[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, ausgebildet und eingerichtet zum automatischen
und portionsweisen Zuführen stabförmiger Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie
aus einem Magazin an eine nachgeordnete Einheit, umfassend einen aus Wandungen gebildeten
und nach oben und nach unten offenen Zuführkanal, in dem ein Sperrelement angeordnet
ist, das automatisch aus einer Schließstellung, in der das Zuführen der Artikel an
die nachgeordnete Einheit verhindert wird, in eine Durchgangsstellung, in der das
Zuführen der Artikel an die nachgeordnete Einheit ermöglicht wird, und zurück bewegbar
ausgebildet ist.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin eine Überführungsvorrichtung zum Überführen stabförmiger
Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie aus einem Magazin in eine Förderleitung,
umfassend eine Sendereinheit, die eine rotierend antreibbare Trommel mit Mulden zum
Aufnehmen und queraxialen Fördern der stabförmigen Artikel von dem Magazin in den
Bereich einer Ausblaszone umfasst, wobei die Trommel in einer als Druckkammer ausgebildeten
Hauptkammer der Sendereinheit angeordnet ist, und dieser Druckkammer ausgehend vom
Magazin in Zuführrichtung der Artikel eine Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen
der stabförmigen Artikel und daran anschließend eine Druckschleuse zum Aufnehmen und
Zwischenspeichern der Artikel vorgeordnet ist.
[0003] Solche Vorrichtungen kommen in der Tabak verarbeitenden Industrie zum Einsatz. In
der Tabak verarbeitenden Industrie, in der neben Zigaretten, Tabakstöcken etc. ausdrücklich
auch nicht Tabak enthaltende Artikel, wie z.B. Filter, Filterstäbe etc. verarbeitet
werden, kommt es in unterschiedlichen Bereich der Produktion vor, dass Massenströme
verarbeitet werden. Dabei kann es vorkommen, dass die Artikel verfahrensbedingt portionsweise
zur Verfügung gestellt werden sollen oder müssen. Das kann z.B. an bestimmten Schnittstellen
zwischen unterschiedlichen Transporteinrichtungen und/oder Maschinen der Fall sein.
Als Beispiel sind an dieser Stelle die Übergabe der stabförmigen Artikel aus einem
vertikal oder schräg gerichteten Fallschacht auf ein Transportband oder die Anbindung
eines Magazins einer Filteransetzmaschine an eine Empfängereinheit genannt. Ein anderes
Anwendungsbeispiel für eine solche Vorrichtung ist eine Überführungsvorrichtung mit
einer Sendereinheit für stabförmige Artikel. Im ersten Anwendungsfall bilden das Transportband
bzw. das Magazin der Filteransetzmaschine die dem Magazin nachgeordnete Einheit. Im
anderen Anwendungsfall bildet eine Überführungsvorrichtung bzw. eine Druckschleuse
mit Portionierkammer derselben die nachgeordnete Einheit. Die portionsweise Zuführung
der stabförmigen Artikel verhindert im letztgenannten Fall eine Überfüllung der Druckschleuse.
[0004] Bei bekannten Vorrichtungen zum portionsweisen Zuführen der stabförmigen Artikel
sind als Sperrelement axial bzw. linear bewegbare Schwerter, Trennelemente oder dergleichen
bekannt. Eine solche Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen der stabförmigen Artikel
ist in der
DE 10 2010 010 075 B3 im Zusammenhang mit einer eine Sendereinheit umfassenden Überführungsvorrichtung
beschrieben. Darin ist beispielsweise eine Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen
beschrieben, bei der das Magazin durch ein Sperrelement von einer Portionierkammer
als nachgeordnete Einheit getrennt ist. Das Sperrelement ist als axiale Artikelsperre
ausgebildet. Der Nachteil besteht darin, dass die stabförmigen Artikel, beispielsweise
Filterstäbe, axial eingeklemmt werden, was bei empfindlichen Artikeln zu Deformationen
derselben führen kann. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass einzelne Artikel nur
minimal, also gerade noch so, von der axialen Artikelsperre gehalten werden und sich
dann im Laufe des Prozesses von alleine und trotz geschlossener Artikelsperre lösen.
Durch die herunterfallenden Artikel kann dies zu Störungen darunterliegender Komponenten
führen.
[0005] Als Magazin, aus dem der Zuführkanal gespeist, also mit einem Massenstrom aus stabförmigen
Artikeln versorgt wird, kann jeder Vorrat, jeder Speicher, jede Herstellungsmaschine
oder dergleichen dienen. Das Sperrelement im Zuführkanal dient dazu, dass nur eine
bestimmte Portion bzw. Anzahl an stabförmigen Artikeln quasi getaktet in die nachgeordnete
Einheit fallen kann. Zur Vermeidung der weiter oben im Zusammengang mit den axial
bewegbaren Sperrelementen genannten Nachteilen ist es bekannt, das Sperrelement schwenkbar
zu gestalten, derart, dass es mittels üblicher Betätigungsmechanismen aus einer Schließstellung
in eine Durchgangsstellung und zurück schwenkbar ausgebildet ist. Beim Schließen des
Sperrelementes werden die stabförmigen Artikel oberhalb des Sperrelementes nach oben
verschoben. Es erfolgt quasi eine Trennung des Massenstroms in eine nächste zur Verarbeitung
vorgesehene Portion unterhalb des Sperrelementes und den oberhalb des Sperrelementes
angeordneten Massenstrom. Bei den bekannten Sperrelementen, die einstückig ausgebildet
sind und sich über den gesamten Querschnitt des Zuführkanals ausdehnen, tritt jedoch
weiterhin die bereits bekannte Problematik der Deformation einzelner Artikel auf.
