltbaren Hartmagneten aufweist, der bevorzugt aus einer Aluminium-Nickel-Cobalt-Legierung,
aus einem Ferrit oder aus einem anderen Material mit einer Koerzitivfeldstärke von
weniger als 100 kA/m und einer Sättigungsmagnetisierung von mehr als 600 mT besteht.
8. Linearaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Elastomer ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Silicon,
Fluorsilicon, Polyurethan (PUR), Polynorbornen, Naturkautschuk (NR), Styrol-Butadien
(SBR), Isobutylen-Isopren (IIR), Ethylen-Propylen-Dien-Terpolymer (EPDM/EPM), Poly-Chlorbutadien
(CR), Chlorsulfoniertes Polyethylen (CSM), Acrylnitril-Butadien (NBR), Hydriertes
Acrylnitril-Butadien (HNBR), einen Fluorkautschuk wie Viton, ein thermoplastisches
Elastomer wie thermoplastische Styrol-Copolymere (Styrol-Butadien-Styrol- (SBS-),
Styrol-Ethylen-Butadien-Styrol- (SEBS-), Styrol-Ethylen-Propylen-Styrol- (SEPS-),
Styrol-Ethylen-Ethylen-Propylen-Styrol-(SEEPS-) oder Styrol-Isopren-Styrol-(SIS-)
Copolymer), teilvernetzte Blends auf Polyolefin-Basis (aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
und Polypropylen (EPDM/PP), aus Nitril-Butadien-Kautschuk und Polypropylen (NBR/PP)
oder aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk und Polyethylen(EPDM/PE)) oder thermoplastische
Urethan-Copolymere (aromatisches Hartsegment und Ester-Weichsegment (TPU-ARES), aromatisches
Hartsegment und Ether-Weichsegment (TPU-ARET) oder aromatisches Hartsegment und Ester/Ether-
Weichsegment (TPU-AREE)) sowie Mischungen, Blends oder Legierungen hiervon.
9. Linearaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die magnetisierbaren Partikel ausgewählt sind aus Materialien bestehend aus Eisen,
insbesondere Carbonyleisen, Cobalt, Nickel, Eisenlegierungen, insbesondere Eisen-Cobalt-Legierungen
oder Eisen-Nickel-Legierungen, Eisenoxiden, insbesondere Magnetit oder Ferrit, bevorzugt
Manganzinkferrit, Aluminium-Nickel-Cobalt-Legierungen und Mischungen hiervon, wobei
die mittlere Partikelgröße bevorzugt unter 100 µm liegt.
10. Linearaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der magnetische Elastomer-Komposit zusätzlich sich von den magnetisierbaren Partikeln
unterscheidende magnetisierbare Elemente bzw. Formkörper aufweist, wobei die Größe
der Elemente die Größe der Partikel bevorzugt um den Faktor 10, besonders bevorzugt
um den Faktor 100 übersteigt.
11. Linearaktor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetisierbaren Partikel und die magnetisierbaren Elemente bzw. Formkörper isotrop
oder anisotrop im magnetischen Elastomer-Komposit angeordnet sind.
12. Linearaktor nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetisierbaren Elemente bzw. Formkörper aus weichmagnetischen Materialien,
insbesondere Eisen, bevorzugt Carbonyleisen, Cobalt, Nickel, Eisenlegierungen, bevorzugt
Eisen-Cobalt-Legierungen oder Eisen-Nickel-Legierungen, Eisenoxiden, bevorzugt Magnetit
oder Ferrit, besonders bevorzugt Manganzinkferrit, oder hartmagnetischen Materialien,
insbesondere Aluminium-Nickel-Cobalt, Neodym-Eisen-Bor oder Samarium-Cobalt oder Mischungen
hiervon bestehen.
13. Linearaktor nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der magnetische Elastomer-Komposit die Form eines Faltenbalgs aufweist, der sich
bei Anlegen oder Ändern eines Magnetfelds zumindest teilweise entfaltet oder zusammenfaltet.
14. Verwendung des Linearaktors nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum gesteuerten
Bewegen, Verstellen oder Justieren von Klappen, Türen, Spiegeln, optischen Elementen,
insbesondere Strahlungsquellen.
