[0001] Die Erfindung betrifft ein Schaltgerät mit einer Schaltkammer, in welcher ein fest
positioniertes Schaltstück gegenüber liegend zu einem beweglichen Schaltstück angeordnet
ist.
[0002] Schaltgeräte wie zum Beispiel große Schütze, sind rein mechanisch für eine Lebensdauer
von 10 Millionen Schaltspielen ausgelegt. Werden diese Schütze elektrisch bei ihrer
Bemessungsgrenze eingesetzt, so sind die Schaltkontakte schon deutlich früher verschlissen,
beispielsweise bei 1 Million Schaltspielen. Bereits heute bieten Hersteller von kostenintensiven
Schützen Ersatzschaltstücke an. Ein Kunde kann die verschlissenen Schaltstücke im
Schütz wechseln, statt den kostenintensiven Schütz komplett auszutauschen, womit eine
Kostenersparnis verbunden ist.
[0003] Allerdings erfordert die Funktionalität der wechselbaren Schaltstücke besondere konstruktive
Anforderungen. So werden zum Beispiel durch die Lichtbögen an der Schaltstelle, die
beim betriebsmäßigen Schalten entstehen, die Schaltkammerwände thermisch sehr stark
belastet. Dadurch können beispielsweise keine thermoplastischen Kunststoffe im Bereich
der Schaltstelle eingesetzt werden, da diese Anschmelzen und dadurch geschädigt werden
könnten.
[0004] Jedoch ist gerade der Einsatz von thermoplastischen Kunststoffen für die Schaltkammer
besonders reizvoll, da durch Verwendung dieses speziellen Kunststoffes die Schaltkammer
filigraner und kleiner gebaut werden kann und dadurch der gesamte Schütz kompakter
ausgestaltet werden kann.
[0005] Im Stand der Technik sind bereits verschiedene Schaltvorrichtungen mit entfernbaren
Kontakteinheiten bekannt. Aus der
EP 0 834 894 B2 geht eine Schaltvorrichtung für elektrischen Strom hervor, die eine Schaltanordnung
mit einem Körper aus elektrisch isolierendem Material aufweist sowie einen ersten
und einen zweiten stationären Kontakt, die an dem Körper angebracht sind. Die Schaltvorrichtung
weist ferner einen bewegbaren Kontakt auf, der bewegbar mit dem Körper gekoppelt ist
und selektiv die ersten und zweiten stationären Kontakte kontaktiert beziehungsweise
zum Schließen einer elektrischen Verbindung mit ihnen in Eingriff kommt. Des Weiteren
verfügt die Schaltvorrichtung über eine Betätigeranordnung mit einem Einschluss beziehungsweise
einem Gehäuse, das einen elektrisch betätigten Antrieb enthält, der ein Glied umfasst,
das lösbar mit dem bewegbaren Kontakt gekoppelt ist zum abwechselnden Betätigen des
bewegbaren Kontakts in Eingriff mit den ersten und zweiten stationären Kontakten beziehungsweise
aus dem Eingriff heraus.
[0006] Dabei ist die Schaltanordnung in abdichtender Weise an der Betätigungsanordnung befestigt,
um zu verhindern, dass Bögen, die zwischen dem bewegbaren Kontakt und den ersten und
zweiten stationären Kontakten erzeugt werden, aus der Schaltvorrichtung für elektrischen
Strom entweichen, wobei die Schaltanordnung als eine einzelne Einheit von der Betätigeranordnung
für eine Reparatur und einen Austausch abnehmbar ist.
[0007] Aus der
DE 1 094 851 ist eine Kontakteinrichtung mit wechselbarer Kontakteinheit bekannt, bei der die
Anschlussstücke der elektrischen Zuführungsleitung an einem Sockel befestigt sind,
welche mit der Kontakteinheit derart in Verbindung steht, dass beim Abnehmen der Kontakteinheit
vom Sockel die Zuführungsleitungen nicht gelöst werden müssen. Dabei ist die auswechselbare
Kontakteinheit, die vorzugsweise aus einem Kontaktkörper mit feststehendem Kontakt
und einem Betätigungsteil mit beweglichen Kontakten ausgeführt ist, durch lösbare,
mit den Anschlussstücken des Sockels zusammenwirkenden Befestigungsmitteln am Sockel
mechanisch befestigt. Durch diese Befestigungsmittel wird gleichzeitig die elektrische
Verbindung der Kontakteinheit mit den Zuführungsleitungen hergestellt.