Beim Schließen des Sperrelementes werden die sich im Bereich des Sperrelementes befindlichen
Artikel zwischen dem Sperrelement und der Wandung des Zuführkanals eingeklemmt.
[0006] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine einfache und Artikel schonende
Vorrichtung zur portionsweisen Zuführung stabförmiger Artikel aus einem Magazin an
eine nachgeordnete Einheit zu schaffen. Die Aufgabe besteht weiterhin darin, eine
entsprechende Überführungsvorrichtung, umfassend eine Sendereinheit vorzuschlagen.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst,
dass das Sperrelement aus mindestens zwei separaten und eine gemeinsame bauliche Einheit
bildenden Komponenten gebildet ist, nämlich einem schwenkbar ausgebildeten Klappenelement
und einem an dem Klappenelement an seiner freien, der Schwenkachse S gegenüberliegenden
Kante K angeordneten Dichtelement. Der Begriff "Dichtelement" bedeutet in diesem Fall,
dass ein Durchstrom von Artikeln, insbesondere auch einzelner Artikel, verhindert
wird. Anders ausgedrückt bildet das aus Klappenelement und Dichtelement gebildete
Sperrelement keine spaltlose, eng an der Wandung des Zuführkanals anliegende Dichtung.
Der Begriff "bauliche Einheit" bedeutet im Sinne der Erfindung, dass die einzelnen
Komponenten in ihrem Funktionszustand fest aber ggf. auch lösbar miteinander verbunden
sind. Der Aufbau des Sperrelementes aus mehreren separaten und damit an unterschiedliche
Anforderungen anpassbaren Komponenten, die in ihrem Funktionszustand eine gemeinsame
bauliche Einheit bilden, ermöglicht auf überraschend einfache und effiziente Weise
das Kombinieren unterschiedlicher Anforderungen der Artikelzuführung, mit dem Ergebnis
einer besonders Artikel schonenden Zuführung. Mit der einen Komponente, nämlich dem
Klappenelement, kann eine durch die Artikel ausgeübte Belastung auf das Sperrelement
aufgenommen und eine Stützfunktion beim Schließen des Sperrelementes und in der Schließstellung
ausgeübt werden. Mit der anderen Komponente, nämlich dem Dichtelement, kann im besonders
für die Artikel sensiblen Bereich zwischen dem Sperrelement und der Wandung des Zuführkanals
eine schonende und weniger stark auf die Artikel wirkende Sperrwirkung erzielt werden.
[0008] In einer bevorzugten Weiterbildung ist die durch das Klappenelement und das Dichtelement
aufgespannte Sperrfläche des Sperrelementes geringfügig kleiner als der Querschnitt
des Zuführkanals, derart, dass das Dichtelement in der Schließstellung des Absperrelementes
kontaktfrei zur Wandung des Zuführkanals ist. Geringfügig bedeutet in diesem Zusammenhang,
dass das Dichtelement zwar berührungslos zur Wandung ist, aber der Abstand zwischen
dem Dichtelement und der Wandung in jedem Fall kleiner als der Durchmesser der stabförmigen
Artikel ist. Durch das Vermeiden einer bündigen bzw. engen und kontaktbehafteten Anlage
des Sperrelementes an der Wandung des Zuführkanals wird das Risiko des Einklemmens
der Artikel reduziert.
[0009] Vorteilhafterweise besteht in der Schließstellung des Sperrelementes ein Spalt zwischen
dem Dichtelement und der Wandung des Zuführkanals, der kleiner ist als der Durchmesser
eines einzelnen Artikels. Mit dieser Ausbildung des Spaltes ist ein optimales Maß
beansprucht, das einerseits wirksam verhindert, dass Artikel in der Schließstellung
des Sperrelementes nach unten in Richtung der nachgeordneten Einheit rutschen. Andererseits
verhindert dieses Spaltmaß wirkungsvoll das deformierende Einklemmen der Artikel zwischen
dem Sperrelement und der Wandung des Zuführkanals.
[0010] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das als
Stützkörper ausgebildete Klappenelement aus einem harten, steifen Material hergestellt
ist, während das als Dichtlippe ausgebildete Dichtelement aus einem Material hergestellt
ist, das gegenüber dem Material des Klappenelementes weicher und flexibler ist. Das
Klappenelement ist vorzugsweise aus einem Metall ausgebildet, das hohe Kräfte aufnehmen
kann. Die Dichtlippe ist vorzugsweise aus einem Kunststoff ausgebildet und einerseits
so hart, dass sie zwar Artikel halten kann, anderseits aber so weich bzw. nachgiebig,
dass Artikel, die sich in Schließstellung des Sperrelementes zwischen der Dichtlippe
und der Wandung befinden, nicht deformiert werden.
[0011] In einer besonders einfachen und Artikel schonenden Ausführung ist das Dichtelement
bzw. die Dichtlippe aus elastischem Material, vorzugsweise Gummi hergestellt. Damit
ist eine besonders schonende und dennoch stabile Sperrwirkung im Grenzbereich zwischen
dem Sperrelement und der Wandung des Zuführkanals erreichbar.
[0012] Zweckmäßigerweise ist das Klappenelement rechenförmig ausgebildet. Damit wird der
Druck auf die Artikel beim Schließen des Sperrelementes weiter reduziert, was die
Artikel schonende Handhabung bzw. portionsweise Zuführung unterstützt.
[0013] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Klappenelement
mittels eines Schwenk- oder Drehantriebs, vorzugsweise eines Schwenkzylinders mit
Endanschlag bewegbar ist. Mit dieser Ausführungsform ist das schnelle und präzise
Umstellen der Stellung des Sperrelementes realisierbar. Durch die präzise Umstellung
zwischen den Stellungen werden die Artikel nicht unnötig belastet, da mit der Anschlagstellung
insbesondere der Spalt in der Schließstellung reproduzierbar eingehalten wird.