15. Verwendung des Linearaktors nach einem der Ansprüche 1-13 zur Erzeugung von Bewegungen
in Robotern sowie für haptisch fühlbare Elemente.
1. Linear actuator comprising at least one magnetic elastomer composite comprising at
least one elastomer and magnetizable particles, an inner and an outer magnet yoke,
wherein the magnetic elastomer composite rests on the inner or outer magnet yoke,
and at least one coil and/or at least one permanent magnet and/or at least one switchable
hard magnet for generating at least one magnetic circuit which has an interruption,
wherein the magnetic elastomer composite is deformable upon application or modification
of the magnetic field such that a linear actuator movement is triggered and the distance
of the actuator movement is continuously and/or reversibly controllable by the strength
of the magnetic field.
2. Linear actuator according to claim 1, characterized in that the magnetic field acting on the magnetic elastomer composite is inhomogeneous.
3. Linear actuator according to any one of the preceding claims, characterized in that the magnetic elastomer composite is disc-shaped and the magnetic field is oriented
substantially perpendicular to the base surface thereof and the deformation of the
magnetic elastomer composite in the form of a curvature of the magnetic elastomer
composite prescribes the direction of the actuator movement.
4. Linear actuator according to any one of the preceding claims, characterized in that the magnetic elastomer composite is substantially disc-shaped and has a larger or
smaller disc thickness towards the centre of the disc, in particular in the form of
an outward bulge or an inward indentation on the side facing towards the inner yoke,
wherein the disc thickness changes continuously or in steps.
5. Linear actuator according to the preceding claim, characterized in that the inner or the outer yoke has a concave or convex curvature which substantially
corresponds to the disc shape.
6. Linear actuator according to any one of the preceding claims, characterized in that the magnetic elastomer composite is coupled to at least one mechanical and/or hydraulic
element, in particular selected from the group consisting of a rod, a ram, a thread,
a hydraulic fluid, a fluid-filled or gas-filled bag, and combinations thereof, via
which the deformation can be transformed into a linear movement of the linear actuator.
7. Linear actuator according to any one of the preceding claims, characterized in that the linear actuator has a coil and a permanent magnet or a coil and a switchable
hard magnet, which is preferably made of an aluminium-nickel-cobalt alloy, of a ferrite
or of another material having a coercive field strength of less than 100 kA/m and
a saturation magnetization of more than 600 mT.
8. Linear actuator according to any one of the preceding claims, characterized in that the at least one elastomer is selected from the group consisting of silicone, fluorosilicone,
polyurethane (PUR), polynorbornene, natural rubber (NR), styrene-butadiene (SBR),
isobutylene-isoprene (IIR), ethylene-propylene-diene terpolymer (EPDM/EPM), polychlorobutadiene
(CR), chlorosulphonated polyethylene (CSM), acrylonitrile-butadiene (NBR), hydrogenated
acrylonitrile-butadiene (HNBR), a fluororubber such as Viton, a thermoplastic elastomer
such as thermoplastic styrene copolymers (styrene-butadiene-styrene (SBS), styrene-ethylene-butadiene-styrene
(SEBS), styrene-ethylene-propylene-styrene (SEPS), styrene-ethylene-ethylene-propylene-styrene
(SEEPS) or styrene-isoprene-styrene (SIS) copolymer), partially crosslinked, polyolefin-based
blends (of ethylene-propylene-diene rubber and polypropylene (EPDM/PP), of nitrile-butadiene
rubber and polypropylene (NBR/PP) or of ethylene-propylene-diene rubber and polyethylene
(EPDM/PE)) or thermoplastic urethane copolymers (aromatic hard segment and ester soft
segment (TPU-ARES), aromatic hard segment and ether soft segment (TPU-ARET) or aromatic
hard segment and ester/ether soft segment (TPU-AREE)), and mixtures, blends or alloys
thereof.
9. Linear actuator according to any one of the preceding claims, characterized in that the magnetizable particles are selected from materials consisting of iron, in particular
carbonyl iron, cobalt, nickel, iron alloys, in particular iron-cobalt alloys or iron-nickel
alloys, iron oxides, in particular magnetite or ferrite, preferably manganese zinc
ferrite, aluminium-nickel-cobalt alloys, and mixtures thereof, wherein the mean particle
size is preferably less than 100 µm.
