TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft ein Aufzeichnungsmaterial zur Herstellung von Bildern in Fotoqualität
mit thermischen Druckverfahren, insbesondere mit einem Farbstoffübertragungsverfahren.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] Das Verfahren der thermischen Farbstoffübertragung (TT) dient der Wiedergabe eines
digital erzeugten Bilds in Form eines Druckbilds, dessen Bildqualität dem Niveau der
Silbersalzfotografie angepasst ist. Das digitale Bild wird hinsichtlich der Grundfarben
Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz punktuell aufbereitet und in entsprechende elektrische
Signale umgewandelt, die dann in Wärme mittels des Thermokopfs eines Druckers umgesetzt
werden. Durch die Wärmeeinwirkung sublimiert der Farbstoff aus der Donorschicht eines
im Kontakt mit dem zu bedruckenden Aufzeichnungsmaterial stehenden Farbbands (Farbblatts)
und diffundiert in die Empfangsschicht des Aufzeichnungsmaterials.
[0003] Um Bilder von Fotoqualität zu erreichen, benötigt ein Aufzeichnungsmaterial gute
Oberflächeneigenschaften, geringe Wärmeleitfähigkeit, gute Hitzebeständigkeit, eine
sogenannte Kompressibilität (Weichheit), die wichtig zur Gewährleistung eines guten
Kontakts zwischen dem Thermokopf des Druckers und dem Aufzeichnungsmaterial ist, und
eine gute Dimensionsstabilität. Darüber hinaus muss das Aufzeichnungsmaterial nach
dem Bedrucken eine gute Lagerbeständigkeit aufweisen, um die Migration der Farbstoffe
über die Zeit in und durch den Träger und damit die Verschlechterung der Bildqualität
zu verhindern.
[0004] Aufzeichnungsmaterialien für den Thermotransferdruck sind vielfach beschrieben worden.
Sie umfassen im Wesentlichen einen Träger, eine Farbstoffempfangsschicht und gegebenenfalls
weitere Funktionsschichten. Durch entsprechende Auswahl der Komponenten des Aufzeichnungsmaterials
können die an das Material gestellten Anforderungen optimiert werden.
[0005] Als Träger können unbeschichtete oder beschichtete Papiere eingesetzt werden, wobei
kunstharzbeschichtete, insbesondere mit Polyolefin beschichtete Papiere oder mit einer
mehrschichtigen Kunststofffolie versehene Papiere als besonders geeignet gelten. Diese
Träger sind beispielsweise beschrieben in
EP 0 671 281 A1,
EP 0 681 922 A1 oder
EP 0 812 699 A1.
[0006] Die Farbstoffempfangsschicht enthält ein Harz, das eine Affinität zum Farbstoff aus
dem Donormaterial aufweist. Hierfür können beispielsweise Kunststoffe mit Esterverbindungen
(wie Polyesterharze, Polyacrylsäureesterharze, Polycarbonatharze, Polyvinylacetatharze,
Styrolacrylatharze), Kunststoffe mit Amidverbindungen (wie Polyamidharze), Polyvinylchlorid
sowie Mischungen der erwähnten Harze verwendet werden. Es können aber auch Copolymere
eingesetzt werden, die als Hauptbestandteil mindestens einen Vertreter der oben genannten
Polymere enthalten, z.B. Vinylchlorid/Vinyl-acetat-Copolymer.
[0007] Als weitere Funktionsschichten können beispielsweise sogenannte Anticurl-Schichten
eingesetzt werden, um der Wölbung des Aufzeichnungsmaterials nach einem Durchgang
durch den Thermodrucker entgegenzuwirken. Dafür gut geeignet sind beispielsweise Kunststofffolien,
die auf der Rückseite des Aufzeichnungsmaterials aufkaschiert werden.
[0008] Das Problem der Kompressibilität kann durch das Aufbringen einer die Funktion einer
Polsterschicht erfüllenden Zwischenschicht, wie in
JP 02-274592 oder
JP 03-268998 beschrieben, gelöst werden. Alternativ dazu kann die in
JP 04-21488 beschriebene, hohle Mikrokugeln enthaltende Zwischenschicht ein Lösungsweg sein.
Diese Zwischenschicht hat zusätzlich eine isolierende Wirkung und trägt zur Verringerung
der Wärmeleitfähigkeit bei.
[0009] In der
WO 98/10939 A1 ist ein Aufzeichnungsmaterial für thermische Bildaufzeichnung beschrieben, welches
eine gute Temperaturbeständigkeit und geringe Wärmeleitfähigkeit sowie eine gute Kompressibilität
aufweist. Diese Aufgabe ist mit Hilfe einer Schicht gelöst, die aus einer mit ethylenisch
ungesättigten Monomeren derivatisierten Gelatine, insbesondere einer (meth)acrylierten
Gelatine, besteht. Nachteilig an diesem Aufzeichnungsmaterial ist das hohe Auftragsgewicht
dieser Schicht. Denn um die erforderliche geringe Wärmeleitfähigkeit zu erreichen,
sind Schichtdicken von 20 bis 100 µm notwendig. Das Problem der Farbstoffmigration
in die Tiefe des Aufzeichnungsmaterials ist aber damit noch nicht gelöst. Eine Verringerung
der Farbstoffmigration kann daher durch das Aushärten der Schicht in einem zusätzlichen
Arbeitsgang mit Hilfe eines Glättzylinders erzielt werden.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0010] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Aufzeichnungsmaterial bereitzustellen, das
ein hinsichtlich der Farbstoffmigration verbessertes Verhalten unter Beibehaltung
der übrigen, an ein Aufzeichnungsmaterial im thermischen Druckverfahren gestellten
Erfordernisse aufweist.