[0014] In einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist die Schwenkachse S des Klappenelementes
an einer ersten planen Wandung des Zuführkanals angeordnet und die der Schwenkachse
S gegenüberliegende Wandung des Zuführkanals bzw. der der Schwenkachse S gegenüberliegende
Abschnitt weist eine Radiuskontur auf, deren Radiusmittelpunkt der Schwenkachse S
des Klappenelementes entspricht. Damit werden die Artikel beim Schließen des Sperrelementes,
die nach oben verdrängt werden, tangential an dem Abschnitt mit der Radiuskontur nach
oben geschoben, wodurch eine Artikel schonende Verdrängung der Artikel nach oben in
Richtung Magazin gewährleistet ist.
[0015] Vorteilhafterweise ist die im Übergangsbereich zwischen einem planen Abschnitt und
dem die Radiuskontur aufweisenden Abschnitt derselben Wandung liegende Übergangsstelle
der Wandung, die die Engstelle des Zuführkanals in der Schließstellung des Sperrelementes
darstellt, konstruktiv und/oder materialbedingt nachgebend ausgebildet und eingerichtet.
Die Übergangsstelle kann auch als "Knickstelle" bezeichnet werden. Der Begriff "nachgebend"
bedeutet im Sinne der Erfindung ausweichend und/oder flexibel, derart, dass ein zwischen
dem Dichtelemente und der Wandung eingeklemmter Artikel gerade nicht deformiert wird.
Damit wird selbst der "letzte" Artikel, der beim Schließen des Sperrelementes gerade
nicht mehr an die nachgeordnete Einheit durchgelassen wird, schonend zurückgehalten.
[0016] Vorzugsweise ist die Schwenkachse S des Klappenelementes in Zuführrichtung der stabförmigen
Artikel oberhalb der Vorderkante des Dichtelementes in seiner Schließstellung angeordnet.
Dadurch wird erreicht, dass das Sperrelement und insbesondere das Dichtelement beim
Schließen ausschließlich eine Aufwärtsbewegung ausübt, um das Volumen unterhalb des
Sperrelementes in der nachgeordneten Einheit nicht zu komprimieren.
[0017] Eine bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Länge des Klappenelementes
und/oder des Dichtelementes zur Veränderung des Abstands zwischen dem Dichtelement
und der Wandung des Zuführkanals in der Schließstellung des Sperrelementes einstellbar
ist. Dadurch ist bei Bedarf eine Anpassung des Sperrelementes bzw. des Abstandes zwischen
dem Dichtelement und der Wandung des Zuführkanals an unterschiedliche Artikeldurchmesser
gewährleistet.
[0018] Eine erfindungsgemäße Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der
freien Kante K des Klappenelementes und der Wandung des Zuführkanals, an der die Schwenkachse
S angeordnet ist, und zwar unterhalb der Schwenkachse S, ein flexibles Abdeckelement
angeordnet ist, das den Bereich unterhalb der Schwenkachse S schließt. Damit werden
so genannte Querflieger und/oder das Herausfallen einzelner Artikel aus dem Zuführkanal
vermieden.
[0019] Vorteilhafterweise ist an der der Schwenkachse S gegenüberliegenden Wandung des Zuführkanals
oberhalb der Vorderkante des Dichtelementes in seiner Schließstellung ein volumenveränderliches
Ausgleichsvolumen erzeugbar. Beim Schließen des Sperrelementes wird ein bestimmtes
Volumen an Artikeln in Richtung des Magazins nach oben gedrückt. Insbesondere in einem
Massenstrom wirkt sich diese Volumenänderung negativ auf die Artikel aus. Durch das
volumenveränderliche Ausgleichsvolumen ist ein Ausweichraum geschaffen, in den zumindest
Teile des zurückgedrängten Volumens ausweichen können, ohne den nachströmenden Massenstrom
zu beeinträchtigen.
[0020] Besonders bevorzugt zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung dadurch aus, dass
die Wandung des Zuführkanals an der der Schwenkachse S gegenüberliegenden Wandung
oberhalb der Vorderkante des Dichtelementes in seiner Schließstellung unterbrochen
ist und die freien und beabstandeten Kanten der Wandungsabschnitte durch ein flexibles
Abdeckelement miteinander verbunden sind. Damit ist auf einfache Weise ein Ausweichpuffer
geschaffen, der sich bei Bedarf vergrößert und selbständig wieder zurückbildet.
[0021] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist in unterschiedlichen Anordnungen und Maschinen,
in denen aus stabförmigen Artikeln gebildete Massenströme verarbeitet oder diese Artikel
im Bereich einer Schnittstelle vereinigt werden, einsetzbar. Besonders geeignet ist
eine solche erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Überführungsvorrichtung mit den
eingangs genannten Merkmalen, die sich dadurch auszeichnet, dass die Vorrichtung zum
portionsweisen Zuführen der stabförmigen Artikel nach einem der Ansprüche 1 bis 14
ausgebildet und eingerichtet ist. Die sich daraus ergebenden Vorteile wurden bereits
im Zusammenhang mit der Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen erläutert, weshalb
zur Vermeidung von Wiederholungen auf die entsprechenden Passagen verwiesen wird.