[0008] Der Nachteil der aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen besteht darin, dass
sie ein großes Bauvolumen bedingen und/oder der Kunde nach eigenem Ermessen neben
den Schaltstücken noch weitere Einzelteile tauschen muss, die nur durch kompetentes
Personal ausgetauscht werden können.
[0009] Die
US 2 969 444 A offenbart ein Schaltgerät mit einer Schaltkammer, in welcher ein fest positioniertes
Schaltstück gegenüberliegend zu einem beweglichen Schaltstück angeordnet ist, wobei
das fest positionierte Schaltstück auf einem Kunststoffträgerteil aufgesteckt ist
und diese Bauteilkombination austauschbar ausgeführt ist. Ein Schaltgerät gemäß Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 geht aus der
US 3 215 800 A hervor.
[0010] Demgemäß besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Schaltgerät mit
einer Schaltkammer zu schaffen, welches einen einfachen Austausch der Schaltstücke
trotz kompakter Bauweise des Schaltgeräts ermöglicht.
[0011] Diese Aufgabe wird durch ein Schaltgerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination
miteinander eingesetzt werden können, sind der Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0012] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Schaltgerät mit einer Schaltkammer gelöst,
in welcher ein fest positioniertes Schaltstück gegenüber liegend zu einem beweglichen
Schaltstück angeordnet ist. Die Erfindung zeichnet sich dabei dadurch aus, dass das
fest positionierte Schaltstück auf einem Kunststoffträger aufgesteckt ist und diese
Bauteilkombination aus fest positioniertem Schaltstück und Kunststoffträgerteil als
wechselbare Schaltstückbaugruppe ausgebildet ist.
[0013] Erfindungsgemäß ist also das fest positionierte Schaltstück in einem Schaltgerät,
vorzugsweise in einem Schütz auf einem Kunststoffträgerteil aufgesteckt und bildet
zusammen mit diesem einen Schaltkammereinsatz. Dabei kann vorgesehen sein, dass am
Kunststoffträgerteil die Partien der Schaltkammer mit angeformt sind, die beim betriebsmäßigen
Schalten in Mitleidenschaft gezogen werden.
[0014] Diese Baugruppe aus Schaltstück und Kunststoffträgerteil ist so ausgeführt, dass
sie sehr leicht vom Kunden ausgetauscht werden kann, der diesen Schaltkammereinsatz
als Ersatzteil kaufen kann.
[0015] Die beweglichen Schaltstücke sind in einem Kontaktträger montiert und können ebenfalls
mit ausgetauscht werden. Der Kontaktträger und die Schaltkammer sind dabei so konstruiert
oder abgeschirmt, dass sie nicht von Schaltlichtbögen geschädigt werden. In alternativen
Ausgestaltungsformen können im Schaltkammereinsatz auch Lichtbogenlöschmittel wie
beispielsweise Löschbleche oder Löschkörbe oder metallische Abschirmungen mit diversen
Funktionen integriert sein. Diese Lichtbogenlöschmittel sind je nach Bemessungs-Betriebsstrom
und Bemessungs-Betriebsspannung für die Abschaltung von Strömen, beispielsweise in
einem Schütz erforderlich.
[0016] Erfindungsgemäß ist der Schaltkammereinsatz derart konstruiert, dass er alle Verschleißstellen
beinhaltet. Da alle Verschleißstellen einer Schaltkammer im Kammereinsatz integriert
sind, ist es konstruktiv nicht erforderlich, dass andere Gehäuseteile des Schaltgeräts
bezüglich der Lichtbogenresistenz weitere Anforderungen erfüllen. Dadurch ergeben
sich weniger Restriktionen bei der Auswahl des Materials und bei der konstruktiven
Gestaltung. Daraus ergibt sich insgesamt eine filigranere Gestaltung des Schaltgeräts,
wodurch eine kompakte Bauweise ermöglicht wird. Der Kunde muss beim erfindungsgemäßen
Schaltgerät mit wechselbarer Schaltstückbaugruppe lediglich die Schaltkammereinsätze
tauschen, die die beweglichen Schaltstücke und das Kunststoffträgerteil umfassen.