[0011] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Aufzeichnungsmaterial für thermische Druckverfahren
mit einem Träger und einer für den thermischen Farbstofftransfer ausgerüsteten farbstoffaufnehmenden
Schicht, wobei zwischen dem Träger und der farbstoffaufnehmenden Schicht eine Barriereschicht
angeordnet ist und die Barriereschicht Gelatine und ein in Wasser dispergierbares
polymeres Bindemittel enthält, worin Gelatine und das in Wasser dispergierbare polymere
Bindemittel miteinander vernetzt sind.
BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG
[0012] Die Gelatine in der Barriereschicht ist vorzugsweise eine nicht chemisch modifizierte
oder nicht derivatisierte Gelatine. Vorzugsweise kann eine Gelatine mit einem isoelektrischen
Punkt von 8 bis 9, besonders bevorzugt 8 bis 8,5 in der Barriereschicht eingesetzt
werden.
[0013] Das in Wasser dispergierbare polymere Bindemittel in der Barriereschicht ist vorzugsweise
ein wasserdispergierbares Polyester/Polyurethan-Copolymer.
[0014] Zur Verringerung der Migration von hydrophoben Farbstoffen aus der farbstoffaufnehmenden
Schicht ist eine hydrophile Barriere erforderlich. Eine solche Barriere kann ein hydrophiler
Binderstrich sein kann. Nachteilig an solchen hydrophilen Binderstrichen ist jedoch,
dass beim Thermodruck in Klimata mit hoher Luftfeuchtigkeit ein sogenannter Mottle-Effekt,
d.h. eine Wolkigkeit im Druckbild, auftritt. Überraschend hat sich herausgestellt,
dass eine gute Barrierewirkung erzielt wird, wenn die Barriereschicht ein Bindemittelgemisch
aus Gelatine und Polyester/PolyurethanCopolymer enthält. Überraschend ist ferner,
dass durch dieses Bindemittelgemisch nach Vernetzung der zuvor erwähnte Mottle-Effekt
vermieden wird. Eine Barriereschicht, enthaltend Gelatine und Polyester/Polyurethan-Copolymer,
erlaubt folglich nicht nur das Drucken von Bildern mit geringem bzw. von Mottle freien
Strukturen, sondern auch ein gutes bis sehr gutes Migrationsverhalten des Aufzeichnungsmaterials.
[0015] Vorzugsweise kann das Massenverhältnis von Gelatine zu dem wasserdispergierbaren
polymeren Bindemittel in der Barriereschicht 80:20 bis 40:60, besonders bevorzugt
60:40 bis 50:50, betragen.
[0016] Die erfindungsgemäß eingesetzten Polyesterpolyurethane sind aliphatische Polyesterpolyurethane.
Sie können auf einen aliphatischen Isocyanat mit einem E-Modul 100% gemäß DIN 53504
von 10 bis 14 MPa, vorzugsweise12 bis 13 MPa basieren. Sie können beispielsweise einen
Schmelzbereich von 190 bis 230 °C, vorzugsweise 200 bis 220 °C, auf der Koflerbank
aufweisen. Geeignete Polyesterpolyurethane können in anionischer Form als Dispersion
eingesetzt werden. Der Feststoffanteil der Dispersion kann 20 bis 45 Gew.-%, vorzugsweise
28 bis 40 Gew.-%, betragen. Filme aus dem erfindungsgemäß eingesetzten Polyesterpolyurethan
können eine Microhärte gemäß DIN 53504 von etwa 95° Shore A aufweisen. Die Zugfestigkeit
Original solcher Filme nach DIN 53504 kann etwa 40 MPa und die Bruchdehnung Original
nach DIN 53504 kann etwa 400% betragen. Solche Polyesterpolyurethane sind im Handel
unter der Bezeichnung NeoRez
® in verschieden Typen erhältlich.
[0017] Die erfindungsgemäß erzielte vorteilhafte Wirkung hinsichtlich des Migrationsverhaltens
des Farbstoffs wird durch eine Vernetzung beider Bindertypen mit Hilfe eines Vernetzungsmittels
erzielt. Grundsätzlich können hierzu Vernetzungsmittel verwendet werden, die eine
Vernetzung eines Proteins mit einem Polyesterpolyurethan-Copolymer ermöglichen.