Gerade im Bereich der Überführungsvorrichtung wird jedoch auf überraschend einfache
und effektive Weise eine Verbesserung der Artikel schonenden Zuführung erreicht, da
das portionsweise Bereitstellen schnell und zuverlässig und unter Vermeidung einer
Überfüllung der Druckschleuse erfolgen kann. Durch das Vermeiden der Überfüllung kann
die Druckschleuse ohne die Gefahr des Einklemmens von Artikeln beispielsweise im Bereich
eines oberen Schließschwertes geschlossen werden. Insgesamt ermöglicht die erfindungsgemäße
Ausbildung eine Artikel schonende Zuführung der stabförmigen Artikel.
[0022] Vorzugsweise ist hinter dem Sperrelement der Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen
und vor der Druckschleuse eine Portionierkammer angeordnet. Damit ist in der Überführungsvorrichtung
die Portionierkammer die nachgeordnete Einheit. Das Artikel schonende Zuführen ist
in der genannten Konstellation besonders zuverlässig gewährleistet.
[0023] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Überführungsvorrichtung eine Steuereinheit,
mittels der die Steuerung und/oder Regelung des Klappenelementes in Abhängigkeit des
von der Sendereinheit geforderten Artikelbedarfs ausführbar ist. Dadurch ist eine
kontinuierliche und zuverlässige Versorgung der Sendereinheit mit maximal geschonten
Artikeln gewährleistet.
[0024] Weitere zweckmäßige und/oder vorteilhafte Merkmale und Weiterbildungen der Erfindung
ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der Beschreibung. Besonders bevorzugte
Ausführungsformen werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der
Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Überführungsvorrichtung mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen stabförmiger Artikel,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum portionsweisen Zuführen mit einem Sperrelement in Durchgangsstellung,
- Fig. 3
- die Vorrichtung gemäß Figur 2 mit einem Sperrelement in Schließstellung,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen mit einem Sperrelement in Durchgangsstellung,
- Fig. 5
- die Vorrichtung gemäß Figur 4 mit einem Sperrelement in Schließstellung,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen mit einem Sperrelement in Durchgangsstellung,
- Fig. 7
- die Vorrichtung gemäß Figur 6 mit einem Sperrelement in Schließstellung,
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen mit einem Sperrelement in Durchgangsstellung,
- Fig. 9
- die Vorrichtung gemäß Figur 8 mit einem Sperrelement in Schließstellung, und
- Fig. 10
- eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum portionsweisen Zuführen mit einem Sperrelement in Durchgangsstellung.
[0025] Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung dient zum portionsweisen Zuführen von
Filterstäben an eine Überführungsvorrichtung. Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient
jedoch ausdrücklich in gleicher Weise auch zum portionsweisen Zuführen anderer stabförmiger
Artikel, wie z.B. Zigaretten, Tabakstöcken, Filter, Multisegmentfiltern, Tabakfiltern
etc. an andere nachgeordnete Einheiten. Die in der Zeichnung dargestellte Überführungsvorrichtung
ist ein Filtromat aus dem Hause der Anmelderin. Die Vorrichtung zum portionsweisen
Zuführen der stabförmigen Artikel kann aber auch anderen Schnittstellen zum Anbinden
unterschiedlicher Maschinen oder anderen einen Massenstrom verarbeitenden Maschinen
der Tabak verarbeitenden Industrie zugeordnet sein.
[0026] Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung 10 ist zum automatischen und portionsweisen
Zuführen stabförmiger Artikel 11 der Tabak verarbeitenden Industrie aus einem Magazin
12 an eine nachgeordnete Einheit 13 ausgebildet und eingerichtet und umfasst einen
aus Wandungen 14 gebildeten und nach oben und nach unten offenen Zuführkanal 15, in
dem, vorzugsweise an dessen der nachgeordneten Einheit 13 zugewandten Ende 16, ein
Sperrelement 17 angeordnet ist, das automatisch aus einer Schließstellung (siehe z.B.
Figur 3), in der das Zuführen der Artikel 11 an die nachgeordnete Einheit 13 verhindert
wird, in eine Durchgangsstellung (siehe z.B. Figur 2), in der das Zuführen der Artikel
11 an die nachgeordnete Einheit 13 ermöglicht wird, und zurück bewegbar ausgebildet
ist. Als Magazin 12 kann jeder Vorrat, jeder Speicher, jede Herstellungsmaschine sowie
jede einen Massenstrom bevorratende und/oder fördernde und/oder produzierende Maschine
und dergleichen dienen, wobei als Massenstrom eine große Anzahl, nämlich gerade nicht
vereinzelter und separat z.B. in Mulden geförderter Artikel, Artikel bezeichnet werden.
Die Anordnung des Sperrelementes 17 an dem der nachgeordneten Einheit 13 zugeordneten
Ende des Zuführkanals 15 schließt nicht aus, dass sich die Wandungen 14 auch unterhalb
des Sperrelementes 17 weiter nach unten in Richtung der nachgeordneten Einheit 13
erstrecken können, so dass das Sperrelement 17 z.B. mittig im Zuführkanal 15 angeordnet
ist.
[0027] Diese Vorrichtung 10 zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass das Sperrelement
17 aus mindestens zwei separaten und eine gemeinsame bauliche Einheit bildenden Komponenten
gebildet ist, nämlich einem schwenkbar ausgebildeten Klappenelement 18 und einem an
dem Klappenelement 18 an seiner freien, der Schwenkachse S gegenüberliegenden Kante
K angeordneten Dichtelement 19.
[0028] Die im Folgenden beschriebenen Merkmale und Weiterbildungen stellen für sich betrachtet
oder in Kombination miteinander bevorzugte Ausführungsformen dar. Es wird ausdrücklich
darauf hingewiesen, dass Merkmale, die in den Ansprüchen und/oder der Beschreibung
zusammengefasst oder in einer gemeinsamen Ausführungsform beschrieben sind, auch funktional
eigenständig die weiter oben beschriebene Vorrichtung 10 weiterbilden können.