[0017] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass das Kunststoffträgerteil zwei parallel zueinander ausgebildete Seitenflächen
aufweist, die über eine erste weitere Seitenfläche miteinander verbunden sind. Diese
drei Seitenflächen sind insgesamt U-förmig ausgebildet und ermöglichen die Aufnahme
des fest positionierten Schaltstücks. Das fest positionierte Schaltstück ist dabei
vorzugsweise U-förmig ausgebildet mit zwei Schenkeln und einem verbindenden Mittelstück.
Dabei ist konstruktiv vorgesehen, dass einer der Schenkel des fest positionierten
Schaltstücks auf der ersten verbindenden Seitenfläche zu liegen kommt.
[0018] Es kann ebenfalls vorgesehen sein, dass beabstandet von und parallel zu der ersten
verbindenden Seitenfläche eine zweite verbindende Seitenfläche angeordnet ist, so
dass sich zwischen der ersten und der zweiten verbindenden Seitenfläche eine Ausnehmung
ausbildet, in welche ein Schenkel des U-förmig ausgebildeten fest positionierten Schaltstücks
einführbar ist. Durch die erste verbindende Seitenfläche und die darüber angeordnete
zweite verbindende Seitenfläche ergibt sich ein Führungsschlitz, in welchem ein Schenkel
des U-förmig ausgebildeten fest positionierten Schaltstücks eingeführt werden kann.
[0019] In einer speziellen Ausgestaltung der Erfindung kann ein weiteres Konzept darin bestehen,
dass an den parallel zueinander ausgebildeten Seitenflächen parallel zueinander ausgebildete
Ausnehmungen zur Aufnahme von Löschblechen ausgebildet sind. Die Integration diverser
Funktionen in das Kunststoffträgerteil ermöglicht eine breite Anwendung dieser Bauteile,
so dass auch bei höheren Bemessungsströmen und höheren Bemessungs-Betriebsspannungen,
die sich bei der Abschaltung von Strömen in einem Schaltgerät ergeben, Lichtbogenlöschmittel
am Kunststoffträgerteil platziert werden können.
[0020] In einer weiteren speziellen Ausgestaltung der Erfindung kann ein weiteres Konzept
darin bestehen, dass an den parallel zueinander ausgebildeten Seitenflächen zwei parallel
zueinander positionierte Führungsnuten zur Aufnahme eines Löschkorbes angeordnet sind.
Auch diese Aufnahmemittel sind dazu ausgebildet, das Kunststoffträgerteil auch für
höhere Bemessungs-Betriebsströme und höhere Bemessungs-Betriebsspannungen zugänglich
zu machen.
[0021] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann eine technische Weiterführung
des erfindungsgemäßen Konzepts darin bestehen, dass das Kunststoffträgerteil aus einem
Hochtemperaturthermoplast gefertigt ist.
[0022] In einer speziellen Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Kunststoffträgerteil
aus Duroplast gefertigt ist.
[0023] Die oben ausgeführten Merkmalskombinationen können insbesondere in einem Schütz Anwendung
finden. Es ist jedoch auch denkbar, dass die vorliegende Erfindung insbesondere in
ihrer bevorzugten Ausgestaltung als Leistungsschalter verwendet wird. Zudem kann die
vorliegende Erfindung auch als Kompaktmotorabzweig ausgebildet sein.
[0024] Das erfindungsgemäße Schaltgerät weist eine Schaltkammer auf, in welcher fest positionierte
Schaltstücke gegenüber liegend zu beweglichen Schaltstücken angeordnet sind. Die fest
positionierten Schaltstücke sind jeweils im Kunststoffträgerteil angeordnet. Am Schaltgerät
können seitlich Anschlussklemmblöcke angeordnet sein. Die Schaltkammer wird durch
eine Schaltkammerabdeckung abgedeckt. Für den Austausch der wechselbaren Schaltstückbaugruppe
wird die Schaltkammerabdeckung entfernt, und die Schaltstückbaugruppen werden nach
rechts beziehungsweise links weggezogen und ausgetauscht.