[0018] Geeignete Vernetzungsmittel sind beispielsweise Imin-Gruppen oder Isocyanat-Gruppen
enthaltende Verbindungen. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann
die Vernetzung beider Bindemittel mit einer Kombination von mindestens zwei Vernetzungsmitteln
erzielt werden. Das erste Vernetzungsmittel kann eine Imin-Gruppen enthaltende Verbindung
sein und das zweite Vernetzungsmittel vorzugsweise eine Verbindung mit Isocyanat-Gruppen.
In diesem Fall kann das Massenverhältnis des Imin-Gruppen enthaltenden Vernetzungsmittels
zu dem Isocyanat-Gruppen enthaltenden Vernetzungsmittel beispielsweise 6:1 bis 1:1
betragen.
[0019] Die Menge des Imin-Gruppen enthaltenden Vernetzungsmittels 5 bis 15 Gew.-%, bezogen
auf die Gesamtmasse der Bindemittel, betragen.
[0020] Die Menge des Isocyanat-Gruppen enthaltenden Vernetzungsmittels in der Barriereschicht
kann 2 bis 15 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge der Bindemittel, betragen. Die Gesamtmenge
des erfindungsgemäß eingesetzten Vernetzungsmittels kann bis zu 40 Gew.-% betragen,
bezogen auf die Gesamtmasse der Bindemittel.
[0021] Das Imin-Gruppen enthaltendes Vernetzungsmittel ist vorzugsweise ein Polyaziridin.
Bei dem Isocyanat-Gruppen enthaltenden Vernetzungsmittel handelt es sich insbesondere
um ein blockiertes Isocyanat. Die Blockierung des Isocyanats kann durch ein Oxim erfolgen,
das unter Temperatureinwirkung abgespalten wird. Durch die Vernetzung wird die Gelatine
wasserunlöslich, und es erfolgt auch eine Vernetzung von Gelatine mit dem in Wasser
dispergierbaren Bindemittel.
[0022] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die erfindungsgemäße Barriereschicht
ein Pigment enthalten. Besonders bevorzugt sind feinteilige Pigmente, die die Opazität
der Schicht erhöhen. Hierzu besonders gut geeignet ist Titandioxid. Die Pigmentmenge
kann vorzugsweise bis 30 Gew.-% betragen, insbesondere jedoch 5 bis 25 Gew.-%, bezogen
auf die Masse der getrockneten Schicht.
[0023] Die erfindungsgemäße Barriereschicht kann gegebenenfalls auch weitere Hilfsmittel
enthalten, beispielsweise anionische oder nichtionische oberflächenaktive Mittel,
Farbstoffe, Aufheller, Gleitmittel, Antiblocking-Mittel und andere übliche Additive.
Die Menge der Hilfsmittel kann 0,01 bis 5,0 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis 3,5 Gew.-%,
bezogen auf die Masse der getrockneten Schicht, betragen.
[0024] Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Beschichtungsmasse zur Bildung der Barriereschicht
werden im ersten Schritt die in Wasser gelösten oder dispergierten Bindemittel miteinander
vermischt. Der pH-Wert kann auf 7 bis 7,5 eingestellt werden. Die Pigmentdispersion
wird zugegeben und vermischt. Im zweiten Schritt erfolgt die Zugabe des Vernetzungsmittels.
Nach einem darauffolgenden Mischvorgang wird die auf diese Weise erzeugte Beschichtungsmasse
auf das Trägermaterial aufgetragen.
[0025] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung werden der oben beschriebenen Dispersion
zwei Vernetzungsmittel zugegeben, wobei die Zugabe des zweiten Vernetzungsmittels
gleichzeitig mit der Zugabe des ersten Vernetzungsmittels oder in einem zeitlichen
Abstand dazu erfolgen kann.
[0026] Die Beschichtungsmasse zur Bildung der erfindungsgemäßen Barriereschicht kann mit
allen in der Papierherstellung üblichen Auftragsaggregaten inline oder offline aufgebracht
werden, wobei die Menge so gewählt wird, dass nach dem Trocknen das Auftragsgewicht
höchstens 3 g/m
2, insbesondere 0,5 bis 2,5 g/m
2 oder gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform 1 bis 2 g/m
2 beträgt.
[0027] Der erfindungsgemäß eingesetzte Träger kann ein unbeschichtetes oder ein gestrichenes
Rohpapier enthalten oder aus einem solchen bestehen.