[0029] Das Klappenelement 18 ist mittels eines nicht explizit dargestellten Betätigungsmechanismus
schwenkbar. Der Betätigungsmechanismus kann Bestandteil der Vorrichtung 10 selbst
oder einer zugeordneten Maschine sein. Die Wandungen 14 können den Zuführkanal 15
an allen Seiten vollständig oder mindestens teilweise schließen. Die Wandungen 14
sind zumindest innenseitig vorzugsweise glattflächig ausgebildet und aus einem Metall
hergestellt. Selbstverständlich können auch andere in der Nahrungs- und Genussmittelindustrie
zugelassene Materialien zur Herstellung der Wandungen 14 eingesetzt werden. Die Schwenkachse
S des Klappenelementes 18 ist vorzugsweise seitlich am Zuführkanal 15 angeordnet.
Damit liegt das Sperrelement 17 in der Durchgangsstellung quasi an der die Schwenkachse
S aufweisenden Wandung 14a an bzw. bildet optional sogar einen Teil von ihr. Mit anderen
Worten kann die Wandung 14a mit der Schwenkachse S durchgängig und geschlossen ausgebildet
sein. Die Wandung 14a mit der Schwenkachse S kann aber auch unterbrochen ausgebildet
sein, so dass die Wandung 14a eine Öffnung 20 aufweist, derart, dass zwei Wandungsabschnitte
14a
1 und 14a
2 mit ihren freien Enden 21, 22 beabstandet zueinander liegen. In der Durchgangsstellung
des Sperrelementes 17 deckt dieses die Öffnung 20 quasi ab.
[0030] Die durch das Klappenelement 18 und das Dichtelement 19 aufgespannte Sperrfläche
des Sperrelementes 17 ist geringfügig kleiner als der Querschnitt des Zuführkanals
15, derart, dass das Dichtelement 19 kontaktfrei zur Wandung 14 des Zuführkanals 15
ist. Mit anderen Worten kann das Sperrelement 17 klemmfrei und berührungslos zur Wandung
14 zwischen den Endstellungen hin und her geschwenkt werden. Der Abstand a zwischen
der vorderen Kante P des Dichtelementes 19 und der Wandung 14 ist allerdings geringer
als der Durchmesser der stabförmigen Artikel 11, so dass in der Schließstellung des
Sperrelementes 17 kein Artikel 11 durchrutschen kann. Daher auch der Begriff Dichtelement.
Das Klappenelement 18 ist flächenmäßig deutlich größer als das Dichtelement 19. Anders
ausgedrückt wird der Großteil des Querschnitts des Zuführkanals 15 in der Schließstellung
des Sperrelementes 17 durch das Klappenelement 18 gesperrt, während das Dichtelement
19 lediglich den vergleichsweise kleinen Bereich des Querschnitts zwischen der vorderen
Kante K des Klappenelementes 17 und der Wandung 14 für nachströmende Artikel 11 sperrt.
[0031] Der Abstand a zwischen der vorderen Kante P des Dichtelementes 19 und der Wandung
14 in der Schließstellung des Sperrelementes 17 zur Bildung eines Spaltes ist größer
0,0mm und kleiner dem einfachen Durchmesser der Artikel 11. Bevorzugt entspricht die
Spaltgröße deutlich weniger als dem einfachen Durchmesser eines einzelnen der zuzuführenden
Artikel 11. In einigen Ausführungsformen kann der Spalt etwa dem 0,75fachen Durchmessers
eines Artikels 11 entsprechen. Mit dem Begriff "etwa" wird zum Ausdruck gebracht,
dass es nicht auf die präzise Einhaltung dieses Abstandes ankommt. Ein Abstand von
beispielsweise des 0,7 oder 0,8-fachen Durchmessers ist auch noch besonders bevorzugt,
um einerseits die sichere Sperrwirkung zu erreichen und andererseits das Artikel schädigende
Klemmen der Artikel 11 zu verhindern. Auch ein Spalt mit einem Abstand a, der deutlich
kleiner ist als der 0,75fache Durchmesser eines Artikels 11, kann besonders bevorzugt
sein.
[0032] Das als Stützkörper ausgebildete Klappenelement 18 ist vorzugsweise aus einem harten,
steifen Material hergestellt ist, während das als Dichtlippe ausgebildete Dichtelement
19 aus einem Material hergestellt ist, das gegenüber dem Material des Klappenelementes
18 weicher und flexibler ist. Für das Klappenelement 18 bieten sich metallische Werkstoffe
an. Das Klappenelement 18 ist bezüglich Materialauswahl und Dimensionierung derart
ausgestaltet, dass es selbst bei maximaler Belastung durch die Vielzahl der darauf
liegenden Artikel 11 eine zuverlässige Stützfunktion gewährleistet. Das kann auch
durch entsprechend harte/steife Kunststoffe oder dergleichen erreicht werden. Das
Dichtelement 19 ist vorzugsweise aus Gummi hergestellt. Andere elastische, nachgiebige
und/oder weiche, nämlich insbesondere flexible Materialien sind ebenfalls einsetzbar.
Das Dichtelement 19 ist im Funktionszustand fest an dem Klappenelement 18 angeordnet.
Besonders bevorzugt ist eine lösbare Befestigung, um z.B. im Falle von Verschleiß
einen schnellen Austausch zu gewähren oder im Falle unterschiedlicher Artikeldurchmesser
zur Veränderung des Abstands a ein anderes Dichtelement 19 mit anderen geometrischen
Abmessungen vorsehen zu können.
[0033] Das Klappenelement 18 kann als flächiges und geschlossenes Element ausgebildet sein.