[0025] Die Positionierung der Kunststoffträgerteile im Schaltgerät erfolgt vorzugsweise
über eine Führungsschiene-Nut-Konstruktion. Es ist auch möglich, dass die beweglichen
Schaltstücke ebenfalls in einem Kontaktträger montiert sind und ebenso ausgetauscht
werden können.
[0026] Das erfindungsgemäße Kunststoffträgerteil weist vorzugsweise zwei parallel zueinander
ausgebildete Seitenflächen auf, die über eine erste weitere Seitenfläche miteinander
verbunden sind. Beabstandet von und parallel zu der ersten verbindenden Seitenfläche
ist vorzugsweise eine zweite verbindende Seitenfläche angeordnet und zwar derart,
dass sich zwischen der ersten und der zweiten verbindenden Seitenfläche eine Ausnehmung
ausbildet, in welche ein Schenkel eines U-förmig ausgebildeten fest positionierten
Schaltstücks einführbar ist.
[0027] Vorzugsweise sind an den parallel zueinander ausgebildeten Seitenflächen parallel
zueinander ausgebildete Ausnehmungen zur Aufnahme von Löschblechen ausgebildet. Des
Weiteren können an den parallel zueinander ausgebildeten Seitenflächen auch parallel
zueinander positionierte Führungsnuten zur Aufnahme eines Löschblechkorbes angeordnet
sein. Das erfindungsgemäße Kunststoffträgerteil ist vorzugsweise als Hochtemperaturthermoplast
gefertigt. Insbesondere kann das Kunststoffträgerteil aus Duroplast gefertigt sein.
[0028] Weitere Vorteile und Ausführungen der Erfindung werden nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
sowie anhand der Zeichnung erläutert.
[0029] Dabei zeigen schematisch:
Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung ein Schaltgerät aus dem Stand der Technik
mit einer Schaltkammer, in welcher fest positionierte und gegenüber liegend dazu bewegliche
Schaltstücke angeordnet sind;
Fig. 2 in einer perspektivischen Darstellung ein erfindungsgemäßes Schaltgerät mit
wechselbaren Schaltstückbaugruppen;
Fig. 3 in einer perspektivischen Explosionsdarstellung eine erfindungsgemäße Schaltstückbaugruppe;
Fig. 4 in einer perspektivischen Darstellung eine erfindungsgemäße zusammengebaute
Schaltstückbaugruppe.
[0030] In Fig. 1 ist ein Schaltgerät aus dem Stand der Technik dargestellt mit einer Schaltkammer
100, in welcher fest positionierte Schaltstücke 200 gegenüber liegend zu beweglichen
Schaltstücken 300 angeordnet sind. Am Schaltgerät sind seitlich Anschlussklemmblöcke
400 angeordnet. Das Schaltgerät wird durch eine Lichtbogenkammer 500 abgedeckt. Die
Schaltkammerwände, die durch den Schaltlichtbogen in Mitleidenschaft gezogen wurden,
sind in der Lichtbogenkammer 500 untergebracht, die ebenfalls gewechselt werden muss,
wenn die Schaltstücke gewechselt werden.
[0031] Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Schaltgerät, das eine Schaltkammer 1 aufweist,
in welcher fest positionierte Schaltstücke 2 gegenüber liegend zu beweglichen Schaltstücken
3 angeordnet sind. Die fest positionierten Schaltstücke 2 sind jeweils in Kunststoffträgerteile
4 angeordnet. Am Schaltgerät können seitlich Anschlussklemmblöcke 5 angeordnet sein.
Die Schaltkammer 1 wird durch eine Schaltkammerabdeckung 6 abgedeckt. Für den Austausch
der wechselbaren Schaltstückbaugruppe wird die Schaltkammerabdeckung 6 entfernt und
die Schaltstückbaugruppen werden nach rechts beziehungsweise nach links weggezogen
und ausgetauscht. Die Positionierung der Kunststoffträgerteile 4 im Schaltgerät erfolgt
vorzugsweise über eine Führungsschiene-Nut-Konstruktion. Es kann zusätzlich auch vorgesehen
sein, dass die beweglichen Schaltstücke 3 ebenfalls in einem Kontaktträger montiert
sind und ebenso ausgetauscht werden.