[0028] Für die Zwecke der Erfindung versteht man unter dem Begriff Rohpapier ein in der
Masse geleimtes unbeschichtetes Papier und/oder ein oberflächengeleimtes Papier. Ein
Rohpapier kann neben Zellstofffasern, Leimungsmittel wie Alkylketendimeren, Fettsäuren
und/oder Fettsäuresalze, epoxydierte Fettsäureamide, Alkenyl- oder Alkylbernsteinsäureanhydrid,
Nassfestmittel wie Polyamin-Polyamid-Epichlorhydrin, Trockenfestmittel wie anionische,
kationische oder amphotere Polyamide oder kationische Stärken, optische Aufheller,
Füllstoffe, Pigmente, Farbstoffe, Entschäumer und weitere in der Papierindustrie bekannte
Hilfsmittel enthalten kann. Das Rohpapier kann oberflächengeleimt sein. Hierzu geeignete
Leimmittel sind beispielsweise Polyvinylalkohol oder oxydierte Stärke. Das Rohpapier
kann auf einer Fourdrinier- oder einer Yankee-Papiermaschine(Zylinder-Papiermaschine)
hergestellt werden. Das Flächengewicht des Rohpapiers kann 50 bis 250 g/m
2, insbesondere 80 bis 180 g/m
2 betragen. Das Rohpapier kann in unverdichteter oder verdichteter Form (geglättet)
eingesetzt werden. Besonders gut geeignet sind Rohpapiere mit einer Dichte von 0,8
bis 1,2 g/cm
3, insbesondere 0,90 bis 1,1 g/cm
3. Als Zellstofffasern können beispielsweise gebleichter Hartholz-Kraftzellstoff (LBKP),
gebleichter Nadelholz-Kraftzellstoff (NBKP), gebleichter Laubholzsulfitzellstoff (LBSP)
oder gebleichter Nadelholzsulfitzellstoff (NBSP) eingesetzt werden. Es können auch
aus Papierabfällen gewonnene Zellstofffasern verwendet werden. Die genannten Zellstofffasern
können auch gemischt eingesetzt werden und Anteile anderer Fasern, zum Beispiel von
Kunstharzfasern, zugemischt werden. Bevorzugt jedoch werden Zellstofffasern aus 100%
Laubholzzellstoff eingesetzt. Die mittlere Faserlänge des ungemahlenen Zellstoffs
beträgt vorzugsweise 0,5 bis 0,85 mm (Kajaani-Messung).
[0029] Als Füllstoff können beispielsweise Kaoline, Calciumcarbonat in seinen natürlichen
Formen wie Kalkstein, Marmor oder Dolomitstein, gefälltes Calciumcarbonat, Calciumsulfat,
Bariumsulfat, Titandioxid, Talkum, Silica, Aluminiumoxid und deren Gemische im Rohpapier
eingesetzt werden.
[0030] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung kann auf dem Rohpapier eine pigmenthaltige
Schicht angeordnet sein. Das Pigment kann ein Metalloxid, Silikat, Carbonat, Sulfid
oder Sulfat sein. Besonders gut geeignet sind Pigmente wie Kaoline, Talkum, Calciumcarbonat
und/oder Bariumsulfat. Als besonders vorteilhaft erwies sich ein Calciumcarbonat mit
einem d50%-Wert in der Teilchengröße von etwa 0,7 µm.
[0031] In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann das Rohpapier oder das gestrichene
Rohpapier beidseitig mit Kunstharzschichten versehen sein. Die Kunstharzschichten
(vorderseitige und/oder rückseitige Kunstharzschicht) können vorzugsweise ein thermoplastisches
Polymer enthalten. Insbesondere geeignet hierfür sind Polyolefine, beispielsweise
Polyethylen niedriger Dichte (LDPE), Polyethylen hoher Dichte (HDPE), Polypropylen,
4-Methylpenten-1 und deren Gemische sowie Polyester, beispielsweise Polycarbonate.
[0032] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung enthält die vorderseitige
und/oder rückseitige Kunstharzschicht mindestens 40 Gew.-% HDPE mit einer Dichte von
mehr als 0,95 g/cm
3, insbesondere 60 bis 80 Gew.-%. Besonders bevorzugt ist eine Zusammensetzung, die
aus 65 Gew.-% HDPE mit einer Dichte von mehr als 0,95 g/cm
3 und 35 Gew.-% LDPE mit einer Dichte von weniger als 0,935 g/cm
3 besteht.
[0033] Die Kunstharzschichten können Weißpigmente wie Titandioxid sowie weitere Hilfsstoffe
wie optische Aufheller, Farbstoffe und Dispergierhilfsmittel enthalten. In einer besonderen
Ausgestaltungsform der Erfindung werden antistatisch wirkende Substanzen, insbesondere
elektrisch leitfähige anorganische Pigmente, zu den Kunstharzschichten zugefügt.
[0034] Das Auftragsgewicht der Kunstharzschichten kann 5 bis 50 g/m
2, insbesondere 5 bis 30 g/m
2, bevorzugt jedoch 10 bis 20 g/m
2, betragen. Die Kunstharzschicht kann auf das Rohpapier oder das gestrichene Rohpapier
einschichtig extrudiert oder mehrschichtig coextrudiert werden. Die Extrusionsbeschichtung
kann mit Maschinengeschwindigkeiten bis 600 m/min erfolgen.