Vorzugsweise ist das Klappenelement 18 jedoch rechenförmig ausgebildet. An der vorderen
Kante K ist eine Nut oder dergleichen zur Aufnahme des Dichtelementes 19 ausgebildet.
Wie erwähnt, ist das Klappenelement 18, und damit auch das Dichtelement 19, zwischen
zwei Endstellungen hin und her bewegbar. Um ein schnelles und präzises Umschalten
zu gewährleisten, ist das Klappenelement 18 mittels eines Schwenk- oder Drehantriebs,
vorzugsweise mittels eines Schwenkzylinders mit Endanschlag bewegbar. Andere mechanische
und/oder elektronisch steuerbare Komponenten zur Begrenzung der Schwenkbewegung sind
aber ebenfalls einsetzbar.
[0034] Der Zuführkanal 15 wird aus den Wandungen 14 gebildet. Die Wandungen 14 können allseitig
gleich ausgebildet sein. Der Querschnitt des Zuführkanals 15 kann ebenfalls durchgängig
gleich sein. Bevorzugt ist der Querschnitt oberhalb des Sperrelementes 17 jedoch größer
als unterhalb des Sperrelementes 17. Dadurch kann eine Art Trichterwirkung erzielt
werden. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform (siehe z.B. Figuren 2 und 3)
ist die Schwenkachse S des Klappenelementes 18 an einer ersten planen Wandung 14a
des Zuführkanals 15 angeordnet. Die der Schwenkachse S gegenüberliegende Wandung 14b
des Zuführkanals 15 bzw. der der Schwenkachse S gegenüberliegende Abschnitt weist
dagegen mindestens partiell eine Radiuskontur auf, deren Radiusmittelpunkt der Schwenkachse
S des Klappenelementes 18 entspricht. In dem Übergangsbereich zwischen einem planen
Abschnitt 14b
1 und dem gewölbten Abschnitt 14b
2 der Wandung 14b ist eine Art "Knickstelle" gebildet, die gleichzeitig die Engstelle
des Zuführkanals 15 in der Schließstellung des Sperrelementes 17 darstellt. Die Schwenkachse
S an der Wandung 14a ist vorzugsweise oberhalb der Knickstelle 23 der Wandung 14b
angeordnet. In diesem Fall ist dann auch die Schwenkachse S des Klappenelementes 18
in Zuführrichtung der stabförmigen Artikel 11 oberhalb der vorderen Kante P des Dichtelementes
19 in seiner Schließstellung angeordnet. Anstelle des eine Radiuskontur aufweisenden
Abschnitts der Wandung 14b kann in anderen Ausführungsformen kann auch ein einfaches
gerades, planes und abgekantetes Blech vorgesehen sein. Die Abkantung bildet dabei
die erwähnte "Knickstelle". In der Schließstellung des Klappenelementes 18 befindet
sich das Dichtelement 19 im Bereich der "Knickstelle".
[0035] Die Wandung 14b kann insbesondere im Bereich der Knickstelle 23 vorzugsweise zwischen
einem planen Abschnitt, nämlich der Wandung 14b
2, und dem die Radiuskontur aufweisenden Abschnitt, nämlich der Wandung 14b
1, die auch als abgekantetes Blech ausgebildet sein kann, konstruktiv und/oder materialbedingt
nachgebend ausgebildet und eingerichtet sein, um dem beim Schließen des Sperrelementes
17 durch den von innen durch das Verdrängen des Artikel-Volumens auf die Wandung 14b
wirkenden Druck ausweichen zu können.
[0036] Die Länge des Klappenelementes 18 und/oder des Dichtelementes 19 ist zur Veränderung
des Abstands a zwischen dem Dichtelement 19 und der Wandung 14b des Zuführkanals 15
in der Schließstellung des Sperrelementes 17 einstellbar. Dazu kann das Sperrelement
17 z.B. teleskopisch ausgebildet sein. In anderen Ausführungsformen kann die Lage/Position
des Sperrelementes 17 bzw. dessen Schwenkachse S verlagerbar sein. Das Dichtelement
19 kann auch relativ zum Klappenelement 18 in Richtung der Schwenkachse S oder von
dieser weg bewegbar ausgebildet sein.
[0037] Wie weiter oben bereits beschrieben, kann die Wandung 14a, der die Schwenkachse S
zugeordnet ist, eine Öffnung 20 aufweisen. Dadurch ist der Zuführkanal 15 mit Ausnahme
des sich in Schließstellung befindlichen Sperrelementes 7 in jeder Stellung des Sperrelementes
17 teilweise, nämlich an der Wandung 14a unterhalb der Schwenkachse S, offen ausgebildet.
Vorzugsweise ist zwischen der freien Kante K des Klappenelementes 18 und der Wandung
14 des Zuführkanals 15, an der die Schwenkachse S angeordnet ist, und zwar unterhalb
der Schwenkachse S, ein flexibles Abdeckelement 24 angeordnet, das den Bereich unterhalb
der Schwenkachse S schließt. Genauer verbindet das Abdeckelement 24 das Sperrelement
17 mit dem freien Ende 22 der Wandung 14a
2. Das Abdeckelement 24 kann eine Art Tuch oder auch ein Kettenhemd oder dergleichen
sein. Das Abdeckelement 24 kann auch ein festes, starres Element sein, das am Klappenelement
18 befestigt ist. Das Abdeckelement 24 deckt die gesamte Öffnung 20 über die ganze
Breite ab.
[0038] In den Ausführungsformen der Vorrichtung 10 gemäß der Figuren 4 bis 10 ist an der
der Schwenkachse S gegenüberliegenden Wandung 14b des Zuführkanals 15 oberhalb der
Vorderkante P des Dichtelementes 19 in seiner Schließstellung ein volumenveränderliches
Ausgleichsvolumen 25 erzeugbar. Konkret ist das Ausgleichsvolumen 25 bereitgestellt.