10. Linear actuator according to any one of the preceding claims, characterized in that the magnetic elastomer composite additionally comprises magnetizable elements or
shaped bodies which differ from the magnetizable particles, wherein the size of the
elements exceeds the size of the particles preferably by the factor 10, particularly
preferably by the factor 100.
11. Linear actuator according to claim 10, characterized in that the magnetizable particles and the magnetizable elements or shaped bodies are arranged
isotropically or anisotropically in the magnetic elastomer composite.
12. Linear actuator according to claim 10 or 11, characterized in that the magnetizable elements or shaped bodies are made of soft-magnetic materials, in
particular iron, preferably carbonyl iron, cobalt, nickel, iron alloys, preferably
iron-cobalt alloys or iron-nickel alloys, iron oxides, preferably magnetite or ferrite,
particularly preferably manganese zinc ferrite, or hard-magnetic materials, in particular
aluminium-nickel-cobalt, neodymium-iron-boron or samarium-cobalt, or mixtures thereof.
13. Linear actuator according to any one of the preceding claims, characterized in that the magnetic elastomer composite has the shape of a bellows, which at least partially
unfolds or folds together upon application or modification of a magnetic field.
14. Use of the linear actuator according to any one of the preceding claims for the controlled
movement, shifting or adjustment of flaps, doors, mirrors, optical elements, in particular
radiation sources.
15. Use of the linear actuator according to any one of claims 1 to 13 for generating movements
in robots and also for haptic elements.
1. Actionneur linéaire contenant au moins un composite élastomère magnétique contenant
au moins un élastomère et des particules aimantables, une culasse intérieure et une
culasse extérieure, le composite élastomère magnétique reposant sur la culasse intérieure
ou extérieure, ainsi qu'au moins une bobine et/ou au moins un aimant permanent et/ou
au moins un aimant dur commutable, pour la production d'au moins un circuit magnétique,
qui présente une interruption, le composite élastomère magnétique pouvant, lors de
l'application ou d'une modification du champ magnétique, subir une déformation telle
qu'il en résulte un mouvement linéaire de l'actionneur, et la distance du mouvement
de l'actionneur pouvant être commandée, sous l'effet de l'intensité du champ magnétique,
d'une manière continue ou réversible.
2. Actionneur linéaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que le champ magnétique agissant sur le composite élastomère magnétique est non homogène.
3. Actionneur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composite élastomère magnétique a une forme de disque, et le champ magnétique
est orienté pour l'essentiel perpendiculairement à sa surface de base, et la déformation
du composite élastomère magnétique, sous forme d'une voûte du composite élastomère
magnétique, prédéfinit la direction du mouvement de l'actionneur.
4. Actionneur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composite élastomère magnétique a pour l'essentiel la forme d'un disque, et, en
allant vers le centre du disque, présente une épaisseur de disque plus grande ou plus
petite, en particulier sous forme d'un renflement vers l'extérieur ou d'une voûte
vers l'intérieur sur le côté dirigé vers la culasse intérieure, l'épaisseur du disque
variant d'une manière continue ou pas-à-pas.
5. Actionneur linéaire selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la culasse intérieure ou la culasse extérieure présente une voûte concave ou convexe,
correspondant pour l'essentiel à la forme du disque.
6. Actionneur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composite élastomère magnétique est couplé à un élément mécanique et/ou hydraulique,
choisi en particulier dans le groupe consistant en une tige, un poinçon, un fil, un
fluide hydraulique, un sac rempli d'un liquide ou d'un gaz, ainsi que les combinaisons
de ceux-ci, par l'intermédiaire duquel la déformation peut être convertie en un mouvement
linéaire de l'actionneur linéaire.
7. Actionneur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'actionneur linéaire comprend une bobine et un aimant permanent, ou une bobine et
un aimant dur commutable, qui de préférence est constitué d'un alliage aluminium-nickel-cobalt,
d'une ferrite, ou d'un autre matériau ayant une intensité du champ coercitif inférieure
à 100 kA/m et une aimantation à saturation supérieure à 600 mT.