[0035] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung enthält der Träger ein mit einer
Kunststofffolie versehenes unbeschichtetes oder gestrichenes Rohpapier, wobei die
Kunststofffolie auf der der Barriereschicht zugewandten Seite (Vorderseite) aufkaschiert
ist. Dabei wird eine polymere Schicht, vorzugsweise Polyethylen niedriger Dichte (LDPE),
zwischen das Rohpapier und die Kunststofffolie extrudiert. Die Dicke der Polyethylenschicht
beträgt 6 bis 15 g/m
2, insbesondere 6 bis 10 g/m
2. Die Kunststofffolie weist vorzugsweise eine mehrschichtige Struktur mit einer porösen
Kernschicht und mindestens einer porenfreien Oberflächenschicht auf. Hierfür besonders
gut geeignet ist eine biaxial orientierte Polypropylenfolie mit einer Dicke von 30
bis 60 µm, insbesondere 35 bis 50 µm, und einer Opazität von 70 bis 90%, gemessen
nach JIS-P-8148.
[0036] In einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung kann auf der Rückseite ebenfalls
eine einschichtige oder mehrschichtige Kunststofffolie, insbesondere eine biaxial
orientierte Polypropylenfolie aufgetragen werden.
[0037] Als farbstoffaufnehmende Schicht eignet sich grundsätzlich jede aus dem Stand der
Technik für thermische Übertragungsverfahren bekannte Farbempfangsschicht. Die erfindungsgemäß
eingesetzte Schicht enthält vorzugsweise ein aus der Gruppe der Polyester, Polyacrylsäureester,
Polycarbonate, Styrolacrylate, Vinyl-Homo- und/oder Vinyl-Copolymere ausgewähltes
Polymer. Insbesondere gut geeignet sind Vinylpolymere wie Polyvinylchlorid, Vinylchlorid/Acrylat-Copolymer,
Vinylchlorid/Vinylacetat-Copolymer und/oder Vinylchlorid/Vinylacetat/Vinylidenchlorid.
[0038] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die farbstoffaufnehmende Schicht
ein anorganisches und/oder organisches Pigment enthalten. Besonders gut geeignet ist
ein feinteiliges anorganisches Pigment, beispielsweise Siliciumdioxid, Aluminiumoxid,
Aluminiumoxidhydrat, Aluminiumsilicat, Calciumcarbonat, Zinkoxid, Zinnoxid, Antimonoxid,
Titandioxid, Indiumoxid oder ein Mischoxid dieser Oxide. Die Pigmente können einzeln
oder als Mischungen in der farbstoffaufnehmenden Schicht vorhanden sein. In einer
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind feinteilige Kieselsäuren, insbesondere
eine mit Aluminium dotierte feindisperse Kieselsäure in der Schicht enthalten.
[0039] Die Menge des Pigments in der farbstoffaufnehmenden Schicht kann 10 bis 90 Gew.-%,
insbesondere 30 bis 70 Gew.-% betragen, bezogen auf die Masse der getrockneten Schicht.
[0040] Das feinteilige Pigment kann eine eine mittlere Teilchengröße von 10 nm bis 2 µm
aufweisen.
[0041] Die farbstoffaufnehmende Schicht kann gegebenenfalls auch weitere Hilfsmittel enthalten,
beispielsweise anionische oder nichtionische oberflächenaktive Mittel, Mattierungsmittel,
Farbstoffe, Vernetzungsmittel, Gleitmittel, Antiblocking-Mittel und andere übliche
Additive. Die Menge der Hilfsmittel kann 0,01 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,05 bis
5 Gew.-%, bezogen auf die Masse der getrockneten Schicht, betragen.
[0042] Die Beschichtungsmasse zur Bildung der farbstoffaufnehmenden Schicht kann mit allen
in der Papierherstellung üblichen Auftragsaggregaten inline oder offline aufgebracht
werden, wobei die Menge so gewählt wird, dass nach dem Trocknen das Auftragsgewicht
höchstens 5 g/m
2, insbesondere 0,1 bis 3 g/m
2 oder gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform 0,3 bis 1,0 g/m
2 beträgt.
[0043] Die Beschichtungsmassen zur Bildung der Barriereschicht und der farbstoffaufnehmenden
Schicht können getrennt aufgetragen werden, d.h. zunächst wird die zur Bildung der
Barriereschicht erzeugte Beschichtungsmasse auf das Trägermaterial aufgetragen. Im
nächsten Schritt wird auf die getrocknete Barriereschicht die Beschichtungsmasse zur
Bildung der Tintenaufnahmeschicht aufgetragen und getrocknet.
[0044] Die oben beschriebenen Beschichtungsmassen können aber auch "nass-in-nass" zum Beispiel
mit einem Mehrschichtvorhang-Beschichtungsaggregat aufgetragen werden.
[0045] Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
BEISPIELE
Beispiel 1 - Herstellung eines Rohpapiers
[0046] Ein Rohpapier A wurde aus Eukalyptus-Zellstoff hergestellt. Zur Mahlung wurde der
Zellstoff als etwa 5 %ige wässrige Suspension (Dickstoff) mit Hilfe eines Refiners
auf einen Mahlgrad von 36 °SR gemahlen. Die Konzentration der Zellstofffasern im Dünnstoff
betrug 1 Gew.-%, bezogen auf die Masse der Zellstoffsuspension. Dem Dünnstoff wurden
Zusatzstoffe zugesetzt wie kationische Stärke in einer Menge von 0,4 Gew.-%, als ein
neutrales Leimungsmittel Alkylketendimer (AKD)in einer Menge von 0,48 Gew.-%, Nassfestmittel
Polyamin-Polyamid-Epichlorhydrinharz (Kymene
®) in einer Menge von 0,36 Gew.-% und ein natürliches CaCO
3 in einer Menge von 10 Gew.-%. Die Mengenangaben beziehen sich auf die Zellstoffmasse.