Beim Schließen des Sperrelementes 17 kann ein Teil des Artikel-Volumens 26, das wieder
nach oben in Richtung des Magazins 12 gedrückt wird, in das Ausgleichsvolumen 25 fließen.
Beim Öffnen des Sperrelementes 17 kann das Artikel-Volumen 26 wieder entleert werden
und zusätzlich zu dem HauptVolumen 27 nach unten in Richtung der nachgeordneten Einheit
13 fließen. Besonders bevorzugt ist die Wandung 14b des Zuführkanals 15 an der der
Schwenkachse S gegenüberliegenden Wandung 14a oberhalb der Vorderkante P des Dichtelementes
19 in seiner Schließstellung unterbrochen. Die freien und beabstandeten Kanten der
Wandungsabschnitte 14b
1a und 14b
1b sind durch ein Abdeckelement 28, z.B. vergleichbar mit dem Abdeckelement 24 im Bereich
der Wandung 14a, miteinander verbunden. Das Abdeckelement 28 kann fest/starr oder
flexibel ausgebildet sein.
[0039] Wie bereits erwähnt, kann die Vorrichtung 10 in allen Maschinen der Tabak verarbeitenden
Industrie, in denen aus stabförmigen Artikeln 11 gebildete Massenströme verarbeitet
oder zusammengeführt werden, eingesetzt werden. In den Figuren 6 und 7 ist beispielsweise
eine Ausführungsform dargestellt, in der ein Fallschacht 29 in die Vorrichtung 10
führt. Mit der Vorrichtung 10 kann im Bereich der Anbindung eines Empfängers 30 an
ein Magazin 31 einer Filteransetzmaschine eine automatische Umschaltung realisiert
werden. In den Figuren 8 und 9 ist die Übergabe aus dem Fallschacht 29 über die Vorrichtung
10 auf ein Transportband 32 dargestellt. Die Figur 10 beschreibt eine Anordnung, bei
der ein Massenstrom von einem Schrägband 33 portionsweise auf das Transportband 32
zugeführt wird.
[0040] Eine besonders bevorzugte Einsatzmöglichkeit der Vorrichtung 10 ist in der Figur
1 dargestellt, die die Vorrichtung 10 zum automatischen und portionsweisen Zuführen
der Artikel 11 im Zusammenhang mit einer Überführungsvorrichtung 33 zeigt. Diese z.B.
unter der Bezeichnung FILTROMAT bekannte Überführungseinrichtung 33 zum Überführen
stabförmiger Artikel 11 der Tabak verarbeitenden Industrie aus dem Magazin 12 in eine
Förderleitung umfasst eine Sendereinheit 34, die eine rotierend antreibbare Trommel
35 mit Mulden zum Aufnehmen und queraxialen Fördern der stabförmigen Artikel 11 von
dem Magazin 12 in den Bereich einer Ausblaszone 36 umfasst. Die Trommel 35 ist um
die Rotationsachse R rotierend antreibbar und innerhalb einer als Druckkammer 37 ausgebildeten
Hauptkammer 38 der Sendereinheit 34 angeordnet. Der Druckkammer 37 ist ausgehend vom
Magazin 12 in Zuführrichtung der stabförmigen Artikel 11 die Vorrichtung 10 zum portionsweisen
Zuführen der stabförmigen Artikel 11 und daran anschließend eine Druckschleuse 39
zum Aufnehmen und Zwischenspeichern der stabförmigen Artikel 11 vorgeordnet.
[0041] Vorzugsweise ist stromabwärts, quasi hinter dem Sperrelement 17 der Vorrichtung 10
zum portionsweisen Zuführen und vor der Druckschleuse 39 eine Portionierkammer 40
angeordnet. Die Druckschleuse 39 ist sowohl zu der Portionierkammer 40 als auch zur
Druckkammer 37 durch ein Schleusenelement 41 schließbar. Das Magazin 12 ist durch
die Vorrichtung 10 von der Portionierkammer 40 abteilbar. Zum Steuern und/oder Regeln
des Sperrelementes 17 bzw. des Klappenelementes 18 in Abhängigkeit des von der Sendereinheit
34 geforderten Artikelbedarfs ist der Überführungsvorrichtung eine Steuereinheit zugeordnet.
Die Steuerung kann auch mit der Steuerung der Schleusenelemente 41 sowie der Sendereinheit
34 insgesamt verknüpft sein. Optional kann auch eine übergeordnete Steuerung für alle
Funktionalitäten der Überführungsvorrichtung 33 vorgesehen sein.
[0042] Die zeitliche Abstimmung bzw. das Timing der Bewegungen von Sperrelement 17 einerseits
und der Schleusenelemente 41 andererseits kann so gewählt werden, dass sich das Schleusenelement
41 der Druckschleuse 39 öffnet, wenn das Sperrelement 17 mit seiner Bewegung beginnt.
Dadurch wird eine Komprimierung des Artikel-Volumens oberhalb des Schleusenelementes
41 wirksam verhindert.
1. Vorrichtung (10), ausgebildet und eingerichtet zum automatischen und portionsweisen
Zuführen stabförmiger Artikel (11) der Tabak verarbeitenden Industrie aus einem Magazin
(12) an eine nachgeordnete Einheit (13), umfassend einen aus Wandungen (14) gebildeten
und nach oben und nach unten offenen Zuführkanal (15), in dem ein Sperrelement (17)
angeordnet ist, das automatisch aus einer Schließstellung, in der das Zuführen der
Artikel (11) an die nachgeordnete Einheit (13) verhindert wird, in eine Durchgangsstellung,
in der das Zuführen der Artikel (11) an die nachgeordnete Einheit (13) ermöglicht
wird, und zurück bewegbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (17) aus mindestens zwei separaten und eine gemeinsame bauliche
Einheit bildenden Komponenten gebildet ist, nämlich einem schwenkbar ausgebildeten
Klappenelement (18) und einem an dem Klappenelement (18) an seiner freien, der Schwenkachse
S gegenüberliegenden Kante K angeordneten Dichtelement (19).
2. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch das Klappenelement (18) und das Dichtelement (19) aufgespannte Sperrfläche
des Sperrelementes (17) geringfügig kleiner ist als der Querschnitt des Zuführkanals
(15), derart, dass das Dichtelement (19) in der Schließstellung des Sperrelementes
(17) kontaktfrei zur Wandung (14) des Zuführkanals (15) ist.
3. Vorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schließstellung des Sperrelementes (17) ein Spalt zwischen dem Dichtelement
(19) und der Wandung (14) des Zuführkanals (15) besteht, der kleiner ist als der Durchmesser
eines einzelnen Artikels (11).
4. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das als Stützkörper ausgebildete Klappenelement (18) aus einem harten, steifen Material
hergestellt ist, während das als Dichtlippe ausgebildete Dichtelement (19) aus einem
Material hergestellt ist, das gegenüber dem Material des Klappenelementes (18) weicher
und flexibler ist.
5. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (19) aus elastischen Material, vorzugsweise Gummi hergestellt ist.
6. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappenelement (18) rechenförmig ausgebildet ist.
7. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Klappenelement (18) mittels eines Schwenk- oder Drehantriebs, vorzugsweise eines
Schwenkzylinders mit Endanschlag bewegbar ist.
8. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse S des Klappenelementes (18) an einer ersten planen Wandung (14a)
des Zuführkanals (15) angeordnet ist und die der Schwenkachse S gegenüberliegende
Wandung (14b) des Zuführkanals (15) bzw. der der Schwenkachse S gegenüberliegende
Abschnitt eine Radiuskontur aufweist, deren Radiusmittelpunkt der Schwenkachse S des
Klappenelementes (18) entspricht.
9. Vorrichtung (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der in einem Übergangsbereich zwischen einem planen Abschnitt der Wandung (14b) und
dem die Radiuskontur aufweisenden Abschnitt derselben Wandung (14b) liegende Übergangsabschnitt
der Wandung (14b), der die Engstelle des Zuführkanals (15) in der Schließstellung
des Sperrelementes (17) darstellt, konstruktiv und/oder materialbedingt nachgebend
ausgebildet und eingerichtet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse S des Klappenelementes (18) in Zuführrichtung der stabförmigen Artikel
(11) oberhalb der Vorderkante P des Dichtelementes (19) in seiner Schließstellung
angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge des Klappenelementes (18) und/oder des Dichtelementes (19) zur Veränderung
des Abstands a zwischen dem Dichtelement (19) und der Wandung (14b) des Zuführkanals
(15) in der Schließstellung des Sperrelementes (17) einstellbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der freien Kante K des Klappenelementes (18) und der Wandung (14a) des Zuführkanals
(15), an der die Schwenkachse S angeordnet ist, und zwar unterhalb der Schwenkachse
S, ein flexibles Abdeckelement (24) angeordnet ist, das den Bereich unterhalb der
Schwenkachse S schließt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an der der Schwenkachse S gegenüberliegenden Wandung (14b) des Zuführkanals (15)
oberhalb der Vorderkante P des Dichtelementes (19) in seiner Schließstellung ein volumenveränderliches
Ausgleichsvolumen (25) erzeugbar ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung (14b1) des Zuführkanals (15) an der der Schwenkachse S gegenüberliegenden Wandung (14a)
oberhalb der Vorderkante P des Dichtelementes (19) in seiner Schließstellung unterbrochen
ist und die freien und beabstandeten Kanten der Wandungsabschnitte (14b1a, 14b1b) durch ein flexibles Abdeckelement (28) miteinander verbunden sind.
15. Überführungsvorrichtung (33) zum Überführen stabförmiger Artikel (11) der Tabak verarbeitenden
Industrie aus einem Magazin (12) in eine Förderleitung, umfassend eine Sendereinheit
(34), die eine rotierend antreibbare Trommel (35) mit Mulden zum Aufnehmen und queraxialen
Fördern der stabförmigen Artikel (11) von dem Magazin (12) in den Bereich einer Ausblaszone
(36) umfasst, wobei die Trommel (35) in einer als Druckkammer (37) ausgebildeten Hauptkammer
(38) der Sendereinheit (34) angeordnet ist, und dieser Druckkammer (37) ausgehend
vom Magazin (12) in Zuführrichtung der Artikel (11) eine Vorrichtung (10) zum portionsweisen
Zuführen der stabförmigen Artikel (11) und daran anschließend eine Druckschleuse (39)
zum Aufnehmen und Zwischenspeichern der Artikel (11) vorgeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) zum portionsweisen Zuführen der stabförmigen Artikel (11) nach
einem der Ansprüche 1 bis 14 ausgebildet und eingerichtet ist.
16. Überführungsvorrichtung (33) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass stromabwärts, quasi hinter dem Sperrelement (17) der Vorrichtung (10) zum portionsweisen
Zuführen und vor der Druckschleuse (37) eine Portionierkammer (40) angeordnet ist.
17. Überführungsvorrichtung (33) nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Steuereinheit umfasst, mittels der die Steuerung und/oder Regelung des Klappenelementes
(18) in Abhängigkeit des von der Sendereinheit (34) geforderten Artikelbedarfs ausführbar
ist.