[0032] In Fig. 3 ist eine erfindungsgemäße Schaltstückbaugruppe in Einzelteilen dargestellt.
Die erfindungsgemäße Schaltstückbaugruppe weist einen Kunststoffträger 4 auf, der
vorzugsweise zwei parallel zueinander ausgebildete Seitenflächen 7, 8 aufweist, die
über eine erste weitere Seitenfläche 9 miteinander verbunden sind. Beabstandet von
und parallel zur ersten verbindenden Seitenfläche 9 ist eine zweite verbindende Seitenfläche
10 angeordnet, so dass sich zwischen der ersten und der zweiten verbinden Seitenfläche
9, 10 eine Ausnehmung 11 ausbildet, in welche ein Schenkel 12 eines U-förmig ausgebildeten
fest positionierten Schaltstücks 2 einführbar ist. An den parallel zueinander ausgebildeten
Seitenflächen 7, 8 sind vorzugsweise parallel zueinander ausgebildete Ausnehmungen
13 zur Aufnahme von Löschblechen 14 ausgebildet. Zudem können an den parallel zueinander
ausgebildeten Seitenflächen 7, 8 des Kunststoffträgers 4 zwei parallel zueinander
positionierte Führungsnuten 15, 16 zur Aufnahme eines Löschkorbes 17 angeordnet sein.
[0033] Fig. 4 zeigt die erfindungsgemäße zusammengebaute Schaltstückbaugruppe mit aufgesteckten
Löschblechen 14 und aufgesetztem Löschkorb 17.
[0034] Das erfindungsgemäße Schaltgerät mit wechselbarer Schaltstückbaugruppe zeichnet sich
durch eine einfache Handhabung beim Austausch aus und ermöglicht zudem eine kompakte
Bauweise.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 100
- Schaltkammer
- 200
- fest positionierte Schaltstücke
- 300
- bewegliche Schaltstücke
- 400
- Anschlussklemmblöcke
- 500
- Lichtbogenkammer
- 1
- Schaltkammer
- 2
- fest positionierte Schaltstücke
- 4
- Kunststoffträgerteile
- 5
- Anschussklemmblöcke
- 6
- Schaltkammerabdeckung
- 7, 8
- Seitenflächen
- 9
- verbindende Seitenfläche
- 10
- verbindende Seitenfläche
- 11
- Ausnehmung
- 12
- Schenkel
- 13
- Ausnehmung
- 14
- Löschbleche
- 15, 16
- Führungsnuten
- 17
- Löschkorb
1. Schaltgerät mit einer Schaltkammer (1), welche von einer Schaltkammerabdeckung (6)
abgedeckt wird und in welcher zwei fest positionierte chaltstücke (2) gegenüberliegend
zu einem beweglichen Schaltstück (3) angeordnet sind, wobei die fest positionierten
Schaltstücke (2) jeweils auf einem Kunststoffträgerteil (4) aufgesteckt sind und diese
Bauteilkombination aus fest positioniertem Schaltstück (2) im Kunststoffträgerteil
(4) als wechselbare Schaltstückbaugruppe ausgebildet ist, wobei für den Austausch
der wechselbaren Schaltstückbaugruppe die Schaltkammerabdeckung (6) in eine erste
Richtung entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstückbaugruppen in zur ersten Richtung jeweils senkrechten Richtungen nach
rechts und nach links weggezogen und ausgetauscht werden.
2. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffträgerteil (4) zwei parallel zueinander ausgebildete Seitenflächen
(7,8) aufweist, die über eine erste weitere Seitenfläche (9) miteinander verbunden
sind.
3. Schaltgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beabstandet von und parallel zu der ersten verbindenden Seitenfläche (9) eine zweite
verbindende Seitenfläche (10) angeordnet ist, so dass zwischen der ersten und der
zweiten verbindenden Seitenfläche (9,10) eine Ausnehmung (11) ausgebildet ist, in
welche ein Schenkel (12) eines U-förmig ausgebildeten fest positionierten Schaltstücks
(2) einführbar ist.
4. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass an den parallel zueinander ausgebildeten Seitenflächen (7,8) parallel zueinander
ausgebildete Ausnehmungen (13) zur Aufnahme von Löschblechen (14) ausgebildet sind.
5. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffträgerteil (4) aus einem Hochtemperaturthermoplast gefertigt ist.
6. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffträgerteil (4) aus Duroplast gefertigt ist.
7. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltgerät ein Schütz ist.
8. Schaltgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltgerät ein Leistungsschalter ist.
1. Switching device with a switching chamber (1), which is covered by a switching chamber
cover (6) and in which two stationary switching pieces (2) are arranged opposite a
moveable switching piece (3), wherein the stationary switching pieces (2) are each
fitted to a plastic carrier part (4), and this component combination of stationary
switching piece (2) in the plastic carrier part (4) is configured as an exchangeable
switching piece assembly, wherein, in order to exchange the exchangeable switching
piece assembly, the switching chamber cover (6) is removed in a first direction, characterized in that the switching piece assemblies are withdrawn to the right and to the left in directions
which are in each case perpendicular to the first direction, and are exchanged.
2. Switching device according to Claim 1, characterized in that the plastic carrier part (4) is configured with two mutually parallel sides (7, 8),
which are interconnected by means of a first further side (9).
3. Switching device according to Claim 2, characterized in that, at a distance from and parallel to the first connecting side (9), a second connecting
side (10) is arranged such that, between the first and second connecting sides (9,
10), a recess (11) is formed, into which one arm (12) of a U-shaped stationary switching
piece (2) may be inserted.
4. Switching device according to either of Claims 2 and 3, characterized in that mutually parallel recesses (13) for the accommodation of arc splitters (14) are configured
on the mutually parallel sides (7, 8).
5. Switching device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the plastic carrier part (4) is manufactured from a high-temperature thermoplastic
material.
6. Switching device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the plastic carrier part (4) is manufactured from Duroplast.
7. Switching device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the switching device is a contactor.
8. The switching device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the switching device is a power circuit-breaker.
1. Appareil de commutation comportant une chambre de commutation (1) qui est recouverte
par un couvercle de chambre de commutation (6) et dans laquelle deux pièces de commutation
(2) positionnées de manière fixe sont agencées vis-à-vis d'une pièce de commutation
mobile (3), les pièces de commutation (2) positionnées de manière fixe étant enfichées
respectivement sur une pièce de support en matière plastique (4) et cette combinaison
de composants étant réalisée à partir d'une pièce de commutation (2) positionnée de
manière fixe dans la pièce de support en matière plastique (4) en tant que sous-ensemble
de pièce de commutation remplaçable, le couvercle de chambre de commutation (6) étant
retiré dans une première direction pour le remplacement du sous-ensemble de pièce
de commutation remplaçable, caractérisé en ce que les sous-ensembles de pièce de commutation sont retirés vers la droite et vers la
gauche dans des directions respectivement perpendiculaires à la première direction,
et remplacés.
2. Appareil de commutation selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pièce de support en matière plastique (4) présente deux faces latérales (7, 8)
réalisées parallèlement entre elles et reliées entre elles par une première autre
face latérale (9).
3. Appareil de commutation selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une deuxième face latérale de liaison (10) est agencées à distance de et parallèlement
à la première face latérale de liaison (9), de sorte qu'est réalisé, entre les première
et deuxième faces latérales (9, 10), un évidement (11) dans lequel peut être introduite
une branche (12) d'une pièce de commutation (2) réalisée en forme de U et positionnée
de manière fixe.
4. Appareil de commutation selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que sont réalisés, sur les faces latérales (7, 8) réalisées parallèlement entre elles,
des évidements (13) réalisés parallèlement entre eux pour loger des tôles d'extinction
(14).
5. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pièce de support en matière plastique (4) est fabriquée à partir d'un thermoplastique
haute température.
6. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pièce de support en matière plastique (4) est fabriquée en résine thermodurcissable.
7. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'appareil de commutation est un contacteur.
8. Appareil de commutation selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'appareil de commutation est un disjoncteur.