Der Dünnstoff, dessen pH-Wert auf etwa 7,5 eingestellt wurde, wurde vom Stoffauflauf
auf das Sieb der Papiermaschine gebracht, worauf die Blattbildung unter Entwässerung
der Bahn in der Siebpartie der Papiermaschine erfolgte. In der Pressenpartie der Papiermaschine
erfolgte die weitere Entwässerung der Papierbahn auf einen Wassergehalt von 60 Gew.-%,
bezogen auf das Bahngewicht. Die weitere Trocknung erfolgte in der Trockenpartie der
Papiermaschine mit beheizten Trockenzylindern. Es entstand ein Rohpapier mit einem
Flächengewicht von 132 g/m
2 und einer Feuchte von etwa 7%.
[0047] Das Rohpapier wurde auf der Vorderseite mit einer Streichmasse aus einem Styrolacrylat-Binder,
Stärke und einer Pigmentmischung aus Calciumcarbonat und Kaolin mit einem Auftragsgewicht
von 15 g/m
2 gestrichen, getrocknet und anschließend mit einem Kalander geglättet. Das auf diese
Weise erzeugte Papier weist auf der Vorderseite eine Bekk-Glätte von 800 Sekunden,
gemessen nach DIN 53107, auf.
[0048] Die zur Bedruckung vorgesehene Oberfläche (Vorderseite) des Papiers wurde nach Bestrahlung
mit einer Corona-Entladung mit einer dreischichtigen biaxial orientierten Polypropylen-Folie
(HIPHANE BOPP, Hwaseung Industries Co. Ltd) im Extruder laminiert, wobei ein Film
aus Polyethylen niedriger Dichte (LDPE) zwischen das Papierträgermaterial und die
Kunststofffolie extrudiert wurde. Die Dicke des haftvermittelnden Polyethylenfilms
betrug 8 g/m
2. Die der zu bedruckenden Seite gegenüberliegende Seite (Rückseite) des Papiers wurde
mit einem Polyethylengemisch aus 30 Gew.-% eines Polyethylens niedriger Dichte (LDPE,
d=0,923 g/cm
3) und 70 Gew.-% eines Polyethylens hoher Dichte (HDPE, d=0,964 g/cm
3) mit einem Auftragsgewicht von 40 g/m
2 im Extruder beschichtet. Der Kühlzylinder wurde so gewählt, dass die resultierende
Oberfläche der Rückseite eine Rauhigkeit von 0,9 µm aufweist, gemessen als Rz-Wert
nach DIN 4768.
[0049] Das erhaltene Trägermaterial wurde anschließend auf der mit der Kunststofffolie beschichteten
Seite mit den erfindungsgemäßen Streichmassen A1 bis A6 beschichtet (25iger Drahtrakel)
und drei Minuten lang bei 78°C getrocknet. Die Auftragsmengen der Streichmassen wurden
dabei so gewählt, dass sich ein Trockenauftrag (Barriereschicht) jeweils von 1,6 g/m
2 ergab.
[0050] Im nächsten Schritt wurde auf die Barriereschichten die farbstoffaufnehmende Streichmasse
B aufgetragen (15er Drahtrakel) und getrocknet (2 Minuten, 78°C). Die Auftragsmenge
der Streichmasse wurde dabei so gewählt, dass sich ein Trockenauftrag von 0,5 g/m
2 ergab. Die Zusammensetzung der Streichmassen ist nachfolgend in Tabelle 1 angegeben.