8. Actionneur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins un élastomère est choisi dans le groupe comprenant la silicone, une fluorosilicone,
le polyuréthanne (PUR), le polynorbornène, le caoutchouc naturel (NR), le styrène-butadiène
(SBR), l'isobutylène-isoprène (IIR), le terpolymère éthylène-propylène-diène (EPDM/EPM),
le poly-chlorobutadiène (CR), le polyéthylène chlorosulfoné (CSM), l'acrylonitrile-butadiène
(NBR), l'acrylonitrile-butadiène hydrogéné (HNBR), un caoutchouc fluoré tel que le
Viton, un élastomère thermoplastique tel que les copolymères thermoplastiques du styrène
(copolymère styrène-butadiène-styrène (SBS), styrène-éthylène-butadiène-styrène (SEBS),
styrène-éthylène-propylène-styrène (SEPS), styrène-éthylène-éthylène-propylène-styrène
(SEEPS), ou styrène-isoprène-styrène (SIS), les mélanges partiellement réticulés à
base de polyoléfine (mélanges de caoutchouc nitrile-butadiène et de polypropylène
(NBR/PP), ou caoutchouc éthylène-propylène-diène et polyéthylène (EPDM/PE)), ou les
copolymères thermoplastiques de l'uréthanne (segment rigide aromatique et segment
souple ester (TPU-ARES), segment rigide aromatique et segment souple éther (TPU/ARET)
ou segment rigide aromatique et segment souple ester/éther (TPU/AREE)), ainsi que
les mélanges, mélanges intimes ou alliages de ceux-ci.
9. Actionneur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les particules aimantable sont choisies parmi les matériaux constitués de fer, en
particulier de fer-carbonyle, de cobalt, de nickel, d'alliages du fer, en particulier
d'alliages fer-cobalt ou d'alliages fer-nickel, d'oxydes de fer, en particulier de
magnétite ou de ferrite, de préférence de ferrite de manganèse-zinc, d'alliages aluminium-nickel-cobalt
et de mélanges de ceux-ci, la granulométrie moyenne étant de préférence inférieure
à 100 µm.
10. Actionneur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composite élastomère magnétique comprend en outre des éléments ou objets moulés
aimantables, qui se distinguent des particules aimantables, la granulométrie des éléments
étant de préférence de 10 fois, d'une manière particulièrement préférée de 100 fois
supérieure à la granulométrie des particules.
11. Actionneur linéaire selon la revendication 10, caractérisé en ce que les particules aimantables et les éléments ou objets moulés aimantables sont disposés
d'une manière isotrope ou anisotrope dans le composite élastomère magnétique.
12. Actionneur linéaire selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que les éléments ou objets moulés aimantables sont constitués de matériaux magnétiques
doux, en particulier le fer, de préférence le fer-carbonyle, le cobalt, le nickel,
les alliages de fer, de préférence les alliages fer-cobalt ou les alliages fer-nickel,
les oxydes de fer, de préférence la magnétite ou la ferrite, d'une manière particulièrement
préférée la ferrite de manganèse et de zinc, ou de matériaux magnétiques durs, en
particulier l'aluminium-nickel-cobalt, le néodyme-fer-bore ou le samarium-cobalt ou
les mélanges de ceux-ci.
13. Actionneur linéaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le composite élastomère magnétique présente la forme d'un soufflet, qui se déploie
ou se contracte au moins partiellement sous l'effet de l'application ou d'une modification
d'un champ magnétique.
14. Utilisation de l'actionneur linéaire selon l'une des revendications précédentes pour
le mouvement, le réglage ou l'ajustement commandés d'abattants, de portes, de miroir,
d'éléments optiques, en particulier de sources de rayonnement.
15. Utilisation de l'actionneur linéaire selon la revendication 1-13 pour la production
de mouvements dans des robots, ainsi que pour des éléments tactiles haptiques.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente
In der Beschreibung aufgeführte Nicht-Patentliteratur
- SHUNTA KASHIMA et al.Novel Soft Actuator Using Magnetorheological ElastomerIEEE Transactions on Magnetics,
vol. 48, 41649-1652 [0009]