Streichmassen A1 bis A6
[0051]
| Zusammensetzung |
A1 |
A2 |
A3 |
A4 |
A5 |
A6 |
| Entsalztes Wasser |
82,70 |
82,37 |
81,45 |
80,63 |
79,81 |
78,34 |
Gelatine
Imagel® AP 71979,
290 Bloom,Isoel.Pkt.=8
Gelita AG |
5,80 |
5,80 |
3,63 |
3,63 |
0,73 |
0,73 |
| NH3-Lösung, 5%ig |
1,20 |
1,20 |
0,75 |
0,75 |
0,15 |
0,15 |
TiO2
Ti-Pure RPS Vantage 71%ig in Wasser, DuPont |
2,91 |
2,91 |
2,91 |
2,91 |
2,91 |
2,91 |
Optischer Aufheller
Leucophor® U0, 25%ig
Archroma International |
1,30 |
1,30 |
1,30 |
1,30 |
1,30 |
1,30 |
Polyesterpolyurethan
PU-Coat DMP 105, 40%ig in Wasser, Baumeister Chemicals & Consulting GmbH & Co. KG |
3,26 |
3,26 |
8,16 |
8,16 |
14,68 |
14,68 |
Netzmittel
Capstone® FS 30, 25%ig in Wasser, DuPont |
0,07 |
0,07 |
0,07 |
0,07 |
0,07 |
0,07 |
Polyaziridin
PZ-33, 50%ig in IPA
Flevo Chemie B.V. |
2,76 |
2,76 |
1,73 |
1,73 |
0,35 |
0,35 |
Blockiertes Polyisocyanat,
TexiCross® Al45, 40%ig in Wasser, Baumeister Chemicals & Consulting GmbH & Co. KG |
- |
0,33 |
- |
0,82 |
- |
1,47 |
Streichmasse B (Farbstoffaufnehmende Schicht)
[0052] 31,70 g einer Vinylchlorid/Acrylat-Compolymerdispersion mit einem Feststoffgehalt
von 56 Gew.% (PrintRite
® DP 281.E, Hersteller Lubrizol) und 13,58 g einer Vinylchlorid/Vinylace-tat/Vinylidenchlorid-Dispersion
mit einem Feststoffgehalt von 56 Gew.-% (Vycar
® 577 E, Hersteller Lubrizol) wurden mit 3,15 g einer 30%igen wäßrigen Suspension von
kolloidaler Kieselsäure (Ludox
® AM X4931, Hersteller Grace), 0,95 g Polydimethylsiloxan (TegoGlide
® 482, Hersteller Evonik Industries), 0,25 g eines Entschäumungsmittels (Tego Foamex
® 825, Hersteller Evonik Industries), 0,08 g einer oberflächenaktiven Substanz (Capstone
® FS 30, 25%ig, Hersteller DuPont) und 50,29 g Wasser gemischt.
Vergleichsbeispiel 1
[0053] Auf die Vorderseite des in den Beispielen 1 bis 6 verwendeten Trägermaterials wurde
zunächst die zur Bildung der Barriereschicht vorgesehene Beschichtungsmasse C (25iger
Drahtrakel) aufgetragen, die nach Trocknung (3 Minuten, 78°C) mit der farbstoffaufnehmenden
Beschichtungsmasse B (15er Drahtrakel beschichtet wurde. Der Auftrag der Barriereschicht
betrug nach Trocknung 1,6 g/m
2. Die Auftragsmenge der Streichmasse B wurde dabei so gewählt, dass sich ein Trockenauftrag
von 0,5 g/m
2 ergab.
Vergleichsbeispiele 2 bis 5
[0054] Zur Bildung der Barriereschicht wurden die Beschichtungsmassen D (Vergleichsbeispiel
2), E (Vergleichsbeispiel 3), F (Vergleichsbeispiel 4) und G (Vergleichsbeispiel G)
eingesetzt. Das Trägermaterial und die farbstoffaufnehmende Beschichtungsmasse waren
wie in den Beispielen 1 bis 6. Die Zusammensetzungen der Streichmassen C bis G sind
nachfolgend in Tabelle 2 angegeben.
| Zusammensetzung |
C |
D |
E |
F |
G |
| Entsalztes Wasser |
83,52 |
82,85 |
83,40 |
82,85 |
83,40 |
| Gelatine Imagel® AP 71979, 290 Bloom, Isoelektr. Punkt =8, Gelita AG |
7,25 |
5,80 |
2,94 |
5,80 |
2,94 |
| NH3-Lösung, 5%ig |
1,50 |
1,50 |
1,50 |
1,50 |
1,50 |
| TiO2 Ti-Pure RPS Vantage 71%ig in Wasser, DuPont |
2,91 |
2,91 |
2,91 |
2,91 |
2,91 |
| Optischer Aufheller Leucophor® UO, 25%ig Archroma International |
1,30 |
1,30 |
1,30 |
1,30 |
1,30 |
| Acryl/Methacrylsäureester-Copolymer Thyon® SF 10, 46,5%ig in Wasser, Ecronova Polym. GmbH |
- |
2,81 |
7,02 |
- |
- |
| Polyesterpolyurethan NeoRez® R 600, 33%ig in Wasser, DSM Neoresins |
- |
- |
- |
2,81 |
7,02 |
| Netzmittel Capstone® FS 30, 25%ig in Wasser, DuPont |
0,07 |
0,07 |
0,07 |
0,07 |
0,07 |
| Polyaziridin PZ-33, 50%ig in IPA Flevo Chemie B.V. |
3,45 |
2,76 |
0,86 |
2,76 |
0,86 |
[0055] Die gemäß den Beispielen und Vergleichsbeispielen erhaltenen Aufzeichnungsmaterialien
wurden den nachstehend beschriebenen Prüfungen unterzogen.
Farbstoffmigrationsprüfung
[0056] Die Muster werden mit den maximalen Farbdensitäten von Gelb, Cyan, Magenta und Schwarz
auf dem Drucker CP-D70DW von Mitsubishi mit Standard-Donorband gedruckt. Das Druckformat
ist 10 x 15 cm und die Farbflächensind 1 x 1 cm groß. Diese Muster werden für 5 Tage
bei 80°C Ofentemperatur eingehängt. Nach 5 Tagen wird eine Beurteilung des Farbstoffdurchschlags
auf der Rückseite des bedruckten Musters vorgenommen, diese erfolgt mittels Schulnoten.
[0057] Die Bewertung wird wie folgt vorgenommen: Kein Farbdurchlag auf der Rückseite wird
als Note 1, starker und großflächiger Farbdurchschlag wird als Note 5 bewertet. Dazu
erfolgt die relative Abstufung von Note 1 bis Note 5.
Mottle-Bewertung (Wolkigkeit)
[0058] Muster und Drucker CP-D70DW von Mitsubishi werden 12h lang bei 40°C und 80% relativer
Luftfeuchtigkeit vorkonditioniert. Anschließend wird beim bestehenden Klima ein 10x15
cm vollflächiger Schwarzdruck durchgeführt. Die Mottle-Bewertung der Muster erfolgt
in Schulnoten von 1-5. Die Schulnote 1 bedeutet kein Mottle und Schulnote 5 bedeutet
starkes Mottle. Die Notenabstufung zwischen 1-5 erfolgt relativ zu den Noten 1 und
Noten 5.
[0059] Die Prüfergebnisse sind in der folgenden Tabelle 3 zusammengefasst.
| Aufzeichnungsmaterial |
|
Migration
Note |
Mottle
Note |
| A1 |
Erfindung Beispiel 1 |
1 |
2 |
| A2 |
Erfindung Beispiel 2 |
1 |
1 |
| A3 |
Erfindung Beispiel 3 |
2 |
2 |
| A4 |
Erfindung Beispiel 4 |
2 |
1,5 |
| A5 |
Erfindung Beispiel 5 |
5 |
1 |
| A6 |
Erfindung Beispiel 6 |
5 |
1 |
| C |
Vergl.Bspl.1 |
1 |
4 |
| D |
Vergl.Bspl.2 |
2 |
4 |
| E |
Vergl.Bspl.3 |
3 |
3 |
| F |
Vergl.Bspl.4 |
2,5 |
4 |
| G |
Vergl.Bspl.5 |
4 |
3 |
[0060] Es zeigt sich, dass die erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterialien nach dem Bedrucken
ein gutes bis sehr gutes Migrationsverhalten für die Farbstoffe und keinen Mottle-Effekt
aufweisen. Alle geprüften erfindungsgemäßen Aufzeichungsmaterialien zeigen darüber
hinaus eine hervorragende Farbdichte des übertragenen Bilds.
1. Aufzeichnungsmaterial für thermische Druckverfahren mit einem Träger und einer für
den thermischen Farbstofftransfer ausgerüsteten farbstoffaufnehmenden Schicht, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Träger und der farbstoffaufnehmenden Schicht eine Barriereschicht angeordnet
ist und die Barriereschicht Gelatine und ein in Wasser dispergierbares polymeres Bindemittel
enthält, worin Gelatine und das in Wasser dispergierbare polymere Bindemittel miteinander
vernetzt sind.
2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vernetzung der miteinander vernetzten Bindemittel durch mindestens zwei verschiedene
Vernetzungsmittel erfolgt ist.
3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelatine eine nicht derivatisierte Gelatine ist.
4. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserdispergierbare polymere Bindemittel ein Polyesterpolyurethan-Copolymer
ist.
5. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Massenverhältnis Gelatine zu dem in Wasser dispergierbaren Bindemittel 80:20
bis 40:60 beträgt.
6. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vernetzungsmittel eine Imin-Gruppen enthaltende Verbindung und eine Isocyanat-Gruppen
enthaltende Verbindung sind, wobei das Massenverhältnis beider Verbindungen 1:1 bis
6:1 beträgt.
7. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Imin-Gruppen enthaltende Vernetzungsmittel ein Polyaziridin ist.
8. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Isocyanat-Gruppen enthaltende Vernetzungsmittel ein blockiertes Isocyanat ist.
9. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermaterial ein unbeschichtetes Rohpapier oder ein gestrichenes Rohpapier
enthält und auf der der Barriereschicht zugewandten Seite eine Kunstharzschicht aufweist.
10. Aufzeichnungsschicht nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunstharzschicht eine extrudierte Polyolefinschicht oder eine aufkaschierte Polymerfolie
ist.
11. Aufzeichnungsschicht nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerfolie eine biaxial orientierte Polypropylenfolie mit einer porösen Kernschicht
und mindestens einer porenfreien Oberflächenschicht ist.
12. Aufzeichnungsmaterial nach mindestens einem der Ansprüche 10 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Kunstharzschicht und der Barriereschicht eine Polyethylenschicht angeordnet
ist.
13. Aufzeichnungsmaterial nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 12 dadurch gekennzeichnet, dass die farbstoffaufnehmende Schicht Polymer mit Affinität zu den Farbstoffen des Donormaterials,
ein feinteiliges anorganisches Pigment und gegebenenfalls weitere Hilfsmittel enthält.